[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen, Befüllen und Verschließen von
Kunststoffsäcken mit staubigem oder auch körnigem Schüttgut sowie zum Verschließen
der befüllten Säcke.
[0002] Eine derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der
DE 93 01 355 U bekannt. Hier ist bereits eine Vorrichtung zur Herstellung, Befüllung und zum Verschließen
einseitig offener, vorzugsweise mit Seitenfalten versehener Säcke aus thermoplastischem
Kunststoff beschrieben, bei der eine erste Schweiß- und Trennstation zur Bildung des
Sackes mit Bodennaht, eine Füllstation und eine zweite Schweißstation zum Verschließen
des Sackes vorhanden sind. Im Allgemeinen werden diese Abfüllmaschinen in die FFS(
Form
Fill and
Seal)-Kategorie eingeordnet.
[0003] Bei der Abfüllung staubiger Schüttgüter auf Maschinen der genannten Kategorie über
Schwerkraft bzw. durch den freien Fall muss die vom Produkt verdrängte, staubige Luft
aus dem Sack entweichen können. Bei dem Entweichen der Luft kommt es oft zu Kontaminationen
in den oberen Randbereichen des Sackes. Bedingt durch die Kontamination mit Produktstaub
kann der Sack mittels der bei dieser Art Verpackung im Allgemeinen üblichen Verschweißung
nicht sicher verschlossen werden. Darüber hinaus belastet der Staub die Umwelt und
muss gesondert abgesaugt werden.
[0004] Ferner führt die Abfüllung staubiger Güter nach dem beschriebenen bekannten Abfüllverfahren
in der Regel zu einem deutlich überhöhten Produktvolumen bzw. zu einer deutlichen
Reduzierung des Schüttgewichtes, da sich das Produkt durch den freien Fall stark mit
Luft anreichert. Dieses wiederum führt dazu, dass zur Abfüllung des Produkts zunächst
deutlich mehr Verpackungsmaterial gebraucht wird. Darüber hinaus muss die Luft auch
wieder aus dem Sack entweichen können, da er sich sonst nicht stapeln bzw. lagern
lässt.
[0005] Da das Entweichen der Luft in der Regel sehr lange dauert, kann die Entlüftung nicht
bereits vor dem Verschließen des Sackes stattfinden. Der Sack muss daher eine Perforation
aufweisen. Dieses belastet zusätzlich die Umwelt, da durch die Perforation der Verpackung
die feinkörnigen, staubigen Produkte zum Teil nach außen gelangen können.
[0006] Mit der Zeit nimmt das Volumen des Schüttgutes wieder ab. Die Sackverpackung ist
nun, gemessen am verpackten Schüttgutvolumen, deutlich zu groß. Solcherart befüllte
Säcke lassen sich nur schlecht auf Paletten stapeln, da sie zu instabil sind. Die
EP 1 459 981 A1 schlägt daher vor, den Einfüllstutzen eines Dosierorgans einer FFS-Maschine in die
Öffnung eines Sackes einzuführen. Bei der
WO 2006/053627 A1 wird die Relativbewegung zwischen Sack und Einfüllstutzen dagegen durch eine Bewegung
des Sackes bewerkstelligt.
[0007] In beiden vorgenannten Druckschriften werden Dosierorgane vorgestellt, die Schnecken
enthalten. Diese Schnecken fördern das Befüllgut in die Säcke. Die bevorzugte Förderrichtung
in diesen Schnecken entspricht der Wirkrichtung der Schwerkraft. Durch die Schnecken
unterbleibt ein freier Fall des Befüllguts in den Sack. Daher werden Schnecken oft
zur Absackung von staubigen Befüllgütern verwendet. Ihre Verwendung ist jedoch - auch
in Bezug auf die vorliegende Erfindung - keineswegs zwingend.
[0008] Neben der vorgenannten mechanischen Ausgestaltung der Sackbefüllungsorgane steht
bei der Konzeption von FFS-Maschinen, die insbesondere staubige Güter abfüllen, der
Wiegeprozess im Zentrum des Interesses. Bei FFS-Maschinen des Standes der Technik
(siehe zum Beispiel
DE 199 20 478 C2 und
EP 1 201 539 B1), die in erster Linie weniger staubige Güter verfüllen, wird zunächst ein Fülltrichter
mit dem Sollvolumen an Befüllmaterial für einen Sack befüllt. Das Sollvolumen beziehungsweise
das Sollgewicht wird durch ein Wiegen des Fülltrichters ermittelt beziehungsweise
geregelt. Wenn das Sollgewicht erreicht ist, wird die Abfüllöffnung am Boden des Fülltrichters
geöffnet und das Füllmaterial strömt mit der Schwerkraft in den dafür vorgesehenen
Sack. Insbesondere bei der Abfüllung staubiger Güter führt dieses unstetige Verfahren
jedoch zu zu großer Staubentwicklung. Auch in der bereits genannten
WO 2006/053627 A1 werden Wiegeverfahren für staubige Güter diskutiert. Generell ist zu sagen, dass
solche Wiegeverfahren, wenn sie während der Befüllung durchgeführt werden, auch über
längere Zeitspannen hinweg durchgeführt werden, da die Verfüllung staubigen Verfüllgutes
ohne übergroße Staubentwicklung oft länger dauert als die Verfüllung einer gleichen
Menge üblichen Verfüllgutes. Während dieser - oft längeren - Füllvorgänge können Fehler
vorkommen. Zu diesen Fehlern kann ein Sackriss, ein Rutschen des Sackes aus den Haltezangen,
ein Schneckenbruch oder ein Verstopfen der Schnecke (falls eine Schnecke verwendet
wird) zählen. Es ist einzusehen, dass solche Fehler insbesondere bei staubigen Verfüllgütern
zu einer großen Verschmutzung der Maschine und der Maschinenhalle und sogar zu Schäden
am Maschinenpark führen können.
[0009] Ein anderer Nachteil, der sich insbesondere bei der Befüllung staubiger Befüllgüter
zeigt, liegt in der Begrenzung der Befüllgeschwindigkeit. Die staubigen Güter entwickeln
eben zu viel Staub, wenn sie schnell abgefüllt werden. Da ein Vorverwiegen des für
einen Sack gedachten Befüllgutes nicht in Frage kommt, stellt sich auch die Frage,
wie überhaupt das Sackgewicht während des Befüllens geregelt werden soll.
[0010] Daher lässt sich die Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung folgendermaßen zusammenfassen:
Es soll ein möglichst schneller Abfüllprozess bei geringer Staubentwicklung vorgeschlagen
werden, bei dem das Gewicht des Sackes möglichst genau geregelt werden kann. Die Aufgabe
wird durch Anspruch 1 gelöst.
[0011] In aller Regel wird der Befüllung des Sackes die Sackbildung - oft aus einem Schlauchstück
- unmittelbar vorausgehen. Zur Bildung der Schlauchstücke kann ein Folienschlauch
von einer Abwicklung abgewickelt werden.
[0012] Die Erfindung macht sich zunutze, dass weniger Staub entsteht, wenn die Mündung des
Befüllorgans sich unterhalb der Befüllgutsaustrittsöffnung des Dosierorgans befindet.
Es ist überraschend, dass sich mit Wägezellen sinnvolle Signale gewinnen lassen, während
ein mechanischer Kontakt des Befüllgutes im Sack und dem Dosierorgan besteht.
[0013] Es ist von Vorteil, diese Signale zu filtern. Hierbei hat sich gezeigt, dass das
Befüllorgan vor allem höherfrequente Störsignale erzeugt, die durch eine Filterung
der Signale beseitigt werden können.
[0014] Eine weitere Maßnahme, die Abfüllgeschwindigkeit und Messgüte steigern kann, ist
eine Relativbewegung von Dosierorgan und Sack während des Befüllvorganges. Wenn diese
Relativbewegung gleichförmig ist, werden Störsignale begrenzt. Dies gilt insbesondere,
wenn der Sack gleichförmig bewegt wird.
[0015] Die während der Unterspiegelbefüllung gewonnenen Messwerte können vorteilhafterweise
als Gewichtsmesswerte zur Kontrolle beziehungsweise Regelung des Sackgewichts während
der Befüllung eingesetzt werden. Diese Definition schließt ein, dass aufgrund der
Gewichtsmesswerte der Zeitpunkt, zu dem die Sackbefüllung endet, bestimmt wird. Sie
schließt außerdem ein, dass eine Steuerung der Abfüllgeschwindigkeit und/oder der
Geschwindigkeit der Relativbewegung zwischen Sack und Befüllorgan vorgenommen wird.
[0016] Die Abfüllgeschwindigkeit, das heißt die Gewichtszunahme pro Zeiteinheit oder auch
die erste Ableitung des Gewichts nach der Zeit, kann dazu benutzt werden, Fehler,
die bei dem Abfüllvorgang auftreten, zu erkennen. Zu solchen Fehlern kann ein Sackriss,
der in der Regel zu einem schnellen Sinken der Gewichtszunahme führt, zählen. Das
skizzierte Verfahren dürfte am Besten funktionieren, wenn die Steuereinheit ein Warnsignal
auswirft, wenn sich die Gewichtszunahme aus einem Sollbereich heraus bewegt. Das Warnsignal
kann von der Steuereinheit und/oder vom Maschinenpersonal zur Korrektur des Fehlers
genutzt werden.
[0017] Auch die Überwachung der ersten Ableitung der Gewichtszunahme nach der Zeit ermöglicht
Einblicke in die Güte des Abfüllverfahrens und eine frühe Fehlererkennung.
[0018] Bei allen erfindungsgemäßen Verfahren und auch anderen Verfahren, die auf Maschinen
durchgeführt werden, die die Relativposition zwischen Sack und Befüllorgan ändern
(die Druckschriften
EP 1 459 981 A1 und
WO 2006/053627 A1 schlagen unterschiedliche Spielarten solcher Maschinen vor), sind Verfahren vorteilhaft
einsetzbar, bei denen die Steuereinrichtung die Relativbewegung zwischen Sack und
Dosierorgan und die Befüllung folgendermaßen steuert:
- der Abstand zwischen der Mündung des Befüllorgans und dem Sackboden wird auf einen
Mindestabstand eingestellt,
- die Sackbefüllung beginnt, wobei Befüllgut durch die Mündung des Befüllorgans in den
Sack strömt,
- der Befüllgutspiegel steigt, wobei entweder keine Steigerung des Abstandes zwischen
der Mündung und dem Sackboden durch eine Relativbewegung vorgenommen wird oder diese
Relativbewegung langsamer ist als die Geschwindigkeit, mit der der Füllgutpegel steigt,
- ein Beginn oder eine Steigerung der Geschwindigkeit der Relativbewegung zu einem Zeitpunkt,
nachdem der Füllgutpegel über der Mündung liegt.
[0019] Durch diese Maßnahmen kann vor allem die Staubbildung reduziert werden.
[0020] Wenn, ergänzend zu den vorstehenden Maßnahmen, der Beginn oder die Steigerung der
Geschwindigkeit der Relativbewegung vorgenommen wird, nachdem der Füllgutstand über
der Mündung liegt, wenn ein Sollabstand zwischen der Mündung und dem Füllgutstand
erreicht ist, ist gewährleistet, dass die Mündung des Befüllorgans nicht zu weit unter
dem Befüllgutstand zurückbleibt. Außerdem führt die beschleunigte Relativbewegung
dazu, dass die Möglichkeit besteht, das.Gewicht des Sackes und nicht den Fülldruck
des Befüllgutes, das aus der Mündung dringt, zu messen.
[0021] Das Erreichen des Sollabstandes kann wieder durch eine Gewichtsmessung, d. h. durch
die Auswertung von Wägezellensignalen verifiziert werden, da man sicherlich aufgrund
der Kenntnis der Dichte des Befüllstoffes und dem Sackvolumen oder einfach aufgrund
empirischer Werte in der Lage ist, einem Sackgewicht einen Befüllgutstand zu zuordnen.
Ähnliches gilt bei der Messung der Abfüllgeschwindigkeit.
[0022] Eine Messung mit einem Strahlungssensor kann jedoch auch zur Feststellung des Befüllgutstandes
herangezogen werden. So kann eine Strahlung verwendet werden, die das Sackmaterial,
nicht aber das Befüllgut durchdringt. Auf der dem Strahlungsemittent abgewandten Seite
des Sackes kann nur dann Strahlung von einem geeigneten Sensor aufgefangen werden,
wenn sich Sender und Empfänger oberhalb des Füllgutspiegels befinden.
[0023] Wenn der Sollabstand zwischen Mündung des Befüllorgans und Füllgutspiegel erreicht
ist, sollten die Geschwindigkeit, mit der der Füllgutspiegel steigt, und die Geschwindigkeit
der Relativbewegung zwischen Sack und Befüllorgan aneinander angeglichen werden. Bei
einer exakt gleichen Geschwindigkeit bleibt der Abstand zwischen Mündung und Befüllgutspiegel
konstant, was erwünscht sein kann.
[0024] Zu der zusätzlichen Beobachtung der Gewichtszunahme des Sackes pro Zeiteinheit ist
folgendes zu sagen: Liegt diese Gewichtszunahme außerhalb eines Ziel- oder Toleranzbereiches,
so wird ein Warnsignal ausgegeben.
[0025] Dieses Warnsignal, das natürlich auch manuell (durch den Maschinenbediener) oder
automatisch (durch eine Steuereinrichtung) zu einem Regelvorgang führen kann, kann
eine ganze Reihe von Fehlern oder Fehlermechanismen aufzeigen oder entlarven. Diese
Lehre erscheint auch bei nicht staubigen Befüllgütern vorteilhaft anwendbar.
[0026] Die folgende Tabelle enthält Beispiele dafür, welche Messwerte oder welcher Messwertverlauf
auf welche Fehler schließen lassen:
| Fehler |
Erkennungsroutine |
Gefährdungspotenzial |
| Sackbruch |
(Steigung zu gering oder negative Steigung) |
Zustauben des Innenraums der Maschine |
| Ein Abrutschen des Sackes aus den Haltezangen |
(negative Steigung) |
Zustauben des Innenraums der Maschine |
| Störung in der Produktzuleitung |
(Steigung zu gering) |
Bildung eines explosionsfähigen Gemisches |
[0027] Bei der optionalen Verwendung einer Schnecke zur Abfüllung des Befüllgutes treten
unter anderem folgende Fehlercharakterisika hinzu:
| Schneckenbruch |
(Steigung zu gering) |
z.B. Funkenbildung |
| Falsches Produkt |
(Produktspezifische Steigung nicht okay) |
diverse Gefahren |
| Ausfall des Antriebs |
(Steigung zu gering) |
diverse Gefahren |
| Verstopfen der Schnecke |
(Steigung zu gering) |
diverse Gefahren |
| Falsch eingestelltes Auslaufband (Bodenkontakt) |
(Steigung zu gering) |
Zustauben des Innenraums der Maschine |
Je nach der Art des Abfüllauftrages kann es vorteilhaft sein, am Ende, in der Mitte,
am Anfang oder während des gesamten Abfüllprozesses die Überwachung der Gewichtszunahme
des Sackes durchzuführen. Auch bei der Überwachung der Gewichtszunahme kann es vorteilhaft
sein, hochfrequente Störungen derselben auszublenden. Diese können auch durch das
Befüllorgan ausgelöst werden. Während einer zweiten Zeitspanne während des Befüllvorganges
ist es vorteilhaft, wenn die in der Steuervorrichtung ständig eintreffenden Messwerte
für das Sackgewicht eben nicht zur Kontrolle oder Regelung des Sackgewichts eingesetzt
werden. Auf diese Weise ist es möglich, den Einfluss störender Gewichtssignale auf
den Befüllvorgang auszublenden. Hierbei kann die zweite Zeitspanne mit der ersten
Zeitspanne, in der die Gewichtszunahme kontrolliert wird, überlappen. Sie kann kürzer,
länger oder gleichlang wie oder als die erste sein und sie kann vor, während oder
nach der ersten liegen.
[0028] Da die Kontrolle oder Regelung des Sackgewichtes während der zweiten Zeitspanne eben
nicht durch eine Auswertung der Signale der Wägezellen erfolgt, ist es vorteilhaft,
dieses volumetrisch oder empirisch zu ermitteln. Hierbei ist unter volumetrischer
Gewichtsbestimmung beispielsweise zu verstehen, dass eine gemessene oder bekannte
Zahl von Schneckenumdrehungen mit einer bekannten Füllgutförderrate pro Umdrehung
multipliziert oder sonst wie mathematisch verknüpft wird, so dass das Gewicht oder
das Volumen des zu einem Zeitpunkt in den Sack geförderten Materials ermittelt oder
mit hinreichender Genauigkeit abgeschätzt werden kann. Am Ende einer solchen zweiten
Zeitspanne mit volumetrischer Messung können die Wägezellen wieder die Bereitstellung
von Messwerten übernehmen. Übrigens deckt der Begriff Wägezellen für die Zwecke dieser
Druckschrift alle geeigneten Gewichtssensoren wie Waagen und eben die Wägezellen selber
ab. Im Allgemeinen versteht der Fachmann unter Wägezellen solche Gewichtssensoren,
die elektrische Widerstände, die in Form einer Wheatstonebrücke angeordnet sind, enthalten.
Die Widerstände ändern ihren ohmschen Widerstand, wenn sie verformt werden. Die Widerstände
sind auf einem Element angebracht, das sich bei einer Gewichtsänderung verformt. Dementsprechend
ändern sich die elektrischen Ausgangswerte der Wheatstonebrücke, die der Gewichtsmessung
zugrunde liegen.
[0029] Im Vergleich zu der volumetrischen Gewichtsmessung ist eine empirische Gewichtsmessung
eine Messung oder Abschätzung, die nur oder größtenteils auf empirischen Werten beruht
(z. B. während einer Zeit T wird ein Volumen V eines bestimmten Befüllmaterials abgefüllt).
[0030] Es ist vorteilhaft, wenn die Mündung des Befüllorgans während einer dritten Zeitspanne
unterhalb des Befüllgutspiegels liegt. In der Regel wird dies ganz zu Beginn des Befüllprozesses
(leerer Sack) nicht der Fall sein können. Tests haben jedoch gezeigt, dass diese Maßnahme
(die Unterspiegelbefüllung) die Nebelbildung beim Befüllen des Sackes zurückführt.
Eine Überschneidung zwischen zweiter (keine Gewichtsregelung nach Wägezellensignalen)
und dritter Zeitspanne (Unterspiegelbefüllung) ist vorteilhaft. Die Relativbewegung
von Befüllorgan und Befüllgut ist geeignet, bei der Unterspiegelbefüllung die Gewichtsmessung
zu stören. Diese Störungen unterbleiben jedoch in einer zweiten Zeitspanne nach der
obigen Definition, da während einer solchen Zeitspanne die Gewichtsmessung eben nicht
zur Gewichtskontrolle oder -regelung herangezogen wird. Eine Alternative zu dieser
Maßnahme ist die Ausblendung der Störsignale durch einen geeigneten Filter. Es hat
sich gezeigt, dass die Störsignale, die von dem Befüllorgan erzeugt werden, relativ
hochfrequent sind, so dass diese Maßnahme vorteilhaft ist.
[0031] Eine explizite Nutzung auch kann in einer vierten Zeitspanne, die wieder in Lage
und Dauer beliebig zu den anderen Zeitspannen gestaltet sein kann, vorgenommen werden.
Vorteilhaft ist diese vierte Zeitspanne am Ende des Befüllprozesses.
[0032] In einer fünften Zeitspanne, die wieder in Lage und Dauer beliebig zu den anderen
Zeitspannen gestaltet sein kann, kann zum Vorteil des Gesamtprozesses die Befüllung
vorgenommen werden, während sich der Ausgang des Befüllorgans oberhalb des Befüllgutspiegels
befindet. Diese Phase der Befüllung kann zum Beispiel ebenfalls am Ende des Befüllprozesses
stehen und dazu genutzt werden, eine feinfühlige und genaue Dosierung des Befüllgutes
zu ermöglichen.
[0033] Als staubige Güter, deren Abfüllung vorteilhafterweise mit einem erfindungsgemäßen
Verfahren vorgenommen wird, kommen unter anderem Zement, Titandioxid und alle möglichen
Kunststoffstäube in Betracht. Allgemein dürfte der Fachmann unter staubigen Gütern
Schüttgüter verstehen, die sich an einer FFS-Maschine eben nicht abfüllen lassen,
wenn nicht ein spezielles Abfüllverfahren, das sich oft Schnecken zur Führung des
Schüttgutes bedient, verwendet wird.
[0034] Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens werden in der Regel
von Steuervorrichtungen gesteuert und/oder geregelt, die mit gespeicherten Befehlsfolgen,
die die vorstehend beschriebenen Verfahren anordnen und/oder überwachen, beaufschlagt
sind. Diese Steuerprogramme sind entweder auf Bestandteilen der Steuervorrichtung
oder auf anderen Datenträgern wie CDs oder DVDs gespeichert. Auch eine Versendung
von Teilen oder der Gesamtheit solcher Programme erscheint möglich. Für alle vorstehend
genannten und bekannten Möglichkeiten oder Medien, Daten und Befehlsfolgen zu speichern
und/oder zu transportieren, wird im Rahmen dieser Anmeldung der Begriff "Datenset"
gebraucht. Dieser Begriff umschließt auch die Versendung der betreffenden elektronisierten
Informationen über Netzwerke, zum Beispiel per E-Mail.
[0035] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung
und den Ansprüchen hervor.
[0036] Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht einer FFS-Maschine
- Fig. 2
- Detailansicht von Figur 1
- Fig. 3
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (1. Ausführungsbeispiel)
- Fig. 4
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (2. Ausführungsbeispiel)
- Fig. 5
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (3. Ausführungsbeispiel)
- Fig. 6
- der Verlauf der Sackgewichtszunahme, gegen die Zeit aufgetragen (3. Ausführungsbeispiel)
- Fig. 7
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (1. Ausführungsbeispiel,
Nomenklatur in Bezug auf die Unterspiegelbefüllung)
- Fig. 8
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (2. Ausführungsbeispiel,
Nomenklatur in Bezug auf die Unterspiegelbefüllung)
- Fig. 9
- den Verlauf des Sackgewichtes, gegen die Zeit aufgetragen (3. Ausführungsbeispiel,
Nomenklatur in Bezug auf die Unterspiegelbefüllung)
[0037] Eine Schlauchfolienbahn 15, vorzugsweise mit eingelegten Seitenfalten, wird zunächst
von einem Vorzugrollensystem 9 in ein horizontal bewegliches Transportmittel, beispielsweise
ein Greiferpaar 18 gefördert.
[0038] Die Folienbahn 15 wird, nachdem der Vorzug den Abschnitt entsprechend der gewünschten
Sacklänge vorgezogen hat, vom Messer 17 durchgeschnitten. Gleichzeitig erfolgt die
Bodenschweißung 13. Der am unteren Ende verschlossene Leersack 11 wird einem horizontal
verschieblichen Transportmittel, beispielsweise einem Greifer 18, übergeben und zur
Füllstation transportiert.
[0039] In der Füllstation übernimmt ein weiteres Transportmittel 4, welches aus 3,4,5 besteht,
den Sackabschnitt. Der Leersack wird nun mit einem Saugersystem 16 geöffnet. Dazu
wird der bzw. werden die Greifer 4 in Z-Richtung (sackeinwärts) bewegt. Der Anschlussstutzen
des Transportsystems 3 wird in den Sack bewegt und schützt die Sackinnenflächen vor
der Verschmutzung durch eventuelle Produktanhaftungen am Dosierrohr 2,21.
[0040] Der geöffnete Sack wird vom Transportsystem 3,4,5 über das Dosierrohr 2,21 gezogen,
bis sich das untere Ende des Sackes ungefähr in Höhe der Füllgutaustrittsöffnung 31
befindet. Die Sackbodenunterstützungseinrichtung 32,33,34 wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
unter den Sackboden gefahren. Eine Sackbodenunterstützungseinrichtung 32,33,34 ist
jedoch nicht unbedingt erforderlich. Vielmehr wird die Relativbewegung des Sackes
gegenüber dem Befüllorgan 2,21 hauptsächlich dadurch hervorgerufen, dass der Rahmen
5 entlang der Führung 6 fährt. Dies wird durch den Doppelpfeil 35 dargestellt. Bei
diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird also der Sack gegenüber dem Befüllorgan
2,21 bewegt. Denkbar ist es natürlich auch, die Relativbewegung zwischen Sack 8 und
Dosierorgan 2 durch eine Bewegung des Dosierorgans 2 oder gar durch eine Bewegung
von Sack 8 und Dosierorgan 2 herbeizuführen. In der Regel ist es hierbei ausreichend,
wenn der Sack hierbei durch greiferartige Transportmittel 4 an seinem oberen Ende
gehalten wird. Die erwähnte Sackbodenunterstützungseinrichtung 32,33,34 bietet optionalen,
zusätzlichen Schutz vor einem Riss des gerade geschweißten Sackbodens.
[0041] Das Verschlussrohr 21 wird angehoben und gibt die Produktaustrittsöffnung 31 frei.
Das Produkt/Schüttgut 24 wird in den Sack gefüllt. Währenddessen senkt das Transportsystem
3,4,5 den Sack in der Weise ab, dass sich die Produktaustrittsöffnung 31 jederzeit
unterhalb des Füllspiegels befindet. Noch vor dem Ende der Dosierung des Produktes/Schüttguts
24 kann sich die Produktaustrittsöffnung 31 jedoch zumindest einmal oberhalb des Füllspiegels
38 befinden. Nach Ende der Befüllung wird das Verschlussrohr 21 abgesenkt und verschließt
die Produktaustrittsöffnung 31, indem sie Kontakt mit dem Verschluss 20 aufnimmt.
Der Anschlussstutzen wird aus dem Sack gezogen. Der bzw. die Greifer 4 des Transportsystems
3,4,5 wird bzw. werden nun entgegen der Z-Richtung (sackauswärts) bewegt und zieht
den Öffnungsbereich am oberen Rand 25 des zuvor geöffneten Sacks stramm. Ein weiteres
Transportmittel übernimmt den befüllten Sack 8. Mittels der Verschließeinrichtung
14 wird nun der obere Rand des Sacks 25 verschlossen. Zusammen mit dem Dosiervorgang
kann bei Bedarf durch den im Verschlussrohr 21 integrierten Filter abgesaugt werden.
Das erforderliche Vakuum wird über den Stutzen 23 eingeleitet. Die Integration des
Filters in das Verschlussrohr erlaubt eine sehr kompakte Bauform, die es ermöglicht,
auch relativ kleine Säcke abzufüllen. Das Absaugen der Luft führt gewissermaßen zu
einer Verdichtung des Schüttguts. Hierdurch kann eine der Produktmenge angemessene
Sackgröße gewählt werden.
[0042] Dieser Effekt der Produktverdichtung kann durch den zusätzlichen Einsatz von Vibrationserzeugern/
Klopfern 29 noch verstärkt werden. Hier ist es vorteilhaft, das Dosierrohr 2,21 mittels
eines Vibrationserzeugers 29 in Schwingung zu versetzen, da es sich während der Befüllung
zumindest mit Teilen seiner Mantelfläche innerhalb des Produktes befindet. Die Schwingungen
werden vom Dosierrohr 2,21 an das Befüllgut 24 übertragen, in dem dann eine Verdichtung
stattfindet. Ein weiterer Vorteil des "vibrierenden Dosierrohrs" 2,21 ist, dass die
Bildung von Produktanhaftungen am Dosierrohr 2,21 dadurch weitgehend vermieden wird.
Der Rüttler 29 könnte auch an der "Sackbodenunterstützungsvorrichtung" 34 angeordnet
sein!
[0043] Eine besonders vorteilhafte Ausführung des Verfahrschlittens ist es, den Rahmen 5
mitsamt Stutzen 3, Transportmittel 4 sowie der Aufsaugung 16 auf Sensoren zu lagern.
Die Sensoren senden ihr Signal an eine Wägeelektronik, welche letztendlich den Dosiervorgang
steuert.
[0044] Zu erwähnen ist noch die Führung bzw. Stütze 6, die den Rahmen 5 und damit die Transportmittel
4 trägt. In dem Dosierorgan beziehungsweise Rohr 2 befindet sich eine Schnecke 7,
mit der Befüllmaterial 24 aus dem Trichter 1 ohne große Staubbildung in den Sack 8
gefördert werden kann. Die verschiedenen Sensoren 26 (v. a. Wägesensoren beziehungsweise
Wägezellen) deuten vorteilhafte Orte zum Anbringen solcher Sensoren an. Das Transportband
27 transportiert die befüllten Säcke (8). In der Umgebung desselben sind die Kontrollwaage
30 und der Vibrationserzeuger 29 angebracht.
[0045] Die Figuren 3 bis 5 zeigen den zeitlichen Verlauf des Sackgewichts bei drei Ausführungsbeispielen
der Erfindung. In Bezug auf diese Figuren werden die Begriffe gebraucht, die vorstehend
bereits in Bezug auf die Überwachung der Abfüllgeschwindigkeit g/t gebraucht wurden.
Die Figuren 7 bis 9 zeigen dieselben Ausführungsbeispiele und benutzen die Begriffe,
die vorstehend bereits in Bezug auf die Unterspiegelbefüllung bei gleichzeitiger Generierung
von Messsignalen gebraucht werden. Diese Unterscheidung erhöht die Übersichtlichkeit
und erleichtert die Unterscheidung zwischen erfindungsgemäßen und nicht erfindungsgemäßen
Abfüllverfahren.
[0046] Die in Figur 2 enthaltenen Pfeile deuten folgende Größen an: v
R = Relativgeschwindigkeit, v
F Geschwindigkeit mit der der Füllgutstand relativ zum Sackboden 39 steigt, A
soll = Sollabstand zwischen Mündung 31 und Füllgutspiegel 38, AM = Mindestanstand zwischen
Sackboden 39 und Mündung 31.
[0047] In Figur 3 ist der zeitliche Verlauf der Gewichtszunahme eines Sackes bei der Ausführung
eines Sackbefüllungsverfahrens dargestellt. Auf der senkrechten Achse ist das Sackgewicht
g und auf der waagrechten Achse die Zeit t aufgetragen. Mit der ersten Phase P
1 der Sackbefüllung fallen in diesem Ausführungsbeispiel die Zeitspannen Z
2 (volumetrische oder empirische Gewichtskontrolle oder Regelung) und Z
3 (Unterspiegelbefüllung) zusammen. In dieser Phase P
1 fallen also Störsignale bei der Gewichtskontrolle nicht auf, da die Gewichtssignale
der Wägezellen 26 eben bei der hier volumetrischen oder empirischen Gewichtskontrolle
ignoriert werden. Störsignale werden hier vor allem durch das Befüllorgan 2,21 hervorgerufen,
dessen Füllgutaustrittsöffnung 31 sich ja in der Zeitspanne Z
3, die hier mit der Phase 1 und Zeitspanne Z
2 zusammenfällt, unterhalb des Befüllgutspiegels 38 befindet. In der Regel wird das
Befüllorgan jedoch ganz zu Beginn der Befüllung oberhalb des Befüllgutspiegels 38
sein, da eben noch kein oder noch zu wenig Befüllgut im Sack 8 vorhanden ist. Diesem
Umstand wird hier dadurch Rechnung getragen, dass die Zeitspanne Z
3 eben nicht zum Zeitpunkt 0, sondern zum Zeitpunkt T
2 beginnt.
[0048] Mit dem Erreichen des Zeitpunktes T
1 beginnt die Phase P
2 der Sackbefüllung. In der Regel wird man bei diesem Ausführungsbeispiel diesen Zeitpunkt
als erreicht ansehen, wenn man aufgrund der volumetrischen Messung oder Abschätzung
des Sackgewichtes davon ausgehen kann, dass ein bestimmter Anteil G
1 des Sacksollgewichtes G
Soll erreicht ist. Dieser Anteil kann 95 % sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel (nach
Figur 3) ändern sich nun einige Parameter der Sackbefüllung: Das Sackgewicht wird
tatsächlich über die Auswertung der Wägezellensignale überwacht und die Befüllung
erfolgt, während sich das Befüllorgan 2,21 zur Gänze oberhalb des Befüllgutspiegels
38 befindet. Hierdurch wird die Güte der Gewichtsmessungen verbessert. Die Überwachung
der Gewichtszunahme, um gegebenenfalls ein Alarmsignal bereitzustellen, wird bei diesem
Ausführungsbeispiel während des ganzen Befüllvorgangs vorgenommen. Der Befüllvorgang
endet, wenn das Sollgewicht G
Soll erreicht ist. Hier erfolgt die Beendigung automatisch durch die nicht gezeigte Steuervorrichtung,
wenn die Wägezellen 26 die gewünschten Signale an die Steuervorrichtung melden. Die
Abfüllgeschwindigkeit ist in Phase 2 niedriger als in Phase 1.
[0049] Eine andere Variante dieses Verfahrens wird in Figur 4 veranschaulicht. Es genügt
an dieser Stelle, die Unterschiede zu dem in Figur 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
zu nennen:
[0050] Die Zeitspanne Z
4, in der die Signale der Wägezellen auch zur Kontrolle/Regelung des Sackgewichts genutzt
werden, dauert während des gesamten Befüllvorgangs an. Es findet keine volumetrische
Gewichtskontrolle statt. Es ist vorteilhaft, wenn die Störsignale, die insbesondere
während der Unterspiegelbefüllung (Z
3) entstehen, durch Filter auf den Messsignalen beseitigt werden.
[0051] In Figur 5 wird auf verschiedene Phasen des Abfüllprozesses verzichtet. Während des
gesamten Abfüllprozesses wird das Gewicht des Sackes zur Gewichtskontrolle/- regelung
verwendet (Zeitspanne Z
4). Sobald genug Material im Sack ist, wird im Unterspiegelverfahren befüllt (Zeitspanne
Z
3). Eine Reduktion der Sackgeschwindigkeit erfolgt nicht. Diese Maßnahmen können unter
anderem bei hohen Anforderungen an die Filterung gelöst werden.
[0052] In Figur 6 zeigt, wie sich bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel die
erste Ableitung des Gewichts nach der Zeit g/t während des Befüllvorgangs verhält.
Sie ist konstant. Die geschweifte Klammer S gibt den Sollbereich an. Dieser muss nicht
unbedingt symmetrisch um den Sollwert G/T
Soll verlaufen. Der Sollbereich S hat eine untere S
U- und eine obere S
O-Grenze. Die Pfeile 36, 37 deuten an, dass der Wert g/t den Sollbereich verlassen
kann, wenn ein Fehler auftritt. Ein Verlauf der Gewichtsänderung gemäß dem Pfeil 36
kann in Folge eines Sackrisses auftreten. Wenn der Sollbereich S verlassen wird, wird
ein Alarm ausgelöst, der Maßnahmen des Maschinenpersonals und/oder der Steuervorrichtung
auslösen kann.
[0053] Allgemein haben Tests gezeigt, dass noch weitere technische Merkmale in allen erfindungsgemäßen
Vorrichtungen und/oder Verfahren vorteilhaft einsetzbar sind:
a) Das Sollgewicht GSoll sollte erreicht werden, während die Relativbewegung zwischen Sack 8 und Dosierorgan
2 noch andauert. Wie bereits mehrfach ausgeführt kann diese Relativbewegung durch
eine Bewegung eines oder beider dieser beiden Elemente 2, 8 herbeigeführt werden.
Es ist auch möglich, dass die Relativbewegung bereits unmittelbar nach dem Zeitpunkt
verlangsamt oder beendet wird, an dem das letzte wirklich noch verwertete Messsignal
der Wägezellen zustande kommt. Dieses kann vor dem Erreichen des Sollgewichtes sein,
und die Zeitspanne zwischen diesem letzten Messsignal und dem Abbruch der Sackbefüllung
bei Erreichen des Sollgewichts GSoll kann aus der Kenntnis der Abfüllgeschwindigkeit allein durch Zeitmesssung und Berechnung
gewonnen werden. Alternativ kommt wieder eine kurze volumetrische Messphase Z2 in Betracht. Wichtig ist, dass gerade die wichtigen letzten Messwerte der Wägezellen
nicht durch das Abbrechen der Bewegung, die ja positive oder negative Beschleunigungen
hervorruft, verfälscht werden. Schließlich ist die Gewichtsmessung nach der Formel
F=gm eine Kraftmessung und die Kraft ist mit der Beschleunigung über das Grundgesetz
der Mechanik F=ma verknüpft. Trotz dieser Ausführung erscheint es möglich, insbesondere
bei einer Überspiegelbefüllung, auch oben eine Relativbewegung gut zu messen.
b) Die Relativbewegung zwischen Sack 8 und Dosierorgan 2 sollte während der Befüllung
gleichförmig sein. Alternativ ist es auch möglich, wenn zu Beginn des Befüllprozesses
eine Beschleunigungsphase stattfindet. Wichtig ist, dass die Relativbewegung gleichförmig
ist, während die Wägezellensignale zur Gewichtskontrolle ausgewertet werden (Zeitspanne
Z4). Bei gleichförmigen Bewegungen treten eben keine Beschleunigungen des teilweise
befüllten Sackes 8 auf, die die Gewichtsmessung verfälschen würden. Eine Alternative
zu dieser Vorgehensweise besteht darin, die Relativgeschwindigkeit aufzuzeichnen,
etwaige Beschleunigungen zu ermitteln und die durch diese Beschleunigungen entstehenden
Fehler gemäß der Formel F=ma aus dem Messwert herauszurechnen. Hierzu sollte auch
das augenblickliche Gewicht des Sackes bekannt sein.
[0054] Figur 7 zeigt noch einmal dasselbe Ausführungsbeispiel wie Figur 3, verwendet aber
ergänzend die in Bezug auf die Messung des Sackgewichtes während der Unterspiegelbefüllung
eingeführten Begriffe. Die Phase P
U, in der im Unterspiegelverfahren befüllt wird ist gleichbedeutend mit der dritten
Zeitspanne Z
3. Dieser Zeitspanne geht hier die Phase P
L voraus, in der die Mündung 31 des Befüllorgans 2 noch nicht unter dem Füllgutspiegel
38 liegt, da die Mündung 31 einen Mindestabstand AM über dem Sackboden 39 liegt und
da noch nicht genug Gut im Sack 8 ist, um die Mündung 31 zu bedecken. In dieser Phase
P
L wird die Relativgeschwindigkeit v
R zwischen Sack 8 und Dosierorgan 2 so eingestellt, dass sie langsamer ist als die
Geschwindigkeit v
F, mit der das Befüllgut im Sack steigt. v
R kann hier auch Null sein. Daher "überholt" der Befüllgutspiegel 38 die Mündung 31,
bis ein Sollabstand A
Soll zwischen Füllgutspiegel 38 und Mündung 31 erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt T
2 werden die Geschwindigkeiten v
R und v
F angeglichen, so dass der Abstand A
Soll erhalten bleibt.
[0055] Wie erwähnt wird in der Phase P
U im Unterspiegelverfahren befüllt. Wie bereits zu Figur 3 ausgeführt werden jedoch
die Gewichtsmesswerte hier nicht zur Kontrolle des Sackgewichts g verwendet. Allerdings
werden in diesem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 3 und 7 die Wägezellensignale
in der gesamten Zeitspanne Z
1 zur Kontrolle der Abfüllgeschwindigkeit g/t verwendet. Daher dauert die Phase P
M, in der die Messwerte in beliebiger Form verwertet werden, während im Unterspiegelverfahren
befüllt wird, zwischen den Zeitpunkten T
2 und T
1 also während der gesamten Unterspiegelbefüllung an. Der Überlapp zwischen den Zeitspannen
P
R und P
L deutet an, dass in der Phase P
L (verlangsamte Relativbewegung v
R zwischen Sack 8 und Dosierorgan 2) noch immer eine Relativgeschwindigkeit größer
Null vorhanden ist.
[0056] In Figur 8, in der noch einmal das bereits in Figur 4 dargestellte Ausführungsbeispiel
dargestellt wird, ist kein solcher Überlapp zwischen den Zeitspannen P
R und P
L vorhanden. Hier ist die Relativgeschwindigkeit v
R in der Zeitspanne P
L Null. Die Messsignale werden während des gesamten Befüllprozesses zur Gewichtskontrolle
und zur Überwachung von Abfüllfehlern verwendet, so dass die Phase P
M wieder während der gesamten Unterspiegelbefüllung andauert. Dies gilt auch mit Blick
auf das in den Figuren 5 und 9 dargestellte Ausführungsbeispiel.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Trichter |
| 2 |
Dosierorgan |
| 3 |
Anschlussstutzen |
| 4 |
Transportmittel |
| 5 |
Rahmen |
| 6 |
Führung |
| 7 |
Schnecke |
| 8 |
Befüllter Sack |
| 9 |
Vorzugrollen |
| 10 |
Transportmittel |
| 11 |
Leersack |
| 12 |
Führung |
| 13 |
Bodenschweißung |
| 14 |
Kopfnahtschweißung |
| 15 |
Schlauchfolienbahn |
| 16 |
Sauger |
| 17 |
Messer |
| 18 |
Transportmittel |
| 19 |
Abwickelvorrichtung |
| 20 |
Verschluss |
| 21 |
Verschlussrohr mit Filter |
| 22 |
Filter |
| 23 |
Stutzen |
| 24 |
Produkt/Schüttgut |
| 25 |
Oberer Rand des Sackes |
| 26 |
Sensoren |
| 27 |
Transportband |
| 28 |
Gerichtete Strömung |
| 29 |
Vibrationserzeuger |
| 30 |
Kontrollwaage |
| 31 |
Füllgutaustrittsöffnung |
| 32 |
Führung |
| 33 |
Gelenk |
| 34 |
Sackbodenunterstützung |
| 35 |
Doppelpfeil (Bewegung des Rahmens 5 mit dem Sack 8) |
| 36 |
Pfeil (Abweichung vom Sollwert, Sackriss) |
| 37 |
Pfeil (Abweichung vom Sollwert) |
| 38 |
Füllgutpegel |
| 39 |
Sackboden |
| P1 |
Erste Phase des Befüllvorgangs bis T1 |
| P2 |
Zweite Phase des Befüllvorgangs bis zum Erreichen von GSoll |
| Z1 |
Erste Zeitspannung (Messung der Gewichtszunahme) |
| Z2 |
Zweite Zeitspanne (volumetrisch oder empirisch) |
| Z3 |
Dritte Zeitspanne (Unterspiegelbefüllung) |
| Z4 |
Vierte Zeitspanne (Überwachung des Sackgewichts) |
| Z5 |
Fünfte Zeitspanne (Überspiegelbefüllung) |
| SO |
Obere Grenze des Sollbereichs |
| SU |
Untere Grenze des Sollbereichs |
| S |
Sollbereich der Gewichtszunahme g/t |
| g/t |
Gewichtszunahme beziehungsweise -änderung pro Zeiteinheit, oder auch erste Ableitung
des Sackgewichtes nach der Zeit |
| g/t2 |
zweite Ableitung des Sackgewichtes nach der Zeit |
| PU |
Erste Phase, Unterspiegelbefüllung |
| PL |
Auftaktphase der Befüllung; Füllgutspiegel 38 noch nicht über Mündung 31 |
| PM |
Zweite Phase, Messen des Gewichts während der Unterspiegelbefüllung |
| PR |
Dritte Phase, Relativbewegung zwischen Sack und Dosierorgan |
| vR |
Relativgeschwindigkeit zwischen Sack und Dosierorgan |
| AM |
Mindestabstand zwischen Sackboden und der Mündung des Dosierorgans |
| vF |
Geschwindigkeit, mit der der Füllgutspiegel steigt |
1. Verfahren zum Herstellen, Befüllen mit staubigem oder körnigem Füllgut und Schließen
eines Sackes, bei dem zumindest folgende Maßnahmen vorkommen:
- die Befüllung eines Sackes (8) mit einem Befüllorgan (2),
- die Relativbewegung zwischen dem Befüllorgan und dem Sack während der Befüllung
des Sackes,
- ein zumindest zeitweiliges Eintauchen von Teilen des Befüllorgans (2) unter den
Befüllgutspiegel (38) während einer ersten Phase (PU), die während der Befüllung des Sackes liegt,
- ein zumindest zeitweiliges Befinden der Austrittsöffnung des Befüllorgans über dem
Befüllgutspiegel (38) während der Phase (P2)
- wobei die Wägezellen (26) zumindest während einer zweiten Phase (PM), die zumindest Teile der ersten Phase (PU) umfasst, Messsignale liefern,
- und dass diese Signale von der Steuereinrichtung zur Kontrolle und/oder Regelung
des Abfüllvorganges genutzt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abfüllgeschwindigkeit des Füllgutes in der Phase (P
2) niedriger ist als in der Phase (P
U).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuervorrichtung die Signale, die die Wägezellen (26) insbesondere während der
zweiten Phase (PM) liefern, einer Filterung unterzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei der Filterung höherfrequenter Signale beseitigt werden.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest während einer dritten Zeitspanne (PR), die zumindest Teile der zweiten Zeitspanne (PM) umfasst, eine Relativbewegung (vR) zwischen Sack- (8) und Dosierorgan (2) stattfindet.
5. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Relativbewegung (vR) zumindest zeitweise eine gleichförmige Bewegung ist.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung die Messwerte der Wägezellen (26) zumindest auf eine oder lediglich
auf eine der folgenden Weisen nutzt:
- als Messwerte zur Überwachung beziehungsweise Regelung des Gewichts (g).
- als Messwerte der Gewichtszunahme (g/t) zur Erkennung eines Fehlers im Abfüllprozess,
- als erste Ableitung der Gewichtszunahme nach der Zeit (g/t2).
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung die Relativbewegung zwischen Sack (8) und Dosierorgan (2) und
die Befüllung folgendermaßen steuert:
- der Abstand zwischen der Mündung (31) des Befüllorgans (2) und dem Sackboden (39)
wird auf einen Mindestabstand (AM) eingestellt,
- die Sackbefüllung beginnt, wobei Befüllgut durch die Mündung (31) des Befüllorgans
(2) in den Sack (8) strömt,
- der Befüllgutspiegel steigt, wobei entweder keine Steigerung des Abstandes zwischen
der Mündung (31) und dem Sackboden (39) durch eine Relativbewegung vorgenommen wird
oder diese Relativbewegung langsamer ist als die Geschwindigkeit (vF), mit der der Füllgutpegel (38) steigt,
- ein Beginn oder eine Steigerung der Geschwindigkeit (vR) der Relativbewegung, zu einem Zeitpunkt nachdem der Füllgutpegel (38) über der Mündung
(31) liegt.
8. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Beginn oder die Steigerung der Geschwindigkeit der Relativbewegung (vR) vorgenommen
wird, nachdem der Füllgutstand (38) über der Mündung (31) liegt, wenn ein Sollabstand
(ASoll) zwischen der Mündung (31) und dem Füllgutstand (38) erreicht ist.
9. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Erreichen des Sollabstandes (A
Soll) mit einem der folgenden Verfahren verifiziert wird:
- einer Gewichtsmessung (g) durch die Auswertung von Wägezellensignalen
- einer Messung der Abfüllgeschwindigkeit (g/t)
- eine Messung mit einem optischen Sensor
- eine volumetrische Messung
10. Verfahren nach einem der drei vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Geschwindigkeit (vR) der Relativbewegung und die Geschwindigkeit (vF), mit der der Füllgutstand (38) steigt, einander angeglichen werden.
1. Method for producing a bag, filling the latter with pulverulent or granular contents
and closing said bag, in which at least the following measures occur:
- a bag (8) is filled using a filling element (2),
- there is relative movement between the filling element and the bag while the bag
is being filled,
- parts of the filling element (2) at least occasionally dip below the contents level
(38) during a first phase (PU) while the bag is being filled,
- the outlet opening of the filling element is at least occasionally above the contents
level (38) during the phase (P2),
- the load cells (26) providing measurement signals at least during a second phase
(PM) which comprises at least parts of the first phase (PU),
- and these signals being used by the control device to control and/or regulate the
filling operation,
characterized in that
the filling speed of the contents is lower in the phase (P
2) than in the phase (P
U)
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the control apparatus filters the signals provided by the load cells (26), in particular
during the second phase (PM).
3. Method according to Claim 2,
characterized in that
higher frequency signals are removed during filtering.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that
a relative movement (vR) takes place between the bag (8) and the metering element (2) at least during a third
period of time (PR) which comprises at least parts of the second period of time (PM).
5. Method according to the preceding claim, characterized in that
the relative movement (vR) is at least occasionally a uniform movement.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the control device uses the measured values from the load cells (26) at least in one
of the following ways or only in one of the following ways:
- as measured values for monitoring or regulating the weight (g),
- as measured values of the weight gain (g/t) for detecting an error in the filling
process,
- as a first derivative of the weight gain after the time (g/t2).
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the control device controls the relative movement between the bag (8) and the metering
element (2) and the filling operation as follows:
- the distance between the mouth (31) of the filling element (2) and the bottom (39)
of the bag is set to a minimum distance (AM),
- the bag filling operation begins, contents flowing into the bag (8) through the
mouth (31) of the filling element (2),
- the contents level rises, either the distance between the mouth (31) and the bottom
(39) of the bag not being increased by a relative movement or this relative movement
being slower than the speed (vF) at which the contents level (38) rises,
- the relative movement begins or the speed (vR) of the relative movement is increased at a point in time after the contents level
(38) is above the mouth (31).
8. Method according to the preceding claim, characterized in that the relative movement begins or the speed (vR) of the relative movement is increased after the contents level (38) is above the
mouth (31) if a desired distance (ASoll) between the mouth (31) and the contents level (38) has been reached.
9. Method according to the preceding claim,
characterized in that the reaching of the desired distance (A
Soll) is verified using one of the following methods:
- a weight measurement (g) by evaluating load cell signals,
- a measurement of the filling speed (g/t),
- a measurement using an optical sensor,
- a volumetric measurement.
10. Method according to one of the three preceding claims,
characterized in that
the speed (vR) of the relative movement and the speed (vF) at which the contents level (38) rises are matched to one another.
1. Procédé de fabrication, de remplissage avec un matériau de remplissage poussiéreux
ou granuleux et de fermeture d'un sac, dans lequel au moins les mesures suivantes
ont lieu:
- le remplissage d'un sac (8) avec un organe de remplissage (2),
- le mouvement relatif entre l'organe de remplissage et le sac pendant le remplissage
du sac,
- une plongée au moins temporaire de parties de l'organe de remplissage (2) sous le
niveau du matériau de remplissage (38) pendant une première phase (Pu) qui se situe pendant le remplissage du sac,
- une situation au moins temporaire de l'ouverture de sortie de l'organe de remplissage
au-dessus du niveau de matériau de remplissage (38) pendant la phase (P2)
- où les cellules de pesée (26) fournissent des signaux de mesure au moins pendant
une deuxième phase (PM) qui comprend au moins des parties de la première phase (Pu),
- et en ce que ces signaux sont utilisés par l'installation de commande pour commander
et/ou réguler l'opération de remplissage,
caractérisé en ce que
la vitesse de remplissage du matériau de remplissage dans la phase (P
2) est plus basse que dans la phase (P
u).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de commande soumet les signaux provenant des cellules de pesée (26)
en particulier durant la deuxième phase (PM), à une filtration.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
lors de la filtration, des signaux d'une fréquence plus élevée sont éliminés.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins pendant un troisième laps de temps (PR), qui comprend au moins des parties du deuxième laps de temps (PM), un mouvement relatif (VR) a lieu entre le sac (8) et l'organe de dosage (2).
5. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
le mouvement relatif (VR) est au moins temporairement un mouvement régulier.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'installation de commande utilise les valeurs de mesure des cellules de pesée (26)
au moins selon l'une des ou uniquement une des manières suivantes:
- comme valeurs de mesure pour la surveillance respectivement la régulation du poids
(g),
- comme valeurs de mesure de l'augmentation du poids (g/t) pour détecter une erreur
dans le processus de remplissage,
- comme première déduction de l'augmentation du poids après le temps (g/t2).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'installation de commande commande le mouvement
relatif entre le sac (8) et l'organe de dosage (2) et le remplissage de la manière
suivante:
- l'écart entre l'embouchure (31) de l'organe de remplissage (2) et le fond de sac
(39) est réglé à un écart minimum (AM),
- le remplissage de sac commence, où le matériau de remplissage s'écoule à travers
l'embouchure (31) de l'organe de remplissage (2) dans le sac (8),
- le niveau de matériau de remplissage augmente, ou soit n'est pas exécutée une augmentation
de l'écart entre l'embouchure (31) et le fond de sac (39) par un mouvement relatif,
soit ce mouvement relatif est plus lent que la vitesse (VF) selon laquelle le niveau de matériau de remplissage (38) augmente,
- un début ou une augmentation de la vitesse (VR) du mouvement relatif, à un instant après que le niveau de matériau de remplissage
(38) se situe au-dessus de l'embouchure (31).
8. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que
le début ou l'augmentation de la vitesse du mouvement relatif (VR) est exécuté après que le niveau de matériau de remplissage (38) se situe au-dessus
de l'embouchure (31) lorsqu'un écart de consigne (Aconsigne) entre l'embouchure (31) et le niveau de matériau de remplissage (38) est atteint.
9. Procédé selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
l'atteinte de l'écart de consigne (A
consigne) est vérifiée au moyen d'un des procédés suivants:
- une mesure de poids (g) par l'évaluation de signaux des cellules de pesée
- une mesure de la vitesse de remplissage (g/t)
- une mesure avec un capteur optique
- une mesure volumétrique.
10. Procédé selon l'une des trois revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la vitesse (VR) du mouvement relatif et la vitesse (VF), selon laquelle le niveau du matériau de remplissage (38) augmente, sont accordées
l'une à l'autre.