TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungstechnik. Sie
betrifft eine thermische Maschine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Moderne Industrie-Gasturbinen (IGT) werden in der Regel mit Ringbrennkammern ausgelegt.
Meist kleinere IGTs werden als so genannte "Can Annular Combustors" ausgeführt. Bei
einer IGT mit Ringbrennkammer ist der Brennraum begrenzt durch die Seitenwände sowie
die Eintritts- und Austrittsebene des Heissgases. Eine solche Gasturbine ist in den
Fig. 1 und 2 dargestellt. Die in den Fig. 1 und 2 im Ausschnitt gezeigte Gasturbine
10 hat ein Turbinengehäuse 11, in dem ein um eine Achse 27 drehender Rotor 12 untergebracht
ist. Auf der rechten Seite ist an Rotor 12 ein Verdichter 17 zur Verdichtung von Verbrennungs-
und Kühlluft ausgebildet, auf der linken Seite ist eine Turbine 13 angeordnet. Der
Verdichter 17 verdichtet Luft, die in ein Plenum 14 einströmt. Im Plenum ist konzentrisch
zur Achse 27 eine ringförmige Brennkammer 15 angeordnet, die eingangsseitig durch
eine mit Frontplattenkühlluft 20 gekühlte Frontplatte 19 abgeschlossen ist und ausgangsseitig
über einen Heissgaskanal 25 mit dem Eingang der Turbine 13 in Verbindung steht.
[0003] In der Frontplatte 19 sind in einem Ring Brenner 16 angeordnet, die beispielsweise
als Doppelkegel- oder EV-Brenner ausgelegt sind und ein Brennstoff-Luft-Gemisch in
die Brennkammer 15 eindüsen. Der bei der Verbrennung des Gemisches entstehende Heissluftstrom
26 gelangt durch den Heissgaskanal 25 in die Turbine 13 und wird dort unter Arbeitsleistung
entspannt. Die Brennkammer 15 mit dem Heissgaskanal 25 ist aussen mit Abstand von
einem äusseren und inneren Kühlhemd 21 bzw. 31 umgeben, die mittels Befestigungselementen
24 an der Brennkammer 15, 25 befestigt sind und zwischen sich und der Brennkammer
15, 25 jeweils einen ringsförmigen äusseren und inneren Kühlkanal 22 bzw. 32 ausbilden.
In den Kühlkanälen 22, 32 strömt in Gegenrichtung zum Heissgasstrom 26 Kühlluft an
den Wänden der Brennkammer 15, 25 entlang in eine Brennkammerhaube 18 ein und von
dort in die Brenner 16 bzw. als Frontplattenkühlluft 20 direkt in die Brennkammer
15.
[0004] Die Seitenwände der Brennkammer 15, 25 werden dabei entweder als Schalenelemente
ausgeführt oder als Vollschalen (Aussenschale 23, Innenschale 33). Bei der Verwendung
von Vollschalen ergibt sich montagebedingt die Notwendigkeit einer Trennebene (29
in Fig. 2a), die es erlaubt eine obere Hälfte der Schale 23, 33 (obere Halbschale
33a in Fig. 2a) von der unteren Hälfte (untere Halbschalle 33b in Fig. 2a) abzunehmen,
um zum Beispiel den Gasturbinen-Rotor 12 zu montieren bzw. zu demontieren. Die Trennebene
29 weist entsprechend zwei Trennebenenschweissnähte 30 (Fig. 2a) auf, die sich im
Beispiel der von der Anmelderin gebauten Gasturbine vom Typ GT13E2 auf der Höhe der
Maschinenachse 27 befinden (3- und 9-Uhr-Position). Wie bereits erwähnt, müssen die
jeweils unteren und oberen Halbschalen 33a, 33b konvektiv gekühlt werden. Um die Kühlung
zu begünstigen, werden auf die Halbschalenkaltseite die bereits genannten Kühlhemden
(CoShirts) 21 und 31 montiert, welche Umgebungsluft umleiten und aufgrund des Brennkammerdruckabfalls
bzw. Brennerdruckabfalls über die Halbschalen führen und damit eine konvektive Kühlung
bewirken.
[0005] Die Kühlhemden 21, 31 haben dabei vorzugsweise folgende Eigenschaften und Funktionen:
- Sie dichten zwei Plena bzw. Kammern ab;
- Sie müssen untereinander auch dichten (Montage einer Dichtlippe oder Überlappung nötig);
- Sie werden, mit Ausnahme der Trennebene 29, rotationssymmetrisch ausgeführt;
- Sie müssen bei der Montage der Brennkammerhalbschalen in der Trennebene ineinander
geführt werden;
- Die Kühlhemden 31 der Brennkammer-Innenschalen 33a,b müssen an der Trennebene 29 'blind'
ineinander geführt werden (kein Zugang für eine visuelle Kontrolle der Verbindungsebene,
da von den Brennkammer-Innenschalen abgedeckt);
- Sie können Kühllöcher aufweisen (für einen gezielten Kühlluftmassenstrom)
- Sie können Kühllöcher für eine allfällige Prallkühlung aufweisen (für eine gezielte,
lokal forcierte Kühlung der Halbschalen);
- Sie müssen keine grossen axialen oder radialen Kräfte aufnehmen;
- Sie sind i.d. Regel nicht selbsttragend, sondern werden auf ein Trägerteil montiert;
- Sie müssen einen grossen axialen und radialen Bewegungsspielraum aufweisen, insbesondere
bei transienten Betriebszuständen;
- Sie müssen temperaturfest sein (Zeitfestigkeit - Dauerfestigkeit);
- Sie müssen einfach und kostengünstig herstellbar sein; und
- Sie dürfen im Betrieb keine Eigenschwingungen ausweisen.
[0006] Die Innen- und Aussenschale 33 bzw. 23 einer Gasturbine wie der GT13E2 sind thermisch
und mechanisch im Betrieb stark beansprucht. Die Festigkeitseigenschaften des Materials
der Schalen 23, 33 sind stark temperaturabhängig. Um die Materialtemperatur unter
dem maximal zulässigen Materialtemperaturniveau zu halten, werden die Schalen 23,
33 konvektiv gekühlt. Die Formgebung und die hohe thermische Belastung nahe dem Turbineneintritt
(Heissgaskanal 25) erfordern vor allem in diesem Bereich einen konstant hohen Wärmeübergang
auch auf der Kühlluftseite. Dies wird bei der Aussenschale 23 durch Prallkühlung erreicht.
An der Innenschale 33 sind Platz und Strömungszustände sowie eine Abdichtung gegen
einen Querstrom für solch eine Prallkühlung nicht gegeben. Daher wird auf eine konventionelle
Konvektionskühlung zurückgegriffen, bei der die Intensität der Kühlung durch Verringerung
der Kanalhöhe des Kühlkanals 32 erhöht wird.
[0007] Die bisher eingesetzte Konfiguration des inneren Kühlhemds 31 aus 2 axialen Blechen
ist zum einen anfällig für Abstandstoleranzen und sonstige Ungleichförmigkeiten, z.B.
im Strömungsfeld vor dem Kühllufteintritt in den Kühlkanal, und bewirkt zum anderen
eine unerwünschte Verringerung des Kühlluftmassenstroms im Bereich des kleineren der
beiden axialen Bleche.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine thermische Maschine der eingangs genannten
Art so zu gestalten, dass die Nachteile der bisherigen Lösungen vermieden und insbesondere
die Strömungsverhältnisse der Kühlluft in den Kühlkanälen zwischen den Schalen und
den Kühlhemden im Sinne einer intensivierten Kühlung deutlich verbessert werden.
[0009] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Wesentlich
für die Erfindung ist, dass zumindest eines der Kühlhemden auf der Seite, auf welcher
die Kühlluft in den Kühlkanal eintritt, zur Verbesserung der Einströmbedingungen eine
nach aussen gebogene, abgerundete Eintrittskante aufweist. Vorzugsweise ist das zumindest
eine Kühlhemd im Bereich der Eintrittskante glockenförmig bzw. trompetenartig aufgeweitet.
[0010] Eine Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das innere Kühlhemd
auf der Seite, auf welcher die Kühlluft aus dem Kühlkanal austritt, zur Verringerung
der Strömungsverluste eine nach aussen gebogene, abgerundete Austrittskante aufweist.
[0011] Gemäss einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Kühlhemden aus einzelnen,
in Umfangsrichtung aneinander anschliessenden Kühlhemdsegmenten zusammengesetzt, wobei
die Kühlhemdsegmente mittels verteilt angeordneten Befestigungselementen an den zugehörigen
Schalen befestigt sind.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlhemdsegmente
in den Anschlussbereichen einander paarweise überlappen, und dass jeweils ein Kühlhemdsegment
eines Paares im Überlappungsbereich mit Überlappungselementen für eine formschlüssige
Verbindung zwischen den überlappenden Kühlhemdsegmenten ausgestattet ist.
[0013] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente
bei den Kühlhemdsegmenten jeweils in axialer Richtung hintereinander angeordnet sind,
und dass in axialer Linie mit den Befestigungselementen zusätzliche Bohrungen in den
Kühlhemdsegmenten vorgesehen sind, durch welche zur Verbesserung der Kühlung Kühlluft
in Strahlen von aussen in den jeweiligen Kühlkanal einströmt.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Brennkammer
in einer Trennebene in eine obere Hälfte mit oberen Halbschalen und eine untere Hälfte
mit unteren Halbschalen aufgeteilt ist, dass die Halbschalen in der Trennebene durch
Trennebenenschweissnähte miteinander verbunden sind, dass die Schalen im Bereich der
Trennebenenschweissnähte eine von der Rotationssymmetrie abweichende Form aufweisen,
und dass die Kühlhemden in der Trennebene an die abweichende Form der Schalen angepasst
sind.
[0015] Vorzugsweise ist die Gesamtheit der Kühlhemdsegmente in erste Kühlhemdsegmente, welche
an die Trennebene angrenzen, und zweite Kühlhemdsegmente, welche ausserhalb der Trennebene
liegen, unterteilt, wobei die ersten Kühlhemdsegmente zur Anpassung an die abweichende
Form der Schalen eine hochgezogene Seitenkante aufweisen.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0016] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen
- Fig. 1
- den Längsschnitt durch eine gekühlte Ringbrennkammer einer Gasturbine nach dem Stand
der Technik;
- Fig. 2
- im einzelnen die Ringbrennkammer aus Fig. 1 mit den aussen befestigten Kühlhemden;
- Fig. 2a
- in einer Prinzipdarstellung am Beispiel der Innenschale die Unterteilung der Brennkammerschalen
in einer Trennebene in zwei Halbschalen;
- Fig. 3
- in einer Seitenansicht den Teil einer Innenschale mit segmentiertem Kühlhemd gemäss
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 4
- einen vergrösserten Ausschnitt des Ausführungsbeispiels aus Fig. 3 mit der besonderen
Ausgestaltung des an die Trennebene angrenzenden Kühlhemdsegments;
- Fig. 5
- ein nicht an die Trennebene angrenzendes Kühlhemdsegment des Ausführungsbeispiels
aus Fig. 3;
- Fig. 6
- ein an die Trennebene angrenzendes Kühlhemdsegment des Ausführungsbeispiels aus Fig.
3 mit der speziellen Seitenkante;
- Fig. 7
- in einem Ausschnitt die Anordnung der Überlappungselemente an dem Kühlhemdsegment
aus Fig. 5 bzw. 6 und
- Fig. 8
- den Längsschnitt durch das Kühlhemdsegment aus Fig. 6 in der dort eingezeichneten
Ebene VIII-VIII.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0017] In Fig. 3 ist in einer Seitenansicht der Teil einer Innenschale mit segmentiertem
Kühlhemd gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Zur Kühlung
der Innenschale 33 ist auf der Aussenseite der Innenschale 33 durch ein im Abstand
dazu konzentrisch angeordnetes inneres Kühlhemd 31 ein ringförmiger Kühlkanal 32 ausgebildet,
in den auf der in Fig. 3 linken Seite Kühlluft einströmt, nach rechts fliesst und
auf der rechten Seite den Kühlkanal 32 wieder verlässt (siehe Strömungspfeile in Fig.
3). Das innere Kühlhemd 31 ist aus einzelnen, sich in axialer Richtung erstreckenden
Kühlhemdsegmenten 34 zusammengesetzt, die überlappend aneinander anschliessen. Im
Überlappungsbereich sind an den Kühlhemdsegmenten 34 randseitig abstehende Überlappungselemente
36 angeschweisst (siehe insbesondere Fig. 7), die im Überlappungsbereich für einen
Formschluss zwischen den überlappenden Segmenten sorgen.
[0018] Die Kühlhemdsegmente 34 sind mittels verteilt angeordneten Befestigungselementen
24, die durch Befestigungslöcher 40 in den Segmenten gehen (Fig. 5, 6 und 8), an der
zugehörigen Innenschale 33 befestigt. Die Befestigungselemente 24 sind dabei in axialer
Richtung hintereinander angeordnet. In axialer Linie mit den Befestigungselementen
24 sind im Nachlaufgebiet der Befestigungselemente 24 zusätzliche Bohrungen 35 in
den Kühlhemdsegmenten 34 vorgesehen, durch die Luft aus dem Kühllufteintritt zuströmt.
Der in den Kühlkanal 32 eintretende Luftstrahl führt auf Grund seiner lokal hohen
Geschwindigkeit bezüglich des ankommenden Kühlluftmassenstromes zu einer Anhebung
des Wärmeübergangskoeffizienten und damit zu einer Reduktion der Wandtemperatur der
Innenschale 33.
[0019] Das innere Kühlhemd 31 ist im Bereich der Eintrittskante 37 glockenförmig bzw. trompetenartig
aufgeweitet. Diese abgerundete "bellmouth-shaped" Eintrittskante 37 des in axialer
Richtung einteiligen Kühlluftbleches erlaubt es, zum einen den Druckverlust am Kühllufteintritt
zu minimieren und zum anderen eine (unbeabsichtigte) Variation des Wärmeübergangskoeffizienten
durch Ablösung der Kühlluft am Kühlkanaleintritt (Eintrittskante 37), wie sie zum
Beispiel an scharfkantigen Eintritten entstehen, zu verhindern. Die durch die verbesserten
Einströmbedingungen erzielten Verminderungen der Verwirbelungsverluste führen zu einer
Verringerung des benötigten Kühlluftmassenstromes und damit zu einer effizienteren
Wirkungsweise der Brennkammer. Die Strömungsrichtung der Kühlluft ist dabei der Heissgasströmungsrichtung
entgegengesetzt.
[0020] Das Innenschalenkühlhemd bzw. innere Kühlhemd 31 ist weiterhin so ausgeführt, dass
an seiner Austrittsseite (Austrittskante 38) neu ein Übergangsradius gewählt wird,
der einen wesentlich günstigeren, d.h. geringeren, Strömungsverlust verursacht als
die bisherige Konfiguration. Die Reduktion im Strömungsverlust an dieser Stelle wird
kompensiert durch eine Verminderung der Kühlkanalhöhe, was dort wiederum zu einer
Erhöhung des kühlluftseitigen Wärmeüberganges und damit zu einer Absenkung der mittleren
Materialtemperatur der Innenschale 33 führt.
[0021] Die Kühlhemdsegmente 34:
- können, müssen aber nicht, als Bleche (Walzmaterial) ausgeführt werden;
- müssen untereinander dichten, Montage einer Dichtlippe oder Überlappung (Überlappungselemente
36) nötig
- werden, mit Ausnahme der an die Trennebene 29 angrenzenden Kühlhemdsegmente 34a, rotationssymmetrisch
ausgeführt;
- können Kühllöcher (35) aufweisen (für einen gezielten Kühlluftmassenstrom);
- müssen temperaturfest sein (Zeitfestigkeit - Dauerfestigkeit).
[0022] Wie in Fig. 4 und Fig. 6 zu erkennen ist, weisen die an die Trennebene 29 angrenzenden
Kühlhemdsegmente 34a eine hochgezogene bzw. nach aussen gezogene Seitenkante 39 auf.
Dadurch tritt das Kühlhemd 31 im Bereich der Trennebenenschweissnähte 30 nach aussen
zurück und schafft Platz für eine entsprechende Ausbuchtung der Brennkammerschale
33 im Bereich der Trennebenenschweissnaht 39.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0023]
- 10
- Gasturbine
- 11
- Turbinengehäuse
- 12
- Rotor
- 13
- Turbine
- 14
- Plenum
- 15
- Brennkammer
- 16
- Brenner (Doppelkegel- oder EV-Brenner)
- 17
- Verdichter
- 18
- Brennkammerhaube
- 19
- Frontplatte
- 20
- Frontplattenkühlluft
- 21
- äusseres Kühlhemd
- 22
- äusserer Kühlkanal
- 23
- Aussenschale
- 24
- Befestigungselement
- 25
- Heissgaskanal
- 26
- Heissgasstrom
- 27
- Achse
- 29
- Trennebene
- 30
- Trennebenenschweissnaht
- 31
- inneres Kühlhemd
- 32
- innerer Kühlkanal
- 33
- Innenschale
- 33a
- obere Halbschale (Innenschale)
- 33b
- untere Halbschale (Innenschale)
- 34
- Kühlhemdsegment
- 34a
- Kühlhemdsegment (Trennebene)
- 35
- Bohrung
- 36
- Überlappungselement
- 37
- Eintrittskante (abgerundet, "bellmouth-shaped")
- 38
- Austrittskante (abgerundet)
- 39
- Seitenkante (hochgezogen)
- 40
- Befestigungsloch
1. Thermische Maschine, insbesondere Gasturbine (10), welche eine durch eine Aussenschale
(23) und eine Innenschale (33) nach aussen begrenzte, ringförmige Brennkammer (15,
25) umfasst, durch welche in axialer Richtung ein Heissgasstrom (26) strömt, wobei
die Aussenschale (23) und Innenschale (33) auf ihrer Aussenseite jeweils unter Ausbildung
eines Kühlkanals (22 bzw. 32) mit einem in einem Abstand angebrachten, konzentrischen
Kühlhemd (21 bzw. 31) versehen sind, durch welchen Kühlkanal (22 bzw. 32) Kühlluft
in einer zum Heissgasstrom (26) entgegengesetzten Richtung strömt, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kühlhemden (21 bzw. 31) auf der Seite, auf welcher die Kühlluft
in den Kühlkanal (22 bzw. 32) eintritt, zur Verbesserung der Einströmbedingungen eine
nach aussen gebogene, abgerundete Eintrittskante (37) aufweist.
2. Thermische Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Kühlhemd (21 bzw. 31) im Bereich der Eintrittskante (37) glockenförmig
bzw. trompetenartig aufgeweitet ist.
3. Thermische Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Kühlhemd (31) auf der Seite, auf welcher die Kühlluft aus dem Kühlkanal
(32) austritt, zur Verringerung der Strömungsverluste eine nach aussen gebogene, abgerundete
Austrittskante (38) aufweist.
4. Thermische Maschinen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlhemden (21, 31) aus einzelnen, in Umfangsrichtung aneinander anschliessenden
Kühlhemdsegmenten (34, 34a) zusammengesetzt sind, und dass die Kühlhemdsegmente (34,
34a) mittels verteilt angeordneten Befestigungselementen (24) an den zugehörigen Schalen
(23 bzw. 33) befestigt sind.
5. Thermische Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlhemdsegmente (34, 34a) in den Anschlussbereichen einander paarweise überlappen,
und dass jeweils ein Kühlhemdsegment eines Paares im Überlappungsbereich mit Überlappungselementen
(36) für eine formschlüssige Verbindung zwischen den überlappenden Kühlhemdsegmenten
(34, 34a) ausgestattet ist.
6. Thermische Maschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (24) bei den Kühlhemdsegmenten (34, 34a) jeweils in axialer
Richtung hintereinander angeordnet sind, und dass in axialer Linie mit den Befestigungselementen
(24) zusätzliche Bohrungen (35) in den Kühlhemdsegmenten (34, 34a) vorgesehen sind,
durch welche zur Verbesserung der Kühlung Kühlluft in Strahlen von aussen in den jeweiligen
Kühlkanal (22 bzw. 32) einströmt.
7. Thermische Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (15, 25) in einer Trennebene (29) in eine obere Hälfte mit oberen
Halbschalen (33a) und eine untere Hälfte mit unteren Halbschalen (33b) aufgeteilt
ist, dass die Halbschalen (33a, 33b) in der Trennebene (29) durch Trennebenenschweissnähte
(30) miteinander verbunden sind, dass die Schalen (23, 33) im Bereich der Trennebenenschweissnähte
(30) eine von der Rotationssymmetrie abweichende Form aufweisen, und dass die Kühlhemden
(21, 31) in der Trennebene (29) an die abweichende Form der Schalen (23, 33) angepasst
sind.
8. Thermische Maschine nach den Ansprüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtheit der Kühlhemdsegmente (34, 34a) in erste Kühlhemdsegmente (34a), welche
an die Trennebene (29) angrenzen, und zweite Kühlhemdsegmente (34), welche ausserhalb
der Trennebene (29) liegen, unterteilt ist, und dass die ersten Kühlhemdsegmente (34a)
zur Anpassung an die abweichende Form der Schalen (23, 33) eine hochgezogene Seitenkante
(39) aufweisen.