(19)
(11) EP 2 145 826 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.2015  Patentblatt  2015/36

(21) Anmeldenummer: 09175578.5

(22) Anmeldetag:  23.01.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65C 3/16(2006.01)
B65C 9/24(2006.01)
B65C 9/18(2006.01)

(54)

Schneideeinheit zum Schneiden von Etiketten

Cutting device for cutting labels

Dispositif de coupe pour couper des étiquettes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 25.01.2008 DE 102008006107

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.01.2010  Patentblatt  2010/03

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
09151209.5 / 2082966

(73) Patentinhaber: Krones AG
93073 Neutraubling (DE)

(72) Erfinder:
  • Gmeiner, Franz
    93161, Sinzing Ortsteil Eilsbrunn (DE)
  • Humele, Heinz
    93107, Thalmassing (DE)

(74) Vertreter: Bittner, Bernhard 
Hannke Bittner & Partner Patent- und Rechtsanwälte Prüfeninger Strasse 1
93049 Regensburg
93049 Regensburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 400 455
WO-A-2007/148189
DE-A1- 19 921 843
WO-A-2007/110738
WO-A1-00/37344
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schneideeinheit zum Schneiden von Etiketten aus einem Etikettenstreifen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und wie aus der WO 00/37344 A1 bekannt.

    [0002] Aus der US 2002/0029856 A1 ist eine Etikettiervorrichtung bekannt. Diese Etikettiervorrichtung weist eine Schneidtrommel auf, sowie Schneidemittel, die an dieser Schneidtrommel angeordnet sind.

    [0003] Die US 4,632,721 beschreibt eine Vorrichtung zum Anordnen von Etiketten an Behältnissen. Bei dieser Vorrichtung sind auf einer Schneidtrommel Schneidmesser angeordnet, die mit einem weiteren Schneideelement, das benachbart zu dieser Trommel vorgesehen ist, zusammenwirken.

    [0004] Aus der WO 2007/031502 ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Schrumpfhülsenetiketten bekannt, wobei Endbereiche dieser Etikettenabschnitte mittels eines Lasers miteinander verbunden werden.

    [0005] In der WO 2007/148189 wird eine weitere Vorrichtung zur Herstellung von Schrumpfhülsetiketten offenbart. Dabei ist eine Erzeugungsvorrichtung für eine elektrostatische Ladung vorgesehen, die Bereiche von Etiketten elektrostatisch auflädt.

    [0006] Die US 5,464,495 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anbringen von Etiketten an Behältnissen. Diese Vorrichtung weist Heizeinrichtungen auf, welche Endabschnitte der Etiketten miteinander verbindet.

    [0007] Aus der EP 095882 A2 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anordnen von Etiketten aus einem Schrumpfmaterial bekannt. Dabei wird ebenfalls eine Wärmequelle zum Anbringen der Etiketten an die Behältnisse verwendet.

    [0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schneideeinheit zu schaffen, welche mit geringeren Kosten herstellbar ist.

    [0009] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch des Gegenstand der unabhängigen Ansprüchs 1 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0010] Die vorliegende Erfindung ist auf eine Schneideeinheit zum Schneiden von Etiketten aus einem Etikettenstreifen gerichtet, wobei die Schneideeinheit eine drehbare Walze aufweist und wobei diese drehbare Walze Befestigungsmittel aufweist, um den Etikettenstreifen wenigstens zeitweise an einer Umfangswandung der Walze zu befestigen. Weiterhin ist eine Strahlungseinrichtung vorgesehen, welche zum Schneiden der Etiketten Strahlung auf die Etikettenstreifen richtet.

    [0011] Ein Strahlengang eines von der Strahlungseinrichtung auf den Etikettenstreifen gelangenden Strahls verläuft wenigstens teilweise innerhalb der Umfangswandung der drehbaren Walze, genauer gesagt, innerhalb der Innenfläche dieser Umfangswandung. Vorzugsweise weist die Strahlungseinrichtung eine Laserquelle auf, welche feststehend und insbesondere feststehend gegenüber dieser Walze angeordnet ist.

    [0012] Die Walze weist in ihrem Inneren ein Umlenkelement für die von der Strahlungseinrichtung ausgesandte Strahlung auf. Dabei ist es beispielsweise möglich, dass die Laserstrahlung von oben im Wesentlichen entlang einer Drehachse der Walze (oder parallel hierzu) auf das Umlenkelement gesandt wird und von dort (von innen) auf die Etiketten gelangt.

    [0013] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist es möglich, das Umlenkelement aus einer Gruppe von Umlenkelementen auszuwählen, welche Prismen, Spiegel und dergleichen enthält. Es wären jedoch auch andere Elemente möglich, welche das Licht reflektieren bzw. umlenken.

    [0014] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Umfangswandung in Richtung der Drehachse der Walze verlaufende Spalte auf. Durch diese Spalte hindurch kann das Laserlicht durch die Umfangswandung hindurch nach außen und damit auf die zu schneidenden Etiketten treten. Vorzugsweise sind dabei diese Spalten länger als das zu schneidende Etikett.

    [0015] Erfindungsgemäß ist das Umlenkelement ortsfest angeordnet. Dies bedeutet, dass sich das Umlenkelement, welches beispielsweise als Spiegel ausgeführt ist, mit der Walze mitdreht.

    [0016] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Umlenkelement um wenigstens eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet. Durch diese schwenkbare Anordnung kann der Laserstrahl in der Längsrichtung der besagten Spalte auf die Etiketten gerichtet werden und damit einen Schneidvorgang auslösen.

    [0017] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:

    Darin zeigen:

    Fig. 1
    eine Vorrichtung zum Anbringen von Etiketten auf Behältnissen;
    Fig. 2
    eine Teilansicht einer Schneideeinheit für die Vorrichtung aus Fig. 1;
    Fig. 3
    eine Teilansicht einer Anbringungseinheit für die Vorrichtung aus Fig. 1;
    Fig. 4
    eine Ansicht zur Veranschaulichung eines Anbringungsvorgangs;
    Fig. 5
    eine alternative Ausführungsform für einen Teil einer Anbringungseinheit; und
    Fig. 6
    eine Veranschaulichung einer erfindungsgemäßen Schneideeinheit.



    [0018] Figur 1 zeigt eine Gesamtdarstellung einer Vorrichtung 1 zum Anbringen von Etiketten auf Behältnissen. Dabei werden die zur etikettierenden Behältnisse über einen Einlaufstern 64 an eine Trägereinrichtung 16 übergeben. An dieser Trägereinrichtung 16 werden die Behältnisse zwischen der eigentlichen Trägereinrichtung 16 und einer (nicht gezeigten) Zentrierglocke auf den Flaschentisch gespannt. Dabei ist eine Vielzahl von Trageelementen bzw. Behältnisträgern vorgesehen, wobei diese Trageelemente 22 einzeln vorzugsweise mit Servomotoren angetrieben sind und im Wesentlichen beliebige auf Flaschendurchmesser und Etikettenlänge abgestimmte Drehungen gegenüber der Trägereinrichtung 16 ausführen können. Nach Durchlaufen der Trägereinrichtung werden die Behältnisse über einen Auslaufstern 66 abgeführt.

    [0019] Das Bezugszeichen 30 bezieht sich in seiner Gesamtheit auf ein Spendeaggregat für Etiketten. Dabei sind Etikettenrollen 35 vorgesehen, wobei diese auf Trägern angeordnet sind, welche einen eigenen Servoantrieb aufweisen. Ein Walzensystem aus zwei Walzen 36 und 38 und wenigstens einer Tänzerwalze 37 führt den Etikettenstreifen 8 einer Schneideeinheit 2 zu. Diese Schneideeinheit 2 weist eine drehbare Walze 42 auf, die zum Transport der Etikettenstreifen 8 insbesondere während des Schneidvorgangs dient. Um den Außenumfang dieser drehbaren Walze ist teilweise eine Führungsplatte 48 in Form eines unten genauer erläuterten Gleitblechs 48 vorgesehen. Diese Führungsplatte weist eine Aussparung auf, durch welche hindurch die Walze 42, welche als Vakuumtransportrad ausgeführt ist, mit einem Teil ihres Umfangs den Etikettenstreifen 8 berührt und dadurch transportieren kann. Die Umfangsgeschwindigkeit dieser Walze 42 entspricht vorzugsweise der Etikettenlänge pro Taktzeit.

    [0020] Das Bezugszeichen 46 bezieht sich auf eine Strahlungseinrichtung, wie insbesondere einen Laser, der zum Schneiden der Etikettenstreifen 8 in Etiketten 18 verwendet wird. Dabei weist die Strahlungseinrichtung 46 Umlenkmittel auf, welche eine Positionsänderung des entlang der Pfeile P1 und P2 ausgesandten Laserlichts ermöglichen. Genauer gesagt sind beispielsweise Spiegel oder Scanelemente vorgesehen, welche den Auftreffpunkt des Laserlichts auf der Walze 42 und damit auch auf dem Etikettenstreifen 18 mit der Bewegung des Etikettenstreifens mitführen. Durch diese vorzugsweise synchronisierte Bewegung können vertikale Schnitte der Etikettenstreifen erreicht werden.

    [0021] Das Bezugszeichen 45 bezieht sich auf eine Markierungserkennung, welche Markierungen an den Etikettenstreifen erkennt. Anhand dieser Markierungserkennung kann ein Laserscanner (nicht gezeigt) gesteuert werden, mit welchem der Etikettenstreifen 8 während des konstanten Vorschubs geschnitten wird. Damit wird die Geschwindigkeit und die Lage des Druck- bzw. Schneidbilds durch die Markierungserkennung 45 geregelt.

    [0022] Nach dem Schneidvorgang werden die so geschnittenen Etiketten an die Behältnisse 10 angeheftet. Sobald ein entsprechender Abschnitt 18a eines Etikettenstreifens auf das Behältnis 10 trifft, wird er mit Hilfe einer weiteren Strahlungseinrichtung 20, bei der es sich ebenfalls um einen Laser handelt, an das Behältnis angeheftet, wobei dieses Anheften bevorzugt mittels Punktschweißen erfolgt. Dieses Anheften erfolgt bevorzugt mit nur wenigen Schweißpunkten.

    [0023] Das Bezugszeichen 26 bezieht sich auf eine Strahlungslenkeinrichtung wie beispielsweise einen Scanner. Mit Hilfe dieser Strahlungslenkeinrichtung kann einerseits, wie auch unter Bezugnahme auf den Schneidvorgang erläutert, eine vertikal verlaufende Schweißlinie erzeugt werden, wenn der Strahl mit der Bewegung der Etiketten bzw. der Behältnisse 10 mitgeführt wird. Andererseits wird mit dieser Strahlungslenkeinrichtung auch erreicht, dass der von der Strahlungseinrichtung austretende Strahl sowohl zum Anheften des Abschnitts 18a an dem Behältnis 10 (Pfeil 3) als auch zum Verbinden der beiden Endabschnitte 18a, 18b des Etiketts 18 (Pfeil P4) verwendet werden kann.

    [0024] Dazu wird zunächst der erste Endabschnitt 18a an dem Behältnis 10 angeordnet und anschließend die Strahlungseinrichtung derart umgeschwenkt, dass die beiden Endabschnitte 18a, 18b miteinander verbunden werden können. Auch wäre es denkbar, dass der Laser 20 in Figur 1 durch während einer Abwärtsbewegung den ersten Abschnitt 18a an dem Behältnis 10 anschweißt und anschließend während einer Aufwärtsbewegung die beiden Abschnitte 18a, 18b aneinander schweißt. Auch der umgekehrte Vorgang wäre denkbar.

    [0025] Bevorzugt entspricht die Umfangsgeschwindigkeit der Behältnisse 10 in diesem Bereich genau der Transportgeschwindigkeit der Etiketten 18.

    [0026] Nach dem Anheften des Abschnitts 18a an das Behältnis wird die Eigendrehung des Behältnisses bzw. des Trageelements 22 beschleunigt, um auf diese Weise einen Abstand zu einem weiteren Folienabschnitt 18a für dessen Übergabe zu schaffen. Das Bezugszeichen 32 bezieht sich auf eine (auch als Anrollbrett bezeichnete) Führungseinrichtung, welche den Etikettenstreifen 18 während des Anbringungsvorgangs an das Behältnis führt. In einem Endbereich dieser Führungseinrichtung 32 kommt es zu einer Überlappung der beiden Endabschnitte des Etiketts. Diese beiden Endabschnitte werden ebenfalls unter Verwendung der Strahlungseinrichtung 20 zusammengeschweißt. Dieser Vorgang wird genauer unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 4 erläutert.

    [0027] Figur 2 zeigt eine detaillierte Ansicht der in Figur 1 gezeigten Schneideeinheit. Man erkennt hier wiederum die in ihrer Gesamtheit mit 48 bezeichnete Führungsplatte, die ortsfest angeordnet ist und gegenüber der sich die Walze 42 dreht. Diese Walze 42 weist eine Umfangswandung 43 auf, an deren Oberfläche eine Vielzahl von Befestigungselementen in Form von Ansauglöchern vorgesehen ist. Die (hier rechteckförmige) Aussparung 52 dient dazu, dass der Etikettenstreifen 48 durch diese Aussparung hindurch von der Walze 42 bzw. den einzelnen Befestigungselementen 44 angezogen und auf diese Weise transportiert werden kann.

    [0028] Das Bezugszeichen 45 kennzeichnet auch hier wieder die unter Bezugnahme auf Figur 1 erläuterte Markierungserkennung zum Erkennen von Markierungen 8a auf dem Etikettenstreifen. Man erkennt, dass das Etikett eine Höhe h aufweist, welche größer ist, als die Höhe h1 der Aussparung 52, jedoch kleiner als die Höhe h2 der Führungsplatte 48. Auf diese Weise dient diese Führungsplatte 48 als Gleitblech, auf welchem der Etikettenstreifen 8 stets geführt wird, d. h. auch in dem Bereich der Aussparung 52. Das Bezugszeichen 47 bezieht sich auf eine Antriebswelle zum Antrieb der Walze 42. Das Etikett wird entlang seiner gesamten Höhe geschnitten, also auch in dem Bereich, in dem sich die Führungsplatte unter dem Etikett 8 befindet.

    [0029] Figur 3 zeigt eine detaillierte Ansicht der Anbringungseinheit 4. Man erkennt hier wiederum die Führungseinrichtung 32, die in ihrem linken Teilbereich Durchgangsschlitze 33 aufweist. Durch diese Durchgangsschlitze hindurch können die Laserpunkte zum Aneinanderheften der Endabschnitte der Etiketten 18 (nicht gezeigt) verwendet werden. In Figur 3 wird das zu etikettierende Behältnis 10 während des gesamten Anbringungsvorgangs des Etiketts an der Führungsplatte 32 entlang geführt, wobei der Pfeil P5 die Transportrichtung anzeigt. Das Bezugszeichen 22 kennzeichnet das Trageelement, mittels dessen das Behältnis gedreht wird. Man erkennt hier eine schräge Linie 34, entlang derer die Laserpunkte auftreten. Die Neigung dieser Linie ist an die Drehgeschwindigkeit der Behältnisse angepasst, so dass im Ergebnis eine vertikale Schweißnaht bzw. Schweißlinie entsteht. Durch die Durchgangsschlitze wird damit eine enge Punktschweißfolge zum Aneinanderheften der Endabschnitte des Etiketts ermöglicht.

    [0030] Figur 4 zeigt eine Draufsicht zur Veranschaulichung des Schweißvorgangs. Man erkennt hier die beiden Endabschnitte 18a und 18b des Etiketts 18, welche mit Hilfe eines Schweißpunkts 39 aneinander geschweißt werden. Das Bezugszeichen 33 zeigt auch hier eine Durchtrittsöffnung der Führungseinrichtung 32.

    [0031] Damit dient die Führungseinrichtung 32 dazu, damit das Etikett glatt, d. h. ohne Verwerfungen an dem Behältnis angeordnet wird.

    [0032] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, mit deren Hilfe die Etiketten an den Behältnissen angebracht werden können. Hier wird eine durchgehende Schweißnaht verwendet und eine Vielzahl von(auch in Figur 1 gezeigten) Anstreifeinrichtungen 24 verwendet, die das bereits an das Behältnis angebrachte Etikett an diesem Behältnis anstreifen. Genauer gesagt ist hier jedem Trageelement bzw. jedem Behältnis eine Anstreifeinrichtung 24 zugeordnet. Bevorzugt bewegen sich die einzelnen Anstreifeinrichtungen 24 mit den jeweiligen Behältnissen mit.

    [0033] Diese Anstreifeinrichtungen sind dabei mechanisch gesteuert und bevorzugt entlang des Pfeils P7 verschiebbar wie auch entlang des Doppelpfeils P8 drehbeweglich. Die Verschiebbarkeit entlang des Pfeils P7 dient zur Vermeidung von Kollisionen mit anderen Elementen. Ein Anstreifkörper 25 der Anstreifeinrichtung 24 kann dabei erwärmt bzw. mit einem Heizelement ausgestattet sein. Bevorzugt jedoch werden hier die Endabschnitte des Etiketts mit Hilfe einer Liniennaht aneinander geheftet, wobei bevorzugt diese Liniennaht neben dem Anstreifkörper aufgebracht wird. Auch in diesem Fall wird die Strahlungseinrichtung 20 zum Erzeugen der Liniennaht verwendet.

    [0034] Figur 6 zeigt eine Ausführungsform für eine erfindungsgemäße Schneideeinheit. Im Gegensatz zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform, bei welcher der Etikettenstreifen von außen her geschnitten wird, erfolgt hier ein Schneiden des Etikettenstreifens 8 von innen. Zu diesem Zweck ist eine stationär angeordnete Strahlungseinrichtung 46 in Form eines Lasers vorgesehen, welche vorzugsweise im Zentrum der Schneidwalze 42 angeordnet ist. Genauer gesagt ist ein Umlenkelement 49 bzw. ein Scannkopf dieses Lasers ortsfest über eine Halterung 51, durch welche auch der Laserstrahl geführt werden kann, im Zentrum der Schneidwalze 42 angeordnet. Es wäre jedoch auch möglich, diesen Scannkopf versetzt gegenüber der Drehachse X (bzw. exzentrisch) anzuordnen. In der Umfangswandung 43 der Schneidwalze 42 sind Durchgangsöffnungen 50 bzw. Spalte angeordnet, durch welche hindurch die entlang der Pfeile P1 und P2 austretende Strahlung die Etikettenstreifen 8 schneiden kann. Bei einer weiteren Ausführungsform wäre es auch denkbar, die vollständige Strahlungseinrichtung 46 in die Schneidwalze 42 zu integrieren. Auch wäre es möglich, eine Vielzahl von Lichtleitelementen vorzusehen, welche direkt von dem Laser 46 zu den Spalten 50 geführt werden und dort unmittelbar die Etiketten schneiden. So könnten beispielsweise derartige Lichtleiter wie Glasfasern entweder mit der Schneidwalze 42 mitgedreht werden, oder ortsfest angeordnet sein und jeweils zum korrekten Zeitpunkt die Etiketten schneiden.

    [0035] So wäre es beispielsweise möglich, eine Verschiebeeinrichtung wie einen Schlitten, vorzusehen, der Enden von Glasfasern gegenüber den Längsrichtungen der Durchgangsöffnungen verschiebt, um auf diese Weise die Etiketten zu schneiden. So wäre es möglich, ein Bündel von Glasfasern vorzusehen, wobei ein Ende dieses Bündels bevorzugt symmetrisch bezüglich der Drehachse angeordnet ist und in dieses Ende das Licht eines oder mehrerer Laser eingekoppelt wird. Dieses Bündel dreht sich bevorzugt mit der Schneidwalze 42 mit und wird jedoch von einem stehenden Laser gespeist. An dem anderen Ende dieses Lichtleiterbündels kann eine Linse vorgesehen sein, welche das aus den Lichtleitern austretende Licht auf das zu scheidende Etikett fokussiert.

    [0036] Auch wäre es möglich, das Umlenkelement 49 als Spiegel auszuführen, der im Zentrum der Schneidwalze 42 angeordnet ist und der in dem Zeitraum, in dem das Etikett geschnitten wird, mit der Schneidwalze mitgedreht wird und der anschließend wieder in eine Ruhestellung zurückfällt. Dabei wäre es möglich, an der Walze entsprechende Mitnehmerelemente vorzusehen, welche den Spiegel bei bestimmten Drehstellungen mitnehmen. Auch könnten Leitkurven vorgesehen sein, welche den Spiegel während dieser Mitnahme derart schwenken bzw. kippen, dass der Etikettenstreifen entlang der Höhe h geschnitten wird.


    Ansprüche

    1. Schneideeinheit (2) zum Schneiden von Etiketten aus einem Etikettenstreifen, wobei die Schneideeinheit (2) eine drehbare Walze (42) aufweist, wobei diese drehbare Walze Befestigungsmittel (44) aufweist, um den Etikettenstreifen (8) wenigstens zeitweise an einer Umfangswandung (43) der Walze zu befestigen, und mit einer stationär angeordneten Strahlungseinrichtung (46), welche zum Schneiden der Etiketten Strahlung auf die Etikettenstreifen richtet,
    wobei
    ein Strahlengang eines von der Strahlungseinrichtung (46) auf den Etikettenstreifen (8) gelangenden Strahls wenigstens teilweise innerhalb der Umfangswandung (43) der drehbaren Walze (42) verläuft und durch in der Umfangswandung (43) der Walze (42) angeordnete Durchgangsöffnungen (50) hindurch die Etikettenstreifen (8) schneiden kann, und wobei
    die Walze in ihrem Inneren ein mit der Walze mit drehendes Umlenkelement (49) für die von der Strahlungseinrichtung (46) ausgesandte Strahlung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (49) der Strahlungseinrichtung (46) ortsfest/über eine Halterung (51) im Zentrum der Walze (42) oder versetzt gegenüber einer Drehachse (X) der Walze (42) angeordnet ist.
     
    2. Schneideeinheit (2) nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Strahlungseinrichtung eine Laserquelle (46) aufweist, welche feststehend angeordnet ist.
     
    3. Schneideeinheit (2) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Umfangswandung (43) in einer Richtung der Drehachse (X) der Walze (42) verlaufende Spalte (50) aufweist.
     


    Claims

    1. Cutting unit (2) for cutting labels out of a label strip, wherein the cutting unit (2) has a rotatable roller (42), this rotatable roller having fixing means (44) for fixing the label strip (8) at least temporarily to a circumferential wall (43) of the roller and with a radiation device (46) which is arranged in a stationary manner and which directs radiation onto the label strips for cutting the labels, wherein a course of a beam reaching the label strip (8) coming from the radiation device (46) extends at least partially inside the peripheral wall (43) of the rotatable roller (42) and can cut the label strips (8) by means of through-openings (50) arranged in the circumferential wall (43) of the roller (42) and wherein the roller has in its interior a deflection element (49) which rotates together with the roller for the radiation emitted by the radiation device (46),
    characterized in that
    the deflection element (4) of the radiation device (46) is arranged in a stationary manner by means of a holder (51) in the center of the roller (42) or in a staggered manner with respect to a rotation axis (X) of the roller.
     
    2. Cutting unit (2) according to claim 1,
    characterized in that
    the radiation device has a laser beam source (46), which is arranged in a stationary manner.
     
    3. Cutting unit (2) according to at least one of the preceding claims,
    characterized in that
    the circumferential wall (43) has gaps extending in a direction of the rotation axis (X) of the roller (42).
     


    Revendications

    1. Unité de coupe (2) permettant de couper des étiquettes dans une bande d'étiquettes, ladite unité de coupe (2) comportant un cylindre (42) rotatif, ledit cylindre rotatif comportant des moyens de fixation (44) pour fixer la bande d'étiquettes (8) au moins temporairement sur une paroi périphérique (43) du cylindre, et comportant un dispositif de rayonnement (46) monté de manière stationnaire, qui dirige le rayonnement sur la bande d'étiquettes pour couper les étiquettes,
    la trajectoire d'un rayon, parvenant depuis le dispositif de rayonnement (46) sur la bande d'étiquettes (8), s'étendant au moins en partie à l'intérieur de la paroi périphérique (43) du cylindre (42) rotatif, et pouvant couper la bande d'étiquettes (8) en passant à travers des trous débouchants (50) disposés dans la paroi périphérique (43) du cylindre (42), et
    le cylindre comportant dans sa zone intérieure un élément de déviation (49), tournant conjointement avec le cylindre, pour le rayonnement émis par le dispositif de rayonnement (46),
    caractérisée en ce que
    l'élément de déviation (49) du dispositif de rayonnement (46) est disposé de manière fixe par l'intermédiaire d'une fixation (51) au centre du cylindre (42) ou étant décalé par rapport à un axe de rotation (X) du cylindre (42).
     
    2. Unité de coupe (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de rayonnement comporte une source laser (46) qui est disposée de manière fixe.
     
    3. Unité de coupe (2) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la paroi périphérique (43) comporte des fentes (50) qui s'étendent dans une direction de l'axe de rotation (X) du cylindre (42).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente