[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit Zylinderkopf und Zylinderblock für mindestens
einen Zylinder, bei der der Zylinderkopf an einer Montage-Stirnseite mit dem Zylinderblock
verbunden ist, wobei mindestens eine Ölrückführleitung und mindestens eine Entlüftungsleitung
vorgesehen sind.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung einer derartigen Anordnung für
eine Brennkraftmaschine.
[0003] Brennkraftmaschinen verfügen über einen als Kurbelgehäuse dienenden Zylinderblock
und einen Zylinderkopf, die zur Ausbildung der einzelnen Zylinder d. h. Brennräume
miteinander verbunden werden, wobei zum Verbinden im Zylinderkopf und im Zylinderblock
Bohrungen vorgesehen sind. Im Rahmen der Montage werden der Zylinderblock und der
Zylinderkopf durch Aufeinanderlegen ihrer Montage-Stirnseiten in der Weise zueinander
angeordnet, daß die Bohrungen miteinander fluchten. Mittels Gewindebolzen, die in
die Bohrungen des Zylinderkopfes und des Zylinderblocks eingeführt und verschraubt
werden, wird dann eine Verbindung hergestellt.
[0004] Der Zylinderkopf dient üblicherweise zur Aufnahme des Ventiltriebs. Um den Ladungswechsel
zu steuern, benötigt eine Brennkraftmaschine Steuerorgane und Betätigungseinrichtungen
zur Betätigung der Steuerorgane. Im Rahmen des Ladungswechsels erfolgt das Ausschieben
der Verbrennungsgase über die Auslaßöffnungen und das Füllen des Brennraums d. h.
das Ansaugen des Frischgemisches bzw. der Frischluft über die Einlaßöffnungen. Zur
Steuerung des Ladungswechsels werden bei Viertaktmotoren nahezu ausschließlich Hubventile
als Steuerorgane verwendet, die während des Betriebs der Brennkraftmaschine eine oszillierende
Hubbewegung ausführen und auf diese Weise die Ein-und Auslaßöffnungen freigeben und
verschließen. Der für die Bewegung der Ventile erforderliche Ventilbetätigungsmechanismus
einschließlich der Ventile selbst wird als Ventiltrieb bezeichnet.
[0005] Eine Ventilbetätigungseinrichtung umfaßt unter anderem eine Nockenwelle, auf der
eine Vielzahl von Nocken angeordnet ist. Grundsätzlich wird zwischen einer untenliegenden
Nockenwelle und einer obenliegenden Nockenwelle unterschieden. Dabei wird Bezug genommen
auf die Trennebene zwischen Zylinderkopf und Zylinderblock d. h. auf die Montage-Stirnseiten.
Liegt die Nockenwelle oberhalb dieser Trennebene handelt es sich um eine obenliegende
Nockenwelle, andernfalls um eine untenliegende Nockenwelle.
[0006] Obenliegende Nockenwellen werden üblicherweise ebenfalls im Zylinderkopf gelagert,
wobei ein Ventiltrieb mit obenliegender Nockenwelle als weiteres Ventiltriebsbauteil
einen Schwinghebel, einen Kipphebel oder einen Stößel aufweist.
[0007] Es ist die Aufgabe des Ventiltriebes die Einlaß- und Auslaßöffnungen der Brennkammer
rechtzeitig freizugeben bzw. zu schließen, wobei eine schnelle Freigabe möglichst
großer Strömungsquerschnitte angestrebt wird, um die Drosselverluste in den ein- bzw.
ausströmenden Gasströmungen gering zu halten und eine möglichst gute Füllung des Brennraumes
mit Frischgemisch bzw. ein effektives d. h. vollständiges Abführen der Abgase zu gewährleisten.
[0008] Der Zylinderblock weist zur Aufnahme der Kolben bzw. der Zylinderrohre eine entsprechende
Anzahl an Zylinderbohrungen auf. Die Kolben werden axial beweglich in den Zylinderrohren
geführt und bilden zusammen mit den Zylinderrohren und dem Zylinderkopf die Brennräume
der Brennkraftmaschine aus. Zur Abdichtung der Brennräume wird in der Regel zwischen
dem Zylinderblock und dem Zylinderkopf eine Dichtung angeordnet.
[0009] Der Kolbenboden bildet einen Teil der Brennrauminnenwand und dichtet zusammen mit
den Kolbenringen den Brennraum gegen das Kurbelgehäuse ab, so daß keine Verbrennungsgase
bzw. keine Verbrennungsluft in das Kurbelgehäuse gelangen und kein Öl in den Brennraum
gelangt. Hierzu ist der Kolben nach dem Stand der Technik zur Aufnahme von Kolbenringen
auf seiner äußeren Mantelfläche mit Ringnuten ausgestattet, wobei die Kolbenringe
sich nahezu über den gesamten Umfang des Kolbens erstrecken.
[0010] Eine vollständige Abdichtung des Brennraums gegenüber dem Kurbelgehäuse kann jedoch
nicht sichergestellt werden, so daß ein Teil der Verbrennungsgase bzw. der Verbrennungsluft
in das Kurbelgehäuse gelangt und dort für eine Druckerhöhung sorgt.
[0011] Um den Druck im Kurbelgehäuse abzubauen und zu verhindern, daß der Druck, der sich
im Kurbelgehäuse während des Betriebes der Brennkraftmaschine aufbaut, unerwünscht
hohe Werte annimmt, ist eine Entlüftung des Kurbelgehäuses erforderlich, wozu mindestens
eine Entlüftungsleitung vorgesehen wird. Die Entlüftung erfolgt aufgrund des Druckgefälles
zwischen dem Kurbelgehäuse und der Umgebung. Der Entlüftungsstrom wird dabei vorzugsweise
dem Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine und damit der Verbrennung zugeführt.
[0012] Im Rahmen der Entlüftung kann zur Verdünnung zusätzlich Luft bewußt d. h. aktiv in
das Kurbelgehäuse eingeblasen werden, wobei die zusätzlich eingeblasene Luft dann
einen Teil des Entlüftungsstromes bildet.
[0013] Häufig sind die aus dem Kurbelgehäuse via Entlüftungsleitung abgeführten Gase mit
Öl kontaminiert. Das im Entlüftungsstrom vorhandene Öl sorgt für eine spürbare Zunahme
der Schadstoffemissionen, wenn der Entlüftungsstrom einer Verbrennung zugeführt wird
und das Öl verbrennt. Der aus dem Kurbelgehäuse austretende Entlüftungsstrom ist daher
vorzugsweise von den im Entlüftungsstrom befindlichen flüssigen Bestandteilen, insbesondere
dem Öl, zu trennen, was mittels eines Abscheiders erfolgen kann. Dabei wird das abgeschiedene
und zurückgewonnene Öl vorzugsweise via Ölrückführleitung in das Kurbelgehäuse zurückgeführt.
Es können aktive und passive Abscheider eingesetzt werden.
[0014] Die Entlüftungsleitung kann beispielsweise den aus dem Kurbelgehäuse austretenden
und mit Öl kontaminierten Entlüftungsstrom in eine Beruhigungskammer führen, beispielsweise
in eine Zylinderkopfabdeckung, mit der eine obenliegende Nockenwelle abgedeckt wird
und in der zumindest ein Teil des Öls - passiv - abgeschieden wird. Das abgeschiedene
Öl wird gesammelt und via Ölrückführleitung in das Kurbelgehäuse zurückgeführt, wobei
die Ölrückführung in der Regel schwerkraftgetrieben ist.
[0015] Eine Ölrückführleitung kann - unabhängig von einer gegebenenfalls vorhandenen Kurbelgehäuseentlüftung
- auch zur Rückführung von Öl dienen, das bei der Schmierung von Bauteilen oder Aggregaten
anfällt, beispielsweise aus der Ölschmierung der Nockenwelle bzw. des Ventiltriebs
stammt.
[0016] Die Entlüftungsleitung und die Ölrückführleitung verlaufen nach dem Stand der Technik
häufig parallel zu den im Zylinderkopf und im Zylinderblock zum Verbinden vorgesehenen
Bohrungen. Dabei dient die mindestens eine Entlüftungsleitung häufig gleichzeitig
zur Ölrückführung d. h. als Ölrückführleitung. Diese Vorgehensweise, bei der einer
einzigen Leitung diese Doppelfunktion zugewiesen wird, ist aber problematisch.
[0017] Während der Entlüftungsstrom über die Leitung vom Kurbelgehäuse weggeführt wird,
soll gleichzeitig das Öl über dieselbe Leitung aber in entgegengesetzter Strömungsrichtung
dem Kurbelgehäuse zugeführt werden. In Abhängigkeit von der Größe des Entlüftungsstroms
und dem Strömungsquerschnitt der Leitung d. h. der Strömungsgeschwindigkeit des Entlüftungsstroms
kann der Entlüftungsstrom die Ölrückführung erschweren oder gar vollständig unterbinden.
Insbesondere kann der aus der Entlüftungsleitung austretende Entlüftungsstrom das
gesammelte und zur Rückführung bestimmte Öl am Eintritt in die Leitung hindern.
[0018] An dieser Stelle sei angemerkt, daß der Entlüftungsstrom - je nach Lastzustand -
auch dieselbe Strömungsrichtung wie das rückzuführende Öl aufweisen kann. In den vorliegend
relevanten und nachstehend behandelten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine besteht
aber die zuvor beschriebene Problematik, die sich aus den unterschiedlichen Strömungsrichtungen
- einerseits des Öls und andererseits des Entlüftungsstroms - ergibt.
[0019] Eine vollständige Trennung d. h. Separierung von Ölrückführung und Entlüftung führt
zu einem voluminöseren und schwereren Zylinderkopf bzw. Zylinderblock und ist im Hinblick
auf eine kompakte Bauweise der Anordnung kontraproduktiv.
[0020] Vor dem Hintergrund des oben Gesagten ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 d. h. der gattungsbildenden Art
bereitzustellen, die hinsichtlich der Ölrückführung optimiert ist.
[0021] Eine weitere Teilaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verwendung für eine
derartige Anordnung aufzuzeigen.
[0022] Gelöst wird die erste Teilaufgabe durch eine Anordnung mit Zylinderkopf und Zylinderblock
für mindestens einen Zylinder, bei der der Zylinderkopf an einer Montage-Stirnseite
mit dem Zylinderblock verbunden ist, wobei mindestens eine Ölrückführleitung und mindestens
eine Entlüftungsleitung vorgesehen sind, und die dadurch gekennzeichnet ist, daß die
mindestens eine Ölrückführleitung und die mindestens eine Entlüftungsleitung im Zylinderkopf
zumindest teilweise zwei voneinander getrennte Leitungen bilden, wohingegen die mindestens
eine Ölrückführleitung und die mindestens eine Entlüftungsleitung im Zylinderblock
zumindest teilweise mindestens eine gemeinsame Leitung bilden.
[0023] Einerseits gewährleistet die erfindungsgemäße Ausbildung der Ölrückführleitung, daß
der Entlüftungsstrom das gesammelte und zur Rückführung bestimmte Öl nicht am Eintritt
in die Ölrückführleitung hindert, da die Ölrückführleitung und die Entlüftungsleitung
im Zylinderkopf zumindest teilweise d. h. zumindest über eine bestimmte Strecke, nämlich
zumindest im Bereich des Öleintritts, zwei voneinander getrennte Leitungen bilden.
[0024] Andererseits wird auf eine vollständige Trennung von Ölrückführung und Entlüftung
verzichtet, da die Ölrückführleitung und die Entlüftungsleitung zu einer gemeinsamen
Leitung zusammengeführt werden, so daß die Ölrückführleitung und die Entlüftungsleitung
im Zylinderblock zumindest teilweise d. h. streckenweise eine gemeinsame Leitung bilden,
weshalb durchaus eine kompakte Bauweise der Anordnung realisiert werden kann.
[0025] Die Zusammenführung kann im Zylinderkopf, im Zylinderblock oder aber in der Trennebene
zwischen Zylinderkopf und Zylinderblock erfolgen d. h. ausgebildet werden. Bei sämtlichen
Ausführungen der Zusammenführung bilden die Ölrückführleitung und die Entlüftungsleitung
im Zylinderblock zumindest streckenweise eine gemeinsame Leitung. Entscheidend ist
die Trennung von Ölrückführung und Entlüftung im Zylinderkopf am Öleintrittsbereich.
[0026] Es können mehrere Ölrückführleitungen bzw. Entlüftungsleitungen vorgesehen werden,
beispielsweise zwei Ölrückführleitungen und zwei Entlüftungsleitungen, wobei jeweils
eine Ölrückführleitung und eine Entlüftungsleitung zu einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt
werden, weshalb von mindestens einer gemeinsamen Leitung die Rede ist. In eine einzelne
gemeinsame Leitung können aber auch mehrere Ölrückführleitungen bzw. Entlüftungsleitungen
münden.
[0027] Damit wird die erste der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst, nämlich eine
Anordnung der gattungsbildenden Art bereitzustellen, die hinsichtlich der Ölrückführung
optimiert ist.
[0028] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen die mindestens eine Ölrückführleitung
und die mindestens eine Entlüftungsleitung im Bereich der Montage-Stirnseite zu der
mindestens einen gemeinsamen Leitung zusammenführen.
[0029] Vorteile bietet dies insbesondere in fertigungstechnischer Hinsicht, da eine Zusammenführung
der Ölrückführleitung mit der Entlüftungsleitung - im demontierten Zustand der Anordnung
- mit vergleichsweise geringem Aufwand ausgebildet werden kann, insbesondere mittels
spanabhebender Fertigungsverfahren. Dabei wird die Zusammenführung in die Montage-Stirnseite
des Zylinderkopfes und/oder des Zylinderblocks von außen eingebracht.
[0030] Die Zusammenführung kann auch bereits beim Gießen des Zylinderkopfrohlings bzw. Zylinderblockrohlings
teilweise oder vollständig ausgebildet werden, was durch Einbringen eines einfachen,
nach außen offenen und daher leicht entfernbaren Kerns erfolgt. Auf diese Weise können
grundsätzlich auch Zusammenführungen im Zylinderkopf oder Zylinderblock ausgebildet
werden.
[0031] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen sich die mindestens eine
gemeinsame Leitung in Richtung Zusammenführung erweitert, beispielsweise sich die
im Zylinderblock vorgesehene - mindestens eine - gemeinsame Leitung zur Montage-Stirnseite
des Zylinderblocks hin erweitert, falls die Zusammenführung im Bereich der Montage-Stirnseite
erfolgt. Dies erleichtert die Zusammenführung der Leitungen, insbesondere das Eintreten
des rückzuführenden Öls in die gemeinsame Leitung. Vorzugsweise erweitert sich die
gemeinsame Leitung zur Ölrückführleitung hin. Das rückzuführende Öl wird dann entlang
der Innenwandung der Erweiterung in die gemeinsame Leitung geführt.
[0032] Vorteilhaft sind dabei insbesondere Ausführungsformen, bei denen sich die gemeinsame
Leitung trichterförmig erweitert, gegebenenfalls auch halbseitig trichterförmig.
[0033] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen die mindestens eine Entlüftungsleitung
und die mindestens eine gemeinsame Leitung miteinander fluchten d. h. eine durchgehende
Leitung bilden. Dabei mündet mindestens eine vorgesehene Ölrückführleitung in diese
durchgehende Leitung. Diese Ausführungsform erschwert es dem Entlüftungsstrom in die
Ölrückführleitung zu gelangen und das Öl am Eintritt zu hindern, da der Entlüftungsstrom
ohne Umlenkungen durch die Anordnung geführt wird.
[0034] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Anordnung werden im
Zusammenhang mit den Unteransprüchen beschrieben.
[0035] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen die mindestens eine Ölrückführleitung,
die mindestens eine Entlüftungsleitung und die mindestens eine gemeinsame Leitung
im Wesentlichen in Richtung der Längsachse des mindestens einen Zylinders ausgerichtet
sind. Diese Ausbildung der Leitungen reduziert die Leitungslänge, erleichtert die
Ausbildung bzw. Bearbeitung der Leitungen und unterstützt zudem die Entlüftung und
Ölrückführung in strömungstechnischer Hinsicht. Zudem trägt diese Ausführung der Leitungen
auch dem Umstand Rechnung, daß die Ölrückführung schwerkraftgetrieben ist.
[0036] Bei Brennkraftmaschinen mit mindestens zwei Zylindern sind Ausführungsformen der
Anordnung vorteilhaft, bei denen jeder Zylinder mindestens eine Auslaßöffnung zum
Abführen der Abgase aus dem Zylinder aufweist, wobei
- sich an jede Auslaßöffnung eine Abgasleitung anschließt,
- die Abgasleitungen von mindestens zwei Zylindern innerhalb des Zylinderkopfes unter
Ausbildung eines integrierten Abgaskrümmers zu einer Gesamtabgasleitung zusammenführen,
welche aus dem Zylinderkopf austritt, und
- mindestens eine Ölrückführleitung auf der den mindestens zwei Zylindern abgewandten
Seite des integrierten Abgaskrümmers angeordnet ist.
[0037] Die Abgasleitungen der Auslaßöffnungen der Zylinder werden üblicherweise d. h. nach
dem Stand der Technik mittels eines sogenannten Krümmers zusammengeführt; häufig zu
einer einzelnen Gesamtabgasleitung. Stromabwärts des Krümmers werden die Abgase dann
gegebenenfalls der Turbine eines Abgasturboladers und/oder einem oder mehreren Abgasnachbehandlungssystemen
zugeführt.
[0038] Die Integration des mindestens einen Abgaskrümmers gemäß der vorliegenden Ausführungsform
führt zu einer kompakten Bauweise und ermöglicht ein dichtes Packaging der Antriebseinheit.
Die Länge und damit das Volumen und die thermische Trägheit der Abgasleitungen zwischen
Auslaßöffnung am Zylinder und Abgasnachbehandlungssystem bzw. zwischen Auslaßöffnung
am Zylinder und Turbine werden reduziert, wodurch sich sowohl bei der Aufladung als
auch bei der Abgasnachbehandlung Vorteile ergeben.
[0039] Der integrierte Abgaskrümmer ermöglicht eine sehr motornahe Anordnung des Abgasturboladers
bzw. der Turbine, so daß die Abgasenthalpie der heißen Abgase, die maßgeblich vom
Abgasdruck und der Abgastemperatur bestimmt wird, optimal genutzt werden kann. Das
verminderte Abgasvolumen stromaufwärts der Turbine gewährleistet ein schnelles Ansprechverhalten
des Turboladers. Zudem verkürzt sich der Weg der heißen Abgase zu den verschiedenen
Abgasnachbehandlungssystemen, so daß den Abgasen wenig Zeit zur Abkühlung eingeräumt
wird und die Abgasnachbehandlungssysteme möglichst schnell ihre Betriebstemperatur
bzw. Anspringtemperatur erreichen, insbesondere nach einem Kaltstart der Brennkraftmaschine.
[0040] Ein Zylinderkopf mit vollständig integriertem Abgaskrümmer ist thermisch höher belastet
als ein Zylinderkopf, der mit einem externen Krümmer ausgestattet ist. Daraus resultiert
eine erhebliche thermische Belastung des in der Ölrückführleitung befindlichen Öls.
[0041] Gemäß der vorliegenden Ausführungsform wird die mindestens eine Ölrückführleitung
auf der den mindestens zwei Zylindern abgewandten Seite des integrierten Abgaskrümmers
d. h. außerhalb des Krümmers angeordnet und damit auf der thermisch weniger belasteten
Seite. Daraus ergibt sich eine geringere thermische Belastung des in der Ölrückführleitung
geführten Öls, wodurch einer vorzeitigen Alterung des Öls und einer Verschlechterung
der Öleigenschaften, insbesondere der Schmiereigenschaften, entgegengewirkt wird.
[0042] Die in Rede stehende Ausführungsform grenzt sich insofern von Konzepten - wie sie
beispielsweise in der
EP 1 722 090 A2 beschrieben sind - ab, bei denen die Ölrückführleitung auf der thermisch hoch belasteten,
nämlich auf der den Zylindern zugewandten Seite d. h. innerhalb des Krümmers angeordnet
ist.
[0043] Aus der Anordnung der mindestens einen Ölrückführleitung außerhalb des Krümmers ergeben
sich auch Freiheiten bei der konstruktiven Auslegung des Zylinderkopfes bzw. des integrierten
Abgaskrümmers, die eine Optimierung hinsichtlich bereits genannter Zielsetzungen gestatten.
[0044] Die Abgasleitungen der einzelnen Zylinder können vergleichsweise direkt d. h. ohne
Umwege zu einer Gesamtabgasleitung zusammengeführt werden, da sie nicht um innerhalb
des Krümmers vorgesehene Ölrückführleitungen herum geführt werden müssen.
[0045] Zum einen wird dadurch die Länge der Abgasleitungen verringert und folglich das Leitungsvolumen
d. h. das Abgasvolumen des Krümmers, so daß das Ansprechverhalten einer stromabwärts
des Krümmers in der Gesamtabgasleitung angeordneten Turbine verbessert wird. Die verkürzten
Abgasleitungen führen auch zu einer geringeren thermischen Trägheit des Krümmers,
so daß die Temperatur der Abgase stromabwärts des Krümmers höher ist, weshalb auch
die Enthalpie der Abgase am Eintritt in eine gegebenenfalls vorgesehene Turbine höher
ist und in der Gesamtabgasleitung vorgesehene Abgasnachbehandlungssysteme schneller
eine gegebenenfalls erforderliche Mindestbetriebstemperatur erreichen.
[0046] Zum anderen können die Abgasleitungen strömungstechnisch optimiert zu einer Gesamtabgasleitung
zusammengeführt werden, d. h. in der Weise, daß die Abgasströmungen einen möglichst
geringen Druckverlust beim Durchströmen des Krümmers erleiden. Dies steigert die Abgasenthalpie
am Austritt des Abgaskrümmers bzw. am Eintritt in die Turbine. Verminderte Strömungsumlenkungen
reduzieren auch den Wärmeübergang infolge Konvektion, was zu höheren Abgastemperaturen
und damit zu einer höheren Abgasenthalpie führt.
[0047] Ausführungsformen des Zylinderkopfes mit beispielsweise vier Zylindern, bei denen
die Abgasleitungen der außenliegenden Zylinder und die Abgasleitungen der innenliegenden
Zylinder jeweils zu einer Gesamtabgasleitung zusammengeführt werden, können ebenfalls
zur Ausbildung einer Anordnung gemäß der in Rede stehenden Ausführungsform dienen.
[0048] Vorteilhaft sind auch Ausführungsformen, bei denen die Abgasleitungen sämtlicher
Zylinder des Zylinderkopfes innerhalb des Zylinderkopfes zu einer einzigen Gesamtabgasleitung
zusammengeführt werden.
[0049] Mit der Anordnung der mindestens einen Ölrückführleitung außerhalb des Abgaskrümmers
erfolgt auch eine Anordnung im mechanisch weniger beanspruchten Bereich des Zylinderkopfes.
[0050] Grundsätzlich kann auch bei der erfindungsgemäßen Anordnung mindestens eine Ölrückführleitung
bzw. Entlüftungsleitung und/oder gemeinsame Leitung auf der Einlaßseite des Zylinderkopfes
vorgesehen werden.
[0051] Im Hinblick auf Ausführungsformen mit integriertem Abgaskrümmer sind Anordnungen
vorteilhaft, bei denen die mindestens eine Ölrückführleitung auf der der Gesamtabgasleitung
abgewandten Seite einer gedachten Ebene angeordnet ist, welche durch die Längsachse
eines außenliegenden Zylinders verläuft und senkrecht auf der Längsachse des Zylinderkopfes
steht.
[0052] Gemäß der in Rede stehenden Ausführungsform ist die mindestens eine Ölrückführleitung
im Randbereich d. h. in der Nähe einer Stirnseite des Zylinderkopfes und damit außermittig
angeordnet, was mehrere Vorteile bietet.
[0053] Zum einen handelt es sich um einen thermisch weniger hoch belasteten Zylinderkopfbereich,
insbesondere auch, weil der Abstand der Ölrückführleitung zum Abgaskrümmer vergleichsweise
groß ist d. h. im Vergleich zu anderen Ausführungsformen.
[0054] Zum anderen erleichtert diese Anordnung - unabhängig davon, ob der Krümmer integriert
ist oder nicht - die Rückführung des Öls, wenn der Zylinderkopf quer zur Fahrzeuglängsachse
eingebaut wird, da das rückzuführende Öl bei Kurvenfahrt ohne weiteres Zutun zur Ölrückführleitung
hingeleitet wird. So kann beispielsweise eine im Zylinderkopf gelagerte obenliegende
Nockenwelle mittels Ölschmierung geschmiert werden, wobei das überschüssige Schmieröl
bei Kurvenfahrt in Richtung der Stirnseiten des Zylinderkopfes und damit in Richtung
Ölrückführleitung fließt und abgeleitet wird. Das Öl kann ebenso aus der Kurbelgehäuseentlüftung
stammen.
[0055] Vorteilhaft sind aber auch Ausführungsformen der Anordnung, bei denen mindestens
eine Ölrückführleitung auf der der Gesamtabgasleitung zugewandten Seite einer gedachten
Ebene angeordnet ist, welche durch die Längsachse eines außenliegenden Zylinders verläuft
und senkrecht auf der Längsachse des Zylinderkopfes steht.
[0056] Diese Anordnung stellt eine Alternative dar und kann zur Anwendung kommen, wenn beispielsweise
in den weiter außenliegenden Bereichen des Zylinderkopfes der Bauraum für andere Elemente
benötigt wird, beispielsweise für Gewindebolzen zur Montage des Kopfes.
[0057] Die Anordnung der Ölrückführleitung gemäß der in Rede stehenden Ausführungsform kann
aber auch zusätzlich zum Einsatz kommen und bietet Vorteile, wenn benachbart zur Gesamtabgasleitung
eine Kühlung bzw. ein Kühlkanal vorgesehen ist und diese Kühlung zur Absenkung der
Öltemperatur erforderlich ist bzw. eingesetzt wird.
[0058] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen mindestens zwei Ölrückführleitungen
vorgesehen sind, die auf gegenüberliegenden Seiten der Gesamtabgasleitung angeordnet
sind.
[0059] Das Vorsehen von mehr als einer Ölrückführleitung hat den Vorteil, dass das rückzuführende
Öl nicht an einer Stelle am Zylinderkopf, nämlich am Eintritt einer einzigen Ölrückführleitung
gesammelt werden muß, da vorliegend die Rückführung auf zwei oder mehr Leitungen verteilt
wird. Insbesondere wenn Kurvenfahrten - wie oben beschrieben - zur Versorgung d. h.
Beschickung der Ölrückführleitungen mit Öl dienen, ist die in Rede stehende Ausführungsform
vorteilhaft.
[0060] Das Vorsehen von mehr als einer Ölrückführleitung bietet grundsätzlich die Möglichkeit,
den Gesamtquerschnitt der Ölrückführung auf mehrere Leitungen zu verteilen, so daß
nicht eine einzige Leitung das gesamte rückzuführende Öl aufnehmen muß, was hinsichtlich
der mechanischen Festigkeit des Zylinderkopfes vorteilhaft sein kann.
[0061] Grundsätzlich kann die mindestens eine Ölrückführleitung einen beliebigen, insbesondere
aber einen kreisförmigen, ellipsenförmigen, wabenförmigen bzw. in der Grundform polygonalen
Querschnitt aufweisen.
[0062] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen der mindestens eine Zylinder
mindestens zwei Auslaßöffnungen zum Abführen der Abgase aus dem Zylinder aufweist.
[0063] Während des Ausschiebens der Abgase im Rahmen des Ladungswechsels ist es ein vorrangiges
Ziel, möglichst schnell möglichst große Strömungsquerschnitte freizugeben, um ein
effektives Abführen der Abgase zu gewährleisten, weshalb das Vorsehen von mehr als
einer Auslaßöffnung vorteilhaft ist.
[0064] Bei mehr als einem Zylinder sind Ausführungsformen der Anordnung vorteilhaft, bei
denen zunächst die Abgasleitungen der mindestens zwei Auslaßöffnungen jedes Zylinders
zu einer dem Zylinder zugehörigen Teilabgasleitung zusammenführen bevor die Teilabgasleitungen
von mindestens zwei Zylindern zu der Gesamtabgasleitung zusammenführen.
[0065] Die Gesamtwegstrecke aller Abgasleitungen wird hierdurch verkürzt. Das stufenweise
Zusammenführen der Abgasleitungen zu einer Gesamtabgasleitung trägt zudem zu einer
kompakteren d. h. weniger voluminösen Bauweise des Zylinderkopfes und damit insbesondere
zu einer Gewichtsreduzierung und einem effektiveren Packaging im Motorraum bei.
[0066] Bei Ausführungsformen mit integriertem Abgaskrümmer sind Anordnungen vorteilhaft,
bei denen die mindestens eine Entlüftungsleitung auf der den mindestens zwei Zylindern
zugewandten Seite des integrierten Abgaskrümmers angeordnet ist.
[0067] Vorteilhaft sind dabei Ausführungsformen der Anordnung, bei denen die mindestens
eine Entlüftungsleitung zwischen den Abgasleitungen von zwei benachbarten Zylindern
angeordnet ist.
[0068] Vorteilhaft sind Ausführungsformen der Anordnung, bei denen der Zylinderkopf mit
einer Flüssigkeitskühlung ausgestattet ist. Vorzugsweise wird die Flüssigkeitskühlung
auch zur Kühlung der Ölrückführleitung verwendet.
[0069] Ein Zylinderkopf mit vollständig integriertem Abgaskrümmer ist thermisch höher belastet
als ein herkömmlicher Zylinderkopf, der mit einem externen Krümmer ausgestattet ist,
weshalb erhöhte Anforderungen an die Kühlung gestellt werden.
[0070] Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Kühlung in Gestalt einer Luftkühlung oder
einer Flüssigkeitskühlung auszuführen. Aufgrund der wesentlich höheren Leistungsfähigkeit
einer Flüssigkeitskühlung ist es vorteilhaft, den Zylinderkopf mit einer Flüssigkeitskühlung
auszustatten.
[0071] Eine Flüssigkeitskühlung erfordert die Ausstattung des Zylinderkopfes mit einem Kühlmittelmantel
d. h. die Anordnung von das Kühlmittel durch den Zylinderkopf führenden Kühlmittelkanälen.
Die Wärme wird im Inneren des Zylinderkopfes an das Kühlmittel, in der Regel mit Additiven
versetztes Wasser, abgegeben. Das Kühlmittel wird dabei mittels einer im Kühlkreislauf
angeordneten Pumpe gefördert, so daß es im Kühlmittelmantel zirkuliert. Die an das
Kühlmittel abgegebene Wärme wird auf diese Weise aus dem Inneren des Zylinderkopfes
abgeführt und in einem Wärmetauscher dem Kühlmittel wieder entzogen.
[0072] Bei Zylinderköpfen mit integrierten Kühlmittelmantel, welcher einen unteren Kühlmittelmantel,
der zwischen den Abgasleitungen des integrierten Abgaskrümmers und der Montage-Stirnseite
des Zylinderkopfes angeordnet ist, und einen oberen Kühlmittelmantel, der auf der
dem unteren Kühlmittelmantel gegenüberliegenden Seite des Abgaskrümmers angeordnet
ist, aufweist, sind Ausführungsformen vorteilhaft, bei denen
- beabstandet zu den Abgasleitungen des Abgaskrümmers in der Außenwandung des Zylinderkopfes,
aus der die Gesamtabgasleitung austritt, mindestens eine Verbindung zwischen dem unteren
Kühlmittelmantel und dem oberen Kühlmittelmantel vorgesehen ist, die dem Durchtritt
von Kühlmittel dient, wobei die mindestens eine Verbindung benachbart zu dem Bereich
angeordnet ist, in dem die Abgasleitungen zu der Gesamtabgasleitung zusammenführen.
[0073] Der Zylinderkopf verfügt vorliegend über mindestens eine Verbindung in der Außenwandung
des Zylinderkopfes d. h. auf der den Zylindern abgewandten Seite des Krümmers, durch
die Kühlmittel aus dem unteren Kühlmittelmantel in den oberen Kühlmittelmantel strömen
kann und umgekehrt. Bei der Verbindung handelt es sich vorliegend um einen Durchbruch
bzw. Durchflußkanal, der den unteren Kühlmittelmantel mit dem oberen Kühlmittelmantel
verbindet und durch den ein Austausch von Kühlmittel zwischen den beiden Kühlmittelmänteln
ermöglicht und realisiert wird.
[0074] Hierdurch findet eine Kühlung auch im Bereich der Außenwandung des Zylinderkopfes
statt, wobei die durch die mindestens eine Verbindung hindurchgeführte Kühlmittelströmung
zur Wärmeabfuhr beiträgt. Insbesondere kann durch eine entsprechende Dimensionierung
des Querschnitts der mindestens einen Verbindung gezielt Einfluß genommen werden auf
die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels in der Verbindung und damit auf die Wärmeabfuhr
im Bereich dieser mindestens einen Verbindung.
[0075] Vorteilhaft sind daher auch Ausführungsformen des Zylinderkopfes, bei denen der untere
und der obere Kühlmittelmantel nicht über den gesamten Bereich der Außenwandung miteinander
verbunden sind, sondern sich die mindestens eine Verbindung nur über einen Teilbereich
der Außenwandung erstreckt. Dadurch kann die Strömungsgeschwindigkeit in der mindestens
einen Verbindung gesteigert werden, was den Wärmeübergang durch Konvektion erhöht.
Vorteile bietet dies auch hinsichtlich der mechanischen Festigkeit des Zylinderkopfes.
[0076] Die mindestens eine Verbindung ist benachbart zu dem Bereich angeordnet, in dem die
Abgasleitungen zu der Gesamtabgasleitung zusammenführen und das heiße Abgas der Zylinder
gesammelt wird d. h. in einem thermisch besonders hoch belasteten Bereich des Zylinderkopfes.
[0077] Die Kühlung des Zylinderkopfes gemäß der in Rede stehenden Ausführungsform ist daher
sehr effektiv, so daß auf weitere Maßnahmen wie beispielsweise einer Anfettung des
Kraftstoff-Luft-Gemisches mit dem Ziel einer Absenkung der Abgastemperatur - wie in
der
EP 1 722 090 A2 beschrieben - verzichtet werden kann. Dies erweist sich insbesondere bezüglich des
Kraftstoffverbrauchs und des Emissionsverhaltens als vorteilhaft.
[0078] Vorteilhaft sind Ausführungsformen, bei denen der Abstand zwischen der mindestens
einen Verbindung und der Gesamtabgasleitung kleiner ist als der Durchmesser eines
Zylinders, vorzugsweise kleiner ist als die Hälfte bzw. ein Viertel des Durchmessers
eines Zylinders, wobei sich der Abstand aus der Wegstrecke zwischen der Wandung der
Gesamtabgasleitung und der Wandung der Verbindung ergibt.
[0079] Vorteilhaft ist die Verwendung einer Anordnung nach einer der zuvor genannten Arten
insbesondere bei Brennkraftmaschinen, deren mindestens einer Zylinderkopf einen integrierten
Abgaskrümmer aufweist, da die erfindungsgemäße Anordnung eine Trennung von Ölrückführung
und Entlüftung im Zylinderkopf vorsieht und damit die Anordnung der mindestens einen
Ölrückführleitung außerhalb des Krümmers in einem thermisch weniger belasteten Zylinderkopfbereich
ermöglicht.
[0080] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1 näher
beschrieben. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- schematisch im Querschnitt eine erste Ausführungsform der Anordnung.
[0081] Figur 1 zeigt schematisch im Querschnitt eine erste Ausführungsform der Anordnung
1 mit einem Zylinderkopf 2 und einem Zylinderblock 3, die an ihren Montage-Stirnseiten
2a, 3a miteinander verbunden sind.
[0082] Im Zylinderkopf 2 sind zwei Ölrückführleitungen 4 und zwei Entlüftungsleitung 5 als
separate d. h. voneinander getrennte Leitungen 4, 5 vorgesehen, wobei jeweils eine
Ölrückführleitung 4 und eine Entlüftungsleitung 5 im Zylinderblock 3 eine gemeinsame
Leitung 6 bilden d. h. zu einer gemeinsamen Leitung 6 zusammenführen.
[0083] Die Zusammenführung 7 jeweils einer Ölrückführleitung 4 mit einer Entlüftungsleitung
5 zu einer gemeinsamen Leitung 6 erfolgt im Bereich der Montage-Stirnseiten 2a, 3a.
Jede der beiden im Zylinderkopf 2 vorgesehenen Entlüftungsleitungen 5 fluchtet mit
der dazugehörigen gemeinsamen Leitung 6 d. h. eine Entlüftungsleitung 5 und eine gemeinsame
Leitung 6 bilden jeweils eine durchgehende Leitung, wobei jede der beiden im Zylinderkopf
2 vorgesehenen Ölrückführleitungen 4 im Bereich der Montage-Stirnseiten 2a, 3a in
eine der beiden durchgehenden Leitungen bzw. gemeinsamen Leitungen 6 einmündet.
[0084] Die gemeinsamen Leitungen 6 erweitern sich zur Montage-Stirnseite 3a des Zylinderblocks
3 hin d. h. in Richtung Zusammenführung 7, was die Ausbildung der Zusammenführung
7 der Leitungen 4, 5 und das Eintreten des rückzuführenden Öls in die gemeinsame Leitung
6 erleichtert.
[0085] Die Strömungsrichtung einerseits des Entlüftungsstroms und andererseits des rückzuführenden
Ölstroms ist durch Pfeile kenntlich gemacht. Die Versorgung der Ölrückführleitungen
4 mit Öl erfolgt aus einem im Zylinderkopf 2 befindlichen Ölreservoir 8 heraus. Damit
kein Öl aus diesem Ölreservoir 8 in die Entlüftungsleitungen 5 eintritt, ragen die
Entlüftungsleitungen 5 über den Ölspiegel 9 des Reservoirs 8 hinaus d. h. der Austritt
bzw. das Ende jeder Entlüftungsleitung 5 liegt oberhalb des Ölspiegels 9.
Bezugszeichen
[0086]
- 1
- Anordnung
- 2
- Zylinderkopf
- 2a
- Montage-Stirnseite des Zylinderkopfes
- 3
- Zylinderblock
- 3a
- Montage-Stirnseite des Zylinderblocks
- 4
- Ölrückführleitung
- 5
- Entlüftungsleitung
- 6
- gemeinsame Leitung
- 7
- Zusammenführung
- 8
- Ölreservoir
- 9
- Ölspiegel
1. Anordnung (1) mit Zylinderkopf (2) und Zylinderblock (3) für mindestens einen Zylinder,
bei der der Zylinderkopf (2) an einer Montage-Stirnseite (2a) mit dem Zylinderblock
(3) verbunden ist, wobei mindestens eine Ölrückführleitung (4) und mindestens eine
Entlüftungsleitung (5) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens eine Ölrückführleitung (4) und die mindestens eine Entlüftungsleitung
(5) im Zylinderkopf (2) zumindest teilweise zwei voneinander getrennte Leitungen bilden,
wohingegen die mindestens eine Ölrückführleitung (4) und die mindestens eine Entlüftungsleitung
(5) im Zylinderblock (3) zumindest teilweise mindestens eine gemeinsame Leitung (6)
bilden.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Ölrückführleitung (4), die mindestens eine Entlüftungsleitung
(5) und die mindestens eine gemeinsame Leitung (6) im Wesentlichen in Richtung der
Längsachse des mindestens einen Zylinders ausgerichtet sind.
3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2 für eine Brennkraftmaschine mit mindestens zwei
Zylindern,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder mindestens eine Auslaßöffnung zum Abführen der Abgase aus dem Zylinder
aufweist, wobei
- sich an jede Auslaßöffnung eine Abgasleitung anschließt,
- die Abgasleitungen von mindestens zwei Zylindern innerhalb des Zylinderkopfes (2)
unter Ausbildung eines integrierten Abgaskrümmers zu einer Gesamtabgasleitung zusammenführen,
welche aus dem Zylinderkopf (2) austritt, und
- mindestens eine Ölrückführleitung (4) auf der den mindestens zwei Zylindern abgewandten
Seite des integrierten Abgaskrümmers angeordnet ist.
4. Anordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Ölrückführleitung (4) auf der der Gesamtabgasleitung abgewandten
Seite einer gedachten Ebene angeordnet ist, welche durch die Längsachse eines außenliegenden
Zylinders verläuft und senkrecht auf der Längsachse des Zylinderkopfes (2) steht.
5. Anordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Ölrückführleitung (4) auf der der Gesamtabgasleitung zugewandten
Seite einer gedachten Ebene angeordnet ist, welche durch die Längsachse eines außenliegenden
Zylinders verläuft und senkrecht auf der Längsachse des Zylinderkopfes (2) steht.
6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Ölrückführleitungen (4) vorgesehen sind, die auf gegenüberliegenden
Seiten der Gesamtabgasleitung angeordnet sind.
7. Anordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Zylinder mindestens zwei Auslaßöffnungen zum Abführen der Abgase
aus dem Zylinder aufweist.
8. Anordnung (1) nach Anspruch 7 für eine Brennkraftmaschine mit mindestens zwei Zylindern,
dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Abgasleitungen der mindestens zwei Auslaßöffnungen jedes Zylinders zu
einer dem Zylinder zugehörigen Teilabgasleitung zusammenführen bevor die Teilabgasleitungen
von mindestens zwei Zylindern zu der Gesamtabgasleitung zusammenführen.
9. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Entlüftungsleitung (5) auf der den mindestens zwei Zylindern
zugewandten Seite des integrierten Abgaskrümmers angeordnet ist.
10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Entlüftungsleitung (5) zwischen den Abgasleitungen von zwei benachbarten
Zylindern angeordnet ist.
11. Verwendung einer Anordnung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche für eine Brennkraftmaschine,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderkopf (2) der Brennkraftmaschine mindestens einen integrierten Abgaskrümmer
aufweist.