[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühlgerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät
das besonders zum Kühlen von Lebensmitteln geeignet ist, deren Qualität kritisch von
den klimatischen Bedingungen ihrer Lagerung abhängt, wie insbesondere Wein. Die langfristige
Lagerung von Weinen findet üblicherweise in Kellern statt, deren Temperatur im allgemeinen
von der optimalen Trinktemperatur der Weine verschieden ist. Bei vielen Weißweinen
und Sekt ist die optimale Trinktemperatur meist niedriger als die Kellertemperatur,
während sie bei Rotweinen höher sein kann. Um die Weine auf Trinktemperatur zu bringen,
werden diese häufig zum Abkühlen in einen Kühlschrank gesteckt, wo sie abrupt auf
dessen Innentemperatur heruntergekühlt werden, oder sie werden in einen bewohnten
Raum gebracht, wo sie sich auf dessen Temperatur erwärmen können. Derartige abrupte
Temperaturänderungen sind genau das, was man bei der langfristigen Lagerung der Weine
in Kellern zu vermeiden versucht, und sie können deren Qualität negativ beeinflussen.
[0002] Aus
DE 101 45 146 A1, das als der nächstliegende Stand der Technik angesehen wird, ist ein Kühlgerät bekannt,
das in der Lage ist, in einem gesteuerten Temperierprozess Wein behutsam auf eine
gewünschte Trinktemperatur zu bringen. Der Temperierprozess setzt ein bei einer von
einem Temperatursensor im Lagerfach erfassten Temperatur, die als Anfangs-Temperatursollwert
genommen wird. Ausgehend von diesem Anfangswert nähert sich der Temperatursollwert
im Laufe des Temperaturprozesses schrittweise der Trinktemperatur.
[0003] Zwar stellt bereits dieser herkömmliche Temperierprozess einen erheblichen Fortschritt
gegenüber dem einfachen Abkühlen im Kühlschrank oder Aufwärmen im Zimmer dar, doch
sind die Ergebnisse nicht immer absolut befriedigend. Ein Grund dafür hängt mit der
Variabilität der Temperatur im Lagerfach des Kühlgeräts zusammen. Wenn ein Temperierprozess
abgeschlossen und die temperierten Flaschen aus dem Gerät ausgeladen worden sind,
befindet sich das Lagerfach im Allgemeinen nicht auf einer für den Start des nächsten
Temperierprozesses geeigneten Temperatur. Auch wenn das Gerät vor dem Start eines
Temperierprozesses ausgeschaltet gewesen ist, hat sein Lagerfach im Allgemeinen nicht
die richtige Temperatur. Wenn es in diesem Zustand mit kellerkalten Flaschen beladen
wird, ist die Lagerfachtemperatur mit Abschluss der Beladung im Allgemeinen deutlich
höher als die Kellertemperatur. Daraus resultiert eine zu hohe Anfangs-Solltemperatur,
so dass im Falle des Warmtemperierens die Flaschen anfangs unerwünscht schnell erwärmt
werden und im Falle des Kalttemperierens der Temperierprozess unnötig viel Zeit in
Anspruch nimmt und eventuell sogar die Flaschen zunächst erwärmt, bevor er sie kühlt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Kühlgerät zu schaffen, das auch
unter den oben beschriebenen problematischen Bedingungen in der Lage ist, einen gleichmäßigen,
behutsamen Temperierprozess durchzuführen.
[0005] Die Aufgabe wird mit einem Kältegerät gemäß dem Anspruch 1 der vorliegenden Erfindung
gelöst.
[0006] Zweckmäßigerweise sind an dem Steuerteil auch die End-Solltemperatur und/oder eine
Änderungsrate der Solltemperatur einstellbar.
[0007] Während des Temperierprozess, insbesondere in einer Anfangsphase desselben kann es
durchaus zweckmäßig sein, die Solltemperatur an eine in dem Lagerfach gemessene Temperatur
anzugleichen. Auf diese Weise kann einer eventuellen Abweichung zwischen der Anfangstemperatur
der Flaschen und der eingestellten Start-Solltemperatur Rechnung getragen werden.
[0008] Um eine gleichmäßige Temperaturverteilung zu erzielen, ist das Lagerfach zweckmäßigerweise
mit einem Ventilator ausgestattet. Vorzugsweise ist der Ventilator zwischen dem Lagerfach
und einer Verdampferkammer angeordnet. Dadurch kann die Temperatur der die Flaschen
umspülenden Luft in der Lagerkammer in kurzer Zeit, im Allgemeinen bereits innerhalb
weniger Minuten nach Beginn des Temperierprozesses, auf die Solltemperatur des Lagerfachs
gebracht werden, auch wenn das das Lagerfach umschließende Gehäuse von dieser Solltemperatur
noch weit entfernt ist. So können unerwünschte Temperatursprünge des Flascheninhalts
zu Beginn des Temperierprozesses wirksam verhindert werden.
[0009] Zweckmäßigerweise ist das Steuerglied auch eingerichtet, einen Endzeitpunkt oder
eine Restdauer des Temperierprozesses abzuschätzen und an einer Benutzerschnittstelle
anzuzeigen. Dies ist besonders im Falle einer Korrektur der Solltemperatur anhand
einer gemessenen Temperatur zweckmäßig, da in einem solchen Fall der Benutzer die
Dauer des Temperierprozesses nicht selbst abschätzen kann.
[0010] Zum Warmtemperieren ist es zweckmäßig, wenn dem Lagerfach auch eine Heizung zugeordnet
ist und das Steuerteil eingerichtet ist, die Heizung entsprechend der Solltemperatur
zu steuern.
[0011] Das Steuerteil kann zweckmäßigerweise einen Temperierbereitschaftszustand aufweisen,
in welchem es das Lagerfach konstant auf der Start-Solltemperatur hält und bei Erfassung
einer Türbetätigung einen Temperierprozess startet. Dies ermöglicht es dem Benutzer,
das Lagerfach vor Beginn des Temperierprozesses auf die korrekte Starttemperatur zu
bringen und auf unbestimmte Zeit auf dieser zu halten. Wenn eine Türbetätigung darauf
schließen lässt, dass das Lagerfach beladen worden ist, startet der Temperierprozess
automatisch. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nur kleine Mengen an Flaschen
eingeladen werden, deren Wärmekapazität gering ist. Wenn das Lagerfach voll geladen
wird, ist die Wärmekapazität der eingeladenen Flaschen im Vergleich zur Wärmekapazität
der Luft in dem Fach so groß, dass die Temperatur des Fachs vor Beginn des Temperierprozesses
auf dessen Ablauf kaum merklichen Einfluss hat.
[0012] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kältegeräts;
- Fig. 2
- ein Blockdiagramm von Komponenten des Kältegeräts;
- Fig. 3
- das Erscheinungsbild eines Bedienfeldes des Geräts vor Beginn eines Temperiervorgangs;
- Fig. 4
- das Bedienfeld in einer ersten Phase der Programmierung eines Temperiervorgangs;
- Fig. 5
- das Bedienfeld in einer zweiten Phase der Programmierung;
- Fig. 6
- das Bedienfeld nach der Programmierung; und
- Fig. 7
- das Bedienfeld während eines Temperierprozesses.
[0013] Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kältegeräts mit drei
Türen 1, 2, 3, die jeweils ein dahinter liegendes Lagerfach verschließen. Die Türen
1, 2, 3 sind jeweils im Wesentlichen durch eine in einem Rahmen 4 eingefasste Isolierglasscheibe
gebildet, die den Blick auf das dahinter liegende Lagerfach 5,6 bzw. 7 freigibt. Wie
am Beispiel des Lagerfachs 5 gezeigt, ist jedes Lagerfach durch eine Mehrzahl von
horizontalen Böden 8, 9 von unterschiedlicher Tiefe gegliedert. Der Zwischenraum zwischen
zwei benachbarten Böden 8, 9 ist bemessen, um darin Flaschen liegend zu lagern; der
Abstand zwischen zwei benachbarten Böden 9 großer Tiefe ist so gewählt, dass in einem
vorderen Randbereich jedes Bodens 9 Flaschen stehend platziert werden können. In dem
Rahmen 4 oder außen vor den Türen können Leuchtmittel platziert sein, um die stehenden
Flaschen anzustrahlen. So können zum Beispiel bei Aufstellung des Geräts in einer
Gaststube dem Gast zum Verzehr angebotene Weine augenfällig und einladend vorgeführt
werden.
[0014] Während sich die Tür 1 über im Wesentlichen die gesamte Höhe des Geräts erstreckt,
nehmen die Türen 2, 3 jeweils knapp die Hälfte der Höhe ein, und ein Bedienfeld 10,
an dem die Funktionen des Geräts einstellbar sind, ist zwischen den Türen 2, 3 vorgesehen.
[0015] Wie Fig. 2 zeigt, ist das Bedienfeld 10 über einen Bus 11 mit einem Mikrocontroller
12 verbunden, um Benutzerbefehle durch Betätigung von Tasten des Bedienfeldes 10 zu
empfangen und Meldungen des Mikrocontrollers 12 auf einem Anzeigeschirm des Bedienfeldes
10 auszugeben. Der Mikrocontroller 12 kommuniziert mit Temperatursensoren 13, 14 in
jedem der Lagerfächer 5, 6, 7, mit einem oder mehreren Verdichtern 16, gegebenenfalls
mit nicht dargestellten Magnetventilen zum Verteilen von verdichtetem Kältemittel
auf Verdampfer 15 der Lagerfächer, sowie mit einen Ventilator 17 und einer Heizung
18 in jedem Lagerfach.
[0016] Die mehreren Temperatursensoren, Verdichter und/oder Magnetventile ermöglichen eine
Regelung der Temperatur in jedem der Fächer 5, 6, 7 unabhängig von den anderen. So
kann z.B. in einem der Fächer ein Temperierprozess ablaufen, während ein anderes auf
Flaschen auf Trinktemperatur enthält und das dritte ausgeschaltet ist, oder es können
verschiedene Weinsorten in den einzelnen Fächern auf ihrer individuell verschiedenen
optimalen Trinktemperatur gehalten werden.
[0017] Fig. 3 zeigt das Erscheinungsbild des Bedienfeldes 10 in einem stationären Betriebszustand.
Den Lagerfächern 5, 6, 7 zugeordnete Anzeigefelder sind auf dem Anzeigeschirm 22 Anzeigefelder
19, 20, 21 zugeordnet, deren Anordnung die Anordnung der Fächer 5, 6, 7 am Gerät nachbildet
und auf denen die jeweils vom Sensor 13 eines jeden Fachs gemessene Temperatur angezeigt
ist. Alle drei Fächer sind hier konstant auf einer Solltemperatur von +12 Grad Celsius
gehalten.
[0018] Den Anzeigeschirm 22 des Bedienfeldes 10 flankierenden Tasten 23 bis 28 sind Funktionen
zur Steuerung des Gerätes zugewiesen, die durch jeweils benachbart zu ihnen auf dem
Anzeigeschirm 22 angezeigte Symbole verdeutlicht sind. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung interessiert von den in Fig. 3 angezeigten Symbolen im Wesentlichen nur
das Symbol 29 neben der Taste 26, das für den Übergang in einen Programmiermodus steht.
Durch Betätigen der Taste 26 sind der Reihe nach die einzelnen Fächer 6, 7, 8 zum
Programmieren anwählbar, wobei die Programmierbereitschaft durch Invertierung des
dem ausgewählten Fach entsprechenden Anzeigefeldes, in Fig. 4 des Anzeigefelds 19
des Fachs 6, angezeigt wird.
[0019] Im Programmierbereitschaftsmodus der Fig. 4 bleibt das Symbol 29 erhalten, so dass
über die Taste 26 ein anderes Fach ausgewählt werden kann. Minus- und Pluszeichen
neben den Tasten 24, 27 machen deutlich, dass mit Hilfe dieser Tasten der Temperatursollwert
des ausgewählten Fachs 6 dekrementiert bzw. inkrementiert werden kann.
[0020] Die Betätigung der Taste 23 bewirkt im in Fig. 4 gezeigten Zustand den Übergang in
einen Temperier-Programmiermodus, dargestellt in Fig. 5. Ein Symbol 30 oben links
in einem invertiert dargestellten zentralen Bereich des Anzeigeschirms 22 identifiziert
das ausgewählte Lagerfach, hier das Fach 6. Eine in dem zentralen Bereich angezeigte
Grafik 31 veranschaulicht den zeitlichen Ablauf des Temperierprozesses mit Start-
und Endtemperaturen, hier 12 Grad Celsius und 17 Grad Celsius, und mit zwischen diesen
beiden Werten linear mit der Zeit ansteigenden Solltemperaturen. Wie wiederum durch
benachbarte Minus- und Pluszeichen verdeutlicht, dienen die Tasten 23, 24 zum Dekrementieren
und Inkrementieren der Starttemperatur und die Tasten 26, 27 zum Inkrementieren und
Dekrementieren der Endtemperatur. Die Anstiegsrate der Temperatur während des Temperiervorgangs
von zum Beispiel 1 Grad Celsius pro Stunde ist hier fest vorgegeben, sie könnte auch
dem Benutzer zur Programmierung freigestellt sein.
[0021] Das Anzeigebild der Fig. 5 kann über die Taste 28 verlassen werden, ohne einen Temperiervorgang
zu starten, wie das benachbarte durchgestrichene Thermometersymbol verdeutlicht. Durch
Betätigung der Taste 25 wird gleichzeitig mit dem Verlassen des Anzeigebildes ein
Temperiervorgang gestartet. Der Benutzer gelangt in diesem Fall zum Anzeigebild der
Fig. 6, in dem die für den Temperierprozess eingestellten Parameter im Anzeigefeld
19 des Fachs 6 zu sehen sind, in dem der Temperierprozess stattfinden soll.
[0022] Aus unterschiedlichen Ablaufsteuerprogrammen, mit denen der Mikrocontroller 12 ausgestattet
sein kann, ergeben sich unterschiedliche Arten der Handhabung des Geräts für einen
Temperierprozess, für die im Folgenden Beispiele beschrieben werden.
[0023] Einer ersten Ausgestaltung zufolge geht das Gerät beim Einschalten zunächst für alle
Fächer 5, 6, 7 in einen stationären Betriebszustand, in dem es die Fächer konstant
auf einer Solltemperatur, wie auf dem Anzeigebild der Fig. 4 einstellbar, hält. Ein
Benutzer kann das Gerät einige Zeit vor einem geplanten Temperierprozess einschalten,
um sicherzustellen, dass die Fächer zu Beginn des Temperierprozesses auf besagten
konstanten Sollwert abgekühlt sind. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nur
eine kleine Zahl von Flaschen temperiert werden soll. Zweckmäßigerweise ist die Solltemperatur
für diesen stationären Kühlbetrieb gleich der Starttemperatur eines Temperierprozesses,
d.h. gleich der Temperatur eines Kellers, aus dem die zu temperierenden Flaschen geholt
werden; wie mit Bezug auf Fig. 5 beschrieben hat der Benutzer jedoch die Möglichkeit,
beide Temperaturen unterschiedlich zu programmieren.
[0024] Der Benutzer kann das Gerät auch erst nach dem Beladen mit Flaschen einschalten.
In diesem Fall wird er im Allgemeinen nicht abwarten, bis die Fächer die Solltemperaturen
für den stationären Kühlbetrieb erreicht haben, sondern den Temperierprozess umgehend
einleiten.
[0025] Um den Temperierprozess für ein beladenes Fach, etwa das Fach 6 zu starten, wählt
der Benutzer den Programmiermodus für den Temperierprozess des Fachs an, das heißt,
er ruft das Anzeigebild der Fig. 5 auf. Wenn die Parameter des Temperierprozesses
korrekt eingestellt sind, startet er diesen durch Betätigen der Taste 25. Auch wenn
das Gerät erst unmittelbar vor Auslösen des Temperierprozesses eingeschaltet worden
ist, dauert es nur wenige Minuten, bis die Verdampfer 15 abgekühlt sind und Kaltluft
mit einer dem momentanen Temperatursollwert entsprechenden Temperatur in das Fach
6 geblasen wird. Zum Einregeln der Temperatur dient der dem Luftstrom des Ventilators
16 ausgesetzte Temperatursensor 13.
[0026] Einige Minuten später, vorzugsweise ca. 10 bis 15 Minuten nach dem Auslösen des Temperierprozesses,
vergleicht der Mikrocontroller 12 die vom Temperatursensor 14 an einer vom Luftstrom
des Ventilators 16 abgeschirmten Stelle, z.B. unmittelbar stromaufwärts vom Verdampfer15
oder in unmittelbarer Nähe der Flaschen, in der Kammer 6 erfasste Temperatur mit dem
momentanen Temperatursollwert. Wenn eine Abweichung vom Temperatursollwert erfasst
wird, so kann daraus gefolgert werden, dass die Temperatur der eingeladenen Flaschen
nicht mit der programmierten Starttemperatur des Temperierprozesses übereinstimmt.
Um in diesem Fall eine unnötige Verlängerung des Temperierprozesses oder einen schnellen
Temperatursprung zu Beginn des Temperierprozesses zu vermeiden, gleicht der Mikrocontroller
12 die Solltemperatur an die von dem Temperatursensor 14 erfasste Temperatur an.
[0027] Spätestens ab diesem Zeitpunkt beginnt der Mikrocontroller 12 damit, die Solltemperatur
mit einer festen Änderungsrate von 1 Grad Celsius pro Stunde an die programmierte
Endtemperatur anzunähern. Diese Änderung kann kontinuierlich oder, wie in
DE 103 58 732 A1 beschrieben, in mehreren diskreten Schritten erfolgen. Aus der vorgegebenen Änderungsrate
der Temperatur, der momentanen Solltemperatur und der Endtemperatur des Temperierprozesses
berechnet der Mikrocontroller 12 die Restdauer des Temperierprozesses und zeigt entweder
diese oder eine Uhrzeit, zu der der Temperierprozess abgeschlossen ist, auf dem Anzeigeschirm
22 an. Fig. 7 zeigt eine solche Situation: ein Temperierprozess findet hier nur im
Fach 6 statt; die Fächer 5, 7 sind stationär auf 12 Grad Celsius gehalten, wie in
ihren Anzeigefeldern 20, 21 abzulesen ist. Auf dem Anzeigefeld 19 des Fachs 6 ist
der Endzeitpunkt des Temperierprozesses, 12:51, die momentane Temperatur des Fachs
6, 13°C, sowie die Endtemperatur des Temperierprozesses, 17°C, ablesbar.
[0028] Wenn die Endtemperatur erreicht ist, wird sie als konstante Solltemperatur des Fachs
beibehalten, bis der Benutzer erneut den Programmiermodus für den Temperierprozess
(Fig. 5) anwählt. Wenn er diesen Programmiermodus über die Taste 28 verlässt, verwendet
der Mikrocontroller 12 wieder die in Fig. 4 programmierte Solltemperatur von 12°C.
Wird der Programmiermodus über die Taste 25 verlassen, startet unmittelbar ein neuer
Temperierprozess.
[0029] Mit einer anderen Version des Betriebsprogramms für den Mikrocontroller 12 ist folgender
Ablauf möglich: der Benutzer schaltet das Gerät ein und aktiviert den Programmiermodus
für den Temperierprozess entsprechend der Fig. 5. Wenn er diesen über die Taste 28
verlässt, bleibt das Gerät im stationären Kühlbetrieb, und das Fach 6 wird auf der
für es in Fig. 4 eingestellten Temperatur gehalten. Bei Verlassen über die Taste 25
hingegen geht der Mikrocontroller in einen Temperierbereitschaftsmodus, in dem er
zunächst die programmierte Starttemperatur des Temperierprozesses als eine konstante
Solltemperatur annimmt. Dies gibt dem Benutzer die Möglichkeit, das Fach vor dem Beladen
mit Flaschen auf die Kellertemperatur abzukühlen und es auf dieser Temperatur zu halten,
solange weiter nichts geschieht. Der Temperierprozess wird ausgelöst, sobald der Mikrocontroller
12 das Schließen der Tür 2 des Fachs 6 erfasst, das heißt wenn davon ausgegangen werden
kann, dass das Fach 6 mit Flaschen beladen worden ist. Der Temperierprozess läuft
ab wie oben beschrieben. Um eine Verfälschung des vom Sensor 13 erfassten Temperaturwerts
zu vermeiden, falls zum Beladen des Fachs 6 die Tür 2 mehrmals geöffnet und geschlossen
wird, kann vorgesehen werden, dass mit jedem Türöffnen und -schließen der Temperierprozess
zurückgesetzt wird und neu startet.
[0030] Einer bevorzugten Weiterbildung zufolge kann der Benutzer an dem Bedienfeld 10 eine
Kopplung zwischen dem Temperierprozess und der Beleuchtung der Fächer 5, 6, 7 einstellen,
durch die bei Erreichen der Endtemperatur des Temperierprozesses die Beleuchtung automatisch
eingeschaltet wird, während sie, solange die Endtemperatur nicht erreicht ist, gesperrt
bleibt. So wird der Benutzer durch das Angehen der Beleuchtung unmittelbar auf den
Abschluss des Temperierprozesses aufmerksam gemacht. Flaschen, die gerade einen Temperierprozess
durchmachen und ihre Genussreife noch nicht erreicht haben, bleiben im Dunkeln, so
dass die Aufmerksamkeit der Gäste in erster Linie auf die verfügbaren Flaschen in
einem anderen, beleuchteten Fach gelenkt wird.
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät mit einem wenigstens ein Lagerfach (5,
6, 7) umschließenden Gehäuse, einer Kältemaschine (15, 16) zum Kühlen des Lagerfachs
(5, 6, 7) und einem Steuerteil (12) zum Steuern des Betriebs der Kältemaschine (15,
16) entsprechend einer Solltemperatur und zum zeitabhängigen Festlegen der Solltemperatur
für einen Temperierprozess mit einer vorgegebenen Änderungsrate, wobei eine Start-Solltemperatur
für den Temperierprozess an dem Steuerteil (12) einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerteil (12) eingerichtet ist, einen Endzeitpunkt oder eine Restdauer des
Temperierprozesses abzuschätzen und anzuzeigen.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine End-Solltemperatur und/oder eine Änderungsrate der Solltemperatur an dem Steuerteil
(12) einstellbar ist.
3. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerteil (12) eingerichtet ist, während des Temperierprozesses die Solltemperatur
an eine in dem Lagerfach (6) gemessene Temperatur anzugleichen.
4. Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Angleichung einmal in einer Anfangsphase des Temperierprozesses stattfindet.
5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerfach (5, 6, 7) mit einem Ventilator (17) ausgestattet ist.
6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lagerfach eine Heizung (18) zugeordnet ist und das Steuerteil (12) eingerichtet
ist, die Heizung (18) entsprechend der Solltemperatur zu steuern.
7. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerteil (12) eingerichtet ist, in einem Temperierbereitschaftszustand das
Lagerfach (6) konstant auf der Start-Solltemperatur zu halten und einen Temperierprozess
bei Erfassung einer Türbetätigung zu starten.
8. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältegerät mehrere Lagerfächer (5, 6, 7) aufweist und den Lagerfächern (5, 6,
7) zugeordnete Anzeigefelder (19, 20, 21) auf dem Anzeigeschirm (22) Anzeigefelder
(19, 20, 21) zugeordnet sind, deren Anordnung die Anordnung der Fächer (5, 6, 7) am
Gerät nachbildet und auf denen die jeweils von einem Sensor (13) eines jeden Fachs
gemessene Temperatur anzeigbar ist.
1. Refrigeration appliance, in particular domestic refrigeration appliance with a housing
encompassing at least one storage compartment (5, 6, 7), a refrigeration machine (15,
16) for cooling the storage compartment (5, 6, 7) and a control part (12) for controlling
the operation of the refrigeration machine (15, 16) according to a setpoint temperature
and for setting the setpoint temperature for a temperature-control process with a
predefined rate of change in a time-dependent manner, wherein a start setpoint temperature
for the temperature-control process can be adjusted at the control part (12), characterised in that the control part (12) is configured to estimate and display an end time point or
a remaining duration of the temperature-control process.
2. Refrigeration appliance according to claim 1, characterised in that an end setpoint temperature and/or a rate of change of the setpoint temperature can
be adjusted at the control part (12).
3. Refrigeration appliance according to claim 1 or 2, characterised in that the control part (12) is configured to match the setpoint temperature to a temperature
measured in the storage compartment (6) during the temperature-control process.
4. Refrigeration appliance according to claim 3, characterised in that the matching takes place one time in the starting phase of the temperature-control
process.
5. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the storage compartment (5, 6, 7) is equipped with a fan (17).
6. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that a heater (18) is assigned to the storage compartment and the control part (12) is
configured to control the heater (18) according to the setpoint temperature.
7. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the control part (12) is configured to keep the storage compartment (6) constantly
at the start setpoint temperature in a temperature-control standby state and, upon
detecting a door actuation, to start a temperature-control process.
8. Refrigeration appliance according to one of the preceding claims, characterised in that the refrigeration appliance has a plurality of storage compartments (5, 6, 7) and
the storage compartments (5, 6, 7) are assigned display fields (19, 20, 21) on the
display screen (22), the arrangement of which emulates the arrangement of the compartments
(5, 6, 7) on the appliance and on which the temperature measured by a sensor (13)
for each compartment can be displayed.
1. Appareil frigorifique, notamment appareil frigorifique à usage domestique, comprenant
un boîtier entourant au moins un compartiment de stockage (5, 6, 7), une machine frigorifique
(15, 16) destinée à réfrigérer le compartiment de stockage (5, 6, 7), et un élément
de commande (12) destiné à commander le fonctionnement de la machine frigorifique
(15, 16) de manière correspondant à une température théorique et destiné à déterminer
la température théorique, en fonction du temps, pour un processus d'équilibrage de
température avec un taux de modification prédéfini, une température théorique de départ
étant réglable sur l'élément de commande (12) pour le processus d'équilibrage de température,
caractérisé en ce que l'élément de commande (12) est configuré pour évaluer un moment final ou une durée
résiduelle du processus d'équilibrage de température et pour l'afficher.
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une température théorique finale et/ou un taux de modification de la température théorique
sont réglables sur l'élément de commande (12).
3. Appareil frigorifique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de commande (12) est configuré, pendant le processus d'équilibrage de température,
pour ajuster la température théorique à une température mesurée dans le compartiment
de stockage (6).
4. Appareil frigorifique selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'ajustement a lieu une fois pendant une phase initiale du processus d'équilibrage
de température.
5. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le compartiment de stockage (5, 6, 7) est équipé d'un ventilateur (17).
6. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif de chauffage (18) est attribué au compartiment de stockage et en ce que l'élément de commande (12) est configuré pour commander le dispositif de chauffage
(18) de manière correspondant à la température théorique.
7. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande (12) est configuré, dans un état de disponibilité d'équilibrage
de température, pour maintenir le compartiment de stockage (6) de manière constante
à la température théorique de départ et pour démarrer un processus d'équilibrage de
température lorsqu'un actionnement de la porte est détecté.
8. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appareil frigorifique présente plusieurs compartiments de stockage (5, 6, 7) et
en ce que des champs d'affichage (19, 20, 21) attribués aux compartiments de stockage (5, 6,
7) sont affectés à des champs d'affichage (19, 20, 21) sur l'écran d'affichage (22),
dont la disposition représente la disposition des compartiments (5, 6, 7) sur l'appareil
et sur lesquels la température de chaque compartiment respectivement mesurée par un
capteur (13) peut être affichée.