[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Optimierung der Betriebsweise von Vorrichtungen
zur überlappend oder auf Stoß ausgebildeten Verpackung von Materialbahnrollen, wobei
Verpackungsmaterial in Form einer Verpackungsmaterialbahn in Umfangsrichtung in einem
Winkel oder senkrecht gegenüber der Längsachse der Materialbahnrollen gewickelt wird
und bei welchem das zur Verpackung erforderliche Verbrauchsmaterial in einem Rüstbereich
in der Vorrichtung bereitgestellt wird, und wobei zumindest ein Teil des zur Verpackung
erforderlichen Verbrauchsmaterials im Rüstbereich in Abhängigkeit der zu verpackenden
Materialbahnrollen, insbesondere der Anzahl und Parameter der Materialbahnrollen vorgerüstet
wird.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein System zur Rüstvorgabe für Verbrauchsmaterialien
einer Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen.
[0003] Vorrichtungen zur Verpackung von Materialbahnrollen sind in einer Vielzahl von Ausführungen
aus dem Stand der Technik bekannt. Diese umfassen in der Regel mindestens eine Wickelstation,
in der die Materialbahnrollen auf ihrem Aussenumfang mit Verpackungsmaterial umschlungen
werden, das über die Stirnseiten der Rollen ein wenig hinausragt und einen sogenannten
Faltüberstand bildet, eine Faltstation, mittels derer der Faltüberstand umgebördelt
wird, je eine Einheit, die Innen- bzw. Aussenstirndeckel an die Stirnseiten der Materialbahnrollen
anlegt (Stirndeckelapplikationsstationen) und eine Pressstation, mittels derer die
Aussenstirndeckel an die Materialbahnrollen angepresst werden, wobei diese Stationen
in einzelnen Prozessabschnittsbereichen wirksam werden können.
[0004] Das zur Verpackung benötigte Verbrauchsmaterial, insbesondere die Verpackungsbahnrollen
und Stirndeckel sind unmittelbar im Bereich der Umhüllungsstation angeordnet. Die
Verpackungsmaterialbahnrollen sind in einer dafür vorgesehenen Verpackungsmaterialbahnspendereinrichtung
angeordnet und können in begrenzten Mengen auch in der Spendereinrichtung vorrätig
gehalten werden. Die Stirndeckel werden in so genannten Bereitstellungsbereichen im
[0005] Bereich der Umhüllungsstation und im Wirkungsbereich von so genannten Handlingeinheiten,
insbesondere Einrichtungen zur Positionierung und/oder Fixierung von Stirndeckeln
angeordnet. Sind die einzelnen Verbrauchsmaterialien aufgebraucht, müssen diese ersetzt
werden. Dazu erfolgt eine Übenwachung der einzelnen, den Rüstbereich bildenden Bereitstellungsbereiche,
wobei das Erreichen jeweils einer vordefinierten Mindestmenge entweder selbsttätig
vom Bedienpersonal erkannt oder aber automatisch ein entsprechendes Signal erzeugt
wird, dass auf das Erfordernis einer Beschickung der Bereitstellungsbereiche hinweist.
Im ungünstigsten Fall wird dieser Zustand erst nach Stillstand der Anlage, der durch
das aufgebrauchte Verpackungsmaterial bedingt ist, erkannt. Ansonsten wird die Vorrichtung
vom Bedienpersonal gestoppt und das erforderlichen Verbrauchsmaterial nachgerüstet.
Die daraus resultierende erforderliche fortlaufende Überwachung ist sehr aufwendig
und kann bei nicht aufeinander abgestimmter Nachrüstung zu einer Vielzahl von erforderlichen
Produktionsunterbrechungen führen, welche die Produktivität der Vorrichtung zum Verpacken
erheblich reduzieren.
[0006] Aus der
EP 1 127 791 A1 ist eine Methode zur erzielung eines gemeinschaftlichen Geschwindigkeitsflusses unterschiedlicher
Produktionseinheiten innerhalb einer Fabrik zur Verpackung von, für einen Endverbraucher
geeigneten, Papierrollen, wie Toilettenpapier oder Küchenrollen, bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Optimierung der
Betriebsweise von Vorrichtungen zur Verpackung von Materialbahnrollen, bei welchem
das zur Verpackung erforderliche Verbrauchsmaterial in einem Rüstbereich in der Vorrichtung
bereitgestellt wird, zu entwickeln, mit dem die Stillstandszeiten minimiert und die
Produktivität der Packanlage erhöht werden.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 9 charakterisiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Optimierung der Betriebsweise von Vorrichtungen
zur Verpackung von Materialbahnrollen, bei welchem das zur Verpackung erforderliche
Verbrauchsmaterial in einem Rüstbereich in der Vorrichtung bereitgestellt wird, ist
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbrauchsmaterial in Abhängigkeit der in einem vordefinierten
Zeitraum von zumindest einer Normalschichtlänge, insbesondere 8 Stunden, zu verpackenden
Materialbahnrollen vorgerüstet wird, wobei alle einzelnen Verbrauchsmaterialien, wenigstens
in Form von Verpackungsmaterial und Stirndeckeln, gleichzeitig und unter Berücksichtigung
des in einem Rüstbereich noch vorhandenen Verbrauchsmaterials vorgerüstet werden.
[0010] Unter Verbrauchsmaterial im Sinne der Erfindung werden Materialien verstanden, die
beim Verpackungsprozess zur Verpackung benötigt werden, wie beispielsweise Verpackungsmaterial,
Stirndeckel, Leim und Kennzeichnungsmittel, insbesondere Etiketten oder Druckfarbe.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht damit eine vorausschauende Vorrüstung von
Verbrauchsmaterial für eine vordefinierte Anzahl von zu verpackenden Materialbahnrollen
und/oder einen vordefinierten Zeitraum, wobei das gesamte erforderliche Verbrauchsmaterial
für diese Anzahl und/oder - Zeitdauer bereitgestellt wird. Rüstvorgänge vor Ablauf
dieser Zeitdauer und/oder vor Beendigung der Verpackung dieser Materialbahnrollen
entfallen. Damit kann für diesen Zeitraum eine Produktionsunterbrechung bedingt durch
Rüstvorgänge ausgeschlossen werden. Der Überwachungsaufwand wird mininiert und das
Bedienpersonal kann für andere Aufgaben eingesetzt werden. Dadurch kann ferner auch
die Anzahl erforderlichen Bedienpersonals insgesamt reduziert werden. Durch optimale
Abstimmung der Abläufe an mehreren Packanlagen aufeinander können diese von einer
geringeren Anzahl von Personen bei gleicher Auslastung der einzelnen Vorrichtungen
zum Verpacken bedient werden.
[0012] Zur individuellen Ausführung der Verpackungen gemäß Kundenwunsch wird in einer vorteilhaften
Weiterentwicklung das erforderliche Verbrauchsmaterial in Abhängigkeit der Eigenschaften
des zur Verpackung geforderten Verpackungsmaterials bereitgestellt.
[0013] Um möglichst einfach händelbare Rüstintervalle zu erzielen, erfolgt die Vorrüstung
in Abhängigkeit der in einem vordefinierten Zeitraum zu verpackenden Materialbahnrollen.
Der Zeitraum kann beliebig gewählt werden, vorzugsweise orientiert dieser sich jedoch
an den Schichtzeiten und den Betriebszeiten vorgeordneter Anlagen, wie Rollenschneidmaschinen
oder Maschinen zur
[0014] Herstellung von Materialbahnen. Das erforderliche Verbrauchsmaterial wird dann in
besonders vorteilhafter Weise als Funktion des Produktionsausstoßes pro Zeiteinheit
einer der Vorrichtung vorgeordneten Anlage, insbesondere Maschine zur Herstellung
von Faserstoffbahnen oder Rollenschneidmaschine vorgerüstet. Dies ermöglicht eine
zeitnahe Verpackung des Produktionsausstosses und reduziert die Gefahr von Produktionsstauungen.
[0015] Das erforderliche Verbrauchsmaterial wird dazu vorzugsweise in Abhängigkeit zumindest
einer der nachfolgend genannten Größen vorgerüstet:
- Maschinengeschwindigkeit der vorgeordneten Produktionsanlage
- Taktzeit der Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen
- Anzahl der Materialbahnrollen
- Parameter der Materialbahnrollen, insbesondere Dimensionierung.
[0016] Der Rüstvorgang, insbesondere die Beschickung der Bereitstellungsbereiche selbst
kann manuell oder aber zumindest teilautomatisiert erfolgen. Letztere Möglichkeit
bietet den Vorteil, dass unter Umständen eine Unterbrechung der Produktion vermieden
werden kann, da das Rüsten auch bei noch arbeitender Vorrichtung möglich ist.
[0017] Zur Sicherstellung der Rüstintervalle erfolgt die Rüstvorgabe unter Berücksichtigung
eines Sicherheitsfaktors, d.h. einer Zugabe für Verbrauchsmaterial. Dadurch können
z.B. Stirndeckelverluste während der Verpackung im zu berücksichtigenden Verbrauchsmaterial
ausgeglichen werden.
[0018] In einer Weiterentwicklung erfolgt die Rüstvorgabe vorzugsweise unter Berücksichtigung
des im Rüstbereich noch vorhandenen Verbrauchsmaterials. Dadurch kann der Einsatz
von Verbrauchsmaterial optimiert werden.
[0019] Vorrichtungsmäßig ist ein System zur Rüstvorgabe für Verbrauchsmaterialien einer
Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen derart aufgebaut und ausgebildet,
dass dieses zumindest eine Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe der zu verpackenden Materialbahnrollen
oder der zu verpackenden Materialbahnrollen pro Zeitraum, eine Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe
der Parameter der Materialbahnrollen, eine Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe von,
das verwendete Verpackungsmaterial VM wenigstens mittelbar charakterisierenden Größen
und optional eine Einrichtung zur Vorgabe einer Zeitdauer T
soll sowie eine Auswert-und/oder Analysevorrichtung und im Rüstbereich zumindest eine
Einrichtung zur Erfassung der noch vorhandenen Verbrauchsmaterialien, die mit der
Auswert-und/oder Analyseeinrichtung gekoppelt ist, umfasst. Die Funktionen einzelner
Einrichtungen können dabei auch zusammengefasst beziehungsweise von einer gemeinsamen
Einrichtung ausgeführt werden.
[0020] Auf der Grundlage der in der Auswert-und Analysevorrichtung verarbeiteten Daten werden
Stellgrößen erstellt, die der Ansteuerung eines Informations- und Wartungssystems
dienen und/oder der Ansteuerung der Stelleinrichtungen zum Rüsten des Rüstbereiches.
[0021] Die Kopplung aller Komponenten des Rüstsystems kann über feste Leitungsverbindungen
oder aber vorzugsweise drahtlos, d.h. per Funk oder Infrarot erfolgen.
[0022] Zur Berücksichtigung des Produktionsausstosses vorgeordneter Anlagen wird die Einrichtung,
zur Erfassung/Vorgabe der zu verpackenden Materialbahnrollen oder der zu verpackenden
Materialbahnrollen in einer vordefinierten Zeitdauer vorzugsweise direkt von einer
Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe des Produktionsausstosses einer der Vorrichtung
zum Verpacken vorgeordneten Produktionsanlage, insbesondere einer Steuereinrichtung/Regeleinrichtung
einer der Vorrichtung vorgelagerten Anlage gebildet. Dies erlaubt auch rasche Anpassungen
bei sich ändernder Produktion.
[0023] Um nicht benötigtes Verbrauchsmaterial aus dem Rüstbereich entfernen zu können. Ist
im Rüstbereich zumindest eine Einrichtung zur Erfassung der noch vorhandenen Verbrauchsmaterialien
vorgesehen ist, die mit der Auswert- und/oder Analyseeinrichtung gekoppelt ist. Entsprechend
der erforderlichen Rüstvortgaben kann das noch vorhandene Verbrauchsmaterial in die
neue Rüstvorgabe mit einbezogen werden oder aber wird entfernt.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Figuren näher erläutert. Diese zeigen:
- Figur 1a
- beispielhaft eine Ausführung einer Vorrichtung zum Verpacken von Materialbahnrollen;
- Figur 1b
- ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Rüsten einer Vorrichtung zum Verpacken von Materialbahnrollen
in Abhängigkeit des Produktionsausstosses einer vorgeordneten Produktionsanlage;
- Figuren 2a und 2b
- vorteilhafte Weiterentwicklungen des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Figur 1 b;
- Figur 3
- eine weitere Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Figur 1 b;
- Figuren 4a
- bis 4c Ausführungen eines erfindungsgemäßen Systems für Rüstvorgaben.
[0025] Die Figur 1b verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung und anhand eines
Signalflussbildes das Grundprinzip eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Optimierung
der Betriebsweise einer in Figur 1a schematisiert vereinfacht dargestellten Vorrichtung
1 zur Verpackung von Materialbahnrollen 2. Derartige Vorrichtungen 1 können in Abhängigkeit
der Art der Verpackung, des gewählten Verfahrens zur Umhüllung mit Verpackungsmaterial
sowie der verwendeten Verpackungsmaterialien hinsichtlich ihrer Komplexität sehr unterschiedlich
ausgeführt sein. Die Figur 1a verdeutlicht dabei beispielhaft in schematisiert stark
vereinfachter Darstellung den Aufbau einer Vorrichtung 1 zur Verpackung von Materialbahnrollen
2.1 bis 2.n in einer Ansicht von oben, welche zum Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet ist. Diese umfasst zumindest eine Umhüllungsstation 3, in welcher die zu
verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n mit Verpackungsmaterial umhüllt werden.
Ferner sind zumindest eine Einrichtung, hier zwei Einrichtungen 4.1, 4.2 zur Positionierung
und Fixierung von Stirndeckeln S an den Stirnseiten einer einzelnen Materialbahnrolle
2.n vorgesehen. Je nach Art der Positionierung und Fixierung kann diese Einrichtung
der Umhüllungsstation 3 vorgelagert oder aber im Wirkbereich dieser angeordnet sein.
Im erstgenannten Fall erfolgt, jedoch hier nicht dargestellt, eine Anlage der Stirndeckel
S an die einzelnen Stirnseiten einer Materialbahnrolle 2.n, wobei die Stirndeckel
S in der Anlageposition gemeinsam mit der jeweiligen Materialbahnrolle 2.n in die
Umhüllungsstation 3 transportiert werden. Im zweiten Fall sind entsprechende Handling-Einrichtungen,
vorzugsweise in Form von Industrie-Robotern vorgesehen, die auch als Manipulatoreinrichtung
bezeichnet werden und der Aufnahme und Anlage der Stirndeckel S an den Stirnseiten
der einzelnen Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n dienen. Diese fixieren ferner die Lage
der Stirndeckel S während des Umhüllungsvorganges und sind daher im Bereich der Umhüllungsstation
3 angeordnet beziehungsweise werden an dieser wirksam. In der Regel wird jeweils eine
Stirndeckeleinheit, bestehend aus einem Innenstirndeckel S
I und einem Außenstirndeckel S
A an jeweils einer Stirnseite der zu umhüllenden Materialbahnrolle 2.1 bis 2.n zur
Fixierung der Verpackung verwendet. Dabei wird zuerst der Innenstirndeckel S
I positioniert und durch die umgeschlagenen Faltränder des Verpackungsmaterials in
seiner Lage an der Stirnseite der Materialbahnrolle 2.n fixiert. Nach dem Faltvorgang
wird der Außenstirndeckel S
A positioniert und mit den Falträndern sowie dem Innenstirndeckel S
I fixiert. Um eine sehr hohe Taktzahl zu erzielen, sind die Stirndeckel S in Form von
Stirndeckelstapeln 5.1, 5.2 im Handlingbeziehungsweise Wirkbereich der Einrichtungen
4.1 und 4.2 angeordnet. Dies gilt sowohl jeweils für Innenstirndeckel S
I und Außenstirndeckel S
A. Auch für die Umhüllungsstation 3 bestehen eine Vielzahl von Ausführungsmöglichkeiten.
Dabei umfasst die Umhüllungsstation 3 zumindest eine Verpackungsmaterialspendereinrichtung
6, die je nach Art der zu realisierenden Verpackung während des Verpackungsvorganges
ortsfest angeordnet ist, wobei die einzelne Materialbahnrolle 2.n gemäß einer ersten
Ausführung ebenfalls ortsfest, gemäß einer zweiten Ausführung relativ zu dieser bewegbar
ist. In einer weiteren Ausführung ist es ferner denkbar, die Verpackungsmaterialspendereinrichtung
6 beziehungsweise den
[0026] Verpackungsbahnrollen tragenden Teil ebenfalls zu bewegen, wobei die Bewegung bei
ortsfester Materialbahnrolle 2.n oder aber relativ zu dieser bei bewegter Materialbahnrolle
2.n erfolgt. Dadurch können unterschiedliche Verpackungsmuster realisiert werden.
Die Verpackung kann überlappend oder auf Stoß ausgebildet werden, wobei Verpackungsmaterial
in Form der Verpackungsmaterialbahnen in Umfangsrichtung in einem Winkel gegenüber
der Längsachse der Materialbahnrolle 2.n um den Außenumfang der Materialbahnrolle
2.n gewickelt wird oder aber senkrecht zur Längsachse. Die Längsachse der Materialbahnrolle
2 wird von deren Symmetrieachse gebildet. Das Verpackungsmaterial ist in der Verpackungsmaterialspendereinrichtung
6 angeordnet. Vorzugsweise umfasst diese einen Vorratsbereich, in welchem Verpackungsmaterialbahnrollen
vorrätig gehalten werden können. Als weitere Einheit ist vorzugsweise eine Einrichtung
4.2 zur Positionierung und/oder Lagefixierung für die Außenstirndeckel S
A, beispielsweise in Form einer Packpresse 7 einsetzbar. Zusätzliche und optional eingesetzte
Aggregate sind Kennzeichnungseinrichtungen 9, insbesondere Etikettiereinrichtungen
8 zur Kennzeichnung der Verpackung beziehungsweise zur Anbringung von Kennzeichnungen
auf dieser. Um eine optimale Verpackung zu gewährleisten, sind neben dem Verpackungsmaterial
V sowie den Stirndeckeln S
I, S
A und den zur Kennzeichnung erforderlichen Mitteln, wie Etiketten E ferner auch andere
Verbrauchsmaterialien in Form von Leim L notwendig. In den bekannten Ausführungen
gemäß dem Stand der Technik wird dabei die Vorrichtung 1 mit den Verbrauchsmaterialien
VM beschickt, indem diese in einem so genannten Rüstbereich 10, der sich aus den einzelnen
Bereitstellungsbreichen 11.1 bis 11.n zusammensetzt, die räumlich voneinander getrennt
oder aber unmittelbar einander benachbart angeordnet sein können, vorgehalten werden.
Aus diesem Rüstbereich 10 werden dann die erforderlichen Verbrauchsmaterialien VM
zumindest für das Verpackungsmaterial V sowie die Stirndeckel S zeitnah entnommen
und zur Funktionsweise der Vorrichtung 1 in dieser verwendet. Dabei ist es jedoch
erforderlich, den Verbrauch der Verbrauchsmaterialien VM zu überwachen, um diese gegebenenfalls
nachrüsten zu können. Da dieses Ressourcen, insbesondere in Form von Arbeitszeit als
auch Produktionszeit bindet, denn die Vorrichtung 1 wird für jeden Rüstvorgang deaktiviert,
ist es erfindungsgemäß vorgesehen, die Verbrauchsmaterialien VM zur Verpackung der
einzelnen Materialbahnrolle 2.n im Rüstbereich 10 beziehungsweise den einzelnen Bereitstellungsbereichen
11.1 bis 11.n in Abhängigkeit entweder einer vordefinierten Menge N2
soll der zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n und/oder der in einer vordefinierten
Zeitdauer T
soll geforderten zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n bereit zustellen. Die
zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n pro vordefinierter Zeitspanne T
soll werden dabei gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung als Funktion des Produktionsausstoßes
PA einer vorgelagerten Anlage 12, insbesondere einer Rollenschneidmaschine 14 oder
aber Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen verstanden.
[0027] Die Figur 1b verdeutlicht dabei anhand eines Signalflussbildes eine Ausführung einer
erfindungsgemäßen Verfahrens mit Rüstvorgabe in Abhängigkeit des Produktionsausstosses
PA. Demnach wird von einer der Vorrichtung 1 vorgelagerten Produktionsanlage 12, beispielsweise
in Form einer Rollenschneidmaschine 14 eine Anzahl N2 an Materialbahnrollen pro Zeitdauer
T
12 ausgegeben, die zu verpacken sind. Für die Bestimmung des erforderlichen Verbrauchsmaterials
VM
soll ferner erforderlich ist die Kenntnis der die zu umhüllenden Materialbahnrollen 2.1
bis 2.n beschreibenden Parameter, insbesondere Dimensionsgrößen. Diese sind hier mit
PD2.1 bis PD2.n bezeichnet und beinhalten Eigenschafts- und/oder Dimensionsangaben
wie Durchmesser, Breite. Diese Daten können von der vorgelagerten Produktionsanlage
12 oder einer dieser zugeordneten Steuerung/Regelung bereitgestellt werden. Ein weiteres
Kriterium für die Ermittlung des bereitzustellenden Verbrauchsmaterials VM
soll sind die Art und Eigenschaften der die zu wählende Verpackung beschreibenden Größen
PE, die je nach Kundenwunsch individuell vorgegeben werden können. Dies betrifft neben
der Umhüllungsart und den dazu verwendeten Verpackungsmaterialien V mit entsprechenden
Verpackungsmaterialbahnbreiten sowie Stirndeckelgrößen auch die Möglichkeiten der
Kennzeichnung. Diese werden ebenfalls zur Auswertung und Analyse bezüglich des erforderlichen
bereitzustellenden Verbrauchsmaterials VM
soll, welches sich aus der Summe des Verpackungsmaterials, insbesondere der Verpackungsbahnen
V, der Stirndeckel S
I, S
A sowie weiterer erforderlicher Verbrauchsmaterialien wie Etiketten E und/oder Adhäsionsmittel,
insbesondere Leim L zusammensetzt, einbezogen. Das Verpackungsmaterial V sowie die
Stirndeckel S
I, S
A sind eine Funktion des Produktionsausstosses PA, insbesondere pro vordefinierter
Zeiteinheit einer der Vorrichtung 1 vorgelagerten Produktionsanlage 12, der, die zu
umhüllenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n beschreibenden Parameter, insbesondere
Dimensionsgrößen PD2.1 bis PD2.n und der, die Art und Eigenschaften der zu wählenden
Verpackung beschreibenden Größen PE. Die Kennzeichnung, insbesondere Etiketten E werden
durch die Größen PE bestimmt und gegebenenfalls durch weitere, die Kennzeichnung wenigstens
mittelbar beschreibende Größen. Das erforderliche Verbrauchsmaterial VM
soll entspricht der Summe der Verpackungsbahnen V, der Stirndeckel S
I, S
A sowie weiterer erforderlicher Verbrauchsmaterialien wie Etiketten E und/oder Adhäsionsmittel
wie Leim L. Dieses wird dann für die vordefinierte Zeitdauer T
soll bereitgestellt, wobei gemäß Figur 1b beispielhaft gemäß einer besonders vorteilhaften
Ausführung die vordefinierte Zeitdauer T
soll einer Schichtlänge entspricht, so dass insbesondere bei nicht durchgängiger Betriebsweise
jeweils am Ende und am Anfang einer Schicht ein derartiger Rüstvorgang vorgenommen
werden kann und die Verbrauchsmaterialien VM dann mit Sicherheit für die nächste Schicht
ausreichen, ohne dass eine Nachrüstung erfolgen muss.
[0028] In einer besonders vorteilhaften Ausführung wird die erfindungsgemäße Lösung immer
im Zusammenhang mit Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen beziehungsweise
den Wickelvorrichtungen von Rollenschneidmaschinen 14 nachgeordneten Vorrichtungen
1 zum Einsatz gelangen. In diesem Fall ist vorzugsweise die Vorrichtung 1 zur Verpackung
quasi online der Rollenschneidmaschine 14 nachgeordnet, wie in schematisiert vereinfachter
Darstellung in Figur 1a wiedergegeben, wobei aus dieser mittels einer Transporteinrichtung
die Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n zur Vorrichtung 1 transportiert werden. Es ist
es jedoch auch denkbar, die zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n aus einem
Rollenmagazin zu entnehmen, wobei dann hinsichtlich der Betriebsparameter eine optimale
Betriebsweise der Vorrichtung 1 wählbar ist und in Abhängigkeit dieser die Anzahl
der zu verpackenden Materialbahnrollen N2 pro gewünschter Zeitdauer T
soll bestimmbar ist.
[0029] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung in der Figur 2a kann in das Verfahren
noch eine Korrekturkomponente mit eingearbeitet werden, indem die Vorgaben für die
einzelnen Verbrauchsmaterialien VM in Abhängigkeit von Störfaktoren in entsprechender
Weise durch eine Sicherheitszugabe erhöht werden. Diese wird als Korrekturfaktor K
bei der Ermittlung des erforderlichen Verbrauchsmaterials VM
soll zur Integration in den Rüstbereich 10 mit berücksichtigt. In einer weiteren vorteilhaften
Weiterentwicklung gemäß Figur 2b ist es vorgesehen insbesondere bei Ausführungen mit
durchgängigem Schichtbetrieb, bei welchem die Anzahl der notwendigen Produktionsunterbrechungen
nach Möglichkeit auf ein Minimum reduziert werden sollen, das nach einer vordefinierten
Zeitdauer T
Ü zumindest die im Rüstbereich 10 vorrätigen Verbrauchsmaterialien VM
ist, welche sich aus den jeweils in den einzelnen Bereitstellungsbereichen 11.1 bis 11.n
vorhandenen Verbrauchsmaterialien VM zusammensetzen, zu erfassen. Die Erfassung kann
dabei fortlaufend oder wie bereits ausgeführt in vordefinierten Zeitintervallen erfolgen.
Die Zeitspanne T
Ü ist kürzer gewählt als die vordefinierte Zeitspanne T
soll. Dabei werden im Vorfeld der erneute Produktionsausstoß N2neu für die nächste vordefinierte
Zeitspanne T
sollneu ermittelt und die dazu erforderlichen Verbrauchsmaterialien VM
sollneu berechnet. Unter Berücksichtigung der noch im Rüstbereich 10 vorhandenen und nicht
benötigten Verbrauchsmaterialien VM
ist wird eine erneute Beschickung vorgenommen. Der Bereich T
sollneu kann sich dabei an den ursprünglichen Bereich T
soll anschließen aber auch bereits an den Überwachungszeitraum T
Ü. In diesem Fall erfolgt bereits während der Betriebsweise eine Ermittlung des erforderlichen
Verbrauchsmaterials VM
sollneu für die neue Schicht. Die Figur 3 verdeutlicht demgegenüber eine Neuberechnung nach
Ablauf der vordefinierten Zeitdauer T
soll.
[0030] Je nach Anordnung der Rüstbereiche 10 und der Realisierung des Wechsels der leeren
Verpackungsmaterialträger kann sowohl eine automatische Neuausrüstung als auch eine
manuelle Nachrüstung erfolgen. Wird das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Figur 4a
für die manuelle Nachrüstung eingesetzt, wird das Verpackungsmaterial VM derart nachgerüstet,
dass dieses nach Möglichkeit immer für alle einzelnen Verbrauchsmaterialien VM in
Form von Verpackungsmaterial V, Stirndeckeln S, Etiketten E und Leim L für einen vordefinierten
Zeitraum T
soll und die in diesem mögliche Umhüllung der Menge N2 an Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n
ausreicht und alle Verbrauchsmaterialien VM, jeweils zum gleichen Zeitpunkt, das heißt
gleichzeitig nachgerüstet werden. Die Maschine beziehungsweise Vorrichtung 1 steht
dann lediglich einmal still und kann während der gesamten Betriebsweise in der vordefinierten
Zeitspanne T
soll ohne Störungen arbeiten. Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführung mit einer
vorzugsweise gewählten Zeitspanne T
soll in Form einer Schichtlänge bietet, wie bereits ausgeführt, den Vorteil, dass innerhalb
der Schicht keine Unterbrechungen bedingt durch Nachrüstvorgänge in der Vorrichtung
1 zur Verpackung von Materialbahnrollen 2 zu erwarten sind und damit die Vorrichtung
1 kontinuierlich über die gesamte Schicht arbeiten kann. Die Zeitdauer T
soll kann jedoch auch kürzer oder aber länger gewählt werden. Dies hängt im Einzelnen
auch von der Möglichkeit der Vorausplanung des Ausstoßes an Produktion PA beziehungsweise
der zur Verpackung zur Verfügung stehenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n ab.
[0031] Die Figuren 4a bis 4c verdeutlichen in schematisiert vereinfachter Darstellung den
Aufbau eines erfindungsgemäßen Systems 15 zur Rüstvorgabe und die Realisierung der
Rüstvorgaben. Das System 15 umfasst dazu zumindest eine Einrichtung 16 zur Erfassung/Vorgabe
des Produktionsausstosses PA einer der Vorrichtung 1 vorgeordneten Produktionsanlage
12, welche direkt der Vorrichtung 1 kontinuierlich zuführbar ist oder aber einem Zwischenspeicher
in Form eines Magazins entnommen wird. Die Einrichtung 16 kann dabei von einer Steuer-und/oder
Regeleinrichtung der vorgeordneten Produktionsanlage gebildet werden oder aber einer
separaten Einrichtung. Ferner umfasst das System 15 zur Rüstvorgabe zumindest eine
Einrichtung 17 zur Erfassung/Vorgabe der Parameter PD der von der Produktionsanlage
ausgestossenen Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n pro Zeiteinheit und eine Einrichtung
18 zur Erfassung/Vorgabe von, das verwendete Verpackungsmaterial VM wenigstens mittelbar
charakterisierenden Größen PE und je nach Realisierung des Verfahrens zum Rüsten eine
Einrichtung 19 zur Vorgabe einer Zeitdauer T
soll, die einer Betriebszeitdauer entspricht, für welche die mittels des Rüstvorganges
vorgerüsteten Materialien als ausreichend angesehen werden. Dabei erfasst die Einrichtung
16 vorzugsweise die zu verpackenden Materialbahnrollen für eine vordefinierte Zeitdauer
T
soll, um auch für diesen Zeitraum das erforderliche Verbrauchsmaterial bereitstellen zu
können. Die Einrichtung 16 kann derart konzipiert sein, dass diese lediglich die Anzahl
der geforderten zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n erfasst. Denkbar ist
es jedoch auch, dass diese gleichzeitig auch die Funktion der Bestimmung der Parameter
der Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n und damit die Funktion der Einrichtung 17 mit übernimmt.
Dies bedeutet insbesondere die die Menge an Verpackungsmaterial bestimmenden Parameter
der Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n, hier insbesondere Durchmesser und Breite. Bei
standardisiert verwendbarer Einheitsverpackung kann die Einrichtung 18 optional vorgesehen
werden. Die über die Einrichtungen 16 bis 19 vorgegebenen Daten werden einer Analyse-und/oder
Auswerteinrichtung 20 zugeführt und in dieser aus den daraus resultierenden Abhängigkeiten
und funktionalen Zusammenhängen die erforderliche Rüstvorgaben erstellt. Dabei werden
in Abhängigkeit des bestimmten erforderlichen Verbrauchsmaterials VM
soll Stellgrößen Y erzeugt, welche lediglich der Erzeugung entsprechender Informations-
und/oder Wartungssignale dienen, die das Bedienpersonal zur Realisierung der Rüstvorgabe
auffordern, was beispielsweise über eine Anzeigeeinrichtung 21 erfolgen kann. Es besteht
jedoch auch die Möglichkeit, Stellsignale zur Ansteuerung von Stelleinrichtungen zur
automatisierten Beschickung des Rüstbereiches 10 zu erzeugen. Diese einzelnen Einrichtungen
16 bis 19 sind dazu mit der Auswert- und/oder Analysevorrichtung 20 koppelbar. In
dieser findet eine Verarbeitung der über die Einrichtung 16 bis 19 vorgegebenen oder
erfassten Eingangsgrößen statt, die zur Ermittlung des geforderten Verbrauchsmaterials
VM
soll dienen. Aus diesem Kennwert kann dann ein Signal erzeugt werden, welches als Informationssignal
in Form beispielsweise eines optischen Signals oder aber als Stellsignal vorliegt.
[0032] Die Möglichkeiten der Rüstvorgaben für die einzelnen Rüstvorgänge sind anhand schematisierter
Darstellungen des Systems 15 in den Figuren 4a bis 4c wiedergegeben. Die Nachrüstung
kann manuell, teilautomatisiert oder aber auch vollautomatisiert erfolgen. Dies hängt
im Wesentlichen von der Ausführung der einzelnen Vorrichtung 1 ab sowie der Ausgestaltung
des Rüstbereiches 10. Gemäß Figur 4a wird dabei Bedienpersonal aktiv, wobei dieses
die einzelnen Verbrauchsmaterialien VM
soll in die jeweiligen Bereitstellungsbereiche 11.1 - 11.n verbringt. In Figur 4b ist
in schematisiert vereinfachter Darstellung eine Kombination aus automatisierter Bereitstellung
sowie Bedienpersonal wiedergegeben, während Figur 4c eine vollautomatisierte Bereitstellung
wiedergibt. In diesem Fall sind jedoch die einzelnen Bereitstellungsbereiche 11.1
bis 11.n derart angeordnet, dass diesen entsprechende Zuführeinrichtungen für das
jeweilige Verbrauchsmaterial zuordenbar sind und diese auch frei zugänglich sind.
Dabei erfolgt jedoch vorzugsweise eine Vorrüstung außerhalb des Rüstbereiches 10,
wobei die das vorgerüstete Material enthaltenen Vorrüstbereiche dann über die Zuführeinrichtungen
mit den Bereitstellungsbereichen 11.1 bis 11.n des Rüstbereiches 10 zur direkten und
schnellen Beschickung verbunden ist.
[0033] Gemäß einer Weiterentwicklung, hier jedoch nicht dargestellt, werden in der Auswert-
oder Analyseeinrichtung 20 auch die mit einer weiteren Einrichtung zur Erfassung des
vorhandenen Verbrauchsmaterials VM
ist berücksichtigten Größen verarbeitet, wobei die in den Bereitstellungsbereichen im
Rüstbereich 10 der Vorrichtung 1 vorhandenen Verbrauchsmaterialien als vorhanden zugrunde
gelegt werden und bei der geforderten Menge berücksichtigt werden. Es versteht sich
von selbst, dass bei allen Vorgängen für das Verbrauchsmaterial die einzelnen Bestimmungsvorgänge
jeweils für Verpackungsmaterialbahnrollen, Stirndeckel sowie zusätzliche Materialien
wie Adhäsionsmittel, Etiketten separat für sich ermittelt werden, und zwar immer auf
der Grundlage der geforderten zu umhüllenden Materialbahnrollen.
[0034] Die erfindungsgemäße Lösung ist nicht auf die dargestellten Ausführungen beschränkt.
Entscheidend ist, dass in Abhängigkeit eines gewünschten Durchsatzes durch die Vorrichtung
1 zur Verpackung von Materialbahnrollen 2 pro vordefinierter Zeiteinheit T
soll eine Rüstvorgabe erfolgt, die in dieser Zeitdauer einen Stillstand der Vorrichtung
1 vermeidet. In einer besonders vorteilhaften Ausführung werden insbesondere bei wechselnder
zu umhüllender Materialbahnrollenart innerhalb einer vordefinierten Zeitdauer die
einzelnen Rüstvorgaben derart umgesetzt werden, dass die Beschickung in den einzelnen
Bereitstellungsbereichen 11.1 bis 11.n ferner hinsichtlich der zeitlichen Reihenfolge
der Entnahme von Verpackungsmaterial aus diesen derart angeordnet sind, dass diese
auch nacheinander anfahrbar sind. So können beispielsweise unterschiedliche Stirndeckelgrößen,
welche innerhalb der vordefinierten Zeitdauer T
soll zu verarbeiten sind, in der Reihenfolge ihrer Abarbeitung im Rüstbereich 10 angeordnet
werden.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Vorrichtung zur Verpackung von Materiatbahnrollen
- 2.1 bis 2.n
- Materialbahnrolle
- 3
- Umhüllungsstation
- 4
- Einrichtung zur Positionierung und Fixierung von Stirndeckeln
- 5
- Stirndeckelstapel
- 6
- Verpackungsmaterialspendereinrichtung
- 7
- Presse
- 8
- Etikettiereinrichtung
- 9
- Kennzeichnungseinrichtung
- 10
- Rüstbereich
- 11.1 bis 11.n
- Bereitstellungsbereich
- 12
- Produktionsanlage
- 14
- Rollenschneidmaschine
- 15
- System zur Rüstvorgabe
- 16
- Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe
- 17
- Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe
- 18
- Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe
- 19
- Einrichtung zur Erfassung/Vorgabe
- 20
- Analyse und/oder Auswerteinrichtung
- 21
- Anzeigeeinrichtung
- N2, N2soll, N2sollneu
- Anzahl der zu verpackenden Materialbahnrollen
- Tsoll
- vordefinierte Zeitspanne
- Tsollneu
- neue vordefinierte Zeitspanne
- VMsollneu,VMsoll
- Verbrauchsmaterial
- V
- Verpackungsmaterial
- S
- Stirndeckel
- E
- Etiketten
- L
- Leim
- PD
- Parameter der Materialbahnrollen
- PE
- Eigenschaftsparameter des Verpackungsmaterials
- PA
- Produktionsausstoß
1. Verfahren zur Optimierung der Betriebsweise von Vorrichtungen (1) zur überlappend
oder auf Stoß ausgebildeten Verpackung von Materialbahnrollen (2.1-2.n), wobei Verpackungsmaterial
in Form einer Verpackungsmaterialbahn in Umfangsrichtung in einem Winkel oder senkrecht
gegenüber der Längsachse der Materialbahnrollen gewickelt wird und bei welchem das
zur Verpackung erforderliche Verbrauchsmaterial (VMsoll) in einem Rüstbereich (10) in der Vorrichtung (1) bereitgestellt wird, und wobei
zumindest ein Teil des zur Verpackung erforderlichen Verbrauchsmaterials (VMsoll) im Rüstbereich (10) in Abhängigkeit der zu verpackenden Materialbahnrollen (2.1-2.n),
insbesondere der Anzahl (N2soll) und Parameter (PD) der Materialbahnrollen (2.1-2.n) vorgerüstet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbrauchsmaterial (VM) in Abhängigkeit der in einem vordefinierten Zeitraum
von zumindest einer Normalschichtlänge, insbesondere 8 Stunden, zu verpackenden Materialbahnrollen
vorgerüstet wird, wobei alle einzelnen Verbrauchsmaterialien (VM), wenigstens in Form
von Verpackungsmaterial (V) und Stirndeckeln (S), gleichzeitig und unter Berücksichtigung
des in einem Rüstbereich (10) noch vorhandenen Verbrauchsmaterials (VM) vorgerüstet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zur Verpackung erforderliche Verbrauchsmaterial (VMsoll) in Abhängigkeit der Eigenschaften (PE) des zur Verpackung geforderten Verbrauchsmaterials
(VMsoll) bereitgestellt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zur Verpackung erforderliche Verbrauchsmaterial (VMsoll) als Funktion des Produktionsausstosses (PA) pro Zeiteinheit einer der Vorrichtung
(1) vorgeordneten Anlage (12), insbesondere Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen
oder Rollenschneidmaschine (14) vorgerüstet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekenntzeichnet,
dass das erforderliche Verbrauchsmaterial (VM
soll) in Abhängigkeit zumindest einer der nachfolgend genannten Größen vorgerüstet wird:
- Maschinengeschwindigkeit der vorgeordneten Produktionsanlage
- Taktzeit der Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen
- Anzahl der Materialbahnrollen
- Parameter der Materialbahnrollen (PD).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erforderliche Verbrauchsmaterial (VMsoll) manuell bereitgestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil des erforderlichen Verbrauchsmaterials (VMsoll) automatisiert bereitgestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rüstvorgabe unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors (K) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die folgenden Verbrauchsmaterialien (VM
soll) bereitgestellt werden:
a. Stirndeckel (S), insbesondere Innenstirndeckel (SI), Außenstirndeckel (SA)
b. Verpackungsmaterialbahnrollen (V).
9. System (15) zur Rüstvorgabe für Verbrauchsmaterialien einer Vorrichtung (1) zur Verpackung
von Materialbahnrollen (2.1-2.n), umfassend:
- eine Einrichtung (16) zur Erfassung/Vorgabe der zu verpackenden Materialbahnrollen
(2.1-2.n) oder der zu verpackenden Materialbahnrollen (2.1-2.n) pro Zeitraum,
- eine Einrichtung (17) zur Erfassung/Vorgabe der Parameter (PD) der Materialbahnrollen
- eine Einrichtung (18) zur Erfassung/Vorgabe von das verwendete Verpackungsmaterial
(VM) wenigstens mittelbar charakterisierenden Größen (PE)
- optional eine Einrichtung (19) zur Vorgabe einer Zeitdauer (Tsoll)
- eine Auswert - und/oder Analysevorrichtung (20)
- im Rüstbereich zumindest eine Einrichtung zur Erfassung der noch vorhandenen Verbrauchsmaterialien
vorgesehen ist, die mit der Auswert- und/oder Analyseeinrichtung (20) gekoppelt ist
10. System nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieses eine mit der Auswert - und/oder Analysevorrichtung (20) koppelbare Anzeigeeinrichtung
(21) umfasst.
11. System nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Verbrauchsmaterialien (VMsoll) Verpackungsmaterialien (V) und/oder die Stirndeckel (S, SA, SI) angesehen werden.
12. System nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
das die Einrichtung (16) zur Erfassung/Vorgabe der zu verpackenden Materialbahnrollen
(2.1-2.n) oder der zu verpackenden Materialbahnrollen in einer vordefinierten Zeitdauer
von einer Einrichtung (16) zur Erfassung/Vorgabe des Produktionsausstosses einer der
Vorrichtung (1) zum Verpacken vorgeordneten Produktionsanlage (12), insbesondere einer
Steuereinrichtung/Regeleinrichtung einer der Vorrichtung (1) vorgelagerten Anlage
(12) gebildet wird.
1. Method for optimizing the operation of apparatuses (1) for the overlapping or edge-to-edge
packing of material web rolls (2.1-2.n), packaging material in the form of a packaging
material web being wound in the circumferential direction at an angle or at right
angles with respect to the longitudinal axis of the material web rolls, and in which
the consumable material (VMsp) required for the packing is provided in a preparation area (10) in the apparatus
(1),
at least some of the consumable material (VMsp) required for the packing being pre-prepared in the preparation area (10) as a function
of the material web rolls (2.1-2.n) to be packed, in particular the number (N2sp) and parameters (PD) of the material web rolls (2.1-2.n),
characterized in that
the consumable material (VM) is pre-prepared as a function of the material web rolls
to be packed in a predefined time period of at least one standard shift length, in
particular 8 hours, all the individual consumable materials (VM), at least in the
form of packaging material (V) and end covers (S), being pre-prepared simultaneously
and while taking account of the consumable material (VM) still present in a preparation
area (10).
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the consumable material (VMsp) required for the packing is provided as a function of the properties (PE) of the
consumable material (VMsp) required for the packing.
3. Method according to either of Claims 1 and 2,
characterized in that
the consumable material (VMsp) required for the packing is pre-prepared as a function of the production output
(PA) per unit time of the plant (12) upstream of the apparatus (1), in particular
a machine for producing fibrous webs or a slitter-rewinder (14).
4. Method according to Claim 3,
characterized in that
the consumable material (VM
sp) required is pre-prepared as a function of at least one of the variables mentioned
below:
- machine speed of the upstream production plant
- cycle time of the apparatus for packing material web rolls
- number of material web rolls
- parameters of the material web rolls (PD).
5. Method according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the required consumable material (VMsp) is provided manually.
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
at least some of the consumable material (VMsp) required is provided automatically.
7. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
the preparation is predefined while taking a safety margin (K) into account.
8. Method according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
at least the following consumable materials (VM
sp) are provided:
a. end covers (S), in particular inner end covers (SI) and outer end covers (SA)
b. packaging material web rolls (V).
9. System (15) for predefining the preparation of consumable materials for an apparatus
(1) for packing material web rolls (2.1-2.n), comprising:
- a device (16) for registering/predefining the material web rolls (2.1-2.n) to be
packed or the material web rolls (2.1-2.n) to be packed per unit time,
- a device (17) for registering/predefining the parameters (PD) of the material web
rolls,
- a device (18) for registering/predefining variables (Pt) which at least indirectly
characterize the packaging material (VM) which is used,
- optionally, a device (19) for predefining a time period (Tsp),
- an evaluation and/or analysis device (20),
- in the preparation area, at least one device provided for registering the consumable
materials that are still present, which is coupled to the evaluation and/or analysis
device (20).
10. System according to Claim 9,
characterized in that
this comprises a display device (21) that can be coupled to the evaluation and/or
analysis device (20) .
11. System according to Claim 9 or 10,
characterized in that
packaging materials (V) and/or the end covers (S, SA, SI) are viewed as consumable materials (VMsp).
12. System according to one of Claims 9 to 11,
characterized in that
the device (16) for registering/predefining the material web rolls (2.1-2.n) to be
packed or the material web rolls to be packed in a predefined time period is formed
by a device (16) for registering/predefining the production output of a production
plant (12) upstream of the apparatus (1) for packing, in particular an open-loop/closed-loop
control device of a plant (12) upstream of the apparatus (1).
1. Procédé d'optimisation du mode de fonctionnement de dispositifs (1) pour l'emballage
à recouvrement ou bord à bord de rouleaux de bande de matériau (2.1-2.n), dans lequel
on enroule un matériau d'emballage sous la forme d'une bande de matériau d'emballage
orientée en direction périphérique en oblique ou perpendiculairement à l'axe longitudinal
des rouleaux de bande de matériau et dans lequel on prépare le matériau consommable
(VMsoll) nécessaire pour l'emballage dans une zone d'équipement (10) dans le dispositif (1)
et dans lequel on prépare l'équipement (10) d'au moins une partie du matériau consommable
(VMsoll) nécessaire pour l'emballage dans la zone d'équipement en fonction des rouleaux de
bande de matériau (2.1-2.n), en particulier du nombre (N2soll) et de paramètres (PD) des rouleaux de bande de matériau (2.1-2.n), caractérisé en ce que l'on prépare l'équipement du matériau consommable (VM) en fonction des rouleaux de
bande de matériau à emballer pendant un temps prédéfini d'au moins une durée de pause
normale, en particulier 8 heures, dans lequel on prépare l'équipement de tous les
matériaux consommables individuels (VM), au moins sous la forme de matériau d'emballage
(V) et de couvercles d'extrémité (S), simultanément et en tenant compte du matériau
consommable (VM) se trouvant encore dans une zone d'équipement (10).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prépare le matériau consommable (VMsoll) nécessaire pour l'emballage en fonction des propriétés (PE) du matériau consommable
(VMsoll) requis pour l'emballage.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que l'on prépare le matériau consommable (VMsoll) nécessaire pour l'emballage en fonction du volume de production (PA) par unité de
temps d'une installation (12) disposée en amont du dispositif (1), en particulier
une machine pour la fabrication de bandes de matière fibreuse ou une machine de refendage
en long (14).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que l'on prépare l'équipement du matériau consommable nécessaire (VM
soll) en fonction d'au moins une des grandeurs mentionnées ci-dessous:
- vitesse de la machine de l'installation de production disposée en amont
- durée du cycle du dispositif pour l'emballage de rouleaux de bande de matériau
- nombre des rouleaux de bande de matériau
- paramètres des rouleaux de bande de matériau (PD).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on prépare manuellement le matériau consommable nécessaire (VMsoll) .
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on prépare automatiquement au moins une partie du matériau consommable nécessaire
(VMsoll) .
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'on effectue la prévision d'équipement en considérant un facteur de sécurité (K).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que l'on prépare au moins les matériaux consommables suivants (VM
soll) :
a. des couvercles d'extrémité (S), en particulier des couvercles d'extrémité intérieurs
(SI), des couvercles d'extrémité extérieurs (SA)
b. des rouleaux de matériau d'emballage (V).
9. Système (15) de prévision d'équipement pour des matériaux consommables d'un dispositif
(1) pour l'emballage de rouleaux de bande de matériau (2.1-2.n), comprenant:
- un dispositif (16) pour la détermination/prévision des rouleaux de bande de matériau
à emballer (2.1-2.n) ou des rouleaux de bande de matériau (2.1-2.n) à emballer par
unité de temps,
- un dispositif (17) pour la détermination/prévision des paramètres (PD) des rouleaux
de bande de matériau,
- un dispositif (18) pour la détermination/prévision de grandeurs (PE) caractérisant
au moins de manière indirecte le matériau d'emballage utilisé (VM),
- en option un dispositif (19) pour la prévision d'une durée (Tsoll),
- un dispositif d'évaluation et/ou d'analyse (20),
- il est prévu dans la zone d'équipement au moins un dispositif pour la détermination
des matériaux consommables encore présents, qui est couplé au dispositif d'évaluation
et/ou d'analyse (20).
10. Système selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif d'affichage (21) qui peut être couplé au dispositif d'évaluation
et/ou d'analyse (20).
11. Système selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les matériaux d'emballage (V) et/ou les couvercles d'extrémité (S, SA, SI) sont considérés comme des matériaux consommables (VMsoll) .
12. Système selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif (16) pour la détermination/prévision des rouleaux de bande de matériau
à emballer (2.1-2.n) ou des rouleaux de bande de matériau à emballer en une durée
prédéfinie est formé par un dispositif (16) pour la détermination/prévision du volume
de production d'une installation de production (12) disposée en amont du dispositif
(1) pour l'emballage, en particulier d'un dispositif de commande/dispositif de régulation
d'une installation (12) disposée en amont du dispositif (1).