[0001] Die Erfindung betrifft einen Drehübertrager, wobei der Drehübertrager ein elektrisch
leitendes erstes Element und ein elektrisch leitendes zweites Element aufweist, wobei
das zweite Element gegenüber dem ersten Element drehbar angeordnet ist, wobei das
erste und das zweite Element durch einen Spalt von einander getrennt angeordnet sind,
wobei im Spalt eine elektrisch leitende Flüssigmetalllegierung angeordnet ist, die
eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Element bewirkt,
wobei der Drehübertrager zur Verhinderung eines Kontakts der Plüssigmetalllegierung
mit gasförmigen Sauerstoff eine für gasförmigen Sauerstoff undurchlässige Sperrflüssigkeit
aufweist, wobei die Sperrflüssigkeit zwischen der Flüssigmetalllegierung und einem
mit der Sperrflüssigkeit in Kontakt stehenden flüssigkeitsabdichtenden Dichtelement
angeordnet ist, wobei die Flüssigmetalllegierung und die Sperrflüssigkeit derart angeordnet
sind, dass diese einen Kontakt zueinander aufweisen, und wobei als Sperrflüssigkeit
eine Flüssigkeit vorgesehen ist, die nicht chemisch mit der Flüssigmetalllegierung
reagiert und sich nicht mit der Flüssigmetalllegierung vermischt.
[0002] Insbesondere auf dem technischen Gebiet der Automatisierungstechnik muss häufig ein
elektrischer Strom von einem ruhenden System auf ein rotierendes System oder umgekehrt
übertragen werden. Hierzu werden Drehübertrager eingesetzt, die üblicherweise auf
Basis von Schleifringen den elektrischen Strom übertragen.
[0003] Weiterhin ist aus der
WO 2005/062432 A1 ein Drehübertrager bekannt, der auf Basis einer elektrisch leitenden Flüssigmetalllegierung
eine Übertragung des elektrischen Stroms zwischen dem ruhenden System und dem drehenden
System ermöglicht. Als Flüssigmetalllegierung werden dabei üblicherweise Gallium-
oder Indiumverbindungen oder ein Eutektikum aus den Metallkomponenten Gallium, Indium
und zinn verwendet. Flüssigmetalllegierungen weisen den Nachteil auf, dass diese stark
mit Sauerstoff reagieren und dabei ihre Eigenschaften nachteilig verändern, so kann
z.B. bei Reaktion mit Sauerstoff das Flüssigmetall seine Viskosität und/oder Adhäsion
verändern und es kann zu Verklumpungen der Flüssigmetalllegierung kommen, was den
Drehübertrager unbrauchbar macht.
[0004] Wenn der Drehübertrager unter Umgebungsluftbedingungen eingesetzt werden soll, muss
der Drehübertrager oder zumindest Teile des Drehübertragers deshalb sehr gut gegen
das Eindringen von gasförmigem Sauerstoff aus der Umgebungsluft gasdicht abgedichtet
sein. Die technische Realisierung einer sehr guten gasdichten Abdichtung eines rotierenden
Elementes gegenüber einem ruhenden Element ist technisch nur sehr schwer realisierbar.
[0005] Zur Realisierung der unbedingt notwendigen sehr guten gasdichten Abdichtung um ein
in Kontakt treten der Flüssigmetalllegierung mit dem gasförmigen Sauerstoff der Umgebungsluft
zu verhindern, wird in der
WO 2005/062432 A1 gelehrt die Abdichtung gegenüber dem gasförmigen Sauerstoff mit Hilfe einner auf
Basis einer magnetisch leitenden Flüssigkeit, wie z.B. einem Ferrofluid, beruhenden
Dichtung zu realisieren. Solche auf Basis von magnetisch leitenden Flüssigkeiten beruhenden
Dichtungen weisen im Allgemeinen einen vorzugsweise ringförmigen Magneten auf, von
dem die Flüssigkeit in Folge ihrer magnetisch leitenden Eigenschaft angezogen wird.
Durch den ringförmigen Magneten ist die sich drehende Welle hindurchgeführt und die
magnetisch leitende Flüssigkeit ist im Spalt zwischen der Welle und dem ringförmigen
Magneten angeordnet und wird durch die magnetische Anziehungskraft des Magneten im
Spalt gehalten. Die magnetisch leitende Flüssigkeit dichtet den Spalt mit sehr guter
Wirkung gasdicht ab. Nachteilig beim Einsatz einer solchen auf einer magnetisch leitenden
Flüssigkeit basierenden Dichtung ist, dass diese technisch aufwändig und teuer ist.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass magnetisch leitende Metalle zwar eine gute
gasabdichtende Eigenschaften aufweisen, aber auf der anderen Seite auch mit der Flüssigmetalllegierung,
die zur Übertragung des elektrischen Stromes dient chemisch reagieren, was wiederum
die Flüssigmetalllegierung und die auf die magnetisch leitende Flüssigkeit beruhende
Dichtung unbrauchbar macht. Zur Verhinderung eines Kontakts zwischen der magnetisch
leitenden Flüssigkeit und der Flüssigmetalllegierung wird deshalb in der
WO 2005/062432 A1 vorgeschlagen, eine beliebige Flüssigkeit, die chemisch nicht mit der Flüssigetalllegierung
reagiert zwischen der auf der magnetisch leitenden Flüssigkeit basierenden Dichtung
und der Flüssigmetalllegierung anzuordnen.
[0006] In der
WO 2005/062432 A1 wird somit zusammenfassende die Lehre offenbart, zur Realisierung einer gasdichten
Abdichtung um das Einbringen von gasförmigen Sauerstoff in den Drehübertrager zu verhindern,
eine auf Basis einer magnetisch leitenden Flüssigkeit basierenden Dichtung einzusetzen.
Die dahinter angeordnete Flüssigkeit ist im Prinzip beliebig und muss lediglich die
chemische Eigenschaft aufweisen, dass diese nicht mit der Flüssigmetalllegierung chemisch
reagiert.
[0007] Aus der
DE 10 2004 027 534 A1 ist eine Windkraftanlage mit einem Windkraftgenerator, der einen Stator und einen
Rotor aufweist und mit einer Stromübertragungseinrichtung zur zeitweisen Speisung
einer Wicklung des Rotors bekannt, wobei der Strom der Wicklung des Rotors über eine
Flüssigmetalllegierung von einem feststehenden zum rotierenden Teil übertragen wird.
[0008] Aus der Patentschrift
US 3,972,577 ist ein Drehübertrager bekannt, bei dem eine Kontaktanordnung in einem wasserdichten
Gehäuse, das mit einer elektrisch isolierenden Flüssigkeit gefüllt ist, angeordnet
ist. Die Kontaktanordnung umfasst mehrere elektrisch leitende erste Kontaktelemente
und mehrere elektrisch leitenden zweite Kontaktelemente, wobei die zweiten Kontaktelemente
gegenüber den ersten Kontaktelementen drehbar angeordnet sind, wobei die ersten Kontaktelemente
von den zweiten Kontaktelementen jeweils durch einen Spalt von einander getrennt angeordnet
sind und wobei im Spalt eine elektrisch leitende Flüssigkeit angeordnet ist, die eine
elektrisch leitende Verbindung zwischen jeweils einem ersten und einem zweiten Kontaktelement
bewirkt.
[0009] Weiterhin sind noch spezielle Lagersysteme bekannt, bei denen zur Übertragung von
Strom eine elektrisch leitende Flüssigmetalllegierung vorgesehen ist. Solche Lagersysteme
werden z.B. bei Röntgenröhren eingesetzt. Dabei wird das gesamte Lagersystem in einem
evakuierten oder mit einem Schutzgas gefüllten Raum, wie z.B. einer Glaskugel angeordnet,
die das Lagersystem gasdicht gegenüber der Umgebungsluft abdichtet.
[0010] Es ist Aufgabe der Erfindung einen Drehübertrager zu schaffen, der in Umgebungsluft
einsetzbar ist und keine auf einer magnetisch leitenden Flüssigkeit beruhende Dichtung
aufweist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch einen Drehübertrager mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch
1 gelöst.
[0012] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0013] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn die Flüssigmetalllegierung und die Sperrflüssigkeit
derart angeordnet sind, dass diese einen Kontakt zueinander aufweisen, wobei als Sperrflüssigkeit
eine Flüssigkeit vorgesehen ist, die nicht chemisch mit der Flüssigmetalllegierung
reagiert und sich nicht mit der Flüssigmetalllegierung vermischt. Hierdurch wird ein
besonders einfacher Zusammenbau ermöglicht.
[0014] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Dichtelement als Dichtring ausgebildet
ist. Eine Ausbildung des Dichtelements als Dichtring, insbesondere in Form eines Simmerings,
stellt eine übliche Ausbildung des Dichtelements dar.
[0015] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Drehübertrager eine Druckeinstelleinrichtung
zur Einstellung eines Sperrflüssigkeitsdrucks der Sperrflüssigkeit aufweist. Handelsübliche
flüssigkeitsabdichtende Dichtelemente können im Allgemeinen nicht vollständig ein
Austreten der sperrflüssigkeit aus dem Drehübertrager verhindern, da am Dichtelement
oftmals, wenn auch nur in sehr geringen Mengen und über einen längeren Zeitraum verteilt,
Sperrflüssigkeit aus dem Drehübertrager austreten kann. Um infolge das Auftreten eines
Vakuums im Drehübertrager zu verhindern, ist das Vorhandensein einer Druckeinstelleinrichtung
zur Einstellung eines Sperrflüssigkeitsdrucks der Sperrflüssigkeit von Vorteil.
[0016] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Sperrflüssigkeit nicht elektrisch
leitend ist, da dann der Drehübertrager besonders einfach aufgebaut werden kann.
[0017] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Sperrflüssigkeit in Form eines Öls
vorliegt. Öle, insbesondere Paraffinöle, Silikonöle oder ein Gemisch von Paraffinöl
und Silikonöl sind in Folge ihrer chemischen Zusammensetzung für gasförmigen Sauerstoff
undurchlässig und reagieren chemisch nicht mit der Flüssigmetalllegierung. Weiterhin
sind sie weder magnetisch leitend noch elektrisch leitend.
[0018] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, eine Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine
und/oder einen Roboter mit dem erfindungsgemäßen Drehübertrager auszubilden.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher erläutert. Dabei zeigen:
- FIG 1
- einen erfindungsgemäßen Drehübertrager und
- FIG 2
- eine Detailansicht eines Bereichs des erfindungsgemäßen Drehübertragers.
[0020] In FIG 1 ist in Form einer schematisiert dargestellten Schnittzeichnung ein erfindungsgemäßer
Drehübertrager 1 dargestellt. Der Drehübertrager 1 ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels
mit Ausnahme der Welle 8 im Wesentlichen spiegelsymmetrisch in Bezug zu einer Symmetrielinie
3 aufgebaut. Der Übersichtlichkeit halber sind deshalb im Wesentlichen nur die links
von der Symmetrielinie 3 angeordneten Elemente des Drehübertragers 1 mit Bezugszeichen
versehen.
[0021] Der Drehübertrager 1 weist ein elektrisch leitendes vorzugsweise ruhendes erstes
Element 6 auf. Weiterhin weist der Drehübertrager eine mittels der Lager 12a und 12b
drehbar gelagerte nicht elektrisch leitende Welle 8 auf. Ein elektrisch leitendes
zweites Element 7 ist mit der Welle 8 drehfest verbunden, so dass sich das zweite
Element 7 mit der Welle mitdreht. Das zweite Element 7 ist somit gegenüber dem ersten
Element 6 drehbar angeordnet, wobei das erste und das zweite Element durch einen Spalt
9 von einander getrennt angeordnet sind.
[0022] In FIG 2 ist ein in FIG 1 mit dem Bezugszeichen 19 versehener Bereich vergrößert
im Detail dargestellt. Wie schon oben gesagt, weist der Drehübertrager 1 zwischen
dem ersten Element 6 und dem zweiten Element 7 einen Spalt 9 auf. Im Spalt 9 ist eine
elektrisch leitende Flüssigmetalllegierung 21 angeordnet, welche eine elektrisch leitende
Verbindung zwischen dem ersten Element 6 und dem drehbar angeordneten zweiten Element
7 herstellt. Wird nun, eine von einer Spannungsquelle 25 erzeugte Spannung U
1 über einen Widerstand 27 zwischen erstem Element 6 und zweitem Element 7 angelegt,
was in FIG 1 schematisiert dargestellt ist, so wird ein Strom I
1 vom ruhenden ersten Element 6 über die Flüssigmetalllegierung 21 zum zweiten Element
7 übertragen. Der Drehübertrager dient somit zum Übertragen eines elektrischen Stroms
I
1 zwischen dem ersten Element und dem gegenüber dem ersten Element drehbar angeordneten
zweiten Element. Über eine elektrische Leitung 31, die mit dem zweiten Element 7 elektrisch
leitend verbunden ist und durch die nicht elektrisch leitende Welle 8 (Welle kann
z.B. aus Plastik bestehen) geführt ist wird der Strom I
1 vom zweiten Element 7 nach Außen geführt.
[0023] Um ein Austreten der Flüssigmetalllegierung 21 aus dem Spalt 9 zu verhindern, weist
das erste Element 6 und zweite Element 7 jeweils eine Oberflächenbeschichtung 22 auf,
die für eine gute Benetzung des ersten Elements 6 und des zweiten Elements 7 mit der
Flüssigmetalllegierung 21 sorgt, sowie jeweilig eine weitere Oberflächenbeschichtung
23 auf, die für eine schlechte Benetzung des ersten Elements 6 und des zweiten Elements
7 mit der Flüssigmetalllegierung 21 im Bereich der weiteren Oberflächenbeschichtung
23 sorgt. Die beiden Oberflächenbeschichtungen sorgen dafür, dass die Flüssigmetalllegierung
21 nicht aus dem Spalt 9 austritt.
[0024] Zur Verhinderung eines Kontakts der Flüssigmetalllegierung 21 mit gasförmigen Sauerstoff
aus der Umgebungsluft des Drehübertragers weist der Drehübertrager 1 erfindungsgemäß
eine nicht magnetisch leitende und für gasförmigen Sauerstoff undurchlässige Sperrflüssigkeit
10 auf, wobei die Sperrflüssigkeit 10 zwischen der Flüssigmetalllegierung 21 und einem
mit der Sperrflüssigkeit 10 in Kontakt stehenden flüssigkeitsabdichtenden Dichtelement
13 angeordnet ist.
[0025] Das flüssigkeitsabdichtende Dichtelement 13 (siehe FIG 1) liegt im Rahmen des Ausführungsbeispiels
in Form eines Dichtrings, wie z.B. einem Simmerring vor und verhindert ein Austreten
der Sperrflüssigkeit 10 aus dem Drehübertrager 1. Das Dichtelement 13 weist eine Dichtlippe
29 auf, die in Folge der gebogenen Form des Dichtelements 13 gegen die drehbar gelagerte
Welle 8 gepresst wird und somit ein Auslaufen der Sperrflüssigkeit 10 zum Lager 12a
hin und in Folge aus dem Drehübertrager 1 hinaus, verhindert. Wichtig ist, dass mittels
des Dichtelements 13 erfindungsgemäß nur noch eine Abdichtung gegenüber einer Flüssigkeit,
nicht aber mehr wie beim Stand der Technik eine sehr gute Abdichtung gegen gasförmigen
Sauerstoff realisiert werden muss. Flüssigkeitsabdichtende Dichtelemente, wie z.B.
Dichtringe, sind Massenware und deshalb entsprechend sehr günstig im Gegensatz zu
den beim Stand der Technik verwendenden auf magnetisch leitende Flüssigkeiten basierende
sogenannten Ferrofluiddichtungen. Die Abdichtung des Drehübertragers 1 gegenüber gasförmigem
Sauerstoff aus Umgebungsluft wird solchermaßen erfindungsgemäß zweistufig erzielt.
Zunächst wird mittels der Sperrflüssigkeit 10 eine gasdichte Absperrung der Flüssigmetalllegierung
gegenüber gasförmigen Sauerstoff realisiert und in einer weiteren Stufe wird durch
eine flüssigkeitsabdichtende Dichtung das Ausfließen der Sperrflüssigkeit 10 verhindert.
[0026] Die Sperrflüssigkeit 10 gewährleistet eine gasdichte Abdichtung des Spalts 9. Wie
schon gesagt, ist das Dichtelement 13 zwar flüssigkeitsabdichtend, aber nicht gasabdichtend.
Durch den Dichtspalt zwischen der Dichtlippe 29 und der Welle 8 eindringender gasförmiger
Sauerstoff wird durch die Sperrflüssigkeit 10 am Eindringen in den Spalt 9 gehindert
und damit ein Kontakt zwischen gasförmiger Sauerstoff und der Flüssigmetalllegierung
21 verhindert.
[0027] Wichtig ist festzuhalten, dass die Sperrflüssigkeit 10 für gasförmigen Sauerstoff
undurchlässig ist, d.h. die Sperrflüssigkeit 10 muss die Eigenschaft haben, dass kein
gasförmiger Sauerstoff durch sie hindurch diffundieren kann. Destilliertes Wasser
als Sperrflüssigkeit 10 wäre z.B. vollkommen ungeeignet, da dieses für gasförmigen
Sauerstoff durchlässig ist, da gasförmiger Sauerstoff durch das Wasser hindurch diffundieren
kann und somit in Kontakt der Flüssigmetalllegierung 21 treten könnte. Es sind somit
nur ganz bestimmte Flüssigkeiten, welche von ihren molekularen und/oder atomaren Bindungseigenschaften
undurchlässig für gasförmigen Sauerstoff sind als Sperrflüssigkeit geeignet. Besonders
geeignet als Sperrflüssigkeit sind dabei Öle. Das Öl kann z.B. in Form von Paraffinöl
oder Silikonöl oder einem Gemisch aus Paraffinöl und Silikonöl vorliegen.
[0028] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels ist, wie in FIG 2 dargestellt, die Flüssigmetalllegierung
21 und die Sperrflüssigkeit 10 derart angeordnet, dass diese einen Kontakt zueinander
aufweisen, wobei als Sperrflüssigkeit eines Flüssigkeit vorgesehen ist, die zusätzlich
zu den oben genannten Eigenschaften nicht chemisch mit der Flüssigmetalllegierung
reagiert und sich nicht mit der Flüssigmetalllegierung vermischt. Die Sperrflüssigkeit
kann zur Verhinderung einer Vermischung mit der Flüssigmetalllegierung eine unterschiedliche
Dichte aufweisen oder eine von der Flüssigmetalllegierung unterschiedlichen Stoffpaarung
(polar oder unpolar) aufweisen. Als Sperrflüssigkeit eignen sich hierbei wie schon
oben gesagt Öle, wie z.B. Paraffinöle, Silikonöle oder eine Mischung von beiden Ölen.
Alternativ oder zusätzlich kann das erste und das zweite Element eine Beschichtung
aufweisen, die die Sperrflüssigkeit abstößt. Die weitere Beschichtung 23 kann so z.B.
derart ausgebildet sein, dass diese neben der Flüssigmetalllegierung 21 auch gleichzeitig
die Sperrflüssigkeit 10 abstößt. Die Beschichtung zur Abstoßung der Sperrflüssigkeit
kann jedoch auch zusätzlich zur Beschichtung 22 und der weiteren Beschichtung 23 vorhanden
sein. Solchermaßen wird ein Eindringen der Sperrflüssigkeit 10 in den Spalt 9 verhindert
und somit einen Kontakt der Sperrflüssigkeit 10 mit der Flüssigmetalllegierung 21
verhindert.
[0029] Weiterhin sei an dieser Stelle angemerkt, dass vorzugsweise die Sperrflüssigkeit
nicht elektrisch leitend ist, was bei der Verwendung eines Öls als Sperrflüssigkeit
gegeben ist, da dann der Aufbau des Drehübertragers besonders einfach gestaltet werden
kann.
[0030] In der Regel sind handelsübliche flüssigkeitsabdichtende Dichtelemente, wie z.B.
Gleitring- oder Radialdichtungen nicht 100% flüssigkeitsdicht, sondern es tritt am
Dichtungsspalt zwischen dem Dichtelement 13 und der Welle 8 eine kleine Leckage auf,
über die in sehr geringen Mengen Sperrflüssigkeit am Dichtelement nach außen dringen
kann. Um zu verhindern, dass sich in Folge im Drehübertrager 1 ein Vakuum bildet,
dass das Eindringen von gasförmigem Sauerstoff begünstigen könnte, weist der Drehübertrager
eine Druckeinstelleinrichtung 15, die aus einer Stellschraube 16, einem Federelement
17 und einem Stößel 18 besteht. Über ein Drehen der Stellschraube 16 kann die Kraft
eingestellt werden, die die Feder 17 auf den Stößel 18 und somit auf die Sperrflüssigkeit
10 ausübt. Durch Hinein- und Hinausdrehen der Stellschraube 16 kann somit der Sperrflüssigkeitsdruck
der Sperrflüssigkeit eingestellt werden, so dass dieser im Falle des Austretens von
geringen Mengen der Sperrflüssigkeit am Dichtelement 13, konstant bleibt. Wenn die
Stellschraube 16 komplett herausgedreht wird und die Feder 17 und der Stößel 18 entfernt
werden, kann über den dann entstehenden Kanal die Sperrflüssigkeit 10 auf einfache
Art und Weise nachgefüllt werden.
[0031] Weiterhin weist der Drehübertrager noch einige ruhende Gehäuseteile 30 auf.
[0032] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels ist der Drehübertrager zweikanalig ausgebildet,
d.h. er kann auch einen weiteren Strom I
2 übertragen, was in Bezug auf die Symmetrielinie 3 in FIG 1 rechtsseitig dargestellt
ist. Die beiden Kanäle sind durch die Sperrflüssigkeit 11, welche identisch mit der
Sperrflüssigkeit 10 ist, galvanisch von einander getrennt.
[0033] Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass im Sinne der Erfindung unter einem magnetisch
leitenden Stoff ein ferromagnetischer oder ferrimagnetischer Stoff verstanden wird.
Entsprechend wird im Sinne der Erfindung ein diamagnetischer Stoff oder ein paramagnetischer
Stoff als nicht magnetisch leitender Stoff angesehen, wobei insbesondere ein Stoff
der eine relative Permeabilität um 1 oder kleiner als 1 aufweist, im Sinne der Erfindung,
als nicht magnetisch leitender Stoff angesehen wird.
1. Drehübertrager, wobei der Drehübertrager (1) ein elektrisch leitendes erstes Element
(6) und ein elektrisch leitendes zweites Element (7) aufweist, wobei das zweite Element
(7) gegenüber dem ersten Element (6) drehbar angeordnet ist, wobei das erste und das
zweite Element durch einen Spalt (9) von einander getrennt angeordnet sind, wobei
im Spalt (9) eine elektrisch leitende Flüssigmetalllegierung (21) angeordnet ist,
die eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Element bewirkt,
wobei der Drehübertrager (1) zur Verhinderung eines Kontakts der Flüssigmetalllegierung
(21) mit gasförmigen Sauerstoff eine für gasförmigen Sauerstoff undurchlässige Sperrflüssigkeit
(10) aufweist, wobei die Sperrflüssigkeit (10) zwischen der Flüssigmetalllegierung
(21) und einem mit der Sperrflüssigkeit (10) in Kontakt stehenden flüssigkeitsabdichtenden
Dichtelement (13) angeordnet ist, wobei die Flüssigmetalllegierung (21) und die Sperrflüssigkeit
(10) derart angeordnet sind, dass diese einen Kontakt zueinander aufweisen, wobei
als Sperrflüssigkeit (10) eine Flüssigkeit vorgesehen ist, die nicht chemisch mit
der Flüssigmetalllegierung (21) reagiert und sich nicht mit der Flüssigmetalllegierung
(21) vermischt, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrflüssigkeit (10) nicht magnetisch leitend ist.
2. Drehübertrager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (13) als Dichtring ausgebildet ist.
3. Drehübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehübertrager (1) eine Druckeinstelleinrichtung (15) zur Einstellung eines Sperrflüssigkeitsdrucks
der Sperrflüssigkeit (10) aufweist.
4. Drehübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrflüssigkeit (10) nicht elektrisch leitend ist.
5. Drehübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrflüssigkeit (10) in Form eines Öls vorliegt.
6. Werkzeugmaschine, Produktionsmaschine und/oder Roboter mit einem Drehübertrager nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Rotary joint, wherein the rotary joint (1) has an electrically-conductive first element
(6) and an electrically-conductive second element (7), wherein the second element
(7) is disposed to allow it to rotate in respect of the first element (6), wherein
the first and the second element are disposed separated from one another by a gap
(9), wherein an electrically-conductive liquid metal alloy (21) which makes an electrically-conductive
connection between the first and second element is disposed in the gap (9), wherein
the rotary joint (1), to prevent contact between the liquid metal alloy (21) and gaseous
oxygen, has an sealing fluid (10) impermeable for gaseous oxygen, wherein the sealing
fluid (10) is disposed between the liquid metal alloy (21) and a liquid-tight sealing
element (13) standing in contact with the sealing fluid, wherein the liquid metal
alloy (21) and the sealing fluid (10) are disposed so that these are in contact with
each other, wherein a liquid is provided as the sealing fluid (10) which does not
react chemically with the liquid metal alloy (21) and which does not mix with the
liquid metal alloy (21), characterised in that the sealing fluid (10) is not magnetically-conductive.
2. Rotary joint according to claim 1,
characterised in that
the sealing element (13) is embodied as a sealing ring.
3. Rotary joint according to one of the preceding claims,
characterised in that
the rotary joint (1) has a pressure adjusting device (15) for adjusting a pressure
of the sealing fluid (10).
4. Rotary joint according to one of the preceding claims,
characterised in that
the sealing fluid (10) is not electrically-conductive.
5. Rotary joint according to one of the preceding claims,
characterised in that,
the sealing fluid (10) is present in the form of an oil.
6. Machine tool, production machine and/or robot with a rotary joint according to one
of the preceding claims.
1. Transmetteur de rotation, dans lequel le transmetteur ( 1 ) de rotation comporte un
premier élément ( 6 ) conducteur de l'électricité et un deuxième élément ( 7 ) conducteur
de l'électricité, le deuxième élément ( 7 ) étant monté tournant par rapport au premier
élément ( 6 ), le premier et le deuxième éléments étant disposés en étant séparés
l'un de l'autre par un intervalle ( 9 ), dans lequel un alliage ( 21 ) de métal liquide,
conducteur de l'électricité est disposé dans l'intervalle et provoque une liaison
conductrice de l'électricité entre le premier et le deuxième éléments, le transmetteur
( 1 ) de rotation ayant, pour empêcher un contact de l'alliage ( 21 ) de métal liquide
avec de l'oxygène gazeux, un liquide ( 30 ) d'arrêt imperméable à l'oxygène gazeux,
le liquide ( 30 ) d'arrêt étant disposé entre l'alliage ( 21 ) de métal liquide et
un élément ( 13 ) d'étanchéité, étanche au liquide et en contact avec le liquide (
10 ) d'arrêt, l'alliage ( 21 ) de métal liquide et le liquide ( 10 ) d'arrêt étant
disposés de manière à être en contact l'un avec l'autre, dans lequel il est prévu
comme liquide ( 10 ) d'arrêt un liquide, qui ne réagit pas chimiquement sur l'alliage
( 21 ) de métal liquide et qui ne se mélange pas à l'alliage ( 21 ) de métal liquide,
caractérisé en ce que le liquide ( 10 ) d'arrêt n'est pas conducteur magnétiquement.
2. Transmetteur de rotation suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément ( 13 ) d'étanchéité est constitué en joint torique.
3. Transmetteur de rotation suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le transmetteur ( 1 ) de rotation comporte un dispositif ( 15 ) de réglage de la pression
pour régler une pression du liquide ( 10 ) d'arrêt.
4. Transmetteur de rotation suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le liquide ( 10 ) d'arrêt n'est pas conducteur de l'électricité.
5. Transmetteur de rotation suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liquide ( 10 ) d'arrêt se présente sous la forme d'une huile.
6. Machine-outil, machine de production et/ou robot ayant un transmetteur de rotation
suivant l'une des revendications précédentes.