[0001] Die Erfindung betrifft ein Wert- oder Sicherheitsdokument, insbesondere ein ID Dokument,
mit einer Anzeigevorrichtung sowie ein Verfahren zur Wiedergabe einer Bildsequenz
auf der Anzeigevorrichtung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments und ein entsprechendes
Computerprogrammprodukt.
[0002] Dokumente mit einer integrierten elektronischen Schaltung sind aus dem Stand der
Technik an sich in verschiedener Form bekannt. Beispielsweise gibt es Wert- und Sicherheitsdokumente
in überwiegend papierbasierter Form, wie zum Beispiel als Banknote, als elektronischen
Reisepass, oder als kunststoffbasierte Chipkarte, insbesondere als sogenannte Smart
Card, in kontaktbehafteter, kontaktloser oder Dual-Interface Ausführung.
[0003] Insbesondere sind verschiedene Funk-Erkennungssysteme für solche Dokumente aus dem
Stand der Technik bekannt, die auch als Radio Frequency Identification (RFID) Systeme
bezeichnet werden. Vorbekannte RFID-Systeme beinhalten im Allgemeinen zumindest einen
Transponder und eine Sende-Empfangseinheit. Der Transponder wird auch als RFID-Etikett,
RFID-Chip, RFID-Tag, RFID-Label oder Funketikett bezeichnet; die Sende-Empfangseinheit
wird auch als Lesegerät, Leseeinrichtung oder Reader bezeichnet. Ferner ist oft die
Integration mit Servern, Diensten und sonstigen Systemen, wie zum Beispiel Kassensystemen
oder Warenwirtschaftssystemen über eine so genannte Middle Ware vorgesehen.
[0004] Die auf einem kontaktlosen, beispielsweise einem RFID-Transponder gespeicherten Daten
werden über Radiowellen verfügbar gemacht. Bei niedrigen Frequenzen geschieht dies
induktiv über ein Nahfeld, bei höheren Frequenzen über ein elektromagnetisches Fernfeld.
Die Entfernung, über die ein Transponder angesprochen und ausgelesen werden kann,
schwankt aufgrund der Ausführung (passiv / aktiv), dem benutzten Frequenzband, der
Sendestärke und anderen Umwelteinflüssen zwischen wenigen Zentimetern und mehr als
einem Kilometer.
[0005] Ein RFID-Transponder beinhaltet üblicherweise einen Mikrochip und eine Antenne, die
in einem Träger oder Gehäuse untergebracht oder auf ein Substrat aufgedruckt sind.
Aktive RFID-Transponder verfügen im Gegensatz zu passiven Transpondern ferner über
eine Energiequelle, wie zum Beispiel eine Batterie.
[0006] RFID-Transponder sind für verschiedene Dokumente einsetzbar, insbesondere in Chipkarten,
beispielsweise zur Realisierung einer elektronischen Geldbörse oder für Electronic
Ticketing. Desweiteren werden diese in Papier oder Kunststoff, wie zum Beispiel in
Wert- und Sicherheitsdokumenten, insbesondere Geldscheinen und Ausweisdokumenten,
integriert.
[0007] Aus der
DE 201 00 158 U1 ist beispielsweise eine Identifikations- und Sicherheitskarte aus laminierten und
/ oder gespritzten Kunststoffen bekannt, die einen integrierten Halbleiter mit einer
Antenne zur Durchführung eines RFID-Verfahrens beinhaltet. Aus der
DE 10 2004 008 841 A1 ist ferner ein buchartiges Wertdokument, wie zum Beispiel ein Passbuch bekannt geworden,
welches eine Transpondereinheit beinhaltet.
[0008] Solche Sicherheits- oder Wertdokumente können eine integrierte Anzeigevorrichtung
aufweisen, wie es z.B. aus
DE 10 2005 030 626 A1,
DE 10 2005 030 627 A1,
DE 10 2005 030 628 A1,
WO 2004/080100 A1,
EP 1 023 692 B1,
DE 102 15 398 B4,
EP 1 173 825 B1,
EP 1 230 617 B1,
EP 1 303 835 B1,
EP 1 537 528 B1.
WO 03/030096 A1,
EP 0 920 675 B1,
US 6,018,284,
US 6,402,039 B1,
WO 99/38117 bekannt ist.
[0009] So zeigt auch
US 2005/240528 eine Chipkarte mit einem Display, welches in der Lage ist, ein Bild eines Benutzers
oder eine Sequenz von Bildern des Benutzers darzustellen
[0010] Aus
US 2005/0211784 A1 ist eine Chipkarte bekannt, in der ein Nutzer verschiedene Informationen und Daten
speichern kann. Die Chipkarte hat eine Anzeigevorrichtung, einen Prozessor und einen
elektronischen Speicher.
[0011] Sicherheits- oder Wertdokumente können mit einer kontaktbehafteten oder kontaktlosen
Schnittstelle, beispielsweise einem RFID-Interface, ausgestattet sein oder mit einer
Schnittstelle, die sowohl eine drahtgebundene als auch eine drahtlose Kommunikation
mit einem Chipkarten-Terminal zulässt. Im letzteren Fall spricht man auch von so genannten
Dual-Interface Chipkarten. Chipkarten-Kommunikationsprotokolle und -verfahren sind
zum Beispiel in der Norm ISO 14443 festgelegt.
[0012] Ein Nachteil solcher Dokumente mit RFID-Funktionalität ist, dass ohne Einverständnis
des Trägers des Dokuments die RFID-Schnittstelle angesprochen werden kann. Ein Schutzmechanismus
für Reisedokumente zum Schutz gegen unbefugtes Auslesen der Daten aus einem solchen
Dokument ist als "Basic Access Control" bekannt, vgl. hierzu "Machine Readable Travel
Document", Technical Report, PKI for Machine Readable Travel Documents Offering ICC
Read-Only
[0013] Access, Version 1.1, Oktober 01, 2004, International Civil Aviation Organisation
(ICAO)
(http://www.icao.int/mrtd/download/documents/TR-PKI%20mrtds%20ICC%20read-only%20access%20y1
1.pdf). Ein Verfahren für den besonderen Schutz biometrischer Daten, d.h. die sog. Extended
Access Control, ist beispielsweise aus der
DE 10 2005 025 806 bekannt.
[0014] Aus der zum Anmeldezeitpunkt unveröffentlichten Patentanmeldung
DE 10 2006 031 422.0-53 derselben Anmelderin ist ein Wert- oder Sicherheitsdokument mit einer Anzeigevorrichtung
zur Ausgabe eines maschinenlesbaren optischen Signals, welches durch einen Benutzer
nicht kognitiv erfassbar ist, bekannt. Der Offenbarungsgehalt dieser Patentanmeldung
wird hiermit voll umfänglich zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung
gemacht.
[0015] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Wert- oder
Sicherheitsdokument zu schaffen sowie ein Verfahren zur Wiedergabe einer Bildsequenz
auf eine Anzeigevorrichtung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments und ein entsprechendes
Computerprogrammprodukt.
[0016] Nach Ausführungsformen der Erfindung wird ein Wert- oder Sicherheitsdokument mit
einer elektronischen Anzeigevorrichtung geschaffen, die zur Wiedergabe einer Bildsequenz
ansteuerbar ist. Die Bildsequenz beinhaltet zumindest zwei verschiedene zweidimensionale
Bilder eines Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments. Beispielsweise handelt
es sich bei den ersten und zweiten Bildern um Gesichtsbilder des Inhabers aus unterschiedlichen
Ansichten, insbesondere ein Gesichtsbild in frontaler Ansicht und ein Gesichtsbild
in seitlicher Ansicht.
[0017] Die Wiedergabe einer Bildsequenz mit Bildern des Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments
aus unterschiedlichen Ansichten hat gegenüber einer statischen Anzeige eines einzigen
zweidimensionalen Bildes den Vorteil, dass die Verifikation des Wert- oder Sicherheitsdokuments
dadurch sicherer wird. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass oftmals das üblicherweise
in einem Ausweisdokument beinhaltete frontale Gesichtsbild für eine sichere Verifikation
nicht ausreichend ist. Zur Erhöhung der Sicherheit sowohl bei der visuellen Verifikation,
zum Beispiel durch einen Grenzbeamten oder Polizisten, als auch der maschinellen Verifikation
mit Hilfe einer Leseeinrichtung werden erfindungsgemäß daher zumindest zwei Bilder
des Inhabers in einer Bildsequenz nacheinander auf der Anzeigevorrichtung wiedergegeben.
Dadurch lassen sich insbesondere geringe False Rejection Rates (FRR) und False Acceptance
Rates (FAR) bei der maschinellen Verifikation erreichen.
[0018] Ein weiterer Vorteil im Vergleich zur Darstellung eines dreidimensionalen Bildes
ist ferner, dass das zur Speicherung der Bildsequenz benötigte Datenvolumen nur der
Anzahl der Bilder proportional ist, sodass beispielsweise bei einer Bildsequenz bestehend
aus zwei Bildern nur doppelt so viele Daten wie für ein einziges Bild gespeichert
werden müssen. Dabei ist von weiterem besonderen Vorteil, dass sich die Bilder der
Bildsequenz jeweils mit dem gleichen hohen Auflösungsverhältnis auf der Anzeigevorrichtung
darstellen lassen. Zur Wiedergabe eines dreidimensionalen Bildes wäre dagegen die
Speicherung eines entsprechend großen Datenvolumens auf dem Wert- oder Sicherheitsdokument
erforderlich, was relativ aufwendig ist, oder die Reduzierung der Bildauflösung und
damit der Darstellungsbrillianz.
[0019] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument eine
elektronische Schaltung zur Ansteuerung der Anzeigevorrichtung. Die elektronische
Schaltung kann so ausgebildet sein, dass die Bildsequenz wiederholend angezeigt wird.
Die wiederholende Anzeige der Bildsequenz ist insbesondere für die visuelle Verifikation
des Wert- oder Sicherheitsdokuments vorteilhaft.
[0020] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Bildsequenz ein vergrößertes
Teilbild eines der anderen Bilder der Bildsequenz. Beispielsweise zeigt das vergrößerte
Teilbild ein besonders charakteristisches Merkmal des Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments.
[0021] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument ein
Bedienelement zur Aktivierung einer Zoomfunktion für eine vergrößerte Darstellung
eines auf der Anzeigevorrichtung wiedergegebenen Bildes.
[0022] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument ein
Bedienelement zum Starten der Wiedergabe der Bildsequenz. Dies hat den Vorteil, dass
die Wiedergabe der Bildsequenz, insbesondere die wiederholende Wiedergabe der Bildsequenz,
nicht ständig erfolgt, sondern erst nach Betätigung des Bedienelements. Durch Betätigung
desselben oder eines anderen Bedienelements kann die Wiedergabe in Ausführungsformen
der Erfindung wieder gestoppt werden.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument
ein Bedienelement zur Navigation in der Bildsequenz. Dadurch kann ein Benutzer des
Wert- oder Sicherheitsdokuments gezielt ein bestimmtes Bild der Bildsequenz zur Wiedergabe
auf der Anzeigevorrichtung auswählen.
[0024] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet das Wert- oder Sicherheitsdokument
ein Manipulandum, durch welches eine Nutzerschnittstelle realisiert wird. Über das
Manipulandum kann der Benutzer zum Beispiel die Wiedergabe der Bildsequenz starten
und/oder stoppen, die Zoomfunktion aktivieren und/oder deaktivieren und/oder innerhalb
der Bildsequenz navigieren. Das Manipulandum kann zum Beispiel als Schieber oder Rad
ausgebildet sein.
[0025] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Anzeigevorrichtung des Wert- oder
Sicherheitsdokuments als bistabile Anzeige ausgebildet, insbesondere als elektrophoretische
Anzeige oder Drehelementanzeige, als elektrochrome Anzeige, Flüssigkeitskristallanzeige,
LED-Anzeige, insbesondere anorganische LED oder organische LED-Anzeige, Balkenanzeige
oder eine Anzeige auf Basis des Elektrowetting-Effekts. Es kann sich auch um eine
Hybridanzeige handeln, die verschiedene Anzeigetechnologien miteinander verbindet.
[0026] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument eine
Schnittstelle zur Energieversorgung der Anzeigevorrichtung und/oder der elektronischen
Schaltung. Die Schnittstelle kann kontaktbehaftet, drahtlos oder als so genannte Dual-Interface-Schnittstelle
oder als eine Kombination dieser ausgebildet sein.
[0027] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Schnittstelle zur kontaktlosen Kommunikation
mit einem Leseeinrichtung ausgebildet, und zwar beispielsweise mittels elektrischer,
kapazitiver, induktiver, magnetischer, optischer oder einer anderen physikalischen
Kopplungsmethode. Bevorzugt erfolgt die Kommunikation über eine induktive Kopplung
beispielweise in Anlehnung an die ISO 14443.
[0028] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat die Schnittstelle des Wert- oder Sicherheitsdokuments
eine Antenne zur energetischeneiner Mobilfunkfrequenz, wie zum Beispiel im Bereich
von 900 MHz, 1800 MHz oder 1900 MHz. Wenn der Inhaber des Wert- oder Sicherheitsdokuments
beispielsweise eine Mobilfunktelefon, insbesondere ein so genanntes Handy, bei sich
trägt, so können die von dem Mobilfunkgerät ausgesendeten Felder von der Antenne des
Wert- oder Sicherheitsdokuments empfangen und für die Energieversorgung des Wert-
oder Sicherheitsdokuments verwendet werden.
[0029] Insbesondere können hierzu die auch im Stand-by-Betrieb eines solchen Mobilfunkgeräts
üblicherweise abgesendeten Signale verwendet werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft,
wenn das Wert- oder Sicherheitsdokument einen aufladbaren Energiespeicher hat, der
über die von der Antenne des Wert- oder Sicherheitsdokuments empfangene Mobilfunksignale,bzw
Felder aufgeladen wird.
[0030] Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist der Energiespeicher als Kondensator
oder als aufladbare Batterie ausgebildet. Die Kapazität des Energiespeichers ist vorzugsweise
so gewählt, dass zumindest über einen für eine Sicherheitsverifikation erforderlichen
Zeitraum genügend Energie für die Wiedergabe der Bildsequenz auf der Anzeigevorrichtung
zur Verfügung steht.
[0031] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Bildsequenz zumindest ein
Bild zur Wiedergabe eines biometrischen Merkmals des Inhabers, wie zum Beispiel von
einem, mehreren oder sämtlichen Fingerabdrücken, einem Iris-Scan oder dergleichen.
Die Wiedergabe eines solchen biometrischen Merkmals über die Anzeigevorrichtung kann
zur visuellen oder maschinellen Überprüfung des entsprechenden Merkmals verwendet
werden.
[0032] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Bildsequenz zumindest ein
Bild zur Wiedergabe einer Information im Klartext, wie zum Beispiel des Namens, der
Adresse, des Geburtsdatums und dergleichen des Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments.
[0033] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Bildsequenz zumindest ein
Bild eines dem Inhaber des Wert- oder Sicherheitsdokuments zugeordneten Kindes. Vorzugsweise
beinhaltet die Bildsequenz zumindest zwei Gesichtsbilder des Kindes aus unterschiedlichen
Ansichten. Alternativ oder zusätzlich kann die Bildsequenz auch ein oder mehrere Bilder
einer oder mehrerer dem Inhaber des Wert- oder Sicherheitsdokuments zugeordneter Personen
beinhalten, wie z.B. von Familienangehörigen, insbesondere der Ehefrau und/oder von
Geschwistern.
[0034] Nach einer Ausführungsform der Erfindung beinhaltet die Bildsequenz zumindest ein
Bild zur Ausgabe eines visuell und/oder kognitiv nicht wahrnehmbaren maschinenlesbaren
Signals. Dies ermöglicht es, von einem Benutzer des Wert- oder Sicherheitsdokuments
unbemerkt und/oder unerkannt vertrauliche Informationen auszugeben, die von einer
Leseeinrichtung maschinell erfasst und weiterverarbeitet werden können. Hierbei kann
es sich zum Beispiel um einen kryptographischen Schlüssel, verschlüsselte und/oder
signierte Informationen, Transaktionsnummern, Bar-Codes, eine Gültigkeitsdauer, Berechtigungsinformationen,
Personalisierungsdaten oder dergleichen handeln.
[0035] Beispielsweise handelt es sich bei dem betreffenden Bild um einen 2D-Bar-Code, der
zwar visuell wahrnehmbar, aber nicht kognitiv von einem Benutzer erfassbar ist. Das
Bild kann auch ein digitales Wasserzeichen beinhalten, in dem die maschinell erfassbare
Information beinhaltet ist. Ferner kann die Ausgabe des Bildes in einem optischen
Frequenzbereich außerhalb des sichtbaren Spektrums, insbesondere im IR, NIR oder im
UV-Bereich, erfolgen. Eine hierzu geeignete Anzeigevorrichtung ist insbesondere eine
Photolumineszenz-Löschungsanzeige (Field Quenching Photoluminescence Emission Device
- FQPED). Ferner können ein oder mehrere Pixel des Bildes zeitlich veränderliche Intensitäts-,
Grau- und/oder Farbwerte anzeigen, sodass sich mit Hilfe einer Amplituden-, Pulsweiten-,
Phasen- und/oder Frequenzmodulation ein maschinenlesbares Signal ausgeben lässt.
[0036] Nach einer Ausführungsform der Erfindung hat das Wert- oder Sicherheitsdokument Mittel
zum Zugriffsschutz auf zumindest eine Teilsequenz der Bildsequenz, wobei die Teilsequenz
nur dann wiedergegeben wird, wenn eine Zugriffsbedingung erfüllt ist.
[0037] Beispielsweise wird die Bildsequenz erst dann wiedergegeben, wenn die Zugriffsbedingung
erfüllt ist. Ohne vorherige Erfüllung der Zugriffsbedingung wird also kein Bild der
Bildsequenz auf der Anzeigevorrichtung ausgegeben. Alternativ wird die Bildsequenz
in erste und zweite Teilsequenzen aufgeteilt, die jeweils zumindest ein Bild beinhalten.
Die Bilder der ersten Teilsequenz werden auf der Anzeigevorrichtung wiedergegeben,
auch wenn die Zugriffsbedingung nicht erfüllt ist. Dagegen erfolgt die Wiedergabe
der Bilder der zweiten Teilsequenz nur dann, wenn die Zugriffsbedingung erfüllt ist.
Dies ist vorteilhaft, wenn die Bilder der zweiten Teilsequenz schutzbedürftige Daten
beinhalten, wie zum Beispiel biometrische Merkmale, Transaktionsnummern, kryptographische
Schlüssel oder dergleichen.
[0038] Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird durch die Mittel zum Zugriffsschutz
des Wert- oder Sicherheitsdokuments eine so genannte Basic Access Control oder eine
Extended Access Control realisiert.
[0039] Nach einer Ausführungsform der Erfindung muss die Leseeinrichtung zunächst eine Information
von dem Wert- oder Sicherheitsdokument erfassen. Dies kann durch optische Erfassung
von auf dem Dokument aufgedruckten Daten erfolgen, beispielsweise durch Einlesen der
Daten aus der so genannten machine readable zone (MRZ), die auch als ICAO-Zeile bezeichnet
wird. Die Erfassung der Information kann auch durch optisches Lesen der Anzeigevorrichtung
erfolgen, um ein von der Anzeigevorrichtung vor Erfüllung der Zugriffsbedingung gesendetes
maschinenlesbares Signal zu erfassen.
[0040] Durch die Leseeinrichtung wird die von dem Wert- oder Sicherheitsdokument erfasste
Information dann weiterverarbeitet, indem beispielsweise mit Hilfe der erfassten Information
und eines Master-Schlüssels ein kryptographischer Schlüssel generiert wird. Mit Hilfe
dieses kryptographischen Schlüssels wird ein Zugriffskommando der Leseeinrichtung
verschlüsselt und das Zugriffssignal wird in der verschlüsselten Form an das Wert-
oder Sicherheitsdokument übertragen. Das Wert- oder Sicherheitsdokument versucht dann,
das Zugriffskommando mit Hilfe des ihm bekannten kryptographischen Schlüssels zu Entschlüsseln.
Da dies nur gelingt, wenn der von der Leseeinrichtung generierte kryptographische
Schlüssel zutreffend ist, ist hierdurch eine Zugriffsbedingung gegeben. Statt einem
symmetrischen Verschlüsselungsverfahren kann auch ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren
oder ein anderes kryptographisches Verfahren eingesetzt werden.
[0041] Nach einer Ausführungsform der Erfindung werden die diversen sequentiell repetierend
darzustellenden Daten in einem elektronischen Speicher einer elektronischen Schaltung
des Dokuments gespeichert, wobei die elektronische Schaltung für eine kontaktlose
Kommunikation ausgebildet ist. Auch können die darzustellenden Daten in einer weiteren
Schaltung oder in der Anzeigevorrichtung selbst gespeichert werden. Der oder die Anzeigetreiber,
die für die Wiedergabe der Bilder auf der Anzeigevorrichtung erforderlich sind, können
direkt in dem integrierten elektronischen Schaltung integriert sein oder als separate
diskrete Bauteile ausgeführt oder als integraler Bestandteil der Anzeigevorrichtung
realisiert sein.
In einer Ausführungsform sind alle Komponenten der elektronischen Schaltung als integrierter
Schaltkreis ausgeführt.
[0042] Nach einer Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Speicherung der Bilddatensätze
in Anlehnung an den Standard ICAO 9303.
[0043] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Wiedergabe einer
Bildsequenz auf einer Anzeigevorrichtung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments, wobei
die Bildsequenz zumindest ein erstes Bild oder ein zweites Bild eines Inhabers des
Wert- oder Sicherheitsdokuments beinhaltet, und wobei das erste Bild und das zweite
Bild den Inhaber in unterschiedlichen ersten und zweiten Ansichten zeigen, und wobei
die Bildsequenz zumindest ein drittes Bild zur Wiedergabe eines biometrischen Merkmals
des Inhabers beinhaltet, mit folgenden Schritten: Wiedergabe einer ersten Teilsequenz
der Bildsequenz bestehend aus zumindest den ersten und zweiten Bildern auf der Anzeigevorrichtung,
wobei das dritte Bild nicht wiedergegeben wird, Empfang eines Signals von einer Leseeinrichtung,
Prüfung anhand des Signals, ob eine Zugriffsbedingung erfüllt ist, wenn die Zugriffsbedingung
erfüllt ist, Wiedergabe der gesamten Bildsequenz einschließlich des dritten Bildes
auf der Anzeigevorrichtung.
[0044] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt mit von
einer elektronischen Schaltung eines Wert- oder Sicherheitsdokuments ausführbaren
Instruktionen zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0045] Im Weiteren werden Ausführungsformen der Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Blockdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wert- oder Sicherheitsdokuments,
- Figuren 2 bis 5
- die Wiedergabe einer Bildsequenz auf der Anzeigevorrichtung einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Wert- oder Sicherheitsdokuments,
- Figur 6
- ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 7
- ein Blockdiagramm einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dokuments,
- Figur 8
- ein Blockdiagramm einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dokuments
mit einer Leseeinrichtung,
- Figur 9
- ein Flussdiagramm einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0046] Elemente der nachfolgenden Ausführungsformen, die einander entsprechen, sind mit
denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0047] Die Figur 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Dokuments 100. Bei dem Dokument 100 handelt es sich um ein Wert- oder Sicherheitsdokument,
wie zum Beispiel ein ID Dokument, einen Reisepass, eine Personalausweis, einen Führerschein,
eine Zutrittskarte, einen Berechtigungsausweis, eine Bankkarte, eine Kreditkarte oder
dergleichen.
[0048] Das Dokument 100 hat eine in den Dokumentenkörper integrierte Anzeigevorrichtung
102. Hierbei kann es sich um eine elektronische Anzeigevorrichtung basierend auf einer
nicht beleuchteten, hinterleuchteten, frontbeleuchteten oder bevorzugt selbst leuchtenden
Anzeige handeln. Vorzugsweise handelt es sich bei der Anzeigevorrichtung 102 um eine
bistabile Anzeigevorrichtung; bei einer bistabilen Anzeigevorrichtung kann nämlich
ein Bild permanent auch ohne Energiezufuhr wiedergegeben werden. Wenn beispielsweise
das Wert- oder Sicherheitsdokument nicht mit Energie versorgt ist oder deaktiviert
ist, so kann auf einer bistabilen Anzeigevorrichtung beispielsweise das Gesichtsbild
des Inhabers in Frontalansicht angezeigt werden.
[0049] Insbesondere kann es sich bei der Anzeigevorrichtung 102 um eine elektrophoretische
oder elektrochrome Anzeige, eine Drehelementanzeige, eine LED-Anzeige, insbesondere
eine anorganische, organische oder Hybrid-LED-Anzeige, eine LCD-Anzeige in verschiedenen
Ausführungsformen (zum Beispiel Twisted Nematic, Super Twisted Nematic, cholesterisch,
nematisch), eine ferroelektrische Anzeige, eine Anzeige auf der Basis des Elektrowetting-Effekts,
eine Hybridanzeige oder eine Anzeige auf Basis eines flexiblen Displays, wie sie beispielsweise
von der Firma Citala (www.citala.com) kommerziell erhältlich ist (vergleiche
US 2006/0250535 A1 und
WO 2007/054944).
[0050] Die Anzeigevorrichtung 102 ist vorzugsweise aktiv leuchtend, wie das beispielsweise
bei einer OLED-Anzeigeeinheit der Fall ist. Wenn die Anzeigevorrichtung 102 aktiv
leuchtend ausgebildet ist, beispielsweise also als OLED-Display, so hat das die Vorteile
einer hohen Winkelbeobachtungsmöglichkeit, einer guten Leuchtintensität und einem
guten Kontrastverhältnis, sodass ein auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegebenes
Bild auch bei ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen gut lesbar ist.
Das Dokument 100 hat eine elektronische Schaltung104. DSchaltung 104 beinhaltet einen
Treiber 106 zur Ansteuerung der Anzeigevorrichtung 102. Ferner ist die Schaltung 104
zur Ausführung von Programminstruktionen 108 ausgebildet. Die Schaltung104 beinhaltet
einen elektronischen Speicher 110 zur Speicherung einer Bildsequenz. In der hier betrachteten
Ausführungsform besteht die Bildsequenz aus den Bildern B1 bis Bn, wobei für jedes
der Bilder ein entsprechender Bilddatensatz in dem elektronischen Speicher 110 gespeichert
ist.
[0051] Das Dokument 100 hat eine Antenne 112, die mit der Schaltung 104 verbunden ist. Die
Antenne 112 dient zur Versorgung der Schaltung 104 und der Anzeige 102 mit elektrischer
Energie.
[0052] Beispielsweise ist die Schaltung 104 als RFID-Chip ausgebildet. In diesem Fall dient
die Antenne 112 sowohl zur Energieversorgung als auch zur Kommunikation mit einer
Leseeinrichtung (vergleiche hierzu die Ausführungsform der Figur 8).
[0053] Die Schaltung 104 zur Ausführung der Programminstruktionen 108, der elektronische
Speicher 110, der Treiber 106 und die Anzeigevorrichtung 102 können als separate elektrisch
wirksame Elemente, beispielsweise diskrete Bauelemente realisiert sein oder sie können
ganz oder teilweise als ein einziger integrierter Schaltkreis realisiert sein.
[0054] Die in dem Speicher 110 gespeicherte Bildsequenz beinhaltet zumindest einen ersten
Bilddatensatz B1 zur Wiedergabe eines ersten Bildes des Inhabers des Dokuments 100,
wie zum Beispiel eines Gesichtsbildes in frontaler Ansicht. Ferner beinhaltet die
Bildsequenz zumindest einen zweiten Bilddatensatz B2 zur Wiedergabe eines zweiten
Bildes des Inhabers, wie zum Beispiel eines Gesichtsbildes in seitlicher Ansicht.
[0055] Wenn beispielsweise über die Antenne 112 Energie in das Dokument 100 eingekoppelt
wird, so wird die Ausführung der Programminstruktionen 108 automatisch gestartet.
Die Programminstruktionen 108 steuern dann den Treiber 106 an, sodass die Bilddatensätze
B1 und B2 in dieser Reihenfolge nacheinander über die Anzeigevorrichtung 102 wiedergegeben
werden. Beispielsweise erfolgt die Wiedergabe jedes der Bilder der Bildsequenz für
einen vorgegebenen Zeitraum von zum Beispiel 0,5 bis 2 Sekunden bevor zum nächsten
Bild der Bildsequenz gewechselt wird. Die Wiedergabe der Bildsequenz kann so lange
wiederholend durchgeführt werden, als Energie in die Antenne 112 eingekoppelt wird.
Die Zeitdauer der Wiedergabe eines jeden Bildes der Bildsequenz kann fest vorgegeben
sein oder über eine Benutzerschnittstelle wählbar sein.
[0056] Die Bildsequenz kann über das Gesichtsbild in frontaler und seitlicher Ansicht hinaus
weitere Bilder beinhalten. Beispielsweise wird das Gesicht des Inhabers aus mehreren
verschiedenen Ansichten aufgenommen, wobei von einer Ansicht zur nächsten der Aufnahmewinkel
variiert wird. Die sich daraus ergebenden sequenziellen Bilddatensätze können in Form
einer Filmsequenz über die Anzeigevorrichtung 102 ausgegeben werden. Da der Aufnahmewinkel
von einem Bilddatensatz zum nächsten variiert, ermöglicht dies eine rasche Verifikation
des Dokuments 100 mit einer hohen Erkennungswahrscheinlichkeit.
[0057] Neben der bildlichen Darstellung einer Person oder von Personen können die Bilddatensätze
biometrische Merkmale, wie zum Beispiel einzelne Fingerabdrücke, oder sämtliche Fingerabdrücke
des Inhabers, einer Iris-Abbildung oder einer Unterschrift des Inhabers, beinhalten.
Ferner kann die in dem elektronischen Speicher 110 gespeicherte Sequenz auch einen
oder mehrere Bilddatensätze mit visuell im Klartext erfassbaren Informationen und/oder
nur maschinell erfassbaren Informationen beinhalten.
[0058] Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine Angabe in Klartext handeln, wie zum Beispiel
den Namen, die Adresse und das Geburtsdatum des Inhabers des Dokuments 100, und/oder
um nur ein maschinell erfassbares Signal, wie zum Beispiel einen Bar-Code, insbesondere
einen 2D-Bar-Code, oder ein Bildsignal in einem visuell nicht wahrnehmbaren spektralen
Bereich, einer für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Wiederholfrequenz, einem
integrierten digitalen Wasserzeichen oder dergleichen.
[0059] Die Figuren 2 bis 5 zeigen exemplarisch die Wiedergabe einer solchen Bildsequenz
auf der Anzeigevorrichtung 102 eines Dokuments 100. Nach dem Start der Wiedergabe
wird zunächst das Bild B1 wiedergegeben, welches ein Gesichtsbild in frontaler Ansicht
des Inhabers ist. Danach wird automatisch zum nächsten Bild B2 der Bildsequenz gewechselt,
welches ein Gesichtsbild in seitlicher Ansicht zeigt. Das nachfolgende Bild B3 der
Bildsequenz beinhaltet Angaben im Klartext zu dem Inhaber des Dokuments 100, das heißt
beispielsweise dessen Namen, Geburtsdatum, eine Identifizierungsnummer sowie ergänzend
einen 1 D- oder 2D-Bar-Code. Das nachfolgende Bild Bn der Bildsequenz kann eine weitere
Information im Klartext oder in nur maschinenlesbarer Form beinhalten, wie zum Beispiel
eine Transaktionsnummer oder einen kryptographischen Schlüssel.
[0060] Die Figur 6 zeigt ein Flussdiagramm zur Darstellung einer Arbeitsweise einer Ausführungsform
des Dokuments 100. In dem Schritt 200 wird eine Energieversorgung des Dokuments 100
eingeschaltet. Dies kann dadurch erfolgen, dass das Dokument 100 in ein Feld eingebracht
wird, durch das Energie zur Spannungsversorgung der Anzeigevorrichtung und/oder der
Schaltunges des Dokuments in das Dokument eingekoppelt wird. Wenn das Dokument über
eine eigene Energieversorgung, wie zum Beispiel eine aufladbare Batterie verfügt,
so kann der Schritt 200 auch durch Betätigung eines Bedienelements zum Einschalten
der Energieversorgung durch einen Benutzer realisiert sein.
[0061] Nach dem Einkoppeln beziehungsweise Einschalten der Energieversorgung erfolgt automatisch
in dem Schritt 202 der Programmstart zur Ausführung der Programminstruktionen durch
die elektronische Schaltung des Dokuments 100. Hierzu wird zunächst in dem Schritt
204 ein Index i der wiederzugebenden Bildsequenz initialisiert. In dem Schritt 206
werden die Bilddaten des Bilddatensatzes Bi des ersten Bildes der Bildsequenz aus
dem elektronischen Speicher des Dokuments gelesen und in dem Schritt 208 wird der
Treiber zur Anzeige des Bildes Bi entsprechend angesteuert.
[0062] In dem Schritt 210 wird geprüft, ob der Index i bereits die maximale Anzahl n von
Bildern der Bildsequenz erreicht hat. Ist dies nicht der Fall, so wird der Index i
in dem Schritt 212 inkrementiert und die Ablaufsteuerung geht zu dem Schritt 206 zurück,
sodass der nachfolgende Bilddatensatz Bi gelesen und über die Anzeigevorrichtung wiedergegeben
wird. Ist das Gegenteil der Fall, so geht die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 204 zurück,
sodass die Wiedergabe der Bildsequenz wieder von vorne beginnt.
[0063] Die Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dokuments
100. In der Ausführungsform der Figur 7 hat das Dokument 100 einen Energiespeicher
114, der zwischen die Antenne 112 und die Schaltung 104 geschaltet ist. Bei dem Energiespeicher
114 kann es sich zum Beispiel um einen Kondensator oder eine wiederaufladbare Batterie
handeln.
[0064] Die Antenne 112 kann auf eine Mobilfunkfrequenz im Bereich von zum Beispiel 900 MHz,
1800 MHz oder 1900 MHz abgestimmt sein. Wenn der Inhaber des Dokuments 100 ein Mobilfunkgerät
116, wie zum Beispiel ein übliches GSM-Handy, bei sich trägt, so gibt das Mobilfunkgerät
116 im Standby Betrieb in zeitlichen Abständen ein Mobilfunksignal 118 ab. Dieses
Mobilfunksignal 118 ist an die dem Mobilfunkgerät 116 zugeordnete Base Station gerichtet,
wird aber auch von der Antenne 112 empfangen, da sie sich diese in der Nähe des Mobilfunkgeräts
116, beispielsweise in derselben Jackentasche des Inhabers des Dokuments 100 befindet,
in der sich auch das Dokument 100 befindet. Aufgrund des Empfangs des Mobilfunksignals
118 durch die Antenne 112 wird elektrische Energie in das Dokument 100 eingekoppelt,
die in dem Energiespeicher 114 gespeichert werden kann. Beispielsweise wird hierdurch
der Kondensator oder die aufladbare Batterie des Energiespeichers 114 geladen.
[0065] Das Dokument 100 kann eine Nutzerschnittstelle 120 mit ein oder mehreren Bedienelementen
aufweisen. Beispielsweise hat die Nutzerschnittstelle 120 ein Bedienelement 122. Bei
Betätigung des Bedienelements 122 wird die Energieversorgung eingeschaltet, sodass
die Wiedergabe der Bildsequenz mit den Bildern B1 bis Bn beginnt. Durch nochmalige
Betätigung des Bedienelements 122 kann die Energieversorgung und damit die Wiedergabe
der Bildsequenz abgeschaltet werden.
[0066] Wenn die Anzeigevorrichtung 102 als bistabile Anzeigevorrichtung ausgebildet ist,
wird vorzugsweise nach dem Empfang eines Ausschaltsignals von dem Bedienelement 122
zunächst ein bestimmtes Bild der Bildsequenz, wie zum Beispiel das Bild B1, auf der
Anzeigevorrichtung wiedergegeben, und dann erst die Energieversorgung abgeschaltet.
Dies hat den Vorteil, dass auch bei ausgeschalteter Energieversorgung dieses Bild
B1 auf der Anzeigevorrichtung sichtbar bleibt.
[0067] Die Nutzerschnittstelle 122 kann ein weiteres Bedienelement 124 mit einer Zoomfunktion
beinhalten. Durch Betätigung des Bedienelements 124 kann ein Benutzer des Dokuments
das gerade auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegebene Bild vergrößern. Hierzu haben
die Programminstruktionen 108 entsprechende Programminstruktionen 126 zur Realisierung
der Zoomfunktion.
[0068] Alternativ oder zusätzlich kann zumindest einer der Bilddatensätze der Bildsequenz
eine vergrößerte Detailansicht eines der anderen Bilder der Bildsequenz beinhalten.
[0069] Die Nutzerschnittstelle 120 kann ferner Bedienelemente 128 und 130 für eine Navigation
des Benutzers in der Bildsequenz beinhalten. Durch wiederholtes Betätigen des Bedienelements
128 oder 130 kann der Benutzer ein bestimmtes Bild innerhalb der Bildsequenz auswählen,
sodass dieses gewünschte Bild auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegeben wird.
[0070] Beispielsweise wird durch Betätigung des Bedienelements 122 zum Einschalten der Energieversorgung
ein Betriebsmodus gewählt, in dem die Wiedergabe der Bildsequenz wiederholend erfolgt,
wobei jedes Bild der Bildsequenz für einen bestimmten Zeitraum von zum Beispiel 0,5
bis 2 Sekunden angezeigt wird, bevor zum nächsten Bild der Bildsequenz übergegangen
wird. Dies entspricht dem Flussdiagramm der Figur 6. Wenn hingegen eines der Bedienelemente
124, 128 oder 130 betätigt wird, so wird dieser wiederholende Wiedergabemodus der
Bildsequenz unterbrochen. Das gerade auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegebene
Bild bleibt dort so lange stehen, bis der Benutzer entweder durch erneute Betätigung
des Bedienelements 122 in den wiederholenden Wiedergabemodus zurückkehrt oder ein
anderes Bild der Bildsequenz durch Betätigung eines der Bedienelemente 128 oder 130
gezielt auswählt.
[0071] Die Bedienelemente 122, 124, 128 und/oder 130 können auch durch ein einziges Manipulandum
realisiert sein, wie zum Beispiel einen Schiebeschalter mit verschiedenen Raststellungen,
ein Drehrad, ein berührungsempfindliches Eingabefeld oder einen anderen Multifunktionsschalter.
Das Manipulandum kann dem Display überlagert sein.
[0072] Die Bedienelemente 122, 124, 128 und/oder 130 oder ein entsprechendes Manipulandum
können auch in einem externen Gerät, wie z.B. einem Lesegerät realisiert sein, welches
mit dem Dokument 100 kommunizieren kann, um entsprechende Benutzerkommandos zu übertragen.
[0073] Die Figur 8 zeigt ein Blockdiagramm einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Dokuments 100 mit einer Leseeinrichtung 132. Bei der Leseeinrichtung 132 kann es sich
um ein stationäres oder mobiles Lesegerät oder ein Lesesystem bestehend aus einer
Leseeinheit, die an einen Computer angeschlossen ist, handeln.
[0074] In der hier betrachteten Ausführungsform ist in dem elektronischen Speicher 110 des
Dokuments 100 eine Bildsequenz bestehend aus einer ersten Teilsequenz von n Bilddatensätzen
B1 bis Bn und einer zweiten Teilsequenz bestehend aus m Bilddatensätzen b1 bis bm
gespeichert. Die erste Teilsequenz mit den Bilddatensätzen B1 bis Bn beinhaltet dabei
solche Bilder, die nicht besonders schutzbedürftige Informationen beinhalten, wie
zum Beispiel Gesichtsbilder des Inhabers des Dokuments 100. Die Bilder der zweiten
Teilsequenz mit den Bilddatensätzen b1 bis bm beinhalten dabei besonders schutzwürdige
Informationen, wie zum Beispiel biometrische Merkmale, kryptographische Schlüssel,
Transaktionsnummern oder andere vertrauliche Informationen.
[0075] Die Programminstruktionen 108 beinhalten Programminstruktionen 134 zur Implementierung
einer Zugriffskontrolle auf die Bilder der zweiten Teilsequenz. Dadurch soll sichergestellt
werden, dass die Bilder der zweiten Teilsequenz nur aufgrund einer Anforderung durch
eine hierfür autorisierte Stelle auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegeben werden.
Durch die Programminstruktionen 134 wird beispielsweise eine so genannte Access Control,
die als Basic Access Control und/oder Extended Access Control ausgebildet sein kann,
implementiert.
[0076] Die Leseeinrichtung 132 dient zur Ausführung von Programminstruktionen 136, die Programminstruktionen
138 beinhalten, die den Programminstruktionen 134 zur Implementierung der Access Control
entsprechen. Die Leseeinrichtung 132 hat beispielsweise eine kontaktloseschnittstelle
140 zur Energieversorgung des Dokuments 100 durch Einkopplung von Energie in dessen
Antenne 112 sowie zur Kommunikation mit dem Dokument 100.
[0077] Die Leseeinrichtung 132 verfügt über einen Zugriff auf einen Master-Key 142 sowie
eine Nutzerschnittstelle 144.
[0078] Wenn Energie über die Antenne 112 des Dokuments 100 eingekoppelt wird, so startet,
wie bei der Ausführungsform der Figur 1, automatisch die Ausführung der Programminstruktionen
108. Dabei wird zunächst nur die erste Teilsequenz mit den Bildern B1 bis Bn auf der
Anzeigevorrichtung 102 wiedergegeben. Wenn auch die zweite Teilsequenz mit den Bildern
b1 bis bn wiedergegeben werden soll, so ist zunächst die Erfüllung einer Zugriffsbedingung
erforderlich.
[0079] Hierzu liest die Leseeinrichtung 132 eine Information von dem Dokument 100. Dies
kann beispielsweise optisch durch Erfassung von auf dem Dokument 100 aufgedruckten
Daten oder durch Erfassung von auf der Anzeigevorrichtung 102 wiedergegebenen Daten
erfolgen. Diese von der Leseeinrichtung 132 erfassten Daten werden durch die Programminstruktionen
138 verarbeitet. Beispielsweise werden diese Daten mit dem Master-Key 142 verknüpft,
sodass ein symmetrischer kryptographischer Schlüssel generiert wird, der auch in den
Programminstruktionen 108 vorliegt.
[0080] Die Programminstruktionen 138 generieren dann ein Zugriffskommando, welches mit diesem
symmetrischen kryptographischen Schlüssel verschlüsselt wird. Dieses Zugriffskommando
wird über die Datenschnitstelle, insbesondere kontaktlose Schnittstelle 140 zu dem
Dokument 100 übertragen. Die Programminstruktionen 108 versuchen, das Zugriffskommando
mit dem dort vorliegenden symmetrischen kryptographischen Schlüssel zu entschlüsseln.
Wenn dies gelingt, so ist die Zugriffsbedingung erfüllt und die Leseeinrichtung 132
gilt als für den Zugriff auf die zweite Teilsequenz autorisiert. Daraufhin werden
die Bilder sowohl der ersten als auch der zweiten Teilsequenz nacheinander auf der
Anzeigevorrichtung 102 wiedergegeben.
[0081] Die Figur 9 zeigt ein entsprechendes Verfahren, wobei die Schritte 300 bis 312 den
Schritten 200 bis 212 der Figur 6 entsprechen. Wenn die Prüfung in dem Schritt 310
ergibt, dass der Index i gleich der Anzahl der Bilder n der ersten Teilsequenz ist,
so geht die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 311, wo geprüft wird, ob die Zugriffsbedingung
für den Zugriff auf die Bilddaten der zweiten Teilsequenz bereits erfüllt ist. Ist
dies nicht der Fall, so geht die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 304 zurück, sodass
die erste Teilsequenz von Bilddaten B1 bis Bn nochmals wiedergegeben wird.
[0082] Ist das Gegenteil der Fall, geht die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 314 über, in
dem der Index j der zweiten Teilsequenz initialisiert wird. In dem Schritt 316 wird
der Bilddatensatz bj der zweiten Teilsequenz gelesen und in dem Schritt 318 durch
entsprechende Ansteuerung des Treibers auf der Anzeigevorrichtung ausgegeben. In dem
Schritt 320 wird geprüft, ob bereits das Ende der zweiten Teilsequenz erreicht ist,
indem nämlich der Index j mit der Anzahl der Bilder der zweiten Teilsequenz m verglichen
wird. Ist dies nicht der Fall, so wird in dem Schritt 322 der Index j inkrementiert
und die Ablaufsteuerung kehrt zu dem Schritt 316 zurück. Ist das Gegenteil der Fall,
so kehrt die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 304 zurück, sodass die ersten und zweiten
Teilsequenzen nacheinander wiederholend über die Anzeigevorrichtung wiedergegeben
werden.
1. Wert- oder Sicherheitsdokument mit einer elektronischen Anzeigevorrichtung (102) zur
Wiedergabe einer Bildsequenz, einer elektronischen Schaltung (104, 106) zur Ansteuerung
der Anzeigevorrichtung, einer Schnittstelle (112) zur Energieversorgung der Anzeigevorrichtung
und der elektronischen Schaltung, mit einem Speicher (110) zur Speicherung der Bildsequenz,
und mit Programminstruktionen (108) zur Ausführung durch die elektronische Schaltung,
wobei die Ausführung der Programminstruktionen automatisch aufgrund der Einkopplung
von Energie in die Schnittstelle gestartet wird, wobei die Bildsequenz eine erste
Teilsequenz (B1, B2, B3,...Bn) mit zumindest einem ersten Bild und einem zweiten Bild
eines Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments beinhaltet, und wobei das erste
Bild und das zweite Bild den Inhaber in unterschiedlichen ersten und zweiten Ansichten
zeigen, wobei das Dokument ferner Mittel (134) zum Zugriffsschutz auf zumindest eine
zweite Teilsequenz (b1, b2, b3, ...bm) der Bildsequenz aufweist, wobei die zweite
Teilsequenz nur dann auf der Anzeigevorrichtung wiedergegeben wird, wenn eine vordefinierte
Zugriffsbedingung erfüllt ist, wobei die erste Teilsequenz der Bildsequenz auf der
Anzeigevorrichtung wiedergegeben wird, solange die Zugriffsbedingung nicht erfüllt
ist, und wobei die gesamte Bildsequenz wiedergegeben wird, sobald die Zugriffsbedingung
erfüllt ist, wobei die Programminstruktionen so ausgebildet sind, dass die wiederholende
Wiedergabe der ersten Teilsequenz automatisch gestartet wird, und die wiederholdende
Wiedergabe der gesamten Bildsequenz automatisch gestartet wird, sobald die Zugriffsbedingung
erfüllt ist, wobei die Mittel zum Zugriffsschutz zum Empfang eines Signals von einer
Leseeinrichtung ausgebildet sind, wobei das Signal aufgrund einer durch die Leseeinrichtung
von dem Wert- oder Sicherheitsdokument optisch erfassten Information durch die Leseeinrichtung
generierbar ist, und wobei mit dem Empfang des Signals die Zugriffsbedingung erfüllt
ist.
2. Wert- oder Sicherheitsdokument nach Anspruch 1, mit einem ersten Bedienelement (124)
zur Aktivierung einer Zoomfunktion, wobei die Zoomfunktion zur vergrößerten Darstellung
eines Details eines der Bilder der Bildsequenz dient.
3. Wert- oder Sicherheitsdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Schnittstelle zur drahtlosen Einkopplung von Energie und/oder zur kontaktlosen Kommunikation
mit einer Leseeinrichtung ausgebildet ist, und zwar insbesondere mittels elektrischer,
kapazitiver, induktiver, magnetischer, optischer oder einer anderen physikalischen
Kopplung.
4. Wert- oder Sicherheitsdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Schnittstelle eine Antenne (112) aufweist, die zum Empfang von Signalen auf einer
Mobilfunkfrequenz ausgebildet ist, wobei die aufgrund der Signale eingekoppelte Energie
zur Energieversorgung der Anzeigevorrichtung und/oder der elektronischen Schaltung
und/oder zum Aufladen eines Energiespeichers (114) dient.
5. Wert- oder Sicherheitsdokument nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die
Anzeigevorrichtung zur Ausgabe der Information zur Erfassung durch die Leseeinrichtung
ausgebildet ist.
6. Verfahren zur Wiedergabe einer Bildsequenz auf einer Anzeigevorrichtung (102) eines
Wert- oder Sicherheitsdokuments (100), wobei eine erste Teilsequenz der Bildsequenz
zumindest ein erstes Bild oder ein zweites Bild eines Inhabers des Wert- oder Sicherheitsdokuments
beinhaltet, und wobei das erste Bild und das zweite Bild den Inhaber in unterschiedlichen
ersten und zweiten Ansichten zeigen, und wobei eine zweite Teilsequenz der Bildsequenz
zumindest ein drittes Bild zur Wiedergabe eines biometrischen Merkmals des Inhabers
beinhaltet, mit folgenden Schritten:
- automatische wiederholende Wiedergabe der ersten Teilsequenz der Bildsequenz bestehend
aus zumindest den ersten und zweiten Bildern auf der Anzeigevorrichtung, wobei das
dritte Bild nicht wiedergegeben wird, aufgrund der Einkopplung von elektrischer Energie,
- optische Erfassung einer Information von dem Wert- oder Sicherheitsdokument durch
eine Leseeinrichtung (132),
- Generierung eines Signals aufgrund der erfassten Information durch de Leseeinrichtung
(132),
- Empfang des Signals von der Leseeinrichtung (132),
- Prüfung anhand des Signals, ob eine Zugriffsbedingung erfüllt ist,
- wenn die Zugriffsbedingung erfüllt ist, automatische wiederholende Wiedergabe der
gesamten Bildsequenz einschließlich des dritten Bildes auf der Anzeigevorrichtung.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Signal mit einem kryptographischen Verfahren
verschlüsselt ist und wobei zur Prüfung, ob die Zugriffsbedingung erfüllt ist, das
Signal entschlüsselt wird.
8. Computerprogrammprodukt mit ausführbaren Instruktionen zur Durchführung eines Verfahrens
nach Anspruch 6 oder 7.
9. System mit einer Leseeinrichtung und einem Dokument nach einem der Ansprüche 1 bis
5, wobei die Mittel zum Zugriffsschutz des Dokuments zum Empfang eines Signals von
der Leseeinrichtung ausgebildet sind, wobei das Signal aufgrund einer durch die Leseeinrichtung
von dem Wert- oder Sicherheitsdokument optisch erfassten Information durch die Leseeinrichtung
generierbar ist, und wobei mit dem Empfang des Signals die Zugriffsbedingung erfüllt
ist.
1. A value or security document comprising an electronic display device (102) for reproducing
an image sequence, comprising an electronic circuit (104, 106) for actuating the display
device, comprising an interface (112) for supplying energy to the display device and
the electronic circuit, comprising a memory (110) for storing the image sequence,
and comprising program instructions (108) for execution by the electronic circuit,
wherein the execution of the program instructions is started automatically due to
the coupling of energy into the interface, wherein the image sequence includes a first
sub-sequence (B1, B2, B3, ...Bn) comprising at least one first image and at least
one second image of an owner of the value or security document, and wherein the first
image and the second image show the owner in different first and second views, wherein
the document further comprises means (134) for access protection to at least one second
sub-sequence (b1, b2, b3, ...bm) of the image sequence, wherein the second sub-sequence
is then only reproduced on the display device when a predefined access condition is
met, wherein the first sub-sequence of the image sequence is reproduced on the display
device as long as the access condition is not met, and wherein the entire image sequence
is reproduced as soon as the access condition is met, wherein the program instructions
are designed such that the repeated reproduction of the first sub-sequence is started
automatically, and the repeated reproduction of the entire image sequence is started
automatically as soon as the access condition is met, wherein the means for access
protection are designed to receive a signal from a read device, wherein the signal
can be generated by the read device on the basis of a piece of information detected
optically by the read device from the value or security document, and wherein the
access condition is met with the receipt of the signal.
2. The value or security document according to Claim 1, comprising a first operating
element (124) for activation of a zoom function, wherein the zoom function is used
for enlarged depiction of a detail of one of the images in the image sequence.
3. The value or security document according to one of the preceding claims, wherein the
interface is designed for wireless coupling-in of energy and/or for contactless communication
with a read device, specifically in particular by means of electrical, capacitive,
inductive, magnetic, optical or another physical coupling.
4. The value or security document according to one of the preceding claims, wherein the
interface comprises an antenna (112), which is designed to receive signals on a mobile
communications frequency, wherein the energy coupled in on the basis of the signals
is used to supply energy to the display device and/or to the electronic circuit and/or
to charge an energy store (114).
5. The value or security document according to one of the preceding claims, wherein the
display device is designed to output the information for detection by the read device.
6. A method for reproducing an image sequence on a display device (102) of a value or
security document (100), wherein a first sub-sequence of the image sequence includes
at least one first image or at least one second image of an owner of the value or
security document, and wherein the first image and the second image show the owner
in different first and second views, and wherein a second sub-sequence of the image
sequence includes at least one third image for reproducing a biometric feature of
the owner, said method comprising the following steps:
- automatic repeated reproduction of the first sub-sequence of the image sequence
consisting of at least the first and second images on the display device, wherein
the third image is not reproduced, on the basis of the coupling-in of electrical energy,
- optical detection of a piece of information from the value or security document
by a read device (132),
- generation of a signal on the basis of the detected information by the read device
(132),
- receipt of the signal by the read device (132),
- checking on the basis of the signal as to whether an access condition is met,
- if the access condition is met, automatic repeated reproduction of the entire image
sequence, including the third image, on the display device.
7. The method according to Claim 6, wherein the signal is encrypted by a cryptographic
method, and wherein the signal is decrypted in order to check whether the access condition
is met.
8. A computer program product with executable instructions for executing a method according
to Claim 6 or 7.
9. A system comprising a read device and a document according to one of Claims 1 to 5,
wherein the means for access protection of the document are designed to receive a
signal from the read device, wherein the signal can be generated by the read device
on the basis of a piece of information detected optically by the read device from
the value or security document, and wherein the access condition is met with the receipt
of the signal.
1. Document de valeur ou de sécurité, avec un dispositif d'affichage électronique (102)
pour la reproduction d'une séquence d'images, un circuit électronique (104, 106) pour
l'actionnement du dispositif d'affichage, une interface (112) pour l'alimentation
en énergie du dispositif d'affichage et du circuit électronique, avec une mémoire
(110) pour la sauvegarde de la séquence d'images, et avec des instructions de programme
(108) pour l'exécution par le circuit électronique, dans lequel l'exécution des instructions
de programme est démarrée automatiquement en raison de l'induction d'énergie dans
l'interface, dans lequel la séquence d'images contient une première séquence partielle
(B1, B2, B3, ..., Bn) avec au moins une première image et une deuxième image du titulaire
du document de valeur ou de sécurité, et dans lequel la première image et la deuxième
image représentent le titulaire dans différentes vues, dans lequel le document comporte
en outre des moyens (134) pour la protection de l'accès à au moins une deuxième séquence
partielle (b1, b2, b3, b..., bm) de la séquence d'images, dans lequel la deuxième
séquence partielle est reproduite sur le dispositif d'affichage seulement lorsqu'une
condition d'accès prédéfinie est remplie, dans lequel la première séquence partielle
de la séquence d'images est reproduite sur le dispositif d'affichage tant que la condition
d'accès n'est pas remplie, et dans lequel l'ensemble de la séquence d'images est reproduit
dès que la condition d'accès est remplie, et la reproduction répétée de l'ensemble
de la séquence d'images est démarrée automatiquement dès que la condition d'accès
est remplie, dans lequel les moyens pour la protection de l'accès sont conçus pour
recevoir un signal venant d'un dispositif de lecture, dans lequel le signal peut être
généré à partir d'une information détectée optiquement par le dispositif de lecture
du document de valeur ou de sécurité, et dans lequel la condition d'accès est remplie
à la réception du signal.
2. Document de valeur ou de sécurité selon la revendication 1, avec un premier élément
de commande (124) pour l'activation d'une fonction de zoom, dans lequel la fonction
de zoom sert à agrandir la représentation d'un détail de l'une des images de la séquence
d'images.
3. Document de valeur ou de sécurité selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel l'interface est conçue pour l'induction d'énergie sans fil et/ou pour la communication
sans contact avec le dispositif de lecture, et en particulier au moyen d'un couplage
électrique, capacitif, inductif, magnétique, optique ou d'un autre couplage physique.
4. Document de valeur ou de sécurité selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel l'interface comporte une antenne (112) conçue pour recevoir des signaux sur
une fréquence radio mobile, dans lequel l'énergie induite à partir des signaux sert
à l'alimentation en énergie du dispositif d'affichage et/ou du circuit électronique
et/ou pour la recharge d'un accumulateur d'énergie (114).
5. Document de valeur ou de sécurité selon l'une des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif d'affichage est conçu pour délivrer l'information destinée à
être détectée par le dispositif de lecture.
6. Procédé pour la reproduction d'une séquence d'images sur un dispositif d'affichage
(102) d'un document de valeur ou de sécurité (100), dans lequel une première séquence
partielle de la séquence d'images contient au moins une première image et une deuxième
image d'un titulaire du document de valeur ou de sécurité, et dans lequel la première
image et la deuxième image représentent le titulaire dans une première et une deuxième
vues différentes, et dans lequel une deuxième séquence partielle de la séquence d'images
contient au moins une troisième image pour la reproduction d'une caractéristique biométrique
du titulaire, avec les étapes suivantes :
- reproduction automatiquement répétitive de la première séquence partielle de la
séquence d'images, consistant au moins dans les première et deuxième images, sur le
dispositif d'affichage, la troisième image n'étant pas reproduite, du fait de l'induction
d'énergie,
- détection optique d'une information du document de valeur ou de sécurité par un
dispositif de lecture (132),
- génération d'un signal à partir de l'information détectée, par le dispositif de
lecture (132),
- réception du signal par le dispositif de lecture (132),
- vérification du remplissage d'une condition d'accès, à l'aide du signal,
- lorsque la condition d'accès est remplie, reproduction automatiquement répétitive
de l'ensemble de la séquence d'images, y compris la troisième image, sur le dispositif
d'affichage.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel le signal est encodé par un procédé
cryptographique et dans lequel, pour vérifier si la condition d'accès est remplie,
le signal est décodé.
8. Produit informatique avec des instructions exécutables, pour l'exécution d'un procédé
selon la revendication 6 ou 7.
9. Système avec un dispositif de lecture et un document selon l'une des revendications
1 à 5, dans lequel les moyens pour la protection de l'accès du document sont conçus
pour recevoir un signal venant du dispositif de lecture, dans lequel le signal peut
être généré par le dispositif de lecture, à partir d'une information détectée optiquement
par le dispositif de lecture du document de valeur ou de sécurité, et dans lequel
la condition d'accès est remplie à la réception du signal.