[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Anregung von Wellen
in Stäben zur Kalibrierung von Beschleunigungssensoren und Kraftsensoren, insbesondere
mit hohen Amplituden. Ein solcher Sensor ist ein elektromechanischer Wandler, der
die mechanische Größe Beschleunigung bzw. Kraft in ein elektrisch messbares Signal,
z.B. Ladung oder Spannung wandelt. Um das Übertragungsverhalten des Sensors zu ermitteln,
muss eine Kalibrierung durchgeführt werden.
[0002] Zur Kalibrierung von Beschleunigungssensoren sind verschiedene Einrichtungen bekannt.
Vorrichtungen und Verfahren zur Kalibrierung von Schwingungs- und Stoßaufnehmern sind
in ISO 16063 beschrieben. Bei der Kalibrierung mit Beschleunigungsamplituden > 1000
m/s
2 müssen stoßförmige, das heißt zeitlich begrenzte Signale verwendet werden. Das allgemein
bekannte Hammer-Amboss-Prinzip, das auf dem Zusammenstoß zweier Festkörper beruht,
arbeitet zufriedenstellend bis zu Beschleunigungsamplituden von 5000 m/s
2. Um höhere Beschleunigungen, für hochwertige Kalibrierungen zu erzeugen, muss das
Hopkinson-Stab-Prinzip genutzt werden. Das beschriebene Kalibrierverfahren ist in
ISO 16063-13 erläutert. Zur Kalibrierung von Kraftsensoren werden üblicherweise statische
Verfahren eingesetzt. Das heißt der Sensor wird mit einer statischen Gewichtskraft
belastet. Die Kalibrierung von Kraftsensoren mittels zeitlich veränderlicher Signale,
die mit einem Hopkinson-Stab erzeugt werden, stellt eine Neuheit dar.
[0003] Prinzipiell sind 3 verschiedene Methoden zur Kalibrierung mittels eines Hopkinson-Stabes
bekannt. Diese unterschiedlichen Methoden betreffen die verwendete Referenzsensorik.
[0004] Die Beschleunigung am Stabende kann mittels eines optischen Messsystems (z.B. Laservibrometer)
oder eines Referenzbeschleunigungssensors bzw. Kraftsensors gemessen werden. Eine
weitere Methode zur Kalibrierung ist die Messung der Dehnung des Stabes mittels Dehnungsmessstreifen.
Aus der Stabdehnung kann die Beschleunigung des Stabendes berechnet werden.
[0005] Das Hopkinson-Stab-Prinzip basiert darauf, dass sich eine mechanische Welle in einem
langen schlanken Stab ausbreitet. Durch die Reflektion der Welle an einem freien Stabende
entsteht eine Bewegung, welche die für die Kalibrierung der Sensoren geforderte Beschleunigung
bzw. Kraft erzeugt. Durch die Eigenschaften eines langen schlanken Stabes können diese
Beschleunigungen und Kräfte sehr hohe Amplituden (> 1.000.000 m/s
2 bzw. >100.000 N) erreichen.
[0006] Beim klassischen Hopkinson-Stab wird ein Festkörper, z.B. eine Stahlkugel, auf ein
Ende des Stabes geschossen, woraus ein mechanischer Kraftstoß resultiert. Durch diesen
Kraftstoß wird eine longitudinale Dehnwelle im Stab ausgelöst und kann sich entlang
des Stabes fortpflanzen. Der zeitliche Verlauf der Dehnung sowie der Beschleunigungs-
und Kraft-Zeit-Verlauf am Stabende ist durch den Kraft-Zeit-Verlauf des Kraftstoßes
am Stabanfang definiert. Zum Beispiel regen große Stahlkugeln ein sehr schmales Frequenzspektrum
an. Mit kleiner werdendem Kugeldurchmesser werden die Frequenzspektren breiter. Die
Maximalamplituden nehmen jedoch mit größer werdendem Kugeldurchmesser stark zu.
[0007] Die Hauptnachteile des klassischen Hopkinson-Stabes sind:
- Die Beschleunigungssignalform ist nicht beeinflussbar.
- Die Impulsdauer der Beschleunigung ist durch die Stoßpartner vorgegeben und kann somit
nur aufwändig beeinflusst werden
- Die Reproduzierbarkeit der Beschleunigungssignale und damit das Kalibrierergebnis
sind durch den Verschleiß der Stoßpartner eingeschränkt
- eingeschränkter unterer Amplitudenbereich von ca. > 5.000 m/s2.
[0008] In
US 5 000 030 A ist ein Verfahren und ein Apparat zur Messung der dynamischen Charakteristiken eines
Stoss-Accelerometers beschrieben. An einem Hopkinson-Stab befindet sich eine Referenzsensorik
sowie an seinem Ende der zu kalibrierende Sensor. Die Erregung eines mechanischen
Stoßes kann unter anderem auch mittels eines piezoelektrischen Elementes erfolgen.
Eine gezielte Beeinflussung der Signalform, der Signalamplitude als auch der Impulsdauer
der Signale erfolgt nicht.
[0009] Ein Testsystem zur Kalibrierung von Beschleunigungssensoren beschreibt
US 3 830 091 A, wobei seitlich an einem Aluminiumstab montierte elektromechanische Aktoren den Stab
mittels einer Steuer- und Regelelektronik in Resonanz-schwingungen versetzen und wobei
an einem Ende des Stabes der zu testende Beschleunigungssensor sowie ein Referenzbeschleunigungssensor
montiert ist. Bei diesem Testsystem lassen sich harmonische Beschleunigungen erzeugen.
Die Frequenzen der Beschleunigung sind jedoch lediglich in ganzzahligen Vielfachen
einer Grundfrequenz (z. B. 1 kHz, 2kHz, 3kHz...) einstellbar. Die erzielbare Beschleunigungsamplitude
beträgt lediglich ca. 3.000m/s
2.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Verfahrens und einer Vorrichtung
zur Kalibrierung von Beschleunigungs- und Kraftsensoren mittels eines Hopkinson-Stabes,
mit deren Hilfe eine gezielte Beeinflussung der Signalform, der Signalamplitude als
auch der Impulsdauer der Signale über einen großen Amplitudenbereich ermöglicht wird.
Die Vorrichtung soll einfach aufgebaut sein und sicher und wartungsarm funktionieren.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Verfahrensanspruches 1 sowie
durch die Merkmale des Vorrichtungsanspruches 3 gelöst. Ausgestaltende Merkmale sind
in den abhängigen Ansprüchen 2 und 4 bis 5 beschrieben.
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kalibrierung von Beschleunigungs- und Kraftsensoren
nutzt eine an einem Hopkinson-Stab in üblicher Weise ausgebildete Referenzsensorik.
Die Referenzsensorik kann ein optisches Messsystem (z.B. Laservibrometer) oder ein
Referenzsensor sein. Eine weitere Methode zur Kalibrierung ist die Messung der Dehnung
des Stabes mittels Dehnungsmessstreifen. Aus der Stabdehnung kann die Beschleunigung
bzw. die Kraft des Stabendes berechnet werden.
[0013] Ein üblicherweise verwendeter Hopkinson-Stab ist ein etwa 2 m bis 4 m langer, etwa
18 mm bis 30 mm dicker Metallstab.
[0014] Am Ende des Hopkinson-Stabes ist der zu kalibrierende Sensor befestigt. Zur Erregung
eines Beschleunigungs- oder Kraftimpulses dient ein am gegenüberliegenden Ende des
Hopkinson-Stabes befestigter elektromechanischer Aktor.
[0015] Entgegengesetzt zum Hopkinson-Stab ist am elektromechanischen Aktor eine Gegenmasse
befestigt, die viel kürzer als die Stablänge sein muss und eine Masse > 1/100 der
Stabmasse haben muss. Diese Gegenmasse hat die Funktion, die Aktorkraft in den Stab
einzuleiten.
[0016] Der elektromechanische Aktor ist über eine Steuerleitung mit einer Steuer- und Regelelektronik
verbunden.
[0017] Der elektromechanische Aktor kann vorzugsweise ein piezoelektrischer Aktor oder auch
ein magnetostriktiver Aktor sein. Ein magnetostriktiver Aktor lässt sich sehr einfach
an den Stab ankoppeln, hat aber einen deutlich schlechteren wirkungsgrad als ein piezoelektrischer
Aktor.
[0018] Von der Referenzsensorik kann eine Steuerleitung zur Steuer- und Regelelektronik
führen.
[0019] Die Vorrichtung kann zur Kalibrierung von Kraft oder Beschleunigungssensoren verwendet
werden. Um Beschleunigungssensoren zu kalibrieren, muss der Sensor am freien Stabende
montiert werden. Um Kraftsensoren zu kalibrieren, muss der Sensor zuzüglich einer
Ankoppelmasse am freien Stabende montiert werden.
[0020] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wie folgt:
[0021] Die beschriebenen Nachteile von bekannten Kalibrierungsverfahren mittels Hopkinson-Stäben
haben die Ursache darin, dass die Welle im Stab durch einen mechanischen Kraftstoß
ausgelöst wird. Die vorliegende Erfindung beruht darauf, den mechanischen Kraftstoß
durch eine alternative Methode zur Anregung der Wellen im Stab zu ersetzen. Diese
Methode soll ein elektrisches Ansteuersignal in einen definierten Kraftstoß wandeln.
So geartete Wandler können allgemein als Aktoren bezeichnet werden. Zur Kalibrierung
von Beschleunigungs- und Kraftsensoren mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommen
insbesondere elektromechanische Aktoren zum Einsatz, die einen großen Kraftdynamikbereich
(1 mN bis 5 kN) und einen großen nutzbaren Frequenzbereich (> 10 kHz) haben.
[0022] Eine Regelung der Beschleunigungs- bzw. Kraftimpulsform kann durch Messung der jeweiligen
Größe an der Referenzsensorik erfolgen. Die Messgröße wird an eine Regelelektronik
übergeben und es kann eine gezielte Vorverzerrung der Ansteuersignale des elektromechanischen
Aktors erfolgen.
[0023] Wenn der Hopkinson-Stab bei seinen Längs-Eigenfrequenzen in den Zustand der Resonanz
versetzt wird, erfolgt bei konstanter Erregerleistung eine Maximierung der Beschleunigungs-
bzw. Kraftamplitude am Stabende. Dadurch lassen sich besonders energieeffizient große
Beschleunigungs- bzw. Kraftamplituden erreichen.
[0024] Durch Überlagerung von Wellen wird die Beschleunigungs- bzw. Kraftamplitude am Ende
des Stabes maximiert. Durch wiederholte Energiezufuhr in Form von erneuter Anregung
des Hopkinson-Stabes mittels des elektromechanischen Aktors wird die Kraft- bzw. Beschleunigungsamplitude
stufenweise erhöht.
[0025] Durch die Erfindung können die Nachteile des klassischen Kalibrierungsverfahrens
mittels eines Hopkinson-Stabes behoben werden.
[0026] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass die Beschleunigungssignalform elektrisch
beeinflussbar wird. Auch die Impulsdauer des Beschleunigungssignals ist elektrisch
beeinflussbar. Die Erfindung ermöglicht eine Beeinflussung der Signalform (harmonische
Signale, impulsförmige Signale), der Signalamplitude (typisch 20 m/s
2 bis 100.000 m/s
2) als auch der Impulsdauer (typisch 50 us bis 500µs) der Signale.
[0027] Es entsteht praktisch kein Verschleiß, wodurch die Reproduzierbarkeit der Beschleunigungssignale
und des Kalibrierergebnisses verbessert wird.
[0028] Weiterhin lassen sich als vorteilhafte Eigenschaften der Kalibriereinrichtung die
Möglichkeit der einfachen Automatisierung der Kalibrierabläufe und eine energieeffizientere
Arbeitsweise im Vergleich zur herkömmlichen Kalibriereinrichtung nennen.
[0029] Nachfolgend wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- Kalibriervorrichtung mit Laservibrometer als Refe- renzsensorik
- Fig. 2
- Kalibriervorrichtung mit Kraftsensor als Referenz- sensorik
[0030] Die Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zur Kalibrierung von Beschleunigungssensoren. Die
Vorrichtung besteht aus einem Hopkinson-Stab 1, der als metallischer zylindrischer
Stab mit einer Länge von 2 m und einem Durchmesser von 20 mm ausgebildet ist. Am linken
Stabanfang ist ein piezoelektrischer Aktor 2 kraftschlüssig mit dem Hopkinson-Stab
1 verbunden. Eine zylindrische metallische Gegenmasse 3 mit einem Durchmesser von
50 mm und einer Länge von 30 mm ist mit dem Aktor 2 verklebt. Am rechten Stabende
ist der zu kalibrierende Sensor 4 montiert. Die Referenzsensorik 8 ist als Laser ausgeführt.
Die Steuer- bzw. Regelelektronik steuert über eine Steuerleitung 7 den piezoelektrischen
Aktor 2.
[0031] Fig. 2 beschreibt eine Vorrichtung zur Kalibrierung von Kraftsensoren. Die Vorrichtung
besteht aus einem Hopkinson-Stab 1, der üblicherweise als metallischer zylindrischer
Stab mit einer Länge von 2 m und einem Durchmesser von 20 mm ausgebildet ist. Am linken
Stabanfang ist ein piezoelektrischer Aktor 2 kraftschlüssig mit dem Hopkinson-Stab
1 verbunden. Eine zylindrische metallische Gegenmasse 3 besitzt einen Durchmesser
von 50 mm und eine Länge von 30 mm. Sie ist mit dem piezoelektrischen Aktor 2 verklebt,
also stoffschlüssig verbunden. Am rechten Stabende ist der zu kalibrierende Sensor
4, der Referenzsensor 8 und die Ankoppelmasse 9 montiert. Die Steuer bzw. Regelelektronik
6 steuert über eine Steuerleitung 7 den piezoelektrischen Aktor 2.
[0032] Die Signale des zu kalibrierenden Sensors 4 und der Referenzsensorik 8 werden einer
Steuer- bzw. Regelelektronik 6 zugeführt. Durch die Ansteuerung des piezoelektrischen
Aktors 2 mit definierten elektrischen Signalen werden in dem Stab definierte Wellen
erzeugt. Aus der Reflektion der Wellen am rechten Stabende lassen sich somit definierte
Beschleunigungs-Zeit bzw. Kraft-Zeit Signale erzeugen.
[0033] Durch die Änderung der elektrischen Ansteuersignale am piezoelektrischen Aktor 2
lassen sich die Signale am rechten Stabende gezielt beeinflussen. Die Erfindung ermöglicht
so sowohl eine Beeinflussung der Signalform (harmonische Signale, impulsförmige Signale),
der Signalamplitude (typisch 20 m/s
2 bis 100.000 m/s
2) als auch der Impulsdauer (typisch 50 µs bis 500µs) der Signale.
[0034] Um ein definiertes Soll-Signal am Stabende zu erzeugen, können die Ist-Signale der
Referenzsensorik genutzt werden um diese mit dem Soll-Signal zu vergleichen. Mittels
geeigneter mathematischer Methoden kann eine Vorverzerrung der Ansteuersignale für
den Aktor berechnet werden, so dass das Soll-Signal am Stabende erzeugt wird. Dadurch
lassen sich Kalibriersignale erzeugen, die auf den jeweiligen zu kalibrierenden Sensor
abgestimmt sind.
[0035] Für die Erzielung von besonders hohen Signalamplituden am rechten Stabende können
die Kontinuumseigenschaften des Stabes genutzt werden.
[0036] Zum einen kann der Stab in der Längs-Eigenfrequenz mit harmonischen Signalen angeregt
werden. Dadurch lassen sich besonders hohe Signalamplituden am Stabende mit einem
Minimum an eingebrachter elektrischer Leistung erreichen.
[0037] Zum anderen kann der Aktor mit dem gleichen Signal periodisch angesteuert werden.
Wenn die Periode der Ansteuerung an die Laufzeit der Welle durch den Stab angepasst
wird überlagert sich die ursprüngliche Welle mit der jeweils neu erzeugten Welle.
Durch diese Überlagerung lassen sich ebenfalls besonders hohe Signalamplituden am
Stabende mit einem geringen elektrischen Leistungseintrag erzielen.
Bezugszeichenaufstellung
[0038]
- 1
- Stab
- 2
- elektromechanischer Aktor
- 3
- Gegenmasse
- 4
- zu kalibrierender Sensor
- 5
- Steuerleitung
- 6
- Steuer- bzw. Regelelektronik
- 7
- Steuerleitung
- 8
- Referenzsensorik
- 9
- Ankoppelmasse
1. Verfahren zur Kalibrierung von Beschleunigungs- und Kraftsensoren mittels eines Hopkinson-Stabes
(1), wobei sich am Hopkinson-Stab eine in üblicher Weise ausgebildete Referenzsensorik
(8) sowie an einem Ende des Hopkinson-Stabes der zu kalibrierende Sensor (4) befinden,
an dem am Sensor gegenüber liegenden Ende des Hopkinson-Stabes eine Erregung mittels
eines elektromechanischen Aktors (2) zur Wandlung eines elektrischen Signals in eine
mechanische Kraft erfolgt, der elektromechanische Aktor über eine Steuerelektronik
ansteuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik auch als Regelelektronik dient und die Regelung einer Beschleunigungs-
bzw. Kraftimpulsform erfolgt durch
- Messung der jeweiligen Größe mittels der Referenzsensorik,
- Übergeben der Messgröße an die Steuer- und Regelelektronik und
- eine gezielte Vorverzerrung der Ansteuersignale des elektromechanischen Aktors.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungs- bzw. Kraftamplitude am Ende des Hopkinson-Stabes durch Überlagerung
von Wellen maximiert wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 1, wobei sich an einem
Hopkinson-Stab (1) eine in üblicher Weise ausgebildete Referenzsensorik (8) sowie
am Ende des Hopkinson-Stabes (1) der zu kalibrierende Sensor (4) befinden und dass
an einem Ende des Hopkinson-Stabes (1) ein elektromechanischer Aktor (2) fest montiert
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der elektromechanische Aktor (2) über eine Steuerleitung (7) mit einer Steuer- und
Regelelektronik (6) verbunden ist, dass
- am elektromechanischen Aktor (2) entgegengesetzt zum Hopkinson-Stab (1) eine Gegenmasse
(3) befestigt ist, und
- dass von der Referenzsensorik (8) eine Steuerleitung (5) zur Steuer- und Regelelektronik
(6) führt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elektromechanische Aktor (2) ein piezoelektrischer Aktor ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elektromechanische Aktor (2) ein magnetostriktiver Aktor ist.
1. Method for calibrating acceleration and force sensors by means of a Hopkinson bar
(1), wherein a reference sensor system (8) designed in the normal manner is located
on the Hopkinson bar and the sensor to be calibrated (4) is located at one end of
the Hopkinson bar, the end of the Hopkinson bar opposite the sensor is excited by
means of an electromechanical actuator (2) in order to convert an electrical signal
to a mechanical force, the electromechanical actuator can be driven via open-loop
control electronics (6),
characterized in that the open-loop control electronics also serve as closed-loop control electronics and
an acceleration or force pulse form is controlled by
- measuring the respective variable by means of the reference sensor system,
- transmitting the measurement variable to the open-loop and closed-loop control electronics,
and
- deliberately predistorting the drive signals for the electromechanical actuator.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the acceleration or force amplitude at the end of the Hopkinson bar is maximized
by superimposition of waves.
3. Device for carrying out a method according to Claim 1, wherein a reference sensor
system (8), which is designed in the normal manner, is located on a Hopkinson bar
(1), and the sensor (4) to be calibrated is located at the end of the Hopkinson bar
(1), and in that an electromechanical actuator (2) is mounted fixed to one end of
the Hopkinson bar (1),
characterized in that the electromechanical actuator (2) is connected via a control line (7) to open-loop
and closed-loop control electronics (6),
in that
- a counterweight (3) is attached to the Hopkinson bar (1) opposite the electromechanical
actuator (2), and
- in that a control line (5) leads from the reference sensor system (8) to the open-loop and
closed-loop control electronics (6).
4. Device according to Claim 3, characterized in that the electromechanical actuator (2) is a piezoelectric actuator.
5. Device according to Claim 3, characterized in that the electromechanical actuator (2) is a magnetostrictive actuator.
1. Procédé de calibrage de capteurs d'accélération et de force au moyen d'une barre d'Hopkinson
(1), un dispositif de détection de référence (8) ayant une configuration courante
se trouvant sur la barre d'Hopkinson et le capteur (4) à calibrer se trouvant à une
extrémité de la barre d'Hopkinson, une excitation au moyen d'un actionneur électromécanique
(2) ayant lieu à l'extrémité de la barre d'Hopkinson qui se trouve à l'opposé du capteur
pour convertir un signal électrique en une force mécanique, l'actionneur électromécanique
pouvant être commandé par le biais d'une électronique de commande (6),
caractérisé en ce que l'électronique de commande sert également d'électronique de régulation et la régulation
d'une forme d'impulsion d'accélération ou de force est réalisée par
- une mesure de la grandeur respective au moyen du dispositif de détection de référence,
- un transfert de la grandeur mesurée à l'électronique de commande et de régulation
et
- une prédistorsion ciblée des signaux de commande de l'actionneur électromécanique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'amplitude d'accélération ou de force à l'extrémité de la barre d'Hopkinson est
maximisée en superposant des ondes.
3. Dispositif pour mettre en oeuvre un procédé selon la revendication 1, un dispositif
de détection de référence (8) ayant une configuration courante se trouvant sur une
barre d'Hopkinson (1) et le capteur (4) à calibrer se trouvant à l'extrémité de la
barre d'Hopkinson (1), et un actionneur électromécanique (2) est monté à demeure à
une extrémité de la barre d'Hopkinson (1),
caractérisé en ce que l'actionneur électromécanique (2) est relié avec une électronique de commande et
de régulation (6) par le biais d'une ligne de commande (7),
- qu'un contrepoids (3) est fixé à l'actionneur électromécanique (2) à l'opposé de
la barre d'Hopkinson (1) et
- qu'une ligne de commande (5) mène du dispositif de détection de référence (8) à
l'électronique de commande et de régulation (6).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'actionneur électromécanique (2) est un actionneur piézoélectrique.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'actionneur électromécanique (2) est un actionneur magnétostrictif.