[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalung für den Betonbau der im Oberbegriff
von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Beim Erstellen von flächigen Betonteilen, wie beispielsweise Betonplatten oder dgl.,
werden verlorene Schalungen eingesetzt, die entweder die äußeren Umrisse des Betonteiles
oder, als Stirnabschalung, nacheinander zu vergießende Betonabschnitte begrenzen.
Diese verlorenen Schalungen enthalten eine Schalungswandung, die im Wesentlichen senkrecht
auf einer Unterlage, beispielsweise einer Sauberkeitsschicht oder einer darauf liegenden
Bewehrungslage, befestigt und gegen den Betonierdruck gehalten werden müssen. Dies
geschieht bislang meist durch Rückverankerungseinrichtungen mittels Zugstäben, die
mit einem ihrer freien Enden an der Schalungswandung und mit dem anderen freien Ende
an der Unterlage befestigt werden und sich über den Winkel zwischen Schalungswandung
und Unterlage erstrecken. Die Befestigung dieser Zugstäbe erfolgt bislang meist durch
Schweißen, was oft nur an der Bewehrung möglich ist. Es gibt jedoch Einsatzzwecke,
bei denen geschweißte Bewehrungen nicht in die Festigkeit der Bewehrung eingerechnet
werden dürfen. Außerdem ist eine Verschweißung im begrenzten Platz innerhalb einer
Schalung schwierig und aufwendig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalung bereitzustellen, die einfach
und sicher über eine Rückverankerungseinrichtung befestigbar ist.
[0004] Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0005] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Schraubverbindung kann eine Rückverankerung
der Schalungswandung auf einfache und problemlose Weise vorgenommen werden.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] Eine konstruktiv einfach aufgebaute Schraubverbindung enthält ein an der Zugstrebe
angeordnetes Gewinde, eine Sicherungsmutter und ein Lager. Das Lager ist bevorzugt
als Stecklager aus zwei im Abstand zueinander angeordneten Stangen ausgebildet, die
an der Schalungswandung befestigt sind. Auf diese Weise ist es möglich, die Stangen
gleichzeitig zur Versteifung einer Tafel einzusetzen, die von der Zugstrebe durchstoßen
werden kann und somit anderenfalls relativ wenig stabil wäre. Eine solche Tafel besteht
bevorzugt aus Streckmetall. Werden die Stäbe des Stecklagers in Form von Längsträgern
der Schalungswandung, d.h. in Erstreckungsrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Unterlage,
eingesetzt, so wird auf einfache Weise ein Ausgleich für Dimensionsänderungen der
Zugstreben geschaffen. Bevorzugt ist die Sicherungsmutter eine Spannmutter oder -hülse
mit einer integrierten Unterlegscheibe, wie sie in Form von DYWIDAG®-Muttern, insbesondere
Flügelmuttem, auf dem Bausektor, und insbesondere zur Erstellung von Betonteilen,
in großem Umfang verwendet und auf jeder Baustelle vorhanden sind.
[0008] Die andere Verbindung über die Zugstrebe erfolgt bevorzugt über eine Hakenverbindung,
so dass die Zugstrebe einfach in das entsprechende Teil, also entweder die Schalungswandung
oder die Unterlage eingehängt werden kann.
[0009] Bevorzugt wird jedoch die Zugstrebe über einen Bügel eingehängt, der eine verbesserte
Verankerung in der Schalungswandung oder der Unterlage bietet. Zu diesem Zweck enthält
der Bügel bevorzugt einen ersten und einen zweiten Verankerungsbereich und einen dazwischen
angeordneten Verbindungsbereich, der die Verbindung mit der Zugstrebe schafft. In
diesem Verbindungsbereich wird die wiederum mit einem Haken versehene Zugstrebe einfach
eingehängt.
[0010] Zugstreben zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Schalung enthalten bevorzugt an
einem ihrer freien Enden ein Gewinde und an ihrem anderen freien Ende einen Haken.
[0011] Die Rückverankerung wird besonders stabil, wenn die Unterlage als Bewehrungslage
ausgebildet ist, da dort beispielsweise der Haken oder der Bügel einfach eingehängt
werden können.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schalung in stark schematisierter Darstellung,
- Fig. 2
- die Rückansicht der Schalung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Zugstrebe,
- Fig. 4
- die perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer verwendeten Sicherungsmutter,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines Bügels,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung einer Hakenverbindung mit dem Bügel gemäß Fig. 5,
eingehängt in eine Bewehrungslage,
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bügels in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 8
- der Bügel nach Fig. 7 in Vorderansicht,
- Fig. 9
- der Bügel nach Fig. 7 in Seitenansicht,
- Fig. 10
- der Bügel nach Fig. 7, eingehängt in eine Bewehrungslage, und
- Fig. 11
- der Bügel nach Figur 7, eingehängt in eine Bewehrungslage und belastet durch ein Zugelement.
[0013] Fig. 1 zeigt in stark schematisierter Darstellung eine erfindungsgemäße Schalung
1 in Seitenansicht zur Erstellung eines Betonteiles, wobei die Schalung 1 im dargestellten
Ausführungsbeispiel zum Herstellen einer Bodenplatte ausgebildet ist. Die Schalung
1 steht auf einer Unterlage, die im dargestellten Ausführungsbeispiel eine übliche
Sauberkeitsschicht 2 und eine darüberliegende Bewehrungslage 3 umfasst, die eine Vielzahl
einander kreuzender Querstäbe 4 und Längsstäbe 5 enthält, die in mehreren Lagen, dargestellt
sind vier Lagen, übereinanderliegen. Die Bewehrungslage 3 kann auch durch bereits
vorgefertigte Gittermatten oder dgl. gebildet werden.
[0014] Auf der Bewehrungslage 3 ist eine Schalungswandung 6 für eine Stirnabschalung aufgerichtet.
Die Schalung 1 ist als verlorene Schalung ausgebildet, d.h. sie verbleibt im fertigen
Bauteil und dient im dargestellten Ausführungsbeispiel als Arbeitsfugenschalung, d.h.
sie trennt nacheinander zu vergießende Betonierabschnitte voneinander, wobei im dargestellten
Ausführungsbeispiel zunächst ein Betonierabschnitt 7 auf der rechten Seite der Schalungswandung
6 in Fig. 1 und anschließend ein Betonierabschnitt 8 auf der linken Seite der Schalungswandung
6 in Fig. 1 erstellt wird.
[0015] Die Schalungswandung 6 enthält im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Tafel 9,
die bevorzugt aus einem per Hand mit einem geeigneten Gegenstand durchstoßbaren Material
besteht und insbesondere eine Streckmetalltafel ist. Zur Versteifung des relativ biegbaren
Tafelmaterials sind an der Tafel 9 Versteifungsträger 10 in Form von Querträgern 11
und Längsträgern 12 befestigt. Die Querträger 11 bestehen aus den üblichen Gitter-
oder Stabträgern mit dreieckigem Querschnitt und erstrecken sich quer zur Zeichnungsebene
der Fig. 1 und parallel zur Unterlage. Diese Querträger 11 sind direkt an der Tafel
9 angebracht, bevorzugt an dieser angeschweißt.
[0016] Zumindest einige der Längsträger 12 sind, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, als parallele
Stäbe 12a und 12b ausgebildet, die sich im Abstand zueinander im Wesentlichen senkrecht
zur Unterlage über die Schalungstafel 9 erstrecken und von den Querträgern 11 im Abstand
zur Schalungstafel 9 gehalten werden. Die Anzahl der Längsträger 12 und die Anzahl
der Querträger 11 wird im Hinblick auf Festigkeitserfordernisse gewählt.
[0017] Zur Verwendung wird die Schalungswandung 6 so in die Allgemeinschalung eingebaut,
dass die Längsträger 12 an derjenigen Seite angeordnet sind, die dem zuletzt zu betonierenden
Betonabschnitt 8 zugewandt ist. Die Schalungswandung 6 wird in der in Fig. 1 gezeigten,
im Wesentlichen senkrechten Ausrichtung zur Bewehrungslage 3 durch eine Rückverankerungseinrichtung
gehalten, die Zugelemente in Form von Zugstreben 13 (Zugstangen) enthält. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel sind eine Vielzahl von Zugstreben 13 gezeigt, deren Anzahl kann
jedoch je nach dem zu erwartenden Betonierdruck gewählt werden. Die Zugstreben 13
werden so eingebaut, dass sie an der dem zuerst zu betonierenden Betonierabschnitt
7 zugewandten Seite den Winkel zwischen der Schalungswandung 6 und der Unterlage 3,
2 überbrücken, bei einer senkrecht eingebauten Schalungswand 6 vorzugsweise im Winkel
zwischen 30° und 60°, insbesondere 45°.
[0018] Die Zugstrebe 13 ist an einem Ende, bevorzugt an der Schalungswandung 6, über eine
Schraubverbindung 14 und am anderen Ende, bevorzugt an der Bewehrung 3, über eine
Hakenverbindung 15 verankert.
[0019] Zu diesem Zweck enthält die Zugstrebe 13, wie Fig. 3 zeigt, an ihrem einen freien
Ende ein Gewinde 16 und an ihrem anderen freien Ende ein Hakenelement 17. Das Gewinde
16 kann direkt in die Zugstrebe 13 eingearbeitet sein, kann jedoch auch durch eine
angeschweißte Gewindestange gebildet werden. Bevorzugt wird für die Zugstrebe 13 ein
Spannstab oder das Gewindeteil eines Spannstabs verwendet, wie er unter der Bezeichnung
DYWIDAG®-Spannstab auf dem Markt erhältlich ist und in großem Umfang im Betonbau verwendet
wird. Zur Ausbildung des Hakenelementes 17 wird die Zugstrebe 13 bevorzugt gebogen,
das Hakenelement 17 kann jedoch auch angeschweißt oder sonst wie befestigt werden.
[0020] Die Schraubverbindung 14 enthält weiterhin eine Sicherungsmutter 18, die bevorzugt
als Spannmutter mit integrierter Unterlegscheibe 19 und Flügeln 20 für ein manuelles
Aufschrauben ausgebildet ist. Auch hier wird bevorzugt eine Spannschraube verwendet,
die unter der Bezeichnung DYWIDAG®-Schraube auf dem Markt erhältlich und im Betonbau
weit verbreitet ist.
[0021] Die Hakenverbindung 15 kann entweder, wie Fig. 1 zeigt, nur aus dem Hakenelement
17 bestehen, das in die Bewehrungslage 3 eingehängt wird, bevorzugt wird jedoch ein
Bügel 21 als Zwischenelement eingesetzt, da dadurch noch größere Zugkräfte aufnehmbar
sind. Der Bügel 21 enthält im dargestellten Ausführungsbeispiel einen im Wesentlichen
wellenförmig und in einer Ebene gebogenen Stab, durch den zwei hakenartige Verankerungsbereiche
22 gebildet werden (siehe auch Fig. 6), zwischen denen ein schlaufenartiger Verbindungsbereich
23 angeordnet ist. Mit den Verankerungsbereichen 22 wird der Bügel 21 so in die Bewehrungslage
eingesetzt, dass die Verankerungsbereiche 22 unter geeigneten Längsstäben 5 hindurch
greifen und mit ihren freien Enden bevorzugt zwischen übereinanderliegenden Querstäben
4 hindurch treten. Auch der Verbindungsbereich 23 tritt zwischen übereinanderliegenden
Querstäben 4 hindurch und weist in Richtung auf die Schalungswandung 6. Je nach Konstruktion
der Unterlage bzw. Anordnung der Bewehrungsstäbe sind die vielfältigsten Verankerungspositionen
des Bügels 21 möglich, wie z. B. ein Einfädeln von oben oder unten, ein Umgreifen
aller oder nur ausgewählter Bewehrungsstäbe der Lage, ein Zwischenschieben des Verankerungs-
und/oder Verbindungsbereichs zwischen übereinanderliegender Stäbe oder dgl.
[0022] Die Zugstrebe 13 wird durch eine auf den Zwischenraum zwischen den Stäben 12 ausgerichtete
Öffnung in der Schalungstafel 9 hindurchgeführt, wobei die Öffnung bevorzugt durch
Durchstoßen der Schalungstafel 9 mit Hilfe der Zugstrebe 13 geschaffen wird. Die Zugstreben
13 werden so weit eingeschoben, bis ihre freien Gewindeenden zwischen den Längsstäben
12a, 12b hindurch treten. Die Längsstäbe 12a, 12b weisen einen Abstand zueinander
auf, der größer oder gleich dem Durchmesser des Gewindeteiles 16 jedoch kleiner als
der Durchmesser des Flansches 19 bzw. der integrierten oder eingelegten Unterlegscheibe
der Sicherungsmutter 18 ist. Dann wird das Hakenelement 17 in den Verbindungsbereich
23 des Bügels 21 (Fig. 6) oder direkt in einen Querstab der Bewehrungslage 3 eingehängt
(Fig.
- 1). Anschließend wird die Sicherungsmutter 18 auf das Gewinde 16 aufgeschraubt und
die Zugstrebe 13 auf Zug gespannt, d.h. die Mutter 18 wird so weit aufgeschraubt,
bis sich das Hakenelement 17 straff um den anliegenden Querstab 4 gelegt hat oder
der Bügel 21 so weit in Richtung der Schalungswandung 6 gezogen wurde, dass die freien
Enden des Verankerungsbereiches nicht mehr aus der Bewehrungslage 3 entkommen können.
Anschließend kann der erste Betonierabschnitt 7 erstellt werden. Vor dem Erstellen
des zweiten Betonierabschnitts 8 können die Muttern 18 zur Weiterverwendung entfernt
werden, während die Zugstreben 13 und die Schalungswandung 6 als verloren im Bauteil
verbleiben.
[0023] Durch das Zugelement 13 wird auf den mit der Unterlage verflochtenen Bügel 21 eine
Zugkraft aufgeübt, die bestrebt ist, den Bügel um einen Schwenkpunkt, der durch einen
Anlagepunkt des Bügels an einem Teil der Unterlage gebildet wird, zu verschwenken,
wobei andere Bereiche des Bügels gegen die Unterlage gedrückt werden. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 6 werden bei Ausübung einer Zugkraft am Hakenelement 17 nach schräg oben
die Verbindungsbereiche zwischen den Verankerungsbereichen 22 und dem Verbindungsbereich
23, d. h. die dort vorgesehenen Biegungen, gegen die Unterseite der dort vorgesehenen
Längsstäbe gezogen, während die freien Enden der Verankerungsbereiche 22 gegen den
Querstab 4 gedrückt werden, d. h. der Bügel 21 ist bestrebt, sich aus der in Figur
6 gezeigten Schräglage in eine im Wesentlichen senkrechte Lage der Ebene, in der der
Bügel 21 gebogen wurde, zu verdrehen, und zwar so weit, wie es die Anlage des Bügels
an den entsprechenden Bewehrungsstäben gestattet.
[0024] In den Figuren 7 bis 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bügels 121 ersichtlich,
der analog des Bügels 21 bevorzugt aus einem wellenförmig gebogenen Stab besteht.
Auch der Bügel 121 enthält wenigstens einen Verankerungsbereich 22 in Form eines Hakens
und einen Verbindungsbereich 23 in Form einer Schlaufe, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel
zwei Verankerungsbereiche 22 beidseitig des Verbindungsbereichs 23 angeordnet sind.
Wie im ersten Ausführungsbeispiel liegen die Verankerungsbereiche 22 und der Verbindungsbereich
23 in einer Ebene. Wenigstens ein Teil der Bereiche zwischen dem Hakenbereich 22 und
dem Verbindungsbereich 23, d. h. die dort vorgesehene Schlaufe, ist beim Bügel 121
als Gegenlager 124 ausgebildet. Dieses Gegenlager 124 wird durch eine winklige Anordnung
der Schlaufe zur Ebene E (Fig. 9) erreicht, in der der Verankerungsbereich 22 und
der Verbindungsbereich 23 liegt. Der Winkel α zwischen dem Gegenlager 124 und der
Ebene E kann im Bereich zwischen 60° und 120° liegen, was für die meisten Anwendungszwecke
ausreicht. Je nach Ausgestaltung der Unterlage, beispielsweise je nach Stärke der
Bewehrungsstäbe, können jedoch auch andere Winkel verwirklicht werden, so kann beispielsweise
bei dünneren Bewehrungsstäben der Winkel verkleinert und bei stärkeren Bewehrungsstäben
vergrößert werden.
[0025] Wie die Figuren 10 und 11 zeigen, wird auch der Bügel 121 auf geeignete Weise so
in der Unterlage verankert, dass der Verbindungsbereich 23 zum Einhängen des Hakenelements
17 des Zugelementes 13 freiliegt und die Verankerungsbereiche 22 so in der Unterlage
liegen, dass durch einen Zug an dem Zugelement 13 in Richtung Z der Bügel 121 nicht
aus der Unterlage gelöst wird. So werden beispielsweise beim Verankern des Bügels
12 in einer Bewehrungslage 3 mit einander überkreuzenden und abwechselnd übereinanderliegenden
Querstäben 4 und Längsstäben 5 der Bügel 121 mit seinen Verankerungsbereichen 22 unter
eine Einheit von zwei Querstäben 4a, 4b und einen dazwischen liegenden, kreuzenden
Längsstab 5a geschoben, derart, dass die Querstäbe 4a, 4b im Winkel α liegen und der
Längsstab 5a durch die das Gegenlager 124 bildende Schlaufe hindurch tritt. Dabei
berührt das Gegenlager 124 den Querstab 4a, 4b nicht, sondern steht etwas nach hinten.
Wird jetzt ein Zug Z ausgeübt, so ist der Bügel 121 bestrebt, sich um eine in Richtung
der Querstäbe 4 verlaufende Achse zu verkippen, wodurch das Gegenlager 121 auf den
Längsstab 5a drückt und diesen nach unten drückt, während der untere Querstab 4b,
der direkt am Verbindungsbereich 23 anliegt, durch den Zug angehoben wird. Dadurch
wird erreicht, das die Längsstäbe 5a und die Querstäbe 4b, 4a zusammengedrückt werden
und somit eine stabile Zugverbindung erreicht wird, ohne dass der Querstab 4a weggedrückt
werden kann.
[0026] Durch die Abwinklung des Gegenlagers 124 wird, im Gegensatz zum Bügel 21, bei dem
zwar auch eine Art Gegenlager vorhanden ist, dieses sich jedoch in der Ebene von Verankerungsbereich
und Verbindungsbereich befindet, eine wesentlich bessere Verankerung mit der Unterlage
erreicht, ohne dass beispielsweise in einer Bewehrungslage 3 die Gefahr besteht, dass
Stäbe aus ihrer vorbestimmten Lage angehoben oder abgesenkt werden, was den Abstand
zwischen dem Verbindungsbereich 23 und der Rückseite der Schalung und damit die Höhe
der Zugkraft verändern könnte.
[0027] In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiels kann die Zugstrebe
mit der Schraubverbindung auch in einer geeigneten Unterlage befestigt werden und
das andere Ende herkömmlicher Weise oder mit Hilfe der beschriebenen Hakenverbindung
mit der Schalungswandung verbunden werden. Statt einer Hakenverbindung sind auch andere
Verbindungsmöglichkeiten einsetzbar; beispielsweise kann auch das zweite freie Ende
der Zugstrebe verschraubt werden. Für die Gewindeverbindung können andere Sicherungsmuttern
oder Sicherungshülsen, auch solche, die mittels Werkzeug aufschraubbar sind, eingesetzt
werden. Statt der parallelen Stäbe können durchbohrte Platten, Hülsen oder dgl. als
Stecklager eingesetzt werden. Der Bügel kann auch nur einen oder auch mehrere Verankerungs-
und Verbindungsbereiche aufweisen. Schließlich ist es möglich, die Hakenverbindung
mittels Bügel auch für eine Rückverankerung, bei der das andere Enden der Zugstrebe
ohne Schraubverbindung ist und auf herkömmliche Weise befestigt wird oder bei anderen
Anordnungsfällen im Baubereich einzusetzen. Das Gegenlager kann auch an anderer Stelle
am Bügel angeordnet sein.
1. Schalung (1) für den Betonbau, mit einer auf einer Unterlage (2, 3) angeordneten Schalungswandung
(6) und einer Rückverankerungseinrichtung zum Abstützen der Schalungswandung (6) auf
der Unterlage (2, 3), die wenigstens eine sowohl mit der Schalungswandung (6) als
auch der Unterlage (2, 3) verbundene Zugstrebe (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstrebe (13) über eine Schraubverbindung (14) mit der Schalungswandung (6)
und/oder mit der Unterlage (2, 3) verbunden ist.
2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubverbindung (14) ein an der Zugstrebe (13) angeordnetes Gewinde (16), eine
Sicherungsmutter (18) und ein Lager (12, 19) aufweist.
3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungswandung (6) eine mittels Quer- und Längsträger (11, 12) versteifte Tafel
(9) aus einem mit der Zugstrebe (13) durchstoßbarem Material, insbesondere aus Streckmetall,
enthält.
4. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstrebe (13) über eine Hakenverbindung (15) mit der Schalungswandung (6) und/oder
der Unterlage (2, 3) verbunden ist.
5. Schalung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenverbindung (15) einen Bügel (21, 121) mit einem Verankerungsbereich (22)
zum Befestigen in der Unterlage (2, 3) und/oder der Schalungswandung (6) und einem
Verbindungsbereich (23) zum Befestigen an der Zugstrebe (13) aufweist.
6. Schalung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (21, 121) einen ersten und einen zweite Verankerungsbereich (22) und einen
dazwischen angeordneten Verbindungsbereich (23) aufweist.
7. Schalung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsbereich (22) als Haken zum Einhängen des Bügels (21, 121) in eine
Bewehrungslage (3) ausgebildet ist.
8. Schalung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich (23) als Schlaufe zum Einhängen eines mit der Zugstrebe (13)
verbundenen Hakenelements (17) ausgebildet ist.
9. Schalung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs- und der Verankerungsbereich (22, 23) in der gleichen Ebene (E) liegen.
10. Schalung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (21, 121) ein Gegenlager (124) enthält.
11. Schalung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungs- und der Verankerungsbereich (22, 23) in der gleichen Ebene (E) liegen
und das Gegenlager (124) im Winkel (α) zu dieser Ebene (E) verläuft.
12. Schalung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (21, 121) aus einem wellenförmig gebogenen Stab hergestellt ist.
13. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugstrebe (13) an einem freien Ende mit einem Gewinde (16) und am anderen freien
Ende mit einem Hakenelement (17) versehen ist.
14. Bügel (21, 121) zum Befestigen eines Zugelementes (13), mit wenigstens einem ersten
und einem zweiten Verankerungsbereich (22) und einem dazwischen angeordneten Verbindungsbereich
(23) zum Einhängen des Zugelementes (13), wobei Verankerungsbereich (22) und Verbindungsbereich
(23) in der gleichen Ebene (E) liegen.
15. Bügel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegenlager (124) vorgesehen ist, das im Winkel (α) zur Ebene (E) verläuft.