[0001] Bohrlochpumpen dieser Art sind zur Förderung von Wasser aus Erdbohrlöchern, typischerweise
Brunnen vorgesehen. Sämtliche wasserführenden Bauteile bestehen dabei aus Edelstahl,
also einem korrosionsfesten Material, die übrigen Bauteile sind zumindest hermetisch
gekapselt, z. B. durch einen Edelstahlmantel. Der Aufbau der Pumpen ist dergestalt,
dass in Arbeitsposition, also typischerweise bei Absenkung in ein im Wesentlichen
vertikal verlaufendes Bohrloch der unterste Teil des Aggregats ein elektrischer Antriebsmotor
ist, an dem die eigentliche Pumpe nach oben anschließt. Die Pumpe weist ein Fußteil
auf, das einerseits zur Verbindung der Pumpe mit dem Motor dient, das andererseits
den Einlass für das zu fördernde Wasser bildet, und das schließlich zusammen mit dem
am oberen Ende angeordneten Kopfteil zum Einspannen der zwischen Kopf- und Fußteil
befindlichen Pumpenstufen dient.
[0002] Derartige Pumpen zählen zum Stand der Technik, es wird in diesem Zusammenhang auf
die von der Firma Grundfos hergestellten Pumpen der SP-Baureihe verwiesen.
[0003] Die Pumpenstufen dieser bekannten Pumpen sind aus Edelstahlblech gefertigt. Der Motor
ist ebenfalls in Edelstahlblech gekapselt. Das Fußteil, das früher ebenfalls in aufwändiger
Weise als Stahlblechkonstruktion aus Edelstahl gefertigt wurde, wird bei den aktuellen
Pumpen der Baureihe SP aus einem Edelstahlfeinguss hergestellt. Aufgrund der Hinterschneidungen
sind die Gussbauteile recht aufwändig, da sie mit verlorenen Kernen (lost wax) hergestellt
werden müssen.
[0004] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bohrlochpumpe
zu schaffen, die insbesondere in der Serienfertigung kostengünstiger und einfacher
herstellbar ist, insbesondere im Hinblick auf das bislang besonders aufwändig zu fertigende
Fußteil.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Bohrlochpumpe mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen erfüllt. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung.
[0006] Die erfindungsgemäße Bohrlochpumpe mit einem Kopfteil und mit einem aus Edelstahl
bestehenden Fußteil, zwischen denen ein oder mehrere Pumpenstufen eingegliedert sind
und bei der das Fußteil zur Verbindung der Pumpe mit einem Antriebsmotor ausgebildet
ist und Einlassöffnungen für die zu fördernden Flüssigkeiten aufweist, zeichnet sich
erfindungsgemäß dadurch aus, dass das Fußteil aus mindestens zwei in einer oder mehreren
im Wesentlichen radialen Ebenen getrennten und in unterschiedlichen Herstellungsverfahren
gebildeten Bauteilen besteht.
[0007] Grundgedanke der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Fußteils ist der, dieses nicht
wie bisher als ein in einem Herstellungsverfahren gebildetes Bauteil, also z. B. als
ein aus Blechen geschweißtes Bauteil oder als ein Feingussteil auszubilden, sondern
das Fußteil aus zwei oder mehr Bauteilen aufzubauen, die in unterschiedlichen Herstellungsverfahren
gebildet sind, wobei die Teilungsebene der Bauteile gemäß der Erfindung so gewählt
ist, dass diese im Wesentlichen radial angeordnet ist, also quasi in einer Schnittebene
quer zur Längsachse der Bohrlochpumpe liegt. Bei einer solchen Ausgestaltung hat sich
erstaunlicherweise gezeigt, dass insbesondere in der Serienfertigung das Fußteil wesentlich
günstiger hergestellt werden kann als dies bisher der Fall ist, und das ohne Nachteile
im Hinblick auf die Funktionalität, insbesondere die Festigkeit und die Funktion des
Bauteils, nämlich einerseits eine mechanisch stabile Verbindung mit dem Antriebsmotor
zu bilden, andererseits eine mechanisch stabile Verbindung mit dem Kopfteil und den
dazwischen eingespannten Pumpenstufen zu bilden und schließlich eine geeignete Ansaugstelle
der Pumpe mit einer gewissen Siebfunktion jedoch ausreichendem Strömungsquerschnitt
zu gewährleisten.
[0008] Dabei können gemäß der Erfindung die in unterschiedlichen Herstellungsverfahren gebildeten
Bauteile, wie weiter unten noch im Einzelnen ausgeführt sein wird, körperlich getrennt
als auch im weiteren Fertigungsverfahren beispielsweise stoffschlüssig durch Schweißen
zu einem einstückigen Bauteil zusammengefügt sein.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist ein motorseitiges Bauteil
des Fußteils vorgesehen, das in einem Gussverfahren hergestellt wird. Vorzugsweise
ist nur ein motorseitiges Bauteil des Fußteils vorgesehen, das in einem Gussverfahren
hergestellt ist, das oder alle weiteren Bauteile des Fußteils sind in anderen Herstellungsverfahren
gebildet. Dabei weist das motorseitige und in einem Gussverfahren hergestellte, Bauteil
vorteilhaft Aufnahmen für Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Motor und/oder
dem Kopfteil auf. Insbesondere zur Befestigung mit dem Motor sind Aufnahmen vorgesehen,
die durch Anlageflächen gebildet sind, welche im Wesentlichen Drückkräfte übertragen
müssen, wohingegen das übrige Bauteil auch auf Zug beansprucht ist. Insofern ist hier
ein Gussbauteil besonders geeignet. Dies kann bei geeigneter Konstruktion ohne verlorene
Kerne gebildet und somit auch vergleichsweise kostengünstig produziert werden.
[0010] Vorteilhaft weist das Fußteil ein pumpenseitiges Bauteil auf, welches Aufnahmen für
Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Kopfteil hat. Ein solches pumpenseitiges
Bauteil dient zur Verbindung mit dem Kopfteil und zur Befestigung der zwischen Kopf-
und Fußteil eingespannten Pumpenstufen. Die insofern gebildeten Aufnahmen haben ebenfalls
im Wesentlichen Druckkräfte zu übertragen wohingegen das Bauteil selbst auch zugleich
das Bauteil ist, welches den Förderflüssigkeitseinlass der Pumpe bildet. Dann ist
dieses besonders vorteilhaft im Metallpulverspritzgussverfahren (Metal Injection Moulding)
hergestellt. In diesem Verfahren können insbesondere auch eine Vielzahl von typischerweise
umfangsseitig angeordneten Einlassöffnungen gebildet werden, die einerseits eine Siebfunktion
gegenüber gröberen Partikeln bilden, andererseits jedoch einen ausreichend großen
Ansaugquerschnitt. Das Metallpulverspritzgussverfahren ist insoweit besonders gut
geeignet, da damit einerseits filigrane Strukturen und auch Hinterschneidungen ohne
verlorene Kerne gebildet werden können, andererseits jedoch hoch beanspruchbare und
hinsichtlich der Toleranz hochpräzise und daher häufig ohne weitere Nachbearbeitung
einsetzbare Bauteile hergestellt werden können.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind das motorseitige und das
pumpenseitige Bauteil durch Schweißen miteinander verbunden, also zu einem einstückigen
Bauteil verbunden. Es kann also beispielsweise das motorseitige Bauteil als Feingussbauteil
und aufgrund der Formgebung ohne verlorene Kerne hergestellt werden, wohingegen das
pumpenseitige Bauteil im Metallpulverspritzgussverfahren hergestellt wird, und auf
diese Weise auch ohne verlorene Kerne Hinterschneidungen realisiert werden können.
Nach Verschweißen der Bauteile beispielsweise durch eine umlaufende Schweißnaht umfangseitig
entsteht somit ein einstückiges Bauteil, das ohne spanende Bearbeitung eingesetzt
werden kann.
[0012] Um einerseits eine möglichst feingliedrige Siebfunktion, andererseits jedoch einen
möglichst großen Ansaugquerschnitt zu realisieren, weist gemäß der Erfindung das pumpenseitige
Bauteil ein zylindermantelförmiges Bauteil auf, welches die Einlassöffnungen bildet
und das vorteilhaft aus Blech gebildet sein kann. Dieses Blechbauteil dient dann also
im Wesentlichen zur Bildung der Einlassöffnungen und kann vorteilhaft aus einem Stanzteil
aus Edelstahlblech hergestellt werden, welches zu einem zylinderförmigen Bauteil gebogen
und endseitig, z. B. durch Schweißen, verbunden ist. Insbesondere in der Serien- und
Großserienfertigung ist ein solches Bauteil kostengünstig und effizient herzustellen.
[0013] Alternativ kann das zylindermantelförmige Bauteil eines Tiefziehteil bilden, welches
einen flanschartigen Teil aufweist, der zur Anlage an einer Pumpenstufe bestimmt ist.
Dabei werden die Einlassöffnungen im Zylindermantel vorteilhaft vor dem Tiefziehvorgang
z. B. durch Stanzen gebildet, sodass das Bauteil nach dem Tiefziehen insoweit keiner
weiteren Bearbeitung bedarf. Der flanschartige Teil dient zur Anlage der am Fußteil
anliegenden Pumpenstufe und bildet die Anlagefläche. Ein solcher flanschartiger Teil
kann im Tiefziehverfahren ohne weiteres gebildet werden.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist das Fußteil nicht nur aus zwei Bauteilen
unterschiedlicher Herstellungsverfahren hergestellt, sondern durch zwei oder mehr
körperlich voneinander getrennte Bauteile gebildet. So kann gemäß einer vorteilhaften
Weitebildung der Erfindung das zylinderförmige Bauteil als gesondertes Bauteil formschlüssig
zwischen dem motorseitigen Bauteil und der Saugseite der ersten Pumpenstufe eingespannt
sein, ohne dass weitere Verbindungen vorgesehen sind. Vorzugsweise erfolgt dies unter
Eingliederung eines Leitapparates oder eines abgewandelten Leitapparates. Letztere
Bauteile liegen als Blechbauteile oder bevorzugt als im Metallpulverspritzguss hergestellte
Bauteile vor, sie werden in einer Vielzahl kostengünstig in Edelstahl gefertigt, sodass
bei Verwendung eines solchen Bauteils weitere Fertigungskosten eingespart werden können.
[0015] Letztere Anordnung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn gemäß der Erfindung die
Aufnahmen des motorseitigen Bauteils die radiale Teilungsebene zwischen motorseitigem
Bauteil und pumpenseitigen Bauteil überragen und das zylindermantelförmige Bauteil
umfangseitig überdecken. Dann ist das zylindermantelförmige Bauteil nicht nur axial
eingespannt sondern auch radial formschlüssig durch das überragende Bauteil gehalten.
Bei diesen, das pumpenseitige Bauteil überragenden Aufnahmen handelt es sich typischerweise
um die Aufnahmen für die Befestigungsmittel des Kopfteils, mit dem die Pumpenstufen
zwischen Kopf- und Fußteil eingespannt werden. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass
dadurch, dass die Aufnahmen für die Befestigungsmittel über die Teilungsebene nach
oben, also zur Pumpe hinaus verlegt werden, der Freiraum im motorseitigen Bauteil
für die Aufnahmen für die Befestigungsmittel zum Motor hin größer wird bzw. das Fußteil
kompakter, also mit vergleichbarer geringerer axialer Länger gebaut werden kann.
[0016] Vorteilhaft ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung das motorseitige Bauteil
so ausgestaltet, dass es eine radiale Zwischenwand aufweist, die eine Ausnehmung zum
Durchführen der Motorwelle hat, über welche die vom Motor kommende und in die Pumpenstufen
führende Welle frei drehbar angeordnet ist. Darüber hinaus weist diese radiale Zwischenwand
vorteilhaft umfangseitig zumindest abschnittsweise zum Motor hin gerichtete Vorsprünge
auf, welche die Aufnahmen für die Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Kopfteil
bilden. Diese zum Motor gerichteten Vorsprünge dienen dazu, hakenförmig auslaufende
Enden von flachen Bändern, die typischerweise umfangsseitig vom Kopfteil zum Fußteil
verlaufen, formschlüssig zu befestigen und somit die dazwischen liegenden Pumpenstufen
festzulegen. Dabei ist die radiale Zwischenwand vorteilhaft nicht nur mit diesen zum
Motor gerichteten Vorsprüngen versehen, sondern darüber hinaus mit radial konzentrisch
zu den Vorsprüngen jedoch weiter innen liegenden Ausnehmungen, in welcher die freien
Enden der hakenförmigen Enden der Bänder zur Verbindung mit dem Kopfteil eingreifen
können. Durch diese Ausnehmungen können die Fertigungstoleranzen der hakenförmigen
Enden der Bänder deutlich vergrößert werden und/oder die Axiallänge der Vorsprünge
verringert werden. Auch dies führt zu einer kompakteren Bauweise bzw. zu einer besseren
Zugänglichkeit der Befestigungsmittel für den Antriebsmotor im Fußteil.
[0017] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in stark vereinfachter perspektivischer Darstellung den pumpenseitigen Teil einer
Bohrlochpumpe,
- Fig. 2
- das Fußteil der Pumpe nach Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- in Darstellung nach Fig. 2 das motorseitige und das pumpenseitige Bauteil vor dem
Verbinden,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Fußteils,
- Fig. 5
- eine Schnitt längs der Schnittlinie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- in perspektivischer Darstellung ähnlich Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Fußteils,
- Fig. 7
- in Explosionsdarstellung eine dritte Ausführungsvariante des Fußteils,
- Fig. 8
- die dritte Ausführungsvariante in zusammengeführter Form in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 9
- in perspektivischer Darstellung einen Leitapparat der Pumpe,
- Fig. 10
- eine vierte Ausführungsvariante des Fußteils in Seitenansicht und
- Fig. 11
- die Einzelheit XI aus Fig. 10 in vergrößerter Darstellung.
[0018] Von der in Fig. 1 dargestellten Bohrlochpumpe ist lediglich der pumpenseitige Teil
dargestellt, hieran schließt sich, wie an sich bei Pumpen dieser Art bekannt und üblich,
nach unten der gekapselte Antriebsmotor an, dessen Welle nach oben in die Pumpe rast
und zum Antrieb der Kreiselräder der einzelnen Pumpenstufen 1 dient. Die Pumpe selbst
weist ein Fußteil 2 auf, das zum Anschluss an den Antriebsmotor vorgesehen ist, und
ein Kopfteil 3, das an seinem oberen Ende einen Anschluss 4 für die Förderleitung
aufweist. Zwischen Fußteil 2 und Kopfteil 3 sind die Pumpenstufen 1 eingegliedert,
jeweils in Form eines von der Welle des Antriebsmotors angetriebenen Kreiselrades
und einer sich daran anschließenden Leiteinrichtung, die als Baugruppe je nach Pumpentyp
durch Aneinanderreihung in Reihe geschaltet sind. Bei der in Fig. 1 dargestellten
Pumpe sind zwei Pumpenstufen 1 vorgesehen.
[0019] Zwischen Kopfteil 3 und Fußteil 2 sind Spannbänder 5 vorgesehen, die in kopfteilseitigen
Aufnahmen 6 und fußteilseitigen oberen Aufnahmen 7 festgelegt sind. In der anhand
von Fig. 1 dargestellten Ausführungsvariante verjüngen sich die Spannbänder 5 abschnittsweise,
sodass die Spannbänder 5 in den Aufnahmen 6, 7 durch entsprechende randseitig mit
den Spannbändern 5 in Kontakt stehende Keilflächen formschlüssig befestigt sind. Es
können jedoch hier grundsätzlich auch geeignete andere Befestigungssysteme zum Einsatz
kommen.
[0020] Das Fußteil 2, das anhand der Fig. 2 bis 5 im Einzelnen dargestellt ist, weist ein
motorseitiges Bauteil 8 auf, das zur Anlage an dem nicht dargestellten Antriebsmotor
vorgesehen ist, sowie ein pumpenseitiges Bauteil 9, das zur Anlage an der untersten
Pumpenstufe 1 vorgesehen ist. Das motorseitige Bauteil 8 weist untere Aufnahmen 10
zur Befestigung des Antriebsmotors auf. Der Antriebsmotor weist vier achsparallel
stirnseitig nach oben ragende Stehbolzen auf, die den unteren Ring 11 des motorseitigen
Bauteils 8 des Fußteils 2 durchsetzen und jenseits der Aufnahmen 10 mit Gewinde versehen
und dort jeweils mittels einer Mutter festgelegt sind. Von diesem Ring 11 sind nach
oben gerichtet vier Beine 12 vorgesehen, an deren oberen Enden eine radiale Zwischenwand
13 anschließt, die eine zentrale Ausnehmung 14 für die Welle des Antriebsmotors aufweist
und am Außenumfang abgestuft zur Aufnahme des pumpenseitigen Bauteils 9 ausgebildet
ist. Die zwischen den Beinen 12 zwischen den Aufnahmen 10 und der radialen Zwischenwand
13 gebildeten Freiräume sind erforderlich, um die Muttern auf den stirnseitigen Enden
der Stehbolzen des Antriebsmotors anbringen zu können, sowie im Übrigen um diese mit
einem Werkzeug anziehen zu können.
[0021] Wie insbesondere die Darstellung nach Fig. 4 verdeutlicht, weist der Ring 11 einen
größeren Außenumfang als die radiale Zwischenwand 13 auf, der dadurch nach oben hin
umfangsmäßig gebildete Freiraum am Außenumfang der Pumpe dient zur Führung des in
den Figuren nicht dargestellten elektrischen Anschlusskabels, das stirnseitig aus
dem Antriebsmotor herausgeführt und im motorseitigen Bauteil 8 in einer entsprechenden
Führungsnut 15 in einem der Beine 12 herausgeführt ist.
[0022] Das anhand der Fig. 1 bis 5 dargestellte motorseitige Bauteil 8 ist als Feingussbauteil
aus Edelstahl gebildet. An dieses Bauteil nach oben, also in Richtung zur Pumpe schließt
sich das motorseitige Bauteil 8 an, das einen zylindermantelförmigen Abschnitt 16
aufweist, der mit einer Vielzahl von Einlassöffnungen 17 versehen ist und der nahe
seinen oberem Ende 4 Aufnahmen 7 am Außenumfang aufweist, die zur Festlegung der Spannbänder
5 dienen. An der Oberseite weist der zylindermantelförmige Abschnitt 16 einen nach
innen eingezogenen Flansch 18 auf, an dem ein sich axial zur Pumpenstufe 1 hin erstreckender
Kragen 19 aufkragt. Dieser Kragen 19 ist zur formschlüssigen Eingliederung in den
Saugmund der untersten, ersten Pumpenstufe 1 vorgesehen.
[0023] Dieses pumpenseitige Bauteil 9 ist im Metallpulverspritzgussverfahren hergestellt,
sodass es keiner weiteren Bearbeitung nach der Herstellung bedarf. Die Bauteile 8
und 9 sind an ihrer radialen Teilungsebene, welche etwa im Bereich der Oberseite der
radialen Zwischenwand 13 liegt, zusammengefügt und dort umlaufend miteinander verschweißt,
sodass sich ein einstückiges Fußteil 2 ergibt, wie dies in den Fig. 2 und 4 dargestellt
ist.
[0024] Das anhand von Fig. 6 dargestellte Fußteil 2a unterscheidet sich von dem Vorbeschriebenen
im Wesentlichen dadurch, dass das motorseitige Bauteil 8a nicht in der durch die Oberseite
der Zwischenwand 13 gebildeten Teilungsebene endet, sondern dass dort vier nach oben,
also in Richtung zu den Pumpenstufen 1 aufkragende Vorsprünge 20 vorgesehen sind,
die im Wesentlichen der Außenquerschnittskontur in diesem Bereich folgen und die oberen
Aufnahmen 7 zur Verbindung mit den Spannbändern 5 bilden. Das pumpenseitige Bauteil
9a weist ebenfalls einen zylindermantelförmigen Abschnitt 16 auf, der jedoch hier
durchgehend über den gesamten Umfang und die gesamte Höhe mit Einlassöffnungen 17
versehen ist und an seiner Oberseite ebenfalls mit einem Flansch 18 und einem Kragen
19 versehen ist. Die Anordnung der Vorsprünge 20 ist so, dass im Zusammenbauzustand
der zylindermantelförmige Abschnitt 16 innerhalb der Vorsprünge 20 zur Anlage kommt
und stirnseitig auf der Zwischenwand 13 aufsteht. Bei dieser Ausführungsvariante ist
eine Verbindung der Bauteile 8a und 9a miteinander nicht erforderlich, da aufgrund
der in das motorseitige Bauteil 8a verlegten Aufnahmen 7, die durch die Vorsprünge
20 gebildet werden, das pumpenseitige Bauteil 9a radial in alle Richtungen und axial
nach unten formschlüssig durch das motorseitige Bauteil 8a gehalten ist. Der weitere
Verbund erfolgt dann zusammen mit den Pumpenstufen 1 zwischen dem Kopfteil 3 und dem
motorseitigen Bauteil 8a mittels der Spannbänder 5.
[0025] Das vorstehend beschriebene pumpenseitige Bauteil 9a kann kostengünstig als Tiefziehteil
aus Edelstahlblech hergestellt werden oder alternativ durch Blechteile beispielsweise
in dem der zylindermantelförmige Abschnitt 16 aus einem zu einem Ring gebogenen Edelstahlblechabschnitt
gebildet wird, der an seiner Nahtstelle, also an den zueinander weisenden Seiten verschweißt
und an seiner Oberseite mit einem aus Blech gebildeten Flanschbauteil 18, 19 verbunden
ist, das entweder formschlüssig eingegliedert oder mit dem zylindermantelförmigen
Abschnitt 16 verschweißt ist. Das motorseitige Bauteil 8a ist als Gussteil aus Edelstahl
hergestellt.
[0026] Bei der anhand der Fig. 7 bis 9 dargestellten Ausführungsvariante entspricht das
Fußteil 2b im Wesentlichen dem anhand der Fig. 1 bis 5 beschriebenen, wobei die Beine
12b kürzer als die des ersten Ausführungsbeispiels ausgebildet sind. In der radialen
Zwischenwand 13b sind jedoch vier auf einem Kreis mit geringem Abstand zum Außenumfang
angeordnete Ausnehmungen 21 vorgesehen, die entsprechend dem Kreis gebogen ausgebildet
und zur Aufnahme der freien Enden 22 von Spannbändern 5b vorgesehen sind, die nach
unten hin hakenförmig ausgebildet sind, jeweils in die durch zwei benachbarte Beine
12b gebildete Freiräume eingreifen und in den Ausnehmungen 21 formschlüssig zur Anlage
kommen. Hier sind also die Aufnahmen für die Befestigungsmittel mit dem Kopfteil 3
durch Ausnehmungen 21 gebildet, die durch die freien Enden 22 der hakenförmig ausgebildeten
Enden der Spannbänder 5b durchsetzt werden.
[0027] Das pumpenseitige Bauteil 9b ist bei der Ausführungsvariante gemäß den Fig. 7 bis
9 durch zwei gesonderte Bauteile gebildet, nämlich ein zylindermantelförmiges Bauteil
16b sowie durch eine in diese formschlüssig eingreifende Deckscheibe 23, die ebenfalls
einen Flansch 18 sowie einen Kragen 19 aufweist, jedoch darüber hinaus auch einen
nach untern gerichteten Kragen 24, der im Zusammenbaulage formschlüssig in das zylindermantelförmige
Bauteil 16b von oben eingreift. Die Deckscheibe 23 kann in einfacher Weise aus Blech
gebildet werden. Es kann jedoch auch wie in Fig. 9 beispielhaft verdeutlicht, hierfür
der Leitapparat 23b einer Pumpenstufe 1 ggf. in entsprechend modifizierter Form Verwendung
finden, der im Metallpulverspritzguss hergestellt ist. Das motorseitige Bauteil 8b
ist ein Feingussbauteil aus Edelstahl.
[0028] Anhand der Fig. 10 bis 11 ist eine weitere Befestigungsvariante dargestellt. Dort
weist das motorseitige Bauteil 8c sich vom Außenumfang der radialen Zwischenwand 13
sich jeweils zwischen Beinen 12 nach unten zum Antriebsmotor hin erstreckende Vorsprünge
25 auf, die von den hakenförmigen Enden der Spannbänder 5b hintergriffen werden. Die
freien Enden 22 können auch hier in Ausnehmungen 21 der Zwischenwand 13b eingegliedert
sein. Auch bei dieser Ausführungsvariante können das zylindermantelförmige Bauteil
16b sowie die Deckscheibe 23 bzw. 23b der vorbeschriebenen Ausführung Verwendung finden.
[0029] Die vorstehend beschriebenen Herstellungsverfahren sind nur beispielhaft zu verstehen,
sie können auch in anderer Weise miteinander kombiniert werden, um das Fußteil 2 möglichst
kostengünstig herzustellen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1 -
- Pumpenstufe
- 2 -
- Fußteil
- 2a -
- Fußteil gemäß Fig. 6
- 2b -
- Fußteil gemäß Fig. 7 bis 9
- 3 -
- Kopfteil
- 4 -
- Förderleitung
- 5 -
- Spannbänder
- 5b -
- Spannbänder gemäß Fig. 7 bis 9 und Fig. 10, 11
- 6 -
- Aufnahme im Kopfteil
- 7 -
- Aufnahme im Fußteil oben
- 8 -
- motorseitiges Bauteil
- 8a -
- motorseitiges Bauteil gemäß Fig. 6
- 8b -
- motorseitiges Bauteil gemäß Fig. 7 bis 9
- 8c -
- motorseitiges Bauteil gemäß Fig. 10, 11
- 9 -
- pumpenseitiges Bauteil
- 9b -
- pumpenseitiges Bauteil gemäß Fig. 7 bis 9
- 10 -
- Aufnahme im Fußteil unten
- 11 -
- Ring
- 12 -
- Beine
- 12b -
- Beine gemäß Fig. 7 bis 9
- 13 -
- radiale Zwischenwand
- 13b -
- radiale Zwischenwand gemäß Fig. 7 bis 9
- 14 -
- Ausnehmung
- 15 -
- Führungsnut
- 16 -
- zylindermantelförmiger Abschnitt
- 16b -
- zylindermantelförmiger Abschnitt gemäß Fig. 7 bis 9
- 17 -
- Einlassöffnungen
- 18 -
- Flansch
- 19 -
- Kragen
- 20 -
- Vorsprünge
- 21 -
- Ausnehmungen
- 22 -
- freies Ende
- 23 -
- Deckscheibe
- 23b -
- Leitapparat
- 24 -
- Kragen
- 25 -
- Vorsprünge
1. Bohrlochpumpe mit einem Kopfteil (3) und mit aus Edelstahl bestehendem Fußteil (2),
zwischen denen ein oder mehrere Pumpenstufen (1) eingegliedert sind, wobei das Fußteil
(2) zur Verbindung der Pumpe mit einem Antriebsmotor ausgebildet ist und Einlassöffnungen
(17) für die zu fördernde Flüssigkeit aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (2) aus mindestens zwei in einer oder mehreren im wesentlichen radialen
Ebenen getrennten und in unterschiedlichen Herstellungsverfahren gebildeten Bauteilen
(8, 9) besteht.
2. Bohrlochpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein motorseitiges Bauteil (8) des Fußteils (2) vorgesehen ist, das in einem Gussverfahren
hergestellt ist.
3. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das motorseitige Bauteil (8) Aufnahmen (7, 10) für Befestigungsmittel zur Verbindung
mit dem Motor und/oder dem Kopfteil (3) aufweist.
4. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (2) ein pumpenseitiges Bauteil (9) aufweist, welches Aufnahmen (7) für
Befestigungsmittel zur Verbindung mit dem Kopfteil (3) aufweist.
5. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das pumpenseitige Bauteil (9) im Metallpulverspritzgussverfahren hergestellt ist.
6. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das motorseitige und das pumpenseitige Bauteil (8 und 9) durch Schweißen miteinander
verbunden ist.
7. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das pumpenseitige Bauteil (9) einen zylindermantelförmiges Bauteil (16) aufweist,
welches die Einlassöffnungen (17) bildet und das aus Blech gebildet ist.
8. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindermantelförmige Bauteil (16b) aus einem gebogenen und endseitig verbundenem
Blechabschnitt gebildet ist.
9. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindermantelförmige Bauteil (16) Teil eines Tiefziehteils bildet, das einen
flanschartigen Teil (18,19) aufweist, der zur Anlage an einer Pumpenstufe (1) bestimmt
ist.
10. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindermantelförmige Bauteil (16b) formschlüssig zwischen dem motorseitigen
Bauteil (8b) und der Saugseite der ersten Pumpenstufe (1), vorzugsweise unter Eingliederung
eines Leitapparats (23b) eingespannt ist.
11. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (7) des motorseitigen Bauteils (8a) die radiale Teilungsebene zwischen
motorseitigem Bauteil (8b) und pumpenseitigen Bauteil (9a) überragen und das zylindermantelförmige
Bauteil (16) umfangseitig überdecken.
12. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das motorseitige Bauteil eine radiale Zwischenwand (13) aufweist, die eine Ausnehmung
(14) zum Durchführen der Motorwelle und umfangseitig zumindest abschnittsweise zum
Motor gerichteten Vorsprünge (25) aufweist, welche die Aufnahmen (7) für die Befestigungsmittel
zur Verbindung mit dem Kopfteil (3) bilden.
13. Bohrlochpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Zwischenwand (13) Ausnehmungen (21) zur Aufnahme der freien Enden (22)
der hakenförmigen Befestigungsmittel (5b) zur Verbindung mit dem Kopfteil (3) aufweisen.
14. Fußteil für eine Bohrlochpumpe, das aus mindestens zwei in einer oder mehreren im
Wesentlichen radialen Ebenen getrennten und in unterschiedlichen Herstellungsverfahren
gebildeten Bauteilen (8, 9) aus Edelstahl besteht.