(19)
(11) EP 2 145 981 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.01.2010  Patentblatt  2010/03

(21) Anmeldenummer: 09009126.5

(22) Anmeldetag:  13.07.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C23G 3/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 12.07.2008 DE 102008032933

(71) Anmelder: SMS Siemag Aktiengesellschaft
40237 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Schüler, Peter
    45665 Recklinghausen (DE)

(74) Vertreter: Klüppel, Walter et al
Hemmerich & Kollegen Patentanwälte Hammerstraße 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)

   


(54) Vorrichtung und Verfahren zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit auf ein metallisches Band


(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit 11 auf ein Behandlungsgut 12, insbesondere Stahlband oder Metallband mit einem Düsenrohr in dessen Wandung auf das Behandlungsgut gerichtete Spritzdüsen integriert sind, wobei das Düsenrohr ein geschlossenes Ende und ein offenes Ende aufweist, letzteres zum Zuführen der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit in das Düsenrohr. Um eine Vergleichmäßigung der Verteilung der Beiz- und Spülflüssigkeit auf dem Behandlungsgut zu erzielen, ist erfindungsgemäß ein Zuführungsrohr 17 vorgesehen, welches im Bereich der Spritzdüsen im Innern des Düsenrohres so angeordnet ist, dass eines der beiden offenen Enden des Zuführungsrohres dem geschlossenen Ende des Düsenrohres beabstandet gegenüber steht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit auf ein metallisches Behandlungsgut, insbesondere Stahlband oder Metallband, mit einem Düsenrohr in dessen Wandung auf das Behandlungsgut gerichtete Spritzdüsen integriert sind, wobei das Düsenrohr ein geschlossenes Ende und ein offenes Ende aufweist, letzteres zum Zuführen der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit in das Düsenrohr. Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen Vorrichtung.

[0002] Grundsätzlich wird zur Erhöhung der Beizwirkung in Beizen für Stähle (C- Stähle und Rostfreistähle) und Metalle (z.B. Titanlegierungen) das Beizmedium in modernen Beizenbehältern mittels Düsenrohren in einen flachen, mit Flüssigkeit gefüllten Kanal eingespritzt, durch den das Stahlband gezogen wird. Die Düsen sind gleichmäßig über die Länge des Rohres verteilt. Diese Düsenrohre sind z.B. aus der Turbulenzbeize bekannt.

[0003] Üblicherweise wird das Beizmedium an einer Seite in das Rohr eingeleitet und tritt durch Düsenöffnungen, die regelmäßig über die Breite des Beizbehälters verteilt sind, aus. Am Ende ist die Rohrleitung geschlossen. Dabei stellt sich Prinzip bedingt eine unterschiedliche Verteilung der ausströmenden Flüssigkeit ein. Bei gleicher Geometrie der Düsen liegt an den zuerst im Strömungsfluss liegenden Düsen der größte Volumenstrom/Druck und an den letzten im Rohr liegenden Düsen der geringste Volumenstrom/Druck vor. Dies wird durch den mit zunehmender Länge des Rohres auftretenden Druckabfall verursacht.

[0004] Dies kann durch unterschiedliche Ausbildung der Düsen z.B. durch in Strömungsrichtung gesehen kleiner werdende Düsenöffnungen oder durch eine Verengung des Düsenrohres zum Ende hin ausgeglichen werden. Dies gilt streng genommen aber nur für einen speziellen Betriebspunkt, da sich bei vorgegebenem Druck dort die entsprechenden durch die Geometrie eingestellten Volumenströme einstellen. Wird der Druck variiert, verändern sich die Ausströmungen der verschiedenen Düsen und es stellt sich wieder eine ungleiche Verteilung ein. Die Betriebsweise moderner Beizlinien benötigt eine Druckveränderung des zugeführten Beizmediums, um die Beizwirkung und den Temperaturaustausch zum Stahlband einzustellen.

[0005] Bezogen auf das zu beizende Produkt führt eine unterschiedliche Strömungsverteilung über die Bandbreite gesehen zu unterschiedlichem Beizangriff und damit zu Beeinträchtigungen der Produktqualität. Ebenfalls stellen sich unterschiedliche Strömungsverhältnisse im Beizbecken ein, die zu Ablagerungen und Absetzerscheinungen (Schlammbildung) führen. Die Düsen, die der Zuführung am nächsten liegen, erzeugen eine hohe Strömungsgeschwindigkeit in dem Beizbecken und die, die am Ende des Düsenrohres liegen, erzeugen eine geringere Strömungsgeschwindigkeit. Damit gibt es Bereiche im Behälter, bei denen die Schwebestoffe im Beizmedium aufgrund geringerer Strömungsgeschwindigkeit nicht in Bewegung gehalten werden können. Es besteht die Gefahr des Absetzens und Verschlammens des Behälters (Totbereiche des Behälters).

[0006] Bezüglich des Standes der Technik sei dazu beispielhaft auf die folgenden Druckschriften verwiesen:

[0007] Die EP 1 122 338 B1 betrifft eine Vorrichtung zum Aufspritzen von Beiz- oder Spülflüssigkeit auf ein langgestrecktes, metallisches Behandlungsgut, insbesondere Metallband, umfassend in einem Beizbehälter oder dergleichen ober- und/oder unterhalb der Transportebene des Behandlungsgutes in den Behälterwandungen angeordnete, mit Spritzdüsen ausgebildete, an eine Flüssigkeitsversorgung angeschlossene, äußere zylindrische Spritzrohre, wobei das äußere Spritzrohr abgedichtet auf einem Innenrohr angeordnet ist, das mit im Längenabstand der Spritzdüsen des äußeren Spritzrohres in einer Reihe vorgesehenen Öffnungen ausgebildet ist und in situ mit diesen Öffnungen auf das Behandlungsgut weisend sowie mit den Spritzdüsen des äußeren Spritzrohres fluchtend ausgebildet ist. Dabei ist vorgesehen, dass das äußere Spritzrohr um seine Längsachse verstellbar ist, mindestens zwei voneinander beabstandete Düsenreihen (I bis IV) aufweist und die Öffnungen des Innenrohres als Langlöcher ausgebildet sind. Mit einer derartigen Ausbildung sollen insbesondere die Stand- bzw. Betriebszeiten der Spritzrohre erhöht werden, wobei es dabei in einfacher Weise möglich sein soll, entweder in vorbestimmten Zeitintervallen oder bei ermittelten Verstopfungen von Spritzdüsen einer in die Betriebslage gestellten Düsenreihe durch lediglich Verdrehen des äußeren Spritzrohres eine saubere Düsenreihe in Einsatz zu bringen. Nachteilig ist bei dieser Ausführung insbesondere der hohe konstruktive Aufwand.

[0008] Die EP 1 154 043 B1 betrifft eine Anlage für die Oberflächenbehandlung eines Metallstranges, insbesondere zum Beizen eines Stahlbandes, mit einem für den in Längsrichtung beweglichen Metallstrang gebildeten Behandlungskanal und mit zur Oberfläche des Metalistranges einstellbaren Spritzdüsen, die an ein Düsenrohr für die Zufuhr der Behandlungsflüssigkeit angeschlossen sind. Dabei ist vorgesehen, dass der durch eine Bodenausmauerung und Seitenwände gebildete Behandlungskänal- Querschnitt an der Oberseite mittels eines Schwimmkörpers begrenzt ist und dass die Spritzdüsen jeweils von einer nach unten auf den Metallstrang gerichteten, steilen Stellung bis in einen zwischen dem Metallstrang und dem Schwimmkörper gebildeten Behandlungskanal unter einem spitzen, flachen Winkel mit Spritzrichtung entgegen der Bewegungsrichtung des Metallstrangs einstellbar sind. Dadurch soll es möglich sein, zum Beizen, Spülen, Reinigen oder Entfetten die kinetische Energie an den Spritzdüsen in Abhängigkeit einer Dichtwirkung am Ausgang des Behandlungskanales zu regulieren bzw. die kinetische Energie am Einlauf zu erhöhen oder reduzieren.

[0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten Vorrichtungen bzw. Verfahren unter Beibehaltung der bisherigen Vorteile in der Weise zu verbessern bzw. weiterzuentwickeln, dass die genannten Nachteile vermieden werden, wobei insbesondere eine Vergleichmäßigung des Spritzbildes erreicht werden soll.

[0010] Die Aufgabe wird bezüglich der eingangs genannten Vorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Zuführungsrohr im Bereich der Spritzdüsen im Innern des Düsenrohres so angeordnet ist, dass eines der beiden offenen Enden des Zuführungsrohres dem geschlossenen Ende des Düsenrohres beabstandet gegenüber steht.

[0011] Durch die beanspruchte Anordnung von Düsenrohr und innerem Zuführungsrohr kann der Haupteil des einseitig in das Zuführungsrohr zugeführten Beiz- und Spü-Imediums verlustfrei bis zur letzten Spritzdüse, die im Bereich des geschlossenen Endes des Düsenrohres angeordnet ist, strömen. Am anderen offenen Ende tritt das Medium aus dem Zuführungsrohr aus und prallt dann gegen das geschlossene Ende des Düsenrohres, um dort eventuell auch in einen Zwischenraum zwischen dem Zuführungsrohr und dem Düsenrohr zu verwirbeln. In dem gesamten Zwischenraum stellt sich dann ein Druckausgleich ein. Aufgrund des gleichen bzw. einheitlichen Druckes und der daraus resultierenden gleichmäßigen Strömungsverteilung in dem Zwischenraum und damit an allen Spritzdüsen, ist dann ein gleichmäßiges Besprühen des Behandlungsgutes über dessen gesamter Breite mit dem Beiz- und Spülmedium möglich. Somit kann trotz einseitiger Zuführung und prozessbedingt zeitlich unterschiedlich eingestellter Drücke immer eine gewünschte Gleichverteilung des Mediums auf dem Behandlungsgut erzielt werden.

[0012] Bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegende Erfindung ist vorgesehen, dass die Querschnittsfläche des äußeren Düsenrohres zwischen 2,5 bis 3,5 mal der Querschnittsfläche des inneren Zuführungsrohres entspricht. Diese Ausbildung ergab sich insbesondere aus Messungen und theoretischen Überlegungen der Strömungstechnik zur Erzielung einer gleichmäßigen Strömungsverteilung.

[0013] Nach einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Länge des inneren Zuführungsrohres mindestens vor der letzten Spritzdüse des äußeren Düsenrohres endet.

[0014] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Beiz- und/oder Spülflüssigkeit unter Druck in das offene Ende des Düsenrohres und gleichzeitig in das dem geschlossenen Ende des Düsenrohres abgewandte offene Ende des inneren Zuführungsrohres eingebrachtwird; dass der Anteil an der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit, welcher in das innere Zuführungsrohr eingebracht wird, nahezu ohne Druckverlust durch das Zuführungsrohr fließt, um dann aus dem anderen offenen Ende des Zuführungsrohres auszutreten, gegen das beabstandete geschlossenen Ende des Düsenrohres zu prallen und um in dem Bereich zwischen dem geschlossenen Ende des Düsenrohres und dem zugewandten offenen Ende des Zuführungsrohres und eventuell auch in einen Zwischenraum zwischen dem inneren Zuführungsrohr und dem Düsenrohr hinein zu verwirbeln; und dass die unter Druck stehende Beiz- und/oder Spülflüssigkeit in dem Zwischenraum über die Spritzdüsen nach außerhalb des Düsenrohres auf das Behandlungsgut gespritzt wird.

[0015] Bezüglich der sich ergebenden Vorteile dieses Verfahrens wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die beschriebenen Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen.

[0016] Unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden Verschlammung und ruhende Flüssigkeitsbereiche im Düsenrohr aufgrund der erfindungsgemäß realisierten Vergleichmäßigung der Eindüsung vermieden. Messungen haben dabei eine symmetrisch zur Mitte des Düsenrohres angeordnete Strömung durch die Verwendung des inneren Zuführungsrohres ergeben.

[0017] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der die in den Figuren der Zeichnung dargestellte Ausführungsform der Erfindung näher erläutert wird. Dabei sind neben den oben angeführten Kombinationen von Merkmalen auch Merkmale allein oder in anderen Kombinationen erfindungswesentlich.

[0018] Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Querschnittsansicht einer Vorrichtung zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 2
eine schematische Querschnittsansicht einer Vorrichtung zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3
eine schematische Darstellung der Strömungsverteilung der erfindungs- gemäßen Vorrichtung im Vergleich zum Stand der Technik.


[0019] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist generell mit 10 bezeichnet und dient zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit auf ein langgestrecktes, metallisches Behandlungsgut 12, insbesondere Stahlband oder Metallband. Es ist dazu in der Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik und in der Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung 10 dargestellt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 ist mit einem für das in Längsrichtung bewegliche Behandlungsgut 12 gebildeten, in den Fig. nicht separat dargestellten Behandlungskanal zum Aufnehmen von von dem Behandlungsgut abfließenden Resten der Beiz- und Spülflüssigkeit versehen. Außerdem weist die Vorrichtung zur Oberfläche 13 des Behandlungsgutes 12 gerichtete, vorzugsweise einstellbare Spritzdüsen 14 auf, die in die Wandung eines Düsenrohres 15 integriert sind. Die Zuführung der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit 11 ist von einer Seite des Düsenrohres 15 vorgesehen. Bei der in der Fig. 1 dargestellten Vorrichtung gemäß dem Stand der Technik ergeben sich dabei die oben ausführlich beschriebenen Probleme.

[0020] Es ist deshalb bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 vorgesehen, dass die Vorrichtung mit einseitiger Zuführung der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit 11 aus einem äußeren Düsenrohr 16 mit darin integrierten Spritzdüsen 14 und einem inneren Zuführungsrohr 17 besteht, siehe die Fig. 2 der Zeichnung. Der Hauptteil des einseitig zugeführten Mediums strömt dabei verlustfrei durch das innere Zuführungsrohr bis zur letzten Düsenöffnung. Am Ende des Zuführungsrohres 17 tritt das Medium aus und es ergibt sich eine gleichmäßige Strömungsverteilung über der Bandbreite des Behandlungsguts.

[0021] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Querschnittsfläche des äußeren Düsenrohres 16 zwischen 2,5 bis 3,5 mal der Querschnittsfläche des inneren Zuführungsrohres 17 entspricht.

[0022] Unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden Verschlammung und ruhende Flüssigkeitsbereiche im Düsenrohr 15 durch die Vergleichmäßigung der Eindüsung vermieden. Messungen haben dabei eine symmetrisch zur Mitte angeordnete Strömung durch Verwendung des Innenrohres 17 ergeben, siehe dazu die Fig. 3 der Zeichnung mit einer schematischen Darstellung der Strömungsverteilung der erfindungsgemäßen Vorrichtung (Kurve II) im Vergleich zum Stand der Technik (Kurve I).

Bezugszeichenliste



[0023] 
10
Vorrichtung zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit
11
Beiz- und/oder Spülflüssigkeit
12
Behandlungsgut
13
Oberfläche (von 12)
14
Spritzdüse
15
Düsenrohr
16
äußeres Düsenrohr
17
inneres Zuführungsrohr



Ansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Aufspritzen von Beiz- und/oder Spülflüssigkeit (11) auf ein metallisches Behandlungsgut (12), insbesondere Stahlband oder Metallband, mit einem Düsenrohr (15) in dessen Wandung auf das Behandlungsgut gerichtete Spritzdüsen (11) integriert sind, wobei
das Düsenrohr ein geschlossenes Ende und ein offenes Ende aufweist, letzteres zum Zuführen der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit (11) in das Düsenrohr (15);
gekennzeichnet durch
ein Zuführungsrohr (17), welches im Bereich der Spritzdüsen im Innern des Düsenrohres so angeordnet ist, dass eines der beiden offenen Enden des Zuführungsrohres dem geschlossenen Ende des Düsenrohres beabstandet gegenüber steht.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querschnittsfläche des äußeren Düsenrohres (16) zwischen 2,5 bis 3,5 mal der Querschnittsfläche des inneren Zuführungsrohres (17) entspricht.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge des inneren Zuführungsrohres (17) mindestens vor der letzten Spritzdüse (14) des äußeren Düsenrohres (16) endet.
 
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das innere Zuführungsrohr koaxial zu dem Düsenrohr in dessen Innern angeordnet ist.
 
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zuführungsrohr im Innern des Düsenrohres lediglich punktuell, z.B. durch einzelne radiale Streben, gegen das Düsenrohr abgestützt ist, so dass sich die Beiz- und/oder Spülflüssigkeit in einem gesamten Zwischenraum zwischen der Außenseite des Zuführungsrohrs und der Innenseite des Düsenrohrs verteilen und ausbreiten kann.
 
6. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beiz- und/oder Spülflüssigkeit unter Druck in das offene Ende des Düsenrohres und gleichzeitig in das dem geschlossenen Ende des Düsenrohres abgewandte eine offene Ende des inneren Zuführungsrohres eingebracht wird;
dass der Anteil an der Beiz- und/oder Spülflüssigkeit, welcher in das innere Zuführungsrohr eingebracht wird, nahezu ohne Druckverlust durch das Zuführungsrohr fließt, um dann aus dem anderen offenen Ende des Zuführungsrohres auszutreten, gegen das beabstandete geschlossenen Ende des Düsenrohres zu prallen und um in dem Bereich zwischen dem geschlossenen Ende des Düsenrohres und dem zugewandten anderen offenen Ende des Zuführungsrohres und eventuell auch in einen Zwischenraum zwischen dem inneren Zuführungsrohr und dem Düsenrohr hinein zu verwirbeln; und dass die unter Druck stehende Beiz- und/oder Spülflüssigkeit in dem Zwischenraum über die Spritzdüsen nach außerhalb des Düsenrohres auf das Behandlungsgut gespritzt wird.
 




Zeichnung














Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente