[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung zur Förderung eines Fluids.
[0002] Kraftstoffeinspritzsysteme von Verbrennungskraftmaschinen weisen einen motornahen
Hochdruckspeicher oder eine Speicherleitung auf, aus dem beziehungsweise aus der die
einzelnen Kraftstoffeinspritzventile gespeist werden. Dieser Hochdruckspeicher wird
oftmals als Common Rail bezeichnet. Die Pumpen, die den Hochdruckspeicher beliefern,
sollen den notwendigen Volumenstrom und den erforderlichen Fluiddruck präzise und
effizient bereitstellen können und dabei einen geringe Einbaugröße aufweisen. Solche
Kraftstoffeinspritzsysteme weisen üblicherweise eine Vorförderpumpe auf, mit der Kraftstoff
aus einem Kraftstofftank zur Saugseite einer Hochdruckpumpe gefördert werden kann.
Eine der Vorförderpumpe hydraulisch nachgeschaltete Hochdruckpumpe fördert Kraftstoff
dann in einen Kraftstoffspeicher, von wo aus er an mit dem Kraftstoffspeicher hydraulisch
gekoppelte Injektoren verteilt werden kann.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Pumpenanordnung anzugeben, die einen guten
Wirkungsgrad aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Pumpenanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0005] Eine Pumpenanordnung zur Förderung eines Fluids umfasst einen Gehäusekörper mit einem
Kurbelraum. In dem Kurbelraum ist eine Antriebswelle angeordnet, die eine Pumpeneinheit
antreiben kann. Die Pumpeneinheit weist ein Zylindergehäuse auf, das einen Zylinderraum
umgibt. In dem Zylinderraum axial bewegbar ist ein Pumpenkolben angeordnet, der mit
der Antriebswelle in Wirkverbindung steht. Die Pumpenanordnung umfasst eine weitere
von der Antriebswelle antreibbare Pumpeneinheit. Die weitere Pumpeneinheit weist ein
weiteres Zylindergehäuse auf, das einen weiteren Zylinderraum umgibt. In dem weiteren
Zylinderraum axial bewegbar ist ein weiterer Pumpenkolben angeordnet. Der weitere
Pumpenkolben steht mit der Antriebswelle in Wirkverbindung. Die Pumpeneinheit und
die weitere Pumpeneinheit sind hydraulisch gekoppelt und die weitere Pumpeneinheit
ist der Pumpeneinheit hydraulisch nachgeschaltet.
[0006] Die Pumpeneinheit kann mindestens einen wiederum weiteren Pumpenkolben aufweisen,
der mit der Antriebswelle in Wirkverbindung steht. Dadurch können zwei oder mehr Kolben
als Vorförderpumpe genutzt werden und somit die richtige Phasenzuordnung des Fördervolumenstroms
gut zugeordnet werden.
[0007] Die Antriebswelle kann mindestens einen Exzenterabschnitt aufweisen, der von einem
runden Hubring umgeben ist. Der runde Hubring ist mit dem Pumpenkolben gekoppelt.
Zwischen dem Exzenterabschnitt und dem Hubring kann ein Gleitlager angeordnet sein.
Der Hubring kann eine Ausnehmung zur Zuführung des Fluids an das Gleitlager aufweisen.
So ist eine möglichst reibungsarme Übertragung der Bewegung der Antriebswelle auf
den Pumpenkolben möglich.
[0008] Der Pumpenkolben kann einen zurückgesetzten Bereich aufweisen, der mit dem Zylindergehäuse
einen Hohlraum zur Zuführung von Fluid umgibt. So ist insbesondere beim Start der
Pumpe genügend Fluid im Ansaugtrakt, da an dem Exzenterabschnitt eine Fluidreserve
vorhanden ist.
[0009] Der Pumpenkolben kann eine Zuleitung zur Zuführung von Fluid in den Zylinderraum
umgeben, die mit dem Hohlraum hydraulisch gekoppelt ist. So ist eine relativ einfache
Fluidführung in der Pumpenanordnung gegeben.
[0010] Das Zylindergehäuse kann von dem Gehäusekörper umgeben sein, wobei das Zylindergehäuse
und der Gehäusekörper einen weiteren Hohlraum zur Abführung von Fluid umgeben, so
dass der weitere Hohlraum zwischen dem Zylindergehäuse und dem Gehäusekörper angeordnet
ist. Dadurch ist eine möglichst einfache Fluidführung in der Pumpenanordnung gegeben.
Der weitere Hohlraum kann so ausgebildet sein, dass wenn in ihm Fluid angeordnet ist,
das Fluid eine Bewegung des Pumpenkolbens dämpft. So ist eine relativ einfache Dämpfung
des Pumpenkolbens möglicht.
[0011] Das Zylindergehäuse kann eine Ablaufleitung zur Abführung von Fluid aus dem Zylinderraum
umgeben. Die Ablaufleitung kann mit dem weiteren Hohlraum hydraulisch gekoppelt sein,
wobei die Ablaufleitung mit dem Zylinderraum einen Winkel kleiner oder gleich 90°
einschließt. So ist eine hohe Flexibilität der Fluidführung in der Pumpenanordnung
gegeben und die Dämpfung einer Bewegung des Pumpenkolbens kann verschiedenen stark
sein.
[0012] Das Zylindergehäuse kann einen wiederum weiteren Hohlraum umgeben, der hydraulisch
mit der Ablaufleitung gekoppelt ist, wobei in dem wiederum weiteren Hohlraum mindestens
ein Mittel zur Dämpfung einer Bewegung des Pumpenkolbens angeordnet ist. Das mindestens
eine Mittel zur Dämpfung kann mindestens eine Feder umfassen. Das mindestens eine
Mittel zur Dämpfung kann auch mindestens eine Membran umfassen. So ist eine relativ
effektive Möglichkeit der Dämpfung einer Bewegung des Pumpenkolbens gegeben.
[0013] Weitere Merkmale, Vorteile und Weiterbildungen ergeben sich aus den nachfolgenden
in Verbindung mit den Figuren 1 bis 4 erläuterten Beispielen.
[0014] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Pumpenanord- nung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer vergrößerten Ansicht eines Ausschnitts einer Pumpenanordnung,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Pumpeneinheit,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer Pumpeneinheit gemäß einer weiteren Ausführungsform.
[0015] Figur 1 zeigt eine Pumpenanordnung 100, die einen Gehäusekörper 101 umfasst. Der
Gehäusekörper 101 umgibt einen Kurbelraum 102. In dem Kurbelraum 102 ist eine Antriebswelle
103 angeordnet. Die Antriebswelle weist einen Exzenterabschnitt 104 auf. Die Pumpenanordnung
100 umfasst eine Pumpeneinheit 110, die von dem Gehäusekörper 101 zumindest teilweise
umgeben ist. Die Pumpeneinheit 110 weist ein Zylindergehäuse 111 auf, das einen Zylinderraum
112 umgibt. In dem Zylinderraum 112 ist ein Pumpenkolben 113 beweglich angeordnet.
Der Pumpenkolben 113 steht mit dem Exzenterabschnitt 104 der Antriebswelle 103 in
Verbindung.
[0016] Die Pumpenanordnung 100 umfasst eine weitere Pumpeneinheit 120. Die weitere Pumpeneinheit
120 weist ein Zylindergehäuse 121 auf, das einen Zylinderraum 122 umgibt. In dem Zylinderraum
122 ist ein Pumpenkolben 123 beweglich angeordnet. Der Pumpenkolben 123 steht mit
der Antriebswelle 103 beziehungsweise einem weiteren Exzenterabschnitt der Antriebswelle
in Wirkverbindung. Die Pumpeneinheit 110 und die Pumpeneinheit 120 sind hydraulisch
miteinander gekoppelt. Die Pumpeneinheit 120 ist der Pumpeneinheit 110 hydraulisch
nachgeschaltet.
[0017] Die Antriebswelle 103 ist drehbar in dem Kurbelraum 102 gelagert. Die Antriebswelle
weist in den Abschnitten, in denen sie Kontakt zu Pumpenkolben haben kann, jeweils
eine exzenterförmige Ausformung auf. Die Antriebswelle kann auch eine Nockenwelle
sein. In diesem Fall kann die Anzahl der Förder-und Kompressionshübe über die Anzahl
der Nocken vorgegeben werden. Die Anzahl der Förder- beziehungsweise Kompressionshübe
entspricht dabei der Anzahl der Nocken.
[0018] Die Pumpeneinheit 110 ist beispielsweise eingerichtet, Fluid aus einem Fluidtank
zu fördern. Beispielsweise ist die Pumpeneinheit 110 eingerichtet, einen Brennstoff
aus einem Brennstofftank zu fördern. Die Pumpeneinheit 110 ist in einer Ausführungsform
eine Vorförderpumpe einer Dieselbrennkraftmaschine.
[0019] Die Pumpeneinheit 120 ist eingerichtet, Fluid, das ihr von der Pumpeneinheit 110
zur Verfügung gestellt wird, mit einem höheren Druck zu beaufschlagen. Beispielsweise
fördert die Pumpeneinheit 120 Fluid in einen Hochdrucktank. In einer Ausführungsform
wird von der Pumpeneinheit 120 Diesel über eine Zuleitung an einen Druckspeicher durch
die Pumpeneinheit 120 geliefert. Von dem Druckspeicher kann der Kraftstoff beispielsweise
an Injektoren geführt und von diesen in Brennräume einer Brennkraftmaschine eingespritzt
werden.
[0020] Die Pumpeneinheit 120 umfasst in einer weiteren Ausführungsform zwei oder mehr Pumpenkolben,
die mit der Antriebswelle 103 in Wirkverbindung stehen. Die Pumpeneinheit 110 kann
ebenfalls zwei oder mehr Pumpenkolben umfassen. Die Pumpenanordnung 100 kann zwei
oder mehr Pumpeneinheiten aufweisen, die in Aufbau und Funktion der Pumpeneinheit
110 vergleichbar sind. Die Pumpeneinheiten der Pumpenanordnung sind als Kolbenpumpen
ausgeführt.
[0021] Figur 2 zeigt einen Gehäusekörper 201 einer Pumpenanordnung, wie in Zusammenhang
mit Figur 1 beschrieben. Der Gehäusekörper 201 umgibt einen Kurbelraum 202, in dem
eine Antriebswelle 203 drehbar gelagert ist. Die Antriebswelle 203 weist einen Exzenterabschnitt
204 auf. An dem Exzenterabschnitt 204 ist ein Hubring 205 angeordnet, der über ein
Gleitlager 206 mit dem Exzenterabschnitt 204 gekoppelt ist. Der Hubring 205 weist
eine Ausnehmung 207 auf, so dass Fluid durch den Hubring 205 an das Gleitlager 206
gelangen kann, um dieses zu schmieren.
[0022] Der Gehäusekörper 201 umgibt eine Ausnehmung, in der eine Pumpeneinheit 210 angeordnet
ist. Die Pumpeneinheit 210 umfasst ein Zylindergehäuse 211, das einen Zylinderraum
212 umgibt. In dem Zylinderraum 212 ist ein Pumpenkolben 213 beweglich angeordnet,
der mit der Antriebswelle 203 in Wirkverbindung steht. Der Pumpenkolben 213 weist
einen zurückgesetzten Bereich 214 auf, der mit der Antriebswelle 203 gekoppelt ist.
Der zurückgesetzte Bereich 214 und das Zylindergehäuse 211 umgeben einen Hohlraum
215. Der Pumpenkolben 213 umgibt an dem zurückgesetzten Bereich 214 eine Zuleitung
217, die mit dem Hohlraum 215 hydraulisch gekoppelt ist. Das Zylindergehäuse umgibt
eine Ablaufleitung 216, die mit einem Hohlraum 208 hydraulisch gekoppelt ist. Der
Hohlraum 208 wird von dem Gehäusekörper 201 und dem Zylindergehäuse 211 umgeben, so
dass der Hohlraum 208 zwischen dem Zylindergehäuse und dem Gehäusekörper angeordnet
ist.
[0023] Das Zylindergehäuse 211, der Zylinderraum 212 und der Pumpenkolben 213 sind in der
Pumpeneinheit koaxial angeordnet. Das Zylindergehäuse ist aus einem Metall gebildet,
beispielsweise Aluminium oder Stahl. Das Zylindergehäuse kann auch aus einem Kunststoff
gebildet sein. Der Pumpenkolben 213 ist axial bewegbar in dem Zylinderraum des Zylindergehäuses
gelagert und mit der Antriebswelle gekoppelt. Um den Zylinderraum mit Fluid befüllen
zu können, weist der Pumpenkolben 213 die Zuleitung 217 auf. Um Fluid aus dem Zylinderraum
ausstoßen zu können, weist die Pumpeneinheit die Ablaufleitung 216 auf. Die Ablaufleitung
216 ist über den Hohlraum 208 und weitere Leitungen hydraulisch mit mindestens einer
weiteren Kolbenpumpe gekoppelt.
[0024] Der Hubring 205, der an dem Exzenterabschnitt 204 angeordnet ist, weist eine gemeinsame
Kontaktfläche mit dem zurückgesetzten Bereich 214 des Pumpenkolbens 213 auf. Der Hubring
204 ist rund, beispielsweise ringförmig. Bei einer Bewegung der Antriebswelle 203
gleitet der Hubring 25 um die Antriebswelle, da er durch das Gleitlager 206 gleitend
gelagert ist. Das Gleitlager 206 wird beispielsweise mit Fluid geschmiert, das durch
die Ausnehmung 207 aus dem Kurbelraum 202 an das Gleitlager 206 gelangt. Pumpenkolben
213 und Hubring 205 bewegen sich relativ zueinander so möglichst wenig. Das Hubvolumen
der Pumpeneinheit kann relativ klein gewählt werden, beispielsweise 1,8 cm
3. Eine Hubvolumenvariation der Pumpeneinheit kann über unterschiedliche Exzentrizitäten
erzeugt werden. Beispielsweise ist der exzentrische Abschnitt der Antriebswelle in
drei Stufen abgestuft.
[0025] Der Kurbelraum 202 kann an einem Ende der Antriebswelle 203, an dem der Exzenterbereich
204 angeordnet ist, von einem einstückigen Gehäusekörper 201 abgeschlossen werden.
Es kann auch ein Abschlusselement an dem Gehäusekörper 201 befestigt werden, das den
Kurbelraum 202 abschließt. Beispielsweise wird das Abschlusselement über eine Schraubverbindung
mit dem Gehäusekörper 201 gekoppelt.
[0026] Um in Betrieb eine Bewegung des Pumpenkolbens 213 zu dämpfen, kann der Hohlraum 208
mit einem entsprechend großen Volumen ausgeführt sein. Die Ablaufleitung 216 kann
ebenfalls einen vergrößerten Durchmesser aufweisen, um ein vergrößertes Volumen zu
erhalten. Das in dem vergrößerten Volumen der Ablaufleitung 216 beziehungsweise in
dem Hohlraum 208 befindliche Fluid kann eine Bewegung des Pumpenkolbens 213 dämpfen.
So kann beispielsweise ein Nachschwingen des Pumpenkolbens 213 verhindert werden.
Die Ablaufleitung 216 kann wie im gezeigten Ausführungsbeispiel mit dem Zylinderraum
einen Winkel von 90° einschließen. Die Ablaufleitung 216 kann mit dem Zylinderraum
einen beliebigen Winkel einschließen, insbesondere einen Winkel zwischen 0° und 90°.
So kann die Dämpfung des Pumpenkolbens 213 weiter verbessert werden.
[0027] In dem Kurbelraum 202 befindet sich Fluid, beispielsweise um Lager der Antriebswelle
203 zu schmieren. Dieses Fluid kann in den Hohlraum 215 gelangen. Von dort kann es
über die Zuleitung 217 in den Zylinderraum 212 gelangen. Das Fluid aus dem Kurbelraum
202 beziehungsweise dem Hohlraum 215 kann durch die Pumpeneinheit 210 mit einem höheren
Druck als es in dem Kurbelraum 202 aufweist beaufschlagt werden und einer weiteren
Pumpe zugeführt werden, die es mit einem wiederum höheren Druck beaufschlagen kann.
[0028] Im Betrieb wird durch eine Drehbewegung der Antriebswelle 203 der Pumpenkolben 213
durch die exzentrische Form des Abschnitts 204 radial zur Antriebswelle hin bewegt.
Dabei wird der Zylinderraum 212 mit Fluid befüllt. Das Fluid wird über die Zuleitung
217 und dem Hohlraum 215 aus dem Kurbelraum 202 in den Zylinderraum 212 gesaugt. Durch
die weitere Drehbewegung der Antriebswelle wird der Pumpenkolben axial von der Antriebswelle
weg bewegt und verdichtet dabei das in dem Zylinderraum befindliche Fluid. Das komprimierte
Fluid kann im Anschluss an den Kompressionshub über die Ablaufleitung 216 und den
Hohlraum 208 ausgestoßen werden. Handelt es sich bei der Pumpeneinheit um eine Vorförderpumpe
einer Einspritzanlage einer Brennkraftmaschine, so kann das mit Druck beaufschlagte
Fluid einer weiteren Pumpe zugeführt werden, die das Fluid mit einem wiederum höheren
Druck zu einem Hochdruck-Kraftstoffspeicher fördern kann, dem so genannten Common
Rail.
[0029] Figur 3 zeigt eine Pumpeneinheit 300. Die Pumpeneinheit 300 weist ein Zylindergehäuse
301 auf. In einem Zylinderraum 302, der von dem Zylindergehäuse 301 umgeben wird,
ist ein Pumpenkolben 303 beweglich angeordnet. Das Zylindergehäuse 301 umgibt mit
einem zurückgesetzten Bereich 304 des Pumpenkolbens 303 einen Hohlraum 305. Der Hohlraum
305 ist hydraulisch an der Ansaugseite der Pumpeneinheit 300 angeordnet. Das Zylindergehäuse
301 umgibt weiterhin eine Ablaufleitung 306, durch die Fluid abgeführt werden kann.
Hydraulisch mit der Ablaufleitung 306 ist ein Hohlraum 307 gekoppelt, der von dem
Gehäusekörper 301 umgeben wird.
[0030] In dem Hohlraum 307 ist ein Mittel zur Dämpfung 308 angeordnet. Die Ablaufleitung
306 und der Hohlraum 307 sind dem Zylinderraum 302 hydraulisch nachgeordnet. Der Hohlraum
307 ist eingerichtet, dass wenn in ihm Fluid angeordnet ist, eine Bewegung des Pumpenkolbens
303 durch das Fluid gedämpft wird. Weiterhin können in dem Hohlraum 307 aktive Dämpfelemente
angeordnet sein. Beispielsweise ist in dem Hohlraum 307 eine Feder zur Dämpfung einer
Bewegung des Pumpenkolbens 303 angeordnet. In einer weiteren Ausführungsform ist in
dem Hohlraum 307 eine Membran zur Dämpfung einer Bewegung des Pumpenkolbens 303 angeordnet.
[0031] Das Zylindergehäuse 301, das beispielsweise Aluminium oder Kunststoff umfasst, ist
eingerichtet, an einer Pumpenanordnung angeordnet zu werden. Beispielsweise wird die
Pumpeneinheit 300 beziehungsweise das Zylindergehäuse 301 an die Pumpenanordnung angeflanscht.
Das Zylindergehäuse 301 kann auch ein Gewinde aufweisen, um mit der Pumpenanordnung
verschraubt zu werden. Die Pumpeneinheit 300 kann auch über Schraubelemente mit der
Pumpenanordnung gekoppelt werden.
[0032] Figur 4 zeigt eine Pumpeneinheit 400. Ein Pumpenkolben 403 ist bewegbar in einem
Zylinderraum 402 angeordnet. Der Zylinderraum 402 wird von einem Zylindergehäuse 401
umgeben. Der Pumpenkolben 403 schließt mit dem Zylindergehäuse 401 beziehungsweise
dem Zylinderraum 402 relativ dicht gegenüber einem Fluid ab. An der Ansaugseite der
Pumpeneinheit 401 weist der Pumpenkolben 403 einen zurückgesetzten Bereich 404 auf.
Der Pumpenkolben 403 umgibt mit dem zurückgesetzten Bereich 404 zusammen mit dem Zylindergehäuse
401 einen Hohlraum 405. Der Zylinderraum 402 ist über eine Ausnehmung im zurückgesetzten
Bereich 404 hydraulisch mit dem Hohlraum 405 gekoppelt. Dem Zylinderraum 402 hydraulisch
nachgeordnet ist eine Ablaufleitung 406, die von dem Zylindergehäuse 401 umgeben ist.
Das Zylindergehäuse 401 umgibt einen Hohlraum 407, der Hydraulisch mit dem Zylinderraum
402 und der Ablaufleitung 406 gekoppelt ist.
[0033] In dem Hohlraum 407 kann mindestens ein Mittel zur Dämpfung 408 angeordnet sein.
Das Mittel zur Dämpfung 408 ist eingerichtet, eine Bewegung des Pumpenkolbens 403
zu dämpfen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Zylindergehäuse 401 eingerichtet,
die Pumpeneinheit 400 an einer Pumpenanordnung über eine Bördelverbindung zu koppeln.
Die Pumpeneinheit kann auch über eine Flanschverbindung mit der Pumpenanordnung gekoppelt
werden.
[0034] Das Zylindergehäuse 401 umfasst beispielsweise Aluminium oder Kunststoff. So kann
das Gesamtgewicht der Pumpenanordnung reduziert werden. Die Ablaufleitung 406 kann
wie im gezeigten Ausführungsbeispiel mit dem Zylinder 402 einen Winkel von etwa 90°
einschließen. Dies entspricht einer im Wesentlichen parallelen Ausrichtung zu einer
nicht gezeigten Leitung die zu einem Volumenstromventil führt. Die Ablaufleitung kann
auch in einem anderen Winkel angeordnet werden. Insbesondere kann die Ablaufleitung
406 nicht quer zum Zylinderraum 402 angeordnet werden, so dass sie nicht parallel
zu der Leitung zum Volumenstromventil ist. Dadurch kann eine weitere Dämpfung einer
Bewegung des Pumpenkolbens 403 ermöglicht werden und eine Spiralströmung des Fluids
erzeugt werden. Es kann auch mindestens ein Druckbegrenzungsventil angeordnet sein,
dass eine dämpfende Wirkung hat. Durch den gezeigten Aufbau ist insbesondere die Förderung
von Fluid bei kleinen Drehzahlen verbessert. Durch einen relativ hohen Wirkungsgrad
einer solchen Pumpeneinheit werden energetische Verluste reduziert.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 100
- Pumpenanordnung
- 101
- Gehäusekörper
- 102
- Kurbelraum
- 103
- Antriebswelle
- 104
- Exzenterabschnitt
- 110
- Pumpeneinheit
- 111
- Zylindergehäuse
- 112
- Zylinderraum
- 113
- Pumpenkolben
- 120
- Pumpeneinheit
- 121
- Zylindergehäuse
- 122
- Zylinderraum
- 123
- Pumpenkolben
- 201
- Gehäusekörper
- 203
- Antriebswelle
- 204
- Exzenterabschnitt
- 205
- Hubring
- 206
- Gleitlager
- 207
- Ausnehmung
- 208
- Hohlraum
- 210
- Pumpeneinheit
- 211
- Zylindergehäuse
- 212
- Zylinderraum
- 213
- Pumpenkolben
- 214
- zurückgesetzten Bereich
- 215
- Hohlraum
- 216
- Ablaufleitung
- 217
- Zuleitung
- 300
- Pumpeneinheit
- 301
- Zylindergehäuse
- 302
- Zylinderraum
- 303
- Pumpenkolben
- 304
- zurückgesetzten Bereich
- 305
- Hohlraum
- 306
- Ablaufleitung
- 307
- Hohlraum
- 308
- Mittel zur Dämpfung
- 400
- Pumpeneinheit
- 401
- Zylindergehäuse
- 402
- Zylinderraum
- 403
- Pumpenkolben
- 404
- zurückgesetzten Bereich
- 405
- Hohlraum
- 406
- Ablaufleitung
- 407
- Hohlraum
- 408
- Mittel zur Dämpfung
1. Pumpenanordnung (100) zur Förderung eines Fluids, umfassend:
- einen Gehäusekörper (101) mit einem Kurbelraum (102),
- einer in dem Kurbelraum (102) angeordneten Antriebswelle (103),
- eine von der Antriebswelle (103) antreibbare Pumpeneinheit (110), die aufweist:
ein Zylindergehäuse (111), das einen Zylinderraum (112) umgibt, einen Pumpenkolben
(113), der axial bewegbar in dem Zylinderraum (112) angeordnet ist und der mit der
Antriebswelle (103) in Wirkverbindung steht,
- eine weitere von der Antriebswelle (103) antreibbare Pumpeneinheit (120), die aufweist:
ein weiteres Zylindergehäuse (121), das einen weiteren Zylinderraum (122) umgibt,
einen weiteren Pumpenkolben (123), der axial bewegbar in dem weiteren Zylinderraum
(122) angeordnet ist und der mit der Antriebswelle (103) in Wirkverbindung steht,
wobei die Pumpeneinheit (110) und die weitere Pumpeneinheit (120) hydraulisch gekoppelt
sind und die weitere Pumpeneinheit (120) der Pumpeneinheit (110) hydraulisch nachgeschaltet
ist.
2. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, bei der die Pumpeneinheit (110) mindestens einen
wiederum weiteren Pumpenkolben aufweist, der mit der Antriebswelle (103) in Wirkverbindung
steht.
3. Pumpenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Antriebswelle (103; 203) mindestens
einen Exzenterabschnitt (104; 204) aufweist und bei der der mindestens eine Exzenterabschnitt
(104; 204) von einem runden Hubring (205) umgeben ist, der mit dem Pumpenkolben (113;
213) gekoppelt ist.
4. Pumpenanordnung nach Anspruch 3, wobei zwischen dem Exzenterabschnitt (104; 204) und
dem Hubring (205) ein Gleitlager (206) angeordnet ist, und der Hubring (205) eine
Ausnehmung (207) zur Zuführung des Fluids an das Gleitlager (206) aufweist.
5. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Pumpenkolben (113; 213)
einen zurückgesetzten Bereich aufweist (214), wobei der zurückgesetzte Bereich und
das Zylindergehäuse einen Hohlraum (215) zur Zuführung von Fluid umgeben.
6. Pumpenanordnung nach Anspruch 5, bei der der Pumpenkolben eine Zuleitung (217) zur
Zuführung von Fluid in den Zylinderraum (212) umgibt, die mit dem Hohlraum (215) hydraulisch
gekoppelt ist.
7. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der das Zylindergehäuse (211)
von dem Gehäusekörper (201) umgeben ist, wobei das Zylindergehäuse (211) und der Gehäusekörper
(201) einen weiteren Hohlraum (208) zur Abführung von Fluid umgeben, so dass der weitere
Hohlraum (208) zwischen dem Zylindergehäuse (211) und dem Gehäusekörper (201) angeordnet
ist.
8. Pumpenanordnung nach Anspruch 7, bei der der weitere Hohlraum (208) so ausgebildet
ist, dass wenn in ihm Fluid angeordnet ist, das Fluid eine Bewegung des Pumpenkolbens
(213) dämpft.
9. Pumpenanordnung nach Anspruch 7 oder 8, bei der das Zylindergehäuse eine Ablaufleitung
(216) zur Abführung von Fluid aus dem Zylinderraum (212) umgibt, die mit dem weiteren
Hohlraum (208) hydraulisch gekoppelt ist, wobei die Ablaufleitung (216) mit dem Zylinderraum
(212) einen Winkel kleiner oder gleich 90° einschließt.
10. Pumpenanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei der das Zylindergehäuse (111;
211; 301) einen wiederum weiteren Hohlraum (307) umgibt, der hydraulisch mit der Ablaufleitung
(306) gekoppelt ist, wobei in dem wiederum weiteren Hohlraum (307) mindestens ein
Mittel (308) zur Dämpfung einer Bewegung des Pumpenkolbens (301) angeordnet ist.
11. Pumpenanordnung nach Anspruch 10, wobei das mindestens eine Mittel (308) zur Dämpfung
mindestens eine Feder umfasst.
12. Pumpenanordnung (100) nach Anspruch 10, wobei das mindestens eine Mittel (308) zur
Dämpfung mindestens eine Membran umfasst.