[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Flasche mit einem eine Ausgussöffnung bildenden
Mundstück, dem ein aus zwei Zapfen bestehender Bügelverschluss zugeordnet ist.
[0002] Die Abdichtung einer Flasche mit einem Bügelverschluss ist beispielsweise durch die
DE 297 13 403 U1 offenbart. In die Mantelfläche des Mundstückes sind dabei beabstandet zu der Ausgussöffnung
des Mundstückes zwei diametral gegenüberliegende Ausnehmungen in dieses eingearbeitet,
in die die Zapfen des Bügelverschlusses eingeklipst sind. Folglich wird der Bügelverschluss
durch die beiden in den Ausnehmungen gehaltenen Zapfen verschwenkbar an dem Mundstück
der Flasche fixiert und kann die Ausgussöffnung des Mundstückes verschließen oder,
wenn eine entsprechende Kraft aufgewendet wird, kann der Bügelverschluss geöffnet
werden, so dass der Inhalt der Flasche aus dem Mundstück und der Ausgussöffnung herausfließt,
wenn die Flasche entsprechenden geneigt wird.
[0003] Als nachteilig bei einer solchen Flasche hat sich herausgestellt, dass deren Herstellung
äußerst kostenintensiv ist, denn die Wandstärke der Flasche ist insbesondere im Bereich
des Mundstückes dick zu bemessen, um eine ausreichende Tiefe für die Ausnehmung zur
Halterung der Zapfen herstellen zu können. Wenn nämlich die Wandstärke des Mundstückes
zu gering ist, steht kein ausreichendes Material im Bereich des Mundstückes zur Verfügung,
in das die Ausnehmungen eingearbeitet werden können. Darüber hinaus weist das Mundstück
eine vorgegebene Länge auf, die dafür verantwortlich ist, dass die Flasche im Blas-Blas-Verfahren
herzustellen ist, da ausschließlich durch dieses Verfahren ein derartiges Mundstück
produzierbar ist. Durch das Blas-Blas-Verfahren wird jedoch die Wandstärke der gesamten
Flasche erhöht.
[0004] Dadurch wird jedoch auch die Herstellung der Flasche insgesamt verteuert; durch jede
Verringerung der Wandstärke der Flasche kann nämlich Material eingespart werden. Die
Herstellung von Glasflaschen Ist aufgrund der hohen Einkaufskosten für den Rohstoff
Glas äußerst kostenintensiv.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Flasche der eingangs genannten Gattung mit
einem Bügelverschluss ausrüsten zu können, deren Gewichtskraft gegenüber den herkömmlichen
Glas-Flaschen mit Bügelverschluss durch Einsparung von Material reduziert ist und
gleichzeitig einen Bügelverschluss aufweist, der im Bereich des Mundstückes der Flasche
angeordnet ist. Durch die Einsparung von Glasmaterial sollen zudem die Herstellungskosten
für die Massenware der Glasflaschen mit Bügelverschluss verringert sein und die Flasche
soll zudem im Press-Blas-Verfahren produzierbar sein.
[0006] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im Bereich des Mundstückes
an diesem eine Hülse arretiert ist und dass in die Hülse zwei diametral gegenüberliegende
Ausnehmungen eingearbeitet sind, in die die beiden Zapfen des Bügelverschlusses im
montierten Zustand verschwenkbar gehalten sind.
[0007] Dadurch, dass die Hülse aus einem elastomeren, semielastischen oder biegefesten Kunststoff
hergestellt ist, wird erreicht, dass deren Gewichtskraft bezogen auf das von der Hülse
eingenommene Volumen geringer bemessen ist als die Gewichtskraft, die durch das Volumen
der Wandstärke des Mundstückes aus Glas vorgegeben ist, denn die Wandstärke des Mundstückes
kann nunmehr um die Wandstärke der Hülse reduziert werden, so dass sowohl die Gewichtskraft
der Flasche insgesamt reduziert ist, als auch die Herstellungskosten durch die Materialeinsparung
verringert sind.
[0008] Durch die Hülse wird zudem die Höhe des Mundstückes reduziert, so dass die Flasche
nunmehr im Press-Blas-Verfahren gefertigt werden kann. Durch dieses Verfahren wird
vorteilhafterweise die Wandstärke der gesamten Flasche verringert. Die Mundungshöhe
des Mundstückes beträgt bei den bekannten Glas-Flaschen mit Bügelverschluss etwa 36
mm und bei der erfindungsgemäßen Glas-Flasche noch 6 mm.
[0009] Als eine erste Alternative zur Anbringung der Hülse an dem Mundstück ist vorgesehen,
dass die Innenmantelfläche der Hülse kegelstumpfartig ausgebildet ist und dass die
Außenkontur des Mundstückes an die Innenkontur der Hülse angepasst ist. Es ist besonders
vorteilhaft, wenn die Innenmantelfläche der Hülse in Richtung der Flasche konisch
erweitert ist, da dadurch die Hülse auf das Mundstück aufgeschoben werden kann und
folglich durch die geometrische Ausgestaltung der Mantelfläche und die entsprechend
dazu angepasste Ausgestaltung der Innenmantelfläche der Hülse auf der Außenmantelfläche
des Mundstückes verspannt gehalten ist.
[0010] Um die Fixierung der Hülse auf der Mantelfläche des Mundstückes über einen langen
Zeitraum und auch bei Erschütterungen, Temperaturschwankungen und sonstigen die Befestigung
zwischen dem Mundstück und der Hülse negativ beeinflussenden äußeren Bedingungen zuverlässig
zu gestalten, ist vorgesehen, dass seitlich neben der Ausgussöffnung eine oder mehrere
L-förmig ausgestaltete Haltenasen an dem Mundstück angeformt ist bzw. sind, durch
die die Hülse in Form einer Hinterschneidung an dem Mundstück im montierten Zustand
fixiert ist.
[0011] Als eine zweite Alternative zur Halterung der Hülse an dem Mundstück ist auf der
Mantelfläche des Mundstückes ein Außengewinde eingearbeitet und in die Innenkontur
der Hülse ein mit dem Außengewinde korrespondierendes Innengewinde vorgesehen, so
dass die Hülse durch Aufschrauben auf das Mundstück an diesem fixiert ist.
[0012] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0013] Die aus Kunststoff hergestellte Hülse kann zuverlässig und über einen längeren Zeitraum,
und zwar auch bei Temperaturschwankungen, Erschütterungen und sonstigen Krafteinflüssen,
die auf die Flasche und die Hülse einwirken, zuverlässig an dem Mundstück fixiert
werden, so dass über die Hülse als Zwischenglied der Bügelverschluss im Bereich der
Ausgussöffnung verspannbar durch diese gehalten ist. Somit kann die Wandstärke des
Mundstückes erheblich reduziert werden, wodurch Glasmaterial zur Fertigung der Flasche
eingespart ist. Aufgrund der geringeren Wandstärke des Mundstückes ist die Gewichtskraft
der Flasche insgesamt vermindert, denn die Gewichtskraft der Kunststoff-Hülse ist
gegenüber dem eingesparten Glasvolumen geringer bemessen.
[0014] Darüber hinaus kann der Bügelverschluss bereits werksseitig an der Hülse vormontiert
werden, um anschließend auf die Mantelfläche des Mundstückes aufgeschoben bzw. aufgeschraubt
zu werden. Bei den an dem aus Glas hergestellten Mundstück der Flasche angebrachten
Bügelverschluss ist die Montage besonders zeitaufwändig, da die beiden Zapfen des
Bügelverschlusses zunächst aufzubiegen sind und diese anschließend in die Wandung
des Mundstückes einzuschnappen und dort durch Zusammenbiegen zu fixieren sind. Diese
Montageschritte können nunmehr in besonders vorteilhafter Weise vor der Anbringung
der Hülse an dem Mundstück der Flasche vorgenommen werden, so dass hierdurch eine
erhebliche Zeiteinsparung für die Montage des Bügelverschlusses erzielt wird.
[0015] Darüber hinaus ist besonders vorteilhaft, dass die Hülse elastisch, semielastisch
oder biegeweich ausgestaltet ist, denn dadurch kann diese sowohl vor deren Anbringung
an dem Mundstück als auch nach dem Aufschieben bzw. Aufschrauben der Hülse auf das
Mundstück zusammengedrückt werden, so dass die beiden zueinander beabstandeten Zapfen
des Bügelverschlusses nicht aufzuweiten sind, um diese in die beiden diametral gegenüberliegenden
Ausnehmungen der Hülse einrasten zu können. Auch durch diese Materialeigenschaft der
Hülse wird somit die Montage des Bügelverschlusses an der Flasche vereinfacht, so
dass Montagezeit und besondere technische Maßnahmen für die Montage des Bügelverschlusses
an der Flasche entfallen.
[0016] In der Zeichnung sind zwei erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele dargestellt, die
nachfolgend näher erläutert werden. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Flasche mit einem Bügelverschluss, der an einer
Hülse angebracht ist, wobei die Hülse auf die Außenmantelfläche des Mundstückes der
Flasche aufgeschoben und über zwei L-förmige Haltenasen an diesem arretiert ist in
perspektivischer Ansicht und deren Einzelteile,
- Figur 2
- die Flasche gemäß Figur 1 im zusammengebautem Zustand,
- Figur 3
- ein zweites Ausführungsbelspiel einer Flasche mit einem Bügelverschluss, der an einer
Hülse verschwenkbar gehalten ist, die an einem an dem Mundstück angeformten Außengewinde
aufgeschraubt ist, vor der Montage und in perspektivischer Ansicht
- Figur 4
- die Flasche gemäß Figur 3 im zusammengebauten Zustand.
[0017] Die in den Figuren 1 bis 4 abgebildete Flasche 1 weist einen bauchigen Flaschenkörper
auf, in dessen Inneren Flüssigkeit gelagert ist. Die Flasche 1 besteht zudem aus einem
sich verengenden Mundstück 2, in dessen Stimseite eine Ausgussöffnung 3 eingearbeitet
ist. Wenn somit die Flasche 1 geneigt gehalten wird, strömt die im Inneren der Flasche
1 gelagerte Flüssigkeit durch das Mundstück 2 und die Ausgussöffnung 3 nach außen
[0018] Die geometrische Abmessung des Mundstückes 2 beträgt etwa 6 mm, gemessen von der
Stirnseite 21 der Ausgussöffnung 3. Aufgrund dieser reduzierten Länge des Mundstückes
2 kann die Flasche im Press-Blas-Verfahren hergestellt werden, so dass deren Wandstärke
gegenüber Glas-Flaschen, die nach dem Blas-Blas-Verfahren gefertigt sind, um einen
bestimmten Wert, der abhängig von der Mindestwandstärke ist, reduziert ist. Somit
kann bereits durch die Anwendung eines anderen Herstellungsverfahrens Glasmaterial
eingespart werden. Die Gewichtskraft der Flasche 1 ist verringert und deren Produktionskosten
gesenkt.
[0019] Um die Ausgussöffnung 3 zu verschließen, ist ein Bügelverschluss 4 vorgesehen, der
im wesentlichen zwei diametral gegenüberliegende Zapfen 5 aufweist, die an einem Metallrahmen
8 angeformt sind. Die beiden Zapfen 5 bilden somit eine gemeinsame Achse; gegenüberliegend
zu den Zapfen 5 ist an dem Metallrahmen 8 eine Dichtungskappe 9 angebracht, durch
die die Ausgussöffnung 3 verschlossen werden kann.
[0020] Den Figuren 1 und 2 kann entnommen werden, dass zur Einsparung der Wandstärke des
Mundstückes 2 eine Hülse 11 aus einem Kunststoffmaterlal an dem Mundstück 2 angebracht
ist, um den Bügelverschluss 5 im Bereich der Ausgussöffnung 3 als Verschluss befestigen
zu können. Der Einsatz der Hülse 11 ermöglicht zudem die produktionsbedingte Reduzierung
der Länge des Mundstückes 2 auf 6 mm.
[0021] Zur Halterung des Zapfens an der Hülse 11 sind auf der Außenseite der Hülse 11 zwei
diametral gegenüberliegende Ausnehmungen 12 eingearbeitet, die eine gemeinsame Achse
20 bilden. In die Ausnehmungen 12 wird jeweils einer der Zapfen 5 eingesteckt. Dies
kann bereits als Vormontageschritt erfolgen, indem die aus einem elastischen oder
biegeweichen Material gefertigte Hülse 11 zusammengepresst wird, um den Abstand zwischen
den beiden Ausnehmungen 12 zu verringern, so dass die voneinander beabstandeten Zapfen
5 ohne weitere Hilfsmittel in die Ausnehmungen 12 eingerastet werden können.
[0022] Die Innenmantelfläche der Hülse 11 ist konisch verjüngend ausgebildet, und zwar bezogen
auf die von der Flasche 1 gebildete Längsachse 6, denn der Innendurchmesser der Hülse
11 der benachbart zu dem Flaschenkörper 1 im montierten Zustand verläuft, ist größer
ausgestaltet als der Innendurchmesser, der im Bereich der Ausgussöffnung 3 angeordnet
ist. Die Außenmantelfläche des Mundstückes 2 ist an die Innenkontur der Hülse 11 angepasst,
so dass die Hülse 11 auf die Außenmantelfläche des Mundstückes 2 aufgeschoben werden
kann und aufgrund der geometrischen Ausgestaltungen der Innen- und Außendurchmesser
der Hülse 11 bzw. des Mundstückes 2 wird die Hülse 11 auf der Außenmantelfläche des
Mundstückes 2 verspannt gehalten. Um dennoch ein Verrutschen der Hülse 11 in Richtung
des Flaschenkörpers der Flasche 1 zu verhindern, ist im Übergangsbereich, also zwischen
dem Flaschenkörper und dem Mundstück 2, ein Bund 18 angeformt, der als Anschlag für
die Hülse 11 dient, so dass diese an diesem anliegt und abgestützt ist.
[0023] Insbesondere aus Figur 2 ist ersichtlich, dass in die Hülse 11 gegenüberliegend und
fluchtend zueinander verlaufenden Einkerbungen 16 eingearbeitet sind, die im montierten
Zustand der Hülse 11 von einer an dem Mundstück 2 angeformten Haltenase 15 bereichsweise
umgriffen sind. Die Haltenasen 15 sind dabei in ihrem Querschnitt L-förmig ausgestaltet,
so dass diese im Bereich der Einkerbungen 16 die Hülse 11 nach Art einer Hinterschneidung
arretieren. Seitlich neben den beiden Einkerbungen 16 ist eine Lippe 22 angeformt,
die derart ausgestaltet ist, dass das freie Ende der Lippe 22 im montierten Zustand
auf der Stirnseite 21 des Mundstückes 2 aufliegt und somit die Hülse 11 zusätzlich
durch die Lippen 22 an dem Mundstück 2 in Richtung der Längsachse 6 der Flasche 1
fixiert ist. Zur Montage wird nämlich die Hülse 11 über die Haltenasen 15 und die
Außenmantelfläche des Mundstückes 2 aufgeschoben und sobald diese Aufschiebbewegung
der Hülse 11 durch den Bund 18 gestoppt wird, liegen die Lippen 22 an der Stirnseite
21 und der Haltenase 15 an, so dass die Hülse 11 nicht mehr verdreht und verrutscht
werden kann.
[0024] Dabei kann der Bügelverschluss 5 bereits vor dem Aufschieben der Hülse 11 auf das
Mundstück 2 an dieser fixiert sein oder auch nachträglich, also nachdem die Hülse
11 bereits an dem Mundstück 2 aufgeschoben ist, in die Ausnehmungen 12 eingeclipst
werden.
[0025] Die beiden Zapfen 5 sind verschwenkbar in der jeweiligen Ausnehmung 12 gehalten.
Die von den beiden Ausnehmungen 12 gebildete Achse 20 stellt somit die Drehachse für
die Zapfen 5 dar.
[0026] Den Figuren 3 und 4 ist zu entnehmen, dass die Hülse 11 auf die Außenmantelfläche
des Mundstückes 2 auf ein Außengewinde 13 aufgeschraubt werden kann. Zu diesem Zweck
ist an der Außenmantelfläche des Mundstückes 2 das Außengewinde 13 angeformt und in
die Hülse 11 ist ein mit dem Außengewinde 13 korrespondierendes Innengewinde 14 eingearbeitet.
Die Außen- und Innendurchmesser der Außengewinde 13 und Innengewinde 14 sind konstant.
Die Innenkontur der Hülse 11 ist nach dem Innengewinde 14 V- oder trapezförmig ausgestaltet.
Folglich steht die freie Stirnseite der Hülse 11 von der Außenmantelfläche des Mundstückes
2 im montierten Zustand ab.
[0027] Um eine gewisse Vorspannung für den Bereich der Hülse 11 zu erzeugen, der von dem
Mundstück 2 absteht, ist auf der Außenseite des Mundstückes 2 ein Vorsprung 17 angeformt,
der in eine in die Innenseite der Hülse 11 eingearbeitete Nut 7 eingreift und durch
den der dem Flaschenkörper der Flasche 1 zugewandten Bereich der Hülse 11 nach außen
abgedrückt ist. Dadurch wird die Vorspannung erreicht mit der die Zapfen 5 des Bügelverschlusses
4 in den beiden diametral gegenüberliegenden Ausnehmungen 12 der Hülse 11 gehalten
sind.
[0028] Durch die Verrastung des Vorsprunges 17 in der Nut 7 wird zudem der Weg begrenzt,
den die Hülse 11 beim Aufdrehen auf das Außengewinde 13 zurücklegt, sodass die Hülse
11 und folglich der Bügelverschluss 4 exakt in Bezug auf das Flaschen-Etikett ausgerichtet
ist.
[0029] Des Weiteren sind zwei diametral gegenüberliegende Freisparungen 19 in die Hülse
11, eingearbeitet deren Konturenverlauf zueinander angepresst und wellen- oder rechteckförmig
ausgestaltet ist, sodass die Hülse 11 zusammengedrückt werden kann. Die beiden Freisparungen
19 verlaufen parallel zu der Achse 20, wodurch der Abstand zwischen den beiden Ausnehmungen
12 verringert werden kann, um die Zapfen 5 in diese einzuklipsen.
[0030] Zur Montage des Bügelverschlusses 4 kann nämlich der Abstand zwischen den beiden
Ausnehmungen 12 verringert werden, indem das freie Ende der Hülse 11 zusammengepresst
wird. Dadurch ist gewährleistet, dass die Zapfen 5 des Bügelverschlusses 4 ohne weiteres
in die Ausnehmungen 12 eingeklipst werden können, ohne dass zusätzliche technische
Hilfsmittel zur Aufweitung der Zapfen 5 erforderlich sind.
1. Flasche (1) mit einem eine Ausgussöffnung (3) bildenden Mundstück (2), dem ein aus
zwei Zapfen (5) bestehender Bügelverschluss (4) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des Mundstückes (2) an diesem eine Hülse (11) arretiert ist und dass in
die Hülse (11) zwei diametral gegenüberliegende Ausnehmungen (12) eingearbeitet sind,
in die die beiden Zapfen (5) des Bügelversrhlusses (4) im montierten Zustand verschwenkbar
gehalten sind.
2. Flasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenmantelfläche der Hülse (11) kegelstumpfartig ausgebildet ist und dass die
Mantelfläche des Mundstückes (2) an die Innenmantelfläche der Hülse (11) angepasst
ist.
3. Flasche nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenmantelfläche der Hülse (11) in Richtung der Flasche (1) konisch erweitert
ist.
4. Flasche nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass seitlich neben der Ausgussöffnung (3) eine oder mehrere im Querschnitt L-förmig ausgestaltete
Haltenasen (15) an dem Mundstück (2) angeformt ist bzw. sind, durch die die Hülse
(11) in Form einer Hinterschneidung an dem Mundstück (2) im montierten Zustand fixiert
ist.
5. Flasche nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltenasen (15) nach außen abstehen und dass in die Hülse (11) eine oder mehrere
Einkerbungen (16) eingearbeitet ist bzw. sind, deren geometrische Abmessung an den
bogenförmigen Verlauf der Haltenasen (15) angepasst ist bzw. sind.
6. Flasche nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass seitlich neben der oder den Einkerbungen (16) eine ooder mehrere Lippen (22) abstehen,
die derart ausgestaltet sind, dass diese im montierten Zustand der Hülse (11) auf
der Stirnseite (22) des Mundstückes (2) seitlich neben der Ausgussöffnung (3) aufliegen.
7. Flasche nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (11) über die Haltenasen (15) zu deren Aufrastung verschiebbar ist und
dass die in der Hülse (11) eingearbeiteten Einkerbungen (16) im montierten Zustand
im Bereich der jeweiligen Haltenasen (15) angeordnet sind und von diesen bereichsweise
zur Arretierung umgriffen sind..
8. Flasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Mantelfläche des Mundstückes (2) ein Außengewinde (13) eingearbeitet ist
und dass in die Innenkontur der Hülse (11) ein mit dem Außengewinde (13) korrespondierendes
Innengewinde (14) vorgesehen ist.
9. Flasche nach einem der Ansprüche 1 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (11) in ihrem Querschnitt trapezförmig ausgestaltet ist und dass der Flasche
(1) zugewandte Bereich der Hülse (11) von der Mantelfläche des Mundstückes (2) im
montierten Zustand der Hülse (11) absteht und der der Ausgussöffnung (3) zugeordnete
Bereich der Hülse (11) kleiner bemessen ist als der von der Mantelfläche des Mundstückes
(2) abstehende Bereich und dass der Innendurchmesser des Innengewindes (14) konstant
ist.
10. Flasche nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden gegenüberliegenden Ausnehmungen (12) zwischen den Innengewinden (14) und
dem abstehenden Bereich der Hülse (11) eingearbeitet sind.
11. Flasche nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Innengewinde (14) und den Ausnehmungen (12) in der Innenseite der Hülse
(11) eine umlaufende Nut (7) vorgesehen ist und dass an der Mantelfläche des Mundstückes
(2) ein umlaufender Vorsprung (17) oder mehrere zueinander beabstandete Vorsprünge
(17) angeformt ist bzw. sind, die im montierten Zustand in der Nut (7) der Hülse (11)
eingerastet und durch die die Hülse (11) gehalten und in Richtung der Flasche (1)
aufgeweitet ist.
12. Flasche nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den beiden Ausnehmungen (12) in die Hülse (11) mindestens eine Freisparung
(19) eingearbeitet ist, durch die die Hülse (11) in Richtung vor der von der Ausnehmung
(12) verlaufenden Achse (20) zusammendrückbar ist.
13. Flasche nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden die Freisparung (19) einschließende Mantelflächen der Hülse (11) jeweils
eine wellen- oder rechteckförmige Innenkontur aufweist, die zu der gegenüberliegenden
Stirnseite der Freisparung (19) assymetrisch verläuft und in die gegenüberliegende
Innenkontur der Freisparung (19) im zusammengedrücktem Zustand der Hülse (11) eingreift.
14. Flasche nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (11) aus einem elastomeren, semielastischen oder biegefesten Kunststoff
hergestellt ist.
15. Flasche nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Flasche (1) und dem Mundstück (2) ein Bund (18) als Anlage für die Hülse
(11) vorgesehen ist.
16. Verfahren zur Herstellung einer Flasche (1), insbesondere einer Flasche (1) nach einem
der vorgenannten Ansprüche, an deren Mundstück (2) ein Bügelverschluss (4) vorgesehen
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Flasche (1) aus Glas Im Press-Blas-Verfahren gefertigt ist.