[0001] Die Erfindung betrifft ein bewegliches Abgabe- und Dosiersystem zur Abgabe von fließ-
oder streufähigen Zubereitungen, insbesondere für Wasch- oder Reinigungsmittel enthaltene
Zubereitungen, in Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen, Wäschetrockner oder dergleichen.
Stand der Technik
[0002] Die genaue und bedarfsgerechte Dosierung von Aktivsubstanzen ist für eine Vielzahl
von Anwendungsgebieten von Relevanz. Insbesondere im Haushaltsbereich erfährt die
Dosierung von Aktivsubstanzen eine steigende Bedeutung, was voranging in der exakten
und bedarfsgesteuerten Dosierung der entsprechenden Wirkstoffe begründet ist, wodurch
zum einen die Umwelt durch Ressourcenschonung und Vermeidung von Fehl- und Überdosierungen
geschont, zum anderen die Effizienz der so dosierten Wirkstoffe optimiert wird.
[0003] Reinigungsmittel für Geschirrspülmaschinen werden heute häufig in Form von Spülmitteltabletten
verwendet. Obwohl die Anwendung und Dosierung für den Anwender vergleichsweise einfach
und konvenient ist, erfolgt die Wirkstofffreisetzung aus den Tabletten jedoch nicht
optimiert hinsichtlich der Spül- und Trocknungszyklen der jeweiligen Spülmaschine.
[0004] Dosiervorrichtungen zur Abgabe von Reinigungsmitteln während der Spülzyklen einer
Geschirrspülmaschine sind beispielsweise aus
WO2006/021764 bekannt. Die Abgabe von Reinigungsmitteln wird hierbei durch ein Bimetall gesteuert,
das bei Erreichen einer vorbestimmten Temperatur einen Federmechanismus auslöst, der
die Freigabe von Reinigungsmitteln in die Geschirrspülmaschine bewirkt.
[0005] Ein wesentlicher Nachteil dieser Dosiervorrichtung ist ihr komplexer mechanischer
Aufbau, wodurch die Kosten für ihre Herstellung hoch sind. Es ist daher regelmäßig
wünschenswert, eine Dosiervorrichtung mit einer möglichst einfachen mechanischen Konfiguration
bereitzustellen.
[0006] Des Weiteren ist die aus
WO2006/021764 bekannte Vorrichtung nicht geeignet, um flüssige oder gelförmige Zubereitungen freizusetzen.
Dies wäre jedoch insbesondere deshalb von Vorteil, da sich üblicherweise in Flüssigkeiten
oder Gelen höhere Wirkstoffkonzentrationen als in festen Darreichungsformen wie etwa
Pulvern oder Tabletten realisieren lassen.
[0007] Insbesondere durch eine einmalige, schwallartige Dosierung (oftmals auch als "One-Shot"
bezeichnet), wie sie heute weitestgehend z.B. durch Wasch-/ oder Reinigungstabletten
üblich ist, kann es passieren, dass bei der Zufuhr derartiger Tensidzubereitungen
beispielsweise während eines Reinigungszyklus einer Spülmaschine, die Zubereitungen
unmittelbar nach der Dosierung in den Spülmaschineninnenraum und dem Kontakt mit Wasser
von Gelschichten überzogen werden, die dann eine rasche Auflösung auch der von der
Gelschicht eingeschlossenen Zubereitung verhindern. Dieser Effekt ist umso ausgeprägter,
je größer die Dosiermenge ist, die einmalig schwallartig abgegeben wird und je kälter
das Wasser ist, in dem die Zubereitung aufgelöst werden soll.
[0008] Dies kann dazu führen, dass am Ende des Spülprogramms vergelte Zubereitungsreste
in der Spülmaschine oder auf dem Geschirr zurückbleiben und eventuell nicht genügend
Tensid während des Spülprogramms freigesetzt wird, um eine befriedigende Reinigungsleistung
der Zubereitung, insbesondere bei Niedertemperaturwasch- und -reinigungsprogrammen,
zu bewirken.
[0009] Es ist daher des Weiteren eine Dosiervorrichtung wünschenswert, die zur Vergelung
neigende Tensidgemische derart freisetzt, dass eine Vergelung weitestgehend unterbunden
oder zumindest deutlich reduziert wird.
[0010] Hierzu ist es auch erforderlich, die Freisetzung derartiger Zubereitungen bei einer
definierten Temperatur zu bewirken, so dass ein rasches sowie vollständiges Auflösen
der Zubereitungen in warmem Spülwasser erreicht wird.
[0011] Ferner ist der
US 2003/0182732 A1 eine gattungsgemäße Dosiervorrichtung für eine Wasch- oder Geschirrspülmaschine zu
entnehmen, mit wenigstens einem Behälter zur Aufnahme eine Produktzubereitung und
einer Steuereinheit zur situationsbedingten Abgabe der Produktzubereitung während
des Waschzyklus. Dazu umfasst die Steuereinheit eine eigenständige Energieversorgung
in Form einer Batterie, zumindest einen Sensor zur Erfassung bestimmter Waschparameter,
ein Regelelement zur sensorabhängigen Steuerung der Produktabgabe sowie ein Aktuatorsystem,
welches in Abhängigkeit von der Ansteuerung durch das Regelelement die eigentliche
Produktabgabe bewirkt. Hierbei ist das Aktuatorsystem elektromechanisch oder elektromotorisch
betätigbar. Als nachteilig bei einer derartigen Dosiervorrichtung erweist sich neben
dem komplexen Gesamtaufbau die unzureichende genaue Steuerung der Produktabgabemengen.
Aufgabe der Erfindung
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile
zu überwinden und eine Abgabe- und Dosiervorrichtung bereitzustellen, die auf einfache,
und kontrollierte Weise die Freisetzung einer definierten Dosiermenge eines fließ-
oder streufähigen Produktes realisiert.
[0013] Die Aufgabe wird durch eine Abgabe- und Dosiervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0014] Beweglich im Sinne dieser Anmeldung bedeutet, dass das Abgabe- und Dosiersystem nicht
unlösbar mit einer Vorrichtung wie beispielsweise einer Geschirrspülmaschine, Waschmaschine,
Wäschetrockner oder dergleichen verbunden ist, sondern beispielsweise aus einer Geschirrspülmaschine
entnehmbar oder in einer Geschirrspülmaschine positionierbar ist.
[0015] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist in der Trennung der Dosiervorrichtung
in ein Steuergerät und in ein mit dem Steuergerät koppelbaren Behälter zu sehen, wodurch
das Steuergerät flexibel für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle verwendet werden
kann.
[0016] Da die Dosiervorrichtung keine mechanische Steuerungselemente wie die aus dem eingangs
geschilderten Stand der Technik bekannten Feder-Bimetall-Anordnungen zur Produktfreisetzung
verwendet, kann die Dosiervorrichtung derart miniaturisiert werden, dass sie auch
in Applikationen, bei denen die Größe der Dosiervorrichtung kritisch ist, wie beispielsweise
bei Spülmaschinendosieren oder aber auch WC-Spülern, eingesetzt werden kann.
[0017] In dem Dosiergerät ist die zum Betrieb der Dosiervorrichtung notwendige Energiequelle,
eine Steuereinheit, eine Sensoreinheit sowie wenigstens Aktuator und Spender integriert.
Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es beispielsweise bei der Verwendung der erfindungsgemäßen
Dosiervorrichtung in einer Geschirrspülmaschine auftreten kann, in das Innere des
Dosiergeräts verhindert.
[0018] Um den Betrieb bei erhöhten Temperaturen, wie sie beispielsweise in einzelnen Waschzyklen
einer Geschirrspülmaschine auftreten, zu gewährleisten, kann die Dosiervorrichtung
aus Materialen geformt sein, die bis zu einer Temperatur von 120°C formstabil sind.
[0019] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 12 aufweisen können, sollten alle Komponenten der Dosiervorrichtung,
die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende Säure- und/oder Alkaliresistenz
aufweisen. Ferner sollten die diese Komponenten durch eine geeignete Materialauswahl
weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen nichtionische Tenside, Enzyme und/oder
Duftstoffe sein.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, insbesondere die Energiequelle, die Steuereinheit sowie
die Sensoreinheit derart zu vergießen, dass das Dosiergerät im Wesentlichen wasserdicht,
das Dosiergerät also auch bei vollständigem Umschluss mit Flüssigkeit funktionsfähig
ist. Als Vergussmaterialien können beispielsweise mehrkomponentige Epoxyd-, und Acrylat-Vergußmassen
wie Methacrylatester, Urethan-Metha und Cyanacrylate oder Zweikomponenten-Materialien
mit Polyurethanen, Silikonen, Epoxydharzen verwendet werden.
[0021] Eine Alternative oder Ergänzung zum Vergießen stellt das Verkapseln der Bauteile
in einem entsprechend ausgestalteten, feuchtigkeitsdichten Gehäuse dar.
Behälter
[0022] Unter einem Behälter im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist, fließfähige oder streufähige Zubereitungen zu umhüllen oder zusammenzuhalten
und das zur Abgabe der Zubereitung an ein Steuergerät koppelbar ist.
[0023] Insbesondere kann ein Behälter auch mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander
verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar sind. Auch ist es denkbar, dass eine Behältermehrzahl
zu einer Einheit, beispielsweise zu einer Patrone, angeordnet wird.
[0024] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Behälter wenigstens eine Auslassöffnung
aufweist, die derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung
aus dem Behälter in der Gebrauchsstellung des Abgabesystems bewirkt werden kann. Hierdurch
werden keine weiteren Fördermittel zur Freisetzung von Produkt aus dem Behälter benötigt,
wodurch der Aufbau der Dosiervorrichtung einfach und die Herstellungskosten niedrig
gehalten werden können.
[0025] Weiterhin erfindungsgemäß ist wenigstens ein zweiter Behälter zur Aufnahme wenigstens
eines zweiten fließ- oder streufähigen Produkts vorgesehen, wobei der zweite Behälter
wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte
Produktfreisetzung aus dem zweiten Behälter in der Gebrauchsstellung des Abgabesystems
bewirkt ist. Die Anordnung eines zweiten Behälters ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn in den voneinander getrennten Behältern Zubereitungen bevorratet sind, die üblicherweise
nicht miteinander lagerstabil sind, wie beispielsweise Bleichmittel und Enzyme.
[0026] Des Weiteren ist es vorstellbar, dass mehr als zwei, insbesondere drei bis vier Behälter
im Abgabe- und Dosiersystem vorgesehen sind. Insbesondere kann einer der Behälter
zur Abgabe von Duftstoff an die Umgebung ausgestaltet sein.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Behälter einstückig ausgebildet.
Hierdurch lassen sich die Behälter insbesondere durch geeignete Blasformverfahren
kostengünstig in einem Herstellungsschritt ausbilden. Die Behälter können hierbei
beispielsweise durch Stege oder Materialbrücken miteinander verbunden sein.
[0028] Es ist jedoch auch denkbar, dass die Behälter mehrstückig ausgeformt sind, so dass
wenigstens ein Behälter, vorzugsweise alle Behälter, einzeln aus der Dosiervorrichtung
entnehmbar oder in die Dosiervorrichtung einsetzbar sind. Hierdurch ist es möglich,
bei einem unterschiedlich starken Verbrauch eines Produktes aus einem Behälter, einen
bereits entleerten Behälter auszutauschen, während die übrigen, die noch mit Produkt
befüllt sein können, in der Dosiereinheit verbleiben. Somit kann ein gezieltes und
bedarfsgerechtes Nachfüllen der einzelnen Behälter bzw. deren Produkte erreicht werden.
[0029] Die mehrstückig ausgebildeten Behälter können durch geeignete Verbindungsmethoden
aneinander fixiert sein, so dass eine Behältereinheit gebildet ist. Die Behälter können
durch eine geeignete formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffschlüssige Verbindung
lösbar oder unlösbar gegeneinander fixiert sein. Insbesondere kann die Fixierung durch
eine oder mehrere der Verbindungsarten aus der Gruppe der Snap-In Verbindungen, Klettverbindungen,
Pressverbindungen, Schmelzverbindungen, Klebverbindungen, Schweißverbindungen, Lötverbindungen,
Schraubverbindungen, Keilverbindungen, Klemmverbindungen oder Prellverbindungen erfolgen.
Insbesondere kann die Fixierung auch durch einen Schrumpfschlauch (sog. Sleeve) ausgebildet
sein, der in einem erwärmten Zustand zumindest abschnittsweise über die Behälter gezogen
wird und die Behälter im abgekühlten Zustand fest umschließt.
[0030] Um vorteilhafte Restentleerungseigenschaften des Behälters bereitzustellen, kann
der Boden des Behälters trichterförmig zur Abgabeöffnung hin geneigt sein. Des weiteren
kann die Innenwand des Behälters durch geeignete Materialwahl und/oder Oberflächenausgestaltung
in derart ausgebildet sein, dass eine geringe Materialanhaftung des Produkts an der
inneren Behälterwand realisiert ist. Auch durch diese Maßnahme lässt sich die Restentleerbarkeit
des Behälters weiter optimieren.
[0031] Die Behälter können gleiche oder voneinander verschiedene Füllvolumina aufweisen.
Bei einer Konfiguration mit zwei Behältern beträgt das Verhältnis der Behältervolumina
bevorzugt 5:1, bei einer Konfiguration mit drei Behältern bevorzugt 4:1:1, wobei diese
Konfigurationen insbesondere zur Verwendung in Geschirrspülmaschinen geeignet sind.
[0032] Erfindungsgemäß ist außerdem in oder an einem Behälter eine Dosierkammer, in Fließrichtung
des Produktes vor der Austrittsöffnung angeordnet. Durch die Dosierkammer wird die
Produktmenge, die bei der Freisetzung von Produkt aus dem Behälter an die Umgebung
abgegeben werden soll, festgelegt. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der
Spender der Dosiereinheit, der die Produktabgabe aus dem Behälter an die Umgebung
bewirkt, nur in einen Abgabe- und einen Verschlusszustand ohne Kontrolle der Abgabemenge
versetzt werden kann. Durch die Dosierkammer wird dann gewährleistet, dass ohne eine
unmittelbare Rückkopplung der abgegebenen Produktmenge eine vordefinierte Produktmenge
freigesetzt wird.
[0033] Die Dosierkammer kann einstückig mit dem Behälter oder mehrstückig ausgeformt sein.
[0034] Es kann vorteilhaft sein, die Dosierkammern einstückig mit dem Behälter auszuformen,
wodurch eine kostengünstige Herstellung von Behälter und Dosierkammer durch einen
integralen Fertigungsschritt erreicht wird.
[0035] Es sind jedoch auch Anwendungsfälle denkbar, in denen ein einfaches und variables
Einstellen unterschiedlicher Dosierverhältnisse zwischen den verschiedenen Zubereitungen
gewünscht ist. Hierzu ist es dann von Vorteil, die Dosierkammern und den Behälter
zweistückig auszubilden.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung, weist einer oder
weisen mehrere Behälter jeweils eine flüssigkeitsdichte verschließbare Behälteröffnung
auf. Durch diese Behälteröffnung ist es beispielsweise ermöglicht, in diesem Behälter
aufzubewahrendes Produkt nachzufüllen.
[0037] Ein Nachfüllen eines Behälters kann jedoch vom Anwender auch als inkonvinient empfunden
werden. Um dennoch eine Mehrfachverwendung der Steuereinheit zu erlauben, kann die
Steuereinheit auch lösbar mit einem oder mehreren der Behälter verbunden sein. Hierbei
sind insbesondere Schnapp- bzw. Rastverbindungen bevorzugt.
[0038] Bevorzugt beträgt das Volumenverhältnis gebildet aus dem Bauvolumen des Dosiergeräts
und dem Füllvolumen des Behälters <1, besonders bevorzugt <0,1, insbesondere bevorzugt
<0,05. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem vorgegebenen Gesamtbauvolumen von Dosiergerät
und Behälter, der überwiegende Anteil des Bauvolumens durch den Behälter und die darin
enthaltene Zubereitung in Anspruch genommen wird.
[0039] Der Behälter weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0040] Die Dosiereinheit kann jede beliebige Raumform annehmen. Sie kann beispielsweise
würfelartig, kugelförmig oder plattenartig ausgebildet sein.
[0041] Die Dosiereinheit kann insbesondere den Geometrien der Geräte an oder in denen sie
angewendet wird angepasst sein um einen möglichst geringen Nutzvolumenverlust zu gewährleisten.
[0042] Zur Verwendung der Dosiereinheit in Geschirrspülmaschinen ist es besonders vorteilhaft,
die Dosiereinheit in Anlehnung an in Geschirrspülmaschinen zu reinigendem Geschirr
auszuformen. So kann die Dosiereinheit beispielsweise plattenförmig, in etwa in den
Abmessungen eines Tellers, ausgebildet sein. Hierdurch kann die Dosiereinheit platzsparend
im Unterkorb positioniert werden. Ferner erschließt sich die richtige Positionierung
der Dosiereinheit dem Benutzer unmittelbar intuitiv durch die tellerartige Formgebung.
[0043] Es gleichen Erwägungen heraus, ist es auch denkbar, die Dosiereinheit in Becherform
auszubilden.
[0044] Um eine unmittelbare optische Füllstandskontrolle bereitzustellen, ist es von Vorteil,
den Behälter zumindest abschnittsweise aus einem transparenten Material zu formen.
[0045] Um hitzeempfindliche Bestandteile eines in einem Behälter befindlichen Produktes
vor Wärmeeinwirkung zu schützen, ist es von Vorteil, den Behälter aus einem Material
mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit herzustellen.
[0046] Eine weitere Möglichkeit zur Verminderung des Hitzeeinflusses auf ein Produkt in
einem Behälter ist es, den Behälter durch geeignete Maßnahmen zu isolieren z.B. durch
die Verwendung von Wärmedämmmaterialien wie etwa Styropor, die den Behälter in geeigneter
Weise ganz oder teilweise umschließen.
[0047] Eine weitere Maßnahme zum Schutz hitzeempfindlicher Substanzen in einem Behälter
ist, bei einer Mehrzahl von Behältern, deren Anordnung zueinander.
[0048] So ist es beispielsweise denkbar, das der Behälter, der ein hitzeempfindliches Produkt
beinhaltet, teilweise oder vollständig von wenigstens einem weiteren, mit einem Produkt
befüllten Behälter umschlossen ist, wobei dieses Produkt und dieser Behälter in dieser
Konfiguration als Wärmeisolation für den umschlossenen Behälter fungieren. Dies bedeutet,
dass ein erster Behälter, der ein hitzeempfindliches Produkt beinhaltet, teilweise
oder vollständig von wenigstens einem weiteren, mit einem Produkt befüllten Behälter
umschlossen ist, so dass das hitzeempfindliche Produkt im ersten Behälter bei Erwärmung
der Umgebung einen langsameren Temperaturanstieg aufweist, als die Produkte in den
umgebenden Behältern.
[0049] Um eine weitere Verbesserung der Wärmeisolation herbeizuführen, können bei der Verwendung
von mehr als zwei Behältern, die Behälter nach dem Matroschka-Prinzip umeinander angeordnet
werden, so dass eine mehrschichtige Isolationsschicht gebildet ist.
[0050] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass wenigstens ein Produkt, dass in einem umschließenden
Behälter bevorratet ist, eine Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,01 und 5 W/m*K, bevorzugt
zwischen 0,02 und 2 W/m*k, insbesondere bevorzugt zwischen 0,024 und 1 W/m*K aufweist.
[0051] Die Erfindung ist insbesondere geeignet für formstabile Behältnisse wie Becher, Dosen,
Kartuschen, Patronen, Flaschen, Kanister, Kannen, Schachteln, Trommeln oder Tuben,
kann jedoch auch für flexible Behältnisse wie Beutel oder Säcke verwendet werden,
insbesondere, wenn sie gemäß des bag-in-bottle-Prinzips verwendet werden.
[0052] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, weist der Behälter ein RFID-Etikett
auf, dass zumindest Informationen über den Inhalt des Behälters beinhaltet und das
durch die Sensoreinheit auslesbar ist.
[0053] Diese Informationen können verwendet werden, um ein in der Steuereinheit gespeichertes
Dosierprogramm-auszuwählen. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass stets ein für
eine bestimmte Zubereitung optimales Dosierprogramm verwendet wird. Es kann auch vorgesehen
sein, dass bei nicht Vorhandensein eines RFID-Labels oder bei einem RFID-Label mit
einer falschen oder fehlerhaften Kennung, keine Dosierung durch die Dosiervorrichtung
erfolgt und statt dessen ein optisches oder akustisches Signal erzeugt wird, dass
den Benutzer auf den vorliegenden Fehler hinweist.
[0054] Um einen Fehlgebrauch der Behälter auszuschließen, können die Behälter auch strukturelle
Elemente aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen des Dosiergeräts nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken, so dass beispielsweise nur Behälter eines
bestimmten Typs an das Dosiergerät koppelbar sind. Ferner ist es durch diese Ausgestaltung
möglich, dass Informationen über den an das Dosiergerät gekoppelten Behälter an die
Steuereinheit übertragen werden, wodurch eine auf den Inhalt des dementsprechenden
Behälters abgestimmte Steuerung der Dosiervorrichtung erfolgen kann.
[0055] Die Abgabeöffnungen der Behälter die zur kontrollierten Abgabe von Produkt mit einem
oder mehreren Spendern gekoppelt sein können, sind bevorzugt auf einer Linie angeordnet,
wodurch eine schlanke, tellerförmige Ausbildung des Dosierspenders ermöglicht ist.
[0056] Bei einer topfförmigen oder becherförmigen Ausbildung der Behälter bzw. deren topfförmigen
oder becherförmigen Gruppierung kann es jedoch auch vorteilhaft sein, die Abgabeöffnungen
der Behälter kreisbogenförmig anzuordnen.
Sensor
[0057] Ein Sensor im Sinne dieser Anmeldung ist ein Messgrößenaufnehmer oder Messfühler,
der bestimmte physikalische oder chemische Eigenschaften und/oder die stoffliche Beschaffenheit
seiner Umgebung qualitativ oder als Messgröße quantitativ erfassen kann.
[0058] Die Dosiereinheit weist wenigstens einen Sensor auf, der physikalische, chemische
und/oder mechanische Parameter aus der Umgebung der Dosiereinheit bestimmen kann.
Die Sensoreinheit kann einen oder mehrere aktive und/oder passive Sensoren zur qualitativen
und/oder quantitativen Erfassung mechanischer, elektrischer, physikalischer und/oder
chemischer Größen umfassen, die als Steuersignale an die Steuereinheit geleitet werden.
[0059] Insbesondere können die Sensoren der Sensoreinheit aus der Gruppe der Zeitgeber,
Temperatursensoren, Infrarotsensoren, Helligkeitssensoren, Temperatursensoren, Bewegungssensoren,
Dehnungssensoren, Drehzahlsensoren, Näherungssensoren, Durchflusssensoren, Farbsensoren,
Gassensoren, Vibrationssensoren, Drucksensoren, Leitfähigkeitssensoren, Trübungssensoren,
Schallwechseldrucksensoren, "Lab-on-a-Chip"-Sensoren, Kraftsensoren, Beschleunigungssensoren,
Neigungssensoren, pH-Wert-Sensoren, Feuchtigkeitssensoren, Magnetfeldsensoren, RFID-Sensoren,
Magnetfeldsensoren, Hall-Sensoren, Bio-Chips, Geruchssensoren, Schwefelwasserstoffsensoren
und/oder MEMS-Sensoren ausgewählt sein.
[0060] Insbesondere bei Zubereitungen deren Viskosität temperaturabhängig stark schwankt,
ist es zur Volumen- bzw. Massenkontrolle der dosierten Zubereitungen von Vorteil,
Durchflusssensoren in der Dosiervorrichtung vorzusehen. Geeignete Durchflusssensoren
können aus der Gruppe der Blenden-Durchflusssensoren, magnetisch-induktiven Durchflussmessern,
Massendurchflussmessung nach dem Coriolis-Verfahren, Wirbelzähler-Durchflussmessverfahren,
Ultraschalldurchflussmessverfahren, Schwebekörperdurchflussmessung, Ringkolbendurchflussmessung,
thermische Massendurchflussmessung oder Wirkdruckdurchflussmessung ausgewählt sein.
[0061] Es ist auch denkbar, dass in der Steuereinheit eine von der Temperatur abhängige
Viskositätskurve wenigstens einer Zubereitung hinterlegt ist, wobei die Dosierung
entsprechend der Temperatur und somit der Viskosität der Zubereitung durch die Steuereinheit
angepasst wird.
[0062] In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist eine Vorrichtung zur direkten
Bestimmung der Viskosität der Zubereitung vorgesehen.
[0063] Die vorab aufgeführten Alternativen zur Bestimmung der Dosiermenge bzw. der Viskosität
einer Zubereitung dienen zur Erzeugung eines Steuersignals, dass durch die Steuereinheit
derart zur Steuerung eines Spenders verarbeitet wird, dass im wesentlichen eine konstante
Dosierung einer Zubereitung bewirkt wird.
[0064] Die Datenleitung zwischen Sensor und Steuereinheit kann über ein elektrisch leitendes
Kabel oder kabellos realisiert sein.
[0065] Eine kabellos ausgebildete Datenleitung ist insbesondere durch die Übertragung elektromagnetischer
Wellen ausgebildet. Es ist bevorzugt, eine kabellose Datenleitung nach normierten
Standards wie beispielsweise Bluetooth, IrDA, IEEE 802, GSM, UMTS etc. auszubilden.
Energiequelle
[0066] Im Sinne dieser Anmeldung wird als Energiequelle ein Bauelement der Dosiervorrichtung
verstanden, welches zweckmäßig ist, eine zum autarken Betrieb der Dosiervorrichtung
geeignete Energie bereit zu stellen.
[0067] Vorzugsweise stellt die Energiequelle elektrische Energie zur Verfügung. Bei der
Energiequelle kann es sich beispielsweise um eine Batterie, ein Netzgerät, Solarzellen
oder dergleichen handeln.
[0068] Besonders vorteilhaft ist es, die Energiequelle austauschbar auszuführen, zum Beispiel
in Form einer auswechselbaren Batterie.
[0069] Es ist jedoch auch denkbar, mechanische Energiequellen bestehend aus einer oder mehrerer
Schraubenfeder, Torsionsfeder oder Drehstabfeder, Biegefeder, Luftfeder/Gasdruckfeder
und/oder Elastomerfeder auszubilden.
[0070] Als elektrische Energiequelle können insbesondere Batterien und Akkumulatoren vorgesehen
sein.
[0071] Eine Batterie kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Alkali-Mangan-Batterien,
Zink-Kohle-Batterien, Nickel-Oxyhydroxid-Batterien, Lithium-Batterien, Lithium-Eisensulfid-Batterien,
Zink-Luft-Batterien, Zink-Chlorid-Batterien, Quecksilberoxid-Zink-Batterien und/oder
Silberoxid-Zink-Batterien.
[0072] Als Akkumulator eignen sich beispielsweise Bleiakkumulatoren (Bleidioxid/Blei), Nickel-Cadmium-Akkus,
Nickel-Metallhydrid-Akkus, Lithium-Ionen-Akkus, Lithium-Polymer-Akkus, Alkali-Mangan-Akkus,
Silber-Zink-Akkus, Nickel-Wasserstoff-Akkus, Zink-Brom-Akkus, Natrium-Nickelchlorid-Akkus
und/oder Nickel-Eisen-Akkus.
[0073] Der Akkumulator kann insbesondere in derart ausgestaltet sein, dass er durch Induktion
wiederaufladbar ist.
[0074] Ferner können in oder an der Dosiereinheit Mittel zur Energieumwandlung vorgesehen
sein, die eine Spannung erzeugen, mittels derer der Akkumulator aufgeladen wird. Beispielsweise
können diese Mittel als Dynamo ausgebildet sein, der durch die Wasserströme während
eines Spülgangs in einer Geschirrspülmaschine angetrieben wird und die so erzeugte
Spannung an den Akkumulator abgibt.
Steuereinheit
[0075] Eine Steuereinheit im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die geeignet ist,
das Transportieren von Material, Energie und/oder Information zu beeinflussen. Die
Steuereinheit beeinflusst hierzu Aktuatoren mit Hilfe von Informationen, die sie im
Sinne des Steuerungsziels verarbeitet.
[0076] Insbesondere kann es sich bei der Steuereinheit um einen programmierbaren Mikroprozessor
handeln. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf dem
Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert, die entsprechend dem
an das Dosiergerät gekoppelten Behälter auswählbar und ausführbar sind.
[0077] Die Steuereinheit weist in einer bevorzugten Ausführungsform keine Verbindung zur
möglicherweise vorhandenen Steuerung des Haushaltsgeräts auf. Es werden demnach keine
Informationen, insbesondere elektrische oder elektromagnetischen Signale, direkt zwischen
der Steuereinheit und der Steuerung des Haushaltsgeräts ausgetauscht.
[0078] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinheit mit der vorhandenen
Steuerung des Haushaltsgeräts gekoppelt. Bevorzugt ist diese Kopplung kabellos ausgeführt.
Beispielsweise ist es möglich, einen Sensor an oder in einer Geschirrspülmaschine,
vorzugsweise auf oder an der in der Tür der Geschirrspülmaschine eingelassenen Dosierkammer
zu positionieren, der drahtlos ein Signal an die Dosiereinheit überträgt, wenn die
Steuerung des Haushaltsgeräts die Dosierung bspw. eines Reinigungsmittels aus der
Dosierkammer oder von Klarspüler bewirkt.
[0079] Häufig werden derartige Dosierkammern in Geschirrspülmaschinen durch Magnetaktuatoren
angesteuert, so dass das Öffnen der Dosierkammer beispielsweise durch einen Hall-Sensor
zu erfassen ist.
[0080] In der Steuereinheit können mehrere Programme zur Freigabe von unterschiedlichen
Zubereitungen oder zur Freigabe von Produkten in unterschiedlichen Anwendungsfällen
gespeichert sein.
[0081] Der Aufruf des entsprechenden Programms erfolgt, wie eingangs beschrieben, durch
entsprechende RFID-Label oder am Behälter ausgeformte geometrische Informationsträger.
So ist es beispielsweise möglich, die gleiche Steuereinheit für eine Mehrzahl von
Anwendungen zu verwenden, beispielsweise zur Dosierung von Reinigungsmittel in Geschirrspülmaschinen,
zur Abgabe von Parfümen bei der Raumbeduftung, zur Applikation von Reinigungssubstanzen
in ein Toilettenbecken etc.
[0082] Zur Dosierung von insbesondere zur Vergelung neigenden Zubereitungen kann die Steuereinheit
derart konfiguriert sein, dass einerseits die Dosierung in hinreichend kurzer Zeit
erfolgt um ein gutes Reinigungsergebnis zu gewährleisten und andererseits die Zubereitung
nicht so schnell dosiert, dass Vergelungen des Zubereitungsschwalls auftreten. Dies
kann beispielsweise durch eine intervallartige Freisetzung realisiert sein, wobei
die einzelnen Dosierungsintervalle so eingestellt sind, das sich die entsprechend
dosierte Menge vollständig während eines Reiniungszyklus auflösen.
Aktuator
[0083] Im Sinne dieser Anmeldung ist ein Aktuator eine Vorrichtung die eine Eingangsgröße
in eine andersartige Ausgangsgröße umwandelt und mit der ein Objekt bewegt oder dessen
Bewegung erzeugt wird, wobei der Aktuator derart mit wenigstens einem Spender gekoppelt
ist, dass mittelbar oder unmittelbar die Freigabe von Produkt aus wenigstens einem
der Behälter bewirkt werden kann.
[0084] Der Aktuator kann mittels Antrieben ausgewählt aus der Gruppe der Schwerkraftantriebe,
Ionenantriebe, Elektroantriebe, Motorenantriebe, Hydraulikantriebe, pneumatischen
Antriebe, Zahnradantriebe, Gewindespindelantriebe, Kugelgewindetriebe, Linearantriebe,
Rollengewindetriebe, Zahnschneckenantriebe, piezoelektrische Antriebe, Kettenantriebe,
und/oder Rückstoßantriebe angetrieben sein.
[0085] Insbesondere kann der Aktuator aus einem Elektromotor, der mit einem Getriebe gekoppelt
ist, dass die Drehbewegung des Motors in eine Linearbewegung eines an das Getriebe
gekoppelten Schlittens umwandelt, ausgebildet sein. Dies ist insbesondere vorteilhaft
bei einer schlanken, tellerförmigen Ausbildung der Dosiereinheit.
[0086] An dem Aktuator kann wenigstens ein Magnetelement angeordnet sein, dass mit einem
gleichgepolten Magnetelement an einem Spender eine Produktabgabe aus dem Behälter
bewirkt, sobald die beiden Magnetelemente derart gegeneinander positioniert sind,
dass eine magnetische Abstoßung der gleichpoligen Magnetelemente bewirkt und ein berührungsloser
Freisetzungsmechanismus realisiert ist.
[0087] Der eingangs beschriebene Schlitten oder auch das Magnetelement zur Betätigung des
Spenders ist bei einer Konfiguration des Dosierelements mit zwei Behältern in der
Ruhe- bzw. Ausgangsposition bevorzugt zwischen den Behälteröffnungen angeordnet. Hierdurch
kann die Betätigung des Spenders alleine durch die Änderung der Antriebsrichtung realisiert
werden.
Spender
[0088] Bei einem Spender im Sinne dieser Anmeldung handelt es sich um ein Bauelement, auf
dass der Aktuator einwirkt und dass als Folge dieses Einwirkens die Öffnung bzw. den
Verschluss der Produktabgabeöffnung des Behälters bewirkt.
[0089] Bei dem Spender kann es sich beispielsweise um Ventile handeln, die durch den Aktuator
in eine Produktabgabestellung oder Verschlussstellung gebracht werden können.
[0090] Weiterhin erfindungsgemäß ist die Ausführung des Spenders und des Aktuators in Form
eines Magnetventils, bei der der Spender durch das Ventil und der Aktuator durch den
elektromagnetischen oder piezoelektrischen Antrieb des Magnetventils ausgestaltet
sind. Insbesondere bei der Verwendung einer Mehrzahl von Behältern und somit zu dosierenden
Substanzen, lässt sich durch die Verwendung von Magnetventilen die Menge sowie die
Zeitpunkte der Dosierung sehr genau regeln.
[0091] Es ist daher vorteilhaft, die Abgabe von Produkt aus jeder Produktabgabeöffnung eines
Behälters mit einem Magnetventil zu steuern, indem das Magnetventil mittelbar oder
unmittelbar die Freigabe von Produkt aus der Produktabgabeöffnung bestimmt.
Indikator
[0092] Ein Indikator im Sinne dieser Anmeldung ist ein an der Dosiervorrichtung angeordnetes
Element, dass geeignet ist, das Erreichen oder Verlassen bestimmter physikalischer,
chemischer, elektrischer oder mechanischer Zustände in der Dosiervorrichtung oder
deren Umgebung einem Benutzer optisch, akustisch und/oder haptisch anzuzeigen.
[0093] Beispielsweise kann ein Indikator in Form eines Leuchtmittels, wie eine LED, oder
akustischen Signalgebers zur Überwachung der Spannung einer Batterie vorgesehen sein.
[0094] Des Weiteren ist es vorteilhaft, einen Indikator zur Füllstandsüberwachung der Behälter
vorzusehen, insbesondere wenn der Behälter opak ausgebildet ist.
[0095] Die erfindungsgemäße Abgabe- und Dosiervorrichtung ist insbesondere zur Verwendung
in Geschirrspülmaschinen geeignet. Es ist jedoch auch denkbar, die Abgabe- und Dosiereinheit
in beliebigen weiteren Anwendungsfällen, in denen eine gesteuerte Wirkstofffreisetzung
erwünscht ist, zu verwenden, wie beispielsweise in Waschmaschinen, Wäschetrocknern,
Duftstoffabgabevorrichtungen, WC-Reinigungs- und/oder Desinfektionsvorrichtungen oder
dergleichen.
[0096] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Dabei werden auch besonders bevorzugte Ausgestaltungen
und besonders bevorzugte Kombinationen von Merkmalen im Einzelnen weiter beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1
Figur 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild der Dosiereinheit 1. Die Dosiereinheit
1 besteht aus dem Steuergerät 2 sowie einen mit dem Steuergerät 2 koppelbaren Behälter
3. Innerhalb des Steuergerätes 2 ist mindestens eine Energiequelle 6, optional ein
oder mehrere Bedienelemente 7, wenigstens ein Sensor 8, eine Steuereinheit 9, ein
Aktuator 10, optional ein Indikator 11 sowie ein Spender 12 angeordnet.
[0097] Das Steuergerät 2 ist von einem Gehäuse umschlossen, so dass das Gehäuseinnere vor
dem Eintritt von Feuchtigkeit geschützt ist.
[0098] Der Sensor 8 ist mit der Steuereinheit 9 verbunden. Er kann, je nach Art des Sensors
8, aus der Energiequelle 6 mit der zum Betrieb des Sensors 8 eventuell erforderlichen
Energie gespeist werden. Die Signale des Sensors 8 werden an die Steuereinheit 9 übermittelt.
[0099] Die Steuereinheit 9, die bevorzugt als programmierbarer Mikroprozessor ausgebildet
ist und über verschiedene abrufbare Programme verfügen kann, bildet aus den Sensorinformationen
Stellgrößen, die an den Aktuator 10 weitergeleitet werden. Die Steuereinheit 9 wird
durch die Energiequelle 6, bei der es sich um eine Batterie bzw. Akkumulator handelt,
mit elektrischer Spannung versorgt.
[0100] Der von der Steuereinheit 9 angesteuerte Aktuator 10 formt die Stellsignale der Steuereinheit
9 in eine Bewegung um, die eine Betätigung des Spenders 12 zur Freigabe von Produkt
aus dem Behälter 3 oder zum Verschluss des Behälters 3 bewirkt. Die hierzu eventuellen
notwendige Energie erhält der Aktuator 10 von der Energiequelle 6.
[0101] Zur Kontrolle des Betriebszustandes des Steuergerätes 2 können der Aktuator 10 und/oder
die Steuereinheit 9 mit einem Indikator 11 verbunden sein. Der Indikator 11 gibt Betriebszustände
des Steuergerätes 2 auf optische akustische oder sonstige wahrnehmbare Weise wieder.
[0102] Das Steuergerät 2 kann durch ein oder mehrere Bedienelemente 7 von einem Benutzer
bedient bzw. gesteuert werden. Die Bedienelemente 7 können beispielsweise Programmwahlschalter
zur Auswahl eines entsprechenden Steuerprogramms in der Steuereinheit 9 oder aber
als Ein- und Ausschalter für das Steuergerät 2 ausgebildet sein.
[0103] Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht der Dosiereinheit 1 bestehend aus dem Behälter
3 und dem Steuergerät 2. Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist der Behälter 3 aus zwei
Einzelbehältern 3a und 3b aufgebaut. Der innere dieser Behälter 3b wird dabei von
dem äußeren Behälter 3a umschlossen. In dem inneren des Behälters 3b befindet sich
ein Produkt 4b, welches eine größere Hitzeempfindlichkeit aufweist, als das Produkt
4a in dem äußeren Behälter 3a.
[0104] Durch diese Konfiguration bildet der äußere Behälter 3a mit der in dem Behälter 3a
bevorrateten Zubereitung 4a eine Isolation aus, die den inneren Behälter 3b vor thermischen
Einflüssen schützt. Bodenseitig weisen beide Behälter 3a und 3b jeweils eine Auslassöffnung
5a und 5b auf. Durch die bodenseitige Anordnung der Abgabeöffnung 5a und 5b ist eine
schwerkraftbewirkte Freisetzung der Produkte 4a und 4b aus den Behältern 3a und 3b
ermöglicht.
[0105] Die Abgabeöffnung 5a und 5b des Behälters 3 sind den Einlassöffnungen 13a und 13b
des Steuergerätes 2 kuppelbar. Die Abgabeöffnung 5a und 5b sowie die Einlassöffnung
13a und 13b sind dabei in derart konfiguriert, daß sich zwischen den Öffnungen eine
flüssigkeitsdichte Verbindung ausbildet, die ein unbeabsichtigtes Auslaufen der Produkte
4a und 4b aus dem an dem Steuergerät 2 gekoppelten Behälter 3 verhindert ist.
[0106] Des weiteren kann die Abgabeöffnung und die Einlaßöffnung 13 Mittel vorsehen, die
beim erstmaligen Einsetzen des Behälters 3 in das Steuergerät 2 an den Abgabeöffnungen
5a und 5b angeordnete Originalitätsverschlüsse (nicht abgebildet) öffnet. Zur Sicherung
des Behälters 3 in der Steuereinheit 2 können des weiteren Schnapp-, Rast-, oder Steckverbindungen
ausgebildet sein.
[0107] Innerhalb des Steuergerätes 2 befindet sich eine Energiequelle 6. Die Energiequelle
6 kann insbesondere als elektrische Energiequelle beispielsweise als Batterie oder
Akkumulator ausgebildet sein. Die elektrische Energiequelle 6 ist mit dem Sensor 8,
der Steuereinheit 9, sowie dem Aktuator 10 verbunden und versorgt diese Bauelemente
mit einer elektrischen Spannung. Durch das Bedienelement 7 kann die Spannungszufuhr
der Batterie zu den elektrischen Verbrauchern hin unterbrochen werden.
[0108] Der Sensor 8 ist mit dem Steuergerät 9 verbunden, wobei das Steuergerät 9 wiederum
in Verbindung mit dem Aktuator 10 steht. Der Aktuator 10 wiederum ist mit den beiden
Spendern 12a und 12b verbunden. Wie in Figur 2 gezeigt können die Spender 12a und
12b als Pumpelemente, beispielsweise in Form von Mikrodosierpumpen oder Magnetventilen,
ausgebildet sein.
[0109] Die Produktfreisetzung aus den Behältern 3a, 3b erfolgt durch die durch die Steuereinheit
9 angesteuerten Spender 12a und 12b. Die Produkte 4a und 4b werden in der Abgabeposition
der Spender 12a,12b aus den Auslassöffnungen 14a und 14b an die Umgebung abgegeben.
[0110] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des Behälters 3. Der innere Behälter 3c
wird dabei von einem zweiten Behälter 3b umschlossen, wobei der zweite Behälter 3b
seinerseits wiederum von einem äußeren Behälter 3a umschlossen ist. Somit ergibt sich
eine Anordnung der Behälter 3a, 3b, 3c ähnlich einem Matroschkaprinzip von ineinander
schachtelbaren Behältern. Bei dieser Anordnung ist das hitzeempfindliche Produkt 4c
im inneren Behälter 3c bevorratet. Die mit dem Produkt 4b bzw. 4a befüllten Behälter
3a und 3b dienen somit wiederum als Wärmeisolation. Am Boden der Behälter sind die
Produktabgabeöffnung 5a bis 5c angeordnet.
[0111] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Figur 4 abgebildet. Der innere Behälter
3c wird dabei von den im Querschnittsprofil L-förmig ausgebildeten Behältern 3a und
3b umschlossen. Die äußeren Behälter 3a,3b sind durch geeignet gewählte Befestigungsmittel
gegeneinander fixiert. Insbesondere kann die Behälteranorndung durch einen Sleeve
zusammengehalten werden.
[0112] Der Freigabemechanismus zur Abgabe von Produkt aus dem Behälter 3 an die Umgebung
ist in Figur 5 abgebildet. Der Freigabemechanismus besteht aus dem Aktuator 10 und
dem Spender 12. Der Aktuator besteht wiederum aus einem bidirektional drehenden Motor
16, der an ein Getriebe 17 gekoppelt ist. Das Getriebe 17 ist als Schneckentrieb ausgebildet,
an das der Schlitten 18 gekoppelt ist. Durch die auf den Schneckentrieb 17 übertragene
Drehbewegung des Motors 16 kann der Schlitten 18 linear und parallel zur Antriebsachse
hin- und her bewegt werden.
[0113] Der Spender 12 ist aufgebaut aus einem Kolben 19, an dessen oberen Ende sich ein
erstes Dichtungselement 22 befindet. Davon beabstandet ist ein zweites Dichtungselement
21 an der Kolbenstange befestigt. In der gezeigten Verschlussposition des Spenders
12 verschließt das Dichtungselement 21 die Produktabgabeöffnung des Behälters 3 dichtig,
wobei das Dichtungselement 22 die Abgabeöffnung 5 freigibt, so das Produkt aus den
Behälter 3 in die darunter angeordnete Dosierkammer 15 einströmen kann. Der dichtige
Presssitz des Dichtungslementes 21 in dieser Verschlußposition wird durch das Federelement
20 bewirkt.
[0114] In der Abgabeposition des Spenders 12, wie sie in Figur 6 gezeigt ist, ist der Schlitten
18 des Aktuators unterhalb des Kolbens positioniert und hebt diesen entgegen der Federkraft
des Federelements 20 nach oben an, so daß das Dichtungselement 22 die Abgabeöffnung
5 verschließt, womit ein Nachlaufen von Produkt aus dem Behälter 3 in die Dosierkammer
15 verhindert ist und das Dichtungselement 21 die Produktabgabeöffnung zur Abgabe
von Produkt an die Umgebung freigibt.
[0115] Eine weitere mögliche Ausgestaltungsform eines Produktfreigabemechanismus ist in
Figur 7 und Figur 8 gezeigt. Der Aktuator 10 weist hierbei anstelle eines Schlittens
18 ein Magnetelement 24 auf, wobei der Aktuator 10 vollständig von einem Gehäuse umschlossen
ist. An dem Kolben 19 des Spenders 12 ist ebenfalls ein gleichpoliges Magnetelement
23 angeordnet. Die beiden Magnetelemente 23 und 24 sind in derart konfiguriert, das
die Kolbenstange 19 entgegen der Federkraft des Federelements 20 mit dem Dichtungselement
22 dichtig gegen die Abgabeöffnung 5 gedrückt wird, sobald das Magnetelement 24 durch
das Getriebe 17 unterhalb des Magnetelements 23 bewegt wird. Durch diese magnetische
Kopplung von Aktuator 10 und Spender 12 ist es möglich, eine berührungslose Wirkverbindung
dieser beiden Bauelemente zu realisieren und den Aktuator vollständig, insbesondere
flüssigkeitsdicht in einem Gehäuse zu umschließen.
[0116] Figur 9 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung. Die Dosierkammer 15 ist hierbei
durch die Wand 25 in die zwei Dosierkammerbereiche 15a und 15b unterteilt. Im ersten
Dosierkammerabschnitt 15a ist eine erste Spenderanordnung 12 angeordnet, in der Verschlußstellung
wie sie in Figur 9 gezeigt ist, die Abgabeöffnung 5 freigibt, während die Auslaßöffnung
des Dosierkammerabschnitts 15a durch das erste Spenderelement 12a verschlossen ist.
[0117] In dieser Position fließt Produkt aus dem Behälter 3 durch die Abgabeöffnung 5 in
den ersten Dosierkammerabschnitt 15a ein, wobei nach Überschreiten einer Füllstandshöhe
die der Höhe der Wand 25 entspricht, das Produkt ebenfalls in den Dosierkammerabschnitt
15b einfließt. Somit sind am Ende dieses Prozesses beide Kammer 15a und 15b mit Produkt
gefüllt.
[0118] Wird nun der Schlitten durch die Getriebeanordnung 17 unter die erste Spenderanordnung
12a bewegt und der Spender somit in eine Produktabgabeposition gebracht, fließt zunächst
Produkt aus dem Dosierkammerabschnitt 15a in die Umgebung aus. Der Dosierkammerabschnitt
15b bleibt zunächst mit dem Produkt gefüllt. Wird der Schlitten nachfolgend weiter
auch unter die Spenderanordnung 12b bewegt, so daß auch diese in eine Produktabgabelage
gebracht wird, so fließt auch nachfolgend Produkt aus der Kammer 15b an die Umgebung
ab. Durch diese Konfiguration ist insbesondere eine einfache zeitversetzte Freigabe
eines Produktes aus dem Behälter 3 ermöglicht.
[0119] In Figur 10 ist ein Ablaufdiagramm für ein in der Steuereinheit 9 ausführbares Programm
wiedergegeben. Dieser Programmablauf eignet sich insbesondere bei der Verwendung eines
einzigen Behälters 3, wobei die Steuereinheit 9 mit nur einem Sensor 8 verbunden ist.
In der Steuereinheit 9 ist ein Sensorauslöseschwellenwert gespeichert, bei dessen
Erreichen die Steuereinheit 9 ein Signal zum Einschalten des Aktuators 10 erzeugt.
Der Aktuator 10 bleibt solange im eingeschalteten Zustand, bis eine vordefinierte
Aktuatorposition 1 erreicht ist. In dieser Aktuatorposition 1 kann beispielsweise
die Abgabe von Produkt aus dem Behälter mittels des Spenders 12 bewirkt sein. Der
Aktuator wird in dieser Position solange gehalten, bis eine vordefinierte Stellgröße
zum Beispiel Zeittemperatur, Volumenfluß etc. erreicht ist. Nach Erreichen dieser
Stellgröße wird der Aktuator durch die Steuereinheit 9 erneut eingeschaltet und bewegt
sich in eine Aktuatorposition 2. In dieser Aktuatorposition 2 ist die Abgabe von Produkt
an die Umgebung durch den Spender 12 verhindert. Nachfolgend wird ein Steuersignal
zum Ausschalten des Aktuators durch die Steuereinheit erzeugt und erneut überprüft,
ob der vordefinierte Sensorauslöseschwellenwert erreicht ist.
[0120] In Figur 11 ist ein schematischer Programmablauf für eine Konfiguration der Dosiereinheit
1 mit einem Behälter sowie zwei voneinander unterschiedlichen Sensoren 8, welche mit
der Steuereinheit 9 verbunden sind, abgebildet. In der Steuereinheit 9 ist ein erster
Sensor1-Auslöseschwellenwert sowie ein zweiter Sensor2-Auslöseschwellenwert hinterlegt.
Der in der Steuereinheit 9 hinterlegte Programmablauf ist nun in der Gestalt konfiguriert,
daß beim Erreichen des ersten Sensor1-Auslöseschwellenwerts und beim Erreichen des
zweiten Sensor2-Auslöseschwellenwerts ein Signal zum Einschalten des Aktuators erzeugt
wird. Das nachfolgende Programmablaufschema ist mit dem aus Figur 10 bekannten Programmablauf
identisch.
[0121] Für eine Konfiguration der Dosiereinheit 1 mit zwei unterschiedlichen Behältern sowie
einem mit der Steuereinheit verbundenen Sensor, ist ein entsprechender Programmablauf
in Figur 12 abgebildet. In der Steuereinheit 9 ist ein erster Sensor-Auslöseschwellenwert1
und ein zweiter Sensor-Auslöseschwellenwert2 hinterlegt. Wird nun der erste Sensor-Auslöseschwellenwert1
erreicht, erzeugt die Steuereinheit 9 ein Signal zum Einschalten des Aktuators 10.
Der Aktuator wird in eine erste Aktuatorposition 1 bewegt und in dieser Position entsprechend
einer vordefinierten Stellgröße gehalten, bevor der Aktuator erneut eingeschaltet
und in eine zweite Aktuatorposition2 bewegt wird. Wird ein zweiter Sensor-Auslöseschwellenwert2
erreicht, so wird der Aktuator durch ein entsprechend erzeugtes Signal der Steuereinheit
9 aus der Aktuatorposition 2 in eine Aktuatorposition 3 bewegt. Dort wird er solange
gehalten, bis eine vordefinierte Stellgröße erreicht ist. Anschließend wird der Aktuator
erneut eingeschaltet bis er sich in eine Aktuatorposition 4 begeben hat.
[0122] Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den in den Ansprüchen definierten Bereich
zu verlassen.
Bezugszeichen
[0123]
- 1 Dosiereinheit
- 2 Steuergerät
- 3 Behälter
- 4 Produkt
- 5 Abgabeöffnung
- 6 Energiequelle
- 7 Bedienelement
- 8 Sensor
- 9 Steuereinheit
- 10 Aktuator
- 11 Indikator
- 12 Spender
- 13 Einlassöffnung
- 14 Auslassöffnung
- 15 Dosierkammer
- 16 Motor
- 17 Getriebe
- 18 Schlitten
- 19 Kolben
- 20 Federelement
- 21 Dichtungselement
- 22 Dichtungselement
- 23 Magnetelement
- 24 Magnetelemént
- 25 Wand
1. Bewegliches Abgabe- und Dosiersystem (1), insbesondere für Wasch- und Reinigungsmittel
enthaltende Zubereitungen, umfassend
• wenigstens zwei Behälter (3a,3b), insbesondere bevorzugt drei Behälter (3a,3b,3c)
zur Aufnahme von voneinander verschiedenen fließ- oder streufähigen Produkten (4a,4b,4c),
- wobei in den voneinander getrennten Behältern Zubereitungen bevorratet sind, die
üblicherweise nicht miteinander lagerstabil sind,
- und wobei die Behälter (3a,3b,3c) jeweils eine Abgabeöffnung (5a,5b,5c) aufweisen,
die derart angeordnet ist, dass eine schwerkraftbewirkte Produktfreisetzung aus dem
jeweiligen Behälter in der Gebrauchsstellung des Abgabesystems (1) bewirkt ist,
• ein mit den Abgabeöffnungen (5a, 5b, 5c) der Behälter (3a, 3b, 3c) koppelbares Steuergerät
(2), das eine Dosierung und Freisetzung wenigstens der fließ- oder streufähigen Produkte
(4a, 4b, 4c) aus den Behältern (3a, 3b, 3c) in die Umgebung steuert, umfassend
- wenigstens einen Sensor (8), der physikalische und/oder chemische Eigenschaften
und/oder die stoffliche Beschaffenheit seiner Umgebung qualitativ oder als Messgröße
quantitativ erfasst,
- eine Steuereinheit (9), die die Signale des Sensors (8) mittels wenigstens eines
in der Steuereinheit (9) gespeicherten Steuerprogramms in wenigstens ein für einen
Aktuator (10) verwendbares Steuersignal umwandelt,
- einen Aktuator (10), der ein Steuersignal der Steuereinheit (9) in eine andersartige
Ausgangsgröße umwandelt mit der ein Objekt (12, 18, 24) bewegt oder dessen Bewegung
erzeugt wird,
- wenigstens einen Spender (12), auf den der Aktuator (10) mittelbar oder unmittelbar
einwirkt, wobei als Folge dieses Einwirkens die Öffnung bzw. der Verschluss einer
Abgabeöffnung (5a, 5b, 5c) eines der Behälter (3a, 3b, 3c) bewirkt ist, und
- wenigstens eine Energiequelle (6), die wenigstens die Steuereinheit (9) und den
Aktuator (10) mit einer geeigneten Energieform versorgt,
dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem der Behälter (3a, 3b, 3c) in Fließrichtung des Produkts vor der
Auslassöffnung des Dosiergeräts eine Dosierkammer (15) angeordnet ist, wobei durch
die Dosierkammer (15) die Produktmenge, die bei der Freisetzung von Produkt aus dem
Behälter (3a, 3b, 3c) an die Umgebung abgegeben werden soll, festgelegt wird, und
dass der Spender (12) und der Aktuator (10) als Magnetventil ausgebildet sind.
2. Abgabe- und Dosiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Behälter (3a,3b,3c) zur Abgabe von Duftstoff an die Umgebung
ausgestaltet ist.
3. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (3a,3b,3c) einstückig ausgeformt sind.
4. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (3a,3b,3c) mehrstückig ausgeformt sind.
5. Abgabe- und Dosiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierkammer (15) einstückig mit dem Behälter (3a,3b,3c) ausgebildet ist.
6. Abgabe- und Dosiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierkammer (15) zwei- oder mehrstückig mit dem Behälter (3a,3b,3c) ausgebildet
ist.
7. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Behälter (3b,3c), der ein hitzeempfindliches Produkt (4b,4c) beinhaltet,
teilweise oder vollständig von wenigstens einem weiteren, mit einem Produkt (4a,4b)
befüllten Behälter (3a,3b) ganz oder teilweise in derart umschlossen ist, dass das
hitzeempfindliche Produkt (4b,4c) im ersten Behälter (3b,3c) bei Erwärmung der Umgebung
einen langsameren Temperaturanstieg aufweist, als die Produkte (4a,4b) in den umgebenden
Behältern (3a,3b).
8. Abgabe- und Dosiersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Produkt (4a) bzw. die Produkte (4a, 4b) in dem umschließenden Behälter (3a) bzw.
den umschließenden Behältern (3a,3b) eine Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,01 und 5 W/m*K,
bevorzugt zwischen 0,02 und 2 W/m*k, insbesondere bevorzugt zwischen 0,024 und 1 W/m*K
aufweist bzw. aufweisen.
9. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Sensoren (8) ausgewählt ist aus der Gruppe der Zeitgeber,
Temperatursensoren, Infrarotsensoren, Helligkeitssensoren, Temperatursensoren, Bewegungssensoren,
Dehnungssensoren, Drehzahlsensoren, Näherungssensoren, Durchflusssensoren, Farbsensoren,
Gassensoren, Vibrationssensoren, Drucksensoren, Leitfähigkeitssensoren, Trübungssensoren,
Schallwechseldrucksensoren, "Lab-on-a-Chip"-Sensoren, Kraftsensoren, Beschleunigungssensoren,
Neigungssensoren, pH-Wert-Sensoren, Feuchtigkeitssensoren, Magnetfeldsensoren, RFID-Sensoren,
Magnetfeldsensoren, Hall-Sensoren, Bio-Chips, Geruchssensoren, Schwefelwasserstoffsensoren
und/oder MEMS-Sensoren.
10. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiequelle (6) als elektrische Energiequelle, insbesondere als Batterie oder
Akkumulator, ausgebildet ist.
11. Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (9) ein programmierbaren Mikroprozessor umfasst.
12. Abgabe- und Dosiersystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert sind, die entsprechend
dem an das Dosiergerät gekoppelten Behälter auswählbar und ausführbar sind.
13. System mit einem Haushaltsgerät und dem Abgabe- und Dosiersystem nach einem der vorherigen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit mit einer vorhandenen Steuereinheit des Haushaltsgeräts gekoppelt
ist.
14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit mit der vorhandenen Steuereinheit des Haushaltsgeräts kabellos
gekoppelt ist.
1. A mobile dispensing and dosing system (1), in particular for preparations containing
a washing and cleaning agent, comprising
• at least two containers (3a, 3b), particularly preferably three containers (3a,
3b, 3c), for receiving flowable or dispersible products (4a, 4b, 4c) that are different
from one another,
- preparations that usually cannot be stably stored together being stored in the containers
which are separate from one another,
- and the containers (3a, 3b, 3c) each having a dispensing orifice (5a, 5b, 5c), which
is arranged in such a way that a gravity-induced release of the product from the particular
container is brought about in the use position of the dispensing system (1),
• a control device (2) which can be coupled to the dispensing orifices (5a, 5b, 5c)
of the containers (3a, 3b, 3c) and controls dosing and release of at least the flowable
or dispersible products (4a, 4b, 4c) from the containers (3a, 3b, 3c) into the environment,
said control device comprising
- at least one sensor (8) which detects physical and/or chemical properties and/or
the material composition of its environment either qualitatively or quantitatively
as a measured variable,
- a control unit (9) which converts signals from the sensor (8) by means of at least
one control program stored in the control unit (9) into at least one control signal
which can be used for an actuator (10),
- an actuator (10) which converts a control signal from the control unit (9) into
a different type of output variable, by means of which output variable an object (12,
18, 24) moves or movement of the object is induced,
- at least one dispenser (12) on which the actuator (10) either indirectly or directly
acts, a dispensing orifice (5a, 5b, 5c) of one of the containers (3a, 3b, 3c) being
opened or closed as a result of this action, and
- at least one energy source (6) which supplies at least the control unit (9) and
the actuator (10) with a suitable form of energy,
characterized in that a dosing chamber (15) is arranged on at least one of the containers (3a, 3b, 3c),
upstream of the outlet opening of the dosing device in the flow direction of the product,
the amount of product that is intended to be dispensed into the environment when product
is released from the container (3a, 3b, 3c) being determined by the dosing chamber
(15), and
in that the dispenser (12) and the actuator (10) are formed as a solenoid valve.
2. The dispensing and dosing system according to claim 1, characterized in that at least one of the containers (3a, 3b, 3c) is configured to dispense fragrance into
the environment.
3. The dispensing and dosing system according one of the preceding claims, characterized in that the containers (3a, 3b, 3c) are formed in one piece.
4. The dispensing and dosing system according to one of claims 1 to 2, characterized in that the containers (3a, 3b, 3c) are formed in multiple pieces.
5. The dispensing and dosing system according to claim 1, characterized in that the dosing chamber (15) is formed in one piece with the container (3a, 3b, 3c).
6. The dispensing and dosing system according to claim 1, characterized in that the dosing chamber (15) is formed in two pieces or multiple pieces with the container
(3a, 3b, 3c).
7. The dispensing and dosing system according to one of the preceding claims, characterized in that a first container (3b, 3c), which contains a heat-sensitive product (4b, 4c), is
surrounded in part or completely by at least one further container (3a, 3b), which
is filled with a product (4a, 4b), completely or in part such that the heat-sensitive
product (4b, 4c) in the first container (3b, 3c) exhibits a slower rise in temperature
when the environment is heated than the products (4a, 4b) in the surrounding containers
(3a, 3b).
8. The dispensing and dosing system according to claim 7, characterized in that the product (4a) or the products (4a, 4b) in the surrounding container (3a) or surrounding
containers (3a, 3b) exhibits or exhibit a thermal conductivity of between 0.01 and
5 W/m*K, preferably between 0.02 and 2 W/m*k, particularly preferably between 0.024
and 1 W/m*k.
9. The dispensing and dosing system according to one of the preceding claims, characterized in that one or more of the sensors (8) is selected from the group of timers, temperature
sensors, infrared sensors, brightness sensors, temperature sensors, movement sensors,
expansion sensors, speed sensors, proximity sensors, flow sensors, color sensors,
gas sensors, vibration sensors, pressure sensors, conductivity sensors, turbidity
sensors, sound pressure sensors, lab-on-a-chip sensors, force sensors, acceleration
sensors, gradient sensors, pH sensors, moisture sensors, magnetic field sensors, RFID
sensors, magnetic field sensors, Hall-effect sensors, biochips, odor sensors, hydrogen
sulfide sensors and/or MEMS sensors.
10. The dispensing and dosing system according to one of the preceding claims, characterized in that the energy source (6) is formed as an electrical energy source, in particular as
a battery or accumulator.
11. The dispensing and dosing system according to one of the preceding claims, characterized in that the control unit (9) comprises a programmable microprocessor.
12. The dispensing and dosing system according to claim 11, characterized in that a plurality of dosing programs are stored on the microprocessor and can be selected
and executed according to the container coupled to the dosing device.
13. A system comprising a domestic appliance and the dispensing and dosing system according
to one of the preceding claims, characterized in that the control unit is coupled to an existing control unit of the domestic appliance.
14. The system according to claim 13, characterized in that the control unit is wirelessly coupled to the existing control unit of the domestic
appliance.
1. Système de dosage et de distribution mobile (1), en particulier pour des préparations
contenant des détersifs et détergents, comprenant
• au moins deux récipients (3a,3b), de manière particulièrement préférée trois récipients
(3a,3b,3c) pour recueillir des produits coulants ou dispersifs différents les uns
des autres (4a,4b,4c),
- les récipients, séparés les uns des autres, renfermant des préparations qui ne sont
généralement pas stables au stockage les unes avec les autres,
- et les récipients (3a,3b,3c) présentant chacun une ouverture de distribution (5a,5b,5c)
qui est disposée de manière à permettre la libération du produit hors du récipient
respectif grâce à la pesanteur dans la position d'utilisation du système de distribution
(1),
• un appareil de commande (2) pouvant être connecté aux ouvertures de distribution
(5a, 5b, 5c) des récipients (3a, 3b, 3c), lequel commande un dosage et une libération
au moins des produits coulants ou dispersifs (4a, 4b, 4c) depuis les récipients (3a,
3b, 3c) vers l'environnement, comprenant
- au moins un capteur (8) qui détecte des propriétés physiques et/ou chimiques et/ou
la structure de la matière de son environnement de manière qualitative ou quantitative
en tant que grandeur mesurée,
- une unité de commande (9) qui convertit les signaux du capteur (8) en au moins un
signal de commande utilisable par un actionneur (10) à l'aide d'au moins un programme
de commande enregistré dans l'unité de commande (9),
- un actionneur (10) qui convertit un signal de commande de l'unité de commande (9)
en une autre grandeur de sortie permettant de faire bouger un objet (12, 18, 24) ou
de générer son déplacement,
- au moins un distributeur (12) sur lequel l'actionneur (10) agit directement ou indirectement,
cette action entraînant l'ouverture ou la fermeture d'une ouverture de distribution
(5a, 5b, 5c) de l'un des récipients (3a, 3b, 3c), et
- au moins une source d'énergie (6), qui alimente avec une forme énergie appropriée
au moins l'unité de commande (9) et l'actionneur (10),
caractérisé en ce qu'une chambre de dosage (15) est disposée au niveau d'au moins un des récipients (3a,
3b, 3c) dans le sens d'écoulement du produit avant l'ouverture de sortie du doseur,
la chambre de dosage (15) permettant de déterminer la quantité de produit devant être
distribuée lors de la libération du produit depuis le récipient (3a, 3b, 3c) vers
l'environnement, et
en ce que le distributeur (12) et l'actionneur (10) sont conçus comme des électrovannes.
2. Système de dosage et de distribution selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un des récipients (3a,3b,3c) est conçu pour la distribution de parfum vers
l'environnement.
3. Système de dosage et de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les récipients (3a,3b,3c) sont formés d'une pièce.
4. Système de dosage et de distribution selon une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que les récipients (3a,3b,3c) sont formés de plusieurs pièces.
5. Système de dosage et de distribution selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de dosage (15) est conçue d'une pièce avec le récipient (3a,3b,3c).
6. Système de dosage et de distribution selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre de dosage (15) est conçue en deux pièces ou plus avec le récipient (3a,3b,3c).
7. Système de dosage et de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un premier récipient (3b,3c), qui contient un produit thermosensible (4b,4c), est
partiellement ou totalement entouré d'au moins un autre récipient (3a,3b) rempli en
totalité ou en partie d'un produit (4a,4b) de telle sorte que le produit thermosensible
(4b,4c) dans le premier récipient (3b,3c) présente une augmentation de température
plus lente lors du réchauffement de l'environnement, que les produits (4a,4b) dans
les récipients environnants (3a,3b).
8. Système de dosage et de distribution selon la revendication 7, caractérisé en ce que le produit (4a) ou les produits (4a, 4b) dans le récipient environnant (3a) ou les
récipients environnants (3a,3b) présente(nt) une conductivité thermique comprise entre
0,01 et 5 W/m*K, de préférence entre 0,02 et 2 W/m*k, de manière particulièrement
préférée entre 0,024 et 1 W/m*K.
9. Système de dosage et de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'un ou plusieurs des capteurs (8) sont sélectionnés dans le groupe des temporisateurs,
capteurs de température, capteurs à infrarouge, capteurs de luminosité, capteurs de
température, détecteurs de mouvement, capteurs de contrainte, capteurs de vitesse,
capteurs de proximité, débitmètres, détecteurs de couleurs, détecteurs de gaz, capteurs
de vibration, manomètres, détecteurs de conductivité, capteurs de turbidité, capteurs
de pression acoustique, capteurs d'analyse complète « Lab-on-a-Chip », capteurs de
force, accéléromètres, capteurs d'inclinaison, pH-mètres, détecteurs d'humidité, capteurs
de champs magnétiques, capteurs RFID, capteurs de champs magnétiques, capteurs à effet
Hall, puces à ADN, capteurs olfactifs, capteurs de sulfure d'hydrogène et/ou capteurs
MEMS.
10. Système de dosage et de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la source d'énergie (6) est conçue comme une source d'énergie électrique, en particulier
une pile ou une batterie.
11. Système de dosage et de distribution selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de commande (9) comprend un microprocesseur programmable.
12. Système de dosage et de distribution selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'une pluralité de programmes de dosage, qui peuvent être sélectionnés et exécutés selon
le récipient connecté au doseur, sont enregistrés sur le microprocesseur.
13. Système comportant un appareil ménager et le système de dosage et de distribution
selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de commande est connectée à une unité commande existante de l'appareil ménager.
14. Système selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'unité de commande est connectée à l'unité commande existante de l'appareil ménager
sans câble.