(19)
(11) EP 2 143 652 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.01.2010  Patentblatt  2010/02

(21) Anmeldenummer: 09008913.7

(22) Anmeldetag:  08.07.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 21/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.07.2008 DE 102008032821

(71) Anmelder: Hesonwerk GmbH
58285 Gevelsberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Iske, Jürgen
    58256 Ennepetal (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Buse, Mentzel, Ludewig 
Kleiner Werth 34
42275 Wuppertal
42275 Wuppertal (DE)

   


(54) Stapelbarer Lager- und Transportbehälter


(57) Die Erfindung betrifft einen stapelbaren Lager- und Transportbehälter (10), mit einem kastenförmigen Gehäuse, das in den Eckbereichen vorgesehene, im Querschnitt gesehen, winkelförmige Eckpfosten (11) aufweist, die an ihrem oberen Ende eine Stapellasche (12) tragen, während das untere Ende den Fuß (13) aufweist, hierbei ist der Eckpfosten mit Stapellasche und Fuß materialeinheitlich ausgebildet, wobei zwischen zwei benachbarten Eckpfosten jeweils eine Seitenwand (16) des Gehäusebehälters angeordnet ist.
Erfindungsgemäß erstreckt sich in Längsrichtung des Eckpfostens (11) eine Verformung (14), die über den größten Teil der Länge des Eckpfostens bis zum Ende des Fußes hin verläuft, um auf diese Weise eine erhöhte Stabilität des Lager- und Transportbehälters zu erhalten (Fig. 1).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen stapelbaren Lager- und Transportbehälter, mit einem kastenförmigen Gehäuse, das in den Eckbereichen vorgesehene, im Querschnitt gesehen, winkelförmige Eckpfosten aufweist, die an ihrem oberen Ende Stapellaschen tragen, während das untere Ende Füße aufweist, hierbei ist der Eckpfosten mit Stapellasche und Fuß materialeinheitlich ausgebildet, wobei zwischen zwei benachbarten Eckpfosten jeweils eine Seitenwand des Gehäusebehälters angeordnet ist. Derartige Behälter werden vielfach verwendet, sie dienen zur Aufbewahrung von Stückgut. Hierbei haben die Behälter schwere Lasten aufzunehmen und zwar dann, wenn Eisenteile untergebracht werden. Die Behälter werden noch stärker belastet, wenn eine Vielzahl von schweren Behältern übereinander gestapelt werden, da dann auf den untersten Behälter große Kräfte wirken, die zu einer Verformung des Behälters führen können.

[0002] Aufgabe der Erfindung ist es daher, den stapelbaren Lager- und Transportbehälter der eingangs genannten Art noch zu verstärken, so dass selbst bei einer hohen Anzahl von übereinandergestapelten Behältern, die voll beladen sind, die Behälter nicht verformt werden. Dabei soll insgesamt der Materialeinsatz zur Herstellung des Behälters nicht größer werden.

[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in Längsrichtung des Eckpfostens an diesem eine Verformung sich erstreckt, die über einen größten Teil der Länge des Eckpfostens bis zum Fuß verläuft. Durch die Verformung in Längsrichtung des Eckpfostens wird die Stabilität eines jeden Eckpfostens, insbesondere Knickfestigkeit, sehr viel größer als ohne Verformung. Nunmehr können kaum Ausbiegungen oder Stauchungen am Eckpfosten und damit insgesamt am Behälter erfolgen. Zusätzliche Versteifungen müssen am Eckpfosten nicht angebracht werden.

[0004] Die Verformungen sind im Durchschnitt so stark ausgebildet, dass die Länge der äußeren Schenkel des Eckpfostens etwa das Doppelte der radial vom Eckpfosten hervorragenden Verformung entspricht.

[0005] Vorteilhafterweise erstreckt sich die Verformung zum Inneren des Behälters, um so beim Anbringen der Seitenwände zugleich einen Anschlag für die Seitenwände zu erhalten. Darüber hinaus können die nach innen gerichteten Verformungen auch zur Befestigung einer Fußplatte der Stapellaschen bzw. des Behälterbodens dienen.

[0006] Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Querschnitt gesehen der Eckpfosten mit Verformung W-förmig gestaltet. Durch die W-förmige Ausbildung ist die Stauchungsgefahr des Pfostens mit dem Behälter nahezu ausgeschlossen. Darüber hinaus ergibt sich hierdurch eine leichte Herstellung der Eckpfosten beim Einpressen der Verformung.

[0007] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist die Verformung des Eckpfostens im Querschnitt halbrund gestaltet. Auch durch diese Ausbildung entsteht eine große Stabilität. Darüber hinaus ist praktisch ein halbrohrförmiges Teil an dem winkelförmigen Pfosten zur Verstärkung vorgesehen.

[0008] Die Verformung kann in verschiedenen Richtungen ausgerichtet sein. Bei einem Ausführungsbeispiel weist die Verformung zum Behälterinneren hin, bei einem anderen Ausführungsbeispiel nach außen. Die beiden äußeren Schenkel schließen mit der Verformung jeweils einen gleichschenkligen Winkel ein. Durch die gleiche Länge der Schenkel ergibt sich eine gute Anbringungsmöglichkeit für die Seitenwände des Behälters. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel ist eine ungleichschenklige Ausbildung der beiden Winkel vorgesehen. Diese ungleichschenklige Ausbildung erlaubt eine Anbringung von unterschiedlich langen Seitenwänden, so dass eine längere Seitenwand an einem längeren Schenkel angebracht werden kann.

[0009] Vorteilhaft sind im Querschnitt die beiden äußeren Schenkel bezüglich der Verformung jeweils gleichwinklig ausgebildet. Durch die Gleichwinkligkeit ergibt sich von der Stabilität her eine gleichmäßige Verteilung bei einer Belastung. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel sind die beiden äußeren Schenkel bezüglich der Verformung jeweils ungleichwinklig ausgebildet. Eine solche Anordnung hat insbesondere dann Sinn, wenn statt der quadratischen Ausbildung des Behälters eine trapezförmige Gestaltung gewählt wird.

[0010] Günstigerweise ist die Stapellasche frei von der Verformung. Hierdurch kann die Stapellasche bei Übereinanderstapeln von mehreren Behältern die Füße des nächsten Behälters leicht aufnehmen, ohne dass die Verformung das Einsetzen der Behälter behindert. Die Stabilität des Behälters selber ist dadurch nicht beeinträchtigt, da die Stapellasche selber keine Kraft in Längsrichtung des Eckpfostens aufnehmen muss.

[0011] Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt und zwar zeigen:
Fig. 1
schematisch in perspektivischer Darstellung einen stapelbaren Lager- und Transportbehälter,
Fig. 2
in größerem Maßstab das obere Teil des Eckpfostens,
Fig. 3 bis 8
schematisch unterschiedliche Querschnittformen des Eckpfostens.


[0012] Der in Fig. 1 dargestellte stapelbare Lager- und Transportbehälter 10 ist rechteckig ausgebildet, an seinen Ecken ist jeweils ein Eckpfosten 11 vorgesehen.

[0013] Dieser Eckpfosten weist an seinem oberen Ende eine Stapellasche 12 auf, die sich nach ihrem Ende hin keilförmig erweitert. An dem unteren Ende des Eckpfostens ist ein Fuß 13 vorgesehen. Dieser Fuß dient zum Aufstellen des Behälters bzw. zum Eingriff in die Stapellasche 12.

[0014] Der Eckpfosten 11 ist mit einer in Längsrichtung des Eckpfostens verlaufenden Verformung 14 vorgesehen, diese Verformung erstreckt sich von dem unteren Ende der Stapellasche 12 bis zum Fuß 13. Diese Verformung erfolgt durch den einen radialen Pressvorgang in der Längsrichtung des Pfostens.

[0015] Es sei hier noch erwähnt, dass die Stapellasche einen Durchbruch 15 am oberen Ende aufweist. Dieser Durchbruch ist vorgesehen, um mittels Haken, die in den Durchbruch eingreifen, den Behälter transportieren zu können.

[0016] Zwischen den Eckpfosten 11 sind Seitenwände 16 vorgesehen, durch die der Behälter seine kastenförmige Gestalt erhält. Weiterhin ist noch ein Boden vorgesehen, der jedoch nicht sichtbar ist. Es sei hier erwähnt, dass der Behälter schematisch dargestellt ist. So können beispielsweise auch die Seitenwände Verformungen aufweisen. Diese Verformung würde zwischen zwei benachbarten Eckpfosten verlaufen.

[0017] Am unteren Ende der Stapellasche 12 ist eine Eckplatte 17 vorgesehen. Auf diese Eckplatte wird der Fuß 13 eines weiteren Behälters aufgestellt, um so mehrere Behälter übereinander gestalten zu können.

[0018] Wie Fig. 3 bis 8 zeigen, ist der Eckpfosten winkelförmig ausgebildet. Die beiden Schenkel 18 und 19 nehmen an ihrem einen Ende die Seitenwände 16 des Behälters auf. An ihrem anderen Ende gehen die Schenkel in die Verformung 14 über.

[0019] Hierbei ist die Verformung einstückig mit den beiden Schenkeln 18 und 19 ausgebildet.

[0020] In Fig. 3 ist die Verformung als halbrundes Teil vorgesehen, das sich rohrförmig an der Außenseite des Eckpfostens von der Stapellasche bis zum Fuß erstreckt.

[0021] In Fig. 4 ist die Verformung mit den Schenkeln W-förmig ausgebildet.

[0022] In Fig. 5 ist die Verformung rechteckig ausgebildet.

[0023] In Fig. 6 ist die Verformung als halbrundes Teil vorgesehen. Dieses halbrunde Teil erstreckt sich zum Inneren des Behälters.

[0024] In Fig. 7 ist eine ungleichschenklige Anordnung der Winkel zwischen den äußeren Schenkeln und der Verformung gewählt. Die Verformung weist einen Winkel auf, der zum Kasteninneren weist, der auch größer oder kleiner als 90° sein kann.

[0025] In Fig. 8 ist eine ungleichwinklige Form dargestellt.

[0026] Es sei hier noch erwähnt, dass die Verformung in Fig. 3 teilweise so weit von dem Eckpfosten ragt, dass sie in Draufsicht auf den Eckpfosten die Stapellasche überragt. Durch diese Maßnahme kann ein Zwangsabstand zu benachbarten Behältern vorgesehen werden.

[0027] Wie schon erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsformen der Erfindung nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung. Diese sind nicht darauf beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abwandlungen und Gestaltungen möglich. Statt einer einzigen in Längsrichtung des Eckpfosten verlaufenden Verformung können auch mehrere Verformungen nebeneinander vorgesehen werden. In diesem Falle würde jeder Schenkel eine Verformung tragen. Weiter können die Verformungen als Anschläge für die Seitenwände dienen, um so eine Verschweißung der Seitenwände mit den Eckpfosten leichter durchzuführen. Schließlich sei auch noch erwähnt, dass keine rechteckige Gestalt für den Behälter gewählt werden muss. Es könnten auch zwei gegenüberliegende Seitenwände so gestaltet werden, dass eine trapezförmige Gestalt des Behälters in Draufsicht gegeben ist.

Bezugszeichenliste:



[0028] 
10
Behälter
11
Eckpfosten
12
Stapellasche an 11
13
Fuß an 11
14
Verformung von 11
15
Durchbruch in 12
16
Seitenwand von 10
17
Eckplatten an 12
18
Schenkel von 11
19
Schenkel von 11



Ansprüche

1. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter
mit einem kastenförmigen Gehäuse, das in den Eckbereichen vorgesehene - im Querschnitt gesehen - winkelförmige Eckpfosten (11) aufweist,
die an ihrem oberen Ende eine Stapellasche (12) tragen, während das untere Ende den Fuß (13) trägt,
hierbei ist der Eckpfosten mit Stapellasche (12) und Fuß (13) materialeinheitlich ausgebildet,
wobei zwischen zwei benachbarten Eckpfosten jeweils eine Seitenwand (16) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in Längsrichtung des Eckpfostens (11) eine Verformung (14) erstreckt,
die über den größten Teil der Länge des Eckpfostens (11) bis zum Ende des Fußes (13) verläuft,
hierbei erfolgt die Verformung (14) durch einen radialen Pressvorgang in der Längsrichtung des Pfostens (11).
 
2. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung (14) zum Inneren des Behältergehäuses (10) ausgerichtet ist.
 
3. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt gesehen der winkelförmige Eckpfosten (11) mit Verformung (14) W-förmig gestaltet ist.
 
4. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung (14) im Querschnitt halbrund gestaltet ist.
 
5. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung (14) winkelförmig ausgebildet ist, hierbei weist der Winkel zum Kasteninneren hin.
 
6. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt die Winkel zwischen den beiden äußeren Schenkeln (18, 19) des Eckpfostens und der Verformung gleichschenklig ausgebildet sind.
 
7. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt die Winkel zwischen den beiden äußeren Schenkeln (18, 19) und der Verformung (14) unglcichschenklig ausgebildet sind.
 
8. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt die Winkel zwischen den beiden äußeren Schenkeln (18, 19) und der Verformung (14) gleichwinklig ausgebildet sind.
 
9. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt die Winkel zwischen den beiden äußeren Schenkeln (18, 19) und der Verformung (14) ungleichwinklig ausgebildet sind.
 
10. Stapelbarer Lager- und Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapellasche (12) frei von der Verformung (14) ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht