Stand der Technik
[0001] Ein Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
bei welchem ein Einspritzventilglied über ein magnetbetriebenes Steuerventil angetrieben
wird, ist aus
EP-A 1 612 403 bekannt. Mit Hilfe des Steuerventils ist eine Ablaufdrossel aus einem Steuerraum
in dem Kraftstoffrücklauf verschließbar oder freigebbar. Der Steuerraum wird an einer
Seite durch einen Steuerkolben begrenzt, mit welchem ein Einspritzventilglied angesteuert
wird, welches mindestens eine Einspritzöffnung in dem Brennraum der Verbrennungskraftmaschine
freigibt oder diese verschließt. Die Ablaufdrossel ist in einem Körper aufgenommen,
welcher auf der dem Steuerraum abgewandten Seite mit einem sich verjüngenden Ventilsitz
versehen ist. In diesem Ventilsitz ist ein Schließelement stellbar, welches mit dem
Anker des Magnetventils verbunden ist. Hierzu ist am Schließelement eine Kante ausgebildet,
welche gegen den konisch ausgeformten Sitz gestellt wird. Das Schließelement bewegt
sich auf einer axialen Stange, welche mit dem Körper, mit dem die Ablaufdrossel ausgebildet
ist, einstückig verbunden ist. Damit das Ventil flüssigkeitsdicht schließt, ist es
notwendig, hochpräzise Oberflächen herzustellen und eine hochgenaue Passung des Schließelements
auf der axialen Stange vorzusehen, um zu vermeiden, dass das Schließelement taumelt
und hierdurch verkanten kann, wodurch der Sitz nicht vollständig geschlossen wird.
[0002] Bei zum Beispiel an Hochdruckspeichereinspritzsystemen (Common-Rail) eingesetzten
Kraftstoffinjektoren können hubgesteuerte Injektoren eingesetzt werden, die mittels
eines Magnetventils zur Steuerung des Druckes in einem Steuerraum betrieben werden.
Das bevorzugt nadelförmig ausgebildete Einspritzventilglied wird zum Beispiel über
einen Servosteuerraum gesteuert. Der Druck im Steuerraum wird über das Magnetventil,
welches ein kugelförmiges Schließelement aufweist, gesteuert. Das Magnetventil ist
in der Regel nicht druckausgeglichen und benötigt daher hohe Federkräfte, hohe Magnetschaltkräfte
und einen aufgrund der Dimensionierung von Feder und Magneten großen Bauraum. Von
Nachteil bei Magnetventilen, die eine Kugel als Schließelement aufweisen, ist der
Umstand, dass starke Einschränkungen hinsichtlich der Abfolgen von Mehrfacheinspritzungen
bestehen, so dass sehr kurz aufeinander folgende Einspritzabstände nicht oder nur
mit erheblichem Aufwand realisiert werden können.
[0003] Druckausgeglichene Ventile erfordern in der Regel wesentlich kleinere Federkräfte,
demzufolge kleinere Magnetkräfte, um ein Öffnen zu bewirken, sowie kleinere Ventilhübe
und erlauben somit schnellere Schaltzeiten. Mittels dieser Bauart von Magnetventilen
lässt sich eine Mehrfacheinspritzfähigkeit von Kraftstoffinjektoren verbessern. Allerdings
benötigen diese druckausgeglichen ausgestalteten Ventile eine hochdruckdichte Führung
sowie eine linienförmig verlaufende Dichtkante, die dem Führungsdurchmesser des Ventilgliedes
entsprechen, was die Druckausgeglichenheit des Magnetventils erst ermöglicht.
[0005] Kritisch ist bei den druckausgeglichen ausgebildeten Magnetventilen jedoch der Umstand,
dass sich im Laufe von deren Betriebszeit ein Verschleiß an einer Dichtkante einstellt,
da die mechanische Belastung einer linienförmig verlaufenden Sitzkante beim Schließen
des bevorzugt nadelförmig ausgebildeten Einspritzventilgliedes sehr groß ist. Des
Weiteren wird der Verschleiß dadurch gefördert, dass Verunreinigungen in verstärktem
Maße direkt an die Sitzkante gelangen können. Dies führt über die Betriebszeit des
Magnetventils gesehen zu Verschleißerscheinungen, die die Funktion eines derartig
ausgebildeten Magnetventils nicht unerheblich beeinträchtigen.
[0006] Neueste Generationen von Kraftstoffinjektoren für höchste Einspritzdrücke werden
mit leckagefrei bevorzugt nadelförmig ausgebildeten Einspritzventilgliedern ausgeführt,
indem auf eine Niederdruckstufe verzichtet wird. Durch das Fehlen dieser Niederdruckstufe
stehen nur geringe Schließkräfte zum Schließen des nadelförmig ausgebildeten Einspritzventilgliedes
zur Verfugung. Dies führt zu steil verlaufenden Kennfeldern und einer hohen Einspritztoleranz.
Üblicherweise wird daher mit einer definierten Drosselstelle eine hydraulische Schließkraft
für das nadelförmig ausgebildete Einspritzventilglied erzeugt, was jedoch zu einem
Verlust an Einspritzdruck führt.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Kraftstoffinjektor vorgeschlagen, der ein integriertes Speichervolumen
aufweist, da dadurch die Einspritztoleranzen, die sich bei Mehrfacheinspritzungen
einstellen, erheblich reduziert werden. Dies ist für zukünftig zu erwarten stehende
Einspritzstrategien von Kraftstoff zur Reduzierung der Schadstoffemissionen sehr bedeutsam.
Durch diese Einspritzstrategien verringern sich die Druckschwingungen im Kraftstoffinjektor
und gleichzeitig der bisher zu beobachtende Druckeinbruch zu Beginn einer jeden Einspritzung,
somit auch zu Beginn einer jeden Einspritzung im Rahmen von Mehrfacheinspritzungen.
Es lässt sich eine erheblich schnellere Öffnungsbewegung des nadelförmig ausgebildeten
Einspritzventilgliedes erreichen. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung
wird in vorteilhafter Weise ein Kraftstoffinjektor mit einem leckagelos ausgebildeten
Einspritzventilglied und integriertem Speichervolumen bereitgestellt, der die Anforderung
an Kennfeldsteilheit, Kleinstmengenfähigkeit und Toleranzempfindlichkeit in vollem
Maße erfüllt. Um eine optimale Auslegung eines solchen Kraftstoffinjektors zu ermöglichen,
ist ein sehr schnelle Schaltvorgänge durchführendes Schaltventil erforderlich. Andererseits
sind große Drosseldurchflüsse zur Servosteuerung notwendig, um ein einfach aufgebautes
und damit preiswertes 2/2-Wege-Magnetventil verwenden zu können. Magnetventile haben
sich zur Steuerung von Kraftstoffinjektoren aufgrund ihrer robusten Technik und der
geringen Herstellkosten sehr bewährt. Um die schnellen Schaltzeiten für Kraft-stoffinjektoren
zu realisieren, ist es notwendig, ein druckausgeglichenes Ventil zu verwenden, welches
den erforderlichen Querschnitt zur Realisierung großer Durchflüsse bei kleinen Öffnungshüben
freigibt.
[0008] Es hat sich herausgestellt, dass eine Kombination aus einem bei Hochdruckspeichereinspritzsystemen
eingesetzten Kraftstoffinjektor mit leckagelos, nadelförmig ausgebildetem Einspritzventil
und integriertem Speicher zusammen mit einem druckausgeglichenen Ventil mit einem
lose in dieses eingelassenen Druckausgleichsstift sehr vorteilhafte Wirkungen nach
sich zieht. Ein derartig ausgebildetes druckausgeglichenes Ventil erlaubt durch eine
vollständig konzentrisch ausgebildete Anordnung von Steuerraum, Ablaufkanal mit Ablaufdrossel
und Zuströmung zum Ventilsitz eine radial optimale Verteilung der Ablaufmenge am Ventilsitz
und damit einen sehr kleinen Ventilhub.
[0009] Idealerweise wird in der oben angesprochenen Kombination ein Kranstoffinjektor verwendet,
der ein im Injektorkörper integriertes Speichervolumen und ein im Kopfbereich angeordnetes
Magnetventil zur Betätigung aufweist. Das nadelförmig ausgebildete Einspritzventilglied
erstreckt sich durch das integrierte Speichervolumen, d. h. einen integrierten Speicherraum
hindurch, und ist mehrteilig ausgebildet. Bei mehrteiliger Ausbildung werden die einzelnen
Komponenten mechanisch oder hydraulisch miteinander gekoppelt. Aufgrund des Umstandes,
dass auch das integrierte Speichervolumen eines in den Injektorkörper integrierten
Speicherraumes axialsymmetrisch im Kraftstoffinjektor angeordnet ist, treten keine
asymmetrischen Verformungen durch die Druckbelastung der Injektorräume bei Hochdruck,
d. h. dem applizierten Systemdruck, auf Insbesondere wird der Ventilsitz des erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Schaltventils nicht asymmetrisch verformt, wodurch sich Dichtigkeitsprobleme
ergeben würden. Damit kann eine vorteilhafte und insbesondere kostengünstige Bauweise
des Kraftstoffinjektors erzielt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0010] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0011] Die einzige Figur zeigt den Querschnitt durch den erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Kraftstoffinjektor mit radialsymmetrisch und konzentrisch zueinander aufgebautem Steuerraum,
Ablaufkanal mit Ablaufdrossel, Ventilsitz und Zuströmraum.
Ausführungsformen
[0012] Figur 1 zeigt den erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kraftstoffinjektor im Längsschnitt.
[0013] Ein Kraftstoffinjektor 10 wird über einen Druckspeicher 12 mit unter Systemdruck
p
sys stehendem Kraftstoff beaufschlagt. Die Beaufschlagung des Druckspeichers 12 (Common-Rail)
kann durch ein Hochdruckförderaggregat, wie zum Beispiel einer Hochdruckpumpe eines
Hochdruckeinspritzsystems, erfolgen, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die
vom Druckspeicher 12 zum Kraftstoffinjektor 10 verlaufende Hochdruckleitung 14 mündet
in einen Injektorkörper 16, in dem sich ein Speichervolumen 18 befindet.
[0014] Der Kraftstoffinjektor 10 umfasst neben dem Injektorkörper 16 einen Düsenkörper 20
sowie ein Aktorgehäuse 22. Im Aktorgehäuse 22 ist ein schnell schaltendes Schaltventil
24 untergebracht, welches in der Ausführungsform des Kraftstoffinjektors 10 gemäß
der Zeichnung als Magnetventil ausgebildet ist. Das als Magnetventil ausgebildete
Schaltventil 24 umfasst einen Magnetkern 26, in den eine Magnetspule 28 eingebettet
ist. Des Weiteren befindet sich im Magnetkern 26 eine Durchgangsbohrung, in welcher
eine Ventilfeder aufgenommen ist sowie ein Druckausgleichsstift 50.
[0015] Das im Injektorkörper 16 ausgebildete Speichervolumen 18 dient der Dämpfung hydraulischer
Schwingung zwischen dem Druckspeicher 12 und dem Kraftstoffinjektor 10.
[0016] Der Kraftstoffinjektor 10 umfasst des Weiteren ein Ventilstück 30, welches einen
ersten Teil 34 eines in Figur 1 mehrteilig ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32
umschließt. Das in Figur 1 dargestellte, bevorzugt nadelförmig ausgebildete Einspritzventilglied
32 umfasst neben dem ersten Teil 34, welcher als Druckstange dient, einen zweiten,
in verringertem Durchmesser ausgebildeten nadelförmigen Teil 36. Der zweite, nadelförmig
ausgebildete Teil 36 des hier mehrteilig ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32 ist
in einen Käfig 38 geführt, der an der unteren Stirnseite des ersten druckstangenförmig
ausgebildeten Teils 34 des mehrteilig ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32 aufgenommen
ist. Die Kopplung des ersten Teils 34 und des zweiten Teils 36 des mehrteilig ausgebildeten
Einspritzventilgliedes 32 kann mechanisch oder hydraulisch erfolgen. Die obere Stirnseite
des ersten Teils 34 begrenzt einen Steuerraum 40, der im Ventilstück 30 ausgebildet
ist. Vom Steuerraum 40 aus verläuft ein Ablaufkanal 56, in dem eine Ablaufdrossel
42 ausgebildet ist. Andererseits steht der Steuerraum 40 des Ventilstücks 30 über
eine Zulaufdrossel 44 mit dem Speichervolumen 18 im Injektorkörper 16 des Kraftstoffinjektors
10 hydraulisch in Verbindung und ist dadurch stets mit Systemdruck p
sys beaufschlagt. Der Ablaufkanal 56, welcher einen Zuströmraum 58 und den im Ventilstück
30 ausgebildeten Steuerraum 40 hydraulisch miteinander verbindet, wird durch ein hülsenförmig
ausgebildetes Ventilglied 48 freigegeben oder verschlossen. In der Darstellung gemäß
Figur 1 ist das hülsenförmig ausgebildete Ventilglied 48 in einen Ventilsitz 46 oberhalb
der Mündung des Ablaufkanals 56 im Ventilstück 30 gestellt. Der Ablaufkanal 56 ist
in der Darstellung gemäß Figur 1 durch das hülsenförmige Ventilglied 48 verschlossen.
Das hülsenförmig ausgebildete Ventilglied 48 des druckausgeglichen ausgebildeten Schaltventils
24 ist einerseits am Druckausgleichsstift 50 geführt, der sich durch den Magnetkern
26 des schnell schaltenden als Magnetventil ausgebildeten Schaltventils 24 erstreckt
und sich an der Decke des Aktorgehäuses 22 abstützt und andererseits in einer außen
liegenden Führung 52, die im oberen Teil des Ventilstücks 30 ausgebildet ist, geführt.
In der außen liegenden Führung 52 im Ventilstück 30 ist eine Bohrung 54 ausgeführt,
über welche abgesteuerte Menge einem niederdruckseitig verlaufenden Rücklauf 74 zugeführt
werden kann.
[0017] Aus der Zeichnung geht darüber hinaus hervor, dass am ersten druckstangenförmigen
Teil 34 des mehrteilig ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32 eine Stützscheibe 62
aufgenommen ist, an der sich eine Schließfeder 64 abstützt. Die Schließfeder 64 stützt
sich andererseits auch an einer brennraumseitigen Stirnseite des Ventilstücks 30 ab.
[0018] Das mit dem ersten, druckstangenförmig ausgebildeten Teil 34 des mehrteilig ausgebildeten
Einspritzventilgliedes 32 mechanisch oder hydraulisch gekoppelte zweite, nadelförmig
ausgebildete Teil 36 des Einspritzventilgliedes 32, ist vom Käfig 38 umschlossen und
weist an seiner Umfangsfläche mindestens einen Anschliff 66 auf, unter welchem unter
Systemdruck p
sys stehender Kraftstoff aus dem Speichervolumen 18 dem Sitz 68 des Einspritzventilgliedes
32, insbesondere dessen zweiten Teil 36, zuströmt. Aus der Darstellung gemäß der Figur
geht hervor, dass das zweite, bevorzugt nadelförmig ausgebildete Teil 36 des mehrteilig
ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32, in seinen Sitz 68 gestellt ist und daher
in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine mündende Einspritzöffnungen 70 verschließt.
[0019] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass am hülsenförmigen Ventilglied 48 unterhalb
des Magnetkernes 26, in dem die Magnetspule 28 eingebettet ist, eine Ankerplatte 72
ausgebildet ist, die durch die Ventilfeder beaufschlagt ist, die das hülsenförmig
ausgebildete Ventilglied 48 in den Ventilsitz 46 stellt. Bei geschlossenem Ventilsitz
46 ist der Ablaufkanal 56 samt Ablaufdrossel 42 verschlossen.
[0020] Durch Bezugszeichen 76 bzw. 78 sind die konzentrische Anordnung des Steuerraums 40,
des Ablaufkanals 56 mit Ablaufdrossel 42, des Ventilsitzes 46 und des Zuströmraumes
58 bezeichnet. Durch die durch Bezugszeichen 76 bzw. 78 angedeutete konzentrische
Anordnung bzw. radialsymmetrische Anordnung der aufgezählten Komponenten wird in vorteilhafter
Weise ein maximaler Öffnungsquerschnitt bei minimalem Ventilhub des hülsenförmig ausgebildeten
Ventilgliedes 48 erreicht, so dass schnelle Schaltzeiten ermöglicht werden, die besonders
günstig für Mehrfacheinspritzungen sind. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene
Ausführungsform kann eine sehr gute Injektorabstimmung erreicht werden. Als schnell
schaltendes Schaltventil 24 wird bevorzugt ein Magnetventil eingesetzt, mit welchem
der Druck im Steuerraum 40 gesteuert werden kann. Als Magnetventile ausgebildete Schaltventile
24 sind technisch ausgereift und erlauben schnell hintereinander folgende Schaltvorgänge,
zudem sind diese sehr kostengünstig.
[0021] Bei Ansteuerung des schnell schaltenden Schaltventils 24, welches bevorzugt als Magnetventil
ausgebildet ist, wird der Ventilsitz 46 geöffnet, da die Ankerplatte 72 des hülsenförmig
ausgebildeten Ventilgliedes 48 durch die in diesem Falle bestromte Magnetspule 28
angezogen wird und den Ventilsitz 46 öffnet. Aufgrund dessen wird der Druck im Steuerraum
40 abgesenkt, so dass eine in Öffnungsrichtung auf das mehrteilig ausgebildete Einspritzventilglied
32 wirkende Öffnungskraft erzeugt wird. Dadurch wird das Einspritzventilglied 32 aufgezogen.
Zum Beenden der Einspritzung wird das schnell schaltende Schaltventil 24 geschlossen,
wodurch der Druck im Steuerraum 40 auf Systemdruck p
sys ansteigt. Dadurch schließt das Einspritzventilglied 42, d. h. die am brennraumseitigen
Ende des Kraftstoffinjektors 10 ausgebildeten Einspritzöffnungen 70 werden wieder
geschlossen. Zur Optimierung der Schließgeschwindigkeit des bevorzugt nadelförmig
ausgebildeten Einspritzventilgliedes 32 ist im Zulauf des Einspritzventilgliedes 32
unterhalb der Mündungsstelle der Zulaufdrossel 44 im Ventilstück 30 eine geringfügige
Drosselung vorteilhaft. Diese geringfügige Drosselung kann beispielsweise auf einfache
und kostengünstige Weise über eine Androsselstelle 60 im Bereich der Führung des ersten,
druckstangenförmig ausgebildeten Teils 34 des mehrteilig ausgebildeten Einspritzventilgliedes
32 realisiert werden.
[0022] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung stellt einen Kraftstoffinjektor 10 mit
integriertem Speichervolumen 18 dar, wodurch die Einspritztoleranzen bei Mehrfacheinspritzungen
erheblich reduziert werden können. Dies ist vorteilhaft für zukünftige Einspritzstrategien
zur weiteren Reduzierung der Schadstoffemissionen selbstzündender Verbrennungskraftmaschinen.
Durch das Speichervolumen 18 lassen sich Druckschwingungen im Kraftstoffinjektor 10
im Idealfall eliminieren und zumindest erheblich reduzieren. Durch das Speichervolumen
18 kann zudem ein Druckeinbruch zu Beginn einer jeden Einspritzung vorgebeugt werden,
so dass sich eine schnellere Öffnungsbewegung des bevorzugt nadelförmig ausgebildeten
ein- oder mehrteilig gestalteten Einspritzventilgliedes 32 erreichen lässt.
[0023] Das dargestellte schnell schaltende Ventil 24 erlaubt große Drosseldurchflüsse für
eine Servosteuerung bei schnellen Schaltzeiten. Das im erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Kraftstoffinjektor 10 eingesetzte schnell schaltende Schaltventil 24 stellt einen
relativ großen Öffnungsquerschnitt bei sehr geringen Öffnungshüben dar.
[0024] Aufgrund der Druckausgeglichenheit des Schaltventils 24 durch die Führung des hülsenförmig
ausgebildeten Ventilgliedes 48 am Druckausgleichsstift 50 können geringe Ventilkräfte
erreicht werden, die einem schnellen Schalten förderlich sind. Die Kombination des
Kraftstoffinjektors 10, bei dem ein leckagefreies Einspritzventilglied 32 realisiert
ist sowie ein Speichervolumen 18 in Zusammenwirken mit einem druckausgeglichenen Schaltventil
24 mit lose aufgenommenem Druckausgleichsstift 50 verwirklicht ist, gewährleistet
geringe Öffnungshübe bei ausreichend großen Drosseldurchflüssen. Des Weiteren ist
beim erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kraftstoffinjektor eine vollständig konzentrische
bzw. radialsymmetrische Anordnung von Steuerraum 40, Ablaufkanal 56 mit Ablaufdrossel
42 sowie Zuströmraum 58 zum Ventilsitz 46 gewährleistet. Durch diese Ausführung erfolgt
eine in radiale Richtung optimale Verteilung der Ablaufmenge am Ventilglied 46, was
einen sehr kleinen Ventilhub ermöglicht.
[0025] Bevorzugt ist das schnell schaltende Schaltventil 24 als Magnetventil ausgebildet
und im oberen Bereich des Kraftstoffinjektors 10, d. h. an dessen brennraumfernen
Ende, untergebracht.
[0026] Aufgrund des Umstandes, dass auch das Speichervolumen 18 axialsymmetrisch im Injektorkörper
16 des Kraftstoffinjektors 10 angeordnet ist, werden asymmetrische Verformungen durch
die Druckbelastung der Injektorräume mit Systemdruck p
sys vermieden. Insbesondere wird der Ventilsitz 46 des schnell schaltenden Schaltventils
24 nicht asymmetrisch verformt, wodurch sich Dichtigkeitsprobleme ergeben würden.
Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausführungsform des Kraftstoffinjektors 10
wird eine vorteilhafte und kostengünstige Injektorbauweise erzielt.
1. Kraftstoffinjektor (10) zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
wobei ein Einspritzventilglied (32, 34, 36) über eine Druckentlastung eines Steuerraums
(40) betätigt wird, der mit einem Systemdruck psys beaufschlagt ist und die Druckentlastung des Steuerraums (40) über ein druckausgeglichenes
Schaltventil (24) erfolgt, dessen hülsenförmiges Ventilglied (48) einen Ventilsitz
(46) öffnet oder verschließt, wobei der Steuerraum (40), ein vom Steuerraum (40) ausgehender
Ablaufkanal (56) sowie eine Anströmung des Ventilsitzes (46) radialsymmetrisch (78)
ausgeführt sind, und das Einspritzventilglied (32, 34, 36) einen ersten druckstangenförmigen
Teil (34) sowie einen zweiten, nadelförmig ausgebildeten Teil (36) aufweist, die miteinander
mechanisch oder hydraulisch gekoppelt sind, wobei die obere Stirnseite des druckstangenförmigen
Teils (34) den Steuerraum (40) begrenzt, und im Injektorkörper (16) des Kraftstoffinjektors
(10) ein Speichervolumen (18) axialsymmetrisch ausgebildet ist und das schnell schaltende
Schaltventil (24) oberhalb des Speichervolumens (18) angeordnet ist, wobei der Ventilsitz
(46) des schnell schaltenden Ventils (24) konzentrisch (76) zum Speichervolumen (18)
im Injektorkörper (16) ausgebildet ist und wobei das nadelförmig ausgebildete Einspritzventilglied
(32, 34, 36) leckagelos ausgebildet ist und sich durch das integrierte Speichervolumen
(18) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das hülsenförmige Ventilglied (48) an einem lose aufgenommenen Druckausgleichsstift
(50) geführt ist und das axialsymmetrisch im Injektorkörper (16) ausgebildete Speichervolumen
(18) Druckschwingungen im Kraftstoffinjektor (10) und Druckeinbrüche zu Beginn von
Einspritzungen verhindert.
2. Kraftstoffinjektor (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Ablaufkanal (56), über den der Steuerraum (40) mit einem vom hülsenförmigen
Ventilglied (48) begrenzten Zuströmraum (58) hydraulisch miteinander verbunden ist,
eine Ablaufdrossel (42) aufweist.
3. Kraftstoffinjektor (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hülsenförmig ausgebildete Ventilglied (48) an einer außen liegenden Führung (52)
geführt ist.
1. Fuel injector (10) for injecting fuel into the combustion chamber of an internal combustion
engine, wherein an injection valve element (32, 34, 36) is actuated by means of a
release of pressure from a control chamber (40) which is charged with a system pressure
psys, and the release of pressure from the control chamber (40) is realized by means of
a pressure-balanced switching valve (24), the sleeve-shaped valve element (48) of
which opens or closes a valve seat (46), wherein the control chamber (40), an outlet
duct (56) proceeding from the control chamber (40) and a flow approaching the valve
seat (46) are radially symmetrical (78), and the injection valve element (32, 34,
36) has a first part (34) in the form of a pressure rod and a second part (36) in
the form of a needle, said parts being mechanically or hydraulically coupled to one
another, wherein the upper end side of the part (34) in the form of a pressure rod
delimits the control chamber (40), and an accumulator volume (18) is formed axially
symmetrically in the injector body (16) of the fuel injector (10), and the fast-switching
switching valve (24) is arranged above the accumulator volume (18), wherein the valve
seat (46) of the fast-switching valve (24) is formed concentrically (76) with respect
to the accumulator volume (18) in the injector body (16) and wherein the injection
valve element (32, 34, 36) in the form of a needle is of leakage-free form and extends
through the integrated accumulator volume (18), characterized in that the sleeve-shaped valve element (48) is guided on a loosely held pressure compensation
pin (50) and the accumulator volume (18) formed axially symmetrically in the injector
body (16) prevents pressure oscillations in the fuel injector (10) and pressure drops
at the start of injections.
2. Fuel injector (10) according to Claim 1, characterized in that an outlet throttle (42) is formed in the outlet duct (56) which hydraulically connects
the control chamber (40) to an inflow chamber (58) delimited by the sleeve-shaped
valve element (48).
3. Fuel injector (10) according to Claim 1, characterized in that the valve element (48) in the form of a sleeve is guided on an externally situated
guide (52).
1. Injecteur de carburant (10) pour l'injection de carburant dans la chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, un organe de soupape d'injection (32, 34, 36) étant
actionné par le biais d'une détente de pression d'un espace de commande (40) qui est
sollicité par une pression de système psys et la détente de pression de l'espace de commande (40) s'effectuant par le biais
d'une soupape de commutation (24) compensée en pression, dont l'organe de soupape
(48) en forme de douille ouvre ou ferme un siège de soupape (46), l'espace de commande
(40), un canal d'écoulement (56) partant de l'espace de commande (40) ainsi qu'une
arrivée d'afflux du siège de soupape (46) étant réalisés avec une symétrie radiale
(78), et l'organe de soupape d'injection (32, 34, 36) présentant une première partie
(34) en forme de tige de pression ainsi qu'une deuxième partie (36) réalisée sous
forme d'aiguille, lesquelles sont accouplées l'une à l'autre mécaniquement ou hydrauliquement,
le côté frontal supérieur de la partie (34) en forme de tige de pression limitant
l'espace de commande (40), et un volume d'accumulateur (18) étant réalisé avec une
symétrie axiale dans le corps d'injecteur (16) de l'injecteur de carburant (10) et
la soupape de commutation (24) à commutation rapide étant disposée au-dessus du volume
d'accumulateur (18), le siège de soupape (46) de la soupape (24) à commutation rapide
étant réalisé de manière concentrique (76) au volume d'accumulateur (18) dans le corps
d'injecteur (16) et l'organe de soupape d'injection (32, 34, 36) réalisé sous forme
d'aiguille étant réalisé sans fuite et s'étendant à travers le volume d'accumulateur
(18) intégré, caractérisé en ce que l'organe de soupape (48) en forme de douille est guidé sur une goupille de compensation
en pression (50) reçue librement, et le volume d'accumulateur (18) réalisé avec une
symétrie axiale dans le corps d'injecteur (16) empêche les oscillations de pression
dans l'injecteur de carburant (10) et les effondrements de pression au début des injections.
2. Injecteur de carburant (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le canal d'écoulement (56), par le biais duquel l'espace de commande (40) est
connecté hydrauliquement à un espace d'afflux (58) limité par l'organe de soupape
(48) en forme de douille, est réalisé un étranglement d'écoulement (42).
3. Injecteur de carburant (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de soupape (48) réalisé sous forme de douille est guidé sur un guide (52)
situé à l'extérieur.