[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Klarlackzusammensetzungen, die mindestens einen
hyperverzweigten, dendritischen hydroxyfunktionellen Polyester enthalten.
[0002] Klarlacke für die Automobillackierung verfügen vorzugsweise über gute optische Eigenschaften
("Appearance"). Weiterhin ist es jedoch auch wünschenswert, dass die Klarlacke zur
besseren Umweltverträglichkeit einen geringen Lösemittelgehalt, d.h. einen hohen Festkörperanteil
aufweisen. Die Erhöhung des Festkörperanteils eines Klarlacks geht jedoch üblicherweise
mit einer Verschlechterung der optischen Eigenschaften aufgrund der Erhöhung der Viskosität
des Klarlacks einher.
[0003] Generell hängt die Viskosität einer Polymerlösung u. a. von der Dimension des Polymers,
d. h. u. a. vom hydrodynamischen Radius des gelösten Moleküls ab. Der hydrodynamische
Radius des Polymers wird vor allem durch die Solvatation der Polymerketten durch das
Lösemittel beeinflusst, die je nach Lösemittel unterschiedlich stark ausgeprägt ist.
Um somit eine geringe Viskosität trotz eines hohen Festkörperanteils einer Polymerlösung
zu erreichen, ist es prinzipiell möglich, Lösemittel einzusetzen, die nur eine geringe
Solvatation der Polymerketten bewirken ("theta-Lösemittel"). Nachteilig ist hierbei
jedoch die nicht universelle Einsetzbarkeit dieser Lösemittel mit allen Polymeren
und weiterhin die je nach eingesetzten Harzen hohen Kosten dieser Lösemittel.
[0004] Eine andere Möglichkeit, eine niedrige Lösungsviskosität und somit einen guten Verlauf
("Levelling") bei gleichzeitig hohem Festkörperanteil zu erreichen, ist der Einsatz
sehr kompakter Makromoleküle, wie z. B. der Einsatz von Sternpolymeren und hyperverzweigten,
dendritischen Verbindungen. Für derartige kompakte Makromoleküle in Lösung bzw. in
Zusammensetzung ist bekannt, dass sie eine geringe Viskosität bei einem vergleichsweise
hohen Festkörperanteil aufweisen (z.B.
Roovers, J., Macromolecules 1994, 27, 5359-5364 und
Roovers, J. et al, Macromolecules 1993, 26, 4324-4331). Dabei ist der Einsatz von Sternpolymeren nur für kurze Polymerketten-Armlängen
geeignet, da bei hohen Konzentrationen Sternpolymere mit langen Polymerketten-Armen
repulsiven Wechselwirkungen unterliegen, die zur quasi-kristallinen Ordnungsphänomenen
in Lösung führen können. Diese Ordnungsphänomene führen zu einer Erhöhung der Viskosität,
die aus den oben erwähnten Gründen nachteilig ist. Somit sind hyperverzweigte, dendritische
Verbindungen, die nicht derartigen Ordnungsphänomenen unterliegen, generell zu bevorzugen.
[0005] Hyperverzweigte, dendritische Verbindungen, d.h. hyperverzweigte, dendritische Makromoleküle
und Dendrimere, können allgemein als dreidimensionale, hochverzweigte Moleküle mit
einer baumartigen Struktur beschrieben werden. Dendrimere sind hochsymmetrisch, während
ähnliche Makromoleküle, die als hyperverzweigt und/oder dendritisch bezeichnet werden,
in einem bestimmten Maß asymmetrisch sein können und dennoch die hochverzweigte baumartige
Struktur beibehalten. Generell können Dendrimere mit enger Molmassenverteilung hergestellt
werden, d. h. sie sind in diesem Fall monodisperse oder im wesentlichen monodisperse
hyperverzweigte Makromoleküle. Für monodisperse Verbindungen ist das Verhältnis vom
gewichtsmittlerem zu zahlenmittlerem Molekulargewicht (Mw/Mn) = 1, wohingegen bei
im wesentlichen monodispersen Verbindungen Mw/Mn ≈ 1 ist. Hyperverzweigte und dendritische
Makromoleküle können üblicherweise ausgehend von einem Initiator oder Nukleus mit
einer oder mehreren reaktiven Stellen und einer Zahl von Verzweigungsschichten ("Generationen")
und gegebenenfalls einer Schicht von kettenbeendigenden Molekülen hergestellt werden
(divergenter Syntheseansatz). Die fortgesetzte Replikation von Verzweigungsschichten
ergibt normalerweise eine erhöhte Verzweigungsmultiplizität und gegebenenfalls oder
gewünschtenfalls eine erhöhte Zahl von Endgruppen, Die Schichten werden üblicherweise
Generationen und die Zweige Dendrone genannt.
[0006] Bindemittel auf Basis hyperverzweigter Polyester gehören zum Stand der Technik. So
beschreibt zum Beispiel die
US 6,569,956 B1 ein hyperverzweigtes Polyester-Polyol-Makromolekül mit einer Vielzahl darauf befindlicher
äußerer und innerer Hydroxylgruppen, die zur Herstellung von Beschichtungszusammensetzungen
mit hohem Festkörperanteil eingesetzt werden können. Die dort beschriebenen hyperverzweigten
Makromoleküle weisen jedoch eine nur geringe Hydroxyfunktionalisierung auf, die für
die Erzeugung harter und chemikalienbeständiger Beschichtungszusammensetzungen nachteilig
sind.
[0007] Auch
WO 03/093343 A1 beschreibt hochfunktionelle, hyperverzweigte, hydroxyfunktionelle Polyester, die
in Beschichtungen und Lacken eingesetzt werden können. Die dort beschriebenen hochfunktionellen
hyperverzweigten Polyester sind jedoch molekular und strukturell uneinheitlich, so
dass sie zwar mit geringem Aufwand herstellbar sind, jedoch nur bedingt zur Erzielung
einen hohen Festkörperanteils unter gleichzeitiger Vermittlung guter optischer Eigenschaften
in Beschichtungszusammensetzungen eingesetzt werden können. Weiterhin sind die dort
beschriebenen Polyester nicht allgemein verträglich mit unpolaren, aprotischen Lösungsmitteln.
[0008] In
WO 2004/020503 A1 wird ein Verfahren zur Herstellung von hyperverzweigten, wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren
Polyestern aus Dicarbonsäuren und Polyetherpolyolen, die mindestens 3 OH-Gruppen aufweisen,
beschrieben, die in Lacken und Überzügen eingesetzt werden können. Die dort beschriebenen
Polyester sind jedoch ebenfalls molekular uneinheitliche Polymere, die ebenfalls nur
eingeschränkt zur Erhöhung des Festkörperanteils unter gleichzeitiger Vermittlung
guter optische Eigenschaften in Beschichtungszusammensetzungen eingesetzt werden können.
Weiterhin sind auch diese Polyester nicht allgemein lösemittelverträglich.
[0009] EP 991 690 B1 beschreibt ein Verfahren zur Synthese polymerer Polyalkohole, die im wesentlichen
aus Polyestereinheiten aufgebaut sind, das hyperverzweigte, dendritische Polyester
mit ungeschützten oder geschützten Hydroxyl-Endgruppen zur Verfügung stellt. Die Produkte
nach dem Verfahren können mit verschiedenen Gruppen terminiert bzw. funktionalisiert
werden. Ein Verwendungszweck der nach dem beschriebenen Verfahren herzustellenden
Polyester wird nicht angegeben.
[0010] WO 93/17060 A1 offenbart ein hyperverzweigtes, dendritisches Makromolekül, das im wesentlichen aus
Polyestereinheiten aufgebaut ist. Das Makromolekül ist aus einem Initiator mit mindestens
einer Hydroxylgruppe zusammengesetzt, zu welchem mindestens eine Verzweigungsgeneration,
die mindestens einen Kettenverlängerer umfasst, mit mindestens einer Carboxylgruppe
und mindestens zwei Hydroxylgruppen hinzugefügt wird. Das Makromolekül ist gegebenenfalls
kettenterminiert. Die dort beschriebenen hyperverzweigten, dendritischen Makromoleküle
sind über das ebenfalls beschriebene Verfahren preiswert zugänglich. Die dort beschriebenen
Makromoleküle eignen sich u.a. als Bindemittel für Systeme mit Strahlenhärtung. Ihr
Einsatz in thermisch härtenden Klarlackzusammensetzungen wird jedoch nicht beschrieben.
Weiterhin eignen sich die in
WO 93/17060 A1 aufgeführten hyperverzweigten, dendritischen Makromoleküle nicht für den Einsatz
in Klarlackzusammensetzungen mit einem hohen Festkörpergehalt und guten optischen
Eigenschaften.
[0011] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Klarlackzusammensetzung mit
einem hochfunktionalisierten Bindemittel bereitzustellen, das geeignet ist zur Erzeugung
von Beschichtungszusammensetzungen mit einem hohen Festkörperanteil und guter Oberflächenoptik.
[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Klarlackzusammensetzung umfassend mindestens
einen hyperverzweigten, dendritischen hydroxyfunktionellen Polyester mit einer OH-Zahl
≥ 180 mg KOH/g gemessen über DIN 53240.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Polyester der erfindungsgemäßen Klarlackzusammensetzung
einen Löslichkeitsparameter SP von ≤ 10,3 auf. Der Löslichkeitsparameter SP wird gemäß
dem im
Journal of Applied Polymer Science, Vol. 12, 1968, S. 2359 - 2370 beschriebenen Verfahren bestimmt. Dazu wird jeweils 0,5 g Polyester mit 5 g Aceton
verdünnt. Dann wird n-Hexan bzw. VE-Wasser (DIW = DelonizedWater) zutitriert, bis
eine Trübung entsteht.
[0014] Der Löslichkeitsparameter SP lässt sich daraus wie folgt berechnen:

mit
Vml = (VAceton · Vn-Hexan)/(φAceton · Vn-Hexan + φn-Hexan · VAceton),
Vmh = (VAceton · VDIW)/(φAceton · VDIW + φDIW · VAceton),
δml = φAceton · δAceton + φn-Hexan · δn-Hexan,
δmh = φAceton · δAceton + φDIW · δDIW,
wobei
VAceton, Vn-Hexan, VDIW = molares Volumen des jeweiligen Lösemittels,
φAceton, φn-Hexan, φDIW = Volumenanteil des jeweiligen Lösemittels und
δAceton, δn-Hexan, δDIW = Löslichkeitsparameter SP des jeweiligen Lösemittels
(δAceton = 9,75 (cal/cm3)1/2; δn-Hexan = 7,24 (cal/cm3)1/2; δDIW = 23,43 (cal/cm3)1
/2).
[0015] Der Löslichkeitsparameter SP lässt sich durch die Wahl von Monomeren mit einer geeigneten
Polarität bei der Herstellung der Bindemittel bzw. durch die nachträgliche Modifikation
herkömmlicher Bindemittel mit Substanzen einer geeigneten Polarität einstellen. Dabei
ist wesentlich, dass die eingesetzten Monomere bzw. einer Modifikation dienenden Substanzen
eine hinreichend niedrige Polarität aufweisen. So sind z.B. polare Monomere wie z.B.
die OH-tragenden Verbindungen 4-Hydroxybutylacrylat und Hydroxyethylmethacrylat nachteilig
für den Einsatz in z.B. Acrylaten, da diese zu hohen SP-Werten führen. Nicht ganz
so stark ausgeprägt ist der Einfluss von aromatischen Verbindungen, beispielsweise
Styrol.
[0016] Auch für die nachträgliche Modifikation der Bindemittel ist es wesentlich, entsprechende
Substanzen mit einer niedrigen Polarität auszuwählen. So können z.B. herkömmliche
OH-funktionelle Bindemittel, insbesondere Polyester, durch Veresterung mit Monocarbonsäuren,
insbesondere nicht-cyclischen aliphatischen Monocarbonsäuren, verestert werden, um
niedrige SP-Werte zu erhalten.
[0017] Dabei ist jedoch wesentlich, dass die unpolaren Monomere bzw. Substanzen für die
nachträgliche Modifikation nicht zu langkettig werden, da dies zu schlechten Ergebnissen
bei den Kratzfestigkeits-, Chemikalienbeständigkeits- und Härtetests führt.
[0018] Vorzugsweise ist zur Erreichung optimaler Ergebnisse im Mittel mindestens eine Hydroxyfunktion
des Polyesters mit mindestens einer Säure ausgewählt aus der Gruppe der isomeren C8-C9-Monocarbonsäuren
verestert. Insbesondere kann so ein zufrieden stellender Restglanz erreicht werden.
Die vorgenannt beschriebene Veresterung mit mindestens einer C8-C9-Carbonsäure wird
auch synonym als "Säuremodifikation" bezeichnet.
[0019] Der Polyester in derartigen Klarlackzusammensetzungen weist bevorzugt eine Hydroxylzahl
von > 180 mg KOH/g, bevorzugt 185 - 240 mg KOH/g bestimmt gemäß DIN 53240 und eine
Hydroxyfunktionalität (gegeben über die Anzahl der freien und der veresterten Hydroxygruppen
des hydroxyfunktionellen Polyesters) von größer als 16 auf. Derartige Klarlackzusammensetzungen
verfügen über eine ausreichende Mikrohärte (d.h. > 90 N/mm2, bestimmt gemäß DIN EN
ISO 14577 mit Hilfe des Fischerscope Meßgerätes der Firma Fischer mit einer maximalen
Kraft von 25,6 mN) und sind kratzfest und chemikalienbeständig.
[0020] Vorzugsweise ist der Rest der isomeren C8-C9-Monocarbonsäure gesättigt. Derartige
Klarlackzusammensetzungen weisen eine gute Witterungsstabilität auf.
[0021] Besonders vorteilhafte Eigenschaften im Sinne der Erfindung resultieren, wenn der
Rest der C8-C9-Monocarbonsäure der Rest von Octansäure oder Isononansäure ist. Besonders
bevorzugt wird als C8-C9-Monocarbonsäure Isononansäure eingesetzt.
[0022] Der Polyester weist bevorzugt eine Säurezahl ≤ 6, bevorzugt 0 - 5,5 bestimmt gemäß
DIN 53402 auf. Solche Säurezahlen der Polyester in den beschriebenen Klarlackformulierungen
führen zu einer besseren Verträglichkeit dieser Polyester mit anderen Lackrohstoffen
und zu einem verbesserten Verlauf.
[0023] Der Polyester verfügt weiterhin bevorzugt über ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 1500 - 4000 g/mol, bevorzugt 2000 - 3500 g/mol bestimmt über GPC mit einem Polystyrolstandard
in THF mit 0,1 mol/l Essigsäure. Ein solches niedriges Molekulargewicht kombiniert
mit einer entsprechend engen Molekulargewichtsverteilung des dendritischen Polyesters
führt allgemein zu einer besseren Verträglichkeit.
[0024] Besonders bevorzugt werden monodisperse oder im wesentlichen monodisperse Polyester
eingesetzt, die sich einfach, verlässlich und reproduzierbar herstellen lassen und
deren Eigenschaften und Endstrukturen leicht und komfortabel angepasst werden können.
Derartige Polyester können hergestellt werden über eine partielle Veresterung eines
hydroxyfunktionellen Polyesters, der wiederum herstellbar ist über ein Verfahren zur
Synthese eines dendritischen polymeren Polyalkohols (Polyesterpolyol) mit reaktiven
und gegebenenfalls geschützten Hydroxylendgruppen gemäß
EP 991 690 B1,
- wobei der polymere Polyalkohol n dendritische Zweige besitzt, die von einem monomeren
oder polymeren Initiatormolekül mit n reaktiven Gruppen (A) entspringen, wobei jeder
Zweig g Verzweigungsgenerationen umfasst, wobei jede Generation mindestens einen polymeren
oder monomeren Verzweigungskettenverlängerer mit drei funktionellen Gruppen, von denen
mindestens zwei reaktive Hydroxylgruppen (B) sind und eine Carboxylgruppe (C) ist,
die mit der reaktiven Gruppe (A) und/oder den Hydroxylgruppen (B) reaktiv ist, umfasst,
und gegebenenfalls mindestens eine Abstandhaltergeneration, die mindestens einen Abstandhalterkettenverlängerer
mit zwei funktionellen Gruppen, von denen eine geschützte Hydroxylgruppe (B") und
eine eine Gruppe (D) ist, die mit einer Hydroxylgruppe reaktiv ist, umfasst, wobei
n und g ganze Zahlen und mindestens 1 sind,
- wobei (i) die zwei Hydroxylgruppen (B) des verwendeten monomeren oder polymeren Kettenverzweigungsverlängerers
acetalgeschützte Hydroxylgruppen (B') sind, wobei der Schutz durch Acetal erhalten
wird durch eine Reaktion zwischen den zwei Hydroxylgruppen (B) und einer acetalbildenden
Carbonylverbindung; und
- (ii) eine erste Verzweigungsgeneration zum Initiatormolekül hinzugefügt wird durch
Reaktion zwischen der reaktiven Gruppe (A) und der Carboxylgruppe (C) in einem molaren
Verhältnis der reaktiven Gruppen (A) zu den Carboxylgruppen (C) von mindestens 1,
wodurch ein polymerer Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n
dendritischen Zweigen, die eine Generation umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird; und wobei
- (iii) weitere Verzweigungsgenerationen hinzugefügt werden in g - 1 wiederholten Schritten
durch Reaktion zwischen reaktiven Hydroxylgruppen (B), die durch Entschützung mittels
Acetalspaltung erhalten werden, und Carboxylgruppen (C) in einem molaren Verhältnis
von Hydroxylgruppen (B) zu Carboxylgruppen (C) von mindestens 1, wodurch ein polymerer
Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n dendritischen Zweigen,
die zwei oder mehr Generationen umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird, und
- gegebenenfalls (iv) auf Schritt (ii) und/oder jede Wiederholung von Schritt (iii)
einzeln
- (a) eine teilweise Schützung, wie beispielsweise Schützung als Acetal, Ketal und/oder
Ester von verfügbaren reaktiven Hydroxylgruppen (B), wodurch ein polymerer Polyalkohol
mit mindestens einer reaktiven Hydroxylgruppe (B) für die Verwendung in Schritt (iii)
oder in einem wiederholten Schritt (ii) erhalten wird, und/oder
- (b) der Zusatz des optionalen Abstandshalterkettenverlängerers, was nach Entschützung
der geschützten Hydroxylgruppe (B") einen polymeren Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen
(B) für die Verwendung in Schritt (iii) oder einem wiederholten Schritt (iii) und
n dendritische Zweige ergibt, die eine oder mehrere Verzweigungsgenerationen umfassen,
und mindestens eine Abstandshaltergeneration zumindest eine Teilgeneration ist; folgt.
[0025] Der Polyesteranteil der Klarlackzusammensetzung beträgt vorzugsweise 35 bis 65, bevorzugt
40 bis 60 Gew.-% bezogen auf den Festkörperanteil der Klarlackzusammensetzung und
richtet sich nach der jeweiligen OH - Zahl sowie den eingesetzten Härtern. So kann
eine optimale Verträglichkeit innerhalb der Klarlackzusammensetzungen erzielt werden.
Dabei kann die optimale Einsatzmenge von der stöchiometrischen Einsatzmenge abweichen.
[0026] Optional umfasst die Klarlackzusammensetzung als Vernetzer mindestens ein Di- oder
Polyisocyanat und / oder mindestens ein Aminoplastharz und/oder mindestens ein Tris(alkoxycarbonylamino)triazin.
So können Härte und Chemikalienbeständigkeit der Klarlackfilme je nach Anforderug
gesteuert werden.
[0027] Der Vernetzeranteil der Klarlackzusammensetzung beträgt vorzugsweise 30 bis 60, bevorzugt
40 bis 60 Gew.-% bezogen auf den Festkörperanteil der Klarlackzusammensetzung. So
kann eine Optimierung der Formulierungszusammensetzung, insbesondere hinsichtlich
Festkörpergehalt und Verträglichkeit der jeweiligen Komponenten, erfolgen.
[0028] Als Härter können in den Klarlackzusammensetzungen vor allem Isocyanat-Härter und
andere Vernetzer, wie z.B. Aminoplaste-Härter und Trisalkoxycarbonylaminotriazine
(TACT), allein oder in Kombination miteinander, eingesetzt werden. Bevorzugt werden
aliphatische und/oder cycloaliphatische Isocyanate, ggf. in Kombination mit weiteren
Vernetzungsmitteln, eingesetzt.
[0029] Bevorzugt werden in den Klarlackzusammensetzungen zur Erzielung lichtechter und wetterbeständiger,
universell einsetzbarer Lacke vor allem Hexamethylendiisocyanat- (HDI) und Isophorondiisocyanat-Härter
(IPDI) eingesetzt. Bevorzugt wird mindestens ein HDI-Härter verwendet, womit Beschichtungen
mit guter Vernetzung und Beständigkeit erzielt werden.
[0030] Bevorzugt werden in den erfindungsgemäßen Klarlackzusammensetzungen polymere Isocyanurat-Härter
wegen ihres vergleichsweise geringen Sensibilisierungspotentials und wegen ihrer guten
kommerziellen Verfügbarkeit eingesetzt. Besonders bevorzugt wird als Härter ein HDI-Isocyanurat
eingesetzt, da entsprechende Beschichtungszusammensetzungen, die diesen Härter enthalten,
eine niedrige Viskosität aufweisen und somit gut verarbeitbar sind und einen guten
Verlauf zeigen.
[0031] Vorzugsweise umfasst die Klarlackzusammensetzung als Vernetzer mindestens ein Di-
oder Polyisocyanat, um eine zufrieden stellende Performance hinsichtlich der Beständigkeit,
insbesondere Säure- und Bewitterungsbeständigkeit zu erreichen.
[0032] Die Härte und die Oberflächeneigenschaften der resultierenden Beschichtung können
optimal gesteuert werden, wenn das Verhältnis der NCO-Gruppen des Di- oder Polyisocyanats
zu den freien OH-Gruppen des hydroxyfunktionellen Polyesters ≤ 1,1:1 bevorzugt 1,05:1
bis 0,85:1 ist. Des weiteren können geeignete - im Stand der Technik bereits bekannte
- Katalysatoren für die jeweiligen Vernetzungen eingesetzt werden.
[0033] Besonders gute Beschichtungen mit besonders hoher Kratzfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit
und besonders guten optischen Eigenschaften resultieren, wenn die Differenz der nach
dem obig geschilderten Verfahren bestimmten SP-Werte des Bindemittels und des Härters
maximal 1,0, bevorzugt 0,8, besonders bevorzugt 0,5 beträgt.
[0034] Gegenstand der vorliegenden Offenbarung ist auch ein hyperverzweigter, dendritischer
hydroxyfunktioneller Polyester mit einer OH-Zahl ≥ 180 mg KOH/g gemessen über DIN
53240. Dieser Polyester kann als hochfunktionalisiertes Bindemittel in Klarlackzusammensetzungen
mit hohem Festkörperanteil unter Erzielung einer guten Oberflächenoptik eingesetzt
werden.
[0035] Vorzugsweise weist der erfindungsgemäß eingesetzte Polyester einen Löslichkeitsparameter
SP von ≤ 10,3 auf, wobei der Löslichkeitsparameter über das oben beschriebene Verfahren
bestimmt wird.
[0036] Besonders gute Ergebnisse resultieren, wenn im Mittel mindestens eine Hydroxyfunktion
des hyperverzweigten, dendritischen hydroxyfunktionellen Polyesters mit mindestens
einer Säure ausgewählt aus der Gruppe der isomeren C8-C9-Monocarbonsäure verestert
ist. So resultiert z.B. ein guter Restglanz bei entsprechenden Klarlackzusammensetzungen.
[0037] Bevorzugt weist der Polyester eine Hydroxylzahl von > 180 mg KOH/g, bevorzugt 185
- 240 mg KOH/g bestimmt nach DIN 53240 und eine Hydroxyfunktionalität (gegeben über
die Anzahl der freien und der säuremodifizierten Hydroxygruppen des hydroxyfunktionellen
Polyesters) von größer als 16 auf. Klarlackfilme, die diese Polyester enthalten, verfügen
über eine gute Mikrohärte, Kratzfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit.
[0038] Vorzugsweise ist der Rest der C8-C9-Monocarbonsäure gesättigt. Derartige Polyester
in Klarlackzusammensetzungen führen zu Filmen mit einer guten Witterungsstabilität.
[0039] Besonders vorteilhaft ist der Rest der C8-C9-Monocarbonsäure der Rest von Octansäure
oder Isononansäure. Besonders bevorzugt ist der Rest der C8-C9-Monocarbonsäure ein
Isononansäure-Rest.
[0040] Der Polyester weist bevorzugt eine Säurezahl ≤ 6, bevorzugt 0 - 5,5 bestimmt nach
DIN 53402 auf. Polyester mit solchen Säurezahlen sind gut verträglich mit anderen
Rohstoffen in Beschichtungszusammensetzungen und führen zu einem guten Verlauf.
[0041] Der Polyester verfügt weiterhin bevorzugt über ein zahlenmittleres Molekulargewicht
von 1500 - 4000 g/mol, bevorzugt 2000 - 3500 g/mol bestimmt über GPC mit einem Polystyrolstandard
in THF mit 0,1 mol/l Essigsäure. Derartige Molekulargewichte führen in Beschichtungszusammensetzungen
zu einer verbesserten Verträglichkeit im Vergleich zu hochmolekularen Substanzen.
[0042] Gegenstand der vorliegenden Offenbarung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäß eingesetzten hyperverzweigten, dendritischen Polyesters, bei
dem zunächst
- ein dendritischer polymerer Polyalkohol (Polyesterpolyol) mit reaktiven und gegebenenfalls
geschützten Hydroxylendgruppen, der n dendritische Zweige besitzt, die von einem monomeren
oder polymeren Initiatormolekül mit n reaktiven Gruppen (A) entspringen, wobei jeder
Zweig g Verzweigungsgenerationen umfasst, wobei jede Generation mindestens einen polymeren
oder monomeren Verzweigungskettenverlängerer mit drei funktionellen Gruppen, von denen
mindestens zwei reaktive Hydroxylgruppen (B) sind und eine eine Carboxylgruppe (C)
ist, die mit der reaktiven Gruppe (A) und/oder den Hydroxylgruppen (B) reaktiv ist,
umfasst, und gegebenenfalls mindestens eine Abstandhaltergeneration, die mindestens
einen Abstandhalterkettenverlängerer mit zwei funktionellen Gruppen, von denen eine
eine geschützte Hydroxylgruppe (B") und eine eine Gruppe (D) ist, die mit einer Hydroxylgruppe
reaktiv ist, umfasst, wobei n und g ganze Zahlen und mindestens 1 sind, hergestellt
wird,
- wobei (i) die zwei Hydroxylgruppen (B) des verwendeten monomeren oder polymeren Kettenverzweigungsverlängerers
acetalgeschützte Hydroxylgruppen (B') sind, wobei der Schutz durch Acetal erhalten
wird durch eine Reaktion zwischen den zwei Hydroxylgruppen (B) und einer acetalbildenden
Carbonylverbindung;
- und (ii) eine erste Verzweigungsgeneration zum Initiatormolekül hinzugefügt wird durch
Reaktion zwischen der reaktiven Gruppe (A) und der Carboxylgruppe (C) in einem molaren
Verhältnis der reaktiven Gruppen (A) zu den Carboxylgruppen (C) von mindestens 1,
wodurch ein polymerer Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n
dendritischen Zweigen, die eine Generation umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird; und wobei
- (iii) weitere Verzweigungsgenerationen hinzugefügt werden in g - 1 wiederholten Schritten
durch Reaktion zwischen reaktiven Hydroxylgruppen (B), die durch Entschützung mittels
Acetalspaltung erhalten werden, und Carboxylgruppen (C) in einem molaren Verhältnis
von Hydroxylgruppen (B) zu Carboxylgruppen (C) von mindestens 1, wodurch ein polymer
Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n dendritischen Zweigen,
die zwei oder mehr Generationen umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird, und
- gegebenenfalls (iv) auf Schritt (ii) und/oder jede Wiederholung von Schritt (iii)
einzeln
- (a) eine teilweise Schützung, wie beispielsweise Schützung als Acetal, Ketal und/oder
Ester von verfügbaren reaktiven Hydroxylgruppen (B), wodurch ein polymerer Polyalkohol
mit mindestens einer reaktiven Hydroxylgruppe (B) für die Verwendung in Schritt (iii)
oder in einem wiederholten Schritt (ii) erhalten wird, und/oder
- (b) der Zusatz des optionalen Abstandshalterkettenverlängerers, was nach Entschützung
der geschützten Hydroxylgruppe (B") einen polymeren Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen
(B) für die Verwendung in Schritt (iii) oder einem wiederholten Schritt (iii) und
n dendritische Zweige ergibt, die eine oder mehrere Verzweigungsgenerationen umfassen,
und mindestens eine Abstandshaltergeneration zumindest eine Teilgeneration ist;
folgt,
- gefolgt von einer partiellen Veresterung des hydroxyfunktionellen Polyesters mit einer
isomeren C8-C9-Monocarbonsäure. Die nach diesem einfachem, verlässlichen und reproduzierbaren
Verfahren hergestellten Verbindungen können monodispers oder im wesentlichen monodispers
sein. Weiterhin lassen sich die Eigenschaften und Endstrukturen der Verbindungen leicht
und komfortabel anpassen.
[0043] Gegenstand der Offenbarung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäß
eingesetzten Polyesters, bei dem ein hyperverzweigter, dendritischer, hydroxyfunktioneller
Polyester partiell mit mindestens einer isomeren C8-C9-Monocarbonsäure versetzt wird.
[0044] Gegenstand der Offenbarung ist weiterhin die Verwendung der erfindungsgemäßen Klarlackzusammensetzungen
zur Herstellung von Klarlackbeschichtungszusammensetzungen für die Automobilserienlackierung,
die Lackierung von Aufbauteilen oder Nutzfahrzeugen oder die Reparaturlackierung.
Vorzugsweise sind die Klarlackzusammensetzungen für den Einsatz bei dem "Naß-in-naß"-Verfahren
geeignet. Bei diesem Verfahren wird auf ein ggf. vorbehandeltes und ggf. mit einer
KTL-Grundierung und einem Füller vorbeschichtetes Substrat in zwei Schritten zunächst
der Basislack und dann der Klarlack aufgebracht. "Naß-in-naß" bedeutet dabei, dass
beide Lacke in kurzem Abstand ohne Einbrennen des Basislacks appliziert werden, um
dann gemeinsam eingebrannt und vernetzt zu werden. Besonders bevorzugt wird der erfindungsgemäße
Klarlack für den Einsatz bei einem Lackierverfahren, bei dem ein mit einer eingebrannten
KTL-Lackierung beschichtetes Substrat mit einem modifizierten Basislack beschichtet
wird, nach einem zwischenzeitlichen flash-off ein Basislack aufgebracht wird, nach
einem weiteren flash-off ein Klarlack aufgebracht wird und nach einem ggf. erfolgenden
flash-off ein gemeinsames Einbrennen der Lackkomponenten erfolgt. Bei diesem Verfahren
wird kein üblicher Füller eingesetzt
[0045] Gegenstand der Offenbarung sind weiterhin Substrate, die mit einer erfindungsgemäßen
Klarlackzusammensetzung beschichtet sind. Bei derartigen Substraten handelt es sich
um ggf. vorbehandelte und ggf. mit einer KTL-Grundierung und einem Füller vorbeschichtete
Substrate aus Stahl, verzinktem Stahl und Aluminium, wie sie bei der Fertigung von
Automobilkarosserien zum Einsatz kommen.
Beispiele:
Vergleichsbeispiel 1 - Herstellung des Polyesters SP1
[0046] In einem mit einem Rührer, Rückflußkühler und Wasserabscheider versehenen Reaktor
werden 1696 Gewichtsteile Hexansäure gegeben und mit 40 Gewichtsteilen Xylol versetzt.
Die Mischung wird vorsichtig unter Rühren auf 80 °C erhitzt. Dann werden 4439 Gewichtsteile
eines dendritischen hydroxyfunktionellen Polyesters (Boltorn H 30, erhältlich von
Perstorp) langsam hinzu gegeben, um Klumpenbildung zu vermeiden. Nach Zugabe wird
das Reaktionsgemisch auf 200 °C aufgeheizt. Zur Überwachung des Reaktionsverlaufes
wird das Volumen des Kondensats mitprotokolliert und von Zeit zu Zeit eine Probe zur
Bestimmung der Hydroxylzahl entnommen. Nachdem die zuvor berechnete, einer vollständigen
Umsetzung entsprechende Menge an Kondensat erreicht ist, wird der Xylolanteil destillativ
entfernt. Das Reaktionsgemisch wird bei 200 °C gerührt, bis eine Säurezahl von weniger
als 5 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53402) erreicht ist. Das Gemisch wird auf 145 °C
abgekühlt und in 994 Gewichtsteilen Pentylacetat gelöst.
[0047] Das resultierende Polyesterharz hat einen Festkörperanteil von 84,1 Gew.-% und eine
Viskosität von 15,1 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1). Die resultierende Hydroxylzahl
beträgt 220 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240).
Vergleichsbeispiel 2 - Herstellung des Polyesters SP2
[0048] Beispiel 1 wird für die folgenden Edukte in den angegebenen Mengen wiederholt:
| Boltorn H 30 |
4439 |
Gewichtsteile |
| Heptansäure |
1628 |
Gewichtsteile |
| Xylol |
40 |
Gewichtsteile |
| Pentylacetat |
994 |
Gewichtsteile |
[0049] Das resultierende Polyesterharz hat einen Festkörperanteil von 84,1 Gew.-% und eine
Viskosität von 11,5 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1). Die resultierende Hydroxylzahl
beträgt 220 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240).
Erfindungsgemäßes Beispiel 3 - Herstellung des Polyesters SP3
[0050] Beispiel 1 wird für die folgenden Edukte in den angegebenen Mengen wiederholt:
| Boltorn H 30 |
4439 |
Gewichtsteile |
| Octansäure |
1574 |
Gewichtsteile |
| Xylol |
40 |
Gewichtsteile |
| Pentylacetat |
994 |
Gewichtsteile |
[0051] Das resultierende Polyesterharz hat einen Festkörperanteil von 85,8 Gew.-% und eine
Viskosität von 11,5 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1). Die resultierende Hydroxylzahl
beträgt 220 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240).
Erfindungsgemäßes Beispiel 4 - Herstellung des Polyesters SP4
[0052] Beispiel 1 wird für die folgenden Edukte in den angegebenen Mengen wiederholt:
| Boltorn H 30 |
4439 |
Gewichtsteile |
| Isononansäure |
1523 |
Gewichtsteile |
| Xylol |
40 |
Gewichtsteile |
| Pentylacetat |
994 |
Gewichtsteile |
[0053] Das resultierende Polyesterharz hat einen Festkörperanteil von 86,3 Gew.-% und eine
Viskosität von 15,1 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1). Die resultierende Hydroxylzahl
beträgt 220 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240).
Vergleichsbeispiel 5 - Herstellung des Polyesters SP5
[0054] Beispiel 1 wird für die folgenden Edukte in den angegebenen Mengen wiederholt:
| Boltorn H 30 |
4439 |
Gewichtsteile |
| Decansäure |
1480 |
Gewichtsteile |
| Xylol |
40 |
Gewichtsteile |
| Pentylacetat |
994 |
Gewichtsteile |
[0055] Das resultierende Polyesterharz hat einen Festkörperanteil von 85,5 Gew.-% und eine
Viskosität von 11,5 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1). Die resultierende Hydroxylzahl
beträgt 220 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240).
Erfindungsgemäßes Beispiel 6 - Herstellung des Polyesters SP6
[0056] Das in Beispiel 1 geschilderte Herstellverfahren wird unter Verwendung von Boltorn
H 20 (erhältlich von Perstorp), Isononansäure, Xylol und Pentylacetat zur Erzeugung
eines Polyesterharzes mit einem Festkörperanteil von 85,0 Gew.-%, einer Viskosität
von 5,65 dPas (bestimmt gemäß DIN EN ISO 2884-1) und einer Hydroxylzahl von 220 mg
KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240) eingesetzt.
Erfindungsgemäßes Beispiel 7 - Herstellung des Polyesters SP7
[0057] Das in Beispiel 1 geschilderte Herstellverfahren wird unter Verwendung von Boltorn
H 30, Isononansäure, Xylol und Pentylacetat zur Erzeugung eines Polyesterharzes mit
einem Festkörperanteil von 85,0 Gew.-%, einer Viskosität von 15,5 dPas (bestimmt gemäß
DIN EN ISO 2884-1) und einer Hydroxylzahl von 240 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240)
eingesetzt.
Erfindungsgemäßes Beispiel 8 - Herstellung des Polyesters SP8
[0058] Das in Beispiel 1 geschilderte Herstellverfahren wird unter Verwendung von Boltorn
H 30, Isononansäure, Xylol und Pentylacetat zur Erzeugung eines Polyesterharzes mit
einem Festkörperanteil von 82,0 Gew.-%, einer Viskosität von 5,1 dPas (bestimmt gemäß
DIN EN ISO 2884-1) und einer Hydroxylzahl von 180 mg KOH/g (bestimmt gemäß DIN 53240)
eingesetzt.
Tabelle 1 - Überblick über die Polyesterharze gemäß Beispiel 1 bis 8
| Harz |
Polyester-Typ |
Modifikator |
SP |
Hydroxylzahl |
| SP1 |
Boltorn H 301 |
Hexansäure |
10,29 |
220 |
| SP2 |
Boltorn H 30 |
Heptansäure |
10,01 |
220 |
| SP3 |
Boltorn H 30 |
Octansäure |
9,88 |
220 |
| SP4 |
Boltorn H 30 |
Isononansäure |
9,88 |
220 |
| SP5 |
Boltorn H 30 |
Decansäure |
9,63 |
220 |
| SP6 |
Boltorn H 202 |
Isononansäure |
9,90 |
220 |
| SP7 |
Boltorn H 30 |
Isononansäure |
10,16 |
240 |
| SP8 |
Boltorn H 30 |
Isononansäure |
9,5 |
180 |
1 Boltorn H 30: OH-Funktionalität 32
2 Boltorn H 20: OH-Funktionalität 16 |
Herstellung eines erfindungsgemäßen SCA-Harzes
[0059] In einem 10-Liter-Juvo-Labor-Reaktionskessel mit Heizmantel, ausgestattet mit Thermometer,
Rührer und Kühlaufsatz werden 1512,5 g Solventnaphtha vorgelegt. Unter Rühren und
Überschleiern mit 200 cm3/ min Stickstoff wird auf 160°C bei Überdruck (max. 3,5 bar)
erhitzt und mittels Dosierpumpe eine Mischung aus 80,5 g Di-tert-butyl-peroxid und
201,0 g Solventnaphtha gleichmäßig innerhalb von 4,75 h zugetropft. 0,25 h nach Zulaufbeginn
wird über eine Dosierpumpe eine Mischung aus 1283,5 g Styrol, 1115,0 g n-Butylacrylat,
693,5 g Hydroxyethylacrylat, 70,5 g Methacrylsäure und 43,5 g Methacrylester-13 gleichmäßig
innerhalb von 4h zudosiert. Nach Ende des Zulaufes wird die Temperatur noch 2h gehalten
und dann auf 60°C abgekühlt und über ein 5µm - GAF-Beutel filtriert. Das resultierende
Harz hat eine Säurezahl von 15 mg KOH/g (DIN 53402), Feststoffgehalt 65% ±1 (60min.
130°C) und eine Viskosität von 5,0 dPa*s gemessen nach DIN ISO 2884-1 (55%-ig in Solventnaphtha).
Harnstofffällung:
[0060] In einem 200 I Gefäß werden 84,7 g der Harzlösung vorgelegt und mit 5,88 g Butylacetat
verdünnt. Anschließend wird 2,24 g Benzylamin zugegeben und die Mischung 30 Minuten
gerührt. Nach dieser Zeit wurde unter hoher Scherung eine Mischung aus 1,76 g Hexamethylendiisocyanat
und 3,42 g Butylacetat so zugegeben, daß die Reaktionstemperatur von 40 °C nicht überschritten
wird. Die erhaltene Mischung hat eine Viskosität von >800 mPas (10 s-1) (Z3) (DIN
ISO 2884-1) und einen Feststoffgehalt von 58,6-59,6 % (60min. 130°C).
Herstellung einer erfindungsgemäßen Thixotropierungspaste
[0061] In einem 10-Liter-Juvo-Labor-Reaktionskessel mit Heizmantel, ausgestattet mit, Thermometer,
Rührer und Kühlaufsatz werden 3166,1 g Shellsol A vorgelegt. Unter Rühren und Überschleiern
mit 200 cm3/ min Stickstoff wird auf 156°C bei erhitzt und mittels Tropftrichter eine
Mischung aus 155,9 g Di-tert-butyl-peroxid und 297,4g Shellsol gleichmäßig innerhalb
von 4,75 h zugetropft. 0,25 h nach Zulaufbeginn wird über einen Tropftrichter eine
Mischung aus 829,5 g Styrol, 2041,8 g n-Butylacrylat, 893,3 g n-Butylmethacrylat,
1276,1 g Hydroxyethylacrylat, 63,8 g Acrylsäure und 1276,1 g 4-Hydroxybutylacrylat
gleichmäßig innerhalb von 4 h zudosiert. Nach Ende des Zulaufes wird die Temperatur
noch 2 h gehalten und dann auf 80 °C abgekühlt und über ein 5µm - GAF-Beutel filtriert.
Das resultierende Harz hat eine Säurezahl von 10 mg KOH/g (DIN 53402), Feststoffgehalt
65% ±1 (60min. 130°C) und eine Viskosität von 20,0 dPa*s gemessen nach DIN ISO 2884-1.
[0062] In einem 200 I Gefäß werden 43,8 g der Harzlösung vorgelegt und mit 24,7 g Xylol
sowie 23,4 g Butanol verdünnt. Nach 10 min. wurde unter Scherung 11,1 g Aerosil R812
zugegeben und die Mischung für weitere 30 Minuten geschert. Die erhaltene Mischung
hat eine Viskosität von 130 mPas (10 s-1) (Z3) (DIN ISO 2884-1).
Klarlackzusammensetzungen
[0063] Mit den in Tabelle 1 genannten Polyesterharzen wurde gemäß den nachfolgenden Einwaagen
die jeweils erste Komponente eines 2-Komponenten-Klarlacks hergestellt:
| |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
| SP1 |
91,94 |
|
|
|
|
|
|
| SP2 |
|
92,23 |
|
|
|
|
|
| SP4 |
|
|
92,26 |
|
|
|
|
| SP5 |
|
|
|
96,55 |
|
|
|
| SP6 |
|
|
|
|
92,91 |
|
|
| SP7 |
|
|
|
|
|
90,88 |
|
| SP8 |
|
|
|
|
|
|
95,79 |
| Butanol |
2,39 |
2,39 |
2,39 |
2,39 |
2,39 |
2,39 |
2,39 |
| GB Ester3 |
7,38 |
7,38 |
7,38 |
7,38 |
7,38 |
7,38 |
7,38 |
| MPA4 |
12,41 |
12,41 |
12,41 |
12,41 |
12,41 |
12,41 |
12,41 |
| Pentylacetat |
14,90 |
14,90 |
14,90 |
14,90 |
14,90 |
14,90 |
14,90 |
| BDGA5 |
7,67 |
7,67 |
7,67 |
7,67 |
7,67 |
7,67 |
7,67 |
| Ethoxypropylacetat |
3,76 |
3,76 |
3,76 |
3,76 |
3,76 |
3,76 |
3,76 |
| Xylol |
2,10 |
2,10 |
2,10 |
2,10 |
2,10 |
2,10 |
2,10 |
| Byk 3316 |
0,14 |
0,14 |
0,14 |
0,14 |
0,14 |
0,14 |
0,14 |
| Byk ES-807 |
0,29 |
0,29 |
0,29 |
0,29 |
0,29 |
0,29 |
0,29 |
| Tinuvin 2928 |
1,45 |
1,45 |
1,45 |
1,45 |
1,45 |
1,45 |
1,45 |
| Tinuvin 384-29 |
1,74 |
1,74 |
1,74 |
1,74 |
1,74 |
1,74 |
1,74 |
Zur Herstellung von Zweikomponenten-Klarlack-Beschichtungen werden die gemäß obigen
Angaben hergestellten jeweils ersten Komponenten mit den nachfolgend 3 Glycolic acid - n - butylester (G - B - Ester), erhältlich unter dem Handelsnamen
"Polysolvan O" von der Fa. Celanese Chemicals Europe GmbH, 61476 Kronberg
4 MPA = Methoxypropylacetat
5 BDGA = Butyldiglykolacetat
6 Polyethermodifiziertes Polydimethylsiloxan, Byk-Chemie GmbH, Wesel
7 Additiv, Byk-Chemie GmbH, Wesel
8 Stabilisator auf Basis sterisch gehinderter Amine, Ciba Specialty Chemicals, Basel,
Schweiz
9 UV-Absorber, Ciba Specialty Chemicals, Basel, Schweiz genannten Einwaagen der zweiten
Komponente (Polyisocyanat-Härter Basonat HI 190 der BASF Aktiengesellschaft) homogenisiert
und direkt danach appliziert. |
2. Komponente:
| Basonat HI 19010 |
65,02 |
72,95 |
72,95 |
72,95 |
72,95 |
72,95 |
76,39 |
[0064] Dazu werden Prüfbleche verwendet, die jeweils mit einer üblichen und bekannten, kathodisch
abgeschiedenen, thermisch gehärteten Elektrotauchlackierung, einer üblichen und bekannten,
thermisch gehärteten Füllerlackierung und einer während 10 Minuten bei 80°C vorgetrockneten
Schicht aus einem handelsüblichen, konventionellen, schwarzen Basislack der Firma
BASF Coatings AG beschichtet worden waren. Die Basislackschicht und die Klarlackschicht
wurden gemeinsam während 22 Minuten bei 140°C gehärtet. Die resultierende Basislackierung
wies eine Schichtdicke von 7,5 µm auf, die resultierende Klarlackierung eine Schichtdicke
von ca. 35 µm.
[0065] Die resultierenden Klarlack-Beschichtungen weisen die folgenden Eigenschaften auf:
| |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
| Festkörperanteil der Mischung [Gew.-%] |
65,4 |
65,1 |
65,4 |
65,9 |
65,8 |
65,9 |
66,2 |
| Mikrohärte [N/mm2]11 |
< 40 (weich) |
< 40 (weich) |
97 |
49 |
55 |
123 |
47 |
| Oberflächenoptik (Appearance)12 |
0 |
0 |
2 |
1 |
2 |
2 |
2 |
| AMTEC-Rest-glanz nach Reinigung [%] |
./. |
./. |
87 |
./. |
92 |
79 |
92 |
10 90%-ige Lösung in einem 1:1 Gemisch aus n-Butylacetat und Solvesso® 100
11 bestimmt gemäß DIN EN ISO 14577 mit Hilfe des Fischerscope Meßgerätes der Firma Fischer
mit einer maximalen Kraft von 25,6 mN
12 bestimmt über eine visuelle Beurteilung der ausgehärteten Filme: 0 = uneben Oberfläche,
schlechte Oberflächenoptik; 1 = Extrem matte Oberfläche, schlechte Oberflächenoptik;
2 = glatte Oberfläche, sehr gute Oberflächenoptik |
[0066] Die Versuchsergebnisse zeigen, dass eine minimale bzw. maximale Kohlenwasserstoffrest-Länge
des Monocarbonsäuremodifikators erforderlich ist, um eine Kompatibilität mit dem Härter
und dem Substrat zu gewährleisten. Zu kurze Ketten führen zu einer Inkompatibilität
(Beispiele 1 - 2), genauso wie zu lange Ketten (Beispiel 4).
[0067] Um zu gewährleisten, dass die resultierenden Filme weiterhin eine zufrieden stellende
Härte aufweisen, ist es sinnvoll, Harze mit einer ausreichend hohen Hydroxylzahl zu
wählen (Beispiele 6 und 7).
[0068] Die Funktionalität des eingesetzten Polyesters (als Summe der freien und veresterten
Hydroxygruppen des eingesetzten Polyesters) hat auch einen wesentlichen Einfluss auf
die Eigenschaften des resultierenden Films: Polyester mit niedriger Hydroxylfunktionalität
(Beispiel 5, Boltorn 20, Funktionalität = 16) führen zu weichen Filmen, während hohe
Funktionalitäten (Beispiel 3, Funktionalität = 32) zu wesentlich härteren Filmen führen.
[0069] Mit Hilfe der hyperverzweigten, dendritischen Polyester können wesentlich höhere
Festkörperanteile in 2K-Klarlackzusammensetzungen erreicht werden als in herkömmlichen
Zusammensetzungen.
Vergleichsbeispiel 8 - Zweikomponenten-Klarlackzusammensetzung gemäß dem Stand der
Technik
[0070]
| Macrynal SM 510 N13 |
52,3 |
| DBTL (5 % in Xylol)14 |
0,1 |
| Tinuvin 29215 |
0,24 |
| Tinuvin 900 (18 % in Xylol)16 |
1,33 |
| BA17 |
12,8 |
| Xylol |
11,6 |
| Dibasic Ester18 |
5,0 |
| Fluorad FC 43019 |
0,2 |
| Gesamt: |
83,6 |
| Vernetzer: Desmodur N 330020 |
16,4 |
13 Hydroxyfunktionelles Acrylatcopolymer, erhältlich von Solutia Germany GmbH, 55252
Mainz - Kastel
14 DBTL = Dibutylzinndilaurat
15 Stabilisator auf Basis sterisch gehinderter Amine, Ciba Specialty Chemicals, Basel,
Schweiz
16 UV-Absorber, Ciba Specialty Chemicals, Basel, Schweiz
17 Butylacetat
18 Gemisch verschiedener Ester, erhältlich unter dem Handelsnamen "DBE" von der Fa.
Lemro, 41515 Grevenbroich
19 Fluoroaliphatischer Ester in Toluol angelöst, erhältlich von der Fa. 3 M Deutschland
GmbH, 41453 Neuss.
20 Aliphatisches Polyisocyanat, Bayer Material Sciences, Leverkusen |
[0071] Die erfindungsgemäßen Klarlackzusammensetzungen haben im Vergleich zu den Klarlackzusammensetzungen
(Festkörperanteil 50 Gew.-%) nach dem Stand der Technik einen wesentlich höheren Festkörperanteil.
Erfindungsgemäßes Beispiel 9 - Zweikomponenten-Klarlackzusammensetzung
[0072]
| Polyesterharz SP4 |
94,48 |
| Butanol |
2,44 |
| GB Ester21 |
7,55 |
| MPA22 |
12,71 |
| Pentylacetat |
15,26 |
| BDGA23 |
7,85 |
| Ethoxypropylacetat |
3,85 |
| Xylol |
2,15 |
| Byk 30024 |
0,07 |
| Byk ES-8025 |
0,3 |
| Tinuvin 152 (50 % in BA)26 |
1,48 |
| Tinuvin 384-227 |
1,78 |
| |
|
| Quervernetzer: Basonat HI 19028 |
74,71 |
Die Zweikomponenten-Klarlackzusammensetzung wird auf Prüfbleche appliziert. Dazu werden
Prüfbleche verwendet, die jeweils mit einer üblichen und bekannten, kathodisch abgeschiedenen,
thermisch gehärteten Elektrotauchlackierung, einer üblichen und bekannten, thermisch
gehärteten Füllerlackierung und einer während 10 Minuten bei 80°C vorgetrockneten
Schicht aus einem handelsüblichen, konventionellen, schwarzen Basislack der Firma
BASF Coatings AG beschichtet sind. Die Basislackschicht und die Klarlackschicht werden
gemeinsam während 22 Minuten bei 140°C gehärtet. Die resultierende Basislackierung
weist eine Schichtdicke von 7,5 µm auf, die resultierende Klarlackierung eine Schichtdicke
von ca. 35 µm. 21 Glycolic acid - n - butylester (G - B - Ester), erhältlich unter dem Handelsnamen
"Polysolvan O" von der Fa. Celanese Chemicals Europe GmbH, 61476 Kronberg
22 Methoxypropylacetat
23 Butylglykoldiacetat
24 Lösung eines polyethermodifizierten Polydimethylsiloxans, Byk-Chemie GmbH, Wesel
25 Additiv, Byk-Chemie GmbH, Wesel
26 Stabilisator auf Basis sterisch gehinderter Amine, Ciba specialty chemicals, Basel,
Schweiz
27 UV-Absorber, Ciba Specialty Chemicals, Basel, Schweiz
28 Polyisocyanat-Härter der BASF Aktiengesellschaft |
[0073] Die resultierenden Klarlackfilme weisen eine sehr gute Kompatibilität - trotz des
hohen Festkörperanteils - auf und zeichneten sich durch eine sehr gute Oberflächenoptik
aus. Der AMTEC-Restglanz der Beschichtungen beträgt 83 % und die Mikrohärte 111 N/mm2.
Erfindungsgemäßes Beispiel 10 - Zweikomponenten-Klarlackzusammensetzung
[0074]
| Polyesterharz SP3 |
37,4 |
| SCA - Harz |
5,5 |
| Setalux 91756 VS - 6029 |
8,4 |
| Thixotropierungspaste |
1,3 |
| Cycat 404530 |
0,3 |
| BGA31 |
6,1 |
| Setamine US - 13832 |
5,8 |
| Disperbyk 16133 |
0,7 |
| Byk 325 |
0,1 |
| Butylacetat |
4,5 |
| Tinuvin 524834 |
2,1 |
| Solvesso 20035 |
1,0 |
| Byk 390 36 |
0,1 |
| Solvent Naphta |
7,4 |
| Butanol |
3,5 |
| Xylol |
5,0 |
| |
|
| Quervernetzer: Basonat HI 190 |
33,0 |
Die Zweikomponenten-Klarlackzusammensetzung wird auf Prüfbleche appliziert. Dazu werden
Prüfbleche verwendet, die jeweils mit einer üblichen und bekannten, kathodisch abgeschiedenen,
thermisch gehärteten Elektrotauchlackierung, einer üblichen und bekannten, thermisch
gehärteten Füllerlackierung und einer während 29 SCA - Harz, angelöst in Solvesso 100 / Butylacetat, erhältlich von der Firma Nuplex
Resins, 4600
Bergen op Zoom, Niederlande. 30 Sulfonsäure - haltiger Katalysator, erhältlich von der Fa. Cytec
31 Butylglykolacetat
32 Melaminharz, angelöst in Butanol, erhältlich von der Firma Nuplex Resins, 4600 Bergen
op Zoom, Niederlande.
33 Hochmolekulares Benetzungshilfsmittel, erhältlich von der Firma Byk Chemie, Wesel
34 Aniösung einer Mischung von Lichtscutzadditiven, erhältlich von der Fa. Ciba Spezialitätenchemie,
Basel.
35 Lösungsmittelgemisch, erhältlich von Exxon Mobile Petroleum & Chemical, B 1831 Machelen,
Belgium.
36 Antikocheradditiv, erhältlich von der Firma Byk Chemie, Wesel
10 Minuten bei 80°C vorgetrockneten Schicht aus einem handelsüblichen, konventionellen,
schwarzen Basislack der Firma BASF Coatings AG beschichtet sind. Die Basislackschicht
und die Klarlackschicht werden gemeinsam während 22 Minuten bei 140°C gehärtet. Die
resultierende Basislackierung weist eine Schichtdicke von 7,5 µm auf, die resultierende
Klarlackierung eine Schichtdicke von ca. 35 µm. |
[0075] Die resultierenden Klarlackfilme weisen eine sehr gute Kompatibilität - trotz des
hohen Festkörperanteils - auf und zeichnen sich durch eine sehr gute Oberflächenoptik
aus. Der AMTEC-Restglanz der Beschichtungen beträgt 85 % und die Mikrohärte 97 N/mm2.
1. Klarlackzusammensetzung umfassend mindestens einen hyperverzweigten, dendritischen
hydroxyfunktionellen Polyester mit einer OH-Zahl ≥ 180 mg KOH/g gemessen über DIN
53240, dadurch gekennzeichnet, dass im Mittel mindestens eine Hydroxyfunktion des Polyesters mit mindestens einer Säure
ausgewählt aus der Gruppe der isomeren C8-C9-Monocarbonsäuren verestert ist.
2. Klarlackzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyester einen Löslichkeitsparameter SP von ≤ 10,3 aufweist.
3. Klarlackzusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyester eine Hydroxylzahl von > 180 mg KOH/g, bevorzugt 185 - 240 mg KOH/g
bestimmt gemäß DIN 53240 und eine Hydroxyfunktionalität (gegeben über die Anzahl der
freien und der veresterten Hydroxygruppen des hydroxyfunktionellen Polyesters) von
größer als 16 aufweist.
4. Klarlackzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Monocarbonsäure Octansäure oder Isononansäure, bevorzugt Isononansäure ist.
5. Klarlackzusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Polyester eine Säurezahl ≤ 6, bevorzugt 0 - 5,5 bestimmt gemäß DIN 53402 aufweist.
6. Klarlackzusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Polyester herstellbar ist über eine partielle Veresterung eines hydroxyfunktionellen
Polyesters, der wiederum herstellbar ist über ein Verfahren zur Synthese eines dendritischen
polymeren polyfunktioneller Polyalkohols (Polyesterpolyol) mit reaktiven und gegebenenfalls
geschützten Hydroxylendgruppen,
- wobei der polymere Polyalkohol n dendritische Zweige besitzt, die von einem monomeren
oder polymeren Initiatormolekül mit n reaktiven Gruppen (A) entspringen, wobei jeder
Zweig g Verzweigungsgenerationen umfasst, wobei jede Generation mindestens einen polymeren
oder monomeren Verzweigungskettenverlängerer mit drei funktionellen Gruppen, von denen
mindestens zwei reaktive Hydroxylgruppen (B) sind und eine eine Carboxylgruppe (C)
ist, die mit der reaktiven Gruppe (A) und/oder den Hydroxylgruppen (B) reaktiv ist,
umfasst, und gegebenenfalls mindestens eine Abstandhaltergeneration, die mindestens
einen Abstandhalterkettenverlängerer mit zwei funktionellen Gruppen, von denen eine
eine geschützte Hydroxylgruppe (B") und eine eine Gruppe (D) ist, die mit einer Hydroxylgruppe
reaktiv ist, umfasst, wobei n und g ganze Zahlen und mindestens 1 sind,
- wobei (i) die zwei Hydroxylgruppen (B) des verwendeten monomeren oder polymeren
Kettenverzweigungsverlängerers acetalgeschützte Hydroxylgruppen (B') sind, wobei der
Schutz durch Acetal erhalten wird durch eine Reaktion zwischen den zwei Hydroxylgruppen
(B) und einer acetalbildenden Carbonylverbindung; und
- (ii) eine erste Verzweigungsgeneration zum Initiatormolekül hinzugefügt wird durch
Reaktion zwischen der reaktiven Gruppe (A) und der Carboxylgruppe (C) in einem molaren
Verhältnis der reaktiven Gruppen (A) zu den Carboxylgruppen (C) von mindestens 1,
wodurch ein polymerer Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n
dendritischen Zweigen, die eine Generation umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird; und wobei
- (iii) weitere Verzweigungsgenerationen hinzugefügt werden in g - 1 wiederholten
Schritten durch Reaktion zwischen reaktiven Hydroxylgruppen (B), die durch Entschützung
mittels Acetalspaltung erhalten werden, und Carboxylgruppen (C) in einem molaren Verhältnis
von Hydroxylgruppen (B) zu Carboxylgruppen (C) von mindestens 1, wodurch ein polymer
Polyalkohol mit acetalgeschützten Hydroxylgruppen (B') und n dendritischen Zweigen,
die zwei oder mehr Generationen umfassen, erhalten wird, wobei die acetalgeschützten
Hydroxylgruppen (B') gegebenenfalls mittels Acetalspaltung entschützt werden, wodurch
ein polymerer Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen (B) erhalten wird, und
- gegebenenfalls (iv) auf Schritt (ii) und/oder jede Wiederholung von Schritt (iii)
einzeln
(a) eine teilweise Schützung, wie beispielsweise Schützung als Acetal, Ketal und/oder
Ester von verfügbaren reaktiven Hydroxylgruppen (B), wodurch ein polymerer Polyalkohol
mit mindestens einer reaktiven Hydroxylgruppe (B) für die Verwendung in Schritt (iii)
oder in einem wiederholten Schritt (ii) erhalten wird, und/oder
(b) der Zusatz des optionalen Abstandshalterkettenverlängerers, was nach Entschützung
der geschützten Hydroxylgruppe (B") einen polymeren Polyalkohol mit reaktiven Hydroxylgruppen
(B) für die Verwendung in Schritt (iii) oder einem wiederholten Schritt (iii) und
n dendritische Zweige ergibt, die eine oder mehrere Verzweigungsgenerationen umfassen,
und mindestens eine Abstandshaltergeneration zumindest eine Teilgeneration ist;
folgt.
7. Klarlackzusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Vernetzer mindestens ein Di- oder Polyisocyanat, mindestens ein Aminoplastharz
und/oder mindestens ein Tris(alkoxycarbonylamino)triazin umfasst.
8. Klarlackzusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vernetzeranteil 30 bis 60, bevorzugt 40 bis 60 Gew.-% bezogen auf den Festkörperanteil
der Klarlackzusammensetzung beträgt.
9. Klarlackzusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von NCO-Gruppen zu freien OH-Gruppen ≤ 1,1:1, bevorzugt 1,05:1 bis
0,85:1 ist.
1. Clearcoat composition comprising at least one hyperbranched, dendritic, hydroxyl-functional
polyester having an OH number ≥ 180 mg KOH/g as measured via DIN 53240, characterized in that on average at least one hydroxyl function of the polyester is esterified with at
least one acid selected from the group consisting of isomeric C8-C9 monocarboxylic acids.
2. Clearcoat composition according to Claim 1, characterized in that the polyester has a solubility parameter SP of ≤ 10.3.
3. Clearcoat composition according to either one of the preceding claims, characterized in that the polyester has a hydroxyl number of > 180 mg KOH/g, preferably 185 - 240 mg KOH/g
as determined in accordance with DIN 53240, and a hydroxyl functionality (given by
the number of free and esterified hydroxyl groups of the hydroxyl-functional polyester)
of greater than 16.
4. Clearcoat composition according to Claim 1, characterized in that the monocarboxylic acid is octanoic or isononanoic acid, preferably isononanoic acid.
5. Clearcoat composition according to any one of the preceding claims, characterized in that the polyester has an acid number ≤ 6, preferably 0 - 5.5 as determined in accordance
with DIN 53402.
6. Clearcoat composition according to any one of the preceding claims,
characterized in that the polyester is preparable via a partial esterification of a hyroxyl-functional
polyester which in turn is preparable via a process for the synthesis of a dendritic
polymeric polyfunctional polyalcohol (polyesterpolyol) having reactive and optionally
protected hydroxyl end groups,
- the polymeric polyalcohol possessing n dendritic branches which spring from a monomeric
or polymeric initiator molecule having n reactive groups (A), each branch comprising
g branching generations, each generation comprising at least one polymeric or monomeric
branching chain extender having three functional groups, of which at least two are
reactive hydroxyl groups (B) and one is a carboxyl group (C) which is reactive with
the reactive group (A) and/or the hydroxyl groups (B), and comprising, if desired,
at least one spacer generation which comprises at least one spacer chain extender
having two functional groups, of which one is a protected hydroxyl group (B") and
one is a group (D) which is reactive with a hydroxyl group, n and g being integers
and being at least 1,
- (i) the two hydroxyl groups (B) of the monomeric or polymeric chain branching extender
used being acetal-protected hydroxyl groups (B'), the acetal protection being obtained
through a reaction between the two hydroxyl groups (B) and an acetal-forming carbonyl
compound; and
- (ii) a first branching generation being added to the initiator molecule by reaction
between the reactive group (A) and the carboxyl group (C), in a molar ratio of the
reactive groups (A) to the carboxyl groups (C) of at least 1, to give a polymeric
polyalcohol having acetal-protected hydroxyl groups (B') and n dendritic branches
which comprise one generation, the acetal-protected hydroxyl groups (B') being deprotected,
if desired, by means of acetal cleavage, to give a polymeric polyalcohol having reactive
hydroxyl groups (B); and
- (iii) further branching generations being added in g - 1 repeated steps by reaction
between reactive hydroxyl groups (B), which are obtained by deprotection by means
of acetal cleavage, and carboxyl groups (C), in a molar ratio of hydroxyl groups (B)
to carboxyl groups (C) of at least 1, to give a polymeric polyalcohol having acetal-protected
hydroxyl groups (B') and n dendritic branches, which comprise two or more generations,
the acetal-protected hydroxyl groups (B') being deprotected, if desired, by means
of acetal cleavage, to give a polymeric polyalcohol having reactive hydroxyl groups
(B), and
- optionally (iv) step (ii) and/or each repetition of step (iii) individually being
followed by
(a) a partial protection, such as, for example, protection as acetal, ketal and/or
ester, of available reactive hydroxyl groups (B), to give a polymeric polyalcohol
having at least one reactive hydroxyl group (B) for use in step (iii) or in a repeated
step (ii), and/or by
(b) the addition of the optional spacer chain extender, which after deprotection of
the protected hydroxyl group (B") gives a polymeric polyalcohol having reactive hydroxyl
groups (B) for use in step (iii) or a repeated step (iii) and n dendritic branches,
which comprise one or more branching generations, and at least one spacer generation
is at least one subgeneration.
7. Clearcoat composition according to any one of the preceding claims, characterized in that it comprises as crosslinker(s) at least one di- or polyisocyanate, at least one amino
resin and/or at least one tris(alkoxycarbonylamino)triazine.
8. Clearcoat composition according to Claim 7, characterized in that the crosslinker fraction is 30% to 60%, preferably 40% to 60% by weight, based on
the solids fraction of the clearcoat composition.
9. Clearcoat composition according to Claim 7, characterized in that the ratio of NCO groups to free OH groups is ≤ 1.1:1, preferably 1.05:1 to 0.85:1.
1. Composition de vernis transparent, comprenant au moins un polyester hydroxyfonctionnel
dendritique hyperramifié ayant un indice OH ≥ 180 mg KOH/g, mesuré selon DIN 53240,
caractérisée en ce qu'en moyenne, au moins une fonction hydroxy du polyester est estérifiée avec au moins
un acide choisi dans le groupe des acides monocarboxyliques en C8-C9 isomères.
2. Composition de vernis transparent selon la revendication 1, caractérisée en ce que le polyester présente un paramètre de solubilité SP ≤ 10,3.
3. Composition de vernis transparent selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le polyester présente un indice hydroxyle > 180 mg KOH/g, de préférence de 185 à
240 mg KOH/g, déterminé selon DIN 53240, et une fonctionnalité hydroxy (donnée par
le nombre de groupes hydroxy libres et ramifiés du polyester hydroxyfonctionnel) de
plus de 16.
4. Composition de vernis transparent selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'acide monocarboxylique est l'acide octanoïque ou l'acide isononanoïque, de préférence
l'acide isononanoïque.
5. Composition de vernis transparent selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le polyester présente un indice d'acidité ≤ 6, de préférence de 0 à 5,5, déterminé
selon DIN 53402.
6. Composition de vernis transparent selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le polymère peut être fabriqué par une estérification partielle d'un polyester hydroxyfonctionnel,
qui peut lui-même être fabriqué par un procédé de synthèse d'un polyol polyfonctionnel
polymère dendritique (polyester polyol) contenant des groupes terminaux hydroxyle
réactifs et éventuellement protégés,
- le polyol polymère comportant n ramifications dendritiques, qui proviennent d'une
molécule initiateur monomère ou polymère contenant n groupes réactifs (A), chaque
ramification comprenant g générations de ramification, chaque génération comprenant
au moins un allongeur de chaîne de ramification polymère ou monomère contenant trois
groupes fonctionnels, dont au moins deux sont des groupes hydroxyle réactifs (B) et
un est un groupe carboxyle (C) qui est réactif avec le groupe réactif (A) et/ou les
groupes hydroxyle (B), et éventuellement au moins une génération d'espaceur, qui comprend
au moins un allongeur de chaîne espaceur contenant deux groupes fonctionnels, dont
un est un groupe hydroxyle protégé (B") et un est un groupe (D) qui est réactif avec
un groupe hydroxyle, n et g étant des nombres entiers et valant au moins 1,
- (i) les deux groupes hydroxyle (B) de l'allongeur de chaîne de ramification monomère
ou polymère utilisé étant des groupes hydroxyle à protection acétal (B'), la protection
par un acétal étant obtenue par une réaction entre les deux groupes hydroxyle (B)
et un composé de carbonyle formant un acétal ; et
- (ii) une première génération de ramification étant ajoutée à la molécule initiateur
par réaction entre le groupe réactif (A) et le groupe carboxyle (C) en un rapport
molaire entre les groupes réactifs (A) et les groupes carboxyle (C) d'au moins 1,
un polyol polymère contenant des groupes hydroxyle à protection acétal (B') et n ramifications
dendritiques, qui comprennent une génération, étant obtenu, les groupes hydroxyle
à protection acétal (B') étant éventuellement déprotégés par clivage de l'acétal,
un polyol polymère contenant des groupes hydroxyle réactifs (B) étant obtenu ; et
- (iii) des générations de ramification supplémentaires étant ajoutées en g-1 étapes
répétées par réaction entre des groupes hydroxyle réactifs (B), qui sont obtenus par
déprotection par clivage de l'acétal, et des groupes carboxyle (C) en un rapport molaire
entre les groupes hydroxyle (B) et les groupes carboxyle (C) d'au moins 1, un polyol
polymère contenant des groupes hydroxyle à protection acétal (B') et n ramifications
dendritiques, qui comprennent deux générations ou plus, étant obtenu, les groupes
hydroxyle à protection acétal (B') étant éventuellement déprotégés par clivage de
l'acétal, un polyol polymère contenant des groupes hydroxyle réactifs (B) étant obtenu,
et
- éventuellement (iv), après l'étape (ii) et/ou chaque répétition de l'étape (iii)
individuellement,
(a) une protection partielle, telle que par exemple une protection sous la forme d'un
acétal, d'un cétal et/ou d'un ester de groupes hydroxyle réactifs (B) disponibles,
un polyol polymère contenant au moins un groupe hydroxyle réactif (B) destiné à être
utilisé dans l'étape (iii) ou dans une étape (ii) répétée étant obtenu, et/ou
(b) l'ajout de l'allongeur de chaîne espaceur optionnel, qui permet d'obtenir après
la déprotection du groupe hydroxyle protégé (B'') un polyol polymère contenant des
groupes hydroxyle réactifs (B) destinés à une utilisation dans l'étape (iii) ou une
étape (iii) répétée et n ramifications dendritiques, qui comprennent une ou plusieurs
générations de ramification, au moins une génération d'espaceur étant au moins une
génération partielle.
7. Composition de vernis transparent selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'elle comprend en tant qu'agent de réticulation au moins un di- ou polyisocyanate,
au moins une résine aminoplaste et/ou au moins une tris(alcoxycarbonylamino)triazine.
8. Composition de vernis transparent selon la revendication 7, caractérisée en ce que la proportion d'agent de réticulation est de 30 à 60, de préférence de 40 à 60 %
en poids, par rapport à la teneur en solides de la composition de vernis transparent.
9. Composition de vernis transparent selon la revendication 7, caractérisée en ce que le rapport entre les groupes NCO et les groupes OH libres est ≤ 1,1:1, de préférence
de 1,05:1 à 0,85:1.