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(11) |
EP 2 160 274 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2011 Patentblatt 2011/51 |
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Anmeldetag: 30.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/004303 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/003561 (08.01.2009 Gazette 2009/02) |
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| (54) |
SCHAFTMEISSEL
SHANK CHISEL
CISEAU À ÉBAUCHER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
02.07.2007 DE 102007030658
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.03.2010 Patentblatt 2010/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Betek GmbH & Co. KG |
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78733 Aichhalden (DE) |
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Erfinder: |
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- WÖHRSTEIN, Thomas
78733 Aichhalden (DE)
- LEHNERT, Thomas
56587 Oberraden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fleck, Hermann-Josef |
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Klingengasse 2 71665 Vaihingen/Enz 71665 Vaihingen/Enz (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-2005/005119 GB-A- 2 328 961 US-A1- 2005 088 034
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DE-U1-202007 010 047 US-A- 4 755 003
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaftmeißel mit einem Meißelkopf und einem Meißelschaft,
wobei der Meißelschaft eine Spannhülse trägt, in der der Meißelschaft in Richtung
seiner Längsachse unverlierbar und um seine Längsachse frei drehbar gehalten ist.
[0002] Derartige Schaftmeißel sind in vielfältigen Ausführungsvarianten bekannt. Sie werden
üblicherweise in Bergbaumaschinen, Straßenfräsmaschinen, und dergleichen zum Abtragen
von Teer, Gestein etc. eingesetzt. Dabei sind die Schaftmeißel in Mei-βelhaltern befestigt,
die auf einer Fräswalze der Maschine gehalten sind. Die Mei-βelhalter weisen als Meißelaufnahme
eine Bohrung auf. In dieser ist der Meißelschaft mit seiner Spannhülse eingesetzt.
Dabei verspannt sich die Spannhülse federelastisch an der Innenwandung der Meißelaufnahme.
Der Schaftmeißel ist in der Spannhülse in Richtung seiner Längsachse unverlierbar,
jedoch frei drehbar gehalten.
[0003] Während des Werkzeugeinsatzes wird eine an dem Meißelkopf gehaltene Meißelspitze
über das abzutragende Gut geführt und verschleißt dabei zusammen mit dem Meißelkopf.
Wenn die Verschleißgrenze erreicht ist, muss der Schaftmeißel ausgetauscht werden.
Zur Überwindung der Spannkraft der Spannhülse muss eine Axialkraft in den Schaftmeißel
eingebracht werden. Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Werkzeuge bekannt,
die zu diesem Zweck eingesetzt werden können. Beispielsweise beschreibt die
WO 97/23 710 ein Werkzeug bei dem an einem Handgriff mittels einer Gelenkverbindung ein zapfenförmiger
Abdrückabschnitt angekoppelt ist. Das Werkzeug wird zur Demontage eines Schaftmeißels
verwendet. Hierzu wird der Abdrückabschnitt durch die rückseitige Öffnung der Meißelaufnahme
eingeschoben und mit dem freien Ende des Meißelschaftes zur Anlage gebracht. Der Handgriff
kann dann verschwenkt werden, bis er an einem Stützabschnitt zur Anlage kommt. Nun
lässt sich der Handgriff gegenüber dem Abdrückabschnitt in der Gelenkverbindung verstellen.
Die dabei entstehenden Hebelkräfte werden über den Abdrückabschnitt derart in den
Meißel eingebracht, dass die von der Spannhülse bewirkte Sicherung aufgehoben wird.
Wenn der Schaftmeißel demontiert und das Werkzeug entfernt ist, kann ein neuer unverschlissener
Schaftmeißel an die Aufnahmebohrung angesetzt und mit einem Hammer eingetrieben werden.
Der Wechsel eines Schaftmeißels ist mit der bekannten Anordnung kraftaufwändig und
bei beengten Platzverhältnissen nicht gefahrlos durchführbar.
[0004] Die
WO 2005/005119, die als nächstliegender Stand der Technik gilt, offenbart einen Schaftmeißel mit
Meißelkopf, Meißelschaft und Spannhülse die mit, in eine umlaufende Nut des Meißelschafts
greifenden, nach innen ausgeprägten Halteelementen versehen ist.
[0005] Aus der
DE 30 26 930A1 sind weitere Demontagevorrichtungen bekannt. Diese benötigen einen Stößel, der im
Bereich der Aufnahmebohrung für den Schaftmeißel montiert ist. Der Stößel lässt sich
linear gegen das Schaftende des Schaftmeißels verfahren, so dass dieser aus der Aufnahmebohrung
heraus bewegt werden kann.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Schaftmeißel der eingangs erwähnten Art bereitzustellen,
der sich durch die Meißelaufnahme hindurch montieren und auch demontieren lässt.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Meißelschaft an seinem dem Meißelkopf
abgewandten Ende eine Schaftverlängerung trägt, dass die Schaftverlängerung eine Werkzeugaufnahme
aufweist, und dass die Werkzeugaufnahme über einen gegenüber der Mantelfläche des
Meißelschaftes und/oder gegenüber der Mantelfläche der Spannhülse zurückversetzten
Abstandsbereich der Schaftverlängerung in Mei-βelachsrichtung zugänglich ist.
[0008] Mit dieser Konstruktion ist sichergestellt, dass im Abstandsbereich ein Stellglied
eines Werkzeugs geführt werden kann. Für die Demontage eines Schaftmeißels wird ein
Werkzeugansatz in die Werkzeugaufnahme eingesetzt und ein an den Werkzeugansatz anschließender
Abschnitt des Stellgliedes durch den Abstandsbereich geführt. Der Abstandsbereich
ermöglicht, dass das Stellglied durch die Aufnahmebohrung hindurch, bei in die Werkzeugaufnahme
eingesetztem Werkzeugansatz geführt werden kann. Damit lässt sich der Schaftmeißel
mittels des Stellglieds durch die Aufnahmebohrung hindurch sowohl montieren als auch
demontieren.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass
der Abstandsbereich zwischen der Mantelfläche des zylindrischen Meißelschaf tes, der
einen ersten Durchmesser aufweist und einem Endabschnitt der Schaftverlängerung gebildet
ist, der einen zweiten Durchmesser aufweist, wobei der zweite Durchmesser kleiner
ist als der erste Durchmesser. Der Abstandsbereich wird im Bereich des Durchmesserversatzes
gebildet. Wenn zudem vorgesehen ist, dass die Mittellängsachsen des Meißelschaftes
und des Endabschnittes fluchten, und dass der Abstandsbereich von dem zwischen dem
ersten und dem zweiten Durchmesser erzeugten Ringraum gebildet ist, dann ist die Werkzeugaufnahme
umlaufend zugänglich, was die Anbringung des Werkzeuges an dem Schaftmeißel erleichtert.
[0010] Die Werkzeugaufnahme kann von einer umlaufenden Nut gebildet sein. Damit lässt sich
der Schaftmeißel einfach als Drehteil fertigen.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Erfindungsvariante ist es vorgesehen, dass die Schaftverlängerung
einen Einziehabschnitt und einen Ausdrückabschnitt aufweist, die quer zur Mittellängsachsen
des Schaftmeißels ausgerichtet sind. Auf diese Weise bilden sich quer zur Montage-
beziehungsweise Demontage-Richtung hinterschnittene Formflächen, die für eine sichere
Montage beziehungsweise Demontage einen formschlüssigen Angriff des Werkzeuges erlauben.
[0012] Damit das Werkzeug auch bei beengten und unübersichtlichen Platzverhältnissen sicher
in die Werkzeugaufnahme des Schaftmeißels eingeführt werden kann, kann ein erfindungsgemäßer
Schaftmeißel dergestalt sein, dass der Meißelschaft und/oder die Schaftverlängerung
über eine Anfasung in die Werkzeugaufnahme übergeleitet sind.
[0013] Zur Erleichterung der Montagearbeit kann es vorgesehen sein, dass auf die Spannhülse
eine Verschleißschutzscheibe aufgezogen ist, die die Spannhülse in einem Vorspannzustand
hält, dass die Verschleißschutzscheibe von der Spannhülse in Richtung auf den Meißelkopf
abschiebbar ist, und dass die abgeschobenen Verschleißschutzscheibe in einem zwischen
dem Meißelkopf und der Spannhülse gebildeten Übergangsabschnitt des Meißelschaftes
angeordnet ist und die Spannhülse freigibt. Die mit der Verschleißschutzscheibe vorgespannte
Spannhülse kann leicht mit dem erfindungsgemäßen Werkzeug montiert werden.
[0014] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- in Seitenansicht und teilweise im Schnitt einen Schaftmeißel, vorbereitet zur Montage
in einem Meißelhalter und
- Figur 2
- den Meißelhalter gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht
[0015] In der Figur 1 ist ein Schaftmeißel mit einem Meißelkopf 10 und einem Meißelschaft
20 gezeigt. Der Meißelkopf 10 weist eine Aufnahme auf, in die eine Meißelspitze 12
eingesetzt und darin festgelötet ist. Die Meißelspitze 12 besteht üblicherweise aus
Hartmetall. Der Meißelkopf 10 weist im Anschluss an die Meißelspitze 12 seitliche
Ableitflächen 11 auf. An diesen Ausnehmungen 16 fließt während des Werkzeugeinsatzes
abgetragenes Gesteinsmaterial vorbei. Die Ableitflächen 11 sind in dem der Meißelspitze
12 zugewandten Bereich mit einer Panzerung 15, die als Schweißauftrag ausgeführt ist
überzogen. Damit ist der Meißelkopf 10 in diesem besonders verschleißgefährdetem Bereich
geschützt.
[0016] Im Übergangsbereich des Meißelkopfs 10 zum Meißelschaft 20 weist der Meißelkopf 10
einen Bund 13 auf. Der Bund bildet eine nach unten gerichtete Auflagefläche 14. An
den rotationssymmetrischen Bund 13 ist ein zylindrischer Übergangsabschnitt 21 angeschlossen.
An den Übergangsabschnitt 21 ist ein Halteabschnitt 22, der ebenfalls als Zylinder
ausgebildet ist angeformt. An seinem freien Ende geht der Halteabschnitt 22 über eine
Anfasung 25 in eine Schaftverlängerung 20.1 über. Die Schaftverlängerung 20.1 ist
mit einer umlaufenden Nut versehen, die als Werkzeugaufnahme 26 dient. Im Anschluss
an die Nut schließt die Schaftverlängerung 20.1 mit einem Endabschnitt 29 ab. Der
Endabschnitt 29 bildet am freien Schaftende eine Ebene Anlagefläche, die als Abdrückabschnitt
28 dient. Die dem Abdrückabschnitt 28 zugewandte Wandung der Werkzeugaufnahme 26 bildet
einen Einziehabschnitt 27.
[0017] Auf den Halteabschnitt 22 des Meißelschaftes 20 ist eine Spannhülse 23 aufgeschoben.
Die zylindrische Spannhülse 23 wird von einem gerollten Blechabschnitt gebildet. Die
Spannhülse 23 weist einen Schlitz 24 auf, der in Längsrichtung der Spannhülse 23 verläuft
und wie vorliegend versetzt verlaufen kann.
[0018] Die Spannhülse 23 trägt Halteelemente, die in Richtung auf den Meißelschaft vorstehen.
Diese Halteelemente sind in der Figur eins nicht erkennbar. Die Halteelemente greifen
in eine umlaufende Nut des Halteabschnitts 22 ein. Damit ist die Spannhülse 23 in
Umfangsrichtung frei drehbar, jedoch in Achsrichtung des Schaftmeißels unverlierbar
gehalten.
[0019] Auf die Spannhülse 23 ist eine Verschleißschutzscheibe 50 aufgezogen. Die Verschleißschutzscheibe
50 weist eine Bohrung auf in die die Spannhülse 23 eingestellt ist. Der Innendurchmesser
der Bohrung ist dabei kleiner als der Außendurchmesser der Spannhülse 23 in ihrem
entspannten Zustand. Wenn nun die Verschleißschutzscheibe 50 auf die Spannhülse 23
aufgezogen wird, verkleinert sich der Außendurchmesser der Spannhülse 23, so dass
sie in einen Vorspannzustand überführt wird. Wie die Figur zwei erkennen lässt, ist
die Verschleißschutzscheibe 50 als Drehteil ausgeführt. Die Verschleißschutzscheibe
50 weist eine umlaufende Wand 52 auf, die einen Napf 53 begrenzt. An der Unterseite
der Verschleißschutzscheibe 50 steht ein Ansatz 51 vor, der in Form einer Fase ausgebildet
ist. Die Verschleißschutzscheibe 50 kann in Achsrichtung des Schaftmeißels zum Meißelkopf
10 hin verschoben werden. Wenn sie in den Bereich des Übergangsabschnitts 21 gelangt,
gibt die Verschleißschutzscheibe 50 die Spannhülse 23 frei, so dass diese radial aufspringen
kann.
[0020] Der Schaftmeißel kann in einer als Bohrung ausgeführten Meißelaufnahme 31 eines Meißelhalters
30 montiert werden. Dies kann unter Zuhilfenahme eines Werkzeugs erfolgen. Das Werkzeug
weist einen Stellglied 40 auf das zwischen einer Schulter 42 und einer Klaue 41 eine
Aufnahme bildet. Die Klaue 41 greift in die Werkzeugaufnahme 26 Schaftmeißels ein,
während die Schulter 42 sich an den Ausdrückabschnitt 28 anlegt. Das Stellglied 40
des Werkzeugs ist durch die als Durchgangsbohrung ausgeführte Aufnahmebohrung 31 des
Meißelhalters 30 geführt.
[0021] Die Schulter 42 und die Klaue 41 sind mit einem Brückenteil 44 verbunden das Brückenteil
44 ist dabei so ausgeführt, dass es zwischen der Innenwandung der Meißelaufnahme 31
und dem Endabschnitt 29 geführt werden kann. Zu diesem Zwecke ist der Endabschnitt
29 gegenüber der Mantelfläche des Halteabschnitts 22 (Meißelschaft) und gegenüber
der Mantelfläche der Spannhülse 23 zurückversetzt, da er einen geringeren Durchmesser
als der Halteabschnitt 22 und die Spannhülse 23 aufweist.
[0022] Durch den so gebildeten zurückversetzten Abstandsbereich ist die Werkzeugaufnahme
26 in Achsrichtung des Schaftmeißels an dem Endabschnitt 29 vorbei zugänglich. Auf
diese Weise lässt sich der Schaftmeißel mit dem Stellglied 40 durch die Aufnahmebohrung
31 hindurch einziehen. Beim Einziehvorgang trifft die Spannhülse 23 auf eine Fase
43 des Meißelhalters 30, die um die Meißelaufnahme 31 umläuft. Beim weiteren Einziehvorgang
wird dann die Spannhülse 23 an der Aufnahmebohrung 31 beziehungsweise der Fase 43
radial nach innen komprimiert. Dann trifft die Verschleißschutzscheibe 50 auf eine
Auflagefläche 32 des Meißelhalters 30. Dabei verschiebt sich die Verschleißschutzscheibe
50 in Richtung auf den Meißelkopf 10, bis sie in den Bereich des Übergangsabschnitts
21 gelangt und, wie oben beschrieben die Spannhülse 23 freigibt. Die radial aufspringende
Spannhülse 23 verspannt sich dann an der Innenwandung der Meißelaufnahme 31. In dieser
Stellung kommt der Bund 13 in dem Napf 53 der Verschleißschutzscheibe 50 zum Liegen.
[0023] Wenn der Schaftmeißel nun seine Verschleißgrenze erreicht hat, kann er mit dem Werkzeug
wieder aus dem Meißelhalter 30 demontiert werden. Hierzu wird das Stellglied 40 mit
seiner Klaue 41 in die Werkzeugaufnahme 26 eingesetzt. Da in diesem Zustand die Schulter
42 an dem Ausdrückabschnitt 28 anliegt, kann der Schaftmeißel unter Krafteinwirkung
des Stellglieds 40 aus der Aufnahmebohrung 31 aufgeschoben werden.
[0024] Dabei wird die von der Spannhülse 23 bewirkte Reibkraft zwischen der Aufnahmebohrung
31 und der Außenfläche der Spannhülse 23 überwunden. Wenn der Schaftmeißel dann seine
in Figur eins gezeigte demontierte Stellung erreicht hat, kann er von dem Stellglied
40 abgehoben werden.
[0025] Um für ein beabsichtigtes Demontieren des Schaftmeißels ein einfaches Einsetzen des
Stellglieds 40 in die Werkzeugaufnahme 26 zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn
die Schaftverlängerung 20.1 außerhalb der Meißelaufnahme 31 gehalten ist. Hierzu ist
die Meißelaufnahme 31 als Durchgangsbohrung ausgeführt. Die Schaftverlängerung 20.1
ragt dann über den, dem Meißelkopf 10 abgewandten Bohrungsaustritt vor.
[0026] Denkbar ist es jedoch auch, dass die Schaftverlängerung 20.1 innerhalb der Meißelaufnahme
31 gehalten ist. Dann muss darauf geachtet werden, dass die Klaue 41 zum Einsetzen
in die Werkzeugaufnahme 26 durch den Abstandsbereich zwischen dem Endabschnitt 29
und der Wandung der Meißelaufnahme 31 vorbeigeführt werden kann.
1. Schaftmeißel mit einem Meißelkopf (10) und einem Meißelschaft (20), wobei der Meißelschaft
(20) eine Spannhülse (23) trägt, in der der Meißelschaft (20) in Richtung seiner Längsachse
unverlierbar und um seine Längsachse frei drehbar gehalten ist,
wobei die Spannhülse (23) Halteelemente trägt, die in eine umlaufende Nut eines Halteabschnittes
(22) des Meißelschaftes (20) eingreifen und damit die Spannhülse frei drehbar, jedoch
in Achsrichtung des Schaftmeißels unverlierbar gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Meißelschaft (20) an seinem dem Meißelkopf (10) abgewandten Ende eine Schaftverlängerung
(20.1) trägt,
dass die Schaftverlängerung (20.1) eine Werkzeugaufnahme (26) aufweist, und
dass die Werkzeugaufnahme (26) über einen gegenüber der Mantelfläche des Meißelschaftes
(20) und/oder gegenüber der Mantelfläche der Spannhülse (23) zurückversetzten Abstandsbereich
der Schaftverlängerung (20.1) in Mei-βelachsrichtung zugänglich ist.
2. Schaftmeißel nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstandsbereich zwischen der Mantelfläche des zylindrischen Mei-βelschaftes (20),
der einen ersten Durchmesser (D1) aufweist und einem Endabschnitt (29) der Schaftverlängerung
(20.1) gebildet ist, der einen zweiten Durchmesser (d1) aufweist, wobei der zweite
Durchmesser (d1) kleiner ist als der erste Durchmesser (D1).
3. Schaftmeißel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittellängsachsen des Meißelschaftes (20) und des Endabschnittes (29) fluchten
und
dass der Abstandsbereich von dem zwischen dem ersten und zweiten Durchmesser (D1 und d1)
gebildeten Ringraum gebildet ist.
4. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkzeugaufnahme (26) von einer umlaufenden Nut gebildet ist.
5. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bist 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schaftverlängerung (20.1) einen Einziehabschnitt (27) und einen Ausdrückabschnitt
(28) aufweist, die quer zur Mittellängsachse des Schaftmeißels ausgerichtet sind.
6. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Meißelschaft (20) und/oder die Schaftverlängerung (20.1) über eine Anfasung (25)
in die Werkzeugaufnahme (25) übergeleitet sind.
7. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf die Spannhülse (23) eine Verschleißschutzscheibe (50) aufgezogen ist, die die
Spannhülse (23) in einem Vorspannzustand hält,
dass die Verschleißschutzscheibe (50) von der Spannhülse (23) in Richtung auf den Meißelkopf
(10) abschiebbar ist,
dass die abgeschobene Verschleißschutzscheibe (50) in einem zwischen dem Meißelkopf (10)
und der Spannhülse (23) gebildeten Übergangsabschnitt (21) des Meißelschaftes (20)
angeordnet ist und die Spannhülse (23) freigibt.
8. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Meißelkopf (10) im Anschluss an die Meißelspitze (12) Ableitflächen (11) aufweist,
die in dem der Meißelspitze (12) zugewandten Bereich mit einer Panzerung (15), die
als Schweißauftrag ausgeführt ist, überzogen ist.
9. Schaftmeißel nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Übergangsbereich des Meißelkopfes (10) zum Meißelschaft (20) der Meißelkopf (10)
einen Bund (13) aufweist, an den ein zylindrischer Übergangsabschnitt (21) zur Aufnahme
einer Verschleißschutzscheibe (50) angeschlossen ist.
10. Schaftmeiβel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass er eine Verschleißschutzscheibe (50) trägt, die eine umlaufende Wand (52) aufweist,
welche einen Napf (53) begrenzt, und
dass ein Bund (13) des Meißelkopfes (10) in dem Napf (53) aufgenommen ist.
1. Shank-type bit comprising a bit head (10) and a bit shank (20), wherein the bit shank
(20) carries a clamping sleeve (23) in which the bit shank (20) is held in captive
manner in the direction of its longitudinal axis and so as to be freely rotatable
about its longitudinal axis, wherein the clamping sleeve (23) has holding elements
which engage in a circumferential groove of a holding section (22) of the bit shank
(20) and thus the clamping sleeve is held so as to be freely rotatable but in a captive
manner in the axial direction of the shank-type bit, characterized in that the bit shank (20) has a shank extension (20.1) on its end remote from the bit head
(10), in that the shank extension (20.1) has a tool receptacle (26), and in that the tool receptacle (26) is accessible in the bit axial direction via a gap region
of the shank extension (20.1) set back from the lateral surface of the bit shank (20)
and/or from the lateral surface of the clamping sleeve (23).
2. Shank-type bit according to Claim 1, characterized in that the gap region is formed between the lateral surface of the cylindrical bit shank
(20), which has a first diameter (D1), and an end section (29) of the shank extension
(20.1), said end section (29) having a second diameter (d1), the second diameter (d1)
being smaller than the first diameter (D1).
3. Shank-type bit according to Claim 2, characterized in that the centre longitudinal axes of the bit shank (20) and of the end section (29) are
in alignment, and in that the gap region is formed by the annular space formed between the first and second
diameters (D1 and d1).
4. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the tool receptacle (26) is formed by a circumferential groove.
5. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the shank extension (20.1) has a draw-in section (27) and a push-out section (28)
which are oriented transversely to the centre longitudinal axis of the shank-type
bit.
6. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the bit shank (20) and/or the shank extension (20.1) are passed over into the tool
receptacle (25) via a bevel (25).
7. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 6, characterized in that an anti-wear disc (50) which holds the clamping sleeve (23) in a prestressed state
is pulled onto the clamping sleeve (23), in that the anti-wear disc (50) can be pushed off the clamping sleeve (23) in the direction
of the bit head (10), in that the pushed-off anti-wear disc (50) is arranged in a transition section (21), formed
between the bit head (10) and the clamping sleeve (23), of the bit shank (20) and
releases the clamping sleeve (23).
8. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the bit head (10) has deflecting surfaces (11) following the bit tip (12), said deflecting
surfaces (11) being covered with cladding (15) in the region facing the bit tip (12),
said cladding (15) being embodied as a welding overlay.
9. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the bit head (10) has a collar (13) in the transition region between the bit head
(10) and the bit shank (20), adjoining which collar (19) is a cylindrical transition
section (21) for accommodating an anti-wear disc (50).
10. Shank-type bit according to one of Claims 1 to 9, characterized in that it carries an anti-wear disc (50) which has a circumferential wall (52) which defines
a bowl (53), and in that a collar (13) of the bit head (10) is accommodated in the bowl (53).
1. Ciseau à ébaucher équipé d'une tête de ciseau (10) et d'un manche de ciseau (20),
le manche de ciseau (20) supportant une douille de serrage (23) dans laquelle le manche
de ciseau (20) est maintenu de façon imperdable en direction de son axe longitudinal
et de façon à pouvoir tourner librement autour de son axe longitudinal ;
la douille de serrage (23) supportant des éléments d'arrêt s'emboîtant dans une rainure
circonférentielle d'une section d'arrêt (22) du manche de ciseau (20), faisant que
la douille de serrage est maintenue de façon à pouvoir tourner librement tout en restant
imperdable dans la direction de l'axe du ciseau à ébaucher ;
caractérisé en ce que :
le manche de ciseau (20) supporte, au niveau de son extrémité opposée à la tête de
ciseau (10), un prolongement de manche (20.1) ;
le prolongement de manche (20.1) comporte un logement d'outil (26) ; et
le logement d'outil (26) est accessible dans la direction de l'axe du ciseau via une
zone d'entretoise du prolongement de manche (20.1) reculée par rapport à la surface
d'enveloppe du manche de ciseau (20) et/ou par rapport à la surface d'enveloppe de
la douille de serrage (23).
2. Ciseau à ébaucher selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone d'entretoise située entre la surface d'enveloppe du manche de ciseau (20)
cylindrique a un premier diamètre (D1) et est constituée d'une section d'extrémité
(29) du prolongement de manche (20.1) de deuxième diamètre (d1), le deuxième diamètre
(d1) étant inférieur au premier diamètre (D1).
3. Ciseau à ébaucher selon la revendication 2,
caractérisé en ce que :
les axes centraux longitudinaux du manche de ciseau (20) et de la section d'extrémité
(29) sont alignés ; et
la zone d'entretoise est constituée par l'espace annulaire formé entre le premier
et le deuxième diamètre (D1 et d1).
4. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le logement d'outil (26) est constitué par une rainure circonférentielle.
5. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le prolongement de manche (20.1) comporte une section rentrable (27) et une section
sortable par pression (28) alignées transversalement par rapport à l'axe central longitudinal
du ciseau à ébaucher.
6. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le manche de ciseau (20) et/ou le prolongement de manche (20.1) sont guidés dans
le logement d'outil (25) via un chanfrein (25).
7. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que :
un disque antiusure (50) est tiré sur la douille de serrage (23), ledit disque maintenant
la douille de serrage (23) dans un état précontraint ;
le disque antiusure (50) pouvant être tiré par la douille de serrage (23) en direction
de la tête de ciseau (10) ;
le disque antiusure (50) tiré est disposé dans une section de transition (21) du manche
de ciseau (20) formée entre la tête de ciseau (10) et la douille de serrage (23),
libérant ainsi la douille de serrage (23).
8. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la tête de ciseau (10) comporte des surfaces déflectrices (11) dans le raccord avec
la pointe du ciseau (12), lesdites zones étant recouvertes d'une cuirasse (15) réalisée
par application de soudure dans la zone orientée vers la pointe du ciseau (12).
9. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que dans la zone de transition de la tête de ciseau (10) en direction du manche de ciseau
(20), la tête de ciseau (10) comporte un élément d'union (13) au niveau duquel une
section de transition (21) cylindrique menant au logement d'un disque antiusure (50)
est rattachée.
10. Ciseau à ébaucher selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que :
il supporte un disque antiusure (50) présentant une paroi circonférentielle (52) délimitant
un godet (53) ; et
un élément d'union (13) de la tête de ciseau (10) est logé dans le godet (53).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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