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(11) |
EP 2 140 469 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.06.2013 Patentblatt 2013/23 |
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Anmeldetag: 14.02.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/051769 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/116698 (02.10.2008 Gazette 2008/40) |
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SCHMELZSICHERUNG ZUR UNTERBRECHUNG EINES SPANNUNGS- UND/ODER STROMFÜHRENDEN LEITERS
IM THERMISCHEN FEHLERFALL UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG DER SCHMELZSICHERUNG
FUSE FOR INTERRUPTING A VOLTAGE AND/OR CURRENT-CARRYING CONDUCTOR IN CASE OF A THERMAL
FAULT AND METHOD FOR PRODUCING THE FUSE
FUSIBLE DESTINÉ À INTERROMPRE UN CONDUCTEUR CONDUISANT UNE TENSION ET/OU UN COURANT
EN CAS D'INCIDENT THERMIQUE ET PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UN FUSIBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
26.03.2007 DE 102007014332 09.01.2008 DE 102008003659
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.01.2010 Patentblatt 2010/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- KNAB, Norbert
77767 Appenweier (DE)
- SCHULZE-ICKING-KONERT, Georg
77830 Buehlertal (DE)
- MOHR, Thomas
77830 Buehlertal (DE)
- KOTTHAUS, Stefan
76547 Sinzheim (DE)
- HABERL, Nikolas
76547 Sinzheim (DE)
- STAMPFER, Stefan
74321 Bietigheim-Bissingen (DE)
- MUELLER, Michael
71277 Rutesheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 1 588 425 US-A- 3 168 632
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JP-A- 11 073 869 US-A- 3 386 063
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schmelzsicherung zur Unterbrechung eines spannungs- und/oder
stromführenden Leiters im thermischen Fehlerfall und ein Verfahren zur Herstellung
der Schmelzsicherung nach der Gattung der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
[0002] Oftmals bieten insbesondere Vorrichtungen mit einer sehr hohen Strombelastung keine
Möglichkeit, die entsprechenden Steuer- und/oder Leistungselektroniken in einem thermischen
Fehlerfall, d.h. zum Beispiel bei durch mittel- oder niederohmigen Schlüssen hervorgerufenen,
sehr hohen Umgebungstemperaturen von deutlich über 100°C, von der Energieversorgung
zu trennen. Doch gerade in Kraftfahrzeugen sind entsprechende Temperatursicherungen
zur Vermeidung thermischer Zerstörungen notwendig.
[0003] Aus der
US 6 737 770 B2 ist beispielsweise bekannt, mittels einer Schmelzsicherung die Wicklung eines bürstenlosen
Motors von der Energieversorgung zu trennen. Ein Ende der Schmelzsicherung ist dabei
angelötet, so dass bei Überschreiten einer bestimmten Grenztemperatur der mechanisch
vorgespannte Teil der Sicherung zu einer Auftrennung der Lötverbindung führt.
[0004] In der
EP 1 120 888 A1 ist ein Wärmesicherungsmechanismus offenbart, der thermisch an den Kühlkörper eines
Leistungsschalters angekoppelt ist und die Energieversorgung eines bürstenlosen Motors
von der Wicklung abtrennt. Wie bei der
US 6 737 770 B2, so ist auch hier ein Ende der Sicherung angelötet. Bei Überschreiten einer bestimmten
Grenztemperatur führt somit der mechanisch vorgespannte Teil der Sicherung zu einer
Auftrennung der Lötverbindung. Eine entsprechende Schmelzsicherung ist zudem aus der
WO 00/08665 bekannt.
[0005] Die
DE 39 09 302 A1 zeigt eine Schmelzsicherung, bei der durch Aufschmelzen zweier elektrisch gut leitender
Legierungen eine neue Legierung mit einem hohen elektrischen Widerstand entsteht,
die ein Weiterfließen von hohen Strömen verhindert.
[0007] Nachteilig bei den genannten Sicherungen ist beispielsweise die beschränkte Lebensdauer
infolge einer mechanisch permanent belasteten Lötstelle. Weiterhin können sich ungenügend
hohe Toleranzen aufgrund eines gleichzeitigen Temperatur- und Stromeinflusses ergeben.
Eine zufriedenstellende und sichere Anwendung insbesondere für den Automotive-Bereich
ist daher nicht grundsätzlich gegeben.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Die Erfindung betrifft eine Schmelzsicherung zur Unterbrechung eines spannungs- und/oder
stromführenden Leiters im thermischen Fehlerfall mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der Schmelzpunkt des Leiterstegs ist dabei so gewählt, dass einerseits im ordnungsgemäßen
Betrieb ein Schmelzen des Leiterstegs ausgeschlossen werden kann, während das Schmelzen
andererseits im thermischen Fehlerfall sichergestellt ist. Insbesondere für Elektromotoren
mit oder ohne Elektronik wird somit bei unzulässig hohen Temperaturen zum Beispiel
aufgrund von Ausfällen von Bauelementen oder Kurzschlüssen infolge von Fremdeinwirkungen
oder Fehlfunktionen von Isolationswerkstoffen ein sicherer und zuverlässiger Abschaltpfad
gewährleistet, der im Wesentlichen von der Temperatur und nicht vom Strom abhängt.
Auf diese Weise ist auch ein Auslösen bei Störungen möglich, die nur zu kleinen Strömen
unterhalb der zulässigen Maximalströme führen. Zudem kann eine mechanische Vorspannung
der Schmelzsicherung vermieden werden, so dass diese keiner zusätzlichen Belastung
ausgesetzt ist, was gegenüber den Schmelzsicherungen nach dem Stand der Technik zu
einer deutlich höheren Lebensdauer führt.
[0009] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Schmelzsicherung
mit den Merkmalen des Anspruchs 9. In vorteilhafter Weise kann die Schmelzsicherung
somit unabhängig von der späteren Anwendung hergestellt werden.
[0010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den abhängigen Ansprüchen
angegebenen Merkmale sowie aus der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung.
[0011] Es ist vorgesehen, dass zumindest ein Ende des Leiterstegs von einem Halteelement
der Schmelzsicherung gehalten ist, wobei das Haltelement einen ersten Teil zum Halten
des Leiterstegs und einen zweiten Teil zur Verbindung des Halteelements mit einem
Stanzgitter, einer Leiterplatte oder dergleichen aufweist. Auf diese Weise kann die
Schmelzsicherung sehr einfach in unterschiedliche Anwendungen integriert werden.
[0012] Der erste Teil des Halteelements ist in vorteilhafter Weise als ein einseitig offener
Hohlkörper ausgebildet. Der Leitersteg wird im Innern des Hohlkörpers von einem Lot
gehalten, wobei der Schmelzpunkt des Lotes unterhalb desjenigen des Leiterstegs und
oberhalb der maximal zulässigen Temperatur für den ordnungsgemäßen Betrieb liegt.
[0013] Um eine noch bessere Fixierung des Leiterstegs am Halteelement zu erreichen, weist
der Hohlkörper an seinem äußeren Umfang zumindest eine Erhebung auf, die einen Angriffspunkt
für eine mechanische Verformung des Hohlkörpers zum Halten des Leiterstegs darstellt.
Alternativ kann der erste Teil aber auch als eine stumpfe Anlagefläche ausgebildet
sein.
[0014] Der erste Teil und der zweite Teil des Halteelements sind vorteilhaft einstückig
ausgeführt. Es ist aber auch möglich, dass die beiden Teile miteinander verschweißt
oder vernietet sind. Um eine gute und möglichst einfache Verbindung zum Stanzgitter
oder zu der Leiterplatte zu ermöglichen, ist der zweite Teil des Halteelements steg-,
draht- oder bandförmig ausgestaltet. In diesem Zusammenhang ist es zudem möglich,
dass der zweite Teil zum Zwecke einer Zugentlastung gegenüber der Vorzugsrichtung
des Leiterstegs abgewinkelt ist. Zudem kann das Halteelement auch integraler Bestandteil
des Stanzgitters sein.
[0015] Der Leitersteg besteht in besonders vorteilhafter Weise aus einem Metall oder einer
elektrisch gut leitenden Legierung, insbesondere einer Weichlotlegierung wie Sn, SnAG,
SnAgCu oder dergleichen. Durch einen ausreichend großen Querschnitt, eine ausreichend
gute thermische Anbindung an die Umgebung sowie einen ausreichend niedrigen spezifischen
Widerstand des Leiterstegs wird zudem gewährleistet, dass sich dieser auch bei maximal
zulässigen Strom nur gering gegenüber der Umgebung erwärmt. Darüber hinaus wird ein
verbessertes, d.h. sichereres Schmelzverhalten in Verbindung mit der Oberflächenspannung
erreicht, wenn der Leitersteg eine Flussmittel-Seele aufweist. Günstig ist es auch,
wenn die Seele des Leiterstegs ein Aktivator-Medium, das insbesondere aus Karbonsäure
oder einem Salz der Karbonsäure besteht, Karbonsäure oder ein Salz der Karbonsäure
enthält oder eine Mischung aus Karbonsäure und einem Harz oder einem Salz der Karbonsäure
und einem Harz enthält. Hierdurch ist eine deutliche Erhöhung der Aktivierungstemperatur
für eine solche Schmelzsicherung gegenüber einer Schmelzsicherung auf der Basis von
kolophoniumhaltigen Medien als Flussmittel möglich. Durch die Verwendung der Aktivator-Medien
als Flussmittel anstatt der Verwendung von Kolophonium kann auf diese Weise der thermische
Anwendungsbereich einer solchen Schmelzsicherung erweitert werden.
[0016] Alternativ zu einer Flussmittelseele kann der Leitersteg auch eine Flussmittel-Umhüllung
aufweisen, die eine Karbonsäure oder ein Salz einer Karbonsäure enthält. Insbesondere
kann die Flussmittel-Umhüllung durch eine Lackschicht ausgebildet sein. Dies bietet
den Vorteil, dass die Flussmittelschicht nach der Lötung des Leiterstegs an ein Halteelement
von außen auf die Schmelzsicherung aufgetragen werden kann, was einerseits herstellungstechnisch
sehr einfach ist und andererseits kein transientes Löten erforderlich macht, bei dem
evtl. das Flussmittel beim Einlöten des Leiterstegs in die Halteelemente flüssig wird
und die Sicherung vorzeitig auslöst.
[0017] Bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung der Schmelzsicherung sind
in vorteilhafter Weise die folgenden Schritte vorgesehen:
- ein Lot wird in oder an dem ersten Teil des Halteelements derart verbracht, dass ein
Boden und/oder eine Innenwand des ersten Teils mit dem Lot benetzt wird,
- das Halteelement und/oder der Leitersteg werden auf einen Temperaturwert zwischen
dem Schmelzpunkt des Lotes und dem Schmelzpunkt des Leiterstegs erhitzt,
- der Leitersteg wird an oder in den ersten Teil des Halteelements derart an- bzw. eingebracht,
dass der Leitersteg mit dem Lot in Berührung kommt und
- die Schmelzsicherung wird derart abgekühlt, dass das Lot erstarrt.
[0018] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Hohlkörper vor oder nach dem Aufheizen mechanisch
verformt wird. Alternativ kann das Aufheizen auch erst nach dem Einführen des Leiterstegs
in den Hohlkörper erfolgen. Darüber hinaus ist es in vorteilhafter Weise möglich,
das Aufheizen durch einen Wärmeimpuls zu erzielen, der an dem zweiten Teil des Halteelements,
an der Erhebung des Hohlkörpers oder an dem Leitersteg eingeprägt wird. Alternativ
kann der Wärmeimpuls aber auch berührungslos per Laser oder Infrarotlicht eingeprägt
werden. Dabei muss die Dauer des Wärmeimpulses derart gewählt sein, dass der Leitersteg
lediglich im Innern des Hohlkörpers, insbesondere im Bereich eines Bodens oder der
Erhebungen des Hohlkörpers, sicher schmilzt. Ein Schmelzen außerhalb des Hohlkörpers
durch einen zu lang andauernden Wärmeimpuls gilt es dagegen zu vermeiden. In diesem
Zusammenhang kann ein Anspritzen des Leiterstegs außerhalb des Hohlkörpers des Halteelements
mit einer Kühlflüssigkeit, ein Eintauchen des Leiterstegs in die Kühlflüssigkeit oder
ein mechanisches Anklemmen an eine thermische Masse vorteilhaft sein, wobei als thermische
Masse beispielsweise die Klemmbacken eines Haltewerkzeugs dienen. Ist der zweite Teil
des Halteelements bandförmig ausgestaltet, so kann auch das weitere Bandmaterial als
thermische Masse dienen, sofern das Einprägen des Wärmeimpulses vor dem Freistanzen
des zweiten Teils erfolgt.
[0019] Entsprechend den vorherigen Ausführungen des Leiterstegs mit einer Flussmittel-Umhüllung
kann auch in dem Verfahren ein Schritt des Aufbringens eines Flussmittels oder Aktivators
auf den Leitersteg vorgesehen sein, wobei das Flussmittel in dieser Ausführungsform
beispielsweise einen Lackfilm um den Leitersteg ausgebildet. Dies bietet insbesondere
bei der Verwendung von einem Leitersteg ohne innere Flussmittelseele den Vorteil,
dass in diesem Fall ein deutlich einfacheres und zuverlässigeres Herstellungsverfahren
für die Herstellung der Schmelzsicherung eingesetzt werden kann.
[0020] Um die korrekte Herstellung der Schmelzsicherung zu überprüfen, kann das Verfahren
auch einen Schritt des Überprüfens der Verbindung zwischen dem ersten Teil des Halteelementes
und dem kraft- und/oder formschlüssig an- oder eingebrachten Leitersteg vorgesehen
sein, wobei das Überprüfen in vorteilhafter Weise optisch und/oder automatisch erfolgen
kann. Dabei kann auch ein Prüfkopf verwendet werden, der beweglich angeordnet ist,
um einen zu prüfenden Bereich in dem ersten Teil des Halteelementes zu erfassen. Hierdurch
wird die Möglichkeit geboten, durch die Weiterverwendung von vorhandenen Einrichtungen
für die Kontrolle der Herstellung einer Leiterplatte bzw. deren Bestückung auch die
korrekte Herstellung und damit auch die fehlerfreie Funktionsweise der hergestellten
Schmelzsicherung zu gewährleisten, ohne dass für diese Prüfung ein erheblicher apparativer
Mehraufwand notwendig wäre. Speziell kann beim Schritt des Überprüfens ein Ergebnis
zur Bestätigung einer fehlerfreien Lötung geliefert wird, wenn bei der Verbindung
zwischen dem ersten Teil des Halteelements und dem kraft- und/oder formschlüssig eingebrachten
Leitersteg ein Lötmeniskus erkannt wird. Eine solche Funktionskontrolle lässt sich
durch die vorgeschlagene Verwendung des Prüfkopfes und die Auswertung des Reflexionsmusters
der Lötstelle einfach und kostengünstig realisieren.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 9 beispielhaft erläutert,
wobei gleiche Bezugszeichen in den Figuren auf gleiche Bestandteile mit einer gleichen
Funktionsweise hindeuten. Die Figuren der Zeichnung, deren Beschreibung sowie die
Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Ein Fachmann wird diese Merkmale
auch einzeln betrachten und zu weiteren sinnvollen Kombinationen zusammenfassen. Insbesondere
wird ein Fachmann auch die Merkmale aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zu
weiteren sinnvollen Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen:
F ig. 1: ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung,
F ig. 2: ein erstes Ausführungsbeispiel eines Halteelements der erfindungsgemäßen
Schmelzsicherung,
F ig. 3: ein zweites Ausführungsbeispiel des Halteelements der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung,
F ig. 4: ein drittes und ein viertes Ausführungsbeispiel des Halteelements der erfindungsgemäßen
Schmelzsicherung,
F ig. 5A und 5B: ein fünftes und sechstes Ausführungsbeispiel des Halteelements der
erfindungsgemäßen Schmelzsicherung, bei der zur Sicherung der Qualität der Lötverbindung
zwischen dem Halteelement und dem Leitersteg ein Lötmeniskus untersucht wird,
F ig. 6A und 6B: Abbildungen von Lötbändern mit kolophoniumhaltiger Seele sowie Diagramme,
die die termperatur- und zeitabhängige Verformung des Lotbandes wiedergeben,
F ig. 7: einen exemplarischen Aufbau einer Schmelzsicherung mit Flussmittel- oder
Aktivatorseele in einer Querschnittsansicht und einer Aufsichtsdarstellung,
F ig. 8: Abbildungen, die eine Vorgehensweise bei dem Aufbringen eines Flussmittel-
bzw. Aktivatorlacks gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigen,
und
F ig. 9: Abbildungen, die Anwendungsmöglichkeiten des in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiels
der Erfindung zeigen.
Beschreibung von Ausführungsformen
[0022] In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung 10
zur Unterbrechung eines spannungs- und/oder stromführenden Leiters 12 im thermischen
Fehlerfall dargestellt. Die Schmelzsicherung 10 besteht aus einem Leitersteg 14, der
im ordnungsgemäßen Betrieb eine elektrisch leitende Verbindung des spannungs- und/oder
stromführenden Leiters 12 beispielsweise zur Versorgung eines Elektromotors oder einer
Steuerungs- bzw. Leistungselektronik gewährleistet, sowie aus zwei vorzugsweise identischen
Halteelementen 16 zum Halten des Leitersstegs 14 an seinen beiden Enden und zur elektrischen
Kontaktierung des Leiterstegs 14 an den spannungs- und/oder stromführenden Leiter
12.
[0023] Der Leitersteg 14 ist aus einem Metall oder einer elektrisch gut leitenden Legierung,
insbesondere einer Weichlotlegierung wie Zinn (Sn), Zinn-Silber (SnAg), Zinn-Silber-Kupfer
(SnAgCu) oder dergleichen, gefertigt. Dabei sind sein Querschnitt, seine thermische
Anbindung an die Umgebung sowie sein spezifischer Widerstand derart gewählt, dass
sich der Leitersteg 14 auch bei einem maximal zulässigen Strom nur unwesentlich gegenüber
der Umgebung erwärmt. Diese Forderung wird beispielsweise durch einen barrenförmigen
Leitersteg 14 mit einem sehr geringen spezifischen Widerstand erfüllt. Der Schmelzpunkt
des Leiterstegs 14 ist darüber hinaus derart gewählt, dass einerseits im ordnungsgemäßen
Betrieb ein Schmelzen sicher ausgeschlossen werden kann, während dieses andererseits
im thermischen Fehlerfall, d.h. bei Temperaturerhöhungen aufgrund von Betriebsstörungen
wie zum Beispiel Ausfälle von elektronischen Bauteilen, Fehlfunktionen der Isolationswerkstoffe,
mittel- oder niederohmige Schlüsse durch Fremdeinwirkungen oder dergleichen, in Verbindung
mit der Oberflächenspannung des Leiterstegs 14 sichergestellt ist, um den Strompfad
zwischen den beiden Halteelementen 16 zu unterbrechen. Ein sicheres Schmelzen des
Leiterstegs 14 lässt sich zudem dadurch erreichen, dass dieser zusätzlich eine Flussmittel-Seele
18 aufweist, wobei das zu verwendende Flussmittel dem Fachmann bekannt ist und hier
nicht näher spezifiziert werden soll. Ein geeignetes Flussmittel zeichnet sich jedoch
insbesondere dadurch aus, dass es im ordnungsgemäßen Betrieb nicht korrosiv wirkt
und darüber hinaus nicht oder nur in sehr geringem Maße altert.
[0024] Jedes Halteelement 16 besteht aus einem ersten Teil 20 zum Halten des Leiterstegs
14 und einem zweiten Teil 22 zur Verbindung des Halteelements 16 mit dem spannungs-
und/oder stromführenden Leiter 12, der beispielsweise als Stanzgitterbahn eines Stanzgitters,
als Leiterbahn einer Leiterplatte, als Kabel oder dergleichen ausgebildet sein kann.
Der erste Teil 20 ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß der Figuren 1 und 2 als ein
einseitig offener Hohlkörper 24 in Gestalt eines Bechers ausgebildet, in dessen Innern
26 der Leitersteg 14 durch ein Lot 28 im Sinne eines Formschlusses gehalten wird.
Dabei ist das Lot 28 derart gewählt, dass sein Schmelzpunkt unterhalb desjenigen des
Leiterstegs 14 und oberhalb der maximal zulässigen Temperatur für den ordnungsgemäßen
Betrieb liegt.
[0025] Figur 2 zeigt das Halteelement 16 aus Figur 1 in einer etwas vergrößerten Darstellung.
Zu erkennen ist, dass im Wesentlichen ein Boden 30 des Hohlkörpers 24 durch das Lot
28 überzogen ist. Ergänzend können auch die seitlichen Innenwände 32 (im Falle eines
eckigen Querschnitts des Leiterstegs 14) oder die seitliche Innenfläche 34 (im Falle
eines runden oder ovalen Querschnitts des Leiterstegs 14) des Hohlkörpers 24 mit dem
Lot 28 überzogen sein, um ein verbessertes Halten des Leiterstegs 14 zu ermöglichen.
[0026] Der zweite Teil 22 des Halteelements 16 ist zur Verbindung mit dem spannungs- und/oder
stromführenden Leiter 12 steg-, draht- oder bandförmig ausgebildet, je nachdem, ob
es sich bei dem spannungs- und/oder stromführenden Leiter 12 um eine Stanzgitterbahn,
ein Kabel oder eine Leiterbahn handelt. In vorteilhafter Weise sind der erste Teil
20 und der zweite Teil 22 des Halteelements 16 einstückig ausgeführt. Es ist aber
auch denkbar, dass die beiden Teile 20 und 22 miteinander verschweißt oder vernietet
sind. Um eine verbesserte Zugentlastung der Schmelzsicherung 10 zu gewährleisten,
kann der insbesondere drahtförmig ausgebildete, zweite Teil 22 auch abgewinkelt sein.
Dies ist jedoch nicht in den Figuren gezeigt.
[0027] Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Halteelements 16 der erfindungsgemäßen
Schmelzsicherung 10. Dabei sind an dem äußeren Umfang des als Hohlkörper 24 ausgebildeten
ersten Teils 20 des Halteelements 16 Erhebungen 36 angebracht, die einen Angriffspunkt
für eine mechanische Verformung des Hohlkörpers 24 nach dem Einbringen des Leiterstegs
14 zu dessen verbesserter, kraftschlüssiger Fixierung darstellen.
[0028] In Figur 4 sind ein drittes und ein viertes Ausführungsbeispiel des Halteelements
16 zu erkennen. Während gemäß Figur 4a der erste Teil 20 des Halteelements 16 als
stumpfe Anlagefläche 38 ausgebildet ist, zeigt Figur 4b eine zusätzliche Abschrägung
40 des als Hohlkörper 24 ausgeführten ersten Teils 20. Die teilweise Überlappung des
Leiterstegs 14 durch den abgeschrägten Hohlkörper 24 hat den Vorteil, dass sich auf
diese Weise die Qualität der Lötung im Innern 26 des Hohlkörpers 24 besser beurteilen
lässt. Eine entsprechende Beurteilung ist alternativ auch mittels mindestens eines
an dem Hohlkörper 24 angebrachten Schlitzes - hier nicht gezeigt - möglich.
[0029] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Schmelzsicherung 10 erfolgt nun derart, dass
der Leitersteg 14 an oder in den ersten Teil 20 des Halteelements 16 kraft- und/oder
formschlüssig an- bzw. eingebracht wird. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass zunächst
das Lot 28 in oder an dem ersten Teil 20 des Halteelements 16 verbracht wird. Dabei
wird die Anlagefläche 38 bzw. der Boden 30 und/oder eine Innenwand 32 bzw. -fläche
34 des ersten Teils 20 mit dem im Vergleich zum Leitersteg 14 bei geringerer Temperatur
schmelzenden Lot 28 benetzt. Mittels einer geeigneten Vorrichtung werden anschließend
das Haltelement 16 und/oder der Leitersteg 14 auf einen Temperaturwert zwischen dem
Schmelzpunkt des Lotes 28 und dem Schmelzpunkt des Leiterstegs 14 aufgeheizt. Während
das Lot 28 flüssig ist, wird der Leitersteg 14 derart in oder an dem ersten Teil 20
des Halteelements 16 ein- bzw. angebracht, dass der Leitersteg 14 mit dem Lot 28 in
Berührung kommt. Schließlich erfolgt die Abkühlung der Schmelzsicherung 10 und damit
die formschlüssige Verbindung des Leiterstegs 14 mit dem Halteelement 16 beispielsweise
durch ein Anspritzen des Leiterstegs 14 außerhalb des ersten Teils 20 mit einer Kühlflüssigkeit.
Alternativ kann der Leitersteg 14 auch in die Kühlflüssigkeit eingetaucht werden,
oder es erfolgt ein mechanisches Anklemmen an eine thermische Masse, beispielsweise
an die Klemmbacken eines Haltewerkzeugs. Ist der zweite Teil 22 des Halteelements
16 bandförmig ausgestaltet, so kann auch das weitere Bandmaterial als thermische Masse
dienen.
[0030] Ist der erste Teil 20 des Halteelements 16 als Hohlkörper 24 ausgestaltet, so kann
ergänzend vor oder nach dem Aufheizen durch eine mechanische Verformung als Prägevorgang
mittels der Erhebungen 36 eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Halteelement
16 und dem Leitersteg 14 erzielt werden.
[0031] Das Aufheizen erfolgt durch einen Wärmeimpuls, der an dem zweiten Teil 22 des Halteelements
16, an der Erhebung 36 des Hohlkörpers 24 oder an dem Leitersteg 14 eingeprägt wird.
Alternativ ist auch ein berührungsloses Aufheizen per Laser, Infrarotlicht oder dergleichen
möglich. Dabei muss die Dauer des Wärmeimpulses derart gewählt sein, dass der Leitersteg
14 lediglich im Innern 26 des Hohlkörpers 24, insbesondere im Bereich des Bodens 30
oder der Erhebungen 36 des Hohlkörpers 24, sicher schmilzt. Ein Schmelzen außerhalb
des Hohlkörpers 24 durch einen zu lang andauernden Wärmeimpuls gilt es dagegen unter
Zuhilfenahme der bereits beschriebenen Kühlverfahren zu vermeiden. In der Regel kann
hierauf jedoch verzichtet werden, da der Wärmeimpuls sehr exakt applizierbar ist.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass das Aufheizen alternativ auch erst nach
dem Einführen des Leiterstegs 14 in den Hohlkörper 24 erfolgen kann.
[0032] Weiterhin sollte auch die Qualität der gebildeten bzw. terminierten Schmelzsicherung
untersucht werden. Für eine terminierte Schmelzsicherung ist die Lötung zwischen dem
Schmelzkörper und der Terminierung, d.h. dem Halteelement, für die Funktion und die
Zuverlässigkeit essentiell. Die offene Geometrie der hier vorgestellten Terminierung
(plan oder U-förmig) erlaubt eine AOI (AOI = automated optical inspection = automatische
optische Inspektion), wie sie auch bei der Leiterplattenbestückung einsetzbar ist.
Bei der hier vorgeschlagenen Methode wird der Lötmeniskus analysiert, der sich nur
bei korrekter Lötung ausbildet. In Figur 5A ist eine solche Untersuchung bei einem
Halteelement 16 mit stumpfer Anlagefläche 38 dargestellt. Hierbei wird die optische
Untersuchungseinheit 50, die auch für die Untersuchung der korrekten Bestückung der
Leiterplatte eingesetzt werden kann, zur Kontrolle des Lötmeniskus zwischen dem Halteelement
16 und dem Leitersteg 14 verwendet. Dies bietet eine sehr kostengünstige und einfache
Möglichkeit für die Überprüfung des Lötmeniskus und damit auch für die Überprüfung
der Funktion der Schmelzsicherung. In Figur 5B ist die Überprüfung eines Lötmeniskus
für den Fall dargestellt, dass ein becherförmiges Halteelement 16 verwendet wird.
Zur Überprüfung wird dann die optische Untersuchungseinheit 50 derart geschwenkt,
so dass sie einen Lötmeniskusbereich 52 erfassen kann, der im Innenraum 26 des Halteelements
16 liegt. Dies stellt jedoch für gängige optische Untersuchungseinheiten, die zur
Inspektion der Leiterplattenbestückung verwendet werden, kein Problem dar, so dass
auch in diesem Fall eine kostengünstige und einfache Möglichkeit zur Überprüfung des
Lötmeniskus möglich ist.
[0033] Vorstehend wurden Thermosicherungen mit innenliegender Flussmittelseele beschrieben.
Bekannte Thermosicherungen auf der Basis von Schmelzbrücken zeichnen sich dagegen
durch ein auf die Schmelzbrücke aufgetragenes Flussmittel aus. Das Flussmittel bei
einer solchen Schmelzsicherung basiert dabei auf Kolophonium, welches bei ca. 100°C
flüssig wird und bei 140°C einen hohen Dampfdruck erzeugt, was zu einer schnellen
Verdampfung führt. Aus diesem Grund sind die handelsüblichen Schmelzbrücken stets
von einer Keramikhülse umgeben, die den Verlust und ein Altern des Flussmittels verhindern
soll. Diese Keramikhülle vergrößert jedoch die Bauform, steigert die Eigenerwärmung
und Heizleistung (wegen der langen Anschlüsse) und erhöht die Herstellungskosten.
Bei Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass eine kolophoniumhaltige Flussmittelseele
bereits ab Temperaturen von etwa 120°C durch ihren Dampfdruck zu einer mechanischen
Deformation der Schmelzbrücke führt. Figur 6 zeigt diesen Zusammenhang detaillierter.
In Teilfigur 6A sind zwei Lotbänder mit kolophoniumhaltiger Seele abgebildet, die
für die weiteren Untersuchungen verwendet wurden. Im oberen Diagramm aus Teilfigur
6B ist die Temperaturabhängigkeit einer Verformung der Lotbänder nach 30 Minuten in
Form einer Dickenzunahme in den mm dargestellt. Im unteren Diagramm aus Teilfigur
6B ist die Zeitabhängigkeit der Verformung der Lotbänder bei 170°C als Dicke in mm
dargestellt. Insbesondere aus dem oberen Diagramm der Teilfigur 6B ist erkennbar,
dass ab einer Temperatur von etwa 130°C eine deutliche Dickenzunahme und damit Verformung
der Lotbänder mit kolophoniumhaltiger Seele auftritt. Aus diesem Grund sollte darauf
geachtet werden, dass für eine innenliegende Flussmittelseele nur Substanzen zum Einsatz
kommen, die folgende Eigenschaften aufweisen:
- unter Luftabschluss vernachlässigbare Alterung bei der maximalen Betriebstemperatur
Tmax;
- idealerweise Schmelzpunkt > Tmax (was zu keiner Aktivierung oder Verformung durch Schmelzen führt); und
- vernachlässigbarer Dampfdruck bei Tmax (was zu keiner Verformung durch Dampfdruck führt), wobei Tmax diejenige Temperatur bezeichnet, bei der die Schmelzsicherung gerade noch nicht auslöst.
[0034] Vielversprechende Kandidaten finden sich in der Klasse der organischen Karbonsäuren
(oder deren Salzen), die Schmelztemperaturen im Bereich von bis > 170°C aufweisen.
Solche Materialien lassen damit den Bau von Schmelzsicherungen zu, die erst bei einer
Umgebungstemperatur von 170°C auslösen, was eine deutlich höhere Auslösetemperatur
für Schmelzsicherungen gegenüber den bekannten Schmelzsicherungen darstellt. Alleine
oder mit Harzen gemischt können diese organischen Karbonsäuren als Alternative zu
kolophoniumbasierten Flussmitteln zum Einsatz kommen. In Reinform werden Karbonsäuren
dabei nicht als Flussmittel, sondern als "Aktivator" bezeichnet. Für die oben genannte
Anwendung als Flussmittel bzw. dessen Ersatz kann reine Karbonsäure oder ein synthetisches
Flussmittel aus Aktivator und Harz verwendet werden. In letzterem Fall sollte auch
das verwendete Harz die vorstehend angegebenen Eigenschaften aufweisen.
[0035] Figur 7 stellt einen exemplarischen Aufbau einer solchen Schmelzsicherung mit Flussmittel-
oder Aktivatorseele in einer Querschnittsansicht (obere Darstellung) und einer Aufsicht
(untere Darstellung) dar, wobei aus der Darstellung erkennbar ist, dass im Inneren
der Schmelzsicherung das Aktivator- bzw. Flussmittelmedium 18 eingeschlossen ist.
[0036] Alternativ zu einer Schmelzsicherung mit der vorstehend beschriebenen innenliegenden
Flussmittelseele könnte man die Schmelzbrücke auch mit einem hochschmelzenden Flussmittel-
bzw. Aktivatorlack äußerlich beschichten. Hierzu wird die aktive Substanz, zum Beispiel
eine Karbonsäure, mit einem Bindemittel zu einem Lack vermischt, der äußerlich zu
applizieren ist. Figur 8 zeigte die Verfahrensweise zur Herstellung einer solchen
Thermosicherung mit äußerlich appliziertem Flussmittel- oder Aktivatorlack. In einem
ersten Schritt 1 erfolgt ein Anpressen und Aufheizen des Leiterstegs 14 an die Halteelemente
16 (beispielsweise in einem Reflow-Verfahren). In einem zweiten Schritt 2 erfolgt
ein Abkühlen des erhitzten Leiterstegs 14, wodurch sich die Lötverbindung mit dem
Lötmeniskus zwischen dem Leitersteg 14 sowie den Halteelementen 16 ausbildet. In einem
dritten Schritt 3 erfolgt die Applikation des sog. "Flux-Lacks" 70 auf die im zweiten
Schritt hergestellte Lötverbindung, um die Schmelzbrücke mit dem hochschmelzenden
Flussmittel- bzw. Aktivatorlack zu beschichten. Zur Einstellung des Schmelzpunktes
des aufgetragen Lacks kann die Zusammensetzung für die beschriebene Anwendung noch
optimiert werden einer, beispielsweise durch eine Variation des Verhältnisses von
Karbonsäure zu Bindemittel. Statt der Karbonsäure können auch andere geeignete Materialien
wie beispielsweise Salze der Karbonsäure verwendet werden. Gegenüber den existierenden
Sicherungen kann in dieser Ausführungsform die schützende Keramikhülle entfallen,
insbesondere, wenn die Eigenschaften des Flussmittel- bzw. Aktivatorlacks die folgenden
Anforderungen erfüllen:
- Alterungsbeständigkeit bei der maximalen Betriebstemperatur an Luft (gegebenenfalls
mit Salzbelastung)
- nicht bzw. schlecht wasserlöslich
- Schmelzpunkt > Tmax
- vernachlässigbarer Dampfdruck bei Tmax (wodurch keine Verluste durch Verdampfung auftreten)
- Haftung ausreichend für Temperaturwechsel- und Schwingungsbelastung
[0037] Gegenüber einer innenliegenden Flussmittelseele entfiele die Notwendigkeit eines
transienten Lötprozesses wie er in Figur 8 dargestellt ist. Aus denselben Grund wäre
der mögliche Einsatzbereich einer Thermosicherung mit äußerlich appliziertem Flussmittel
auch deutlich größer als der einer Sicherung mit Flussmittelseele während letztere
weder im Herstellungs- noch im Bestückprozess über ihre Schmelztemperatur erhitzt
werden darf, entfällt diese Notwendigkeit bei nachträglicher Applikation des Flussmittels.
Hierdurch könnte die Sicherung mit einem Standardlötprozess auch auf einem PCB oder
einem Stanzgitter bestückt werden. Figur 9 zeigt exemplarisch verschiedene Möglichkeiten
des Aufbringens des Flussmittel- bzw. Aktivatorlacks. In der oberen Darstellung aus
Figur 9 ist die vorstehend beschriebene Weise des Einlötens des Lotformkörpers an
die Halteelemente mit Hilfe der Lötpaste dargestellt. In den unteren beiden Abbildungen
aus Figur 9 wird die Erstellung der Thermosicherung mit äußerlich appliziertem Flussmittel-
oder Aktivatorlack auf einem Stanzgitter 91 bzw. einem PCB 92 (PCB = printed circuit
board = bedruckte Leiterplatte) dargestellt.
1. Schmelzsicherung (10) zur Unterbrechung eines spännungs- und/oder stromführenden Leiters
(12) im thermischen Fehlerfall, mit einem Leitersteg (14), der im ordnungsgemäßen
Betrieb eine elektrisch leitende Verbindung des spannungs- und/oder stromführenden
Leiters (12) gewährleistet, wobei der Leitersteg (14) bei einer Temperaturerhöhung
über seinen Schmelzpunkt hinweg schmilzt und die elektrisch leitende Verbindung des
spannungs- und/oder stromführenden Leiters (12) infolge seiner eigenen Oberflächenspannung
unterbricht und wobei zumindest ein Ende des Leiterstegs (14) von einem Halteelement
(16) gehalten ist, das einen ersten Teil (20) zum Halten des Leiterstegs (14) und
einen zweiten Teil (22) zur Verbindung des Halteelements (16) mit dem spannungs- und/oder
stromführenden Leiter (12) eines Stanzgitters, einer Leiterplatte oder dergleichen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (20) als ein einseitig offener Hohlkörper (24) ausgebildet ist und
der Leitersteg (14) im Innern (26) des Hohlkörpers (24) von einem Lot (28) gehalten
ist, wobei der Schmelzpunkt des Lotes (28) unterhalb desjenigen des Leiterstegs (14)
und oberhalb der maximal zulässigen Temperatur für den ordnungsgemäßen Betrieb liegt.
2. Schmelzsicherung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (24) eine zusärzliche Abschrägung (40) und/oder mindestens einen Schlitz
aufweist.
3. Schmelzsicherung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (24) an seinem äußeren Umfang zumindest eine Erhebung (36) aufweist,
die einen Angriffspunkt für eine mechanische Verformung des Hohlkörpers (24) zum Halten
des Leiterstegs (14) darstellt.
4. Schmelzsicherung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (20) als eine stumpfe Anlagefläche (38) ausgebildet ist.
5. Schmelzsicherung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (20) und der zweite Teil (22) des Halteelements (16) miteinander verschweißt
oder vernietet sind.
6. Schmelzsicherung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (22) des Halteelements (16) gegenüber der Vorzugsrichtung des Leiterstegs
(14) abgewinkelt ist.
7. Schmelzsicherung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das flalteelement (16) integraler Bestandteil eines Stanzgitters ist.
8. Schmelzsicherung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterstegs (14) eine Flussmittel-Umhüllung aufweist, die eine Karbonsäure oder
ein Salz einer Karbonsäure enthält und durch eine Lackschicht gebildet ist.
9. Verfahren zur Herstellung einer Schmelzsicherung (10) mit einem Halteelement (16)
und einem Leiterstegs (14) zur Unterbrechung eines spannungs- und/oder stromführenden
Leiters (12) im thermischen Fehlerfall, wobei das Halteelement (16) einen ersten (20)
und einen zweiten Teil (22) aufweist, wobei der zweite Teil (22) zur Verbindung des
Halteelements (16) mit dem spannungs- und/oder stromführenden Leiter (12) dient und
der Leiterstegs (14) an oder in den ersten Teil (20) des Halteelements (16) kraft-
und/oder formschlüssig an- bzw. eingebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Lot (28) in oder an dem ersten Teil (20) des Halteelements (16) derart verbracht
wird, dass ein Boden (30, 38) und/oder eine Innenwand (32, 34) des ersten Teils (20)
mit dem Lot (28) benetzt wird,
- das Halteelement (16) und/oder der Leitersteg (14) auf einen Temperaturwert zwischen
dem Schmelzpunkt des Lotes (28) und dem Schmelzpunkt des Leiterstegs (19) erhitzt
werden,
- der Leitersteg (14) an oder in dcn ersten Teil (20) des Halteelements (16) derart
an bzw. eingebracht wird, dass der Leitersteg (14) mit dem Lot (28) in Berührung kommt
und
- die Schmelzsicherung (10) derart abgekühlt wird, dass das Lot (28) erstarrt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Teil (20) des Halteelements (16) als ein einseitig offener Hohlkörper
(24) ausgebildet ist, der vor oder nach dem Aufheizen mechanisch verformt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufheizen durch einen Wärmeimpuls erfolgt, der an dem zweiten Teil (22) des Halteelements
(16), an einer Erhebung (36) des Hohlkörpers (24) oder an dem Leiterstegs (14) eingeprägt
wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufheizen durch einen Wärmeimpuls erfolgt, der berührungslos per Laser, Infrarotlicht
oder dergleichen eingeprägt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufheizen erst nach dem Einführen des Leiterstegs (14) in den Hohlkörper (24)
erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner einen Schritt des Aufbringens eines Flussmiltels oder Aktivators
auf den Leitersteg (14) umfasst, wobei auf dem Leitersteg (14) ein Lackfilm ausgebildet
wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner einen Schritt des optischen Überprüfens der Verbindung zwischen
dem ersten Teil (20) des Halteelementes (16) und dem kraft und/oder formschlüssig
an- oder eingebrachten Leitersteg (14) umfasst.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Überprüfen automatisch erfolgt.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Überprüfen mit einem Prüfkopf (50) erfolgt, der beweglich angeordnet ist, um
einen zu prüfenden Bereich (52) in dem ersten Teil (20) des Halteelementes (16) zu
erfassen.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schritt des Überprüfens ein Ergebnis zur Bestätigung einer fehlerfreien Lötung
geliefert wird, wenn bei der Verbindung zwischen dem dem ersten Teil (20) des Halteelements
(16) und dem kraft- und/oder formschlüssig eingebrachten Leitersteg (14) ein Lötmeniskus
erkannt wird.
1. Fuse (10) for interrupting a voltage- and/or current-carrying conductor (12) in the
case of a thermal fault, comprising a conductor bar (14), which ensures an electrically
conductive connection of the voltage- and/or current-carrying conductor (12) during
correct operation, wherein, when there is an increase in temperature above its melting
point, the conductor bar (14) melts and interrupts the electrically conductive connection
of the voltage- and/or current-carrying conductor (12) as a result of its inherent
surface tension, and wherein at least one end of the conductor bar (14) is held by
a holding element (16), which has a first part (20) for holding the conductor bar
(14) and a second part (22) for connecting the holding element (16) to the voltage-
and/or current-carrying conductor (12) of a leadframe, a printed circuit board or
the like, characterized in that the first part (20) is formed as a hollow body (24) that is open on one side and
the conductor bar (14) is held in the interior (26) of the hollow body (24) by a solder
(28), wherein the melting point of the solder (28) lies below that of the conductor
bar (14) and above the maximum admissible temperature for correct operation.
2. Fuse (10) according to Claim 1, characterized in that the hollow body (24) has an additional bevel (40) and/or at least one slot.
3. Fuse (10) according to Claim 1, characterized in that the hollow body (24) has on its outer circumference at least one elevation (36),
which represents a point of force application for a mechanical deformation of the
hollow body (24) for holding the conductor bar (14).
4. Fuse (10) according to Claim 1, characterized in that the first part (20) is formed as a butt-contact surface (38).
5. Fuse (10) according to Claim 4, characterized in that the first part (20) and the second part (22) of the holding element (16) are welded
or riveted to each other.
6. Fuse (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the second part (22) of the holding element (16) is angled away with respect to the
preferential direction of the conductor bar (14).
7. Fuse (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the holding element (16) is an integral part of a leadframe.
8. Fuse (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the conductor bar (14) comprises a flux envelope which contains a carboxylic acid
or a salt of a carboxylic acid and is formed by a lacquer coating.
9. Method for producing a fuse (10) comprising a holding element (16) and a conductor
bar (14) for interrupting a voltage- and/or current-carrying conductor (12) in the
case of a thermal fault, wherein the holding element (16) has a first part (20) and
a second part (22), wherein the second part (22) serves for connecting the holding
element (16) to the voltage- and/or current-carrying conductor (12) and the conductor
bar (14) is attached to or introduced into the first part (20) of the holding element
(16) with force-fitting and/or form-fitting engagement,
characterized in that
- a solder (28) is brought into or onto the first part (20) of the holding element
(16) in such a way that a base (30, 38) and/or an inner wall (32, 34) of the first
part (20) is wetted with the solder (28),
- the holding element (16) and/or the conductor bar (14) is/are heated to a temperature
value between the melting point of the solder (28) and the melting point of the conductor
bar (14),
- the conductor bar (14) is attached to or introduced into the first part (20) of
the holding element (16) in such a way that the conductor bar (14) comes into contact
with the solder (28) and
- the fuse (10) is cooled down in such a way that the solder (28) solidifies.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the first part (20) of the holding element (16) is formed as a hollow body (24) that
is open on one side, which is mechanically deformed before or after being heated up.
11. Method according to either of the preceding Claims 9 and 10, characterized in that the heating up is performed by a pulse of heat that is imposed on the second part
(22) of the holding element (16), on an elevation (36) of the hollow body (24) or
on the conductor bar (14).
12. Method according to either of the preceding Claims 9 and 10, characterized in that the heating up is performed by a pulse of heat that is imposed contactlessly by a
laser, infrared light or the like.
13. Method according to either of the preceding Claims 9 and 10, characterized in that the heating up is only performed after the conductor bar (14) has been introduced
into the hollow body (24).
14. Method according to one of the preceding Claims 9 to 13, characterized in that the method also comprises a step of applying a flux or activator to the conductor
bar (14), wherein a lacquer film is formed on the conductor bar (14).
15. Method according to one of the preceding Claims 9 to 14, characterized in that the method also comprises a step of optically inspecting the connection between the
first part (20) of the holding element (16) and the conductor bar (14) attached or
introduced with force-fitting and/or form-fitting engagement.
16. Method according to Claim 15, characterized in that the inspection is performed automatically.
17. Method according to either of the preceding Claims 15 and 16, characterized in that inspection is performed with a probe (50), which is movably arranged, in order to
scan a region (52) to be tested in the first part (20) of the holding element (16).
18. Method according to one of the preceding Claims 15 to 17, characterized in that, in the inspection step, a result to confirm flawless soldering is provided if a
solder meniscus is detected in the connection between the first part (20) of the holding
element (16) and the conductor bar (14) introduced with force-fitting and/or form-fitting
engagement.
1. Protection fusible (10) destinée à couper un conducteur (12) conduisant une tension
et/ou un courant en cas de défaut thermique,
la protection présentant une nervure conductrice (14) qui, en fonctionnement correct,
garantit une liaison électriquement conductrice avec le conducteur (12) conduisant
une tension et/ou un courant,
la nervure conductrice (14) fondant au-delà de son point de fusion en cas d'augmentation
de température et interrompant la liaison électriquement conductrice du conducteur
(12) conduisant une tension et/ou un courant suite à sa propre tension superficielle,
au moins une extrémité de la nervure conductrice (14) étant maintenue par un élément
de maintien (16) qui présente une première partie (20) qui maintient la nervure conductrice
(14) et une deuxième partie (22) qui relie l'élément de maintien (16) au conducteur
(12) conduisant une tension et/ou un courant d'une trame estampée, d'une carte de
circuit ou similaire, caractérisée en ce que
la première partie (20) est configurée comme corps creux (24) ouvert d'un côté,
en ce que la nervure conductrice (14) est maintenue à l'intérieur (26) du corps creux (24)
par une brasure (28) et
en ce que le point de fusion de la brasure (28) est situé en dessous de celui de la nervure
conductrice (14) et au-dessus de la température maximale admissible en fonctionnement
correct.
2. Protection fusible (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps (24) présente de plus un chanfrein (40) et/ou au moins une fente.
3. Protection fusible (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps creux (24) présente à sa périphérie extérieure au moins un rehaussement
(36) qui constitue un point d'engagement avec une déformation mécanique du corps creux
(24) qui retient la nervure conductrice (14).
4. Protection fusible (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première partie (20) est configurée sous la forme d'une surface d'appui bout-à-bout
(38).
5. Protection fusible (10) selon la revendication 4, caractérisée en ce que la première partie (20) et la deuxième partie (22) de l'élément de maintien (16)
sont soudées ou rivetées l'une sur l'autre.
6. Protection fusible (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième partie (22) de l'élément de maintien (16) est coudée par rapport à l'orientation
préférentielle de la nervure conductrice (14).
7. Protection fusible (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de maintien (16) fait partie intégrante d'une grille estampée.
8. Protection fusible (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la nervure conductrice (14) présente une enveloppe en agent fondant qui contient
un acide carboxylique ou un sel d'acide carboxylique et qui est formée par une couche
de vernis.
9. Procédé de fabrication d'une protection fusible (10) qui présente un élément de maintien
(16) et une nervure conductrice (14) destinée à couper un conducteur (12) conduisant
une tension et/ou un courant en cas de défaut thermique,
l'élément de maintien (16) présentant une première partie (20) et une deuxième partie
(22),
la deuxième partie (22) servant à relier l'élément de maintien (16) au conducteur
(12) conduisant une tension et/ou un courant et
la nervure conductrice (14) étant placée en correspondance mécanique et/ou en correspondance
géométrique sur ou dans la première partie (20) de l'élément de maintien (16),
caractérisé en ce que
une brasure (28) est réalisée dans ou sur la première partie (20) de l'élément de
maintien (16) de telle sorte que le fond (30, 38) et/ou la paroi intérieure (32, 34)
de la première partie (20) soient mouillés par la brasure (28),
en ce que l'élément de maintien (16) et/ou la nervure conductrice (14) sont chauffés à une
température dont la valeur est comprise entre le point de fusion de la brasure (28)
et le point de fusion de la nervure conductrice (14),
en ce que la nervure conductrice (14) est placée sur ou dans la première partie (20) de l'élément
de maintien (16) de telle sorte que la nervure conductrice (14) entre en contact avec
la brasure (28) et
en ce que la protection fusible (10) est refroidie de telle sorte que la brasure (28) se solidifie.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la première partie (20) de l'élément de maintien (16) est configurée comme corps
creux (24) ouvert d'un côté qui est déformé mécaniquement avant ou après le chauffage.
11. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 10 qui précèdent, caractérisé en ce que le chauffage s'effectue par une impulsion thermique qui est appliquée sur la deuxième
partie (22) de l'élément de maintien (16), sur un rehaussement (36) du corps creux
(24) ou sur la nervure conductrice (14).
12. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 10 qui précèdent, caractérisé en ce que le chauffage s'effectue par une impulsion thermique qui est appliquée sans contact
par laser, par lumière infrarouge ou similaires.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 10 qui précèdent, caractérisé en ce que le chauffage n'a lieu qu'après l'insertion de la nervure conductrice (14) dans le
corps creux (24).
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le procédé comporte en outre une étape qui consiste à appliquer un agent fondant
ou un activateur sur la nervure conductrice (14), un film de vernis étant formé sur
la nervure conductrice (14).
15. Procédé selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce que le procédé comporte en outre une étape qui consiste à vérifier visuellement la liaison
entre la première partie (20) de l'élément de maintien (16) et la nervure conductrice
(14) placée en correspondance mécanique et/ou en correspondance géométrique.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que la vérification s'effectue de manière automatique.
17. Procédé selon l'une des revendications 15 ou 16, caractérisé en ce que la vérification s'effectue à l'aide d'une tête de vérification (50) disposée de manière
à pouvoir se déplacer pour saisir une partie (52) qui doit être vérifiée sur la première
partie (20) de l'élément de maintien (16).
18. Procédé selon l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce que lors de l'étape de vérification, le résultat de la constatation qu'une brasure est
sans défaut est délivré si un ménisque de brasure est détecté lors de la liaison entre
la première partie (20) de l'élément de maintien (16) et la nervure conductrice (14)
placée en correspondance mécanique et/ou en correspondance géométrique.
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