BEREICH DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Patronenmunition, insbesondere auf eine Übungsmunition,
mit einer Patronenhülse und einem in diese eingesetzten und mit der Patronenhülse
mechanisch verbundenen Geschoss. Am Boden der Patronenhülse ist hierbei eine Treibkammer
vorgesehen, die eine Treibladung aufnimmt, die z. B. pyrotechnisch mit Hilfe eines
Zündhütchens anzündbar ist. Nach dem Anzünden wirken die Treibgase der Treibladung
auf den Boden des Geschosses, so dass nach Lösen der mechanischen Verbindung zwischen
Patronenhülse und Geschoss dieses aus der Patronenhülse ausgetrieben wird.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Eine solche patronierte Übungsmunition ist in der
US-Patentschrift 5,936,189 beschrieben. Diese Patronenmunition wird in Verbindung mit Schnellfeuerwaffen mittleren
Kalibers von etwa 40 mm verwendet. Eine Vielzahl derartiger Patronen wird in einem
Gurt aufgenommen, der dann einer Schnellfeuerwaffe zugeführt wird.
[0003] Die Treibkammer in der Patronenhülse ist unterteilt in eine Hochdruckkammer, in der
der Treibsatz aufgenommen ist, und in eine Niederdruckkammer, die mit der Hochdruckkammer
über Überströmöffnungen in Verbindung steht. Patronenhülse und Geschoss sind mechanisch
über eine zentrale Schraubverbindung verbunden, die als Sollbruchstelle ausgebildet
ist.
[0004] Wenn die Treibladung in der Hochdruckkammer über ein Anzündhütchen pyrotechnisch
angezündet wird, brennt die Treibladung ab, entwickelt Treibgase mit hohem Druck,
die dann in beiden Kammern auf den Geschossboden wirken und schließlich das Geschoss
aus der Patronenhülse treiben, nachdem bei einem bestimmten Druck die Sollbruchstelle
zwischen Patronenhülse und Geschoss aufgebrochen ist.
[0006] Des weiteren sind Übungspatronen dieser Art bekannt, bei denen nur eine Niederdruck-Treibkammer
vorgesehen ist; solche Patronen werden als Niedrig-Geschwindigkeits-Patronen (Low
Velocity Ammunition) bezeichnet.
[0007] Derartige Patronenmunition wird in hohen Stückzahlen verwendet und muss sowohl sicher
gelagert als auch sicher von dem Hersteller zu einem Anwender transportiert werden.
Lagerung und Transport erfolgen in der Regel in größeren Behältern, z. B. Blechkisten,
die eine Vielzahl derartiger Patronen aufnehmen.
[0008] Trotz der nicht unerheblichen Menge an Zündstoff für Zündhütchen und Treibladung,
die sich in einem Lager- oder Transportbehälter befindet, sind Lagerung und Transport
üblicherweise problemlos. Ein Risiko stellt allenfalls ein Brand im Lager- oder Transportraum
dar, bei dem Temperaturen um und über 220°C erreicht werden.
[0009] Bei solchen Temperaturen zündet jedoch bereits die pyrotechnische Anzündladung des
Zündhütchens. Diese zündet dann auch die eigentliche Treibladung, die sonst erst bei
320°C bis 400°C zündet. Nach dem Zünden der Treibladung wird, wie beim gewöhnlichen
Schuss, in der Treibkammer ein solcher Druck aufgebaut, der auf den Geschossboden
wirkt, dass schließlich nach Aufbrechen der mechanischen Verbindung zwischen Patronenhülse
und Geschoss diese explosionsartig auseinander geschleudert werden.
[0010] Allein schon durch die Menge der explodierenden Treibsätze einer Vielzahl von Patronen
kann ein erheblicher Schaden entstehen. Aber auch die explosionsartig auseinander
gerissenen Patronenhülsen und Geschosse können große Schäden verursachen. Patronenhülse
und Geschoss wirken hierbei beide quasi wie Geschosse. Etwaige Aufnahmebehälter werden
dadurch zerstört, wobei die auseinander getriebenen Patronenhülsen und Geschosse auch
noch Menschen gefährden und große mechanische Schäden anrichten können.
[0011] In Versuchen wurden derartige Patronen in eine Heizschale gelegt, wonach die Heizschale
langsam aufgeheizt wurde. Nach Erreichen der Zündtemperatur des Zündhütchens von etwa
220°C wurden, wie geschildert, zunächst das Zündhütchen und durch dieses anschließend
die Treibladung der Patronen gezündet. Durch den Druckaufbau in der Treibkammer wurden
Patronenhülse und Geschoss auseinander gerissen und bis zu 100 Metern weit geschleudert,
so dass die Energie, die von vielen derartiger Patronen bei einem Brand freigesetzt
wird, gut vorstellbar ist.
[0012] Um bei einer starken Erhöhung der Außentemperatur über die Zündtemperatur bzw. Selbstzündtemperatur
der pyrotechnischen Anzündladung, z. B. bei einem Brand, ein Auseinanderreißen von
Patronenhülse und Geschoss und eine Schädigung der Umwelt zu vermeiden, ist es aus
der
DE 102004017465 sowie der korrespondierenden
WO 2005/098348 bekannt, von der Treibkammer ausgehend zumindest eine und bevorzugt mehrere Passagen
vorzusehen, die die Wand der Patronenhülse durchdringen und mit einem festen, druckdichten,
schmelzbaren Material ausgefüllt sind, dessen Schmelzpunkt niedriger als die niedrigste
Zündtemperatur eines der pyrotechnischen Sätze der Patrone ist, also niedriger als
die Zündtemperaturen der pyrotechnischen Zündladung und der Treibladung.
[0013] Ein solches Schmelzmaterial ist z. B. ein Schmelzmetall. Derartige Schmelzmetalle
sind etwa Legierungen aus Wismut und Zinn, wobei ggf. noch andere Metalle, wie Blei
etc., zugesetzt sind.
[0014] Wenn demnach eine Patrone der in Rede stehenden Art bis auf die Schmelztemperatur
des Schmelzmateriales bzw. Schmelzmetalles von z. B. 140° bis 180° C aufgeheizt wird,
schmilzt das Schmelzmaterial in den Passagen zwischen der Treibkammer in der Patronenhülse
und der Außenumgebung. Wenn bei weiter steigender Temperatur das Zündhütchen und schließlich
dadurch auch die Treibladung angezündet werden, so kann sich in der Treibkammer kein
Druck aufbauen, da die frei gelegten Passagen als Druckentlastungsöffnungen fungieren.
Die Folge ist, dass die Treibladung lediglich abbrennt, wobei die dabei entwickelten
Treibgase durch die Entlastungsöffnungen entweichen können. Patronenhülse und Geschoss
werden auf diese Weise nicht voneinander getrennt, so dass weder ein Druckschaden
noch ein mechanischer Schaden entsteht.
[0015] Dieses wurde in Versuchen bestätigt, bei denen eine Vielzahl derartiger Patronen
in einer üblichen Transportkiste aus Blech aufgenommen war. Es wurde nicht einmal
die Blechkiste wesentlich beschädigt.
[0016] Die Passage oder die Passagen, wie immer sie gestaltet sind, sind so ausgebildet,
dass beim normalen Verschuss der Geschosse aus der Patronenhülse das Schmelzmaterial
den hohen Drücken innerhalb der Treibkammer standhält.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0017] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Patronenmunition der in Rede stehenden
Art aus Patronenhülse und Geschoss so auszubilden, dass eine explosionsartige Trennung
der beiden Bestandteile im Falle einer starken Erwärmung der Patronenmunition bis
in den Bereich der niedrigsten Selbstentzündungstemperatur eines der pyrotechnischen
Sätze der Munition oder darüber hinaus, also üblicherweise der Selbstentzündungstemperatur
des Zündhütchens oder der Treibladung, vermieden wird. Die Patronenmunition soll dabei
in ihrer Geometrie nicht verändert oder zusätzlich bearbeitet werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0018] Diese Aufgaben sind durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0019] Demgemäß wird in die Treibladung ein inerter schmelzbarer Stoff eingebracht bzw.
eingemischt, dessen Schmelztemperatur niedriger als die Zündtemperatur der Treibladung
und/oder der Zündeinrichtung ist und der bei einer externen Temperaturerhöhung in
Richtung auf die Zündtemperatur der Treibladung und/oder der pyrotechnischen Ladung
der Zündeinrichtung schmilzt und die Komponenten der pyrotechnischen Sätze so weit
phlegmatisiert, dass eine Zündung der pyrotechnischen Sätze sicher verhindert wird.
[0020] Es ist zwar bekannt, pyrotechnische Sätze zu phlegmatisieren; vgl. etwa die
GB 348 657 A, die einen Startpunkt für den Anspruch 1 bildet. Hierzu werden z. B. die Komponenten
des pyrotechnischen Satzes mit einem Wachs, z. B. Paraffin, dünn überzogen, sodass
eine unbeabsichtigte Zündung des Satzes durch Reibung, Schocks oder Schläge verhindert
wird, gleichwohl jedoch eine sichere Zündung des Satzes bei einer entsprechenden gewollten
Anzündung sichergestellt wird.
[0021] Die Phlegmatisierung gemäß der Erfindung ist jedoch gerade so gewählt, dass eine
Zündung der pyrotechnischen Sätze sicher verhindert wird.
[0022] Vorzugsweise ist hierbei der inerte Stoff in die Treibladung eingearbeitet und liegt
zum Beispiel in Form von kleinen Kugeln, Körnern oder Flocken vor, die in das lose
Treibladungspulver eingemischt sind. Dieser Stoff sollte bei einer Temperatur schmelzen,
die unterhalb der Selbstentzündungstemperatur des pyrotechnischen Satzes mit der niedrigsten
Zündtemperatur liegt. Beim Schmelzen dieses Stoffes werden die Teilchen der Treibladung
von dem inerten Stoff benetzt, sodass die Treibladung phlegmatisiert beziehungsweise
inaktiviert wird. Sollte dann trotzdem die Zündeinrichtung zünden, so reagiert die
Treibladung nicht oder nur in geringem Umfang. Auf jeden Fall wird in der Treibkammer
unterhalb des Geschossbodens nicht ein so hoher Druck entwickelt, dass sich Patronenhülse
und Geschoss voneinander mit hoher Energie lösen.
[0023] Als inerter Stoff eignet sich insbesondere ein Wachs, vorzugsweise Paraffin, das
bei ca. 140°C bis 180°C schmilzt.
[0024] Der inerte schmelzbare Stoff kann unter Umständen auch in einem in die Treibkammer
hineinragenden offenen, insbesondere rohrförmigen Behälter aufgenommen sein, in dem,
wie aus dem oben genannten Stand der Technik bekannt, zum Beispiel ein Leuchtsatz
aufgenommen ist. Der inerte Stoff ersetzt entweder den Leuchtsatz oder füllt zumindest
einen Teil des Leuchtsatzes aus.
[0025] Als inerter Stoff kann unter anderem auch ein feinkörniges oder feinpulvriges Schmelzmetall
verwendet werden, das in die pulvrige Treibladung eingemischt wird. Ein solches Schmelzmetall
ist zum Beispiel eine Metalllegierung aus Wismut und Zinn, wobei andere Metalle, so
etwa Blei, noch vorhanden sein können.
[0026] Mit der Erfindung wird eine Patronenmunition zur Verfügung gestellt, die gegenüber
einer herkömmlichen Patronenmunition gemäß dem obigen Stand der Technik baulich nicht
modifiziert ist. Es wird lediglich die Treibladung verändert. Damit wird ein denkbar
einfaches Herstellungsverfahren für eine sichere Patronenmunition erreicht.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0027] Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel anhand der einzigen Figur näher beschrieben,
die einen Längsschnitt durch eine Patronenmunition aus einem Geschoss und einer Patronenhülse
gemäß der Erfindung zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0028] Eine in der Figur dargestellte Patronenmunition 1 besteht aus einem Geschoss 2 und
einer Patronenhülse 3. Die Patronenhülse 3 weist eine Treibkammer 4 auf, in der eine
Treibladung 5 aus einem pyrotechnischen Satz angeordnet ist.
[0029] Die Wand der Treibkammer 4 ist mit Überströmöffnungen 6 versehen, die in eine Niederdruckkammer
7 münden, die unterhalb des Geschossbodens 8 gelegen ist. Die Treibkammer 4 ist mit
einem zentralen Gewindestutzen 9 versehen, der in ein zentrales Gewinde 10 im Geschossboden
8 eingreift. Mit dem Geschossboden 8 kann noch ein rohrförmiger Leuchtsatz 11 verbunden
sein, der ausgehend von dem Gewindestutzen 9 in die Treibkammer 4 taucht.
[0030] Die Patronenmunition 1 hat ein Kaliber von z. B. 40 mm und wird in das Schloss einer
hier nicht gezeigten Rohrwaffe eingesetzt, aus der das Geschoss 2 mit Drall abgeschossen
wird, wozu das Geschoss ein hier nur angedeutetes Führungs- bzw. Drallband 12 aufweist.
[0031] Die Treibladung 5 wird durch ein Zündhütchen 13 pyrotechnisch gezündet, das mittig
in den Boden der Patronenhülse 3 eingesetzt ist.
[0032] In die körnige lose Schüttung der Treibladung 5 sind kleine Partikel, so zum Beispiel
Kugeln, Körner oder Flocken eines interten Stoffes 14, in diesem Falle eines Paraffins
beigemischt, wobei die Menge der Beimischung so bemessen ist, dass bei einem ordnungsgemäßen
Abschuss der Patronenmunition der Abbrand der Treibladung 5 im Wesentlichen nicht
behindert wird. Sollte jedoch zum Beispiel bei einem Brand die Umgebungstemperatur
der Patronenmunition über die Selbstzündtemperatur der Zündeinrichtung, die bei etwa
180 bis 220° liegt, steigen, schmelzen die einzelnen Teilchen 14 des inerten Stoffes
in der Treibladung 5, sodass diese zumindest phlegmatisiert oder sogar inaktiviert
wird. Selbst bei einer Zündung des Zündhütchens 13 würde dann die Treibladung 5 nicht
explosionsartig zünden.
[0033] Anstelle eines Wachses, in diesem Falle Paraffin, können auch für den inerten Stoff
Metalllegierungen aus Wismut und Zinn mit etwaigen Zusätzen verwendet werden, die
ebenfalls einen sehr niedrigen Schmelzpunkt im Bereich von etwa 140°C aufweisen und
in ähnlicher Weise eine Benetzung und damit Phlegmatisierung der Treibladung bei einem
Brand bewirken. Zusätzlich zu der Beimischung eines inerten Stoffes 14 oder anstelle
der Beimischung in die Treibladung 5 kann dieser inerte Stoff auch in dem rohrförmigen
Leuchtsatz 11 aufgenommen werden, wie dieses durch das Bezugszeichen 14' angedeutet
ist.
[0034] Zusätzlich könnte auch der kleine pyrotechnische Satz des Zündhütchens 13 mit einem
solchen inerten Stoff vermischt werden, was durch 14" angedeutet ist.
1. Patronenmunition, insbesondere mit mittlerem Kaliber, mit einer Patronenhülse und
einem in diese eingesetzten und mit der Patronenhülse mechanisch verbundenen Geschoss,
wobei in einer Treibkammer der Patronenhülse eine aus einem pyrotechnischen Satz bestehende
Treibladung vorgesehen ist, die mit einer ebenfalls einen pyrotechnischen Satz enthaltenden
Zündeinrichtung gezündet wird und deren Treibgase beim Abbrennen auf den Boden des
Geschosses einen Druck ausüben, durch den das Geschoss aus der Patronenhülse ausgetrieben
wird, wobei in die pyrotechnischen Sätze der Treibladung und/oder der pyrotechnischen
Zündeinrichtung ein inerter schmelzbarer Stoff einbringbar ist, dessen Schmelztemperatur
niedriger als die Zündtemperatur der pyrotechnischen Sätze der Treibladung und/oder
der Zündeinrichtung ist und der bei einer externen Temperaturerhöhung der Patronenmunition
in Richtung auf die Zündtemperatur der Treibladung und/oder der Ladung der Zündeinrichtung
schmilzt und die Komponenten der pyrotechnischen Sätze so weit phlegmnatisiert, dass
eine Zündung der pyrotechnischen Sätze verhindert wird.
2. Patronenmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff in den pyrotechnischen Satz der Treibladung eingearbeitet
bzw. eingemischt ist.
3. Patronenmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff in einem in den pyrotechnischen Satz der Treibladung
hineinragenden offenen Behälter, insbesondere einem Rohr aufgenommen ist.
4. Patronenmunition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff dem pyrotechnischen Satz der Treibladung und/oder der
Zündeinrichtung in Form von kleinen Kugeln, Körnern oder Flocken beigemischt ist.
5. Patronenmunition nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff beim Schmelzen den Satz der Treibladung und/oder der
Zündeinrichtung benetzt.
6. Patronenmunition nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff ein Wachs, insbesondere Paraffin ist.
7. Patronenmunition nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der inerte schmelzbare Stoff ein Schmelzmetall ist.
8. Patronenmunition nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzmetall eine zumindest Wismut und Zinn enthaltende Metalllegierung ist.
1. Fixed ammunition, particularly medium-calibre, with a cartridge case and a projectile
inserted therein and mechanically connected to the cartridge case, wherein a propellant
comprising a pyrotechnic substance is provided in a propellant chamber of the cartridge
case, said propellant being ignited using an ignition mechanism likewise containing
a pyrotechnic substance with its propellant gases exerting pressure on the projectile
base during burning, which causes the projectile to be expelled from the cartridge
case, wherein an inert, fusible material may be introduced into the pyrotechnic substances
of the propellant and/or of the pyrotechnic ignition mechanism, the fusion temperature
of which is lower than the ignition temperature of the pyrotechnic substances of the
propellant and/or of the ignition mechanism and which fuses when the external temperature
of the fixed ammunition rises towards the ignition temperature of the propellant and/or
of the ignition mechanism charge and the components of the pyrotechnic substances
are phlegmatized such that ignition of the pyrotechnic substances is prevented.
2. Fixed ammunition according to Claim 1, characterized in that the inert, fusible material is incorporated or mixed into the pyrotechnic substance
of the propellant.
3. Fixed ammunition according to Claim 1, characterized in that the inert, fusible material is contained in an open container, particularly a tube,
projecting into the pyrotechnic substance of the propellant.
4. Fixed ammunition according to Claim 1, characterized in that the inert, fusible material is admixed to the pyrotechnic substance of the propellant
and/or of the ignition mechanism in the form of small spheres, grains or flakes.
5. Fixed ammunition according to one of the preceding claims, characterized in that the inert, fusible material wets the substance of the propellant and/or of the ignition
mechanism when it fuses.
6. Fixed ammunition according to Claim 5, characterized in that the inert, fusible material is a wax, particularly paraffin.
7. Fixed ammunition according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the inert, fusible material is a fusible metal.
8. Fixed ammunition according to Claim 7, characterized in that the fusible metal is a metal alloy containing at least bismuth and tin.
1. Munition à cartouche, notamment de moyen calibre, comprenant une douille de cartouche
et un projectile inséré dans celle-ci et relié mécaniquement avec la douille de cartouche,
une charge propulsive composée d'un mélange pyrotechnique étant prévue dans une chambre
de propulsion de la douille de cartouche, laquelle est allumée avec un dispositif
d'allumage contenant également un mélange pyrotechnique et dont les gaz propulseurs,
lors de la combustion, exercent sur le fond du projectile une pression par laquelle
le projectile est éjecté hors de la douille de cartouche, une substance fusible inerte
pouvant être introduite dans les mélanges pyrotechniques de la charge propulsive et/ou
du dispositif d'allumage pyrotechnique, dont la température de fusion est inférieure
à la température d'allumage des mélanges pyrotechniques de la charge propulsive et/ou
du dispositif d'allumage et fond lors d'une augmentation de la température externe
de la munition à cartouche en direction de la température d'allumage de la charge
propulsive et/ou de la charge du dispositif d'allumage et stabilise les composantes
explosives des mélanges pyrotechniques suffisamment pour éviter un allumage des mélanges
pyrotechniques.
2. Munition à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la substance fusible inerte est incorporée ou mélangée dans le mélange pyrotechnique
de la charge propulsive.
3. Munition à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la substance fusible inerte est logée dans un récipient ouvert qui fait saillie à
l'intérieur du mélange pyrotechnique de la charge propulsive, notamment un tube.
4. Munition à cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la substance fusible inerte est mélangée au mélange pyrotechnique de la charge propulsive
et/ou du dispositif d'allumage sous la forme de petites billes, de grains ou de flocons.
5. Munition à cartouche selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la substance fusible inerte imprègne le mélange de la charge propulsive et/ou du
dispositif d'allumage lors de la fusion.
6. Munition à cartouche selon la revendication 5, caractérisée en ce que la substance fusible inerte est une cire, notamment de la paraffine.
7. Munition à cartouche selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la substance fusible inerte est un métal à fondre.
8. Munition à cartouche selon la revendication 7, caractérisée en ce que le métal à fondre est un alliage métallique contenant au moins du bismuth et de l'étain.