[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbindungsmittel zum Verbinden eines ersten
Bauteils und eines zweiten Bauteils, insbesondere zum Verbinden von Möbel- oder Maschinenteilen,
umfassend
ein im verbundenen Zustand der Bauteile an dem ersten Bauteil angeordnetes erstes
Verbindungselement und ein im verbundenen Zustand der Bauteile an dem zweiten Bauteil
angeordnetes zweites Verbindungselement,
wobei mindestens eines der Verbindungselemente eine gekrümmte Antagefläche umfasst,
die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist.
[0002] Solche Verbindungsmittel sind beispielsweise aus der
AT 373 046 oder der
DE 28 16 134 A1 bekannt. Gemäß der
AT 373 046 umfassen die Verbindungselemente jeweils ein in Richtung zum anderen Verbindungselement
hin vorstehendes hakenförmiges Kopfteil, wobei die beiden Kopfteile zur Verbindung
der Verbindungselemente seitlich ineinandergeschoben werden. Gemäß der
DE 28 16 134 A1 umfassen die Verbindungselemente jeweils einen im verbundenen Zustand der Verbindungselemente
einen Haken des jeweils anderen Verbindungselements hintergreifenden Haken, wobei
die beiden Verbindungselemente zum Verbinden parallel zu den Kontaktflächen der aneinanderliegenden
Bauteile gegeneinander verschoben werden.
[0003] Die Verbindungsmittel gemäß der
AT 373 046 oder der
DE 28 16 134 A1 müssen entweder durch zusätzliche Befestigungsschrauben oder Klebstoff gegen ein
unbeabsichtigtes Lösen gesichert werden, oder aber die Verbindungselemente sind so
miteinander verrastet, dass sie nicht mehr voneinander gelöst werden können.
[0004] Die
DE 196 04 243 C2 offenbart einen Beschlag zum Verbinden von Bauteilen, bestehend aus zwei Beschlaghälften,
die jeweils an einem der zu verbindenden Bauteile befestigt werden und miteinander
in Eingriff bringbare Elemente aufweisen, die die Verbindung der Bauteile bewirken,
wobei jede der Beschlaghälften einen kreissegmentförmigen Abschnitt mit selbstschneidenden
vorspringenden Kanten aufweist, so dass jede Beschlaghälfte durch Eintreiben derselben
in das jeweils zugeordnete Bauteil längs der selbstschneidenden Kanten in dem jeweiligen
Bauteil verankerbar ist.
[0005] Die mit diesem Beschlag hergestellte Verbindung der beiden Bauteile kann, falls überhaupt,
nur noch schwer wieder gelöst werden. Zudem besteht bei dem Beschlag gemäß der
DE 196 04 243 C2 die Gefahr, dass die seitlichen Wandungen des jeweiligen Bauteils beim Einschlagen
der Beschlaghälften infolge der durch die vorstehenden selbstschneidenden Kanten auftretenden
Kräfte wegbrechen können.
[0006] Die
GB 1 571 697 A offenbart ein Verbindungsmittel zum Verbinden eines ersten Bauteils und eines zweiten
Bauteils, umfassend ein im verbundenen Zustand der Bauteile an einem ersten Bauteil
angeordnetes erstes Verbindungselement und ein im verbundenen Zustand der Bauteile
an einem zweiten Bauteil angeordnetes zweites Verbindungselement, wobei mindestens
eines der Verbindungselemente eine gekrümmte Anlagefläche umfasst, die in einem Längsschnitt
kreisbogenförmig ist,
wobei das erste Verbindungselement und das zweite Verbindungselement im verbundenen
Zustand der Bauteile lösbar miteinander verbunden sind und zumindest das erste Verbindungselement
ein Gehäuse und mindestens ein relativ zu dem Gehäuse des ersten Verbindungselements
bewegliches Halteelement umfasst, das in einer Haltestellung so mit dem zweiten Verbindungselement
zusammenwirkt, dass eine Relativbewegung des ersten Verbindungselements und des zweiten
Verbindungselements längs einer Verbindungsrichtung verhindert wird, und das in einer
Freigabestellung eine Relativbewegung des ersten Verbindungselements und des zweiten
Verbindungselements längs der Verbindungsrichtung zulässt,
wobei mindestens ein Halteelement durch eine Einwirkung von außerhalb des Verbindungsmittels
von der Haltestellung in die Freigabestellung und von der Freigabestellung in die
Haltestellung bewegbar ist und wobei das Gehäuse des ersten Verbindungselements eine
gekrümmte Anlagefläche, die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist, und eine dieser
Anlagefläche gegenüberliegende im Wesentlichen ebene Anlegefläche, die im verbundenen
Zustand der Bauteile an das zweite Verbindungselement anlegbar ist, aufweist.
[0007] Die
FR 2 599 439 A offenbart ein Verbindungsmittel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verbindungsmittel der
eingangs genannten Art zu schaffen, das eine sichere lösbare Verbindung zweier Bauteile
miteinander ermöglicht, ohne die Gefahr einer Beschädigung der beiden Bauteile beim
Zusammenbau hervorzurufen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verbindungsmittel nach Anspruch 1 gelöst.
[0010] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt das Konzept zugrunde, die Verbindung der beiden
Verbindungselemente nicht durch eine Relativverschiebung der beiden Verbindungselemente
als Ganzes herzustellen, sondern stattdessen durch eine Relativbewegung des Halteelements
relativ zu einem Gehäuse des ersten Verbindungselements von der Freigabestellung in
die Haltestellung zu bewirken. Alternativ oder ergänzend hierzu kann die Verbindung
zwischen den Verbindungselementen durch eine Bewegung des Halteelements relativ zu
dem Gehäuse des ersten Verbindungselements von der Haltestellung in die Freigabestellung
gelöst werden.
[0011] Dadurch, dass mindestens eines der Verbindungselemente eine gekrümmte Anlagefläche
umfasst, die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist, kann diese Anlagefläche an
einer ebenfalls im Längsschnitt kreisbogenförmigen Nutgrundfläche einer an einem der
Bauteile vorgesehenen Nut abgleiten, wodurch die Ausrichtung des betreffenden Verbindungselements
relativ zu dem jeweils anderen Verbindungselement innerhalb gewisser Grenzen bei der
Verbindung der Verbindungselemente verändert werden kann, um Lagetoleranzen der Nuten,
in denen die Verbindungselemente angeordnet sind, und/oder Herstellungstoleranzen
der Verbindungselemente auszugleichen.
[0012] Durch diesen zusätzlichen Bewegungsfreiheitsgrad sind beim Zusammenbau der beiden
Bauteile noch Korrekturen bezüglich der gegenseitigen Positionen möglich, was die
Ansprüche an die Präzision bezüglich der Lage der Nuten in den Bauteilen deutlich
reduziert und zu einer erheblichen Erleichterung für den Anwender führt.
[0013] Werden die Verbindungselemente durch das Bewegen des Halteelements in die Haltestellung
gegeneinander verriegelt, so wird durch Zugkräfte, welche auf die Verbindungselemente
in einer quer, vorzugsweise senkrecht, zu Anlegeflächen der Verbindungselemente gerichteten
Verbindungsrichtung wirken, so viel Reibung aktiviert, dass der genannte Bewegungsfreiheitsgrad
aufgehoben wird und eine völlig feste Verbindung zwischen den zu verbindenden Bauteilen
hergestellt wird.
[0014] Die Verbindungselemente des erfindungsgemäßen Verbindungsmittels werden in an den
Bauteilen bereits vorhandene Nuten eingebracht, so dass kein hoher Kraftaufwand zum
Einbringen der Verbindungselemente in die Bauteile erforderlich ist und daher keine
Gefahr einer Beschädigung dieser Bauteile besteht.
[0015] Im Gegensatz hierzu müssen bei dem Einbringen der Beschlaghälften des Beschlags aus
der
DE 196 04 243 C2 in die Bauteile Haltenuten für die Beschlaghälften mittels der selbstschneidenden
vorspringenden Kanten durch Einschlagen der Beschlaghälften in die Bauteile erst ausgeräumt
werden. Hierfür ist ein ganz erheblicher Kraftaufwand erforderlich. Ferner müssen
die selbstschneidenden vorspringenden Kanten geometrisch auf die selbstschneidende
Wirkung hin optimiert sein, insbesondere hinreichend dünn sein, um eine Verdrängung
des ausgeräumten Materials zu ermöglichen. Ferner kann es beim Einschlagen der Beschlaghälften
in die Bauteile leicht zum Abplatzen von Material von den Bauteilaußenkanten kommen,
insbesondere dann, wenn die Beschlaghälften am Rande des Bauteils eingeschlagen werden.
Bei festen Materialien, wie beispielsweise Hartholz, ist das Eintreiben der Beschlaghälften
äußerst schwierig; bei anderen Materialien, wie beispielsweise Plexiglas oder bei
metallischen Materialien, versagt das selbstschneidende Eintreiben der Beschlaghälften
völlig. Ferner sitzen die Beschlaghälften nach dem Einschlagen in das jeweilige Bauteil
dort unbeweglich fest und können nicht mehr längs der Haltenut verschoben werden,
um eine Positionskorrektur und damit einen Ausgleich von Toteranzen zu ermöglichen.
[0016] Wenn das Halteelement des erfindungsgemäßen Verbindungsmittels von der Haltestellung
in die Freigabestellung bewegt worden ist, können die Verbindungselemente in einer
senkrecht zu Anlegeflächen der Verbindungselemente, an denen die Verbindungselemente
im verbundenen Zustand der Bauteile aneinander anliegen, gerichteten Verbindungsrichtung
voneinander wegbewegt werden, ohne dass die Verbindungselemente zuvor in einer zu
den Anlegeflächen parallelen Richtung relativ zueinander bewegt werden müssen.
[0017] Bei der Erfindung ist die im wesentlichen ebene Anlegefläche des ersten Verbindungselements
an die ebenfalls im wesentlichen ebene Anlegefläche des zweiten Verbindungselements
anlegbar.
[0018] Die im wesentlichen ebene Anlegefläche des ersten Verbindungselements und/oder des
zweiten Verbindungselements ist vorzugsweise im verbundenen Zustand der Bauteile im
wesentlichen parallel zu Kontaktflächen der Bauteile, an welchen die Bauteile aneinander
anliegen, ausgerichtet.
[0019] Ferner sind im verbundenen Zustand der Bauteile die gekrümmte Anlagefläche und die
im wesentlichen ebene Anlegefläche des ersten Verbindungselements und/oder des zweiten
Verbindungselements im wesentlichen senkrecht zur Verbindungsrichtung ausgerichtet.
[0020] Im verbundenen Zustand der Bauteile kann das erste Verbindungselement in einer Nut
des ersten Bauteils und das zweite Verbindungselement in einer Nut des zweiten Bauteils
angeordnet sein, und die gekrümmte Anlagefläche eines der Verbindungselemente, die
in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist, kann an einer ebenfalls im Längsschnitt
kreisbogenförmigen Nutgrundfläche einer der in den Bauteilen vorgesehenen Nuten abgleiten.
[0021] Die gekrümmte Anlagefläche mindestens eines Verbindungselements kann insbesondere
im wesentlichen kreiszylindermantelausschnittsförmig ausgebildet sein.
[0022] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens ein Halteelement schwenkbar an
dem ersten Verbindungselement gehalten ist.
[0023] Um die Verbindung der beiden Verbindungselemente in der Haltestellung des Halteelements
zu bewirken, kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Halteelement eine erste Haltekontur
aufweist, welche in der Haltestellung eine an dem zweiten Verbindungselement vorgesehene
zweite Haltekontur hintergreift.
[0024] Dabei können die erste Haltekontur und/oder die zweite Haltekontur bogenförmig ausgebildet
sein.
[0025] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Haltekontur und die zweite Haltekontur
nicht konzentrisch zueinander ausgebildet sind, so dass die beiden Verbindungselemente
beim Bewegen des Halteelements von der Freigabestellung in die Haltestellung gegeneinander
gezogen werden.
[0026] Zu der Art und Weise, wie das Halteelement durch eine Einwirkung von außerhalb des
Verbindungsmittels von der Haltestellung in die Freigabestellung oder in umgekehrter
Richtung bewegbar ist, wurden bislang noch keine näheren Angaben gemacht.
[0027] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Halteelement mittels eines
von außerhalb des Verbindungselements mit dem Halteelement in Eingriff bringbaren
mechanischen Betätigungsmittels von der Haltestellung in die Freigabestellung und/oder
von der Freigabestellung in die Haltestellung bewegbar ist.
[0028] Hierfür ist es günstig, wenn mindestens ein Halteelement eine Aufnahme für einen
Betätigungsabschnitt eines mechanischen Betätigungsmittels aufweist.
[0029] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Halteelement eine Aufnahme
für einen Mehrkantschlüssel, einen Inbusschlüssel und/oder einen Schraubendreher aufweist.
[0030] Um eine Einwirkung des mechanischen Betätigungsmittels auf das Halteelement zu ermöglichen,
kann vorgesehen sein, dass das erste Verbindungselement ein Gehäuse mit einer Durchtrittsöffnung
für den Durchtritt eines mechanischen Betätigungsmittels zu einem Halteelement umfasst.
[0031] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse eine sich quer zur gekrümmten
Anlagefläche des ersten Verbindungselements erstreckende Seitenwand aufweist und die
Durchtrittsöffnung in der Seitenwand angeordnet ist.
[0032] Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, dass die Durchtrittsöffnung an der gekrümmten
Anlagefläche des ersten Verbindungselements angeordnet ist.
[0033] Bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zumindest
das erste Verbindungselement mindestens zwei Halteelemente umfasst, die schwenkbar
an dem ersten Verbindungselement gehalten sind.
[0034] Um die Verbindung der beiden Verbindungselemente in der Haltestellung der Halteelemente
zu gewährleisten, kann vorgesehen sein, dass mindestens zwei Halteelemente in der
Haltestellung jeweils ein Rückhalteelement, das an dem zweiten Verbindungselement
angeordnet ist, hintergreifen.
[0035] Um die Halteelemente von der Freigabestellung in die Haltestellung schwenken zu können,
kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein Abstützbereich eines ersten Halteelements
und ein Abstützbereich eines zweiten Halteelements mittels eines Spreizmechanismus
relativ zueinander bewegbar sind.
[0036] Ein solcher Spreizmechanismus kann ein Magnetelement umfassen, das mittels eines
von außerhalb des Verbindungsmittels auf das Magnetelement einwirkenden zeitlich veränderlichen
Antriebsmagnetfeldes zu einer Bewegung innerhalb des Verbindungsmittels antreibbar
ist.
[0037] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Spreizmechanismus
mindestens zwei Spreizelemente umfasst, die miteinander in Eingriff stehen.
[0038] Insbesondere können die Spreizelemente mittels zweier zueinander komplementärer Gewinde
miteinander in Eingriff stehen.
[0039] Besonders günstig ist es, wenn mindestens eines der Spreizelemente mittels des Magnetelements
zu einer Drehbewegung relativ zu dem anderen Spreizelement antreibbar ist.
[0040] Dabei kann das Magnetelement insbesondere ein Mitnehmerelement aufweisen, das auf
ein Mitnahmeelement an einem der Spreizelemente einwirkt. Um mittels der Verbindung
zwischen den Verbindungselementen auch Scherkräfte abtragen zu können, ist es von
Vorteil, wenn mindestens eines der Verbindungselemente mindestens einen Einsteckvorsprung
und das jeweils andere Verbindungselement mindestens eine den Einsteckvorsprung im
verbundenen Zustand der Bauteile aufnehmende Aufnahmetasche umfasst. Hierdurch kann
auf zusätzliche Dübel, wie sie bei den meisten anderen Verbindungsmitteln erforderlich
sind, verzichtet werden.
[0041] Wenn mindestens eine Aufnahmetasche in einer Längsrichtung des Verbindungsmittels
eine größere Ausdehnung aufweist als der darin aufgenommene Einsteckvorsprung, so
bietet dies den Vorteil, dass sich das erste Verbindungselement und das zweite Verbindungselement
in der Längsrichtung gegeneinander verschieben lassen, um auf diese Weise einen Toleranzausgleich
der Verbindung zwischen den Bauteilen zu ermöglichten.
[0042] Um eine besonders wirksame Verankerung mindestens eines der Verbindungselemente in
dem zugehörigen Bauteil zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass mindestens eines
der Verbindungselemente mit mindestens einem Haltevorsprung versehen ist, der eine
gekrümmte Abstützfläche aufweist, welche in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist.
[0043] Mit dieser gekrümmten Abstützfläche kann sich der Haltevorsprung an einer ebenfalls
gekrümmten Hinterschneidungsfläche eines Hinterschneidungsabschnitts einer Nut in
dem zugehörigen Bauteil abstützen, wobei diese Hinterschneidungsfläche ebenfalls in
einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist und denselben Krümmungsradius aufweist wie
die gekrümmte Abstützfläche des Haltevorsprungs. Durch den Eingriff zwischen dem Haltevorsprung
und dem Hinterschneidungsabschnitt der Nut ergibt sich eine formschlüssige Verbindung
zwischen dem Bauteil und dem Verbindungselement.
[0044] Der Haltevorsprung des erfindungsgemäßen Verbindungsmittels ist vorzugsweise nicht
selbstschneidend ausgebildet.
[0045] Vielmehr ist der Haltevorsprung dafür vorgesehen, in eine bereits vor dem Einbringen
des Verbindungselements in das Bauteil hergestellte Nut mit einem Hinterschneidungsabschnitt
in dem betreffenden Bauteil in der Längsrichtung der Nut eingeschoben zu werden. In
diesem Fall lässt sich der Haltevorsprung mit geringem Kraftaufwand in dem Hinterschneidungsabschnitt
der Nut in Tangentialrichtung verschieben, so dass das Verbindungselement in dieser
Richtung noch einen Bewegungsfreiheitsgrad besitzt und somit beim Verbinden der Bauteile
noch Korrekturen bezüglich der gegenseitigen Positionen möglich sind.
[0046] Der Haltevorsprung kann insbesondere stumpfe Enden und/oder abgerundete Einlaufschrägen
an seinen Endbereichen aufweisen.
[0047] Ein nicht-selbstschneidender Haltvorsprung kann eine beliebig große Querschnittsfläche
aufweisen, um die mechanische Stabilität des Haltevorsprungs zu erhöhen.
[0048] Insbesondere kann die Querschnittsfläche des Haltevorsprungs mindestens 1 mm
2 betragen.
[0049] Der Haltevorsprung kann einen im wesentlichen rechteckigen oder einen im wesentlichen
trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
[0050] Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Haltevorsprung
sich mit wachsendem Abstand von einem Grundkörper des jeweiligen Verbindungselements
verjüngt.
[0051] Andererseits kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Haltevorsprung sich mit abnehmendem
Abstand von einem Grundkörper des jeweiligen Verbindungselements verjüngt.
[0052] Alternativ oder ergänzend hierzu ist auch denkbar, dass mindestens ein Haltevorsprung
einen Querschnitt mit einer zumindest abschnittsweise gekrümmten Außenkontur aufweist.
[0053] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass mindestens
ein Haltevorsprung im wesentlichen flächenbündig an die gekrümmte Anlagefläche des
jeweiligen Verbindungselements angrenzt. In diesem Fall ist der Haltevorsprung also
an dem dem Nutgrund zugewandten äußersten Rand des zugehörigen Verbindungselements
angeordnet.
[0054] Alternativ oder ergänzend hierzu kann auch vorgesehen sein, dass mindestens ein Haltevorsprung
gegenüber der gekrümmten Anlagefläche des jeweiligen Verbindungselements versetzt
angeordnet ist. Der Haltevorsprung kann also insbesondere einen kleineren Krümmungsradius
aufweisen als die gekrümmte Anlagefläche des jeweiligen Verbindungselements.
[0055] Ferner kann vorgesehen sein, dass an demselben Verbindungselement mehrere Haltevorsprünge
angeordnet sind, welche unterschiedliche Krümmungradien aufweisen. Insbesondere können
mehrere Haltevorsprünge mit unterschiedlichen Krümmungsradien auf derselben Seite
des jeweiligen Verbindungselements angeordnet sein.
[0056] Alternativ oder ergänzend zu einer Verankerung der Verbindungselemente mittels eines
oder mehrerer Haltevorsprünge kann auch vorgesehen sein, dass mindestens eines der
Verbindungselemente mit mindestens einem Verankerungselement zum Festlegen des betreffenden
Verbindungselements an einem Nutgrund einer in einem der Bauteile vorgesehenen Nut
versehen ist.
[0057] Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens eines der Verbindungselemente mit mindestens
einer Verankerungsschraube zum Festlegen des betreffenden Verbindungselements an einem
der Bauteile versehen ist.
[0058] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Herstellen einer Verbindung
eines ersten Bauteils und eines zweiten Bauteils, insbesondere einer Verbindung von
Möbel- oder Maschinenteilen.
[0059] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Verfahren zu schaffen,
welches eine sichere lösbare Verbindung der beiden Bauteile miteinander ermöglicht,
ohne die Gefahr einer Beschädigung eines der Bauteile hervorzurufen.
[0060] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 17 gelöst.
[0061] Besondere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der Ansprüche
18 bis 28, deren Vorteile bereits vorstehend im Zusammenhang mit den besonderen Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Verbindungsmittels erläutert worden sind.
[0062] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
[0063] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung zwei miteinander zu verbindender Bauteile
im unverbundenen Zustand, wobei jedes Bauteil jeweils eine Nut mit einem mittigen
Basisabschnitt und zwei vom Basisabschnitt abstehenden bogenförmigen Hinterschneidungsabschnitten
aufweist;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in welche
zusätzlich unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 3
- einen schematischen Querschnitt durch das erste Bauteil aus den Fig. 1 und 2 im Bereich
einer Zugangsbohrung;
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht des ersten Bauteils aus den Fig. 1 und 2;
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Verbindungsmittels zum Verbinden
der beiden Bauteile aus den Fig. 1 bis 4, welches ein erstes Verbindungselement mit
einem Halteelement und ein zweites Verbindungselement mit einer Aufnahme für das Halteelement
umfasst;
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in welche
zusätzlich unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 7
- eine schematische perspektivische Seitenansicht der durch das Verbindungsmittel aus
den Fig. 5 und 6 miteinander verbundenen Bauteile;
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Darstellung der beiden miteinander zu verbindenden
Bauteile im unverbundenen Zustand, wobei in die Nut jedes Bauteils jeweils eines der
Verbindungselemente eingesetzt ist;
- Fig. 9
- eine der Fig. 8 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in die zusätzlich
unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Nutfräsvorrichtung mit Hubeinrichtung,
wobei eine drehbare Frässcheibe der Nutfräsvorrichtung in ein Gehäuse der Nutfräsvorrichtung
zurückgezogen ist;
- Fig. 11
- eine der Fig. 10 entsprechende schematische perspektivische Darstellung der Nutfräsvorrichtung,
wobei die drehbare Frässcheibe teilweise aus dem Gehäuse der Nutfräsvorrichtung ausgefahren
ist;
- Fig. 12 bis 15
- eine Folge von schematischen Querschnitten durch ein Bauteil, durch welches mittels
der Nutfräsvorrichtung aus den Fig. 10 und 11 eine Nut mit einem Basisabschnitt und
zwei vom Basisabschnitt abstehenden Hinterschneidungsabschnitten gefräst wird;
- Fig. 16
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Nutfräsvorrichtung mit einem T-Nuten-Fräser
und einer Führungseinrichtung zum Führen der Nutfräsvorrichtung in einer vorgefrästen
Führungsnut;
- Fig. 17, 19 und 21
- schematische Seitenansichten eines Bauteils, in welchem eine Nut mit einem Basisabschnitt
und zwei von dem Basisabschnitt abstehenden bogenförmigen Hinterschneidungsabschnitten
mittels der Nutfräsvorrichtung aus Fig. 16 gefräst wird;
- Fig. 18, 20 und 22
- den Fig. 17, 19 bzw. 21 entsprechende schematische Querschnitte durch die an dem Bauteil
ausgebildete Nut;
- Fig. 23
- eine schematische Seitenansicht des ersten Bauteils, in dessen Nut das erste Verbindungselement
eingesetzt wird;
- Fig. 24
- eine schematische Seitenansicht beider Bauteile mit eingesetzten Verbindungselementen,
die aufeinander zu bewegt werden;
- Fig. 25
- eine schematische Seitenansicht der mit ihren Kontaktflächen aneinander anliegenden
Bauteile und eines Mehrkantschlüssels; der durch eine Zugangsbohrung mit dem Halteelement
des ersten Verbindungselements in Eingriff steht;
- Fig. 26
- eine schematische Seitenansicht der beiden Bauteile und des Mehrkantschlüssels, mittels
welchem das Halteelement von einer Freigabestellung in eine Haltestellung bewegt wird;
- Fig. 27
- eine schematische Seitenansicht eines Gehäuses des ersten Verbindungselements;
- Fig. 28
- einen schematischen Schnitt durch das Gehäuse des Verbindungselements aus Fig. 27,
längs der Linie 28-28 in Fig. 27;
- Fig. 29 bis 31
- der Fig. 28 entsprechende schematische Querschnitte durch das Gehäuse des Verbindungselements
aus Fig. 27, wobei Haltevorsprünge des Gehäuses jeweils unterschiedliche Profile aufweisen;
- Fig. 40
- eine schematische perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Verbindungsmittels,
bei welcher in dem ersten Verbindungselement zwei schwenkbare Halteelemente und ein
Spreizmechanismus zum Auseinanderspreizen von Endbereichen der Halteelemente vorgesehen
sind;
- Fig. 41
- eine schematische Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Verbindungsmittels,
im unverbundenen Zustand der Bauteile;
- Fig. 42
- eine der Fig. 41 entsprechende schematische Seitenansicht, wobei die miteinander zu
verbindenden Bauteile aneinander anliegen und die Halteelemente sich in ihrer Freigabestellung
befinden;
- Fig. 43
- eine der Fig. 42 entsprechende schematische Seitenansicht der zweiten Ausführungsform
des Verbindungsmittels, wobei die Halteelemente sich in der Haltestellung befinden;
- Fig. 44
- eine schematische Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Verbindungsmittels,
eines Magnetelements des Spreizmechanismus und eines Antriebsgeräts zum Drehen des
Magnetelements;
- Fig. 45
- eine schematische Draufsicht auf das Magnetelement und das Antriebsgerät aus Fig.
44, mit der Blickrichtung in Richtung des Pfeils 45 in Fig. 44;
- Fig. 46
- eine schematische perspektivische Darstellung zweier miteinander zu verbindender Bauteile
im unverbundenen Zustand, wobei jedes der Bauteile jeweils eine Nut mit einem kreiszylinderabschnittsförmigen
Basisabschnitt, ohne Hinterschneidungsabschnitte, aufweist;
- Fig. 47
- eine der Fig. 46 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in welche
zusätzlich unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 48
- eine schematische perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform des Verbindungsmittels,
bei welcher das erste Verbindungselement ein schwenkbares Halteelement umfasst und
beide Verbindungselemente Verankerungsschrauben umfassen;
- Fig. 49
- eine der Fig. 48 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in welche
zusätzlich unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 50
- eine schematische Seitenansicht der beiden Bauteile, die durch die dritte Ausführungsform
des Verbindungsmittels miteinander verbunden sind;
- Fig. 51
- eine schematische perspektivische Darstellung der beiden miteinander zu verbindenden
Bauteile aus Fig. 46, mit in die Nuten der Bauteile eingesetzten Verbindungselementen;
- Fig. 52
- eine der Fig. 51 entsprechende schematische perspektivische Darstellung, in welche
zusätzlich unsichtbare Kanten in gebrochenen Linien eingezeichnet sind;
- Fig. 53
- eine schematische Seitenansicht einer vierten Ausführungsform des Verbindungsmittels,
bei welcher in dem ersten Verbindungselement zwei schwenkbare Halteelemente und ein
Spreizmechanismus zum Auseinanderspreizen von Endbereichen der Halteelemente vorgesehen
sind und beide Verbindungselemente Verankerungsschrauben umfassen;
- Fig. 54
- eine der Fig. 53 entsprechende schematische Seitenansicht der vierten Ausführungsform
des Verbindungsmittels, wobei die beiden Bauteile aneinander anliegen und die Halteelemente
sich in ihrer Freigabestellung befinden; und
- Fig. 55
- eine der Fig. 54 entsprechende schematische Seitenansicht, wobei die Halteelemente
sich in der Haltestellung befinden.
[0064] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0065] Eine in den Fig. 1 bis 9 dargestellte erste Ausführungsform eines als Ganzes mit
100 bezeichneten Verbindungsmittels wird im folgenden am Beispiel einer Verbindung
eines ersten, im wesentlichen plattenförmigen Bauteils 102 mit einem zweiten, ebenfalls
im wesentlichen plattenförmigen Bauteil 104 erläutert (siehe Fig. 1 bis 4).
[0066] Die beiden Bauteile 102 und 104 bestehen beispielsweise aus Holz oder Sperrholz,
können aber auch aus beliebigen anderen Materialien, beispielsweise aus einem metallischen
Material oder einem Kunststoffmaterial (beispielsweise Plexiglas), bestehen. Ferner
kann vorgesehen sein, dass das erste Bauteil 102 und das zweite Bauteil 104 aus voneinander
verschiedenen Materialien bestehen.
[0067] In dem in Fig. 7 dargestellten verbundenen Zustand der beiden Bauteile 102 und 104
liegt eine eine Schmalseite des ersten Bauteils 102 bildende Kontaktfläche 106 an
einer eine Hauptfläche des plattenförmigen zweiten Bauteils 104 bildenden Kontaktfläche
108 des zweiten Bauteils 104 an.
[0068] Auf jede der Kontaktflächen 106, 108 mündet jeweils eine in dem betreffenden Bauteil
102 bzw. 104 ausgebildete Nut 110, welche einen kreiszylindersegment- oder kreiszylinderabschnittsförmigen
Basisabschnitt 112 und zwei sich in einer Dickenrichtung 116 von dem Basisabschnitt
112 weg erstreckende Winterschneidungsabschnitte 114 umfasst.
[0069] Der Krümmungsradius des Basisabschnitts 112 ist größter als die Nuttiefe T (siehe
Fig. 4), so dass die gewölbte Nutgrundfläche 118 die jeweilige Kontaktfläche 106,
108 unter einem spitzen Winkel schneidet.
[0070] Der Basisabschnitt 112 der Nut 110 weist in der Dickenrichtung 116 eine Breite B
von beispielsweise ungefähr 8 mm auf.
[0071] Jeder der Hinterschneidungsabschnitte 114 der Nut 110 wird auf seiner der jeweiligen
Kontaktfläche 106 bzw. 108 abgewandten Seite durch eine mit der Nutgrundfläche 118
flächenbündige Grundfläche 120 begrenzt, welche kreiszylindermantelausschnittsförmig
ausgebildet ist und denselben Krümmungsradius wie die Nutgrundfläche 118 des Basisabschnitts
112 aufweist.
[0072] In der Richtung auf die Kontaktfläche 106 bzw. 108 hin wird jeder Hinterschneidungsabschnitt
114 durch eine ebenfalls kreiszylindermantelausschnittsförmige Hinterschneidungsfläche
122 begrenzt, welche konzentrisch zu der Grundfläche 120 ausgebildet ist und einen
kleineren Krümmungsradius aufweist.
[0073] Seitlich wird jeder der Hinterschneidungsabschnitte 114 durch eine senkrecht zur
jeweiligen Kontaktfläche 106 bzw. 108 verlaufende seitliche Begrenzungsfläche 124
begrenzt.
[0074] Die Breite b, d.h. die Erstreckung in der Dickenrichtung 116, beträgt für jeden der
Hinterschneidungsabschnitte 114 beispielsweise ungefähr 1 mm.
[0075] Die Höhe h, d.h. der Abstand zwischen der Grundfläche 120 und der Hinterschneidungsfläche
122, beträgt für jeden der Hinterschneidungsabschnitte 114 beispielsweise ungefähr
2 mm.
[0076] Der Basisabschnitt 112 jeder Nut 110 wird durch im wesentlichen senkrecht zu der
jeweiligen Kontaktfläche 106 bzw. 108 verlaufende seitliche Begrenzungswände 126 begrenzt,
welche voneinander den Abstand der Nutbreite B aufweisen.
[0077] Wie beispielsweise aus Fig. 3 zu ersehen ist, mündet in die Nut 110 des ersten Bauteils
102 eine senkrecht zu einer der seitlichen Begrenzungswände 126 verlaufende, im wesentlichen
zylindrische Zugangsbohrung 128, deren anderes Ende an einer Hauptfläche 129 des plattenförmigen
ersten Bauteils 102 mündet und so einen Zugang vom Außenraum des ersten Bauteils 102
zu dem Basisabschnitt 112 der Nut 110 ermöglicht.
[0078] Um die vorstehend beschriebenen Nuten 110 an den Bauteilen 102 und 104 auszubilden,
kann beispielsweise die in den Fig. 10 und 11 schematisch dargestellte Nutfräsvorrichtung
130 verwendet werden.
[0079] Diese Nutfräsvorrichtung 130 umfasst ein elektrisch isoliertes Gehäuse 132 mit einer
im wesentlichen ebenen unteren Anlagefläche 134 und einer hierzu rechtwinklig ausgerichteten,
im wesentlichen ebenen vorderen Ablagefläche 136.
[0080] Die vordere Anlagefläche 136 weist einen Durchtrittsschlitz 138 auf, durch welchen
ein Abschnitt einer Frässcheibe 140 hindurchtreten kann, die im Innenraum des Gehäuses
132 um eine vertikale Rotationsachse 142 drehbar gehalten und mittels eines elektrischen
Antriebsmotors 144 zu einer Drehbewegung um die Rotationsachse 142 antreibbar ist.
[0081] Die Frässcheibe 140 weist an ihrem Umfang in radialer Richtung vorstehende Fräszähne
146 zum Fräsen des Basisabschnitts 112 einer Nut 110 und in axialer Richtung vorstehende
Ringnutzähne 148 auf, welche zum Fräsen der Hinterschneidungsabschnitte 114 dienen.
[0082] Der Antriebsmotor 144 und die daran gehaltene Frässcheibe 140 sind mittels einer
Hubeinrichtung 150 längs der Axialrichtung 151 der Frässcheibe 140 automatisch anheb-
oder absenkbar. Die Hubeinrichtung 150 und der Antriebsmotor 144 sind in einer Antriebseinheit
152 der Nutfräsvorrichtung 130 untergebracht, welche mittels eines daran angeordneten
Handgriffs 154 relativ zu dem Gehäuse 132 längs einer radial zur Rotationsachse 142
der Frässcheibe 140 und senkrecht zur vorderen Anschlagfläche 136 verlaufenden Verschieberichtung
156 verschiebbar ist.
[0083] Die Hubeinrichtung 150 zur axialen Bewegung der Frässcheibe 140 kann als normaler
Elektromotor mit Getriebe oder als Schrittmotor ausgeführt sein.
[0084] Die erforderliche Energie für die Hubbewegung kann mittels eines Netzteiles oder
eines Generators, der an die Hauptantriebsspindel der Nutfräsvorrichtung 130 angekoppelt
ist, erzeugt werden.
[0085] Insbesondere kann der Generator als eine elektrisch steuerbare Wirbelstromkupplung
ausgeführt sein, wobei ein beliebig regelbares Drehmoment auf eine Hubmechanik übertragen
werden kann, die mechanisch, ohne Verwendung eines zusätzlichen Motors, dieses Drehmoment
in eine Hubbewegung der Frässcheibe 140 umsetzt, beispielsweise mittels einer Kulissensteuerung
oder mit Hilfe einer verstellbaren Taumelscheibe.
[0086] Die Hubstrecke, um welche die Frässcheibe 140 bei Betätigung der Hubeinrichtung 150
längs der Axialrichtung 151 angehoben oder abgesenkt wird, ist manuell mittels eines
Wahlschalters oder mittels einer CNC-Steuerung einstellbar.
[0087] Die Arbeitsweise der vorstehend beschriebenen Nutfräsvorrichtung 130 ist die folgende:
Die Nutfräsvorrichtung 130 wird mit der vorderen Anlagefläche 136 an die Kontaktfläche
106 des Bauteils (beispielsweise des ersten Bauteils 102), an welchem die Nut 110
ausgebildet werden soll, angelegt.
[0088] Anschließend wird die Frässcheibe 140 in Drehbewegung versetzt und mittels des Handgriffs
154 aus dem Gehäuse 132 heraus gegen das zu bearbeitende Bauteil 102 verschoben, so
dass die Frässcheibe 140 aus dem Bauteil 102 einen kreiszylinderabschnittsförmigen
Basisabschnitt 112 mit wachsender Nuttiefe herausfräst (siehe Fig. 12).
[0089] Wenn die gewünschte Nuttiefe T erreicht ist, wird ein Hubvorgang der Frässcheibe
140 mittels der Hubeinrichtung 150 ausgelöst, worauf die Frässcheibe 140 um die gewünschte
Breite b des Hinterschneidungsabschnitts 114 längs der Axialrichtung 151 nach oben
bewegt wird und dabei mittels der Ringnutzähne 148 den oberen Hinterschneidungsabschnitt
114 der Nut 110 fräst (siehe Fig. 13).
[0090] Anschließend wird die Frässcheibe 140 in der Gegenrichtung nach unten zurück in die
Ausgangslage und darüber hinaus um die gewünschte Breite b des Hinterschneidungsabschnitts
114 weiter nach unten bewegt, wobei die Ringnutzähne 148 der Frässcheibe 140 nunmehr
den unteren Hinterschneidungsabschnitt 114 fräsen (siehe Fig. 14).
[0091] Wenn auch der untere Hinterschneidungsabschnitt 114 gefräst ist, wird die Frässcheibe
140 längs der Axialrichtung 151 nach oben in ihre Ausgangslage zurückbewegt und längs
der Verschieberichtung 156 durch Zurückziehen des Handgriffs 154 aus der fertiggestellten
Nut 110 herausbewegt (siehe Fig. 15). Die Auslösung des Hubvorgangs kann beispielsweise
mittels eines von Hand zu betätigenden Schalters an der Nutfräsvorrichtung 130 erfolgen.
[0092] Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, dass die Nutfräsvorrichtung 130 einen
Tiefentaster umfasst, der bei Erreichen der gewünschten Nuttiefe T, d.h. dann, wenn
sich die Frässcheibe 140 um eine vorgegebene Strecke aus dem Gehäuse 132 herausbewegt
hat, den Hubvorgang der Hubeinrichtung 150 automatisch auslöst.
[0093] Sobald der Hubvorgang einmal ausgelöst ist, erfolgt der weitere zeitliche Ablauf
des Hubvorgangs, d.h. die Bewegung der Frässcheibe 140 nach oben um die Strecke b,
die anschließende Bewegung der Frässcheibe 140 nach unten um die Strecke 2b und die
abschließende Bewegung der Frässcheibe 140 nach oben um die Strecke b in die Ausgangsstellung,
automatisch durch entsprechende Steuerung der Hubeinrichtung mittels einer (nicht
dargestellten) Steuerungseinrichtung der Nutfräsvorrichtung 130.
[0094] Auf diese Weise kann die Nut 110 mit den Hinterschneidungsabschnitten 114 in einfacher
Weise in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden.
[0095] Alternativ zu der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Nutfräsvorrichtung 130 kann
zur Herstellung der Nuten 110 an den Bauteilen 102 und 104 auch die in Fig. 16 dargestellte
Nutfräsvorrichtung 158 verwendet werden.
[0096] Diese Nutfräsvorrichtung 158 umfasst eine elektrische Antriebseinheit in einem isolierten
Gehäuse 160 und einen daran gehaltenen Maschinenkopf 162 mit einem um eine Rotationsachse
166 drehbaren T-Nuten-Fräser 164.
[0097] Der T-Nuten-Fräser 164 umfasst einen Schaftteil 168 mit einem Durchmesser, welcher
dem Durchmesser B des Basisabschnitts 112 der zu fräsenden Nut 110 entspricht, und
einen Kopfteil 170, dessen Durchmesser der Summe B + 2b der Breiten des Basisabschnitts
112 und der Hinterschneidungsabschnitte 114 entspricht.
[0098] Die Nutfräsvorrichtung 158 umfasst ferner eine Führungseinrichtung 172 zum Führen
der Nutfräsvorrichtung 158 in einer vorgefrästen Führungsnut 174 (siehe die Fig. 17
und 18).
[0099] Diese Führungseinrichtung 174 umfasst ein viertelkreisscheibenförmiges vorderes Führungselement
174, das in der Bewegungsrichtung der Nutfräsvorrichtung 158 während des Fräsvorgangs
vor dem T-Nuten-Fräser 164 angeordnet ist und dessen Dicke im wesentlichen gleich
groß ist wie die Breite B' der vorgefrästen Führungsnut 174.
[0100] Ferner umfasst die Führungseinrichtung 172 ein im wesentlichen viertelkreisscheibenförmiges
hinteres Führungselement 178, das in der Bewegungsrichtung der Nutfräsvorrichtung
158 während des Fräsvorgangs hinter dem T-Nuten-Fräser 164 angeordnet ist und dessen
Dicke im wesentlichen der Breite B des Basisabschnitts 112 der zu fräsenden Nut 110
entspricht.
[0101] Ferner ist das hintere Führungselement 178 mit zwei Führungszähnen 180 versehen,
welche unmittelbar hinter dem Kopfteil 170 des T-Nuten-Fräsers 164 angeordnet sind
und sich in der Dickenrichtung des hinteren Führungselements 178 jeweils um die gewünschte
Breite b der Hinterschneidungsabschnitte 114 der zu fräsenden Nut 110 nach oben bzw.
nach unten erstrecken.
[0102] Mit der vorstehend beschriebenen Nutfräsvorrichtung 158 wird die Nut 110 in der Kontaktfläche
106 beispielsweise des ersten Bauteils 102 wie folgt hergestellt:
Zunächst wird mittels einer an sich bekannten und daher hier nicht näher beschriebenen
Nutfräsvorrichtung eine kreiszylinderabschnittsförmige Führungsnut 174 erzeugt, deren
Nuttiefe T der Nuttiefe der zu erzeugenden Nut 110 entspricht und deren Breite B'
kleiner ist als die Breite B des Basisabschnitts 112 der herzustellenden Nut 110 (siehe
Fig. 17 und 18).
[0103] Insbesondere kann die Breite B' der Führungsnut 174 beispielsweise ungefähr 4 mm
betragen.
[0104] Anschließen wird die Führungsnut 174 mittels der Nutfräsvorrichtung 158 zu der gewünschten
Nut 110 mit den Hinterschneidungsabschnitten 114 erweitert.
[0105] Hierzu wird das vordere Führungselement 176 der Führungseinrichtung 172 so weit in
die Führungsnut 174 eingetaucht, bis die kreiszylindermantelausschnittsförmige Mantelfläche
182 des vorderen Führungselements 176, welche denselben Krümmungsradius aufweist wie
die Führungsnut 174, flächig an der Nutgrundfläche der Führungsnut 174 anliegt und
sich der T-Nuten-Fräser 164 noch vor der Kontaktfläche 106 befindet.
[0106] Anschließend wird die Nutfräsvorrichtung 158 so geschwenkt, dass die Mantelfläche
182 des vorderen Führungselements 176 an der bogenförmig gekrümmten Nutgrundfläche
der Führungsnut 174 entlang gleitet und der T-Nuten-Fräser 164 dadurch in das erste
Bauteil 102 eintaucht und sowohl den verbreiterten Basisabschnitt 112 der Nut 110
als auch deren Hinterschneidungsabschnitte 114 fräst (siehe Fig. 19 und 20).
[0107] Die an dem hinteren Führungselement 178 angeordneten Führungszähne 180 laufen dabei
in den vom T-Nuten-Fräser 164 erzeugten Hinterschneidungsabschnitten 114 der Nut 110
und bewirken dadurch eine zusätzliche Führung der Nutfräsvorrichtung 158.
[0108] Die Nutfräsvorrichtung 158 wird entlang der Führungsnut 174 so lange weiter geschwenkt,
bis der T-Nuten-Fräser 164 am dem Startpunkt entgegengesetzten Ende der Führungsnut
174 aus dem Bauteil 102 heraustritt und auch die Führungszähne 180 sich nicht mehr
im Eingriff mit den Hinterschneidungsabschnitten 114 der erzeugten Nut 110 befinden.
[0109] Nunmehr kann die Nutfräsvorrichtung 158 vom Bauteil 102 zurückgezogen werden, und
die Nut 110 mit den Hinterschneidungsabschnitten 114 ist fertiggestellt (siehe Fig.
21 und 22).
[0110] Nach der Herstellung der Nuten 110 an dem ersten Bauteil 102 und dem zweiten Bauteil
104 wird an dem ersten Bauteil 102 noch die eine Hauptfläche 129 mit dem Basisabschnitt
112 der Nut 110 verbindende Zugangsbohrung 128 hergestellt.
[0111] Das die beiden Bauteile 102 und 104 miteinander verbindende Verbindungsmittel 100
umfasst ein erstes Verbindungselement 184 zum Einsetzen in die Nut des ersten Bauteils
102 und ein zweites Verbindungselement 186 zum Einsetzen in die Nut 110 des zweiten
Bauteils 104, wie sie in den Fig. 5 bis 7 dargestellt sind.
[0112] Das erste Verbindungselement 184 umfasst ein im wesentlichen kreiszylinderabschnittsförmiges
Gehäuse 188 mit einer bogenförmig gekrümmten Anlagefläche 190, die in einem in der
Längsrichtung 192 des Verbindungselements 184 genommenen Längsschnitt kreisbogenförmig
ist, und eine der gekrümmten Anlagefläche 190 gegenüberliegende ebene Anlegefläche
194 sowie zwei seitliche, im wesentlichen parallel zu einer Verbindungsrichtung 196
verlaufende Seitenflächen 198.
[0113] Vom unteren Rand der Seitenflächen 198 steht jeweils ein bogenförmig gekrümmter Haltevorsprung
200 in einer zur Längsrichtung 192 und zur Verbindungsrichtung 196 senkrechten Dickenrichtung
202 vor.
[0114] Jeder Haltevorsprung 200 ist in Richtung zu der Anlegefläche 194 hin durch eine bogenförmig
gekrümmte Abstützfläche 204 begrenzt, die in einem längs der Längsrichtung 192 genommenen
Längsschnitt kreisbogenförmig ist.
[0115] Auf der der Anlegefläche 194 abgewandten Seite ist jeder Haltevorsprung 200 durch
eine ebenfalls bogenförmig gekrümmte Anlagefläche begrenzt, welche in einem längs
der Längsrichtung 192 genommenen Längsschnitt kreisbogenförmig ist und sich flächenbündig
an die Anlagefläche 190 des Gehäuses 188 anschließt.
[0116] Die Abstützfläche 204 und die Anlagefläche 206 jedes Haltevorsprungs 200 sind durch
eine im wesentlichen parallel zur Längsrichtung 192 und parallel zur Verbindungsrichtung
196 verlaufende Seitenfläche 208 miteinander verbunden.
[0117] Das Profil jedes Haltevorsprungs 200 entspricht im wesentlichen dem Profil des jeweils
zugeordneten Hinterschneidungsabschnitts 114 der Nut 110, und die Krümmung des Haltevorsprung
200 entspricht der Krümmung des zugeordneten Hinterschneidungsabschnitts 114, so dass
das erste Verbindungselement 184 mit seinen Haltevorsprüngen 200 in die Hinterschneidungsabschnitte
114 der Nut 110 einführbar und darin gleitend verschiebbar ist.
[0118] Das erste Verbindungselement 184 umfasst ferner eine von dem Gehäuse 188 umgebene
Aufnahmekammer 210 zur Aufnahme eines Halteelements 212, das durch eine Mündungsöffnung
214, an welcher die Aufnahmekammer 210 in die Anlegefläche 194 des ersten Verbindungselements
184 mündet, aus der Aufnahmekammer 210 heraustreten kann.
[0119] Die Aufnahmekammer 210 kann sich auf ihrer der Anlegefläche 194 abgewandten Seite
bis in die gekrümmte Anlagefläche 190 hinein erstrecken.
[0120] Das Halteelement 212 umfasst einen plattenförmigen Grundkörper 216, der an einem
Ende mit ringförmigen Erhebungen 218 versehen ist, welche eine Aufnahmeöffnung 220
mit polygonalem Querschnitt umgeben, die mit einer im wesentlichen kreisrunden Durchtrittsöffnung
222 in einer der Seitenflächen 198 des Gehäuses 188 fluchtet.
[0121] Die ringförmigen Erhebungen 218 stützen sich an in der Aufnahmekammer 210 angeordneten
Wiederlagern ab, so dass das Halteelement 212 um die Mittelachse 224 der Aufnahmeöffnung
220 drehbar an dem Gehäuse 188 gehalten ist.
[0122] Das den ringförmigen Erhebungen 218 abgewandte freie Ende des Halteelements 212 ist
mit bogenförmigen Vorsprüngen 226 versehen, welche in der Dickenrichtung 202 zu beiden
Seiten des Grundkörpers 216 von demselben abstehen.
[0123] Ferner umfasst das erste Verbindungselement 184 zu beiden Seiten der Mündungsöffnung
214 der Aufnahmekammer 210 jeweils einen Einsteckvorsprung 228 in Form eines im wesentlichen
quaderförmigen Dübels 230, der sich ausgehend von der Anlegefläche 194 längs der Verbindungsrichtung
196 erstreckt und sich zu seinem der Anlegefläche 194 abgewandten Ende hin verjüngt,
um das Einführen in jeweils eine zu dem Dübel 230 komplementäre Aufnahmetasche 232
des zweiten Verbindungselement 186 zu erleichtern.
[0124] Dabei passen die Einsteckvorsprünge 228 des ersten Verbindungselements 184 in der
Dickenrichtung 202 sehr genau in die Aufnahmetaschen 232 des zweiten Verbindungselements
186, so dass die Einsteckvorsprünge 228 in der Dickenrichtung 202 die Scherkräfte
der Verbindung zwischen den Bauteilen 102 und 104 aufnehmen können und auf zusätzliche
Dübel, wie es bei den meisten anderen Verbindungsmitteln erforderlich ist, verzichtet
werden kann.
[0125] In der Längsrichtung 192 hingegen weisen die Aufnahmetaschen 232 eine größere Ausdehnung
auf als die Einsteckvorsprünge 228, so dass sich das erste Verbindungselement 184
und das zweite Verbindungselement 186 in der Längsrichtung 192 gegeneinander verschieben
lassen, um auf diese Weise einen Toleranzausgleich der Verbindung zwischen den Bauteilen
102 und 104 zu ermöglichen.
[0126] Das zweite Verbindungselement 186 umfasst ebenfalls ein im wesentlichen kreiszylinderabschnittsförmiges
Gehäuse 234 mit einer bogenförmig gekrümmten Anlagefläche 190, die in einem längs
der Längsrichtung 192 des Verbindungselements 186 genommenen Längsschnitt kreisbogenförmig
ist, eine der gekrümmten Anlagefläche 190 gegenüberliegende ebene Anlegefläche 194,
Seitenflächen 198 und von den Seitenflächen 198 in der Dickenrichtung 202 vorspringende
Haltevorsprünge 200 mit einer zu der Anlegefläche 194 hin gerichteten gekrümmten Abstützfläche
204, einer mit der Anlagefläche 190 bündigen gekrümmten Anlagefläche 206 und einer
Seitenfläche 208.
[0127] Wie am besten aus Fig. 6 zu ersehen ist, weist das Gehäuse 234 des zweiten Verbindungselements
186 neben den Aufnahmetaschen 232 für die Einsteckvorsprünge 228 des ersten Verbindungselements
184 ferner eine mittig zwischen den Aufnahmetaschen 233 angeordnete Einlaufkammer
236 auf, welche an einer Mündungsöffnung 238 in der Anlegefläche 194 mündet und sich
auf der gegenüberliegenden Seite bis in die Anlagefläche 190 hinein erstrecken kann.
[0128] Von beiden Seiten der Mündungsöffnung 238 aus springt jeweils ein kreiszylinderabschnittsförmiger
Rückhaltevorsprung 240 mit einer bogenförmig gekrümmten Rückhaltefläche 242 in der
Dickenrichtung 202 in das Innere der Einlaufkammer 236 vor, so dass zwischen den beiden
Rückhaltevorsprüngen 240 ein Spalt verbleibt, dessen Breite geringfügig größer ist
als die Dicke des Grundkörpers 216 des Halteelements 212 des ersten Verbindungselements
184.
[0129] Zur Herstellung der lösbaren Verbindung zwischen dem ersten Bauteil 102 und dem zweiten
Bauteil 104 mittels des Verbindungsmittels 100 aus dem ersten Verbindungselement 184
und dem zweiten Verbindungselement 186 wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst wird das erste Verbindungselement 184, wie in Fig. 23 dargestellt, so in
die Nut 110 des ersten Bauteils 102 eingeschoben, dass die Haltevorsprünge 200 des
ersten Verbindungselements 184 in die Hinterschneidungsabschnitte 114 der Nut 110
eingreifen und die Durchtrittsöffnung 222 in der Seitenfläche 198 des Gehäuses 188
mit der Zugangsbohrung 128 in dem ersten Bauteil 102 fluchtet (siehe Fig. 24).
[0130] Ebenso wird das zweite Verbindungselement 186 so in die Nut 110 an dem zweiten Bauteil
104 eingeschoben, dass dessen Haltevorsprünge 200 in die Hinterschneidungsabschnitte
114 der Nut 110 eingreifen und das Gehäuse 234 des zweiten Verbindungselements 186
im wesentlichen vollständig in der Nut 110 aufgenommen ist (siehe Fig. 24).
[0131] Das Halteelement 212 des ersten Verbindungselements 184 ist zunächst vollständig
in die Aufnahmekammer 210 des ersten Verbindungselements 184 eingeschwenkt (siehe
Fig. 24).
[0132] In dieser Freigabestellung des Halteelements 212 können die beiden Bauteile 102 und
104 gegeneinander bewegt werden, bis deren Kontaktflächen 106 und 108 sowie die Anlegeflächen
194 der Verbindungselemente 184 und 186 flächig aneinander anliegen und die Einsteckvorsprünge
228 des ersten Verbindungselements 184 in die Aufnahmetaschen 232 des zweiten Verbindungselements
186 eingreifen (siehe Fig. 25).
[0133] Nun wird das Betätigungsende eines gewinkelten Mehrkantschlüssels 244 durch die Zugangsbohrung
128 in dem ersten Bauteil 102 und die Durchtrittsöffnung 222 im Gehäuse 188 des ersten
Verbindungselements 184 in die Aufnahmeöffnung 220 des Halteelements 212 eingeführt
und mit der letzteren in Eingriff gebracht (siehe Fig. 25).
[0134] Anschließend wird das Halteelement 212 mittels des Mehrkantschlüssels 244 aus der
Aufnahmekammer 210 des ersten Verbindungselements 184 herausgeschwenkt, so dass die
bogenförmigen Vorsprünge 226 des Halteelements 212 durch die Mündungsöffnung 238 in
die Einlaufkammer 236 des zweiten Verbindungselements 186 gelangen und dabei die Rückhaltevorsprünge
240 hintergreifen.
[0135] Die Krümmung der bogenförmigen Vorsprünge 226 des Halteelements 212 einerseits und
die Krümmung der Rückhalteflächen 242 der Rückhaltevorsprünge 240 sind dabei so aufeinander
abgestimmt, dass die beiden Verbindungselemente 184 und 186 beim Einschwenken des
Halteelements 212 in die Einlaufkammer 236 zunehmend längs der Verbindungsrichtung
196 gegeneinander gezogen werden und sich eine möglichst große Kontaktfläche zwischen
den Rückhalteflächen 242 und den bogenförmigen Vorsprüngen 226 des Halteelements 212
ergibt.
[0136] Dadurch werden Druckspannungsspitzen an den Kontaktflächen zwischen den Rückhaltevorsprüngen
240 und den bogenförmigen Vorsprüngen 226 des Halteelements 212 vermieden, und die
Festigkeit des Materials, aus dem das Halteelement 212 und das Gehäuse 234 des zweiten
Verbindungselements 186 gefertigt sind, wird möglichst gleichmäßig ausgenutzt.
[0137] Das Halteelement 212 und die Gehäuse 188 und 234 der Verbindungselemente 184 bzw.
186 können daher insbesondere aus einem Spritzkunststoff hergestellt sein.
[0138] Das Halteelement 212 erfährt bei der Belastung der Verbindung zwischen den Verbindungselementen
184 und 186 längs der Verbindungsrichtung 196 im wesentlichen nur Zug- und Druckkräfte,
aber nur vernachlässigbar kleine Biegemomente.
[0139] Die Aufnahmekammer 210 des ersten Verbindungselements 184, die Einlaufkammer 236
des zweiten Verbindungselements 186 und die Außenkonturen der Verbindungselemente
184 und 186 sind so geformt, dass sie einstückig hergestellt werden können.
[0140] Das Halteelement 212 kann durch die Mündungsöffnung der Aufnahmekammer 210 an der
Anlagefläche 190 des ersten Verbindungselements 184 in die Aufnahmekammer 210 eingeschoben
werden, so dass das Gehäuse 188 des ersten Verbindungselements 184 nicht teilbar sein
muss.
[0141] Es kann daher auf eine Halbschalenbauweise des Gehäuses 188 des ersten Verbindungselements
184 verzichtet werden, was die Festigkeit des ersten Verbindungselements 184 erhöht.
[0142] Da die gekrümmten Anlageflächen 190 der Verbindungselemente 184 und 186 denselben
Krümmungsradius aufweisen wie die Nutgrundflächen 118 der Nuten 110, an denen die
Anlageflächen 190 flächig anliegen und abgleiten können, und da sich die kreisbogenförmigen
Haltevorsprünge 200 der Verbindungselemente 184 und 186 mit geringem Kraftaufwand
in den jeweils zugeordneten Hinterschneidungsabschnitten 114 der Nuten 110 tangential
verschieben lassen und daher die Verbindungselemente 184 und 186 beim Herstellen der
Verbindung noch einen Bewegungsfreiheitsgrad besitzen, sind beim Verbinden der Bauteile
102 und 104 noch Korrekturen bezüglich der gegenseitigen Position der Verbindungselemente
184 und 186 möglich.
[0143] Dies reduziert die Ansprüche an die Präzision bezüglich der Lage der Nuten 110 an
den Bauteilen 102 und 104 deutlich und führt zu einer erheblichen Erleichterung für
den Anwender.
[0144] Ist das Halteelement 212 aus der in Fig. 25 dargestellten Freigabestellung in die
in Fig. 26 dargestellte Haltestellung gebracht, wird durch Zugkräfte, welche auf die
Verbindungselemente 184 und 186 in der Verbindungsrichtung 196 wirken, zwischen den
Abstützflächen 204 der Haltevorsprünge 200 einerseits und den damit in Kontakt stehenden
Hinterschneidungsflächen 122 der Hinterschneidungsabschnitte 114 der Nuten 110 andererseits
eine so große Haftreibungskraft erzeugt, dass der vorstehend beschriebene restliche
Bewegungsfreiheitsgrad aufgehoben wird und eine völlig feste Verbindung zwischen den
Bauteilen 102 und 104 hergestellt wird.
[0145] Durch die Abstützung der Haltevorsprünge 200 an den Hinterschneidungsflächen 122
der Hinterschneidungsabschnitte 114 der Nuten 110 in den Bauteilen 102 und 104 sind
die Verbindungselemente 184 und 186 somit sicher in dem jeweils zugeordneten Bauteil
102 bzw. 104 verankert.
[0146] In der in den Fig. 7 und 26 dargestellten Haltestellung verhindert das Halteelement
212 im Zusammenwirken mit den Rückhaltevorsprüngen 240 eine Relativbewegung des ersten
Verbindungselements 184 und des zweiten Verbindungselements 186 längs der Verbindungsrichtung
196.
[0147] Um das erste Bauteil 102 und das zweite Bauteil 104 wieder voneinander zu lösen,
ist es lediglich erforderlich, wiederum einen Mehrkantschlüssel 244 durch die Zugangsbohrung
128 in dem ersten Bauteil 102 hindurch mit der Aufnahmeöffnung 220 des Halteelements
212 in Eingriff zu bringen und das Halteelement 212 durch Verschwenken in entgegengesetzter
Richtung von der Haltestellung in die in Fig. 25 dargestellte Freigabestellung zu
bewegen, in welcher die bogenförmigen Vorsprünge 226 des Halteelements 212 die Rückhaltevorsprünge
240 des zweiten Verbindungselements 186 nicht mehr hintergreifen, so dass die Verbindungselemente
184 und 186 ohne weiteres längs der Verbindungsrichtung 196 auseinander bewegt werden
können.
[0148] Wie aus den Fig. 27 bis 31 zu ersehen ist, müssen die Profile der Haltevorsprünge
200 keineswegs stets genau rechteckig ausgebildet sein, wie dies in Fig. 28 dargestellt
ist.
[0149] Vielmehr kann auch vorgesehen sein, dass die Haltevorsprünge 200 ein trapezförmiges
Profil aufweisen, welches sich mit wachsendem Abstand von den Seitenflächen 198 des
jeweiligen Gehäuses 188 bzw. 234 verjüngt, wie dies in Fig. 29 dargestellt ist.
[0150] Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, dass sich das Profil der Haltevorsprünge
200 mit abnehmendem Abstand von der jeweils zugeordneten Seitenfläche 198 verjüngt,
wie dies in Fig. 30 dargestellt ist.
[0151] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Profil der Haltevorsprünge 200 eine zumindest
abschnittsweise gekrümmte Außenkontur, beispielsweise eine halbkreisförmige Außenkontur,
aufweist, wie dies in Fig. 31 dargestellt ist.
[0152] Eine in den Fig. 40 bis 45 dargestellte zweite Ausführungsform des Verbindungsmittels
100 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 31 dargestellten Ausführungsform
dadurch, dass an dem ersten Verbindungselement 184 statt zweier Einsteckvorsprünge
228 ein einzelner mittiger Einsteckvorsprung 326 vorgesehen ist, der im verbundenen
Zustand der Bauteile 102, 104 in eine hierzu komplementäre Aufnahmetasche 328 an dem
zweiten Verbindungselement 186 eingreift.
[0153] Ferner umfasst das erste Verbindungselement 184 bei dieser Ausführungsform nicht
ein einzelnes Halteelement 212, sondern zwei schwenkbar am Gehäuse 188 des ersten
Verbindungselements 184 gehaltene Halteelemente 212 in Form von Klapphebeln 330, von
denen jeweils einer zu beiden Seiten des mittigen Einsteckvorsprungs 326 angeordnet
ist.
[0154] Die inneren Endbereiche 332 der um Schwenkachsen 333 an Lagervorsprüngen 335 schwenkbar
gelagerten Klapphebel 330 greifen in eine Aufnahmekammer 334 innerhalb des Gehäuses
188 ein und werden durch einen Spreizmechanismus 336 auf Abstand voneinander gehalten.
[0155] Der Spreizmechanismus 336 umfasst ein erstes Spreizelement 338 mit einem Vierkantkopf
340, einem sich von dem Vierkantkopf 340 in der Längsrichtung 192 erstreckenden Schaftabschnitt
342 und einem sich an den Schaftabschnitt 342 anschließenden Gewindeabschnitt 344
mit einem Außengewinde.
[0156] Ferner umfasst der Spreizmechanismus 336 ein zweites Spreizelement 346 mit einem
zylindrischen Kopfabschnitt 348 und einem sich von dem Kopfabschnitt 348 aus in der
Längsrichtung 192 koaxial zu dem Schaftabschnitt 342 des ersten Spreizelements 338
erstreckenden hohlzylindrischen Buchsenabschnitt 350, der mit einem Innengewinde versehen
ist.
[0157] Das Innengewinde des Buchsenabschnitts 350 des zweiten Spreizelements 346 steht dabei
in Eingriff mit dem Außengewinde des Gewindeabschnitts 344 des ersten Spreizelements
338.
[0158] Ferner ist der Buchsenabschnitt 350 an seinem dem Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements
338 zugewandten Ende mit einem in radialer Richtung abstehenden Mitnahmeelement 352
versehen.
[0159] Zwischen dem Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements 338 und dem Buchsenabschnitt
350 des zweiten Spreizelements 346 ist ein hohlzylindrisches Magnetelement 354 mit
diametraler Magnetisierung um die gemeinsame Längsachse 356 der beiden Spreizelemente
338 und 346 drehbar auf dem Schaftabschnitt 342 des ersten Spreizelements 338 angeordnet.
[0160] An seiner dem Buchsenabschnitt 350 des zweiten Spreizelements 346 zugewandten Stirnseite
ist das Magnetelement 354 mit einem in axialer Richtung vorstehenden Mitnehmerelement
358 versehen, welches auf das Mitnahmeelement 352 an dem Buchsenabschnitt 350 einwirken
kann.
[0161] Zwischen dem Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements 338 und der demselben zugewandten
Stirnseite des Magnetelements 354 ist eine Druckschraubenfeder 360 angeordnet, welche
das Magnetelement 354 gegen den Buchsenabschnitt 350 des zweiten Spreizelements 346
vorspannt.
[0162] Wie am besten aus den Fig. 44 und 45 zu ersehen ist, ist das zweite Spreizelement
346 des Spreizmechanismus 336 mittels eines Antriebsgeräts 302 mit rotierendem Antriebsmagneten
310, der mit dem Magnetelement 354 wechselwirkt, zu einer Drehbewegung um die Längsachse
356 relativ zu dem ersten Spreizelement 338, welches durch seinen Vierkantkopf 340
in einer konstanten Drehposition gehalten wird, antreibbar.
[0163] Dazu wird das Antriebsgerät 302, wie in den Fig. 44 und 45 dargestellt, außerhalb
des Verbindungsmittels 100 so ausgerichtet, dass die Längsrichtung 312 der Antriebswelle
308 im wesentlichen parallel zu der Längsachse 356 der Spreizelemente 338, 346 ausgerichtet
ist und der Abstand zwischen dem Antriebsmagneten 310 und dem Magnetelement 354 möglichst
gering ist.
[0164] In dem Gehäuse 234 des zweiten Verbindungselements 186 sind zwei Einlaufkammern 362
vorgesehen, in welche die äußeren Endbereiche 364 der Klapphebel 330 eintauchen können,
wenn die Verbindungselemente 184 und 186 mit ihren Anlegeflächen 194 aneinander anliegen.
[0165] Ferner sind an dem Gehäuse 234 Ausnehmungen 337 zur Aufnahme der von dem Gehäuse
188 abstehenden Lagervorsprünge 335 vorgesehen.
[0166] Die Einlaufkammern 362 sind an ihren dem ersten Verbindungselement 184 zugewandten
Rändern abschnittsweise durch jeweils einen Rückhaltevorsprung 366 begrenzt, welcher
vom jeweils zugeordneten Klapphebel 330 hintergriffen werden kann, wenn der betreffende
Klapphebel 330 um seine Schwenkachse 333 aus der in Fig. 42 dargestellten Freigabestellung
in die in Fig. 43 dargestellte Haltestellung verschwenkt wird.
[0167] Eine solche Verschwenkung kann mittels des vorstehend beschriebenen Spreizmechanismus
336 erfolgen.
[0168] Die Gehäuse 188 und 234 des ersten Verbindungselements 184 beziehungsweise des zweiten
Verbindungselements 186 sind bei dieser Ausführungsform vorzugsweise zweiteilig ausgebildet,
wobei die beiden Teile längs der Längsmittelebene des jeweiligen Gehäuses aneinander
anliegen.
[0169] Zum Herstellen einer Verbindung zwischen dem ersten Bauteil 102 und dem zweiten Bauteil
104 mittels der zweiten Ausführungsform des Verbindungsmittels 100 wird wie folgt
vorgegangen:
[0170] Das erste Verbindungselement 184 und das zweite Verbindungselement 186 werden in
die jeweilige Nut 110 an dem ersten Bauteil 102 bzw. an dem zweiten Bauteil 104 eingesetzt.
[0171] Anschließend wird das zweite Bauteil 104 mit dem zweiten Verbindungselement 186 so
auf das erste Bauteil 102 mit dem ersten Verbindungselement 184 aufgesetzt, dass die
sich in der Freigabestellung befindlichen Klapphebel 330 mit ihren äußeren Endbereichen
364 in die Einlaufkammern 362 des zweiten Verbindungselements 186 und der mittige
Einsteckvorsprung 326 des ersten Verbindungselements 184 in die Aufnahmetasche 328
des zweiten Verbindungselements 186 eintauchen.
[0172] Anschließend wird mittels des Antriebsgeräts 302 das zweite Spreizelement 346 zu
einer solchen Drehbewegung um die Längsachse 356 angetrieben, dass sich der Kopfabschnitt
348 des zweiten Spreizelements 346 von dem Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements
338 entfernt und somit die Gesamtlänge des Spreizmechanismus 336 zunimmt, wodurch
die inneren Endbereiche 332 der Klapphebel 330 auseinander bewegt werden, die Klapphebel
330 um ihre Schwenkachsen 333 verschwenkt werden und dadurch in die in Fig. 43 dargestellte
Haltestellung bewegt werden, in welcher die äußeren Endbereiche 364 der Klapphebel
330 die jeweils zugeordneten Rückhaltevorsprünge 366 des zweiten Verbindungselements
186 hintergreifen und an denselben anliegen, so dass das zweite Verbindungselement
186 an dem ersten Verbindungselement 184 verriegelt ist und die Verbindungselemente
184, 186 nicht mehr längs der Verbindungsrichtung 196 auseinander bewegt werden können.
[0173] Um die Verbindung der Bauteile 102, 104 zu lösen, wird das zweite Spreizelement 346
mittels des Antriebsgeräts 302 in umgekehrter Drehrichtung relativ zu dem ersten Spreizelement
338 um die Längsachse 356 gedreht, so dass der Kopfabschnitt 348 des zweiten Spreizelements
346 auf den Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements 338 zu bewegt wird und die
Gesamtlänge des Spreizmechanismus 336 sich verkürzt.
[0174] Die inneren Endbereiche 332 der Klapphebel 330 liegen daraufhin nicht mehr an dem
Vierkantkopf 340 des ersten Spreizelements 338 bzw. an dem Kopfabschnitt 348 des zweiten
Spreizelement 346 an, so dass der Spreizmechanismus 336 einer Schwenkbewegung der
Klapphebel 330 von der in Fig. 43 dargestellten Haltestellung in die in Fig. 42 dargestellte
Freigabestellung keinen Widerstand mehr entgegensetzt.
[0175] Nach dieser Entriegelung der Klapphebel 330 kann somit das zweite Verbindungselement
186 längs der Verbindungsrichtung 196 von dem ersten Verbindungselement 184 abgenommen
werden.
[0176] Im übrigen stimmt die in den Fig. 40 bis 45 dargestellte zweite Ausführungsform des
Verbindungsmittels 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den Fig. 1 bis
31 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung
insoweit Bezug genommen wird.
[0177] Eine in den Fig. 46 bis 52 dargestellte dritte Ausführungsform des Verbindungsmittels
100 unterscheidet sich von der in den Fig. 1 bis 31 dargestellten ersten Ausführungsform
dadurch, dass an den Gehäusen 188, 234 des ersten Verbindungselements 184 bzw. des
zweiten Verbindungselements 186 keine Haltevorsprünge 200 vorgesehen sind.
[0178] Dementsprechend weisen auch die Nuten 110 im ersten Bauteil 102 und im zweiten Bauteil
104 nur den mittigen Basisabschnitt 112, aber keine hiervon abstehenden Hinterschneidungsabschnitte
auf (siehe Fig. 46 und 47).
[0179] Um dennoch einen sicheren Halt der Verbindungselemente 184, 186 in der jeweils zugeordneten
Nut 110 zu erzielen, sind beide Verbindungselemente 184, 186 mit jeweils zwei Verankerungsschrauben
368 versehen, welche jeweils einen Schraubenkopf 370 und einen hiervon ungefähr in
Radialrichtung der Anlagefläche 190 abstehenden Schraubenschaft 372 mit Außengewinde
umfassen.
[0180] Dabei ist jeder Schraubenkopf 370 in einer Schraubenkopfaufnahme 374 aufgenommen,
welche sich von der Anlegefläche 194 des jeweiligen Gehäuses in Richtung auf die Anlagefläche
190 erstreckt.
[0181] Der Boden jeder Schraubenkopfaufnahme 374, an welchem sich der jeweils zugeordnete
Schraubenkopf 370 abstützt, ist über einen Zugangskanal 376 mit der Anlagefläche 190
verbunden.
[0182] Der Schraubenschaft 372 jeder Verankerungsschraube 368 erstreckt sich durch den jeweils
zugeordneten Zugangskanal 376 hindurch, wobei der Zugangskanal 376 einen gegenüber
dem Schraubenschaft 372 in der Längsrichtung 192 vergrößerten Querschnitt aufweist,
so dass die Ausrichtung des Schraubenschaftes 372 relativ zu der Anlagefläche 190
innerhalb gewisser Grenzen variiert werden kann, um Lagetoleranzen der Nuten 110 an
den Bauteilen 102 bzw. 104 ausgleichen zu können.
[0183] Zur Herstellung einer Verbindung des ersten Bauteils 102 und des zweiten Bauteils
104 mittels der dritten Ausführungsform des Verbindungsmittels, 100 werden zunächst
die Nuten 110 in den Bauteilen 102 und 104 mittels einer herkömmlichen Nutfräsvorrichtung
hergestellt, welche weder eine Hubein richtung hoch einen T-Nuten-Fräser benötigt.
[0184] In dem ersten Bauteil 102 wird ferner die Zugangsbohrung 128 hergestellt.
[0185] Anschließend wird das erste Verbindungselement 184 in die Nut 110 des ersten Bauteils
102 eingesetzt und durch Eindrehen der Verankerungsschrauben 368 in den Nutgrund an
dem ersten Bauteil 102 verankert.
[0186] Ebenso wird das zweite Verbindungselement 186 in die Nut 110 des zweiten Bauteils
104 eingesetzt und dort mittels der Verankerungsschrauben 368 verankert.
[0187] Nach dieser Verankerung der Verbindungselemente 184, 186 am jeweils zugeordneten
Bauteil 102 bzw. 104 werden die Verbindungselemente 184 und 186 miteinander in derselben
Weise lösbar verbunden, wie dies vorstehend im Zusarnmenhang mit der Beschreibung
der ersten Ausführungsform des Verbindungsmittels 100 erläutert worden ist.
[0188] Im übrigen stimmt die in den Fig. 46 bis 52 dargestellte dritte Ausführungsform des
Verbindungsmittels 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den Fig. 1 bis
31 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung
insoweit Bezug genommen wird.
[0189] Eine in den Fig. 53 bis 55 dargestellte vierte Ausführungsform des Verbindungsmittels
100 unterscheidet sich von der in den Fig. 40 bis 45 dargestellten zweiten Ausführungsform
ebenfalls dadurch, dass statt der Haltevorsprünge 200 an den Gehäusen 188 bzw. 234
des ersten Verbindungselements 184 bzw. des zweiten Verbindungselements 186 jeweils
zwei Verankerungsschrauben 368 vorgesehen sind, um die Verbindungselemente 184, 186
in der jeweils zugeordneten Nut 110 des ersten Bauteils 102 bzw. des zweiten Bauteils
104 zu verankern.
[0190] Auch bei dieser Ausführungsform weisen die Nuten 110 des ersten Bauteils 102 und
des zweiten Bauteils 104 nur den mittigen Basisabschnitt 112, nicht aber hiervon abstehende
Hinterschneidungsabschnitte auf.
[0191] Bezüglich der Ausbildung der Verankerungsschrauben 368 und deren Anordnung an den
Gehäusen 188, 234 des ersten Verbindungselements 184 und des zweiten Verbindungselements
186 wird auf die vorstehende Beschreibung der in den Fig. 46 bis 52 dargestellten
dritten Ausführungsform des Verbindungsmittels 100 verwiesen.
[0192] Im übrigen stimmt die in den Fig. 53 bis 55 dargestellte vierte Ausführungsform des
Verbindungsmittels 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den Fig. 40 bis
45 dargestellten zweiten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung
insoweit Bezug genommen wird.
1. Verbindungsmittel zum Verbinden eines ersten Bauteils (102) und eines zweiten Bauteils
(104), insbesondere zum Verbinden von Möbel- oder Maschinenteilen, umfassend
ein im verbundenen Zustand der Bauteile an dem ersten Bauteil (102) angeordnetes erstes
Verbindungselement (184) und
ein im verbundenen Zustand der Bauteile an dem zweiten Bauteil (104) angeordnetes
zweites Verbindungselement (186),
wobei mindestens eines der Verbindungselemente (184, 186) eine gekrümmte Anlagefläche
(190) umfasst, die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist,
wobei das erste Verbindungselement (184) und das zweite Verbindungselement (186) im
verbundenen Zustand der Bauteile (102, 104) lösbar miteinander verbunden sind und
zumindest das erste Verbindungselement (184) ein Gehäuse (188) und mindestens ein
relativ zu dem Gehäuse (188) des ersten Verbindungselements (184) bewegliches Halteelement
(212) umfasst, das in einer Haltestellung so mit dem zweiten Verbindungselement (186)
zusammenwirkt, dass eine Relativbewegung des ersten Verbindungselements (184) und
des zweiten Verbindungselements (186) längs einer Verbindungsrichtung (196) verhindert
wird, und das in einer Freigabestellung eine Relativbewegung des ersten Verbindungselements
(184) und des zweiten Verbindungselements (186) längs der Verbindungsrichtung (196)
zulässt,
wobei mindestens ein Halteelement (212) durch eine Einwirkung von außerhalb des Verbindungsmittels
(100) von der Haltestellung in die Freigabestellung und/oder von der Freigabestellung
in die Haltestellung bewegbar ist und
wobei das Gehäuse (188) des ersten Verbindungselements eine gekrümmte Anlagefläche
(190), die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig ist, und eine dieser Anlagefläche
(190) gegenüberliegende im Wesentlichen ebene Anlegefläche (194), die im verbundenen
Zustand der Bauteile an das zweite Verbindungselement (186) anlegbar ist, aufweist,
wobei das zweite Verbindungselement (186) eine gekrümmte Anlagefläche (190) und eine
dieser gekrümmten Anlagefläche (190) gegenüberliegende im Wesentlichen ebene Anlegefläche
(194), an welche die im Wesentlichen ebene Anlegefläche (194) des ersten Verbindungselements
(184) anlegbar ist, aufweist und die gekrümmten Anlageflächen (190) und die im Wesentlichen
ebenen Anlegeflächen (194) des ersten Verbindungselements (184) und des zweiten Verbindungselements
(186) im verbundenen Zustand der Bauteile (102, 104) im Wesentlichen senkrecht zur
Verbindungsrichtung (196) ausgerichtet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Halteelement (212) von der Haltestellung in die Freigabestellung und/oder
von der Freigabestellung in die Haltestellung schwenkbar an dem ersten Verbindungselement
(184) gehalten ist.
2. Verbindungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im verbundenen Zustand der Bauteile (102, 104) das erste Verbindungselement (184)
in einer Nut (110) des ersten Bauteils (102) und das zweite Verbindungselement (186)
in einer Nut (110) des zweiten Bauteils (104) angeordnet ist und dass die gekrümmte
Anlagefläche (190) des Gehäuses (188) des ersten Verbindungselements (184) an einer
ebenfalls im Längsschnitt kreisbogenförmigen Nutgrundfläche (118) einer der in den
Bauteilen (102, 104) vorgesehenen Nuten (110) abgleiten kann.
3. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmte Anlagefläche (190) mindestens eines Verbindungselements (184, 186)
im Wesentlichen kreiszylindermantelausschnittsförmig ausgebildet ist.
4. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halteelement (212) eine erste Haltekontur (226) aufweist, welche in
der Haltestellung eine an dem zweiten Verbindungselement (186) vorgesehene zweite
Haltekontur (240) hintergreift.
5. Verbindungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltekontur (226) und/oder die zweite Haltekontur (240) bogenförmig ausgebildet
sind.
6. Verbindungsmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltekontur (226) und die zweite Haltekontur (240) nicht konzentrisch zueinander
ausgebildet sind, so dass die beiden Verbind ungselemente (184, 186) beim Bewegen
des Halteelements (212) von der Freigabestellung in die Haltestellung gegeneinander
gezogen werden.
7. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halteelement (212) mittels eines von außerhalb des Verbindungselements
(100) mit dem, Halteelement (212) in Eingriff bringbaren mechanischen Betätigungsmittels
(244) von der Haltestellung in die Freigabestellung und/oder von der Freigabestellung
in die Haltestellung bewegbar ist.
8. Verbindungsmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halteelement (212) eine Aufnahme für einen Betätigungsabschnitt eines
mechanischen Betätigungsmittels (244) aufweist.
9. Verbindungsmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halteelement (212) eine Aufnahme (220; 256) für einen Mehrkantschlüssel
(244), einen Inbusschlüssel und/oder einen Schraubendreher aufweist.
10. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verbindungselement (184) ein Gehäuse (188) mit einer Durchtrittsöffnung
(222) für den Durchtritt eines mechanischen Betätigungsmittels (244) zu einem Halteelement
(212) umfasst.
11. Verbindungsmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (188) eine sich quer zur gekrümmten Anlagefläche (190) des ersten Verbindungselements
(184) erstreckende Seitenwand aufweist und die Durchtrittsöffnung (222) in der Seitenwand
angeordnet ist.
12. Verbindungsmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (222) an der gekrümmten Anlagefläche (190) des ersten Verbindungselements
(184) angeordnet ist.
13. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das erste Verbindungselement (184) mindestens zwei Halteelemente (212)
umfasst, die schwenkbar an dem ersten Verbindungselement (184) gehalten sind.
14. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (184) mindestens einen Einsteckvorsprung
(228; 326) und das jeweils andere Verbindungselement (186) mindestens eine den Einsteckvorsprung
(228; 326) im verbundenen Zustand der Bauteile (102, 104) aufnehmende Aufnahmetasche
(232; 328) umfasst.
15. Verbindungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (184, 186) mit mindestens einem Verankerungselement
(368) zum Festlegen des betreffenden Verbindungselements (184, 186) an einem Nutgrund
(118) einer in einem der Bauteile (102, 104) vorgesehenen Nut (110) versehen ist.
16. Verbinduingsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (184, 186) mit mindestens einer Verankerungsschraube
(368) zum Festlegen des betreffenden Verbindungselements (184, 186) an einem der Bauteile
(102, 104) versehen ist.
17. Verfahren zum Herstellen einer Verbindung eines ersten Bauteils (102) und eines zweiten
Bauteils (104), insbesondere einer Verbindung von Möbel- oder Maschinenteilen, umfassend
die folgenden Verfahrensschritte:
- Herstellen jeweils einer Nut (110) an einer Kontaktfläche (106) des ersten Bauteils
(102) und an einer Kontaktfläche (108) des zweiten Bauteils (104), wobei mindestens
eine der Nuten (110) eine gekrümmte Nutgrundfläche (118) aufweist, die in einem Längsschnitt
kreisbogenförmig ist;
- Einbringen eines ersten Verbindungselements (184) in die Nut (110) des ersten Bauteils
(102) und eines zweiten Verbindungselements (186) in die Nut (110) des zweiten Bauteils
(104), wobei zumindest das erste Verbindungselement (184) ein Gehäuse (188) umfasst,
das eine gekrümmte Anlagefläche (190), die in einem Längsschnitt kreisbogenförmig
ist, und eine dieser Anlagefläche (190) gegenüberliegende im Wesentlichen ebene Anlegefläche
(194), die an das zweite Verbindungselement (186) angelegt wird, aufweist;
- lösbares Verbinden des ersten Verbindungselements (184) und des zweiten Verbindungselements
(186), indem zumindest ein an dem ersten Verbindungselement (184) relativ zu einem
Gehäuse (188) des ersten Verbindungselements (184) beweglich angeordnetes Halteelement
(212) von einer Freigabestellung, in welcher das Halteelement (212) eine Relativbewegung
des ersten Verbindungelements (184) und des zweiten Verbindungselements (186) längs
einer Verbindungsrichtung (196) zulässt, durch eine Einwirkung von außerhalb des ersten
Verbindungselements (184) in eine Haltestellung bewegt wird, in welcher das Halteelement
(212) eine Relativbewegung des ersten Verbindungselements (184) und des zweiten Verbindungselements
(186) längs der Verbindungsrichtung (196) zulässt;
wobei das zweite Verbindungselement (186) eine gekrümmte Anlagefläche (190) und eine
dieser gekrümmten Anlagefläche (190) gegenüberliegende im Wesentlichen ebene Anlegefläche
(194), an welche die im Wesentlichen ebene Anlegefläche (194) des ersten Verbindungselements
(184) anlegbar ist, aufweist und die gekrümmten Anlageflächen (190) und die im Wesentlichen
ebenen Anlegeflächen (194) des ersten Verbindungselements (184) und des zweiten Verbindungselements
(186) im verbundenen Zustand der Bauteile (102, 104) im Wesentlichen senkrecht zur
Verbindungsrichtung (196) ausgerichtet sind und
wobei mindestens ein Halteelement (212) von der Haltestellung in die Freigabestellung
und/oder von der Freigabestellung in die Haltestellung schwenkbar an dem ersten Verbindungselement
(184) gehalten ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmte Anlagefläche (190) des Gehäuses (188) des ersten Verbindungselements
(184) an einer ebenfalls im Längsschnitt kreisbögenförmigen Nutgrundfläche (118) der
Nut (110) des ersten Bauteils (102) abgleiten kann.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Nut (110) mit einer im Wesentlichen kreiszylindermantelausschnittsförmigen
Nutgrundfläche (118) hergestellt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verbindungselement (184, 186) mit einer im Wesentlichen kreiszylindermantelausschnittsförmigen
Anlagefläche (190) verwendet wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass in der Haltestellung eine an mindestens einem Halteelement (212) vorgesehene erste
Haltekontur (226) eine an dem zweiten Verbindungselement (186) vorgesehene zweite
Haltekontur (240) hintergreift.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Haltekontur (226) und die zweite Haltekontur (240) beim Bewegen des Halteelements
(212) von der Freigabestellung in die Haltestellung so aufeinander einwirken, dass
die beiden Verbindungselemente (184, 186) gegeneinander gezogen werden.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halteelement (212) mittels eines von außerhalb des ersten Verbindungselements
(184) mit dem Halteelement (212) in Eingriff bringbaren mechanischen Betätigungsmittels
(244) von der Haltestellung in die Freigabestellung bewegt wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zum lösbaren Verbinden des ersten Verbindungselements (184) und des zweiten Verbindungselements
(186) mindestens zwei Halteelemente (212) von einer Freigabestellung in eine Haltestellung
geschwenkt werden.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Einsteckvorsprung (228; 326) eines der Verbindungselemente (184) in
mindestens eine Aufnahmetasche (232; 328) des jeweils anderen Verbindungselements
(186) eingebracht wird.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 25, dadurch gekenntzeichnet, dass mindestens
eine der Nuten (110) vollständig hergestellt ist, bevor das zugehörige Verbindungselement
(184, 186) in die Nut (110) eingebracht wird.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (184, 186) mittels mindestens eines Verankerungselements
(368) an einem Nutgrund einer der Nuten (110) festgelegt wird.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Verbindungselemente (184, 186) mittels mindestens einer Verankerungsschraube
(368) an dem jeweils zugeordneten Bauteil (102, 104) festgelegt wird.
1. A connecting means for connecting a first component (102) and a second component (104),
in particular for connecting furniture parts or machine parts, comprising
a first connecting element (184) which is arranged on the first component (102) in
the connected state of the components, and
a second connecting element (186) which is arranged on the second component (104)
in the connected state of the components,
wherein at least one of the connecting elements (184, 186) comprises a curved bearing
surface (190) which is in the form of an arc of a circle in longitudinal section,
wherein the first connecting element (184) and the second connecting element (186)
are connected to one another in releasable manner in the connected state of the components
(102, 104) and at least the first connecting element (184) comprises a housing (188)
and at least one holding element (212) which is moveable relative to the housing (188)
of the first connecting element (184) and which, in a holding position, cooperates
with the second connecting element (186) in such a way that a relative movement of
the first connecting element (184) and the second connecting element (186) along a
direction of connection (196) is prevented, and which, in a release position, permits
a relative movement of the first connecting element (184) and the second connecting
element (186) along the direction of connection (196), wherein at least one holding
element (212) is movable from the holding position into the release position and/or
from the release position into the holding position by an action from outside the
connecting means (100) and
wherein the housing (188) of the first connecting element comprises a curved bearing
surface (190) which is in the form of an arc of a circle in longitudinal section,
and a substantially flat bearing surface (194) which is located opposite the aforesaid
bearing surface (190) and is abuttable against the second connecting element (186)
in the connected state of the components,
wherein the second connection element (186) comprises a curved bearing surface (190)
and a substantially flat bearing surface (194) which is located opposite the aforesaid
curved bearing surface (190) and which is abuttable by the substantially flat bearing
surface (194) of the first connecting element (184), and, in the connected state of
the components (102, 104), the curved bearing surfaces (190) and the substantially
flat bearing surfaces (194) of the first connecting element (184) and of the second
connecting element (186) are directed substantially perpendicular to the direction
of connection (196), characterised in that
at least one holding element (212) is held on the first connecting element (184) such
as to be pivotal from the holding position into the release position and/or from the
release position into the holding position.
2. A connecting means in accordance with Claim 1, characterized in that, in the connected state of the components (102, 104), the first connecting element
(184) is arranged in a groove (110) in the first component (102) and the second connecting
element (186) is arranged in a groove (110) in the second component (104), and in that the curved bearing surface (190) of the housing (188) of the first connecting element
(184) can slide on a groove base surface (118), which is likewise in the form of an
arc of a circle in longitudinal section, of one of the grooves (110) that is provided
in the components (102, 104).
3. A connecting means in accordance with either of the Claims 1 or 2, characterized in that the curved bearing surface (190) of at least one connecting element (184, 186) is
substantially in the form of a section of the surface of a regular cylinder.
4. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 3, characterized in that at least one holding element (212) has a first holding contour (226) which engages
behind a second holding contour (240) provided on the second connecting element (186)
in the holding position.
5. A connecting means in accordance with Claim 4, characterized in that the first holding contour (226) and/or the second holding contour (240) are formed
such as to be arc-shaped.
6. A connecting means in accordance with Claim 5, characterized in that the first holding contour (226) and the second holding contour (240) are not formed
mutually concentrically so that the two connecting elements (184, 186) are pulled
against each other when moving the holding element (212) from the release position
into the holding position.
7. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 6, characterized in that at least one holding element (212) is movable from the holding position into the
release position and/or from the release position into the holding position by means
of a mechanical actuating means (244) that can be moved into engagement with the holding
element (212) from outside the connecting element (100).
8. A connecting means in accordance with Claim 7, characterized in that at least one holding element (212) comprises a seating for an actuating section of
a mechanical actuating means (244).
9. A connecting means in accordance with Claim 8, characterized in that at least one holding element (212) comprises a seating (220; 256) for a polygonal
key (244), an Allen key and/or a screwdriver.
10. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 9, characterized in that the first connecting element (184) comprises a housing (188) having a passage opening
(222) for the passage of a mechanical actuating means (244) to a holding element (212).
11. A connecting means in accordance with Claim 10, characterized in that the housing (188) comprises a side wall extending transversely to the curved bearing
surface (190) of the first connecting element (184) and the passage opening (222)
is arranged in the side wall.
12. A connecting means in accordance with Claim 10, characterized in that the passage opening (222) is arranged in the curved bearing surface (190) of the
first connecting element (184).
13. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 12, characterized in that at least the first connecting element (184) comprises at least two holding elements
(212) which are held such as to be pivotal on the first connecting element (184).
14. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 13, characterized in that at least one of the connecting elements (184) comprises at least one insertible projection
(228; 326) and the other respective connecting element (186) comprises at least one
seating pocket (232; 328) for accommodating the insertible projection (228; 326) in
the connected state of the components (102, 104).
15. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 14, characterized in that at least one of the connecting elements (184, 186) is provided with at least one
anchoring element (368) for fixing the corresponding connecting element (184, 186)
to a groove base (118) of a groove (110) provided in one of the components (102, 104).
16. A connecting means in accordance with any of the Claims 1 to 15, characterized in that at least one of the connecting elements (184, 186) is provided with at least one
anchoring screw (368) for fixing the corresponding connecting element (184, 186) to
one of the components (102, 104).
17. A method of producing a connection between a first component (102) and a second component
(104), in particular, a connection between furniture parts or machine parts, comprising
the following method steps:
- producing a respective groove (110) in a contact area (106) of the first component
(102) and in a contact area (108) of the second component (104), wherein at least
one of the grooves (110) comprises a curved groove base surface (118) which is in
the form of an arc of a circle in longitudinal section;
- inserting a first connecting element (184) into the groove (110) in the first component
(102) and a second connecting element (186) into the groove (110) in the second component
(104), wherein at least the first connecting element (184) comprises a housing (188)
which has a curved bearing surface (190) that is in the form of an arc of a circle
in longitudinal section and also has a substantially flat bearing surface (194) that
is located opposite said curved bearing surface (190) and is placed on the second
connecting element (186);
- connecting the first connecting element (184) and the second connecting element
(186) in releasable manner by moving, by means of an action from outside the first
connecting element (184), at least one holding element (212) that is arranged on the
first connecting element (184) and is moveable relative to a housing (188) of the
first connecting element (184) from a release position in which the holding element
(212) permits a relative movement of the first connecting element (184) and the second
connecting element (186) along a direction of connection (196) into a holding position
in which the holding element (212) prevents a relative movement of the first connecting
element (184) and the second connecting element (186) along the direction of the connection
(196);
wherein the second connection element (186) comprises a curved bearing surface (190)
and a substantially flat bearing surface (194) which is located opposite the aforesaid
curved bearing surface (190) and which is abuttable by the substantially flat bearing
surface (194) of the first connecting element (184), and, in the connected state of
the components (102, 104), the curved bearing surfaces (190) and the substantially
flat bearing surfaces (194) of the first connecting element (184) and of the second
connecting element (186) are directed substantially perpendicular to the direction
of connection (196) and
at least one holding element (212) is held on the first connecting element (184) such
as to be pivotal from the holding position into the release position and/or from the
release position into the holding position.
18. A method in accordance with Claim 17, characterized in that the curved bearing surface (190) of the housing (188) of the first connecting element
(184) can slide on a groove base surface (118), which is likewise in the form of an
arc of a circle in longitudinal section, of the groove (110) of the first component
(102).
19. A method in accordance with either of the Claims 17 or 18, characterized in that at least one groove (110) is produced with a groove base surface (118) which is substantially
in the form of a section of the surface of a regular cylinder.
20. A method in accordance with any of the Claims 17 to 19, characterized in that there is used at least one connecting element (184, 186) having a bearing surface
(190) that is substantially in the form of a section of the surface of a regular cylinder.
21. A method in accordance with any of the Claims 17 to 20, characterized in that a first holding contour (226) provided on at least one holding element (212) engages
behind a second holding contour (240) provided on the second connection element (186)
in the holding position.
22. A method in accordance with Claim 21, characterized in that the first holding contour (226) and the second holding contour (240) act upon one
another in such a manner that the two connecting elements (184, 186) are pulled against
each other when moving the holding element (212) from the release position into the
holding position.
23. A method in accordance with any of the Claims 17 to 22, characterized in that at least one holding element (212) is moved from the holding position into the release
position by means of a mechanical actuating means (244) that can be moved into engagement
with the holding element (212) from outside the connecting element (184).
24. A method in accordance with any of the Claims 17 to 23, characterized in that at least two holding elements (212) are pivoted from a release position into a holding
position for the purposes of connecting the first connecting element (184) and the
second connecting element (186) in releasable manner.
25. A method in accordance with any of the Claims 17 to 24, characterized in that at least one insertible projection (228; 326) of one of the connecting elements (184)
is inserted into at least one seating pocket (232; 328) of the respective other connecting
element (186).
26. A method in accordance with any of the Claims 17 to 25, characterized in that at least one of the grooves (110) is formed completely before the associated connecting
element (184, 186) is inserted into the groove (110).
27. A method in accordance with any of the Claims 17 to 26, characterized in that at least one of the connecting elements (184, 186) is fixed to a groove base of one
of the grooves (110) by means of at least one anchoring element (368).
28. A method in accordance with any of the Claims 17 to 27, characterized in that at least one of the connecting elements (184, 186) is fixed to the respectively associated
component (102, 104) by means of at least one anchoring screw (368).
1. Moyens de liaison servant à relier un premier composant (102) et un deuxième composant
(104), en particulier servant à relier des parties de meuble ou de machine, comprenant
un premier élément de liaison (184) disposé, dans l'état relié des composants, au
niveau du premier composant (102) et
un deuxième élément de liaison (186) disposé, dans l'état relié des composants, au
niveau du deuxième composant (104),
au moins un des éléments de liaison (184, 186) comprenant une surface d'appui (190)
incurvée, qui présente une forme d'arc de cercle en coupe longitudinale,
le premier élément de liaison (184) et le deuxième élément de liaison (186) étant
reliés l'un à l'autre de manière amovible dans l'état relié des composants (102, 104)
et au moins le premier élément de liaison (184) comprenant un boîtier (188) et au
moins un élément de maintien (212) mobile par rapport au boîtier (188) du premier
élément de liaison (184), lequel élément de maintien coopère, dans une position de
maintien, avec le deuxième élément de liaison (186) de telle sorte qu'un déplacement
relatif du premier élément de liaison (184) et du deuxième élément de liaison (186)
le long d'une direction de liaison (196) est empêché et qui autorise, dans une position
de libération, un déplacement relatif du premier élément de liaison (184) et du deuxième
élément de liaison (186) le long de la direction de liaison (196),
au moins un élément de maintien (212) pouvant être déplacé depuis la position de maintien
vers la position de libération et/ou depuis la position de libération vers la position
de maintien par une action depuis l'extérieur du moyen de liaison (100), et
le boîtier (188) du premier élément de liaison présentant une surface d'appui (190)
incurvée, qui présente une forme d'arc de cercle en coupe longitudinale, et une surface
de contact (194) sensiblement plane faisant face à ladite surface d'appui (190), laquelle
peut être posée au niveau du deuxième élément de liaison (186) dans l'état relié des
composants,
le deuxième élément de liaison (186) présentant une surface d'appui (190) incurvée
et une surface de contact (194) sensiblement plane faisant face à ladite surface d'appui
(190) incurvée, contre laquelle la surface de contact (194) sensiblement plane (194)
du premier élément de liaison (184) peut être mise en contact et les surfaces d'appui
(190) incurvées et les surfaces de contact (194) sensiblement planes du premier élément
de liaison (184) et du deuxième élément de liaison (186) étant orientées sensiblement
de manière perpendiculaire par rapport à la direction de liaison (196) dans l'état
relié des composants (102, 104),
caractérisés en ce
qu'au moins un élément de maintien (212) est maintenu au niveau du premier élément de
liaison (184) de manière à pouvoir pivoter depuis la position de maintien vers la
position de libération et/ou depuis la position de libération vers la position de
maintien.
2. Moyens de liaison selon la revendication 1, caractérisés en ce que dans l'état relié des composants (102, 104), le premier élément de liaison (184)
est disposé dans une rainure (110) du premier composant (102) et le deuxième élément
de liaison (186) est disposé dans une rainure (110) du deuxième composant (104), et
en ce que la surface d'appui (190) incurvée du boîtier du premier élément de liaison (184)
peut glisser au niveau d'une surface de fond de rainure (118), présentant également
une forme d'arc de cercle en coupe longitudinale, d'une des rainures (110) prévues
dans les composants (102, 104).
3. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisés en ce que la surface d'appui (190) incurvée d'au moins un élément de liaison (184, 186) est
réalisée de manière à présenter sensiblement une forme de découpe d'enveloppe cylindrique
circulaire.
4. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisés en ce qu'au moins un élément de maintien (212) présente un premier contour de maintien (226),
qui vient en prise par l'arrière dans la position de maintien avec un deuxième contour
de maintien (240) prévu au niveau du deuxième élément de liaison (186).
5. Moyens de liaison selon la revendication 4, caractérisés en ce que le premier contour de maintien (226) et/ou le deuxième contour de maintien (240)
sont réalisés de manière à présenter une forme d'arc.
6. Moyens de liaison selon la revendication 5, caractérisés en ce que le premier contour de maintien (226) et le deuxième contour de maintien (240) ne
sont pas réalisés de manière concentrique l'un par rapport à l'autre de sorte que
les deux éléments de liaison (184, 186) sont tirés l'un contre l'autre lors du déplacement
de l'élément de maintien (212) depuis la position de libération vers la position de
maintien.
7. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisés en ce qu'au moins un élément de maintien (212) peut être déplacé depuis la position de maintien
vers la position de libération et/ou depuis la position de libération vers la position
de maintien au moyen d'un élément d'actionnement (244) mécanique pouvant être amené
en prise avec l'élément de maintien (212) à l'extérieur de l'élément de liaison (100).
8. Moyens de liaison selon la revendication 7, caractérisés en ce qu'au moins un élément de maintien (212) présente un logement pour un segment d'actionnement
d'un moyen d'actionnement (244) mécanique.
9. Moyens de liaison selon la revendication 8, caractérisés en ce qu'au moins un élément de maintien (212) présente un logement (220 ; 256) pour une clé
polygonale (244), une clé Allen et/ou un tournevis.
10. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisés en ce que le premier élément de liaison (184) comprend un boîtier (188) pourvu d'une ouverture
de passage (222) pour le passage d'un moyen d'actionnement (244) mécanique en direction
d'un élément de maintien (212).
11. Moyens de liaison selon la revendication 10, caractérisés en ce que le boîtier (188) présente une paroi latérale s'étendant de manière transversale par
rapport à la surface d'appui (190) incurvée du premier élément de liaison (184), et
en ce que l'ouverture de passage (222) est disposée dans la paroi latérale.
12. Moyens de liaison selon la revendication 10, caractérisés en ce que l'ouverture de passage (222) est disposée au niveau de la surface d'appui (190) incurvée
du premier élément de liaison (184).
13. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisés en ce qu'au moins le premier moyen de liaison (184) comprend au moins deux éléments de maintien
(212), qui sont maintenus de manière à pouvoir pivoter au niveau du premier élément
de liaison (184).
14. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisés en ce qu'au moins un des éléments de liaison (184) comprend au moins une partie faisant saillie
d'emboîtement (228 ; 326), et en ce que l'autre respectivement élément de liaison (186) comprend au moins une poche de réception
(232 ; 328) recevant la partie faisant saillie d'emboîtement (228 ; 326) dans l'état
relié des composants (102, 104).
15. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisés en ce qu'au moins un des éléments de liaison (184, 186) est pourvu d'au moins un élément d'ancrage
(368) servant à fixer l'élément de liaison (184, 186) concerné au niveau d'un fond
de rainure (118) d'une rainure (110) prévue dans l'un des composants (102, 104).
16. Moyens de liaison selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisés en ce qu'au moins un des éléments de liaison (184, 186) est pourvu d'au moins une vis d'ancrage
(368) servant à fixer l'élément de liaison (184, 186) concerné au niveau d'un des
composants (102, 104).
17. Procédé servant à établir une liaison d'un premier composant (102) et d'un deuxième
composant (104), en particulier d'une liaison de parties de meuble ou de machine,
comprenant les étapes de procédé qui suivent consistant à :
- pratiquer respectivement une rainure (110) au niveau d'une surface de contact (106)
du premier composant (102) et au niveau d'une surface de contact (108) du deuxième
composant (104), au moins une des rainures (110) présentant une surface de fond de
rainure (118) incurvée, qui présente une forme d'arc de cercle en coupe longitudinale;
- introduire un premier élément de liaison (184) dans la rainure (110) du premier
composant (102) et un deuxième élément de liaison (186) dans la rainure (110) du deuxième
composant (104), au moins le premier élément de liaison (184) comprenant un boîtier
(188), qui présente une surface d'appui (190) incurvée, qui présente une forme d'arc
de cercle en coupe longitudinale, et une surface de contact (194) sensiblement plane
faisant face à ladite surface d'appui (190), laquelle surface de contact est mise
en contact contre le deuxième élément de liaison (186) ;
- relier de manière amovible le premier élément de liaison (184) et le deuxième élément
de liaison (186) en ce qu'au moins un élément de maintien (212) disposé au niveau
du premier élément de liaison (184) de manière mobile par rapport à un boîtier (188)
du premier élément de liaison (184) est déplacé depuis une position de libération,
dans laquelle l'élément de maintien (212) autorise un déplacement relatif du premier
élément de liaison (184) et du deuxième élément de liaison (186) le long d'une direction
de liaison (196), par une action depuis l'extérieur du premier élément de liaison
(184), vers une position de maintien, dans laquelle l'élément de maintien (212) empêche
un déplacement relatif du premier élément de liaison (184) et du deuxième élément
de liaison (186) le long de la direction de liaison (196) ;
le deuxième élément de liaison (186) présentant une surface d'appui (190) incurvée
et une surface de contact (194) sensiblement plane faisant face à ladite surface d'appui
(190) incurvée, contre laquelle la surface de contact (194) sensiblement plane du
premier élément de liaison (184) peut être mise en contact et les surfaces d'appui
(190) incurvées et les surfaces de contact (194) sensiblement planes du premier élément
de liaison (184) et du deuxième élément de liaison (186) étant orientées, dans l'état
relié des composants (102, 104), sensiblement de manière perpendiculaire par rapport
à la direction de liaison (196), et
au moins un élément de maintien (212) étant maintenu au niveau du premier élément
de liaison (184) de manière à pouvoir pivoter depuis la position de maintien vers
la position de libération et/ou depuis la position de libération vers la position
de maintien.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce la surface d'appui (190) incurvée
du boîtier (188) du premier élément de liaison (184) peut glisser au niveau d'une
surface de fond de rainure (118), présentant également une forme d'arc de cercle en
coupe longitudinale, de la rainure (110) du premier composant (102).
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 ou 18, caractérisé en ce qu'au moins une rainure (110) est pratiquée avec une surface de fond de rainure (118)
présentant sensiblement une forme de découpe d'enveloppe cylindrique circulaire.
20. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 19, caractérisé en ce qu'au moins un élément de liaison (184, 186) comprenant une surface d'appui (190) présentant
sensiblement une forme de découpe cylindrique circulaire est utilisé.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 20, caractérisé en ce qu'un premier contour de maintien (226) prévu au niveau au moins d'un élément de maintien
(212) vient en prise par l'arrière, dans la position de maintien, avec un deuxième
contour de maintien (240) prévu au niveau du deuxième élément de liaison (186).
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce que le premier contour de maintien (226) et le deuxième contour de maintien (240) agissent
l'un sur l'autre lors du déplacement de l'élément de maintien (212) depuis la position
de libération vers la position de maintien de telle sorte que les deux éléments de
liaison (184, 186) sont tirés l'un contre l'autre.
23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 22, caractérisé en ce qu'au moins un élément de maintien (212) est déplacé depuis la position de maintien vers
la position de libération au moyen d'un moyen d'actionnement (244) mécanique pouvant
être amené en prise avec l'élément de maintien (212) depuis l'extérieur du premier
élément de liaison (184).
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 23, caractérisé en ce qu'au moins deux éléments de maintien (212) sont pivotés depuis une position de libération
vers une position de maintien afin de relier de manière amovible le premier élément
de liaison (184) et le deuxième élément de liaison (186).
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 24, caractérisé en ce qu'au moins une partie faisant saillie d'emboîtement (228 ; 326) d'un des éléments de
liaison (184) est introduite dans au moins une poche de réception (232 ; 328) de respectivement
l'autre élément de liaison (186).
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 25, caractérisé en ce qu'au moins une des rainures (110) est totalement pratiquée avant que l'élément de liaison
(184, 186) associé soit introduit dans la rainure (110).
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 26, caractérisée en ce qu'au moins un des éléments de liaison (184, 186) est fixé au niveau d'un fond de rainure
d'une des rainures (110) au moyen au moins d'un élément d'ancrage (368).
28. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 27, caractérisé en ce qu'au moins un des éléments de liaison (184, 186) est fixé au niveau du composant (102,
104) respectivement associé au moyen au moins d'une vis d'ancrage (368).