Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Raucherkabine.
Stand der Technik
[0002] Änderungen in der öffentlichen Meinung und die daraufhin erfolgten Gesetzesänderungen
zum Nichtraucherschutz fordern funktionale Lösungen, in der Art von Raucherboxen oder
Raucherräumen zur räumlichen Trennung von Nichtrauchern und Rauchern. Darüber hinaus
sind Nichtraucher-Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz in der öffentlichen Diskussion.
Dies wird vermutlich zu weiteren gesetzlichen Auflagen und Verboten führen.
[0003] Raucherboxen werden am Markt in mehreren Varianten angeboten, die alle für die Aufstellung
in geschlossenen Räumen vorgesehen sind. Alle bekannten Lösungen sind als offene Lösungen
konzipiert, d. h. sie verfügen über ein Umluftsystem, das die Luft im Umfeld eines
mehr oder weniger umbauten Rauchertisches absaugt, filtert und wieder in den Raum
abgibt. Da sie mit der Raumluft arbeiten, sind die Anlagen nicht komplett geschlossen
und es besteht stets die Gefahr, dass ungefilterte, verrauchte Luft an die Umgebung
abgegeben wird.
[0004] Weiterhin gibt es in Gebäuden installierte Raucherzimmer, die über Abluft- oder Umluftsysteme
mit oder ohne Filtertechnik verfügen. Sie nutzen meist die Außen- und oder Innenwände
der übergeordneten Gebäude und sind keine selbstständigen Objekte.
[0005] Ein Sonderfall dieser Art Raucherzimmer stellt die Smoke Station, beschrieben in
den Gebrauchsmusteranmeldungen
DE 20 2007 011 720 U1 und
DE 20 2007 011 874 U1, dar. Diese beschreiben ein Raucherzimmer für Gasträume von Gaststätten, das in einer
Nut- und Federkonstruktion ausgeführt wird.
[0006] Die bekannten Lösungen sind allerdings für den Außenbereich nicht geeignet oder bieten
keinen ausreichenden Nichtraucherschutz.
Aufgabe
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, kompakte Raucherkabinen zur Verfügung zu stellen,
welche auf einfache Weise in Innen- und Außenbereichen aufgestellt werden können.
Gleichzeitig sollen die Raucherkabinen einen möglichst umfassenden Nichtraucherschutz
verwirklichen und flexibel an zukünftige Regelungen anpassbar sein.
Lösung
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird hiermit durch Bezugnahme zum Inhalt dieser
Beschreibung gemacht. Die Erfindung umfasst auch alle sinnvollen und insbesondere
alle erwähnten Kombinationen von unabhängigen und/oder abhängigen Ansprüchen.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Raucherkabine gelöst, welche lufttechnisch geschlossen
ist. Dies bedeutet, dass die Raucherkabine im Gegensatz zu den Lösungen aus dem Stand
der Technik keine offene Seite aufweist, sondern Wände und Decken, sowie im Regelfall
geschlossene Türen.
[0010] Abhängig von der Ausführungsform und/oder des Aufstellungsorts der Raucherkabine
kann die Kabine entweder mit einem eigenen Boden ausgeführt sein oder den Boden des
Aufstellungsorts als Boden der Kabine nutzen. Dadurch kann erreicht werden, dass der
Zugang zur Raucherkabine ohne eine Schwelle oder Stufe möglich ist, da der Boden der
Raucherkabine auf der gleichen Höhe liegt wie der Boden der Umgebung.
[0011] Die Raucherkabine verfügt über eine raumlufttechnische Anlage mit kontrollierter
und/oder geführter Be- und/oder Entlüftung. Unter einer raumlufttechnischen Anlage
wird eine Anlage verstande, die der Versorgung von Räumen mit Luft dient.
[0012] Die Raucherkabine ist als eigenständige Einheit zur Aufstellung im Innen- und/oder
im Außenbereich ausgeführt. Unter Außenbereich wird ein Bereich außerhalb eines festen
Gebäudes verstanden. Dadurch ist eine einfache Erweiterung, beispielsweise eines bestehenden
Gastronomiebereichs, um einen Raucherraum möglich, insbesondere in größeren Innenräumen
oder Außenbereichen, wie Einkaufszentren.
[0013] Durch eine kontrollierte und/oder geführte Be- und/oder Entlüftung wird gewährleistet,
dass keine verrauchte Luft aus der Raucherkabine unkontrolliert in die Umgebung der
Raucherkabine abgegeben wird. Unter Umgebung wird dabei der unmittelbar an die Raucherkabine
angrenzende Luftraum verstanden. Die Umgebung kann auch innerhalb eines Gebäudes sein,
wenn die Raucherkabine innerhalb eines Gebäudes aufgestellt ist.
[0014] Die Raucherkabine verfügt über eine raumlufttechnische Anlage mit kontrollierter
und/oder geführter Be- und/oder Entlüftung. Dadurch ist nicht nur ausgeschlossen,
dass unangenehme Gerüche aus der Umgebung, z.B. Essen oder Abgase, in die Raucherkabine
gelangen, sondern es ist auch sichergestellt, dass der Rauch aus der Kabine nicht
an die Umgebung abgegeben wird.
[0015] Der Schutz der Umgebung kann zum einen dadurch erreicht werden, dass die Abluft der
Raucherkabine gefiltert wird. Häufig wird auch zusätzlich die Zuluft gefiltert, um
die Belastung der Luft in der Kabine auszuschließen
[0016] Ein weiteres Problem, gerade bei der Aufstellung in Einkaufszentren und/oder in Innenräumen
von Gebäuden, ist der Feuerschutz des Innenraums der Raucherkabine und auch der Feuerschutz
des umgebenden Gebäudes. So kann beispielsweise die Wahl des Aufstellungsortes dadurch
beschränkt sein, dass die Raucherkabine nicht nur ein eigenes Feuerschutzsystem aufweisen
muss, sondern noch zusätzlich an das vorhandene Feuerschutzsystem angeschlossen werden
muss. Unter einem Feuerschutzsystem wird die Gesamtheit von Feuerleitzentrale, Sprinkleranlage
und Rauch- oder Brandmeldern verstanden.
[0017] Unter dem umgebenden Gebäude wird dabei das zur Raucherkabine übergeordnete Gebäude
verstanden.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform weist die Raucherkabine auf dem Dach mindestens
einen Bereich auf, welcher geöffnet werden kann, bevorzugt über ein automatisches
System. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn das umgebende Gebäude über ein Feuerschutzsystem
verfügt. So kann beispielsweise ein Feueralarm dazu führen, dass diese Bereiche einfach
geöffnet werden, um es zu ermöglichen, dass Löschwasser in die Raucherkabine eindringen
kann. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Raucherkabine aufwändig an die Sprinkleranlage
des umgebenden Gebäudes angeschlossen werden muss.
[0019] Die Bereiche können die gesamte Dachfläche einnehmen, können aber auch nur relevante
Bereiche erfassen, wie beispielsweise den öffentlich zugänglichen Bereich.
[0020] Das automatische System kann auf viele Art und Weise realisiert werden. Im Wesentlichen
bedeutet es, dass der mindestens eine Bereich automatisch, abhängig von einer äußeren
Bedingung durch die Befehle einer Steuereinheit geöffnet wird. Es kann zwar auch möglich
sein, den mindestens einen Bereich manuell zu öffnen, aber die funktionsgemäße Öffnung
muss automatisch erfolgen, d. h. nur abhängig von mindestens einer äußeren Bedingung.
Eine solche Bedingung kann beispielsweise das Auslösen eines bestimmten Sensors, wie
Brand-, Rauch- oder Wassermelders sein.
[0021] Das Öffnen oder Schließen dieser Bereiche ist auf viele Art und Weise möglich. Es
müssen lediglich ausreichend große Öffnungen geschaffen werden, um beispielsweise
das Eindringen von Löschwasser zu ermöglichen. Gleichzeitig sollte das Öffnen mit
ausreichender Geschwindigkeit erfolgen.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist das automatische System mit dem Feuerschutzsystem
des umgebenden Gebäudes verbunden. So kann beispielsweise ein Feueralarm dazu führen,
dass das System das Öffnen des mindestens einen Bereichs auslöst, um es zu ermöglichen,
dass Löschwasser in durch das Dach dringen kann. Auf diese Weise wird ermöglicht,
im Innenraum von Gebäuden überdachte Einheiten bereitzustellen, ohne dass diese aufwändig
an das Feuerschutzsystem des umgebenden Gebäudes angeschlossen werden müssen, beispielsweise
durch Anschluss an eine Sprinkleranlage.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung löst das automatische System bei
Aktivierung des Feuerschutzsystems des Gebäudes oder durch das Feuerschutzsystem des
umgebenden Gebäudes das Öffnen des mindestens einen Bereichs aus. Dies kann beispielsweise
auch dadurch geschehen, dass das System eine der Aktivierung des Feuerschutzsystems
des umgebenden Gebäudes ähnliche Einwirkung auf das Dach feststellt, wie auftreffendes
Wasser, beispielsweise aus der Sprinkleranlage des umgebenden Gebäudes.
[0024] Zusätzlich können in dem durch das Dach überdeckten Bereich oder am Dach selbst Sensoren,
wie Brandmelder oder Rauchmelder, angebracht sein, welche ebenfalls mit dem Feuerschutzsystem
des Gebäudes verbunden sein können.
[0025] Des Weiteren ist es möglich, dass das automatische System zusätzlich oder ausschließlich
autark funktioniert. Dazu kann es Sensoren umfassen, welche beispielsweise auf das
Dach aufkommendes Wasser erkennen und entsprechend das Öffnen des mindestens einen
Bereichs einleiten. Dazu ist keine Verbindung mit dem Feuerschutzsystem des umgebenden
Gebäudes nötig.
[0026] Der zu öffnende mindestens eine Bereich kann das ganze oder nur einen Teil des Daches
einnehmen. Bevorzugt nimmt er mehr als die Hälfte, besonders bevorzugt mehr als zwei
Drittel der Dachfläche ein. Dies hängt natürlich auch davon ab, was unter und/oder
auf dem Dach angeordnet ist.
[0027] Der mindestens eine Bereich kann auf unterschiedliche Weise geschlossen und geöffnet
werden. Es kann sich dabei um schwenkbare Platten oder Lamellen, Rollos, Faltdächer
oder ähnliches handeln. Das Öffnen kann durch Aktivierung eines Elektromotors erfolgen,
aber auch mechanisch (nicht vollständig motorgetrieben), beispielsweise durch Entriegelung
einer durch die Schwerkraft oder Federkraft vorgespannter Mechanik erfolgen. So könnte
beispielsweise ein Rollo oder Faltdach durch ein Gewicht oder eine Feder geöffnet
werden.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der mindestens eine Bereich durch eine Mehrzahl
von parallel angeordneten Lamellen verschlossen, welche um eine zu ihrer Längsachse
parallelen Achse schwenkbar gelagert sind und durch Drehung, bzw. Schwenken der Lamellen,
um diese Achse dieser mindestens einen Bereich geöffnet werden kann. Bevorzugt sind
sie dergestalt ausgebildet, dass sie sich im geschlossenen Zustand zumindest teilweise
überlappen, um eine geschlossene Fläche zu bilden. Durch Drehung um die zur Längsachse
parallele Achse können so Öffnungen geschaffen werden. Durch eine Drehung in eine
zum Dach senkrechte Position wird die maximale Öffnung der Bereiche erreicht. Solche
Anordnungen von Lamellen sind beispielsweise von Lamellendächern aus
DE 33 37 436 A1 oder
DE 10 2007 023 007 B3 bekannt. Die Verwendung von Lamellen hat den Vorteil, dass das Öffnen des mindestens
einen Bereichs sehr schnell und gleichzeitig über die gesamte Fläche des Bereichs
erfolgen kann. Des Weiteren ist es auch möglich, durch Wahl der Lage der Achse der
Lamelle die Öffnung auf mechanische Weise durch das Gewicht des Löschwassers oder
das Eigengewicht der Lamellen zu erreichen. Auch kann eine an der Achse wirkende Federkraft
eine automatische Öffnung nach Lösen einer Entriegelung bewirken.
[0029] Während die meisten bekannten Lamellendächer im Wesentlichen die Aufgabe haben, Regen
und Sonne abzuhalten, soll dies im Falle der Raucherkabine genau umgekehrt sein. Im
geschlossenen Zustand soll das Austreten von Gerüchen und Rauch an die Umgebung möglichst
verhindert werden, während im geöffneten Zustand das Eindringen von Wasser ermöglicht
werden soll. Daher kann es nötig sein, die bekannten Lamellendächer mit zusätzlichen
Dichtungen zu versehen, um eine ausreichende Abdichtung zu erreichen. Allerdings kann
auch, wie schon angegeben, ein Unterdruck in der Kabine ein Austreten von Luft aus
dem Innenraum der Raucherkabine verhindern.
[0030] Die Raucherkabine kann daher noch eine Steuereinheit aufweisen, welche zumindest
das Öffnen der Bereiche steuern kann und bei Aktivierung des Feuerschutzsystems des
Gebäudes das Öffnen des mindestens einen Bereichs auslöst. Dabei die Steuerungseinheit
Teil des automatischen Systems. Das System kann neben der Verbindung mit dem Feuerschutzsystem
auch weitere Sensoren aufweisen, welche von der Steuereinheit ausgelesen werden. Beispiele
für solche Sensoren sind Wasser- oder Rauchmelder. Die Steuereinheit kann daher sowohl
mit dem Feuerschutzsystem des umgebenden Gebäudes, als auch mit weiteren Sensoren
verbunden sein. Dadurch ermöglicht diese Ausführungsform eine flexible Anpassung der
Raucherkabine an die lokalen Gegebenheiten des Aufstellungsortes.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform wird die Abluft der Raucherkabine gefiltert und
die Zuluft der Umgebung der Raucherkabine entnommen und die Abluft an die Umgebung
der Raucherkabine abgegeben. Dabei ist für die Filterung der Abluft ein wirksamerer
Filter nötig, als zur Filterung der Zuluft, falls diese gefiltert wird. So kann schon
der Ort der Entnahme, beispielsweise auf dem Dach der Kabine, so gewählt werden, dass
nur eine geringe Belastung zu erwarten ist. Nach den Filterklassen nach DIN EN 779
ist für die Zuluft ein Filter der Klasse F7 ausreichend. Für die Filterung der Abluft,
falls diese gefiltert werden soll, ist wegen des darin enthaltenen Tabakrauchs eine
bessere, insbesondere eine mehrstufige Filterung vorzuziehen. Diese kann beispielsweise
aus einem F7-Filter, sowie einem Aktivkohlefilter bestehen. Als Filter können aber
auch elektrostatische Filter, Aerosol-Abscheider oder Plasmafilter verwendet werden.
Es können auch Kombinationen von Filtern verwendet werden. Als Beispiel kann die raumlufttechnische
Anlage zum Filtern der Abluft mindestens einen F7-Filter sowie einen Aktivkohlefilter
umfassen. Es können aber auch andere, von der Leistung her ähnliche Filter, zur Filterung
eingesetzt werden, wie eine Kombination aus einem Aerosol-Abscheider, einem elektrostatischen
Filter und/oder einem Aktivkohlefilter.
[0032] Die Wahl der Filter bestimmt auch die Bauweise und Dimensionierung der raumlufttechnischen
Anlage. Abhängig von der Größe der Raucherkabine muss zur guten Lüftung der Kabine
eine bestimmte Menge an Luft regelmäßig ausgetauscht und/oder gefiltert werden.
[0033] Mit Vorteil enthält die raumlufttechnische Anlage neben den Filtern zwei Ventilatoren
zur Regelung der Zu- und Abluft. Es kann aber auch nur ein Ventilator für die Abluft
eingesetzt werden. Die Zuluft wird dann durch den damit erzeugten Unterdruck in der
Kabine angesaugt. Die Anlage kann auch noch zusätzlich weitere Konstruktionsmerkmale,
wie Ventile oder Klappen, enthalten, welche eine weitergehende Steuerung der Zu- und
Abluft ermöglichen.
[0034] Mit Vorteil sind die Filter so angebracht, dass sie von außerhalb der Raucherkabine
ausgetauscht werden können. Im Normalfall erfordert dies lediglich den Austausch einer
Filterkartusche und kann daher in einfacher Weise im Rahmen der normalen Instandhaltung
durchgeführt werden.
[0035] Der Zugang zur Raucherkabine wird bevorzugt durch eine selbstschließende Tür ermöglicht,
beispielsweise eine Tür mit Schließautomatik, eine Drehtür, eine Schiebetür oder eine
automatische Schiebetüranlage. Die Wände und die Decke der Raucherkabine können durchsichtig
oder undurchsichtig sein. Bevorzugt ist ein großer Teil der Wände durchsichtig.
[0036] Durch die raumlufttechnische Anlage kann in der Raucherkabine zusätzlich ein Unterdruck
erzeugt werden. Dies verhindert, dass verrauchte Luft aus dem Innenraum der Raucherkabine
unkontrolliert austritt, selbst wenn temporär größere Öffnungen auftreten, beispielsweise
beim Öffnen einer Tür.
[0037] Die Raucherkabine ist als eigenständige Einheit zur Aufstellung im Innen- und/oder
im Außenbereich ausgeführt, bevorzugt als Pavillon oder Container. Dies bedeutet,
dass die Raucherkabine mit geringem technischem Aufwand an beliebigen Orten aufgestellt
werden kann. So müssen lediglich die Strom- und ggf. Wasserversorgung, sowie ggf.
Be- und/oder Entlüftung angeschlossen werden.
[0038] Innenbereich bedeutet dabei die Aufstellung innerhalb von Gebäuden, beispielsweise
Einkaufszentren, Bahnhöfe, Messehallen oder ähnliche Einrichtungen. Außenbereich bedeutet
alle Bereiche außerhalb von Gebäuden, insbesondere Einkaufpassagen, Parkplätze, Sporteinrichtungen,
Messegelände, etc. Dabei kann die Raucherkabine auch in geschützten, beispielsweise
überdachten, Bereichen im Außenbereich aufgestellt werden. Die Ausführung der Raucherkabine
kann an den Ort der Aufstellung angepasst werden, bevorzugt auch geschützt gegen Regen
und Wind in einer wetterfesten Ausführung. Die Raucherkabine gemäß der Erfindung erlaubt
auch eine zeitlich befristete Aufstellung am Aufstellungsort.
[0039] Falls die Filterung der Abluft und ggf. auch der Zuluft vorgesehen ist, muss die
Raucherkabine nicht an eine Lüftungsanlage, welche nicht Teil der Raucherkabine ist,
sondern beispielsweise zum umgebenden Innenraums (z.B. Einkaufszentrum) gehört, angeschlossen
werden. Diese Ausführungsform ist bevorzugt.
[0040] In einer weiteren Ausführungsform versorgt die raumlufttechnische Anlage die Raucherkabine
mit Frischluft aus dem Außenbereich des Aufstellungsorts. Ebenso kann die Abluft der
Raucherkabine über die raumlufttechnische Anlage in den Außenbereich des Aufstellungsorts
geleitet werden.
[0041] Im Falle einer Aufstellung in einem Gebäude wird in dieser Ausführungsform die Zu-
und Abluft von bzw. nach draußen, d.h. außerhalb des umgebenden Gebäudes geleitet.
Vorzugsweise ist die Raucherkabine an eine Lüftungsanlage des sie umgebenden Gebäudes
angeschlossen. Die Raucherkabine kann allerdings auch bei Aufstellung in einem geschützten
Außenbereich an die Lüftungsanlage des zugehörigen Gebäudes angeschlossen werden.
Durch die Zu-, bzw. Ableitung der Luft nach draußen wird eine Belastung der Luft in
der Umgebung der Raucherkabine, gerade bei der Aufstellung innerhalb von Gebäuden,
vermieden. Dadurch wird eine aufwändige Filterung der Abluft unnötig.
[0042] Um Energie zu sparen, kann die Leistung der raumlufttechnischen Anlage mittels geeigneter
Sensoren, beispielsweise eines Bewegungssensors und/oder Sensoren an den Ein- und
Ausgängen, an die Anwesenheit von Personen gekoppelt werden.
[0043] In einer besonderen Ausführungsform kann die Raucherkabine in einen bereits bestehenden
gastronomischen Bereich eingepasst werden. Durch die einfache Art der Aufstellung
ist es so möglich, auch sehr offen gestaltete Bereiche mit Raucherräumen auszustatten.
Die Raucherkabine kann dabei zusätzlich in einem zum Bereich passenden Design ausgestaltet
sein.
[0044] Als Option kann die raumlufttechnische Anlage als eine hybride Abluft-/Umluftanlage
ausgeführt sein, die einen Teil der Luft aus der Raucherkabine abführt und den anderen
Teil der Luft wieder in die Raucherkabine abgibt.
[0045] Falls die Abluft einer Raucherkabine, welche in einem Innenraum aufgestellt ist,
nicht in die direkte Umgebung der Raucherkabine abgeführt wird, sondern über die raumlufttechnische
Anlage des umgebenden Gebäudes, ist eine besondere Filterung der Abluft meist nicht
nötig. Damit entfallen auch besondere Wartungsarbeiten der eingesetzten Filter. Gleichwohl
kann der Einsatz eines Filters dennoch sinnvoll sein, beispielsweise wenn die Raucherkabine
mit einem hybriden Abluft-/Umluftsystem ausgestattet wird, wonach ein Teil der verrauchten
Luft aus der Raucherkabine abgeführt und der andere Teil der Luft nach Filterung wieder
in die Raucherkabine abgegeben wird. Ein solches hybrides System verringert Wärmeverluste
und kann möglichen bauseitigen Beschränkungen der Kapazität der Abluftrohre Rechnung
tragen. Eine Filterung kann auch dann sinnvoll sein, wenn eine Geruchs- und Schadstoffbelastung
am Ort des Luftaustritts der Abluft vermieden werden soll.
[0046] Die raumlufttechnische Anlage kann, abhängig von der Konstruktion der Raucherkabine,
als kompakte Einheit im Innenraum der Raucherkabine angebracht sein. Sie kann ein
separates Technikabteil sein. Sie kann aber auch in ein Sitzmöbel integriert werden.
Alternativ ist auch eine Anbringung auf dem Dach der Kabine möglich. Dies erlaubt
eine besonders geräuscharme und platzsparende Montage.
[0047] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung weist die Raucherkabine Sitz- und/oder
Verzehrgelegenheiten auf. Dies können Tische, Stühle, Hocker, Stehhilfen, Stehtische,
Sideboards, Theken oder ähnliche Einrichtungen sein. Vorteilhafterweise ist der Boden
und/oder sind die Verzehrgelegenheiten glutfest ausgeführt.
[0048] Es ist sinnvoll, die Abluft gezielt aus bestimmten Bereichen der Raucherkabine abzusaugen.
Bevorzugt sind das die besonders mit Rauch belasteten Bereiche, wie beispielsweise
Aschenbecher oder über den Sitz- und/oder Verzehrgelegenheiten. Besonders bevorzugt
wird die Abluft über den Sitz- und/oder Verzehrgelegenheiten entnommen, insbesondere
bei Raucherkabinen, welche in Außenbereichen aufgestellt sind. Durch eine effiziente
Be- und Entlüftung in diesen Bereichen kann auch die Entstehung von unangenehmen Gerüchen
in der Raucherkabine vorgebeugt werden.
[0049] Ebenso kann eine Absaugung durch die Aschenbecher das Entweichen von Schadstoffen
in die Raumluft weiter reduzieren.
[0050] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung besitzt die Raucherkabine einen oder
mehrere Wärmetauscher. Der oder die Wärmetauscher sind bevorzugt Teil der raumlufttechnischen
Anlage zur Be- und Entlüftung der Raucherkabine. Dadurch kann der Energieverbrauch
der Raucherkabine gesenkt werden.
[0051] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die Raucherkabine Mittel zur
Lufterwärmung und/oder Luftkühlung auf. Neben der raumlufttechnischen Anlage zur Be-
und Entlüftung sind diese Mittel bevorzugt eine separate Anlage zur Umwälzung und
Klimatisierung, welche in der Raucherkabine installiert ist. Dadurch wird eine besonders
hohe Effizienz bei der Klimatisierung der Raucherkabine erreicht. Allerdings kann
natürlich auch die raumlufttechnische Anlage, beispielsweise durch einen Wärmetauscher,
zur Klimatisierung der Raucherkabine beitragen.
[0052] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die Raucherkabine Mittel zum
Filtern der Luft in der Raucherkabine auf. Es können abhängig von dem zu erreichenden
Reinigungsgrad beliebige dem Fachmann bekannte Filter verwendet werden. Bevorzugt
sind das Standardfilter für Raumluft. Die Filter können auch Teil der Mittel zur Lufterwärmung
und/oder Luftkühlung sein.
[0053] In einer vorteilhaften Weiterbildung verfügt die Raucherkabine über mindestens einen
Warenverkaufsautomaten für Getränke, bevorzugt alkoholfreie Getränke und/oder zubereitete
Speisen. Einige Automaten können auch so angebracht sein, dass sie auch von außen
zugänglich sind.
[0054] So darf eine solche Raucherkabine mit Warenverkaufsautomaten und Verzehrgelegenheiten,
nach aktuellem Stand abhängig vom Bundesland, als Einraumgaststätte ohne Gaststättengenehmigung
betrieben werden.
[0055] In einer vorteilhaften Weiterbildung verfügt die Raucherkabine über mindestens zwei
getrennte Räume. Die Räume können durch Teilung des Innenraums einer Einheit geschaffen
werden. Es ist aber auch möglich mehrere Einheiten miteinander zu verbinden. Beide
Räume können gleich groß oder unterschiedlich groß sein. Vorteilhafterweise ist mindestens
einer dieser Räume als Nichtraucherbereich gestaltet. In diesem Bereich ist beispielsweise
keine gesonderte Abluftabführung nötig.
[0056] Die verschiedenen Bereiche können jeweils getrennt von außen zugänglich sein und
auch durch mindestens eine Tür im Innenraum verbunden sein.
[0057] Die Möglichkeit, auch solche Kombinationen von Raucher- und Nichtraucherbereich zu
realisieren, gestattet es, die Raucherkabinen an beliebige Vorschriften des Gaststättengesetzes
der Nichtraucherschutzgesetze der Länder und/oder Arbeitsschutzrechtliche Normen anzupassen,
sowie auch auf zukünftige Änderungen dieser Normen, bzw. neue gesetzliche Regelungen
zu reagieren. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn die Raucherkabine gemäß der
Erfindung als Kleingaststätte ohne Gaststättengenehmigung betrieben werden soll. So
kann der Nichtraucherbereich größer als der Raucherbereich ausgeführt sein.
[0058] Die Raucherkabine kann noch weitere Ausstattungsmerkmale enthalten. So können beispielsweise
Werbeflächen innen und/oder außen an den Wänden angebracht sein. Der Zugang zum Raucherbereich,
kann beispielsweise mit einer Zugangskontrolle zum Schutz von Minderjährigen versehen
sein. Dies kann beispielsweise durch eine Alterskontrolle durch die Geldkarte, analog
zu dem bereits bei Verkaufsautomaten für Tabakwaren vorgeschriebenen Verfahren, erfolgen.
[0059] Wie schon beschrieben, können zum Aufbau der erfindungsgemäßen Raucherkabine auch
mehrere Einheiten, welche beispielsweise als Container ausgeführt sind, zu einer Einheit
verbunden werden. Dies erlaubt eine sehr flexible Anpassung an den Bedarf am Aufstellungsort.
[0060] Vorteilhafterweise werden Einheiten aller vorgenannten Arten als Containersystem
aufgebaut, d. h. in vorgefertigten Modulen von unter 2,60 m Transportbreite geliefert
und vor Ort in beliebiger Anzahl zur gewünschten Gesamtgröße montiert. Die einzelnen
Einheiten können dabei unterschiedliche Ausstattungsmerkmale enthalten.
[0061] Bevorzugt sind dabei folgende Ausstattungsvarianten:
- a) In einer Ausführungsform enthält die Raucherkabine als Serviceeinrichtungen für
den Publikumsverkehr Verkaufsautomaten für Waren. Die Waren können Getränke, Essen
aber auch Tabakwaren sein. Zusätzlich können noch, wie vorstehend beschrieben, Sitz-
und Verzehrgelegenheiten vorhanden sein.
- b) In einer weiteren Ausführungsform enthält die Raucherkabine als Serviceeinrichtung
für den Publikumsverkehr die Möglichkeit der Bedienung, bevorzugt mittels einer Bedientheke.
In dieser Ausführungsform kann die Raucherkabine auch einen weiteren Eingang nur für
das Bedienpersonal aufweisen.
- c) In einer weiteren Ausführungsform weist die Raucherkabine keine Serviceeinrichtungen
für den Publikumsverkehr auf, d.h. weder Automaten noch Bedienmöglichkeit. Diese Raucherkabine
ist als reiner standardisierter Raucherraum zum Aufstellen neben bzw. im Rahmen einer
offenen Gastronomie-Lösung (z.B. Café in einem Einkaufszentrum) geeignet. Sie kann
mit weiteren einzelnen Modulen, wie einer Kaffeeverkaufstheke, einem Sitzbereich und/oder
einem Stehtischbereich kombiniert werden.
[0062] Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei
können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander
verwirklicht sein. Die Möglichkeiten, die Aufgabe zu lösen, sind nicht auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt.
[0063] Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern
in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich
ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer Raucherkabine;
- Fig. 2
- eine dreidimensionale Darstellung einer Raucherkabine; und
- Fig. 3
- eine Draufsicht einer Raucherkabine mit abgetrenntem Nichtraucherbereich.
[0064] Fig. 1 zeigt die Draufsicht einer erfindungsgemäßen Raucherkabine 10. Die Raucherkabine
ist als Container ausgeführt und als eine Einheit transportierbar. Der Zugang zur
Raucherkabine ist durch eine Eingangstür 12 möglich. Im Innenraum sind mehrere Sitz-
und Verzehrgelegenheiten 14 vorhanden. Für die Be- und Entlüftung sorgt eine raumlufttechnische
Anlage 16, die bevorzugt mit zwei Filtern für die Zu- und Abluft betrieben wird, wobei
die Filterung der Zuluft nicht zwingend notwendig ist und es auch möglich ist, die
Anlage mit nur einem Abluftfilter zu betreiben. Falls die raumlufttechnische Anlage
der Raucherkabine an eine raumlufttechnische Anlage eines umgebenden Gebäudes angeschlossen
ist, kann auf eine Filterung auch vollständig verzichtet werden. Eine Filterung kann
jedoch vorgesehen werden, wenn die Raucherkabine mit einem hybriden Abluft-/Umluftsystem
ausgestattet oder eine Geruchs- und Schadstoffbelastung am Ort des Luftaustritts der
Abluft vermieden werden soll. Eine solche Anlage weist normalerweise einen oder mindestens
zwei geregelte Ventilatoren auf, mindestens je einen für die Abluft und ggf. für die
Zuluft. Dadurch ist der effiziente Luftaustausch innerhalb der Raucherkabine sicher
gewährleistet. Außerdem kann ggf. ein leichter Unterdruck erzeugt werden. Es ist,
wie bereits erläutert, aber auch möglich, die Anlage mit nur einem Ventilator zu betreiben.
Als raumlufttechnische Anlage können bekannte, kommerziell erhältliche Anlagen ggf.
mit den entsprechenden Filtern zur Filterung der Zu- und Abluft nachgerüstet werden.
Abhängig von der Größe der Raucherkabine kann die Dimensionierung der raumlufttechnischen
Anlage entsprechend angepasst werden. Bei einer Größe der Raucherkabine von ca. 25
m
2 ist ein Durchsatzvolumen von 1.200 m
3/h in der Regel ausreichend.
[0065] Vorteilhafterweise wird die Abluft direkt über den Sitz- und Verzehrgelegenheiten
entnommen. Dazu können über diesen Sitz- und Verzehrgelegenheiten Mittel 18 zum Ansaugen
der Abluft angebracht sein. Normalerweise sind dies Lüftungsröhren, welche direkt
mit der raumlufttechnischen Anlage verbunden sind. Zusätzlich können noch Absauganlagen
an weiteren besonders belasteten Bereichen der Raucherkabine angebracht sein, beispielsweise
in Aschenbechern.
[0066] Die Raucherkabine kann außerdem Warenverkaufsautomaten 20 für Getränke und zubereitete
Speisen aufweisen. Vorteilhafterweise sind die Automaten in einem Bereich der Raucherkabine
22 untergebracht, welcher auch die raumlufttechnische Anlage enthält.
[0067] Der Bereich kann vom übrigen Bereich der Raucherkabine abgetrennt sein und außerdem
als Stau- und Lagerraum genutzt werden. Dort können auch die Anschlüsse und Anlagen
zur Strom- und/oder Wasserversorgung der Raucherkabine untergebracht sein.
[0068] Desweiteren kann die Raucherkabine einen Bereich 24 für Bedienpersonal aufweisen.
Im der Fig. 1 ist dieser Bereich als Theke ausgeführt. Dort können beispielsweise
weitere Waren- und Dienstleistungen angeboten werden.
[0069] Optional kann die Raucherkabine noch mit einer Zugangskontrolle 26 ausgestattet sein,
beispielsweise durch einen Kartenleser für EC- oder Geldkarten. Alternativ können
dies auch spezielle Karten sein, welche nur für die Raucherkabine gültig sind, wie
beispielsweise eine personenbezogene Clubkarte.
[0070] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt. In dieser Ansicht
ist deutlich zu erkennen, dass - wie bereits beschrieben - die Wände der Raucherkabine
10 mehrheitlich durchsichtig ausgeführt sind. Der Innenraum der Raucherkabine enthält
Sitz- und Verzehrgelegenheiten 14. Über diesen ist die Abluftansaugvorrichtung 18
der raumlufttechnischen Anlage angebracht. Vor der Eingangstür ist ein Kartenlesegerät
zur Zugangskontrolle 26 angebracht. Die Raucherkabine 10 weist außerdem noch eine
an der Außenseite angebrachte Werbefläche 28 auf. An der Außenseite der Raucherkabine
kann auch noch ein Warenverkaufsautomat 30, bevorzugt für Tabakwaren, angebracht sein.
[0071] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Der Innenraum
der Raucherkabine 10 ist in einen Raucherbereich 32 und einen Nichtraucherbereich
34 aufgeteilt. Dazu wurde eine Trennwand 36 eingezogen. Beide Bereiche sind über eine
Verbindungstür 38 miteinander verbunden. Zusätzlich sind beide Bereiche von außen
über eine eigene Eingangstür 12 zugänglich. In der dargestellten Ausführung weist
nur der Raucherbereich 32 Sitz- und Verzehrgelegenheiten 14 auf. Diese können natürlich
auch im Nichtraucherbereich 34 vorhanden sein. Zur Be- und Entlüftung der Raucherkabine
ist eine raumlufttechnische Anlage 16 vorgesehen, welche im Raucherbereich, wie bereits
beschrieben, eine zusätzliche Abluftansaugvorrichtung 18 über den Sitz- und Verzehrgelegenheiten
aufweist. Der Nichtraucherbereich ist bevorzugt auch an die raumlufttechnische Anlage
angeschlossen. In diesem Bereich kann aber die Be- und Entlüftung nach dem Fachmann
bekannten Möglichkeiten erfolgen. Beide Bereiche weisen eigene Warenverkaufsautomaten
20 auf, welche zusammen mit der raumlufttechnischen Anlage 16 in einem abgetrennten
Bereich 22 untergebracht sind. Um die Gesundheit des Bedienpersonals nicht zu gefährden,
ist der Bereich für Bedienpersonal 24 im Nichtraucherbereich 34 der Raucherkabine
angeordnet. Die Eingangstür des Raucherbereichs weist eine Zugangskontrolle 26 auf.
Die Verbindungstür 38 ist vorteilhafterweise auf die gleiche Weise gesichert. Dadurch
kann der Nichtraucherbereich der erfindungsgemäßen Raucherkabinen auch ohne Alterskontrolle
von Nichtrauchern zum Erwerb von Waren und Dienstleistungen genutzt werden. Der Nichtraucherbereich
34 ist bevorzugt größer als der Raucherbereich 32.
Bezugszeichen
[0072]
- 10
- Raucherkabine
- 12
- Eingangstür
- 14
- Sitz- und Verzehrgelegenheiten
- 16
- raumlufttechnische Anlage mit Filterung
- 18
- Abluftansaugvorrichtung der raumlufttechnischen Anlage
- 20
- Warenverkaufsautomaten
- 22
- Vorrats- und Wartungsbereich
- 24
- Bereich für Bedienpersonal
- 26
- Zugangskontrolle
- 28
- Werbefläche
- 30
- Warenverkaufsautomat
- 32
- Raucherbereich
- 34
- Nichtraucherbereich
- 36
- Trennwand
- 38
- Verbindungstür
1. Raucherkabine (10),
(a) wobei die Raucherkabine lufttechnisch geschlossen ist;
(b) wobei die Raucherkabine über eine raumlufttechnische Anlage (16) mit kontrollierter
und/oder geführter Be- und/oder Entlüftung verfügt; und
(c) wobei die Raucherkabine (10) als eigenständige Einheit zur Aufstellung im Innen-
und/oder im Außenbereich ausgeführt ist.
2. Raucherkabine (10) nach Anspruch 1,
wobei die Abluft der Raucherkabine (10) gefiltert wird, und
wobei die Zuluft der Umgebung der Raucherkabine entnommen und die Abluft an die Umgebung
der Raucherkabine abgegeben wird.
3. Raucherkabine nach Anspruch 1,
wobei die raumlufttechnische Anlage (16) in der Raucherkabine (10) einen Unterdruck
erzeugt.
4. Raucherkabine nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine (10) in einem Innenbereich aufgestellt ist, beispielsweise innerhalb
eines Gebäudes, und die raumlufttechnische Anlage (16) die Abluft in den Außenbereich
des die Raucherkabine umgebenden Gebäudes abgibt.
5. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine auf dem Dach mindestens einen Bereich aufweist, welcher über ein
automatisches System geöffnet werden kann.
6. Raucherkabine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Bereich, wenn er verschlossen ist, durch eine Mehrzahl von parallel
angeordneten Lamellen verschlossen ist; dass die Lamellen um eine zu ihrer Längsachse
parallele Achse schwenkbar gelagert sind; und dass die Lamellen derart gelagert und
ausgebildet sind, dass der mindestens eine Bereich durch Schwenken der Lamellen um
die Achse geöffnet werden kann.
7. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine (10) in einem Innenbereich aufgestellt ist, beispielsweise innerhalb
eines Gebäudes.
8. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die raumlufttechnische Anlage (16) zum Filtern der Abluft mindestens einen F7-Filter
sowie einen Aktivkohlefilter oder eine Kombination aus Aerosol-Abscheider, elektrostatischen
Filter und/oder Aktivkohlefilter verwendet.
9. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die raumlufttechnische Anlage (16) als eine hybride Abluft-/Umluftanlage ausgeführt
ist, die einen Teil der aus der Raucherkabine abgesaugten Luft aus der Raucherkabine
abführt und den anderen Teil wieder in die Raucherkabine abgibt.
10. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine (10) mit Sitz- und/oder Verzehrgelegenheiten (14) ausgestattet
ist.
11. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die raumlufttechnische Anlage (16) die Abluft gezielt aus bestimmten Bereichen der
Raucherkabine (10) ableitet.
12. Raucherkabine nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abluft über den Sitz- und/oder Verzehrgelegenheiten (14) entnommen wird.
13. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine (10) einen oder mehrere Wärmetauscher aufweist.
14. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Raucherkabine (10) über mindestens einen Warenverkaufsautomaten (20) für Getränke
und/oder zubereitete Speisen verfügt.
15. Raucherkabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluft der Raucherkabine gefiltert wird.