| (19) |
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(11) |
EP 2 156 045 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.11.2010 Patentblatt 2010/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/055206 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/138743 (20.11.2008 Gazette 2008/47) |
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| (54) |
INJEKTOR
INJECTOR
INJECTEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
14.05.2007 DE 102007022586
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.2010 Patentblatt 2010/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- STREICHER, Bernd
70794 Filderstadt (DE)
- NUSSBAUMER, Ralf
73230 Kirchheim Unter Teck (DE)
- HEINZ, Rudolf
71272 Renningen (DE)
- MENNICKEN, Michael
71299 Wimsheim (DE)
- RAPP, Holger
71254 Ditzingen (DE)
- STOECKLEIN, Wolfgang
71332 Waiblingen (DE)
- FALTIN, Christian
71229 Leonberg (DE)
- EISENMENGER, Nadja
70469 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 740 068 FR-A- 2 328 853
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WO-A-2008/061844
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einem Brennraum
einer Brennkraftmaschine, insbesondere einen Common-Rail-Injektor, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Injektor ist aus der
EP 0 740 068 A2 bekannt. Ein derartiger Injektor hat den Vorteil, dass die Ventilhülse mit ihrem
Außendurchmesser axial verschieblich in einem Führungselement geführt ist, welches
als von dem Ventilstück separates Bauteil ausgebildet, jedoch an diesem anliegend
ist. Dadurch kann das Führungselement erst nach der Fertigung des Ventilsitzes für
die Ventilhülse am Ventilstück festgelegt werden, wodurch der Ventilsitz in üblicher
Weise herstellbar ist. Zusätzliche weitere Vorteile liegen in der relativ einfachen
Herstellbarkeit des Führungselementes sowie in einer relativ hohen Festigkeit des
Ventilstückes.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Injektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden,
dass eine weitere Vereinfachung des Herstellungsprozesses ermöglicht wird. Diese Aufgabe
wird bei einem Injektor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch das erfindungsgemäße
Vorsehen einer Hülse können dabei insbesondere Fertigungsschwankungen der Ventilhülse
und des Ventilstücks ausgeglichen werden bzw. diese Bauteile können mit größeren Toleranzen
gefertigt werden.
[0004] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Injektors sind in den Unteransprüchen
angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen sämtliche Kombinationen aus zumindest
zwei von in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0005] In Ausgestaltung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass das Führungselement
an dem Ventilstück mittels einer Presspassung festgelegt ist. Diese Ausfuhrungsform
kommt mit. Vorteil ohne zusätzliche Befestigungsmittel aus. Diese Art der Befestigung
eignet sich insbesondere für ein hülsenförmig (rohrförmig) ausgebildetes Führungselement,
welches in axialer Richtung auf das Ventilstück aufgepresst wird. Dabei ist es von
Vorteil, wenn das Führungselement zumindest im Bereich der Presspassung in radialer
Richtung elastisch verformbar ist, um die Klemmwirkung zu verbessern.
[0006] Um einen optimalen Halt des Führungselementes an dem Ventilstück zu gewährleisten,
ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Führungselement an einem,
insbesondere leicht konischen Abschnitt des Ventilstücks festgelegt ist. Zur Erzielung
einer Presspassung ist es von Vorteil, wenn der Konuswinkel eines entsprechenden Innenkonus
des Führungselementes vor dessen Befestigung an den konischen Abschnitt, insbesondere
geringfügig kleiner ist als der Konuswinkel des konischen Abschnitt des Ventilstücks.
Bevorzugt ist die Presspassung als sogenannte Morsekegelpassung, wie sie beispielsweise
zur Festlegung von Werkzeugen an Schäften bekannt ist, ausgebildet.
[0007] Wie bereits erläutert, ist der Konuswinkel (Winkel zwischen der Symmetrieachse des
konischen Abschnitts und der schrägen Mantelfläche des konischen Abschnitts) des konischen
Abschnitts des Ventilstückes klein, insbesondere sehr klein, bevorzugt ist der Konuswinkel
kleiner als etwa 10°, insbesondere kleiner als etwa 5°. Besonders bevorzugt liegt
der Konuswinkel des konischen Abschnitts in einem Bereich zwischen etwa 0,5° und etwa
2,5°. Dabei ist der Winkel (Winkel zwischen der Symmetrieachse des Innenkonus und
der schrägen inneren Mantelfläche des Innenkonus) des Innenkonus des Führungselementes
mit Vorteil etwa um 0,1° bis etwa 1,5°, vorzugsweise um etwa 0,25° bis etwa 0,75°
kleiner als der Konuswinkel des konischen Abschnittes des Ventilstückes.
[0008] Fertigungstechnisch ist eine Ausführungsform von Vorteil, bei der Ventilsitz am Ventilstück
unmittelbar benachbart zu dem konischen Abschnitt des Ventilstücks angeordnet ist,
an dem das Führungselement festgelegt ist. Bevorzugt ist der Ventilsitz als konvexer
Kegelsitz ausgebildet, wobei der Winkel der Kegelfläche wesentlich flacher ist, als
der Winkel des konischen Abschnitts zur Festlegung des Ventilstücks. Daneben ist es
denkbar, den Ventilsitz als Flachsitz, oder sogar als konkaven Kegelsitz auszubilden.
[0009] Zur Realisierung der Presspassung zwischen dem Führungselement und dem Ventilstück
gibt es verschiedene Möglichkeiten. Gemäß einer ersten Variante ist vorgesehen, dass
das Führungselement mit einer durchgehenden Kontaktfläche an dem Ventilstück, insbesondere
an dem konischen Abschnitt des Ventilstücks anliegt.
[0010] Alternativ dazu ist es denkbar, dass die Kontaktfläche, insbesondere ringförmig unterbrochen
ist, vorzugsweise durch eine Freistellung, also einen nicht kontaktierenden Bereich
am Führungselement und/oder am Ventilstück. Bei dieser Ausführungsform sind zwei,
insbesondere ringförmige, in axialer Richtung durch die Freistellung beabstandete
Kontaktbereiche zwischen dem Führungselement und dem Ventilstück ausgebildet, wodurch
die Klemmwirkung noch verbessert werden kann.
[0011] Damit bei geöffnetem Steuerventil, also bei angehobener Ventilhülse die aus der Steuerkammer
nachströmende Kraftstoffmenge (Steuermenge) frei in Richtung des Niederdruckbereichs
des Injektors abströmen kann, muss ein Abströmungskanal aus dem Kraftstoffvolumen
innerhalb der Ventilhülse bereitgestellt werden. Hierzu ist es von Vorteil in dem
Führungselement mindestens eine Querbohrung vorzusehen. Dabei muss die Querbohrung
nicht zwangsweise orthogonal zur Längsmittelachse der Ventilhülse verlaufen, sondern
kann auch schräg angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ ist es denkbar, die Ventilhülse
an ihrem Außenumfang und/oder das Führungselement an seinem Innenumfang mit mindestens
einem Flächenanschliff zur Bildung eines axialen Abströmkanals auszustatten. Ebenso
ist es möglich eine Abströmbohrung oder ein Abströmkanal am Ventilstück vorzusehen,
über die bzw. den die Steuermenge, insbesondere nach unten, unterhalb des Führungselementes
hindurch nach außen in den Niederdruckbereich fließen kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0012] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese
zeigen in:
- Fig. 1:
- eine stark schematisierte Teilansicht eines als Common-Rail-Injektor ausgebildeten
Injektors und
- Fig. 2:
- eine alternative Ausführungsform eines Injektors in einer ebenfalls stark schematisierten
Teilansicht.
Ausführungsformen der Erfindung
[0013] In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0014] In Fig. 1 ist stark schematisiert ein Ausschnitt eines als Common-Rail-Injektor ausgebildeten
Injektors 1 zum Einspritzen von Kraftstoff in einen nicht gezeigten Brennraum einer
Brennkraftmaschine gezeigt. Fig. 1 soll lediglich die Funktionsweise des Injektors
erläutern, wobei die gezeigten Größenverhältnisse nicht den realen Größenverhältnissen
entsprechen.
[0015] Der Injektor 1 umfasst ein lediglich ausschnittsweise dargestelltes, ein- oder mehrteiliges
Ventilelement 2, das zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verstellbar
ist. In seiner Öffnungsstellung (in der Zeichnungsebene nach oben verstellt) gibt
das Ventilelement 2 den Kraftstofffluss aus einem Druckraum 3 durch eine nicht gezeigte
Düsenlochanordnung in den Brennraum einer Brennkraftmaschine frei.
[0016] Mit einer oberen Stirnfläche 4 begrenzt das Ventilelement 2 eine Steuerkammer 5.
Diese ist radial innerhalb eines in den Druckraum 3 hineinragenden, hülsenförmigen
Abschnitts eines Ventilstückes 6 angeordnet.
[0017] In die Steuerkammer 5 mündet eine in den hülsenförmigen Abschnitt des Ventilstückes
6 eingebrachte Zulaufdrossel 7, über die die Steuerkammer 5 mit Kraftstoff aus dem
Druckraum 3 versorgt wird. Der Druckraum 3 wird wiederum von einer Kraftstoffversorgungsleitung
8 mit unter Hochdruck stehendem Kraftstoff aus einem Kraftstoffhochdruckspeicher 9
(Rail) versorgt. Dieser wird von einer, insbesondere als Radialkolbenpumpe ausgebildeten
Hochdruckpumpe 10 mit Kraftstoff aus einem auf Niederdruck liegenden Vorratsbehälter
11 versorgt. In den Vorratsbehälter 11 strömt auch eine später noch zu erläuternde
Steuermenge an Kraftstoff aus einem Niederdruckbereich 12 des Injektors über einen
Injektorrücklauf 13.
[0018] Aus der Steuerkammer 5 mündet ein in axialer Richtung in das Ventilstück 6 eingebrachter
Ablaufkanal 14 aus. Dieser ist mit einer Ablaufdrossel 15 versehen, oder als solche
ausgebildet. Der Ablaufkanal 14 verbreitet sich in seinem in der Zeichnungsebene oberen
Abschnitt und mündet in eine Ventilkammer 16, die radial außen von dem Ventilstück
6 sowie von einer in axialer Richtung daran angrenzenden Ventilhülse 17 eines Steuerventils
18 (Servoventil) begrenzt wird. In axialer Richtung nach oben wird die Ventilkammer
16 des Steuerventils 18 von einem axial verschieblich gelagerten Druckstift 19 begrenzt,
der von innerhalb der Ventilkammer 16 befindlichem Kraftstoff in axialer Richtung
in der Zeichnungsebene nach oben gegen einen Ablaufstutzen 36 gepresst wird. Hierzu
durchsetzt der Druckstift 19 eine Bohrung 37 in einen Haltekörper 20 einer Elektromagnetanordnung
21. In seinem in der Zeichnungsebene oberen Bereich ist der Druckstift 19 von einer
Hülse 22 geführt, die von einer Schließfeder 23, die sich an einer einstückig mit
der Ventilhülse 17 ausgebildeten Ankerplatte 24 abstützt, gegen den Ablaufstutzen
36 federkraftbeaufschlagt wird. Die Schließfeder 23 beaufschlagt gleichzeitig die
Ankerplatte 24 und damit die Ventilhülse mit einer Federkraft in axialer Richtung
in der Zeichnungsebene nach unten auf einen am Ventilstück 6 ausgebildeten, als Kegelsitz
ausgeformten Ventilsitz 25 des Steuerventils 18. Alternativ stützt sich die Schließfeder
an einer Ringschulter des Haltekörpers 20 der Elektromagnetanordnung 21 ab.
[0019] Aufgrund der Tatsache, dass die Ventilhülse 17 keine in axialer Richtung wirkende
Druckangriffsfläche für Kraftstoff innerhalb der Ventilkammer aufweist, handelt es
sich bei dem Steuerventil 18 um ein in axialer Richtung druckausgeglichenes Servoventil.
[0020] Zur Führung der Ventilhülse 17 an ihrem Außenumfang ist ein hohlzylindrisches, hülsenförmiges
Führungselement 26 vorgesehen. Das Führungselement 26 ist mittels einer Presspassung
an einem konischen Abschnitt 27 des Ventilstücks 6 festgelegt, wobei ein äußerer Konuswinkel
α des konischen Abschnittes 27 aus Veranschaulichungsgründen wesentlich größer dargestellt
ist, als dieser in der Realität bevorzugt ausgebildet ist. In der Realität beträgt
der Konuswinkel α zwischen einer Konusfläche 28 und einer zur Längsmittelachse L des
Steuerventils 18 parallelen Achse in diesem Ausführungsbeispiel etwa 1°.
[0021] Die dem konischen Abschnitt 27 abgewandte Stirnseite 29 des Führungselementes 26
ist mit Axialabstand zur Unterseite der Ankerplatte 24 angeordnet. Wie aus Fig. 1
zu erkennen ist, ist der Ventilsitz 25 radial innerhalb des konischen Abschnittes
27 bzw. der Konusfläche 28 (Kegelfläche) angeordnet.
[0022] Das Führungselement 26 ist mittels einer Presspassung an dem konischen Abschnitt
27 des Ventilstückes 26 festgelegt. Ein Konuswinkel β eines Innenkonus 30 beträgt
wie der Konuswinkel α des konusförmigen Abschnittes 27 des Ventilstückes 6 im montierten
Zustand ebenfalls 1°. Vor der Montage ist der Konuswinkel β des Innenkonus 30 jedoch
etwas kleiner als der Konuswinkel α. Bei dem Aufpressen des Führungselementes 26 auf
den konischen Abschnitt 27 wird der Innenkonus in radialer Richtung nach außen elastisch
aufgeweitet, um die Klemmwirkung zu verbessern. Bei der gezeigten kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Führungselement 26 und dem konusförmigen Abschnitt 27 des
Ventilstückes 6 handelt es sich um eine Art Morsekegelpassung.
[0023] In das Führungselement 26 sind zwei gegenüberliegende auf Höhe des Ventilsitzes 25
angeordnete, leicht schräg verlaufende Querbohrungen 31, 32 eingebracht, durch die
Kraftstoff aus der Ventilkammer 16 bei von dem Ventilsitz 25 abgehobener Ventilhülse
17 des Steuerventils 18 in den das Führungselement 26 umgebenden Niederdruckbereich
12 des Injektors strömen kann. Aus dem Niederdruckbereich 12 kann der Kraftstoff durch
den Injektorrücklauf 13 zu dem Vorratsbehälter 11 strömen.
[0024] Zum Öffnen des Ventilelements 2 muss der Druck in der Steuerkammer 5 abgesenkt werden.
Hierzu wird die Ventilhülse 17 aus der in Fig. 1 gezeigten Position durch Bestromung
der Elektromagnetanordnung 21 in der Zeichnungsebene nach oben verstellt, so dass
Kraftstoff über den in den konischen Abschnitt 27 eingebrachten, zentrischen Ablaufkanal
14 in die Ventilkammer 16 und von dort aus unterhalb der Ventilhülse in radialer Richtung
und durch die Querbohrungen 31, 32 hindurch in den Niederdruckbereich 12 und von dort
aus zum Injektorrücklauf 13 strömen kann.
[0025] Zusätzlich oder Alternativ zur Ausbildung einer Ablaufdrossel 15 im Ablaufkanal 14
können die Querbohrungen 31, 32 selbst als Ablaufdrosseln ausgebildet werden.
[0026] Da der Durchflussquerschnitt der Ablaufdrossel 15 größer ist als der Durchflussquerschnitt
der Zulaufdrossel 7 resultiert bei geöffnetem Steuerventil 18 ein Nettoabfluss von
Kraftstoff aus der Steuerkammer 5, wodurch die auf das Ventilelement 2 wirkende Schließkraft
reduziert wird und das Ventilelement 2 von seinem nicht gezeigten Ventilsitz abhebt
und den Kraftstofffluss freigibt. Zum Schließen des Ventilelementes 2 wird die Bestromung
der Elektromagnetanordnung 21 unterbrochen, wodurch die Ventilhülse 17 federkraftunterstützt
durch die Schließfeder 23 in axialer Richtung nach unten auf ihren Ventilsitz 25 bewegt
wird, so dass kein Kraftstoff mehr aus der Ventilkammer 16 in den Niederdruckbereich
abströmen kann. Durch den weiterhin durch die Zulaufdrossel 7 in die Steuerkammer
5 strömenden Kraftstoff steigt der Druck in der Steuerkammer 5 und somit die auf das
Ventilelement 2 wirkende Schließkraft.
[0027] Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform eines Injektors 1 entspricht im Wesentlichen
der Ausführungsform gemäß Fig. 1, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Folgenden
nur auf die Unterschiede eingegangen wird. Bezüglich der Gemeinsamkeiten wird auf
die vorangehende Figurenbeschreibung verwiesen.
[0028] Der einzige Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besteht darin, dass
die Presspassung zwischen dem Führungselement 26 und dem konischen Abschnitt 27 des
Ventilstückes 6 unterschiedlich realisiert ist. In den Innenkonus 30 des Führungselementes
26 ist eine ringförmige Freistellung 33 eingebracht, so dass das Führungselement an
zwei in axialer Richtung beabstandeten Kontaktflächen 34, 35 an den konischen Abschnitt
27 des Ventilstückes 6 anliegt. Hierdurch kann die Klemmwirkung zwischen dem Führungselement
26 und dem Ventilstück 6 weiter verbessert werden.
[0029] Anstelle von den gezeigten Querbohrungen 31, 32 im Führungselement 26 können zur
Ableitung von Kraftstoff aus der Ventilkammer 16 bei geöffnetem Steuerventil 18, bevorzugt
in axialer Richtung verlaufende Flächenanschliffe am Außenumfang der Ventilhülse 17
und/oder am Innenumfang des Führungselementes 26 vorgesehen werden.
1. Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine,
insbesondere Common-Rail-Injektor, mit einem eine axial verstellbare, an ihrem Außenumfang
geführte Ventilhülse (17) aufweisenden Steuerventil (18), mittels dem der Kraftstofffluss
durch einen in ein Ventilstück (6) eingebrachten Ablaufkanal (14) in Richtung des
Niederdruckbereichs (12) des Injektors (1) aus einer mit einem axial verstellbaren
Ventilelement (2) wirkverbundenen Steuerkammer (5) freigebbar und sperrbar ist, wobei
ein Ventilsitz (25) der Ventilhülse (17) am Ventilstück (6) gebildet ist, wobei die
Ventilhülse (17) an ihrem Außenumfang von einem Führungselement (26) geführt ist,
das als von dem Ventilstück (6) separates Bauteil ausgebildet ist und wobei das Führungselement
(26) an dem Ventilstück (6) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (26) als, insbesondere zylindrische, Hülse ausgebildet ist, deren
Innendurchmesser dem Außendurchmesser der Ventilhülse (17) zuzüglich eines Führungsspiels
entspricht.
2. Injektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungselement (26) an dem Ventilstück (5) mittels einer Presspassung festgelegt
ist.
3. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungselement (26) an einem konischen Abschnitt (27) des Ventilstücks (6) festgelegt
ist.
4. Injektor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Konuswinkel (β) eines Innenkonus (30) des Führungselementes (26), insbesondere
geringfügig, kleiner ist als der Konuswinkel (α) des konischen Abschnitts (27) des
Ventilstücks.
5. Injektor nach einem der Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der konische Abschnitt (27) des Ventilstücks (6) einen Konuswinkel (α) aus einem
Bereich zwischen etwa 0,5° und etwa 10°, vorzugsweise von kleiner als 7°, vorzugsweise
von kleiner als 5°, insbesondere von kleiner als 3°, besonderes bevorzugt von kleiner
als 2°, insbesondere beworzugt von etwa I" aufweist.
6. Injektor nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Ventilsitz (25) der Ventilhülse (17) radial innerhalb des konischen Abschnitts
(27) gebildet ist.
7. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungselement (26) im Kontaktbereich zum Ventilstück (6) flächig an diesem
anliegt.
8. Injektor nach einem der Anspruche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Kontaktbereich zwischen Führungselement (26) und Ventilstück (6) eine, insbesondere
ringförmige Freistellung (33) am Führungselement (26) und/oder am Ventilstück (6)
vorgesehen ist.
9. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Führungselement (26) eine Querbohrung (31, 32) zur Ableitung von Kraftstoff
aus dem Ablaufkanal (14) in den Niederdruckbereich (12) eingebracht ist.
1. Injector for injecting fuel into a combustion chamber of an internal combustion engine,
in particular common rail injector, having a control valve (18) which has guided on
its outer circumference an axially adjustable valve sleeve (17), by means of which
valve sleeve (17) the fuel flows through an outflow duct (14), which is formed in
a valve piece (6), in the direction of the low-pressure region (12) of the injector
(1) from a control chamber (5) operatively connected to an axially adjustable valve
element (2) can be enabled and shut off, with a valve seat (25) of the valve sleeve
(17) being formed on the valve piece (6), with the valve sleeve (17) being guided,
on its outer circumference, by a guide element (26) which is formed as a component
separate from the valve piece (6), and with the guide element (26) bearing against
the valve piece (6), characterized in that the guide element (26) is formed as an in particular cylindrical sleeve whose inner
diameter corresponds to the outer diameter of the valve sleeve (17) plus a guide play.
2. Injector according to Claim 1,
characterized
in that the guide element (26) is fixed to the valve piece (6) by means of an interference
fit.
3. Injector according to one of the preceding claims,
characterized
in that the guide element (26) is fixed to a conical section (27) of the valve piece (6).
4. Injector according to Claim 3,
characterized
in that a cone angle (β) of an internal cone (30) of the guide element (26) is in particular
slightly smaller than the cone angle (α) of the conical section (27) of the valve
piece.
5. Injector according to one of Claims 3 or 4,
characterized
in that the conical section (27) of the valve piece (6) has a cone angle (α) in a range between
approximately 0.5° and approximately 10°, preferably of less than 7°, preferably of
less than 5°, in particular of less than 3°, particularly preferably of less than
2°, particularly preferably of approximately 1°.
6. Injector according to one of Claims 3 to 5,
characterized
in that a valve seat (25) of the valve sleeve (17) is formed radially within the conical
section (27).
7. Injector according to one of the preceding claims,
characterized
in that the guide element (26) bears areally against the valve piece (6) in the region of
contact with the latter.
8. Injector according to one of Claims 1 to 6,
characterized
in that an in particular annular recess (33) is provided on the guide element (26) and/or
on the valve piece (6) in the region of contact between the guide element (26) and
the valve piece (6).
9. Injector according to one of the preceding claims,
characterized
in that a transverse bore (31, 32) for discharging fuel out of the outflow duct (14) into
the low-pressure region (12) is formed in the guide element (26).
1. Injecteur pour l'injection de carburant dans une chambre de combustion d'un moteur
à combustion interne, en particulier injecteur à rampe commune, comprenant une soupape
de commande (18) présentant un manchon de soupape (17) guidé sur sa périphérie extérieure
et déplaçable axialement, au moyen de laquelle soupape de commande le flux de carburant
traversant un canal d'écoulement (14) monté dans une pièce de soupape (6) dans la
direction de la région basse pression (12) de l'injecteur (1) hors d'une sonde de
commande (5) connectée fonctionnellement à un élément de soupape (2) réglable axialement
peut être libéré et bloqué, un siège de soupape (25) du manchon de soupape (17) étant
formé sur la pièce de soupape (6), le manchon de soupape (17) étant guidé sur sa périphérie
extérieure par un élément de guidage (26) qui est réalisé sous forme de composants
séparés de la pièce de soupape (6) et l'élément de guidage (26) s'appliquant contre
la pièce de soupape (6), caractérisé en ce que l'élément de guidage (26) est réalisé sous forme de manchon notamment cylindrique
dont le diamètre intérieur correspond au diamètre extérieur du manchon de soupape
(17) en tenant compte d'un jeu de guidage.
2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'élément de guidage (26) est fixé au moyen d'un ajustement serré sur la pièce de
soupape (6).
3. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de guidage (26) est fixé sur une portion conique (27) de la pièce de soupape
(6).
4. Injecteur selon la revendication 3, caractérisé en ce
qu'un angle de conicité (β) d'un cône interne (30) de l'élément de guidage (26) est inférieur,
en particulier légèrement, à l'angle de conicité (α) de la portion conique (27) de
la pièce de soupape.
5. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que
la portion conique (27) de la pièce de soupape (6) présente un angle de conicité (α)
compris dans une plage entre environ 0,5° et environ 10°, de préférence inférieur
à 7°, de préférence inférieur à 5°, notamment inférieur à 3°, particulièrement préférablement
inférieur à 2° et tout préférablement d'environ 1°.
6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce
qu'un siège de soupape (25) du manchon de soupape (17) est guidé radialement à l'intérieur
de la portion conique (27).
7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
l'élément de guidage (26) s'applique dans la région de contact avec la pièce de soupape
(6) à plat contre celle-ci.
8. Injecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
dans la région de contact entre l'élément de guidage (26) et la pièce de soupape (6)
est prévue une partie creusée (33), notamment annulaire, sur l'élément de guidage
(26) et/ou sur la pièce de soupape (6).
9. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'un alésage transversal (31, 32) destiné à évacuer le carburant hors du canal d'écoulement
(14) dans la région basse pression (12) est monté dans l'élément de guidage (26).


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