[0001] Die Erfindung betrifft ein Handwerkzeuggerät mit einer einen Werkzeugflansch für
ein rotierend antreibbares flächenhaftes Werkzeug aufweisenden Antriebsspindel, mit
einer auf das freie Ende der Antriebsspindel aufschraubbaren und das Werkzeug gegen
den Werkzeugflansch drehfest klemmenden Spannmutter und mit einer mindestens ein Betätigungselement
aufweisenden Entlastungsvorrichtung, deren axiale Erstreckung reduzierbar ist, um
die Spannmutter zu lösen, indem die Entlastungsvorrichtung ein erstes Funktionsteil
und ein zweites Funktionsteil aufweist, zwischen denen mindestens ein Klemmkörper
und mindestens ein Stellkörper angeordnet ist, mittels derer ein axialer Abstand zwischen
dem ersten Funktionsteil und dem zweiten Funktionsteil bestimmt wird.
[0002] Da sich die Spannmutter beim Betrieb des Handwerkzeuggeräts eher weiter festzieht,
lässt sich die Spannmutter häufig nicht oder nur sehr schwer lösen. Daher wurde mit
WO-A-90/00463 bereits eine gattungsgemäße Entlastungsvorrichtung vorgeschlagen, bei der zum Lösen
der Spannmutter das Betätigungselement in Umfangsrichtung gedreht wird.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine andere zweckmäßige Bauform
anzugeben, die kompakt baut und wirtschaftlich herstellbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Handwerkzeuggerät der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass zum Reduzieren der axialen Erstreckung der Entlastungsvorrichtung
das Betätigungselement bezüglich der Antriebsspindel in radialer Richtung durch manuellen
nach radial innen gerichteten Druck betätigbar ist.
[0005] In einer ersten unbetätigten Stellung des Betätigungselements besitzt die Entlastungsvorrichtung
ihre maximale axiale Erstreckung. In einer zweiten betätigten Stellung des Betätigungselements
besitzt die Entlastungsvorrichtung eine reduzierte axiale Erstreckung, so dass die
Spannmutter von der Antriebsspindel abschraubbar ist. Dadurch, dass das Betätigungselement
in radialer Richtung betätigbar ist, kann die Entlastungsvorrichtung kompakt ausgebildet
sein.
[0006] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn das Betätigungselement in der ersten unbetätigten
Stellung mittelbar oder unmittelbar den Stellkörper gegen eine Bewegung festlegt und
in der zweiten betätigten Stellung eine Bewegung des Stellkörpers ermöglicht, so dass
in der Folge auch der Klemmkörper bewegbar ist und so die axiale Erstreckung der Entlastungsvorrichtung
reduzierbar ist.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung weist das Betätigungselement einen ein radial äußeres
freies Ende aufweisenden und in radialer Richtung erstreckten ersten Abschnitt und
einen zweiten Abschnitt auf, wobei der zweite Abschnitt an dem dem freien Ende gegenüberliegenden
Ende des ersten Abschnitts angeordnet ist und quer, insbesondere senkrecht, zum ersten
Abschnitt verläuft. Das Betätigungselement wird dabei durch manuellen und nach radial
innen gerichteten Druck (auf das freie Ende des ersten Abschnitts) nach radial innen
bewegt. Das Betätigungselement weist hierbei beispielsweise eine L-Form auf. Bevorzugt
wird jedoch, dass der zweite Abschnitt den ersten Abschnitt beidseitig überragt, so
dass das Betätigungselement T-förmig ist. Dadurch weist das Betätigungselement eine
bezüglich der radialen Richtung symmetrische Ausgestaltung auf, wodurch die Gefahr
eines Verkantens beim Betätigen reduziert ist.
[0008] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Stellkörper in der zweiten Stellung
des Betätigungselements in eine Formausnehmung verdrängbar ist. Durch das Verdrängen
des Stellkörpers in eine Formausnehmung ist in der Folge auch der Klemmkörper bewegbar,
so dass die axiale Erstreckung der Entlastungsvorrichtung reduzierbar ist. Die Formausnehmung
ist bevorzugt komplementär zu dem Stellkörper ausgebildet.
[0009] Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Formausnehmung von einem an sich beliebigen
Teil der Entlastungsvorrichtung gebildet ist. Bevorzugt ist die Formausnehmung von
dem Betätigungselement gebildet.
[0010] Die Formausnehmung kann am ersten und/oder am zweiten Abschnitt des Betätigungselements
ausgebildet sein. Bevorzugt wird ein Betätigungselement, bei dem die Formausnehmung
am ersten Abschnitt ausgebildet ist. Dabei gelangt der Stellkörper beim Bewegen des
Betätigungselements nach radial innen in Eingriff mit der Formausnehmung.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung weist der Stellkörper einen runden oder verrundeten
Querschnitt auf und ist insbesondere im Wesentlichen zylinderförmig, säulenartig oder
kugelförmig ausgebildet. Die Formausnehmung ist komplementär zum Stellkörper ebenfalls
rund oder verrundet ausgebildet. Durch den runden oder verrundeten Querschnitt rollt
der Stellkörper beim Betätigen des Betätigungselements von der ersten Stellung in
die zweite Stellung am Betätigungselement ab, bis er in Eingriff mit der Formausnehmung
gelangt. Dadurch sind Reibung und Verschleiß reduziert.
[0012] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn der Stellkörper in der ersten Stellung und/oder
in der zweiten Stellung des Betätigungselements mittelbar oder unmittelbar den Klemmkörper
abstützt. Liegen Klemmkörper und Stellkörper unmittelbar aneinander an, kann die Entlastungsvorrichtung
besonders kompakt ausgebildet werden.
[0013] Es hat sich aber auch als vorteilhaft erwiesen, wenn zwischen Klemmkörper und Stellkörper
ein vorzugsweise jochförmiges Stützelement angeordnet ist. Durch das Stützelement
ist eine Kraftvermittlung von dem Klemmkörper auf den Stellkörper möglich, auch wenn
die Kraftwirkungslinie des Klemmkörpers und die des Stellkörpers nicht miteinander
fluchten.
[0014] Bei einer Weiterbildung des letztgenannten Erfindungsgedankens weist das Stützelement
auf der der Antriebsspindel zugewandten Seite eine verrundete Aussparung auf, mit
der es die Antriebsspindel umfangsseitig teilweise umgibt. Dadurch kann das Stützelement
nahe an der Antriebsspindel angeordnet werden, wodurch in der Folge die Entlastungsvorrichtung
kompakt ausgebildet werden kann.
[0015] Ferner wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass das erste Funktionsteil
und/oder das zweite Funktionsteil eine geneigte Fläche aufweist, so dass der Klemmkörper
bei axialer Belastung durch das erste Funktionsteil und/oder durch das zweite Funktionsteil
in Entlastungsrichtung gedrückt wird. Bevorzugt schließt die geneigte Fläche mit der
Drehachse der Antriebsspindel einen Winkel zwischen 45° und 80°, insbesondere zwischen
55° und 80°, insbesondere zwischen 60° und 75° ein. Dadurch wird die axial wirkende
Druckkraft in eine in radialer Richtung wirkende Kraftkomponente aufgespalten, die
auf den Klemmkörper übertragen wird.
[0016] Bevorzugt wird ein Klemmkörper, der einseitig oder beidseitig eine keilbildende Schrägfläche
aufweist. Hierdurch ist ein flächenhafter Kontakt zu den Funktionsteilen erreichbar,
was als vorteilhaft angesehen wird.
[0017] Darüber hinaus wird eine Ausführungsform der Entlastungsvorrichtung bevorzugt, bei
der das erste Funktionsteil einen zentralen hülsenförmigen Abschnitt mit einem Innengewinde
aufweist, mit dem es auf die Antriebsspindel aufschraubbar ist.
[0018] Darüber hinaus erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Betätigungselement in die
erste unbetätigte Stellung federvorgespannt ist. Dabei kann ein Federelement mittelbar
oder unmittelbar auf das Betätigungselement wirken. Bevorzugt wird eine Ausführungsform
der Entlastungsvorrichtung, bei dem ein Federelement, insbesondere eine Spiralfeder,
vorgesehen ist, die einerseits außen gegen den zentralen hülsenförmigen Abschnitt
des ersten Funktionsteils und andererseits gegen das Betätigungselement abgestützt
ist. Dadurch ist gewährleistet, dass das Betätigungselement, das manuell in die zweite
Stellung gedrückt wird, durch das Federelement automatisch in die erste Stellung zurückgeführt
wird, wenn die Spannmutter gelöst wird.
[0019] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist das erste Funktionsteil topfförmig ausgebildet
und weist als Außenwand einen hohlzylindrischen Abschnitt auf. Es erweist sich ferner
als vorteilhaft, wenn das Betätigungselement mit dem freien Ende des ersten Abschnitts
nach radial außen ragt. Beispielsweise kann das Betätigungselement durch eine Öffnung
in dem hohlzylindrischen Abschnitt des topfförmig ausgebildeten Funktionsteils nach
außen ragen. Das Betätigungselement liegt dabei in der ersten Stellung mit dem zweiten
Abschnitt mittelbar oder unmittelbar über den Stellkörper innen an dem hohlzylindrischen
Abschnitt an, wodurch das Betätigungselement verliersicher gehalten ist.
[0020] Die Entlastungsvorrichtung kann auf der dem Werkzeugflansch zugewandten oder abgewandten
Seite des Werkzeugs angeordnet sein. Es wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei der
die Entlastungsvorrichtung auf der dem Werkzeugflansch abgewandten Seite des Werkzeugs
angeordnet ist. Sie ist dann besser zugänglich und leichter zu betätigen.
[0021] Es erweist sich weiter als vorteilhaft, wenn die Entlastungsvorrichtung und die Spannmutter
als vormontierbare Baugruppe ausgebildet sind, insbesondere, wenn die Entlastungsvorrichtung
in die Spannmutter integriert ist. Die einzelnen Teile der Entlastungsvorrichtung
und die Spannmutter müssen bei der Montage also nicht einzeln auf die Antriebsspindel
aufgeschoben werden, was die Montage vereinfacht. Darüber hinaus ist dadurch eine
kompakte Ausgestaltung von Spannmutter und Entlastungsvorrichtung möglich.
[0022] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn das Handwerkzeuggerät wenigstens ein Betätigungselement,
vorzugsweise zwei Klemmkörper je Betätigungselement, zwei Stellkörper und zwei Stützelemente
aufweist.
[0023] Eine Weiterbildung des letztgenannten Erfindungsgedankens sieht vor, dass die beiden
Stützelemente auf einer Seite drehbar, insbesondere gelenkig zueinander, gelagert
sind.
[0024] Schließlich erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Handwerkzeuggerät zwei Betätigungselemente
aufweist, die in der Entlastungsvorrichtung bezüglich der Antriebsspindel diametral
gegenüberliegend angeordnet sind. Vorzugsweise weist eine derartige Anordnung vier
Stellkörper, zwei Klemmkörper und zwei Stützelemente auf. Die diametrale Anordnung
der beiden Betätigungselemente führt zu einer gleichmäßigen Krafteinleitung.
[0025] Losgelöst von dem vorausgehenden beschriebenen Erfindungsgedanken eines radial drückbaren
Betätigungselements, wird Schutz beansprucht für ein gattungsgemäßes Handwerkzeuggerät,
das sich dadurch auszeichnet, dass der Stellkörper den Klemmkörper gegen eine Bewegung
nach radial innen festlegt. Das Betätigungselement kann dabei grundsätzlich in beliebiger
Weise betätigbar sein.
[0026] Es wird hierfür zudem Schutz in Verbindung mit einem oder mehreren der Merkmale der
Unteransprüche in Anspruch genommen.
[0027] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung.
[0028] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- Eine explosionsartige, räumliche Darstellung einer erfindungsgemäßen Spannmutter mit
Entlastungsvorrichtung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuggeräts;
- Figur 2
- eine Schnittansicht der Spannmutter nach Fig. 1 in einer ersten Stellung eines Betätigungselements;
- Figur 3
- eine Schnittansicht mit Schnittebene AA gemäß Fig. 2;
- Figur 4
- eine Fig. 2 entsprechende Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Spannmutter.
[0029] Die Figuren zeigen eine Spannmutter 2, die zugleich eine Entlastungsvorrichtung 4
zum Lösen der Spannmutter 2 bildet. Die Spannmutter 2 ist auf eine nicht dargestellte
Antriebsspindel eines ebenfalls nicht dargestellten motorisch antreibbaren Handwerkzeuggeräts
aufschraubbar und klemmt ein flächenhaftes Werkzeug, zum Beispiel eine Trennscheibe,
drehfest gegenüber einem Werkzeugflansch der Antriebsspindel. Die Entlastungsvorrichtung
4 ist in ihrer axialen Erstreckung 6 reduzierbar und weist ein erstes Funktionsteil
8 und ein zweites Funktionsteil 10 auf. Zwischen dem ersten Funktionsteil 8 und dem
zweiten Funktionsteil 10 sind Klemmkörper 12 und Stellkörper 14 angeordnet, mittels
derer ein axialer Abstand zwischen dem ersten Funktionsteil 8 und dem zweiten Funktionsteil
10 und damit die axiale Erstreckung 6 der Spannmutter 2 bestimmt wird. Wie in den
Figuren ersichtlich, ist zwischen dem Stellkörper 14 und dem Klemmkörper 12 ein jochförmiges
Stützelement 16 vorgesehen. Der Stellkörper 14 ist einerseits am Betätigungselement
18 und andererseits an dem Stützelement 16 abgestützt. Das Stützelement 16 liegt von
innen an dem Klemmkörper 12 an, wodurch der Klemmkörper 12 gegen eine Bewegung nach
radial innen abgestützt ist. Das Betätigungselement 18 ist durch manuellen Druck in
radialer Richtung 20 betätigbar, also nach radial innen drückbar.
[0030] Das Betätigungselement 18 ist T-förmig ausgebildet und weist einen ersten Abschnitt
22 und eine zweiten Abschnitt 24 auf. Der erste Abschnitt 22 ist in radialer Richtung
20 erstreckt und weist ein nach radial außen ragendes freies Ende 26 auf. Auf der
dem freien Ende 26 des ersten Abschnitts 22 gegenüberliegenden Seite des ersten Abschnitts
22 ist der zweite Abschnitt 24 senkrecht zum ersten Abschnitt 22 angeordnet, so dass
eine T-Form gebildet ist. Darüber hinaus weist der erste Abschnitt 22 des Betätigungselements
18 eine Formausnehmung 28 auf, die im Wesentlichen komplementär zu der Außenkontur
des Stellkörpers 14 ausgebildet ist.
[0031] Das Betätigungselement 18 ist in eine erste unbetätigte Stellung nach radial außen
durch ein Federelement 30 vorgespannt. Dabei durchragt das Betätigungselement 18 mit
seinem ersten Abschnitt 22 eine Öffnung 32 in einem hohlzylindrischen Abschnitt 34
des zweiten Funktionsteils 10 und ist darin verliersicher gehalten. Die Öffnung 32
und der erste Abschnitt 22 des Betätigungselements 18 sind dabei im Querschnitt komplementär
ausgebildet.
[0032] Das zweite Funktionsteil 10 ist topfförmig ausgebildet und weist neben dem eine Außenwandung
bildenden hohlzylindrischen Abschnitt 34 einen inneren hülsenförmigen Abschnitt 35
mit Innengewinde 36 auf, mittels dessen das zweite Funktionsteil 10 auf die Antriebsspindel
des Handwerkzeuggeräts aufschraubbar ist.
[0033] Figur 1 zeigt eine explosionsartige Darstellung der einzelnen Komponenten der Spannmutter
2, die zugleich die Entlastungsvorrichtung 4 bilden. Das erste Funktionsteil 8 liegt
im montierten Zustand mit einer Flachseite 38 an dem nicht dargestellten Werkzeug,
beispielsweise eine Trennoder Schruppscheibe, an. Das erste Funktionsteil 8 weist
darüber hinaus eine zentrale Öffnung 40 auf, mittels derer es auf den inneren hülsenförmigen
Abschnitt 35 des zweiten Funktionsteils 10 aufschiebbar ist, so dass das erste Funktionsteil
8 und das zweite Funktionsteil 10 konzentrisch zueinander angeordnet sind. Mit dem
Innengewinde 36 ist die Spannmutter 2 auf die Antriebsspindel des Handwerkzeuggeräts
aufschraubbar.
[0034] Erstes Funktionsteil 8 und zweites Funktionsteil 10 weisen jeweils eine geneigte
Fläche 42 auf (siehe Figur 3), an der der Klemmkörper 12 mit keilbildenden Schrägflächen
44 anliegt. In radialer Richtung 20 ist der Klemmkörper 12 an dem jochförmigen Stützelement
16 flächenhaft abgestützt, das wiederum an den Stellkörpern 14 abgestützt ist. Das
jochförmige Stützelement 16 weist verrundete Aussparungen 46 auf, die im Wesentlichen
korrespondierend zum Abschnitt 35 ausgebildet sind, so dass das Stützelement 16 und
damit die Spannmutter 2 kompakt ausgebildet sind. Der Stellkörper 14 ist seinerseits
am Betätigungselement 18 abgestützt. Dabei ist es einerseits durch den ersten Abschnitt
22 gegen eine Bewegung quer zur radialen Richtung 20 gehalten und durch den zweiten
Abschnitt 24 gegen eine Bewegung in radialer Richtung 20 gestützt. Das Betätigungselement
18 wird durch das Federelement 30 in seine erste Stellung nach radial außen gedrückt.
Das Federelement 30 ist dabei außen an dem hülsenförmigen Abschnitt 35 und innen am
zweiten Abschnitt 24 des Betätigungselements 18 abgestützt.
[0035] Anhand der Figuren 2 und 3 wird das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten der Spannmutter
2 bzw. der Entlastungsvorrichtung 4 erläutert:
[0036] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Spannmutter 2 bzw. die Entlastungsvorrichtung 4 mit
maximaler axialer Erstreckung 6 in der ersten unbetätigten Stellung des Betätigungselements
18. In dieser ist die Spannmutter 2 mit dem Innengewinde 36 des zweiten Funktionsteils
10 auf die Antriebsspindel so aufgeschraubt, dass sie das Werkzeug gegen den Werkzeugflansch
der Antriebsspindel klemmt. Dabei ist das zweite Funktionsteil 10 axial in Richtung
auf das erste Funktionsteil 8 gespannt. In der ersten Stellung des Betätigungselements
18 stützt der Klemmkörper 12 die beiden Funktionsteile 8, 10. Über die geneigten Flächen
42 des ersten Funktionsteils 8 und des zweiten Funktionsteils 10 werden die Druckkräfte,
die durch das Klemmen des Werkzeugs entstehen, über die keilbildenden Schrägflächen
44 des Klemmkörpers 12 in eine Kraftkomponente senkrecht zur axialen Richtung aufgespalten,
so dass der Klemmkörper 12 in Richtung auf das Betätigungselement 18 gedrückt wird.
Gegen diese Bewegung wird der Klemmkörper 12 durch den mittelbar über das Stützelement
16 anliegenden Stellkörper 14 und dieser durch das Betätigungselement 18 gestützt,
wobei das Betätigungselement 18 eine Bewegung des Stellkörpers 14 in Richtung quer
zur radialen Richtung 20 verhindert. Durch den zweiten Abschnitt 24 des Betätigungselements
18 wird der Stellkörper 14 gegen eine Bewegung in radialer Richtung 20 gehalten. Das
Betätigungselement 18 wird dabei durch das Federelement 30, das sich außen am hohlzylindrischen
Abschnitt 35 des zweiten Funktionsteils 10 abstützt, in radialer Richtung 20 nach
außen in seine unbetätigte Stellung gedrückt.
[0037] Beim Betätigen des Betätigungselements 18 in radialer Richtung 20 durch manuellen
nach radial innen gerichteten Druck gegen die Federkraft des Federelements 30 bewegt
sich das Betätigungselement 18 nach radial innen. Der Stellkörper 14 rollt dabei am
ersten Abschnitt 22 ab und gleitet in die Formausnehmung 28 des ersten Abschnitts
22. Dadurch können das jeweilige Stützelement 16 und der jeweilige Klemmkörper 12
nach innen bewegt werden. Dies führt zu einem Reduzieren der axialen Erstreckung 6,
wodurch die Entlastungsvorrichtung 4 entlastet wird und die Spannmutter 2 von der
Antriebsspindel abschraubbar ist. Ein widerstandsarmes manuelles Abschrauben der Spannmutter
2 von der Antriebsspindel ist nunmehr möglich.
[0038] Nach dem Lösen der Spannmutter 2, also nach Beendigung der manuellen Betätigung,
wird das Betätigungselement 18 in Folge der Federkraft in seine erste unbetätigte
Stellung zurückgeführt, wodurch in der Folge auch der Stellkörper 14, das Stützelement
16 und der Klemmkörper 12 in ihre Ausgangslage zurückgeführt werden.
[0039] Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Entlastungsvorrichtung 4, bei der
ein einziges Betätigungselement 18 vorgesehen ist. Die Stützelemente 16 liegen dabei
an der dem Betätigungselement 18 diametral gegenüberliegenden Seite bezüglich der
Antriebsspindel aneinander an und sind gegeneinander gelenkig drehbar gelagert. Die
Wirkungsweise dieses Ausführungsbeispiels ähnelt im Wesentlichen dem gemäß der Figuren
1 bis 3, so dass auf die dortige Beschreibung verwiesen wird.
1. Handwerkzeuggerät mit einer einen Werkzeugflansch für ein rotierend antreibbares flächenhaftes
Werkzeug aufweisenden Antriebsspindel, mit einer auf das freie Ende der Antriebsspindel
aufschraubbaren und das Werkzeug gegen den Werkzeugflansch drehfest klemmenden Spannmutter
(2) und mit einer mindestens ein Betätigungselement (18) aufweisenden Entlastungsvorrichtung
(4), deren axiale Erstreckung (6) reduzierbar ist, um die Spannmutter (2) zu lösen,
indem die Entlastungsvorrichtung (4) ein erstes Funktionsteil (8) und ein zweites
Funktionsteil (10) aufweist, zwischen denen mindestens ein Klemmkörper (12) und mindestens
ein Stellkörper (14) angeordnet ist, mittels derer ein axialer Abstand zwischen dem
ersten Funktionsteil (8) und dem zweiten Funktionsteil (10) bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Reduzieren der axialen Erstreckung (6) der Entlastungsvorrichtung (4) das Betätigungselement
(18) bezüglich der Antriebsspindel in radialer Richtung (20) durch manuellen nach
radial innen gerichteten Druck betätigbar ist.
2. Handwerkzeuggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (18) in einer ersten unbetätigten Stellung mittelbar oder
unmittelbar den Stellkörper (14) gegen eine Bewegung festlegt und in einer zweiten
betätigten Stellung eine Bewegung des Stellkörpers (14) ermöglicht, so dass in der
Folge auch der Klemmkörper (12) bewegbar ist und so die axiale Erstreckung (6) der
Entlastungsvorrichtung (4) reduzierbar ist.
3. Handwerkzeuggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (18) einen ein radial äußeres freies Ende (26) aufweisenden
und in radialer Richtung (20) erstreckten ersten Abschnitt (22) und einen zweiten
Abschnitt (24) aufweist, wobei der zweite Abschnitt (24) an dem dem freien Ende (26)
gegenüberliegenden Ende des ersten Abschnitts (22) angeordnet ist und quer, insbesondere
senkrecht, zum ersten Abschnitt (22) verläuft.
4. Handwerkzeuggerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (24) den ersten Abschnitt (22) beidseitig überragt, sodass das
Betätigungselement (18) T-förmig ist.
5. Handwerkzeuggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellkörper (14) in der zweiten Stellung des Betätigungselements (18) in eine
Formausnehmung (28) verdrängbar ist, die vorzugsweise von dem Betätigungselement (18)
gebildet ist.
6. Handwerkzeuggerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellkörper (14) in der ersten Stellung und/oder in der zweiten Stellung des
Betätigungselements (18) mittelbar oder unmittelbar den Klemmkörper (12) abstützt.
7. Handwerkzeuggerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Klemmkörper (12) und Stellkörper (14) ein vorzugsweise jochförmiges Stützelement
(16) angeordnet ist.
8. Handwerkzeuggerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (16) auf der der Antriebsspindel zugewandten Seite eine verrundete
Aussparung (46) aufweist, mit der es die Antriebsspindel umfangsseitig zumindest teilweise
umgibt.
9. Handwerkzeuggerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche; dadurch gekennzeichnet, dass das erste Funktionsteil (8) und/oder das zweite Funktionsteil (10) eine geneigte
Fläche (42) aufweist, so dass der Klemmkörper (12) bei axialer Belastung durch das
erste Funktionsteil (8) und/oder durch das zweite Funktionsteil (10) in Entlastungsrichtung
gedrückt wird.
10. Handwerkzeuggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (12) einseitig oder beidseitig eine keilbildende Schrägfläche (44)
aufweist.
11. Handwerkzeuggerät nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Funktionsteil (8) einen zentralen hülsenförmigen Abschnitt (35) mit einem
Innengewinde (36) aufweist, mit dem es auf die Antriebsspindel aufschraubbar ist.
12. Handwerkzeuggerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement (30), insbesondere eine Spiralfeder, vorgesehen ist, die einerseits
außen gegen den hülsenförmigen Abschnitt (35) des ersten Funktionsteils (8) und andererseits
gegen das Betätigungselement (18) abgestützt ist.
13. Handwerkzeuggerät nach einem der vorstehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (18) mit dem freien Ende des ersten Abschnitts (22) nach radial
Außen ragt.
14. Handwerkzeuggerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Handwerkzeuggerät ein Betätigungselement (18), vorzugsweise zwei Klemmkörper
(12), vorzugsweise zwei Stellkörper (14) und zwei Stützelemente (16) aufweist und
dass die beiden Stützelemente (16) auf einer Seite mittelbar oder unmittelbar gegeneinander
drehbar gelagert sind.
15. Handwerkzeuggerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Handwerkzeuggerät zwei Betätigungselemente (18) aufweist, die in der Entlastungsvorrichtung
(4) bezüglich der Antriebsspindel diametral gegenüberliegend angeordnet sind.