[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und ein Möbel nach Anspruch
10.
Stand der Technik
[0002] Vorrichtungen zum Ausstoßen eines bewegbaren Möbelteils, insbesondere um eine Schublade,
Türe, Klappe oder dergleichen aus einer geschlossenen Stellung an einem feststehenden
Möbelteil über eine Teilstrecke angetrieben unterstützt heraus zu bewegen, sind bereits
bekannt. Dabei kann ein bewegbares Möbelteil eines Möbels aus einer Schließstellung
insbesondere um einen vergleichsweise kurzen Teilweg des gesamten möglichen Bewegungsweges
angetrieben bewegt werden, um anschließend von einer Person manuell weiter bewegt
zu werden. Beispielsweise kann es damit bei einer Möbelschublade komfortabel möglich
gemacht werden, die Schublade zu öffnen, ohne dass diese von Hand aus der Schließstellung
in Bewegung gesetzt werden muss, was insbesondere bei schwer beladenen Schubladen
einen nicht unerheblichen Kraftaufwand nötig machen kann. Die durch das Ausstoßen
angetrieben nur wenig herausbewegte Schublade ist anschließend deutlich leichter vollständig
manuell zu bewegen. Außerdem können bewegbare Möbelteile ohne ein außenseitiges Griffelement
ausgebildet werden, da aufgrund des Ausstoßvorgangs das bewegbare Möbelteil z.B. an
einer Frontpartie ohne Probleme gegriffen werden kann. Eine Vorrichtung zum Ausstoßen
eines Möbelteils nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus dem Dokument
WO 2006/017864 A1 bekannt.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein entsprechende Möbel bzw. eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, wodurch ein erhöhter Bedienkomfort für
ein Möbel auf technisch bzw. wirtschaftlich vorteilhafte Weise möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch den Anspruch 1 und 10 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes aufgezeigt.
[0005] Die Erfindung geht zunächst aus von einer Vorrichtung zum Ausstoßen eines Möbelteils,
das an einem feststehenden Möbelteil bewegbar aufgenommen ist, mit einem über eine
Antriebseinheit angetriebenen Ausstoßelement, das an einem der Möbelteile vorhanden
ist, um das bewegbare Möbelteil aus einer Schließposition auszustoßen, mit der Absicht,
dass während eines Ausstoßvorgangs der Kontakt zwischen dem Ausstoßelement und dem
anderen Möbelteil aufgehoben wird und mit einer Kontrolleinheit zur Kontrolle des
Antriebseinheit, wobei die Kontrolleinheit eine festlegbare Schließposition des bewegbaren
Möbelteils für die Kontrolle der Antriebseinheit zugrunde legt. Ein wesentlicher Aspekt
der Erfindung liegt darin, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen nach einem Schließvorgang
des bewegbaren Möbelteils eine dabei erreichte Stillstand-Position als neue Schließposition
festlegbar ist und die zuvor zugrunde gelegte Schließposition ersetzt. Damit kann
eine Auslösecharakteristik immer gleich bleiben bzw. ein Auslösevorgang durch eine
Person immer zuverlässig als solcher erkannt werden. Für die Person wird es zudem
als angenehm empfunden, wenn der Auslösevorgang z.B. durch Drücken auf eine Front
des betreffenden bewegbaren Möbelteils zeitlich immer gleich lang dauert bzw. das
bewegbare Möbelteil beim Drücken immer gleich tief bis zu einer Anschlagstellung gedrückt
werden kann, damit dies als Auslösevorgang erkannt wird.
[0006] Dies kann insbesondere bei Möbeln mit so genannten Touch-Latch-Anordnungen relevant
sein. Hierfür ist zwischen dem bewegbaren Möbelteil in seiner Schließposition und
dem feststehenden Möbelkorpus ein geringer Schließ- bzw. Frontspalt ausgebildet, der
sich an einer Bedienseite des bewegbaren Möbelteils und Gegenabschnitten des feststehenden
Möbelkorpus ergibt, beispielsweise mit wenigen Millimetern Spaltbreite. Mit dem Schließspalt
ist es möglich, durch Drücken gegen die Bedien- bzw. Frontseite des bewegbaren Möbelteils
in Richtung zum Korpus hin, einen Auslösevorgang durchzuführen. Der Auslösevorgang
wird als solcher erkannt und von der Kontrolleinheit daraufhin entsprechend reagiert.
Das bewegbare Möbelteil wird dann über das Ausstoßelement angetrieben ausgestoßen.
Um Fehlauslösungen zu vermeiden, beispielsweise gegen die Bedienseite wird ein Druck
ausgeübt, der nicht einem Druck bei einem bewusst gewollten Auslösevorgang entspricht,
ist es notwendig, dass die Auslösecharakteristik für einen Auslösevorgang immer erhalten
bleibt. Dazu ist es aber von grundlegender Bedeutung, dass die gewünschte bzw. zugrunde
gelegte Schließposition bekannt und der realen Schließposition entspricht.
[0007] Weicht aber die reale Schließposition von der in der Kontrolleinheit zugrunde gelegten
Schließposition ab, können Fehlfunktionen oder andere unerwartete Ausstoßcharakteristiken
auftreten. Beispielsweise ist es dann nicht ausgeschlossen, dass beim Auslösevorgang
eine zurückgelegte Auslösestrecke bzw. eine Zeitdauer des Auslösevorgangs, welche
das bewegbare Möbelteil beim Auslösevorgang bis zum Erreichen einer Anschlagposition
zeigt, als "richtigen" Auslösevorgang erkennt. Für die Unterscheidung in "richtig"
und "falsch" ist insbesondere der Auslösweg und die Auslösezeit des Auslösevorgangs
von Bedeutung.
[0008] Eine Unterscheidung ist deshalb notwendig, um zu vermeiden, dass beispielsweise ein
vergleichsweise längeres Gegendrücken gegen die Bedienseite des bewegbaren Möbelteils
wie beispielsweise beim Anlehnen an das bewegbare Möbelteil auftreten kann oder z.B.
ein versehentliches Streifen der Möbelfront beim daran Vorbeigehen, als Auslösebefehl
verstanden wird.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung können Gegebenheiten, die sich auf die Auslösecharakteristik
negativ auswirken können, berücksichtigt und korrigiert werden. Es ist erfindungsgemäß
beispielsweise möglich, dass eine sich aufgrund von nicht vermeidbarem Verschleiß
verändernde Schließposition im Laufe der Lebensdauer der Ausstoß-Vorrichtung, die
Auslösecharakteristik nicht nachteilig beeinflusst. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise
Veränderungen der Schließposition über die Zeit berücksichtigen, die insbesondere
nur im Millimeterbereich, ggf. nur wenige Bruchteile eines Millimeters betragen, bzw.
im Zehntelmillimeter-Bereich liegen. Ohne die erfindungsgemäßen Mittel würde im Laufe
der Zeit sich der Auslöseweg des bewegbaren Möbelteils bzw. die Auslösezeit verändern.
Die Erkennung des Auslösevorgangs könnte dann nicht exakt funktionieren.
[0010] Vorteilhafterweise sind die Mittel ausgestaltet, eine neue Schließposition dann festzulegen,
wenn das bewegbare Möbelteil nach dem Schließvorgang eine Stillstand-Position innerhalb
eines vorgebbaren Bereichs im Nahbereich eines mechanischen Schließanschlages des
bewegbaren Möbelteils einnimmt. Damit kann erreicht werden, dass nur solche Stillstand-Positionen
des bewegbaren Möbelteils als neue Schließposition herangezogen werden, wenn das bewegbare
Möbelteil auch wirklich geschlossen ist. Im Nahbereich bedeutet insbesondere wenige
Zentimeter bzw. Millimeter beabstandet von dem mechanischen Schließanschlag. Damit
lässt sich beispielsweise vermeiden, dass eine Stillstand-Position des bewegbaren
Möbelteils, das an irgend einer Stelle zwischen einer Schließposition und einer vollständig
geöffneten Position stehen bleibt, als neue Schließposition definiert wird, nur weil
das bewegbare Möbelteil sich nicht mehr bewegt. Dieses Zustand kann eintreten, wenn
beispielsweise beim Bewegen des bewegbaren Möbelteils durch ein Verkanten eines Gegenstandes
zwischen dem bewegbaren und dem feststehenden Möbelteil oder einem anderen benachbarten
Abschnitt, das bewegbare Möbelteil in seiner Bewegung mechanisch blockiert wird und
stehen bleibt oder z.B. auch, wenn der Benutzer das bewegbare Möbelteil nicht vollständig
schließen möchte.
[0011] Es ist überdies bevorzugt, dass die Mittel ausgebildet sind, die neue Schließposition
festzulegen, wenn innerhalb eines vordefinierten Zeitraums ab dem Zeitpunkt des Erreichens
der Stillstand-Position keine wesentliche Bewegung des bewegbaren Möbelteils stattfindet.
So können bestimmte genau festlegbare Zustände für die Neudefinition der Schließ-
bzw. Nullposition ignoriert werden, zum Beispiel wenn beim Schließvorgang kurze Zeiträume
ohne Bewegung des bewegbaren Möbelteils auftreten, in denen das bewegbare Möbelteil
für einen Augenblick eine Stillstand-Position einnimmt, aber die Schließposition noch
nicht vollständig erreicht hat, diese aber nach der kurzen Unterbrechung endgültig
erreicht.
[0012] Bevorzugt sind die Mittel derart ausgebildet, keine neue Schließposition festzulegen,
wenn über einen vordefinierten Zeitraum hinaus, ab dem Zeitpunkt des Erreichens der
Stillstand-Position gerechnet, keine wesentliche Bewegung des bewegbaren Möbelteils
mehr stattfindet. Damit kann z.B. bei einem längeren Anlehnen an dem bewegbaren Möbelteil
durch eine Person oder einen Gegenstand, wobei das bewegbare Möbelteil bis zum mechanischen
Schließanschlag bewegt wird und dort verharrt, vermieden werden, dass diese Aktion
als neue Schließposition festgelegt wird. Damit kann ausgeschlossen werden, dass die
neue Schließposition dem mechanischen Anschlag entspricht, wohingegen andernfalls
bei Touch-Latch-Anordnungen ein Auslösebefehl für das bewegbare Möbelteil nicht mehr
möglich wäre, da ein Gegendrücken gegen des bewegbare Möbelteil keine Auslösebewegung
bewirkt und damit keine Öffnungsbewegung ausgelöst werden kann. Es kann überdies grundsätzlich
ausgeschlossen werden, eine neue Schließposition in der mechanischen Anschlagposition
zu definieren, so dass insbesondere bei Touch-Latch-Anordnungen immer eine Auslöseaktion
möglich bleibt.
[0013] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Mittel Sensormittel zur Erkennung eines Bewegungszustandes
des bewegbaren Möbelteils umfassen. Mit den Sensormitteln ist es möglich, eine Bewegung
bzw. einen Stilltand des bewegbaren Möbelteils relativ zum feststehenden Möbelteil
zu erkennen bzw. Informationen darüber der Kontrolleinheit zur Verfügung zu stellen.
Moderne Sensormittel arbeiten präzise, sind robust und platzsparend einsetzbar bzw.
sind kompatibel zur Kontrolleinheit bzw. zu entsprechend verwendeten Recheneinheiten.
[0014] Bevorzugt sind die Sensormittel ausgebildet, den Bewegungszustand des bewegbaren
Möbelteils indirekt über eine sensorische Erfassung der Bewegung des Ausstoßelements
zu erkennen. Dabei macht man sich den Umstand zu Nutze, dass beim Schließvorgang innerhalb
eines Nahbereichs vor Erreichen eines mechanischen Schließanschlags, also Zustände,
die für die Festlegung der neuen Schließposition in Betracht kommen, das bewegbare
Möbelteil mit dem Ausstoßelement in Kontakt ist.
[0015] Das Ausstoßelement kann in der Regel in seiner zurückbewegten bzw. zurückgeschwenkten
Stellung zwei Positionen aufweisen. Eine erste Ruheposition entspricht einer Warteposition,
wenn das bewegbare Möbelteil offen steht oder sich beim Schließen befindet. Eine weitere
Ruheposition ergibt sich, wenn das Ausstoßelement in Kontakt mit dem schließenden
bewegbaren Möbelteil gelangt, wobei das Ausstoßelement aus seiner ersten Ruheposition
geringfügig in seiner Position nachgeben kann, insbesondere durch eine federnde Lagerung
des Ausstoßelements, und es kommt zur zweiten Ruheposition des Ausstoßelements, wobei
diese zur Festlegung der neuen Null- bzw. Schließposition herangezogen wird.
[0016] Dabei kann sich das Ausstoßelement mit hoher Übereinstimmung bzw. sehr präzise wie
das bewegbare Möbelteil verhalten bzw. wird insbesondere entsprechend gleichartig
mitbewegt bzw. steht exakt dann still, wenn auch das bewegbare Möbelteil stillsteht.
Über die sensorische Erfassung der Bewegung des Ausstoßelements ist es daher möglich,
indirekt den Bewegungszustand des bewegbaren Möbelteils genau und zuverlässig zu ermitteln.
[0017] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Sensormittel einen Sensor mit zwei Sensorteilen
umfassen, von denen ein Sensorteil an einem fest positionierten Teil der Ausstoßvorrichtung
bzw. an dem feststehenden Möbelteil und das andere Sensorteil an dem Ausstoßelement
bzw. an dem bewegbaren Möbelteil angeordnet ist. Dies ermöglicht eine flexibel positionierbare
Unterbringung der Sensormittel an bevorzugten Stellen am Möbel bzw. der Ausstoß-Vorrichtung.
Insbesondere können die Sensormittel dort positioniert werden, wo besonders exakt
bzw. auch geringste Bewegungen des bewegbaren Möbelteils direkt oder indirekt erfassbar
sind.
[0018] Besonders bevorzugt umfassen die Sensormittel einen Hall-Sensor. Ein Hall-Sensor
ermöglicht vorteilhaft eine sensorische Erfassung in einem relevanten räumlichen Bereich,
was gerade bei der Festlegung der Schließposition hilfreich ist. Der Hall-Sensor besteht
beispielsweise aus zwei Sensorteilen, von denen ein Sensorteil insbesondere feststehend
und das andere Sensorteil bewegbar angebracht ist, beispielsweise an dem bewegbaren
Möbelteil oder an dem Ausstoßelement. Die Sensormittel können auch anders arbeiten,
insbesondere optisch, induktiv, kapazitiv, magnetisch, mit Infrarot bzw. mit einem
Inkrementalgeber und dergleichen.
[0019] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Sensormittel ausgebildet sind, eine Information
über einen sensorisch erfassten Bewegungszustand des bewegbaren Möbelteils der Kontrolleinheit
zuzuführen. Damit kann auf Grundlage der sensorischen Erfassung eine Information über
den Bewegungszustand des bewegbaren Möbelteils der übergeordneten Kontrolleinheit
zugeführt werden. In der Kontrolleinheit kann diese Information dann entsprechend
verarbeitet werden, insbesondere um die neue Schließposition zu definieren. Die endgültige
Festlegung der neuen Schließposition in der Kontrolleinheit erfolgt jedoch dann, wenn
wie oben erläutert entsprechende Vorgaben erfüllt sind, z.B. zeitlich und/oder räumliche
Vorgaben bezüglich des Auslöse- bzw. Schließvorgangs.
[0020] Die Erfindung betrifft außerdem ein Möbel, mit einer relativ zu einer feststehenden
Möbelteil bewegbaren Möbelteil, wobei das Möbel eine der oben beschriebenen Vorrichtungen
aufweist. Damit lassen sich an dem Möbel die bereits aufgezeigten Vorteile verwirklichen,
insbesondere an einem Möbel mit gegenüber fest positionierten Abschnitten bewegbaren
Schubladen, Türen, Klappen, Dreh-, Schiebetüren bzw. Auszügen und dergleichen.
[0021] Grundsätzlich ist es bei der vorgeschlagenen Anordnung vorteilhaft, dass unabhängig
von der Anbringart des bewegbaren Möbelteils am feststehenden Möbelteil die Ausstoßvorrichtung
universell anbringbar bzw. diese leicht nachrüstbar ist. Insbesondere müssen keine
zusätzlichen Vorkehrungen zur Verriegelung des bewegbaren Möbelteils in der Schließposition
vorgesehen werden, da das bewegbare Möbelteil über herkömmliche Verriegelungen z.B.
einer Einzugsautomatik in der Schließposition gehalten werden kann.
[0022] Unter Möbelteilen sind in erster Linie Möbelteile für Küchen- und Wohnmöbel zu verstehen,
jedoch kann sich der Ausdruck Möbelteile im Sinne der Erfindung auch auf Schubladen,
Türen und Klappen an anderen Einrichtungen erstrecken, zum Beispiel auf eine Schublade
an einem Werkzeugschrank oder -wagen.
Figurenbeschreibung
[0023] Anhand der Figuren sind weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand schematisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Figuren sind für sich entsprechende
Bauteile von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen teilweise die gleichen Bezugszeichen
verwendet.
[0024] Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- ein schematisch dargestelltes Möbel mit Schublade in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2
- das Möbel gemäß Figur 1 unter Weglassung von einzelnen Teilen, wobei die Schublade
geöffnet dargestellt ist,
- Figur 3 bis Figur 6
- eine Ansicht von oben auf das Möbel gemäß Figur 1 ohne ein Oberteil, wobei die Schublade
in unterschiedlichen Stellungen vor, während und nach einem Ausstoßvorgang dargestellt
ist,
- Figur 7
- ein perspektivisches Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Ausstoßvorrichtung
unter Weglassung eines Frontgehäuses,
- Figur 8
- die Ausstoßvorrichtung aus Figur 7 in Frontansicht,
- Figur 9
- eine Teil-Schnittdarstellung der Ausstoßvorrichtung aus Figur 8 gemäß der Linie A-A
aus Figur 8 und
- Figur 10
- ein Schaubild in einem zweiachsigen Diagramm zur Veranschaulichung einer Festlegung
einer neuen Schließposition bei zwei unterschiedlichen Schließvorgängen.
[0025] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Möbel 1 mit einem Korpus 2 und einer im Korpus 2 über
eine Ausziehführung 4 verschiebbaren Schublade 3. Die Ausziehführung 4 umfasst insbesondere
einen an sich bekannten Vollauszug mit einer schubladenseitigen Schubladenschiene,
eine korpusseitigen Festschiene und einer zwischen diesen beweglich aufgenommen Mittelschiene.
In Figur 1 befindet sich die Schublade 3 in einer Schließposition, in welcher zwischen
dem Korpus 2 und einer Innenseite einer Frontpartie 3a der Schublade 3 ein Frontspalt
5 von beispielsweise wenigen Millimetern ausgebildet ist. Die Frontpartie 3a weist
im gezeigten Beispiel keinen Griff auf, wobei aber auch ein Griff vorhanden sein kann.
[0026] Der Frontspalt dient in erster Linie dazu, durch Drücken auf die Frontpartie 3a für
einen Ausstoßvorgang einen Auslösebefehl zu ermöglichen, bei dem die Schublade 3 in
Richtung zum Korpus 2 über wenige Millimeter unter Verringerung des Frontspalts 5
bewegt werden kann. Ein ausgelöster Ausstoßvorgang wird mit einer erfindungsgemäßen
Ausstoßvorrichtung 6 ausgeführt. Wird in dem in Figur 1 gezeigten Zustand die geschlossene
Schublade 3 etwas gedrückt, kann über beispielsweise entsprechende nicht dargestellte
Sensoren eine Bewegung der Schublade registriert werden, wodurch ein Ausstoßvorgang
mittels der Ausstoßvorrichtung 6 ausgelöst wird.
[0027] Figur 2 zeigt die vollständig geöffnete Schublade 3 im Korpus 2, der ohne eine Seitenwand,
Rückwand und Oberteil gezeigt ist. Ein Ausstoßhebel 7 der Ausstoßvorrichtung 6 ist
in einer maximal verschwenkten Position dargestellt. Der Ausstoßhebel 7 kann beispielsweise
gegenüber der nicht dargestellten Rückwand des Möbelkorpus 2 um einen maximalen Verschwenkwinkel
von ca. 80 bis nahezu 90 Winkelgrade oder mehr verschwenkt werden. Durch Verschwenken
des Ausstoßhebels 7 kommt dieser außen an einer Rückwand 3b der Schublade 3 zur Anlage
und kann die Schublade 3 aus einer Schließposition wegdrücken insbesondere um einen
Weg von zum Beispiel ca. 30 bis 70 mm aus der geschlossenen Stellung gemäß Figur 1
in Öffnungsrichtung bewegen. Dazu wird über eine von einem Gehäuseabschnitt verdeckte
Antriebseinheit der Ausstoßhebel 7 aus einer angelegten bzw. zurückgeklappten Stellung
in die in Figur 2 gezeigte Verschwenkstellung angetrieben bewegt. Danach wird ein
Kontakt zwischen der Rückwand 3b und dem Ausstoßhebel 7 aufgehoben und die bewegte
Schublade 3 kann sich noch ein Stück frei weiterbewegen. Anschließend bzw. vorzugsweise
wenn die Schublade sich noch ein Stück frei bewegt bzw. sobald der Kontakt zwischen
Rückwand 3b und Ausstoßhebel 7 weg ist wird insbesondere mittels der Antriebseinheit
der Ausstoßhebel 7 wieder in die zurückgeklappte Position verschwenkt, um für einen
nächsten Verschwenk- bzw. Ausstoßvorgang bereit zu sein. Bei angelegter Stellung des
Ausstoßhebels 7 (nicht gezeigt) ist dessen Längsachse in etwa parallel zur Schubladen-Rückwand
3b bzw. zu Traversen 8a, 8b ausgerichtet.
[0028] Über die zwei Traversen 8a und 8b ist die Ausstoßvorrichtung 6 lösbar eingeklippst.
Die beiden Traversen 8a, 8b sind selbst in Aufnahmeflanschen 9a und 9b aufgenommen,
die an den Seitenwänden des Möbelkorpus 2 befestigt sind.
[0029] Die Ausstoßvorrichtung kann auch an der Schublade 3 befestigt sein und mit dieser
mitbewegt werden, dann kann der Ausstoßhebel 7 zumindest zum Ausstoßen in Kontakt
z.B. mit der Rückwand des Korpus 2 gelangen.
[0030] Der Ausstoßhebel 7 ist in Figur 2 in seiner maximal verschwenkten Position gezeigt,
damit dieser deutlich erkennbar ist, wobei bei vollständig geöffneter Schublade 3
der Ausstoßhebel 7 sich in der Regel wieder bereits in seiner zurückgeschwenkten Stellung
bzw. in seiner Ruheposition befindet.
[0031] In den Figuren 3 bis 6 ist ein Möbel 1 von oben unter Weglassung einer Oberseite
des Korpus 2 dargestellt, das eine zu der Ausstoßvorrichtung gemäß Figur 2 modifizierte
Ausstoßvorrichtung 6 aufweist. Der Möbelkorpus 2 zeigt eine Rückwand 2a, eine rechte
Seitenwand 2b und eine linke Seitenwand 2c. Außerdem sind zwischen den Seitenwänden
2b und 2c verlaufende Traversen 8a und 8b gemäß Figur 2 untergebracht, an denen die
Ausstoßvorrichtung 6 befestigt ist. In Figur 3 bei vollständig geschlossener Schublade
3 ist der Ausstoßhebel 7 gestreckt bzw. gerade in seiner Form und in einer zurückgeschwenkten
Ruheposition. Die Ausstoßvorrichtung 6 bzw. die Traversen 8a, 8b benötigen vorteilhafterweise
einen vergleichsweise geringen Bauraum insbesondere in der Tiefe des Möbels 1.
[0032] Die Figuren 4 und 5 zeigen den Ausstoßhebel 7 in einer abgeknickten Form bzw. mit
einer Abknickung, wobei ein vorderer abgewinkelter Abschnitt des Ausstoßhebels 7 an
einer Rückwand 3b der Schublade 3 flächig (Figur 4) bzw. punktuell (Figur 5) anliegen
kann. In Figur 5 ist der Ausstoßhebel 7 etwas weiter verschwenkt als in Figur 4, wobei
die Verschwenkbewegung des Ausstoßhebels 7 durch eine nicht näher dargestellte Antriebseinheit
erfolgt. Durch die Verschwenkbewegung des Ausstoßhebels 7 und dessen Anlage an der
Rückwand 3b der Schublade 3 wird die Schublade 3 aus der in Figur 3 dargestellten
geschlossenen Position ein Stück weit in Öffnungsrichtung bewegt. Die Schublade 3
wird durch die Bewegung des Ausstoßhebels 7 nicht bis in die ganz geöffnete Stellung
gemäß Figur 6 bewegt. Vielmehr wird die Schublade 3 nach der Ausstoßbewegung durch
Ausstoßhebel 7 in eine teilweise geöffnete Position gebracht, aus der beispielsweise
eine Person die Schublade 3 von Hand weiter öffnen bzw. wieder schließen kann. Der
Bewegungsablauf könnte aber so optimiert werden, dass die Schublade 3 mit dem Nachlauf
nahezu oder vollständig geöffnet werden kann.
[0033] Nach dem Ausstoßvorgang wird der Ausstoßhebel 7 sofort oder kurz danach wieder in
seine Ruheposition zurück verschwenkt, wie Figur 6 verdeutlicht. Durch die gelenkige
Abknickmöglichkeit des Ausstoßhebels ist der beim Ausstoßvorgang sich winklig ausbildende
Ausstoßhebel 7 in seiner Ruheposition gemäß Figur 3 bzw. Figur 6 wieder vollständig
gestreckt bzw. platzsparend im Korpus 2 unterbringbar.
[0034] Figur 7 zeigt eine etwas detailliertere Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausstoßvorrichtung 6 mit einem Ausstoßhebel 7, der sich in einer zurückgeschwenkten
Position bzw. in einer Ruheposition befindet. In Figur 7 ist ein vorderer Gehäuseabschnitt
der Ausstoßvorrichtung 6 nicht dargestellt, wodurch Teile zur Antriebsübertragung
von einem Elektromotor 10 auf den Ausstoßhebel 7 sichtbar sind. Die einzelnen Bauteile
bzw. Konstruktionselemente sind in Figur 7 nur stark schematisiert gezeigt.
[0035] Über den Elektromotor 10 und ein Getriebe 11 wird der Ausstoßhebel 7 um die Rotationsachse
R vor- und zurückgeschwenkt. Zur Übertragung der Rotationsbewegung auf den Ausstoßhebel
7 sind das Getriebe 11 und weitere Getriebe- bzw. Übertragungselemente 12, 13 und
14 vorgesehen, mit denen eine am Ausstoßhebel 7 fest positionierte Rotationswelle
15 in Rotation versetzt wird.
[0036] Zur sensorischen Erfassung eines Bewegungszustandes des Ausstoßhebels 7 und damit
eines bewegbaren Möbelteils nahe eines mechanischen Schließanschlags bzw. zur sensorischen
Erfassung einer Verschwenkbewegung des Ausstoßhebels 7 ist ein Sensor 16 vorgesehen.
Der Sensor 16 umfasst ein erstes Sensorteil 16a an einem Grundkörper der Ausstoßvorrichtung
6 und ein zweites Sensorteil 16b an einem Abschnitt des Ausstoßhebels 7, wobei sich
der Abschnitt in einem zum Sensorteil 16a entsprechenden Radiusbereich um die Achse
R befindet. Die Sensorteile können insbesondere eine aktive bzw. arbeitende Einheit
und ein mit diesem zusammenarbeitendes "passives" Teil umfassen, z.B. bei einem optischen
Sensor könnte das Sensorteil 16a ein optisches Element und das Sensorteil 16b ein
reflektierendes Element sein. Die Sensorteile 16a, 16b können insbesondere Teile eines
Hall-Sensors sein.
[0037] Über Anbringklammern 17 kann die Ausstoßvorrichtung 6 z.B. an den Traversen 8a, 8b
gemäß Figur 2 aufgeklippst werden. Die Ausstoßvorrichtung 6 gemäß Figur 7 bis Figur
9 entspricht im Wesentlichen der Ausstoßvorrichtung 6 gemäß Figur 2, wobei ein Frontgehäuseteil
der Ausstoßvorrichtung 6 weggelassen ist.
[0038] Beim Verschwenken des Ausstoßhebels 7 um die Rotationsachse R kann mit dem Sensor
16 innerhalb des Wirkbereichs des Sensors 16 eine sensorische Erfassung der Bewegung
des Ausstoßhebels 7 erfolgen, wenn sich die beiden Sensorteile 16a und 16b innerhalb
eines Wirkabstandes zueinander befinden, der insbesondere sämtliche relevanten Schließpositionen
des bewegbaren Möbelteils abdeckt.
[0039] Zwei unterschiedliche Schließvorgänge für ein bewegbares Möbelteil z.B. gemäß Figur
2 (Hall-Sensor ist in Figur 2 nicht gezeigt), das mit einer Ausstoßvorrichtung ausstoßbar
ist, wie beispielsweise in den Figuren 7 bis 9 gezeigt ist, ist anhand zweier Kurven
K1 bzw. K2 im Schaubild gemäß Figur 10 schematisiert erläutert. Im Schaubild gemäß
Figur 10 ist auf der Abszisse die Zeit t und auf der Ordinate der vom bewegbaren Möbelteil
zurücklegbare Weg s aufgetragen.
[0040] Die Kurve K1 beschreibt einen Schließvorgang 1 beispielsweise einer Schublade in
einem Korpus. Die Kurve K1 beginnt zu einer Zeit t0 = 0 bei einem Wegpunkt s1, wobei
die Kurve K1 mittels der vom Hall-Sensor erhaltenen Informationen erhalten wird. Bei
weiterer Annäherung der von Wegpunkt s1 sich in Richtung Schließposition bewegenden
Schublade wird zur Zeit t1 der zweite Wegpunkt s2 erreicht, in dem die Schublade eine
Stillstandposition einnimmt. Der Wegpunkt s2 entspricht einem niedrigeren Wert als
der Wegpunkt s1, da s2 näher an einem durch einen mechanischen Schließanschlag für
die Schublade gebildeten Nullpunkt der Ordinate bei s = 0 sich befindet. Nachdem die
Schublade die Stillstand-Position bei t1 erreicht hat, wird erst dann eine neue Schließposition
festgelegt, wenn nachfolgend innerhalb eines Zeitintervalls z.B. δt = t2 - t1, keine
weitere Bewegung mehr stattfindet, womit in diesem Zeitintervall ein zurückgelegter
Weg δs im Wesentlichen 0 wird. Beispielsweise können relativ kleine Erschütterungen
durch z.B. eine vor dem Möbelteil vorbeilaufende Person bzw. dadurch verursachte zurückgelegte
Wegstrecken des bewegbaren Möbelteils ein δs von z.B. kleiner 5 % oder 1 % des gesamten
Nahbereichs vor dem mechanischen Schließanschlag nicht als Bewegung berücksichtigt
werden. Der Wert der Zeitänderung z.B. δt = t2 - t1 ist vorgebbar bzw. in der Steuerung
hinterlegt. Nach der Zeit t2 wird in der Kontrolleinheit die neu festgelegte Schließposition
der Schublade zugrunde gelegt und z.B. eine Bewegung der Schublade, wenn diese in
einem Auslöse-Zeitfensters liegt, wird als Auslösevorgang verstanden und die Schublade
wird ausgestoßen.
[0041] Die Kurve K2 beschreibt einen weiteren zu K1 vergleichbaren Schließvorgang, wobei
die Schublade vom ersten Wegpunkt s1 bis zu einem weiteren Wegpunkt s3 bewegt wird,
indem die Schublade in einer Stillstand-Position verharrt. Der zweite Wegpunkt s3
gemäß der Kurve K2 liegt zwischen dem Schließpunkt s2 gemäß der Kurve K1 und dem ersten
Wegpunkt s1. Dies bedeutet, dass die Schublade beim Schließen gemäß der Kurve K2 nicht
soweit geschlossen wurde, wie beim Schließvorgang gemäß Kurve K1 bzw. die erreichte
Schließposition bei Wegpunkt s3 weiter vom mechanischen Schließanschlag für die Schublade
bei s = 0 entfernt ist als der Wegpunkt s2 gemäß Kurve K1.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 1
- Möbel
- 2
- Korpus
- 2a
- Rückwand
- 2b
- Seitenwand
- 2c
- Seitenwand
- 3
- Schublade
- 3a
- Frontpartie
- 3b
- Rückwand
- 4
- Ausziehführung
- 5
- Frontspalt
- 6
- Ausstoßvorrichtung
- 7
- Ausstoßhebel
- 7a
- Anlageseite
- 8a
- Traverse
- 8b
- Traverse
- 9a
- Aufnahmeflansch
- 9b
- Aufnahmeflansch
- 10
- Elektromotor
- 11
- Getriebe
- 12
- Übertragungselement
- 13
- Übertragungselement
- 14
- Übertragungselement
- 15
- Rotationswelle
- 16
- Sensor
- 16a
- Sensorteil
- 16b
- Sensorteil
- 17
- Anbringklammer
1. Vorrichtung zum Ausstoßen eines Möbelteils (3), das an einem feststehenden Möbelteil
(2) bewegbar aufgenommen ist, mit einem über eine Antriebseinheit (10) angetriebenen
Ausstoßelement (7), das an einem der Möbelteile vorhanden ist, um das bewegbare Möbelteil
(3) aus einer Schließposition auszustoßen, mit der Absicht, dass während eines Ausstoßvorgangs
der Kontakt zwischen dem Ausstoßelement (7) und dem anderen Möbelteil (2, 3) aufgehoben
wird und mit einer Kontrolleinheit zur Kontrolle der Antriebseinheit (10), wobei die
Kontrolleinheit eine festlegbare Schließposition des bewegbaren Möbelteils (3) für
die Kontrolle der Antriebseinheit (10) zugrunde legt, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, mit denen nach einem Schließvorgang des bewegbaren Möbelteils
(3) eine dabei erreichte Stillstand-Position als neue Schließposition festlegbar ist
und die zuvor zugrunde gelegte Schließposition ersetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel ausgestaltet sind, eine neue Schließposition dann festzulegen, wenn das
bewegbare Möbelteil (3) nach dem Schließvorgang eine Stillstand-Position innerhalb
eines vorgebbaren Bereichs im Nahbereich eines mechanischen Schließanschlags des bewegbaren
Möbelteils (3) einnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel ausgebildet sind, die neue Schließposition festzulegen, wenn innerhalb
eines vordefinierten Zeitraums ab dem Zeitpunkt des Erreichens der Stillstand-Position
keine wesentliche Bewegung des bewegbaren Möbelteils (3) stattfindet.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel derart ausgebildet sind, keine neue Schließposition festzulegen, wenn
über einen vordefinierten Zeitraum hinaus, ab dem Zeitpunkt des Erreichens der Stillstand-Position
gerechnet, keine wesentliche Bewegung des bewegbaren Möbelteils (3) mehr stattfindet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel Sensormittel (16) zur Erkennung eines Bewegungszustandes des bewegbaren
Möbelteils (3) umfassen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormittel (16) ausgebildet sind, den Bewegungszustandes des bewegbaren Möbelteils
(3) indirekt über eine sensorische Erfassung der Bewegung des Ausstoßelements (7)
zu erkennen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormittel einen Sensor (16) mit zwei Sensorteilen (16a, 16b) umfassen, von
denen ein Sensorteil (16a) an einem fest positionierten Teil der Ausstoßvorrichtung
(6) bzw. an dem feststehenden Möbelteil und das andere Sensorteil (16b) an dem Ausstoßelement
(7) bzw. an dem bewegbaren Möbelteil angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormittel einen Hall-Sensor (16) umfassen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormittel (16) ausgebildet sind, eine Information über einen sensorisch erfassten
Bewegungszustand des bewegbaren Möbelteils (3) der Kontrolleinheit zuzuführen.
10. Möbel (1) mit einem relativ zu einem feststehenden Möbelteil (2) bewegbaren Möbelteil
(3), wobei das Möbel (1) eine Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
aufweist.
1. Device for pushing out a furniture part (3) which is accommodated in a movable manner
on a stationary furniture part (2), comprising a pushing-out element (7) which is
driven via a drive unit (10) and is provided on one of the furniture parts, in order
to push the movable furniture part (3) from a closed position such that contact between
the pushing-out element (7) and the other furniture part (2, 3) is ended during a
pushing-out operation, and comprising a control unit for controlling the drive unit
(10), wherein the control unit takes as a basis a definable closed position of the
movable furniture part (3) for controlling the drive unit (10), characterised in that means are provided with which following a closing operation of the movable furniture
part (3) a standstill position achieved thereby can be defined as the new closed position
and replaces the closed position previously taken as a basis.
2. Device according to claim 1, characterised in that the means are design to define a new closed position when, after the closing operation,
the movable furniture part (3) assumes a standstill position within a predeterminable
area in the vicinity of a mechanical closing stop of the movable furniture part (3).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the means are designed to determine the new closed position when, within a predefined
period of time from the point in time at which the standstill position is reached,
there is no significant movement of the movable furniture part (3).
4. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the means are designed such that a new closed position is not determined when, beyond
a predefined period of time, calculated from the point in time at which the standstill
position is reached, there is no longer any significant movement of the movable furniture
part (3).
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the means comprise sensor means (16) for detecting a movement state of the movable
furniture part (3).
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the sensor means (16) are designed to detect the movement state of the movable furniture
part (3) indirectly by means of the sensor detection of the movement of the pushing-out
element (7).
7. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the sensor means comprise a sensor (16) with two sensor parts (16a, 16b), wherein
one sensor part (16a) is arranged on a fixed part of the pushing-out device (6) or
on the stationary furniture part, and the other sensor part (16b) is arranged on the
pushing-out element (7) or on the movable furniture part.
8. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the sensor means comprise a Hall sensor (16).
9. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the sensor means (16) are designed to supply information relating to a sensor-detected
movement state of the movable furniture part (3) to the control unit.
10. Piece of furniture (1) comprising a furniture part (3) that is movable relative to
a stationary furniture part (2), wherein the piece of furniture (1) comprises a device
according to any one of the preceding claims.
1. Dispositif pour éjecter une partie de meuble (3) logée mobile sur une partie de meuble
fixe (2), ledit dispositif étant muni d'un élément d'éjection (7) entraîné par le
biais d'une unité d'entraînement (10) et présent sur l'une des parties de meuble en
vue d'éjecter la partie de meuble mobile (3) d'une position de fermeture avec l'objectif
de rompre le contact entre l'élément d'éjection (7) et l'autre partie de meuble (2,
3) lors d'une opération d'éjection, et d'une unité de contrôle pour contrôler l'unité
d'entraînement (10), l'unité de contrôle utilisant une position de fermeture définissable
de la partie de meuble mobile (3) pour contrôler l'unité d'entraînement (10), caractérisé en ce que des moyens sont prévus à l'aide desquels, à la suite d'une opération de fermeture
de la partie de meuble mobile (3), une position d'arrêt atteinte à cette occasion
est définie comme nouvelle position de fermeture et remplace la position de fermeture
définie comme base préalablement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens sont configurés pour définir une nouvelle position de fermeture lorsque,
à la suite de l'opération de fermeture, la partie de meuble mobile (3) prend une position
d'arrêt à l'intérieur d'une région pouvant être prédéterminée dans le voisinage d'une
butée de fermeture mécanique de la partie de meuble mobile (3).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens sont conçus pour définir la nouvelle position de fermeture lorsque, dans
un laps de temps prédéfini à partir du moment où la position d'arrêt est atteinte,
aucun mouvement significatif de la partie de meuble mobile (3) n'a lieu.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens sont conçus de telle sorte qu'ils ne définissent aucune nouvelle position
de fermeture quand, au-delà d'un laps de temps prédéfini calculé à partir du moment
où la position d'arrêt est atteinte, plus aucun mouvement significatif de la partie
de meuble mobile (3) n'a lieu.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens comprennent des moyens de détection (16) pour détecter un état de déplacement
de la partie de meuble mobile (3).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de détection (16) sont conçus pour détecter indirectement l'état de déplacement
de la partie de meuble mobile (3) par le biais d'une détection par capteur du mouvement
de l'élément d'éjection (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de détection comprennent un capteur (16) avec deux parties de capteur
(16a, 16b), dont l'une (16a) des parties de capteur est disposée sur une partie fixement
positionnée du dispositif d'éjection (6) ou sur l'élément de meuble fixe, et l'autre
partie de capteur (16b) est disposée sur l'élément d'éjection (7) ou sur la partie
de meuble mobile.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de détection comprennent un capteur à effet Hall (16).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de détection (16) sont conçus pour transmettre à l'unité de contrôle une
information concernant un état de mouvement de la partie de meuble mobile (3) détecté
par capteur.
10. Meuble (1) avec une partie de meuble (3) mobile par rapport à une partie du meuble
fixe (2), le meuble (1) comportant un dispositif selon l'une des revendications précédentes.