Stand der Technik
[0001] DE 100 08 554 A1 bezieht sich auf ein Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen. Es wird ein
Kraftstoffeinspritzventil mit mindestens zwei Ventilkörperteilen offenbart, die an
je einer Anlagefläche aneinander anliegen und durch eine Spannvorrichtung gegeneinander
senkrecht zur Anlagefläche verspannt sind. In beiden Ventilkörperteilen ist ein Zulaufkanal
für Kraftstoff ausgebildet, der durch die Anlageflächen hindurchtritt und dem ein
hoher Kraftstoffdruck herrscht. Im Zulaufkanal befindet sich mindestens eine radiale
Erweiterung nahe der Anlagefläche des betreffenden Ventilkörperteiles, so dass diese
radiale Erweiterung durch den Kraftstoffdruck im Zulaufkanal eine Aufweitung in axiale
Richtung des Zulaufkanales erfährt. Dadurch wird der den Durchtritt des Zulaufkanales
umgebende Bereich der Anlagefläche an die Anlagefläche des anliegenden Ventilkörperteiles
gepresst, so dass sich der Anpressdruck der Anlageflächen erhöht. Der Durchtritt des
Zulaufkanales wird somit besser abgedichtet und es kann die Kraft der Spannvorrichtung
entsprechend reduziert werden.
[0002] Bei druckausgeglichenen Schaltventilen (
EP-A-1 760 308) wird das unter Druck stehende Medium im geschlossenen Zustand üblicherweise in einer
ringförmigen Druckkammer eingeschlossen. Diese Kammer ist auf der einen Seite durch
eine Führung und auf der anderen Seite durch einen Dichtsitz begrenzt, wobei Führung
und Dichtsitz exakt denselben Durchmesser d aufweisen. Dadurch entsteht keine in Öffnungs-
oder in Schließrichtung wirkende Kraft auf das Ventilelement, welches zum Beispiel
nadelförmig oder auch hülsenförmig ausgebildet sein kann.
[0003] Mit fortschreitendem Betrieb des Schaltventiles kommt es zu einem Angleich zwischen
der Dichtfläche des Ventilstücks und des in der Regel nadelförmig oder hülsenförmig
ausgebildeten Ventilelementes. Da der Angleich vom ursprünglichen Durchmesser d ausgehend,
nur zu einer Seite hin erfolgt, ist eine Veränderung des wirksamen Sitzdurchmessers
und damit die Erzeugung einer in Öffnungsrichtung wirkenden Kraft auf das Ventilelement
die Folge. Der Druckausgleich des Schaltventiles ist gestört und sein dynamisches
Verhalten ändert sich bis hin zur statischen Undichtheit.
[0004] Bei druckausgeglichenen Schaltventilen steht üblicherweise nur eine geringe mechanische
Kraft zur Verfügung, um das Ventil dicht zu halten. Bei fortschreitendem Verschleiß
gleichen sich die Bauteile am Ventilsitz zunehmend aneinander an und eine Kontaktbreite
zwischen den Bauteilen nimmt zu. Solange dabei der Dichtdurchmesser am Ventilsitz
noch dem Führungsdurchmesser entspricht, bleibt die Ventilfunktion erhalten. Entfernt
sich der Dichtdurchmesser jedoch weg vom Führungsdurchmesser, so entsteht eine zusätzliche
Druckstufe am Ventil, welche eine in Öffnungsrichtung gerichtete Kraft erzeugt. Dies
kann dazu führen, dass sich bei zunehmendem Verschleiß, d. h. Sitzangleich das Ventil
ungewollt öffnet. Insbesondere bei Schaltventilen für Hochdruckanwendungen spielt
dabei die Verformung der Bauteile im geschlossenen Zustand durch die Druckbelastung,
d. h. den im Bauteil herrschenden Systemdruck, eine große Rolle. Diese Verformung
kann die Auswirkung des Sitzangleiches massiv verstärken und somit zum frühzeitigen
Ausfall des Ventils durch statische Undichtheit führen.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind Ventile bekannt, die auch in Einspritzventilen für
Verbrennungskraftmaschinen zum Einsatz kommen. Insbesondere bei Einspritzventilen,
die im Kraftfahrzeugbereich eingesetzt werden, sind schnellschaltende Ventile erforderlich,
was bedeutet, dass der Ventilhubweg sehr schnell durchfahren werden muss. Somit schließen
solche Ventile mit Geschwindigkeiten von 0,5 bis 1 m/s. Trifft bei einem solchen Ventil
ein Ventilglied auf den Ventilsitz bzw. einen Hubanschlag auf, werden mechanische
Schwingungen im Ventil angeregt und das Ventil kann prellen, was bedeutet, dass das
Ventil zwar zunächst geschlossen wird, jedoch nach dem Kontakt des Ventilsitzes mit
dem Ventilglied wieder öffnet und zum Beispiel eine ballistische Betriebsphase durchläuft.
Da das Einspritzventil nicht sofort geschlossen ist, können dadurch Ungenauigkeiten
beim Einspritzvorgang hervorgerufen werden. Ebenso kann bei der nachfolgenden Ansteuerung
des Einspritzventiles - zum Beispiel im Falle von einer Vor- und einer Haupteinspritzung
- der Bewegungsablauf derart gestört werden, dass dies in einer Mengenabweichung der
Einspritzmenge zu erkennen ist.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Einspritzventil bereitgestellt, bei dem die reproduzierbaren
Einspritzmengen-Genauigkeiten von Voreinspritzphase zu Haupteinspritzphase zu nachfolgender
Voreinspritzphase gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Kraftstoffinjektoren
erheblich erhöht sind. Insbesondere ist bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einspritzventil
die Schließgeschwindigkeit erheblich erhöht, wodurch die erzielbare Einspritzqualität
erheblich verbessert wird.
[0007] Während des Schließvorganges eines Einspritzventiles mit zum Beispiel einem hülsenförmig
ausgebildeten Ventilglied, welches sich an einer gehäusefesten stationär aufgenommenen
Ventilführung bewegt, verläuft die Schließbewegung sowohl des Ankerbolzens als auch
der einzelnen Flügel der Ankerplatte gleichmäßig in Richtung auf den Ventilsitz. Bei
Aufschlag der Unterkante der Ankerbaugruppe im Ventilsitz erfolgt eine schlagartige
Abbremsung des Ventilgliedes, d. h. des an der Ventilführung geführten Ankerbolzens
samt Ankerplatte. Dabei bewegen sich die Ankerflügel der Ankerplatte aufgrund der
Massenträgheit jedoch weiter in Richtung Sitz. Dadurch entsteht im Ankerbolzen wiederum
eine Kraft, die der Ankerflügelbewegung entgegengerichtet ist, d. h. in Öffnungsrichtung
wirkt. Die sich nach in Richtung nach unten, d. h. auf den Ventilsitz nach unten durchbiegenden
Ankerflügel, bewegen sich aus ihrer vorgespannten Position heraus wieder nach oben,
während die Unterseite, die Auftreffseite des hülsenförmig ausgebildeten Ventilgliedes
nach wie vor im Ventilsitz verharrt. Die Kraft im Ankerbolzen reduziert sich nun so
weit, bis die Ankerflügel wieder nach oben durchgebogen sind, d. h. einen Schwingvorgang
beendet haben und damit der Ankerbolzen wieder aus dem zuvor geschlossenen Ventilsitz
herausgezogen wird und das Ventil wieder öffnet. In dieser Öffnungsphase erzeugen
die nach oben durchgebogenen Flügel der Ankerplatte Zugkräfte am Bolzen. Der zeitliche
Ablauf dieses Prellvorgangs hängt dabei entscheidend von der Eigenfrequenz der Ankerflügel
ab. Ist die Ankopplung der Flügel an den Ankerbolzen sehr steif, prellt das Ventilglied
entsprechend schneller zurück. Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend,
werden im Bereich der Ankerflügel mehrere Eigenfrequenzen realisiert, was bedeutet,
dass die einzelnen Flügel der Ankerplatte, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet
sind, nicht alle gleich gestaltet werden, sondern gezielt unterschiedlich, gegebenenfalls
nach einem Wiederholmuster ausgestaltet werden.
[0008] Werden die Ankerflügel der Ankerplatte unterschiedlich ausgebildet, kann sich bei
der Bewegung eines der Ankerflügel nach unten ein anderer Flügel der Ankerflügel schon
wieder in Richtung nach oben bewegen. Im Idealfall heben sich die Kräfte, die die
einzelnen Ankerflügel auf den Ankerbolzen ausüben, gegenseitig auf. Dadurch wird es
möglich, dass der Ankerbolzen samt Ankerplatte, d. h. die Ankerbaugruppe, nach dem
eigentlichen Schließvorgang kaum in Öffnungsrichtung wirkenden Kräften ausgesetzt
ist, wodurch sich das Prellen wirkungsvoll unterdrücken lässt. Eventuell auftretende
Schwingbewegungen einzelner Ankerflügel werden durch dazu gegenläufig verlaufende
Schwingbewegungen anderer Ankerflügel kompensiert.
[0009] Die Einstellung der Eigenfrequenz der einzelnen Ankerflügel am Ankerbolzen kann das
Massenträgheitsmoment der Flügel bzw. die Biegesteifigkeit der Ankopplung an den Ankerbolzen
erfolgen. Der Zusammenhang der Frequenz als Funktion von Flügelmasse und Steifigkeit
erfolgt gemäß der Beziehung

wobei das Massenträgheitsmoment bezogen auf die Drehachse des Ankerflügels im Biegefall
berechnet wird, es gilt: J = v
flügel∫ρr
2dV, wobei r der Abstand des jeweiligen Volumenelementes von der Drehachse des Ankerflügels
ist.
[0010] Werden im Bereich der Ankerflügel zum Beispiel zwei unterschiedliche Eigenfrequenzen
realisiert, ist ein günstiges Verhältnis der Eigenfrequenzen zueinander der Faktor
2. Dies bedeutet, dass einer der Ankerflügel zum Beispiel viermal so schwer sein sollte
wie ein anderer bzw. die Ankopplung dieses Ankerflügels sollte viermal so weich sein,
je nachdem, ob die Realisierung über die Masse oder die Steifigkeit erfolgt. Natürlich
können auch Kombinationen von Steifigkeits- und Massenunterschieden realisiert werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0011] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- die schematische Wiedergabe eines Einspritzventiles,
- Figur 1.1, 1.2, 1.3
- verschiedene Phasen der Schließbewegung eines außenge- führten hülsenförmig ausgebildeten
Ventilgliedes eines Einspritzventiles,
- Figur 2
- die Gegenüberstellung der Bewegung eines Ankerbolzens und einem daran aufgenommenen
Ankerflügel,
- Figur 3
- die Draufsicht auf eine erste Ausführungsvariante der erfin- dungsgemäß vorgeschlagenen
Ankerbaugruppe mit einem ersten Querschnitt und einem zweiten Querschnitt durch die
Ankopplung der Ankerflügel an einen Ankerbolzen,
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsvariante der er- findungsgemäß vorgeschlagenen
Ankerbaugruppe,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf eine Rotationsrichtung des Ankerbolzens geschwächte Ankerbaugruppe,
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform von biegesteifen oder biege- weichen angekoppelten Ankerflügeln,
- Figur 7
- eine Ausführungsform von biegesteifen und biegeweichen angekoppelten Ankerflügeln
mit Schlitzpaaren,
- Figur 8
- die Ausführungsvariante einer biegesteifen oder biegewei- chen Ankopplung von Ankerflügeln
durch Materialschwä- chung mittels Bohrungen und
- Figur 9
- eine weitere Ausführungsform zweier weich bezüglich der Rotation geschalteter Ankerflügel
eines Ankerbolzens.
Ausführungsformen
[0013] Der Darstellung gemäß Figur 1 ist entnehmbar, dass ein Einspritzventil 10 eine im
Wesentlichen im Ventilkörper angeordnete Ventilführung 12 aufweist. Die Ventilführung
12 ist an einer Planseite 32 durch eine hier nur angedeutete Ventilspannmutter 24
fixiert und stationär im Ventilkörper des Einspritzventiles 10 aufgenommen.
[0014] Das Einspritzventil 10 umfasst die Ventilführung 12, deren Mantelfläche durch Bezugszeichen
14 gekennzeichnet ist. An dieser ist ein hier hülsenförmig ausgebildetes Ventilglied
16 in vertikaler Richtung bewegbar geführt. Das Ventilglied 16 umfasst einen Ankerbolzen
sowie eine Ankerplatte 20, die wiederum einzelne Ankerflügel 22 aufweist.
[0015] Die Schließrichtung, in welche das hier hülsenförmig ausgebildete Venfilglied 16
zum Schließen eines Sitzes 30 bewegt wird, ist durch Bezugszeichen 26 angedeutet.
Der Sitz 30 ist am Übergang von der Planseite 32 der Ventilführung 12 in den Führungsabschnitt
zur Vertikalführung des Ankerbolzens 18 ausgebildet. Ein Sitz, wird durch das in Schließrichtung
26 bewegte hülsenförmig ausgebildete Ventilglied 16 verschlossen, angedeutet durch
Bezugszeichen 34.
[0016] Aus der Figurensequenz der Figuren 1.1, 1.2 sowie 1.3 gehen verschiedene Phasen einer
Schließbewegung eines außen an einer Ventilführung geführten Ventilgliedes hervor.
[0017] In Figur 1.1 ist dargestellt, dass sich der Ankerbolzen 18 mit daran ausgebildeten
Ankerflügeln 22 auf den Sitz 30 zu bewegt und diesen bei Auftreffen im Sitz 30 verschließt.
Dadurch ist ein Hochdruckraum 42 zwischen der Innenseite des Ankerbolzens 18 und der
Außenseite der Ventilführung 12, der in der Regel mit unter Systemdruck stehenden
Kraftstoff beaufschlagt ist, verschlossen.
[0018] Figur 1.2 zeigt die Bewegung der Ankerbaugruppe nach Auftreffen des Ankerbolzens
18 im Sitz 30 und dessen Schließen. Im Zustand eines geschlossenen Sitzes 34 wie in
Figur 1.2 dargestellt, bewegt sich die untere Stirnseite des Ankerbolzens 18 nicht
mehr weiter, da diese an der Sitzfläche des Sitzes 30 anliegt. Andererseits führt
der mindestens eine am gegenüberliegenden Ende des Ankerbolzens 18 ausgebildete Ventilflügel
22 eine Abwärtsbewegung aus, aus der eine Durchbiegung 36 nach unten des mindestens
einen Ankerflügels 22 am Ankerbolzen 18 resultiert.
[0019] Figur 1.3 zeigt, dass die in Figur 1.2 angedeutete Durchbiegung 36 nach unten des
mindestens einen Ankerflügels 22 am Ankerbolzen 18 in eine Durchbiegung 38 nach oben
übergeht, welche eine Aufziehkraft 40, d. h. eine in axiale Richtung des hülsenförmig
ausgebildeten Ventilgliedes 16 wirkende Öffnungskraft hervorruft. Während der Durchbiegung
38 nach oben des mindestens einen am Ankerbolzen 18 ausgebildeten Ankerflügels 22
wirkt eine Öffnungskraft auf das hülsenförmig ausgebildete Ventilglied, welches dieses
aus dem geschlossenen Sitz 34 zieht. Dieser Vorgang des Zurückschwingens des mindestens
einen am Ankerbolzen 18 der Ankerbaugruppe ausgebildeten Ankerflügels 22 wird als
"Prellen" bezeichnet.
[0020] Der Darstellung gemäß Figur 2 sind die Bewegungen des mindestens eines Ankerflügels
und des Ankerbolzens entnehmbar. Während eines ersten hier durch Bezugszeichen 1.1
angedeuteten Abschnittes, bewegen sich der mindestens eine Ankerbolzen 22 und der
Ankerbolzen 18 der Ankerbaugruppe des Einspritzventiles 10 synchron in Richtung des
Sitzes 30. Aus Figur 2 geht hervor, dass ein Bewegungsablauf 50 des mindestens einen
Ankerflügels 22 und ein Bewegungsablauf 60 des Ankerbolzens 18 synchron verlaufen.
[0021] In der durch den Doppelpfeil, der mit Bezugszeichen 1.2 bemaßt ist, angedeuteten
Phase, die der Darstellung gemäß Figur 1.2 entspricht, bewirkt die Durchbiegung 36
nach unten des mindestens einen Ankerflügels 22 am Ankerbolzen 18 eine Erhöhung der
Schließkraft, die im Sitz 30 wirkt.
[0022] Aufgrund des in Figur 1.3 dargestellten Rückschwingens des mindestens einen Ankerflügels
22 am Ankerbolzen 18, angedeutet durch die Durchbiegung38 nach oben in Figur 1.3,
wird der in der Schließstellung den Sitz 30 verschließende Ankerbolzen 18 nunmehr
in Öffnungsrichtung bewegt, angedeutet durch Bezugszeichen 60 und den gestrichelt
angedeuteten Bewegungsablauf 50 des mindestens einen Ankerflügels 22, der an der dem
Sitz 30 abgewandten Seite des Ankerbolzens 18 ausgebildet ist.
[0023] Aufgrund des Durchbiegens 38 nach oben des mindestens einen Ankerflügels 22, wird
der Ankerbolzen 18 aus dem Sitz 30 gezogen, was zu dem unerwünschten Ankerprellen
schlussendlich führt.
[0024] Um dem Ankerprellen entgegenzuwirken, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, im Bereich
der Ankerplatte an dem mindestens einen Ankerflügel 22 voneinander verschiedene Eigenfrequenzen
zu realisieren. Wie aus Figur 3 hervorgeht, sind an der dort dargestellten Ankerplatte
20, die eine Zentralbohrung 72 aufweist und deren Planseite durch Bezugszeichen 70
kenntlich gemacht ist, vier symmetrisch zueinander verlaufende Ankerflügel 22 ausgebildet.
Die Ankerflügel 22 sind jeweils durch Schlitzungen 74 voneinander getrennt. Jeweils
zwei aneinander gegenüberliegende Ankerflügel 22 bilden ein Ankerflügelpaar, wobei
eines der Ankerflügelpaare eine biegesteife Ankopplung 76 an den Ankerbolzen 18 aufweist
und das verbleibende weitere Ankerflügelpaar der Ankerflügel 22 eine biegeweiche Ankopplung
78 an den Ankerbolzen 18 aufweist. Die Details in Bezug auf die biegesteife Ankopplung
76 gehen aus dem Schnitt B-B hervor, während die Details der biegeweichen Ankopplung
78 der Ankerflügel 22 an den Ankerbolzen 18 aus dem Schnittverlauf gemäß A-A hervorgehen.
Aus diesem Schnittverlauf geht hervor, dass im Bereich der biegeweichen Ankopplung
78 der Ankerflügel 22 eine gezielte Schwächung des Materials des Ankerbolzens 18 im
Bereich der Ankerflügel 22 ausgebildet ist, während dies im Falle der biegesteifen
Ankopplung 76 der Ankerflügel 22 an der Ankerbolzen 18 einer Materialanhäufung ausgebildet
ist, welche schlussendlich die steife Ankopplung 76 der Ankerflügel 22 an den Ankerbolzen
18 erst ermöglicht.
[0025] Aus dem Schnittverlauf B-B geht hervor, dass die an dem Ankerbolzen 18 der Ankerbaugruppe
befestigten, einander gegenüberliegenden Ankerflügel 22 durch eine biegesteife Ankopplung
76 mit dem Ankerbolzen 18 verbunden sind, was aus der Materialanhäufung am Übergang
von der Mantelfläche 18 des Ankerbolzens zu den Ankerflügeln 22 herrührt.
[0026] Im Gegensatz dazu ist gemäß des Schnittverlaufes A-A erkennbar, dass die dort dargestellten
Ankerflügel 22 mit der biegeweichen Ankopplung 78 an die Mantelfläche des Ankerbolzens
angekoppelt sind, wobei die biegeweiche Ankopplung 78 durch eine gezielte Materialverminderung
im Bereich der Ankopplung gegeben ist.
[0027] Aus der Darstellung gemäß Figur 4 geht eine Ankerplatte 20 hervor, welche eine Basisgruppe
80 darstellt, aus welcher erfindungsgemäß vorgeschlagene Ankerbaugruppen, die Ankerplatte
20 und den Ankerbolzen 18 umfassend, gestaltet werden können. Wie aus der Ansicht
gemäß Figur 4 hervorgeht, ist die Planseite 70 der Ankerplatte 20 durch eine Schlitzung
74 in vier Ankerflügel 22 unterteilt. Die Ankerflügel 22, die jeweils durch eine Schlitzung
74 voneinander getrennt sind, liegen paarweise einander gegenüber. In der in Figur
4 in der Draufsicht dargestellten Basisgruppe 80 sind die Ankopplungsstellen der Ankerflügel
22 an den Ankerbolzen 18 im Bereich der Zentralbohrung 72 sämtlich als biegesteife
Ankopplungen ausgeführt.
[0028] Aus der Darstellung gemäß Figur 5 geht hervor, dass in diesem Ausführungsbeispiel
zwei einander gegenüberliegende Ankerflügel 22 über die biegesteife Ankopplung 76
an den Ankerbolzen 18 angekoppelt sind, während dazu um 90° gedrehte Ankerflügel 22
jeweils durch eine erste Schlitzung 84 bzw. eine zweite Schlitzung 86 an den Ankerbolzen
18 angekoppelt sind. Durch die einander gegenüberliegend orientierten Schlitzungen
84, 86 werden im Bereich der beiden Ankerflügel 22 biegeweiche Ankopplungen 78 der
beiden genannten Ankerflügel 22 in Bezug auf den Ankerbolzen 18 an dessen Planseite
70 realisiert.
[0029] Mit Bezugszeichen 82 ist eine Drehachse in Bezug auf die Biegung des Ankerflügels
22 bezeichnet.
[0030] Über die erste Schlitzung 84 bzw. die dieser gegenüberliegende zweite Schlitzung
86 im Bereich der Ankerflügel 22 wird eine außermittig liegende Schwächung realisiert,
so dass auch in Rotationsrichtung Freiheitsgrade angeregt werden. Um die in der Darstellung
gemäß Figur 5 angezeichnete Drehachse 82, werden aufgrund der Orientierung der beiden
Schlitzungen 84, 86 ebenfalls voneinander verschiedene Eigenfrequenzen der beiden
mit der biegeweichen Ankopplung 78 an den Ankerbolzen 18 angekoppelten Ankerflügel
22 erreicht.
[0031] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsvariante von biegeweicher und biegesteifer
Ankopplung von Ankerflügeln einer Ankerplatte an den Ankerbolzen einer Ankerbaugruppe.
[0032] Wie aus der Darstellung gemäß Figur 6 hervorgeht, ist auch gemäß dieser Ausführungsform
die Planseite 70 der Ankerplatte 20 in vier Ankerflügel 22 unterteilt, die jeweils
rechtwinklig zueinander in Bezug auf die Zentralbohrung 72 orientiert sind. Jeweils
zwei einander gegenüberliegende Ankerflügel 22 bilden ein Ankerflügelpaar. Wie aus
der Draufsicht gemäß Figur 6 hervorgeht, sind zwei einander gegenüberliegende Ankerflügel
22 über die biegesteife Ankopplung 76 mit dem Ankerbolzen, der sich in die Zeichenebene
parallel zur Zentralbohrung 72 erstreckt, gekoppelt, während die beiden zu diesen
Ankerflügeln 22 um 90° versetzten Ankerflügel 22 über die biegeweiche Ankopplung 78
mit dem sich senkrecht zur Zeichenebene gemäß Figur 6 erstreckenden Ankerbolzen 18
gekoppelt sind.
[0033] Aus der Darstellung gemäß Figur 6 geht hervor, dass im Bereich der biegesteifen Ankopplung
76 die jeweiligen Ankerflügel 22 mit einer größeren Materialbreite am Kernbereich
der Ankerplatte 20 angekoppelt sind, während die beiden Ankerflügel 22, die rechtwinklig
zu diesen Ankerflügeln 22 angeordnet sind, über einen im Vergleich dazu wesentlich
schmaleren Materialsteg mit dem Kernbereich der Ankerplatte 20 gekoppelt sind.
[0034] Über die in Figur 6 dargestellte Ausbildung von biegeweich und biegesteif angekoppelten
Ankerflügeln 22, werden Eigenfrequenzen eingestellt, die zu einem gegenläufigen Schwingverhalten
der beiden hier mit einer biegesteifen Ankopplung 76 an den Ankerbolzen 18 angekoppelten
Ankerflügel 22 im Vergleich zu den beiden Ankerflügeln 22 führt, die über die biegeweiche
Ankopplung 78 an den sich senkrecht zur Zeichenebene gemäß Figur 6 erstreckenden Ankerbolzen
18 angekoppelt sind.
[0035] Der Darstellung gemäß Figur 7 ist eine weitere Ausführungsform einer Ankerplatte
einer Ankerbaugruppe zu entnehmen, bei der voneinander verschiedene Eigenfrequenzen
realisiert sind.
[0036] Auch gemäß dieser Ausführungsform der Ankerplatte 20 einer Ankerbaugruppe ist die
Planseite 70 der Ankerplatte 22 in einer Anzahl von Ankerflügeln 22, im vorliegenden
Beispiel vier Ankerflügel 22 unterteilt. Von den insgesamt vier Ankerflügeln 22 sind
zwei einander gegenüberliegende Ankerflügel über ein erstes Schlitzpaar 88 bzw. ein
zweites Schlitzpaar 90 an den Kernbereich der Planseite 70 der Ankerplatte 20 angekoppelt.
Das erste Schlitzpaar 88 bzw. das zweite Schlitzpaar 90 stellt eine gezielte Schwächung
der Ankopplung der beiden einander gegenüberliegenden Ankerflügel 22 dar. Demgegenüber
sind die beiden dazu um 90° zueinander versetzt angeordneten Ankerflügel 22 über die
biegesteife Ankopplung 76 mit dem Kernbereich der Ankerplatte 20 gekoppelt. Auch in
der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform werden unterschiedliche Eigenfrequenzen
erreicht, wodurch bei der Abwärts- bzw. Aufwärtsbewegung des unterhalb der Planseite
70 der Ankerplatte 20 senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Ankerbolzens 18 unterschiedlich,
d. h. gegenläufige Schwingbewegungen der entweder biegesteif angekoppelten oder biegeweich
angekoppelten Ankerflügelpaare jeweils zwei Ankerflügel 22 umfassend, realisiert werden.
[0037] Figur 8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Gestaltung der Planseite der Ankerplatte
20 der Ankerbaugruppe.
[0038] Aus der Darstellung gemäß Figur 8 geht hervor, dass die Planseite 70 der Ankerplatte
20 über eine Vierfachschlitzung 74 in vier Ankerflügel 22 unterteilt ist. In der in
Figur 8 dargestellten Ausführungsform der Ankerplatte 20 der Ankerbaugruppe wird eine
biegeweiche Ankopplung 78 zwei einander gegenüberliegender Ankerflügel 22 durch das
Einbringen einer ersten Schwächungsbohrung 92 bzw. einer zweiten Schwächungsbohrung
94 in die Planseite 70 der Ankerplatte 20 erreicht. Die beiden um 90° versetzt zu
den Ankerflügel 22 orientierten Ankerflügel 22 ohne Schwächungsbohrungen 92 bzw. 94
sind über eine biegesteife Ankopplung 76 mit dem Kernbereich der Ankerplatte 20 gekoppelt.
Die Weichheit der Ankoppelstellen, d. h. die Ausbildung einer biegesteifen Ankopplung
76 bzw. einer biegeweichen Ankopplung 78 kann mithin neben der Ausführung von Schlitzen
oder Materialstärkevariationen auch durch das Einbringen von Schwächungsbohrungen
92, 94 in das Vollmaterial der Ankerplatte 20 der hier in Rede stehenden Ankerbaugruppe
erreicht werden.
[0039] Die Ausführungsform gemäß Figur 9 stellt eine Variation der Ausführungsform gemäß
Figur 8 dar, bei welcher zwei Ankerflügel 22 der Ankerplatte 20 jeweils im Bereich
ihrer Ankopplungsstellen an den Kernbereich der Ankerplatte 20 Schwächungsbohrungen
96 bzw. 98 bezüglich der Rotation aufweisen. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß
Figur 8, bei der die erste Schwächungsbohrung 92 bzw. die zweite Schwächungsbohrung
94 mittig in die jeweilige Ankopplungsstelle der Ankopplungsstelle 78 der Ankerflügel
22 an den Kernbereich der Ankerplatte 20 dargestellt ist, sind die in Figur 9 in das
Ankerplattenmaterial eingebrachten Schwächungsbohrungen 96, 98 außermittig angebracht.
Dadurch werden rotatorische Freiheitsgrade angeregt. Durch die außermittige Anordnung
der Schwächungsbohrungen 96, 98 in der in Figur 9 dargestellten Ausführungsform, lassen
sich rotatorische Freiheitsgrade anregen, durch welche relativ einfach unterschiedliche
Eigenfrequenzen in den Ankerflügeln 22 aufgebaut werden können.
[0040] Für sämtliche vorstehend beschriebenen Ausführungsformen von biegesteifer Ankopplung
76 bzw. biegeweicher Ankopplung 78 oder biegeweicher Ankopplung bezüglich Rotation
gilt, dass es äußerst vorteilhaft ist, immer zwei einander gegenüberliegende Ankerflügel
22 gleich aufzubauen. Dadurch wird insbesondere verhindert, dass Biegemomente in den
Ankerbolzen 18 der Ankerbaugruppe eingeleitet werden.
[0041] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausgestaltung der Ankopplungen 76 bzw. 78
bzw. durch eine biegeweiche Ausbildung der Ankopplungsstellen der Ankerflügel 22 an
den Ankerbolzen 18 in Bezug auf die Rotation wird erreicht, dass bei Durchbiegung
36 nach unten eines Paares von Ankerflügeln 22, während der Schließbewegung des Ventilgliedes
16 das andere Paar der Ankerflügel 22 bereits eine Durchbiegung 38 nach oben aufweist,
so dass sich die auf den Ankerbolzen 18 der Ankerbaugruppe wirkenden Kräfte gegenseitig
neutralisieren. Erst dadurch wird es möglich, dass der Ankerbolzen 18 nach dem eigentlichen
Schließvorgang kaum mehr in Öffnungsrichtung wirkende Aufziehkräfte 40 erfährt, so
dass das Prellen wirkungsvoll unterdrückt werden kann.
[0042] In vorteilhafter Weise ist der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend, die
Planseite 70 der Ankerplatte der Ankerbaugruppe in eine gerade Anzahl von Ankerflügeln
22 unterteilt, was in fertigungstechnisch besonders einfacher Weise durch die Schlitzung
74, bei der es sich bevorzugt um eine Vierfachschlitzung handelt, realisiert werden
kann. Es ist jedoch andererseits auch möglich, die Planseite 70 der Ankerplatte 20
mit einer Dreifachschlitzung, die zeichnerisch nicht dargestellt ist, zu versehen
und auf diesem Wege die Planseite 70 der Ankerplatte 20 in 3 um 120°-Anordung zueinander
liegende Ankerflügel 22 zu unterteilen. Im Prinzip ist eine gegenläufige Bewegung
mindestens zweier Ankerflügel auch mit dieser Ausführungsform möglich, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0043] In Bezug auf die in Figur 8 und 9 dargestellten Ausführungsformen der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Lösung sind die Massenträgheitsmomente j der jeweiligen Ankerflügel
22 unterschiedlich gestaltet, so dass unterschiedliche Resonanzfrequenzen von jeweils
zwei Ankerflügel 22 zu realisiert werden.
1. Einspritzventil (10), insbesondere zum Einspritzen von Kraftstoff in Verbrennungskraftmaschinen,
mit einer Ventilführung (12) und einem Ventilglied (16) und einer Ankerbaugruppe,
die einen Ankerbolzen (18) und eine Ankerplatte (20) aufweist und die Ankerbaugruppe
(18, 20) einen Ventilsitz (30) des Einspritzventiles (10) freigibt oder verschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Ankerplatte (20) ausgebildete Ankerflügel (22) unterschiedliche Eigenfrequenzen
aufweisen.
2. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankoppelstellen der Ankerflügel (22) an die Ankerplatte (20) als biegesteife
Ankoppelstellen (76), als biegeweiche Ankoppelstellen (78) oder als in Rotationsrichtung
biegeweiche Ankoppelstellen (82) ausgebildet sind.
3. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerflügel (22) jeweils paarweise biegesteife Ankoppelstellen (76) oder biegeweiche
Ankoppelstellen (78) zur Ankerplatte (20) aufweisen.
4. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (20) mit dem Ankerbolzen (18) eine einteilige Ankerbaugruppe bildet.
5. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteife Ankopplung (76) der Ankerflügel (22) zur Ankerplatte (20) aneinander
gegenläufig orientierte Schlitzungen (84, 86), über in einer erhöhten Materialbreite
ausgebildete Ankerflügel (22), über Schlitzpaare (88, 90) oder über Schwächungsbohrungen
(92, 94) im Material der Ankerplatte (20) ausgebildet sind.
6. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerflügel (22) jeweils paarweise biegesteife Ankopplungen (76) oder biegeweiche
Ankopplungen (78) aufweisen.
7. Einspritzventil gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerflügel (22) jeweils paarweise ein hohes Massenträgheitsmoment J und ein
niedriges Massenträgheitsmoment j aufweisen, jeweils bezogen auf die Drehachse des
Ankerflügels 22 bei Biegung.
8. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerflügel (22) in Umfangsrichtung der Ankerplatte (20) gesehen, jeweils biegeweiche
Ankopplungen (82) aufweisen.
9. Einspritzventil (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerflügel (22) an der Ankerplatte (20) durch eine Schlitzung (74) gebildet
sind und jeweils zwei gegenüberliegende Ankerflügel (22) symmetrisch aufgebaut sind.
10. Einspritzventil (10) gemäß einem oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftreffen der Ankerbaugruppe aus Ankerplatte (20) und Ankerbolzen (18) im Sitz
(30) an einer Ventilführung (12) aufgrund der unterschiedlichen Eigenfrequenz von
Paaren der Ankerflügel (22) das Ventilglied (16) in Öffnungsrichtung betätigende Aufziehkräfte
(40) kompensiert sind.
1. Injection valve (10), in particular for injecting fuel in internal combustion engines,
having a valve guide (12) and having a valve member (16) and having an armature assembly
which has an armature pin (18) and an armature plate (10), and the armature assembly
(18, 20) opens up or closes off a valve seat (30) of the injection valve (10), characterized in that armature wings (22) formed on the armature plate (20) have different natural frequencies.
2. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the coupling points of the armature wings (22) to the armature plate (20) are formed
as flexurally rigid coupling points (76), as flexible coupling points (78) or as coupling
points (82) which are flexible in the rotational direction.
3. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the armature wings (22) have flexurally rigid coupling points (76) or flexible coupling
points (78) to the armature plate (20) in each case in pairs.
4. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the armature plate (20) forms a single-piece armature assembly with the armature
pin (18).
5. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the flexurally rigid coupling (76) of the armature wings (22) to the armature plate
(20) is formed by means of slot arrangements (84, 86) aligned in opposite directions,
by means of armature wings (22) of increased material width, by means of slot pairs
(88, 90) or by means of weakening bores (92, 94) in the material of the armature plate
(20).
6. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the armature wings (22) have flexurally rigid couplings (76) or flexible couplings
(78) in each case in pairs.
7. Injection valve according to Claim 1, characterized in that the armature wings (22) have, in each case in pairs, a high mass moment of inertia
J and a low mass moment of inertia j, in each case in relation to the rotational axis
of the armature wing (22), during bending.
8. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the armature wings (22) have in each case flexible couplings (82) as viewed in the
circumferential direction of the armature plate (20).
9. Injection valve (10) according to Claim 1, characterized in that the armature wings (22) are formed on the armature plate (20) by means of a slot
arrangement (74), and in each case two opposite armature wings (22) are of symmetrical
design.
10. Injection valve (10) according to one or more of the preceding claims, characterized in that, when the armature assembly composed of armature plate (20) and armature pin (18)
impacts in the seat (30) on a valve guide (12), on account of the different natural
frequencies of pairs of the armature wings (22), lifting forces (40) which actuate
the valve member (16) in the opening direction are compensated.
1. Soupape d'injection (10), notamment pour l'injection de carburant dans des moteurs
à combustion interne, comprenant un guidage de soupape (12) et un organe de soupape
(16) et un module d'armature, qui présente un boulon d'armature (18) et une plaque
d'armature (20), et le module d'armature (18, 20) libérant ou fermant un siège de
soupape (30) de la soupape d'injection (10), caractérisée en ce que des ailettes d'armature (22) réalisées sur la plaque d'armature (20) présentent différentes
fréquences propres.
2. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les points d'accouplement des ailettes d'armature (22) à la plaque d'armature (20)
sont réalisés sous forme de points d'accouplement rigides en flexion (76), sous forme
de points d'accouplement déformables en flexion (78) ou sous forme de points d'accouplement
déformables en flexion dans le sens de la rotation (82).
3. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailettes d'armature (22) présentent à chaque fois des points d'accouplement rigides
en flexion (76) ou des points d'accouplement déformables en flexion (78) appariés
pour la plaque d'armature (20).
4. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque d'armature (20) forme avec le boulon d'armature (18) un module d'armature
d'une seule pièce.
5. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'accouplement rigide en flexion (76) des ailettes d'armature (22) à la plaque d'armature
(20) est réalisé par le biais de fentes (84, 86) orientées en sens inverse les unes
des autres, par le biais d'ailettes d'armature (22) réalisées avec une largeur de
matériau accrue, par le biais de paires de fentes (88, 90) ou par le biais d'alésages
d'affaiblissement (92, 94) dans le matériau de la plaque d'armature (20).
6. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailettes d'armature (22) présentent, à chaque fois, des paires d'accouplements
rigides en flexion (76) ou d'accouplements déformables en flexion (78).
7. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailettes d'armature (22) présentent à chaque fois par paires, un couple d'inertie
de masse élevé J et un couple d'inertie de masse faible j, à chaque fois par rapport
à l'axe de rotation de l'ailette d'armature (22) lors de la flexion.
8. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailettes d'armature (22), vues dans la direction périphérique de la plaque d'armature
(20) présentent à chaque fois des accouplements déformables en flexion (82).
9. Soupape d'injection (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les ailettes d'armature (22) sont formées sur la plaque d'armature (20) par une fente
(74) et à chaque fois deux ailettes d'armature opposées (22) sont construites de manière
symétrique.
10. Soupape d'injection (10) selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que lors du contact du module d'armature constitué de la plaque d'armature (20) et du
boulon d'armature (18) dans le siège (30) contre un guidage de soupape (12), du fait
de la fréquence propre différente des paires des ailettes d'armature (22), des forces
d'attraction (40) actionnant l'organe de soupape (16) dans le sens de l'ouverture
sont compensées.