[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schlauchrollenpumpe mit einem Stator, einem
Rotor und einem Rotorantrieb, wobei der Rotor Schlauchrollen umfasst.
[0002] Bei solchen Schlauchrollenpumpen wird zwischen den Rotor und die Schlauchrollenbahn
des Stators ein Schlauch eingelegt, welcher durch die Schlauchrollen jeweils gegen
die Schlauchrollenbahn gedrückt wird, so dass durch die Rotation des Rotors und damit
die Umlaufbewegung der Schlauchrollen Flüssigkeit durch den Schlauch gepumpt wird.
Solche Schlauchrollenpumpen finden insbesondere in der Medizintechnik eine Vielzahl
von Anwendungen und kommen gerade in der Dialyse, insbesondere der Hämo- oder Peritonealdialyse,
zum Pumpen medizinischer Flüssigkeiten wie Dialyseflüssigkeit oder Blut zum Einsatz.
[0003] Unter den im Markt für Medizintechnik etablierten Schlauchrollenpumpen für Einmal-Pumpschläuche
dominiert nach wie vor ein einfacher Basis-Typ. Diese seit langem bekannte Grundform
einer Schlauchrollenpumpe, auf welcher auch die Schlauchrollenpumpe der vorliegenden
Erfindung basiert, wird nun näher erläutert. Die Bezugszeichen entsprechen dabei den
auch in den Figuren 1 bis 8, welche die Schlauchrollenpumpe der vorliegenden Erfindung
zeigen, verwendeten Bezugszeichen, wobei zur Erklärung von Grundfunktionen, welche
in der Schlauchrollenpumpe der vorliegenden Erfindung genauso wie im Stand der Technik
verwendet werden, ebenfalls auf diese Figuren verwiesen wird.
[0004] Dabei besteht der Rotor aus dem drehend angetriebenen Nabenkörper 4, an dem in der
Regel zwei radial nach außen federunterstützt drehende Schwingen 5 gelagert sind,
an deren äußerem Ende jeweils eine Schlauchrolle 9 befestigt ist, welche den Schlauch
2 umlaufend gegen die Schlauchrollenbahn zu quetschen sucht. Die Schlauchrollenbahn
ist Bestandteil des ortsfesten Teils der Schlauchrollenpumpe, welcher oft als Pumpbett
oder Stator 1 bezeichnet wird. Figur 1 erklärt die funktionale Aufteilung der Schlauchrollenlaufbahn
in drei unterschiedliche Segmente. Das mittlere Segment 17 (Okklusionsbereich) umfaßt
etwa 180 Grad und stellt eine Zylinderfläche dar. In diesem Segment wird der Schlauch
von den Schlauchrollen vollständig okkludiert. Die beidseitig spiegelbildlich anschließenden
Segmente 18 (Übergangsbereiche) erstrecken sich über zirka 20...30 Grad. In diesem
Bereich nimmt der Radius der Rollenlaufbahn kontinuierlich zu, ohne daß der Pumpschlauch
außer Okklusion gerät. Vielmehr folgen die Schwingen noch der Radiuszunahme, bis gegen
Ende des Übergangsbereichs der Punkt erreicht ist, an dem die Schwingen auf Anschläge
auflaufen, welche zwischen Nabenkörper und Schwinge angeordnet sind und das weitere
radiale Ausfahren der Schwingen und Schlauchrollen begrenzen. Solche Anschläge sind
bei jeder Schlauchrollenpumpe vorgesehen und nicht bildlich dargestellt. Im daran
beidseitig spiegelbildlich anschließenden letzten Segment 19 (Öffnungsbereich) nimmt
der Radius der Rollenlaufbahn weiter zu, während die Schwinge am genannten Anschlag
verbleibt, bis der Pumpschlauch noch vor Beginn des Pumpbettmaulbereichs 20 völlig
außer Eingriff durch die Schlauchrollen gekommen ist. In diesem Maulbereich tritt
der Pumpschlauch in das Pumpbett ein und verläßt es wieder. Die vorgenannten Schwingenanschläge
haben die zusätzliche Aufgabe, das Anschlagen der Schlauchrollen an die Schlauchrollenbahn
bei ausgebautem Pumpschlauch zu verhindern. Zu diesem Zweck sind die Anschläge so
eingestellt, daß sie einen Restspalt von zirka 1 mm zwischen Schlauchrolle und Rollenlaufbahn
zulassen, deutlich weniger als die doppelte Wandstärke des okkludierten Pumpschlauchs
(Okklusionsbedingung).
[0005] Zur Vermeidung des ungewollten Austritts des Pumpschlauchs aus dem Pumpbett verfügen
die marktüblichen Pumpen über mehrere Schlauchführungsflügel 21, die wie einzelne
Zinken radial vom Nabenkörper nach außen weisen und mit geringem stirnseitigen Abstand
von zirka 1 bis 3 mm vor der Schlauchrollenlaufbahn enden. Die Schlauchführungsflügel
sind zur Reibungs- und Abriebsvermeidung zumeist mit drehbaren Rollen bestückt und
spielen beim Ein- und Ausfädeln des Pumpschlauchs eine wichtige Rolle. Bringt man
den Rotor in eine Drehstellung, in der ein Schlauchführungsflügel in die Richtung
der Öffnung des Pumpmauls zeigt, so reichen die beidseitigen Freiräume zu den benachbarten
Stellen des Pumpbettmauls aus, dass die Bedienperson die einströmseitige Hälfte des
Pumpschlauchs so tief in Richtung Pumpbettgrund einführen kann, dass bei der nachfolgenden
Einfädel-Drehbewegung des Rotors der Schlauchführungsflügel den Schlauch überkämmt
und in das Pumpbett streicht. Da bei gewöhnlichen Schlauchpumpen die Schlauchrollen
bis an die Anschläge ausgefahren sind, müssen die Schlauchführungsflügel so viel Kraft
auf die Schläuche ausüben, wie erforderlich ist, um diesen in den zunächst zirka 1
mm breiten Spalt zwischen Schlauchrolle und Rollenlaufbahn hineinzudrängen und dabei
die Schwingen gegen die Kraft der Federn zum Einschwenken zu bringen, bis der Pumpschlauch
vollständig eingefädelt ist und von beiden Schlauchrollen überrollt ist. Der elastomere
Pumpschlauch verformt sich durch diese Kraftausübung und versucht, in den Spalt zwischen
der Schlauchrollenbahn und der Stirnseite der Schlauchführungsflügel einzudringen.
Um dies sicher auszuschließen, darf bei den herkömmlichen Schlauchpumpen der Abstand
zwischen der Stirnseite der Schlauchführungsflügel und der Schlauchrollenbahn nur
bei etwa 2...3 mm liegen. Ebenso darf der Abrundungsradius der Führungsrolle zur Stirnseite
hin nicht viel größer sein als 1 mm, weil auch so eine hinreichende Bedingung für
das Einklemmen des Pumpschlauchs beim Einfädelvorgang entstehen würde. Gelegentlich
klemmt sich der Pumpschlauch beim Einfädeln dennoch ein, was in der Regel zur Schlauchbeschädigung
führt und den Pumpschlauchaustausch erfordert. Auch das diagonale Hineindrängen des
Pumpschlauchs in die Sollposition kann gelegentlich mit Beschädigungen des Pumpschlauchs
verbunden sein, welche zumeist auf die lokale Überlastung beim Überschreiten der Stirnkanten
der Schlauchrollen zurückzuführen sind. Ein weiterer Störfall kann auftreten, wenn
der Pumpschlauch von der Bedienperson nicht ausreichend tief eingeführt wird, so dass
die Stirnseite des nächstgelegenen Schlauchführungsflügels den Schlauch bei der Annäherung
an die Schlauchrollenbahn aufnehmen und beschädigen kann. Bei einem solchen Vorfall
kann auch das abtriebsseitige Kugellager der Rotorwelle überlastet werden, was Tage
oder Monate später einen Pumpenausfall nach sich ziehen kann. Ein dritter und weitaus
kritischerer möglicher Störfall besteht darin, dass die Bedienperson nicht rechtzeitig
ihre Finger aus dem Pumpbett entfernt und dadurch die Gefahr von Verletzungen durch
die Kollision mit dem Schlauchführungsflügel oder mit den Schlauchrollen besteht.
[0006] Beim Ausfädeln des Pumpschlauchs findet ein ähnliches Prozedere auf der gleichen
Seite des Pumpbettmauls statt: bei stillstehender Pumpe in Winkelposition wie zuvor
muß das einströmseitige Ende des Pumpschlauchs so weit aus dem Pumpenbett herausgehoben
werden, dass nach dem Wiedereinschalten der Rotordrehbewegung der nächstgelegene Schlauchführungsflügel
unter dem Pumpschlauch einkämmt und diesen ähnlich einer Reifenheberbewegung aus dem
Pumpbett herausschält. Auch hier kann es zu entsprechenden Störfällen wie beim Einfädeln
kommen.
[0007] Wegen der zuvor geschilderten Nachteile der manuell bestückten Schlauchpumpen wurde
bei Dialysemaschinen ein halbautomatischer Mechanismus eingeführt, der wie folgt arbeitet:
Der Pumpschlauch wird beidseitig in einem als Clip bezeichneten Bauteil gehaltert,
welcher vom Personal beim Einlegen rastend in den Pumpmaulbereich eingeführt wird.
Dadurch kommt der Pumpschlauch in die Lage, welche er für das nachfolgende Einfädeln
benötigt, und ein Positionsmeldekontakt wird ausgelöst. Auf diese Weise kann die Bedienperson
die Hände wegnehmen und den Startknopf für das nachfolgende automatische Einfädeln
betätigen. Das Ausfädeln des Pumpschlauchsegments geschieht automatisch, indem der
Rotor in der Ausfädel-Startposition anhält und ein Hubaktor den Clip mit einer Kipp-Bewegung
so weit aus dem Pumpmaulbereich heraushebt, wie es für das nachfolgende automatische
Ausfädeln benötigt wird.
[0008] Der eben beschriebene Mechanismus hat immer noch den Nachteil, dass der Pumpschlauch
starken mechanischen Beanspruchungen beim Ein- und Ausfädeln ausgesetzt ist und dass
kleine Fehler in der Abstimmung der geometrischen und kräftemäßigen Verhältnisse zwischen
Maschine und Pumpschlauchsegment zu Störungen führen können. Bei manchen Anwendungsfällen
ist der Mechanismus nicht anwendbar, da er zwingend eine Verkippung des Pumpschlauchsegments
zu Beginn der Ausfädelungsphase erfordert, welche beispielsweise bei Kassettensystemen
mit mehreren Pumpschlauchsegmenten nicht durchführbar ist. Ein weiterer Nachteil des
eben beschriebenen Mechanismus besteht in dem erhöhten Raumbedarf und in den erhöhten
Herstellkosten, da zu dem ursprünglichen Rotormechanismus eine zusätzliche elektrisch
oder pneumatisch angetriebene Lineareinheit zum Herausheben des Pumpschlauchsegments
aus dem Pumpbett hinzukommt.
[0009] Zur Erleichterung des Schlauchwechsels wurde deshalb teilweise versucht, das Pumpschlauchbett
in mehrere Teile aufzuteilen und diese radial nach außen zu verfahren, um den Schlauch
besser einlegen bzw. entnehmen zu können. Hierbei ergibt sich jedoch das Problem,
dass die Trennfugen der segmentierten Schlauchrollenbahn beim Pumpen fortlaufend überrollt
werden, so dass Störungen in der Pumpfunktion (wie z.B. eine zusätzliche Pulsation
oder eine Undichtigkeit) auftreten können und ein erhöhter Verschleiß des Pumpschlauchs
eine geringere Sicherheit im Pumpbetrieb zur Folge hat. Zudem hat eine solche Lösung
einen erheblich gesteigerten Bauraumbedarf und weist viele zusätzliche und nicht rotativ
bewegliche Teile und Fugen auf, welche den technischen Aufwand erhöhen, das Aussehen
beeinträchtigen (Fugenoptik), Schleifspuren an den Führungen und Gefahren des Funktionsausfalls
nach sich ziehen (Schmutz und zunehmende Reibung beeinträchtigen die Funktion), die
Abdichtung des Maschinenraums erschweren und Gefahren des Einklemmens nach sich ziehen.
Zudem kann auch ein beliebig weit öffnendes Pumpbett nicht verhindern, dass das Pumpschlauchsegment
in Ausführungen als vorfixierte Schleife weiterhin durch die bis zum Anschlag ausgefahrenen
Rollen radial nach außen geweitet und damit spreizend fixiert wird, was den vollständigen
Einbau nur unter Zuhilfenahme der Hände möglich macht und den Ausbau durch Form- und
Kraftschluß behindert. Zudem ergibt sich weiterhin die Problematik der Schlauchführungsflügel,
welche das bereits oben beschriebene Problemfeld nach sich ziehen.
[0010] Aus diesem Grund wird allgemein auf ein verstellbares Pumpbett verzichtet und statt
dessen der Rotor verstellbar ausgeführt. Hierbei ist üblicherweise eine Verstellvorrichtung
mit einem Verstellelement vorgesehen, durch welches die Position der Schlauchrollen
in radialer Richtung verstellbar ist. Damit können zum sicheren Einlegen des Schlauches
zwischen Rotor und Schlauchrollenbahn die Schlauchrollen durch die Verstellvorrichtung
eingezogen werden. Hierdurch ist der Pumpschlauch beim Ein- und Ausbau geometrisch
vollkommen freigestellt. Auch entfällt die Problematik einer segmentierten Pumprollenbahn.
[0011] Dabei ist aus
US 4,568,255 und
US 5,549,458 bekannt, die Rollen manuell über einen Drehknopf in radialer Richtung zu verstellen.
Eine solche manuelle Verstellmöglichkeit ist aber wenig benutzerfreundlich und außerdem
äußerst anfällig für Bedienfehler. Zudem sind die bekannten manuellen Verstellmöglichkeiten
konstruktiv sehr aufwendig.
[0012] Eine Verstellbarkeit der Rollen über einen eigenen Verstellantrieb ist dagegen aus
WO 95/17598 A1 sowie
US 4,205,948 bekannt, wobei hier jedoch eine komplizierte Gelenkanordnung sowie der außerhalb
des Rotors angeordnete komplizierte Verstellantrieb notwendig sind.
[0013] Aus der
WO 91/16542 A ist es weiterhin bekannt, die Schlauchrollen einer Schlauchrollenpumpe mit einer
Seite an einem Kniehebel zu befestigen, welcher über einen abstehenden Bolzen, der
im Normalbetrieb auf einer Scheibe umläuft, in einer vorgegebenen Stellung gehalten
wird. Um nun die Schlauchrollen vom Schlauch abzuziehen, wird eine Nockenscheibe in
den Drehweg des Bolzens bewegt, sodass dieser nicht mehr auf der Scheibe rund umläuft,
sondern nach außen gedrückt wird. Hierdurch zieht der Kniehebel die Schlauchrollen
vom Schlauch ab. Die Bewegung der Nockenscheibe erfolgt dabei über einen am Deckel
der Pumpe angeordneten Hydraulikzylinder. Auch hier ist eine komplizierte Gelenkanordnung
notwendig.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schlauchrollenpumpe mit einer Verstellvorrichtung
für die Schlauchrollen zur Verfügung zu stellen, bei welcher ein vollständiges Freilegen
des Pumpschlauchsegments für die Situation des Ein- und Ausbaus des Pumpschlauches
für deutlich verbesserte Ergonomie und Sicherheit beim Pumpschlauchwechsel sorgt,
wobei jedoch nur ein minimaler Mehrkostenaufwand im Vergleich zu Schlauchpumpen ohne
Verstellmöglichkeit erreicht werden soll, und zudem eine gleichbleibende zuverlässige
Pumpfunktion im Vergleich zum bewährten Stand der Technik gewährleistet sein soll.
Zudem soll durch die Verstellvorrichtung nur möglichst wenig zusätzlicher Bedarf an
Bauraum sowie an Komponenten der Mechanik, Elektronik und Software nötig werden. Zudem
soll sich auch in den Gebieten Design und Reinigungsverhalten keine Verschlechterung
ergeben.
[0015] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von einer Schlauchrollenpumpe gemäß Anspruch 1
gelöst. Eine solche Schlauchrollenpumpe mit einem Stator, einem Rotor und einem Rotorantrieb,
wobei der Rotor Schlauchrollen umfasst, deren Position über eine Verstellvorrichtung
mit einem Verstellelement in radialer Richtung verstellbar ist, weist nun erfindungsgemäß
eine Bremsvorrichtung auf, wobei die radiale Position der Schlauchrollen durch das
Zusammenspiel von Bremsvorrichtung und Rotorantrieb veränderbar ist. Dabei hemmt die
Bremsvorrichtung die Bewegung des Verstellelements, so dass das Verstellelement gegenüber
dem Rotor durch Bremsen des Verstellelements und durch Drehen des Rotors bewegt werden
kann, um die Position der Rollen zu verändern. Hierdurch ergibt sich eine besonders
einfache Mechanik, bei welcher der bestehende Rotor im wesentlichen unverändert übernommen
werden kann und lediglich ein entsprechend mit der Bremsvorrichtung zusammenwirkendes
Verstellelement vorgesehen werden muss.
[0016] Im Vergleich zu manuellen Verstellmöglichkeiten ergibt sich hierdurch eine erheblich
einfachere und sicherere Bedienung der erfindungsgemäßen Schlauchrollenpumpe, ohne
dass hierzu ein eigener Verstellantrieb und eine komplizierte Mechanik nötig wären.
So kann als Antrieb des Rolleneinziehmechanismus erfindungsgemäß der ohnehin vorhandene
Rotorantrieb zum Einsatz kommen, was eine kostensparende Umsetzung der vorliegenden
Erfindung garantiert. Auch ergibt sich keine unterschiedliche Funktionsweise zu herkömmlichen
Schlauchpumpen im Pumpbetrieb, so dass die bewährte hohe Zuverlässigkeit im Pumpbetrieb
auch bei der vorliegenden Erfindung garantiert ist. Als zusätzliche Elemente werden
dabei im wesentlichen lediglich das Verstellelement und die Bremsvorrichtung benötigt,
so dass ein weitgehend bauraumgleicher Mechanismus mit nur wenigen zusätzlichen Bestandteilen
und damit geringen Kosten ermöglicht wird.
[0017] Dennoch ist es mit der vorliegenden Erfindung möglich, durch vollständiges geometrisches
Freistellen des Pumpschlauchsegments nach Einziehen der Rollen ein einfaches Einlegen
und Entnehmen des einfachen Pumpschlauches, eines vorfixierten Pumpschlauches (Clip)
oder einer pumpschlauchbestückten Kassette zu gewährleisten. Durch das gewählte Prinzip
ist die erfindungsgemäße Schlauchrollenpumpe insbesondere auch zur Anwendung mit Kassetten
geeignet, bei denen ein starrer Kassettenkörper z. B. in eine Dialysemaschine eingelegt
wird und die Förderung der die Kassette durchströmenden Flüssigkeit (wie z. B. Blut)
durch eine Rollenpumpe vorgenommen werden soll. In diesem Fall ist der in die Rollenpumpe
einzulegende Schlauch meist als von der Kassette abstehende Schleife ausgeführt. Darüber
hinaus ist die erfindungsgemäße Schlauchrollenpumpe auch für solche Kassetten geeignet,
welche mit mehr als einem Pumpschlauch bestückt sind.
[0018] Weiterhin vorteilhafterweise ist in der erfindungsgemäßen Schlauchrollenpumpe die
Bremswirkung der Bremsvorrichtung durch Betätigen eines Bremsaktors auslösbar. So
kann durch gezieltes Betätigen der Bremsvorrichtung die Verstellbewegung eingeleitet
werden. Die Verstellung der Schlauchrollen erfolgt damit komfortabel über Betätigung
von Bremsvorrichtung und Rotorantrieb.
[0019] Vorteilhafterweise wird hierzu der Bremsaktor der Bremsvorrichtung von der Steuerung
der Pumpe angesteuert. Insbesondere ist hierdurch auch ein automatisch ablaufender
Vorgang zum An- und Abkoppeln der Schlauchrollen an das Pumpschlauchsegment möglich,
so dass sich die Möglichkeit der Pumpbettabdeckung unter Vermeidung von Verletzungsgefahren
für die Bedienperson ergibt.
[0020] Vorteilhafterweise ist dabei das Verstellelement koaxial zum Rotor drehbar gelagert.
Hierdurch ergibt sich eine besonders einfache Bewegungsgeometrie für das Verstellelement,
welches zum Aus- bzw. Einfahren der Rollen lediglich abgebremst werden muss, während
der Rotor koaxial zum Verstellelement verdreht wird. Hierdurch ergibt sich ein konstruktiv
äußerst einfacher und platzsparender Mechanismus. Zu dem hat eine solche drehbare
Lagerung des Verstellelements bezüglich des Designs und der Reinigbarkeit erhebliche
Vorteile. Weiterhin vorteilhafterweise bildet das Verstellelement dabei eine Verstellscheibe,
welche koaxial zum Rotor drehbar gelagert ist.
[0021] Weiterhin vorteilhafterweise ist das erfindungsgemäße Verstellelement am Rotor drehbar
gelagert. Damit bilden Rotor und Verstellelement vorteilhafterweise eine einzige Baugruppe,
was wiederum eine einfache und platzsparende Konstruktion erlaubt. Auch hier ergibt
sich durch die drehbare Lagerung wieder eine bessere Reinigbarkeit der Vorrichtung
sowie ein besseres Design. Hierbei kann im wesentlichen auf einen bereits bekannten
Rotor zurückgegriffen werden, an welchem lediglich das Verstellelement drehbar gelagert
werden muss.
[0022] Vorteilhafterweise dreht dabei bei der erfindungsgemäßen Schlauchpumpe das Verstellelement
im Normalbetrieb mit dem Rotor mit. Die Lagerung des Verstellelements erfolgt dabei
vorteilhafterweise direkt und ohne Kugellager, so dass eine bewußt konstruktiv erzeugte
Lagerreibung zwischen Verstellelement und der Lagerung am Rotor für einen klapperfreien
Pumpbetrieb sorgt. Lediglich zum radialen Verstellen der Schlauchrollen wird dann
das Verstellelement gegenüber dem Rotor abgebremst und so gegenüber dem Rotor bewegt,
insbesondere verdreht.
[0023] Weiterhin vorteilhafterweise ist das erfindungsgemäße Verstellelement symmetrisch
ausgeführt und/oder mit dem Rotor verrastbar, insbesondere in einer Position, in welcher
die Schlauchrollen ausgefahren sind. Durch einen symmetrischen Aufbau des Verstellelements
kann verhindert werden, dass Schwingungen z. B. zwischen Stator und Rotor zu ungewollten
Verdrehungen zwischen Verstellelement und Rotor bzw. zu einem ungewollten Klappern
des Verstellelements führen, da ein symmetrisch aufgebautes Verstellelement keine
lageabhängig unterschiedliche Reibkraftübertragung an der Drehlagerstelle erfahren
kann. Auch durch eine Verrastbarkeit des Verstellelements mit dem Rotor z. B. in der
Position, in welcher die Schlauchrollen ausgefahren sind und in welcher sich das Verstellelement
im Normalbetrieb des Rotors befindet, kann ein ungewolltes Verdrehen zwischen Verstellelement
und Rotor sicher verhindert werden. Ebenso ist es denkbar, ein Element zur Reibungssteigerung
zwischen Verstellelement und Drehachse einzusetzen.
[0024] Weiterhin vorteilhafterweise hemmt bei der erfindungsgemäßen Schlauchrollenpumpe
die Bremsvorrichtung die relative Bewegung zwischen Stator und Verstellelement. So
wird das Verstellelement durch die Bremsvorrichtung in seiner Bewegung gegenüber dem
Stator gehemmt, während der Rotor weiter über die Antriebswelle gegenüber dem Stator
gedreht wird und so eine Relativbewegung zwischen Rotor und Verstellelement erzeugt
wird. Durch einen solchen Mechanismus ergibt sich eine besonders einfache und dennoch
sichere Verstellmöglichkeit.
[0025] Weiterhin vorteilhafterweise umfasst der Rotor der erfindungsgemäßen Schlauchrollenpumpe
bewegliche Lagerelemente, an denen die Schlauchrollen drehbar gelagert sind. Diese
Lagerelemente können die Schlauchrollen z. B. federbelastet nach außen gegen den Schlauch
drücken. Hier können als Lagerelemente z. B. die bereits aus dem Stand der Technik
bekannten Schwingen verwendet werden, welche über Schwingengelenke schwenkbar am Rotor
angelenkt sind.
[0026] Weiterhin vorteilhafterweise weisen erfindungsgemäß das Verstellelement und/oder
der Rotor eine Führung auf, welche mit einem oder mehreren Gegenelementen zur radialen
Bewegung der Schlauchrollen zusammenwirkt. Durch die Relativbewegung von Verstellelement
und Rotor bewegen sich die Gegenelemente entlang der Führung und erzeugen eine radiale
Bewegung der Schlauchrollen. Hierdurch ist ein ebenso einfacher wie platzsparender
Mechanismus möglich, welcher mit einem minimalen Mehrkostenaufwand im Vergleich zu
bekannten Schlauchpumpen auskommt. Die spezielle Form der Führung kann dabei optimal
an die benötigte Verstellgeometrie angepaßt werden.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausführung ist dabei die Führung am Verstellelement
angeordnet, während die Gegenelemente am Rotor angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich
eine konstruktiv besonders einfache Situation, da der bereits bestehende Rotor lediglich
mit den Gegenelementen ausgerüstet werden muss und die Führung über das ohne hin neu
zu konstruierende Verstellelement übernommen wird.
[0028] Weiterhin vorteilhafterweise sind dabei die Gegenelemente und/oder die Führung fest
mit den Lagerelementen für die Schlauchrollen verbunden. So werden die Lagerelemente
der Schlauchrollen direkt durch das Zusammenspiel aus Gegenelementen und Führung bewegt,
wenn das Verstellelement gegenüber dem Rotor bewegt, vorteilhafterweise verdreht wird.
In einer besonders vorteilhaften Ausführung sind dabei die Gegenelemente direkt an
den Lagerelementen für die Schlauchrollen angeordnet, wobei sie weiterhin vorteilhafterweise
direkt an den auskragenden Achsabschnitten der Schlauchrollen angeordnet sind. Die
Gegenelemente können weiterhin vorteilhafterweise aus Führungsrollen bestehen.
[0029] Weiterhin vorteilhafterweise bildet die erfindungsgemäße Führung eine Kurvennut.
In eine solchen Kurvennut können die Gegenelemente eingreifen und werden bei einer
Bewegung von Verstellelement gegenüber dem Rotor durch die Kurvennut radial bewegt.
[0030] Weiterhin vorteilhafterweise bildet die Führung erfindungsgemäß eine umlaufende Ringführung.
Hierdurch entsteht ein wirksamer Überlastschutz bei Störungen der Steuerungsvorgänge
des Rotordrehwinkels bei angezogener Bremse. Insbesondere wird ein Crash durch Anschlagen
eines Gegenelements gegen die Enden der Führung effektiv verhindert, wobei die Steigung
der Führung vorteilhafterweise gerade so groß gewählt wird, dass der Rotormechanismus
auch bei ungewollten Drehbewegungen nicht überlastet werden kann. Zudem ermöglicht
eine als Ringführung ausgebildete Führung ein Ein- und Ausfahren der Rollen, ohne
dass die Drehrichtung des Rotors geändert werden müßte. Vielmehr wechseln sich bei
einer solchen Ringführung Bereiche, in welchen die Schlauchrollen ausgefahren sind,
mit Bereichen, in welchen die Schlauchrollen eingefahren sind, ab. Durch einfaches
Weiterdrehen von Verstellelement gegenüber Rotor kann so ein abwechselndes Aus- und
Einfahren der Schlauchrollen ermöglicht werden.
[0031] Weiterhin vorteilhafterweise besteht die erfindungsgemäße Führung dabei aus zwei
oder mehreren identischen Segmenten, bei einer Ringführung insbesondere aus zwei oder
mehreren aufeinanderfolgenden identischen Segmenten. Durch die symmetrische Konstruktion
wird die Lagerwelle der Kurvenscheibe während des Ein- und Ausfahrens der Rollen nicht
mit Querkräften belastet, somit die Reibung minimiert und die Auslegung auf geringe
Kräfte ermöglicht. Bei einer Ringführung sind die zwei oder mehreren identischen Segmente
dabei miteinander verbunden. Vorzugsweise entspricht die Zahl der identischen Segmente
der Anzahl der Schlauchrollen.
[0032] Weiterhin vorteilhafterweise weist die Führung spiralförmig nach innen verlaufende
Bereiche auf, welche den jeweiligen Gegenelementen zur Bewegung der Schlauchrollen
zugeordnet sind. Diese spiralförmig nach innen verlaufenden Bereiche ziehen so die
Gegenelemente bei einer Relativbewegung von Verstellelement und Rotor nach innen und
sorgen für ein Einziehen der Schlauchrollen. Vorteilhafterweise ist die Steigung der
spiralförmig nach innen verlaufenden Bereiche dabei so ausgelegt, dass das zur Bewegung
der Schlauchrollen in radialer Richtung benötigte Drehmoment über den spiralförmigen
Bereich im wesentlichen konstant ist. Insbesondere ist es so möglich, der kontinuierlich
ansteigenden Federkraft beim Einziehen der Rollen eine kontinuierlich abnehmende Steigung
der Führung zuzuordnen, so dass ein gleichbleibendes Drehmoment über den gesamten
Einzugsweg der Schlauchrollen erreicht wird. So kann die vorhandene Drehmomentkapazität
des Rotorantriebs in optimierter Weise zum Einziehen der Rollen genutzt werden und
der Rotorantrieb benötigt keine höhere Drehmomentauslegung als ein herkömmlicher Rotorantrieb.
[0033] Weiterhin vorteilhafterweise sind die spiralförmig nach innen verlaufenden Bereiche
dabei durch Bereiche mit gegenläufiger und vorteilhafterweise stärkerer Steigung verbunden.
So können die Schlauchrollen durch Weiterdrehen des Rotors wieder ausgefahren werden,
wobei das Ausfahren hier ohnehin in Richtung der Vorspannung der Schlauchrollen über
die Federn erfolgt. Auch wird ein Anschlagen der Gegenelemente an Enden der Führung
verhindert.
[0034] Weiterhin vorteilhafterweise weist die Führung Bereiche ohne Steigung oder mit einer
Rastbeule auf, in welchen die Gegenelemente bei eingezogenen Schlauchrollen ruhen.
In beiden Fällen wird die Rückwirkung zwischen Führung und Gegenelementen aufgehoben
und die Federn zur Vorspannung der Schlauchrollen bleiben gespannt, ohne das Verstellelement
zu bewegen. Deshalb ist es in der Position der eingefahrenen Rollen möglich, die Bremsvorrichtung
wieder außer Eingriff zu bringen und den Rotorantrieb bei eingezogenen Rollen abzuschalten.
So kann in der Position ,Rollen eingefahren' der Pumpschlauch gefahrlos und bequem
entnommen bzw. eingesetzt werden, wobei der Rotor in dieser Position weiterhin drehbar
bleibt. Zudem kann der Rotor in dieser Position gefahrlos entnommen und wieder eingesetzt
werden, etwa zu Reinigungs- oder Austauschzwecken.
[0035] Weiterhin vorteilhafterweise weist die erfindungsgemäße Führung Bereiche auf, in
welchen eine radiale Bewegung der ausgefahrenen Schlauchrollen möglich ist, ohne dass
das Verstellelement gegenüber dem Rotor bewegt wird. Vorteilhafterweise entsprechen
diese Bereiche einer Position mit ausgefahrenen Schlauchrollen. In dieser Position
können die Schlauchrollen im Pumpbetrieb ihre typische Pendelbewegung nach innen und
nach außen durchführen, ohne dass die Führung sie hierbei einschränken würde. Weiterhin
vorteilhafterweise kann das Verstellelement auch um einen gewissen Winkelbereich um
diese Position mit ausgefahrenen Schlauchrollen verstellt werden, ohne dass die Führung
die Schlauchrollen bewegen würde. So ergibt sich ein gewisses Spiel um die im normalen
Pumpbetrieb eingenommene Stellung des Verstellelements.
[0036] Weiterhin vorteilhafterweise ist der erfindungsgemäße Bremsaktor am Stator angeordnet.
So ergibt sich ein konstruktiv einfach aufgebautes Verstellelement, welches nur wenig
zusätzlichen Bauraum z.B. am Rotor benötigt. Auch ist die Bremsvorrichtung erheblich
einfacher anzusteuern, da alle beweglichen Teile am Stator angeordnet sein können
und das Verstellelement keine beweglichen Teile aufweisen muss.
[0037] Weiterhin vorteilhafterweise weist die erfindungsgemäße Bremsvorrichtung einen Bremsstift
auf, welcher mit einer entsprechenden Aussparung zusammenwirkt. Hierdurch ergibt sich
eine besonders einfache Bremsvorrichtung durch Formschluss, wobei z. B. lediglich
der Bremsstift in die entsprechende Aussparung eingeführt werden muss und so das Verstellelement
am Stator festlegen kann.
[0038] Weiterhin vorteilhafterweise ist dabei der Bremsstift am Stator und die Aussparung
am Verstellelement angeordnet. Dies ergibt eine besonders einfache Konstruktion.
[0039] Weiterhin vorteilhafterweise weist die Bremsvorrichtung alternativ eine bewegbare
Bremsbacke auf, welche mit einem starren Bremsgegenelement zusammenwirkt. Auch so
ergibt sich eine einfache Bremsvorrichtung, welche auf Kraftschluss beruht.
[0040] Vorteilhafterweise ist dabei die Bremsbacke am Stator und das Bremsgegenelement am
Verstellelement angeordnet. Hierdurch kann das Verstellelement ohne bewegliche Teile
auskommen und die Bewegung der Bremsbacke über den Bremsaktor vom Stator aus erfolgen.
[0041] Weiterhin vorteilhafterweise sind erfindungsgemäß am Rotor Schlauchführungsflügel
angeordnet, deren radialer Abstand zur Schlauchrollenbahn des Stators größer als das
2-fache, vorteilhafterweise größer als das 3-fache der Wandstärke des verwendeten
Schlauches ist. Dies entspricht z.B. einem Abstand von mehr als 4mm, vorteilhafterweise
von mehr als 6mm. Hierdurch können die im Stand der Technik auftretenden Probleme
des Einklemmens und Abquetschens des Schlauches effektiv verhindert werden, wobei
die erfindungsgemäßen kurzen Schlauchführungsflügel dadurch ermöglicht werden, dass
die Schlauchrollen zum Einlegen des Schlauches in den Rotor eingezogen werden können
und so nur ein geringer Kraftaufwand zum Einführen des Schlauches durch die Schlauchführungsflügel
nötig ist.
[0042] Weiterhin vorteilhafterweise weisen die Schlauchführungsflügel dabei Führungsrollen
auf, deren Abrundungsradius zur äußeren Stirnseite hin größer als 20%, weiterhin vorteilhafterweise
größer als 40% vom Außendurchmesser des Pumpschlauches ist. Auch dieser große Radius
wird erst durch die Verstellbarkeit der Schlauchrollen ermöglicht und verhindert so
das im Stand der Technik auftretende Einklemmen des Schlauches.
[0043] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels und den Zeichnungen
näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1:
- eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels einer Schlauchrollenpumpe gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- Figur 2:
- einen Schnitt durch die Schlauchebene des Ausführungsbeispiels,
- Figur 3:
- einen Schnitt durch die Kurvenscheibenebene des Ausführungsbeispiels,
- Figur 4:
- einen Schnitt durch die Rotorachsenebene des Ausführungsbeispiels,
- Figur 5:
- einen Schnitt durch die Rotorachsenebene im Bereich der Schlauchführungsflügel des
Ausführungsbeispiels,
- Figur 6:
- einen Schnitt durch die Schlauchebene des Ausführungsbeispiels bei eingezogenen Schlauchrollen,
- Figur 7:
- einen Schnitt durch die Kurvenscheibenebene des Ausführungsbeispiels bei eingezogenen
Schlauchrollen und
- Figur 8:
- einen Schnitt durch die Rotorachsenebene des Ausführungsbeispiels im Bereich der erfindungsgemäßen
Bremsvorrichtung.
[0044] Der allgemeine Aufbau des Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung basiert
dabei auf dem bereits anfangs beschriebenen bewährten Basis-Typ, so dass bezüglich
dem prinzipiellen Aufbau und der Pumpfunktion der vorliegenden Erfindung auf die Beschreibung
des Stands der Technik Bezug genommen wird. Bei den in Figur 1 sichtbaren Elementen
unterscheidet sich die vorliegende Erfindung gegenüber dem Stand der Technik auch
lediglich durch die kürzeres und stärker abgerundeten Schlauchführungsflügel 21. Sie
ist in den Grundelementen des Rotors und des Stators aber ansonsten identisch mit
einer Schlauchrollenpumpe gemäß dem Stand der Technik. Das Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung weist deshalb im Pumpbetrieb auch die gleichen vorteilhaften
Eigenschaften der seit langer Zeit bewährten Schlauchrollenpumpen auf, wobei nun jedoch
durch die in den darauffolgenden Zeichnungen dargestellte Verstellmöglichkeit ein
erheblich vereinfachtes Einlegen und Ausbauen des Schlauches möglich ist.
[0045] Der Rotor des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schlauchrollenpumpe baut
dabei auf dem herkömmlichen Rotor auf, und wird lediglich durch das Hinzufügen eines
als Kurvenscheibe 10 ausgeführten Verstellelements, zwei gleichen Kurvenrollen 11
als Gegenelementen für die als Kurvennut 12 ausgeführte Führung und einer Axiallagersicherungsscheibe
zur koaxialen Lagerung der Kurvenscheibe 10 am Rotor zu einem Rolleneinzugsrotor mit
Verstelleinrichtung für die Schlauchrollen ergänzt. Damit ergibt sich ein zu herkömmlichen
Schlauchpumpen weitgehend bauraumgleicher Mechanismus, mit gegenüber bekannten Schlauchpumpen
nur minimal erhöhten Kosten. Zusätzlich muss lediglich noch am Stator 1 eine Bremsvorrichtung
15 angeordnet werden, wobei im Ausführungsbeispiel eine leicht und effektiv abdichtbare
Bremsvorrichtung über einen Bremsstift gewählt wurde.
[0046] Das Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der Figuren 1
bis 8 näher beschrieben. Die Figuren 1 bis 8 zeigen dabei vereinfachte Darstellungen
des Mechanismus in den Positionen "Rollen ausgefahren" bzw. "Rollen eingefahren" und
in verschiedenen Drehwinkelstellungen des Rotors.
[0047] Die Rotorbaugruppe umfaßt dabei den Nabenkörper 4, die Schwingen 5, die Schwingengelenke
6, die Federn 7, die Rollenachsen 8, die Schlauchrollen 9, die Kurvenscheibe 10, die
Kurvenrollen 11, die rotierende Welle des nicht gezeigten Rotorantriebs 3 und die
rotorseitigen Angriffstellen 16 der Bremseinrichtung 15 zur Blockierung der Kurvenscheibe
10.
[0048] Die Statorbaugruppe umfaßt das Pumpbett 1 mit Pumpbettmaul 20, die Schlauchrollenbahn
17... 19, die Lagerung der Rotorwelle und die Aktorik der Bremseinrichtung 15.
[0049] Die Rotorbaugruppe unterscheidet sich von gewöhnlichen Rotoren durch die zusätzlich
unabhängig von der Nabe 4 drehbar gelagerte Kurvenscheibe 10 und die verlängerten
Rollenachsen 8, an deren Enden unabhängig von den Schlauchrollen 9 drehbare Kurvenrollen
11 angebracht sind, welche in die Kurvennuten 12 der Kurvenscheibe eingreifen. Die
Kurvenrollen 11 können alternativ auch auf an den Schwingen 5 befestigten separaten
Achsen gelagert sein.
[0050] Zum Einfahren der Schlauchrollen 9 wird er Bremsmechanismus 15 aktiviert, indem der
statorseitige Bremsaktor eine reib- oder formschlüssige Verbindung zwischen dem feststehenden
Stator und der drehbar gelagerten Kurvenscheibe herstellt (siehe Fig. 7+8). Bei angezogener
Bremse dreht nun der Rotorantrieb 3 den Nabenkörper 4 um zirka 120 Winkelgrade (je
nach Auslegung der Kurvennut), bis die Kurvenrollen 11 in die Position 13 "Rollen
eingefahren" gelangt sind (siehe Fig. 3+7).
[0051] Durch die Federn 7 werden die Schwingen 5, an denen die Schlauchrollen 9 gelagert
sind, und hiermit auch die Schlauchrollen 9 und die Kurvenrollen 11 stets radial nach
außen gedrückt. Deshalb fahren die Kurvenrollen 11 nur auf den radial nach außen weisenden
Laufbahnen der Kurvennuten 12. Die Kurvennuten 12 verlaufen im Winkelbereich des Rolleneinzugs
spiralförmig nach innen und verwandeln die Drehbewegung des Rotors in eine Einzugsbewegung
der Schlauchrollen 9.
[0052] Durch die in weiten Grenzen wählbaren Steigungsverhältnisse der Kurvennuten 12 ist
es möglich, der kontinuierlich ansteigenden Federkraft beim Einziehen der Schlauchrollen
9 eine kontinuierlich abnehmende Steigung der Kurvennut 12 zuzuordnen, so dass ein
gleichbleibendes Drehmoment erreicht wird. So wird die vorhandene Drehmomentkapazität
des Rotorantriebs 3 in optimierter Weise zum Einziehen der Rollen 9 ausgenutzt. Der
Rotorantrieb 3 benötigt keine höhere Drehmomentauslegung als ein herkömmlicher Rotorantrieb.
[0053] Bei vollständig eingezogenen Rollen 9 halten die Kurvenrollen 11 in der Position
13 "Rollen eingefahren" die Kurvennut. In dieser Drehwinkelstellung kann die Kurvennut
eine Zone mit Nullsteigung oder eine kleine Rastbeule aufweisen. In beiden Fällen
wird die Rückwirkung zwischen Kurvenscheibe 10 und Schwingenbewegung aufgehoben und
die Federn 7 bleiben gespannt, ohne die Kurvenscheibe in eine Drehbewegung versetzten
zu können. Deshalb ist es in der Position "Rollen eingefahren" möglich, die Bremse
15 wieder außer Eingriff zu bringen und den Rotorantrieb 3 damit bei eingezogenen
Rollen 9 abzuschalten. Sinnvollerweise legt man den Bremsaktor bistabil energielos
(Impulsschaltung) oder als energielos außer Eingriff (Federrückstellung) aus. Auf
diese Weise wird Energie nur für den Stellungswechsel der Bremse (Impulsschaltung)
oder nur während der Ein- oder Ausfahrbewegung der Rollen (Federrückstellung) verbraucht.
[0054] Der Rotor erreicht mit der Position 13 "Rollen eingefahren" eine Stellung, in der
die Pumpschläuche gefahrlos und bequem entnommen werden können, und in der der Rotor
gefahrlos entnommen und wieder eingesetzt werden kann (etwa zu Reinigungs- oder zu
Austauschzwecken).
[0055] Der durch den Einzug der Schlauchrollen 9 entstehende Ringspalt ist durch die geeignete
Auslegung der Schwingenkinematik der Federn 7 und der Kurvenscheibe 10 größer als
der Außendurchmesser des Pumpschlauchs. Damit wird ein kraftarmer Schlauchwechsel
auch bei nicht exakt koaxialer Ein- und Ausbaubewegung gewährleistet. Beim Ausbau
hat der Pumpschlauch durch den Pumpbetrieb im allgemeinen eine rundere Form angenommen,
so dass der Ausbau nach dem Einfahren der Schlauchrollen 9 besonders einfach ist.
[0056] Bei der Wahl der Bremseinrichtung 15 sind vielfältige Bauformen dankbar, je nach
den vorhandenen Platzverhältnissen und den zu verwendenden Bremsaktoren. Beispielsweise
können die Bremsaktoren wahlweise axial (wie in den Figuren dargestellt) oder radial
(wie bei einer Backenbremse) auf die Kurvenscheibe wirken. Weiterhin kann die Bremswirkung
durch reinen Formschluss (wie dargestellt), durch Reibschluss (wie bei einer Backenbremse)
oder durch kombinierten Form- und Reibschluss (wie bei einer wellenverzahnten Drehmomentbegrenzung)
zustande kommen. Die dargestellte Stiftbremse bei reinem Formschluss hat die Vorteile
einer sehr preiswerten Realisierung mit hohen zulässigen Toleranzen, eines minimalen
Energiebedarfs und einer effektiven und hygienischen Abdichtung der Durchtrittstelle
des Bremsstiftes durch den Statorboden. Mit reibschlüssigen oder ausreichend feinen
durchrutschverzahnten radial wirkenden Bremsenbauformen kann man dagegen erreichen,
dass der Rotor in beliebiger Drehposition zum Ein- und Ausfahren der Rollen gebracht
werden kann und bei Steuerungsfehlern bei diesen Vorgängen gegen Drehmomentüberlast
gesichert ist. Bei allen geschilderten Bremsenbauformen kann man wiederum zwischen
einer asymmetrischen und einer symmetrischen Bauform wählen. Bei der asymmetrischen
Bauform wirkt nur ein Bremsaktor auf die Kurvenscheibe ein. Die Gegenkraft muß also
durch die Kurvenscheibenlagerung und die Motorwelle als Querkraft aufgenommen werden.
Möchte man auch diese Querkraft und das dadurch erhöhte Drehmoment beim Rolleneinzug
vermeiden, so wählt man die symmetrische Bremsenbauform mit zur Rotorachse punktsymmetrisch
angeordneten paarigen Bremsaktoren.
[0057] Zum Ausfahren der Schlauchrollen 9 wird wiederum die Bremse angezogen und der Rotor
in die entgegengesetzte Drehrichtung gedreht. Dabei benötigt der Mechanismus von der
Seite des Rotorantriebs nur einen Anstoß von einigen Winkelgraden. Die restliche Winkelbewegung
bis zum Erreichen der Position 14 "Rollen ausgefahren" kann in der Regel bei ausgeschaltetem
oder sogar gebremsten Rotorantrieb geschehen, da die sich entspannenden Federn 7 die
Rotordreh- und Rollenausfahrbewegung antreiben. Bei Verwendung der bevorzugten Bauform
der paarweise verbundenen Kurvennuten funktioniert das Ausfahren der Rollen auch durch
das Weiterdrehen des Rotors in die gleiche Richtung wie beim Einfahren der Schlauchrollen
9 (siehe Fig. 7).
[0058] In der Position 14 "Rollen ausgefahren" ist die Kurvennut 12 radial nach außen und
nach innen verbreitert. Auf diese Weise können die Schwingen 5 im Pumpbetrieb ihre
typische Pendelbewegung nach innen und nach außen (an den Festanschlag) durchführen,
ohne dass die Kurvenrollen 11 radial nach außen oder nach innen an die Kurvennut 12
anschlagen. Die Kurvenscheibe 10 wird nun wie in der Position "Rollen eingefahren"
nicht mehr durch die Federkräfte von den Kurvenrollen 11 aus angetrieben und auch
nicht mehr unter Spannung gesetzt. Die Kurvenscheibe 10 hat in dieser Position ein
Winkelspiel von einigen Grad in beide Richtungen, bevor die Kurvenrolle 11 wieder
Kontakt mit der Kurvenrollenlaufbahn aufnehmen kann.
[0059] Durch die Reibung der einfachen kugellagerlosen Drehlagerung zwischen Kurvenscheibe
10 und Nabenkörper 4 bleibt die Kurvenscheibe in der gefundenen Drehstellung stehen.
Die Bremseinrichtung 15 wird außer Eingriff gebracht und der Pumpbetrieb kann beginnen
(siehe Fig. 4). In dieser Stellung kann alternativ die Energiezufuhr an den Rotorantrieb
und an den Bremsaktor abgestellt werden, ohne dass sich daraus eine ungewollte Bewegung
ergibt. Der Rotor kann somit auch in der Position "Rollen ausgefahren" gefahrlos aus
dem Pumpbett ein- und ausgebaut werden.
[0060] Im Pumpbetrieb verhält sich der kurvenscheibenbestückte Rotor wie ein herkömmlicher
Schlauchpumpenrotor. Die Kurvenscheibe 10 ist außer Eingriff zu den Bremsen 15 und
außer Eingriff zu den Kurvenrollen 11 und dreht sich mit dem Rotor mit. Damit es nicht,
etwa durch Schwingungen des Stators oder Rotors, zu ungewollten Verdrehungen zwischen
Kurvenscheibe 10 und Nabenkörper 4 kommen kann, welche zu einem Klappern der Kurvenrolle
11 an die Flanken der Kurvenrollenlaufbahn führen könnte, ist die Kurvenscheibe streng
symmetrisch konstruiert, so dass sie keine lageabhängig unterschiedlichen Reibkraftübertragungen
an ihrer Drehlagerstelle erfahren kann. Die bewußt konstruktiv erzeugte Lagerreibung
zwischen Kurvenscheibe 10 und der sie lagernden Rotorwelle sorgt für einen klapperfreien
Pumpbetrieb. Im Bedarfsfall ist es konstruktiv leicht möglich, auch für die Position
"Rollen ausgefahren" eine Rastung zwischen Kurvenscheibe 10 und Nabenkörper 4 einzufügen,
etwa durch eine gefederte Rastnase, die zwischen Kurvenscheibe und Nabenkörper an
von der Kurvennut 12 unabhängig gewählter Stelle eine Rastposition vermittelt oder
durch Reibungssteigerung durch eine wellige und federnd ausgeführte Kurvenscheiben-Axiallagerscheibe.
[0061] Gegenüber Schlauchrollenpumpen aus dem Stand der Technik ergeben sich dabei folgende
Unterschiede und Vorteile:
[0062] Es ergibt sich ein zu den herkömmlichen Schlauchpumpen weitgehend bauraumgleicher
Mechanismus mit nur einer zusätzlich notwendigen, leicht und effektiv abdichtbaren
Bremsstiftdurchführung durch den Pumpbettgrund.
[0063] Der Rotor wandelt sich vom herkömmlichen Rotor zum Rolleneinzugsrotor durch Hinzufügen
von nur drei Bestandteilen: eine Kurvenscheibe 10, zwei gleiche Kurvenrollen 11 und
eine Axiallagersicherungsscheibe für die Kurvenscheibe. Hierdurch ergeben sich lediglich
Mehrkosten für den Verstellmechanismus in Höhe von wenigen Euro.
[0064] Ein vollständiges geometrisches Freistellen des Pumpschlauchsegments nach Einziehen
der Schlauchrollen 9 wird möglich, und hierdurch ein einfaches Einlegen und Entnehmen
eines einfachen Pumpschlauches, eines vorfixierten Pumpschlauches (Clip) oder einer
pumpschlauchbestückten Kassette.
[0065] Durch das gewählte Prinzip ist die erfindungsgemäße Schlauchrollenpumpe auch zur
Anwendung mit Kassetten geeignet, welche mit mehr als einem Pumpschlauch bestückt
sind.
[0066] Als Antrieb des Rolleneinziehmechanismus kommt ein bau- und leistungstechninisch
unveränderter Rotorantrieb zum Einsatz; dadurch ist die Erfindung kostensparend und
bewährt zuverlässig.
[0067] Die erfindungsgemäße Schlauchrollenpumpe hat im Pumpbetrieb keine unterschiedliche
Funktionsweise zu herkömmlichen Schlauchrollenpumpen, wodurch eine hohe bewährte Zuverlässigkeit
und ein besonders geringes Entwicklungsrisiko gewährt ist.
[0068] Ein automatisch ablaufender Vorgang zum An- und Abkoppeln der Schlauchrollen an das
Pumpschlauchsegment ist möglich, wodurch sich die Möglichkeit zur Pumpbettabdeckung
unter Verwendung von Verletzungsgefahren für die Bedienperson ergibt.
[0069] Die Pumpschläuche sind nach ihrer Extrusion weitgehend gerade und werden durch elastisches
Biegen in die Form gebracht, die es erlaubt, sie in das Pumpbett einzulegen und sich
an der Außenseite an die weitgehend runde Schlauchrollenbahn anzulegen. Gleichgültig,
ob der Pumpschlauch erst beim Einbau gebogen wird oder ob er schon im Verlauf der
Herstellung einer vorfixierten Pumpschlauchschleife oder bei der Anbringung an Kassetten
gebogen wird, entsteht bei der Biegung keine runde Form, sondern eine annähernd ovale.
Wenn die Pumpschlauchlänge so ausgelegt ist, dass der Schlauch beim Pumpen weder am
Nabenkörper 4 schleift noch so lang ist, dass er nicht mehr ins Pumpbett paßt, so
entsteht eine ovale Form derart, dass der größte Durchmesser etwas größer ist als
der Durchmesser der Schlauchrollenbahn. Somit lässt sich der Pumpschlauch in einem
Zug und ohne Zuhilfenahme einer zweiten Hand in einen umlaufenden Ringspalt, wie durch
den Rolleneinzug realisiert, auf der Seite des Pumpbettmauls ohne Widerstand bis an
die erforderliche Stelle in das Pumpbett einlegen, vor allem, wenn er durch einen
Clip oder durch eine Kassette gehaltert ist. Auf der dem Pumpbettmaul gegenüberliegenden
Seite der Schlauchrollenlaufbahn stößt dann aber der Schlauch wegen des zuvor beschriebenen
größeren Oval-Durchmessers an die Einführschräge der Schlauchrollenbahn an und gelangt
reibungsbedingt nicht immer bis in die zum Pumpen benötigte Tiefenposition. Infolgedessen
muss der vollständige Einbau durch Nachhelfen von Hand oder durch die anfangs beschriebene
Prozedur des automatischen Einfädelns mit dem rollenbestückten Schlauchführungsflügel
21 erfolgen. Ein wichtiger Vorteil der eingefahrenen Rollen liegt nun darin, dass
dieser Einfädelvorgang bei sehr geringen Kräften erfolgreich verläuft, so dass der
Schlauchführungsflügel 21 im Vergleich zu den sonst erforderlichen Schlauführungsflügeln
so kurz gestaltet werden kann, dass der Restspalt zwischen seiner Stirnfläche und
der Schlauchrollenlaufbahn größer ist als die doppelte Wandstärke des Pumpschlauchs.
Ebenso kann der Abrundungsradius der Stirnfläche deutlich größer gewählt werden als
der herkömmliche. Damit können eine Schlauchbeanspruchung durch Einklemmen des Pumpschlauchs
und eine Querkraftüberlastung der Rotorwelle vermieden werden.
[0070] Der eben beschriebene ablaufende automatische Einfädelvorgang mit verkürzten und
stark abgerundeten Schlauchführungsflügeln setzt die Fähigkeit des beschriebenen Mechanismus
voraus, sich bei eingezogenen Rollen drehen zu können, was durch die entsprechenden
Positionen 13 ,Rollen eingefahren' der Kurvennut 12 mit Nullsteigung oder einer Rastbeule
erreicht wird.
[0071] Eine Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass ohne Ausbau des Pumpsegments und
mit geringem Steuerungsaufwand die Schlauchrollen 9 ein- und ausgefahren werden können.
Damit werden vor allem in medizinischen Behandlungsgeräten neue Behandlungsverfahren
möglich, bei denen die schaltbare Durchzugstellung bewußt für neue verfahrenstechnische
Abläufe genutzt werden kann.
[0072] Bei dem erfindungsgemäßen Mechanismus können die Schlauchrollen 9 so weit nach innen
eingezogen werden, dass der Pumpschlauch völlig geometrisch freigestellt wird und
widerstandsarm entnommen werden kann. Der Einbau geschieht durch einfaches rastendes
Einsetzen des Pumpschlauchsegments mit anschließendem automatischem Einfädeln in die
vollständige Einbauposition.
[0073] Im erfindungsgemäßen Mechanismus weist die Kurvenscheibe zwei symmetrische Kurvennutbereiche
auf, deren Anfang und Ende bei einer bevorzugten Ausführungsform durch je ein kurzes
Stück einer Nut mit stärkerer Steigung verbunden sind. Durch die symmetrische Konstruktion
wird die Lagerwelle der Kurvenscheibe 10 während des Ein- und Ausfahrens der Schlauchrollen
9 nicht mit Querkräften belastet, somit wird die Reibung minimiert und die Auslegung
auf geringe Kräfte ermöglicht. Durch die Verbindung der beiden Nutsegmente zu einer
umlaufenden Ringnut 12 entsteht ein wirksamer Überlastschutz bei Störungen in den
Steuerungsvorgängen des Rotordrehwinkels bei angezogener Bremse. Ein Crash durch Anschlagen
der Kurvenrolle 11 an die Enden einer Kurvennut kann nicht stattfinden. Die Steigung
der beiden Verbindungsnuten ist gerade so groß gewählt, dass der Rotormechanismus
auch bei ungewollten Drehbewegungen nicht überlastet werden kann.
1. Schlauchrollenpumpe mit einem Stator (1), einem Rotor und einem Rotorantrieb, wobei
der Rotor Schlauchrollen (9) umfasst, deren Position über eine Verstellvorrichtung
mit einem Verstellelement (10) in radialer Richtung verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Bremsvorrichtung (15) vorgesehen ist, welche die Bewegung des Verstellelements
(10) hemmt, so dass das Verstellelement (10) gegenüber dem Rotor durch Bremsen des
Verstellelements (10) und durch Drehen des Rotors bewegt werden kann, um die radiale
Position der Schlauchrollen (9) zu verändern.
2. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremswirkung der Bremsvorrichtung (15) durch Betätigen eines Bremsaktors auslösbar
ist.
3. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsaktor der Bremsvorrichtung (15) von der Steuerung der Pumpe angesteuert
wird.
4. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (10) koaxial zum Rotor drehbar gelagert ist.
5. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (10) am Rotor drehbar gelagert ist.
6. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (10) im Normalbetrieb mit dem Rotor mitdreht.
7. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (10) symmetrisch ausgeführt ist und/oder mit dem Rotor verrastbar
ist, insbesondere in einer Position, in welcher die Schlauchrollen (9) ausgefahren
sind.
8. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (15) die relative Bewegung zwischen Stator (1) und Verstellelement
(10) hemmt.
9. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor bewegliche Lagerelemente (5) umfasst, an denen die Schlauchrollen (9) drehbar
gelagert sind.
10. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (10) und/oder der Rotor eine Führung (12) aufweisen, welche mit
einem oder mehreren Gegenelementen (11) zur radialen Bewegung der Schlauchrollen (9)
zusammenwirkt.
11. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelemente (11) und/oder die Führung (12) fest mit Lagerelementen (5) für
die Schlauchrollen (9) verbunden sind.
12. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) eine Kurvennut bildet.
13. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) eine umlaufende Ringführung bildet.
14. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) aus zwei oder mehreren identischen Segmenten besteht, bei einer
Ringführung insbesondere aus zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden identischen Segmenten.
15. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) spiralförmig nach innen verlaufende Bereiche aufweist, welche den
jeweiligen Gegenelementen (11) zur Bewegung der Schlauchrollen (9) zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steigung der spiralförmig nach innen verlaufenden Bereiche vorteilhafterweise
so ausgelegt ist, dass das zur Bewegung der Schlauchrollen (9) in radialer Richtung
benötigte Drehmoment über den spiralförmigen Bereich im wesentlichen konstant ist.
16. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die spiralförmig nach innen verlaufenden Bereiche durch Bereiche mit gegenläufiger
und vorteilhafterweise stärkerer Steigung verbunden sind.
17. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) Bereiche (13) ohne Steigung oder mit einer Rastbeule aufweist, in
welchen die Gegenelemente (11) bei eingezogenen Schlauchrollen (9) ruhen.
18. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) Bereiche (14) aufweist, in welchen eine radiale Bewegung der ausgefahrenen
Schlauchrollen (9) möglich ist, ohne dass das Verstellelement (10) gegenüber dem Rotor
bewegt wird.
19. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsaktor am Stator (1) angeordnet ist.
20. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (15) einen Bremsstift aufweist, welcher mit einer entsprechenden
Aussparung (16) zusammenwirkt.
21. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremsstift am Stator (1) und die Aussparung (16) am Verstellelement (10) angeordnet
ist.
22. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung (15) eine bewegbare Bremsbacke aufweist, welche mit einem starren
Bremsgegenelement zusammenwirkt.
23. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacke am Stator (1) und das Bremsgegenelement am Verstellelement (10) angeordnet
ist.
24. Schlauchrollenpumpe nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Rotor Schlauchführungsflügel (21) angeordnet sind, deren radialer Abstand zur
Schlauchrollenbahn des Stators (1) größer als das 2-fache, vorteilhafterweise größer
als das 3-fache der Wandstärke des verwendeten Schlauches ist.
25. Schlauchrollenpumpe nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchführungsflügel (21) Schlauchführungsrollen aufweisen, deren Abrundungsradius
zur äußeren Stirnseite hin größer als 20%, vorteilhafterweise größer als 40% vom Außendurchmesser
des Pumpschlauchs ist.
1. A hose roller pump comprising a stator (1), a rotor and a rotor drive, wherein the
rotor includes hose rollers (9) whose position is variable in the radial direction
via an adjustment device having an adjustment element (10), characterized in that
a brake device (15) is provided which inhibits the movement of the adjustment element
(10) such that the adjustment element (10) can be moved with respect to the rotor
by braking the adjustment element (10) and by rotating the rotor to vary the radial
position of the hose rollers (9).
2. A hose roller pump in accordance with claim 1, wherein the braking effect of the brake
device (15) can be triggered by actuation of a brake actuator.
3. A hose roller pump in accordance with claim 2, wherein the brake actuator of the brake
device (15) is controlled by the control of the pump.
4. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the adjustment
element (10) is rotatably supported coaxially to the rotor.
5. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the adjustment
element (10) is rotatably supported at the rotor.
6. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the adjustment
element (10) rotates along with the rotor in normal operation.
7. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the adjustment
element (10) is configured symmetrically and/or is latchable with the rotor, in particular
in a position in which the hose rollers (9) are moved out.
8. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the brake
device (15) inhibits the relative movement between the stator (1) and the adjustment
element (10).
9. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the rotor
includes movable bearing elements (5) at which the hose rollers (9) are rotatably
supported.
10. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the adjustment
element (10) and/or the rotor have a guide (12) which cooperates with one or more
counter-elements (11) for the radial movement of the hose rollers (9).
11. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the counter-elements (11)
and/or the guide (12) are fixedly connected to bearing elements (5) for the hose rollers
(9).
12. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) forms a cam
groove.
13. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) forms a peripheral
ring guide.
14. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) comprises two
or more identical segments, with one ring guide in particular of two or more sequential
identical segments.
15. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) has spirally
inwardly extending regions which are associated with the respective counter-elements
(11) for the movement of the hose rollers (9); wherein the gradient of the spirally
inwardly extending regions is advantageously configured so that the torque required
for the movement of the hose rollers (9) in the radial direction is substantially
constant over the spiral region.
16. A hose roller pump in accordance with claim 15, wherein the spirally inwardly extending
regions are connected by regions having an advantageously more pronounced gradient
running in the opposite direction.
17. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) has regions
(13) without gradient or with a latch depression in which the counter-elements (11)
rest with pulled in hose rollers (9).
18. A hose roller pump in accordance with claim 10, wherein the guide (12) has regions
(14) in which a radial movement of the moved out hose rollers (9) is possible without
the adjustment element (10) being moved with respect to the rotor.
19. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the brake
actuator is arranged at the stator (1).
20. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the brake
device (15) has a brake pin which cooperates with a corresponding cut-out (16).
21. A hose roller pump in accordance with claim 20, wherein the brake pin is arranged
at the stator (1) and the cut-out (16) is arranged at the adjustment element (10).
22. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein the brake
device (15) has a movable brake shoe which cooperates with a rigid brake counter-element.
23. A hose roller pump in accordance with claim 22, wherein the brake shoe is arranged
at the stator (1) and the brake counter-element is arranged at the adjustment element
(10).
24. A hose roller pump in accordance with one of the preceding claims, wherein hose guide
wings (21) are arranged at the rotor and their radial spacing to the hose roller track
of the stator (1) is larger than twice, advantageously larger than three times the
wall thickness of the hose used.
25. A hose roller pump in accordance with claim 24, wherein the hose guide wings (21)
have hose guide rollers whose rounding radius toward the outer end face is larger
than 20%, preferably larger than 40% of the outer diameter of the pump hose.
1. Pompe à rouleaux à tuyau comprenant un stator (1), un rotor et un entraînement de
rotor, le rotor comprenant des rouleaux à tuyau (9), dont la position peut être réglée
dans la direction radiale par le biais d'un dispositif de réglage doté d'un élément
de réglage (10),
caractérisée en ce qu'un dispositif de freinage (15) est prévu, qui entrave le déplacement de l'élément
de réglage (10), de telle sorte que l'élément de réglage (10) peut être déplacé par
rapport au rotor par un freinage de l'élément de réglage (10) et par une rotation
du rotor pour modifier la position radiale des rouleaux à tuyau (9).
2. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'effet de freinage du dispositif de freinage (15) peut être déclenché par l'actionnement
d'un actionneur de frein.
3. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'actionneur de frein du dispositif de freinage (15) est commandé par la commande
de la pompe.
4. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de réglage (10) est monté rotatif de manière coaxiale au rotor.
5. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de réglage (10) est monté rotatif sur le rotor.
6. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, en fonctionnement normal, l'élément de réglage (10) tourne avec le rotor.
7. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de réglage (10) est réalisé symétrique et/ou peut être encliqueté avec
le rotor, en particulier dans une position dans laquelle les rouleaux à tuyau (9)
sont déployés.
8. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif de freinage (15) entrave le déplacement relatif entre le stator (1)
et l'élément de réglage (10).
9. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le rotor comprend des éléments de support (5) mobiles, sur lesquels les rouleaux
à tuyau (9) sont montés rotatifs.
10. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de réglage (10) et/ou le rotor comportent un élément de guidage (12), qui
coopère avec un ou plusieurs éléments antagonistes (11) pour le déplacement radial
des rouleaux à tuyau (9).
11. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que les éléments antagonistes (11) et/ou l'élément de guidage (12) sont reliés solidement
à des éléments de support (5) pour les rouleaux à tuyau (9).
12. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) forme une rainure de came.
13. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) forme un élément de guidage annulaire périphérique.
14. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) est composé de deux ou de plusieurs segments identiques,
en particulier de deux ou de plusieurs segments identiques successifs dans le cas
d'un élément de guidage annulaire.
15. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) comporte des zones s'étendant vers l'intérieur en forme
de spirale, qui sont associées aux éléments antagonistes (11) respectifs pour le déplacement
des rouleaux à tuyau (9), caractérisée en ce que la pente des zones s'étendant vers l'intérieur en forme de spirale est conçue de
manière avantageuse de telle sorte que le couple nécessaire pour le déplacement des
rouleaux à tuyau (9) dans la direction radiale est sensiblement constant sur la zone
en forme de spirale.
16. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 15, caractérisée en ce que les zones s'étendant vers l'intérieur en forme de spirale sont reliées par des zones
avec une pente inverse et de manière avantageuse plus forte.
17. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) comporte des zones (13) sans pente ou avec une bosse d'arrêt,
dans lesquelles les éléments antagonistes (11) restent lorsque les rouleaux à tuyau
(9) sont rétractés.
18. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'élément de guidage (12) comporte des zones (14), dans lesquelles un déplacement
radial des rouleaux à tuyau (9) déployés est possible sans que l'élément de réglage
(10) soit déplacé par rapport au rotor.
19. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'actionneur de frein est disposé sur le stator (1).
20. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif de freinage (15) comporte une tige de freinage, qui coopère avec un
évidement (16) correspondant.
21. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 20, caractérisée en ce que la tige de freinage est disposée sur le stator (1) et l'évidement (16) sur l'élément
de réglage (10).
22. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le dispositif de freinage (15) comporte une mâchoire de freinage mobile, qui coopère
avec un élément antagoniste de freinage fixe.
23. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 22, caractérisée en ce que la mâchoire de freinage est disposée sur le stator (1) et l'élément antagoniste de
freinage sur l'élément de réglage (10).
24. Pompe à rouleaux à tuyau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que des ailettes de guidage de tuyau (21) sont disposées sur le rotor, dont l'écart radial
par rapport au chemin des rouleaux à tuyau du stator (1) est supérieur au double,
de manière avantageuse supérieur au triple, de l'épaisseur de paroi du tuyau utilisé.
25. Pompe à rouleaux à tuyau selon la revendication 24, caractérisée en ce que les ailettes de guidage de tuyau (21) comportent des rouleaux de guidage de tuyau,
dont le rayon d'arrondi vers le côté frontal extérieur est supérieur à 20 %, de manière
avantageuse supérieur à 40 %, du diamètre extérieur du tuyau de pompe.