Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Portionieren von Lebensmitteln,
insbesondere Fleisch.
[0002] Derartige Vorrichtungen werden eingesetzt, um Lebensmittel in Portionen, beispielsweise
in Form von Scheiben, gleichen Gewichts und/ oder gleicher Dicke aufzuschneiden. Zu
den Lebensmitteln zählen beispielsweise frisches gewachsenes Fleisch, Wurst, Schinken,
Käse, Gemüse oder Backwaren. Bekannte Vorrichtungen zum Aufschneiden von Wurst oder
Käse werden auch als Slicer bezeichnet. Wurst oder Käse unterscheidet sich von frischem
gewachsenem Fleisch aufgrund seiner Konsistenz dadurch, dass die entsprechenden Laibe
eine feste Form mit einem durch die Herstellung vorgegebenen Volumen aufweisen. Die
Slicer sind daher mit einer Vorrichtung zum Halten der Laibe während des Schneidens
der Scheiben ausgestattet. Im Unterschied dazu weisen Stücke frischen gewachsenen
Fleisches keine feste Form und kein vorgegebenes Volumen auf, sofern sie nicht tiefgekühlt
oder gefroren sind. Zum Portionieren derartiger Fleischstücke genügt es daher nicht,
die Fleischstücke wie bei bekannten Slicern zu halten. Vorrichtungen zum Portionieren
weisen daher eine Presskammer auf, in der das Fleischstück zunächst zusammengepresst
wird. Nach Abschluss des Pressvorgangs ist das Volumen, welches das Fleischstück ausfüllt,
bekannt. Dies wird beim anschließenden Portionieren ausgenutzt.
[0003] Portioniervorrichtungen für frisches gewachsenes Fleisch werden beispielsweise in
Großküchen, bei der Herstellung von zusammengestellten und abgepackten Menüs und beim
maschinellen Verpacken von aufgeschnittenen Lebensmitteln eingesetzt. Von einem Stück
frischem, gewachsenem Fleisch oder einem anderen Lebensmittelstück werden einzelne
Portionen, insbesondere Schnellbratstücke, wie Schnitzel, Steaks oder Medaillons abgetrennt.
Dabei kommt es darauf an, dass die einzelnen Portionen ein vorgegebenes Gewicht und
gegebenenfalls eine vorgegebene Dicke aufweisen. Die Scheiben müssen möglichst exakt
portioniert sein, damit sie in ihrer Garzeit übereinstimmen, die einzelnen Portionen
nicht zu unterschiedlich sind und das Gewicht auf einer vorgedruckten Packung angegeben
werden kann.
[0004] Aus dem Stand der Technik der
DE 103 04 773 A1 ist eine Vorrichtung zum Portionieren von Lebensmitteln mit einer Einlegetrommel
mit mehreren Presskammern und mit einer Portioniertrommel mit mehreren Portionierkammern
bekannt. Das Lebensmittelstück wird in einer Presskammer mit Hilfe eines seitlichen
Deckels und eines Presstempels zusammengepresst und in eine Portionierkammer gedrückt.
Anschließend wird die in der Portionierkammer befindliche Portion mit Hilfe eines
zwischen der Presskammer und der Portionierkammer beweglichen Messers von dem Fleischstück
abgetrennt und die Portion aus der Portionierkammer entfernt. Hierzu wird die Portioniertrommel
gedreht. Dabei gelangt eine weitere Portionierkammer der Portioniertrommel in Verlängerung
der Presskammer. Während die eine Portion aus einer der Portionierkammern entfernt
wird, kann die andere Portionierkammer bereits wieder mit dem Lebensmittel befüllt
werden. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das gesamte Lebensmittel in Portionen
aufgeteilt ist. Während des Portionierens kann in eine zweite Presskammer der Einlegetrommel
ein weiteres Stück Lebensmittel eingelegt werden. Ist das erste Lebensmittelstück
vollständig in Portionen aufgeteilt, so wird die Einlegetrommel gedreht. Die Portionierung
kann anschließend mit dem zweiten Lebensmittelstück fortgesetzt werden. In die nun
leere Presskammer kann erneut ein Lebensmittelstück eingelegt werden.
[0005] Als nachteilig erweist sich bei diesem bekannten Stand der Technik, dass der Querschnitt
der Presskammern, des Pressstempels und der Portionierkammern fest vorgegeben ist
und nicht an das jeweilige Lebensmittel angepasst werden kann. Dies ist jedoch bei
Fleisch wichtig, da die zu portionierenden Stücke hinsichtlich ihrer Größe und ihrer
Konsistenz stark voneinander abweichen können. Zur Anpassung kann der Benutzer allenfalls
die Einlegetrommel und die Portioniertrommel austauschen, was mit einem hohen Aufwand
an Zeit und Kosten verbunden ist. Verzichtet der Benutzer auf eine Anpassung, so führt
dies zu unerwünschten Abweichungen beim Gewicht der einzelnen Portionen.
[0006] Ferner erweist sich als nachteilig, dass die Scheiben bei der bekannten Vorrichtung
nach dem Portionieren nicht automatisch weiterbearbeitet werden können, zum Beispiel
in Würfel oder Streifen zerlegt oder mit einem für Cordonbleu-Schnitzel notwendigen
Schnitt versehen werden.
[0007] Schließlich erweist es sich als nachteilig, dass aus den abgetrennten Scheiben üblicherweise
von Hand die Reststücke ausgesondert werden müssen, die die Vorgaben hinsichtlich
des Gewichts nicht erfüllen. Derartige Scheiben fallen beispielsweise als letzte Scheibe
eines in Portionen aufzuteilenden Stücks an. Ferner ist es nicht möglich, Scheiben
mit unterschiedlichen Vorgaben hinsichtlich des Gewichts von einem Stück abzuschneiden
und diese Schreiben automatisch zu sortieren.
[0008] Darüber hinaus ist es nicht möglich, den Pressstempel der Presskammer oder den Kammerboden
der Portionierkammer an eine exakt vorgegebene Position zu fahren und diese Position
zu variieren oder die Position auf die Kraft abzustimmen, mit der das Stück zusammengepresst
wird.
[0009] Aus der
DE 10 2004 041 915 A1 ist eine Vorrichtung zum Portionieren von Lebensmitteln bekannt, welche mit einer
aus einem zweiteiligen Formrohr bestehenden Presskammer ausgestattet ist. Das Formrohr
weist eine Formrohrrinne und einen quer in dessen Öffnung einschiebbaren Seitenstempel
auf. Der Querschnitt des Hohlraums in dem Formrohr hängt von der Einschiebtiefe des
Seitenstempels in die Formrohrrinne ab. Die Vorrichtung ist mit mehreren in dem Formrohr
verschiebbaren Pressstempeln ausgestattet, welche verschiedene Querschnittsflächen
aufweisen. Es wird jeweils derjenige Pressstempel zum Einsatz gebracht, dessen Querschnittsfläche
am besten an den durch die Einschiebtiefe des Seitenstempels vorgegebenen Querschnitt
des Hohlraums des Formrohrs angepasst ist. Als nachteilig erweist sich, dass mehrere
Pressstempel notwendig sind, um eine Anpassung an den Querschnitt des Formrohrs vorzunehmen.
Die Erfindung und ihre Vorteile
[0010] Diese vorrichtung offenbart eine Vorrichtung zum Portionieren von Lebensmitteln,
insbesondere von Fleisch, in Portionen mit vorgegebenem Gewicht und/ oder vorgegebener
Dicke
mit einer Presseinheit mit mindestens zwei länglichen Presskammern und mit je einem
Verschlusselement pro Presskammer zum seitlichen Verschließen der Presskammer mit
einem Verschlusselement-Antrieb um das Verschlusselement in der Presskammer zu verschieben
und den Querschnitt der Presskammer einzustellen,
mit mindestens einem Pressstempel für die Presskammern welcher mit einem Pressstempel-Antrieb
ausgestattet ist um den Pressstempel in Längsrichtung der Presskammer zu verschieben,
mit einer Portionierplatte mit mehreren Portionierkammern, mit einem Portionierplatten-Antrieb
um die Portionierplatte (2) relativ zur Presseinheit zu bewegen,
mit einer seitlichen Öffnung der Portionierkammern,
mit einem beweglich an der Portionierplatte angeordneten Portionierkammerteil zum
Abdecken der Öffnung und um den Querschnitt der Portionierkammer einzustellen,
mit mindestens einem Kammerboden der Portionierplatte,
mit einem Schneidelement zwischen der Presseinheit und der Portionierplatte und
mit einem Schneidelement-Antrieb um das Schneidelement relativ zu der Presseinheits
zu bewegen.
[0011] Gegenüber dem Stand der Technik hat die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 den Vorteil, dass der Querschnitt der durch ein Verschlusselement
seitlich verschlossenen Presskammer und der Querschnitt des Pressstempels verändert
und damit an das zu portionierende Lebensmittel angepasst werden können. Die Presskammer
bildet einen länglichen Schacht, an dessen Längsseite ein in seiner Position zur übrigen
Presskammer verstellbares Verschlusselement angeordnet ist. Jeder Presskammer ist
ein separates Verschlusselement zugeordnet. Der Querschnitt der durch das Verschlusselement
verschlossenen Presskammer hängt davon ab, wie groß der Abstand des Verschlusselements
zu der gegenüberliegenden Wand der Presskammer ist. In bevorzugter Weise wird das
Verschlusselement dabei durch zwei einander gegenüberliegende Seitenwände der Presskammer
geführt. Zum Verschieben des Verschlusselements in der Presskammer dient ein Verschlusselement-Antrieb.
Dabei kann es sich beispielsweise um einen Elektromotor, insbesondere einen Servo-
oder Schrittmotor, einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb handeln.
[0012] Der Pressstempel verschließt die Presskammer an einer der beiden Stirnseiten. Um
zu verhindern, dass das in der Presskammer durch den Pressstempel und das Verschlusselement
zusammen gepresste Lebensmittel sich in einem Zwischenraum zwischen dem Pressstempel
und der Presskammer ausdehnen kann, ist es wichtig, dass der Querschnitt des Pressstempels
an den Querschnitt der Presskammer angepasst ist. Um diese Anpassung zu garantieren,
ist der Pressstempel mit zwei eine Pressfläche definierenden Pressstempelelementen
ausgestattet. Diese können relativ zueinander bewegt werden, um die Pressfläche und
damit den Querschnitt des Pressstempels wahlweise zu vergrößern oder zu verkleinern.
[0013] Die Einstellung der beiden Pressstempelelemente zueinander kann durch das Verschlusselement
einstellbar sein. Die Pressstempelelemente folgen damit automatisch der Bewegung des
Verschlusselementes. Die Anpassung des Pressstempels an den Querschnitt der Presskammer
erfolgt damit automatisch.
[0014] In bevorzugter Weise werden die Pressstempelelemente durch die Presskammer und das
Verschlusselement aneinander gedrückt beziehungsweise zusammen gedrückt. Bei einer
Vergrößerung des Querschnitts der Presskammer durch Verschieben des Verschlusselementes
entfernen sich die beiden Pressstempelelemente voneinander, wodurch sich der Querschnitt
des Pressstempels wieder vergrößert. Hierzu kann zwischen den Pressstempelelementen
mindestens eine Feder angeordnet sein. Die Feder ist derart in die beiden Pressstempelelemente
eingesetzt, dass sie bereits in der Ausgangsstellung der Presskammer, in welcher das
Verschlusselement vom Boden der Presskammer die größtmögliche Entfernung aufweist,
zusammen gedrückt ist. Die auf die beiden Pressstempelelemente ausgeübte Federkraft
drückt die beiden Pressstempelelemente auseinander und hat die Tendenz, den Abstand
zwischen den beiden Pressstempelelementen zu vergrößern. Dieser Kraft wirken die Presskammer
und das Verschlusselement entgegen. Sie begrenzen die seitliche Bewegung der Pressstempelelemente
und sorgen dabei dafür, dass sich die beiden Pressstempelelemente nicht beliebig weit
voneinander entfernen können. Feder und Presskammer sowie Verschlusselement sorgen
gemeinsam dafür, dass der Pressstempel mit seiner Pressfläche den gesamten Querschnitt
der durch das Verschlusselement verschlossenen Presskammer ausfüllt. Dadurch wird
ein Zwischenraum zwischen der Presskammer, dem Verschlusselement und dem Pressstempel
vermieden.
[0015] Die Portionierkammern sind hinsichtlich ihres Querschnitts an den Querschnitt der
Presskammern anpassbar. Hierzu weisen die Portionierkammern eine seitliche Öffnung
in der Portionierplatte auf. Die Öffnung ist durch ein. Portionierkammerteil abgedeckt.
Dieses ist beweglich an der Portionierplatte angeordnet. Die Einstellung des Portionierkammerteils
relativ zur Portionierkammer erfolgt in bevorzugter Weise automatisch. Hierzu sind
entweder geeignete Sensoren zur Erfassung der Position des Verschlusselements der
Presskammer und ein Antrieb zum entsprechenden Bewegen des Portionierkammerteils vorgesehen
oder Führungen beziehungsweise Getriebe, die eine Bewegung des Verschlusselements
auf eine entsprechende Bewegung des Portionierkammerteils übertragen.
[0016] Ferner weist die Portionierkammer einen Kammerboden auf, der aus mindestens zwei
zueinander beweglichen Kammerbodenelementen besteht. Der Abstand der Kammerbodenelemente
ist zur Einstellung des Querschnitts des Kammerbodens veränderbar. Vorteilhafterweise
werden die Kammerbodenelemente durch die Portionierkammer und das Portionierkammerteil
gegeneinander gedrückt. Auf diese Weise wird der Kammerboden automatisch an den Querschnitt
der Portionierkammer angepasst. Hierzu kann zwischen den beiden Kammerbodenelementen
eine Feder angeordnet sein. Durch die Federkraft werden die Kammerbodenelemente auseinandergedrückt
und gegen die Wände der Portionierkammer gedrückt. Wird der Querschnitt der Portionierkammer
verkleinert, so werden die beiden Kammerbodenelemente und die Feder zusammen gedrückt.
Die auf Druck beanspruchte Feder sorgt dafür, dass die beiden Kammerbodenelemente
möglichst weit auseinander gedrückt werden und den gesamten zur Verfügung stehenden
Querschnitt der Portionierkammer ausfüllen. Dadurch wird vermieden, dass sich zwischen
dem Kammerboden und der Portionierkammer eine Lücke ausbilden kann, in welche das
Lebensmittel ausweichen kann. Derartige Zwischenräume oder Lücken können zu Ungenauigkeiten
des Gewichts der Portionen führen.
[0017] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die Pressstempelelemente
und/ oder die Kammerbodenelemente an der einander zugewandten Seite mehrere fingerartige
Fortsätze auf, welche im zusammengefügten Zustand der Pressstempelelemente ineinander
greifen und/ oder im zusammengefügten Zustand der Kammerbodenelemente ineinander greifen.
Dabei entspricht der Abstand zweier benachbarter Fortsätze eines Pressstempelelements
und/ oder eines Kammerbodenelements der Breite eines Fortsatzes des anderen Pressstempelelements
und/ oder des anderen Kammerbodenelements. Dadurch wird erreicht, dass die fingerartigen
Fortsätze wie bei zwei Kämmen ineinander greifen und wechselseitig aneinander liegen.
[0018] Beim kleinstmöglichen Abstand der Elemente füllen die fingerartigen Fortsätze eines
Elements die Zwischenräume zwischen den fingerartigen Fortsätzen des anderen Elements
vollständig aus. Werden die Pressstempelelemente und/oder die Kammerbodenelemente
voneinander entfernt, so entsteht zwischen der Spitze eines jeden fingerartigen Fortsatzes
und dem Scheitel des zugehörigen Zwischenraums zwischen zwei fingerartigen Fortsätzen
des anderen Elements ein Abstand. Verglichen zu der Gesamtfläche der Elemente ist
diese Lücke jedoch sehr klein. Um zu verhindern, dass in diese Lücken beim Zusammenpressen
das Lebensmittel eindringen kann, ist zumindest der Bereich der ineinandergreifenden
Fortsätze der Pressstempelelemente und/oder der Kammerbodenelemente vorteilhafterweise
durch eine Platte abgedeckt. Da die Zwischenräume klein sind, kann der Pressstempel
die zum Zusammenpressen und Verschieben des Lebensmittelstücks notwendige Kraft aufbauen,
ohne dass sich die Pressstempelelemente oder die Platte verformen können. Entsprechendes
gilt für den Kammerboden.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Kammerboden
zur Einstellung der Tiefe der Portionierkammer verschiebbar angeordnet. Auf diese
Weise können Portionen unterschiedlicher Dicke hergestellt werden. Darüber hinaus
ist es möglich, mehrere Portionen in der Portionierkammer zu sammeln, bevor diese
gemeinsam aus der Portionierkammer ausgeworfen werden. In diesem Fall verbleibt nach
dem Abtrennen eine Portion in der Portionierkammer und der Kammerboden wird derart
verschoben, dass eine weitere Portion in der Portionierkammer Platz findet. Diese
Schritte können mehrfach wiederholt werden, bis die gesamte vorgegebene Tiefe der
Portionierkammer ausgeschöpft ist und der Kammerboden in einer Endstellung angelangt
ist.
[0020] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Verschlusselement
der Presskammer ein Sensor zur Erfassung der Kraft angeordnet, welche durch das Stück
Lebensmittel auf das Verschlusselement beim Verschieben des Verschlusselements in
der Presskammer ausgeübt wird.
[0021] Diese Kraft wird umso größer, je weiter das Verschlusselement in die Presskammer
eingeführt und der Querschnitt der Presskammer dadurch verkleinert wird. Die Erfassung
der Kraft ermöglicht eine Einstellung des Verschlusselementes in Abhängigkeit von
der dem Antrieb des Verschlusselementes entgegen wirkenden Kraft, welche wiederum
von dem Lebensmittel, insbesondere von seiner Form und seiner Konsistenz abhängt.
[0022] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Verschlusselement
der Presskammer ein Kraftbegrenzer angeordnet. Dieser Kraftbegrenzer enthält typischerweise
einen Kraftsensor. Bei Erreichen einer vorgegebenen maximalen Kraft, welche durch
das Stück Lebensmittel auf das Verschlusselement beim Verschieben des Verschlusselements
in der Presskammer ausgeübt wird, wird das Verschlusselement in der zugehörigen Position
relativ zur Presskammer arretiert. Dabei ist dafür Sorge zu tragen, dass das Verschlusselement
in der betreffenden Position verbleibt und sich nach Wegfall des Antriebs nicht in
seine Ausgangsposition zurück bewegen kann.
[0023] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Wegsensor an
dem Verschlusselement angeordnet. Dieses dient zur Bestimmung des von dem Verschlusselement
beim Zusammenpressen eines Stücks Lebensmittel zurückgelegten Wegs oder zur Bestimmung
der absoluten Position des Verschlusselements in bezug auf die Presskammer. Derartige
Wegsensoren werden auch als Abstandssensoren bezeichnet. Anhand des durch das Verschlusselement
zurückgelegten Wegs beim Zusammenpressen des Lebensmittels kann der Querschnitt der
durch das Verschlusselement verschlossenen Presskammer bestimmt werden. Aus dem Querschnitt
der Presskammer, der Dichte des Lebensmittels und dem angestrebten Sollgewicht der
Portionen wird anschließend die Tiefe der Portionierkammer und damit die Position
des Kammerbodens bestimmt.
[0024] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an der Portionierplatte
auf der der Presseinheit abgewandten Seite ein Sammelbehälter zum Sammeln mehrerer
Portionen angeordnet. Der Querschnitt des Sammelbehälters stimmt mit dem Querschnitt
der Portionierkammern überein. Der Kammerboden der Portionierkammer ist in dem Sammelbehälter
verschiebbar. Dies ermöglicht das Abschneiden mehrerer Portionen und Sammeln der Portionen,
bevor diese aus der Portionierkammer ausgeworfen werden. In bevorzugter Weise ist
der Sammelbehälter zusammen mit der Portionierplatte bewegbar, so dass beide Teile
gemeinsam in eine Auswurfposition überführt werden können, während der Portioniervorgang
mit einer anderen Portionierkammer der Portionierplatte fortgesetzt wird.
[0025] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an der Portionierplatte
ein Ausstoßelement angeordnet, welches eine oder mehrere abgetrennte Portionen aus
der Portionierkammer ausstößt. Es handelt sich hierbei beispielsweise um einen Stempel,
der von einer Seite in die Portionierkammer einfährt und die Portionen aus der Portionierkammer
verdrängt. Dadurch wird der Vorgang des Auswerfens einer oder mehrerer Portionen aus
der Portionierkammer beschleunigt.
[0026] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an der dem Ausstoßelement
abgewandten Seite der Portionierplatte eine Form angeordnet, deren Querschnitt mit
dem Querschnitt der Portionierkammern übereinstimmt. Das Ausstoßelement sorgt dafür,
dass die abgetrennte Portion in der durch die Portionierkammer vorgegebenen Form an
eine zusätzliche Form übergeben wird. In dieser Form kann die weitere Be- oder Verarbeitung
der Portion erfolgen. So kann die Form beispielsweise mit mehreren Klingen zum Schneiden
von Würfeln oder Streifen ausgestattet sein. Die Portion wird damit während des Ausstoßens
aus der Portionierkammer in weitere kleine Abschnitte aufgeteilt. Dies erfolgt in
einem Arbeitsgang, ohne dass zusätzliche Stationen notwendig sind. Ferner kann während
der weiteren Ver- und Bearbeitung der Portion der Portioniervorgang fortgesetzt werden.
[0027] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Kammerboden
der Portionierkammer mit Kanälen zum Ansaugen und/ oder Ausstoßen von Luft oder sonstiger
Gase ausgestattet. Die Vorrichtung weist Stifte auf, deren Querschnitt mit dem Querschnitt
der Kanäle übereinstimmt oder geringfügig kleiner ist. Ferner ist ein Stiftantrieb
vorgesehen, der die Stifte bei einer bestimmten Stellung der Portionierplatte in die
Kanäle einfährt und die Kanäle dabei von Verunreinigungen befreit. Eine derartige
Reinigung kann automatisch nach einer vorgegebenen Anzahl von Portionen oder bei Bedarf
durchgeführt werden.
[0028] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Presseinheit
vertikal ausgerichtet. Dabei verlaufen die Presskammern in ihrer Längsrichtung in
vertikaler Richtung. Der Pressstempel ist an der Unterseite der Presseinheit angeordnet.
Das Schneidelement befindet sich an der Oberseite der Presseinheit. Die Portionierplatte
ist oberhalb des Schneidelements angeordnet. Diese Anordnung zeichnet sich dadurch
aus, dass die Presskammern bequem von oben mit einem Stück Lebensmittel befüllt werden
können. Die von oben zugängliche Öffnung der Presskammer befindet sich in einer für
den Benutzer angenehmen Höhe. Der Vorschub durch den Pressstempel erfolgt von unten
nach oben. Die von dem Stück abgetrennten Portionen werden auf dem Messer liegend
zusammen mit der Portionierkammer in eine Auswurfposition überführt. Bei der weiteren
Rotationsbewegung des Schneidelements wird die Portionierkammer nach unten freigegeben.
Durch ein von oben ansetzendes Ausstoßelement wird die abgetrennte Portion nach unten
gedrückt und fällt auf eine Förder- oder Transporteinrichtung oder einen Behälter,
in dem die abgetrennten Portionen gesammelt werden.
[0029] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind unterhalb der
Portionierplatte eine oder mehrere Transporteinrichtungen angeordnet, um die abgetrennten
Portionen zu übernehmen und zu transportieren. Bei einer runden Portionierplatte mit
beispielsweise vier Portionierkammern sind neben der Position des eigentlichen Portioniervorgang
beispielsweise drei Positionen zum Ablegen einer abgetrennten Portion möglich. Jeder
dieser Positionen kann eine separate Transporteinrichtung zugeordnet werden. Auf diese
Weise können Portionen in Abhängigkeit von ihrem Gewicht oder ihrer Qualität auf unterschiedlichen
Transporteinrichtungen abgelegt werden.
[0030] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Presseinheit
und die Portionierplatte um zwei parallele, räumlich getrennte Achsen drehbar. Dies
ermöglicht eine besonders schnelle und effiziente Bewegung der Presseinheit und der
Portionierplatte.
[0031] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind in oder an der Form Schneidwerkzeuge
wie beispielsweise Messer, Schneiden oder Klingen angeordnet um die in der Form angeordnete
Portion in Streifen oder Würfel zu schneiden oder eine eingeschnittene Tasche zu erzeugen.
In derartige Taschen können Zutaten in die Portion gefüllt werden, beispielsweise
bei einem Schnitzel Cordon bleu Käse und Schinken. Die Schneidwerkzeuge können entweder
fest oder beweglich in oder an der Form angeordnet sein. Zum Schneiden ist eine Relativbewegung
zwischen der zu schneidenden Portion und dem Schneidwerkzeug notwendig. Ist das Schneidwerkzeug
ortfest in oder an der Form angeordnet, erfolgt das Schneiden beim Einführen der Portion
in die Form und/ oder beim Herausnehmen der Portion aus der Form. Ist das Schneidwerkzeug
beweglich an der Form angeordnet, kann das Schneiden auch während des Aufenthaltes
der Portion in der Form erfolgen. Vorteilhafterweise ist die Form mit einer Führung
für das bewegliche Schneidwerkzeug ausgestattet. Dabei kann es sich beispielsweise
um einen Schlitz in der Form handeln.
[0032] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Form in räumlicher Distanz
zu der Presseinheit angeordnet. Sie behindert damit den Vorgang des Portionierens
und Schneidens der einzelnen Portionen nicht. Das Ablegen der abgetrennten Portionen
in der Form und gegebenenfalls die weitere Bearbeitung der Portion in der Form erfolgt
erst, wenn der Schneidvorgang abgeschlossen ist. Zeitgleich zum Ablegen einer Portion
in der Form kann an der Presseinheit eine weitere Portion von dem Stück abgeschnitten
werden. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Portionierplatte
um eine Achse drehbar angeordnet. Sie weist ferner eine geradzahlige Anzahl an Portionierkammern
auf, die alle im gleichen radialen Abstand zur Achse und im gleichen Winkelabstand
zueinander in der Portionierplatte angeordnet sind. Die drehbare Anordnung der Portionierplatte
hat den Vorteil, dass die Portionierplatte schneller bewegt werden kann als bei einer
verschiebbaren Anordnung. Die führt zu kürzeren Taktzeiten. Haben alle Portionierkammern
in der Portionierplatte denselben radialen Abstand zur Achse und ist die Anzahl der
Portionierkammern geradzahlig, so kann das Portionieren und Schneiden und das Ablegen
von abgetrennten Portionen an unterschiedlichen Transporteinrichtungen gleichzeitig
erfolgen. Dadurch wird die Taktzeit der Vorrichtung erhöht.
[0033] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Presseinheit
und die Portionierplatte um zwei parallele, räumlich getrennte Achsen drehbar. Die
drehbare Anordnung sorgt dafür, dass die Bewegung der Presseinheit und der Portionierplatte
schneller ablaufen kann als bei einer verschiebbaren Anordnung. Zwei räumlichen getrennte
Achse führen dazu, dass die Presseinheit und die Portionierplatte sind in ihren Bewegungen
nicht gegenseitig behindern und dass das Auswerfen oder Ablegen der abgetrennten Portionen
aus den Portionierkammern der Portionierplatte in räumlicher Distanz zu der Presseinheit
erfolgt und damit genügten Platz für den Transport der abgetrennten Portionen zur
Verfügung steht. Parallele Achsen sind von Vorteil, da der Schnitt üblicherweise senkrecht
zur Richtung des Vorschubs des Stücks in der Presskammer erfolgt und die Presskammern
mit ihrer Längsachse parallel zu der Achse der Presseinheit angeordnet sind.
[0034] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, dass sie mit einem Servoantrieb
für den Pressstempel und/ oder für den Kammerboden ausgestattet ist
sein kann. Pressstempel und/ oder Kammerboden können damit verschiedene vorgebbare Positionen
anfahren und diese beibehalten. Die Positionen von Presstempel und/ oder Kammerboaußerdem
von der Kraft abhängig sein, mit der ein Stück zusammengepresst wird. Dies ist insbesondere
für die Presskammer von großem Vorteil. Der Pressstempel kann solange in der Presskammer
vorwärts geschoben werden, bis das Stück mit einer bestimmten, vorgebbaren Kraft gegen
den Pressstempel drückt. Das Anfahren und Beibehalten einer vorgegebenen Position
oder Verschieben des Pressstempels bis zum Erreichen einer vorgegebenen Gegenkraft
wird durch eine Regelung vorgenommen. Hierzu ist die Vorrichtung mit geeigneten Sensoren
ausgestattet, die einen zurückgelegten Weg, einen Abstand zwischen zwei Messpunkten,
eine absolute Position bezogen auf einen Nullpunkt oder eine Kraft messen. Als Motoren
können Elektromotoren, Pneumatik- oder Hydraulikantriebe eingesetzt werden. Besonders
geeignet sind Elektromotoren. Zu Erzielung hoher Taktzeiten sind schnelle Antriebe
von Vorteil, die den Pressstempel oder den Kammerboden in möglichst kurzer Zeit an
eine gewünschte Position verschieben.
[0035] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der Pressstempel und den
können oder der Kammerboden mit einem Kraftsensor ausgestattet. Über diesen Kraftsensor
wird die Kraft gemessen, mit der das Stück gegen den Pressstempel drückt um umgekehrt.
Entsprechendes gilt für den Kammerboden. Diese gemessene Kraft wird in die Regelung
des Servoantriebs eingegeben.
[0036] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der Pressstempel
und/ oder der Kammerboden mit einem Weg- oder Positionssensor ausgestattet. Während
der Wegsensor einen von dem Pressstempel oder dem Kammerboden zurückgelegten Weg messen,
bestimmt der Positionssensor die absolute Position des Pressstempels oder des Kammerbodens
bezogen auf einen vorgegebenen Nullpunkt. Der durch den Sensor gemessene Wert wird
in die Regelung des Servoantriebs eingegeben.
[0037] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Portionieren von Lebensmitteln wird ein
Stück Lebensmittel in eine längliche Presskammer einer Portioniervorrichtung eingelegt
und der Querschnitt der Presskammer in Abhängigkeit von dem Stück Lebensmittel eingestellt.
Die Einstellung kann automatisch in Abhängigkeit von dem Widerstand erfolgen, der
dem Verschlusselement beim Verkleinern des Querschnitts der Presskammer entgegen wirkt.
Ist der Querschnitt der Presskammer eingestellt, so wird der Querschnitt des Pressstempels
und der Querschnitt der Portionierkammer automatisch an diesen Querschnitt angepasst.
Auf diese Weise ist eine optimierte Positionierung möglich, die jeweils an das individuelle
Stück Lebensmittel angepasst ist. Darüber hinaus wird der Querschnitt einer Portionierkammer
an den Querschnitt der Presskammer angepasst.
[0038] Ferner wird die Kraft, die das Lebensmittel beim Verkleinern der Presskammer auf
die Presskammer ausübt, bestimmt. Vorteilhafterweise wird der Querschnitt der Presskammer
vor Beginn des Portioniervorgangs solange verkleinert, bis eine maximale vorgegebene
Kraft erreicht ist. Anschließend verbleibt das Verschlusselement der Presskammer in
dieser Position und der Querschnitt bleibt erhalten.
[0039] In bevorzugter Weise erfolgt diese Einstellung vor Beginn des Portioniervorgangs.
Es ist jedoch auch möglich, während des Portionierens den Querschnitt der Presskammer
kontinuierlich anzupassen, so dass die vorgegebene maximale Kraft erhalten bleibt.
Anhand von Kraft- und Wegsensoren wird der Querschnitt der Presskammer eingestellt
und der eingestellte Querschnitt bestimmt.
[0040] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen zu entnehmen.
Zeichnung
[0041] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Portionieren von Fleisch mit einer Presseinheit,
einer Portionierplatte und mehreren Transporteinrichtungen,
- Figur 2
- weitere perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- perspektivische Ansicht des Pressstempels mit kleinst möglicher Pressfläche einer
Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 4
- perspektivische Ansicht des Pressstempels gemäß Figur 3 mit größtmöglicher Pressfläche,
- Figur 5
- Pressstempel gemäß Figur 3 mit vollständig herausgezogenem Pressstempelelement,
- Figur 6
- Seitenansicht des Pressstempels gemäß Figur 5,
- Figur 7
- Schnitt durch den Pressstempel gemäß Figuren 3 bis 6 entlang der in Figur 6 mit A
- A gekennzeichneten Ebene,
- Figur 8
- perspektivische Ansicht eines Kammerbodens mit kleinstmöglicher Kammerbodenfläche,
- Figur 9
- Kammerboden gemäß Figur 8 mit größtmöglicher Kammerbodenflä- che,
- Figur 10
- Kammerboden gemäß Figuren 8 und 9 mit vollständig herausgezo- genem Kammerbodenelement,
- Figur 11
- Seitenansicht des Kammerbodens gemäß Figur 10,
- Figur 12
- Schnitt durch den Kammerboden gemäß Figuren 8 bis 11 entlang der in Figur 11 mit A
- A markierten Ebene,
- Figur 13
- Portionierplatte einer Vorrichtung gemäß Figuren 1 und 2 mit zusätzlichen Formen zum
Würfelschneiden,
- Figur 14
- perspektivische Ansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1 ohne Presseinheit-Antrieb-Gehäuse,
- Figur 15
- Ausschnitt aus Figur 14 betreffend die Presseinheit,
- Figur 16
- Portionierplatte einer Vorrichtung gemäß Figuren 1 und 2 mit zusätzlichen Formen zum
weiteren Verarbeiten der Portionen.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0042] In den Figuren 1 und 2 ist eine Vorrichtung zum Portionieren von Fleisch in zwei
verschiedenen perspektivischen Ansichten dargestellt. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen
aus einer Presseinheit 1, einer Portionierplatte 2 und einem zwischen der Presseinheit
und der Portionierplatte drehbar angeordneten Messer. Das Messer ist in der perspektivischen
Darstellung gemäß Figur 1 und 2 nicht erkennbar. Die Presseinheit 1 weist zwei Presskammern
3a und 3b auf, welche durch je ein Presskammergehäuse 4a und 4b und je ein Verschlusselement
5a und 5b begrenzt werden. In den Darstellungen gemäß Figur 1 und 2 befindet sich
die Presskammer 3a unterhalb der Portionierplatte 2 und ist deshalb nicht sichtbar.
Dies gilt ebenso für das Verschlusselement 5a der Presskammer 3a. Lediglich das Presskammergehäuse
4a ist teilweise sichtbar. Die Presseinheit 1 wird durch einen Presseinheit-Antrieb
zur Rotation angetrieben. Dieser ist in dem Presseinheit-Antrieb-Gehäuse 6 angeordnet.
Die Presseinheit 1 nimmt im wesentlichen zwei Positionen ein. In einer ersten in den
Figuren 1 und 2 dargestellten Einstellung befindet sich die erste Presskammer 3a unterhalb
der Portionierplatte 2 und die zweite Presskammer 3b in maximaler Entfernung von der
Portionierplatte 2. In dieser Einstellung wird das in dieser Presskammer 3a befindliche
Fleischstück in Portionen aufgeteilt.
[0043] Die zweite Presskammer 3b ist nicht durch die Portionierplatte 2 abgedeckt und daher
von oben frei zugänglich. In sie kann ein Stück Fleisch von oben eingeführt werden.
Um das Einführen zu erleichtern, ist das Verschlusselement 5b derart weit aus dem
Presskammergehäuse 4b herausgezogen, dass der Querschnitt der Presskammer 3b seine
größtmögliche Ausgangseinstellung aufweist. Sobald ein in der Zeichnung nicht dargestelltes
Fleischstück in die Presskammer 3b eingelegt ist, wird das Verschlusselement 5b mit
Hilfe eines Verschlusselement-Antriebs 7 in das Presskammergehäuse 4b hineingeschoben,
um den Querschnitt der Presskammer 3b zu verkleinern. Ein in der Zeichnung nicht dargestellter
Kraftsensor bestimmt dabei die Kraft, mit der das Fleischstück dem Verschlusselement-Antrieb
7 entgegen wirkt. Bei Erreichen einer vorgegebenen maximalen Kraft wird das Verschlusselement
5b in seiner Position arretiert. Der zu der betreffenden Einstellung des Verschlusselements
5b gehörende Querschnitt der Presskammer wird anhand eines, ebenfalls in der Zeichnung
nicht erkennbaren Wegsensors festgestellt.
[0044] Sobald das in der ersten Presskammer 3a angeordnete Fleischstück vollständig in Portionen
aufgeteilt wurde, wird die Presseinheit 1 gedreht und die mit einem Fleischstück befüllte
zweite Portionierkammer 3b unter die Portionierplatte 2 bewegt. Die erste Presskammer
3a ist nun leer und kann erneut mit einem Fleischstück befüllt werden. Dies erfolgt
auf dieselbe Weise wie zuvor beschrieben. Das Verschieben der Verschlusselemente 5a
und 5b kann vor, während oder nach der Rotation der Presseinheit 1 erfolgen.
[0045] Die beiden Presskammern 3a und 3b sind identisch aufgebaut.
[0046] Zum Portionieren wird in die unterhalb der Portionierplatte 2 angeordnete Presskammer
3a oder 3b von unten ein Pressstempel 8 eingeführt. Der Pressstempel kann auch als
Presskolben bezeichnet werden. Er ist in den Figuren 1 und 2 nicht erkennbar. Er ist
in den Figuren 3 bis 7 und 15 dargestellt. Der Pressstempel 8 drückt das Fleisch von
unten nach oben in eine oberhalb der Presskammer 3a oder 3b angeordnete Portionierkammer
9 der Portionierplatte 2. Die Portionierplatte 2 ist mit insgesamt 4 Portionierkammern
9 ausgestattet. Oberhalb der Position, an der eine Presskammer 3a oder 3b mit einer
Portionierkammer 9 zur Deckung gebracht werden können, ist ein Kammerboden 10 in vertikaler
Richtung verschiebbar angeordnet. Zum Verschieben des Kammerbodens 10 ist ein Kammerboden-Antrieb
11 vorgesehen. Es handelt sich hierbei um einen Servoantrieb mit einem Elektromotor.
Der Kammerboden 10 wird von oben in eine Portionierkammer 9 eingeführt. Die Dicke
und damit das Gewicht einer Portion hängt davon ab, wie weit beziehungsweise wie tief
der Kammerboden in die Portionierkammer hineinragt. Das Gewicht der Portionen sowie
deren Dicke ist damit über die Position des Kammerbodens 10 einstellbar.
[0047] Das Fleischstück wird von unten durch den Pressstempel 8 in die durch den Kammerboden
10 verschlossene Portionierkammer 9 gepresst, so dass das Fleisch die gesamte Portionierkammer
ausfüllt. Dabei drücken der Pressstempel 8 und der Kammerboden 10 gegeneinander. Die
Portion, welche sich in der Portionierkammer 9 befindet, wird durch ein nicht dargestelltes
Messer vom Fleischstück abgeschnitten. Zur Entlastung des Messers während des Schneidvorgangs
können der Pressstempel 8 und/ oder der Kammerboden 10 zurückgezogen werden. Anschließend
wird der Kammerboden 10 durch den Kammerboden-Antrieb 11 nach oben gezogen, so dass
die Portionierplatte 2 durch den Portionierplatten-Antrieb 12 gedreht werden kann.
Die Drehung erfolgt in diesem Fall um 90°, 180° oder 270°. Dies hängt von der Qualität
der Portion ab. Endstücke des Fleischstücks, die ein geringeres Gewicht aufweisen
als das vorgegebene Sollgewicht, können beispielsweise von den übrigen Portionen getrennt
werden. Das in der Zeichnung nicht erkennbare Messer wird zusammen mit der Portionierplatte
2 gedreht, bis sich die abgetrennte Portion oberhalb der vorgesehenen Auswurfposition
befindet. Anschließend wird das Messer in seine Ausgangsposition oberhalb der Presskammer
zurückgeführt, um die nächste Portion abzuschneiden. Die Portionierkammer 9 ist nun
nach unten offen. Mit Hilfe eines stempelartigen Ausstoßelements 13 wird die abgetrennte
Portion nach unten aus der Portionierkammer 9 herausgedrückt und fällt in einen Behälter
14, der durch eine Transporteinrichtung 15 bewegt wird. Ein zweites stempelartiges
Austoßstelement 16 befindet sich oberhalb einer zweiten Transporteinrichtung 17. Beide
Auswurfelemente 13 und 16 sind mit Antrieben 18 und 19 ausgestattet.
[0048] Während eine Portion mit Hilfe eines der beiden Auswurfelemente 13 oder 16 aus einer
Portionierkammer 9 ausgestoßen und in einen Behälter 14 abgelegt wird, wird in einer
weiteren Portionierkammer 9 der Portionierplatte 2, welche sich oberhalb der Presskammer
3a befindet, eine Portion abgemessen und durch das Messer von dem Fleischstück abgeschnitten.
Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis das gesamte in der Presskammer 3a angeordnete
Fleischstück in Portionen aufgeteilt ist. Anschließend wird die Presseinheit 1 gedreht,
um ein weiteres Fleischstück auf dieselbe Weise in Portionen aufzuteilen.
[0049] Beim Übergang von der Position einer Presskammer 3a oder 3b unterhalb der Portionierplatte
2 in eine Position zum Befüllen der Presskammer wird das zugehörige Verschlusselement
5a oder 5b aus dem Presskammergehäuse 4a oder 4b herausgezogen, so dass sich der Querschnitt
der Presskammer wieder vergrößert und das Einlegen eines Fleischstücks erleichtert
wird. Die Position und die Kraft des Verschlusselements 5a oder 5b werden nicht nur
beim Einlegen eines neuen Fleischstücks, sondern auch während des Portioniervorganges
kontinuierlich erfasst. Fällt die Kraft aufgrund der Form des Fleischstücks während
des Portioniervorgangs ab oder steigt sie an, so kann die Position des Verschlusselements
während des Portioniervorgangs angepasst werden.
[0050] Die Figuren 3 bis 7 zeigen den Pressstempel in verschiedenen Ansichten. Der Pressstempel
weist eine Halterung 20 auf, an dem eine in Figur 15 erkennbare Pressstempelstange
39 befestigt werden kann, welche die Bewegung eines in den Figuren 14 und 15 erkennbaren
Pressstempel-Antriebs 38 auf den Pressstempel überträgt. Der Pressstempel 8 weist
ferner zwei Pressstempelelemente 21 und 22 auf, die jeweils mit fingerartigen Fortsätzen
23 ausgestattet sind. Das erste Pressstempelelement 21 ist fest mit der Halterung
20 verbunden. Das zweite Pressstempelelement 22 ist gegenüber dem ersten Pressstempelelement
verschiebbar. Das zweite Pressstempelelement 22 ist hierzu in einem in Figur 6 erkennbaren
Schlitz des Pressstempels 8 geführt. Die Führung wird außerdem durch die fingerartigen
Fortsätze 23 verstärkt, mit denen die beiden Pressstempelelemente 21 und 22 ineinander
greifen. Die fingerartigen Fortsätze 23 der beiden Pressstempelelemente sowie die
Abstände zwischen den fingerartigen Fortsätzen 23 sind bei beiden Pressstempelelementen
21, 22 identisch ausgebildet. An der der Presskammer zugewandten Seite sind die beiden
Pressstempelelemente 21 und 22 durch eine Platte 24 abgedeckt. In zwei der fingerartigen
Fortsätze 23 des zweiten Pressstempelelements 22 sind zwei Stifte 25 verschiebbar
gelagert. Sie stützen sich durch in der Zeichnung nicht erkennbare Federn an dem zweiten
Pressstempelelement 22 ab. Die Federn drücken die beiden Stifte 25 nach außen. Sie
sorgen dafür, dass ohne Einwirkung einer äußeren Kraft die beiden Pressstempelelemente
21 und 22 in der Ausgangsstellung gemäß Figur 4 den größtmöglichen Abstand aufweisen.
Nur durch Einwirkung einer äußeren Kraft können sie in die in Figur 3 dargestellte
Position gebracht werden, in der die fingerartigen Fortsätze 23 derart nah beieinander
liegen, dass kein Zwischenraum und keine Lücke zwischen ihnen besteht. In dieser Einstellung
sind die Stifte 25 vollständig in die hierfür vorgesehenen Kanäle der fingerartigen
Fortsätze 23 eingedrückt. Die Kraft, welche die beiden Pressstempelelemente 21 und
22 zusammen drückt, wird durch ein Presskammergehäuse 4a, 4b und das zugehörige Verschlusselement
5a, 5b ausgeübt.
[0051] In den Figuren 8 bis 12 ist der Kammerboden 10 dargestellt, der hinsichtlich seiner
Kammerbodenfläche genau wie der Pressstempel einstellbar ist. Der Aufbau des Kammerbodens
mit einer Halterung 26, zwei Kammerbodenetementen 27 und 28, fingerartigen Fortsätzen
29, einer Platte 30 sowie Stiften 31 entspricht dem Aufbau des Pressstempels. Die
Funktionsweise ist identisch.
[0052] Die Kraft, welche die beiden Kammerbodenelemente 27 und 28 zusammen drückt, wird
bei dem Kammerboden 10 durch die Portionierkammer 9 ausgeübt. Darüber hinaus ist der
Kammerboden zusätzlich mit Kanälen 32 und Anschlüssen 33 ausgestattet, um aus der
Portionierkammer Luft abzusaugen oder Druckluft einzuleiten. Das Ansaugen von Luft
begünstigt das vollständige Ausfüllen der Portionierkammer mit Fleisch. Das Einleiten
von Druckluft begünstigt den Auswurf einer Portion aus der Portionierkammer.
[0053] Figur 13 zeigt die Portionierplatte 2 mit zwei Ausstoßelementen 13 und 16, einem
Antrieb 34 für das Messer, sowie dem Portionierplatten-Antrieb 12 und zusätzlichen
Formen 35 unterhalb der Portionierplatte 2, mit denen eine Portion in Würfel aufgeteilt
werden kann. Jede der beiden Formen 35 ist mit einem Gatter aus mehreren Klingen ausgestattet.
Die beiden Ausstoßelemente 13 und 16 drücken eine in einer Portionierkammer 9 angeordnete
Portion nach unten in die Formen 35, wodurch die Portion in Würfel aufgeschnitten
wird. Die Würfel fallen anschließend nach unten und werden der weiteren Verarbeitung
zugeführt.
[0054] Figur 14 zeigt die Vorrichtung in einer ähnlichen Ansicht wie in Figur 1. Im Unterschied
zu Figur 1 ist die zweite Transporteinrichtung 36 nur halb so lang ausgebildet wird
die zweite Transporteinrichtung 17 in Figur 1. Außerdem ist die Presseinheit 1 ohne
Presseinheit-Antrieb-Gehäuse 6 dargestellt. Aus diesem Grund sind in Figur 14 der
Antrieb 37 zum Rotieren der Presseinheit 1 und der Pressstempel-Antrieb 38 erkennbar.
Es handelt sich bei dem Pressstempel-Antrieb 38 um einen Servoantrieb mit einem Elektromotor.
[0055] Figur 15 zeigt einen Ausschnitt aus Figur 14. In dem Ausschnitt ist lediglich die
Presseinheit 1 dargestellt. Das Presskammergehäuse 4b und das Verschlusselement 5b
fehlen, so dass der Pressstempel 8 mit der Pressstempelstange 39 erkennbar sind. Die
Pressstempelstange 39 überträgt den Hub des Pressstempel-Antriebs 38 auf den Pressstempel
8.
[0056] Figur 16 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel an Formen 40, in die eine Portion
nach dem Schneiden durch die Portionierplatte und ein Ausstoßelement 13 abgelegt werden
kann. Die Formen 40 enthalten keine Schneidwerkzeuge. Sie führen lediglich die Portionen
der weiteren Verarbeitung zu und erhalten dabei die durch die Portionierkammern vorgegebene
Form.
Bezugszahlenliste
[0057]
- 1
- Presseinheit
- 2
- Portionierplatte
- 3a
- Presskammer
- 3b
- Presskammer
- 4a
- Presskammergehäuse
- 4b
- Presskammergehäuse
- 5a
- Verschlusselement
- 5b
- Verschlusselement
- 6
- Presseinheit-Antrieb-Gehäuse
- 7
- Verschlusselement-Antrieb
- 8
- Pressstempel
- 9
- Portionierkammer
- 10
- Kammerboden
- 11
- Kammerboden-Antrieb
- 12
- Portionierplatten-Antrieb
- 13
- Ausstoßelement
- 14
- Behälter
- 15
- Transporteinrichtung
- 16
- zweites Ausstoßelement
- 17
- zweite Transporteinrichtung
- 18
- Antrieb des ersten Ausstoßelements
- 19
- Antrieb des zweiten Ausstoßelements
- 20
- Halterung am Pressstempel
- 21
- Pressstempelelement
- 22
- Pressstempelelement
- 23
- fingerartiger Fortsatz
- 24
- Platte
- 25
- Stift
- 26
- Halterung am Kammerboden
- 27
- Kammerbodenelement
- 28
- Kammerbodenelement
- 29
- fingerartiger Fortsatz
- 30
- Platte
- 31
- Stift
- 32
- Kanal für Druckluft
- 33
- Anschluss für Druckluft
- 34
- Messerantrieb
- 35
- Form zum Würfelschneiden
- 36
- zweite Transporteinheit
- 37
- Antrieb zum Rotieren der Presseinheit
- 38
- Pressstempel-Antrieb
- 39
- Pressstempelstange
- 40
- Form
1. Vorrichtung zum Portionieren von Lebensmitteln, insbesondere von Fleisch, in Portionen
mit vorgegebenem Gewicht und/ oder vorgegebener Dicke
mit einer Presseinheit (1) mit mindestens zwei länglichen Presskammern (3a, 3b) und
mit je einem Verschlusselement (5a, 5b) pro Presskammer (3a, 3b) zum seitlichen Verschließen
der Presskammer (3a, 3b),
mit einem Verschlusselement-Antrieb (7) um das Verschlusselement (5a, 5b) in der Presskammer
(3a, 3b) zu verschieben und den Querschnitt der Presskammer (3a, 3b) einzustellen,
mit mindestens einem Pressstempel (8) für die Presskammern (3a, 3b), welcher mit einem
Pressstempel-Antrieb (38) ausgestattet ist um den Pressstempel (8) in Längsrichtung
der Presskammer (3a, 3b) zu verschieben,
mit mindestens zwei zueinander beweglichen, eine Pressfläche des Pressstempels (8)
definierenden Pressstempelelementen (21, 22),
mit einer veränderbaren Einstellung der Pressstempelelemente (21, 22) zueinander zur
Einstellung des Querschnitts der Pressfläche,
mit einer Portionierplatte (2) mit mehreren Portionierkammern (9), mit einem Portionierplatten-Antrieb
(12) um die Portionierplatte (2) relativ zur Presseinheit (1) zu bewegen,
mit einer seitlichen Öffnung der Portionierkammern (9),
mit einem beweglich an der Portionierplatte (2) angeordneten Portionierkammerteil
zum Abdecken der Öffnung und um den Querschnitt der Portionierkammer (9) einzustellen,
mit mindestens einem Kammerboden (10) der Portionierplatte (2),
mit mindestens zwei zueinander beweglichen Kammerbodenelementen (27, 28) des Kammerbodens,
mit einer veränderbaren Einstellung der Kammerbodenelemente (27, 28) zueinander zur
Einstellung des Querschnitts des Kammerbodens (10), mit einem Schneidelement zwischen
der Presseinheit (1) und der Portionierplatte (2) und
mit einem Schneidelement-Antrieb (34) um das Schneidelement relativ zu der Presseinheit
(1) zu bewegen.
2. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressstempelelemente (21, 22) und/ oder die Kammerbodenelemente (27, 28) an der
einander zugewandten Seite mehrere fingerartige Fortsätze (23, 29) aufweisen, welche
im zusammengefügten Zustand ineinander greifen, dass der Abstand zweier benachbarter
Fortsätze (23, 29) eines Pressstempelelements (21, 22) und/ oder eines Kammerbodenelements
(27, 28) der Breite eines Fortsatzes (23, 29) des anderen Pressstempelelements (21,
22) und/ oder des anderen Kammerbodenelements entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Bereich der ineinander greifenden Fortsätze (23, 29) durch eine Platte
(24, 30) abgedeckt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerboden (10) zur Einstellung der Tiefe der Portionierkammer (9) verschiebbar
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Verschlusselement (5a, 5b) der Presskammer (3a, 3b) ein Sensor zur Erfassung
der Kraft angeordnet ist, welche durch das Stück Lebensmittel auf das Verschlusselement
(5a, 5b) beim Verschieben des Verschlusselements (5a, 5b) in der Presskammer (3a,
3b) ausgeübt wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wegsensor an dem Verschlusselement (5a, 5b) angeordnet ist zur Bestimmung des
von dem Verschlusselement (5a, 5b) beim Zusammenpressen eines Stücks Lebensmittel
zurückgelegten Wegs oder zur Bestimmung der absoluten Position des Verschlusselements
(5a, 5b) im Bezug auf die Presskammer (3a, 3b).
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kammerboden (10) der Portionierkammern (9) mit Kanälen (32) zum Ansaugen und/
oder Ausstoßen von Luft oder sonstigen Gasen ausgestattet ist, und dass die Vorrichtung
mit Stiften ausgestattet ist, deren Querschnitt mit dem Querschnitt der Kanäle übereinstimmt
oder geringfügig kleiner ist, und dass die Vorrichtung mit einem Stiftantrieb ausgestattet
ist um die Stifte bei einer bestimmten Stellung der Portionierplatte in die Kanäle
einzufahren und die Kanäle von Verunreinigungen zu befreien.
1. Apparatus for portioning food, in particular meat, into portions with a predetermined
weight and/or a predetermined thickness
with a pressing unit (1) with at least two elongate press chambers (3a, 3b) and with
one closure element (5a, 5b) per press chamber (3a, 3b) for sealing the press chambers
(3a, 3b) laterally,
with one closure element drive (7) to move the closure element (5a, 5b) within the
press chamber (3a, 3b) and to adjust the cross-section of the press chamber (3a, 3b),
with at least one plunger (8) for the press chambers (3a, 3b), which is equipped with
a plunger drive (38) to move the plunger (8) in the longitudinal direction of the
press chamber (3a, 3b),
with at least two plunger elements (21, 22) moving towards each other to define a
pressing area of the plunger (8),
with variable settings of the plunger elements (21, 22) in relation to one another
to adjust the cross-section of the pressing area,
with a portioning plate (2) with several portioning chambers (9), with a portioning
plate drive (12) to move the portioning plate (2) relative to the pressing unit (1),
with a lateral opening in the portioning chambers (9),
with a moving portioning chamber section positioned on the portioning plate (2) to
cover the aperture and to adjust the cross-section of the portioning chamber (9),
with at least one chamber base (10) on the portioning plate (2),
with at least two chamber base elements (27, 28) of the chamber base moving towards
each other,
with variable settings of the chamber base elements (27, 28) in relation to one another
to adjust the cross-section of the chamber base,
with a cutting element between the pressing unit (1) and the portioning plate (2)
and
with a cutting element drive (34) to move the cutting element relative to the pressing
unit (1).
2. Apparatus according to one of the previous claims, characterised in that the plunger elements (21, 22) and/or the chamber base elements (27, 28) on the sides
facing each other exhibit several finger-like extensions (23, 29) which interlock
when fitted together with the result that the distance between two adjoining extensions
(23, 29) of a plunger element (21, 22) and/or of a chamber base element (27, 28) corresponds
to the width of an extension (23, 29) on the other plunger element (21, 22) and/or
the other chamber base element.
3. Apparatus according to claim 2, characterised in that at least the section of the interlocking extensions (23, 29) is covered by a plate
(24, 30).
4. Apparatus according to one of the previous claims, characterised in that the chamber base (10) for adjusting the depth of the portioning chamber (9) is arranged
movably.
5. Apparatus according to one of the previous claims, characterised in that a sensor to detect the force exerted by the piece of food on the closure element
(5a, 5b) when the closure element (5a, 5b) is displaced within the press chamber (3a,
3b) is positioned on the closure element (5a, 5b) of the press chamber (3a, 3b).
6. Apparatus according to one of the previous claims, characterised in that a displacement sensor is positioned on the closure element (5a, 5b) to determine
the distance travelled by the closure element (5a, 5b) when a piece of food is compressed
or to determine the absolute position of the closure element (5a, 5b) in relation
to the press chamber (3a, 3b).
7. Apparatus according to one of the previous claims, characterised in that the chamber base (10) of the portioning chambers (9) is fitted with channels (32)
for drawing in and/or expelling air or other gases, and that the apparatus is fitted
with pins, the cross-section of which corresponds to the cross-section of the channels
or is marginally smaller, and that the apparatus is equipped with a pin drive to extend
the pins into the channels when the portioning plate is in a given position and to
clear the channels of contaminants.
1. Dispositif de coupe en portions de produits, en particulier pour la coupe de viande
en portions de poids prescrit et/ou d'épaisseur prescrite
doté d'une unité de pressage (1) présentant au moins deux chambres de pressage de
forme oblongue (3a, 3b), chacune de ces chambres de pressage (3a, 3b) étant équipée
d'un élément de fermeture (5a, 5b) servant à fermer le côté de la chambre de pressage
(3a, 3b),
doté d'un dispositif d'entraînement d'élément de fermeture (7) servant à déplacer
l'élément de fermeture (5a, 5b) dans la chambre de pressage (3a, 3b) et à régler la
section de la chambre de pressage (3a, 3b),
doté d'au moins un piston de pressage (8) pour les chambres de pressage (3a, 3b),
qui est équipé d'un dispositif d'entraînement de piston de pressage (38) servant à
déplacer le piston de pressage (8) dans le sens de la longueur dans la chambre de
pressage (3a, 3b),
doté d'au moins deux éléments de piston de pressage (21, 22) pouvant se déplacer l'un
vers l'autre et définissant la surface de pressage du piston de pressage (8),
doté d'un dispositif de réglage modifiable des éléments de piston de pressage (21,
22) l'un par rapport à l'autre, servant à régler la section de la surface de pressage,
doté d'une plaque de portionnage (2) présentant plusieurs chambres de portionnage
(9), avec un dispositif d'entraînement de plaque de portionnage (12) servant à déplacer
la plaque de portionnage (2) par rapport à l'unité de pressage (1),
doté d'une ouverture latérale des chambres de portionnage (9),
doté d'un élément de chambre de portionnage mobile disposé au niveau de la plaque
de portionnage (2), servant à recouvrir l'ouverture et à régler la section de la chambre
de portionnage (9),
la plaque de portionnage (2) étant pourvue d'au moins un plateau (10),
le plateau comptant au moins deux éléments de plateau pouvant se déplacer l'un vers
l'autre (27, 28),
doté d'un dispositif de réglage modifiable des éléments de plateau (27, 28) l'un par
rapport à l'autre, servant à régler la section du plateau (10), doté d'un élément
de coupe logé entre l'unité de pressage (1) et la plaque de portionnage (2) et
doté d'un dispositif d'entraînement de l'élément de coupe (34) servant à déplacer
l'élément de coupe par rapport à l'unité de pressage (1).
2. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de piston de pressage (21, 22) et/ou les éléments de plateau (27, 28)
présentent, sur les côtés se faisant face, plusieurs prolongements en forme de doigts
(23, 29) qui s'engrènent lorsque réunis, que l'écart entre deux prolongements voisins
(23, 29) d'un élément de piston de pressage (21, 22) et/ou d'un élément de plateau
(27, 28) correspond à la largeur d'un prolongement (23, 29) de l'autre élément de
piston de pressage (21, 22) et/ou de l'autre élément de plateau.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins la zone des prolongements (23, 29) qui s'engrènent est recouverte par une
plaque (24, 30).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plateau (10) peut être décalé afin de permettre le réglage de la profondeur de
la chambre de portionnage (9).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un capteur est disposé au niveau de l'élément de fermeture (5a, 5b) de la chambre
de pressage (3a, 3b), ce capteur servant à saisir la force exercée par le morceau
de produit alimentaire sur l'élément de fermeture (5a, 5b) lors du déplacement de
l'élément de fermeture (5a, 5b) dans la chambre de pressage (3a, 3b).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé que ce qu'un capteur de course est disposé au niveau de l'élément de fermeture (5a, 5b) pour
déterminer la course effectuée par l'élément de fermeture (5a, 5b) lors du pressage
d'un produit alimentaire ou pour déterminer la position absolue de l'élément de fermeture
(5a, 5b) par rapport à la chambre de pressage (3a, 3b).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plateau (10) des chambres de portionnage (9) est doté de canaux (32) servant à
aspirer et/ou à évacuer l'air ou d'autres gaz, et en ce que le dispositif est équipé de pointes dont la section correspond ou est légèrement
inférieure à la section des canaux, et en ce que le dispositif est équipé d'un dispositif d'entraînement des pointes servant à rentrer
les pointes dans les canaux lorsque la plaque de portionnage se trouve dans une certaine
position et à nettoyer les canaux des saletés.