[0001] Die Erfindung betrifft ein monolithisches induktives Bauelement. Daneben werden ein
Verfahren zum Herstellen des Bauelements und eine Verwendung des Bauelements angegeben.
[0002] Ein Keramischer Mehrschichtkörper bietet hinsichtlich einer Miniaturisierung den
Vorteil, dass in dessen Volumen elektrische Bauelemente, beispielsweise Leiterbahnen,
Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten integriert werden können. Bekannte Herstellungsverfahren
sind die HTCC(High Temperatur Cofired Ceramics)- und LTCC(Low Temperatur Cofired Ceramics)-Technologie.
Bei diesen Technologie werden ungesinterte keramische Grünfolien unter Verwendung
metallgefüllter, elektrisch leitfähiger Pasten in Stanz- und Siebdruckverfahren mit
Durchkontaktierungen und planaren Leitungsstrukturen versehen und anschließend im
Stapel zusammen gesintert. Dabei entstehen thermisch belastbare, hermetisch dichte,
planare Mehrschicht-Substrate. Diese Mehrschicht-Substrate können als Schaltungsträger
weiterer Bauelemente fungieren. Der Vorteil der LTCC-Technologie liegt darin, dass
eine Dichtbrandtemperatur so niedrig ist, das bei relativ niedriger Temperatur schmelzende
und elektrisch hochleitfähige Metalle wie Silber oder Kupfer zur Integration der Bauelemente
verwendet werden können.
[0003] Für viele Anwendungsgebiete, beispielsweise Strom- und Spannungstransformation oder
Tiefpassfilter in leistungselektronischen Schaltungen, sind wegen der niedrigeren
Frequenzen (im MHz-Bereich) induktive Bauelemente mit besserer magnetischer Kopplung
auf Basis magnetischer Werkstoffe erforderlich, die den magnetischen Fluss verstärken
und formen können. Hierfür sind zahlreiche Varianten von Spulen- und Transformatorkernen
aus ferritischer Keramik verfügbar, die sich nachträglich mit Hilfe von Metallklammern
an den erwähnten planaren Schaltungsträgern befestigen lassen.
[0004] Die Integration solcher induktiver Bauelemente hat sich wegen divergierender Ansprüche
an Material- und Prozesstechnik noch nicht etablieren können. Es treten vor allem
zwei Probleme auf:
- Eine Steigerung der magnetischen Leistungsfähigkeit von Ferriten, d.h. eine Erhöhung
der Permeabilität des Kernmaterials, mit Hilfe keramischer Technologien geht erfahrungsgemäß
einher mit einer Abnahme des spezifischen Widerstandes des Kernmaterials und damit
der Reduzierung der wichtigen Gleichspannungs-Isolation zwischen Primär- und Sekundärseite
des Transformators.
- Sind Stromwicklungen homogen in Ferrit-Werkstoff eingebettet, so können sich magnetische
Feldlinien teilweise auf kürzeren Wegen schließen ohne zur magnetischen Verkopplung
der Windungen beizutragen; solche Streuinduktivitäten reduzieren die Leistungsfähigkeit
des induktiven Bauelements.
[0005] Beide Schwierigkeiten können grundsätzlich durch Einbettung der Strom führenden Windungen
in gut isolierendes Material geringer Permeabilität gelöst werden. Eine derartige
Lösung ist aus der
US 5,349,743 A bekannt. Darin ist ein Verfahren zum Herstellen eines monolithischen keramischen
Mehrschichtkörpers mit integriertem Transformator bekannt. Dabei wird auf die LTCC-Technologie
zurückgegriffen, wobei ein Werkstoff mit niedriger Permeabilität bei einem relativ
hohen spezifischen elektrischen Widerstand und ein Werkstoff mit höherer Permeabilität
bei einem relativ niedrigen spezifischen Widerstand verwendet werden. Die Integration
dieser beiden Werkstoffe erfolgt durch Ausstanzen von Öffnungen in den Grünfolien
des einen Werkstoffs, Füllen der Öffnungen mit Folienstücken oder Folienstapeln des
anderen Werkstoffs und anschließendes gemeinsames Sintern.
[0006] Dieser Prozess, der im Grunde eine laterale Strukturierung von Grünfolien beinhaltet,
ist aufwändig und relativ teuer.
[0007] Aus der
US 5 655 287 A, welche als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird, ist ein monolithisches
Induktives Bauelement bekannt, sowie ein Herstellverfahren mit folgenden Schritten:
- Bereitstellen eines Grünkörpers mit einem Grünfolienverbund zur Bildung eines keramischen
Mehrschichtkörpers mit einer integrierten Wicklung und einem Formkörper aus ferritischen
Kernmaterial,
- Wärmebehandeln des Grünkörpers, wobei aus dem Grünfolienverbund ein keramischer Mehrschichtkörper
mit integrierter Wicklung und aus dem Formkörper ein magnetischer Kern mit dem ferritischen
Kernmaterial entsteht.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, aufzuzeigen, wie ein induktives Bauelements in
einem keramischen Mehrschichtkörper integriert werden kann.
[0009] Zur Lösung der Aufgabe wird gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 ein Verfahren zum Herstellen
des monolithischen Bauelements mit folgenden Verfahrensschritten angegeben: a) Bereitstellen
eines Grünkörpers mit einem Grünfolienverbund zur Bildung des keramischen Mehrschichtkörpers
mit der integrierten Wicklung und einem Formkörper mit dem ferritischen Kernmaterial,
b) Wärmebehandeln des Grünkörpers, wobei aus dem Grünfolienverbund der keramische
Mehrschichtkörper mit integrierter Wicklung und aus dem Formkörper der magnetische
Kern mit dem ferritischen Kernmaterial entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß im Verfahrensschritt
a) der Grünfolienverbund mit einer Umhüllung Zusammengebracht wird, so dass ein Hohlraum
mit einer Hohlraumöffnung zwischen der Umhüllung und dem Grünfolienverbund entsteht,
und der Hohlraum durch die Hohlraumöffnung mit dem ferritischen Kernmaterial befüllt
wird.
[0010] Der Grünkörper ist ein Grünfolienverbund. Der Formkörper ist ein Grünkörper mit frei
geformtem ferritischen Kernmaterial. Grünfolienverbund und Formkörper bilden zusammen
einen (gesamten) Grünkörper, der einem Cofiring-Prozess zugeführt wird.
[0011] Der Formkörper mit dem ferritischen Keramikmaterial kann gemäß anderen beispielhaften
Verfahren ein bereits verdichteter ferritischer Kern sein. Gemäß der Erfindung aber
ist der Formkörper selbst ein Grünkörper. Dies bedeutet, dass bei der Wärmebehandlung
ein Verdichten des ferritischen Keramikmaterials stattfindet. Unter Grünkörper ist
allgemein ein keramischer Körper mit noch nicht verdichtetem Keramikmaterial. Der
Grünkörper kann organische Additive wie Binder und Dispergator aufweisen. Der Grünkörper
kann aber auch lediglich ein Pressling aus dem ferritischen Kernmaterial bzw. von
Ausgangsstufen des ferritischen Kernmaterials bestehen. Aus den Ausgangsstufen bildet
sich Kernmaterials bestehen. Aus den Ausgangsstufen bildet sich während der Wärmebehandlung
das ferritische Keramikmaterial. Der Grünfolienverbund und der Formkörper werden in
einem gemeinsamen Wärmebehandlungsschritt (Cofiring) zum monolithischen, also einstückigen
induktiven Bauelement vereint.
[0012] Im Hinblick auf die eingangs beschriebene Problematik ist es besonders vorteilhaft,
die Wicklung im keramischen Mehrschichtkörper elektrisch zu isolieren. Daher weist
gemäß einer besonderen Ausgestaltung der keramische Mehrschichtkörper dielektrisches
Keramikmaterial auf.
[0013] Zur Bildung eines effizienten induktiven Bauelements kann der Folienverbund Öffnungen
aufweisen, in die das Formteil hineinragt. Beispielsweise ist eine derartige Öffnung
von einer im Folienverbund mit Hilfe einer elektrisch leitfähigen Paste eingebrachten
Wicklung umgeben.
[0014] Das Formteil kann einteilig sein. Vorzugsweise ist das Formteil zwei- oder mehrteilig.
Es besteht aus mindestens zwei Teilen. Dadurch kann eine effiziente Steuerung des
magnetischen Flusses mit Hilfe des Kerns erzielt werden. So können durch Realisierung
eines Luftspalts zwischen den Teilen des Kerns die auftretenden Streuinduktivitäten
beeinflusst werden. Der Luftspalt kann dabei von einer dünnen keramischen Schicht
des keramischen Mehrschichtkörpers mit niedriger Permittivität gebildet sein. Dazu
wird beispielsweise die oben beschriebene Öffnung des Folienverbunds als Sackloch
ausgestaltet, das durch Pastenoder Pulverprozessierung mit Segmenten des ferritischen
Formteils gefüllt wird.
[0015] Bei dem Verfahren werden die Funktionen der magnetischen Permeabilität und der elektrischen
Isolation in ihren jeweiligen Raumgebieten des Bauelements durch jeweils maßgeschneiderte
spezifische Keramiken verwirklicht, wodurch eine hohe Wirksamkeit des Designs und
der Anforderung und Anwendung des Bauteils resultieren. Bedarfsabhängig können dabei
unterschiedliche dielektrische und ferritische Keramikmaterialien verwendet werden.
Soll das induktive Bauteil bei hohen Frequenzen, beispielsweise im Bereich zwischen
1 und 2 GHz verwendet werden, können bevorzugt Hexa-Ferrit-Keramiken, insbesondere
Barium-Hexa-Ferrit-Keramiken verwendet werden. Diese weisen eine Permeabilität zwischen
etwa 10 und 30 auf.
[0016] Eine zweite Klasse von Keramiken kann dann verwendet werden, wenn Frequenzen im mittleren
Bereich von etwa 10 bis etwa 30 MHz erforderlich sind. Dabei können beispielsweise
CuNiZn-Ferrit-Materialien verwendet werden. Die Permeabilität von ferritischen Keramiken,
die für Bauelemente zur Verwendung in diesem mittleren Frequenzbereich herangezogen
werden, weisen Permeabilitätswerte von etwa 150 bis etwa 500 auf.
[0017] Darüber hinaus ist eine weitere Klasse von Keramiken vorgesehen, die für Bauelemente
im relativ niedrigen Frequenzbereich zwischen etwa 1 bis etwa 3 MHz verwendet werden.
Dabei können beispielsweise MnZn-Ferrit-Materialien eingesetzt werden. Bevorzugt weisen
Keramiken, welche in dieser Klasse eingesetzt werden, Permeabilitätswerte zwischen
etwa 500 und 1000 auf.
[0018] Die Erfindung kann in der HTCC-Technologie eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft
ist es aber, die Keramikmaterialien derart auszuwählen, dass eine Verdichtung bei
relativ niedriger Temperatur stattfindet und damit die LTCC-Technolgie zum Einsatz
kommen kann. In einer besonderen Ausgestaltung werden daher Grünfolien und/oder ein
ferritisches Keramikmaterial mit Glas verwendet. Ein Glasanteil in einer Grünfolie
bzw. im ferritischen Keramikmaterial sorgt für eine Verdichtung bei niedrigeren Temperaturen.
Beim Sinterprozess entsteht eine Glaskeramik mit keramischer Phase und Glasphase.
Das ferritische Keramikmaterial und/oder das dielektrische Keramikmaterial weisen
Glas auf.
[0019] Das Formteil kann gemäß anderen beispielhaften Verfahren vorgefertigt sein. Dies
bedeutet, dass das Formteil vor dem Zusammenbringen mit dem Grünfolienverbund gefertigt
wird. Gemäß der Erfindung wird aber das Formteil während des Zusammenbringens mit
dem Grünfolienverbund hergestellt. Erfindungsgemäß wird daher zum Bereitstellen des
Grünkörpers der Grünfolienverbund mit einer Umhüllung zusammengebracht, so dass ein
Hohlraum mit einer Hohlraumöffnung zwischen der Umhüllung und dem Grünfolienverbund
entsteht, und der Hohlraum durch die Hohlraumöffnung mit dem noch formbaren ferritischen
Kernmaterial befüllt wird. Der Hohlraum wird beispielsweise mit dem oxidischen Ausgangsmaterial
in Form eines Schüttgutes befüllt. Denkbar ist aber auch das Befüllen des Hohlraums
mit einem Schlicker, der das ferritische Kernmaterial bzw. das Ausgangsmaterial des
Kernmaterials enthält.
[0020] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung weist der Formkörper einen ferritischen Schlicker
oder rieselfähiges ferritisches Grünpulver auf. Der Formkörper wird vor Entfernung
der Umhüllung getrocknet bzw. unter Druck/Temperatur verdichtet.
[0021] Die Umhüllung ist vorzugsweise elastisch verformbar. Dies bedeutet, dass von außen
Druck auf das im Hohlraum eingefüllte, beispielsweise pulverförmige ferritische Kernmaterial
ausgeübt werden kann, so dass eine stabile, selbsttragende Ferritform entsteht. Vorzugsweise
wird dazu eine Umhüllung aus einem Silikon verwendet. Andere elastisch verformbare
Umhüllungsmaterialien sind ebenfalls denkbar.
[0022] Die Umhüllung kann zur Wärmebehandlung im Verbund mit dem Formteil und des Grünfolienverbund
verbleiben. Vorzugsweise besteht die Umhüllung dazu aus einem organischen Material,
das beim Wärmebehandeln aufoxidiert und über die Gasphase entfernt wird. Denkbar ist
insbesondere aber auch, dass die Umhüllung nach dem Bilden des Formteils und vor dem
Wärmebehandeln entfernt wird. Dazu kann die Umhüllung im Hohlraum einen Antihaftfilm
aufweisen, der eine Trennung von Formteil und Umhüllung vereinfacht.
[0023] Besonders vorteilhaft ist, dass das Verfahren im Nutzen durchgeführt werden kann.
Es kann eine Vielzahl von Bauelementen parallel hergestellt werden.
[0024] Die Ausgestaltung des induktiven Bauelements ist beliebig. Vorzugsweise weist das
induktive Bauelement mindestens eine Spule und/oder mindestens einen Transformator
auf.
[0025] Verwendung findet das Bauelement in der Leistungselektronik, beispielsweise zur Strom-
oder Spannungstransformation oder als Tiefpassfilter. Beispielsweise ist das Bauelement
ein Schaltungselement eines elektronischen Vorschaltgeräts (EVG) für eine Entladungslampe.
[0026] Zusammenfassend ergeben sich mit der Erfindung folgende besonderen Vorteile:
- Durch vollkeramische Bauweise erzielt das Bauelement eine hohe Temperaturverträglichkeit.
Es ist dadurch für den Einbau in der Nähe von Wärmequellen, z.B. Lampen und Motoren
geeignet.
- Niedrig sinterndes Ferritmaterial, z.B. spezielles MnZn-Ferrit, ermöglicht kostengünstige
Fertigung im Nutzen in einem einzigen Sinterprozess zusammen mit dem keramischen Mehrschichtkörper
(Platine).
- Durch monolithische Integration des Ferrits werden Temperaturdifferenzen zur Platine
reduziert.
- Durch gezielten Einsatz des Ferrits allein am induktiven Bauelement wird eine kostengünstige
Integrierbarkeit mit weiteren Schaltungskomponenten erreicht. Es sind keine ganzflächigen
Ferrite wie bei einer einfachen, durchgängigen Folientechnik erforderlich.
- Mit der Erfindung kann ein Ferritvolumen minimiert werden. Durch das minimierte Ferritvolumen
werden thermische Spannungen zwischen den verschiedenen Werkstoffen minimiert. Dies
führt zu einer hohen Stabilität und sichereren Prozessführung.
- Die Ferritformteile können separat oder direkt auf dem Mehrschichtkörper in Hohlformen
durch Verpressung von Grünpulver, durch Spritzguss oder ähnliche Verfahren hergestellt
werden. Es ist somit nicht erforderlich, kleine Folienstücke zu handhaben.
- Eine Bauhöhe des Ferritkerns unterliegt geringeren Einschränkungen als beim Aufbau
aus keramischen Grünfolien, so dass ein konstanter magnetischer Querschnitt ausreichender
Größe entlang der gesamten magnetischen Weglänge erreicht und eine Überlastung des
Ferritkerns vermieden werden.
- Die Funktionen der magnetischen Permeabilität und der elektrischen Isolation werden
in ihren jeweiligen Raumgebieten durch jeweils maßgeschneiderte spezifische Keramiken
verwirklicht, so dass hohe Wirksamkeit des Designs und hohe Performance des Bauteils
resultieren.
[0027] Anhand mehrer Ausführungsbeispiele und der dazugehörigen Figuren wird die Erfindung
im Folgenden näher beschrieben. Die Figuren sind schematisch und stellen keine maßstabsgetreuen
Abbildungen dar.
- Figuren 1 und 2
- zeigen jeweils ein monolithisches induktives Bauelement in einem seitlichen Querschnitt.
- Figur 3
- deutet ein Verfahren zum Herstellen eines monolithischen induktiven Bauelements an.
[0028] Mit Hilfe der LTCC-Technologie wird ein monolithischer keramischer Mehrschichtkörper
mit integriertem induktivem Bauelement hergestellt. Das induktive Bauelement ist ein
Transformator. Die verwendeten keramischen Grünfolien weisen Glasanteile auf, so dass
bei relativ niedriger Temperatur (unter 900° C) gesintert werden kann.
[0029] Die ungesinterte Ferritmasse wird anschließend mit dem Grünfolienverbund zum gemeinsamen
Sintern (Cofiring) verbunden.
[0030] Die Figuren 1 bis 3 zeigen jeweils einen planaren Transformators bzw. eine planare
Spule in einem Schnitt senkrecht zum Schaltungsträger mit entsprechenden funktionellen
Werkstoffen und Komponenten.
[0031] Das Bauelement besteht aus einem keramischen Mehrschichtkörper (mehrlagige Platine)
1 mit Öffnungen 2, 3 und 4. In den Bereichen 5 und 6 des Mehrschichtkörpers sind geschlossene,
stromführende Windungen zwischen den Schichten eingebettet. Durch ein geeignetes Layout
wird dabei beispielsweise erreicht, dass alle Ströme im Bereich 5 in die Bildebene
hinein und im Bereich 6 aus ihr heraus fließen, so dass in der Öffnung 2 durch Überlagerung
der Beiträge eine hohe magnetische Flussdichte zustande kommt.
[0032] Der Transformator ist dabei durch zwei Spulen realisiert, die keine elektrisch leitende
Verbindung untereinander besitzen, aber durch das Magnetfeld (induktiv) miteinander
verkoppelt sind.
[0033] Der Kern mit dem ferritischen Material besteht aus zwei Teilen 7 und 8 (Figuren 1
und 2). Gemäß einer Alternativen Ausführungsform ist der Kern einstückig. Der Kern
besteht nur aus einem einzigen Teil 7 (Figur 3). Die Schenkel des Kerns sind in beiden
Ausführungsbeispielen in den Öffnungen 2, 3 und 4 des keramischen Mehrschichtkörpers
angeordnet.
[0034] Zur Herstellung eines Formteils mit dem ferritischen Keramikmaterial werden unterschiedliche
Formgebungsverfahren eingesetzt.
[0035] Gemäß anderen beispielhaften Verfahren kann der Ferritkern aus einzelnen Lagen aufgebaut
und dann mechanisch bearbeitet werden (Figur 2). Alternativ dazu wird ein Gießen eines
keramischen Schlickers oder die plastische Verformung einer genau bemessenen Ferritmasse
eingesetzt. Dies kann z.B. auch direkt auf dem Schaltungsträger, wie in Figur 3 dargestellt,
erfolgen. Dazu wird erfindungsgemäß der Grünfolienverbund mit einer Umhüllung 9, 10
zusammengebracht, die eine Umhüllungsöffnung 91 aufweist. Durch die Umhüllungsöffnung
wird Ferritmasse als Schlicker oder Pulver eingefüllt. Nach Trocknung bzw. Druck/Wärmebehandlung
kann die Umhüllung für spätere Wiederverwendung entfernt werden. Anschließend erfolgt
die Sinterung, wobei sich der keramische Mehrschichtkörper und der Ferritkern bilden.
1. Verfahren zum Herstellen eines monolithischen induktiven Bauelements mit folgenden
Verfahrensschritten:
a) Bereitstellen eines Grünkörpers mit einem Grünfolienverbund zur Bildung eines keramischen
Mehrschichtkörpers (1) mit einer integrierten Wicklung und einem Formkörper aus ferritischem
Kernmaterial,
b) Wärmebehandeln des Grünkörpers, wobei aus dem Grünfolienverbund ein keramischer
Mehrschichtkörper (1) mit integrierter Wicklung und aus dem Formkörper ein magnetischer
Kern (7) mit dem ferritischen Kernmaterial entsteht,
dadurch gekennzeichnet, dass im Verfahrensschritt a) der Grünfolienverbund mit einer Umhüllung (9, 10) zusammengebracht
wird, so dass ein Hohlraum mit einer Hohlraumöffnung (91) zwischen der Umhüllung und
dem Grünfolienverbund entsteht, und der Hohlraum durch die Hohlraumöffnung mit dem
ferritischen Kernmaterial befüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Formkörper einen ferritischen Schlicker oder
rieselfähiges ferritisches Grünpulver aufweist und der Formkörper vor Entfernung der
Umhüllung getrocknet bzw. unter Druck/Temperatur verdichtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Umhüllung vor dem Wärmebehandeln entfernt
wird.
4. Verfahren nach einem Ansprüche 1 bis 3, wobei eine Umhüllung aus einem Silikon verwendet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Umhüllung im Hohlraum mit einem Antihaftfilm
versehen ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei eine Vielzahl von induktiven monolithischen
Bauelementen im Nutzen hergestellt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der keramische Mehrschichtkörper
(1) dielektrisches Keramikmaterial aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Formkörper zweiteilig ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das ferritische Kernmaterial und/oder
das dielektrische Keramikmaterial Glas aufweisen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei das induktive Bauelement eine Induktionsspule
und/oder einen Transformator aufweist.
1. Method for producing a monolithic inductive component, having the following method
steps:
a) providing a green body comprising a green sheet composite for forming a multilayer
ceramic body (1) with an integrated winding and a shaped body of ferritic core material,
b) heat-treating the green body, a multilayer ceramic body (1) with an integrated
winding being created from the green sheet composite and a magnetic core (7) comprising
the ferritic core material being created from the green sheet composite characterized in that in method step a)
the green sheet composite is combined with an encapsulation (9, 10) so as to create
a cavity with a cavity opening (91) between the encapsulation and the green sheet
composite, and the cavity is filled with the ferritic core material through the cavity
opening.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the shaped body comprises a ferritic slurry or a flowable ferritic green powder,
and the shaped body is dried and/or compacted under pressure/temperature before removing
the encapsulation.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the encapsulation is removed before the heat treatment.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that an encapsulation made of silicone is used.
5. Method according to Claim 3 or 4, characterized in that the encapsulation is provided with an anti-adhesion film in the cavity.
6. Method according to one of Claims 3 to 5, characterized in that a multiplicity of inductive monolithic components are produced on a board.
7. Method according to one of the preceding claims, wherein the multilayer ceramic body
(1) comprises dielectric ceramic material.
8. Method according to Claim 7, wherein the shaped body is in two pieces.
9. Method according to either of Claims 7 and 8, wherein the ferritic core material and/or
the dielectric ceramic material comprise glass.
10. Method according to one of Claims 7 to 9, wherein the inductive component comprises
an induction coil and/or a transformer.
1. Procédé de fabrication d'un composant inductif monolithique comprenant les étapes
de procédé suivantes:
a) préparation d'un corps vert avec un assemblage de feuilles vertes pour former un
corps multicouche en céramique (1) avec un enroulement intégré et un corps moulé en
matériau de noyau ferritique,
b) traitement thermique du corps vert, un corps multicouche en céramique (1) avec
un enroulement intégré étant obtenu à partir de l'assemblage de feuilles vertes et
un noyau magnétique (7) comprenant le matériau de noyau ferritique étant obtenu à
partir du corps moulé,
caractérisé en ce que, dans l'étape de procédé a), l'assemblage de feuilles vertes est réuni avec une enveloppe
(9, 10) de manière à obtenir une cavité pourvue d'une ouverture de cavité (91) entre
l'enveloppe et l'assemblage de feuilles vertes et la cavité est remplie avec le matériau
de noyau ferritique à travers l'ouverture de cavité.
2. Procédé selon la revendication 1, le corps moulé comprenant une barbotine ferritique
ou une poudre verte ferritique coulante et le corps moulé étant séché resp. comprimé
dans des conditions de pression/température avant le retrait de l'enveloppe.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, l'enveloppe étant retirée avant le traitement
thermique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, une enveloppe en silicone étant utilisée.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, l'enveloppe étant pourvue d'un film anti-adhérent
dans la cavité.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5, une pluralité de composants inductifs
monolithiques étant fabriqués en flan.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, le corps multicouche en céramique
(1) comprenant une matière céramique diélectrique.
8. Procédé selon la revendication 7, le corps moulé étant en deux parties.
9. Procédé selon l'une des revendications 7 ou 8, le matériau de noyau ferritique et/ou
la matière céramique diélectrique comprenant du verre.
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, le composant inductif comprenant une
bobine d'induction et/ou un transformateur.