TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine neigbare Rückenlehne, insbesondere für einen
Bürostuhl, mit einem Schulterbereich, einem Lordosenbereich und einem Beckenbereich,
wobei die Rückenlehne in mindestens einem Bereich flexibel ist und an jeweils mindestens
einem oberen und unteren Verbindungselement mit einem starren Lehnenrahmen verbunden
ist, wobei das obere Verbindungselement als Drehlager und das untere Verbindungselement
als Schiebelager ausgebildet ist, und wobei die Flexibilität der Rückenlehne im Lordosenbereich
erhöht ist, so dass der Lordosenbereich durch Krümmung vorwölbbar ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Im Handel erhältlich ist ein Bürostuhl mit Synchronmechanismus und neigbarer Rückenlehne.
Dieser Bürostuhl weist einen starren, gepolsterten Polsterträger auf, welcher sich
vom Beckenbereich bis zum Schulterbereich erstreckt. Zusätzlich weist die Rückenlehne
eine zum Polsterträger hin flexible Nackenstütze auf, welche über ein Drehlager an
einem Lehnenrahmen befestigt ist. Der Polsterträger ist im Beckenbereich ebenfalls
am Lehnenrahmen befestigt. Beim Zurücklehnen einer auf dem Stuhl sitzenden Person
neigt sich die Rückenlehne und der Lehnenrahmen nach hinten. Dabei sinkt der Schulterbereich
der Rückenlehne relativ zum Lehnenrahmen leicht ein. Die Nackenstütze wird durch den
Lehnenrahmen gehalten und relativ zum Schulterbereich der Rückenlehne leicht nach
vorne gedrückt und stützt dabei den Kopf. Polsterträger und Nackenstütze vollziehen
eine Art Klappbewegung. Die Rückenlehne passt sich teilweise der Bewegung der auf
dem Stuhl sitzenden und sich zurücklehnenden Person an. Ausser im Schulter- und Nackenbereich
ist diese Rückenlehne jedoch relativ starr und kann sich besonders im Lordosenbereich
nicht optimal anpassen. Auch entspricht bei einer zurücklehnenden Person der leicht
nach vorne gedrückte Kopf keiner entspannten Haltung.
[0003] In
WO 2007/073836 ist eine Rückenlehne mit einer ausgewölbten Lordosenstütze beschrieben. Die Auswölbung
der Lordosenstütze ist verstellbar und kann der Rückenform angepasst werden. Dies
wird erreicht, indem die Rückenlehne im Lordosenbereich und im unteren Schulterbereich
flexibel ist und durch Fixieren des Beckenbereiches in unterschiedlichen Höhen die
Auswölbung im Lordosenbereich verändert wird. Einmal eingestellt ändert sich die Auswölbung
bis zum erneuten Einstellen nicht. Diese Rückenlehne kann sich nicht automatisch einer
sich ändernden Haltung der Person, z.B. aufrechtes Sitzen und Zurücklehnen, anpassen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine eingangs genannte neigbare Rückenlehne anzugeben,
welche sich während dem Sitzen automatisch und optimal dem Rücken anpasst, unabhängig
davon, ob eine Person in aufrechter Haltung sitzt oder zurücklehnt. Dabei soll die
Lordose immmer opitmal gestützt sein.
[0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bei einer neigbaren Rückenlehne der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, dass das Drehlager an der Rückseite der Rückenlehne
knapp unterhalb des Schulterbereiches befestigt ist und die Rückenlehne mit dem oberen
Bereich des Lehnenrahmens verbindet, wobei der obere Teil der Rückenlehne in Bezug
auf den Lehnenrahmen nach vorne oder nach hinten neigbar ist. Das Schiebelager ist
an der Rückseite der Rückenlehne im Beckenbereich befestigt, wobei sich der Beckenbereich
der Rückenlehne in Bezug auf den Lehnenrahmen vertikal nach oben oder nach unten frei
verschieben kann.
[0006] Die erfindungsgemässe Anordnung von Drehlager, Schiebelager und erhöhter Flexibilität
des Lordosenbereiches führt zu einer Kopplung der Bewegungen der Rückenlehne im Schulterbereich,
Lordosenbereich und Beckenbereich. Die Erfindung erlaubt in jeder Sitzposition eine
optimale, sich automatisch einstellende Anpassung der Rückenlehne an den Rücken der
Person. Je nachdem, wo durch die Person Druck auf die Rückenlehne ausgeübt wird, verformt
sich die Rücklehne entsprechend, so dass die Lordose immer gut gestützt ist.
[0007] Im unbelasteten Zustand kann die Rückenlehne im Lordosenbereich so vorgeformt sein,
dass sie mit einem Winkel zwischen 25 und 30 Grad gebogen ist und dabei im Lordosenbereich
vorgewölbt ist.
[0008] Durch die erfindungsgemässe Anordnung von Drehlager, flexiblem Lordosenbereich und
Schiebelager ergibt sich, dass sich die Rückenlehne beim Einsitzen einer Person durch
Druck auf den Lordosenbereich dem Rücken der Person anpasst. Dabei kann, in Bezug
auf den unbelasteten Zustand und relativ zum Lehnenrahmen, der Lordosenbereich um
10 bis 20 Grad abgeflacht und nach hinten verlagert sein, der obere Bereich der Rückenlehne
oberhalb des Drehlagers nach vorne verlagert sein, und der Beckenbereich der Rückenlehne
entlang dem Schiebelager nach unten verschoben sein.
[0009] Weiter ergibt sich erfindungsgemäss, dass sich die Rückenlehne beim Zurücklehnen
der Person durch Druck auf den Schulterbereich ebenfalls dem Rücken anpasst. Dabei
kann, in Bezug auf den unbelasteten Zustand und relativ zum Lehnenrahmen, die Rückenlehne
im Lordosenbereich um zusätzliche 10 bis 20 Grad gebogen sein und dabei die Lordosenstütze
weiter vorstehen, der obere Bereich der Rückenlehne oberhalb des Drehlagers nach hinten
verlagert sein, und der Beckenbereich der Rückenlehne entlang dem Schiebelager nach
oben verschoben sein.
[0010] Die erfindungsgemässe Rückenlehne passt sich beim Einsitzen der jeweiligen Rückenform
an und garantiert beim Zurücklehnen eine optimale Stützfunktion im Lordosen und Schulterbereich.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Rückenlehne einen Polsterträger
und eine Polsterung, wobei der Polsterträger zwei mit mehreren leistenförmigen Rippen
verbundene Seitenholme aufweist, und wobei die Seitenholme im Lordosenbereich, z.B.
durch Verjüngung, flexibler sind als im oberen und unteren Bereich. Jeweils ein Drehlager
und ein Schiebelager kann als Verbindungselement für den Lehnenrahmen mit dem Polsterträger
rückseitig an den Seitenholmen angebracht sein. Der Lehnenrahmen kann zwei diagonale,
sich kreuzende Streben aufweisen, welche die oberen und unteren Verbindungselemente
miteinander verbindet, wobei die Streben in deren Kreuzungspunkt miteinander verbunden
sind.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform kann die Rückenlehne zusätzlich eine Nackenstütze
aufweisen, wobei sie im Schulterbereich und dem Bereich der Nackenstütze eine, einer
Schulter und Nacken angepasste, s-Form aufweisen kann. Die Bewegung der Nackenstütze
verhält sich beim Einsitzten und Zurücklehnen gleich wie der Schulterbereich und garantiert
so, dass auch der Kopf immer optimal gestützt ist.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0013] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Bürostuhls mit einer erfindungsgemässen Rückenlehne;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Rückenlehne mit Lehnenrahmen und Lehnenträger im unbelasteten
Zustand (2a), beim Einsitzen (2b) und beim Zurücklehnen (2c);
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Polsterträgers der Rückenlehne mit Lehnenrahmen,
Lehnenträger und ohne Polsterung;
- Fig. 4
- eine Rückansicht des Bürostuhls aus Fig. 1; und
- Fig. 5
- den Polsterträger mit Lehnenrahmen und Lehnenträger aus Fig. 3 in einer Schnittdarstellung
durch einen Seitenholm.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0014] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Bürostuhls mit einer erfindungsgemässen neigbaren
Rückenlehne. Der Bürostuhl weist einen Sitz 1 auf, welcher an eine Synchronmechanik
2 gekoppelt ist. Ebenfalls an der Synchronmechanik ist ein Lehnenträger 3 befestigt,
welcher wiederum den starren Lehnenrahmen 30 hält. Die Rückenlehne 10 ist mit dem
Lehnenrahmen 30 verbunden. Rückenlehne 10 und Lehnenrahmen 30 sind über die Synchronmechanik
2 neigbar. Die Rückenlehne 10 umfasst eine Nackenstütze 11, einen Schulterbereich
12, einen Lordosenbereich 13 und einen Beckenbereich 14, und ist über obere und untere
Verbindungselemente 20, 25 mit dem Lehnenrahmen 30 verbunden. Nackenstütze 11 und
Schulterbereich 12 sind s-förming ausgebildet und dem Nacken und der Schulter angepasst.
[0015] Das obere Verbindungselement 20 ist ein Drehlager, welches erfindungsgemäss direkt
unterhalb des Schulterbereichs 12 an der Rückenlehne angebracht ist. Der obere Bereich
der Rückenlehne 10, von der Nackenstütze 11 bis oberhalb des Lordosenbereiches 13
wirkt als Hebel und kann sich um den Drehpunkt des Drehlagers 20 drehen, so dass der
Schulterbereich 12 mit der Nackenstütze 11 sich relativ zum Lehnenrahmen 30 nach vorne
oder nach hinten neigen kann. Das untere Verbindungselement 25 ist ein Schiebelager,
welches im Beckenbereich 14 der Rückenlehen 10 angebracht ist. In diesem Schiebelager
25 kann sich der untere Bereich der Rückenlehne relativ zum Lehnenrahmen 30 frei nach
oben und unten bewegen. Weiter ist die Flexibilität der Rückenlehne 10 im Lordosenbereich
13 erhöht, so dass der Lordosenbereich 13 durch Biegung der Rückenlehne 10 vorwölbbar
und in Bezug auf den Lehnenrahmen 30 nach vorne oder nach hinten bewegbar ist.
[0016] Fig. 2 zeigt die Rückenlehne 10 mit dem Lehnenrahmen 30 und dem Lehnenträger 3 in
drei verschiedenen Zuständen: Im unbelasteten Zustand (Fig. 2a), im Zustand beim Einsitzen
einer Person oder bei aufrechter Sitzhaltung (Fig. 2b) und im Zustand beim Zurücklehnen
einer Person (Fig. 2c). Die dargestellten Bewegungen S1, S2, S3, S4, D1, D2 sind in
Bezug auf den unbelasteten Zustand und relativ zum Lehnenrahmen 30 zu verstehen. Die
verschiedenen Neigungen des Lehnenrahmens 30 relativ zum Sitz 1 und der Synchronmechnaik
2 des Bürostuhls sind nicht dargestellt. Die Rückenlehne 10 ist vorgeformt, so dass
sie im unbelasteten Zustand (Fig. 2a) im Lordosenbereich 13 vorgewölbt ist.
[0017] Beim Einsitzen einer Person (Fig. 2b) entsteht eine Kraft F1, welche auf den Lordosenbereich
13 wirkt. Der Lordosenbereich 13 wird dabei abgeflacht und nach hinten gedrückt (S1).
Die Abflachung wird durch die erhöhte Flexibiltät der Rückenlehne 10 im Lordosenbereich
13 ermöglicht. Dabei wird die Rückenlehne 10 in ihrer Gesamtlänge gedehnt. Weil der
obere Bereich der Rückenlehne 10 in der vertikalen Position durch das Drehlager 20
fixiert ist, schiebt sich der Beckenbereich 14 der Rückenlehne 10 entlang des Schiebelagers
25 nach unten (S2). Gleichzeitig wirkt der Bereich der Rückenlehne 10 zwischen Lordosenbereich
13 und Drehlager 20 wie ein Hebel für den Schulterbereich 12 und die Nackenstütze
11. Durch die Bewegung des Lordosenbereiches 13 nach hinten (S1) kippt der Schulterbereich
12 und die Nackenstütze 11 wegen der Hebelwirkung am Drehlager 20 leicht nach vorne
(D1). Die Rückenlehne 10 passt sich auf diese Weise automatisch dem Rücken der einsitzenden
Person an.
[0018] Beim Zurücklehnen der Person (Fig. 2c) wird eine Kraft F2 auf den Schulterbereich
12 ausgeübt und der Schulterbereich 12 und die Nackenstütze 11 kippen leicht nach
hinten (D2). Die Hebelwirkung am Drehlager 20 bewirkt ein Vorwölben des flexiblen
Lordosenbereiches 13 und bewegt diesen nach vorne (S3). Gleichzeitig verkürzt sich
die Rückenlehne 10 und der Beckenbereich 14 der Rückenlehne 10 schiebt sich entlang
des Schiebelagers 25 nach oben (S4). Auch beim Zurücklehnen einer Person passt sich
die Rückenlehne an die veränderten Bedingungen und die Rückenform an. Die Lordose,
die sich beim Zurücklehnen mehr oder weniger krümmt, wird immer optimal von der vorgewölbten
Rückenlehne gestützt. Die Bewegung der Nackenstütze 11 verhält sich beim Einsitzten
und Zurücklehnen gleich wie der Schulterbereich 12 und garantiert so, dass auch Nacken
und Kopf der Person optimal gestützt sind.
[0019] Das erfindungsgemässe Zusammenspiel von Drehlager 20, Schiebelager 25 und erhöhter
Flexibilität des Lordosenbereiches 13 erlaubt in jeder Sitzposition eine optimale,
sich automatisch einstellende Anpassung der Rückenlehne 10 an den Rücken der Person.
[0020] Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Polsterträgers 40 der Rückenlehne
10 mit dem Lehnenrahmen 30 und dem Lehnenträger 3 in einer perspektivischen Ansicht.
Die Polsterung 47 ist in Fig. 3 nicht dargestellt. Der Polsterträger 40 weist zwei
parallele Seitenholme 41 auf, welche durch mehrere leistenförmige Rippen 42 miteinander
verbunden sind. Im Lordosenbereich 13 sind die Seitenholme 41 verjüngt 43, so dass
sie gegenüber den anderen Bereichen der Seitenholme 41 eine erhöhte Flexibiltät aufweisen.
Im Lordosenbereich 13 ist eine, ggf. verschiebbare, Lordosenstütze 45 angebracht.
Jeweils ein Drehlager 20 und ein Schiebelager 25 sind rückseitig an beiden Seitenholmen
41 angebracht. Die Drehlager 20 befinden sich knapp unterhalb des Schulterbereiches
12 der Rückenlehne 10. Die Schiebelager 25 befinden sich im Beckenbereich 14 der Rückenlehne
10. Die beiden Drehlager 20 und die beiden Schiebelager 25 sind über den Lehnenrahmen
30 miteinander verbunden. Der Lehnenrahmen 30 ist über den Lehnenträger 3 an der Synchronmechanik
2 schwenkbar gelagert, wie Fig. 1 und Fig. 4 zeigt.
[0021] Fig. 4 zeigt eine Rückansicht eines Bürostuhls mit einer erfindungsgemässen neigbaren
Rückenlehne 10 mit Lehnenrahmen 30, welche schwenkbar über den Lehnenträger 3 an der
Synchronmechanik 2 befestigt ist. Der Lehnenrahmen 30 weist zwei diagonale, sich kreuzende
Streben 31 auf, wobei die Streben 31 in deren Kreuzungspunkt 32 miteinander verbunden
sind. Eine Querverbindung 33 verbindet die unteren Enden der beiden Streben 31.
[0022] Fig. 5 zeigt den Polsterträger 40 mit dem Lehnenrahmen 30 und dem Lehnenträger 3
in einer Schnittdarstellung durch einen Seitenholm 41. Der Lehnenträger 3 und die
Streben 31 des Lehnenrahmens 30 sind in der gleichen Schnittebene dargestellt. Ebenfalls
ist die Polsterung 47 dargestellt. Das Schiebelager 25 umfasst einen Lagerbock 26,
der in seinem vorderen Ende ein T bildet. Der Lagerbock 26 wird zwischen Lehnenträger
3 und Lehnenrahmen 30 durch Formschluss gehalten. Der Querriegel des T-förmigen Endes
des Lagerbocks 26 wird in einer Aussparung 27 im Seitenholm 41 des Polsterträgers
40, welcher durch einen Lagerdeckel abgedeckt wird, geführt. Der Lagerdeckel weist
für die Verschiebung eine vertikalen Ausschnitt, und am oberen Ende für die Montage
ein horizontal ausgerichtetes Fenster für die Montage des Querriegels des Lagerbocks
26. Durch diese Art der Lagerung lässt sich das untere Ende des Polsterträgers 40
frei in vertikaler Richtung bewegen, wodurch die bei der Verformung des Polsterträgers
40 enstehende Längenänderung kompensiert werden kann.
[0023] In den beschriebenen Ausführungsformen kann die Nackenstütze auch weggelassen werden.
Sie ist nicht notwendig für die beschriebene Funktion der Rückenlehne, da der Druck
beim Zurücklehnen (F2 in Fig. 2c) auf den Schulterbereich 12 der Rückenlehne 10 ausgeübt
wird. Falls eine Nackenstütze 11 vorhanden ist, kann auch Druck F2 mittels dem Nacken
und/oder dem Kopf ausgeübt werden, was die bereits beschriebene Hebelwirkung um das
Drehlager 20 erhöht.
BEZEICHNUNGSLISTE
[0024]
- 1
- Sitz
- 2
- Synchronmechanik
- 3
- Lehnenträger
- 10
- Rückenlehne
- 11
- Nackenstütze
- 12
- Schulterbereich
- 13
- Lordosenbereich
- 14
- Beckenbereich
- 20
- Drehlager
- 25
- Schiebelager
- 26
- Lagerbock
- 27
- Aussparung
- 30
- starrer Lehnenrahmen
- 31
- Streben
- 32
- Kreuzungspunkt
- 33
- Querverbindung
- 40
- Polsterträger
- 41
- Seitenholme
- 42
- leistenförmige Rippen
- 43
- Verjüngung
- 45
- Lordosenstütze
- 47
- Polsterung
1. Neigbare Rückenlehne, insbesondere für einen Bürostuhl, mit einem Schulterbereich
(12), einem Lordosenbereich (13) und einem Beckenbereich (14), wobei die Rückenlehne
(10) in mindestens einem Bereich flexibel ist und an jeweils mindestens einem oberen
und unteren Verbindungselement (20, 25) mit einem starren Lehnenrahmen (30) verbunden
ist, wobei das obere Verbindungselement als Drehlager (20) und das untere Verbindungselement
als Schiebelager (25) ausgebildet ist, und wobei die Flexibilität der Rückenlehne
(10) im Lordosenbereich (13) erhöht ist, so dass der Lordosenbereich (13) durch Krümmung
vorwölbbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (20) an der Rückseite der Rückenlehne (10) knapp unterhalb des Schulterbereiches
(12) befestigt ist, wobei der obere Teil der Rückenlehne (10) in Bezug auf den Lehnenrahmen
(30) nach vorne oder nach hinten neigbar ist, dass das Schiebelager (25) an der Rückseite
der Rückenlehne (10) im Beckenbereich (14) befestigt ist, wobei sich der Beckenbereich
(14) der Rückenlehne (10) in Bezug auf den Lehnenrahmen (30) vertikal nach oben oder
nach unten frei verschieben kann.
2. Neigbare Rückenlehne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (10) vorgeformt ist, so dass sie im unbelasteten Zustand im Lordosenbereich
(13) mit einem Winkel zwischen 25 und 30 Grad gebogen ist und dabei im Lordosenbereich
(13) vorgewölbt ist.
3. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rückenlehne (10) beim Einsitzen einer Person durch Druck auf den Lordosenbereich
(13) dem Rücken der Person anpasst und dass dabei in Bezug auf den unbelasteten Zustand
und relativ zum Lehnenrahmen (30) der Lordosenbereich (13) um 10 bis 20 Grad abgeflacht
und nach hinten verlagert ist, der oberer Bereich der Rückenlehne (10) oberhalb des
Drehlagers (20) nach vorne verlagert ist, und der Beckenbereich (14) der Rückenlehne
(10) entlang dem Schiebelager (25) nach unten verschoben ist.
4. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rückenlehne (10) beim Zurücklehnen einer auf dem Stuhl sitzenden Person
durch Druck auf den Schulterbereich (12) der Rückenlehne (10) verformt und dabei in
Bezug auf den unbelasteten Zustand und relativ zum Lehnenrahmen (30) im Lordosenbereich
(13) um zusätzliche 10 bis 20 Grad gebogen ist und dabei die Lordosenbereich (13)
weiter vorsteht, der oberer Bereich der Rückenlehne (10) oberhalb des Drehlagers (20)
nach hinten verlagert ist, und der Beckenbereich (14) der Rückenlehne (10) entlang
dem Schiebelager (25) nach oben verschoben ist.
5. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (10) eine Polsterträger (40) und eine Polsterung (47) umfasst, wobei
der Polsterträger (40) zwei mit mehreren leistenförmigen Rippen (42) verbundene Seitenholme
(41) aufweist, wobei die Seitenholme (41) im Lordosenbereich (13) flexibler sind als
im oberen und unteren Bereich.
6. Neigbare Rückenlehne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erhöhte Flexibilität des Seitenholmes (41) im Lordosenbereich (13) durch eine
Verjüngung (43) des Seitenholmes (41) erreicht ist.
7. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lehnenrahmen (30) über zwei rückseitig an den Seitenholmen (41) angebrachte Drehlager
(20) mit dem Polsterträger (40) verbunden ist.
8. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lehnenrahmen (30) über zwei rückseitig an den Seitenholmen (41) angebrachte Schiebelager
(25) mit dem Polsterträger (40) verbunden ist.
9. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet dass der Lehnenrahmen (30) zwei diagonale, sich kreuzende Streben (31) aufweist, welche
die oberen und unteren Verbindungselemente miteinander verbindet, wobei die Streben
(31) in deren Kreuzungspunkt (32) miteinander verbunden sind.
10. Neigbare Rückenlehne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (10) eine Nackenstütze (11) aufweist.
11. Neigbare Rückenlehne nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (10) im Schulterbereich (12) und dem Bereich der Nackenstütze (11)
eine, einer Schulter und Nacken angepasste, s-Form aufweist.