[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dosieren von einem ersten Behandlungsmittel
und einem zweiten Behandlungsmittel in den Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine,
wobei ein erster Vorratsbehälter und eine erste Dosiereinrichtung für das erste Behandlungsmittel
und ein zweiter Vorratsbehälter und eine zweite Dosiervorrichtung für das zweite Behandlungsmittel
vorgesehen sind.
[0002] Aus der gattungsbildenden
DE 10 2005 059 343 A1 ist ein Verfahren zum Dosieren von Reinigungsmittel und Bleichmittel in den Spülbehälter
einer Geschirrspülmaschine bekannt, bei dem zwei getrennte Vorratsbehälter mit unterschiedlichem
Fassungsvermögen vorgesehen sind, und bei dem innerhalb eines Spülprogramms das Reinigungsmittel
und das Bleichmittel in Mengen dosiert werden, deren Verhältnis dem Verhältnis des
Fassungsvermögens der Vorratsbehälter entspricht. Da zwei unterschiedliche Behandlungsmittel
bei einem Spülvorgang verbraucht werden, ist es wünschenswert, dass das Nachfüllen
für beide Mittel in einem Arbeitsschritt gleichzeitig erfolgen kann. Hierzu muss in
jedem Vorratsbehälter ein ausreichend großes Leervolumen zur Aufnahme einer vorbestimmten
Nachfüllmenge vorhanden sein, die in der Regel dem Fassungsvermögen eines Vorratsgebindes
für ein solches Mittel entspricht oder dieses übersteigt. Das Volumen, das für einen
Zyklus verwendet werden soll, kann durch verschiedene Methoden gesteuert werden, z.
B. durch die Laufzeit einer Dosierpumpe, die Ansteuerzeit eines Ablassventils oder
durch die Größe einer Dosierkammer. In der
DE 10 2005 059 343 A1 wird dabei eine Dosiervorrichtung mit einer Dosierkammer verwendet, die sowohl zum
Vorratsbehälter als auch zu einer Auslassöffnung verschließbar ist. Dadurch kann wahlweise
die Dosierkammer befüllt oder ein in der Dosierkammer enthaltenes Fluid abgelassen
werden. Alle denkbaren Verfahren zur Steuerung einer Dosiermenge sind toleranzbehaftet.
Durch diese Toleranzen kann es zu einer unterschiedlichen Entleerung der Dosierkammern
kommen, die so nicht erwünscht ist. Außerdem kann durch eine nicht vollständige Entleerung
eines Vorratsgebindes oder durch eine anderweitige unvollständige Befüllung eines
Vorratsbehälters der entsprechende Behälter schneller entleert sein als der andere.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Dosieren von einem
ersten Behandlungsmittel und einem zweiten Behandlungsmittel in den Spülbehälter einer
Geschirrspülmaschine zu schaffen, bei dem eine im Wesentlichen gleichzeitige Entleerung
von mindestens zwei Vorratsbehältern gewährleistet werden kann, selbst wenn beim Dosieren
toleranzbehaftete Abweichungen auftreten.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Durch die Erfassung des Füllstandes an jedem Vorratsbehälter durch mindestens einen
Sensor kann eine Steuereinrichtung nach einem Dosiervorgang aufgrund der Sensorsignale
ermitteln, ob das Verhältnis des Füllstandes des ersten Vorratsbehälters zum Füllstand
des zweiten Vorratsbehälters zum Verhältnis des Fassungsvermögens des ersten Vorratsbehälters
zum Fassungsvermögen des zweiten Vorratsbehälters abweicht. Dadurch lässt sich mit
der Steuereinrichtung auf die Dosiermengen einwirken, wobei die Steuereinrichtung
in einem nachfolgenden Dosiervorgang die zur Dosierung vorgesehenen Mengen beibehält,
sofern das Verhältnis des Füllstandes des ersten Vorratsbehälters zum Füllstand des
zweiten Vorratsbehälters nicht vom Verhältnis des Fassungsvermögens des ersten Vorratsbehälters
zum Fassungsvermögen des zweiten Vorratsbehälters abweicht. Wenn jedoch festgestellt
wird, dass das Verhältnis des Füllstandes des ersten Vorratsbehälters zum Füllstand
des zweiten Vorratsbehälters vom Verhältnis des Fassungsvermögens des ersten Vorratsbehälters
zum Fassungsvermögen des zweiten Vorratsbehälters abweicht, kann über die Steuereinrichtung
für den nachfolgenden Dosiervorgang die Dosierung der vorgesehenen Mengen geändert
werden, wobei wahlweise nur eine Dosiermenge oder beide Dosiermengen geändert werden.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass durch eine Anpassung der Dosiermengen eine
Entleerung bei dem ersten und zweiten Vorratsbehälter im Wesentlichen zeitgleich auftritt,
selbst wenn aufgrund von Toleranzen beim Dosieren der Behandlungsmittel eine ungleichmäßige
Entleerung stattgefunden hat, weil daher abweichend von einer vorbestimmten Sollmenge
eine andere Menge dosiert wurde. Die Steuereinrichtung wirkt somit ausgleichend, um
bei einer gleichzeitigen Entleerung dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, in einem
Arbeitsgang beide Behandlungsmittel nachzufüllen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist nur ein Sensor an jedem Vorratsbehälter
angeordnet, und jeder Sensor erfasst einen diskreten Füllstand mit einem vorbestimmten
Restvolumen. Um ausreichend Möglichkeit zum Ausgleich des Dosierfehlers zu besitzen,
beträgt das Restvolumen etwa 20% des Fassungsvermögens des jeweiligen Vorratsbehälters.
Außerdem wird dadurch erst in die Dosierung der Behandlungsmittel eingegegriffen,
wenn tatsächlich bald eine Entleerung des Vorratsbehälters zu erwarten ist. Für mehr
als die Hälfte des Volumens des Vorratsbehälters kann somit der Sollwert für das jeweilige
Behandlungsmittel dosiert werden.
[0007] Die dosierte Menge kann bei dem Erreichen des sensierten Füllstandes beispielsweise
um 10% bis 50% gegenüber der bisher dosierten Menge verringert werden. Dadurch wird
eine Anpassung der Ist-Menge durchgeführt. Alternativ oder zusätzlich kann die dosierte
Menge bei Erreichen des sensierten Füllstandes an dem anderen Vorratsbehälter um 10%
bis 50% gegenüber der bisher dosierten Menge erhöht werden. Dadurch kann eine besonders
effektive Anpassung der Ist-Mengen durchgeführt werden, gerade wenn eine Abweichung
zwischen dem Entleerungsvolumen der beiden Vorratsbehälter detektiert wird.
[0008] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung zählt die Steuereinrichtung die
Dosiervorgänge, bei denen eine Änderung der zur Dosierung vorgesehenen Mengen vorgenommen
wurden, bis beide Vorratsbehälter die durch die Sensoren erfassten Füllstände erreicht
haben. Denn über diese Information kann die Steuereinrichtung wenigstens annähernd
genau ermitteln, wie groß der Fehler bei der Dosierung war und anschließend veranlassen,
dass nach dem Erreichen beider durch die Sensoren erfassten Füllstände abhängig von
der mittels der Steuerung erfassten Anzahl an Dosiervorgängen mit geänderter Menge
eine weitere Anzahl von Dosiervorgängen mit ebenfalls geänderter Menge vorgenommen
wird. Durch geeignete statistische Methoden kann dann sicher gestellt werden, dass
beide Vorratsbehälter ungefähr gleichzeitig entleert werden.
[0009] Vorzugsweise wird bei oder kurz vor dem Erreichen eines Leerstandes der Vorratsbehälter
eine Anzeige ausgegeben, um den Benutzer zum Nachfüllen beider Vorratsbehälter aufzufordern.
Dies vereinfacht die Handhabung, da der Benutzer nur ein einziges Mal das Befüllen
der Vorratsbehälter vornehmen muss und eine getrennte Befüllung vermieden werden kann.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- die Schemaskizze der Frontseite einer erfindungsgemäß aufgebauten Haushaltsgeschirrspülmaschine;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch den oberen Bereich der Gerätetür der Haushaltsgeschirrspülmaschine
nach Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Dosieren von zwei Behandlungsmitteln;
und
- Figur 4
- ein Zeitdiagramm verschiedener Sensorsignale und Zustandsgrößen während der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0011] In Figur 1 ist die Frontseite einer Haushaltsgeschirrspülmaschine 1 dargestellt.
Diese besitzt in bekannter Weise einen Spülbehälter 2, der zur Frontseite geöffnet
und deshalb durch eine schwenkbare Gerätetür 3 verschließbar ist. Die Figur zeigt
die Maschine bei geschlossener Tür 3, weshalb der dahinter befindliche, in Figur 2
angedeutete Spülbehälter 2 in Figur 1 nicht sichtbar ist. Der obere Bereich der Tür
3 kann ein Bedienfeld 4 tragen, in welchem sich dann Drehwahlschalter 5 und/oder Drucktasten
6 zur Anwahl eines Programms und außerdem Anzeigeeinrichtungen 7 zur Darstellung von
Benutzerinformationen befinden. Im Inneren des Bedienfelds sind die Steuereinrichtung
8 und weitere elektrische und elektronische Bauteile angeordnet, was durch den gestrichelten
Kasten symbolisiert wird. Die Tür 3 ist, wie in Figur 2 erkennbar, aus einem Türaußenblech
9 und einem Türinnenblech 10 geformt. Das Türinnenblech 10 ist mit einem abgekanteten
Rand 11 versehen, so dass durch das Zusammenfügen von Außenblech 9 und Innenblech
10 ein geschlossener Hohlkörper 12 gebildet wird. In diesem Hohlkörper 12 sind die
nachfolgend beschriebenen Dosiereinrichtungen bzw. Vorratsbehälter angeordnet und
deshalb durch gestrichelte Gebilde angedeutet; die ebenfalls notwendigen Ventile,
Schlauchanschlüsse, elektrische Leitungen o. Ä. sind nicht Gegenstand der Erfindung
und deshalb hier nicht dargestellt. Im mittleren Türbereich befindet sich in bekannter
Weise (s. bspw.
EP 1 329 187 A2) ein sogenanntes Kombi-Dosiergerät 13, welches zur Aufnahme von pulver- oder tablettenförmigem
Reiniger für einen Spülgang und zur Aufnahme von Klarspüler für mehrere Spülgänge
geeignet ist. Daneben kann ein Salzgefäß 14 vorgesehen sein, welches das zum Regenerieren
einer Enthärtungseinrichtung notwendige Regeneriersalz aufnimmt. In der linken oberen
Hälfte der Gerätetür 3 ist erfindungsgemäß eine weitere Dosiereinrichtung 15 angeordnet.
[0012] Die weitere Dosiereinrichtung 15 ist zur programmgesteuerten Abgabe von flüssigem
oder pastösem Reinigungsmittel und flüssigem oder pastösem Bleichmittel geeignet.
Sie ist in Figur 3 rein schematisch dargestellt. Dabei werden die Wirkstoffkomponenten
in zwei verschiedenen Behältern, Vorratsbehältern 20 und 30, voneinander getrennt
bevorratet. Somit werden die in flüssigen und/oder pastösen Formulierungen miteinander
unverträglichen Komponenten Enzym/Alkalität und Bleichmittel erst im Spülbehälter
gemischt und können dort ihre volle Wirkung entfalten.
[0013] An den ersten Vorratsbehälter 20 ist eine Dosiereinrichtung mit einer Dosierkammer
24 angeschlossen, wobei ein Ventil 25 zwischen dem Vorratsbehälter 20 und der Dosierkammer
24 angeordnet ist und die Dosierkammer 24 auf der zu einer Auslassöffnung gewandten
Seite durch ein Ventil 26 verschließbar ist. Die Ventile 25 und 26 sind über ein Stellelement
27 steuerbar. Gleichermaßen ist der Vorratsbehälter 30 an einer Auslassseite über
ein Ventil 35 mit einer Dosierkammer 34 verbunden. Die Dosierkammer 34 kann an einer
Auslassöffnung das zweite Behandlungsmittel abgeben, wenn ein Ventil 36 geöffnet ist.
Die Ventile 35 und 36 werden über ein zweites Stellelement 37 gesteuert.
[0014] Es ist auch möglich, Dosiereinrichtungen vorzusehen, in denen eine Dosierpumpe eingesetzt
wird, ein Ablassventil mit einer vorbestimmten Zeit angesteuert wird oder andere Einrichtungen
zur Förderung eines Fluids vorgesehen sind.
[0015] Zum Dosieren eines ersten und zweiten Behandlungsmittels werden zunächst die Ventile
25 und 35 geöffnet, so dass das entsprechende Behandlungsmittel in die jeweilige Dosierkammer
24 bzw. 34 einfließen kann. Die Dosiermenge entspricht dabei der Größe der Dosierkammer
24 bzw. 34. Wenn die beiden Dosierkammern 24 und 34 gefüllt sind, werden die Ventile
25 und 35 geschlossen und für den Beginn des Dosiervorganges werden die Ventile 26
und 36 an der Auslassöffnung geöffnet. Dadurch werden die beiden Behandlungsmittel
in den Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine zugegeben. Anschließend werden die
Ventile 26 und 36 geschlossen. Dieser Dosierzyklus wird so oft wie nötig wiederholt,
um eine vorbestimmte Dosiermenge zuzugeben. Das Fassungsvermögen der Vorratsbehälter
20 und 30 ist dabei auf die zu dosierenden Mengen abgestimmt, so dass beispielsweise
eine Menge eines ersten Behandlungsmittels zwanzig mal zugegeben werden kann, und
eine entsprechend größere oder kleinere Menge des zweiten Behandlungsmittels in dem
Vorratsbehälter 30 ebenfalls zwanzig mal als Sollmenge zugegeben werden kann. Dies
wird dadurch gewährleistet, dass die Mengen proportional zum Fassungsvermögen des
jeweiligen Vorratsbehälters sind, so dass bei der exakten Dosierung der Mengen auch
eine gleichzeitige Entleerung der Vorratsbehälter 20 und 30 stattfindet.
[0016] Um zu überprüfen, ob tatsächlich die gewünschte Menge des ersten und zweiten Behandlungsmittels
dosiert wurde oder ob erkennbare Abweichungen vorhanden sind, ist der Vorratsbehälter
20 mit einem ersten Sensor 22 ausgestattet, der einen vorbestimmten Füllstand 21 signalisieren
kann, der dann signalisiert wird, wenn nur noch ein vorbestimmtes Restvolumen 23 in
dem Vorratsbehälter 20 vorhanden ist. Gleichermaßen ist an dem Vorratsbehälter 30
ein Sensor 32 vorgesehen, der zur Erfassung einer Füllstandshöhe 31 geeignet ist.
Durch den Sensor 32 kann ein Restvolumen 33 detektiert werden. Die Restvolumen 23
und 33 sind proportional zu dem Volumen der Vorratsbehälter 20 und 30 ausgebildet,
d.h. das Verhältnis der beiden Restvolumina 23 und 33 entspricht dem Verhältnis der
Fassungsvermögen der beiden Vorratsbehälter 20 und 30.
[0017] Die Sensoren 22 und 32 können dabei als Schwellwertschalter ausgeführt sein, die
an die Steuereinrichtung 8 Ausgangssignale abgeben, wenn die jeweilige Füllstandshöhe
21 und 31 erreicht ist.
[0018] Sollten sich die Vorratsbehälter 20 und 30 nicht gleichmäßig entleeren, beispielsweise
aufgrund von Toleranzen oder aufgrund einer unterschiedlichen Befüllung, kann die
Steuereinrichtung 8 eine Anpassung der Dosierung vornehmen. Denn für den Benutzer
ist es vorteilhaft, wenn die beiden Vorratsbehälter 20 und 30 gleichzeitig ein Reservevolumen
bzw. eine Entleerung erreichen, da dann die beiden Vorratsbehälter 20 und 30 gleichzeitig
befüllt werden können. Dabei sollte es möglich sein, eine ganze Nachfüllpackung in
den Vorratsbehälter zu entleeren. Es ist daher vorteilhaft, wenn eine Aufforderung
zum Nachfüllen an den Benutzer erst ausgegeben wird, wenn beide Vorratsbehälter ausreichend
entleert sind.
[0019] In Figur 4 ist ein Zeitdiagramm verschiedener Sensorsignale und Zustandsgrößen während
der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt. Dabei wird
davon ausgegangen, dass die Vorratsbehälter 20 und 30 gleiche Fassungsvermögen besitzen
und demzufolge auch die Dosiermengen V
1 (Dosierkammer 24) und V
2 (Dosierkammer 34) zunächst gleich sind. Bei unterschiedlichen Dosiermengen V
1 und V
2 sind die Vorratsbehälter entsprechend auszulegen. Das Diagramm zeigt insgesamt sechs
Dosiervorgänge, hier als Dosierzyklen D1 bis D6 bezeichnet. Diese können in sechs
nacheinander folgenden Spülprogrammen erfolgen, es sind aber auch mehrere Dosierzyklen
innerhalb eines Programmablaufs möglich. In einem ersten Dosierzyklus D1 erfolgt zunächst
eine Dosierung gleicher Mengen. Beide Vorratsbehälter 20 und 30 sind noch ausreichend
gefüllt. Während des zweiten Dosierzyklus wird an dem Sensor 32 erfasst, dass der
Füllstand 31 erreicht ist und nur noch das Restvolumen 33 im Vorratsbehälter 30 enthalten
ist. Der Sensor 32 gibt ein entsprechendes Signal S
2 an die Steuereinrichtung 8 weiter. Der Dosierzyklus D2 wird bis zum Ende durchgeführt,
wobei die Dosierung entsprechend den Sollmengen V
1 und V
2 erfolgt. Nach dem der Sensor 22 nicht festgestellt hat, dass auch an dem Vorratsbehälter
20 der Füllstand 21 erreicht ist (Sensorsignal S
1 bleibt "0"), muss davon ausgegangen werden, dass die Vorratsbehälter 20 und 30 eine
unterschiedliche Befüllung im Verhältnis ihres Fassungsvermögens aufweisen. Dies wird
in der Steuereinrichtung dadurch verarbeitet, dass am Ende des Dosierzyklus' ein Zähler
Z erhöht wird. Dies erfolgt immer dann, wenn am Ende eines Dosierzyklus' D festgestellt
wird, dass die Signale der beiden Sensoren 22 und 32 ungleich sind. Am Ende des ersten
Dosierzyklus' ist das der Fall, so dass der Zähler Z von "0" auf "1" gesetzt wird.
[0020] Außerdem wird zu Beginn des dritten Dosierzyklus' D3 die Dosiermenge V
1 des ersten Behandlungsmittels und/oder die Dosiermenge V
2 des zweiten Behandlungsmittels angepasst. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird das erste Behandlungsmittel in einer größeren Menge V
1, nämlich doppelt, dosiert. Am Ende des Dosierzylkusses D3 hat der erste Sensor 22
immer noch nicht detektiert, dass der Füllstand 21 erreicht wurde. Entsprechend wird
der Zähler Z auf den Wert 2 heraufgesetzt.
[0021] Beim vierten Dosierzyklus D4 wird wiederum eine größere Menge V
1 ersten Behandlungsmittels zugegeben, während das zweite Behandlungsmittel nur in
geringerer Menge V
2 zugegeben wird. In diesem Zyklus erfasst auch der erste Sensor 22 den Füllstand 21,
Sensorsignal S
1 steigt auf "1 ". Dadurch besitzen die Sensoren 22 und 32 denselben Signalzustand,
das heißt in beiden Vorratsbehältern 20 und 30 ist der Füllstand nur noch im Bereich
eines Restvolumens 23 bzw. 33. Wenn die Sensoren 22 und 32 den gleichen Signalzustand
haben, soll der Zähler Z um eins heruntergezählt werden. Der Zähler wird dementsprechend
am Ende des dritten Dosierzyklus' wieder auf den Wert 1 gesetzt.
[0022] Beim fünften Dosierzyklus wird aufgrund des Zählerstandes "1" noch einmal das erste
Behandlungsmittel in einer doppelten Menge V
1 zugegeben. Da beide Sensoren denselben Signalzustand haben, wird nach dem fünften
Dosierzyklus der Zähler Z wieder auf 0 gesetzt. Im sechsten Dosierzyklus D6 werden
wieder gleiche Mengen V
1 und V
2 dosiert.
[0023] Dem Benutzer wird eine Anzeige ausgegeben, dass beide Vorratsbehälter 20 und 30 zum
Befüllen anstehen, wenn das Restvolumen 23 in beiden Vorratsbehältern 20 und 30 erreicht
ist. Es ist auch möglich, die Anzeige für eine Befüllung erst auszugeben, wenn tatsächlich
eine vollständige Entleerung eines Vorratsbehälters 20 oder 30 stattgefunden hat.
[0024] Die Anpassung der Mengen V
1 und V
2 des ersten oder zweiten Behandlungsmittels erfolgt vorzugsweise so, dass nur eine
Erhöhung einer Dosiermenge vorgenommen wird und die erforderliche Mindestmenge eines
Behandlungsmittels bei einem Spülvorgang immer vorhanden ist.
[0025] Das in Figur 4 dargestellte Steuerungsverfahren kann im Rahmen der Erfindung auch
modifiziert werden. Beispielsweise kann statt eines schaltbaren Sensors 22 bzw. 32
auch ein anderer Sensor zur Erfassung eines Füllstandes vorgesehen sein. Zudem können
an einem Vorratsbehälter 20, 30 auch zwei oder mehr Sensoren angeordnet sein, um eine
feinere Anpassung der Dosiermengen vornehmen zu können.
1. Verfahren zum Dosieren von einem ersten Behandlungsmittel und einem zweiten Behandlungsmittel
in den Spülbehälter einer Geschirrspülmaschine, wobei ein erster Vorratsbehälter (20)
und eine erste Dosiereinrichtung (24) für das erste Behandlungsmittel und ein zweiter
Vorratsbehälter (30) und eine zweite Dosiervorrichtung (34) für das zweite Behandlungsmittel
vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass an jedem Vorratsbehälter (20, 30) mindestens ein Sensor (22, 32) zur Erfassung eines
Füllstandes (21, 31) vorgesehen ist;
b) dass eine Steuereinrichtung (8) nach einem ersten Dosiervorgang die Sensorsignale
(S1, S2) vergleicht und daraus ermittelt, ob das Verhältnis des Füllstands (21) des ersten
Vorratsbehälters (20) zum Füllstand (31) des zweiten Vorratsbehälters (30) vom Verhältnis
des Fassungsvermögens des ersten Vorratsbehälters (20) zum Fassungsvermögen des zweiten
Vorratsbehälters (30) abweicht;
und dass entweder
c1) die Steuereinrichtung (8) in einem folgenden Dosiervorgang die Dosiereinrichtungen
(24, 34) derart steuert, dass das Verhältnis einer ersten Menge (V1) aus der ersten Dosiereinrichtung (24) zur zweiten Menge (V2) aus der zweiten Dosiereinrichtung (34) dem Verhältnis des Fassungsvermögens des
ersten Vorratsbehälters (20) zum Fassungsvermögen des zweiten Vorratsbehälters (30)
entspricht, sofern das Verhältnis des Füllstands (21) des ersten Vorratsbehälters
(20) zum Füllstand (31) des zweiten Vorratsbehälters (30) nicht vom Verhältnis des
Fassungsvermögens des ersten Vorratsbehälters (20) zum Fassungsvermögen des zweiten
Vorratsbehälters (30) abweicht;
oder
c2) die Steuereinrichtung (8) in einem folgenden Dosiervorgang mindestens eine der
dosierten Mengen (V1, V2) ändert, sofern das Verhältnis des Füllstands (21) des ersten Vorratsbehälters (20)
zum Füllstand (31) des zweiten Vorratsbehälters (30) vom Verhältnis des Fassungsvermögens
des ersten Vorratsbehälters (20) zum Fassungsvermögen des zweiten Vorratsbehälters
(30) abweicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur ein Sensor (22, 32) an jedem Vorratsbehälter (20, 30) angeordnet ist, und jeder
Sensor einen diskreten Füllstand mit einem vorbestimmten Restvolumen (23, 33) erfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Restvolumen etwa 20% des Fassungsvermögens des jeweiligen Vorratsbehälters (20,
30) beträgt.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dosierte Menge des Behandlungsmittels, bei dem das Erreichen des Füllstands (21,
31) zuerst ermittelt wird, um 20% bis 50% gegenüber der im vorherigen Dosiervorgang
dosierten Menge verringert wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dosierte Menge des Behandlungsmittels, bei dem das Erreichen des Füllstands (21,
31) nicht zuerst ermittelt wird, um 20% bis 50% gegenüber der im vorherigen Dosiervorgang
dosierten Menge erhöht wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung (8) die Dosiervorgänge zählt, bei denen eine Änderung der dosierten
Menge vorgenommen wurde, bis beide Vorratsbehälter die durch die Sensoren (22, 32)
erfassten Füllstände (21, 31) erreicht haben.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Erreichen beider durch die Sensoren (22, 32) erfassten Füllstände (21, 31)
abhängig von der mittels der Steuereinrichtung (8) erfassten Anzahl an Dosiervorgängen
mit geänderter Menge eine weitere Anzahl von Dosiervorgängen mit ebenfalls geänderter
Menge vorgenommen wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei oder kurz vor dem Erreichen eines Leerstandes der Vorratsbehälter (20, 30) eine
Anzeige ausgegeben wird, um den Benutzer zum Nachfüllen beider Vorratsbehälters aufzufordern.