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(11) |
EP 2 142 740 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.04.2018 Patentblatt 2018/16 |
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Anmeldetag: 25.04.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2008/000153 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/134786 (13.11.2008 Gazette 2008/46) |
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| (54) |
KLAPPENANTRIEBSSYSTEM
FLAP DRIVE SYSTEM
SYSTÈME D'ENTRAÎNEMENT POUR BATTANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
07.05.2007 AT 6962007
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.01.2010 Patentblatt 2010/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Julius Blum GmbH |
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6973 Höchst (AT) |
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Erfinder: |
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- MATTLE, Klaus
A-6842 Koblach (AT)
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| (74) |
Vertreter: Torggler & Hofinger Patentanwälte |
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Postfach 85 6010 Innsbruck 6010 Innsbruck (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 561 361 US-A- 2 912 237
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WO-A-2006/099645
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Klappenantriebssystem für eine an einem Möbelkorpus
bewegbar gelagerte Klappe.
[0002] Die
WO 2006/099645 A1 zeigt eine an einem Möbelkorpus bewegbar gelagerte Klappe mit einer mechanischen
Stelleinheit, welche einen mit der Klappe verbindbaren Stellarm und einen den Stellarm
beaufschlagenden Kraftspeicher aufweist. Weiters ist als integraler Bestandteil der
mechanischen Stelleinheit ein Elektromotor zum Antreiben der Klappe vorgesehen.
[0003] Nachteilig am Stand der Technik ist einerseits die Tatsache, dass sich eine einmal
getroffene Entscheidung für eine rein mechanische Stelleinheit oder eine mechanische
Stelleinheit mit integriertem Elektromotor nur durch einen kompletten Austausch der
mechanischen Stelleinheit durch eine solche mit einem bzw. ohne einen integrierten
Elektromotor ändern lässt. Mit anderen Worten ist es nicht möglich, eine bereits in
einem Möbelkorpus eingebaute mechanische Stelleinheit mit einem Elektromotor nachzurüsten.
Muss der Elektromotor aufgrund eines Defektes ausgetauscht werden, ist hierfür die
gesamte mechanische Stelleinheit zu zerlegen oder gleich die gesamte Stelleinheit
mit dem defekten Elektromotor gegen eine Stelleinheit mit intaktem Elektromotor auszutauschen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Probleme des Standes der Technik zu beheben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Klappenantriebssystem gemäß dem beiliegendem Anspruch
1 gelöst. Das Befestigen des Elektroantriebs kann beispielsweise werkzeuglos, vorzugsweise
durch eine Schnappverbindung, oder auch durch eine Schraubverbindung oder auf eine
andere geeignete Art erfolgen. Zum Befestigen des Elektroantriebs an der mechanischen
Stelleinheit sind an der mechanischen Stelleinheit und/oder dem Elektroantrieb geeignete
Befestigungsmittel anzuordnen.
[0006] Die einfachste Ausbildung des Elektroantriebs als ein abgeschlossener Bauteil wird
dadurch erreicht, dass alle Komponenten des Elektroantriebs an einer gemeinsamen Grundplatte
befestigt sind. In diesem Fall kann der Elektroantrieb mit seiner Grundplatte an der
mechanischen Stelleinheit befestigt werden. Die Grundplatte kann natürlich zum Schutz
der Komponenten des Elektroantriebs vollständig oder zumindest teilweise durch ein
Gehäuse umhüllt sein.
[0007] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass alle Komponenten des Elektroantriebs in
einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind. In diesem Fall ist es nicht notwendig,
dass alle Komponenten an der Grundplatte des Gehäuses befestigt sind. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Übertragung der Antriebskraft vom Elektroantrieb auf die
Stelleinheit über eine vorzugsweise einzige Schnittstelle erfolgt. Diese Schnittstelle
wird durch einen Wellenzapfen gebildet, der einen Abtrieb des Elektromotors bzw. eines
auf Seiten des Elektroantriebs angeordneten Getriebes mit der mechanischen Stelleinheit
verbindet. Der Wellenzapfen wird dabei in eine Öffnung an der Stelleinheit drehfest
eingeführt, wobei die Schnittstelle direkt mit dem Stellarm der Stelleinheit zusammenwirkt,
sodass der Antrieb der Klappe über den Elektromotor, die Schnittstelle und den Stellarm
erfolgt.
[0008] Selbstverständlich kann auch ein Getriebe im Kraftstrang zwischen dem Elektromotor
und dem Stellarm vorgesehen sein. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Schnittstelle
durch die Befestigung des Elektroantriebs an der Stelleinheit sozusagen automatisch
eine Verbindung zur Kraftübertragung zwischen dem Elektroantrieb und der Stelleinheit
herstellt. Dies wird dadurch erreicht, dass der Wellenzapfen am Elektroantrieb befestigt
ist und bei der Befestigung des Elektroantriebs durch seine Positionierung in eine
entsprechende Ausnahmeöffnung an der Stelleinheit eingreift.
[0009] Weist die Stelleinheit ein Gehäuse mit einer am Möbelkorpus befestigbaren Grundfläche
und einer von dieser beabstandeten Deckfläche auf, so kann vorgesehen sein, den Elektroantrieb
an der Deckfläche zu befestigen. Alternativ kann vorgesehen sein, den Elektroantrieb
seitlich neben der Stelleinheit an dieser zu befestigen. In beiden Fällen ist es nicht
notwendig, die Stelleinheit zur Befestigung des Elektroantriebs vom Möbelkorpus zu
entfernen, falls die Stelleinheit bereits am Möbelkorpus montiert ist.
[0010] Ganz generell kann natürlich vorgesehen sein, den Elektroantrieb vor der Montage
der Stelleinheit am Möbelkorpus an der Stelleinheit zu befestigen. In diesem Fall
besteht der wesentliche Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik darin,
dass der Elektroantrieb nach erfolgter Montage der Stelleinheit leicht von dieser
entfernbar ist, was beispielsweise bei einem defekten Elektromotor von Vorteil ist.
[0011] Falls vorgesehen ist, dass der Elektroantrieb ein Getriebe aufweist, kann weiters
vorgesehen sein, dass die Schnittstelle auf der Seite des Elektroantriebs mit dem
Getriebe gekoppelt ist. Diese Ausführungsform bewahrt den Vorteil, dass keinerlei
Modifikation bereits bestehender mechanischer Stelleinheiten erforderlich ist, sofern
diese eine Schnittstelle aufweisen.
[0012] Bei einer weiters bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
zwischen dem wenigsten einen Elektromotor und der Schnittstelle oder zwischen dem
wenigstens einen Elektromotor und dem Getriebe eine Kupplung geschalten ist.
[0013] Die Kupplung kann beispielsweise mechanisch flexibel (zum Beispiel als Schlauchkupplung)
ausgebildet sein. Eine derartige mechanisch flexibel Ausbildung der Kupplung trägt
dazu bei, die Antriebsgeräusche des Elektromotors in geringerem Ausmaß auf das Getriebe
und gegebenenfalls dem Gehäuseteil, in welchem das Getriebe angeordnet ist, zu übertragen.
Dies ist insofern von Bedeutung, als vorzugsweise der Elektromotor schwimmend im Gehäuse
des Elektroantriebs gelagert ist und daher selbst kaum Vibrationen an das Gehäuse
abgibt. Die akustischen Eigenschaften des Elektroantriebs können weiter verbessert
werden, wenn vorgesehen ist, dass mit dem wenigstens einen Elektromotor Zusatzgewichte
verbunden sind. Hierdurch ist es möglich, das Verhältnis zwischen Statormasse und
Rotormasse des Elektromotors vorteilhaft zu verändern.
[0014] Die schwimmende Lagerung des Elektromotors kann mit Hilfe von Schaumstoff-Pads erfolgen.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass der Elektroantrieb eine Freilaufkopplung
für den wenigstens einen Elektromotor aufweist. Eine derartige Freilaufkopplung ist
in der bereits genannten
WO 2006/099645 A1 beschrieben und muss daher an dieser Stelle nicht näher erläutert werden.
[0016] Aus verschiedenen Gründen kann es vorteilhaft sein, wenn eine Positionsmesseinrichtung
zur Bestimmung der Position des Stellarms vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich
kann vorgesehen sein, eine Positionsmesseinrichtung zur Bestimmung des Elektromotors
vorzusehen. Insbesondere bei der Anordnung einer Freilaufkupplung kann nämlich aus
einer bekannten Position des Stellarms bzw. Elektromotors nicht zwingend auf die Position
des jeweils anderen der beiden Bauteile Stellarm und Elektromotor geschlossen werden.
In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn für jeden Bauteil (Stellarm bzw. Elektromotor)
gesonderte Positionsmesseinrichtungen vorgesehen sind. Es kann natürlich auch eine
gemeinsame Positionsmesseinrichtung vorgesehen sein, welche gesonderte Messfühler
für den Stellarm bzw. den Elektromotor aufweist.
[0017] Wenigstens eine der Positionsmesseinrichtungen kann dabei ein Drehpotentiometer aufweisen.
Auch andere Ausbildungen der Positionsmesseinrichtung(en) sind denkbar.
[0018] Die Messsignale der Positionsmesseinrichtung bzw. Positionsmesseinrichtungen können
einer Steuer- bzw. Regeleinrichtung zugeführt werden. Diese kann in Abhängigkeit der
empfangenen Messsignale den Elektromotor steuern bzw. regeln. Beispielsweise kann
hierdurch eine Touch-Latch-Funktionalität realisiert werden, bei welcher durch eine
Einwirkung eines Benutzers auf die Klappe der Elektromotor zum Antreiben der Klappe
ausgelöst und/oder gebremst wird. Weiters können verschiedene Geschwindigkeits- oder
Beschleunigungsprofile, durchaus auch in Abhängigkeit von der Stärke und/oder Richtung
einer Kraftausübung des Benutzers gefahren werden.
[0019] Über die Positionsmesseinrichtungen können weiters auch abgeleitete Bewegungsgrößen
des Elektromotors und/oder der Klappe wie beispielsweise Drehbeschleunigung- und Drehgeschwindigkeit
oder Beschleunigung und Geschwindigkeit bestimmt werden.
[0020] Da die Klappe im vollständig geöffneten Zustand nicht immer gut zugänglich ist (vor
allem für kleinere Benutzer), kann ein gesonderter Schalter am Möbelkorpus vorgesehen
sein, durch den das Schließen erfolgen kann. Falls der Schalter nur für das Schließen
vorgesehen ist, wird er in der geschlossenen Endlage der Klappe, in welche diese am
Möbelkorpus anliegt, durch die Klappe verdeckt. Es kann natürlich dennoch auch über
eine Bewegung der Klappe durch den Benutzer der Schließvorgang durch den Elektromotor
gestartet werden.
[0021] Ein erfindungsgemäßes Klappenantriebssystem kann auf einer oder beiden Seiten eines
Möbelkorpus angeordnet werden. Bei einer beidseitigen Anordnung kann vorgesehen sein,
dass eines der Klappenantriebssysteme (bzw. dessen Steuer- bzw. Regeleinheit) als
Master und das andere Klappenantriebssystem (bzw. dessen Steuer- bzw. Regeleinheit)
als Slave fungiert.
[0022] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der Figuren sowie
der dazugehörigen Figurenbeschreibung. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine mechanische Stelleinheit für eine Klappe mit einem Elektromotor nach dem Stand
der Technik,
- Fig. 2 bis 5
- ein Ausführungsbeispiel eines nicht erfindungsgemäßen Klappenantriebssystems in verschiedenen
Ansichten,
- Fig. 6 bis 11
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Klappenantriebssystems und
- Fig. 12a, 12b
- jeweils eine perspektivische Ansicht eines Möbelkorpus mit einem montierten Klappenantriebssystem
[0023] Fig. 1 zeigt eine mechanische Stelleinheit gemäß dem Stand der Technik, welche über
eine Grundplatte 9 an einem Möbelkorpus 8 montiert ist. Die mechanische Stelleinheit
weist dabei einen Kraftspeicher 13 zur Beaufschlagung zweier Stellarme 10, 11 auf.
Die Stellarme 10, 11 sind einerseits mit der Grundplatte 9 gelenkig verbunden und
andererseits an einem Beschlagteil 12 der Klappe 4 angelenkt. Über einen Elektromotor
7 ist der Stellarm 10 und damit die Klappe 4 antreibbar.
[0024] Die Fig. 2 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines nicht erfindungsgemäßen Klappenantriebssystems
1.
[0025] In Fig. 2 erkennt man dabei eine Deckfläche 24 einer in Fig. 2 nicht näher dargestellten
mechanischen Stelleinheit 2. Die Deckfläche 24 weist zwei Vorsprünge 241, welche zum
Einhängen der Grundplatte 39 des Elektroantriebs 3 dienen. Das Einhängen erfolgt dabei
über Laschen 391. Nach erfolgtem Einhängen können der Elektroantrieb 3 und die mechanische
Stelleinheit 2 über Schrauben miteinander verschraubt werden, wobei in diesem Ausführungsbeispiel
die Deckfläche 24 entsprechende Aufnahmen 242 für die Schrauben aufweist. Weiters
erkennbar sind in Fig. 2 das Getriebe 33, der Elektromotor 31 sowie eine diese beiden
Bauteile miteinander verbindende (in diesem Ausführungsbeispiel mechanisch flexibel
ausgebildete), Kupplung 34. Auf der Grundplatte 39 ist weiters eine Platine 38 befestigt,
welche die Schaltkreise einer Steuer- bzw. Regeleinheit aufweist.
[0026] Die Schnittstelle 6 ist hier in Form der zentralen Achse 6' des Elektroantriebs 3
und einer hinter einer Aufnahmeöffnung 6" an der Stelleinheit 2 angeordneten Aufnahme
(nicht dargestellt) für die Achse 6' ausgebildet.
[0027] In Fig. 3 ist die mechanische Stelleinheit 2 als Gesamteinheit dargestellt so wie
sie bereits in einem in Fig. 3 nicht dargestellten Möbelkorpus befestigt sein kann.
Die mechanische Stelleinheit 2 weist dabei einen Stellarm 21 auf, welcher durch einen
in Fig. 3 nicht näher dargestellten aber dem Stand der Technik entsprechenden Kraftspeicher
22 (hier: Federpaket) beaufschlagt wird.
[0028] Das Gehäuse der Stelleinheit 2 weist eine Grundfläche 23 auf, mit welcher die Stelleinheit
2 an einem Möbelkorpus befestigbar ist. Von dieser beabstandet und im Wesentlichen
parallel zu dieser ist die Deckfläche 24 angeordnet, welche der Befestigung des Elektroantriebs
3 dient.
[0029] In Bezug auf den Elektroantrieb 3 ist in Fig. 3 im Vergleich zur Fig. 2 ein Potentiometer
37 erkennbar, welches mit der Endstufe des Getriebes 33 zusammenwirkt (siehe hierfür
die Explosionsdarstellung der Fig. 4).Über das Potentiometer 37 ist die Position des
Stellarms 21 und damit die Position der in Fig. 3 nicht dargestellten Klappe 4 bestimmbar,
da die Endstufe des Getriebes 33 mit dem Stellarm 21 ohne Schlupf über die in Fig.
3 nicht dargestellte Schnittstelle 6 zusammenwirkt.
[0030] In den Figuren nicht gesondert dargestellt ist ein weiteres Potentiometer, welches
direkt auf der Platine 38 durch geeignete Schaltungen ausgebildet ist. Über dieses
Potentiometer kann die Position des Abtriebs des Elektromotors 31 bestimmt werden.
[0031] In Fig. 4 ist die tatsächliche Anordnung des Potentiometers 37 relativ zum Getriebe
32 erkennbar. Dabei ist ein Zahnkranz 371 drehfest mit der Endstufe des Getriebes
32 verbunden und wirkt mit einem Zahnrad 372 derart zusammen, dass eine 2:1-Übersetzung
der Bewegung der Endstufe des Getriebes 33 auf das Zahnrad 372 erfolgt. Hierdurch
kann der Messbereich des Potentiometers 37, mit welchem das Zahnrad 372 zusammenwirkt,
besser ausgenutzt werden.
[0032] In Fig. 4 ist weiters erkennbar, dass am Abtrieb 311 des Elektromotors 31 ein Stift
312 aufgesteckt ist, welcher in die Kupplung 34 (hier: mechanisch flexible Schlauchkupplung)
eingesteckt ist. Auf der anderen Seite der Kupplung 34 ist in einem Gehäuse 313 ein
Schneckenrad angeordnet, welches mit der ersten Stufe des Getriebes 33 zusammenwirkt.
[0033] Der Elektroantrieb 3 weist weiters eine Überlastkupplung 331 sowie eine Freilaufkupplung
35 auf. Die Überlastkupplung 331 verhindert dabei eine ungewollte Zerstörung der Zahnräder
des Getriebes 33 durch eine übermäßige auf den Stellarm 21 einwirkende Belastung.
Die Freilaufkupplung 332 gestattet den Eingriff eines Benutzers bei angetriebener
Klappe 4, ohne durch den Motor 31 daran gehindert zu werden.
[0034] Fig. 5 zeigt in einer perspektivischen Ansicht nochmals das Klappenantriebssystem
1 gemäß den vorigen Fig. 2 bis 4, wobei der Elektroantrieb 3 als ein abgeschlossener
Bauteil an der mechanischen Stelleinheit 2 befestigt ist.
[0035] Obwohl ein wesentlicher Vorteil der Erfindung darin besteht, dass es möglich ist,
den Elektroantrieb 3 auch dann an einer Stelleinheit 2 zu befestigen, wenn die Stelleinheit
2 bereits an einem hier nicht dargestellten Möbelkorpus 5 montiert ist, kann natürlich
auch eine Vorkonfektionierung des Kiappenantriebs erfolgen.
[0036] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Klappenantriebsystems
1 bestehend aus einer mechanischen Stelleinheit 2 und einem Elektroeintrieb 3 vor
der Montage des Elektroantriebs 3 an der Stelleinheit 2.
[0037] In Fig. 6 ist die Ausbildung der Schnittstelle 6 in Form eines durch den Elektromotor
31 antreibbaren Armes 61, an welchem ein Bolzen 62 befestigt ist, erkennbar. Der Bolzen
62 greift dabei bei der Montage des Elektroantriebs 3 an der Stelleinheit 2 in eine
Ausnehmung 63 an der Stelleinheit 2 ein. Hierdurch wird eine kraftübertragende Verbindung
zwischen dem Elektroantrieb 3 und der Stelleinheit 2 geschaffen.
[0038] Fig. 7 zeigt eine Explosionsdarstellung des Elektroantriebs 3.
[0039] In einem Gehäuse 32 sind dabei alle Komponenten des Elektroantriebs 3 angeordnet.
Das Gehäuse 32 ist durch eine Abdeckung 321 abdeckbar.
[0040] Der Elektromotor 31 ist schwimmend in einer Motorlagerung angeordnet. In der Motorlagerung
sind dabei Gewichte 36 nicht erkennbar angeordnet. Der Abtrieb 312 des Elektromotors
31 wirkt über eine Freilaufkupplung 35 (hier: Klauenkupplung) mit einem Schneckenrad
314 zusammen. Das Schneckenrad 314 treibt über das Getriebe 33 den Arm 61 an.
[0041] Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Klappenantriebssystem 1, wobei
der Elektroantrieb 3 bereits an der Stelleinheit 2 befestigt wurde.
[0042] Fig. 9 zeigt eine entsprechende perspektivische Ansicht.
[0043] Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Ansicht von oben bzw. vorne.
[0044] Fig. 12a zeigt einen Möbelkorpus 5 mit einer daran bewegbar gelagerten Klappe 4 und
einem Klappenantriebssystem 1 nach den Fig. 2 bis 5.
[0045] Fig. 12b zeigt einen Möbelkorpus 5 mit einer daran bewegbar gelagerten Klappe 4 und
einem Klappenantriebssystem 1 nach den Fig. 6 bis 11.
1. Klappenantriebssystem (1) für eine an einem Möbelkorpus (5) bewegbar gelagerte Klappe
(4), mit:
- einer mechanischen Stelleinheit (2), welche einen mit der Klappe (4) verbindbaren
Stellarm (21) und einen den Stellarm (21) beaufschlagenden Kraftspeicher (22) aufweist,
- einem an der Stelleinheit (2) befestigten Elektroantrieb (3) zum Antreiben der Klappe
(4), wobei der Elektroantrieb (3) wenigstens einen Elektromotor (31) aufweist, wobei
der Elektroantrieb (3) als ein abgeschlossener Bauteil ausgebildet ist, sodass der
Elektroantrieb (3) auch dann an der Stelleinheit (2) befestigbar ist, wenn die Stelleinheit
(2) bereits am Möbelkorpus (5) montiert ist,
- einer Schnittstelle (6) zur Übertragung der Antriebskraft vom Elektroantrieb (3)
auf die mechanische Stelleinheit (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (6) in Form eines durch den Elektromotor (31) antreibbaren Armes
(61) gebildet ist, wobei am Arm (61) ein Bolzen (62) befestigt ist, welcher bei der
Montage des Elektroantriebes (3) an der mechanischen Stelleinheit (2) in eine Ausnehmung
(63) an der mechanischen Stelleinheit (2) eingreift, sodass eine kraftübertragende
Verbindung zwischen dem Elektroantrieb (3) und der mechanischen Stelleinheit (2) geschaffen
wird.
2. Klappenantriebssystem (1) nach Anspruch 1, wobei alle Komponenten des Elektroantriebs
(3) an einer gemeinsamen Grundplatte (39) befestigt sind.
3. Klappenantriebssystem (1) nach Anspruch 1, wobei alle Komponenten des Elektroantriebs
(3) in einem gemeinsamen Gehäuse (32) angeordnet sind.
4. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die mechanische
Stelleinheit (2) ein Gehäuse mit einer am Möbelkorpus (5) befestigbaren Grundfläche
(23) und einer von dieser beabstandeten Deckfläche (24) aufweist und wobei der Elektroantrieb
(3) an der Deckfläche (24) befestigt ist.
5. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Elektroantrieb
(3) seitlich neben der Stelleinheit (2) an dieser befestigt ist.
6. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Elektroantrieb
(3) ein Getriebe (33) aufweist.
7. Klappenantriebssystem (1) nach Anspruch 6, wobei die Schnittstelle (6) auf der Seite
des Elektroantriebs(3) mit dem Getriebe (33) gekoppelt ist.
8. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Schnittstelle
(6) auf der Seite der Stelleinheit (2) mit dem Stellarm (21) gekoppelt ist.
9. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei zwischen dem wenigstens
einen Elektromotor (31) und der Schnittstelle (6) oder zwischen dem wenigstens einen
Elektromotor (31) und dem Getriebe (33) eine Kupplung (34) vorgesehen ist.
10. Klappenantriebssystem (1) nach Anspruch 9, wobei die Kupplung (34) mechanisch flexibel
ausgebildet ist.
11. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Elektroantrieb
(3) eine Freilaufkupplung (35) für den wenigstens einen Elektromotor (31) aufweist.
12. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 11, wobei der wenigstens
eine Elektromotor (31) schwimmend im Gehäuse (32) des Elektroantriebs (3) gelagert
ist.
13. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei mit dem wenigstens
einen Elektromotor (31) Zusatzgewichte (36) verbunden sind.
14. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei eine Positionsmesseinrichtung
(37) zur Bestimmung der Position des Stellarms (21) vorgesehen ist.
15. Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei eine Positionsmesseinrichtung
zur Bestimmung der Position des Elektromotors (31) vorgesehen ist.
16. Klappenantriebssystem (1) nach Anspruch 14 oder 15, wobei die Positionsmesseinrichtung(en)
(37) ein Drehpotentiometer aufweist (aufweisen).
17. Möbel mit einem Möbelkorpus und einer am Möbelkorpus bewegbar gelagerten Klappe, gekennzeichnet durch ein am Möbelkorpus (5) montiertes Klappenantriebssystem (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 16, wobei der Stellarm (21) des Klappenantriebssystem (1) mit der Klappe verbunden
ist.
1. A flap drive system (1) for a flap (4) movably-mounted to a furniture carcass (5),
comprising:
- a mechanical actuating unit (2) with an actuating arm (21) to be connected to the
flap (4), and with an energy storage member (22) for applying a force to the actuating
arm (21),
- an electric drive (3) fixed to the actuating unit (2) for driving the flap (4),
wherein the electric drive (3) includes at least one electric motor (31), wherein
the electric drive (3) is configured as a closed-off component, so that the electric
drive (3) can also be fixed to the actuating unit (2) when the actuating unit (2)
is already mounted to the furniture carcass (5),
- an interface (6) for transmitting the driving force from the electric drive (3)
to the mechanical actuating unit (2),
characterized in that the interface (6) is in the form of an arm (61) configured to be driven by the electric
motor (31), wherein fixed to the arm (61) is a bolt (62) which, when the electric
drive (3) is mounted to the mechanical actuating unit (2), engages into a recess (63)
on the mechanical actuating unit (2), so that a force-transmitting connection between
the electric drive (3) and the mechanical actuating unit (2) is being created.
2. The flap drive system (1) according to claim 1, wherein all components of the electric
drive (3) are fixed to a common base plate (39).
3. The flap drive system (1) according to claim 1, wherein all components of the electric
drive (3) are arranged within a common housing (32).
4. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 3, wherein the mechanical
actuating unit (2) includes a housing having a base surface (23) to be fixed to the
furniture carcass (5) and a deck surface (24) spaced therefrom, and wherein the electric
drive (3) is fixed to the deck surface (24).
5. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 4, wherein the electric
drive (3) is fixed to the actuating unit (2) so as to be located laterally besides
the actuating unit (2).
6. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 5, wherein the electric
drive (3) includes a transmission (33).
7. The flap drive system (1) according to claim 6, wherein the interface (6), on the
side facing towards the electric drive (3), is coupled to the transmission (33).
8. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 7, wherein the interface
(6), on the side facing towards the actuating unit (2), is coupled to the actuating
arm (21).
9. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 8, wherein a coupling
(34) is provided between the at least one electric motor (31) and the interface (6)
or between the at least one electric motor (31) and the transmission (33).
10. The flap drive system (1) according to claim 9, wherein the coupling (34) is configured
so as to be mechanically flexible.
11. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 10, wherein the electric
drive (3) includes a freewheel coupling (35) for the at least one electric motor (31).
12. The flap drive system (1) according to one of the claims 3 to 11, wherein the at least
one electric motor (31) is mounted so as to float within the housing (32) of the electric
drive (3).
13. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 12, wherein additional
weights (36) are connected to the at least one electric motor (31).
14. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 13, wherein a position
measuring device (37) for determining a position of the actuating arm (21) is provided.
15. The flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 14, wherein a position
measuring device for determining a position of the electric motor (31) is provided.
16. The flap drive system (1) according to claim 14 or 15, wherein the position measuring
device(s) (37) includes or include a rotary potentiometer.
17. An item of furniture having a furniture carcass and a flap movably-mounted to the
furniture carcass, characterized in that a flap drive system (1) according to one of the claims 1 to 16 is fixed to the furniture
carcass (5), wherein the actuating arm (21) of the flap drive system (1) is connected
to the flap (4).
1. Système d'entraînement (1) pour battant pour un battant (4) monté mobile au niveau
d'un corps de meuble (5), avec :
- une unité de réglage mécanique (2) qui présente un bras de réglage (21) pouvant
être relié au battant (4) et un accumulateur d'énergie (22) alimentant le bras de
réglage (21),
- un entraînement électrique (3) fixé à l'unité de réglage (2) pour l'entraînement
du battant (4), dans lequel l'entraînement électrique (3) présente au moins un moteur
électrique (31), dans lequel l'entraînement électrique (3) est formé comme un composant
fermé, de sorte que l'entraînement électrique (3) peut être fixé à l'unité de réglage
(2) même lorsque l'unité de réglage (2) est déjà montée au niveau du corps de meuble
(5),
- une interface (6) pour la transmission de la force motrice de l'entraînement électrique
(3) à l'unité de réglage mécanique (2),
caractérisé en ce que l'interface (6) est formée comme un bras (61) pouvant être entraîné par le moteur
électrique (31), dans lequel est fixé au niveau du bras (61) un goujon (62) qui, lors
du montage de l'entraînement électrique (3) au niveau de l'unité de réglage mécanique
(2) entre en prise dans une cavité (63) au niveau de l'unité de réglage mécanique
(2), de sorte qu'est créée une liaison de transmission de force entre l'entraînement
électrique (3) et l'unité de réglage mécanique (2).
2. Système d'entraînement (1) pour battant selon la revendication 1, dans lequel tous
les composants de l'entraînement électrique (3) sont fixés à une plaque de base (39)
commune.
3. Système d'entraînement (1) pour battant selon la revendication 1, dans lequel tous
les composants de l'entraînement électrique (3) sont disposés dans un boîtier commun
(32).
4. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 3, dans
lequel l'unité de réglage mécanique (2) présente un boîtier avec une surface de base
(23) pouvant être fixée au corps de meuble (5) et une surface de recouvrement (24)
espacée de celle-ci et dans lequel l'entraînement électrique (3) est fixé à la surface
de recouvrement (24).
5. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 4, dans
lequel l'entraînement électrique (3) est fixé à l'unité de réglage (2) latéralement
à côté de celle-ci.
6. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 5, dans
lequel l'entraînement électrique (3) présente un engrenage (33).
7. Système d'entraînement (1) pour battant selon la revendication 6, dans lequel l'interface
(6) est couplée à l'engrenage (33) sur le côté de l'entraînement électrique (3).
8. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 7, dans
lequel l'interface (6) est couplée au bras de réglage (21) sur le côté de l'unité
de réglage (2).
9. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 8, dans
lequel un accouplement (34) est prévu entre l'au moins un moteur électrique (31) et
l'interface (6) ou entre l'au moins un moteur électrique (31) et l'engrenage (33).
10. Système d'entraînement (1) pour battant selon la revendication 9, dans lequel l'accouplement
(34) est formé mécaniquement flexible.
11. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 10, dans
lequel l'entraînement électrique (3) présente un accouplement unidirectionnel (35)
pour l'au moins un moteur électrique (31).
12. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 3 à 11, dans
lequel l'au moins un moteur électrique (31) est monté flottant dans le boîtier (32)
de l'entraînement électrique (3).
13. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 12, dans
lequel des poids supplémentaires (36) sont reliés à l'au moins un moteur électrique
(31).
14. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 13, dans
lequel est prévu un dispositif de mesure de position (37) pour déterminer la position
du bras de réglage (21).
15. Système d'entraînement (1) pour battant selon l'une des revendications 1 à 14, dans
lequel est prévu un dispositif de mesure de position pour déterminer la position du
moteur électrique (31).
16. Système d'entraînement (1) pour battant selon la revendication 14 ou 15, dans lequel
le(s) dispositif(s) de mesure de position (37) présente (présentent) un potentiomètre
rotatif.
17. Meuble avec un corps de meuble et un battant monté mobile au niveau du corps de meuble,
caractérisé par un système d'entraînement (1) pour battant monté au niveau du corps de meuble (5)
selon l'une des revendications 1 à 16, dans lequel le bras de réglage (21) du système
d'entraînement (1) pour battant est relié au battant.
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