[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneideinrichtung zum Schneiden von Haaren gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Schneideinrichtung ist aus der
US 4,803,780 bekannt. Allerdings ist deren mit Vorsprüngen versehene Klinge nicht angetrieben.
[0003] Auch aus der
EP 1 140 437 B1 wie aus der
DE 26 46 818 A sind bereits derartige Schneideinrichtungen bekannt. Dabei gleiten die Kontaktflächen
der beiden Klingen derart gegeneinander, daß bei der Hin- und Herbewegung (P) in die
Zahnlücken der Zähne gelangende Haare von den an den Übergängen der Kontaktflächen
zu den Seitenflächen der Zähne ausgebildeten Schneidkanten eingeklemmt und anschließend
abgeschert bzw. abgeschnitten werden. Die durch die gegenüberliegenden Zähne gebildeten
Schneidspalte werden entsprechend der Hin- und Herbewegung der Klingen ständig vergrößert
und wieder verkleinert bzw. sogar völlig verschlossen, um über die ganze Länge einer
Schneidkante die Haare erfassen und abschneiden zu können. Bei beiden oben erwähnten
Schneideinrichtungen sind die Zähne des einen Messers länger als die Zähne des anderen
Messers, so daß die Kammenden des einen Messers über die Kammenden des anderen Messers
nach vorne hinausragen.
[0004] Aus der
DE 103 44 566 A1 ist weiterhin ein Schersystem bekannt, bei dem der aus einem Ober- und Untermesser
bestehenden Schneideinrichtung eine Zuführvorrichtung vorgelagert ist, die relativ
zum Obermesser oszillierend hin- und herbewegt wird. Mit der Zuführvorrichtung soll
einerseits eine möglichst gründliche und hautschonende Haarentfemung möglich sein
und andererseits sollen insbesondere auch lange und/oder eng an der Haut anliegende
Haare mit einer vergleichsweise hohen Wahrscheinlichkeit vom Schersystem erfaßt und
entfernt werden. Bei dieser Ausführungsform bildet die Zuführvorrichtung eine vom
Antriebssystem zusätzlich hin- und herbewegte Einheit, die der eigentlichen Schneideinrichtung
vorgestellt ist.
[0005] Schließlich ist noch aus der
DE 10 2005 002 895 A1 ein elektrisches Haarschneidegerät bekannt, bei dem die Außenfläche des Obermessers
eines Mittelschneiders erhabene Bereiche aufweist, die während eines Rasiervorganges
den Kontakt zur Hautoberfläche einer Bedienungsperson herstellen. Durch die erhabenen
Bereiche sollen beim Rasiervorgang auch die eng an der Haut anliegenden längeren Haare
möglichst zuverlässig erfaßt und vom Mittelschneider durchtrennt werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Schneideinrichtung zu schaffen, bei der mit
besonders einfachen Mitteln auch eng an der Haut anliegende Haare besser von den Zähnen
erfaßt, in die Zahnlücken eingefädelt und schließlich von der Schneideinrichtung abgeschnitten
werden.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Dadurch, daß auf der Seite der Kontaktflächen an den überstehenden Abschnitten
der Zähne der einen Klinge Vorsprünge ausgebildet sind, sind diese den Zähnen der
anderen Klinge vorangestellt bzw. vorgelagert. Beim Rasiervorgang, also bei der Bewegung,
bei der die unrasierte Haut zunächst erst gegen die Spitzen der längeren Zähne gerät,
werden durch die Vorsprünge die Haare besser erfaßt, aufgerichtet und leichter den
Schneidspalten zugeführt, was zu einem besseren Rasierergebnis führt. Da durch die
Vorsprünge die Spitzen der dahinter liegenden Zähne der anderen Klinge mehr geschützt
sind, werden sie auch weniger in Kontakt mit der Hautoberfläche gebracht, was eine
die Haut mehr schonende Rasur ergibt. Durch die Erfindung bedarf es keiner zusätzlichen
Bauteile, wie Umlenkhebel oder Achsen, was den Fertigungsaufwand reduziert.
[0008] Durch die Erfindung können die Kanten an den Zähnen der anderen, nachgestellten Klinge
scharfkantig ausgebildet sein. Scharfkantige Klingen verbessern nämlich das Aufrichten
und Einfädeln der Haare in die Schneidspalte, würden aber die Hautoberfläche stärker
strapazieren, wenn nicht erfindungsgemäß den nachgestellten Zahnspitzen die Vorsprünge
vorgelagert wären. Dadurch ergibt sich also ein besseres Rasierergebnis bei größerer
Hautschonung.
[0009] Die Klingenbewegung richtet sich zweckmäßigerweise nach der Außenkontur der Verzahnung
und kann daher geradlinig, bogen- oder kreisförmig sein.
[0010] Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 ist die mit den Vorsprüngen versehene Klinge
mit der oszillierenden Hin- und Herbewegung beaufschlagt, was das Einfädeln der Haare
in die Schneidspalte weiter begünstigt. Dabei bildet die andere Klinge den feingliedrigen
Kamm, während die mit den Vorsprüngen versehene Klinge das eigentliche Messer der
Schneideinrichtung bildet. Beim Rasiervorgang werden also durch die Hin- und Herbewegung
der Vorsprünge die Haare von diesen aufgerichtet und den Zahnlücken der anderen Klinge,
nämlich dem feingliedrigen Kamm, zugeführt, wo sie letztendlich dann ausgerichtet,
zwischen den Zähnen eingeklemmt und abgeschnitten werden. Die Vorsprünge sind rundum
verrundet und schützen so die Haut vor den scharfen Kanten der anderen, dahinter liegenden
Klinge, nämlich dem Kamm. Die sich auf der Haut bewegenden Vorsprünge könnten durch
spezielle Gestaltung gezielt zum Peeling oder Lockerung der Haare im Haarkanal verwendet
werden. Untersuchungen mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung haben gezeigt, daß
durch die Vorsprünge das Lockern der Haare verbessert und dadurch eben die Gründlichkeit
der Rasur erhöht wird.
[0011] Gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 2 werden die Vorsprünge von in ihrer Längsrichtung
zapfen- , stift- oder säulenförmig ausgebildeten Erhebungen gebildet, deren nach außen
zeigende Seitenwand stufenlos in die Seitenflächen des jeweiligen Zahnes übergeht.
Die Seitenwand eines Vorsprunges geht also eben geradlinig in die Seitenfläche eines
Zahnes über und bildet mit dem jeweiligen Zahn gemeinsam eine verlängerte Spitze.
Der Querschnitt eines Vorsprunges kann kreisförmig, oval, mehreckig oder sonst wie
ausgebildet sein, wichtig ist nur, daß beim Rasiervorgang die Hautoberfläche auf einen
zur Spitze gerundeten Vorsprung trifft, um nicht verletzt zu werden. Die Querschnitte
der Vorsprünge sowie die Zahnspitzen des Messers können auch zu den Rändern der Klingen
hin stumpfer werden, um eine größtmögliche Hautschonung zu bewirken. Die Vorsprünge
können auch als gerundete Noppen ausgebildet sein.
[0012] Nach den Merkmalen des Patentanspruchs 3 bildet die mit der Seitenfläche eines Zahnes
abschließende Mantelfläche eines Vorsprungs mit der Seitenfläche des jeweiligen Zahnes
eine gemeinsame Ebene. Dadurch werden stufige Übergänge von den Vorsprüngen zu den
Seitenflächen der Zähne an den nach außen weisenden Bereichen vermieden, was beim
Rasiervorgang die Oberfläche der Haut einer Bedienungsperson besser schont.
[0013] Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 4 verjüngt sich die Seitenwand eines Vorsprunges
zu seinem freien Ende hin. Dies ermöglicht eine einfachere Herstellung der Klinge,
die vorzugsweise im Präge-Stanz-Verfahren hergestellt wird. Dabei werden vorzugsweise
beim Prägevorgang die Vorsprünge aus der Ebene der Zähne nach oben heraus geformt.
Anschließend werden die Zähne ausgestanzt oder mit einem Laserstrahl ausgeschnitten.
[0014] Nach den Merkmalen des Patentanspruches 5 sind die Vorsprünge an ihren Stirnseiten
mit nach außen gewölbten Endabschnitten versehen. Durch die nach außen gerundeten
freien Enden der Vorsprünge wird somit beim Rasiervorgang die Haut besser geschont.
[0015] Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 6 wird die erfindungsgemäße Schneideinrichtung
als Trimmer oder Konturenschneider verwendet, d.h., die an den Spitzen der Zähne ausgebildeten
Seitenflächen bilden die Gleitfläche gegenüber der Hautoberfläche einer Bedienungsperson.
Derartige senkrecht ausgestellte Trimmer sind in der Regel an der Vorderseite eines
Rasierergehäuses angebracht, wie dies beispielsweise bei dem von der Anmelderin vertriebenen
"Braun Synchro" der Fall ist. Der Trimmer kann aber auch beispielsweise zu seinem
Gebrauch aus der Seitenwand eines Rasiererghäuses senkrecht herausgeklappt werden.
Die erfindungsgemäße Schneideinrichtung kann aber auch an einem Gerät, das als Bartschneider
Verwendung findet, ausgebildet sein.
[0016] Nach den Merkmalen des Patentanspruches 7 bildet diejenige Klinge, an der nicht die
Vorsprünge ausgebildet sind, die Kontaktfläche zur Hautoberfläche, d.h., beim Rasiervorgang
gleitet die Außenfläche des feingliedrigen Kammes an der Hautoberfläche entlang und
bildet somit in dieser Ausführungsform das Obermesser, während die mit den Vorsprüngen
versehene Klinge das Untermesser bildet, das vorzugsweise oszillierend hin- und herbewegt
werden kann. Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 9 ist die Schneideinrichtung
einem Kurzhaarschneidesystem vor- bzw. nachgelagert ist, d.h., in der einen Bewegung
ergreift zunächst die Schneideinrichtung nach der Erfindung die längeren Haare, während
anschließend der Feinschnitt durch das nachgelagerte Kurzhaarschneidesystem (bestehend
aus perforierter Folie und einem hin und hergehenden Untermesser) erfolgt.
[0017] In einer anderen Ausführungsform gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 8 bildet
die erfindungsgemäße Schneideinrichtung einen Mittelschneider, der zwischen zwei Kurzhaarschneidesystemen
zwischengelagert ist. Dabei weist die erfindungsgemäße Schneideinrichtung zu beiden
Seiten hin frei auslaufende Zähne auf, wobei an der sich hin- und herbewegenden Klinge
an den Enden der Zähne die Vorsprünge nach oben zum Kamm ragen. Dadurch sind die Zähne
der mit der Haut in Kontakt bringbaren Klinge beim Rasiervorgang in beiden Rasierrichtungen
von den Vorsprüngen geschützt nachgelagert, Ein Mittelschneider ohne den Erfindungsgegenstand
ist beispielsweise durch den von der Anmelderin seit längerem vertriebenen Rasierer
Braun "360° Complete" oder den Rasierer Braun "Pulsonic" bekannt. Bei diesen Rasierertypen
könnte anstelle des dort bekannten Mittelschneiders die erfindungsgemäße Schneideinrichtung
eingesetzt werden.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Draufsicht von rechts oben auf ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Schneideinrichtung in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Schneideinrichtung gemäß der Schnittführung I-I nach Fig.
1 in noch größerer Darstellung und
- Fig. 3
- eine gegenüber Figur 1 vergrößerte Darstellung des Ausschnittes X nach Fig. 1.
[0019] In den Figuren 1 bis 3 besteht die Schneideinrichtung 1 aus einer oberen Klinge 2
und einer unteren Klinge 3, die über aufeinander gleitende Kontaktflächen 4, 5 (Fig.
2) in Gleitkontakt stehen. An den vorderen freien Enden 6, 7 der oberen und unteren
Klinge 2, 3 sind nach den Figuren 1 und 3 kammartig ausgebildete Zähne 8, 9 in Zahnreihen
27, 28 angeordnet, deren Spitzen 10, 11 auf geraden, parallel zueinander verlaufenden
Linien, 36, 12 (hier strichpunktiert dargestellt) liegen. Der Zahngrund 13 aller Zähne
8, 9 liegt auf der geraden Linie 37 (untere Linie nicht erkennbar), wobei alle Linien
36, 12, 37 vorzugsweise parallel zueinander verlaufen.
[0020] Die obere Klinge 2 bildet nach den Figuren 1 bis 3 in diesem Ausführungsbeispiel
den eigentlichen Kamm der Schneideinrichtung 1, während die untere Klinge 3 das Messer
bildet. Vorzugsweise kann daher nur das Messer 3 in den Richtungen P oszillierend
hin- und herbewegt werden, wobei die Bewegung P vorzugsweise senkrecht bzw. quer zu
der Erstreckung der Zähne 8, 9 bzw. parallel zu der Linie 12 verläuft. In diesem Ausführungsbeispiel
ist entweder an dem Messer 3 angekoppelt oder in diesem integriert ein mit einem Antriebsteil
(nicht dargestellt) eines Elektromotors (nicht dargestellt) verbindbares Kupplungselement
14 angeordnet, über das das Messer 3 in die hin- und hergehende Schwingungen P versetzt
wird. Weiterhin ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Andrückvorrichtung, vorzugsweise
eine oder mehrere Federn, in der Schneideinrichtung 1 ausgebildet, durch die das Messer
3 mit seiner Kontaktfläche 5 gegen die Kontaktfläche 4 des Obermessers 2 gedrückt
wird.
[0021] Wie weiterhin aus den Figuren 1 bis 3 hervorgeht, erstrecken sich die Zähne 9 der
unteren Klinge 3 über die Zähne 10 der oberen Klinge 2 nach vorne über den Abschnitt
15 hinaus. Dies kann einerseits dadurch erreicht werden, daß die unteren Zähne 9 länger
sind als die oberen Zähne 8 oder andererseits dadurch, daß alle Zähne 8, 9 gleich
lang sind, jedoch gegeneinander um das Maß (a) versetzt sind.
[0022] Von der Oberfläche 16 des Messers 3, die vorzugsweise auf gleicher Höhe wie die Kontaktfläche
5 liegt, erstreckt sich nach den Figuren 1 bis 3 je ein Vorsprung 17, Die Vorsprünge
17 schützen die benachbarten Spitzen 10 der Zähne 8 der oberen Klinge 2, wenn die
Hautoberfläche 29 beim Rasiervorgang in Richtung B2 gegen die Zahnspitzen 11 gedrückt
wird. Die Vorsprünge 17 sind vorzugsweise stift- bzw. säulenförmig ausgebildet und
weisen an ihren freien Enden konvex (nach oben) gewölbte Endabschnitte 18 in Form
von Kappen auf, die mit den Oberseiten 21 der Zahnspitzen 10 vorzugsweise fluchten,
geringfügig darüber oder auch darunter verlaufen können. Die Vorsprünge 17 bilden
umfangsseitig eine Mantelfläche 19, die ohne Stufe (Fig. 2 und 3), also geradlinig
in die Seitenflächen 20 der Abschnitte 15 einlaufen, d.h., hier entstehen keine Stufen.
Nur dort, wo die Mantelfläche 19 auf die Oberfläche 16 trifft entsteht zwangsweise
eine Ecke 38; diese liegt aber geschützt im Innenbereich an den Zähnen 9. Zwischen
den Vorsprüngen 17 und den Zahnspitzen 10 ist ein geringer Spalt 22 vorhanden, damit
sich die Klingen 2, 3 in diesem Bereich ungehindert gegeneinander bewegen können.
[0023] Nach den Figuren 1 und 2 ist die obere Klinge 2 im hinteren Bereich über das Endstück
23 etwa 90° abgewinkelt, um das Obermesser 2 im Rasierergehäuse (nicht dargestellt)
zu befestigen. Die Schneideinrichtung 1 gemäß den Figuren 1 bis 3 kann auch vorzugsweise
als Trimmer eingesetzt werden, wobei sie dann vorzugsweise an der Vorderseite eines
Rasierergehäuses (nicht dargestellt) hervorsteht und senkrecht von vorne gegen die
Spitzen 10, 11 an die zu rasierende Hautoberfläche 24 geführt wird. Die Rasierbewegung
verläuft dann in Richtung C hin und her.
[0024] Da die Darstellung der Schneideinrichtung 1 nach den Figuren 1 bis 3 stark vergrößert
dargestellt wurde, ist auch die Eindringtiefe der Zähne 8, 9 an der Hautoberfläche
24 bzw. 29 stark vergrößert dargestellt. Bei der Schneideinrichtung 1 nach den Figuren
1 bis 3 wird vorzugsweise das Untermesser 3 oszillierend angetrieben. Es kann aber
auch nur das Obermesser 2 anstelle des Untermessers 3 angetrieben sein. Denkbar ist
auch, daß beide Klingen 2, 3 oszillierend bewegt werden. Als weitere Variante ist
auch möglich, daß eines der beiden Klingen 2 oder 3 angetrieben wird, während die
andere Klinge schwingend im Gehäuse (nicht dargestellt) eines Rasierapparates gelagert
ist, so daß gegensätzlich oszillierende Bewegungen die Schneidwirkung erhöhen können.
[0025] Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Schneideinrichtung 1 kann beispielsweise
bei dem von der Anmelderin seit langem vertriebenen Rasierer "Braun Synchro" anstelle
des dort vorhandenen Trimmers eingesetzt werden, wobei dann der Rasierer in Richtung
C mit den Zahnspitzen 11 auf der Hautoberfläche 24 (Fig. 2) entlang geführt wird.
Die Schneideinrichtung 1 kann aber auch als Mittelschneider, wie er beispielsweise
in dem von der Anmelderin vertriebenen Rasierer "Braun 360° Complete" oder "Braun
Pulsonic" verwendet wird, eingesetzt werden, wobei dann der Rasierer in Richtung B
auf der Hautoberfläche 29 (Fig. 2) entlang geführt wird. Um in beiden Bewegungsrichtungen
B1, B2 mit dem Mittelschneider Haare zu schneiden, müßte lediglich eine zweite Zahnreihe
(nicht dargestellt) auf der anderen Seite an der Kante 25 ausgebildet sein, wobei
dann die Oberseite 21 und nicht mehr die Spitzen 10, 11 den Kontakt zur Hautoberfläche
herstellen. Im letzteren Fall verläuft dann die Hautoberfläche 29 (Fig. 2) parallel
zu den Zähnen 8, 9 und die Endabschnitte 18 der Vorsprünge 17 gleiten auf der Haut
und richten die an der Hautoberfläche 24 anliegenden Haare (nicht dargestellt) durch
die oszillierende Bewegung der Spitzen 11 auf und führen sie den Zahnlücken 25, 26
der oberen und unteren Klinge 2, 3 zu.
[0026] Nachdem Haare in die zwischen den Zähnen 8, 9 gebildeten Schneidspalte 32 gelangen,
werden sie an den von den Seitenflächen 33, 20 zu den Kontaktflächen 4, 5 begrenzende
Schneidkanten 34, 35 bzw. den Kanten 30, 31 erfaßt und bei weiterer Verengung des
Schneidspaltes 32 von den Schneidkanten 34, 35 abgeschnitten. Durch die vorgelagerten
Vorsprünge 17 können die Zähne 8, besonders scharfe Seitenkanten 30, 31 am Übergang
der Seitenflächen 20 zu der Oberseite 21 bzw. zu der Kontaktfläche 4 aufweisen, was
auch dann auf die Spitzen 10 der oberen Klinge 2 als Kamm zutrifft. Dadurch erfolgt
eine bessere Einfädelung der Haare in den Kamm und verbessert so das Rasierergebnis.
1. Schneideinrichtung (1) zum Schneiden von Haaren mit mindestens zwei relativ zueinander
hin- und herbewegenden Klingen (2, 3), die mit quer zur Bewegungsrichtung (P) sich
erstreckenden Zähnen (8, 9) und dazwischen angeordneten Zahnlücken (25, 26) versehen
sind, wobei die Zähne (8, 9) an ihren zugewandten Abschnitten miteinander in Gleitkontakt
stehende Kontaktflächen (4, 5) aufweisen, die ihrerseits zu den die Zahnlücken (25,
26) begrenzenden Seitenflächen (33, 20) Schneidkanten (34, 35) bilden, so daß bei
der Hin- und Herbewegung (P) der Klingen (2, 3) die miteinander kooperierenden Zahnlücken
(25, 26) sich stets verändernde Schneidspalte (32) bilden, in denen Haare eingeklemmt
und anschließend abgeschnitten werden, wobei sich die freien Enden von Zähnen (9)
der einen Klinge (3) über Abschnitte (15) der freien Enden von Zähnen (8) der anderen
Klinge (2) hinaus erstrecken und daß auf der Seite der Kontaktflächen (5) von den
überstehenden Abschnitten (15) der Zähne (9) Vorsprünge (17) hervorstehen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Vorsprüngen (17) versehene Klinge (3) mit der oszillierenden Hin- und
Herbewegung beaufschlagt ist.
2. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (17) säulen- bzw. zapfenförmig ausgebildet sind.
3. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang der Mantelfläche (19) eines Vorsprungs (17) zu der Seitenfläche (20)
des jeweils zugehörigen Zahnes (9) eine gemeinsame Ebene bildet.
4. Schneideinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mantelfläche (19) eines Vorsprunges (17), ausgehend vom zugehörigen Zahn
(9), zum freien Ende hin verjüngt.
5. Schneideinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (17) an ihren Stirnseiten mit nach außen gewölbten Endabschnitten
(10) versehen sind.
6. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen (20) an den Spitzen (11) der Zähne (9) die Gleitfläche für die
Hautoberfläche (24) einer Bedienungsperson bilden.
7. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (1) einem Kurzhaarschneidesystem vor- bzw. nachgelagert ist.
8. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (1) zwischen zwei Kurzhaarschneidesystemen als Mittelschneider
ausgebildet ist.
1. A cutting device (1) for cutting hair, having at least two blades (2, 3) that move
back and forth relative to one another and which are provided with teeth (8, 9) that
extend transversally to the direction of movement (P), and tooth gaps (25, 26) arranged
therebetween, wherein the teeth (8, 9) have contact surfaces (4, 5) on their facing
sections which are in gliding contact with each other, and which, in turn, form cutting
edges (34, 35) toward the lateral surfaces (33, 20) bounding the tooth gaps (25, 26),
such that the back and forth movement (P) of the blades (2, 3) causes the tooth gaps,
cooperating with each other, to form constantly changing cutting gaps (32), in which
hair becomes clamped and is subsequently cut, wherein the free ends of teeth (9) of
the one blade (3) project via sections (15) beyond of the free ends of teeth (8) of
the other blade (2) and that projections (17) extend from the projecting sections
(15) of the teeth (9) on the side of the contact surfaces (5), characterized in that the blade (3) featuring the projections (17) is acted upon by the oscillating back
and forth movement.
2. The cutting device according to Claim 1, characterized in that the projections (17) are pillar-shaped or cone-shaped in design.
3. The cutting device according to Claim 1, characterized in that the transition of the peripheral surface (19) of a projection (17) to the lateral
surface (20) of the respective associated tooth (9) forms a common plane.
4. The cutting device according to Claim 3, characterized in that the peripheral surface (19) of a projection (17) tapers, starting from the associated
tooth (9), toward the free end.
5. The cutting device according to Claim 3, characterized in that outwardly arched end sections (10) are provided on the front faces of the projections
(17).
6. The cutting device according to Claim 1, characterized in that the lateral surfaces (20) on the tips (11) of the teeth (9) form the gliding surface
for the skin surface (24) of an operator.
7. The cutting device according to Claim 1, characterized in that the cutting device (1) is disposed upstream of or downstream of a short-hair cutting
system.
8. The cutting device according to Claim 1, characterized in that the cutting device (1) is provided as a center cutting means between two short-hair
cutting systems.
1. Dispositif de coupe (1) pour la coupe des cheveux, avec au moins deux lames (2, 3)
effectuant un mouvement alternatif l'une par rapport à l'autre, qui sont pourvues
de dents (8, 9) s'étendant transversalement à la direction de mouvement (P) et d'entredents
(25, 26) intermédiaires, dans lequel les dents (8, 9) comportent, sur leurs sections
tournées l'une vers l'autre, des surfaces de contact (4, 5) glissant l'une contre
l'autre et formant quant à elles des arêtes de coupe (34, 35) par rapport aux surfaces
latérales (33, 20) délimitant les entredents (25, 26), de sorte que lors du mouvement
alternatif (P) des lames (2, 3), les entredents (25, 26) coopérant entre eux forment
un jeu de coupe (32) constamment variable, dans lequel des cheveux sont coincés puis
coupés, où les extrémités libres des dents (9) de l'une des lames (3) s'étendent au-delà
des sections (15) d'extrémité libre des dents (8) de l'autre lame (2), et de sorte
que des saillies (17) dépassent des sections saillantes (15) des dents (9) du côté
des surfaces de contact (5), caractérisé en ce quela lame (3) pourvue de saillies
(17) est soumise au mouvement alternatif oscillant.
2. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce queles saillies (17)
sont conçues en forme de colonnes ou de cônes.
3. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que la transition entre la surface extérieure (19) d'une saillie (17) et la surface latérale
(20) de la dent (9) correspondante forme un plan commun.
4. Dispositif de coupe selon la revendication 3, caractérisé en ce quela surface extérieure
(19) d'une saillie (17) s'affine vers l'extrémité libre, en partant de la dent (9)
correspondante.
5. Dispositif de coupe selon la revendication 3, caractérisé en ce que,du côté frontal, les saillies (17) sont pourvues de sections terminales (10) voûtées
vers l'extérieur.
6. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce que, à la pointe (11) des dents (9), les surfaces latérales (20) forment la surface de
glissement pour la surface de peau (24) d'un utilisateur.
7. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce quele dispositif de
coupe (1) est monté en amont ou en aval d'un système de coupe de cheveux courts.
8. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé en ce quele dispositif de
coupe (1) est conçu comme un dispositif de coupe moyen entre deux systèmes de coupe
de cheveux courts.