[0001] Die Erfindung betrifft einen in einem Rohr eingebauten und in axialer Richtung fördernden,
von einem Motor angetriebenen Lüfter.
[0002] Derartige Lüfter sind in vielfältiger Bauart bekannt. In der Regel sind derartige
Lüfter jedoch von Axial-Lüftern bzw. Axialgebläsen gebildet, die eine Strömung axial
ansaugen und in axialer Richtung weiter fördern.
[0003] Häufig sind jedoch Medien, die in dem Rohr gefördert werden müssen, mit Partikeln
in fester und/oder flüssiger Form beladen. Dabei kann es sich um Fettpartikel, Staubpartikel
oder auch Schnee oder ähnliches handeln. Wenn herkömmliche Lüfter in ein derartiges
Rohrstück eingebaut werden, müssen dem Lüfterrad entsprechende Filter vor- bzw. nachgeschaltet
werden, um derartige Partikel wirksam aus der Strömung abzuscheiden. Solche Filter
vermindern jedoch den Wirkungsgrad der Fluid-Förderung, der ohnehin nur dann auf einem
ertragbaren Niveau gehalten werden kann, wenn derartige Filter häufig gewechselt bzw.
gereinigt werden.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu schaffen, mit
der es gelingt, eine mit Partikeln beladene Strömung in einem Rohr in der Weise zu
fördern, dass bei geringem Raumbedarf die in der Strömung enthaltenen Partikel wirkungsvoll
abgeschieden werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Lüfter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß wird in das Rohr ein axial ansaugendes und radial förderndes Lüfterrad
eingebaut, das in besonderer Weise gestaltet und an eine das Lüfterrad umgebende Sammelrinne
angepasst ist, so dass es gelingt, allein durch die Drehbewegung des Lüfterrads einen
Großteil der im zu fördernden Fluid enthaltenen Partikel über den umlaufenden Spalt
der Sammelrinne zuzuführen und von dort mit entsprechend hoher Geschwindigkeit abzuleiten.
Es hat sich herausgestellt, dass ein derartiges Lüfterrad schon dann, wenn die Austrittskanten
der Schaufeln auf einem Teilkreis liegen, der etwas kleiner ist als der in dem Durchmesser
des Rohres, eine ausreichend stabile und noch verhältnismäßig verlustfreie Strömung
im Rohr stabilisierbar ist, wobei gleichzeitig jedoch das Lüfterrad zuverlässig in
der Lage ist, die im Fluid enthaltenen Partikel, wie z. B. Staub-, Flüssigkeits-,
Fettpartikel oder dergleichen einschließlich Schneekristalle, unter Einwirkung ihrer
Massenkraft und dynamischer Kräfte, wie z. B. der CoriolisKraft, beim Durchströmen
des Lüfterrads so abzulenken, dass sie in den Ringspalt und von dort in die Sammelrinne
geleitet werden. Aufgrund der tangential an die Sammelrinne angeschlossenen Partikel-Abfuhrrohre
kann die Umfangsgeschwindigkeit der Partikel positiv für den Abtransport genutzt werden.
Dabei hat sich gezeigt, dass es auf diese Weise ohne weiteres gelingt, die Strömungsgeschwindigkeit
der Partikelströmung in den Partikel-Abfuhrrohren in einem Bereich zwischen 20 und
50 m/s zu halten. Solche Geschwindigkeiten werden beispielsweise mit Lüfterrädern
erreicht, die einen Durchmesser zwischen 300 und 400 mm haben und eine Rohrströmung
in der Größenordnung von 50 m/s stabilisieren. Gegebenfalls kann die Strömung, mit
der die Partikel abgeführt werden, mittels einer zusätzlichen Pumpe beschleunigt werden.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der in das Rohr eingebaute
Lüfter als Modul ausgebildet werden kann, der platzsparend in ein vorhandenes Rohrsystem
eingebaut werden kann, so dass aufwändige Neukonstruktionen vermieden werden.
[0007] Für die Gestaltung des Lüfterrads selbst ist ein großer Spielraum gegeben. Es können
bekannte Bauarten verwendet werden, die beispielsweise im Dokument
EP 1 530 682 B1 oder aber in den eigenen älteren Patentanmeldungen des Erfinders gemäß
EP 07 003 876,
EP 08 151 624 bzw.
EP 07 003 877 beschrieben sind, wobei der Offenbarungsgehalt dieser älteren Anmeldungen ausdrücklich
in die vorliegende Anmeldung einbezogen werden soll.
[0008] Mit der Weiterbildung des Anspruchs 2 lässt sich der Wirkungsgrad der Partikelabscheidung
weiter spürbar verbessern, ohne den Druckverlust beim Durchströmen des Rohrs übermäßig
anheben zu müssen. Es hat sich herausgestellt, dass die aus dem Lüfterrad austretende
Strömung unabhängig von der Ausrichtung der Rohrachse noch eine ausreichend große
Umfangsgeschwindigkeit hat, um aufgrund der Zentrifugalkraft im Zusammenwirken mit
der zumindest einen abschnittsweise wendelförmigen Rinne an der Rohr-Innenwandung
dafür zu sorgen, dass die Partikel in der Rinne gefangen und über den Partikel-Abfuhrkanalabschnitt
aus dem Strömungssystem genommen werden können.
[0009] Zu einer besonders einfachen Konstruktion des Reinigungssystems gelangt man dann,
wenn die Partikel-Abfuhrrohre gleichzeitig die Partikel-Abfuhrkanalabschnitte für
die Rinne ausbilden. In diesem Fall ist es lediglich erforderlich, die Partikel-Abfuhrrohre
dort, wo die Rinne endet, mit einer seitlichen Öffnung auszustatten, so dass die von
der Rinne ankommenden Partikel durch diese Öffnung abgesaugt werden können. Dieses
Absaugen gelingt deshalb besonders zuverlässig, weil die Strömungsgeschwindigkeit
in den Partikel-Abfuhrrohren ohne weiteres im Bereich von 50 m/s liegen kann. Stromab
des Lüfterrads mit dem Partikel-Abscheidesystem strömt dementsprechend gereinigte
Luft bzw. gereinigtes Gas, wobei der besondere Vorteil gegeben ist, dass die Reinigungsvorrichtung
ohne Filter auskommt und das Lüfterrad samt Partikel-Abscheider und Motor verhältnismäßig
wenig Bauraum beansprucht.
[0010] Es hat sich herausgestellt, dass die Abscheidung von Partikeln, wie z. B. von festen
Partikel wie Staubpartikeln, Schneeflocken oder aber auch anderen flüssigen Partikeln
aus der Luft dann besonders effektiv arbeitet, wenn der Teilkreisdurchmesser der Austrittskanten
der Lüfterradschaufeln im Bereich zwischen 0,4 bis 0,6 x D liegt, wobei D dem Innendurchmesser
des Rohrabschnitts entspricht, in den der Lüfter eingebaut wird.
[0011] Wenn sich die Sammelrinne eng an die radial außen liegenden Schaufelkanten anschmiegt,
vorzugsweise derart, dass zwischen der Sammelrinne und einem Kantenabschnitt nur ein
Spalt von einer Größe im mm-Bereich ergibt, ist die Ausbeute bei der Partikelabscheidung
weiter steigerbar. Es gelingt mit verhältnismäßig kleinem herstellungstechnischen
Aufwand, diesen kleinen Spalt im mm-Bereich selbst dann einzuhalten, wenn Lüfterräder
mit einem Durchmesser von 300 bis 500 mm zur Anwendung gelangen.
[0012] Die Weiterbildung des Anspruchs 6 hat den besonderen Vorteil, dass die Partikel-Abfuhrrohre,
über die der Lüfter samt Motor am Rohr gehalten ist, verhältnismäßig kurz gehalten
werden können. Dies trägt zur Stabilität der Lüfteranordnung bei. Über den Radius,
d.h. den Biegeabschnitt der Partikel-Abfuhrrohre kann ein sanfter Übergang der Partikelströmung
von einer radial gerichteten Strömung in eine axial gerichtete Strömung im zweiten
Abschnitt der Partikel-Abfuhrrohre bereitgestellt werden, wodurch die Gefahr von Ablagerungen
und damit einhergehenden Druckverlusten in der Partikel-Abfuhrströmung minimiert wird.
Versuche haben gezeigt, dass es mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen gelingt, die Strömung
der Partikel so zu stabilisieren bzw. auf einem so hohen Geschwindigkeitsniveau zu
halten, dass die Orientierung der Achse des Rohres mehr oder weniger keinen Einfluss
auf die Abscheidung der Partikel hat. Das Rohr kann dementsprechend horizontal oder
vertikal verlaufen, ohne den Wirkungsgrad spürbar zu verändern.
[0013] Ein besonders stabiler und gleichzeitig die Strömung im Rohr möglichst wenig behindernder
Aufbau der Anordnung ist Gegenstand des Anspruchs 7. Aufgrund des tangentialen Anschlusses
der Partikel-Abfuhrrohre an die Sammelrinne wird weiterhin die Umfangsgeschwindigkeit
der Partikel zu 100 % in die Abströmgeschwindigkeit der Partikel in den Partikel-Abfuhrrohren
umgesetzt. Weil mehrere wendelförmige Rinnen an der Innenwandung des Rohrabschnitts
vorgesehen sind, können Partikel über den gesamten Umfang auf einer verkürzten axialen
Strecke abgefangen werden, so dass der axiale Bauraum der Anordnung weiter verringerbar
ist. Der Steigungswinkel der wendelförmigen Rinnen wird in der Regel in Abhängigkeit
von den Strömungsverhältnissen im Rohr gewählt, und zwar unter Berücksichtigung der
Umfangsgeschwindigkeit des Lüfterrads. Erste Ergebnisse zeigen, dass Steigungswinkel
im Bereich zwischen 5° und 30° erzielt werden.
[0014] Wie vorstehend bereits ausgeführt, können die Partikel-Abfuhrrohre allein die Aufgabe
der Halterung für den Motor samt Lüfter übernehmen. Die Weiterbildung des Anspruchs
8 hat den Vorteil, dass die Partikel-Abfuhrrohre hinsichtlich ihrer Gestaltung und
Orientierung im Raum im Hinblick auf eine optimale Strömung der Partikel optimiert
werden können, ohne Rücksicht auf die stabilisierende Funktion des Lüfters im Rohr
Rücksicht nehmen zu müssen.
[0015] Der Einlauftrichter gemäß Anspruch 9 kann in vorteilhafter Weise dazu genutzt werden,
die Fluidströmung im Rohr noch verlustfreier zu halten. Dies betrifft nicht nur die
Einlaufströmung des Lüfters, sondern auch die Gestaltung des Totraums zwischen der
Eintrittsöffnung des Rohres und der Austrittskante des Lüfterrads.
[0016] Mit der Gestaltung des Anspruchs 10 lässt sich die Anordnung problemlos in alle bestehende
Rohrsysteme eingliedern, indem beispielsweise ein Ausschnitt des bereits vorhandenen
Kanalsystems verwendet und durch die Anbringung von Ringflanschen erweitert wird.
[0017] In den Ansprüchen 11 bis 17 sind besondere Ausgestaltungen der erfindungsgemäß verwendbaren
Lüfterräder unter Schutz gestellt.
[0018] Eine besonders einfache Gestaltung des Lüfterrads ergibt sich mit der Weiterbildung
des Anspruchs 11. Hier sind lediglich die Schaufeln der Schaufelanordnung zur Normalebene
der Drehachse derart angestellt, dass sich die in der Strömung des Fluids enthaltenen
Partikel in Richtung Ringspalt und damit in die Sammelrinne hinein abgelenkt werden.
[0019] Mit anderen Worten, die Lüfterrad-Schaufelanordnung hat Schaufeln, die unter einem
solchen Anstellwinkel angestellt bzw. schräg gestellt sind, dass die in dem zu fördernden
Fluid enthaltenen Partikel unter dem Einfluss der Zentrifugal- und der Corioliskraft
mit einer zum Trägerteil hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagt werden. Dieses
Lüfterrad ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es sich um Strömungsmittel handelt,
die extrem hoch mit Partikeln belastet sind. Dieses Lüfterrad hat den weiteren Vorteil,
dass es mit einem relativ hohen strömungsmechanischen Wirkungsgrad arbeitet. Das Lüfterrad
eignet sich deshalb insbesondere für das Reinigen von Strömungsmitteln, die mit einem
Mix aus flüssigen und festen Partikeln beladen sind.
[0020] Eine weitere Ausgestaltung des Lüfterrads sieht gemäß Anspruch 12 vor, dass das Trägerteil
radial innerhalb der Lüfterradschaufeln zusätzliche, vom Trägerteil axial vorstehende
Zusatzschaufeln trägt. Diese können beispielsweise zur Normalebene der Drehachse derart
angestellt sein, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel mit einer vom
Trägerteil weg gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind. Diese Maßnahme hat
den Vorteil, dass ein gewisser Verschleißschutz bei extrem stark mit Partikeln belasteten
Strömungen bereitgestellt wird.
[0021] Um allerdings den Abscheidungs-Wirkungsgrad bei Fluidströmungen noch weiter zu steigern,
ist es von Vorteil, die Zusatzschaufeln gemäß Anspruch 13 anzustellen. Das Lüfterrad
wird also gemäß dieser Weiterbildung gerade an derjenigen Stelle, an der die Strömungsgeschwindigkeit
des Fluids verhältnismäßig klein ist, mit Zusatzschaufeln ausgestattet, die dazu herangezogen
werden, vorrangig schwere Partikel im Fluid, die aufgrund ihrer Massenträgheit die
Umlenkung der Strömung nicht mitmachen können, radial nach außen zu fördern, und zwar
diejenige Stelle des Lüfterrads, an der sich der Abscheide-Ringspalt befindet. Mit
Grobpartikeln belastetes Fluid kann auf diese Weise mit einem verbesserten Wirkungsgrad
gereinigt werden, und zwar selbst dann, wenn auf zusätzliche Maßnahmen zur Partikelabscheidung
an den Lüfterradschaufeln verzichtet wird.
[0022] Die auf die abzuscheidenden Partikel einwirkende, auf das Trägerteil hin gerichtete
Kraftkomponente kann grundsätzlich auf verschiedene Art und Weise erzeugt werden,
beispielsweise durch von den Zusatzschaufeln induzierte Strömungskräfte. Eine besonders
wirksame Partikelabscheidung für schwere Partikel ergibt sich jedoch durch den von
den Zusatzschaufeln auf die Partikel eingebrachten Impuls, der eine Komponente hat,
die auf das Trägerteil zu gerichtet ist.
[0023] Mit der Weiterbildung des Anspruchs 13 ist der weitere Vorteil erzielbar, dass dann,
wenn die Merkmale des Anspruch 13 gleichzeitig mit den Merkmalen des Anspruchs 11
kombiniert werden, der Wirkungsgrad des Radial-Lüfterrads nur unwesentlich beeinträchtigt
wird.
[0024] Je nach Zusammensetzung der in der Fluidströmung enthaltenen und abzuscheidenden
Partikel ist auch eine Kombination verschiedener Maßnahmen am Lüfterrad zur Bewirkung
einer Ablenkung der Partikel auf den Ringspalt hin sinnvoll. Eine solche Kombination
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn ein Lüfter gemäß Anspruch 16 mit einem Lüfter
mit den Merkmalen nach Anspruch 12 kombiniert wird. Ein solches Lüfterrad eignet sich
in besonderer Weise zur Reinigung von Fluid, das mit einem Mix aus Partikeln verschiedener
Größe beladen ist. Schwere Partikel werden nach wie vor im Zentrum des Radial-Lüfterrads
von den Zusatzschaufeln zum Abscheidespalt gefördert, während die gewichtsmäßig kleineren
Partikel über die leistenartigen Vorsprünge an den Arbeits- bzw. Druckseiten der Lüfterradschaufeln
bei der radialen Durchströmung allmählich in Richtung Trägerteil und damit zum Abscheide-Ringspalt
hin gedrängt werden. Es hat herausgestellt, dass diese Weiterbildung besonders wirksam
zur Reinigung von Fluid geeignet ist, das mit flüssigen und festen Partikeln gleichzeitig
belastet ist. Dabei ergibt sich der weitere zusätzliche Vorteil, dass nicht nur die
Lüfterradschaufeln insgesamt, sondern auch die leistenartigen Vorsprünge eine höhere
Standzeit bekommen, weil die für den Verschleiß vorrangig verantwortlichen Partikel
von den Zusatzschaufeln abgeschieden werden.
[0025] Wenn die Lüfterradschaufeln auf der dem Trägerteil abgewandten Seite einen Ring tragen,
lässt sich die Radialströmung noch verlustfreier gestalten, so dass sich eine weitere
Verbesserung des Wirkungsgrads erzielen lässt.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
[0027] Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Anordnung mit einem in ein Rohrstück eingebauten und
von einem Motor angetriebenen Lüfter;
Fig. 2 die Ansicht des Schnitts II-II in Fig. 1 bei herausgenommenen Lüfterrad;
Fig. 3 die Einzelheit "III" in Fig. 1;
Fig. 4 eine schematische Ansicht einer Zylinderwandung zur Veranschaulichung der räumlichen
Anordnung der wendelförmigen Rinnen im Rohrabschnitt;
Fig. 5 in schematischer Darstellung die Einzelheit "V" in Fig. 4;
Fig. 6 in vergrößerter perspektivischer Darstellung die Einzelheit im Bereich des
Übergangs zwischen dem axial stromab gelegenen Ende einer wendelförmigen Rinne und
einem Partikel-Abfuhrkanalabschnitt;
Fig. 7 eine schematische und teilweise aufgeschnittene Perspektiv-Ansicht eines Radial-Lüfterrads;
Fig. 8 eine schematische Seitenansicht des Lüfterrads gemäß Fig. 7;
Fig. 8A in etwas vergrößertem Maßstab eine Ansicht des Schnitts entlang VIIIA-VIIIA
in Fig. 7;
Fig. 9 eine Draufsicht auf ein modifiziertes Lüfterrad;
Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Ansicht einer weiteren Variante des Lüfterrads;
Fig. 11 eine schematische Draufsicht einer weiteren Variante eines Radial-Lüfterrads;
Fig. 12 eine schematische Ansicht des Teilschnitts gemäß XII-XII in Fig. 11;
Fig. 13 eine schematische Schnittansicht des Laufrads gemäß Fig. 11 bei einer Schnittführung
entlang der Linie XIII-XIII in Fig. 11;
Fig. 14 eine schematische Schnittansicht gemäß XIV-XIV in Fig. 11;
Fig. 15 eine Abwandlung eines Radial-Lüfterrads;
Fig. 16 eine schematische Schnittansicht des Lüfterrads gemäß Fig. 15;
Fig. 17 eine schematische Schnittansicht eines Radialgebläses mit eingebautem Lüfterrad
nach den Fign. 11 bis 16;
Fig. 18 eine schematische Draufsicht auf eine weitere Abwandlung des Lüfterrads;
Fig. 19 den schematischen Schnitt gemäß XIX-XIX in Fig. 18;
Fig. 20 die schematische Schnittansicht gemäß XX-XX in Fig. 18; und
Fig. 21 die Draufsicht auf ein modifiziertes Lüfterrad.
[0028] In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 12 die Achse einer Lüfterradanordnung bezeichnet,
die in einem Rohrabschnitt 60 eingegliedert ist. Der Rohrabschnitt 60 ist Bestandteil
eines Rohleitungssystems zum Fördern von Fluid bzw. Strömungsmittel, das mit abzuscheidenden
Partikeln in fester oder flüssiger Form beladen ist.
[0029] Im Einzelnen ist in dem Rohrabschnitt 60 ein axial angeströmtes Radial-Lüfterrad
eingebaut, das mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Dieses Lüfterrad soll in der
Lage sein, gasförmige Strömungsmittel, die mit abrasiv wirkenden Partikeln, wie z.
B. Staubpartikeln, Wasserpartikeln, Schneeflocken, Fettpartikeln und dergleichen beladen
sind, effektiv zu fördern bzw. aus einer Umgebung abzupumpen. Das Lüfterrad gemäß
Fig. 1 erfüllt darüber hinaus die Aufgabe, diese Partikel beim Durchströmen des Lüfterrads
weitgehend abzuscheiden. Zu diesem Zweck ist folgender Aufbau vorgesehen:
[0030] Eine mit 16 bezeichnete Nabe sitzt drehfest auf einer Antriebswelle eines Motors
62, der von einer Montageplatte 64 getragen ist. Die Achse des Motors fällt mit der
Achse 12 zusammen. Die Orientierung der Achse ist gemäß Fig. 1 vertikal. Es soll jedoch
bereits an dieser Stelle hervorgehoben werden, dass die Achse gleichermaßen horizontal
angeordnet sein kann, ohne die Funktion des Lüfters mit Abscheidung zu beeinträchtigen.
[0031] Die Nabe 16 trägt ferner ein Schaufel-Trägerteil 18, das sich im Wesentlichen senkrecht
zur Drehachse 12 erstreckt. Das Trägerteil 18 trägt eine Schaufelanordnung mit einer
Vielzahl von kranzartig im Umfangsabstand zueinander angeordneten und in der Regel
identisch ausgebildeten Lüfterradschaufeln 20. Das Lüfterrad 10 ist somit axial angeströmt
und hat eine Schaufelanordnung, mit der die im Wesentlichen axial gerichtete Eintrittsströmung
SE radial nach außen umlenkbar ist. Die Schaufeln haben Eintrittskanten bzw. Anströmkanten
24, sowie radial außenliegende Austrittskanten 26. Zwischen den Lüfterradschaufeln
20 werden im Wesentlichen radial nach außen gerichtete Strömungskanäle 28 definiert,
so dass also eine axiale Eintrittsströmung bei sich drehendem Laufrad 10 radial nach
außen in eine Austrittsströmung SA mit radialer und in Umfangsrichtung gerichteter
Geschwindigkeitskomponente umlenkbar ist. Den Anströmkanten 24 und den Strömungs-Austrittskanten
26 sind Teilkreise zugeordnet, wobei der Teilkreis der Strömungs-Austrittskanten mit
26a bezeichnet ist. Ersichtlich ist der Durchmesser des Teilkreises 26a für die Austrittskanten
26 kleiner, vorzugsweise beträchtlich kleiner, als der Innendurchmesser des Rohrabschnitts
60.
[0032] Damit das Lüfterrad 10 eine die mitgeführten Partikel abscheidende Funktion erfüllen
kann, sind die Schaufeln 20 der Schaufelanordnung so gestaltet und/oder so ausgerichtet,
dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel in Richtung auf einen umlaufenden
Spalt 40 vorbestimmter axialer Erstreckung zwischen dem Trägerteil 18 und einer das
Trägerteil und das Laufrad umgebenden Sammelrinne 66 zu ablenkbar sind. Die Sammelrinne
ist Bestandteil der Montageplatte 64 bzw. fest mit dieser verbunden und von ihr gehen
- wie am besten aus der Fig. 2 ersichtlich - tangential mehrere im Umfangsabstand
zueinander stehende Partikel-Abfuhrrohre 68 aus, über die abgeschiedene Partikel abgeführt
werden.
[0033] Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Partikel-Abfuhrrohre 68 also derart
an die Sammelrinne 66 angeschlossen, dass die Umfangsgeschwindigkeit des sich in Laufrichtung
RL drehenden Lüfterrads 10 zur Erhöhung der Geschwindigkeit der Partikelströmung in
den Partikel-Abfuhrrohren 68 genutzt werden kann. Dabei können die Partikel-Abfuhrrohre
68 gleichzeitig zur Befestigung der Montageplatte 64 im Rohrabschnitt 60 herangezogen
werden. Zur weiteren Stabilisierung können Speichen 70 vorgesehen sein, die ebenfalls
wie die Partikel-Abfuhrrohre 68 in gleichmäßigem Umfangsabstand zueinander stehen
und mit dem Rohrabschnitt 60 fest verbunden sind. Die Speichen 70 tragen somit gegebenenfalls
im Zusammenwirken mit den Partikel-Abfuhrrohren 68 die Einheit aus Motor 62, Montageplatte
64 und Laufrad 10.
[0034] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Teilkreisdurchmesser 26a der Austrittskanten
26 etwa 50 bis 60% des Innendurchmessers des Rohrabschnitts 60, so dass ein ausreichender
radialer Freiraum für die aus dem Lüfterrad 10 austretende Strömung verbleibt, die
in axialer Richtung weiter strömt. Mit dem Bezugszeichen 30 ist ein Einlauftrichter
bezeichnet, mit dem die axial ankommende Strömung verlustarm in das Laufrad bzw. Lüfterrad
10 eingeführt wird. Gleichmaßen kann die Rückseite des Einlauftrichters dazu genutzt
werden, Totraum hinter dem Einlauftrichter zu beseitigen, um damit die Fluidströmung
durch den Rohrabschnitt 60 möglichst verlustfrei zu halten.
[0035] Wie sich im Einzelnen aus der Darstellung gemäß Fig. 1 ergibt, sind die Partikel-Abfuhrrohre
68 mit einem ersten Abschnitt 68A radial nach außen in Richtung Rohrwandung des Rohrabschnitts
60 geführt. Dort gehen sie über einen Krümmungsabschnitt 68B in einen im Wesentlichen
axial verlaufenden und an der Innenwandung des Rohrabschnitts 60 befestigten Axialabschnitt
68C über.
[0036] Der Innendurchmesser der Partikel-Abfuhrrohre ist im Wesentlichen ebenso groß wie
der Querschnitt der Sammelrinne 66, so dass sich eine verlustfreie Ablaufströmung
für das Partikel-Strömungsmittel ergibt. Es hat sich gezeigt, dass es beispielsweise
bei Verwendung eines Lüfterrads mit einem Außendurchmesser von beispielsweise 400
mm und einem Innendurchmesser des Rohrabschnitts 60 von beispielsweise 630 mm ohne
weiteres gelingt, die Partikel aus der Sammelrinne in den Partikel-Abfuhrrohren 68
mit Strömungsgeschwindigkeiten bis zu 50 m/s abzuführen.
[0037] Am stromab gelegenen Ende der Axialabschnitte 68C der Partikel-Abfuhrrohre sind diese
leicht radial nach innen gekröpft und haben einen - nicht näher gezeigten - Anschluss
zu einem aus dem Inneren des Rohrabschnitts 60 herausgeführten flexiblen Rohr.
[0038] Die axiale Strecke des Axialabschnitts 68C ist bewusst vorgesehen, um den Partikel-Abfuhrrohren
68 die weitere, im Folgenden näher zu beschreibende, Zusatzfunktion zu übertragen:
Diese besteht darin, Restpartikel, die zusammen mit der Fluidströmung oberhalb einer
Oberkante 36 der Sammelrinne 66 das Lüfterrad 10 radial verlassen, aus der um die
Achse 12 herum wirbelnden Strömung abzuscheiden.
Zu diesem Zweck trägt die Innenwand des Rohrabschnitts 60 zumindest eine wendelförmige
Rinne 72, die entgegen der Durchströmungsrichtung RD offen ist und eine Verbindung
zu zumindest einem Partikel-Abfuhrkanal 68 hat. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind
zwei Rinnen 72 vorgesehen, die um 180° zueinander versetzt sind, wie dies anhand der
schematischen Skizzen gemäß Fign. 4 und 5 veranschaulicht ist. Die eine Rinne 72A,
die in Fig. 4 lediglich schematisiert durch gestrichelte Linien angedeutet ist, beginnt
an einem Punkt B und endet nach einer wendelförmigen Strecke um einen Zentriwinkel
von im Wesentlichen 180° an einem Punkt C, der um das Maß VA axial zum Anfangspunkt
der zweiten Rinne 72B versetzt ist. Umgekehrt endet der Endpunkt der zweiten Rinne
72B am Punkt C, der um das gleiche axiale Versatzmaß VA zum Startpunkt B der ersten
Rinne 72A versetzt ist.
Gemäß einem sehr einfachen Ausführungsbeispiel für die Gestaltung der Rinne 72 wird
beispielsweise an der Innenwandung des Rohrabschnitts 60 ein Winkelprofil - wie in
Fig. 5 gezeigt - mit einem Schenkel 74 an die Innenwand des Rohrabschnitts 60 geschweißt.
Auf diese Weise ergibt sich ein entgegen der Durchströmungsrichtung offenes Rinnenprofil,
in dem die radial nach außen gedrängten Partikel aus der Strömung abgeschieden und
allmählich Richtung Endpunkt C der Rinnen 72A, 72B transportiert werden. Mit anderen
Worten, die Rinnen 72 sind in das Rohr 60 eingebaut, dass sie ein leichtes Gefälle
in Strömungsrichtung RD haben. Am jeweiligen Ende C der Rinnen 72A, 72B schließen
die Rinnen an die Axialabschnitte 68C der Partikel-Abfuhrrohre 68 an, wie dies schematisch
anhand der Fig. 6 gezeigt ist. Mit anderen Worten, der Axialabschnitt 68C bildet einen
endseitigen Verschluss des Winkelprofils. Um die in der Rinne 72 fließenden Partikel
zuverlässig abzuscheiden, ist der Axialabschnitt 68C in diesem Bereich mit einem Durchbruch
76 ausgestattet, so dass eine Öffnung zur Rinne 72 entsteht.
[0039] Die verhältnismäßig hohe Strömungsgeschwindigkeit im Partikel-Abfuhrrohr 68 reißt
gewissermaßen die Partikel aus der Rinne 72 mit, so dass letztere zusammen mit der
Partikel-Hauptströmung über das nicht näher gezeigte flexible Rohr am stromab gelegenen
Ende der Axialabschnitte 68C abgeführt werden können.
[0040] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind lediglich zwei um 180° zueinander versetzte
Rinnen 72A, 72B verwendet. Es können jedoch auch mehrere derartige Anordnungen gestaffelt
zur Anwendung kommen. Entscheidend ist lediglich, dass die Rinnen 72 eine genügend
große Grenzströmung im Bereich der Innenwandung des Rohrabschnitts 60 erfassen, so
dass die durch die Zentrifugalwirkung nach außen transportierten Partikel, die den
Spalt 40 zwischen Laufrad bzw. Lüfterrad und Sammelrinne 66 verfehlt haben, wirksam
aufgefangen und abgeschieden werden können.
[0041] Der Steigungswinkel der Rinnen 72A, 72B kann innerhalb weiter Grenzen variiert werden,
er liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 5° und 35°. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die Schaufeln 20 des Lüfterrads 10 mit zusätzlichen Leisten 48a, 48b ausgestattet,
die bei Drehung des Lüfterrads dafür sorgen, dass die Partikel in Richtung Ringspalt
40 gedrängt werden. Es sind jedoch andere Laufräder einsetzbar, die nachfolgend anhand
der Fign. 7 bis 21 näher beschrieben werden sollen.
[0042] In den Fign. 7 und 8 ist eine Variante eines Lüfterrades gezeigt, das bei der erfindungsgemäßen
Anordnung verwendet werden kann. Für gleiche Komponenten, die den Bauteilen der Ausführungsform
nach den Fign. 1 bis 6 entsprechen, sind ähnliche Bezugszeichen gewählt, denen jedoch
eine "1" vorangestellt ist.
[0043] Das Lüfterrad, das zum Fördern eines Strömungsmittels bzw. Fluids, insbesondere eines
mit festen oder flüssigen Partikeln beladenen Strömungsmittels, dient, ist mit dem
Bezugszeichen 110 bezeichnet. Das Lüfterrad 110 soll dabei in der Lage sein, die Partikel,
wie z.B. Staubpartikel, Wasserpartikel, Schneeflocken, Fettpartikel und dgl., beim
Durchströmen des Lüfterrads weitgehend abzuscheiden. Das spezifische Anwendungsgebiet
des Lüfterrads liegt in der Filterfunktion von Strömungsmitteln, die einen extrem
hohen Anteil an mitgeführten Partikeln haben.
[0044] Das Lüfterrad 110 hat eine Drehachse 112, die - wie man anhand der Fign. 7 und 8
erkennt - vertikal ausgerichtet ist. Die Orientierung der Achse 112 ist allerdings
beliebig. Ein mit 114 bezeichnetes Gehäuse ist nicht erforderlich.
[0045] Eine mit 116 bezeichnete Nabe sitzt drehfest auf einer Antriebswelle 113 des nicht
gezeigten Motors und sie trägt ein Schaufel-Trägerteil 118, das sich im Wesentlichen
senkrecht zur Drehachse 112 erstreckt. Das Trägerteil 118 trägt seinerseits eine Schaufelanordnung
mit einer Vielzahl von kranzartig im Umfangsabstand zueinander angeordneten und in
der Regel identisch ausgebildeten Lüfterradschaufeln 120.
[0046] Die Lüfterradschaufeln 120 sind - wie sich aus den Darstellungen der Fign. 9 und
10 ergibt, auf die insoweit schon jetzt Bezug genommen wird - zu einer die Drehachse
112 enthaltenden Axialebene 122, wie z.B. die Zeichenebene der Fig. 8, unter einem
bestimmten Winkel DELTA angestellt, damit sie beim Drehen des Lüfterrads 110 mit der
Drehrichtung V eine radial nach außen gerichtete Förderströmung erzeugen. Der Winkel
DELTA kann allerdings auch 0° sein.
[0047] Zusätzlich sind die Lüfterradschaufeln - wie sich aus der Fig. 8A ergibt - zur Drehachse
112 nicht parallel ausgerichtet, sondern sie sind zu einer Normalebene 115, die bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit der Ebene des Trägerteils 118 zusammenfällt,
unter einem Winkel WS < 90° , d.h. derart angestellt, dass in dem zu fördernden Fluid
enthaltene Partikel unter dem Einfluss der dynamischen Kräfte, einschließlich der
Zentrifugal- und der Corioliskräfte, mit einer zum Trägerteil hin gerichteten Kraftkomponente
beaufschlagbar sind.
[0048] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Fign. 7 bis 8A sind die Lüfterradschaufeln
120 gerade, was sich aus der Fig. 7 ergibt. Es soll jedoch an dieser Stelle bereits
hervorgehoben werden, dass die Schaufelform beliebig modifiziert werden kann, um den
strömungsmechanischen Wirkungsgrad des Lüfters und/oder der später noch zu beschreibenden
Partikelabscheidung zu verbessern.
[0049] Die Lüfterradschaufeln 120 haben jeweils eine radial innenliegende Anströmkante 124
und eine radial außenliegende Austrittskante 126. Zwischen den Lüfterradschaufeln
120 werden im Wesentlichen radial nach außen gerichtete Strömungskanäle 128 definiert,
so dass also eine axiale Eintrittströmung - mit dem Pfeil SE bezeichnet - bei sich
drehendem Lüfterrad 110 radial nach außen in eine Austrittströmung SA mit radialer
und in Umfangsrichtung gerichteter Geschwindigkeitskomponente umlenkbar ist.
[0050] Wie die Figuren zeigen, ist den Anströmkanten 124 und Strömungs-Austrittskanten 126
jeweils ein Teilkreis 124a bzw. 126a zugeordnet. Die Strömungs-Eintrittskanten 124
gehen von einem der Nabe 116 nahe liegenden Abschnitt des Trägerteils 118 aus und
erstrecken sich von diesem axial weg bis zu einer zum Trägerteil 118 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Schaufelkante 129 (siehe Fig. 7).
[0051] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 enden die Schaufeln 120 knapp unterhalb einer
Deckwand 117 eines Gehäuses. Bei der geringfügig abgewandelten Variante nach Fig.
8 tragen die Schaufeln auf der dem Trägerteil 118 abgewandten Seite eine Ringscheibe
121 und sie sind mit dieser fest verbunden, beispielsweise verschweißt.
[0052] Die Formgebung der Lüfterradschaufeln 120 kann - je nach Lüfterkonstruktion - in
weiten Grenzen variieren. Wenn die Lüfterradschaufeln 120 - wie in Fig. 8 gezeigt
- eine formstabile Ringscheibe 121 tragen, wird die Konstruktion des Lüfterrads steifer,
so dass es genügt, die Lüfterradschaufeln am Trägerteil 118 zu befestigen, wie z.B.
anzuschweißen. Die Anströmkante 124 der Lüfterradschaufeln kann dann im Wesentlichen
parallel zur Drehachse angeordnet werden. Andererseits hat die frei auskragende Form
der Schaufeln nach Fig. 7 den Vorteil, dass das sich im Gebläse weniger Partikelansammlungen
bilden.
[0053] Generell liegen also die Strömungs-Eintrittskanten 124 der Lüfterradschaufeln 120
in den verschiedenen Schnittansichten senkrecht zur Drehachse 112 auf Teilkreisen
124a, die Bestandteil einer Teilkreisschar sind, welche einen Zylinder- oder Kegelstumpfmantel
mit einem kleinen Kegelwinkel WK (siehe Fig. 8) definiert.
[0054] Wie sich aus den Fign. 7 und 8 ergibt, ist das Lüfterrad 110 in ein Gehäuse 114 eingebaut,
von dem bei der Anwendung für die vorliegende Erfindung nur die Sammelrinne 142 und
der Einlasstrichters oder Einlass-Stutzen 130 benötigt wird.
[0055] Die Sammelrinne 142 schmiegt sich unter Einhaltung eines kleinen Spalts 137 - an
die radial außenliegenden Schaufelkanten 126 an. Zu diesem Zweck kann das Lüfterrad
110 auch mit einer - nicht gezeigten - bodenseitigen Eindrehung versehen sein, in
die mit Passung die Sammelrinne 142 eingreift. Wie sich weiter aus der Fig. 8 ergibt,
ist die Oberkante 136 der Sammelrinne 142 zu einer dem Trägerteil 118 am nächsten
liegenden Kante 138 der Lüfterradschaufeln 120 um ein vorbestimmtes Spaltmaß MS axial
beabstandet. Auf diese Weise begrenzt die Oberkante 136 der Sammelrinne 142 einen
Radial- oder Ringspalt 140 zum Abführen von aus dem Fluid abgeschiedenen Partikeln,
wie Staub-, Wasser, Öl- oder Fettpartikeln.
[0056] Der Ringspalt 140 ist von der Sammelrinne 142 umgeben.
[0057] Mit dieser Gestaltung des Lüfterrads ergibt sich die folgende Arbeitsweise des Radialgebläses:
Das zu einem hohen Prozentsatz mit Partikeln beladene Strömungsmittel, vorzugsweise
gasförmige Strömungsmittel, wie etwa Luft, strömt bei 130 in das Radialgebläse ein.
Durch die Wirkung der Lüfterradschaufeln 120 des mit vorgegebener Drehzahl rotierenden
Lüfterrads 110 wird die Strömung in die Kanäle 128 umgelenkt und radial nach außen
gefördert. Durch die Anstellung der Lüfterradschaufeln 120 unter einem Winkel WS,
der kleiner als 90° ist, werden die im Strömungsmittel enthaltenen Partikel, die in
fester oder flüssiger Form vorliegen können, unter Einwirkung der strömungsmechanischen
Kräfte, der Massenkräfte und der sonstigen dynamischen Kräfte, wie der Zentrifugal-
und der Corioliskräfte, in Richtung auf das Trägerteil 118 zu gedrängt, so dass im
Bereich radial innerhalb des Ringspalts 140 eine erhebliche größere Partikelkonzentration
vorliegt als in der übrigen Strömung. Die in dieser Strömungsschicht enthaltenen Partikel
gelangen über den Ringspalt 140 in die Sammelrinne 142, die vorzugsweise so ausgebildet
ist, dass darin kein übermäßiger Staudruck aufgebaut wird. Die Hauptströmung, die
das Lüfterrad 110 oberhalb des Ringspalts 140 verlässt, ist zu einem entsprechend
hohen Prozentsatz gereinigt. Über eine Einstellbarkeit des Maßes MS lässt sich der
Abscheidewirkungsgrad in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des zu reinigenden Strömungsmittels
beeinflussen.
Dabei sind die Strömungsverluste im Lüfterrad 110 aufgrund der glatten Ausgestaltung
der Strömungswege, sehr gering, was auch für die Geräuschentwicklung zutrifft. Ferner
neigt das Lüfterrad 110 nicht zu Partikelablagerungen, so dass sich ein wartungsfreier
Betrieb selbst dann ergibt, wenn die Partikel zum Zusammenkleben neigen.
Gemäß einer Variante, die in Fig. 8 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, kann
zur zusätzlichen Verbesserung des Abscheidegrads von spezifischen Partikeln, wie etwa
von kleinen flüssigen Partikeln, jede Lüfterradschaufel 120 auf ihrer Arbeits- bzw.
Druckseite 146 zumindest einen leistenartigen Vorsprung 148 tragen, der zur Strömungsrichtung
im Strömungskanal 128 zwischen den Schaufeln 120 derart angestellt ist, dass die Strömung
zumindest in Druckseitennähe axial auf das Trägerteil 118 zu ablenkbar ist und der
in einem vorbestimmten axialen Abstand, der vorzugsweise nicht größer als das Maß
MS ist, zum Trägerteil 118 endet.
Bei der in Fig. 8 angedeuteten Variante sind auf jeder Lüfterradschaufel 120 zwei
im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende Vorsprünge 148a, 148b vorgesehen,
die in einem im Wesentlichen gleichen axialen Abstand MS - siehe Fig. 8 - zum Trägerteil
118 enden.
Die leistenartigen Vorsprünge 148 haben vorzugsweise eine geringe Höhe HLV - siehe
Fig. 8A - , die im Millimeterbereich liegen kann, damit die Strömungsverluste nicht
ansteigen. Sie kann aber auch bis zu 50% der axialen Erstreckung H der Lüfterradschaufeln
120 betragen.
Wie die Fig. 8A zeigt, ist der Neigungswinkel WN, unter dem die Vorsprünge 148 zur
Schaufelfläche 146 angestellt sind, auf einen Winkel eingestellt, der kleiner als
90° ist. Dieser Winkel WN kann jedoch variabel gehalten, beispielsweise wesentlich
kleiner als 90° sein, wobei der Anstellwinkel bzw. die Oberflächengestaltung (auch
eine Bogenform ist möglich) der Vorsprünge 148 empirisch je nach Art und Konsistenz
der aus dem Fluid heraus zu filternden Partikel festgelegt wird.
Die Vorsprünge 148 sind bei der gezeigten Ausführungsform bis zur Strömungs-Eintrittskante
124 der Lüfterradschaufeln 120 geführt, sie können aber auch vor der Kante 124 enden.
Vorstehend wurde eine Ausführungsform mit geraden Lüfterradschaufeln 120 beschrieben.
Unter Bezug auf die Fign. 9 und 10 werden Varianten mit anderen Gestaltungen der Schaufeln
beschrieben. Dabei sind diejenigen Teile des Lüfterrads, die den Komponenten der zuvor
beschriebenen Anordnung entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen, denen jedoch
eine "11" bzw. "12" vorangestellt ist.
Das Lüfterrad 1110 nach Fig. 9 hat in Drehrichtung V konvex gekrümmte Lüfterradschaufeln
1120, die in Drehrichtung V angestellt sind. Die Lüfterradschaufeln 1120 können mit
- nicht gezeichneten - leistenartigen Vorsprüngen 1148 versehen sein.
Am Trägerteil 1118 bzw. an der Nabe 1116 radial innerhalb der Lüfterradschaufeln 1120
können zusätzliche, vom Trägerteil 1118 axial vorstehende Zusatzschaufeln 1144 angebracht
sein, wobei die axiale Erstreckung der Zusatzschaufein geringer ist als die der Lüfterradschaufeln
1120. Die Zusatzschaufeln 1144 sind bei der Ausführungsform nach Fig. 9 gegen die
Drehrichtung V angestellt, wodurch es gelingt, den Verschleiß der Lüfterradschaufeln
1120 und der gegebenenfalls daran angebrachten Vorsprünge 1148 zu vergleichmäßigen.
Um die Wirkung der Zusatzschaufeln 1144 möglichst groß zu halten, sind sie zu den
Lüfterradschaufeln 1120 in Umfangsrichtung versetzt, und zwar derart, dass die von
den Zusatzschaufeln 1144 abgelenkten Partikel unter Einwirkung der strömungsmechanischen
und sonstigen dynamischen Kräfte nicht auf die Anströmkanten 1124 der Lüfterradschaufeln
1120 treffen. Die Zusatzschaufeln 1144 können sich auch in radialer Richtung mit den
Lüfterradschaufeln 1120 überlappen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind die Zusatzschaufeln 1244 in Drehrichtung
V des Lüfterrads 10 derart angestellt, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene
Partikel unter Einwirkung der Impulskraft, der Zentrifugalkraft und der Corioliskraft
mit einer zum Trägerteil 1218 hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind,
d.h. auf den Ringspalt 1240 hin abgelenkt werden. Damit kann das bei 30 einströmende
Fluid während des Durchströmens des Radialgebläses wirksam von sehr groben bzw. schweren
festen oder flüssigen Partikeln gereinigt werden.
Die Zusatzschaufeln können auch auf der Normalebene zur Drehachse 1212 bzw. auf der
Ebene des Trägerteils 1218 im Wesentlichen senkrecht stehen.
Selbstverständlich sind weitere Abwandlungen des Lüfterrads und des Radialgebläses
möglich, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
Beispielsweise kann der Anstellwinkel WS der Lüfterradschaufeln 120, 1120, 1220 bezüglich
der Normalebene 15 zur Drehachse 12 in radialer Richtung variiert werden, so dass
sich für die Schaufeln eine Art Propellerform ergibt.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 9 und 10 sind die Zusatzschaufeln 1144, 1244
ebenso wie die Lüfterradschaufeln 1120, 1220 konvex gestaltet. Sie können aber auch
gerade oder konkav oder S-förmig ausgebildet sein.
Die leistenartigen Vorsprüngen 148a, 148b können auch oder eine andere Form erhalten,
beispielsweise bogenförmig geführt sein.
Als Material für die Komponenten des Lüfterrads können alle gängigen Werkstoffe, wie
z.B. metallische Werkstoffe und Kunststoffe verwendet werden. Es können Fügetechniken,
wie z.B. Schweiß- oder Klebetechniken, aber auch Gusskonstruktionen Anwendung finden.
Nachstehend werden anhand der Fign. 11 bis 17 weitere Varianten des Lüfterrads beschrieben.
Es werden wiederum für diejenigen Komponenten, die den Bauteilen der zuvor beschriebenen
Varianten entsprechen, ähnliche Bezugszeichen verwendet, denen allerdings eine "2"
bzw. eine "21" vorangestellt ist.
In den Figuren ist wieder mit dem Bezugszeichen 210 allgemein ein axial angeströmtes
Radial-Lüfterrad bezeichnet, das zum Fördern eines Strömungsmittels bzw. Fluids, insbesondere
eines mit festen oder flüssigen Partikeln beladenen Strömungsmittels, dient.
Das Lüfterrad 210 hat eine Drehachse 212, die - wie man am besten anhand der Fig.
17 erkennt- bei der Montage in dem nicht gezeigten Rohrabschnitt 60 - z.B. vertikal
ausgerichtet ist. Eine mit 216 bezeichnete Nabe sitzt drehfest auf einer nicht gezeigten
Antriebswelle mit der Achse 212 und sie trägt ein Schaufel-Trägerteil 218, das sich
im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse 212 erstreckt. Das Trägerteil 218 trägt seinerseits
eine Schaufelanordnung mit einer Vielzahl von kranzartig im Umfangsabstand zueinander
angeordneten und in der Regel identisch ausgebildeten Lüfterradschaufeln 220, die
zur Drehachse 212 parallel ausgerichtet, jedoch zu einer die Drehachse 212 enthaltenden
Axialebene 222, wie z.B. die Zeichenebene der Fig. 17, angestellt sind, damit sie
beim Drehen des Lüfterrads 210 mit der Drehrichtung V eine radial nach außen gerichtete
Förderströmung erzeugen.
Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Lüfterradschaufeln 220 gerade, was
sich aus der Fig. 11 ergibt. Es soll jedoch an dieser Stelle bereits hervorgehoben
werden, dass die Schaufelform beliebig modifiziert werden kann, um den strömungsmechanischen
Wirkungsgrad des Lüfters und/oder der später noch zu beschreibenden Partikelabscheidung
zu verbessern.
Die Lüfterradschaufeln 220 haben wieder jeweils eine radial innenliegende Anströmkante
224 und eine radial außenliegende Austrittskante 226. Zwischen den Lüfterradschaufeln
220 werden im Wesentlichen radial nach außen gerichtete Strömungskanäle 228 definiert,
so dass also eine axiale Eintrittströmung - mit dem Pfeil SE bezeichnet - bei sich
drehendem Lüfterrad 210 radial nach außen in eine Austrittströmung SA mit radialer
und in Umfangsrichtung gerichteter Geschwindigkeitskomponente umlenkbar ist.
Wie die Fign. 11 bis 13 zeigen, ist den Anströmkanten 224 und Strömungs-Austrittskanten
226 jeweils ein Teilkreis 224a bzw. 226a zugeordnet. Die Strömungs-Eintrittskanten
224 gehen von einem der Nabe 216 nahe liegenden Abschnitt des Trägerteils 218 aus
und erstrecken sich von diesem axial weg bis zu einer zum Trägerteil 218 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Schaufelkante 229 (siehe Fig. 13 und 17). Auf der dem Trägerteil
218 abgewandeten Seite tragen die Lüfterradschaufeln 220 eine Ringscheibe 221.
Die Formgebung der Lüfterradschaufeln 220 kann -je nach Lüfterkonstruktion - in weiten
Grenzen variieren. Wenn die Lüfterradschaufeln 220 - wie gezeigt - eine formstabile
Ringscheibe 221 tragen, wird die Konstruktion des Lüfterrads steifer, so dass es genügt,
die Lüfterradschaufeln am Trägerteil 218 zu befestigen, wie z.B. anzuschweißen. Die
Anströmkante 224 der Lüfterradschaufeln kann dann im Wesentlichen parallel zur Drehachse
angeordnet werden.
Generell liegen also die Strömungs-Eintrittskanten 224 der Lüfterradschaufeln 220
in den verschiedenen Schnittansichten senkrecht zur Drehachse 212 auf Teilkreisen
224a, die Bestandteil einer Teilkreisschar sind, welche einen Zylinder- oder Kegelstumpfmantel
mit einem kleinen Kegelwinkel WK (siehe Fig. 13 und Fig. 17) definiert.
Wie sich aus der Fig. 17 ergibt, ist das Lüfterrad 210 in das Rohrstück 60 so eingebaut,
dass es unterhalb eines axialen Einlasstrichters 230, der mit der Drehachse 212 des
Lüfterrads 210 fluchtet, zu liegen kommt. Radial von außen ist das Lüfterrad 210 von
der Sammelrinne 242 eingefasst, die der Sammelrinne 66 der Ausführungsform nach den
Fign. 1 bis 6 entspricht.
Die Sammelrinne hat eine Oberkante 236, die sich eng an die radial außenliegenden
Schaufelkanten 226 anschmiegt. Zu diesem Zweck kann das Lüfterrad 210 auch mit einer
- nicht gezeigten - bodenseitigen Eindrehung versehen sein, in die mit Passung die
Oberkante 236 der Sammelrinne 242 eingreift. Wie sich weiter aus der Fig. 17 ergibt,
ist die Oberkante 236 der Sammelrinne 242 zu einer dem Trägerteil 214 am nächsten
liegenden Kante 238 der Lüfterradschaufeln 220 um ein vorbestimmtes Spaltmaß MS axial
beabstandet. Auf diese Weise begrenzt die Oberkante 236 der Sammelrinne 242 einen
Radial- oder Ringspalt 240 zum Abführen von aus dem Fluid abgeschiedenen Partikeln,
wie Staub-, Wasser, Öl- oder Fettpartikeln.
Der Ringspalt 240 ist also von der Sammelrinne 242 zum Sammeln und Abführen der aus
dem Fluid abgeschiedenen Partikel umgeben.
Damit das bei 230 einströmende Fluid während des Durchströmens des Radialgebläses
wirksam von vorrangig groben bzw. schweren festen oder flüssigen Partikeln gereinigt
werden kann, sind am Trägerteil bzw. (bei der Variante nach Fig. 17 an der Nabe 216)
radial innerhalb der Lüfterradschaufeln 220 zusätzliche vom Trägerteil 218 axial vorstehende
Zusatzschaufeln 244 angebracht. Diese sind in Drehrichtung V des Lüfterrads 210 derart
angestellt, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel unter Einwirkung der
lmpulskraft, der Zentrifugalkraft und der Corioliskraft mit einer zum Trägerteil 218
hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind, d.h. auf den Ringspalt 240 hin
abgelenkt werden.
Vorzugsweise ist die Weite MS des Ringspalts 240 einstellbar, so dass eine Einstellung
auf und eine Anpassung an die Art und die Menge der abzuscheidenden Partikel aus dem
Fluid ermöglicht ist.
Wie sich im Einzelnen aus Fig. 12 ergibt, ist der im WA bezeichnete Anstellwinkel
kleiner als 90°, und er liegt - je nach Art des Fluids und der darin enthaltenen Verunreinigungen
und je nach Drehzahl und/oder Strömungsgeschwindigkeit im Lüfterrad - vorzugsweise
zwischen 45° und 80°. Der Anstellwinkel WA wird in Abhängigkeit von der Partikelgröße
bzw. der Partikelgrößenverteilung gewählt, damit die PartikelAbscheidung ein Maximum
erhält.
Um die Wirkung der Zusatzschaufeln 244 möglichst groß zu halten, sind sie zu den Lüfterradschaufeln
220 in Umfangsrichtung versetzt, und zwar derart, dass die von den Zusatzschaufeln
244 abgelenkten Partikel unter Einwirkung der strömungsmechanischen und sonstigen
dynamischen Kräfte nicht auf die Anströmkanten 224 der Lüfterradschaufeln 220 treffen.
Die Zusatzschaufeln 244 können sich auch in radialer Richtung mit den Lüfterradschaufeln
220 überlappen.
Wie gezeigt, haben die Zusatzschaufeln 244 eine axiale Erstreckung EA, die geringer
ist als die Höhe H der Lüfterradschaufeln 220. Vorzugsweise haben die Zusatzschaufeln
244 eine Höhe EA, die bis zu 50%, vorzugsweise bis zu 30% der axialen Erstreckung
H der Lüfterradschaufeln 220 beträgt.
Zur zusätzlichen Verbesserung des Abscheidegrads kann bei den gezeigten Ausführungsformen
jede Lüfterradschaufel 220 auf ihrer Arbeits- bzw. Druckseite zumindest einen leistenartigen
Vorsprung 248 haben, der zur Strömungsrichtung im Strömungskanal 228 zwischen den
Schaufeln 220 derart angestellt ist, dass die Strömung zumindest in Druckseitennähe
axial auf das Trägerteil 218 zu ablenkbar ist und der in einem vorbestimmten axialen
Abstand, der vorzugsweise nicht größer als das Maß MS ist, zum Trägerteil 218 endet.
Bei dem in Fig. 11 bis 14 gezeigten Ausführungsbeispiel sind auf jeder Lüfterradschaufel
220 zwei im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende Vorsprünge 248a, 248b vorgesehen,
die in einem im Wesentlichen gleichen axialen Abstand MS - siehe Fig. 13 - zum Trägerteil
218 enden.
Die leistenartigen Vorsprünge 248 haben vorzugsweise eine Höhe HLV - siehe Fig. 14
- , die bis zu 50% der axialen Erstreckung H der Lüfterradschaufeln 120 beträgt. Versuche
haben gezeigt, dass die Höhe HLV der leistenartigen Vorsprünge das Maß von 8 mm nicht
übersteigen sollten.
Wie die Fig. 14 zeigt, ist der Neigungswinkel WN, unter dem die Vorsprünge 248a, 248b
zur Schaufelfläche 246 angestellt sind, beispielsweise zu 90° eingestellt. Dieser
Winkel WN kann jedoch variabel gehalten, beispielsweise wesentlich kleiner als 90°
sein, wobei der Anstellwinkel bzw. die Oberflächengestaltung (auch eine Bogenform
ist möglich) der Vorsprünge 248 empirisch je nach Art und Konsistenz der aus dem Fluid
heraus zu filternden Partikel festgelegt wird.
Die Vorsprünge 248 sind bei der gezeigten Ausführungsform bis zur Strömungs-Eintrittskante
224 der Lüfterradschaufeln 224 geführt, sie können aber auch vor der Kante 224 enden.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 11 bis 13 sind die Zusatzschaufeln 244 ebenso
wie die Lüfterradschaufeln 220 gerade bzw. eben ausgebildet. In den Fign. 15 und 16
ist eine Abwandlung des erfindungsgemäßen Lüfterrads gezeigt. Dabei sind diejenigen
Komponenten, die den Bestandteilen des Lüfterrads der Fign. 11 bis 14 entsprechen,
mit ähnlichen Bezugszeichen versehen, denen aber eine "21" vorangestellt ist.
Bei dieser Variante sind die Schaufeln 2120 und 2144 gekrümmt, und zwar in Drehrichtung
konvex. Die Lüfterradschaufeln 2120 und/oder die Zusatzschaufeln 2144 können aber
auch gerade oder in Drehrichtung des Lüfterrads konkav oder S-förmig gekrümmt sein.
Die Variante der Fign. 15 und 16 ist wieder mit den leistenartigen Vorsprüngen 2148a,
2148b ausgestattet. Diese können aber auch entfallen - wie das in Fig. 17 durch die
gestrichelten Linien angedeutet ist - oder eine andere Form erhalten, beispielsweise
bogenförmig geführt sein, wie das auf der rechten Seite der Fig. 6 mit gestrichelten
Linien angedeutet ist.
Selbstverständlich sind Abweichungen von den beschriebenen Ausführungsformen möglich,
ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. So können beispielsweise die Lüfterradschaufeln
220, 2120 der Schaufelanordnung zur Normalebene der Drehachse 212, d.h. zur Ebene
des Trägerteils 218, 2118 derart unter einem Winkel WS (siehe Fig. 14), der kleiner
ist als 90°, angestellt sein, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel
mit einer zum Trägerteil 218 hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind.
Dieser Anstellwinkel WS kann in radialer Richtung auch variieren. Es hat sich herausgestellt,
dass der Anstellwinkel WS vorzugsweise so gewählt wird, dass gilt:

Vorzugsweise liegt der Anstellwinkel WS der Lüfterradschaufeln bei 75°.
Als Material für die Komponenten des Lüfterrads können erneut alle gängigen Werkstoffe,
wie z.B. metallische Werkstoffe und Kunststoffe verwendet werden. Es können Fügetechniken,
wie z.B. Schweiß- oder Klebetechniken, aber auch Gusskonstruktionen Anwendung finden.
In vielen Fällen bestehen die Lüfterradschaufeln 220 ebenso wie die Zusatzschaufeln
244 aus Stahlblech, wobei der Werkstoff entsprechend den Umgebungsbedingungen im Einsatz
des Radial-Lüfterrads abgestimmt wird. Es können selbstverständlich andere Materialien
verwendet werden, je nach dem, welche Eigenschaften im Langzeiteinsatz gefordert sind.
In den schematischen Zeichnungen ist die Dicke der Lüfterradschaufeln 220, 2120 und
Zusatzschaufeln 244, 2144 nicht maßstabsgetreu wiedergegeben. Entgegen der Darstellung
in den Fign. 12 und 14 beträgt die Dicke D244 der Zusatzschaufeln etwa das Dreifache
der Dicke D220 der Lüfterradschaufeln. Das heißt, bei einer Dicke D220 der Lüfterradschaufeln
220 von beispielsweise 5 mm (was für ein Lüfterrad von bis zu 1000 mm Durchmesser
realistisch ist) beträgt die Dicke D244 der Zusatzschaufeln etwa 15 mm. Auf diese
Weise wird den unterschiedlichen Verschleißbelastungen der Schaufelgruppen Rechnung
getragen.
Schließlich werden anhand der Fign. 18 bis 21 weitere Varianten des Lüfterrads beschrieben,
das bei einer erfindungsgemäßen Anordnung verwendet werden kann. Erneut sind diejenigen
Bauteile, die den Komponenten der zuvor beschriebenen Varianten entsprechen, mit ähnlichen
Bezugszeichen versehen, denen aber eine "3" bzw. "31" vorangestellt ist.
In den Fign. 18 bis 20 ist das Radial-Lüfterrad mit dem Bezugszeichen 310 bezeichnet.
Das Lüfterrad 310 ist wieder in der Lage, Strömungsmittel, insbesondere gasförmige
Strömungsmittel, die mit abrasiv wirkenden Partikeln, wie z.B. Staubpartikeln, Wasserpartikeln,
Schneeflocken, Fettpartikeln und dgl. beladen sind, effektiv zu fördern bzw. aus einer
Umgebung abzupumpen. Ein spezifisches Anwendungsgebiet des Lüfterrads liegt in der
Förder-/Filterfunktion von Strömungsmitteln, die einen extrem hohen Anteil an mitgeführten
Partikeln haben, wobei der Verschleiß am Lüfterrad möglichst gering sein soll.
Das Lüfterrad 310 hat eine Drehachse 312, die erneut beliebig orientiert sein kann.
Eine mit 316 bezeichnete Nabe sitzt drehfest auf einer nicht gezeigten Antriebswelle
mit der Achse 312 und sie trägt ein Schaufel-Trägerteil 318, das sich im Wesentlichen
senkrecht zur Drehachse 312 erstreckt. Das Trägerteil 318 trägt seinerseits eine Schaufelanordnung
mit einer Vielzahl von kranzartig im Umfangsabstand zueinander angeordneten und in
der Regel identisch ausgebildeten Lüfterradschaufeln 320.
Die Lüfterradschaufeln 320 sind - wie sich aus den Darstellungen der Fign. 18 und
21 ergibt - zu einer die Drehachse 312 enthaltenden Axialebene 322, wie z.B. die Zeichenebene
der Fig. 20, unter einem bestimmten Winkel DELTA angestellt, damit sie beim Drehen
des Lüfterrads 310 mit der Drehrichtung V eine radial nach außen gerichtete Förderströmung
erzeugen. Der Winkel DELTA kann allerdings auch 0° sein.
[0058] Die Lüfterradschaufeln sind zur Drehachse 312 parallel ausgerichtet, sie können aber
auch zur Normalebene 315, die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit der Ebene
des Trägerteils 318 zusammenfällt, unter einem Anstellwinkel < 90° , d.h. derart angestellt
sein, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel unter dem Einfluss der dynamischen
Kräfte, einschließlich der Zentrifugal- und der Corioliskräfte, mit einer zum Trägerteil
hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind.
[0059] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Fign. 18 bis 20 sind die Lüfterradschaufeln
320 gerade. Es soll jedoch an dieser Stelle bereits hervorgehoben werden, dass die
Schaufelform beliebig modifiziert werden kann, um den strömungsmechanischen Wirkungsgrad
des Lüfters und/oder der später noch zu beschreibenden Partikelabscheidung zu verbessern.
[0060] Die Lüfterradschaufein 320 haben erneut jeweils eine radial innenliegende Anströmkante
324 und eine radial außenliegende Austrittskante 326. Zwischen den Lüfterradschaufeln
320 werden im Wesentlichen radial nach außen gerichtete Strömungskanäle 328 definiert,
so dass also eine axiale Eintrittströmung bei sich drehendem Lüfterrad 310 radial
nach außen in eine Austrittströmung SA mit radialer und in Umfangsrichtung gerichteter
Geschwindigkeitskomponente umlenkbar ist.
[0061] Wie die Figuren zeigen, ist den Anströmkanten 324 und Strömungs-Austrittskanten 326
jeweils ein Teilkreis 324a bzw. 326a zugeordnet. Die Strömungs-Eintrittskanten 324
gehen von einem der Nabe 316 nahe liegenden Abschnitt des Trägerteils 318 aus und
erstrecken sich von diesem axial weg bis zu einer zum Trägerteil 318 im Wesentlichen
parallel verlaufenden Schaufelkante 329.
[0062] Bei der Ausführungsform nach den Fign. 18 bis 20 tragen die Schaufeln auf der dem
Trägerteil 318 abgewandeten Seite eine Ringscheibe 321 und sie sind mit dieser fest
verbunden, beispielsweise verschweißt. Die axiale Erstreckung H der Lüfterradschaufeln
320 bestimmt sich also als Abstand zwischen dem Trägerteil 318 und der Ringscheibe
321.
[0063] Die Formgebung der Lüfterradschaufeln 320 kann -je nach Lüfterkonstruktion - in weiten
Grenzen variieren. Wenn die Lüfterradschaufeln 320 - wie in der Fig. 20 gezeigt
- eine formstabile Ringscheibe 321 tragen, wird die Konstruktion des Lüfterrads steifer,
so dass es genügt, die Lüfterradschaufeln am Trägerteil 318 zu befestigen, wie z.B.
anzuschweißen. Die Anströmkante 324 der Lüfterradschaufeln kann dann im Wesentlichen
parallel zur Drehachse angeordnet werden. Andererseits hat eine frei auskragende Form
der Schaufeln den Vorteil, dass das sich im Gebläse keine Partikelansammlungen bilden.
[0064] Generell liegen also die Strömungs-Eintrittskanten 324 der Lüfterradschaufeln 320
in den verschiedenen Schnittansichten senkrecht zur Drehachse 312 auf Teilkreisen
324a, die Bestandteil einer Teilkreisschar sind, welche einen Zylinder- oder Kegelstumpfmantel
mit einem kleinen Kegelwinkel WK (siehe Fig. 20) definiert.
[0065] Das Lüfterrad wird ähnlich in das Rohrstück eingebaut wie die zuvor beschriebenen
Lüfterräder, so dass eine Fluid-Förderfunktion und im Zusammenwirken mit der Sammelrinne
und den Partikel-Abfuhrrohren eine Partikel-Abscheidungsfunktion erfüllt wird.
[0066] Am Trägerteil 318 bzw. an der Nabe 316 sind radial innerhalb der Lüfterradschaufeln
320 zusätzliche, vom Trägerteil 318 axial vorstehende Zusatzschaufeln 344 angebracht,
wobei die axiale Erstreckung der Zusatzschaufeln geringer ist als die der Lüfterradschaufeln
320. Die Zusatzschaufeln 344 sind gegen die Drehrichtung V angestellt, d.h. sie schließen
mit der Normalebene 315 zur Drehachse 312 bzw. mit der Ebene des Trägerteils 318 einen
Winkel WA >90° ein, wodurch es gelingt, den Verschleiß der Lüfterradschaufeln 320
und von gegebenenfalls daran angebrachten leistenartigen Vorsprüngen, die in Fig.
18 nur gestrichelt angedeutet und mit 348 bezeichnet sind, zu vergleichmäßigen. Der
Anstellwinkel WA kann bis zu 135° betragen und wird in Abhängigkeit von der Partikelgröße,
-belastung und -konsistenz, sowie abgestimmt auf die Strömungsgeschwindigkeiten gewählt,
um den Verschleiß der Hauptschaufeln zu minimieren.
[0067] Die Zusatzschaufeln 344 haben eine axiale Erstreckung EA, die geringer ist als die
Höhe H der Lüfterradschaufeln 320. Vorzugsweise haben die Zusatzschaufeln 344 eine
Höhe EA, die bis zu 50%, vorzugsweise bis zu 30% der axialen Erstreckung H der Lüfterradschaufeln
320 beträgt.
[0068] In vielen Fällen bestehen die Lüfterradschaufeln 320 ebenso wie die Zusatzschaufeln
344 aus Stahlblech, wobei der Werkstoff entsprechend den Umgebungsbedingungen im Einsatz
des Radial-Lüfterrads abgestimmt wird. Es können selbstverständlich andere Materialien
verwendet werden, je nach dem, welche Eigenschaften im Langzeiteinsatz gefordert sind.
[0069] Die Schaufeln 320 und 344 sind unterschiedlichem Verschleiß ausgesetzt, so dass es
von Vorteil ist, die Dicke D344 der Zusatzschaufeln größer zu halten als diejenige
Dicke D320 der Hauptschaufeln 320. In den schematischen Zeichnungen ist die Dicke
der Lüfterradschaufeln 320, 3120 und Zusatzschaufeln 344, 3144 nicht maßstabsgetreu
wiedergegeben. Entgegen der Darstellung in den Fign. 19 und 20 beträgt die Dicke D344
der Zusatzschaufeln 344 also etwa das Dreifache der Dicke D320 der Lüfterradschaufeln.
Das heißt, bei einer Dicke D320 der Lüfterradschaufeln 320 von beispielsweise 5 mm
(was für ein Lüfterrad von bis zu 1000 mm Durchmesser realistisch ist) beträgt die
Dicke D344 der Zusatzschaufeln etwa 15 mm.
[0070] Um die Wirkung der Zusatzschaufeln 344 möglichst groß zu halten, sind sie zu den
Lüfterradschaufeln 320 in Umfangsrichtung versetzt, und zwar derart, dass die von
den Zusatzschaufeln 344 abgelenkten Partikel unter Einwirkung der strömungsmechanischen
und sonstigen dynamischen Kräfte nicht auf die Anströmkanten 324 der Lüfterradschaufeln
320 treffen. Die Zusatzschaufeln 344 können sich auch in radialer Richtung mit den
Lüfterradschaufeln 320 überlappen.
[0071] Wie in Fig. 18 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, kann jede Lüfterradschaufel
320 auf ihrer Arbeits- bzw. Druckseite 346 zumindest einen leistenartigen Vorsprung
348 tragen, der zur Strömungsrichtung im Strömungskanal 328 zwischen den Schaufeln
320 derart angestellt ist, dass die Strömung zumindest in Druckseitennähe axial auf
das Trägerteil 318 zu ablenkbar ist und der in einem vorbestimmten axialen Abstand,
der vorzugsweise nicht größer als das Maß MS - siehe Fig. 17 - ist, zum Trägerteil
318 endet. Soweit ein derartiger leistenartiger Vorsprung 348 überhaupt vorgesehen
ist, wird seine Höhe eher klein gehalten und sollte das Maß von 8 mm nicht übersteigen.
[0072] Mit dieser Gestaltung des Lüfterrads ergibt sich die folgende Arbeitsweise:
[0073] Das zu einem hohen Prozentsatz mit Partikeln beladene Strömungsmittel, vorzugsweise
gasförmige Strömungsmittel, wie etwa Luft, strömt bei 330 axial in das Radialgebläse
ein. Durch die Wirkung der Lüfterradschaufeln 320 des mit vorgegebener Drehzahl rotierenden
Lüfterrads 310 wird die Strömung in die Kanäle 328 umgelenkt und radial nach außen
gefördert. Durch die erfindungsgemäßen Zusatzschaufeln 344 und deren erfindungsgemäße
Anstellung unter dem Winkel WA>90° lässt sich der durch die Partikel hervorgerufene
Verschleiß am Lüfterrad 310 vergleichmäßigen. Insbesondere die hoch beanspruchten
Schaufelwurzeln 350 der Lüfterradschaufeln 320, aber auch die Schaufelwurzeln 352
der Zusatzschaufeln 344 lassen sich wirksam vor übermäßigem und schnellen Verschleiß
schützen.
[0074] Dabei sind die Strömungsverluste im Lüfterrad 310 aufgrund der ansonsten glatten
Ausgestaltung der Strömungswege, sehr gering, was auch für die Geräuschentwicklung
zutrifft. Ferner neigt das Lüfterrad 310 nicht zu Partikelablagerungen, so dass sich
über eine lange Betriebsdauer hinweg ein wartungsfreier Betrieb selbst dann ergibt,
wenn die Partikel sehr abrasiv sind und/oder zum Zusammenkleben neigen.
[0075] Vorstehend wurde eine Ausführungsform mit geraden Lüfterradschaufeln 320 und Zusatzschaufeln
344 beschrieben. Unter Bezug auf die Fig. 21 wird noch eine Variante mit anderen Gestaltungen
der Schaufeln beschrieben. Dabei sind diejenigen Teile des Lüfterrads, die den Komponenten
der zuvor beschriebenen Anordnung entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen,
denen jedoch eine "31" vorangestellt ist.
[0076] Bei der in Fig. 21 gezeigten Variante sind die Lüfterradschaufeln 3120 in Laufrichtung
V konvex ausgebildet. Die Lüfterradschaufeln 3120 sind glatt, so dass sich ein guter
Wirkungsgrad und geringe Geräuschentwicklung ergibt.
[0077] Auf jeder Lüfterradschaufel können auch - wie zuvor bereits beschrieben - leistenartige
Vorsprünge vorgesehen sein, die in einem im Wesentlichen gleichen axialen Abstand
MS zum Trägerteil 318 enden.
[0078] Die Lüfterradschaufeln 320 können auch unter einem Winkel WS, der kleiner als 90°
ist, zum Umfangsgeschwindigkeitsvektor angestellt werden, wodurch die im Strömungsmittel
enthaltenen Partikel, die in fester oder flüssiger Form vorliegen können, unter Einwirkung
der strömungsmechanischen Kräfte, der Massenkräfte und der sonstigen dynamischen Kräfte,
wie der Zentrifugal- und der Corioliskräfte, in Richtung auf das Trägerteil 318 zu
gedrängt werden, so dass im Bereich radial innerhalb des Ringspalts 40 eine erhebliche
größere Partikelkonzentration vorliegt als in der übrigen Strömung. Die in dieser
Strömungsschicht enthaltenen Partikel gelangen über den Ringspalt 40 in die Ringkammer
42, die vorzugsweise so ausgebildet ist, dass darin kein übermäßiger Staudruck aufgebaut
wird. Die Hauptströmung, die das Lüfterrad 310 oberhalb des Ringspalts 40 verlässt,
ist zu einem entsprechend hohen Prozentsatz gereinigt. Über eine Einstellbarkeit des
Maßes MS lässt sich der Abscheidewirkungsgrad in Abhängigkeit von der Zusammensetzung
des zu reinigenden Strömungsmittels beeinflussen.
[0079] Auch kann der Anstellwinkel WS der Lüfterradschaufeln 320, 3120 bezüglich der Normalebene
315 zur Drehachse 312 in radialer Richtung variiert werden, so dass sich für die Schaufeln
eine Art Propellerform ergibt.
[0080] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 21 sind die Zusatzschaufeln 3144 ebenso wie
die Lüfterradschaufeln 3120 konvex gestaltet. Sie können aber auch gerade oder konkav
oder S-förmig ausgebildet sein.
[0081] Die leistenartigen Vorsprüngen 348a, 348b können auch eine andere Form erhalten,
beispielsweise bogenförmig geführt sein.
[0082] Die Erfindung schafft somit eine Anordnung mit einem in ein Rohr eingebauten und
in axialer Richtung fördernden Lüfter, der von einem Motor angetrieben ist. Der Lüfter
wird von einem axial angeströmten Radial-Lüfterrad mit einem angetriebenen Trägerteil
gebildet, das sich im Wesentlichen senkrecht zu einer Drehachse erstreckt und eine
Schaufelanordnung trägt, mit der eine im Wesentlichen axial gerichtete Eintrittsströmung
radial nach außen umlenkbar ist. Die Austrittskanten der Schaufeln des Lüfterrads
liegen auf einem Teilkreis, der kleiner ist als der Innendurchmesser des Rohres. Die
Schaufeln der Schaufelanordnung sind so gestaltet und/oder ausgerichtet, dass in dem
zu fördernden Fluid enthaltene Partikel in Richtung auf einen umlaufenden Spalt vorbestimmter
axialer Erstreckung zwischen dem Trägerteil und einer das Trägerteil umgebenden Sammelrinne
zu ablenkbar sind. Von der Sammelrinne, die fest mit einer Montageplatte für den Motor
verbunden ist, gehen tangential mehrere im Umfangsabstand zueinander stehende Partikel-Abfuhrrohre
aus, die vorzugsweise an der Innenwandung des Rohres befestigt bzw. angeschweißt sind.
1. In einem Rohr eingebauter und in axialer Richtung fördernder, von einem Motor (62)
angetriebener Lüfter, dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter ein axial angeströmtes Radial-Lüfterrad (10) mit einem angetriebenen Trägerteil
(18) aufweist, das sich im Wesentlichen senkrecht zu einer Drehachse (12) erstreckt
und eine Schaufelanordnung (20) trägt, mit der eine im Wesentlichen axial gerichtete
Eintrittströmung (SE) radial nach außen umlenkbar ist, wobei die Austrittskanten (26)
der Schaufeln (20) auf einem Teilkreis (26a) liegen, der kleiner ist als der Innendurchmesser
des Rohres (60), und die Schaufeln (20) der Schaufelanordnung so gestaltet und/oder
ausgerichtet sind, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel in Richtung
auf einen umlaufenden Spalt (40) vorbestimmter axialer Erstreckung (MS) zwischen dem
Trägerteil (18) und einer das Trägerteil umgebenden Sammelrinne (66; 142; 242; 342)
zu ablenkbar sind, wobei von der Sammelrinne (66), die fest mit einer Montageplatte
(64) für den Motor (62) verbunden ist, tangential mehrere im Umfangsabstand zueinander
stehende Partikel-Abfuhrrohre (68) ausgehen, die vorzugsweise an der Innenoberfläche
des Rohrs (60) befestigt sind.
2. Lüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenwand des Rohrs (60) zumindest eine zumindest abschnittsweise wendelförmige
Rinne (72) angeordnet ist, die entgegen der Durchströmungsrichtung (RD) offen ist
und eine Verbindung zu zumindest einem Partikel-Abfuhrkanalabschnitt (68C) hat.
3. Lüfter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel-Abfuhrrohre (72) gleichzeitig die Partikel-Abfuhrkanalabschnitte (68C)
für die Rinne (72) ausbilden.
4. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel-Abfuhrrohre (68) an ihren stromab gelegenen Enden eine vorzugsweise
von der Innenwand des Lüfterrohrs (60) beabstandete Kopplungsstelle zu einem aus dem
Inneren des Rohrs heraus geführten, vorzugsweise flexiblen Rohr aufweist.
5. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sammelrinne (66; 142; 242) eng an die radial außenliegenden Schaufelkanten
(26; 126; 226; 326) anschmiegt.
6. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Partikel-Abfuhrrohre (68) von abgewinkelten Rohren gebildet sind, wobei ein erster,
tangential an die Sammelrinne (66) angeschlossener Abschnitt (68A) im Wesentlichen
radial ausgerichtet ist und über einen Biegeabschnitt (68B) in einen zweiten Abschnitt
(68C) übergeht, der im Wesentlichen axial ausgerichtet ist.
7. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei um 180° versetzte Partikel-Abfuhrrohre (68) und zwei wendelförmige Rinnen (72A,
72B) vorgesehen sind, die über einen Zentriwinkel (ZW) von im Wesentlichen 180° verlaufen
und vorzugsweise einen Steigungswinkel von 5 bis 30 ° haben.
8. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatte (64) zusätzlich über zumindest zwei im gleichmäßigen Umfangsabstand
stehende Speichen (70) fixiert ist.
9. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lüfterrad (10) ein Einlauftrichter (30) vorgeschaltet ist, der von dem Rohr (60)
fixiert ist.
10. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (60) endseitig jeweils einen Ringflansch (60A, 60B) zum Einbau in ein Rohrsystem
aufweist.
11. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (120) der Schaufelanordnung zur Normalebene der Drehachse (112) derart
angestellt sind, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel mit einem zum
Trägerteil (118) hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind.
12. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem die Schaufelanordnung eine Vielzahl
von kranzartig im Umfangsabstand zueinander angeordneten Lüfterradschaufeln (220)
hat, die jeweils eine radial innenliegende Anströmkante (224) und eine radial außenliegende
Austrittskante (226) aufweisen und zwischen denen radial nach außen gerichtete Strömungskanäle
(228) festgelegt sind, wodurch die axiale Eintrittströmung (SE) radial nach außen
umlenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerteil (218; 2118) radial innerhalb der Lüfterradschaufeln (220; 2120) zusätzliche
vom Trägerteil (218; 2118) axial vorstehende Zusatzschaufeln (244; 2144) trägt.
13. Lüfter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzschaufeln (244) in Drehrichtung (V) des Lüfterrads (210) derart angestellt
sind, dass in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel mit einer zum Trägerteil
(218; 2118) hin gerichteten Kraftkomponente beaufschlagbar sind.
14. Lüfter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzschaufeln in Drehrichtung (V) des Lüfterrads derart angestellt sind, dass
in dem zu fördernden Fluid enthaltene Partikel mit einer vom Trägerteil weg gerichteten
Kraftkomponente beaufschlagbar sind.
15. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (2120; 3120) und/oder Zusatzschaufeln (2144; 3144) in Drehrichtung
des Lüfterrads konvex gekrümmt sind.
16. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lüfterradschaufel (120; 220; 2120; 320) auf ihrer Druckseite (146) zumindest
einen, vorzugsweise mehrere m Wesentlichen parallel zueinander verlaufende leistenartige
Vorsprünge hat, die zur Strömungsrichtung im Strömungskanal (128) zwischen den Schaufeln
derart angestellt ist, dass die Strömung zumindest in Druckseitennähe axial auf das
Trägerteil (118) zu ablenkbar ist und der in vorbestimmtem axialen Abstand (MS) zum
Trägerteil (118) endet.
17. Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Lüfterradschaufeln (20) auf der dem Trägerteil (18) abgewandeten Seite einen
Ring (21) tragen.