| (19) |
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(11) |
EP 2 147 477 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.04.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2008/000711 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/131741 (06.11.2008 Gazette 2008/45) |
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| (54) |
HOCHFREQUENZBAUTEIL MIT GERINGEN DIELEKTRISCHEN VERLUSTEN
HIGH-FREQUENCY COMPONENT HAVING LOW DIELECTRIC LOSSES
COMPOSANT HAUTE FRÉQUENCE À PERTES DIÉLECTRIQUES FAIBLES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
25.04.2007 DE 102007019447
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.01.2010 Patentblatt 2010/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Spinner GmbH |
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80335 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BÖHMER, Peter
01744 Dippoldiswalde - OT Malter (DE)
- SCHUBERT, Michael
01108 Dresden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gagel, Roland |
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Patentanwalt Dr. Roland Gagel
Landsberger Strasse 480a 81241 München 81241 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 489 702 GB-A- 1 030 134
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WO-A-2004/079795 US-A- 5 406 235
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hochfrequenzbauteil mit einer Innenleiterstruktur,
die mit mindestens einem Isolationselement elektrisch gegen einen Außenleiter isoliert
ist, wobei das Isolationselement die Innenleiterstruktur mechanisch stützt.
[0002] In der Hochfrequenztechnik werden häufig Hochfrequenzbauteile eingesetzt, bei denen
eine Innenleiterstruktur nicht nur gegen den Außenleiter isoliert, sondern auch mechanisch
gestützt werden muss. Beispiele hierfür sind Filter, Koppler, Splitter oder Multiplexer.
[0003] So werden bspw. Diplexer zwischen Basisstationen und Mobilfunkantennen eingesetzt,
um über die Mobilfunkantennen Signale in unterschiedlichen Frequenzbereichen, bspw.
für GSM und UMTS, abstrahlen zu können. Der Diplexer führt zu einer Einfügedämpfung,
die möglichst gering ausfallen sollte. Bei bekannten Diplexern ist die Innenleiterstruktur,
die die Frequenzweiche bildet, in Sandwichbauweise zwischen zwei massive Platten aus
Polytetrafluorethylen (PTFE) eingebettet. Diese Isolationselemente dienen der elektrischen
Isolation der Innenleiterstruktur gegenüber dem Außenleiter, der durch das Gehäuse
des Diplexers gebildet wird oder in dieses integriert ist. Gleichzeitig dienen die
Isolationselemente auch der Stützung bzw. Fixierung der oftmals dünnen Innenleiterstruktur
im Gehäuse, um einen gleich bleibenden definierten Abstand zum Außenleiter zu gewährleisten.
Das Material PTFE wird aufgrund seiner geringen dielektrischen Verluste für Hochfrequenzsignale
als Isolationsmaterial genutzt, um die Einfügedämpfung durch den Diplexer möglichst
gering zu halten. Die beiden Platten aus PTFE müssen allerdings in der Dicke sehr
genau gefertigt werden, um eine zuverlässige Stützung bzw. Fixierung der Innenleiterstruktur
im Gehäuse zu erreichen. Dies erhöht die Kosten für die Herstellung dieser Isolationselemente.
[0004] GB 1030134 beschreibt ein Hoaxia (kable mit sinem Innenleiter einem Aupenleiter and dimen isolator,
des avs laminierten kvnststottsfreiten besfeht.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein gattungsgemäßes Hochfrequenzbauteil
anzugeben, das eine geringe Einfügedämpfung aufweist und sich kostengünstig herstellen
lässt.
Darstellung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe wird mit dem Hochfrequenzbauteil sowie dem darin verwendeten Isolationselement
gemäß den Patentansprüchen 1 und 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Hochfrequenzbauteils
bzw. des Isolationselementes sind Gegenstand der Unteransprüche oder lassen sich der
nachfolgenden Beschreibung sowie den Ausführungsbeispielen entnehmen.
[0007] Das vorgeschlagene Hochfrequenzbauteil weist in bekannter Weise eine Innenleiterstruktur
auf, die mit mindestens einem Isolationselement elektrisch gegen einen Außenleiter
isoliert ist, wobei das Isolationselement die Innenleiterstruktur mechanisch stützt.
Das Hochfrequenzbauteil zeichnet sich dadurch aus, dass das Isolationselement aus
einer zu einer dreidimensionalen Struktur geformten und durch Sinterung mit dieser
dreidimensionalen Struktur verfestigten Folie eines elektrisch isolierenden Materials,
vorzugsweise eines Polymermaterials, mit einer Wandstärke gebildet ist, die geringer
als eine durch die dreidimensionale Struktur bewirkte Dicke des Isolationselementes
ist. Als Isolationselement wird dabei vorzugsweise eine zu der dreidimensionalen Struktur
geformte PTFE-Folie eingesetzt.
[0008] Durch Nutzung der zu der dreidimensionalen Struktur verfestigten Folie werden die
Anforderungen an die Genauigkeit der Abmessungen des Isolationselementes deutlich
verringert. Die Dicke dieses Isolationselementes kann hierbei etwas größer gewählt
werden als für die Einpassung in das Gehäuse des Hochfrequenzbauteils erforderlich.
Durch eine gewisse Federwirkung oder Kompressibilität der dreidimensionalen Struktur
lässt sich das Isolationselement beim Verschließen des Gehäuses auf das gerade erforderliche
Maß zusammendrücken, wobei dann die Stützung bzw. Fixierung der Innenleiterstruktur,
beispielsweise einer Streifenleiterstruktur, optimal gewährleistet ist. Ein wesentlicher
weiterer Vorteil der Nutzung der dreidimensionalen Struktur besteht darin, dass das
vom Isolationselement eingenommene Volumen einen deutlich geringeren Anteil an Folienmaterial
aufweist, als ein massives Bauteil gleichen Volumens. So kann der Luftanteil innerhalb
dieses Volumens bis zu 90% und darüber betragen. Aufgrund des geringen dielektrischen
Verlustfaktors von Luft für Hochfrequenzstrahlung im Vergleich zu PTFE oder anderen
elektrischen Isolationsmaterialien wird die Dämpfung gegenüber den bekannten Hochfrequenzbauteilen
mit massiven Isolationselementen reduziert. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn
im Gehäuse des Hochfrequenzbauteils andere Gase eingeschlossen werden. Das vorgeschlagene
Hochfrequenzbauteil weist damit geringere dielektrische Verluste auf und lässt sich
aufgrund der geringeren Genauigkeitsanforderungen bei der Herstellung des oder der
Isolationselemente auch kostengünstig produzieren.
[0009] Die dreidimensionale Struktur wird bei dem vorliegenden Hochfrequenzbauteil vorzugsweise
in einer Wandstärke zwischen 50 µm und 500 µm ausgebildet. Grundsätzlich ist die Wandstärke
jedoch selbstverständlich nicht auf diese Dickenbereiche beschränkt, solange die Wandstärke
geringer als die Dicke des Isolationselementes ist. Die mechanische Stabilität des
Isolationselementes wird bei derart geringen Wandstärken durch die spezielle Formgebung
des Isolationselementes erreicht, bei der die Folie in der jeweiligen Foliendicke
bereitgestellt, dreidimensional geformt und in der dreidimensionalen Form durch Sinterung
verfestigt wird. Auf diese Weise werden biegesteife Kanten in der dreidimensionalen
Struktur erhalten, die die mechanische Stabilität der Struktur erhöhen.
[0010] Diese Technik wird im Folgenden anhand des bevorzugten Materials PTFE zur Herstellung
der dreidimensionalen Struktur noch näher erläutert, da insbesondere PTFE aufgrund
seiner hohen Schmelzviskosität nicht für die gängigen Techniken der Kunststoffverarbeitung
zur Herstellung dreidimensional geformter Bauteile geeignet ist. Bei diesem Verfahren
wird ein Abschnitt einer ungesinterten PTFE-Folie zwischen einen Stempel und eine
Matrize gebracht, die eine Oberflächenstruktur für eine dreidimensionale Formung der
Folie aufweisen. Der Abschnitt der Folie wird dann durch Zusammenwirken von Stempel
und Matrize in einer durch die Oberflächenstruktur vorgegebenen dreidimensionalen
Form gehalten, während er auf die Sintertemperatur von PTFE aufgeheizt und durch Sinterung
in der dreidimensionalen Form dauerhaft verfestigt wird. Anschließend wird der dreidimensional
geformte und verfestigte Abschnitt der Folie abgekühlt.
[0011] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung erhält das dreidimensional geformte
Isolationselement durch eine geschlossene, spezielle Formgebung im Sinterprozess -
die Kombination von biegesteifen Kanten in der Ebene der wirksamen Belastung und einer
radialsymmetrischen Konturierung transversal zur wirksamen Belastung - eine vielfach
höhere Form- und Langzeitstabilität, als die dünne Rohfolie selbst sowie in offener
Formgebung gesinterte dreidimensionale Bauteile aufweisen. Biegesteife Kanten in der
wirksamen Belastungsebene generieren eine höhere Formstabilität bei identischer Belastung
als andere Konturen. Die geschlossene, radialsymmetrische Formgebung senkrecht zur
wirksamen Belastung erzeugt einen Spannungsaufbau in Richtung des Konturumfangs der
biegesteifen Kanten ohne die Ausbildung von Spannungsspitzen. Diese Formgebung reduziert
oder eliminiert den Memory-Effekt und führt zu einer langzeit- und bis zu einem kritischen
Punkt temperaturstabilen Geometrie des dreidimensionalen Bauteils mit sehr dünnen
Wandstärken aus gesinterten Polymer-Folien.
[0012] Zur deutlichen Reduzierung der dielektrischen Verluste gegenüber einem massiven Isolationselement
ist die dreidimensionale Struktur vorzugsweise so ausgebildet, dass der Anteil an
dem eingesetzten elektrisch isolierenden Material an dem vom Isolationselement eingenommenen
Volumen ≤ 25%, besonders bevorzugt ≤ 10% beträgt. Diese Forderung lässt sich über
die Wandstärke sowie den Verlauf der dreidimensionalen Struktur in gewissen Grenzen
einstellen. Die dreidimensionale Struktur kann hierbei in einfachen Fällen lediglich
in einer Richtung zick-zack-förmig oder wellenförmig verlaufen. Grundsätzlich wechseln
bei der bevorzugten Struktur Vertiefungen und Erhöhungen einander ab, die bspw. auch
konzentrisch um ein Zentrum ausgebildet sein können. Die höchsten Bereiche der Erhebungen
bzw. die tiefsten Bereiche der Vertiefungen können hierbei beliebige Formen aufweisen,
insbesondere rund oder eckig oder auch als plane Bereiche ausgebildet sein. Der Abstand
der Vertiefungen bzw. Erhöhungen zueinander kann konstant sein oder je nach Bedarf
variieren. Weiterhin sind selbstverständlich auch komplexere dreidimensionale Strukturen
möglich, solange diese noch die erforderliche Stützfunktion der Innenleiterstruktur
gewährleisten.
[0013] Vorzugsweise wird der Außenleiter durch das Gehäuse des Hochfrequenzbauteils gebildet
oder ist an der Innenseite dieses Gehäuses angebracht, bspw. als metallische Schicht.
Bei Hochfrequenzbauteilen in einer Sandwichbauweise, bei dem die Innenleiterstruktur
zwischen zwei Isolationselementen angeordnet ist, wird vorzugsweise jedes dieser Isolationselemente
gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet. Hierbei kann das eine Isolationselement
eine andere Struktur aufweisen als das andere Isolationselement. Weiterhin können
identisch strukturierte Isolationselemente auch um 90° oder einen anderen Winkel um
eine Achse in Dickenrichtung gegeneinander verdreht im Hochfrequenzbauteil angeordnet
sein, um dadurch die mechanische Stützung der Innenleiterstruktur zu verbessern.
[0014] Die vorliegende Erfindung lässt sich für unterschiedliche gattungsgemäße Hochfrequenzbauteile
einsetzen. Die Funktion des Bauteils ist dabei unerheblich, solange ein oder mehrere
entsprechende Isolationselemente zur elektrischen Isolation und gleichzeitigen Stützung
der Innenleiterstruktur erforderlich sind. Dies betrifft vor allem passive Hochfrequenzbauteile,
wie Diplexer bzw. Multiplexer, HF-Koppler oder HF-Splitter, Hochfrequenzfilter, usw.
Grundsätzlich ist auch der Einsatz des vorgeschlagenen Isolationselementes zur Stützung
der Innenleiterstruktur (und daran angeordneter elektrischer Bauelemente) in aktiven
Hochfrequenzbauteilen möglich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0015] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit den Zeichnungen nochmals kurz erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- ein Beispiel für einen Aufbau eines erfindungsgemäßen Hochfrequenzbauteils;
- Fig. 2
- ein Beispiel für den Aufbau eines der Fig.1 vergleichbaren Hochfrequenzbauteils gemäß
dem Stand der Technik;
- Fig. 3
- ein erstes Beispiel für die dreidimensionale Struktur eines Isolations-elementes;
- Fig. 4
- ein zweites Beispiel für die drei-dimensionale Struktur eines Isolations-elementes;
und
- Fig. 5
- ein Beispiel für die Herstellung des dreidimensional geformten Isolations-elementes.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0016] In Figur 1 ist schematisch ein Beispiel eines erfindungsgemäßen Hochfrequenzbauteils
dargestellt, das in diesem Beispiel als Diplexer 1 ausgebildet ist. Die für die Realisierung
eines Diplexers erforderliche Innenleiterstruktur 2 ist hierbei nur stark schematisiert
angedeutet. Dem Fachmann ist das Design einer derartigen Innenleiterstruktur für die
Ausbildung eines Diplexers geläufig. Im linken Teil der Figur ist der Diplexer 1 im
Querschnitt senkrecht zur Innenleiterstruktur 2, im rechten Teil im Schnitt durch
die Ebene der Innenleiterstruktur 2 zu erkennen. Das Gehäuse 3 des Diplexers bildet
den Außenleiter. Im rechten Teil der Figur sind der Ausgang 6 und die Eingänge 7 des
Diplexers 1 angedeutet. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Innenleiterstruktur
2 zwischen zwei
[0017] Isolationselementen 4, 5 eingebettet, die einerseits der elektrischen Isolation zwischen
der Innenleiterstruktur 2 und dem Gehäuse 3 als Außenleiter und zum anderen der mechanischen
Stützung der Innenleiterstruktur 2 dienen. Die beiden Isolationselemente 4, 5 sind
in diesem Beispiel aus einer zu einer dreidimensionalen Struktur geformten PTFE-Folie
10 einer Dicke von 100 µm gebildet, die durch Sinterung in der Form der dreidimensionalen
Struktur verfestigt wurde. Die Innenleiterstruktur 2 wird durch diese dreidimensionalen
Strukturen gestützt, wie dies im linken Teil der Figur 1 zu erkennen ist. Aufgrund
der Federwirkung der dreidimensionalen Strukturen kann die Dicke jedes Isolationselementes
4, 5 etwas größer als der Abstand zwischen Innenleiterstruktur 2 und Gehäuseinnenwandung
gewählt werden, wobei dann die Isolationselemente 4, 5 beim Schließen des Gehäuses
3 leicht zusammengedrückt werden. Dies ermöglicht eine gute Fixierung bzw. Stützung
der Innenleiterstruktur 2 und reduziert die Genauigkeitsanforderungen an die Herstellung
der Isolationselemente 4, 5 erheblich.
[0018] Fig. 2 zeigt im Vergleich hierzu eine Ausgestaltung eines derartigen Diplexers 1
gemäß dem Stand der Technik, bei dem die beiden Isolationselemente aus massiven PTFE-Platten
8, 9 gebildet sind. Zur zuverlässigen Stützung der Innenleiterstruktur 2 müssen diese
PTFE-Platten 8, 9 in der Dicke sehr genau gefertigt werden. Weiterhin verursachen
die massiven PTFE-Platten trotz der geringen dielektrischen Verluste von PTFE eine
deutlich größere Dämpfung der Hochfrequenzsignale als die Isolationselemente 4, 5
der Figur 1, bei denen zwischen der Innenleiterstruktur 2 und dem Gehäuse 3 ein sehr
hoher Luftanteil vorhanden ist. Luft verursacht geringere dielektrische Verluste der
Hochfrequenzsignale als PTFE, so dass die Ausgestaltung gemäß Figur 1 zu einer geringeren
Einfügedämpfung führt.
[0019] Figur 3 zeigt schließlich ein Beispiel einer möglichen dreidimensionalen Struktur
der Isolationselemente 4 bzw. 5, im linken Teil der Figur im Querschnitt, im rechten
Teil der Figur in Draufsicht. In diesem Beispiel ist die PTFE-Folie 10 so geformt,
dass sie konzentrische Vertiefungen und Erhöhungen um einen zentralen Bereich bildet,
die durch flache Plateaus abgeschlossen sind. Die Abstände der Erhebungen bzw. Vertiefungen
können hierbei je nach Anwendungsfall unterschiedlich gewählt werden, um die jeweilige
Stützfunktion zuverlässig zu erfüllen. Diese Stützfunktion hängt auch von der Dicke
bzw. Eigentragfähigkeit der Innenleiterstruktur ab.
[0020] Ein weiteres Beispiel einer Ausgestaltung eines derartigen Isolationselementes 4,
5 zeigt Figur 4. In diesem Beispiel ist die PTFE-Folie 10 zur Bildung der dreidimensionalen
Struktur in einer Richtung wellenartig geformt, wie dies ebenfalls im linken Teil
der Figur im Querschnitt und im rechten Teil der Figur in Draufsicht zu erkennen ist.
[0021] Es versteht sich von selbst, dass die Isolationselemente des vorgeschlagenen Hochfrequenzbauteils
nicht auf die hier dargestellten Strukturen beschränkt ist. Vielmehr können beliebige
dreidimensionale Strukturen genutzt werden, solange durch diese Strukturen die erforderliche
Stützung der Innenleiterstruktur auf der einen Seite und der erforderliche Abstand
zwischen der Innenleiterstruktur und dem Außenleiter gewährleistet wird.
[0022] Figur 5 zeigt schließlich schematisch einen Verfahrensablauf zur Herstellung eines
derartigen, dreidimensional geformten Isolationselementes. Hierbei wird als Halbzeug
eine ungesinterte PTFE-Folie 11 mit einer Dicke von 100 µm auf einer Rolle 12 bereitgestellt,
wie sie bspw. durch eine Pastenextrusion ohne abschließende Sinterung erhalten werden
kann.
[0023] Die Folie 11 wird mit dem zu formenden Abschnitt 13 zwischen den Stempel 14 und die
Matrize 15 einer Heißpresse 16 gefördert, wie dies in der Figur 5a zu erkennen ist.
Anschließend werden Stempel 14 und Matrize 15 in bekannter Weise gegeneinander bewegt,
um den dazwischen liegenden Abschnitt 13 der Folie entsprechend der Oberflächenstruktur
von Stempel und Matrize in eine dreidimensionale Form zu bringen (vgl. Figur 5b).
Diese Oberflächenstruktur 17 ist in Figur 5 nur schematisch angedeutet. Nach dem Zusammenbringen
von Stempel und Matrize wird der Abschnitt 13 der Folie über in Stempel und Matrize
integrierte Heizspiralen 18 auf Sintertemperatur aufgeheizt. Im vorliegenden Beispiel
erfolgt diese Aufheizung auf eine Temperatur im Bereich zwischen von 350° und 360°C,
die für die Verfestigung der Folie in der dreidimensionalen Form optimal ist. Bei
dieser Temperatur wird der Folienabschnitt 13 in der dreidimensionalen Form durch
Sinterung verfestigt, in der er durch Zusammenwirken von Stempel und Matrize gehalten
wird. Eine Aufwendung von hohem Druck ist hierbei nicht erforderlich. Auch andere
Möglichkeiten der Aufheizung sind hierbei möglich, beispielsweise über ein Heißluftgebläse
oder induktiv.
[0024] Nach der Verfestigung des Folienabschnitts 13 durch die Sinterung wird der Folienabschnitt
13 abgekühlt. Stempel 14 und Matrize 15 werden dann wieder auseinander bewegt, wie
in Figur 5c angedeutet ist. Anschließend wird die Folie 11 weiter gefördert, so dass
der dreidimensional geformte und verfestigte Abschnitt, das dreidimensional geformte
Isolationselement 4, aus der Heißpresse 16 bewegt wird (Figur 5d). Das fertig gestellte
Isolationselement 4 kann durch geeignete Trennverfahren, bspw. durch Stanzen, vom
Rest der Folie abgetrennt werden.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Diplexer
- 2
- Innenleiterstruktur
- 3
- Gehäuse
- 4
- oberes Isolationselement
- 5
- unteres Isolationselement
- 6
- Ausgang
- 7
- Eingänge
- 8
- untere PTFE-Platte
- 9
- obere PTFE-Platte
- 10
- verfestigte PTFE-Folie
- 11
- ungesinterte PTFE-Folie
- 12
- Rolle
- 13
- Folienabschnitt
- 14
- Stempel
- 15
- Matrize
- 16
- Heißpresse
- 17
- Oberflächenstruktur
- 18
- Heizspiralen
1. Hochfrequenzbauteil mit einer Innenleiterstruktur (2), die mit mindestens einem Isolationselement
(4, 5) elektrisch gegen einen Außenleiter isoliert ist, wobei das Isolationselement
(4, 5) die Innenleiterstruktur (2) mechanisch stützt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Isolationselement (4, 5) aus einer zu einer dreidimensionalen Struktur geformten
Folie (10) gebildet ist, die durch Sinterung in dieser dreidimensionalen Struktur
verfestigt wurde und aus einem elektrisch isolierenden Material mit einer Wandstärke
gebildet ist, die geringer als eine durch die dreidimensionale Struktur bewirkte Dicke
des Isolationselementes (4, 5) ist.
2. Hochfrequenzbauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstärke der dreidimensionalen Struktur zwischen 50 µm und 500 µm beträgt.
3. Hochfrequenzbauteil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Isolationselement (4, 5) aus einer zu der dreidimensionalen Struktur geformten
PTFE-Folie (10) gebildet ist.
4. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die dreidimensionale Struktur eine Zickzack-Form oder einen wellenartige Form aufweist.
5. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die dreidimensionale Struktur in zumindest einer Richtung abwechselnd Erhöhungen
und Vertiefungen bildet.
6. Hochfrequenzbauteil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die dreidimensionale Struktur radialsymmetrisch ausgebildet ist.
7. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenleiterstruktur (2) in einer Sandwichbauweise zwischen zwei der Isolationselemente
(4, 5) eingebettet ist.
8. Hochfrequenzbauteil nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Isolationselemente (4, 5) identische dreidimensionale Strukturen aufweisen
und um einen Winkel, vorzugsweise um 90°, gegeneinander verdreht angeordnet sind.
9. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, das als Multiplexer, insbesondere
als Diplexer, ausgebildet ist.
10. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, das als Hochfrequenzfilter ausgebildet
ist.
11. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, das als Hochfrequenzkoppler
ausgebildet ist.
12. Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, das als Hochfrequenzsplitter
ausgebildet ist.
13. Isolationselement für ein Hochfrequenzbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
das aus einer zu einer dreidimensionalen Struktur geformten PTFE-Folie (10) gebildet
ist, die durch Sinterung in dieser dreidimensionalen Struktur verfestigt wurde und
eine Wandstärke aufweist, die geringer als eine durch die dreidimensionale Struktur
bewirkte Dicke des Isolationselementes (4, 5) ist.
14. Isolationselement nach Anspruch 13,
bei dem die Wandstärke der dreidimensionalen Struktur zwischen 50 µm und 500 µm beträgt.
15. Isolationselement nach Anspruch 13 oder 14, bei dem die dreidimensionale Struktur
eine Zickzack-Form oder einen wellenartige Form bildet.
16. Isolationselement nach Anspruch 13 oder 14, bei dem die dreidimensionale Struktur
in zumindest einer Richtung abwechselnd Erhöhungen und Vertiefungen bildet.
17. Isolationselement nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dreidimensionale Struktur radialsymmetrisch ausgebildet ist.
1. A high-frequency component with an internal conductor structure (2), which is electrically
insulated against an external conductor using at least one insulating element (4,
5), wherein the insulating element (4, 5) mechanically supports the internal conductor
structure (2), characterised in that
the insulating element (4, 5) is formed from a film (10) moulded into a three-dimensional
structure, which has been hardened in this three-dimensional structure by sintering
and is formed from an electrically insulating material with a wall thickness smaller
than a thickness of the insulating element (4, 5) produced by the three-dimensional
structure.
2. The high-frequency component according to claim 1, characterised in that
the wall thickness of the three-dimensional structure is between 50 µm and 500 µm.
3. The high-frequency component according to claim 1 or 2, characterised in that
the insulating element (4, 5) is formed from a PTFE film (10) moulded into the three-dimensional
structure.
4. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 3, characterised in that
the three-dimensional structure exhibits a zigzag or wavelike form.
5. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 3, characterised in that
the three-dimensional structure forms alternate peaks and valleys in at least one
direction.
6. The high-frequency component according to claim 4 or 5, characterised in that
the three-dimensional structure is radially-symmetrical in design.
7. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 6, characterised in that
the internal conductor structure (2) is embedded in a sandwich structure between two
of the insulating elements (4, 5).
8. The high-frequency component according to claim 7, characterised in that
the two insulating elements (4, 5) exhibit identical three-dimensional structures
and are twisted at an angle, preferably by 90°, relative to one another.
9. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 8, which is designed
as a multiplexer, particularly a diplexer.
10. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 8, which is designed
as a high-frequency filter.
11. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 8, which is designed
as a high-frequency coupler.
12. The high-frequency component according to one of the claims 1 to 8, which is designed
as a high-frequency splitter.
13. The insulating element for a high-frequency component according to one of the claims
1 to 12,
which is formed from a PTFE film (10) moulded into a three-dimensional structure,
which has been hardened into this three-dimensional structure by sintering and exhibits
a wall thickness that is smaller than a thickness of the insulating element (4, 5)
produced by the three-dimensional structure.
14. The insulating element according to claim 13,
in which the wall thickness of the three-dimensional structure is between 50 µm and
500 µm.
15. The insulating element according to claim 13 or 14, in which the three-dimensional
structure forms a zigzag or wavelike shape.
16. The insulating element according to claim 13 or 14, in which the three-dimensional
structure forms alternate peaks and valleys in at least one direction.
17. The insulating element according to claim 15 or 16, characterised in that
the three-dimensional structure is radial-symmetrical in design.
1. Composant haute fréquence comportant une structure de conducteur interne (2), qui
est isolée électriquement par rapport à un conducteur extérieur par au moins un élément
d'isolation (4,5), dans lequel l'élément d'isolation (4,5) soutient mécaniquement
la structure de conducteur interne (2),
caractérisé en ce que
l'élément d'isolation (4,5) est formé d'une feuille (10) façonnée en une structure
en trois dimensions, qui a été fixée par frittage dans cette structure en trois dimensions
et est formée d'un matériau isolant électriquement avec une épaisseur de paroi, qui
est inférieure à une épaisseur de l'élément d'isolation (4,5) induite par la structure
en trois dimensions.
2. Composant haute fréquence selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'épaisseur de paroi de la structure en trois dimensions est comprise entre 50 µm
et 500 µm.
3. Composant haute fréquence selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément d'isolation (4,5) est formé d'une feuille de PTFE (10) façonnée en une structure
en trois dimensions.
4. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la structure en trois dimensions présente une forme en zigzag ou une forme ondulée.
5. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la structure en trois dimensions forme dans au moins une direction des élévations
et des renfoncements en alternance.
6. Composant haute fréquence selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
la structure en trois dimensions est réalisée de manière symétrique radialement.
7. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la structure de conducteur interne (2) est incorporée en sandwich entre deux des éléments
d'isolation (4,5).
8. Composant haute fréquence selon la revendication 7, caractérisé en ce que
les deux éléments d'isolation (4,5) présente des structures tridimensionnelles identiques
et sont disposées en étant décalées d'un angle, de préférence de 90°, l'une par rapport
à l'autre.
9. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 8, qui est réalisé comme
un multiplexeur, notamment comme un diplexeur.
10. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 8, qui est réalisé comme
un filtre de hautes fréquences.
11. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 8, qui est réalisé comme
un coupleur de hautes fréquences.
12. Composant haute fréquence selon une des revendications 1 à 8, qui est réalisé comme
un diviseur de hautes fréquences.
13. Elément d'isolation pour composant haute fréquence selon une des revendications 1
à 12, qui est formé d'une feuille de PTFE (10) façonnée en une structure en trois
dimensions, qui a été fixée par frittage dans cette structure en trois dimensions
et présente une épaisseur de paroi, qui est inférieure à une épaisseur de l'élément
d'isolation (4,5) induite par la structure en trois dimensions.
14. Elément d'isolation selon la revendication 13, dans lequel l'épaisseur de paroi de
la structure en trois dimensions est comprise entre 50 µm et 500 µm.
15. Elément d'isolation selon la revendication 13 ou 14, dans lequel la structure en trois
dimensions forme une forme en zigzag ou une forme ondulée.
16. Elément d'isolation selon la revendication 13 ou 14, dans lequel la structure en trois
dimensions forme dans au moins une direction des élévations et renfoncements en alternance.
17. Elément d'isolation selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que la structure en trois dimensions est réalisée de manière symétrique radialement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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