[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmetauscherbaugruppe, insbesondere eine
Kältemittelkondensatorbaugruppe für eine Kraftfahrzeugklimaanlage, umfassend wenigstens
ein Kühlrohr zum Durchleiten eines zu kühlenden Fluids, insbesondere ein Kältemittel,
einen Sammelbehälter mit einer Öffnung, der in Fluidverbindung zu dem wenigstens einen
Kühlrohr steht, eine Verschlusseinrichtung zum Verschließen der Öffnung des Sammelbehälters,
wobei die Verschlusseinrichtung mit dem Sammelbehälter mittels eines Formschlusses
verbunden ist und einen im Sammelbehälter und/oder in der Verschlusseinrichtung angeordneten
Trockner. Die Erfindung betrifft ferner eine Kraftfahrzeugklimaanlage.
[0002] In Wärmetauscherbaugruppen, insbesondere in Kältemittelkondensatorbaugruppen für
eine Kraftfahrzeugklimaanlage, wird z. B. ein dampfförmiges Kältemittel in den flüssigen
Aggregatzustand übergeführt und anschließend das flüssige Kältemittel weiter "unterkühlt".
Die Kältemittelkondensatorbaugruppe bildet eine Baueinheit innerhalb einer Kraftfahrzeugklimaanlage
mit einem Verdampfer und einen Verdichter.
[0003] Aus der
DE 103 53 160 A1 ist eine Wärmetauscherbaugruppe bekannt. Horizontal angeordnete Kühlrohre sind mit
Kühlrippen versehen. Die Kühlrohre sind mittels zweier, vertikal positionierter Sammelrohre
miteinander fluidverbunden. Ein Sammelbehälter ist mit einem der beiden Sammelrohre
fluidverbunden. Im Sammelbehälter ist ein Trockner angeordnet. Eine Öffnung am unteren
Ende des Sammelbehälters ist mit einer als Verschlusselement ausgebildeten Verschlusseinrichtung
verschlossen. Das Verschlusselement wird mittels einer Lötverbindung am Sammelbehälter
stoffschlüssig befestigt. Nachteiligerweise ist die Lötverbindung bei der Fertigung
der Wärmetauscherbaugruppe aufwendig und teuer. Ferner können leicht Lötprobleme auftreten,
die im Allgemeinen zu Undichtigkeiten führen.
[0004] Aus der
DE 103 29 297 A1 ist eine gattungsbildende Wärmetauscherbaugruppe bekannt. Zwei vertikal positionierte
Sammelrohre sind durch horizontal angeordnete Kühlrohre mit Kühlrippen miteinander
fluidverbunden. Ein Sammelbehälter mit einem Trockner ist mit einem der Sammelrohre
fluidverbunden. Eine Öffnung ist am unteren Ende des Sammelbehälters mit einer als
Stopfen ausgebildeten Verschlusseinrichtung verschlossen. Der Stopfen ist mittels
einer Schraubverbindung befestigt, so dass ein Formschluss zwischen Sammelbehälter
und Stopfen vorliegt. Die Schraubverbindung ist in der Herstellung teuer und bei der
Montage zeitaufwendig.
[0005] Aus der
DE 100 39 260 B4 ist eine gattungsbildende Wärmetauscherbaugruppe bekannt. Ein Sammelbehälter ist
von einem Stopfen als Verschlusseinrichtung verschlossen. Ein Sicherungsring greift
in eine Ringnut am Sammelbehälter ein und verbindet damit formschlüssig den Stopfen
mit dem Sammelbehälter. Bei der Montage der Wärmetauschergruppe ist zum Verbinden
des Stopfens mit dem Sammelbehälter ein zusätzliches, nicht zum Stopfen als Verschlusseinrichtung
gehörendes Bauteil, nämlich der Sicherungsring, erforderlich, so dass dadurch ein
zusätzlicher Montageaufwand entsteht.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, bei einer Wärmetauscherbaugruppe
die Verschlusseinrichtung für den Sammelbehälter dahingehend zu verbessern, dass die
oben genannten Nachteile nicht auftreten. Die Montage der Verschlusseinrichtung am
Sammelbehälter soll einfach mit einem geringen Fertigungsaufwand ausgeführt werden
können.
[0007] Ferner soll die Gefahr von Undichtigkeiten möglichst gering und die Wärmetauscherbaugruppe
in der Herstellung preiswert sein.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Wärmetauscherbaugruppe, insbesondere Kältemittelkondensatorbaugruppe
für eine Kraftfahrzeugklimaanlage, umfassend wenigstens ein Kühlrohr zum Durchleiten
eines zu kühlenden Fluids, insbesondere ein Kältemittel, einen Sammelbehälter mit
einer Öffnung, der in Fluidverbindung zu dem wenigstens einen Kühlrohr steht, eine
Verschlusseinrichtung zum Verschließen der Öffnung des Sammelbehälters, wobei die
Verschlusseinrichtung mit dem Sammelbehälter mittels eines Formschlusses verbunden
ist und einen im Sammelbehälter und/oder in der Verschlusseinrichtung angeordneten
Trockner, wobei der Formschluss mittels einer Verformung des Sammelbehälters und/oder
der Verschlusseinrichtung herstellbar und/oder aufhebbar ist. Die Verbindung zwischen
der Verschlusseinrichtung und dem Sammelbehälter kann damit einfach hergestellt werden,
weil keine teure und bei der Montage zeitaufwendige Schraubverbindung notwendig ist.
Ferner ist kein zusätzliches Bauteil, z. B. ein Sicherungsring, zur Herstellung des
Formschlusses notwendig, so dass der Montageaufwand verringert und das Risiko eines
Fehlers bei der Fertigung verkleinert wird. Der Sammelbehälter und/oder die Verschlusseinrichtung
können ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Die Verformung wird somit von demjenigen
Teil oder denjenigen Teilen ausgeführt, welche Bestandteil des Sammelbehälter und/oder
der Verschlusseinrichtung sind.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung ist der Formschluss mittels einer Verformung einer
Mantelwandung des Sammelbehälters und/oder mittels einer Verformung einer Verschlussmantelwandung
der Verschlusseinrichtung herstellbar und/oder aufhebbar. Die Mantelwandung und/oder
Verschlussmantelwandung, im Querschnitt beispielsweise kreisförmig oder rechteckig,
ist zur Herstellung des Formschlusses besonders geeignet, weil im Allgemeinen an der
Mantelwandung des Sammelbehälters und der Verschlussmantelwandung der Verschlusseinrichtung
die beiden Bauteile aneinander stoßen. Die Mantelwandung und/oder Verschlussmantelwandung
kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Die Verformung wird somit von demjenigen
Teil oder denjenigen Teilen der Mantelwandung und/oder Verschlussmantelwandung ausgeführt,
welche Bestandteil der Mantelwandung und/oder Verschlussmantelwandung sind.
[0010] Insbesondere ist die Verformung eine Biegung, Dehnung, Stauchung, Scherung oder Torsion.
[0011] In einer zusätzlichen Ausführungsform ist die Verschlusseinrichtung mit einer Aussparung,
insbesondere einer Ringnut, versehen.
[0012] Zweckmäßig ist am Sammelbehälter wenigstens ein biegbarer Rastarm mit einer Rastnase
zum Einrasten in die Aussparung der Verschlusseinrichtung ausgebildet. Ein Rastarm
mit einer Rastnase kann besonders einfach verbogen werden und die Rastnase kann leicht
in die Ringnut zur Herstellung eines Formschlusses eingreifen. Der Rastarm ist Bestandteil
des Sammelbehälters.
[0013] In einer zusätzlichen Ausführungsform ist der Sammelbehälter mit einer Aussparung,
insbesondere einer Ringnut, versehen.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltung ist an der Verschlusseinrichtung wenigstens ein biegbarer
Rastarm mit einer Rastnase zum Einrasten in die Aussparung des Sammelbehälters ausgebildet.
Der Rastarm ist Bestandteil der Verschlusseinrichtung.
[0015] Vorzugsweise weist die Verschlusseinrichtung einen Hohlraum zur Aufnahme des Trockners
auf.
[0016] In einer weiteren Ausführungsform sind der Sammelbehälter als Rohr mit einer zylindrischen
Mantelwandung und/oder die Verschlusseinrichtung als Rohr mit einer zylindrischen
Verschlussmantelwandung ausgebildet. Die Mantelwandung des Sammelbehälters und/oder
die Verschlussmantelwandung der Verschlusseinrichtung schließen damit einen zylinderförmigen
Hohlraum ein.
[0017] Insbesondere ist der wenigstens eine, biegbare Rastarm aufgrund wenigstens einer
radialen Ausnehmung an einem Ende der Mantelwandung des Sammelbehälters und/oder an
einem Ende der Verschlussmantelwandung der Verschlusseinrichtung ausgebildet. Der
biegbare Rastarm kann damit besonders einfach hergestellt werden, weil das Ende der
Mantelwandung lediglich eingeschnitten werden muss.
[0018] Vorzugsweise ist zwischen Verschlusseinrichtung und Sammelbehälter ein Dichtungsring
angeordnet. Ein elastischer Dichtungsring, z. B. aus Kunststoff, dient zum fluiddichten
Abdichten der Verbindung zwischen Sammelbehälter und Verschlusseinrichtung.
[0019] In einer zusätzlichen Ausführungsform ist der Dichtungsring in einer ringförmigen
Dichtungsnut am Sammelbehälter und/oder an der Verschlusseinrichtung angeordnet.
[0020] In einer ergänzenden Ausgestaltung ist der Formschluss zwischen Verschlusseinrichtung
und Sammelbehälter nur herstellbar. Der Formschluss kann somit nicht aufgehoben werden,
d. h. es handelt sich um einen unlösbaren Formschluss bzw. um eine unlösbare Verbindung
zwischen Verschlusseinrichtung und Sammelbehälter.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform sind der Sammelbehälter und die Verschlusseinrichtung
mittels eines Kraftschlusses miteinander verbunden. Eine zusätzliche kraftschlüssige
Verbindung in Ergänzung zur formschlüssigen Verbindung, beispielsweise aufgrund der
von den Rastarmen auf der Mantelwandung ausgeübten Kräfte, kann die Verbindung ergänzend
absichern.
[0022] Zweckmäßig umfasst die Wärmetauscherbaugruppe wenigstens ein Sammelrohr, insbesondere
zwei Sammelrohre, zum Fluidverbinden der Kühlrohre untereinander.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung ist der Sammelbehälter mechanisch mit einem Sammelrohr
verbunden und/oder der Sammelbehälter steht in Fluidverbindung zu einem Sammelrohr.
[0024] Insbesondere ist das wenigstens eine Sammelrohr vertikal ausgerichtet.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung ist das wenigstens eine Kühlrohr horizontal ausgerichtet.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung umfasst die Wärmetauscherbaugruppe eine im Sammelbehälter
angeordnete Eintritts- und Austrittsöffnung zur Fluidverbindung des Sammelbehälters
mit dem wenigstens einen Sammelrohr und/oder dem wenigstens einen Kühlrohr. Der Sammelbehälter
ist insbesondere unmittelbar durch ein Eintritts- und Austrittsöffnung mit dem einen
Sammelrohr fluidverbunden. Vorzugsweise ist der Sammelbehälter mittels an dem Sammelbehälter
und/oder an der Verschlusseinrichtung angeordneten Verbindungsmitteln mechanisch mit
dem einen Sammelrohr verbunden.
[0027] Eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeugklimaanlage umfasst die oben beschriebene Wärmetauscherbaugruppe.
[0028] Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf
die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Teilansicht einer Kältemittelkondensatorbaugruppe,
- Fig. 2
- eine perspektivische Teilansicht der Kältemitelkondensatorbaugruppe gemäß Fig. 1 ohne
Kühlrohre und Kühlrippen,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt eines Sammelbehälters mit einer Verschlusseinrichtung gemäß Fig.
1 und 2,
- Fig. 4
- einen vergrößerten Längsschnitt des Sammelbehälters mit der Verschlusseinrichtung
gemäß eines in Fig. 3 strichliert gekennzeichneten Ausschnitts und
- Fig. 5
- eine perspektivische vergrößerte Teilansicht des Sammelbehälters und der Verschlusseinrichtung
an der Verbindungsstelle zwischen Sammelbehälter und Verschlusseinrichtung.
[0029] In Figur 1 ist eine als Kältemittelkondensatorbaugruppe 2 ausgebildete Wärmetauscherbaugruppe
1 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Die erfindungsgemäße Kättemittelkondensatorbaugruppe
2 ist Bestandteil einer Kraftfahrzeugklimaanlage mit einem Verdampfer und einem Verdichter
(nicht dargestellt). Durch horizontal angeordnete Kühlrohre 3 strömt zu kondensierendes
und zu kühlendes Kältemittel (Fig. 1). Die Kühlrohre 3 münden an ihren jeweiligen
Enden in ein vertikales Sammelrohr 4, d. h. es sind zwei Sammelrohre 4 jeweils an
den Enden der Kühlrohre 3 vorhanden. In Fig. 1 ist nur ein Sammelrohr 4 dargestellt.
Das Sammelrohr 4 weist hierfür Kühlrohröffnungen 21 (Fig. 2) auf, durch welche die
Enden der Kühlrohre 3 in das Sammelrohr 4 ragen. Zwischen den Kühlrohren 3 sind mäanderförmige
Kühlrippen 20 angeordnet, welche mit den Kühlrohren 3 in thermischer Verbindung mittels
Wärmeleitung stehen. Dadurch wird die Fläche vergrößert, welche zum Kühlen des Kältemittels
zur Verfügung steht. Die Kühlrohre 3, die Kühlrippen 20 und die beiden Sammelrohre
4 bestehen im Allgemeinen aus Metall, insbesondere Aluminium.
[0030] An einem Sammelrohr 4 ist, ebenfalls vertikal ausgerichtet, ein Sammelbehälter 5
angeordnet (Fig. 1, 2). Der Sammelbehälter 5 steht mittels einer Eintrittsöffnung
7 und einer Austrittsöffnung 8 (Fig. 3) in Fluidverbindung mit dem Sammelrohr 4 und
damit auch mittelbar in Fluidverbindung mit den Kühlrohren 3. Der Sammelbehälter 5
ist am oberen Ende 23 nicht mit dem Sammelrohr 4 verbunden. Am unteren Ende 22 ist
der Sammelbehälter 5 mit dem Sammelrohr 4 mechanisch verbunden (Fig. 1). In einer
weiteren Ausgestaltung kann der Sammelbehälter 5 auch am oberen Ende 23 mit dem Sammelrohr
4 mechanisch verbunden sein (nicht dargestellt). Der Sammelbehälter 5 umfasst eine
zylinderförmige Mantelwandung 15 die am oberen Ende 23 von einer Deckwandung 25 verschlossen
ist (Fig. 1, 3). Eine Öffnung 31 am unteren Ende 22 des Sammelbehälters 5 ist mittels
einer Verschlusseinrichtung 9 verschlossen. Die Verschlusseinrichtung 9 weist eine
zylinderförmige Verschlussmantelwandung 26 auf, welche am unteren Ende 22 von einer
Bodenwandung 27 verschlossen ist. Der Sammelbehälter 5 und die Verschlusseinrichtung
9 bilden somit jeweils Rohre 14 und sind jeweils aus Metall, z. B. Aluminium, und/oder
Kunststoff gefertigt.
[0031] Der Sammelbehälter 5 und die Verschlusseinrichtung 9 umschließen einen zylinderförmigen
Hohlraum 13 (Fig. 3). In dem von der Verschlusseinrichtung 9 eingeschlossenen Hohlraum
13 ist ein Trockner 6 angeordnet. Der Trockner 6 ist hygroskopisch und kann Wasser
bzw. Feuchtigkeit aus dem Kältemittel aufnehmen.
[0032] An der Verschlussmantelwandung 26 ist eine Ringnut 10 ausgebildet (Fig. 4). Ein Ende
17 der Mantelwandung 15 des Sammelbehälters 5 ist mit radialen Ausnehmungen 16 (Fig.
1, 5) versehen, so dass sich dadurch prankenartige Rastarme 11 ergeben, welcher Bestandteil
des Sammelbehälters 5 sind (Fig. 1, 4, 5). Die radialen Ausnehmungen 16 werden in
die Mantelwandung 15 des Sammelbehälters 5 eingeschnitten. Vor dem Verbinden der Verschlusseinrichtung
9 mit dem Sammelbehälter 5 wird der Trockner 6 in den Hohlraum 13 der Verschlusseinrichtung
9 eingeführt.
[0033] Zum formschlüssigen Verbinden der Verschlusseinrichtung 9 mit dem Sammelbehälter
5 wird das obere Ende 30 der Verschlusseinrichtung 9 in die Öffnung 31 des Sammelbehälters
5 eingeschoben. Der Innendurchmesser 28 des Sammelbehälters 5 ist geringfügig größer
als der Außendurchmesser 29 der Verschlusseinrichtung 9 zwischen dem oberen Ende 30
der Verschlusseinrichtung 9 und der Ringnut 10 (Fig. 4). Zum Ausbilden der Rastnasen
12 werden mittels eines nicht dargestellten Werkzeuges die Enden der Rastarme 11 nach
dem Einführen des oberen Endes 30 der Verschlusseinrichtung 9 in die Öffnung 31 des
Sammelbehälters 5 in radialer Richtung nach innen in die Ringnut 10 zu Rastnasen 12
gebogen. Die formschlüssige Verbindung zwischen der Verschlusseinrichtung 9 und dem
Sammelbehälter 5 wird somit mittels einer Biegung der zur Mantelwandung 15 des Sammelbehälters
5 gehörenden Rastarme 11 hergestellt.
[0034] Ein in einer Dichtungsnut 19 der Verschlusseinrichtung 9 angeordneter Dichtungsring
18 gewährleistet eine fluiddichte Verbindung zwischen dem Sammelbehälter 5 und der
Verschlusseinrichtung 9. Die Rastnasen 12 und die Rastarme 11 sind dahingehend ausgebildet,
dass der Formschluss zwischen dem Sammelbehälter 5 und der Verschlusseinrichtung 9
nicht lösbar ist, d. h. der Formschluss ist nur herstellbar, nicht jedoch wieder aufhebbar.
[0035] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausgestaltung kann die Verschlussmantelwandung
26 wesentlich kürzer ausgeführt werden bzw. die axiale Länge der Verschlusswandung
26 entspricht im Wesentlichen dem Abstand zwischen dem oberen Ende 30 der Verschlusseinrichtung
9 und der Ringnut 10, so dass der Trockner 6 im Hohlraum 13 des Sammelbehälters 5
angeordnet ist. Die Eintritts- und Austrittsöffnungen 7, 8 sind hierzu im Sammelbehälter
5 angeordnet.
[0036] Insgesamt betrachtet weist die erfindungsgemäße Kältemittelkondensatorbaugruppe 2
erheblich Vorteile auf. Der im Sammelbehälter 5 und/oder in der Verschlusseinrichtung
9 angeordnete Trockner 6 ist wärmeempfindlich. Eine Lötverbindung nach dem Einbringen
des Trockners 6 in den Sammelbehälter 5 und/oder die Verschlusseinrichtung 9 ist aufgrund
der notwendigen hohen Temperaturen beim Löten nicht möglich. In der Fertigung der
Kältemittelkondensatorbaugruppe 2 ist somit eine aufwendige, zusätzliche Montagestufe
nach dem Einbringen des Trockners 6 in die Verschlusseinrichtung 9, z. B. das Laserschweißen
der Bodenwandung 27 an die Verschlussmantelwandung 26, nicht mehr erforderlich. Auf
eine für Undichtigkeiten störungsanfällige Lötverbindung zwischen der Verschlusseinrichtung
9 und dem Sammelbehälter 5 kann verzichtet werden. Eine wesentlich teurere und bei
der Montage zeitaufwendigere Schraubverbindung zwischen Verschlusseinrichtung 9 und
Sammelbehälter 5 wird nicht mehr benötigt.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Wärmetauscherbaugruppe
- 2
- Kältemittelkondensatorbaugruppe
- 3
- Kühlrohr
- 4
- Sammelrohr
- 5
- Sammelbehälter
- 6
- Trockner
- 7
- Eintrittsöffnung
- 8
- Austrittsöffnung
- 9
- Verschlusseinrichtung
- 10
- Ringnut
- 11
- Rastarm
- 12
- Rastnase
- 13
- Hohlraum
- 14
- Rohr
- 15
- Mantelwandung
- 16
- Ausnehmung, radial
- 17
- Ende der Mantelwandung des Sammelbehälters
- 18
- Dichtungsring
- 19
- Dichtungsnut
- 20
- Kühlrippen
- 21
- Kühlrohröffnung
- 22
- Unteres Ende des Sammelbehälters
- 23
- Oberes Ende des Sammelbehälters
- 24
- Aussparung
- 25
- Deckwandung
- 26
- Verschlussmantelwandung
- 27
- Bodenwandung
- 28
- Innendurchmesser
- 29
- Außendurchmesser
- 30
- Oberes Ende des Verschlusseinrichtung
- 31
- Öffnung des Sammelbehälters
1. Wärmetauscherbaugruppe (1), insbesondere Kältemittelkondensatorbaugruppe (2) für eine
Kraftfahrzeugklimaanlage, umfassend
- wenigstens ein Kühlrohr (3) zum Durchleiten eines zu kühlenden Fluids, insbesondere
ein Kältemittel,
- einen Sammelbehälter (5) mit einer Öffnung (31), der in Fluidverbindung zu dem wenigstens
einen Kühlrohr (3) steht,
- eine Verschlusseinrichtung (9) zum Verschließen der Öffnung (31) des Sammelbehälters
(5), wobei die Verschlusseinrichtung (9) mit dem Sammelbehälter (5) mittels eines
Formschlusses verbunden ist und
- einen im Sammelbehälter (5) und/oder in der Verschlusseinrichtung (9) angeordneten
Trockner (6),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Formschluss mittels einer Verformung des Sammelbehälters (5) und/oder der Verschlusseinrichtung
(9) herstellbar und/oder aufhebbar ist.
2. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Formschluss mittels einer Verformung einer Mantelwandung (15) des Sammelbehälters
(5) und/oder mittels einer Verformung einer Verschlussmantelwandung (26) der Verschlusseinrichtung
(9) herstellbar und/oder aufhebbar ist.
3. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verformung eine Biegung, Dehnung, Stauchung, Scherung oder Torsion ist.
4. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verschlusseinrichtung (9) mit einer Aussparung (24), insbesondere einer Ringnut
(10), versehen ist.
5. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Sammelbehälter (5) wenigstens ein biegbarer Rastarm (11) mit einer Rastnase (12)
zum Einrasten in die Aussparung (24) der Verschlusseinrichtung (9) ausgebildet ist.
6. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sammelbehälter (5) mit einer Aussparung (24), insbesondere einer Ringnut (10),
versehen ist.
7. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Verschlusseinrichtung (9) wenigstens ein biegbarer Rastarm (11) mit einer Rastnase
(12) zum Einrasten in die Aussparung (24) des Sammelbehälters (5) ausgebildet ist.
8. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sammelbehälter (5) als Rohr (14) mit einer zylindrischen Mantelwandung (15) und/oder
die Verschlusseinrichtung (9) als Rohr mit einer zylindrischen Verschlussmantelwandung
(26) ausgebildet sind.
9. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine biegbare Rastarm (11) aufgrund wenigstens einer radialen Ausnehmung
(16) an einem Ende (17) der Mantelwandung (15) des Sammelbehälters (5) und/oder an
einem Ende (30) der Verschlussmantelwandung (26) der Verschlusseinrichtung (9) ausgebildet
ist.
10. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Verschlusseinrichtung (9) und Sammelbehälter (5) ein Dichtungsring (18) angeordnet
ist.
11. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dichtungsring (18) in einer ringförmigen Dichtungsnut (19) am Sammelbehälter (5)
und/oder an der Verschlusseinrichtung (9) angeordnet ist.
12. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Formschluss zwischen Verschlusseinrichtung (9) und Sammelbehälter (5) nur herstellbar
ist.
13. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sammelbehälter (5) und die Verschlusseinrichtung (9) mittels eines Kraftschlusses
miteinander verbunden sind.
14. Wärmetauscherbaugruppe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmetauscherbaugruppe (1) wenigstens ein Sammelrohr (4), insbesondere zwei Sammelrohre
(4), zum Fluidverbinden der Kühlrohre (3) untereinander umfasst.
15. Wärmetauscherbaugruppe nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sammelbehälter (5) mechanisch mit einem Sammelrohr (4) verbunden ist und/oder
der Sammelbehälter (5) in Fluidverbindung zu dem einen Sammelrohr (4) steht.