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(11) |
EP 2 151 389 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.05.2012 Patentblatt 2012/18 |
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Anmeldetag: 03.07.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum stirnseitigen Verpacken einer Materialbahnrolle
Method and device for frontal packaging a material web roll
Procédé et dispositif d'emballage du côté frontal de rouleaux de bandes de matériaux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.08.2008 DE 102008041017
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.02.2010 Patentblatt 2010/06 |
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Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Nelles, Josef
52224 Stolberg (DE)
- Stitz, Hermann Albert
51515 Kürten (DE)
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 2 004 245 US-A- 4 679 376
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US-A- 2 368 213
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum stirnseitigen Verpacken von an einer Rollenlagereinrichtung
geführten und eine Längsachse und zwei Stirnseiten aufweisenden Rollen, insbesondere
Materialbahnrollen durch Anlegen von Stirndeckeln.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum stirnseitigen Verpacken von Materialbahnrollen.
[0003] Unter dem Betriff "Rolle" wird allgemein eine Einheit aus einem mit einer Materialbahn
jeglicher Art umwickelten Wickelkern verstanden. Die Materialbahn kann hierbei als
Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton-, Tissue-, Kunststoff- oder andere Bahn
ausgebildet sein, die allesamt auf ähnliche Weise gehandhabt werden müssen. Die Erfindung
ist bei jeglicher Art einer Materialbahn entsprechend anwendbar. Beispielhaft wird
die Erfindung im Folgenden anhand einer zu verpackenden Materialbahnrolle in Form
einer Papierrolle beschrieben, wobei die Erfindung bevorzugt für derartige Materialbahnrollen
zur Anwendung gelangt, jedoch nicht darauf beschränkt sein soll.
[0004] Zur Handhabung von Materialbahnrollen, werden diese im Anschluss an den Herstellungsprozess
häufig in einer Rollenschneidmaschine auf die zur Weiterverwendung erforderliche Breite
geschnitten und zu Materialbahnrollen aufgewickelt. Vor dem Weitertransport zum Verbraucher
werden diese zum Schutz vor negativen Umgebungsbedingungen und Beschädigungen sowie
zur Anbringung von Kennzeichnungen in einer Packanlage mit Verpackungsmaterial verpackt.
Bei diesem Vorgang wird die jeweilige Materialbahnrolle mit einer Verpackungsmaterialbahn
in Umfangsrichtung umhüllt, wobei die Stirnseiten über ein separates Verpackungselement
in Form so genannter Stirndeckel geschützt werden. Dazu wird häufig eine Stirndeckeleinheit
aus einem Innen- und einem Außenstirndeckel an der jeweiligen Stirnseite vorgesehen.
Die Innenstirndeckel werden an die Stirnseiten angelegt. Nach der Umhüllung mit der
Verpackungsmaterialbahn in Umfangsrichtung, bei welcher ein an den Stirnseiten überstehender
faltbarer Rand belassen wird, wird der einzelne Innenstirndeckel in seiner Lage gegenüber
der Materialbahnrolle in axialer Richtung durch das Umklappen des faltbaren Randes
fixiert. An den umgeschlagenen und die jeweilige Stirnseite zum Teil überdeckenden
Faltrand sowie zusätzlich am Innenstirndeckel wird dann der Außenstirndeckel befestigt.
Über die Fixierung des Außenstirndeckels an den Falträndern und am Innenstirndeckel
wird die Lage des Innenstirndeckels ebenfalls fixiert. Der einzelne Außenstirndeckel
wird dazu an der mit dem Innenstirndeckel zu verbindenden Seite mit einem Adhäsionsmittel,
insbesondere Klebstoff oder einer unter Wärme schmelzflüssigen Beschichtung versehen
und an diesen, sowie den umgefalteten Faltrand angepresst. Die Taktzeit zum Verpacken
einer Materialbahnrolle bestimmt sich als Funktion der erforderlichen Zeitdauer zur
Anbringung der Umfangsumhüllung und Positionierung der Innenstirndeckel, wobei zur
Realisierung einer kontinuierlichen Betriebsweise in einer der nachfolgenden Arbeitsstationen
zur Anbringung der Außenstirndeckel vorzugsweise die gleiche Taktzeit wie für die
Umhüllung und Anbringung der Innenstirndeckel gewählt wird. Die Stirndeckel werden
dazu in Stirndeckelstapeln in Bereitstellungsbereichen vorgehalten, die innerhalb
des Wirkbereiches von Einrichtungen zur Entnahme und Positionierung der Stirndeckel
angeordnet sind, wie in
EP 0 610 759 A1 beispielhaft beschrieben. Dabei werden in den jeweiligen Bereitstellungsbereichen
vorzugsweise eine Mehrzahl von Stapeln mit Deckeln gleicher oder unterschiedlicher
Abmessungen vorgesehen, die ein einfaches und schnelles Nachrüsten ermöglichen und/oder
aber auch der Deckelvielfalt Rechnung tragen sollen. Die Entnahme erfolgt mittels
der entsprechenden Einrichtungen von dem jeweiligen Stirndeckelstapel, welcher die
geforderten Stirndeckelgrößen und Qualitäten enthält, wobei sichergestellt werden
muss, dass lediglich immer nur ein Stirndeckel entnommen wird. Ferner ist die Lage
eines einzelnen Stirndeckelstapels im Bereitstellungsbereich beliebig, so dass die
Einrichtung zur Entnahme und Handhabung der Stirndeckel, insbesondere der Manipulator
eine gewisse Zeitdauer benötigt, um innerhalb seines Wirkbereiches den gewünschten
Stirndeckel aufzufinden und hinsichtlich seiner Verschwenkbewegungen an diese Position
des Stirndeckelstapels und die aktuelle Stapelhöhe angepasst zu werden.
[0005] In einer anderen Ausführung gemäß
EP 0 327 866 A1 ist eine Stirndeckelspeicher- und Zuführeinrichtung vorgesehen, bei welcher in einer
Anlagestation den Stirnseiten einer Rolle durch je einen Anlegekopf ein Stirndeckel
zugeführt wird. Eine Transportvorrichtung platziert die Stirndeckel von den Speicherplätzen
zur Anlegestation. Diese weist dazu eine Transportvorrichtung auf und eine Ausrichtstation,
die die Stirndeckel in Bezug auf die Rollen hinsichtlich ihrer Lage zentriert. Die
in dieser Druckschrift beschriebene Lösung gestaltet sich hinsichtlich des Platzbedarfes
und der zu realisierenden Transporteinrichtung relativ aufwendig.
[0006] Die aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungen weisen ferner den Nachteil auf,
dass die maximale Anzahl der Deckelstapel durch die erforderlichen Zugriffsmöglichkeiten
der diese handhabenden Einrichtungen und durch die erforderliche Zugänglichkeit des
Bereitstellungsbereiches für Rüstvorgänge stark begrenzt ist. Dabei werden die Stirndeckel
von einem Stirndeckelstapel abgegriffen, vereinzelt und an die Materialbahnrolle angelegt.
Diese eigentlichen Totzeiten für den Verpackungsprozess bestimmen die Taktzeit zum
Verpacken einer Materialbahnrolle wesentlich mit.
[0007] Bei Störungen innerhalb dieser Prozesse kann es ferner zu Fehlern beim Anlegen der
Stirndeckel oder zum Verlust des Stirndeckels kommen. Betrifft dies einen Innenstirndeckel,
wird infolge dessen der Außenstirndeckel vollflächig direkt mit der Stirnseite der
Materialbahnrolle verklebt, was ein späteres Abwickeln ausschließt. Die gesamte Materialbahnrolle
ist als Ausschuss zu verwerfen. Ferner sind die bekannten Verpackungsarten sehr packmaterialintensiv,
weil der Betreiber entsprechender Anlagen eine Vielzahl unterschiedlicher Stirndeckelgrößen
und Qualitäten bevorraten muss. Die einzelnen Stirndeckel sind vom Hersteller in vorausschauender
Weise zu ordern und zu bevorraten, was sich in einem hohen organisatorischen Aufwand
niederschlägt, insbesondere um zeitnah die erforderlichen Größen und Qualitäten bereitstellen
zu können.
[0008] Daneben ist aus
US 2 368 213 A eine Vorrichtung bekannt, bei der die zu verpackenden Rollen während des Verpackungsprozesses
senkrecht zu ihrer Längsachse durch aneinander gereihte Einzelstationen verbracht
werden, in denen sie in Taktzeiten, schrittweise verpackt werden, wobei die letzte
Verpackungsstation geeignet ist, aus jeweils parallel zu den Stirnseiten der Rolle
ausgerichteten Packpapierbahnen Stirndeckel auszustanzen und mit der Rolle in jeweils
einer gradlinigen Hubbewegung der ebenfalls stirnseitig ausgerichteten Presselemente
zu verpressen. Eine solche Vorrichtung ist bei den vorgenannten Vorrichtungen nicht
nachrüstbar. Zudem besteht ein ausschlaggebender Nachteil darin, dass die Rolle von
Station zu Station angehoben und abgesetzt werden muss. Dies ist bei heute angestrebten
Taktzeiten mit einem extremen Energieaufwand und einer hohen Beschädigungsgefahr für
die Rolle verbunden. Schließlich ist der Betreiber einer solchen Anlage auf einen
sehr engen möglichen Verarbeitungsbereich von Rollenbreiten eingeschränkt, da immer
nur eine Rolle zwischen den beiden gegenüberliegenden Pressen verpackt werden kann.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum stirnseitigen Verpacken von Materialbahnrollen derart weiterzuentwickeln, dass
die Taktzeit zur Verpackung bei vertretbarem Energieaufwand und schonender Handhabung
der zu verpackenden Rollen erheblich verringert werden, indem Totzeiten, die für das
bisher übliche Greifen, Vereinzeln und Anbringen der Stirndeckel erforderlich sind,
vermieden werden.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 9 charakterisiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0011] Das Verfahren zum stirnseitigen Verpacken von an einer Rollenlagereinrichtung geführten
und eine Längsachse und zwei Stirnseiten aufweisenden Rollen, insbesondere Materialbahnrollen
durch Anlegen von Stirndeckeln ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass in
Abhängigkeit einer Anforderung von Stirndeckeln für eine zu verpackende Materialbahnrolle
die Stirndeckel in zumindest einem Trennbereich einer Einrichtung zum Heraustrennen
von Ronden in Form von Stirndeckeln aus einer flächig aufgespannten Packmaterialbahn
herausgetrennt werden und über einen an dieser definierten Entnahmebereich mittels
zumindest einer Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung der Stirndeckel entnommen
werden und an der Stirnseite der zu verpackenden Materialbahnrolle positioniert werden.
[0012] Unter "Wirkbereich" der Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung der Stirndeckel
wird die maximale räumliche Ausdehnung des Arbeitsbereiches, insbesondere der Schwenkradius
der Einrichtung verstanden, welcher durch die Funktionsstellungen "Entnahme" im Entnahmebereich
und "Positionierung" bei der Anlage der Stirndeckel charakterisiert ist.
[0013] Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch charakterisiert, dass die zur Verpackung
der Stirnseiten von Rollen, insbesondere Materialbahnrollen, vorgesehenen Ronden in
Form von Stirndeckeln nicht mehr in Stirndeckelstapeln im Wirkbereich der Einrichtung
zur Aufnahme und Positionierung an der Stirnseite angeordnet sind und auf Vorrat gehalten
werden, sondern aktuell in Abhängigkeit der Anforderungen an die tatsächlich zur verpackende
Rolle, insbesondere Materialbahnrolle, zeitnah bereitgestellt werden. Dadurch ist
es möglich, zum einen durch den direkten Abgriff des entsprechenden Stirndeckels die
Totzeiten im Auffinden des erforderlichen Stirndeckelstapels und bei der Kalibrierung
der Verschwenkbewegung der Einrichtung zu minimieren und gänzlich zu vermeiden. Bei
Ausführungen mit mehreren Stirndeckelstapeln im Bereitstellungsbereich waren diese
Totzeiten insbesondere durch die Zeitdauer zur Ansteuerung des erforderlichen Stirndeckelstapels,
der Anpassung der Bewegung der Einrichtung an die Position des Stirndeckelstapels
sowie die sich verändernde Höhe und das Abheben des jeweils oberen Stirndeckels unter
Vereinzelung dieses Stirndeckels vom restlichen Stirndeckelstapel charakterisiert.
[0014] Durch das direkte erst bei Anforderung erfolgende Heraustrennen eines Stirndeckels
mit geforderter Geometrie und/oder Dimensionierung ist es nicht mehr erforderlich,
eventuell passende Deckelstapel im Bereitstellungsbereich zu bevorraten und zu bewirtschaften,
da nunmehr die passenden Formate direkt aus der Packmaterialbahn entsprechend der
Anforderung herausgeschnitten und zeitnah bereitgestellt werden können.
[0015] Aufgrund der Entnahme aus einem vordefinierten Entnahmebereich, ist es ferner möglich,
die Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung einfacher zu gestalten, da der Entnahmebereich
ortsfest ausgeführt werden kann und damit für jede der zu verpackenden Materialbahnrollen,
unabhängig von deren Dimensionierung, welche die Größe der Stirndeckel bestimmt, identisch
ist. Die Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung kann damit wesentlich einfacher
und billiger ausgestaltet werden, da diese für alle zu verpackenden Materialbahnrollen
durch einen nahezu identischen Bewegungsablauf charakterisiert ist. Eine aus dem Stand
der Technik nach dem Wiederauffüllen von Stirndeckelstapeln erforderliche Kalibrierung
des Greifers einer derartigen Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln
kann entfallen. Aufgrund des Wegfalls der erforderlichen Bevorratung von Stirndeckelstapeln
ist lediglich eine entsprechende Einrichtung zum Heraustrennen von Stirndeckeln mit
den erforderlichen Parametern erforderlich. Der Platzbedarf innerhalb der Packanlage
kann insgesamt erheblich minimiert werden. Der Bereitstellungsprozess für das Packmaterial,
insbesondere die Stirndeckel kann vollständig in den Verpackungsprozess integriert
werden. Durch das direkte Herauslösen aus dem Packmaterial kann ferner ein Teil der
Wertschöpfung von der Herstellung der Stirndeckel in dem Verpackungsprozess der Rolle
selbst integriert werden, da der Packstoff als Bahnware erheblich günstiger eingekauft
werden kann, als fertig geschnittene, zugelieferte Stirndeckel.
[0016] Das Heraustrennen aus der Packmaterialbahn erfolgt in Abhängigkeit der Anforderung
an die zu bedeckende Stirnseite der zu verpackenden Rolle zeitnah, das heißt, es werden
keine Stirndeckel auf Vorrat produziert, sondern tatsächlich nur in Abhängigkeit von
den bevorstehenden Verpackungsvorgänge.
[0017] Der Entnahmebereich wird für alle Verpackungsvorgänge beibehalten, das heißt, ist
stationär beziehungsweise ortsfest, wodurch der Bewegungsablauf der Einrichtung zur
Aufnahme und Positionierung eines einzelnen Stirndeckels erheblich vereinfacht werden
kann und aufwendige Kalibriervorgänge entfallen können.
[0018] In vorteilhafter Weise erfährt der Stirndeckel zwischen Entnehmen und Positionieren
mindestens eine Änderung der Ausrichtung der mit der Rolle in Kontakt tretenden Fläche
und/oder der seine Schnittkante bildenden Fläche. Auf diese Weise wird das Verfahren
sehr flexibel, da ein Bearbeiten sehr unterschiedlicher Rollenabmessungen, insbesondere
Rollenbreiten auf einfache Weise möglich wird. Darüber hinaus ist ein solches Verfahren
in besonderem Maß unabhängig von der Transportrichtung der zu verpackenden Rolle.
Darüber hinaus stellt eine derartige Variante besonders geringe Anforderungen an das
Umfeld der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und kann so im Rahmen der Projektierung
einer Anlage einen erheblichen Teil zur Kostenoptimierung beitragen.
[0019] Der Entnahmebereich kann gemäß einer vorteilhaften Ausführung vorzugsweise direkt
mit dem Trennbereich zusammenfallen. Dies bedingt, dass der Trennvorgang hinsichtlich
seines zeitlichen Ablaufes an die Abläufe in der Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen
abgestimmt werden muss, insbesondere ein Heraustrennen immer erst nach dem Abgreifen
der herausgetrennten Stirndeckel und damit der Entfernung aus dem Trennbereich erfolgen
kann. In diesem Fall sind die Taktzeiten der Vorrichtung zum Verpacken einer Materialbahnrolle
durch die Zeitdauer des Transportierens der Materialbahnrolle in den Umhüllungsbereich,
die Entnahme und Positionierung von aus einer endlosen Packmaterialbahn herausgetrennten
Stirndeckeln und Anlage an den Stirnseiten der Materialbahnrolle, Umhüllung der Materialbahnrolle
mit der Umfangsverpackung, Umschlagen der Faltränder und Abtransport der verpackten
Materialbahnrolle aus dem Umhüllungsbereich charakterisiert. Die Taktzeit der Trenneinrichtung
ist im Wesentlichen durch das Heraustrennen der oder des Stirndeckels aus einem abgewickelten
Packmaterialbahnbereich, die Entnahme der herausgetrennten Stirndeckel aus der Entnahmeposition
und Vorschubbewegung der beschnittenen Packmaterialbahn gegenüber der Trenneinrichtung
zur Neubereitstellung eines flächigen Bereiches in Form eines noch unbehandelten Packmaterialbahnbereiches
charakterisiert. Die Takte der beiden Vorrichtungen werden dabei zeitlich zueinander
versetzt derart eingestellt, dass diese zumindest um den Zeitbereich zueinander verschoben
werden, der den Transport der Materialbahnrolle in den Umhüllungsbereich und die Entnahme
der Stirndeckel aus dem Entnahmebereich umfasst.
[0020] In einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung kann eine Trenneinrichtung zum
gleichzeitigen oder aber zeitlich aufeinander folgenden Heraustrennen der Stirndeckel
einer Materialbahnrolle, das heißt jeweils Innenstirndeckel oder Außenstirndeckel,
eingesetzt werden, oder aber, die Trenneinrichtung kann mehreren unterschiedlichen
Packanlagen gleichzeitig zugeordnet sein.
[0021] Wird in einer weiteren Ausführung zusätzlich noch ein Puffer eingebracht, erfolgt
die Entnahme der herausgetrennten Rollen bzw. Stirndeckeln vorzugsweise nicht direkt
im Trennbereich, sondern die herausgetrennten Stirndeckel werden mittels einer Transporteinrichtung
in den Entnahmebereich transportiert, aus welchem diese dann abgegriffen werden. Diese
Lösung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn hinsichtlich der Anordnung der Trenneinrichtung
Probleme bestehen, diese unmittelbar im Bereich der Einrichtung zur Entnahme und Positionierung
von Stirndeckeln anzuordnen, sowie ferner die entsprechenden Umrüstzeiten für Packpapier
an der Einrichtung zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln mit einzukalkulieren.
[0022] Bezüglich der Entnahme ergeben sich damit grundsätzlich die Möglichkeit einer Entnahme
direkt unmittelbar nach dem Trennvorgang oder aber zeitlich versetzt nach dem Transport
aus dem Entnahmebereich.
[0023] Das Heraustrennen von Stirndeckeln aus Packmaterialbahnen kann gemäß einer bevorzugten
Ausführung zeitgleich mit dem Bearbeitungstakt für die jeweilige Materialbahnrolle
erfolgen, das heißt, unmittelbar zeitnah mit dem Transport der Materialbahnrolle in
den Umhüllungsbereich oder dem Beginn des Umhüllungsvorganges eingeleitet werden.
Gemäß einer weiteren Ausführung kann der Trennvorgang jedoch auch diesen Prozessen
vorgelagert, das heißt vorausschauend für eine vordefinierte Anzahl in Kürze zu verpackender
Materialbahnrollen erfolgen. Dementsprechend ist dann der Entnahmebereich in räumlicher
Entfernung vom Trennbereich anzuordnen, wobei die zwischen Trennbereich und Entnahmebereich
vorgesehene Strecke als Transportstrecke fungiert. Diese Länge dieser ist eine Funktion
der erforderlichen Anzahl und Dimensionierung der Stirndeckel für eine vordefinierte
Anzahl zu verpackender und nacheinander demnächst in den Enthüllungsbereich einbringbare
Materialbahnrollen.
[0024] Zum Heraustrennen von Stirndeckeln aus einer Packmaterialbahn wird diese in einer
Einrichtung abgewickelt, wobei das Heraustrennen aus dem abgewickelten Bereich erfolgt
und anschließend das ausgeschnittene Packmaterial wieder aufgerollt. Die aufgewickelte
Restbahn kann nach einem Zerkleinern erneut dem Papierherstellungsprozess zugeführt
werden. Das Auf- und Abwickeln erfolgt dabei an entsprechenden Verpackungsbahnrollen
beziehungsweise Packpapierbobinen. Diese können vertikal oder horizontal angeordnet
sein. Vorzugsweise erfolgt der Abzug derart, dass der abgewickelte Packmaterialbahnbereich
der Trenneinrichtung in einem horizontalen Führungsbereich ausgesetzt wird, sodass
der oder die herausgetrennten Stirndeckel in dieser Position verbleiben und damit
fest vordefiniert sind. Dies erleichtert das Handling der Einrichtung zur Positionierung
der Stirndeckel erheblich, da der Greifer immer in die gleiche Position im Entnahmebereich
herangefahren werden muss und der Stirndeckel in Schwerkraftrichtung durch die Führung
positioniert ist.
[0025] Als Trennverfahren werden berührende oder berührungslose Verfahren eingesetzt. Im
erstgenannten Fall erfolgt das Heraustrennen durch Einwirkung einer Schneide, die
rotierbar oder aber verschiebbar derart gelagert und angeordnet ist, dass ein Heraustrennen
eines kreisförmigen Gebildes aus der Packmaterialbahn möglich ist. Alternativ sind
Trennverfahren möglich, bei denen die Anordnung der Trenneinrichtung selbst in räumlicher
Entfernung zur Führung der Packmaterialbahn angeordnet ist und diese über Schneidmedien,
beispielsweise Wasserstrahlen oder Laser, einen Trennvorgang ermöglichen. Derartige
Trenneinrichtungen sind einfach durch Aktivierung und Deaktivierung zuschaltbar oder
entkoppelbar.
[0026] Zwischen Trenneinrichtung und Packmaterialbahn erfolgt eine Relativbewegung, die
vorzugsweise lediglich von der Trenneinrichtung ausgeführt wird. Die Packmaterialbahn
ist während des Trennvorganges vorzugsweise in Ruhe. Denkbar ist jedoch auch eine
überlagerte Bewegung beider, was jedoch den Steueraufwand erhöht.
[0027] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird pro Trennvorgang nicht nur ein
Stirndeckel aus der Packmaterialbahn herausgelöst, sondern vorzugsweise eine Mehrzahl,
wenigstens jedoch zwei Stirndeckel. Dabei kann das Heraustrennen von zumindest zwei
Stirndeckeln entweder in einem Trennvorgang zeitgleich, in zwei Trennvorgängen zeitgleich
oder aber zeitlich zueinander versetzt erfolgen. Die erstgenannte Möglichkeit bietet
den Vorteil einer besonders kurzen Taktzeit innerhalb der Trenneinrichtung. Dies wird
vorzugsweise durch die Führung von Packmaterialbahnen übereinander realisiert, wobei
die Trenneinrichtung der je nach Anordnung oberen oder vorderen Packmaterialbahn zugeordnet
ist. Der Aufwand zur Ansteuerung der Trenneinrichtung kann erheblich minimiert werden,
insbesondere da die Trennvorgänge für die erforderlichen Stirndeckel einer Materialbahnrolle
zeitlich und funktional zusammengefasst sind. Im zweiten Fall erfolgt der Trennvorgang
über separat ansteuerbare, jedoch hinsichtlich der zu erzielenden Funktion gekoppelte
Trenneinrichtungen. Demgegenüber ist der dritte Fall durch autark steuerbare Einrichtungen
charakterisiert.
[0028] Bei zeitlichem Versatz des Heraustrennens von den beiden Stirnseiten einer Materialbahnrolle
zugeordneten Stirndeckeln aus der Packmaterialbahn ist dieser in der Taktzeit der
Trenneinrichtung insgesamt mit zu berücksichtigen. Diese Art ist zwar durch die Vereinfachung
der Ansteuerung der Trenneinrichtung charakterisiert, jedoch nur für Ausführungen
geeignet, bei denen die Taktzeit für das Heraustrennen der jeweils beiden einer Materialbahnrolle
zuordnungsbaren Stirndeckel einer Stirndeckelart - Innenstirndeckel oder Außenstirndeckel
- nicht die Gesamtpackdauer des jeweiligen Verpackungstaktes überschreiten darf.
[0029] Werden gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung die beiden einer Materialbahnrolle
jeweils zuordnungsbaren Stirndeckel in einem Trennvorgang hergestellt, werden vorzugsweise
Mittel zur Unterstützung der Vereinzelung der beiden übereinander angeordneten Stirndeckel
im Trennbereich eingesetzt, um Deckelverluste oder Fehlentnahmen zu vermeiden. Im
einfachsten Fall wird dazu ein Unterdruck an den im Entnahmebereich unteren beziehungsweise
hinteren Deckel angelegt, wobei die Größe des Unterdruckes derart gewählt ist, dass
dieser nicht zwischen den übereinanderliegenden Stirndeckeln vorliegt.
[0030] Die erfindungsgemäße Lösung ist sowohl für die Verpackung von Materialbahnrollen
in kontinuierlicher Betriebsweise als auch diskontinuierlicher Betriebsweise einsetzbar.
Dabei ist es zur Umsetzung des erfinderischen Gedankens unerheblich, ob die zu verpackende
Materialbahn, während des Verpackungsprozesses, in Richtung ihrer Längsachse oder
senkrecht dazu transportiert wird. Die Abstimmung und Verschiebung der Taktanfänge
der einzelnen Prozesse, insbesondere der Verpackung der Materialbahnrolle und des
eigentlichen Trennvorganges zur Bereitstellung der erforderlichen Stirndeckel, erfolgt
dabei in Abhängigkeit der zeitlichen Vornahme der Anlage der Stirndeckel an die Stirnseiten
der Materialbahnrolle innerhalb des die Verpackung charakterisierenden Taktes.
[0031] Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen ist dadurch
charakterisiert, dass im Wirkbereich der Einrichtung zur Entnahme und Anlage der Stirndeckel
an die Materialbahnrolle der Entnahmebereich an einer ortsfesten Trenneinrichtung
angeordnet ist. Dadurch bildet der Entnahmebereich für die Stirndeckel als stationärer
Bereich einen Bereich, der für alle Verpackungsvorgänge unverändert ist, und damit
die Ausgestaltung und Funktionalität der Einrichtung zur Entnahme und Positionierung
erheblich vereinfacht.
[0032] In einer vorteilhaften Ausführung weist die Vorrichtung zumindest eine Einrichtung
zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln auf, die geeignet ist, wenigstens
eine, insbesondere mit anderen Bewegungsabläufen kombinierbare und/oder überlagerbare,
Schwenkbewegung auf die, an einer Stirnseite einer einzelnen Materialbahnrolle zu
positionierenden, Stirndeckel zu übertragen. Eine solche Vorrichtung ist besonders
gut an bestehenden Rollen-Verpackungsvorrichtungen nachrüstbar, und zeichnet sich
durch eine hervorragende Flexibilität hinsichtlich der zu verpackenden Rollendimensionierungen
aus. Darüberhinaus ist eine solche Ausführungsform einfach an gegebene Platzverhältnisse
anzupassen. Ferner ermöglicht eine solche Ausführungsform besonders einfach auch die
Verpackung von, in Richtung ihrer Längsachse, transportierten Materialbahnrollen.
[0033] Die Einrichtung zum Heraustrennen von Rollen, insbesondere Stirndeckeln, aus Packpapier
ist dadurch charakterisiert, dass diese mit einem Entnahmebereich gekoppelt ist, wobei
gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung der Entnahmebereich mit dem Trennbereich
zusammenfällt. In diesem Fall erfolgt die Entnahme unmittelbar aus dem Trennbereich,
der aufgrund der stationären Anordnung der Einrichtung ortsfest vorgegeben ist. Demgegenüber
ist es ferner denkbar, den Entnahmebereich getrennt vom eigentlichen Trennbereich
anzuordnen, wobei Entnahmebereich und Trennbereich über eine Transporteinrichtung
miteinander gekoppelt sind. Die Transporteinrichtung kann dabei als Puffer für die
Bereitstellung von Stirndeckeln in vorausschauender Weise genutzt werden, wobei in
diesem Fall die erforderliche Nachrüstung mit Packmaterialbahnen ohne eine Unterbrechung
des eigentlichen Verpackungsprozesses mit einkalkuliert werden kann.
[0034] Im Einzelnen ist zumindest eine Einrichtung zum Heraustrennen von Stirndeckeln einer
entsprechenden Funktionseinheit, insbesondere einem Verpackungsbereich; beispielsweise
der Erstellung der Umfangsverpackung in einer Packanlage zugeordnet. Gemäß einer besonders
vorteilhaften Ausführung kann dabei zur Verringerung des steuerungstechnischen Aufwandes
das Heraustrennen der einzelnen Stirndeckel zeitgleich oder zeitlich zueinander versetzt
an ein und derselben Trenneinrichtung erfolgen, die dann nur noch von lediglich einer
Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln angesteuert wird.
[0035] In einer ersten Ausführung, in welcher die beiden Stirndeckel für eine Materialbahnrolle
an einer Trenneinrichtung bereitgestellt werden, können je nach zeitlicher Abfolge
der Trennvorgänge eine einzige Trenneinrichtung mit Führung einer Mehrzahl von Packmaterialbahnen
übereinander, zwei oder mehrere nebeneinander oder hintereinander angeordnet Trenneinrichtungen,
die vorzugsweise zwangsgekoppelt miteinander gesteuert sind oder eine Trenneinrichtung
für das Heraustrennen beider Stirndeckel genutzt, wobei die Packmaterialbahn gegenüber
der Trenneinrichtung nach dem ersten Heraustrennen bewegt wird.
[0036] Die erfindungsgemäße Lösung ist sowohl für das Heraustrennen von Ronden in Form von
Innen- als auch Außenstirndeckeln einsetzbar. Die konkrete Ausführung hängt dabei
von dem konkreten Zeitablauf beim Umhüllungsvorgang sowie der Anzahl der Trenneinrichtungen
ab.
[0037] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist zur Um- oder Nachrüstung einer Vielzahl bestehender
Rollen-Verpackungsvorrichtungen geeignet. Auf diese Weise lassen sich Produktivität
und Kosteneffizienz bereits in Betrieb befindlicher Rollen-Verpackungsvorrichtungen
einfach und preisgünstig steigern.
[0038] Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin
ist im Einzelnen Folgendes dargestellt:
- Figur 1a
- verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung anhand einer Ansicht von oben
eine mögliche Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen;
- Figur 1b
- verdeutlicht anhand eines Ausschnittes aus einer Vorrichtung zum Verpacken von Materialbahnrollen
in einer Perspektivansicht die Anordnung und Funktionsweise einer Einrichtung zum
Heraustrennen von Stirndeckeln;
- Figuren 2a bis 2c
- verdeutlichen mögliche Ausführungen von Einrichtungen zum Heraustrennen von Stirndeckeln,
insbesondere der Packmaterialbahnführung;
- Figur 3
- verdeutlicht anhand einer perspektivischen Ansicht eine Einrichtung zum Heraustrennen
von Stirndeckeln mit zwei unabhängigen Trennbereichen;
- Figur 4
- verdeutlicht mögliche Anordnungen des Entnahmebereichs gegenüber dem Trennbereich;
- Figuren 5a und 5b
- verdeutlichen mögliche Anordnungen der Trenneinrichtungen;
- Figur 6
- verdeutlicht anhand eines Signalflussbildes die Ansteuerung der Einrichtung zum Heraustrennen
von Stirndeckeln.
[0039] Die Figur 1 verdeutlicht beispielhaft anhand einer Ausführung einer Packanlage 30
eine Ausführung einer Vorrichtung 1 zum Verpacken von Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n.
Die Vorrichtung 1 umfasst zumindest eine Umhüllungsstation 4, in welcher die einzelnen
Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n mit Verpackungsmaterial in der gewünschten Art und
Weise umhüllt werden sowie ferner Einrichtungen 5, vorzugsweise zumindest eine derartige
Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln 6 an den einander gegenüberliegenden
Stirnseiten 11.1, 11.2 der einzelnen Materialbahnrolle 2.1 bis 2.n. Beispielhaft finden
in der Figur 1 zwei derartige Einrichtungen 5.1 und 5.2 Verwendung, insbesondere um
eine Stirndeckeleinheit aus einem Außenstirndeckel 6A und einem Innenstirndeckel 6I
pro Stirnseite 11.1, 11.2 erstellen zu können. Bei diesen Einrichtungen 5.1, 5.2 handelt
es sich in der Regel um Manipulatoreinrichtungen in Form von Industrierobotern, die
automatisiert betrieben werden. Die Einrichtung 5.2 kann auch eine Packpresse umfassen.
Die Vorrichtung 1 umfasst ferner eine Rollenlagereinrichtung 3, welche zumindest eine
Transporteinrichtung zum Transport der einzelnen Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n zur
Umhüllungsstation 4 und/oder von dieser wieder weg aufweist. Die zu umhüllenden Materialbahnrollen
2.1 bis 2.n werden dabei aus einer der Packanlage 30 vorgeordneten Anlage 7, insbesondere
in Form einer Rollenschneidmaschine oder einer Maschine zur Herstellung von Materialbahnen,
insbesondere von Papier-, Karton-, oder Tissuebahnen zur Packanlage 30 transportiert.
Die Bereitstellung der zu verpackenden Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n kann alternativ
auch aus einem Materialbahnrollenmagazin erfolgen, in welchem die in der Anlage 7
gefertigten Materialbahnrollen nach der Herstellung zwischengespeichert werden. Während
gemäß den Ausführungen aus dem Stand der Technik die zu positionierenden Stirndeckel,
insbesondere bei einer Ausführung gemäß der Figur 1 a über die Einrichtung 5.1 die
an der Materialbahnrolle 2.2 in der Umhüllungsstation 4 anzubringenden Innenstirndeckel
6.1I. 6.2I üblicherweise in Stimdeckeistapeln bereitgestellt werden, ist erfindungsgemäß
zumindest eine Einrichtung, hier eine Einrichtung 8 zum Heraustrennen von Ronden,
insbesondere Stirndeckeln 6 in Form von Innenstirndeckeln 6I aus einer Packmaterialbahn
14 vorgesehen eine Einrichtung 9 zum Heraustrennen von Ronden, insbesondere Stirndeckeln
6 in Form von Außenstirndeckeln 6A aus einer Verpackungsmaterialbahn 15 vorgesehen.
Die Einrichtungen 8, 9 werden hier auch als automatisierte Trenneinrichtungen bezeichnet,
da mittels diesen ein Heraustrennen der geforderten Stirndeckel 6 aus einer Packmaterialbahn
14, 15 erfolgt. Aus dieser werden zeitnah die erforderlichen Stirndeckel 6I, 6A in
der gewünschten Größe zur Entnahme durch die Einrichtung 5, insbesondere 5.1 zur Aufnahme
und Positionierung von Innenstirndeckeln 6I und 5.2 zur Aufnahme und Positionierung
von Außenstirndeckeln 6A, entnommen. Die Einrichtung 8 ist hier speziell für die Bereitstellung
der Innenstirndeckel 6.1I und 6.2I vorgesehen. Gemäß der dargestellten Ausführung
können dabei die beiden an den Stirnseiten 11.1 und 11.2 einer Materialbahnrolle 2.2
anzuordnenden Innenstirndeckel 6.1I und 6.2I in einem Trennvorgang durch Überlagerung
von wenigstens zwei Verpackungsmaterialbahnen 14.1, 14.2, aus welchen die Stirndeckel
6.1I. 6.21 für beide Stirnseiten 11.1, 11.2 dann in einem Verfahrensschritt herausgetrennt
werden oder aber nacheinander aus nur einer Verpackungsmaterialbahn 14 herausgetrennt
werden. Dementsprechend erfolgt die Entnahme der jeweiligen Innenstirndeckel 6.1I
und 6.2I in der Ausführung gemäß Figur 1a nacheinander. Denkbar ist jedoch auch, hier
jedoch nicht dargestellt, die Anordnung einer weiteren Einrichtung, welche gleichzeitig
mit der Einrichtung 5.1 die Stirndeckel 6.1I, 6.2I an den einander gegenüberliegenden
Stirnseiten 11.1, 11.2 zum Anliegen bringt. In Analogie gelten diese Ausführungen
auch für die Außenstirndeckel 6A, insbesondere 6.1A und 6.2A. Auch hier ist eine Einrichtung
9 zum Heraustrennen von Ronden, insbesondere Stirndeckeln 6.1A, 6.2A aus einer Verpackungsmaterialbahn
15 vorgesehen. Die Ansteuerung der beiden Einrichtungen 8 und 9 erfolgt vorzugsweise
über eine gemeinsame genutzte Steuerung/Regelung 10. Die Steuerung/Regelung 10 ist
dabei derart ausgebildet und angeordnet, geeignet zu sein, beide Einrichtungen 8 und
9 zum Heraustrennen von Stirndeckeln 6A, 6I in der dem Erfordernis nach Bereitstellung
von Stirndeckel 6A, 6I entsprechenden Art und Weise anzusteuern. Auf die konkrete
Ausführung und Funktionsweise wird im Folgenden noch separat eingegangen.
[0040] Bezüglich der Ausgestaltung der einzelnen Einrichtungen 8 beziehungsweise 9 zum Heraustrennen
von Stirndeckeln besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten. Eine Ausführung einer Einrichtung
8 ist beispielhaft in der Figur 1b anhand eines Ausschnittes aus der Packanlage 30,
insbesondere der Vorrichtung 1 zum Verpacken von Materialbahnrollen 2.1 bis 2.n, wiedergegeben.
Erkennbar sind hier beispielhaft die Materialbahnrolle 2.n und die der Vorrichtung
1 zuzuführende Materialbahnrolle 2.n+1, ferner die Einrichtung 5 zur Aufnahme und
Positionierung von Stirndeckeln 6, hier 6.1I, 6.2I an der Materialbahnrolle 2.n, insbesondere
den Stirnseiten 11.1 und 11.2. Die Transportrichtung der Materialbahnrollen 2.n ist
mit P1 bezeichnet. Die Einrichtung 8 zum Heraustrennen von Stirndeckeln 6I ist hier
derart ausgebildet, dass diese eine Einrichtung 12 zum Abwickeln der Packmaterialbahn
14 und eine Einrichtung 13 zum Aufwickeln der beschnittenen Restpackmaterialbahn 14
umfasst, wobei das Ab- und Aufwickeln unter Aufspannung eines flächigen Bereiches
31 erfolgt, in welchem der geforderte Stirndeckel 6.1I, 6.2I in einem Trennvorgang
aus dem Packmaterial 14 herausgearbeitet wird. Der flächige Bereich 31 wird durch
die parallel zueinander beabstandet angeordneten Packmaterialbobinen 32, 33 der Einrichtungen
12 und 13 realisiert, wobei die Abwicklung von der Packmaterialbobine 32 der Einrichtung
12 erfolgt und die Aufwicklung der beschnittenen Packmaterialbereiche an der Abfallbobine
33 der Einrichtung 13. Jede der Packmaterialbobinen 32, 33 umfasst dazu einen Wickelkern,
auf welchen die jeweilige abzuwickelnde Packmaterialbahn 14 beziehungsweise beschnittene
und wieder aufzuwickelnde Packmaterialbahn 14 gewickelt ist. Der jeweilige Wickelkern
der einzelnen Bobinen 32, 33 ist hier nicht dargestellt. Bei diesem kann es sich um
ein hohlzylindrisches Element handeln, das sich zumindest teilweise oder aber auch
vollständig durch die Packmaterialbobinen 32, 33 erstreckt, wobei der Wickelkern in
einer bevorzugten Ausführungsform angetrieben sein kann, wie hier beispielsweise anhand
M an der Abfallbobine 33 gezeigt.
[0041] Gemäß einer ersten Ausführung ist dabei wenigstens die zum Aufwickeln der beschnittenen
Packmaterialbahn 14 vorgesehene Abfallbobine 33 angetrieben, während die Packmaterialbobine
32 lediglich drehbar gelagert ist und durch den durch den Antrieb der Abfallbobine
33 gebildeten Zug auf die Packmaterialbahn 14 angetrieben wird. Denkbar ist jedoch
auch ein Antrieb beider. Die abgewickelte Packmaterialbahn 14 wird durch die beabstandete
Anordnung der einzelnen Einrichtungen 12, 13 und eine Spann- und Führungseinrichtung
34 derart flächig aufgespannt, dass diese einer Trenneinrichtung 29 aussetzbar ist.
Der Antrieb zum Ab- beziehungsweise Aufwickeln wird dann in der Regel abgeschaltet
oder abgebremst, so dass die einzelnen Packmaterialbereiche nacheinander, insbesondere
schrittweise der Trenneinrichtung 29 zugeordnet sind, wobei der erforderliche Stirndeckel
6, hier beispielhaft 6.2I über die Trenneinrichtung 29 aus dem abgewickelten und flächig
aufgespannten Packmaterialbahnbereich 31 herausgetrennt wird. Dieser Stirndeckel 6
wird dann über die Einrichtung 5 entnommen. Die Entnahme erfolgt in einem so genannten
Entnahmebereich 16, der hier dem Trennbereich 17 an der Einrichtung 8 entspricht.
Zur gewünschten Bereitstellung beider Innenstirndeckel 6.1I und 6.2I erfolgt das Heraustrennen
bei der in Figur 1b dargestellten Ausführung nacheinander. Erkennbar ist hier der
Innenstirndeckel 6.1I, welcher bereits von der Einrichtung 5 aus dem Entnahmebereich
16, welcher hier beispielhaft von einer horizontalen Fläche gebildet wird, über die
die Packmaterialbahn 14 geführt ist, entnommen wurde. Ferner erkennbar ist der zweite
Innenstirndeckel 6.2I, der gerade aus dem Packmaterial 14 herausgetrennt wird. Vom
bereits herausgetrennten Innenstirndeckel 6.1I erkennt man noch die nach dem Trennvorgang
vorliegende Lochung 18 im Packmaterial nach dem Vorschub aus dem Trennbereich 17 der
Einrichtung 8. Die Restbahn wird an der Abfallbobine 33 wieder aufgewickelt. Im dargestellten
Fall erfolgt die Führung der Packmaterialbahn 14 durch Abwickeln in vertikaler Richtung,
vorzugsweise mit Umlenkung über einen horizontalen Bereich 19 der Spann- und Führungseinrichtung
34, und weiter durch Aufwicklung in einem vertikalen Bereich. Der Entnahmebereich
16 wird hier direkt vom Trennbereich 17 gebildet, wobei der herausgetrennte Stirndeckel
6I dann in diesem Bereich aufgrund der horizontalen Ausrichtung frei von Lageänderungen
liegen bleibt und somit eine feste Lage des Entnahmebereiches 16, insbesondere eine
definierte Entnahmeposition 20 ermöglicht, die von der Einrichtung 5 in einfacher
Art und Weise wiederholt angesteuert werden kann und auch erreicht wird, wobei die
Entnahmeposition 20 für alle mit der Einrichtung 8 herauszutrennenden Stirndeckel
6, unabhängig von der Dimensionierung und/oder geometrischen Ausführung immer aufgrund
der ortsfesten Ausrichtung und stationären Anordnung der Einrichtung 8 zum Heraustrennen
von Stirndeckeln 6 konstant bleibt. Diese kann durch Koordinaten in einem an die Vorrichtung
1 angelegten Koordinatensystem genau bestimmt werden. Dabei erfolgt die Ausrichtung
für alle Stirndeckel 6 unterschiedlicher Dimensionierung an der Symmetrie- beziehungsweise
Mittenachse M6 der Stirndeckel 6.
[0042] Die Ansteuerung erfolgt auch hier über die Steuerung/Regelung 10, insbesondere Steuerung/Regelung
des Antriebes der Packmaterialbobine 32 und ferner der Trenneinrichtung 29, wobei
hier das Heraustrennen der beiden Stirndeckel 6.1I und 6.2I für die einzelnen Stirnseiten
11.1 und 11.2 einer Materialbahnrolle 2 nacheinander aus dem gleichen Verpackungsmaterial
durch die zwischen den einzelnen Trennvorgängen erfolgende Vorschubbewegung der Packmaterialbahn
14 in Vorschubrichtung P2 von der Packmaterialbobine 32 zur Abfallbobine 33 erfolgt.
[0043] Die Figur 1b verdeutlicht beispielhaft eine Ausführung einer Einrichtung 8 mit Eignung
zum Heraustrennen von Stirndeckeln 6 nacheinander aus dem Verpackungsmaterial, insbesondere
der Packmaterialbahn 14 in zwei aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten, die durch
den gleichen Entnahmebereich 16 und den gleichen Trennbereich 17 für die einzelnen
Stirndeckel 6.1I, 6.1A charakterisiert sind, wobei zwischen den beiden Trennvorgängen
zur Erzeugung der beiden Stirndeckel 6.1I, 6.1A für eine Materialbahnrolle 2.n die
Packmaterialbahn 14 weiter transportiert wird, insbesondere um mindestens einen Transportweg,
der größer als die maximale Erstreckung eines einzelnen Stirndeckels 6.1I, 6.1A beim
Heraustrennen aus der Packmaterialbahn 14 in Transportrichtung der Packmaterialbahn
14 ist. Dadurch wird eine optimale Ausnutzung der Packmaterialbahn 14 ermöglicht.
Aufgewickelt wird dann der durch die Lochung 18 verbleibende Überschuss. Dieser kann
erneut dem Verfahren zur Papierherstellung zugeführt werden. Die Steuerung/Regelung
10 verarbeitet die Eingangsgrößen XE, welche die Anforderung der Stirndeckel 6.1I,
6.2I für die konkrete zu umwickelnde Materialbahnrolle 2.n beschreiben. Die Parameter
beinhalten eine Information über die erforderliche Soll-Geometrie und/oder Soll-Dimensionierung
des einzelnen Stirndeckels 6.1I, 6.2I. In Abhängigkeit dieser wird zumindest der Vorschub
der Packmaterialbahn 14 gesteuert, indem die Stellgrößen Y32, Y33 zur Ansteuerung
der Abwickel- und Abfallbobine 32, 33 gebildet werden. Ferner wird die Trenneinrichtung
29 durch Y29 angesteuert. Die Eingangsgrößen XE beinhalten ferner vorzugsweise zur
zeitgenauen Abstimmung der einzelnen Prozesse beim Verpacken einer Materialbahnrolle
2.n auch die Soll-Information für die zeitliche Abfolge dieser Vorgänge, insbesondere
Vorschub der Packmaterialbahn 14 und Betätigung/Aktivierung der Trenneinrichtung 29.
[0044] Gegenüber der in der Figur 1b dargestellten Ausführung verdeutlicht die Figur 2a
eine besonders vorteilhafte Ausführung zur gleichzeitigen Herstellung eines Stirndeckelpaares
gleicher Geometrie und Dimensionierung, insbesondere der beiden Stirndeckel 6.1I,
6.2I beziehungsweise 6.1 A, 6.2A für beide Stirnseiten einer Materialbahnrolle 2.
Dazu werden zwei Packmaterialbahnen 14.1, 14,2 einander zumindest teilweise überlappend,
insbesondere übereinander geführt, so dass die flächigen Bereiche 31.1, 31.2 einander
überlappen und mit der gleichen Trenneinrichtung 29 in einem Verfahrensschritt aus
den beiden Packmaterialbahnen 14.1 und 14.2 die erforderlichen beiden Stirndeckel,
hier beispielhaft 6.1I, 6.2I für beide Stirnseiten 11.1, 11.2 bereitgestellt werden
können. Dies wird dadurch realisiert, dass vorzugsweise die einzelnen Packmaterialbahnen
14.1, 14.2 entweder wie in der Figur 2a dargestellt in einem Winkel zueinander, vorzugsweise
senkrecht zueinander an der Führungs- und Spanneinrichtung 34 geführt werden. In einer
Weiterentwicklung ist es jedoch auch denkbar, wie in Figur 2b dargestellt, die Packmaterialbahnen
14.1, 14.2 direkt in der gleichen Richtung übereinander parallel zu führen, wobei
dann die jeweiligen Packmaterialbobinen 32.1, 32.2 beziehungsweise 33.1, 33.2 zueinander,
insbesondere in vertikaler Richtung zueinander versetzt anzuordnen wären.
[0045] In der Figur 2a werden die einzelnen Bobinen für die Packmaterialbahn 14.1 mit 32.1
und für die Abfallbobine mit 33.1 sowie für die Packmaterialbahn 14.2 mit 32.2 und
33.2 bezeichnet. In Analogie gilt diese Bezeichnung auch für die in der Figur 2b übereinander
parallel zueinander und in gleicher Richtung geführten Packmaterialbahnen 14.1 und
14.2.
[0046] Die Figuren 2a und 2b sind ferner durch identische Trennbereiche 16.1, 16.2 und Entnahmebereiche
17.1, 17.2 charakterisiert. Damit bei der Entnahme eines einzelnen Stirndeckels 6.1I
und 6.2I kein Anhaften dieser aneinander mit versehentlicher Mitnahme unter eventuellem
Verlust des in der Einrichtung 8 erzeugten unteren Deckels 6.2I erfolgt, ist vorzugsweise
eine Einrichtung 22 zur Vereinzelung der bei überlappender Anordnung der Packmaterialbahnen
14.1, 14.2 erzeugten übereinander liegenden Stirndeckel 6.1I, 6.2I vorgesehen. Diese
bewirkt durch Anlegen eines Unterdruckes auf den zumindest unteren Deckel 6.2I, dass
dieser bei Entnahme von 6.1I unverändert in seiner Position im Entnahmebereich verharrt.
[0047] Verdeutlichen die Figuren 2a und 2b besonders vorteilhafte Ausführungen mit einem
horizontalen Entnahmebereich 16.1, 16.2 und der konstanten Entnahmeposition 20.1,
20.2 ebenfalls in horizontaler Richtung in einer Ebene, verdeutlicht die Figur 2c
eine alternative Ausführung, bei welcher der flächige Bereich 31 der Verpackungsbahn
14 vertikal ausgerichtet und in horizontaler Richtung geführt ist. In diesem Fall
wäre jedoch zur Realisierung einer fixen Entnahmeposition 20, insbesondere um ein
Herauskippen aus der Vertikallage zu vermeiden, entweder eine Einrichtung zum Anhaften
der herausgetrennten Stirndeckel 6 erforderlich, oder aber unterhalb des Trennbereiches
17 eine Auffangeinrichtung, welche den Entnahmebereich 16 beschreibt. Die Auffangeinrichtung
ist hier beispielhaft mit 21 bezeichnet und dargestellt.
[0048] Die in den Figuren 2a bis 2c dargestellten Ausführungen fungieren in Analogie zu
der in der Figur 1b beschriebenen, wobei die Deckelherstellung gemäß Figur 2a in einem
einzigen Verfahrensschritt frei von einem Vorschub der Packmaterialbahn 14.1 beziehungsweise
14.2 erfolgt. In der Ausführung gemäß Figur 2c kann die Ausbildung ebenfalls wieder
nacheinander erfolgen. Die Taktzeit gemäß den Figuren 2a und 2b bestimmt sich dabei
entsprechend der für einen erneuten Trennvorgang erforderlichen Nachschubbewegung
für die Packmaterialbahn 14 in Vorschubrichtung der einzelnen Packmaterialbahnen 14.1
und 14.2. Die Entnahme aus dem Entnahmebereich 16 erfolgt vorzugsweise mit einer Einrichtung
5. Denkbar ist jedoch auch hier das Vorsehen zweier Einrichtungen 5.1 und 5.2, die
nacheinander die entsprechenden Stirndeckel 6.1I, insbesondere 6.11, 6.21 und 6.1A,
insbesondere 6.1A, 6.2A aus dem Entnahmebereich 16 entnehmen.
[0049] Die Figur 3 verdeutlicht eine vorteilhafte Weiterentwicklung, bei welcher die Anbringung
von Stirndeckeln 6.1I und 6.2I an den einander gegenüberliegenden Stirnseiten 11.1
und 11.2 einer Materialbahnrolle 2 gleichzeitig erfolgt. In diesem Fall werden die
einzelnen Stirndeckel, hier die Innenstirndeckel 6.1I und 6.2I gleichzeitig hergestellt.
Die Einrichtung 8 ist dazu derart ausgebildet, dass aus der Packmaterialbahn 14 in
zueinander beabstandeten Bereichen vorzugsweise gleichzeitig über eine gemeinsame
Trenneinrichtung 29 oder miteinander zwangsgekoppelt ansteuerbare, hier jedoch nicht
dargestellte einzelne Trenneinrichtungen 29 das Heraustrennen der jeweiligen Stirndeckel
6.1I, 6.2I erfolgt. Die Einrichtung 8 bildet hier zwei Entnahmebereiche 16.1 und 16.2
jeweils für die beiden Stirndeckel 6.1I und 6.2I, die vorzugsweise gleichzeitig herausgetrennt
werden und durch die analoge Ansteuerung der beiden Einrichtungen, hier 5.1 und 5.2,
aus dem jeweiligen Entnahmebereich 16.1 und 16.2 entnommen werden. Die Entnahmebereiche
16.1 und 16.2 sind identisch mit den Trennbereichen 17.1, 17.2, wobei die Entnahmepositionen
20.2, 20.2 für die beiden Einrichtungen 5.1 und 5.2 identisch sind. Die Wirkbereiche
24.1 und 24.2 der einzelnen Einrichtungen 5.1 und 5.2 beinhalten dabei den Entnahmebereich
16.1, 16.2 und sind mittels unterbrochener Linie dargestellt.
[0050] Die Anordnung des Entnahmebereiches 16 beziehungsweise der Entnahmebereiche16.1,
16.2 erfolgt in besonders vorteilhafter Ausführung entsprechend den in den Figuren
1 bis 3 dargestellten Ausführungen und noch einmal in schematisiert vereinfachter
Darstellung in Figur 4a direkt an der Einrichtung 8. Vorzugsweise ist der Entnahmebereich
16 dabei identisch mit dem Trennbereich 17. Die Verschwenkbewegung der Einrichtung
5 wird dabei derart gesteuert, dass der Eintritt in den Entnahmebereich 16, der identisch
zum Trennbereich 17 ist, zeitlich aufeinanderfolgend erfolgt, d.h. erst nach erfolgtem
Trennvorgang, um die Einrichtung 5 nicht zu beeinträchtigen.
[0051] Demgegenüber verdeutlicht die Figur 4b eine Ausführung mit räumlicher Trennung des
Trennbereiches 17 vom Entnahmebereich 16. Dazu ist vorzugsweise zwischen dem Entnahmebereich
16 und dem Trennbereich 17 eine Transporteinrichtung 23 vorgesehen. Diese ermöglicht
ohne große Zwischenspeicherung die Bereitstellung von Stirndeckeln, wobei die Entnahme
eines Stirndeckelks 6.In für eine Materialbahnrolle 2.n räumlich versetzt zur Trenneinrichtung
im Bereich 16 erfolgt, während in der Trenneinrichtung bereits Stirndeckel 6.In+1
für die Materialbahnrolle 2.n+1 oder größer hergestellt werden. Dadurch können an
der Einrichtung 8 bereits in vorausschauender Weise für die nächstfolgenden zu verpackenden
Materialbahnrollen 2.n+1 die Stirndeckel herausgetrennt werden, das heißt zeitlich
vorgelagert vor der eigentlichen Verpackung. Dabei ist jedoch die Funktion der Trenneinrichtung
29 und der Transporteinrichtung 23 derart aufeinander abgestimmt, dass im Entnahmebereich
16 keine Zwischenlagerung erfolgt, sondern sofort beim Eintreffen eine Entnahme aus
diesem ohne zeitliche Verzögerung erfolgt. Dabei wird vorzugsweise die Arbeitsweise
der Einrichtung 5 zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln, der Transporteinrichtung
23 und der Trenneinrichtung 29 derart aufeinander abgestimmt, dass kontinuierlich
Stirndeckel 6 bereitgestellt werden.
[0052] Bei allen in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungen ist der Entnahmebereich
16 innerhalb des Wirkbereiches 24 der Einrichtung 5 beziehungsweise der Wirkbereiche
24.1 der Einrichtung 5.1, 24.2 der Einrichtung 5.2 zur Aufnahme und Positionierung
von Stirndeckeln 6 angeordnet. Dabei ist der Entnahmebereich 16 jeweils ortsfest,
das heißt unveränderlich. Dies gilt unabhängig von der Größe und Geometrie der geforderten
herzustellenden Stirndeckel 6. Die Manipulatoreinheit in Form der Einrichtung 5 ist
dabei zur Anlage an die Materialbahnrollen 2 jeweils nur hinsichtlich einer Bewegung
zur Entnahme eines ersten Stirndeckels, beispielsweise 6.1I und eventuellen Entnahme
eines zweiten Stirndeckels 6.2I und Positionierung an der jeweiligen Stirnseite 11.1,
11.2 auszulegen. Da die Entnahmeposition 20 immer konstant ist, kann der Aufwand für
die Ansteuerung der Einrichtung 5 erheblich minimiert werden. Ferner minimiert werden
kann hier in besonderer Weise auch die Verringerung der Taktzeit zum Anlegen, welche
durch die Aufnahme und die Führung sowie Positionierung der Stirndeckel 6, insbesondere
6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A charakterisiert ist.
[0053] Die Einrichtung 29 kann verschiedenartig ausgebildet sein. Dabei werden berührungslose
und berührende Systeme unterschieden, wobei bei berührenden Systemen mit festen Schneiden
ein Verbringen in die Funktionsposition beispielsweise durch Verschwenken erfolgt
und die Aktivierung in der Regel durch eine Relativbewegung zwischen dem Trennelement
und der Packmaterialbahn 14 erzeugt wird, während bei den Systemen frei von festen
Schneiden die Aktivierung und die Deaktivierung durch einfache Zu- oder Abschaltung
erfolgen kann. Die Figur 5a verdeutlicht dabei beispielhaft eine Ausführung einer
Trenneinrichtung 29 in Form einer Schneideinrichtung 25, die vorzugsweise relativ
zur Oberfläche der Packmaterialbahn 14, insbesondere dem flächig aufgespannten Bereich
31 bewegbar ist. Dabei können rotierende Schneiden oder aber verschiebbare Schneiden
zum Einsatz gelangen. Verschiebbare Schneiden können also Schneid-, Scheer- oder Stanzvorgänge
ausführen. Demgegenüber verdeutlicht die Figur 5b eine Ausführung, wobei die Trenneinrichtung
29 entweder als Laserstrahleinrichtung 26 oder aber als Wasserstrahlschneideinrichtung
27 ausgebildet ist.
[0054] Die jeweilige Trenneinrichtung 29 kann dabei in einem Abstand zur Packmaterialbahn
14 angeordnet sein und in dieser in ortsfester Lage stationär gelagert sein. Eine
Aktivierung erfolgt im einfachsten Fall durch Zu- und Abschaltung.
[0055] Die Figur 6 verdeutlicht anhand eines Signalflussbildes ein erfindungsgemäßes Verfahren
zum stirnseitigen Verpacken von Materialbahnrollen 2, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass in Abhängigkeit der Anforderungen XE-2.n der Materialbahnrolle 2.n für die erforderlichen
Stirndeckel 6.1I, 6.2I und 6.1A, 6.2A an der zu verpackenden Materialbahnrolle 2.n
die Trenneinrichtung 29 angesteuert wird, indem das Stellsignal Y29 an die Trenneinrichtung
29 ausgegeben wird, das der Herauslösung des entsprechenden Stirndeckels zur vordefinierten
Zeit entspricht. Bezogen auf den Gesamtprozess der Anbringung eines Stirndeckels 6
beinhaltet dies zum einen die Feststellung in einem Verfahrensschritt A, ob sich eine
Materialbahnrolle 2 im Verpackungsbereich, insbesondere beispielsweise in der Umhüllungsstation
4 befindet oder aber in diese eingebracht wird. Die erforderliche Belegung BE eines
Bereiches, entweder der Umhüllungsstation 4 oder eines Bereiches davor wird geprüft.
Ist diese ungleich Null, d.h. vorhanden, werden für diese Materialbahnrolle 2.n die
diese charakterisierenden Größen und daraus die erforderlichen Größen zur Beschreibung
der erforderlichen Stirndeckel 6 im Verfahrensschritt B bestimmt. Dies kann mittels
einer Einrichtung zur Erfassung der die zu verpackende Materialbahnrolle 2.n wenigstens
mittelbar beschreibenden Größen oder beispielsweise durch Vorgabe, insbesondere einer
übergeordneten Prozessteuerung erfolgen. Diese Größen sind mit XE bezeichnet, welche
als Eingangsgrößen einer Steuerung/Regelung 10 fungieren und die Dimensionierung,
Geometrie sowie den erforderlichen Zeitpunkt der Bereitstellung des jeweiligen Stirndeckels
beschreiben. In Abhängigkeit dieser Eingangsgrößen XE werden die Stellgrößen Y29,
Y12, Y13 zur Ansteuerung der Trenneinrichtung 29 und der Einrichtung 34 zum Spannen
und Führen der Packmaterialbahn 14, insbesondere der Einrichtungen 12, 13 zum Abwickeln
und Aufwickeln der Packmaterialbahn 14 angesteuert. Vorher wird jedoch in C geprüft,
ob ein flächiger Bereich der Packmaterialbahn 14 bereitsteht, insbesondere ob sich
noch ein alter Stirndeckel im Entnahmebereich 16 befindet. Ist der Entnahmebereich
16 noch belegt, d.h. BE16 ist ungleich Null, kann auf einen Fehler geschlossen werden.
Ist dieser freigegeben, wird geprüft, ob sich nunmehr ein unbeschnittener Bereich
im Entnahmebereich 16 befindet. Dies erfolgt im einfachsten Fall durch optische Ermittlung
von Lochungen 18. Liegt keine Lochung 18 vor kann die Trenneinrichtung 29 direkt angesteuert
werden, d.h. Vorgabe zumindest einer Stellgröße Y29 für die Trenneinrichtung 29 entsprechend
E und Ansteuerung der Einrichtung 5 zur Entnahme und Positionierung des/der Stirndeckel
im Schritt F. Liegt eine Lochung 18 vor, erfolgt eine Vorschubbewegung der Packmaterialbahn
in Richtung der Aufwickelbobine 13 um einen Mindestverstellweg s.
[0056] Zeitgleich mit dem Trennvorgang oder zeitlich versetzt dazu werden im Verfahrensschritt
F die Einrichtungen 5 zur Entnahme und Positionierung der Stirndeckel aktiviert beziehungsweise
derart gesteuert, dass eine Entnahme unmittelbar nach Beendigung des Trennvorganges
erfolgt. Die Stellbewegung der Einrichtung 5 kann somit zeitgleich mit dem Trennvorgang
E zur Realisierung einer Bewegung in Richtung Entnahmebereich 16 eingeleitet werden.
Nach Erreichen dessen wird erneut in A geprüft, ob Materialbahnrollen zu verpacken
sind, d.h. der Packbereich belegt ist.
[0057] Demgegenüber ist es auch denkbar, eine konkrete Taktzeit für den Trennvorgang und
den Verpackungsvorgang in der Vorrichtung vorzugeben, wobei allerdings zwischen den
beiden Vorgängen ein zeitlicher Versatz vorgesehen wird, sodass der Vorgang des Heraustrennens
immer nach der Entleerung des Entnahmebereichs eingeleitet wird.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1
- Vorrichtung zur Verpackung von Materialbahnrollen
- 2, 2.1 - 2.n
- Materialbahnrolle
- 3
- Rollenlagereinrichtung
- 4
- Umhüllungsstation
- 5
- Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln
- 5.1, 5.2
- Einrichtung zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln
- 6
- Stirndeckel
- 6A, 6.1 A, 6.2A
- Außenstirndeckel
- 6.I, 6.1I, 6.2I
- Innenstirndeckel
- 7
- Anlage
- 8
- Einrichtung zum Heraustrennen von Ronden, insbesondere Stirndeckeln
- 9
- Einrichtung zum Heraustrennen von Ronden, insbesondere Stirndeckeln
- 10
- Steuerung/Regelung
- 11.1
- Stirnseite
- 11.2
- Stirnseite
- 12
- Einrichtung zum Abwickeln einer Packmaterialbahn
- 13
- Einrichtung zum Aufwickeln der beschnittenen Packmaterialbahn
- 14, 14.1, 14.2
- Packmaterialbahn
- 15
- Packmaterialbahn
- 16, 16.1, 16.2
- Entnahmebereich
- 17, 17.1, 17,2
- Trennbereich
- 18,18.1
- Lochung
- 19
- horizontaler Bereich
- 20, 20.1, 20.2
- Entnahmeposition
- 21
- Auffangeinrichtung
- 22
- Vereinzelungsvorrichtung
- 23
- Transporteinrichtung
- 24, 24.1, 24.2
- Wirkbereich
- 25
- Schneideinrichtung
- 26
- Laserstrahleinrichtung
- 27
- Wasserstrahlschneideinrichtung
- 29
- Trenneinrichtung
- 30
- Packanlage
- 31, 31.1, 31.2
- flächiger Bereich
- 32, 32.1, 32.2
- Packmaterialbobine
- 33, 33.1, 33.2
- Abfallbobine
- 34
- Führungseinrichtung
- s
- Mindestabstand
- A - F
- Verfahrensschritte
- M6, M6.1, M6.2
- Mittellinie
- Y29
- Stellgröße zur Ansteuerung der Trenneinrichtung
- Y5
- Stellgröße zur Ansteuerung der Einrichtung zur Entnahme und Positionierung von Stirndeckeln
- Y32
- Stellgröße zur Ansteuerung der Packpapierbobine
- Y33
- Stellgröße zur Ansteuerung der Abfallbobine
- XE
- Eingangsgrößen
- Ts
- Taktzeit
- P1
- Transportrichtung
- P2
- Vorschubrichtung
- BE1
- Belegung der Vorrichtung mit einer Materialbahnrolle
- BE16
- Belegung des Entnahmebereiches
1. Verfahren zum stirnseitigen Verpacken von an einer Rollenlagereinrichtung (3) geführten
und eine Längsachse und zwei Stirnseiten (11.1, 11.2) aufweisenden Rollen, insbesondere
Materialbahnrollen (2, 2.1-2.n, 2.n+1) durch Anlegen von Stirndeckeln (6, 6A, 6I,
6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1),
dadurch gekennzeichnet, dass
in Abhängigkeit einer Anforderung von Stirndeckeln (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1 A,
6.2A) für eine zu verpackende Materialbahnrolle (2, 2.1-2.n, 2.n+1) die Stirndeckel
(6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A) in zumindest einem Trennbereich (17, 17.1, 17.2)
einer Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln (6,
6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1 A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) aus einer flächig (31) aufgespannten
Packmaterialbahn (14, 15, 14.1, 14.2) herausgetrennt werden und über einen definierten
Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) mittels zumindest einer Einrichtung (5, 5.1, 5.2)
zur Aufnahme und Positionierung der Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A,
6.n, 6.n+1) entnommen und an der Stirnseite (11.1, 11.2) der zu verpackenden Materialbahnrolle
(2, 2.1-2.n, 2.n+1) positioniert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stirndeckel zwischen Entnehmen und Positionieren mindestens eine Änderung der
Ausrichtung der mit der Rolle in Kontakt tretenden Fläche und/oder der seine Schnittkante
bildenden Fläche erfährt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
angeforderte Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1 A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) für eine
Vielzahl von zu verpackenden Materialbahnrollen (2, 2.2-2.n, 2.n+1) aus einem innerhalb
einer Vorrichtung (1) zum stirnseitigen Verpacken von Materialbahnrollen (2, 2.1-2.n,
2.n+1) hinsichtlich seiner Lage ortsfesten Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) entnommen
werden, der für alle aus diesem Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) angeforderten Stirndeckel
(6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) durch die gleiche Entnahmeposition
(20, 20.1, 20.2) für die zumindest eine Einrichtung (5, 5.1, 5.2) zur Aufnahme und
Positionierung der Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) charakterisiert
ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Trennvorgang dem Verpackungsverfahren der zu verpackenden Materialbahnrolle (2,
2.1-2.n, 2.n+1) zeitlich vorgelagert ist, und der einzelne für diese Materialbahnrolle
(2, 2.1-2.n, 2.n+1) herausgetrennte Stirndeckel (6.n, 6.n+1) vom Trennbereich (17,
17.1, 17.2) der Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln
(6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) in einen räumlich davon getrennt angeordneten
Entnahmebereich (16) transportiert wird, wobei die Transportzeit derart gewählt ist,
dass der Stirndeckel (6.n, 6.n+1) den Entnahmebereich (16) bei geforderter Entnahme
erreicht.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die einzelnen Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) zumindest
einer Stirndeckelart - Innenstirndeckel und/oder Außenstirndeckel - für eine Materialbahnrolle
(2, 2.1-2.n, 2.n+1) zeitgleich oder nacheinander mittels einer Einrichtung (8, 9)
zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1
A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) hergestellt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen mehrere Packmaterialbahnen (14.1, 14.2)
in einem Winkel oder parallel zueinander nebeneinander oder übereinander geführt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit der Anforderung von Stirndeckeln (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A,
6.n, 6.n+1) die Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln
(6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) gesteuert/geregelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zu verpackende Rolle während des Verpackungsprozesses mindestens abschnittsweise
ihrer Längsrichtung nach transportiert wird.
9. Vorrichtung (1) zum Verpacken von Materialbahnrollen (2, 2.1-2.n, 2.n+1), umfassend
eine durch einen Wirkbereich (24, 24.1, 24.2) charakterisierte Einrichtung (5, 5.1,
5.2) zur Aufnahme und Positionierung von Stirndeckeln (6, 6A, 61, 6.1I, 6.2I, 6.1A,
6.2A, 6.n, 6.n+1) an den Stirnseiten (11.1, 11.2) einer einzelnen Materialbahnrolle
(2, 2.1-2.n, 2.n+1),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen zumindest einer Ronde in Form von Stirndeckeln
(6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1 A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) aus einer flächig aufspannbaren Packmaterialbahn
(14, 15, 14.1, 14.2) vorgesehen ist, umfassend zumindest eine hinsichtlich ihres Wirkbereiches
einen Trennbereich (17, 17.1, 17.2) beschreibende Trenneinrichtung (29) und einen
Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) für den herausgetrennten Stirndeckel (6, 6A, 6I,
6.1I, 6.2I, 6.1 A, 6.2A, 6.n, 6.n+1), wobei der Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) im
Wirkbereich (24, 24.1, 24.2) der Einrichtung (5, 5.1, 5.2) zur Entnahme und Positionierung
der Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) angeordnet ist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass,
die Einrichtung (5) zur Aufnahme und Positionierung der Stirndeckel (6, 6A, 61, 6.1I,
6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) geeignet ist, wenigstens eine, insbesondere mit anderen
Bewegungsabläufen kombinierbare und/oder überlagerbare, Schwenkbewegung auf die, an
einer Stirnseite (11.1, 11.2) einer einzelnen Materialbahnrolle (2, 2.1-2.n, 2.n+1)
zu positionierenden, Stirndeckel (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) zu
übertragen.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln (6,
6A, 61, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) aus einer Packmaterialbahn (14, 15, 14.1,
14.2) zumindest eine Trenneinrichtung (29) und Mittel (34) zum Aufspannen und Führen
einer Packmaterialbahn (14, 15, 14.1, 14.2) beinhaltet.
12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (34) zum Aufspannen und Führen zumindest einer weiteren Packmaterialbahn (14,
15, 14.1, 14.2) vorgesehen sind, die derart angeordnet und ausgebildet sind, geeignet
zu sein, zumindest zwei Packmaterialbahnen (14.1, 14.2) zumindest im Trennbereich
(17, 17.1, 17.2) übereinander zu führen.
13. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelne Trenneinrichtung (29) mindestens ein bewegbares Schneidelement, insbesondere
eine Klinge oder rotierbares Messer umfasst, und/oder dass die einzelne Trenneinrichtung
(29) mindestens eine Laserschneideinrichtung (26) oder eine Wasserstrahlschneideinrichtung
(27) umfasst.
14. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese eine Steuerung/Regelung (10) umfasst, mit mindestens einem Eingang, der mit
einer Einrichtung zur Vorgabe/Erfassung der die geforderten Stirndeckel (6, 6A, 6I,
6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) wenigstens mittelbar beschreibenden Größen (XE)
koppelbar ist und mit mindestens einem Ausgang, der mit mindestens einer der genannten
Einrichtungen koppelbar ist:
- Einrichtung (8, 9) zum Heraustrennen von Ronden in Form von Stirndeckeln (6, 6A,
6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1)
- Stelleinrichtungen der Mittel (34) zum Aufspannen und Führen der zumindest einen
Packmaterialbahn (14, 15, 14.1, 14.2) und der zumindest einen Trenneinrichtung (29)
- Einrichtung (5, 5.1, 5.2) zur Entnahme und Positionierung der Stirndeckel (6, 6A,
6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1)
15. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der einzelne Entnahmebereich (16, 16.1, 16.2) räumlich beabstandet zum Trennbereich
(17, 17.1, 17.2) angeordnet ist.
1. Method for packaging the ends of rolls, in particular material web rolls (2, 2.1-2.n,
2.n+1), guided on a supporting device (3) and having a longitudinal axis and two ends
(11.1, 11.2), by affixing end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1),
characterized in that
depending on a requirement for end covers (6, 6A, 61, 6.11, 6,21, 6.1A, 6.2A) for
a material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1) to be packaged, the end covers (6, 6A, 61,
6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A) are cut out in at least one separating region (17, 17.1, 17.2)
of a device (8, 9) for cutting out rounds in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) from a packaging material web (14, 15, 14.1, 14.2) stretched
out flat (31) and, over a defined removal region (16, 16.1, 16.2), are removed by
means of at least one device (5, 5.1, 5.2) for picking up and positioning the end
covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1), and are positioned on the
end (11.1, 11.2) of the material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1) to be packaged.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
between removal and positioning, the end covers undergo at least one change in the
alignment of the surface coming into contact with the roll and/or the surface forming
its cut edge.
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) required for a multiplicity
of material web rolls (2, 2.1-2.n, 2.n+1) to be packaged are removed from a removal
region (16, 16.1, 16.2) of which the position is fixed within an apparatus (1) for
packaging the ends of material web rolls (2, 2.1-2.n, 2.n+1), which region, for all
the end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) required from this
removal region (16, 16.1, 16.2), is characterized by the same removal position (20, 20.1, 20.2) for the at least one device (5, 5.1, 5.2)
for picking up and positioning the end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,2I, 6.1A, 6.2A,
6.n, 6.n+1).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the separating operation is placed chronologically before the packaging method of
the material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1) to be packaged, and the individual end cover
(6.n, 6.n+1) cut out for this material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1) is transported
from the separating region (17, 17.1, 17.2) of the device (8, 9) for cutting out rounds
in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) into a removal
region (16) that is arranged physically separately therefrom, the transport time being
chosen such that the end cover (6.n, 6.n+1) reaches the removal region (16) when removal
is required.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the individual end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) of at least
one type of end cover - inner end cover and/or outer end cover - for a material web
roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1) are produced simultaneously or one after the other by means
of a device (8, 9) for cutting out rounds in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
in a cutting-out device (8, 9), a plurality of packaging material webs (14.1, 14.2)
are guided at an angle or parallel to one another, beside one another or above one
another.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the device (8, 9) for cutting out rounds in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) is controlled/regulated on the basis of the requirement
for end covers (6, 6A, 6I, 6.1I, 6,2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
8. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the roll to be packaged is transported in its longitudinal direction, at least in
some sections, during the packaging process.
9. Apparatus (1) for packaging material web rolls (2, 2.1-2.n, 2.n+1), comprising a device
(5, 5.1, 5.2) characterized by a corking region (24, 24.1, 24.2) for picking up and positioning end covers (6, 6A,
61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) on the ends (11.1, 11.2) of an individual
material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1)
characterized in that
a device (8, 9) is provided for cutting out at least one round in the form of end
covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) from a packaging material web
(14, 15, 14.1, 14.2) stretched out flat, comprising at least one separating device
(29) describing a separating region (17, 17.1, 17.2), at least with regard to its
working region, and a removal region (16, 16.1, 16.2) for the end covers (6, 6A, 61,
6.1I, 6,2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) cut out, the removal region (16, 16.1, 16.2) being
arranged in the working region (24, 24.1, 24.2) of the device (5, 5.1, 5.2) for removing
and positioning the end covers (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
10. Apparatus (1) according to Claim 9,
characterized in that
the device (5) for picking up and positioning the end covers (6, 6A, 61, 6.11, 6,21,
6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) is suitable to transmit at least one pivoting movement, in
particular one that can be combined and/or superimposed on other movement sequences,
to the end cover (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) to be positioned
on one end (11.1, 11.2) of an individual material web roll (2, 2.1-2.n, 2.n+1).
11. Apparatus (1) according to Claim 9 or 10,
characterized in that
the device (8, 9) for cutting out rounds in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) from a packaging material web (14, 15, 14.1, 14.2) includes
at least one separating device (29) and means (34) for stretching out and guiding
a packaging material web (14, 15, 14.1, 14.2).
12. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 11,
characterized in that
means (34) are provided for stretching out and guiding at least one further packaging
material web (14, 15, 14.1, 14.2), which means are arranged and constructed in such
a way as to be suitable to guide at least two packaging material webs (14.1, 14.2)
above one another, at least in the separating region (17, 17.1, 17.2).
13. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 12,
characterized in that
the individual separating device (29) comprises at least one movable cutting element,
in particular a blade or rotatable knife, and/or in that the individual separating device (29) comprises at least one laser cutting device
(26) or a water jet cutting device (27).
14. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 13,
characterized in that
this comprises an open-loop/closed-loop control system (10) having at least one input,
which can be coupled to a device for predefining/acquiring variables (XE) at least
indirectly describing the required end cover (6, 6A, 61, 6.1I, 6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n,
6.n+1), and having at least one output, which can be coupled to at least one of the
said devices:
- a device (8, 9) for cutting out rounds in the form of end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1)
- actuating devices of the means (34) for stretching out and guiding the at least
one packaging material web (14, 15, 14.1, 14.2) and the at least one separating device
(29)
- a device (5, 5.1, 5.2) for removing and positioning the end covers (6, 6A, 61, 6.1I,
6,21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
15. Apparatus (1) according to one of Claims 9 to 15,
characterized in that
the individual removal region (16, 16.1, 16.2) is arranged physically at a distance
from the separating region (17, 17.1, 17.2).
1. Procédé d'emballage du côté frontal de rouleaux guidés sur un dispositif de support
de rouleaux (3) et présentant un axe longitudinal et deux côtés frontaux (11.1, 11.2),
en particulier des rouleaux de bande de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1), par application
de couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.11, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1),
caractérisé en ce que
en fonction d'une demande de couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A)
pour un rouleau de bande de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1) à emballer, les couvercles
frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A) sont séparés au moins dans une région
de séparation (17, 17.1, 17.2) d'un dispositif (8, 9) de séparation de flancs circulaires
en forme de couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1), d'une
bande de matériau d'emballage (14, 15, 14.1, 14.2) tendue à plat (31) et sont prélevés
sur une région de prélèvement définie (16, 16.1, 16.2) au moyen d'au moins un dispositif
(5, 5.1, 5.2) pour recevoir et positionner les couvercles frontaux (6, 6A, 6I, 6.1I,
6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1), et sont positionnés sur le côté frontal (11.1, 11.2)
du rouleau de bande de matériau à emballer (2, 2.1-2.n, 2.n+1).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le couvercle frontal, entre son prélèvement et son positionnement, subit au moins
un changement d'orientation de la surface venant en contact avec le rouleau et/ou
de la surface formant son arête de coupe.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des couvercles frontaux demandés (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) pour
une pluralité de rouleaux de bande de matériau (2, 2.2-2.n, 2.n+1) à emballer sont
prélevés d'une région de prélèvement (16, 16.1, 16.2) fixée en position à l'intérieur
d'un dispositif (1) pour l'emballage du côté frontal de rouleaux de bande de matériau
(2, 2.1-2.n, 2.n+1), cette région de prélèvement étant caractérisée pour tous les couvercles frontaux demandés (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n,
6.n+1) depuis cette région de prélèvement (16, 16.1, 16.2), par la même position de
prélèvement (20, 20.1, 20.2) pour l'au moins un dispositif (5, 5.1, 5.2) de réception
et de positionnement des couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n,
6.n+1).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'opération de séparation a lieu avant le procédé d'emballage du rouleau de bande
de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1) à emballer, et le couvercle frontal individuel (6.n,
6.n+1) séparé pour ce rouleau de bande de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1) est transporté
depuis la région de séparation (17, 17.1, 17.2) du dispositif (8, 9) pour séparer
des flancs circulaires en forme de couvercles frontaux (6, 6A, 6I, 6.1I, 6.2I, 6.1A,
6.2A, 6.n, 6.n+1), dans une région de prélèvement (16) disposée de manière séparée
spatialement de celle-ci, le temps de transport étant choisi de telle sorte que le
couvercle frontal (6.n, 6.n+1) atteigne la région de prélèvement (16) au moment du
prélèvement exigé.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les couvercles frontaux individuels (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1)
d'au moins un type de couvercle frontal - couvercle frontal interne et/ou couvercle
frontal externe - sont fabriqués pour un rouleau de bande de matériau (2, 2.1-2.n,
2.n+1) en même temps ou les uns après les autres au moyen d'un dispositif (8, 9) de
séparation de flancs circulaires en forme de couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I,
6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans un dispositif (8, 9) de séparation, plusieurs bandes de matériau d'emballage
(14.1, 14.2) sont guidées suivant un certain angle ou parallèlement les unes aux autre
de manière juxtaposée ou superposée.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif (8, 9) de séparation de flancs circulaires en forme de couvercles frontaux
(6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) est commandé/régulé en fonction de
la demande de couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le rouleau à emballer est transporté pendant l'opération d'emballage au moins en partie
suivant sa direction longitudinale.
9. Dispositif (1) pour emballer des rouleaux de bande de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1),
comprenant un dispositif (5, 5.1, 5.2) caractérisé par une région d'action (24, 24.1, 24.2), pour recevoir et positionner des couvercles
frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) sur les côtés frontaux (11.1,
11.2) d'un rouleau de bande de matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1) individuel,
caractérisé en ce
qu'un dispositif (8, 9) de séparation d'au moins un flanc circulaire en forme de couvercles
frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) d'une bande de matériau d'emballage
pouvant être tendue à plat (14, 15, 14.1, 14.2) est prévu, lequel comprenant au moins
un dispositif de séparation (29) décrivant, en termes de sa région d'action, une région
de séparation (17, 17.1, 17.2), et une région de prélèvement (16, 16.1, 16.2) pour
le couvercle frontal (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) séparé, la région
de prélèvement (16, 16.1, 16.2) étant disposée dans la région d'action (24, 24.1,
24.2) du dispositif (5, 5.1, 5.2) pour prélever et positionner les couvercles frontaux
(6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
10. Dispositif (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le dispositif (5) pour recevoir et positionner les couvercles frontaux (6, 6A, 61,
6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) est approprié pour transférer au moins un mouvement
de pivotement pouvant notamment être combiné et/ou superposé à d'autres déroulements
de mouvements, aux couvercles frontaux (6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1)
devant être positionnés sur un côté frontal (11.1, 11.2) d'un rouleau de bande de
matériau (2, 2.1-2.n, 2.n+1) individuel.
11. Dispositif (1) selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
le dispositif (8, 9) pour séparer des flancs circulaires en forme de couvercles frontaux
(6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1) d'une bande de matériau d'emballage
(14, 15, 14.1, 14.2) contient au moins un dispositif de séparation (29) et des moyens
(34) pour tendre et guider une bande de matériau d'emballage (14, 15, 14.1, 14.2).
12. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 11,
caractérisé en ce que
des moyen (34) pour tendre et guider au moins une bande de matériau d'emballage (14,
15, 14.1, 14.2) supplémentaire sont prévus, lesquels sont disposés et réalisés de
manière à être appropriés pour guider au moins deux bandes de matériau d'emballage
(14.1, 14.2) l'une sur l'autre au moins dans la région de séparation (17, 17.1, 17.2).
13. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 12,
caractérisé en ce que
le dispositif de séparation individuel (29) comprend au moins un élément de coupe
mobile, en particulier une lame de coupe ou un couteau rotatif, et en ce que le dispositif de séparation individuel (29) comprend au moins un dispositif de coupe
au laser (26) ou un dispositif de coupe à jet d'eau (27).
14. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 13,
caractérisé en ce que
celui-ci comprend une commande/régulation (10), avec au moins une entrée, qui peut
être accouplée à un dispositif pour prédéfinir/détecter des grandeurs (XE) décrivant
au moins de manière indirecte les couvercles frontaux exigés (6, 6A, 61, 6.1I, 6.2I,
6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1), et avec au moins une sortie, qui peut être accouplée à au
moins l'un des dispositifs suivantes :
- le dispositif (8, 9) de séparation de flancs circulaires en forme de couvercles
frontaux (6, 6A, 6I , 6.1I, 6.2I, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1),
- des dispositifs de réglage des moyens (34) pour tendre et guider l'au moins une
bande de matériau d'emballage (14, 15, 14.1, 14.2) et l'au moins un dispositif de
séparation (29),
- un dispositif (5, 5.1, 5.2) pour prélever et positionner les couvercles frontaux
(6, 6A, 61, 6.1I, 6.21, 6.1A, 6.2A, 6.n, 6.n+1).
15. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications 9 à 15,
caractérisé en ce que
la région de prélèvement individuelle (16, 16.1, 16.2) est disposée de manière espacée
spatialement de la région de séparation (17, 17.1, 17.2).
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