[0001] Die Erfindung betrifft eine Farbkammer für ein Farbwerk einer Rotationsdruckmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren
zur Herstellung einer Farbkammer für ein Farbwerk einer Rotationsdruckmaschine nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Solche Farbkammern sind sowohl aus der Praxis als auch den Patentschriften
DE 195 16 223 C2,
DE 101 50 488 84 und der Veröffentlichung
WO 2005/105450 A1 bekannt Diesen Farbkammem zugeordnet ist eine Farbübertragungswalze, welche sich
im Betrieb um eine Achse dreht Da die Farbübertragungswalze meist rotationssymmetrisch
ist, ist diese Drehachse die entsprechende Symmetrieachse. Weiterhin gehört ein In
Richtung dieser Achse verlaufender, lang gestreckter Rakelkammerkörper zur Farbkammer.
Zur Aufnahme der Druckfarbe ist dieser Rakeikammerkörper üblicherweise mit einer rinnenartigen
Ausnehmung versehen, die der Farbübertragungswalze zugewandt ist.
[0003] Um diese rinnenartige Ausnehmung nach außen hin abzudichten, sind zumindest zwei
Rakelmesser vorgesehen, die an dem Rakelkammerkörper fixierbar sind. An den Stirnseiten
des Rakelkammerkörpers ist In der Regel je ein Dichtungskörper angeordnet Rakelmesser
und Dichtflächen der Dichtungskörper sind an die Farbauftragswaize anstellbar, so
dass die Farbdichtungswalze, die Rakelmesser, der Rakelkammerkörper und die Dichtungskörper
die rinnenartige Ausnehmung nach außen hin abdichten, so dass ein Innenraum entsteht,
der abgeschlossen ist.
[0004] Um diesem Innenraum Druckfarbe zuführten zu können, ist der Rakelkammerkörper mit
einem Farbzulauf versehen, der oft mittig angeordnet ist Weiterhin sind in der Regel
auch Farbabläufe vorgesehen, um einen Farbkreislauf aufrecht halten zu können. Diese
Farbabläufe, über die Druckfarbe, die im Druckbetrieb unvermeidlich mit Luft angereichert
wird, abführbar ist, sind In den Endbereichen des Innenraums bzw. der rinnenartigen
Ausnehmung angeordnet.
[0005] Oft besteht bei solchen Farbkammern das Problem, dass sich ihren Endbereichen, also
im Bereich der Farbabläufe, Druckfarbe anreichert und festsetzt. Daher ist es häufig
erforderlich, die Endbereiche der Farbkammer zu reinigen. Hierzu ist gewöhnlich die
Farbkammer aus der Druckmaschine zu entfernen. Um die Druckmaschine während der Reinigung
weiter betreiben zu können, müssen weitere Farbkammem vorgehalten werden. Lässt sich
die Farbkammer nicht mehr in ausreichendem Maße reinigen, ist sie zu ersetzen. Sowohl
das Vorhalten als auch das Ersetzen der Farbkammem führt zu hohen Reinigungs- bzw.
Ersatzteilkosten.
[0006] Das Patent
US 5,671,673 offenbart eine Farbkammer mit zwei Endstücken, in welchen sich die rinnenartige Ausnehmung
fortsetzt und in oder an denen die Farbabläufe angeordnet sind. In Kombination hiermit
gehört es zur erfindungsgemäßen Lösung, dass die Endstücke abnehmbar an den Endbereichen
des Rakelkammerkörpers angeordnet sind. Jedoch sind auch solche Farbkammern nicht
immer einfach zu reinigen.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Reinigungsbeziehungsweise
die Ersatztellkosten zu reduzieren.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Demnach ist vorgesehen, dass an den Endstücken auch Zwischenwände
angeordnet sind, die die rinnenartige Ausnehmung in eine Hauptkammer und zumindest
eine Nebenkammer trennt. In jeder Nebenkammer kann dabei ein Farbablauf vorgesehen
sein. Die Funktionsweise dieser Zwischenwände an sich wurde bereits in den eingangs
erwähnten Patentschriften beschrieben.
[0009] Damit ist es nun lediglich nötig, zu Reinigungszwecken die Endstücke von dem Rakelkammerkörper
zu lösen, um die oben beschriebenen kritischen Stellen zu reinigen. Auch die Zwischenwände
stören nun nicht. Die Reinigung des Rakelkammerkörpers selbst geschieht meist durch
ein Waschprogramm für die Farbübertragungswalze. Zudem ist der Rakeikammerkörper vergleichsweise
schnell und einfach zu reinigen. Von der erfindungsgemäßen Farbkammer brauchen lediglich
die Endstücke entfernt zu werden und neue bzw. bereits gereinigte Endstücke angesetzt
zu werden. Da sich die Endstücke kostengünstiger herstellen lassen als eine ganze
Farbkammer, liegt der Vorteil der Kosteneinsparung auf der Hand. Auch die Reinigung
an sich ist nun einfacher durchzuführen, da die im Vergleich zu der Farbkammer kleinen
Endstücke sich beispielsweise In ein Reinigungsbad einlegen lassen, das mit einer
geringen Menge an Reinigungsflüssigkeit auskommt.
[0010] Von besonderem Vorteil Ist es dabei, wenn auch die Dichtungskörper an oder in den
Endstücken angeordnet sind. Für einen erneuten, sofortigen Einsatz der Farbkammer
können also Endstücke vorbereitet werden, die auch unverbrauchte Dichtungskörper umfassen.
Damit kann der Wechsel der Dichtungskörper direkt an dem Rakelkammerkörper, der bisher
nötig war, entfallen, was die Stillstandszeiten der Druckmaschine und damit die Kosten
für die Reinigung weiter reduziert.
[0011] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Endstücke winkelartig ausgebildet sind und
der der Farbübertragungswalze abgewandte Seite des Rakelkammerkörpers mit dem Rakelkammerkörper
verbunden ist. Diese Verbindung kann mit Schrauben, vorzugsweise Rändelschrauben,
herstellt werden. Da die Farbwerke häufig in radialer Richtung der Farbübertragungswalzen
gut, aber in axialer Richtung der Farbübertragungswalzen wegen der Gestellwände, Lagereinrichtungen
oder Anstriebseinrichtungen relativ schlecht zugänglich sind, die die Anordnung der
Befestigung an der Unterseite des Rakelkammerkörpers, die in radiale Richtung der
Farbübertragungswalze zeigt, von besonderem Vorteil. Für das Abziehen der Endstücke
von dem Kammerrakelkörper reicht ein seitlicher Platz von wenigen Zentimetern.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Endstücke
im Wesentlichen aus Kunststoff gefertigt. Auf diese Weise lassen sich auf einfache
und sehr kostengünstige Weise Formkörper herstellen, die die Endstücke bilden. Je
nach Weichheit des verwendeten Materials haben die Endstücke dann bereits gewisse
Dichtungseigenschaften, so dass die die Berührungspunkte, -kanten und -flächen mit
dem Rakelkammerkörper und mit anderen Elementen nicht zusätzlich mit Dichtungen versehen
werden müssen. Dies trägt zu einer weiteren Kostenreduzierung bei.
[0013] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Endstücke mit einem Spritzgießverfahren hergestellt
sind. Auf diese Weise lassen sich sehr viele Endstücke in Form von Formteilen wirtschaftlich
herstellen, so dass beispielsweise ein nicht mehr hinreichend zu reinigendes Endstück
entsorgt werden kann, ohne dass hohe Kosten für den Ersatz oder eine aufwändige Reinigung
anfallen.
[0014] Um ein schnelles Austauschen der Endstücke zu gewährleisten, ist es vorteilhaft,
wenn die zur Abführung der Druckfarbe vorgesehenen Schläuche oder Leitungen mit einem
Kupplungssystem an die Endstücke abnehmbar angeschlossen sind und wenn der Stecker
dieses Kupplungssystems an dem Endstück angeordnet ist.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, Endstück
und Stecker des vorgenannten Kupplungssystems einstückig auszubilden. Dies ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn das Endstück als Spritzgießteil hergestellt wird.
[0016] Gegenstand der Erfindung ist über die bereits beschriebene Farbkammer auch ein Verfahren
zur Herstellung einer Farbkammerrakel. Zur Herstellung der Farbkammerrakel ist es
bekannt, die folgenden Schritte durchzuführen:
- Bereitstellung eines lang gestreckten Rakelkammerkörper, welcher eine rinnenartige
Ausnehmung umfasst,
- Bereitstellung von zwei Rakelmessern, welche an dem Rakelkammerkörper fixierbar sind
und an eine Farbübertragungswalze anstellbar sind,
- Anordnen von zwei Dichtungskörpern in den Endbereichen des Rakelkammerkörpers, welche
mit ihren Dichtflächen an die Farbübertragungswalze anstellbar sind,
- Erzeugen eines Farbzulaufs, über welchen der rinnenartige Ausnehmung Druckfarbe zugeführt
wird,
- Erzeugen zweier Farbabläufe, über welche Druckfarbe aus der rinnenartigen Ausnehmung
abgeführt wird, wobei je ein Farbablauf in einem Endbereich der rinnenartigen Ausnehmung
angeordnet wird.
[0017] Erfindungsgemäß wird zumindest je ein Farbablauf in jeweils ein Endstück eingebracht
und die Endstücke abnehmbar an den Endbereichen des Rakelkammerkörpers befestigt.
Über die Vorteile dieses Herstellungsverfahrens wurde bereits weiter oben berichtet.
[0018] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Endstücke dabei aus Kunststoff hergestellt
werden, wobei ein Kunststoffspritzgießverfahren bevorzugt wird.
[0019] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung
und den Ansprüchen hervor.
Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Farbkammerrakel mit befestigtem Endstück
- Fig. 2
- Ansicht wie in Fig. 1, allerdings mit abgenommenem Endstück
- Fig. 3
- Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Farbkammerrakel
- Fig. 4
- Ansicht wie in Fig. 3, allerdings mit abgenommenem Endstück
- Fig. 5
- Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Farbkammerrakel
- Fig. 6
- Draufsicht auf die Farbkammerrakel gemäß Fig. 5
- Fig. 7
- Farbkammerrakel gemäß Figur 6, jedoch mit abgenommenem Endstück.
[0020] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Farbkammerrakel 1, bei dem
ein Endstück 2 an den Kammerrakelkörper 3 befestigt ist. Das Endstück kann dabei mittels
nicht gezeigter Schrauben, die in axialer Richtung des Kammerrakelkörpers 3verlaufen,
an diesen angeschraubt werden.
[0021] Die Figur 2 zeigt die gleiche Ansicht wie die Figur 1. Jedoch ist das Endstück nunmehr
von dem Kammerrakelkörper 3 abgenommen worden. Das Endstück 2 umfasst eine Auslassöffnung
4, die über eine Aushöhlung 23 (siehe Fig. 3) mit der grabenartigen Vertiefung 5 verbunden
ist, so dass Druckfarbe, die in diese Vertiefung 5 gelangt über die Auslassöffnung
4 abgeführt werden kann. In den Figuren ist die Auslassöffnung 4 konzentrisch von
einem gestrichelten Kreis umgeben, was andeuten soll, dass die Auslassöffnung mit
einem Innengewinde versehen ist. Damit kann in die Auslassöffnung ein Anschlussstück
eingeschraubt werden, welches sich mit einem Schlauch oder Rohr zum Abführen von Druckfarbe
verbinden lässt. der Schlauch lässt sich beispielsweise über eine Kupplung an das
Anschlussstück ankoppeln. Ist das Endstück aus Kunststoff gebildet, bietet es sich
jedoch an, das Anschlussstück und das Endstück einstückig auszubilden. Die Vertiefung
5 ist mit dem Innenraum 6 des Endstücks verbunden. Dieser Nebenraum 6 wird im Wesentlichen
begrenzt durch zumindest eine Wandung 7, die, wenn das Endstück 2 an dem Kammerrakelkörper
3 angeschraubt ist, den Nebenraum 6 des Endstücks 2 von dem rinnenartigen Hauptraum
8 des Kammerrakelkörpers 3 (siehe Figur 3) abgrenzt. In den Figuren 1 und 2 ist diese
Wandung 7 gestrichelt eingezeichnet. Die Wirkung derartiger Wandungen ist in der eingangs
genannten Patentschrift
DE 195 16 223 C2 der Anmelderin ausführlich beschrieben, weshalb auf nähere Ausführungen hierzu an
dieser Stelle verzichtet wird. Die Wandung 7 kann auf geeignete Weise entfernbar an
dem Endstück 2 befestigt sein. Beispielsweise sind hierzu Schraubverbindungen denkbar.
Es ist jedoch auch vorstellbar, Wandung 7 und das Endstück 2 einstückig auszubilden.
Da das Endstück erfindungsgemäß von dem Kammerrakelkörper 3 entfernbar ist, ist eine
Reinigung und/oder Austausch der Wandung 7 nunmehr problemlos vornehmbar.
[0022] Gegenüberliegend von der Wandung 7 ist der Nebenraum 6 des Endstücks 2 und damit
der gesamte Hauptraum 8 des Farbkammerrakels 1 nach außen hin mit einem Dichtungskörper
9 abgeschlossen. Der Dichtungskörper 9 wird in Umfangsrichtung der nicht gezeigten
Farbübertragungswalzen zwischen zwei Stegen 10 des Endstücks 2 gehalten. Um auch eine
axiale Verschiebung des Dichtungskörpers 9 zu verhindern, wird dieser stirnseitig
des Endstücks 2 durch eine Halteplatte 11 gehalten, die mit dem Endstück 2 verschraubt
sein kann. Bevorzugt wird jedoch eine schwenkbare Halteplatte 11, deren Ausführung
und Funktion in dem Patent
EP 0 896 877 B1 der Anmelderin unter Schutz gestellt ist. Während die Halteplatte 11 gemäß der genannten
Patentschrift an dem Kammerrakelkörper 3 schwenkbar angeordnet ist, ist diese Halteplatte11
gemäß der vorliegenden Erfindung ebenfalls an dem Endstück 2, welches von dem Kammerrakelkörper
3 entfernt werden kann, angeordnet.
[0023] Um ein Verrutschen des Dichtungskörpers 9 in Richtung des Innenraums 6 des Endstücks
zu verhindern, ist eine Gegenhaltewand 12 vorgesehen, an die der Dichtungskörper angelegt
werden kann. Diese Gegenhaltewand 12 kann, ähnlich wie die Wandung 7, entfernbar an
dem Endstück 2 angeordnet sein. Bevorzugt ist jedoch, um die Herstellungskosten niedrig
zu halten, die Gegenhaltewand 12 einstückig mit dem Endstück 12 auszubilden.
[0024] Um die Verbindungsnaht 18 zwischen Endstück 2 und Kammerrakelkörper 3 nach außen
hin abzudichten, kann eine geeignete, aber nicht dargestellte Dichtung vorgesehen
sind. Es ist jedoch auch möglich, das Endstück 2 aus einem thermoplastischen Kunststoff
herzustellen, der sich an die Stirnfläche des Kammerrakelkörpers 3 dichtend anlegt.
[0025] Die nicht gezeigten Rakelmesser werden auf die Auflageflächen 13 der Kammerrakelkörpers
3 aufgelegt und dort auf geeignete Weise fixiert. Um jedoch zu vermeiden, dass die
Verbindungsnaht 18 zwischen Endstück 2 und Kammerrakelkörper 3 diese Auflagefläche
kreuzt (wie es in den Figuren 1 und 2 gezeigt ist) und so zu Undichtigkeiten führt,
ist es gemäß den Figuren 3 und 4 vorgesehen, die Auflageflächen 13 gegenüber dem Kammerrakelkörper
mittels Verlängerungsabschnitten 14 verlängert auszubilden, so dass diese bis an den
Dichtungskörper 9 heranreichen. Auf diese Weise wird es ermöglicht, dass das Rakelmesser
auf einer durchgängigen und ebenen Auflagefläche 13 auflegbar ist. Die Stege 10 können
entsprechende Ausnehmungen 15 aufweisen. Zwischen Ausnehmung 15 und Verlängerungsabschnitt
14 der Auflagefläche 13 können Dichtungsmittel vorgesehen werden.
[0026] Die Rakelmesser werden durch nicht näher beschriebene Befestigungsmittel auf den
Auflageflächen 13 fixiert. Diese Befestigungsmittel umfassen Klemmschienen, mit welchen
die Rakelmesser auf die Auflageflächen 13 gedrückt werden und Wellen, welche in die
längs verlaufenden Vertiefungen 16 einlegbar sind. In anderen Ausführungsformen von
Farbkammerrakeln können die Klemmschienen auch längs verlaufende Stege umfassen, welche
die Vertiefungen 16 greifen können. Unabhängig davon, wie die Befestigungsmittel ausgeführt
sind, ist vorgesehen, dass sich die Vertiefungen 16 als Vertiefungen 17 in dem Endstück
fortsetzen. Generell ist es vorteilhaft, wenn die Querschnittskontur von Kammerrakelkörper
3 und Endstück 2 im Wesentlichen deckungsgleich ist.
[0027] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 5 und 6 ist die vorgenannte Deckungsgleichheit
der Konturen jedoch nicht gegeben. Vielmehr ist hier vorgesehen, dass Teile der Außenwandungen
19 des Kammerrakelkörpers 3 Bereiche des Endstücks 2 umgreifen. Dies äußert sich beispielsweise
dadurch, dass sich Seitenwand 19 in Längsrichtung über die Gegenhaltewand 12 bis in
den Bereich der Stege 10 hinein erstreckt. Auch die Innenwandungen des Kammerrakelkörpers
3, welche die Auflageflächen 13 für die Rakelmesser tragen, können entsprechend lang
ausgebildet sein und sich bis an den Dichtungskörper 9 heran erstrecken. Dieses hat
den besonderen Vorteil, dass sich der rinnenartige Innenraum 8 des Kammerrakelkörpers
ebenfalls bis an den Dichtungskörper erstrecken kann, ohne durch eine Verbindungsnaht
unterbrochen zu sein. Der Boden des rinnenartigen Innenraums 8 ist in der in der Figur
6 gezeigten Ansicht des genannten Ausführungsbeispiels im Bereich der grabenartigen
Vertiefung 5 mit einer Aussparung 24 versehen, die rechteckig geformt sein kann. Am
Rand dieser Aussparung 24 kann eine Dichtung 20 vorgesehen sein, die in eine um die
grabenartige Vertiefung 5 herum umlaufende Nut des Endstücks 2 eingelegt sein kann
und den Kammerrakelkörper 3 gegenüber dem Endstück 2 ausreichend abdichtet. Diese
Dichtung 20 ist in der Figur 6 gestrichelt dargestellt und kann sich unterhalb des
Dichtungskörpers 9 fortsetzen. In der Figur 5 ist die Dichtung 20 als strichpunktierte
Linie dargestellt.
[0028] Wie der Figur 5 zu entnehmen ist, kann in einer erfindungsgemäßen Farbkammerrakel
1 das Endstück 2 mit einem Ansatzstück 21 versehen sein, so dass das Endstück 2 in
der Seitenansicht als Winkel ausgebildet ist. Diese Ausprägung des Endstücks ist jedoch
nicht auf das Ausführungsbeispiel in den Figuren 5 und 6 beschränkt. Dieses Ansatzstück
ermöglicht es, das Endstück an der Unterseite des Kammerrakelkörpers 3 mit geeigneten
Befestigungsmitteln, beispielsweise einer oder mehreren der gezeigten Schraube 22,
zu befestigen. Diese Befestigungsart des Endstücks ist in vielen Druckmaschinen von
Vorteil, da sich in Längsrichtung der Farbkammerrakel oft kein ausreichender Montageraum
findet.
[0029] Die Figur 7 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6, jedoch mit abgenommenem
Endstück 2. Deutlich zu erkennen ist nun das Aussehen des Endbereichs der Farbkammerrakel
1. Vor allem ist nun die Aussparung 24 zu erkennen, die eingebracht ist, damit bei
aufgeschobenem Endstück 2 die grabenartige Vertiefung 5 frei liegt. Wie bereits anhand
der bereits oben beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert wurde,
steht die grabenartige Vertiefung 5 in Verbindung mit der Auslassöffnung 4, so dass
durch die grabenartige Vertiefung 5, die Verbindung und die Auslassöffnung Druckfarbe
abfließen kann.
[0030] An dem Endstück 2 ist nun nochmals der Ansatz 21 zu sehen, der unterhalb der Farbkammerrakel
1 angeordnet ist, wenn das Endstück 2 auf die
[0031] Farbkammerrakel 1 aufgeschoben ist (siehe auch Figur 5). In dem Ansatz 21 sind Durchgangslöcher
26 angeordnet, durch die Schrauben 22 hindurch greifen können, um das Endstück 2 an
der Farbkammerrakel zu befestigen. Auf der rechten Seite des Ansatzes 21 befindet
sich eine Erhöhung 25, in die die Vertiefung 5 und auch die Nut, in die die Dichtung
20 eingelegt ist, eingebracht sind. Die Dichtung 20 ist als Linie dargestellt, die
teils durchgezogen und teils unterbrochen ist. Der als unterbrochene Linie dargestellte
Teil ist durch die Dichtung 9 abgedeckt. Der als durchgezogene Linie dargestellte
Teil hingegen ist bei aufgeschobenem Endstück 2 durch die Ränder des rinnenartigen
Hauptraums des Kammerrakelkörpers abgedeckt und daher in der Darstellung der Figur
7 nicht abgedeckt und somit sichtbar.
[0032] Alle Figuren zeigen je ein Ende einer Farbkammerrakel 1. Es versteht sich, dass beide
Enden einer Farbkammerrakel 1 mit den beschriebenen Endstücken 2 versehen werden können.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Farbkammerrakel |
| 2 |
Endstück |
| 3 |
Kammerrakelkörper |
| 4 |
Auslassöffnung 4 |
| 5 |
grabenartige Vertiefung |
| 6 |
Nebenraum |
| 7 |
Wandung |
| 8 |
rinnenartiger Hauptraum des Kammerrakelkörpers |
| 9 |
Dichtungskörper |
| 10 |
Steg |
| 11 |
Halteplatte |
| 12 |
Gegenhaltewand |
| 13 |
Auflageflächen |
| 14 |
Verlängerungsabschnitt |
| 15 |
Ausnehmung |
| 16 |
Vertiefung |
| 17 |
Vertiefung |
| 18 |
Verbindungsnaht |
| 19 |
Außenwandung des Kammerrakelkörpers |
| 20 |
Dichtung |
| 21 |
Ansatzstück |
| 22 |
Schraube |
| 23 |
Aushöhlung |
| 24 |
Aussparung |
| 25 |
Erhöhung |
| 26 |
Durchgangslöcher |
1. Farbkammer (1) für ein Farbwerk einer Rotatlonsdruckmaschine, welche zumindest die
folgenden Elemente umfasst:
- eine Farbübertragungswalze, welche sich im Betrieb um eine Achse dreht,
- einen in Richtung dieser Achse verlaufender, lang gestreckter Rakelkammerkörper
(3), welcher eine rinnenartige Ausnehmung umfasst,
- zwei Rakelmesser, welche an dem Rakelkammerkörper fixierbar sind und an die Farbübertragungswalze
anstellbar sind,
- zwei Dichtungskörper (3), welche in den Endbereichen des Rakelkammerkörpers angeordnet
sind und welche mit ihren Dichtflächen an die Farbübertragungswalze anstellbar sind,
- einen Farbzulauf, über welchen der rinnenartige Ausnehmung Druckfarbe zuführbar
ist,
- zwei Farbabläufe, über weiche Druckfarbe aus der rinnenartigen Ausnehmung abführbar
ist, wobei je ein Farbablauf in einem Endbereich der rinnenartigen Ausnehmung angeordnet
ist,
wobei
- zwei Endstücke (2) vorgesehen sind, In welche sich die rinnenartige Ausnehmung fortsetzt,
- die Farbabläufe in den Endstücken angeordnet sind und
- die Endstücke abnehmbar an den Endbereichen des Rakelkammerkörpers
befestigbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
an oder in jedem Endstück zumindest eine Zwischenwand (7) angeordnet ist, welche die
rinnenartige Ausnehmung in eine Hauptkammer (8) und eine Nebenkammer (6) trennt.
2. Farbkammer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dichtungskörper an oder in den Endstücken angeordnet sind.
3. Farbkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke winkelartig ausgebildet sind und an der der Farbübertragungswalze abgewandten
Seite des Rakelkammerkörpers mit diesem verbunden ist.
4. Farbkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke im Wesentlichen aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polypropylen, bestehen.
5. Farbkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke mittels eines Spritzgussverfahrens herstellbar sind.
6. Farbkammer nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eines der Endstücke mit zumindest einem Stecker eines Schlauchkupplungssystems
versehen ist.
7. Farbkammer nach vorstehendem Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Endstück und der Stecker einstückig ausgebildet sind.
8. Verfahren zur Herstellung einer Farbkammerrakel für ein Farbwerk einer Rotationsdruckmaschine,
welche zumindest die folgenden Merkmale umfasst:
- Bereitstellung eines lang gestreckten Rakelkammerkörper (1), welcher eine rinnenartige
Ausnehmung umfasst,
- Bereitstellung von zwei Rakelmessern, welche an dem Rakelkammerkörper fixierbar
sind und an eine Farbübertragungswalze anstellbar sind,
- Anordnen von zwei Dichtungskörpern (9) in den Endbereichen des Rakelkammerkörpers,
welche mit ihren Dichtflächen an die Farbübertragungswalze anstellbar sind,
- Erzeugen eines Farbzulaufs, über welchen der rinnenartige Ausnehmung Druckfarbe
zugeführt wird,
- Erzeugen zweier Farbabläufe, über welche Druckfarbe aus der rinnenartigen Ausnehmung
abgeführt wird, wobei je ein Farbablauf in einem Endbereich der rinnenartigen Ausnehmung
angeordnet wird,
wobei
zumindest je ein Farbablauf in jeweils ein Endstück eingebracht wird, wobei die abnehmbar
an den Endbereichen des Rakelkammerkörpers befestigt,
dadurch gekennzeichnet, dass
an oder in jedem Endstück zumindest eine Zwischenwand (7) angeordnet wird, welche
die rinnenartige Ausnehmung in eine Hauptkammer (8) und eine Nebenkammer (6) trennt.
9. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke aus Kunststoff gefertigt werden.
10. Verfahren nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke spritzgegossen werden.
11. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endstücke mit Stecker eines Schiauchkupptungssystems versehen werden.
12. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Endstück und der Stecker in einem Stück hergestellt werden.
1. Inking chamber (1) for an inking unit of a rotary printing press, which comprises
at least the following elements:
- an ink transfer roll which rotates about an axis during operation,
- an elongate doctor-chamber body (3) which extends in the direction of this axis
and comprises a channel-like recess,
- two doctor blades which can be fixed to the doctor-chamber body and can be set against
the ink transfer roll,
- two sealing bodies (9) which are arranged in the end regions of the doctor-chamber
body and which can have their sealing faces set against the ink transfer roll,
- an ink feed line, via which printing ink can be fed to the channel-like recess,
- two ink outlets, via which printing ink can be discharged from the channel-like
recess, in each case one ink outlet being arranged in an end region of the channel-like
recess,
- two end pieces (2) being provided, into which the channel-like recess continues,
- the ink outlets being arranged in the end pieces, and
- it being possible for the end pieces to be fastened releasably to the end regions
of the doctor-chamber body,
characterized in that at least one intermediate wall (7) which divides the channel-like recess into a main
chamber (8) and an auxiliary chamber (6) is arranged on or in each end piece.
2. Inking chamber according to Claim 1, characterized in that the sealing bodies are arranged on or in the end pieces.
3. Inking chamber according to one of the preceding claims, characterized in that the end pieces are of angled configuration and are connected to the doctor-chamber
body on that side of the latter which faces away from the ink transfer roll.
4. Inking chamber according to one of the preceding claims, characterized in that the end pieces are composed substantially of plastic, preferably of polypropylene.
5. Inking chamber according to one of the preceding claims, characterized in that the end pieces can be produced by means of an injection-moulding process.
6. Inking chamber according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the end pieces is provided with at least one connector of a hose
coupling system.
7. Inking chamber according to the preceding claim, characterized in that the end piece and the connector are configured in one piece.
8. Method for producing an inking-chamber doctor for an inking unit of a rotary printing
press, which comprises at least the following features:
- provision of an elongate doctor-chamber body (3) which comprises a channel-like
recess,
- provision of two doctor blades which can be fixed to the doctor-chamber body and
which can be set against an ink transfer roll,
- arrangement of two sealing bodies (9) in the end regions of the doctor-chamber body,
which two sealing bodies (9) can have their sealing faces set against the ink transfer
roll,
- production of an ink feed line, via which printing ink is fed to the channel-like
recess,
- production of two ink outlets, via which printing ink is discharged from the channel-like
recess, in each case one ink outlet being arranged in an end region of the channel-like
recess,
at least in each case one ink outlet being introduced into in each case one end piece,
the end pieces being fastened releasably to the end regions of the doctor-chamber
body,
characterized in that at least one intermediate wall (7) which divides the channel-like recess into a main
chamber (8) and an auxiliary chamber (6) is arranged on or in each end piece.
9. Method according to the preceding claim, characterized in that the end pieces are produced from plastic.
10. Method according to one of the two preceding claims, characterized in that the end pieces are injection-moulded.
11. Method according to the preceding claim, characterized in that the end pieces are provided with connectors of a hose coupling system.
12. Method according to the preceding claim, characterized in that an end piece and the connector are produced in one piece.
1. Compartiment à encre (1) pour un mécanisme d'encrage d'une presse rotative, qui comporte
au moins les éléments suivants:
- un rouleau de transfert d'encre qui, à l'état de fonctionnement, tourne autour d'un
axe,
- un corps de chambre de racle oblong (3), s'étendant dans la direction de cet axe,
qui comporte un évidement en forme de rainure,
- deux lames de racle pouvant être fixées au corps de chambre de racle et pouvant
être appliquées au rouleau de transfert d'encre,
- deux corps d'étanchéité (9) qui sont disposés dans les zones d'extrémité du corps
de chambre de racle et qui peuvent être appliqués, par leurs faces d'étanchéité, au
rouleau de transfert d'encre,
- une amenée d'encre par laquelle l'encre d'impression peut être acheminée à l'évidement
en forme de rainure,
- deux écoulements d'encre, par lesquels l'encre d'impression peut être évacuée de
l'évidement en forme de rainure, où à chaque fois un écoulement d'encre est disposé
dans une zone d'extrémité de l'évidement en forme de rainure,
où
- deux pièces d'extrémité (2) sont prévues, dans lesquelles se prolonge l'évidement
en forme de rainure,
- les écoulements d'encre sont disposés dans les pièces d'extrémité et
- les pièces d'extrémité peuvent être fixées amoviblement aux zones d'extrémité du
corps de chambre de racle,
caractérisé
en ce qu'il est disposé à ou dans chaque pièce d'extrémité au moins une paroi intermédiaire
(7) qui sépare l'évidement en forme de rainure en une chambre principale (8) et une
chambre secondaire (6).
2. Compartiment à encre selon la revendication 1, caractérisé en ce que les corps d'étanchéité sont disposés aux ou dans les pièces d'extrémité.
3. Compartiment à encre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité sont réalisées en une forme angulaire, et est reliée au côté
éloigné du rouleau de transfert d'encre du corps de chambre de racle à celui-ci.
4. Compartiment à encre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité sont réalisées essentiellement en matériau synthétique, de
préférence en polypropylène.
5. Compartiment à encre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité peuvent être fabriquées au moyen d'un procédé de moulage par
injection.
6. Compartiment à encre selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des pièces d'extrémité est pourvue d'au moins un connecteur d'un système
de couplage de tuyaux.
7. Compartiment à encre selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la pièce d'extrémité et le connecteur sont réalisés en une pièce.
8. Procédé de fabrication d'une racle de compartiment à encre pour un mécanisme d'encrage
d'une presse rotative, qui comprend au moins les caractéristiques suivantes:
- mise à disposition d'un corps de compartiment à encre oblong (1) qui comporte un
évidement en forme de rainure,
- mise à disposition de deux lames de racle pouvant être fixées au corps de compartiment
à encre et pouvant être appliquées à un rouleau de transfert d'encre,
- agencement de deux corps d'étanchéité (9) dans les zones d'extrémité du corps de
compartiment à encre, qui peuvent être appliqués avec leurs faces d'étanchéité au
rouleau de transfert d'encre,
- réalisation d'une amenée d'encre par laquelle l'encre est amenée à l'évidement en
forme de rainure,
- réalisation de deux écoulements d'encre par lesquels l'encre est évacuée de l'évidement
en forme de rainure, où à chaque fois un écoulement d'encre est disposé dans une zone
d'extrémité de l'évidement en forme de rainure,
où
au moins à chaque fois un écoulement d'encre est ménagé dans respectivement une pièce
d'extrémité, où les pièces d'extrémité sont fixées amoviblement aux zones d'extrémité
du corps de compartiment à encre,
caractérisé en ce qu'il est disposé à ou dans chaque pièce d'extrémité au moins une paroi intermédiaire
(7) qui sépare l'évidement en forme de rainure en une chambre principale (8) et une
chambre secondaire (6).
9. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité sont fabriquées en matériau synthétique.
10. Procédé selon l'une des deux revendications précédentes, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité sont moulées par injection.
11. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les pièces d'extrémité sont munies de connecteurs d'un système de couplage de tuyaux.
12. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce qu'une pièce d'extrémité et le connecteur sont réalisés en une pièce.