[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheits-
oder Wertdokumenten, wie Banknoten, Ausweiskarten und dergleichen.
[0002] Sicherheitspapiere oder Wertdokumente werden zur Absicherung oft mit verschiedenen
Echtheitsmerkmalen ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit des Sicherheitspapiers
oder Wertdokuments gestatten und die zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion
dienen.
[0003] Im Sinne der Erfindung bezeichnet dabei der Begriff "Sicherheitspapier" das unbedruckte
Papier, das üblicherweise in quasi endloser Form vorliegt und zu einem späteren Zeitpunkt
weiterverarbeitet wird. Als "Wertdokument" wird ein Dokument bezeichnet, das für seinen
bestimmungsgemäßen Gebrauch fertig gestellt ist. Wertdokumente im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind insbesondere Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks,
hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe
und sonstige Ausweisdokumente, sowie Produktsicherungselemente, wie Etiketten, Siegel,
Verpackungen und dergleichen. Die vereinfachte Benennung "Sicherheitspapier" oder
"Wertdokument" schließt im Folgenden alle derartigen Dokumente und Produktsicherungsmittel
ein.
[0004] Die Druckschrift
WO 95/10420 beschreibt ein Wertdokument, in das nach seiner Herstellung eine durchgehende Öffnung
gestanzt wird, die anschließend mit einer die Öffnung allseits überragenden Abdeckfolie
einseitig verschlossen wird. Die Abdeckfolie ist zumindest in einem Teilbereich transparent,
so dass beim Versuch, das Wertdokument zu kopieren, der Untergrund durchscheint und
vom Kopiergerät entsprechend wiedergegeben wird. Auf diese Weise können Fälschungen
leicht erkannt werden. Allerdings kann die durch Ausstanzen erzeugte Öffnung von einem
Fälscher ebenso erzeugt werden. Die Farbkopie eines echten Wertdokuments weist zwar
den transparenten Bereich nicht mehr auf, dieser Bereich kann jedoch nachträglich
analog zum echten Wertdokument ausgestanzt und mit einer passenden Abdeckfolie erneut
verschlossen werden. Derartige Fälschungen sind nur schwer zu erkennen.
[0005] Zur Abhilfe ist in der Druckschrift
WO 03/054297 vorgeschlagen worden, bereits während der Papierherstellung eine durchgehende Öffnung
zu erzeugen. Eine derartige, bei der Blattbildung erzeugte Öffnung weist im Randbereich
charakteristische Unregelmäßigkeiten auf, die am fertigen Papier nachträglich nicht
herstellbar sind. Die Unregelmäßigkeiten zeigen sich insbesondere durch das Fehlen
einer scharfen Schnittkante bzw. durch unregelmäßiges Anlagern von Fasern im Randbereich
und durch in die Öffnung ragende Einzelfasern. Derart erzeugte Öffnungen haben einen
ähnlich hohen Sicherheitswert wie ein bei der Papierherstellung erzeugtes Wasserzeichen
oder ein bei der Papierherstellung eingebetteter Sicherheitsfaden.
[0006] Allerdings schwanken solche bei der Papierherstellung erzeugte Öffnungen oft in ihrer
Qualität und sind nicht einfach reproduzierbar herzustellen. Teilweise besteht auch
die Gefahr, dass Faserbündel die Öffnung zu Teil verschließen.
[0007] GB-A-2 390 056 offenbart ein Sicherheitspapier mit einem ein eingebetteten Folienelement, das in
Teilbereichen durch papiermacherisch hergestellte Fensterbereiche sichtbar ist.
[0008] GB-A-1604 463 offenbart ein Sicherheitspapier mit einem eingebetteten Folienelement, das im Bereich
des Folienelements eine durch Schneiden oder Stanzen erzeugte Öffnung aufweist.
[0009] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitspapier zu
schaffen, das die Nachteile des Stands der Technik vermeidet. Insbesondere soll das
Sicherheitspapier die hohe Fälschungssicherheit der bei der Papierherstellung erzeugten
Öffnungen mit hoher Reproduzierbarkeit bei der Herstellung und guter Erkennbarkeit
der durch die Öffnungen gebildeten Echtheitsmerkmale verbinden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] In einem ersten Erfindungsaspekt enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitspapier zumindest
zwei durchgehende Öffnungen, wobei eine erste der durchgehenden Öffnungen während
der Papierherstellung erzeugt ist und im Randbereich charakteristische Unregelmäßigkeiten
aufweist, und eine zweite der durchgehenden Öffnungen nach der Papierherstellung durch
Schneiden oder Stanzen mit einem scharf begrenzten Randbereich erzeugt ist.
[0012] Die Umrissformen der ersten und der zweiten durchgehenden Öffnung stehen dabei vorzugsweise
in einem Sinnzusammenhang. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Umrissformen
der ersten und der zweiten durchgehenden Öffnung aufeinander bezogene oder einander
ergänzende Informationen, wie etwa ein Bildmotiv, Zeichen oder eine Codierung darstellen.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die zweite, scharf begrenzte Öffnung durch
Laserschneiden erzeugt. Die scharf begrenzten Randflächen der zweiten Öffnung können
dabei parallel und senkrecht zur Papieroberfläche verlaufen. In anderen Ausgestaltungen
ist die zweite Öffnung dagegen mit gegen die Oberflächennormale geneigten Randflächen
ausgebildet. Dies kann beispielsweise beim Laserschneiden durch eine geeignete Wahl
der Strahldivergenz und der Strahlneigung relativ zur Papieroberfläche erreicht werden.
Insbesondere können Strahldivergenz und Strahlneigung zur Papieroberfläche so eingestellt
werden, dass die zweite Öffnung mit gegen die Oberflächennormale verschieden geneigten
Randflächen erzeugt wird. Abgeflachte Kanten führen zu einem sanfteren Übergang zwischen
einer über den Öffnungen angeordneten Abdeckfolie und dem Papiersubstrat, und damit
unter anderem zu einer geringeren Verschmutzungsanfälligkeit.
[0014] Verschieden geneigte Randflächen bieten darüber hinaus Vorteile bei einer beiderseitigen
Laminierung der Öffnung mit Folien und minimieren insbesondere die bei beiderseitiger
Laminierung möglichen Problem mit Lufteinschluss. Ferner weisen die Öffnungen mit
geneigten Randflächen gegenüber senkrechten Randflächen einen zusätzlichen optischen
Effekt auf, da sie je nach Betrachtungsrichtung verschieden groß erscheinen.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Sicherheitspapier eine
vorbestimmte Papierdicke und eine Dünnstelle mit reduzierter Papierdicke auf, wobei
zumindest die zweite durchgehende Öffnung im Bereich der Dünnstelle eingebracht ist.
Die Dünnstelle kann insbesondere ein Wasserzeichen umfassen.
[0016] Die beiden Öffnungen sind zweckmäßig auf zumindest einer Seite des Sicherheitspapiers
mit einem Folienelement verschlossen. In manchen Gestaltungen sind die Öffnungen sogar
auf beiden Seiten mit einer Folie verschlossen. Dabei können mögliche Probleme des
Lufteinschlusses durch die oben erwähnten geneigten Kanten minimiert werden.
[0017] Nach einem weiteren Erfindungsaspekt enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitspapier
zumindest eine durchgehende Öffnung, wobei die Randfläche der durchgehenden Öffnung
erste, scharf begrenzte Teilbereiche und zweite Teilbereiche mit charakteristischen
Unregelmäßigkeiten aufweist. Erste und zweite Teilbereiche wechseln einander entlang
der Umrisslinie der Öffnung vorzugsweise ab. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass
sich erste und zweite Teilbereiche einander entlang der Umrisslinie der Öffnung in
unregelmäßiger Abfolge abwechseln.
[0018] In einer Ausgestaltung erstrecken sich erste und zweite Teilbereiche jeweils durch
die gesamte Papierdicke. Es kann auch vorgesehen sein, dass erste und zweite Teilbereiche
in einer Richtung entlang der Dicke des Sicherheitspapiers aufeinander folgen und
einander zu der durchgehenden Öffnung ergänzen. Beispielsweise können sich in einem
Randabschnitt scharf begrenzte Teilbereiche durch 90 % der Papierdicke erstrecken,
während die Randfläche für die restlichen 10 % der Papierdicke unregelmäßig ist. Solche
Randabschnitte können auch mit anderen Randabschnitten kombiniert sein, in denen sich
erste oder zweite Teilbereiche vollständig durch die gesamte Papierdicke erstrecken.
[0019] Eine derartige Abfolge von ersten und zweiten Teilbereichen entlang der Dicke des
Sicherheitspapiers kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, dass während der Papierherstellung
eine durchgehende Öffnung mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten im Randbereich
erzeugt wird, und der Randbereich der so erzeugten Öffnung nach der Papierherstellung
durch Schneiden oder Stanzen modifiziert und dadurch zumindest in Teilbereichen scharf
begrenzt wird. Die Modifikation wird vorzugsweise durch Laserschneiden erzeugt, wobei
auch hier die oben angesprochenen Möglichkeiten der Neigung der Randflächen bestehen.
[0020] Die Abfolge von ersten und zweiten Teilbereichen entlang der Dicke des Sicherheitspapiers
kann beispielsweise auch dadurch erzeugt werden, dass ein Papierstück mit der gewünschten
Form der Öffnung mit unterbrochenen, scharf begrenzten Schnittlinien in dem Sicherheitspapier
definiert wird, und das so definierte Papierstück dann aus dem Sicherheitspapier herausgerissen,
insbesondere herausgeblasen oder herausgezogen wird. Das Papierstück wird vorzugsweise
durch Laserschneiden definiert, wobei wiederum die oben angesprochenen Möglichkeiten
der Neigung der Randflächen bestehen.
[0021] Eine weitere Möglichkeit, die Abfolge erster und zweiter Teilbereiche zu erzeugen,
besteht darin, dass in dem Sicherheitspapier eine scharf begrenzte Dünnstelle mit
der Form der gewünschten Öffnung erzeugt wird, und dass das im Bereich der Dünnstelle
durch die Restpapierdicke gebildete Papierstück aus dem Sicherheitspapier herausgerissen,
insbesondere herausgeblasen oder herausgezogen wird. Auch die scharf begrenzte Dünnstelle
wird in einer bevorzugten Verfahrensführung durch Laserschneiden erzeugt, falls gewünscht,
mit geneigten Randflächen, wie oben erläutert.
[0022] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung weist das Sicherheitspapier eine vorbestimmte
Papierdicke und eine Dünnstelle mit reduzierter Papierdicke, beispielsweise ein Wasserzeichen,
auf, wobei die durchgehende Öffnung im Bereich der Dünnstelle eingebracht ist.
[0023] Die durchgehende Öffnung ist zweckmäßig auf einer oder sogar auf beiden Seiten des
Sicherheitspapiers mit einem Folienelement verschlossen.
[0024] Bei einem weiteren Erfindungsaspekt enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitspapier
zumindest eine während der Papierherstellung erzeugte durchgehende Öffnung, die im
Randbereich charakteristische Unregelmäßigkeiten aufweist. Die durchgehende Öffnung
ist mit einer durch Laserätzen erzeugten Gravur kombiniert, die die Öffnung zu einer
Projektionsdarstellung ergänzt. Vorzugsweise ist die durchgehende Öffnung auf einer
oder sogar auf beiden Seiten des Sicherheitspapiers mit einem Folienelement verschlossen.
[0025] Nach noch einem weiteren Erfindungsaspekt enthält ein gattungsgemäßes Sicherheitspapier
ein eingebettetes Folienelement, das in Teilbereichen durch papiermacherisch hergestellte
Fensterbereiche sichtbar ist. Das Sicherheitspapier weist weiter im Bereich des Folienelements
eine nach der Papierherstellung durch Schneiden oder Stanzen erzeugte Öffnung mit
scharf begrenztem Randbereich auf.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die scharf begrenzte Öffnung über und/ oder
unmittelbar neben dem Folienelement angeordnet. Vorzugsweise ist die scharf begrenzte
Öffnung mit Ausnahme eines eventuellen Überschneidungsbereichs mit dem Folienelement
durchgehend ausgebildet.
[0027] Die Fensterbereiche sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform auf einer ersten
Hauptfläche des Sicherheitspapiers angeordnet, während sich die scharf begrenzte Öffnung
von der gegenüberliegenden Hauptfläche des Sicherheitspapiers bis zu dem Folienelement
erstreckt.
[0028] In allen Ausgestaltungen kann das Folienelement ein Sicherheitselement, insbesondere
einen Sicherheitsfaden oder ein Sicherheitsband, darstellen.
[0029] Die scharf begrenzte Öffnung wird mit Vorteil durch Laserschneiden erzeugt. Dabei
können die Randflächen der Öffnung geneigt sein, wie oben erläutert. In einer zweckmäßigen
Ausgestaltung weist das Sicherheitspapier eine vorbestimmte Papierdicke und eine Dünnstelle
mit reduzierter Papierdicke, beispielsweise ein Wasserzeichen, auf, wobei die scharf
begrenzte Öffnung im Bereich der Dünnstelle eingebracht ist. Die scharf begrenzte
Öffnung ist zweckmäßig auf einer oder sogar auf beiden Seiten des Sicherheitspapiers
mit einem Folienelement verschlossen.
[0030] Die Erfindung enthält auch ein Wertdokument, wie eine Banknote, eine Ausweiskarte
und dergleichen, mit einem Sicherheitspapier der beschriebenen Art. Das erfindungsgemäße
Sicherheitspapier oder Wertdokument kann für die Fälschungssicherung von Waren beliebiger
Art verwendet werden.
[0031] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
Es zeigen:
[0032]
- Fig.1
- eine schematische Darstellung einer Banknote aus einem Sicherheitspapier nach einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier nach einem anderen Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
- Fig. 3 und 4
- weitere Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäße Gestaltungen zweier, in einem Sinnzusammenhang
stehender Öff-nungen in einem Sicherheitspapier,
- Fig. 5 bis 7
- jeweils in (a) einen Zwischenschritt bei der Herstellung des in (b) in Aufsicht gezeigten
Sicherheitspapiers nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung,
- Fig. 8
- in (a) einen Zwischenschritt bei der Herstellung eines Sicherheitspapiers nach einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, und in (b) einen Ausschnitt von (a) nach
dem Herauslösen der ausgeschnittenen Form,
- Fig. 9
- eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
- Fig. 10
- in (a) eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier mit einem eingebetteten Folienelement
nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, und in (b) und (c) Querschnitte durch
das Sicherheitspapier von (a) entlang der Linien B-B bzw. C-C,
- Fig.11 und 12
- jeweils in (a) eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier mit Folienelement nach weiteren
Ausführungsbeispielen der Erfindung, und in (b) und (c) Querschnitte durch das Sicherheitspapier
von (a) entlang der Linien B-B bzw. C-C,
- Fig. 13
- eine Gestaltung, bei der eine lasergeschnittene Öffnung im Bereich einer papiermacherisch
erzeugten Dünnstelle erzeugt wird,
- Fig. 14
- in (a) und (b) im Querschnitt zwei Schritte bei der Herstellung eines Sicherheitspapiers
nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, und in (c) eine Aufsicht auf
das Sicherheitspapier von (b),
- Fig. 15
- in (a) bis (c) eine Darstellung wie in Fig. 14, wobei die lasergeschnittene Öffnung
im Bereich einer papiermacherisch erzeugten Dünnstelle erzeugt wird, und
- Fig. 16
- in (a) und (b) zwei Ausführungsbeispiele für lasergeschnittene Öffnungen mit gegen
die Oberflächennormale geneigten Randflächen.
[0033] Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote näher erläutert. Fig.1 zeigt dazu
eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die zwei durchgehende Öffnungen 12
bzw. 16 aufweist. Die erste der durchgehenden Öffnungen 12 wurde dabei während der
Herstellung des für die Banknote 10 verwendeten Sicherheitspapiers erzeugt und weist
einen faserigen, unregelmäßigen Randbereich 14 auf. Ein solcher Rand 14 ist charakteristisch
für die bereits bei der Blattbildung hergestellten Öffnungen und kann nicht nachträglich
durch Stanzen oder Schneiden des Papiers erzeugt werden.
[0034] Die zweite durchgehende Öffnung 16 wurde erst nach der Papierherstellung durch Laserschneiden
oder mithilfe eines Stanzwerkzeugs erzeugt und weist einen scharf begrenzten Randbereich
18 auf. Die beiden durchgehenden Öffnungen 12 und 16 zeigen, räumlich voneinander
getrennt, zweimal dieselbe Information, im Ausführungsbeispiel der Fig.1 jeweils ein
gleichschenkliges Dreieck. Es versteht sich, dass anstelle des Dreiecks auch komplexere
Formen verwendet werden können, deren Umrisse beispielsweise eine Ziffernfolge oder
eine einfache Graphik darstellen.
[0035] Sogar wenn die von der ersten Öffnung 12 dargestellte Information durch ihren unregelmäßigen
Randbereich 14 nicht auf Anhieb erkennbar sein sollte, kann der Betrachter durch die
mit klaren Konturen ausgebildete zweite Öffnung 16 den Bezug der beiden Formen herstellen
und die Information zweifelsfrei erkennen. Durch die zweimalige Präsentation der Information
in verschiedenem Gewand werden das Augenmerk und die Aufmerksamkeit des Betrachters
gerade auf den Unterschied der beiden Öffnungen gelenkt. Die hohe Fälschungssicherheit
der unregelmäßig berandeten Öffnung 12 wird so mit der klaren Erkennbarkeit der scharf
berandeten Öffnung 16 kombiniert.
[0036] Der Ausschnitt der Fig. 2 zeigt eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier 20 nach einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Sicherheitspapier 20 weist eine erste,
papiermacherisch erzeugte Öffnung 22 mit einem unregelmäßigen Randbereich 24 und eine
zweite, durch Laserschneiden erzeugte Öffnung 26 mit einem scharfen Rand 28 auf. Auch
hier stehen die Umrissformen der beiden Öffnungen 22 und 26 miteinander in einem Sinnzusammenhang.
Im Gegensatz zu dem Ausführungsbeispiel der Fig.1 präsentieren sie allerdings nicht
die gleiche Information, sondern bilden einander ergänzende Teile einer Gesamtinformation.
[0037] Vorzugsweise ist das dargestellte Motiv auf die verschiedenen Randeigenschaften der
beiden Öffnungen abgestimmt. Zur Illustration zeigt Fig. 2 ein Blumenmotiv, bei dem
die Blüte durch die erste, unregelmäßig berandete Öffnung 22 und der Stängel und die
Blätter durch die zweite, scharf berandete Öffnung 26 gebildet sind. Da Blüten in
der Natur sehr unterschiedlich und variabel aussehen, wirkt die Gesamtdarstellung
sehr realistisch. Gleichzeitig ist durch die Verwendung der beiden Öffnungsformen
ein hoher Fälschungsschutz gewährleistet.
[0038] Figuren 3 und 4 zeigen weitere Ausführungsbeispiele für Gestaltungen, bei denen die
Umrissformen einer unregelmäßig berandeten ersten Öffnung und einer scharf berandeten
zweiten Öffnung miteinander in einem Sinnzusammenhang stehen.
[0039] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3(a) zeigt eine Sonne im Form einer kreisrunden,
unregelmäßig berandeten ersten Öffnung 32 mit radial nach außen weisenden Strahlen,
die durch lasergeschnittene oder gestanzte dreieckige Öffnungen 34 gebildet sind.
Die von den zweiten Öffnungen 34 gebildeten Strahlen stellen in diesem Ausführungsbeispiel
ein von der ersten Öffnung abhängiges Motiv dar. Auch in Fig. 3(b) stellt die unregelmäßig
berandete, sternförmige, erste Öffnung 36 ein Hauptmotiv dar, von dem die scharf berandeten,
kreisrunden, zweiten Öffnungen 38 graphisch abhängen.
[0040] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem sich die unregelmäßig
berandeten Öffnungen 42 und die scharf berandeten Öffnungen 44 jeweils zur Denomination
"100" einer Banknote 40 ergänzen. Wie üblich, ist die Denomination der Banknote an
anderer Stelle nochmals klar lesbar aufgebracht, beispielsweise aufgedruckt. Bei einer
realen Banknote kann nur eine der Gestaltungen der Fig. 4 eingesetzt werden oder es
können beide und gegebenenfalls weitere Gestaltungen an verschiedenen Stellen der
Banknote vorgesehen sein.
[0041] Ein Sinnzusammenhang der beiden Öffnungsarten kann sich auch dadurch ergeben, dass
die unregelmäßig berandete Öffnung durch die scharf berandete Öffnung modifiziert
wird, wie nunmehr mit Bezug auf die Figuren 5 bis 7 erläutert. Fig. 5(a) zeigt eine
Aufsicht auf ein Sicherheitspapier 50, in das bei der Papierherstellung zunächst eine
erste, unregelmäßig berandete Öffnung 52 eingebracht wurde. Die Öffnung 52 wird nach
der Papierherstellung durch Laserschneiden mit zwei scharf berandeten Öffnungen 54
modifiziert, deren Positionen in Fig. 5(a) gestrichelt eingezeichnet sind.
[0042] Nach dem Laserschneiden ergibt sich eine einzige zusammenhängende und durchgehende
Öffnung 56, die, wie in Fig. 5(b) gezeigt, aufgrund der zweistufigen Herstellung einerseits
Teilbereiche 58 mit unregelmäßigem Rand und andererseits Teilbereiche 59 mit scharfem
Rand aufweist. Durch eine solche Modifikation können die Randeigenschaften der beiden
Öffnungsarten in einer einzigen durchgehenden Öffnung kombiniert werden.
[0043] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 wird bei der Papierherstellung in einem ersten
Schritt eine unregelmäßig berandete Öffnung 62 in Form einer vorgegebenen Figur, beispielsweise
in Form der in Fig. 6(a) gezeigten vierpfeiligen Figur, in einem Sicherheitspapier
60 erzeugt. Der unregelmäßige Randbereich 64 dieser Figur wird dann teilweise mit
einem Laser nachgeschnitten. Wie in Fig. 6(b) illustriert, ergibt sich so eine durchgehende
Öffnung 66, die einerseits Teilbereiche 68 mit unregelmäßigem Rand und andererseits
Teilbereiche 69 mit scharfem Rand aufweist. Das Verhältnis und die Abfolge der Teilbereiche
68, 69 kann dabei beliebig gewählt werden.
[0044] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem, wie bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 6, zunächst eine unregelmäßig berandete Öffnung 72 in ein Sicherheitspapier
70 eingebracht wird, wie in Fig. 7(a) gezeigt. Nach der Papierherstellung wird die
Öffnung 72 vollständig mit einem Laser nachgeschnitten (Bezugszeichen 74), wobei die
Größe des Nachschnitts 74 etwas kleiner als die Größe der Öffnung 72 gewählt wird.
Auf diese Weise entsteht eine durchgehende Öffnung 76, die in unregelmäßiger Abfolge
Teilbereiche 78 mit unregelmäßigem Rand und Teilbereiche 79 mit scharfem Rand aufweist,
wie in Fig. 7(b) dargestellt.
[0045] Eine Abfolge von regelmäßigen und unregelmäßigen Randbereichen kann auch ohne Beteiligung
einer bereits bei der Papierherstellung erzeugten Öffnung erzielt werden. Beispielsweise
kann die gewünschte Form einer durchgehenden Öffnung 82 mithilfe eines Laser so aus
einem Sicherheitspapier 80 herausgeschnitten werden, dass die Schnittlinien 84 keine
zusammenhängende Schnittkurve bilden, sondern durch nicht geschnittene Teilstücke
86 unterbrochen sind, wie in Fig. 8(a) gezeigt. Die Teilstücke 86 bilden Haltestege,
die das Herauslösen der ausgeschnittenen Form zunächst verhindern.
[0046] Die ausgeschnittene Form kann anschließend beispielsweise mit einem Luftstrahl herausgeblasen
oder mittels Vakuum herausgezogen werden. Wie in dem in Fig. 8(b) im Detail dargestellten
Ausschnitt 85 veranschaulicht, reißt das ausgeschnittene Papierstück bei dieser Vorgehensweise
an den Haltestegen 86 in unregelmäßiger Weise ab, während die Schnittlinien 84 scharfe
Randkanten bilden. Der Randbereich zur Öffnung 82 weist somit eine Abfolge unregelmäßiger
Teilbereiche 88 und scharf geschnittener Teilbereiche 89 auf, deren relative Größe
und Abfolge durch die Schnittführung beim Laserschneiden fast beliebig gewählt werden
kann.
[0047] Bei dem weiteren, in Fig. 9 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das
Sicherheitspapier 90 eine während der Papierherstellung erzeugte durchgehende Öffnung
92 mit unregelmäßigem, fasrigem Rand auf. Die Öffnung 92 ist mit Gravurlinien 94 kombiniert,
die durch Laserätzen erzeugt sind. Die Gravurlinien 94 sind durch lokal gedünnte Bereiche
in dem Sicherheitspapier 90 gebildet, wie beispielsweise in der Druckschrift
WO 98/03348 beschrieben, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegenden Beschreibung aufgenommen
wird. Lage und Anordnung der Gravurlinien 94 sind erfindungsgemäß so gewählt, dass
sie die Öffnung 92 zu einer Projektionsdarstellung ergänzen.
[0048] Bei Betrachtung im Auflicht sind die Gravurlinien 94 praktisch nicht zu erkennen,
dort bestimmt die flächige Form der Öffnung 92 das Erscheinungsbild. Wird das Sicherheitspapier
dagegen im Durchlicht betrachtet, treten die Gravurlinien 94 aufgrund der geringeren
Papierdicke deutlich hervor und ergänzen die flächige Öffnung 92 zu einer dreidimensionalen
Projektionsdarstellung. Die Kombination der unregelmäßigen Öffnung 92 mit den Gravurlinien
94 führt so zu einem optisch auffälligen Wechselspiel zwischen 2D- und 3D-Darstellung.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die nunmehr mit Bezug auf die Figuren
10 bis 12 beschrieben wird, ist das Sicherheitspapier mit einem Folienelement, wie
etwa einem eingebetteten Sicherheitsfaden oder einem einseitig abgedeckten Folienstreifen,
versehen.
[0050] Fig.10 zeigt beispielhaft ein Sicherheitspapier 100, in das ein Folienstreifen 102
eingebettet ist. Dabei stellt Fig.10(a) eine Aufsicht auf das Sicherheitspapier dar,
die Figuren 10(b) und 10(c) zeigen Querschnitte durch das Sicherheitspapier von Fig.
10(a) entlang der Linien B-B bzw. C-C. Der Folienstreifen 102 wurde vor seiner Einbettung
in das Sicherheitspapier auf der Unterseite 104 vollflächig mit Heißsiegellack 107
beschichtet. Auf der anderen Seite 106 wurden dagegen nur Spuren 108 am Folienrand
mit Heißsiegellack versehen, so dass der mittlere Folienbereich der Oberseite 106
unbeschichtet bleibt.
[0051] Bei der Papierherstellung bildet sich nun auf beiden Seiten der Folie ein Faservlies.
Zusätzlich wird, beispielsweise mithilfe von Elektrotypen, auf der Unterseite 104
des Folienstreifens ein Fenster 110 ausgespart, in dem das Folienelement sichtbar
wird. Auf der vollflächig mit Heißsiegellack 107 beschichteten Unterseite 104 wird
das Faservlies bis auf das ausgesparte Fenster 110 in der Trockenpartie fixiert. Auf
der gegenüberliegenden Vorderseite 106 werden dagegen nur die Heißsiegellack bespurten
Randbereiche 108 in der Trockenpartie fixiert.
[0052] Anschließend wird mit einem Laser über dem ausgesparten Fenster 110 der Gegenseite
104 eine Form 112 herausgeschnitten, wie am besten in der Querschnittsdarstellung
der Fig. 10(c) zu erkennen. Die Laserparameter werden dabei so gewählt, dass nur das
Papier, nicht aber der Folienstreifen 110 geschnitten wird. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, dass das Laserschneiden mit einer Laserwellenlänge durchgeführt
wird, für die der Folienstreifen 102 transparent und nicht-absorbierend ist.
[0053] Die ausgeschnittene Form 112 kann dann mit einer Saugvorrichtung entfernt werden,
da aufgrund der fehlenden Heißsiegellack-Beschichtung auf der Vorderseite 106 und
der antihaftenden Folienoberfläche keine Verbindung des ausgeschnittenen Papierstücks
mit der Folie zustande gekommen ist.
[0054] Ein anderes Ausführungsbeispiel mit Folienelement wird nun anhand der Figuren 11
und 12 erläutert. Zunächst stellt Fig.11(a) eine Aufsicht auf ein Sicherheitspapier
120 dar und die Figuren 11(b) und 11(c) zeigen Querschnitte durch das Sicherheitspapier
von Fig.11(a) entlang der Linien B-B bzw. C-C. In das Sicherheitspapier 120 ist ein
Sicherheitsfaden 122 eingebettet, der primär in den papiermacherisch erzeugten Fensterbereichen
124 der Papierrückseite zu erkennen ist, wie in Fig.11(b) gezeigt.
[0055] Weiter ist im Bereich des Fensters 124 von der Vorderseite des Sicherheitspapiers
120 her mit einem Laser eine scharf berandete Öffnung 126 in das Papiersubstrat eingebracht,
die sich über den Sicherheitsfaden 122 hinweg erstreckt. Dazu werden die Laserparameter
so gewählt, dass zwar das Papiersubstrat 120, nicht aber der Sicherheitsfaden 122
von dem Laser geschnitten wird. Im Bereich der Öffnung 126 ist der Sicherheitsfaden
122 dann von beiden Seiten her erkennbar, wie in Fig.11(c) gezeigt.
[0056] Bei der in Fig.12 gezeigten alternativen Gestaltung ist die lasergeschnittene Öffnung
128 im Gegensatz zur Ausgestaltung der Fig.11 nicht über den Sicherheitsfaden 122
geführt, der Sicherheitsfaden wird vielmehr von der Öffnung 128 eingerahmt. Bis auf
diesen Unterschied entsprechen die Ansichten der Figuren 12(a) bis (c) denen der Figuren
11(a) bis (c).
[0057] Anders als bei Fig.11 ist bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 12 die Oberfläche
des Sicherheitsfadens 122 nur in den Fensterbereichen 124 erkennbar. Eine solche Ausgestaltung
kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die Laserstrahlung das Folienmaterial des
Sicherheitsfadens 122 beschädigen oder unerwünscht beeinflussen könnte. Da der Sicherheitsfaden
in der Regel oszilliert, kann die Öffnung 128 bei dieser Gestaltung typischerweise
nicht perfekt auf den Sicherheitsfaden 122 zentriert werden, wie durch die in Fig.
12(a) und (c) gezeigten Passerschwankungen angedeutet.
[0058] Fig.13 zeigt eine Gestaltung, bei der mit einem Laser eine scharf berandete Öffnung
132 im Bereich einer Dünnstelle 134 des Sicherheitspapiers 130 erzeugt ist. Die Dünnstelle
134 kann beispielsweise durch eine abgesaugte Kurzformerlage (eine durch Aufdüsen
der Pulpe auf ein Rundsieb erzeugte Papierlage) oder mithilfe von Elektrotypen erzeugt
werden. Da die Papierdicke im Bereich der Dünnstelle 134 reduziert ist, kann beim
Laserschneiden mit geringerer Laserleistung gearbeitet werden. Dadurch werden höhere
Schnittgeschwindigkeiten erreicht, so dass komplexere Formen realisiert werden können.
Diese Abwandlung kann mit allen Ausgestaltungen kombiniert werden, in denen mit einem
Laser eine scharf berandete Öffnung in ein Papiersubstrat eingeschrieben wird.
[0059] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr mit Bezug auf Figuren 14
und 15 erläutert. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 14 wird zunächst mithilfe eines
Lasers eine Dünnstelle 142 vorgegebener Gestalt im Papiersubstrat 140 erzeugt. Das
Papiermaterial wird dabei verdampft, verbrannt oder anderweitig abgetragen. Es wird
gerade so viel Material abgetragen, dass noch eine kleine Restdicke 144 des Substrats
verbleibt, wie in Fig. 14(a) gezeigt. Je nach der Dickentoleranz des Substrats kann
an manchen Stellen auch soviel abgetragen werden, dass gar kein Material mehr vorhanden
ist. Da die Dünnstelle durch Laserschneiden erzeugt wird, ist die Randfläche 146 scharf
begrenzt und glatt.
[0060] Das nach der Laserbehandlung verbleibende Papierstück 144 wird dann durch Herausblasen
oder Heraussaugen entfernt. Da es sich um eine nur sehr dünne Papierlage handelt,
reißt das Papierstück 144 an den Kanten heraus und erzeugt dadurch einen unregelmäßigen
Teilbereich 148 in der Randfläche der nunmehr durchgehenden Öffnung 145, wie in der
Querschnittsdarstellung der Fig.14(b) und der Aufsicht der Fig. 14(c) dargestellt.
[0061] Folgt man der Randfläche der Öffnung 145 entlang einer sich durch die Papierdicke
erstreckenden Richtung, beginnend bei der Oberfläche 141 des Papiersubstrats, so folgen
der scharf begrenzte Teilbereich 146 und der in charakteristischer Weise unregelmäßig
geformte Teilbereich 148 aufeinander.
Bei der Betrachtung des Sicherheitspapiers erscheint die durchgehende Öffnung 145
von gegenüberliegenden Seiten des Sicherheitspapiers aus mit unterschiedlichem Eindruck,
je nachdem, ob der scharfe begrenzte Randbereich 146 oder der unregelmäßige Randbereich
148 an die Papieroberfläche grenzt.
[0062] Als beispielhafte Kombination lasererzeugter Öffnungen mit Dünnstellen im Papiersubstrat
(Fig. 13) zeigt das Ausführungsbeispiel der Fig.15 zunächst eine im Sicherheitspapier
150 papiermacherisch erzeugte Dünnstelle 151, wie etwa ein Wasserzeichen. Im Bereich
dieser Dünnstelle 151 wird dann, wie in Zusammenhang mit Fig. 14 beschrieben, mit
dem Laser eine zweite scharf berandete Dünnstelle 152 erzeugt, die nur eine kleine
Restdicke 154 des Papiersubstrats stehen lässt, wie in Fig. 15(a) gezeigt.
[0063] Dieses verbleibende Papierstück 154 wird durch Blasen oder Saugen herausgerissen,
so dass an der Unterseite des Papiersubstrats 150 eine unregelmäßige Randfläche 158
erzeugt wird, wie in Fig.15(b) dargestellt. Der durch Laserschneiden erzeugte Randbereich
156 ist dagegen scharf begrenzt. Die entstehende durchgehende Öffnung 160 ist in einen
Wasserzeichenbereich 151 eingebettet, der bei Betrachtung in Durchsicht deutlich in
Erscheinung tritt, siehe Fig.15(c). Es versteht sich, dass die Gestalt der Öffnung
160 und des Wasserzeichenbereichs 151 miteinander ebenfalls in einem Sinnzusammenhang
stehen können.
[0064] Insgesamt weist die Randfläche der Öffnung 160 entlang einer sich durch die Papierdicke
erstreckenden Richtung nacheinander einen scharf begrenzten Teilbereich 156 und einen
in charakteristischer Weise unregelmäßig geformten Teilbereich 158 auf. Auch hier
erscheint die durchgehende Öffnung 160 bei Betrachtung von gegenüberliegenden Seiten
des Sicherheitspapiers her mit unterschiedlichem Eindruck, je nachdem, ob der scharfe
begrenzte Randbereich 156 oder der unregelmäßige Randbereich 158 an die Papieroberfläche
angrenzt.
[0065] In den beschriebenen Ausgestaltungen kann die scharf berandete Öffnung statt mit
einem Laser auch durch ein Stanzwerkzeug erzeugt werden. Auch ist es nicht notwendig,
dass die Randflächen der lasergeschnittenen Öffnungen parallel und senkrecht zur Papieroberfläche
verlaufen, wie in den Figuren der einfacheren Darstellung halber gezeigt. Vielmehr
kann es vorteilhaft sein, die Laserquelle und/ oder das Papier beim Schneiden schräg
zu stellen, so dass "abgeflachte" Kanten erzeugt werden.
[0066] Fig. 16 zeigt dazu in (a) und (b) zwei Ausführungsbeispiele, bei denen scharf berandete,
lasergeschnittene Öffnungen 172 und 174 in Papiersubstrate 170 eingebracht sind. Die
Neigung der Randflächen 178 der Öffnungen kann durch Wahl einer passenden Strahldivergenz
und Strahlneigung nach Wunsch eingestellt werden. Die Öffnungen 172 und 174 sind jeweils
mit einer Folie 176 abgedeckt. Wie unmittelbar ersichtlich, führen die abgeflachten
Kanten zu einem sanfteren Übergang zwischen der Folie 176 und dem Papiersubstrat 170.
Durch solche Randformen wird die Verschmutzungsanfälligkeit der Öffnungen deutlich
verringert.
[0067] Die Gestaltung der Fig.16(b), bei der die Randflächen verschiedene Neigungen haben,
hat sich darüber hinaus bei einer (nicht gezeigten) beiderseitigen Laminierung der
Öffnungen mit Folien als besonders vorteilhaft erwiesen. Probleme mit dem möglichen
Einschluss von Luft zwischen den gegenüberliegenden Folien können durch eine derartige
Randgestaltung minimiert werden.
[0068] Auch weisen die Öffnungen der Fig. 16 als weiteren Vorteil einen zusätzlichen optischen
Effekt auf, da sie je nach Betrachtungsrichtung verschieden groß erscheinen.
1. Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheits- oder Wertdokumenten, wie Banknoten,
Ausweiskarten und dergleichen mit einem eingebetteten Folienelement, das in Teilbereichen
durch papiermacherisch hergestellte Fensterbereiche sichtbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitspapier im Bereich des Folienelements eine nach der Papierherstellung
durch Schneiden oder Stanzen erzeugte Öffnung mit scharf begrenztem Randbereich aufweist,
die über und/oder unmittelbar neben den papiermacherisch hergestellten Fensterbereichen
angeordnet ist.
2. Sicherheitspapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung mit Ausnahme eines eventuellen Überschneidungsbereichs
mit dem Folienelement durchgehend ist.
3. Sicherheitspapier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterbereiche auf einer ersten Hauptfläche des Sicherheitspapiers angeordnet
sind und sich die scharf begrenzte Öffnung von der gegenüberliegenden Hauptfläche
des Sicherheitspapiers bis zu dem Folienelement erstreckt.
4. Sicherheitspapier nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienelement ein Sicherheitselement, insbesondere einen Sicherheitsfaden oder
ein Sicherheitsband darstellt.
5. Sicherheitspapier nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung durch Laserschneiden erzeugt ist.
6. Sicherheitspapier nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitspapier eine vorbestimmte Papierdicke und eine Dünnstelle mit reduzierter
Papierdicke aufweist, wobei die scharf begrenzte Öffnung im Bereich der Dünnstelle
eingebracht ist.
7. Sicherheitspapier nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dünnstelle ein Wasserzeichen umfasst.
8. Sicherheitspapier nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung mit gegen die Oberflächennormale geneigten Randflächen
ausgebildet ist.
9. Sicherheitspapier nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung Randflächen verschiedener Neigung gegen die Oberflächennormale
aufweist.
10. Sicherheitspapier nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung auf einer oder auf beiden Seiten des Sicherheitspapiers
mit einem Folienelement verschlossen ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitspapiers mit einem eingebetteten Folienelement
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem
- während der Papierherstellung ein Folienelement in das Sicherheitspapier eingebettet
wird,
- Fensterbereiche erzeugt werden, in denen das Folienelement sichtbar wird, und
- nach der Papierherstellung durch Schneiden oder Stanzen im Bereich des Folienelements
über und/oder unmittelbar neben den Fensterbereichen eine Öffnung mit einem scharf
begrenzten Randbereich erzeugt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung durch Laserschneiden erzeugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine durchgehende, scharf begrenzte Öffnung unmittelbar neben dem Folienelement erzeugt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung das Folienelement überlappt, wobei die Laserparameter
so eingestellt werden, dass der Laser nur das Papiersubstrat, nicht aber das Folienelement
schneidet.
15. Verfahren nach wenigstens einem der Anspruche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienelement vor der Einbettung auf einer ersten Hauptfläche vollflächig mit
Heißsiegellack beschichtet wird und auf einer zweiten, gegenüberliegenden Hauptfläche
nur am Folienrand mit Heißsiegellack bespurt wird, so dass der mittlere Bereich des
Folienelements unbeschichtet bleibt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fensterbereiche an der vollflächig beschichteten Hauptfläche erzeugt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung im mittleren Bereich der nur am Rand beschichteten Hauptfläche
erzeugt wird.
18. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung durch Laserschneiden erzeugt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahldivergenz und Strahlneigung zur Papieroberfläche so eingestellt werden,
dass die scharf begrenzte Öffnung mit gegen die Oberflächennormale geneigten Randflächen
erzeugt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahldivergenz und Strahlneigung zur Papieroberfläche so eingestellt werden,
dass die scharf begrenzte Öffnung mit gegen die Oberflächennormale verschieden geneigten
Randflächen erzeugt wird.
21. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die scharf begrenzte Öffnung auf einer oder auf beiden Seiten des Sicherheitspapiers
mit einem Folienelement verschlossen wird.
22. Verwendung eines Sicherheitspapiers nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11 oder
eines nach einem der Ansprüche 11 bis 21 herstellbaren Sicherheitspapiers für die
Fälschungssicherung von Waren beliebiger Art.
23. Wertdokument, wie Banknote, Ausweiskarte und dergleichen mit einem Sicherheitspapier
nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10 oder einem nach einem der Ansprüche 11
bis 21 herstellbaren Sicherheitspapier.
1. A security paper for manufacturing security or value documents, such as banknotes,
identification cards and the like, having an embedded foil element that is visible
in subregions through window regions manufactured with papermaking technology, characterized in that the security paper exhibits, in the region of the foil element, an opening that is
produced after paper manufacture, by cutting or punching, having a sharply delimited
edge region, and that is disposed over and/or immediately next to the window regions
manufactured with papermaking technology.
2. The security paper according to claim 1, characterized in that the sharply delimited opening is continuous, with the exception of a potential overlap
region with the foil element.
3. The security paper according to claim 1 or 2, characterized in that the window regions are disposed on a first main surface of the security paper and
the sharply delimited opening extends from the opposing main surface of the security
paper to the foil element.
4. The security paper according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the foil element constitutes a security element, especially a security thread or
a security band.
5. The security paper according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the sharply delimited opening is produced by laser cutting.
6. The security paper according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the security paper exhibits a predefined paper thickness and a thin site having reduced
paper thickness, the sharply delimited opening being introduced in the region of the
thin site.
7. The security paper according to claim 6, characterized in that the thin site comprises a watermark.
8. The security paper according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the sharply delimited opening is formed having edge surfaces that are tilted against
the surface normal.
9. The security paper according to claim 8, characterized in that the sharply delimited opening exhibits edge surfaces of varying tilt against the
surface normal.
10. The security paper according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the sharply delimited opening is closed on one or on both sides of the security paper
with a foil element.
11. A method for manufacturing a security paper having an embedded foil element, especially
according to one of claims 1 to 10, in which
- during paper manufacture, a foil element is embedded in the security paper,
- window regions are produced in which the foil element becomes visible, and
- after paper manufacture, an opening having a sharply delimited edge region is produced
in the region of the foil element over and/or immediately next to the window regions
by cutting or punching.
12. The method according to claim 11, characterized in that the sharply delimited opening is produced by laser cutting.
13. The method according to claim 11 or 12, characterized in that a through, sharply delimited opening is produced immediately next to the foil element.
14. The method according to claim 12, characterized in that the sharply delimited opening overlaps the foil element, the laser parameters being
set such that the laser cuts only the paper substrate, but not the foil element.
15. The method according to at least one of claims 11 to 14, characterized in that, on a first main surface, prior to embedment, the foil element is coated contiguously
with heat seal coating, and on a second, opposing main surface, is prepared with heat
seal coating only at the foil edge, so that the middle region of the foil element
remains uncoated.
16. The method according to claim 15, characterized in that the window regions are produced on the contiguously coated main surface.
17. The method according to claim 15 or 16, characterized in that the sharply delimited opening is produced in the middle region of the main surface
that is coated only at the edge.
18. The method according to at least one of claims 15 to 17, characterized in that the sharply delimited opening is produced by laser cutting.
19. The method according to claim 18, characterized in that the beam divergence and beam tilt to the paper surface are set such that the sharply
delimited opening is produced having edge surfaces that are tilted against the surface
normal.
20. The method according to claim 18 or 19, characterized in that the beam divergence and beam tilt to the paper surface are set such that the sharply
delimited opening is produced having edge surfaces that are tilted differently against
the surface normal.
21. The method according to at least one of claims 11 to 20, characterized in that the sharply delimited opening is closed on one or on both sides of the security paper
with a foil element.
22. A use of a security paper according to at least one of claims 1 to 10 or of a security
paper manufacturable according to at least on of claims 11 to 21 for securing goods
of any kind against counterfeiting.
23. A value document, such as a banknote, identification card and the like, having a security
paper according to at least one of claims 1 to 10 or a security paper manufacturable
according to at least on of claims 11 to 21.
1. Papier de sécurité pour la fabrication de documents de sécurité ou de valeur, tels
que des billets de banque, des cartes d'identité et analogues, comportant un élément
incorporé formant feuille, qui est visible dans des zones partielles, à travers des
zones formant fenêtre fabriquées par voie papetière, caractérisé en ce que le papier de sécurité présente, dans la zone de l'élément formant feuille, une ouverture,
produite par découpage ou estampage après la fabrication du papier, et comportant
une zone marginale nettement délimitée, qui est disposée au-dessus et/ou immédiatement
à côté des zones formant fenêtre, fabriquées par voie papetière.
2. Papier de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est continue, à l'exception d'une éventuelle zone
de chevauchement avec l'élément formant feuille.
3. Papier de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les zones formant fenêtre sont disposées sur une première surface principale du papier
de sécurité, et l'ouverture nettement délimitée s'étend, à partir de la surface principale
opposée du papier de sécurité, jusqu'à l'élément formant feuille.
4. Papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément formant feuille représente un élément de sécurité, en particulier un fil
de sécurité ou une bande de sécurité.
5. Papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est produite par découpage laser.
6. Papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le papier de sécurité présente une épaisseur de papier prédéterminée et une zone
mince dont l'épaisseur de papier est réduite, l'ouverture nettement délimitée étant
incorporée dans la zone mince.
7. Papier de sécurité selon la revendication 6, caractérisé en ce que la zone mince comprend un filigrane.
8. Papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est configurée avec des faces latérales inclinées
par rapport à la normal à la surface.
9. Papier de sécurité selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée présente des faces latérales, ayant des inclinaisons
différentes par rapport à la normale à la surface.
10. Papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est, sur une face ou sur les deux faces du papier
de sécurité, obturée par un élément formant feuille.
11. Procédé de fabrication d'un papier de sécurité comportant un élément incorporé formant
feuille, en particulier selon l'une des revendications 1 à 10 dans lequel
- pendant la fabrication du papier, on incorpore un élément formant feuille dans le
papier de sécurité,
- on produit des zones formant fenêtre, dans lesquelles l'élément formant feuille
est rendu visible, et
- après la fabrication du papier, on produit par découpage ou estampage dans la zone
de l'élément formant feuille au-dessus et/ou immédiatement à côté des zones formant
fenêtre, une ouverture comportant une zone marginale nettement délimitée.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est produite par découpage laser.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'une ouverture continue, nettement délimitée, est produite immédiatement à côté de
l'élément formant feuille.
14. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée chevauche l'élément formant feuille, les paramètres
laser étant ajustés de façon que le laser ne coupe que le substrat du papier, mais
non pas l'élément formant feuille.
15. Procédé selon au moins l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que l'élément formant feuille est, avant son incorporation, revêtu en pleine surface
sur une surface principale avec un vernis de thermosoudage, et on applique sur une
deuxième surface principale opposée, seulement sur le bord de la feuille, une trace
de vernis de thermosoudage, de façon que la partie centrale de l'élément formant feuille
reste non revêtue.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que les zones formant fenêtre sont produites sur la surface principale entièrement revêtue.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est produite dans la zone centrale de la surface
principale qui n'est revêtue que sur le bord.
18. Procédé selon au moins l'une des revendications 15 à 17, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est produite par découpage laser.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que la divergence et l'inclinaison du faisceau, par rapport à la surface du papier, sont
ajustées de telle sorte que l'ouverture nettement délimitée soit produite avec des
faces latérales inclinées par rapport à la normale à la surface.
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé en ce que la divergence et l'inclinaison du faisceau par rapport à la surface du papier sont
ajustées de telle sorte que l'ouverture nettement délimitée soit produite avec des
faces latérales présentant différentes inclinaisons par rapport à la normale à la
surface.
21. Procédé selon au moins l'une des revendications 11 à 20, caractérisé en ce que l'ouverture nettement délimitée est, sur une face ou sur les deux faces du papier
de sécurité, obturée par un élément formant feuille.
22. Utilisation d'un papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 10
ou d'un papier de sécurité pouvant être fabriqué selon l'une des revendications 11
à 21, pour la protection d'articles de nature quelconque contre les falsifications.
23. Document de valeur, tel qu'un billet de banque, une carte d'identité ou analogues,
comportant un papier de sécurité selon au moins l'une des revendications 1 à 10 ou
pouvant être fabriqué selon l'une des revendications 11 à 21.