Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schleifaggregat mit versetzbaren Schleifmitteln zur Bearbeitung
von Werkstücken aus Holz, Holzverbundwerkstoffen, Kunststoffen, Metallen und ähnlichen
Materialien. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Schleifen eines Werkstücks
mit Hilfe des erfindungsgemäßen Schleifaggregats.
Stand der Technik
[0002] Eine gattungsgemäße Schleifmaschine ist beispielsweise aus der europäischen Patentschrift
mit der Nummer
EP 1 530 509 B1 bekannt. Dabei weist die Schleifmaschine Schwingantriebsmittel, nämlich eine Exzenterwelle
und einen Elektromotor zum Versetzten von Schleifmitteln in eine schwingende Schleifbewegung
auf. Die Schleifmaschine der
EP 1 530 509 B1 kennzeichnet sich dadurch, dass die Aktivierungsvorrichtung zur Aufnahme des Schleifmittels
eine Vielzahl von Lamellen aufweist, so dass wechselweise verschiedene Bereiche des
Schleifmittels unabhängig von der schwingenden Schleifbewegung aktiviert werden.
[0003] Dabei ist die Schleifmaschine der
EP 1 530 509 B1 als Bandschleifer ausgeführt, so dass die Aktivierungseinrichtung das sich beim Durchlaufen
des Werkstück bewegende Schleifband anhand einer zweifach überlagerten Bewegung massierend
über das Werkstück bewegt. Die zweifach überlagerte Bewegung setzt sich aus einer
doppelten Orbitalbewegung zusammen.
[0004] Als weiterer Stand der Technik ist die
EP 1 586 417 A2 bekannt. In diesem Dokument wird eine Eigenabsaugeinrichtung offenbart, die keine
am Schleifteller angeschlossene Absaugvorrichtung benötigt.
Inhalt der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schleifaggregat bereitzustellen, mit dessen Hilfe
ein verbessertes Schleifbild mit äußerst geringen optisch erkennbaren Schleifspuren
erzeugt werden kann, und bspw. auch zusammengesetzte Werkstücke mit jeweils verschiedenen
Oberflächenausgestaltungen, wie insbesondere der Faserrichtung bei Holzwerkstoffen,
so bearbeitet werden können, dass diese ein einheitliches Bild ergeben.
[0006] Diese Aufgabe wird mit Hilfe des Schleifaggregats einer Schleifmaschine gemäß Anspruch
1 sowie einem Verfahren nach Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Schleifaggregat mit versetzbarem Schleifmittel bereitgestellt,
welches die folgenden Elemente aufweist: zumindest ein translatorisches Antriebsmittel,
das eingerichtet ist, das Schleifmittel translatorisch zu bewegen, und zumindest einen
Exzenter, der eingerichtet ist, das Schleifmittel drehend zu bewegen. Das erfindungsgemäße
Schleifaggregat kennzeichnet sich dadurch, dass es weiter eine Absaugeinrichtung aufweist,
welche Abfallprodukte der Bearbeitung, wie z. B. Späne, durch das Schleifmittel hindurch
absaugt.
[0008] Diese Absaugung durch das Schleifmittel hindurch wird auch als interne Absaugung
bezeichnet, bei der das Schleifmittel als sogenanntes luft- und staubdurchlässiges
Schleifmittel ausgebildet ist. Mit Hilfe der internen Absaugung ist es möglich, das
Schleifmittel während des Schleifens direkt zu reinigen. Die oszillierende Bewegung
des Schleifmittels trägt dabei dazu bei, dass sich die Schleif-Abfallprodukte nicht
im Schleifmittel festsetzten können. Dieser Synergieeffekt erhöht die Lebensdauer
des Schleifmittels in hohem Maße und hat den Vorteil, dass eine externe Absaugung
nicht oder nur in bestimmten Fällen nötig ist.
[0009] Der durch den Schleifprozess entstandene Schleifstaub wird durch ein luft- und staubdurchlässiges
Schleifmittel abgesaugt. Dabei ist das luft- und staubdurchlässige Schleifmittel sowohl
für den Einsatz bei einem Bandschleifer denkbar, oder aber, wie im Rahmen dieser Erfindung
bevorzugt, bei einem Schleifaggregat mit sogenannter Schleifzunge, also einem fixierten
Schleifmittel.
[0010] Neben des bereits angesprochenen Aspekts der Absaugung stellt die doppelt überlagerte
Bewegung des Schleifmittels sicher, durch Verwischen der Schleifbilder der bearbeiteten
Werkstücke diesen ein hervorragendes optisches Aussehen zu verleihen. Das hat beispielsweise
bei Holzrahmen, die aus mehreren einzelnen Elementen zusammengesetzt sind, den Vorteil,
dass ein Schliff quer zur Maserung nicht mehr erkennbar ist. So können auch aus mehreren
Elementen zusammengesetzte Werkstücke derart geschliffen werden, dass sich dem Betrachter
ein einheitliches Bild der bearbeiteten Oberfläche zeigt. Die Erfindung ist jedoch
nicht auf den Werkstoff Holz beschränkt. Auch Holzverbundwerkstoffe, Kunststoffe oder
Metalle können mit der erfindungsgemäßen Einrichtung sowie dem erfindungsgemäßen Verfahren
bearbeitet werden. Die Elemente zur Anregung der einzelnen Bewegungen können jeweils
unabhängig gesteuert werden, wodurch alle Parameter, wie Geschwindigkeit und Amplitude,
unabhängig voneinander eingestellt werden können. Weiter sind alle Elemente zur Anregung
der einzelnen Bewegungen unabhängig voneinander zu- oder abschaltbar.
[0011] Das Schleifmittel kann im Rahmen der Erfindung auf unterschiedliche Art und Weise
ausgestaltet sein. Als besonders vorteilhaft hinsichtlich Absaugung, Lebensdauer und
Schleifergebnis hat es sich jedoch erwiesen, wenn das Schleifmittel zumindest abschnittsweise
eine poröse und/oder netzartige Struktur aufweist.
[0012] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass das Schleifmittel
eine dem Werkstück zugewandte Schleiffläche aufweist, und dass die Absaugeinrichtung
der der Schleiffläche gegenüber liegenden Fläche des Schleifmittels zugewandt ist.
Hierdurch ergibt sich eine besonders effiziente Absaugung des Schleifmittels, was
ebenfalls zu einer erhöhten Lebensdauer und einem guten Schleifergebnis beiträgt.
[0013] Darüber hinaus ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Schleifaggregat
einen Schleifmittelhalter zum Halten und Andrücken des Schleifmittels an ein Werkstück
aufweist, der eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen definiert, die der Absaugeinrichtung
zugewandt sind. Der Schleifmittelhalter integriert somit vorteilhaft zwei Funktionen,
nämlich einerseits das Halten und Andrücken des Schleifmittels, und andererseits das
gezielte Anlegen der Absaugeinrichtung an das Schleifmittel. Hierdurch lässt sich
nicht nur die Anzahl der Bauteile verringern und somit die Konstruktion vereinfachen,
sondern es ergeben sich auch besonders vorteilhafte Strömungsverhältnisse, die zu
einer effizienten Absaugung beitragen.
[0014] Um dabei die Anzahl der bei einem Schleifmittelwechsel auszutauschenden Teile gering
zu halten, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Schleifmittel
lösbar an dem Schleifmittelhalter angebracht ist, insbesondere mittels einer Klettverbindung.
Hierdurch kann der Schleifmittelwechsel bei Bedarf zügig und mit geringem Aufwand
durchgeführt werden, ohne dass Abstriche bei der Effizienz der Absaugung oder dem
Schleifergebnis gemacht werden müssten.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Schleifaggregat mindestens
ein das Schleifmittel haltendes Schwingmodul auf, das eingerichtet ist, das Schleifmittel
in eine Schwingbewegung zu versetzen. Somit wird das Schleifmittel gemäß dieser Ausführungsform
mit Hilfe dreier voneinander unabhängiger Bewegungen gegenüber dem sich entlang des
Schleifmittels bewegenden Werkstücks angeregt, weshalb sich das Schleifaggregat dieser
Ausführungsform dazu eignet, ein zusätzliches Verwischen bzw. Vereinheitlichen der
Schleifbilder der bearbeiteten Werkstücke zu gewährleisten.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des mit einem Schwingmodul ausgestatteten
Schleifaggregats kennzeichnet sich dadurch, dass das Schwingmodul in sich in einem
Frequenzbereich von bevorzugt 30-100Hz schwingend bewegt wird. Eine derart schwingende
Bewegung hilft dabei, das gewünschte Schleifergebnis zu erreichen. Weiter können die
Schleif-Abfallprodukte wie Späne und Staub wieder vom Schleifmittel gelöst werden
bzw. können sich nicht am Schleifmittel festsetzen.
[0017] Bevorzugt ist das Schleifaggregat weiter dadurch gekennzeichnet, dass das Schwingmodul
ein Ober- und ein Unterteil aufweist, welche gegeneinander bewegt werden können. Durch
diese Bewegung gegeneinander kann die Bewegung des Schwingmoduls in sich realisiert
werden, wodurch der Gesamtschwerpunkt des Schwingmoduls im Wesentlichen gleich bleibt.
[0018] Weiter ist es bevorzugt, dass am Unterteil des Schwingmoduls zumindest ein Schleifmittel
angebracht ist. Dieses Schleifmittel kommt nun mit einem zu bearbeitenden Werkstück
in Berührung. Die Anbringung selbst kann verschiedenartig durchgeführt werden, beispielsweise
durch Klemmen, Anschrauben oder Verwendung eines Haftmittels.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das mit einem Schwingmodul ausgestattete
Schleifaggregat dadurch gekennzeichnet, dass das Ober- und das Unterteil mittels Schwingmagneten
bewegt werden, welche Schwingmagneten bevorzugt in einem Winkel von im Wesentlichen
90° zueinander angeordnet sind. Die Verwendung von Schwingmagneten stellt somit sicher,
dass die Schwingbewegung des Ober- und des Unterteils gegeneinander im angestrebten
Frequenzbereich durchgeführt werden kann. Dies führt zum gewünschten Schleifergebnis.
Durch die Anordnung der Schwingmagneten im Winkel von 90° zueinander kann folglich
eine Schwingbewegung erreicht werden, die ein besonderes Muster erzeugt.
[0020] Dabei ist es bevorzugt, die Schwingmagneten abwechselnd zueinander derart anzusteuern,
dass das Unterteil im Vergleich zum Oberteil in einer dreiecksähnlichen Form bewegt
wird. Weiter ist es bevorzugt vorgesehen, dass als Schwingmagneten zwei Schwingmagnetenpaare
zwischen dem Ober- und Unterteil vorgesehen sind. Diese beiden Schwingmagnetenpaare
können somit an jeweils einer Seite des sich längs erstreckenden Oberteils und entsprechend
des sich längs erstreckenden Unterteils vorgesehen sein. Auf diese Weise wird eine
stabile Schwingbewegung sichergestellt. Auch wird ein Kippen und Verkanten des das
Schleifmittel tragenden Unterteils effektiv und sicher verhindert.
[0021] Es sei jedoch betont, dass die Anordnung der Schwingmagneten zueinander im Winkel
von 90° nicht einschränkend für die vorliegende Erfindung ist. Eine Anordnung in einem
anderen Winkel lässt dabei entsprechend ein anderes Bewegungsmuster entstehen. Selbst
eine Anordnung der Schwingmagneten im Winkel von 180° ist denkbar, was eine im Wesentlichen
translatorische Bewegung bedingen würde.
[0022] Weiter ist es bevorzugt, dass der zumindest eine Exzenter eine drehende Bewegung
zwischen dem das Schleifmittel aufnehmenden Schwingmodul und einem Kassettenelement
durchführt. Vom Schleifmittel aus gesehen werden somit das Ober- und das Unterteil
und damit auch das Schleifmittel selbst in eine drehende Bewegung versetzt.
[0023] Weiter ist es bevorzugt, dass das Kassettenelement gegenüber einem festen Lagergehäuse
des Schleifaggregats mittels des translatorischen Antriebsmittels die translatorische
Bewegung durchführt. Die translatorische Bewegung des Kassettenelements, und damit
des Ober- und Unterteils und folglich auch des Schleifmittels, stellt somit eine Art
Grundschwingbewegung bereit.
[0024] Das mit einem Schwingmodul ausgestattete Schleifaggregat der vorliegenden Erfindung
zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass der Antrieb des zumindest einen Exzenters
mittels einer seitlich am Kassettenelement angebrachten Keilriemenscheibe über einen
Winkelantrieb erfolgt. Somit kann sichergestellt werden, dass die Anregung des Exzenters
trotz der zuvor erwähnten translatorischen Grundschwingung stets gewährleistet werden
kann. Dabei stellt die Übertragung über eine Keilriemenscheibe eine einfache und kostengünstige
Konstruktion dar. Wird nun das Kassettenelement, das Ober- und Unterteil und somit
auch das Schleifmittel gegenüber dem festen Lagergehäuse in eine translatorische Bewegung
versetzt, so kann die gewünschte Drehbewegung des Exzenters aufgrund der beweglichen
Keilriemenscheibe zu jeder Zeit sicher gestellt werden. Diese führt nämlich selbst
die vorgegebene translatorische Bewegung durch, jedoch kann die Antriebskraft weiterhin
übertragen werden.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das mit einem Schwingmodul ausgestattete
Schleifaggregat dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel das Kassettenelement
in einer translatorischen Richtung bewegt, wobei die translatorische Richtung quer
zu einer Werkstückförderrichtung sein kann.
[0026] Mit anderen Worten stellt sich das gewünschte Schleifergebnis gemäß dieser Ausführungsform
folgendermaßen ein: Das zu bearbeitende Werkstück wird gegenüber dem Schleifmittel
in einer bestimmten Richtung gefördert. Quer zu dieser Richtung wird das Schleifmittel
anhand des translatorischen Antriebsmittels bewegt. Diese translatorische Schleifbewegung
des translatorischen Antriebsmittels wird überlagert durch die Drehbewegung des Exzenters,
sowie der Schwingbewegung des Schwingmoduls. Somit führt das erfindungsgemäße Schleifaggregat
drei voneinander unabhängige Schleifbewegungen aus, wobei das Werkstück zusätzlich
in einer translatorischen Richtung zum Schleifmittel bewegt wird.
[0027] Weiter umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren nach Anspruch 13 zum Schleifen
von bevorzugt plattenförmigen Werkstücken, welches Verfahren die folgenden Schritte
aufweist: Einführen eines Werkstücks in einen Bearbeitungsbereich, so dass das Werkstück
mit einem Schleifmittel in Kontakt kommt, Bewegen des Schleifmittels mit zumindest
zwei voneinander unabhängigen Bewegungen, nämlich einer translatorischen und einer
drehenden Bewegung, Schleifen des Werkstücks mit dem derart bewegten Schleifmittel,
dabei: Absaugen der Abfallprodukte der Bearbeitung, wie Späne, durch das Schleifmittel
hindurch.
[0028] Durch dieses erfindungsgemäße Verfahren kann durch Überlagerung zweier Schleifbewegungen
dem bearbeiteten Werkstück ein hervorragendes optisches Aussehen bzw. eine sehr gute
Oberflächenstruktur verliehen werden. Dies gilt auch für Werkstücke, welche im unbearbeiteten
Zustand eine unregelmäßige Oberflächenstruktur aufweisen, oder für aus mehreren Elementen
zusammengesetzte Werkstücke. Das hervorragende Bearbeitungsergebnis wird weiter wesentlich
durch die Absaugung durch das Schleifmittel hindurch bestimmt, weil Bearbeitungsrückstände
direkt abgefördert werden können. Weiter hat das Absaugen durch das Schleifmittel
hindurch den Vorteil, dass die Standzeit des Schleifaggregats erhöht werden kann.
Mit anderen Worten kann das Schleifmittel länger genutzt werden, ohne gewechselt zu
werden. Dies führt folglich zur Verlängerung der Wartungsintervalle, und trägt damit
zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit einer Schleifmaschine bei.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst
das Bewegen des Schleifmittels weiter eine schwingende Bewegung, die eine dreiecksähnliche
Bewegung ist, wobei die Bewegung bevorzugt durch zumindest zwei im Wesentlichen in
90° zueinander ausgerichtete Schwingmagneten erzeugt wird, wobei die Schwingmagneten
wechselweise bevorzugt im Bereich von 30-100 Hz angeregt werden. Der die Ausrichtung
der Schwingmagneten zueinander beschreibende Winkel von 90° ist jedoch nicht als einschränkend
zu betrachten. Jeder andere Winkel ist im Rahmen der Erfindung denkbar und bedingt
entsprechend ein anderes Bewegungsmuster des Schleifmittels. Während Winkel von 0-180°
die dreiecksähnliche Bewegungsform ändern, ergibt ein Winkel von 180° bspw. eine translatorische
Bewegung.
[0030] Weiter zeichnet sich das Verfahren bevorzugter Weise dadurch aus, dass die Werkstücke
während des Schleifens gegenüber dem Schleifmittel in einer Richtung bevorzugt mittels
eines Förderbandes bewegt werden. Mit anderen Worten wird dadurch zum einen das Schleifmittel
mittels einer dreifach überlagerten Bewegung erregt, während das Werkstück im Durchlauf
am arbeitenden Schleifmittel vorbei bewegt wird. Somit ist das Verfahren auch für
hohe Stückzahlen geeignet und es kann ein hoher Durchsatz erreicht werden.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass alle Schleifbewegungen
im Wesentlichen in einer Ebene durchgeführt werden. Mit dieser Ebene ist diejenige
gemeint, in der das Schleifmittel auf den bevorzugt plattenförmigen zu bearbeitenden
Werkstücken angreift. Mit anderen Worten wird die Ebene durch die Oberfläche der zu
bearbeitenden Werkstücke bestimmt.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0032]
- Fig. 1
- zeigt das Schleifaggregat einer Schleifmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 2a-2c
- zeigen jeweils Seitenansichten bzw. eine Draufsicht des Schleifaggregats gemäß der
vorliegenden Erfindung. Dabei ist Fig. 2a eine Seitenansicht auf eine Längsseite des
Schleifaggregats, Fig. 2b eine Seitenansicht auf die Querseite eines Schleifaggregats,
und Fig. 2c eine Draufsicht des in Fig. 1 dargestellten Schleifaggregats.
- Fig. 3
- zeigt eine Auswahl bestimmter Elemente des erfindungsgemäßen Schleifaggregats ohne
das feststehende Lagergehäuse.
- Fig. 4
- zeigt das in Fig. 1 und 3 ebenfalls zu erkennende Schwingmodul der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 5
- entspricht dem in Fig. 1 dargestellten Schleifaggregat, wobei das Schleifaggregat
in dieser Ansicht von einer unteren Richtung her dargestellt ist.
- Fig. 6
- zeigt eine Schleifzunge, die bereits in Fig. 5 im eingebauten Zustand zu erkennen
ist.
- Fig. 7
- zeigt eine Schleifmaschine mit dem erfindungsgemäßen Schleifaggregat in einer perspektivischen
Ansicht.
- Fig. 8
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Schleifaggregats einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 9
- zeigt eine Schleifmaschine mit dem in Fig. 8 dargestellten Schleifaggregat.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0033] In Fig. 1 ist ein Schleifaggregat 10 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. Dieses Schleifaggregat kann auf
einer in dieser Ansicht nicht gezeigten Schleifmaschine angebracht sein, z.B. einer
Schleifmaschine 100 gemäß Fig. 7.
[0034] Dabei sind die wesentlichen Elemente des Schleifaggregats 10 das Lagergehäuse 1,
das Kassettenelement 2, sowie das sich aus einem Oberteil 3 und einem Unterteil 4
zusammensetzende Schwingmodul.
[0035] Das Lagergehäuse 1 wird gegenüber der Schleifmaschine unbeweglich angebracht. Es
weist, wie in Fig. 1 zu sehen, im Wesentlichen zwei Ständerelemente 11, 12 sowie ein
diese Ständerelemente verbindendes Trägerelement 13 auf. Das Kassettenelement 2 ist
lösbar am Trägerelement 13 angebracht. An derjenigen der Schleifmaschine zugewandten
Seite der jeweiligen Ständerelemente 11, 12 sind jeweils Anbringungsvorrichtungen
14a, 14b, 15a, 15b zu sehen. Diese Anbringvorrichtungen sind als Bohrungen ausgeführt,
so dass das Lagergehäuse 1 mittels Schraubverbindungen am Gestell einer Schleifmaschine
angebracht werden kann. Neben kraftschlüssigen Verbindungen sind auch formschlüssige
oder gar stoffschlüssige Verbindungen denkbar.
[0036] Weiter ist eine am Unterteil 4 angebrachte Absaugeinrichtung 5 zu erkennen, die einen
Absaugschlauch 5 und ein nicht näher gezeigtes Absaugaggregat aufweist. Der Absaugschlauch
5 ist am Lagergehäuse 1 vorbeigeführt und eingerichtet, beim Schleifvorgang entstehende
Abfallprodukte wie Späne oder Staub durch das Schleifmittel 8 hindurch wegzufördern.
Das in der vorliegenden Ausführungsform dargestellte Verfahren des Wegförderns der
Abfallprodukte durch das Schleifmittel 8 hindurch wird auch als interne Absaugung
bezeichnet. Dazu ist das Schleifmittel 8 als durchlässiges Schleifmittel, bevorzugt
als poröses Schleifmittel oder Schleifnetz ausgebildet, so dass die Späne bzw. der
Staub durch das Schleifmittel hindurch gelangen können bzw. kann. Das Schleifmittel
8 wiederum ist mit einer noch näher gezeigten Klettschicht versehen, um es auf einem
Schleifmittelhalter 6 zu fixieren.
[0037] Mit Hilfe der internen Absaugung ist es möglich, das Schleifmittel direkt während
des Schleifens zu reinigen. Dieser Vorgang erhöht die Lebensdauer des Schleifmittels
8 in hohem Maße und hat den Vorteil, dass eine externe Absaugung nicht oder nur in
bestimmten Fällen nötig ist. Dies wiederum spart Platz und führt unter Umständen zu
einem geringeren Energiebedarf. Der durch den Schleifprozess entstandene Schleifstaub
wird durch ein luft- und staubdurchlässiges Schleifmittel 8 abgesaugt. Das interne
Absaugen führt auch zu einer Verlängerung der Wartungsintervalle für das Aggregat.
[0038] Neben dem beschriebenen Aufbau des Schleifmittels 8 kann dieser aber auch andersartig
ausgeprägt sein, da dieses System Anwendung in allen Schleifaggregaten finden soll.
Denkbar ist es demnach auch bei endlosen Bändern, bei denen dann die Absaugung anders
gestaltet sein kann.
[0039] Beim Betrieb des erfindungsgemäßen Schleifaggregats 10 wird das in Fig. 3 dargestellte
Kassettenelement 2 gegenüber dem festen Lagergehäuse 1 mittels einer Antriebseinrichtung
(2') in eine translatorische Bewegung versetzt. Diese translatorische Bewegung des
Kassettenelements 2 gegenüber dem Lagergehäuse 1 findet im Wesentlichen entlang der
Y-Achse statt. Das Kassettenelement 2 selbst weist neben seinem Gehäuse eine Keilriemenscheibe
21 auf, welche an einer Seite des Gehäuses des Kassettenelements 2 vorgesehen ist.
Die Frequenz der translatorischen Bewegung kann stufenlos eingestellt werden.
[0040] Im Kassettenelement 2 ist weiter ein Winkelgetriebe vorgesehen. Somit kann mittels
eines Keilriemens die Keilriemenscheibe 21 angetrieben werden, sowie über das im Gehäuse
des Kassettenelements 2 vorgesehene Winkelgetriebe verschiedene Exzenterwellen.
[0041] Fig. 4 zeigt das am Element 2 vorgesehene Schwingmodul, welches Schwingmodul sich
aus einem Oberteil 3 und einem Unterteil 4 zusammensetzt. Das Oberteil 3 weist dabei
ein sich in Richtung der Y-Achse erstreckendes Tragelement 31 auf. An diesem Tragelement
ist eine erste Exzenterwelle 32 sowie eine zweite Exzenterwelle 33 vorgesehen.
[0042] Es sei an dieser Stelle betont, dass bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführung auch
mehr oder auch weniger Exzenterwellen 32, 33 zum drehenden Antreiben des Schwingmoduls
vorgesehen sein können. Entscheidend ist lediglich, dass das Schwingmodul gegenüber
dem Kassettenelement 2 eine kreisartige oder drehende Bewegung durchführt. Neben der
bevorzugt vorgesehenen Kreisbewegung ist selbstverständlich auch eine elliptische
Bewegung denkbar, um die vorteilhaften Eigenschaften und Ziele der vorliegenden Erfindung
zu erreichen. Die zuvor beschriebene Bewegung zwischen dem Kassettenelement 2 und
dem Schwingmodul 3, 4 wird als zweite Bewegung bezeichnet, welche also kreisartig
oder elliptisch ist. Die Geschwindigkeit der drehenden Bewegung kann stufenlos eingestellt
werden.
[0043] Das Unterteil 4 weist eine Trägerplatte 41 auf, die im Wesentlichen rechteckig ausgebildet
ist. Im Bereich der Ecken der Trägerplatte 41 sind insgesamt vier Verbindungsstifte
42 vorgesehen, um das Unterteil 4 mit dem Oberteil 3 zu verbinden. Wichtig ist dabei,
dass zwischen dem Ober- und Unterteil eine Bewegung in der X-Y-Ebene ermöglicht wird,
während in Z-Richtung keine Bewegung stattfindet. Somit kann sich das Schwingmodul
in sich bewegen, die Elemente Ober- und Unterteil also gegeneinander schwingend.
[0044] Die Bewegung wird mit Hilfe der Schwingmagnetenpaare 43a und 43b durchgeführt. Beide
Schwingmagnetenpaare 43a und 43b sind auf dem Unterteil 4 fest montiert. Mit einer
abwechselnden Erregung des jeweiligen Schwingmagnets wird somit eine Bewegung zwischen
dem Unterteil 4 und dem Oberteil 3 erzeugt. Im Betrieb können die Betriebsparameter
der Schwingmagneten unabhängig voneinander, und auch unabhängig von weiteren Elementen
zur Anregung des Schleifmittels eingestellt werden. Dies betrifft bei den Schwingmagneten
Frequenz und Amplitude. Auch können alle bereits erwähnten Anregungselemente unabhängig
voneinander zu- oder auch abgeschalten werden.
[0045] Fig. 5 zeigt im Wesentlichen das in Fig. 1 bereits dargestellte Schleifaggregat 10
in einer perspektivischen Ansicht, allerdings von einer unteren Richtung her betrachtet.
Dabei ist in der Detailansicht von Fig. 5 die Anbringung des Schleifmittelhalters
6 und des Schleifmittels 8 am Unterteil 4 detaillierter gezeigt. Der Schleifmittelhalter
6 ist als sogenannte Schleifzunge ausgebildet. Diese Schleifzunge 6 ist in Fig. 6
noch einmal gesondert dargestellt, und weist eine Vielzahl von Löchern 6a auf. Diese
Löcher 6a erstrecken sich in dieser dargestellten Ausführungsform in zwei parallelen
Reihen entlang der Y-Achse und sind in Richtung der Z-Achse ausgerichtet. Des Weiteren
ist die Schleifzunge 6 mit zwei weiteren Löchern 6b an einer Seite der Schleifzunge
versehen, welche Löcher der besseren Entnahme der Schleifzunge vom Unterteil dienen
(Entnahmehilfe).
[0046] Die Schleifzunge 6 selbst weist einen Schichtaufbau auf. Dabei ist auf einem Blech
ein Gummistreifen, der selbst etwas schmaler als das ihn aufnehmende Blech ist, aufgeklebt.
Auf diesen Gummistreifen wird wiederum ein selbstklebendes Klettband befestigt bzw.
aufgeklebt. All diese Schichten sind jeweils wie in Fig. 6 dargestellt mit Löchern
6a versehen, um eine Absaugung hierdurch zu gewährleisten. Auf dem Klettband wird
das in Streifen vorliegende Schleifmittel 8 festgehalten. Es ist derart durchlässig,
dass es kein zusätzliches Lochbild (Löcher 6a) benötigt.
[0047] Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass das Absaugen durch das beschriebene Blech
hindurch mit einem hierzu beabstandeten Schleifmittel zu einer guten Verteilung der
Absaugleistung über das gesamte Schleifmittel 8 führt. Mit anderen Worten wird nicht
nur im unmittelbaren Bereich der Löcher 6a abgesaugt, sondern es bildet sich zwischen
dem Blech 6 und dem Schleifmittel 8 ein relativ gleichmäßig verteiltes Vakuum aus.
Somit kann eine gleichmäßige Absaugung sichergestellt werden.
[0048] Alle zuvor genannten Elemente, also die Schleifzunge 6 mit Blech, Gummistreifen und
Klettband, sowie das Schleifmittel 8 werden in eine in der Detailansicht von Fig.
5 gezeigte Halterung im Unterteil 4 eingeschoben und dort festgeklemmt. Trotz der
Klemmung ist sichergestellt, dass das Schleifmittel 8 stets die im Verhältnis zum
bearbeiteten Werkstück W unterste Ebene darstellt. Mit anderen Worten liegt kein weiteres
Element außer dem Schleifmittel 8 des Unterteils 4 am zu bearbeitenden Werkstück W
an. Wie bereits zuvor erwähnt, ist das Schleifmittel 8 bei Verwendung einer internen
Absaugung beispielsweise als Schleifnetz ausgebildet, so dass Schleif-Abfallprodukte
durch das Schleifmittel 8 hindurch gelangen können.
[0049] In Fig. 7 ist eine Schleifmaschine 100 in einer schematischen Ansicht dargestellt,
welche das erfindungsgemäße Schleifaggregat 10 aufweist. Dabei weist die Schleifmaschine
100 ein Maschinenbett 110 auf, an dem das Schleifaggregat 10 gemäß der Erfindung montiert
ist. Weiter verfügt die Schleifmaschine 100 über ein Förderband 120, das eingerichtet
ist, ein Werkstück W in X-Richtung zu bewegen. So wird das Werkstück W händisch oder
maschinell auf das Förderband beschickt und vom Förderband unter dem Schleifaggregat
10 hindurchgefördert, wobei das Werkstück W mit dem Schleifmittel 8 bei der Bearbeitung
in Kontakt kommt. Anschließend wird das Werkstück W vom Schleifaggregat 10 weggefördert.
Die genannten Förder- und Bearbeitungsschritte finden somit vorzugsweise im Durchlauf
statt.
[0050] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Schleifaggregats 20 gemäß der vorliegenden
Erfindung. Anders als bei der zuvor dargestellten Ausführung sind in dem in Fig. 8
dargestellten Schleifaggregat 20 keine Schwingmodule vorgesehen, und das Oberteil
3 und das Unterteil 4 sind starr miteinander verbunden bzw. zueinander unbeweglich.
Beide Teile können auch integral ausgeführt sein. Somit wird mit diesem Schleifaggregat
20 eine zweifach überlagerte Bewegung durchgeführt. Weiter verfügt dieses Schleifaggregat
20 ebenfalls über eine Absaugung, die während des Schleifvorgangs durch das Schleifmittel
8 hindurch absaugt. Mittels dieser Maßnahmen wird ein hervorragendes Schleifergebnis
erzielt.
[0051] Die nachfolgend im Rahmen des Schleifaggregats 20 gemäß der weiteren Ausführungsform
beschriebenen zusätzlichen Elemente können auch bei dem in den Fig.1-7 dargestellten
Schleifaggregat zum Einsatz kommen. Gleiche Bauteile sind mit entsprechenden Bezugszeichen
versehen.
[0052] Wie bereits in Fig. 7 zu sehen, ist auf den Ständerelementen 11, 12 entsprechend
jeweils eine Getriebeeinheit 51, 52 angebracht, die miteinander mittels einer mechanischen
Verbindung 53 verbunden sind. Die Getriebeeinheiten 51, 52 werden von einem Motor
50 angetrieben, der an der einen Getriebeeinheit 51 angebracht ist. Mittels dieses
Mechanismus kann eine Höhenverstellung in vertikaler Richtung mittels eines Positionierungssystems
durchgeführt werden. Alternativ hierzu kann an dieser Stelle eine manuelle Zustellung
des Schleifmittels genannt werden.
[0053] Die in Fig. 8 dargestellten, sich vertikal erstreckenden Markierungen 54 bestimmen
die Stellen, an denen Befestigungsschrauben vorgesehen sind, um das Kassettenelement
2 mit dem Trägerelement 13 zu verbinden. Auf diese Weise kann eine Schnellspannvorrichtung
realisiert werden, um das Kassettenelement 2 zügig wechseln zu können.
[0054] Fig. 9 zeigt eine Ansicht der Schleifmaschine 200, die das in Fig. 8 dargestellte
Schleifaggregat 20 aufweist. Somit unterscheidet sich diese Ausführungsform von der
Schleifmaschine 100 im Wesentlichen dadurch, dass das verwendete Schleifaggregat keine
Schwingmodule aufweist.
1. Schleifaggregat (10, 20) einer Schleifmaschine (100, 200) mit einem versetzbaren Schleifmittel
(8) zur Bearbeitung von Werkstücken (W), die bevorzugt zumindest abschnittsweise aus
Holz, Holzverbundwerkstoffen, Kunststoffen, Metallen und ähnlichen Materialien bestehen,
wobei das Schleifmittel (8) eine dem Werkstück (W) zugewandte Schleiffläche aufweist,
mit:
- zumindest einem translatorischen Antriebsmittel (2'), das eingerichtet ist, das
Schleifmittel (8) translatorisch zu bewegen,
- zumindest einem Exzenter (32, 33), der eingerichtet ist, das Schleifmittel (8) drehend
zu bewegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schleifaggregat (10, 20) eine Absaugeinrichtung (5) aufweist, welche Abfallprodukte
der Bearbeitung wie Späne durch das Schleifmittel (8) hindurch absaugt, und dass
die Absaugeinrichtung (5) der der Schleiffläche gegenüberliegenden Fläche des Schleifmittels
(8) derart zugewandt ist, um das Schleifmittel (8) während des Schleifens direkt zu
reinigen.
2. Schleifaggregat gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifmittel (8) zumindest abschnittsweise eine poröse und/oder netzartige Struktur
aufweist.
3. Schleifaggregat gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner einen Schleifmittelhalter (6) zum Halten und Andrücken des Schleifmittels
(8) an das Werkstück (W) aufweist, der eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen (6a)
definiert, die der Absaugeinrichtung (5) zugewandt sind.
4. Schleifaggregat gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifmittel (8) lösbar an dem Schleifmittelhalter (6) angebracht ist, insbesondere
mittels einer Klettverbindung.
5. Schleifaggregat gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifaggregat (10) weiter aufweist:
mindestens ein das Schleifmittel (8) haltendes Schwingmodul (4, 4), das eingerichtet
ist, das Schleifmittel (8) in eine Schwingbewegung zu versetzen.
6. Schleifaggregat gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwingmodul ein Ober- und ein Unterteil (3, 4) aufweist, welche gegeneinander
bewegt werden können.
7. Schleifaggregat gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ober- und das Unterteil mittels Schwingmagneten (43a, 43b), bevorzugt zumindest
zwei Schwingmagnetenpaaren, bewegt werden können, welche Schwingmagneten (43a, 43b)
bevorzugt in einem Winkel von im Wesentlichen 90° zueinander angeordnet und zwischen
Ober- und Unterteil vorgesehen sind.
8. Schleifaggregat gemäß einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Exzenter (32, 33) eine drehende Bewegung zwischen dem das Schleifmittel
(8) aufnehmenden Schwingmodul und einem Kassettenelement (2) durchführt.
9. Schleifaggregat gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kassettenelement (2) gegenüber einem festen Lagergehäuse (1) der Schleifmaschine
(100, 200) mittels des translatorischen Antriebsmittels (2') die translatorische Bewegung
durchführt.
10. Schleifaggregat gemäß einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Exzenter (32, 33) mittels einer seitlich am Kassettenelement (2)
angebrachten Keilriemenscheibe (21) über ein Winkelgetriebe erfolgt.
11. Schleifaggregat gemäß einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel (2') das Kassettenelement (2) in einer translatorischen Richtung
bewegt, wobei die translatorische Richtung quer zu einer Werkstück-Förderrichtung
sein kann.
12. Verfahren zum Schleifen bevorzugt plattenförmiger Werkstücke, welches Verfahren die
folgenden Schritte aufweist:
- Einführen eines Werkstücks (W) in einen Bearbeitungsbereich, so dass das Werkstück
mit einem Schleifmittel in Kontakt kommt,
- Bewegen des Schleifmittels (8) mit zumindest zwei voneinander unabhängigen Bewegungen,
nämlich einer translatorischen und einer drehenden Bewegung,
- Schleifen des Werkstücks mit dem derart bewegten Schleifmittel, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren den Schritt aufweist:
- Absaugen der Abfallprodukte der Bearbeitung wie Späne durch das Schleifmittel hindurch,
wobei das Schleifmittel (8) eine dem Werkstück (W) zugewandte Schleiffläche aufweist,
und dass die absaugende Absaugeinrichtung (5) der der Schleiffläche gegenüberliegenden
Fläche des Schleifmittels (8) derart zugewandt ist, um das Schleifmittel (8) während
des Schleiflens direkt zu reinigen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegen des Schleifmittels weiter eine schwingende Bewegung umfasst, die eine
dreiecksähnliche Bewegung ist, wobei die Bewegung bevorzugt durch zumindest zwei im
Wesentlichen in 90° zueinander ausgerichtete Schwingmagneten (43a, 43b) erzeugt wird,
wobei die Schwingmagneten (43a, 43b) wechselweise bevorzugt im Bereich von 30 - 100
Hz angeregt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstücke während des Schleifens gegenüber dem Schleifmittel in einer Richtung
bevorzugt mittels eines Förderbandes bewegt werden.
1. Grinding assembly (10, 20) of a grinding machine (100, 200) having a displaceable
grinding means (8) for the processing of workpieces (W) which are preferably at least
in one section made of wood, wood composite materials, plastics, metals and the like
materials, the grinding means (8) having a grinding surface facing towards the workpiece
(W), with:
- at least one translational drive means (2') which is designed to move the grinding
means (8) translationally,
- at least one cam (32, 33) which is designed to move the grinding means (8) rotationally,
characterised in that
the grinding assembly (10, 20) has an extraction device (5) which extracts waste products
of processing such as chips or shavings through the grinding means (8), and
in that the extraction device (5) faces towards the surface of the grinding means (8) opposite
the grinding surface so as to clean the grinding means (8) directly during grinding.
2. Grinding assembly according to claim 1, characterised in that the grinding means (8) at least in one section has a porous and/or reticular structure.
3. Grinding assembly according to either of the preceding claims, characterised in that it further has a grinding means holder (6) for holding the grinding means (8) and
pressing it against the workpiece (W), which grinding means holder (6) defines a plurality
of through-openings (6a) which face towards the extraction device (5).
4. Grinding assembly according to claim 3, characterised in that the grinding means (8) is releasably mounted on the grinding means holder (6), in
particular by means of a hook-and-pile fastening.
5. Grinding assembly according to any of the preceding claims,
characterised in that the grinding assembly (10) further has:
at least one vibrating module (4, 4) which holds the grinding means (8) and which
is designed to set the grinding means (8) in vibration.
6. Grinding assembly according to claim 5, characterised in that the vibrating module has an upper and a lower portion (3, 4) which can be moved relative
to each other.
7. Grinding assembly according to claim 6, characterised in that the upper and lower portions can be moved by means of vibrating magnets (43a, 43b),
preferably at least two pairs of vibrating magnets, which vibrating magnets (43a,
43b) are preferably arranged at an angle of essentially 90° to each other and provided
between upper and lower portions.
8. Grinding assembly according to any of claims 5-7, characterised in that the at least one cam (32, 33) performs a rotating movement between the vibrating
module which holds the grinding means (8) and a cassette element (2).
9. Grinding assembly according to claim 8, characterised in that the cassette element (2) performs the translational movement relative to a fixed
mounting housing (1) of the grinding machine (100, 200) by means of the translational
drive means (2').
10. Grinding assembly according to either of claims 8 or 9, characterised in that the at least one cam (32, 33) operates by means of a V-belt pulley (21) mounted laterally
on the cassette element (2) via a bevel gear.
11. Grinding assembly according to any of claims 6-8, characterised in that the drive means (2') moves the cassette element (2) in a translational direction,
wherein the translational direction can be transverse to a direction of conveying
the workpieces.
12. Method for grinding preferably plate-like workpieces, which method has the following
steps:
- introducing a workpiece (W) into a processing area, so that the workpiece comes
into contact with a grinding means,
- moving the grinding means (8) with at least two movements independent of each other,
namely a translational and a rotating movement,
- grinding the workpiece with the grinding means moved in this way, characterised in that the method has the step of:
- extracting the waste products of processing such as chips or shavings through the
grinding means, the grinding means (8) having a grinding surface facing towards the
workpiece (W), and in that the extracting extraction device (5) faces towards the surface of the grinding means
(8) opposite the grinding surface, so as to clean the grinding means (8) directly
during grinding.
13. Method according to claim 12, characterised in that movement of the grinding means further comprises a vibrating movement which is a
triangle-like movement, the movement preferably being produced by at least two vibrating
magnets (43a, 43b) oriented essentially at 90° to each other, the vibrating magnets
(43a, 43b) being excited alternately, preferably within a range of 30-100 Hz.
14. Method according to claim 12 or 13, characterised in that the workpieces are moved during grinding relative to the grinding means in one direction
preferably by means of a conveyor belt.
1. Ensemble de rectification (10, 20) d'une rectifieuse (100, 200) avec un moyen abrasif
(8) déplaçable pour l'usinage de pièces (W), qui consiste de préférence au moins par
portions en du bois, en des matériaux composites dérivés du bois, en des plastiques,
en des métaux et en des matériaux similaires, le moyen abrasif (8) présentant une
surface de rectification tournée vers la pièce (W), avec :
- au moins un moyen d'entraînement (2') par translation, qui est aménagé pour déplacer
le moyen abrasif (8) par translation,
- au moins un excentrique (32, 33) qui est aménagé pour déplacer le moyen abrasif
(8) par rotation,
caractérisé en ce que
l'ensemble de rectification (10, 20) présente un dispositif d'aspiration (5) qui aspire
des produits de déchet de l'usinage tels que des copeaux à travers le moyen abrasif
(8), et
en ce que le dispositif d'aspiration (5) est tourné de telle façon vers la surface, opposée
à la surface de rectification, du moyen abrasif (8), pour nettoyer directement le
moyen abrasif (8) pendant la rectification.
2. Ensemble de rectification selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen abrasif (8) présente au moins par portions une structure poreuse et/ou réticulaire.
3. Ensemble de rectification selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente en outre un support de moyen abrasif (6) pour le maintien et l'appui du
moyen abrasif (8) sur la pièce (W), qui définit une pluralité d'ouvertures de passage
(6a) qui sont tournées vers le dispositif d'aspiration (5).
4. Ensemble de rectification selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moyen abrasif (8) est aménagé de façon amovible au support de moyen abrasif (6),
en particulier au moyen d'une liaison Velcro.
5. Ensemble de rectification selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'ensemble de rectification (10) présente en outre :
au moins un module oscillant (4, 4) maintenant le moyen abrasif (8), qui est aménagé
pour entraîner le moyen abrasif (8) dans un mouvement oscillant.
6. Ensemble de rectification selon la revendication 5, caractérisé en ce que le module oscillant présente une partie supérieure et une partie inférieure (3, 4)
qui peuvent être déplacées dans le sens contraire.
7. Ensemble de rectification selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie supérieure et la partie inférieure peuvent être déplacées au moyen d'aimants
oscillants (43a, 43b), de préférence au moins deux paires d'aimants oscillants, lesquels
aimants oscillants (43a, 43b) sont disposés de préférence sous un angle de sortie
de sensiblement 90° les uns par rapport aux autres et sont disposés entre la partie
supérieure et la partie inférieure.
8. Ensemble de rectification selon l'une quelconque des revendications 5 - 7, caractérisé en ce que l'au moins un excentrique (32, 33) effectue un mouvement de rotation entre le module
oscillant recevant le moyen abrasif (8) et un élément à cassette (2).
9. Ensemble de rectification selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'élément à cassette (2) effectue le mouvement de translation par rapport à un logement
de palier (1) fixe de la rectifieuse (100, 200) à l'aide du moyen d'entraînement (2')
par translation.
10. Ensemble de rectification selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que l'au moins un excentrique (32, 33) intervient au moyen d'une poulie à courroie trapézoïdale
(21) placée latéralement sur l'élément à cassette (2) par l'intermédiaire d'un engrenage
angulaire.
11. Ensemble de rectification selon l'une quelconque des revendications 6 - 8, caractérisé en ce que le moyen d'entraînement (2') déplace l'élément à cassette (2) dans une direction
de translation, la direction de translation pouvant être transversale à une direction
de transport de pièce.
12. Procédé pour la rectification de pièces de préférence en forme de plaques, ledit procédé
présentant les étapes suivantes :
- introduire une pièce (W) dans une zone d'usinage, de sorte que la pièce vient en
contact avec un moyen abrasif,
- déplacer le moyen abrasif (8) avec au moins deux mouvements indépendants l'un de
l'autre, à savoir un mouvement de translation et un mouvement de rotation,
- rectifier la pièce avec le moyen abrasif déplacée de cette façon, caractérisé en ce que le procédé présente l'étape :
- aspirer les produits de déchet de l'usinage tels que des copeaux à travers le moyen
abrasif, le moyen abrasif (8) présentant une surface de rectification tournée vers
la pièce (W) et en ce que le dispositif d'aspiration (5) aspirant est tourné vers la surface, opposée à la
surface de rectification, du moyen abrasif (8) de telle façon pour nettoyer directement
le moyen abrasif (8) pendant la rectification.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le déplacement du moyen abrasif comporte en outre un mouvement oscillant, qui est
un mouvement semblable à un triangle, le déplacement étant généré de préférence par
au moins deux aimants oscillants (43a, 43b) orientés sensiblement à 90° l'un par rapport
à l'autre, les aimants oscillants (43a, 43b) étant excités alternativement de préférence
dans la plage de 30 - 100 Hz.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que les pièces sont déplacées pendant la rectification par rapport au moyen abrasif dans
une direction de préférence au moyen d'une bande transporteuse.