[0001] Die vorliegende Erfindung richtet sich auf eine Trägereinheit für entlang eines Verfahrweges
bewegbare Flügel, insbesondere für eine automatische Schiebetür. Ferner richtet sich
die vorliegende Erfindung auf ein System aus einer Trägereinheit und einer Antriebseinheit
für entlang eines Verfahrweges bewegbare Flügel.
[0002] Bewegbare Flügel im Sinne der vorliegenden Erfindung können Flügelelemente von Schiebetüren
oder bewegbaren Wandelementen sein. Diese können mit einer Antriebseinheit automatisch
bewegbar ausgeführt sein, wie dies beispielsweise bei Schiebetüren bekannt ist, die
zumeist in Geschäftsräumen, in Banken oder öffentlichen Gebäuden vorzufinden sind.
Die bewegbaren Flügel können Glaselemente, nicht transparente Türelemente und dergleichen
umfassen, wobei ferner Schiebetüren bekannt sind, die einen automatisch bewegbaren
Flügel aufweisen oder die zwei Flügel besitzen, die voneinander wegbewegt werden,
um die Schiebetür zu öffnen, und die aufeinander zu bewegt werden, um die Schiebetür
zu schließen.
[0003] Die bewegbaren Flügel sind in einer Führung aufgenommen, wobei eine Trägereinheit
zur Bildung der Führung meist oberseitig an der Schiebetür angeordnet ist. Die Flügel
sind im Boden und im oberen Bereich geführt und meist über ein Schienensystem mit
Rollen an einem Laufwagen aufgehängt. Die Trägereinheit besteht häufig aus einem Aluminium-Strangpressprofil,
das einen winkelförmigen oder U-förmigen Querschnitt besitzt.
[0004] Zum Antrieb der Flügel sind Antriebseinheiten bekannt, die einzelne Komponenten aufweisen,
die im System der Trägereinheit installiert werden. Die Antriebseinheit umfasst einen
Zugmitteltrieb mit einem Zugmittel, das häufig als Zahnriemen ausgeführt und über
Rollen gespannt ist. Wenigstens eine von zwei Rollen wird mit einer Motor-Getriebe-Einheit
angetrieben, wobei die nicht angetriebene Rolle häufig eine Spannfunktion des Zugmittels
übemimmt. Bei einigen Systemen sind die Zugmittel in einer horizontal verlaufenden
Ebene aufgespannt, wobei am Zugmittel sowohl ein erster Laufwagen für den ersten Flügel
als auch ein zweiter Laufwagen für den zweiten Flügel angebunden ist.
[0005] Wird die Antriebseinheit in Betrieb genommen, bewegt sich der erste Trum des Zugmittels
aufgrund der Umlenkung durch zwei Umlenkrollen entgegen der Bewegungsrichtung des
zweiten Trums. Werden ein erster Laufwagen mit dem Zugmittel im Bereich des ersten
Trums und ein zweiter Laufwagen mit dem Zugmittel im Bereich des zweiten Trums verbunden,
so bewegen sich die beiden Laufwagen in zueinander entgegengesetzte Richtungen. Damit
wird die Öffnungs- und Schließbewegung der beiden Flügel einer doppelt wirkenden Schiebetür
erzeugt. Die angetriebene Umlenkrolle des Zugmittels ist mit einer Motor-Getriebe-Einheit
verbunden. Ferner umfasst die Antriebseinheit gewöhnlich eine Steuerung sowie eine
Leistungsversorgung des Motors. Weitere Funktionsmerkmale wie eine Umlenkeinheit und/oder
eine Verriegelungseinheit zur Sperrung der Türbewegung können ebenfalls Bestandteil
der Antriebseinheit sein.
[0006] Bei bestehenden Schiebetüren sowie Systemen mit motorisch entlang einer Bewegungsrichtung
bewegten Flügeln, wie mobilen Trennwänden und dergleichen, besteht das Problem, dass
die Trägereinheit der Systeme einen festen Installationsbestandteil in einem Gebäude
darstellt, und der Austausch einzelner Funktionskomponenten der Antriebseinheit bei
einem Defekt oder bei einer Erneuerung erforderlich ist. Die Austauschmöglichkeit
einer Antriebseinheit in bestehenden Systemen ist zwar bekannt, allerdings haben derartige
Austauschsysteme Nachteile beispielsweise hinsichtlich der Montage und/oder Anpassung
an bestehende Türanlagen.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bestehenden Nachteile zumindest
zu verringern.
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Trägereinheit für bewegbare Flügel gemäß Anspruch
1 bzw. einer Schiebetür gemäß Anspruch 32 in Verbindung mit den jeweiligen kennzeichnenden
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass ein Nachrüstsatz mit einer
modular ausgeführten Montagevorrichtung vorgesehen ist, mit der eine Antriebseinheit
in verschiedenartig ausgeführte Trägereinheiten aufnehmbar ist.
[0010] Die Erfindung geht dabei von dem Gedanken aus, dass erst durch Bereitstellung einer
modular ausgeführten Montagevorrichtung eine Nachrüstung bestehender Systeme wie Schiebetüren
und Raumtrennwände mit bewegbaren Flügeln auch herstelterübergreifend möglich ist.
Durch die modulare Ausführung der Montagevorrichtung können Schiebetürantriebe unterschiedlicher
Hersteller auf eine Standard-Antriebstechnologie umgerüstet werden, bei der wahlweise
eine Motor-Getriebe-Einheit unter jeweiliger Zusammenstellung standardmäßiger Komponenten
wie Netzteil, Steuerung, Getriebemotor, Zahnriementrieb sowie weiteren optionalen
Funktionsmerkmalen verwendet werden kann, ohne die einzelnen Komponenten zu modifizieren.
[0011] Insbesondere können die Antriebseinheiten dem aktuellen Stand der Technik entsprechen,
und in Trägereinheiten alter Schiebetürsysteme integriert werden. Abhängig vom Hersteller
sowie der Größe und der Spezifikation des alten Schiebetürantriebs besteht durch die
erfindungsgemäße modular ausgeführte Montagevorrichtung die Möglichkeit, neuartige
Antriebskomponenten in eine alte Trägereinheit zu integrieren und in Funktion zu setzen.
Folglich bedient die modular ausgeführte Montagevorrichtung eine Vielzahl von Schnittstellen
zwischen den Komponenten der neuen Antriebseinheit und den Einrichtungen der alten
Trägereinheit sowie den Flügelelementen. Damit wird speziell das Problem überwunden,
Einbausituationen alter Antriebe mit entsprechenden Spezifikationen ersetzen zu müssen,
die entweder einen nur eingeschränkten Funktionsumfang aufweisen oder nicht mehr verfügbar
sind. Insbesondere bezieht sich die modular ausgeführte Montagevorrichtung auf die
Integration einer Antriebseinheit in verschiedenartig ausgeführte Trägereinheiten,
wobei die Montagevorrichtung universell einsetzbare mechanische Haltersysteme bereitstellt,
die so gestaltet sind, dass vorhandene Komponenten der modernen Antriebseinheit ohne
eine Modifikation der Komponenten integrierbar sind. Daher werden im Folgenden Haltersysteme
zur Bildung der Schnittstelle zwischen einer neuartigen Antriebseinheit und einer
alten Trägereinheit einer bestehenden Schiebetür genauer dargestellt.
[0012] Die Antriebseinheit kann ein Zugmittel aufweisen, das mit wenigstens einem und bevorzugt
mit zwei jeweils einen Flügel aufnehmenden und verfahrenden Laufwagen verbunden ist.
Das Zugmittel kann vorliegend zur Antriebseinheit gezählt werden, die Bestandteil
des Nachrüstsatzes ist, sodass die Montagevorrichtung erfindungsgemäß modulare Mittel
aufweist, um bestehende Laufwagen für die Flügel der Schiebetür mit dem neuartigen
Antrieb und insbesondere mit dem Zugmittel zu verbinden. Die modular ausgeführte Montagevorrichtung
kann hierfür entsprechende Mitnehmerelemente umfassen.
[0013] Mit einem ersten Mitnehmerelement können eine mechanische Verbindung zwischen einem
ersten Trum des Zugmittels und einem ersten Laufwagen des ersten Flügels und mit einem
zweiten Mitnehmerelement eine mechanische Verbindung zwischen einem zweiten Trum des
Zugmittels und einem zweiten Laufwagen des zweiten Flügels geschaffen werden. Die
mechanische Verbindung erlaubt dabei sowohl einen horizontalen als auch einen vertikalen
Lageausgleich zwischen den Laufwagen und dem Zugmittel. Die Mitnehmerelemente sind
erfindungsgemäß derart ausgeführt, dass ein Lageausgleich in wenigstens zwei Richtungen
ermöglicht ist.
[0014] Zur Anpassung der Einbaulage zwischen dem Zugmittel und dem Laufwagen können die
Mitnehmerelemente Langlöcher aufweisen, wobei das Zugmittel als Zahnriemen ausgeführt
sein kann und die mechanische Verbindung zwischen dem Zugmittel und den Mitnehmerelementen
eine Klemmplatte umfasst, in die das Zugmittel durch ein Klammerelement zur Kraftübertragung
in Kraft- und/oder Formschluss gehalten wird. Die Mitnehmerelemente sind winkelförmig
ausgebildet, wobei die Klemmplatte, der Zahnriemen und ein vorzugsweise kurzer Schenkel
des Mitnehmerelementes durch das Klammerelement aufeinander gehalten werden. Die Klemmplatte
weist einen Formschluss mit dem kurzen Schenkel des Mitnehmerelementes auf und besitzt
ferner schlitzförmige Ausformungen, in die die Zahnstruktur des Zahnriemens eingesetzt
wird. Im Ergebnis wird eine kraftübertragende Verbindung zwischen dem Zahnriemen und
dem Mitnehmerelement über die Klemmplatte ermöglicht. Durch die Länge der Schenkel
des winkelförmigen Mitnehmerelementes und die darin eingebrachten Langlöcher ist eine
variable Lageanordnung zwischen dem Zugmittel und dem Laufwagen möglich. Insbesondere
wird erreicht, dass das ringförmig umlaufende Zugmittel in einer vertikalen Ebene
angeordnet werden kann. In den Laufwagen können Gewindebohrungen oder Aufnahmebohrungen
für Schraubelemente eingebracht sein, sodass die Mitnehmerelemente mit den Laufwagen
jeweils verschraubt werden können.
[0015] Um sowohl in der vertikalen Ebene als auch in der Tiefenebene innerhalb der Trägereinheit
eine Justage der Mitnehmerelemente zu den Laufwagen zu ermöglichen, können Distanzbuchsen
vorgesehen sein, die entweder eine variable Länge besitzen und entsprechend sortiert
sein können, wobei auch eine Anordnung von mehreren Distanzbuchsen möglich ist. Diese
können so angeordnet werden, dass sich die Schraubelemente durch die Distanzbuchsen
hindurch erstrecken. Die Mitnehmerelemente können als Winkelbleche ausgeführt sein,
wobei auch die Laufwagen selbst aus gestanzten Blechkomponenten bestehen, an denen
eine oder mehrere Laufrollen angeordnet sind. Diese laufen entlang einer Laufschiene
innerhalb der Trägereinheit, um die Flügel der Schiebetür zu führen. Es sind mehrere
verschiedenartig ausgeführte Laufwagen bekannt, sodass die Größe der Mitnehmerelemente
sowie die in den Mitnehmerelementen eingebrachten Langlöcher geometrische Abmessungen
aufweisen, die auf eine Vielzahl von bekannten Ausführungen der Laufwagen innerhalb
heute bestehender Trägereinheiten adaptiert werden können.
[0016] Eine weitere notwendige Schnittstelle zwischen einer bestehenden Trägereinheit sowie
der neuartigen Antriebseinheit betrifft die angepasste Montage der Einheit aus einem
Motor und einem Getriebe zum Antrieb der Flügel. Folglich weist die Antriebseinheit
einen Motor und ein an diesem angeordnetes Getriebe auf, wobei die Montagevorrichtung
wenigstens ein Motorhaftemodul umfasst, um die Einheit aus Motor und Getriebe an der
Trägereinheit anzuordnen. Das Motorhaltemodul kann plattenförmig oder winkelförmig
ausgeführt sein. Zur Montage der Einheit aus Getriebe und Motor besitzt das Getriebe
mehrere Gewindebohrungen, mit denen das Motorhaltemodul mit dem Getriebe verschraubt
werden kann. Der Motor selbst ist am Getriebe angeordnet, sodass über die Verschraubung
des Motorhaltemoduls das Getriebe an die Trägereinheit montierbar ist. Um die Lage
der Einheit aus Motor und Getriebe in Bezug auf die Trägereinheit zu justieren bzw.
um bestimmte geometrische Ausführungen der vorhandenen Trägereinheit auszugleichen,
können mehrere Motorhaltemodule in einer zueinander planparallelen Stapelanordnung
eingesetzt werden. Damit kann beispielsweise die Höhe der Montage der Einheit aus
Motor und Getriebe relativ zur Trägereinheit eingestellt werden. Ein winkelförmiges
Motorhaltemodul kann Langlöcher umfassen, durch die Schraubelemente hindurch geführt
werden können. Folglich kann die Einheit aus Motor und Getriebe an einer erforderlichen
Position am winkelförmigen Motorhaltemodul angeordnet werden, indem die Schraubelemente
in Richtung der Längserstreckung der Langlöcher einjustiert werden. Eine weitere Möglichkeit
des Ausgleiches der Lage der Einheit aus Motor und Getriebe relativ zur Trägereinheit
kann mit Distanzbuchsen erreicht werden, die entweder in der Länge sortiert sind oder
mehrfach angeordnet werden können. Hierbei können sich die Schraubelemente durch die
Distanzbuchsen hindurch erstrecken, sodass die Einheit aus Motor und Getriebe in dem
Abstand relativ zum Motorhaltemodul montiert werden kann, der der Länge der Distanzbuchsen
entspricht.
[0017] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung besitzt ferner eine Aufnahmeanordnung mit
einem Lochblech und mit einer Winkelleiste, um eine Umlenkeinheit und/oder eine Verriegelungseinheit
der Antriebseinheit in variabler Position an der Trägereinheit anzuordnen. Eine Umlenkeinheit
dient zur Umlenkung des Zugmittels, wobei die Antriebseinheit zwei Umlenkrollen aufweist,
von denen die der Umlenkeinheit gegenüberliegende Umlenkrolle durch die Motor-Getriebe-Einheit
angetrieben und vorteilhafterweise aufgenommen ist. Die der Motor-Getriebe-Einheit
gegenüberliegende Umlenkrolle kann auch als Verriegelungseinheit zur Sperrung der
Flügelbewegung ausgeführt sein und muss ebenfalls variabel in der Trägereinheit montiert
werden können.
[0018] Durch die Kombination eines Lochbleches mit einer Winkelleiste wird der Vorteil erreicht,
die Winkelleiste einerseits in einer Tiefenrichtung variabel an der Trägereinheit
zu montieren, wobei andererseits das Lochblech Langlöcher aufweist, um eine Höhenposition
der Umlenkeinheit bzw. der Verriegelungseinheit in der Trägereinheit einzustellen.
Folglich weist das Lochblech vorzugsweise horizontal verlaufende Langlöcher auf, die
eine Einstellung der Umlenkeinheit und/oder der Verriegelungseinheit in Zugmittelspannrichtung
ermöglicht, wobei ferner vorzugsweise vertikal verlaufende Langlöcher vorgesehen sind,
um das Lochblech in der Höhenrichtung innerhalb der Trägereinheit einzujustieren.
Zur Justage in Tiefenrichtung sind weitere Langlöcher in der Winkelleiste angeordnet,
durch die Schraubelemente hindurch geführt und in variabler Position mit der Trägereinheit
verschraubt werden können.
[0019] Die Antriebseinheit des Nachrüstsatzes umfasst ferner wenigstens eine erste elektrische
Komponente, die ebenfalls an der Trägereinheit montiert werden muss. Folglich umfasst
die Montagevorrichtung erfindungsgemäß ferner ein Aufnahmeelement zur Anordnung der
ersten elektrischen Komponente an der Trägereinheit. Ferner beinhaltet die Montagevorrichtung
ein Aufnahmemodul zur wahlweisen Anordnung wenigstens einer zweiten elektrischen Komponente
an der Trägereinheit. Sowohl das Aufnahmeelement als auch das Aufnahmemodul sind derart
ausgestaltet, dass einzelne modular ausgeführte elektrische Komponenten hinzugefügt
oder entnommen werden können, ohne eine Modifikation an den elektrischen Komponenten
selbst vornehmen zu müssen. Insbesondere ermöglichen sowohl das Aufnahmemodul als
auch das Aufnahmeelement eine variable Kabelführung, sofern das Aufnahmemodul bzw.
das Aufnahmeelement durch Distanzstücke einen gegebenen Abstand zur Montagestelle
in der Trägereinheit aufweist.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung
sieht eine Universalblende vor, die beispielsweise auf einer Innenverkleidung der
Trägereinheit angeordnet werden kann. Die Universalblende kann zur Aufnahme und/oder
zur Anordnung weiterer Funktionskomponenten der Antriebseinheit wie einem Programmschalter
oder einer Betätigungsvorrichtung zur Fremd- oder Handentriegelung ausgebildet sein.
Die Größe der Universalblende kann an den Bereich der Innenverkleidung der Trägereinheit
angepasst werden, der durch die Universalblende überdeckt werden soll. Die neue Antriebseinheit
umfasst Bedienelemente, die in die alte Trägereinheit integriert werden müssen. Daher
ist erfindungsgemäß eine Universalblende zur Aufnahme und/oder zur Anordnung der Funktionskomponenten
vorgesehen. Die Universalblende kann mittels eines Laserstrahlschneidverfahrens oder
mittels eines Stanzverfahrens aus einem Stahlblech, einem Aluminiumblech oder aus
einer Kunststoffplatte hergestellt werden und auf die Innenverkleidung der Trägereinheit
aufgeklebt, geschraubt oder mittels eines Klettverschlusses aufgebracht werden. Durch
das Herstellungsverfahren ergibt sich die Möglichkeit, in die Universalblende Ausbruchbereiche
einzubringen, um wahlweise Öffnungen in der Universalblende zu schaffen, in denen
z. B. der Programmschalter oder Anzeigemittel, etc. einsetzbar sind. Die Ausbruchbereiche
sind als vorbereitete Aufnahmeöffnungen der Funktionskomponenten zu verstehen und
besitzen kleine Stege, die manuell oder mit einem Werkzeug gebrochen werden können.
Insbesondere können mehrere Ausbruchbereiche ineinander angeordnet sein, um nach Bedarf
die Öffnung zur Aufnahme der Funktionskomponente in der Universalblende in der Größe
einzustellen.
[0021] Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auf ein System zum Nachrüsten für entlang
eines Verfahrweges bewegbare Flügel, insbesondere für eine automatische Schiebetür
mit einer sich in Bewegungsrichtung der Flügel erstreckenden Trägereinheit, wobei
eine modular ausgeführte Montagevorrichtung vorgesehen ist, mit der eine Antriebseinheit
in verschiedenartig ausgeführte Trägereinheiten aufnehmbar ist. Die Montagevorrichtung
kann aus mehreren Montagekomponenten gebildet sein, umfassend zumindest ein Mitnehmerelement,
ein plattenförmiges Motorhaltemodul, ein winkelförmiges Motorhaltemodul, eine Winkelleiste,
ein Aufnahmeelement, ein Aufnahmemodul und/oder eine Universalblende.
[0022] Die Montagekomponenten der Montagevorrichtung sind abhängig von der Art der nachzurüstenden
Trägereinheit als Montagesystem kommissioniert, um eine angepasste Montage der Komponenten
der Antriebseinheit zu ermöglichen. Folglich ist für eine Zusammenstellung der Montagevorrichtung
mit den Winkel- und Plattenkomponenten zur Montage der Antriebseinheit lediglich die
Information über die Bauart der nachzurüstenden Trägereinheit notwendig, um nach Art
eines Baukastensystems die Montagevorrichtung bereit zu stellen.
[0023] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt.
[0024] Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Trägereinheit, in der
über eine modular ausgeführte Montagevorrichtung eine Antriebseinheit als Bestandteil
eines Nachrüstsatzes eingebracht ist;
- Figur 2a
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels von Mitnehmerelementen zur
Anbindung des Zugmittels an die Laufwagen;
- Figur 2b
- eine perspektivische Ansicht der Anordnung der Mitnehmerelemente an den Laufwagen,
wobei das Zugmittel abschnittweise dargestellt ist;
- Figur 2c
- eine Ansicht der Mitnehmerelemente, die an den Laufwagen montiert sind, wobei ferner
die Verbindung zwischen dem Zugmittel und den Montagelementen im Querschnitt dargestellt
ist;
- Figur 2d
- eine Querschnittsansicht der Anordnung der Mitnehmerelemente an den Laufwagen, wobei
eine zweite Ausführung mit geänderten geometrischen Verhältnissen gezeigt ist;
- Figur 3a
- eine perspektivische Ansicht drei verschiedener Ausführungen von Antriebseinheiten
mit verschiedenen Motor-Getriebe-Ausführungen sowie ein Motorhaltemodul zur Anordnung
der Einheit aus Motor und Getriebe an der Trägereinheit;
- Figur 3b
- eine Ansicht einer Anordnung eines Motorhaltemoduls an einer Einheit aus Motor und
Getriebe;
- Figur 3c
- eine weitere Ansicht einer Anordnung eines Motorhaltemoduls an einem Getriebe unter
Verwendung von Distanzbuchsen;
- Figur 3d
- eine Anordnung mehrerer Motorhaltemodule an einem Getriebe, wobei die Motorhaltemodule
in einer zueinander planparallelen Stapelanordnung mit dem Getriebe verschraubt sind;
- Figur 3e
- eine Anordnung eines Motorhaltemoduls an dem Getriebe über einen konventionellen Getriebehalter;
- Figur 3f
- eine Ansicht drei unterschiedlich ausgeführter Motor-Getriebe-Einheiten, wobei ein
winkelförmiges Motorhaltemodul dargestellt ist, um die Einheit aus Motor und Getriebe
an der Trägereinheit zu montieren;
- Figur 4a
- eine Einbausituation einer Motor-Getriebe-Einheit in der Trägereinheit, wobei ein
winkelförmiges Motorhaltemodul angewendet ist;
- Figur 4b
- eine Ansicht der Anordnung der Einheit aus Motor und Getriebe an der Trägereinheit
in einer in Bezug auf die Figur 4a geänderten Position;
- Figur 5a
- eine perspektivische Ansicht eines Lochbleches sowie einer Winkelleiste zur Anordnung
einer Umlenkeinheit und/oder einer Verriegelungseinheit für das Zugmittel;
- Figur 5b
- eine Anordnung aus Lochblech und Winkelleiste gemäß der Figur 5a, versehen mit einer
Umlenkeinheit;
- Figur 5c
- eine Querschnittsansicht der Anordnung einer Umlenkeinheit an der Trägereinheit durch
ein Lochblech sowie einer Winkelleiste;
- Figur 5d
- eine Anordnung einer Verriegelungseinheit mit einem Lochblech sowie einer Winkelleiste;
- Figur 5e
- die Anordnung von Figur 5d in einer anderen Ansicht;
- Figur 5f
- eine perspektivische Ansicht der Halterung von Figur 5e;
- Figur 6
- eine Querschnittsansicht der Anordnung einer ersten elektrischen Komponente an der
Trägereinheit durch ein Aufnahmeelement;
- Figur 7a
- ein Aufnahmemodul zur wahlweisen Anordnung wenigstens einer zweiten elektrischen Komponente
an der Trägereinheit;
- Figur 7b
- eine Querschnittsansicht der Anordnung einer zweiten elektrischen Komponente durch
das Aufnahmemodul gemäß Figur 7a;
- Figur 7c
- eine Ansicht eines Aufnahmemoduls mit einer zweiten elektrischen Komponente sowie
einer weiteren elektrischen Komponente und
- Figuren 8a - 8f
- Ansichten einer Universalblende zur Aufnahme und/oder zur Anordnung weiterer Funktionskomponenten
der Antriebseinheit, die zur Aufbringung auf der Innenverkleidung der Trägereinheit
ausgebildet ist.
[0025] In Figur 1 ist eine Ansicht einer Trägereinheit 1 gezeigt, die gemäß der vorliegenden
Erfindung mittels einer modular ausgeführten Montagevorrichtung mit einer Antriebseinheit
nachgerüstet ist. Die Antriebseinheit umfasst wenigstens eine Motor-Getriebe-Einheit
mit einem Motor 9 und einem Getriebe 10, die über ein winkelförmiges Motorhaltemodul
12 als Bestandteil der Montagevorrichtung mit der Trägereinheit 1 verbunden sind.
Die Motor-Getriebe-Einheit treibt eine Umlenkrolle an, über die ein - nur abschnittsweise
gezeigtes - Zugmittel 2 gespannt ist. Das Zugmittel 2 ist mit einem ersten Laufwagen
3 und einem zweiten Laufwagen 32 wirkverbunden, d. h. ortsfest angebracht, um diese
gegeneinander bewegen zu können. Gegenüberliegend zur Motor-Getriebe-Einheit ist eine
Umlenkeinheit 18 mittels eines Lochbleches 16 und einer Winkelleiste 17 an der Trägereinheit
1 angeordnet, sodass das Zugmittel 2 umlaufen kann.
[0026] Die Verbindung des Zugmittels 2 zu den Laufwagen 3 und 32 ist über Mitnehmerelemente
4a und 4b vorgesehen, sodass bei umlaufendem Zugmittel 2 die Laufwagen 3, 32 aufeinander
zu oder voneinander weg bewegt werden. Ferner ist ein Aufnahmeelement 23 zur Anordnung
einer ersten elektrischen Komponente 24 gezeigt, sodass diese (ebenfalls) in einer
in der Trägereinheit 1 eingebrachten Montageschiene 40 befestigt werden kann. Ebenso
dient ein Aufnahmemodul 25 zur Anordnung wenigstens einer weiteren elektrischen Komponente
26 an der Trägereinheit 1, die aus einem winkelförmigen Aluminium-Strangpressprofil
gebildet ist.
[0027] Figur 2a zeigt ein Ausführungsbeispiel der Verbindung zwischen dem Zahnriemen 2 und
den Mitnehmerelementen 4a und 4b. Die Mitnehmerelemente 4a und 4b sind zur Anordnung
an jeweilige Laufwagen der Schiebetür vorgesehen, die - in nicht näher gezeigter Weise
- mit den Flügeln einer Schiebetür verbunden sind, um diese zu führen und anzutreiben.
Die Verbindung zwischen dem Zahnriemen 2 und den Mitnehmerelementen 4a und 4b umfasst
jeweils eine Klemmplatte 6, die im gezeigten Beispiel eine Schlitzstruktur aufweist,
die mit der Zahnung des Zahnriemens 2 in Überdeckung gebracht werden kann. Die Mitnehmerelemente
4a und 4b weisen jeweils eine winkelförmige Struktur mit einem kurzen Schenkel 30
auf, der im Montagezustand gemeinsam mit dem Zahnriemen 2 und der jeweiligen Klemmplatte
6 mittels eines jeweiligen Klammerelementes 7 zu einer jeweiligen Einheit verklemmt
ist. Der kurze Schenkel 30, der Zahnriemen 2 sowie die Klemmplatte 6 werden also durch
das Klammerelement 7 zu einem jeweiligen Paket zusammengeklemmt. Die Klemmplatte 6
weist an einer dem jeweiligen Mitnehmerelement 4a, 4b zugewandten Stirnseite, gemäß
Figur 2a die jeweils nach hinten weisende Seite, vorzugsweise eine zum jeweiligen
Mitnehmerelement 4a, 4b formschließende Geometrie auf. Im gezeigten Beispiel sind
dies Vorsprünge 6a, die im Montagezustand in korrespondierende Ausnehmungen 4c des
jeweiligen Mitnehmerelements 4a, 4b eingreifen. Dadurch kann auf den Zahnriemen 2
eine Zugspannung aufgebracht werden, die auf die Mitnehmerelemente 4a und 4b übertragen
werden kann. Mit dieser Anordnung wird gewährleistet, dass der Zahnriemen 2 in Bezug
auf die Mitnehmerelemente 4a, 4b seine Position nicht verändern kann. Die Mitnehmerelemente
4a und 4b besitzen vorzugsweise Langlöcher 5, um mittels Schraubelementen 31, vorzugsweise
Schrauben, mit einem jeweiligen, nicht näher gezeigten Laufwagen verschraubt zu werden.
[0028] Wie in Figur 2a gezeigt, sind insbesondere die Mitnehmerelemente 4a, 4b vorzugsweise
identisch ausgebildet. Zur Befestigung am oberen oder am unteren Trum des Zahnriemens
2 ist das jeweilige Mitnehmerelement 4a, 4b etwaig um 180° zu rotieren. D. h. für
die Wirkverbindung zwischen Laufwagen und Zahnriemen, sind identisch ausgebildete,
standardisierte Teile verwendbar, was Herstellungskosten senken hilft.
[0029] Figur 2b zeigt eine perspektivische Ansicht der Trägereinheit 1, die beispielhaft
als Aluminium-Strangpressprofil ausgeführt ist und eine winkelförmige Grundstruktur
besitzt. In der Trägereinheit 1 sind zwei Laufwagen 3 und 32 längsbeweglich geführt,
wobei die Laufwagen 3, 32 beispielhaft je zwei Laufrollen 33 aufweisen, die in einer
Laufschiene 34 innerhalb der Trägereinheit 1 zur Führung der Laufwagen 3, 32 abrollend
angeordnet sind, und von denen jeweils die linke Laufrolle 33 sichtbar ist. Die Laufwagen
3, 32 besitzen unterseitig Flügelaufnahmen 35 zur Anordnung der Flügel der Schiebetür.
Vorderseitig auf den Laufwagen 3, 32 sind Mitnehmerelemente 4a und 4b angeordnet,
um die Laufwagen 3, 32 mit dem Zahnriemen 2 zu verbinden. Die Mitnehmerelemente 4a
und 4b sind mit den Laufwagen 3, 32 verschraubt, wobei der Zahnriemen 2 durch ein
jeweiliges Klammerelement 7 mit den Mitnehmerelementen 4a und 4b kraftübertragend
verbunden ist. Folglich bewegt sich der obere Trum des Zahnriemens 2 in einer ersten
Richtung, und der untere Trum des Zahnriemens 2 bewegt sich in einer entgegengesetzten
zweiten Richtung. Im Ergebnis können die Laufwagen 3, 32 entweder aufeinander zu,
was einer ersten Laufrichtung des Zahnriemens 2 entspricht, und/oder voneinander weg
bewegt werden, wenn der Zahnriemen 2 in einer zweiten Laufrichtung bewegt wird.
[0030] Figur 2c zeigt eine Ansicht der Trägereinheit 1 im Querschnitt, wobei sowohl der
obere Trum als auch der untere Trum des Zahnriemens 2 dargestellt sind. Die Mitnehmerelemente
4a, 4b sind mit den jeweiligen Abschnitten des Zahnriemens 2 durch die Klammerelemente
7 verbunden, wobei die Klemmplatten 6 zur formschlüssigen Aufnahme der Zahnriemen
2 ebenfalls dargestellt sind. Die Klemmplatten 6 umfassen Stegabschnitte, die in Vertiefungen
innerhalb der Mitnehmerelemente 4a und 4b eingreifen können, was durch eine teilweise
Überdeckung der Struktur der Mitnehmerelemente 4a und 4b durch die Klemmplatten 6
angedeutet ist. Die Mitnehmerelemente 4a und 4b sind zum restlichen jeweiligen Laufwagen
3, 32 über Distanzbuchsen 8 mit zugeordneten Schraubelementen 31 verschraubt, wobei
die Distanzbuchse 8 eine vorgegebene Länge aufweist, um den Abstand des jeweiligen
Mitnehmerelementes 4a und 4b zur Grundstruktur des jeweiligen Laufwagens 3, 32 in
Tiefenrichtung einzustellen. Die Tiefenrichtung beschreibt dabei die Richtung zwischen
dem Mitnehmerelement 4a und 4b relativ zu den Komponenten der Trägereinheit 1 mit
der Laufschiene 34 und der auf dieser geführten Laufrolle 33, d. h. horizontal nach
links in Figur 2c. Die Position des Laufwagens 3 ist relativ zur Trägereinheit 1 folglich
vorgegeben, sodass der Abstand des Zahnriemens 2 in Tiefenrichtung mittels der Distanzbuchsen
8 variabel eingestellt werden kann.
[0031] Figur 2d zeigt eine weitere Anordnung von Laufwagen 3, 32 innerhalb der Trägereinheit
1 mit einer Verbindung zum Zahnriemen 2 durch erfindungsgemäße Mitnehmerelemente 4a,
4b. Verglichen zu den Laufwagen 3, 32 aus Figur 2c besitzen die Laufwagen 3, 32 der
Figur 2d eine andere geometrische Gestalt, wobei allein durch leichte Modifikation
des Laufwagens 3 Distanzbuchsen 8 in unterschiedlicher Länge erforderlich werden können.
[0032] Die Figur 3a zeigt in einer perspektivischen Ansicht drei verschiedene Ausführungsformen
eines Motors 9, der an einem jeweiligen Getriebe 10 ortsfest angebracht ist. Die Einheit
aus Motor 9 und Getriebe 10 dient beispielhaft zum Antrieb eines Zahnriemenrades 36.
Das Getriebe 10 bzw. dessen Gehäuse besitzt Gewindebohrungen 13, durch die ein Motorhaltemodul
11 mit dem Getriebe 10 verschraubt werden kann. Die Verschraubung erfolgt über Schraubelemente
37, die in einer fliegenden Anordnung angedeutet sind. Das Motorhaltemodul 11 ist
vorzugsweise plattenförmig ausgeführt und besitzt weitere Schraubbohrungen sowie vorzugsweise
Langlöcher, um an der nicht dargestellten Trägereinheit 1 montiert zu werden.
[0033] Figur 3b zeigt eine Anordnung eines plattenförmigen Motorhaltemoduls 11 an dem Getriebe
10, wobei am Getriebe 10 wiederum der Motor 9 angeflanscht ist. Das plattenförmige
Motorhaltemodul 11 wird zunächst über die Schraubelemente 37 mit dem Getriebe 10 verschraubt,
um anschließend in der Trägereinheit montiert zu werden. Dies hat den Vorteil, dass
Motor 9 und Getriebe 10 eine Montageeinheit bildet, die als Ganzes an die Montageplatte
11 (vor-)montiert wird. Für diese Montage ist die Trägereinheit somit nicht erforderlich.
Daraufhin kann das so gebildete Antriebsmodul als Einheit an der nicht dargestellten
Trägereinheit 1 angebracht werden. Diese zweistufige Montage erleichtert somit die
Montage des Schiebetürantriebs an der Trägereinheit 1.
[0034] In Figur 3c ist die Montage des plattenförmigen Motorhaltemoduls 11 an der Einheit
aus Getriebe 10 und Motor 9 gezeigt, jedoch sind Distanzbuchsen 14 vorgesehen, durch
die sich die Schraubelemente 37 hindurch erstrecken. Damit besteht die Möglichkeit,
den Abstand zwischen dem plattenförmigen Motormodul 11 und der Einheit aus Getriebe
10 und Motor 9 über die Länge der Distanzbuchsen 14 einzustellen.
[0035] Figur 3d zeigt eine weitere Ausführungsform der Einstellung des Abstandes zwischen
der Montageebene des plattenförmigen Motormoduls 11 und der Einheit aus Getriebe 10
und Motor 9. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind mehrere plattenförmige Motorhaltemodule
11 aufeinander liegend in planparalleler Anordnung mit dem Getriebe 10 über die Schraubelemente
37 verschraubt. Im Ergebnis ergibt sich eine einstellbare Höhe der Montageebene des
letzten plattenförmigen Motorhaltemoduls 11 relativ zum Getriebe 10.
[0036] Figur 3e zeigt einen Motorhalter 38, an dem das Getriebe 10 mit dem Motor 9 über
Schraubelemente 37 verschraubt ist. Der Motorhalter 38 kann ein konventioneller Motorhalter
sein, wie er teilweise vorzufinden ist. Folglich muss das Motorhaltemodul 11 nicht
direkt auf das Getriebe 10 geschraubt werden, sodass ein möglicherweise erforderlicher
Abstand auch mit einem konventionellen Motorhalter 38 überbrückt werden kann.
[0037] Figur 3f zeigt eine weitere Ausführungsform eines Motorhaltemoduls 12, das winkelförmig
ausgeführt ist. Ferner sind drei verschiedene Ausführungen eines Motors 9 gezeigt,
der an einem jeweiligen Getriebe 10 angeflanscht ist. Aufgrund der stirnseitigen Anordnung
des winkelförmigen Motorhaltemoduls 12 ist die Spezifikation des Motors 9, die sich
in verschiedenen Einbaumaßen zeigt, nicht weiter relevant. Das Motorhaltermodul 12
besitzt vorzugsweise Langlöcher 15 weiterhin vorzugsweise sowohl in vertikaler als
auch in horizontaler Erstreckung. Damit kann die Einheit aus Motor 9 und Getriebe
10 in variabler Lage am Motorhaltemodul 12 und/oder über die in Figur 3f beispielhaft
zwei oberen Langlöcher 15 innerhalb der Trägereinheit 1 in variabler Lage montiert
werden. Anstelle oder zusätzlich zu den zwei gezeigten oberen Langlöchern 15 am Motorhaltemodul
12 können zumindest zwei zusätzliche Langlöcher 15 vorgesehen sein, die sich in einem
vorbestimmten Winkel, beispielsweise 90°, zu den gezeigten Langlöchern 15 erstrecken.
Die stirnseitige Montage kann über Gewindebohrungen 39 erfolgen, die vorzugsweise
das gleiche Bohrbild besitzen wie die Gewindebohrungen 13 (vgl. hierzu Figur 3a).
[0038] In den Figuren 4a und 4b ist die Anordnung der Einheit aus Getriebe 10 und Motor
9 über das winkelförmige Motorhaltemodul 12 in der Trägereinheit 1 gezeigt. Die Montage
des winkelförmigen Motorhaltemoduls 12 an bzw. in der Trägereinheit 1 erfolgt in den
gezeigten Beispielen jeweils über eine Montageschiene 40, in die beispielhaft Hammerschrauben
41 in einer längs geführten Anordnung aufgenommen sind. Durch die somit gleitende
Aufnahme der Hammerschrauben 41 innerhalb der Montageschiene 40 ist eine variable
Position der Einheit aus Getriebe 10 und Motor 9 sowie Zahnriemenrad 36 in Riemenspannrichtung
möglich, wobei die Hammerschrauben 41 auch als Nutensteine mit Gewindebohrung oder
Gewindeschaft ausgeführt sein können. Gemäß der Darstellung in Figur 4b ist die Einheit
aus Motor 9 und Getriebe 10 in einer anderen Höhenrichtung in die Trägereinheit 1
integriert als in Figur 4a, wobei die Verschraubung des Getriebes 10 mit dem winkelförmigen
Motorhaltemodul 12 innerhalb der Langlöcher 15 erfolgt, und somit die Justage in der
Höhe ermöglicht ist. Folglich kann zunächst die Einheit aus Motor 9 und Getriebe 10
in Längsrichtung der Trägereinheit 1 durch Verschrauben der Hammerschrauben 41 in
der Montageschiene 40 erfolgen, um anschließend das Getriebe 10 in der erforderlichen
Höhenposition innerhalb des Langloches 15 im winkelförmigen Motorhaltemodul 12 zu
verschrauben. Um die Kräfte aufzunehmen, die insbesondere über den Zahnriemen 2 auf
das Zahnriemenrad 36 wirken, kann eine Verstärkung des winkelförmigen Motorhaltemoduls
12 erforderlich sein. Hierfür können Verstärkungsstrukturen 42 als aussteifende Anformung
im winkelförmigen Motorhaltemodul 12 vorgesehen sein.
[0039] Die Figuren 5a und 5b zeigen weitere Komponenten der Montagevorrichtung, die eine
Aufnahmeanordnung mit einem Lochblech 16 und mit einer Winkelleiste 17 umfassen, um
eine Umlenkeinheit der Antriebseinheit und/oder eine Verriegelungseinheit in variabler
Position an der nicht dargestellten Trägereinheit 1 anzubringen. In Figur 5a ist das
Lochblech 16 mit einer Struktur horizontaler Langlöcher 20 und vertikaler Langlöcher
21 gezeigt. Mit den horizontalen Langlöchern 20 kann die Umlenkeinheit bzw. die Verriegelungseinheit
in Zugmittelspannrichtung variabel positioniert und verschraubt werden. Um eine Höhenrichtung
innerhalb der nicht dargestellten Trägereinheit 1 einzujustieren, können Schraubelemente
43 durch die vertikalen Langlöcher 21 in Schraubbohrungen 44 innerhalb der Winkelleiste
17 verschraubt werden. Um eine Justage in Tiefenrichtung der Winkelleiste 17 innerhalb
der Trägereinheit zu ermöglichen, sind Langlöcher 22 vorgesehen, durch die ebenfalls
Schraubelemente hindurch geführt und beispielsweise mit der Montageschiene 40 der
nicht dargestellten Trägereinheit 1 verschraubt werden können. Die Verschraubung kann
ebenfalls durch in Figur 5a ebenfalls nicht dargestellte Hammerschrauben 41 erfolgen,
die auch als Nutensteine ausgeführt sein können.
[0040] Figur 5b zeigt die Anordnung von Figur 5a mit Umlenkeinheit 18. Die Umlenkeinheit
18 umfasst im Wesentlichen eine Umlenkrolle 18a, die beispielsweise mittels des vorstehend
angegebenen Zahnriemenrads 36 gebildet sein kann. Die Umlenkrolle 18a ist an einer
Rollenhalterung 18b der Umlenkeinheit 18 frei rotierbar angebracht. Somit bildet die
Umlenkeinheit 18 ein Modul, das als Ganzes beispielhaft an dem Lochblech 16 über dessen
Langlöcher 20 befestigt ist. Dazu weist die Rollenhalterung 18b vorteilhafterweise
einen stufenförmigen Querschnitt auf, sodass sie erstens mit einer vertikal verlaufenden
Fläche an dem Lochblech 16 befestigt werden kann und zweitens die Rolle 18a so angeordnet
werden kann, dass sie um eine horizontal verlaufende Achse rotiert. Auch hier sind
beispielhaft Hammerschrauben 41 verwendet, um die so gebildete Einheit an dem nicht
dargestellten Trägerprofil 1 anzubringen.
[0041] Im gezeigten Beispiel sind die Befestigungsschrauben 43 nicht mit der Rollenhalterung
18b selbst sondern mit einer dahinter angeordneten Gewindeleiste 45 verschraubt. D.
h. die Befestigungsschrauben 43 sind von der in Figur 5b schräg nach rechts unten
weisenden Seite her durch zugehörige Langlöcher 20 hindurch gesteckt. Die in Figur
5b linke Befestigungsschraube 43 läuft dabei an der Rollenhalterung 18b vorbei und
ist in eine Gewindeöffnung 45a der Gewindeleiste 45 eingeschraubt, wie mittels der
unteren Strich-Punkt-Linie angedeutet. Die andere Befestigungsschraube 43 dagegen
ist zusätzlich durch eine Durchgangsöffnung 18c in der Rollenhalterung 18b hindurch
gesteckt und mit einer anderen Gewindeöffnung 45b der Gewindeleiste 45 verschraubt,
wie mittels der oberen Strich-Punkt-Linie angedeutet.
[0042] Damit die Rollenhalterung 18b trotzdem positionssicher aufgenommen ist, weist sie
Einsetzabschnitte 18d auf. Die Einsetzabschnitte 18d sind vorzugsweise mittels Vorsprüngen
oder ausgeschnittenen Abschnitten gebildet, deren freie Enden in Richtung Lochblech
16 weisen und im Montagezustand in ein zugehöriges Langloch 20 des Lochblechs 16 eingreifen.
Dadurch ist eine rotationssichere Lagerung der Rollenhalterung 18b am Lochblech 16
gewährleistet.
[0043] Alternativ ist die Rollenhalterung 18b im Querschnitt L-förmig ausgebildet. Dadurch
ist es möglich, die Rolle 18a "liegend" anzuordnen, sodass sie um eine vertikal verlaufende
Achse rotiert, oder direkt an der Winkelleiste 17 zu befestigen. Dazu weist die Winkelleiste
17 vorzugsweise zusätzliche Befestigungsöffnungen auf.
[0044] Wiederum alternativ ist die Umlenkrolle 18a unmittelbar am Lochblech 16 frei rotierbar
angebracht.
[0045] In beiden Fällen kann dann die Rollenhalterung 18b entfallen.
[0046] Figur 5c zeigt eine Anordnung des Lochbleches 16 an der Trägereinheit 1, wobei die
Winkelleiste 17 mit dem Lochblech 16 durch Schraubelemente 43 verschraubt ist. Zur
Anordnung des Zahnriemenrades 36 als Bestandteil der Umlenkeinrichtung bzw. der Verriegelungseinheit
an dem Lochblech 16 ist die Gewindeleiste 45 vorgesehen. Diese ermöglicht eine variable
Befestigung des Zahnriemenrades 36 am Lochblech 16 in Riemenspannrichtung. Die Verschraubung
erfolgt ebenfalls über Schraubelemente 43, die vorzugsweise durch die nicht näher
bezeichneten Langlöcher 20 im Lochblech 16 durchgeführt sind.
[0047] In Figur 5d ist eine Verriegelungseinheit 19 gezeigt, die über das Lochblech 16,
die Winkelleiste 17 und zugeordnete Hammerschrauben 41 am nicht dargestellten Trägerelement
1 montierbar ist. Die Verriegelungseinheit 19 dient zur Sperrung der Drehbewegung
der beispielsweise als Zahnriemenrad ausgeführten Umlenkrolle 18b, sodass die Flügel
der Schiebetür nicht mehr bewegt werden können und beispielsweise ein Verschließen
der Tür unmöglich ist. Die Verriegelungseinheit 19 umfasst beispielhaft einen Riegelbolzen
19a und ein Verriegelungsrad 19b. Das Verriegelungsrad 19b ist vorzugsweise glockenförmig
ausgebildet und weist umfangsseitig an definierten Stellen Durchgangsöffnungen bzw.
Ausnehmungen derart auf, dass der Riegelbolzen 19a bei einer vorbestimmten Rotationsposition
des Verriegetungsrads 19b in Bezug auf den Riegelbolzen 19a in eine jeweilige der
Durchgangsöffnungen bzw. Ausnehmungen eingreifen kann. Das Verriegelungsrad 19b ist
zu dem Zahnriemenrad 36 drehfest angeordnet. Zum Verriegeln wird der Riegelbolzen
19a entweder elektromechanisch oder manuell in Richtung Verriegelungsrad 19b gedrängt
bzw. bewegt.
[0048] Figur 5e zeigt die Anordnung von Figur 5d aus einer anderen Perspektive, nämlich
im Wesentlichen von der Rückseite der Anordnung in Figur 5d. Die gezeigte Anordnung
umfasst neben der Verriegelungseinheit 19 vorzugsweise ferner eine Zugmittelspannvorrichtung
50.
[0049] Die Zugmittelspannvorrichtung 50 weist eine Halterung 54 auf, mittels der sie an
dem Lochblech 16 ortsfest angebracht ist. Vorzugsweise weist die Halterung 54 vorzugsweise
an Langlöchern 20 des Lochblechs 16 und/oder einer seitlichen Ausnehmung 16a anliegenden
Enden in Richtung ebenjener Langlöcher 20 und/oder der Ausnehmung 16a zugewandt ausgebildete
Einsetzvorsprünge bzw. -abschnitte 54a auf, die in die betreffenden Langlöcher 20
und/oder Ausnehmung 16a eingreifen. Die Fixierung der Halterung 54 am Lochblech erfolgt
mittels einer Befestigung 55, die beispielhaft mittels einer Schrauben-Mutter-Anordnung
gebildet ist. Die Langlöcher 20 und/oder die Ausnehmung 16a ermöglichen eine Verschiebung
der Halterung 54 an eine günstige Befestigungsposition. Die Befestigungsposition der
Zugmittelspannvorrichtung 50 ist somit an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar.
[0050] Alternativ ist die Halterung 54 mit dem Lochblech 16 einstückig ausgebildet.
[0051] Die Zugmittelspannvorrichtung 50 umfasst ferner ein Spannelement vorzugsweise in
Form einer Schraubenfeder 51. Die Schraubenfeder 51 ist an einem der Umlenkrolle 18a
zugewandten Ende an einem in Bezug auf das Lochblech 16 ortsfesten Federanschlag 53
abgestützt. Der Federanschlag 53 ist vorzugsweise mittels eines an der Halterung 54
bzw. dem Lochblech 16 ausgebildeten Wandabschnitts gebildet. Anderenends ist die Schraubenfeder
51 an einem bewegbaren Federanschlag 52 abgestützt.
[0052] Der Federanschlag 52 ist an einem Ende einer Zugstange 56 befestigt bzw. einstückig
mit diesem Ende ausgebildet. Anderenends mündet die Zugstange 56 vorzugsweise in die
vorbeschriebene Rollenhalterung 18b. Dazu weist die Zugstange 56 an einem der Rollenhalterung
18b zugewandten Ende vorzugsweise ein Außengewinde auf, mit dem sie in die Rollenhalterung
18b eingeschraubt ist. Ferner weist die Zugstange 56 vorzugsweise an dem einen Ende
einen Schraubabschnitt 56a beispielsweise in Form eines Sechskant-Schraubenkopfes
auf. Dadurch ist ein Verdrehen der Zugstange 56 möglich. Dieses Verdrehen führt zu
einem Drehen des Außengewindes in einer korrespondierenden Gewindeöffnung in der Rollenhalterung
18b und damit je nach Rotationsrichtung der Zugstange zu einem translatorischen Bewegen
des Federanschlags 52 auf die Schraubenfeder 51 zu und/oder von ihr weg. Auf diese
Weise ist eine einfach aufgebaute Schraubenfedervorspannungs-Einstellvorrichtung geschaffen.
Damit kann die Vorspannung der Schraubenfeder 51 an die Erfordernisse vor Ort, beispielsweise
die Art und Weise des in Figur 5e nicht dargestellten Zugmittels 2, angepasst werden.
[0053] Alternativ ist der Federanschlag 52 mittels einer Scheibe gebildet, die zwischen
dem in diesem Fall endseitig ausgebildeten Schraubabschnitt 56a und der Schraubenfeder
51 angeordnet ist.
[0054] Die Rollenhalterung 18b ist zwar mittels der vorbeschriebenen Schraubelemente 43
am Lochblech angebracht, jedoch nicht ortsfest. D. h. die Rollenhalterung 18b ist
in den Langlöchern 20, in denen die Schraubelemente 43 aufgenommen sind, translatorisch
bewegbar gelagert. Dadurch ist die Schraubenfeder 51 in der Lage, die Rollenhalterung
18b mit der daran ortsfest und frei rotierbar angeordnete Umlenkrolle 18a über den
Federanschlag 52 zu sich "heranzudrücken" und damit das Zugmittel 2 zugbeaufschlagt
zu spannen.
[0055] Figur 5f zeigt die Halterung 54 im Detail. In dieser Ansicht sind besonders gut die
Einsetzabschnitte 54a erkennbar, die in Richtung des jeweiligen Langlochs 20 oder
der jeweiligen Ausnehmung 16a vorzugsweise gebogen sind. Zum Hindurchführen der vorzugsweise
Schraube der Befestigung 55 ist eine Befestigungsöffnung 54b ausgebildet. Ferner ist
eine Durchgangsöffnung 54c vorhanden, durch die hindurchgehend die Zugstange 56 angeordnet
ist.
[0056] Figur 6 zeigt eine Anordnung einer ersten elektrischen Komponente 24 in der Trägereinheit
1, die beispielsweise ein Netzteil oder eine Steuerung betreffen kann. Hierfür ist
ein Aufnahmeelement 23 vorgesehen, das winkelförmig ausgeführt ist und ebenfalls über
Hammerschrauben 41 in der Montageschiene 40 der Trägereinheit 1 befestigt ist. Die
Verschraubung der ersten elektrischen Komponente 24 mit dem Aufnahmeelement 23 erfolgt
wiederum über Schraubelemente 43. Ist eine Montageschiene 40 in der vorhandenen Trägereinheit
1 nicht vorhanden, so kann die Montage der einzelnen Komponenten der Montagevorrichtung
auch durch eine direkte Verschraubung im Blechmaterial der Trägereinheit 1 erfolgen.
[0057] Figur 7a zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Anordnung einer zweiten elektrischen
Komponente 26 mittels eines Aufnahmemoduls 25 an der Trägereinheit (hier nicht gezeigt).
Die zweite elektrische Komponente 26 wird über das Aufnahmemodul 25 mit der nicht
dargestellten Trägereinheit 1 verschraubt, wobei die Verschraubung wieder über Hammerschrauben
41 angedeutet ist. Oberhalb des Aufnahmemoduls 25 sind die Hammerschrauben 41 über
Distanzstücke 46 aufgenommen, um einen vorgegebenen Abstand des Aufnahmemoduls 25
zur nicht dargestellten Trägereinheit 1 sicherzustellen. Die zweite elektrische Komponente
26 kann als Steuerung ausgeführt sein, wobei die erste elektrische Komponente vorzugsweise
ein Netzteil umfasst. Die Distanzstücke 46 sind von Vorteil, da eine Verkabelung genutzt
werden kann, die an der ursprünglichen Trägereinheit 1 bereits vorhanden ist, insbesondere
wenn diese an der elektrischen Komponente 26 vorbei geführt werden muss. Wie dargestellt,
weist das Aufnahmemodul 25 vorzugsweise Befestigungsöffnungen 25a auf, in die die
Komponente 26 mittels Klemmfedern 26a fest geklemmt ist. Dadurch sind die Montage
der Komponente 26 in besagter Trägereinheit 1 und die Erweiterung dieser Komponente
26 besonders einfach. Zunächst wird das Aufnahmemodul 25 am Tragprofil befestigt.
Daraufhin wird die Komponente 26 einfach auf das Aufnahmemodul 25 geschoben und mit
diesem verklemmt. Aufgrund vorteilhafterweise mehr Befestigungsöffnungen 25a am Aufnahmemodul
25, als Klemmfedern 26a an der Komponente 26 vorhanden sind, können, wie nachstehend
in Bezug auf Figur 7c näher erläutert, noch andere, in Figur 7b nicht dargestellte
elektrische Komponenten über ein und dasselbe Aufnahmemodul 25 am Trägerprofil 1 angebracht
werden.
[0058] Alternativ erfolgt die Anbringung der Komponenten 26 am Aufnahmemodul 25 mittels
Verrastens oder Verschraubens. Auch unlösbare Verbindungen sind möglich.
[0059] Figur 7b zeigt die Anordnung des Aufnahmemoduls 25 über Distanzstücke 46 und Hammerschrauben
41 an der Trägereinheit 1. Im Aufnahmemodul 25 ist die zweite elektrische Komponente
26 aufgenommen, die einen lateralen Abstand zum Zahnriemen 2 aufweist. Die Hammerschrauben
41 sind vorzugsweise mittels Muttern 48 an der Trägereinheit 1 befestigt bzw. in ihrer
Position fixiert bzw. arretiert. Es ist jedoch jede andere Art von Arretierung im
oder am Trägerprofil 1 möglich.
[0060] Figur 7c zeigt eine weitere Ausführungsform der elektrischen Komponenten der Antriebseinheit,
wobei neben der zweiten elektrischen Komponente 26 eine elektrische Zusatzkomponente
47 im Aufnahmemodul 25 aufgenommen ist, das wiederum über Distanzstücke 46 und Hammerschrauben
41 an der nicht dargestellten Trägereinheit 1 montiert werden kann. Die elektrische
Zusatzkomponente 47 kann beispielsweise eine Absicherung für Nebenschlusskanten oder
eine Fluchtwegsteuerung umfassen und als zusätzliches Funktionsmodul in der Antriebseinheit
wirken. Die Zusatzkomponente 47 umfasst vorzugsweise ebenfalls diesmal beispielhaft
eine Klemmfeder 47a zum Einsetzen und Arretieren in der zugehörigen Befestigungsöffnung
25a des Aufnahmemoduls 25. Die Klemmfeder 47a ist vorzugsweise analog den Klemmfedern
26a der Komponente 26 ausgebildet und weist vorteilhafterweise in Richtung Komponente
26. Dadurch können die Komponenten 26, 47 unabhängig voneinander am Aufnahmemodul
25 angebracht werden, was insbesondere Vorteile bei einer etwaigen Nachrüstung mit
zusätzlichen elektrischen Komponenten bietet. Das Aufnahmemodul 25 ermöglicht somit
eine modulartige Anordnung mehrerer elektrischer Komponenten, die sowohl einzeln als
auch in gemeinsamer Anordnung eine Funktion erfüllen können. Das Aufnahmemodul 25
kann selbstverständlich wesentlich mehr Befestigungsöffnungen 25a aufweisen, sodass
wesentlich mehr elektrische Komponenten angebracht werden können oder auch in ihrer
Montageposition zueinander variabel angebracht werden können.
[0061] In den Figuren 8a bis 8f sind mehrere Ansichten einer Universalblende 27 dargestellt,
die ebenfalls Bestandteil der Montagevorrichtung der erfindungsgemäßen Antriebseinheit
sein kann. Die Universalblende 27 kann auf einer Innenverkleidung der nicht dargestellten
Trägereinheit 1 angeordnet sein. Die Universalblende 27 kann zur Aufnahme und/oder
zur Anordnung weiterer Funktionskomponenten der Antriebseinheit, wie eines Programmschalters
28 oder einer Betätigungsvorrichtung zur Fremd- oder Handentriegelung, ausgebildet
sein. Die Universalblende 27 kann mittels eines Laserstrahlschneidverfahrens oder
mittels eines Stanzverfahrens aus einem Stahlblech, einem Aluminiumblech oder aus
einer Kunststoffplatte hergestellt sein und auf die Innenverkleidung aufgeklebt, aufgeschraubt,
geklemmt, gerastet oder mittels eines Klettverschlusses aufgebracht werden. Ferner
kann die Universalblende 27 Ausbruchbereiche 29 aufweisen, um wahlweise Öffnungen
in der Universalblende 27 zu schaffen, in denen der Programmschalter 28 oder Anzeigemittel,
etc. eingesetzt sind. In den Figuren 8a bis 8f sind verschiedene Kombinationen aus
Programmschaltem 28 und Ausbruchbereichen 29 gezeigt, wobei ferner eine optische Anzeige,
Elemente wie Leuchtdioden etc. sowie Aufkleber auf der Oberfläche der Universalblende
27 aufgebracht sein können. Die Anzeigemittel können einen erforderlichen Service
anzeigen, einen Betriebszustand angeben oder auf den Namen des Herstellers hinweisen.
[0062] Um die Ausbruchsbereiche 29 nach außen unsichtbar machen zu können, ist vorzugsweise
eine Abdeckung 49 vorgesehen, die auf die Universalblende 27 aufgesetzt ist. Die Abdeckung
49 kann einfach mittels eines Aufklebers gebildet sein, der beispielsweise Informationen
wie Wamhinweise, Typenangaben oder dergleichen aufweist. Alternativ ist die Abdeckung
49 mittels eines eigenständigen Blendenteils gebildet, das auf die Universalblende
beispielsweise mittels Verrastens aufgeklipst ist. Dies ist insbesondere günstig,
wenn an der Universalblende 27 nach außen hin erhabene Bereiche vorliegen. Diese können
von dem (zusätzlichen) Blendenteil elegant abdeckt werden.
[0063] Im Ergebnis ist durch die Erfindung ein Nachrüstsatz geschaffen, der es ermöglicht,
Komponenten eines Schiebetürantriebs in eine Vielzahl von Trägereinheiten, also Trägerprofilen,
zu integrieren, im Wesentlichen unabhängig davon, wie diese konkret gestaltet sind.
[0064] Ist eine Trägereinheit nicht vorhanden, können die vorbeschriebenen Komponenten über
die angegebenen Halterungen auch direkt an beispielsweise eine Wand oder Decke eines
Raums angebracht werden. Die vorbeschriebene Trägereinheit 1 wird somit mittels der
jeweiligen Wand und/oder Decke gebildet.
[0065] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Trägereinheit
- 2
- Zugmittel, Zahnriemen
- 3
- Laufwagen
- 4a, 4b
- Mitnehmerelement
- 4c
- Ausnehmung
- 5
- Langloch
- 6
- Klemmplatte
- 6a
- Vorsprung
- 7
- Klammerelement
- 8
- Distanzbuchse
- 9
- Motor
- 10
- Getriebe
- 11
- plattenförmiges Motorhaltemodul
- 12
- winkelförmiges Motorhaltemodul
- 13
- Gewindebohrung
- 14
- Distanzbuchse
- 15
- Langloch
- 16
- Lochblech
- 16a
- Ausnehmung
- 17
- Winkelleiste
- 18
- Umlenkeinheit
- 18a
- Umlenkrolle
- 18b
- Rollenhalterung
- 18c
- Durchgangsöffnung
- 18d
- Einsetzabschnitt
- 19
- Verriegelungseinheit
- 19a
- Riegelbolzen
- 19b
- Verriegelungsrad
- 20
- horizontales Langloch
- 21
- vertikales Langloch
- 22
- Langloch
- 23
- Aufnahmeelement
- 24
- erste elektrische Komponente
- 25
- Aufnahmemodul
- 25a
- Befestigungsöffnung
- 26
- zweite elektrische Komponente
- 26a
- Klemmfeder
- 27
- Universalblende
- 28
- Programmschalter
- 29
- Ausbruchbereich
- 30
- kurzer Schenkel
- 31
- Schraubelement
- 32
- Laufwagen
- 33
- Laufrolle
- 34
- Laufschiene
- 35
- Flügelaufnahme
- 36
- Zahnriemenrad
- 37
- Schraubelement
- 38
- Motorhalter
- 39
- Gewindebohrung
- 40
- Montageschiene
- 41
- Hammerschraube
- 42
- Verstärkungsstruktur
- 43
- Schraubelement
- 44
- Schraubbohrung
- 45
- Gewindeleiste
- 45a
- Gewindeöffnung
- 45b
- Gewindeöffnung
- 46
- Distanzstück
- 47
- elektrische Zusatzkomponente
- 47a
- Klemmfeder
- 48
- Mutter
- 49
- Abdeckung
- 50
- Zugmittelspannvorrichtung
- 51
- Spannfeder
- 52
- bewegbarer Federanschlag
- 53
- ortsfester Federanschlag
- 54
- Halterung
- 54a
- Einsetzabschnitt
- 54b
- Befestigungsöffnung
- 54c
- Durchgangsöffnung
- 55
- Befestigung
- 56
- Zugstange
- 56a
- Schraubabschnitt
1. Nachrüstsatz für zumindest einen entlang eines Verfahrweges bewegbaren Flügel, der
in einer sich in Bewegungsrichtung des zumindest einen Flügels erstreckenden Trägereinheit
(1) beweglich aufgenommen ist, aufweisend
• Komponenten (2, 3, 4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32, 36, 47) eines Antriebs,
der eingerichtet ist, den zumindest einen Flügel automatisch zu verfahren, sowie
• Halterungen (11, 12, 17, 23, 25, 38, 45),
- an denen, im Montagezustand, jeweilige der Komponenten (10, 18) ortsfest angebracht
sind, sodass jede Halterung (11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) mit der bzw. den an ihr befestigten
Komponenten (2, 3, 4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32, 36, 47) ein jeweiliges
Anbringmodul bildet, und
- die an oder in die Trägereinheit (1) ortsfest anbringbar bzw, integrierbar gestaltet
sind.
2. Nachrüstsatz nach Anspruch 1, wobei die Trägereinheit (1) einen Anbringabschnitt (40)
aufweist, an dem zumindest eine der Halterungen (11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) mittels
an ihr angeordneter Befestigungsmittel (41) ortsfest angebracht ist.
3. Nachrüstsatz nach Anspruch 2, wobei
• die Befestigungsmittel (41) der zumindest einen Halterung (11, 12, 17, 23, 25, 38,
45) Schrauben, Hammerschrauben (41) und/oder Gleitstücke umfassen, in die Verspannschrauben
eingeschraubt sind, und
• der Anbringabschnitt (40) derart gestaltet ist, dass, bei einer Montage, die Befestigungsmittel
(41) der zumindest einen Halterung (11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) in den Anbringabschnitt
(40) eingeschoben und an einer jeweiligen gewünschten Position in Bezug auf die Trägereinheit
(1) arretiert bzw. gegen den Anbringabschnitt (40) verspannt sind.
4. Nachrüstsatz nach Anspruch 3, wobei der Anbringabschnitt (40) mittels zumindest einer
C-förmigen Montageschiene (40) gebildet ist.
5. Nachrüstsatz nach Anspruch 3 oder 4, wobei zumindest eine der Halterungen (11, 12,
17, 38) zumindest ein Langloch (15, 22) aufweist,
• das im Wesentlichen quer zu dem Verfahrweg des zumindest einen Flügels im Bereich
der zumindest einen Halterung (11, 12, 16, 17, 38) verläuft und
• durch das hindurchgehend eines der Befestigungsmittel (40) geführt und mit der jeweils
angebrachten Komponente (10, 16) verschraubt oder mit der jeweiligen Halterung (11,
12, 17, 38) verspannt ist.
6. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei zumindest eine der Halterungen
(11, 12, 17, 38) zumindest ein Langloch (15, 21) aufweist, durch das eine jeweilige
Befestigungsschraube hindurchgeführt und mit der jeweils angebrachten Komponente (10)
oder anderen Halterung (17) fest verschraubt ist.
7. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei
• die Komponenten (2, 3, 4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32, 36, 47)
- einen Antriebsmotor (9) sowie
- ein an dem Antriebsmotor (9) ortsfest angebrachtes und mit dem Antriebsmotor (9)
in Wirkverbindung stehendes Getriebe (10) umfassen und
• die Halterungen (11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) einen Antriebshalter(11, 12) umfassen,
an denen der Antriebsmotor (9) und/oder das Getriebe (10) ortsfest angebracht ist
bzw. sind.
8. Nachrüstsatz nach Anspruch 7, wobei
• der Antriebshalter (11, 12) als plattenförmiges Haltemodul (11) ausgeführt ist und
• der Antriebsmotor (9) und/oder das Getriebe (10) Gewindebohrungen (13) aufweist
bzw. aufweisen, in die im Montagezustand durch das Haltemodul (11) hindurchgehend
Schrauben (31) mit der Einheit aus Motor (9) und Getriebe (10) verschraubt sind.
9. Nachrüstsatz nach Anspruch 7, wobei der Antriebshalter (11, 12)
• mehrere Haltemodule (11) nach Anspruch 8, die in einer zueinander planparallelen
Stapelanordnung zwischen dem Getriebe (10) und der Trägereinheit (1) angeordnet sind,
und/oder
• Distanzbuchsen (14) aufweist, die zwischen dem Getriebe (10) und dem bzw. den Haltemodule/n
(11) angeordnet sind.
10. Nachrüstsatz nach Anspruch 7, wobei der Antriebshalter (11, 12) als winkelförmiges
Haltemodul (12) ausgeführt ist, welches Langlöcher (15) derart aufweist, dass ein
Lageausgleich der Einheit aus Motor (9) und Getriebe (10) sowohl in einer Höhenrichtung
als auch in einer Richtung sowohl quer zu der Höhenrichtung als auch quer zu der Richtung
des Verfahrwegs des zumindest einen Flügels geschaffen ist.
11. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei der Antrieb und/oder die
Komponenten (2, 3, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 28, 32, 47)
• zumindest ein Zugmittel (2) und
• für jeden mittels des zumindest einen Zugmittels (3) anzutreibenden Flügel zumindest
einen Laufwagen (3, 32) aufweist bzw, umfassen,
• wobei die Komponenten (2, 3, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 28, 32, 47) für jeden Laufwagen
(3, 32) ein jeweiliges Mitnehmerelement (4a, 4b) umfassen, das
- einen Anliegeabschnitt (30), gestaltet, mit einem jeweiligen Trum des Zugmittels
(2) in Antriebs-Wirkverbindung gebracht zu werden, und
- einen Anbringabschnitt aufweist, gestaltet, an dem zugehörigen Laufwagen (3, 32)
ortsfest angebracht zu werden.
12. Nachrüstsatz nach Anspruch 11, wobei die Komponenten (2, 3, 9, 10, 18, 19, 24, 26,
28, 32, 47) ferner eine Umlenkeinheit (18) umfassen, wobei das zumindest eine Zugmittel
(2) und die Umlenkeinheit (18) derart gestaltet und angeordnet sind, dass das zumindest
eine Zugmittel (2) im Montagezustand mit der Umlenkeinheit (18) kraft- und/oder formschlüssig
in Wirkeingriff steht.
13. Nachrüstsatz nach Anspruch 11 oder 12, wobei
• der Anliegeabschnitt (30) des jeweiligen Mitnehmerelements (4a, 4b) mit einer Seite
an einer Seite des zugehörigen Zugmittel (2) anliegt und
• das jeweilige Mitnehmerelement (4a, 4b) ferner
- eine Klemmplatte (6), die an einer der einen Seite des Zugmittels (2) gegenüberliegenden
Seite anliegt, und
- ein Klammerelement (7) aufweist, das gestaltet ist, den Anliegeabschnitt (30), das
Zugmittel (2) und die Klemmplatte (6) miteinander zu verklemmen.
14. Nachrüstsatz nach Anspruch 13, wobei der Anliegeabschnitt (30) und/oder die Klemmplatte
(6) an einer dem Zugmittel (2) zugewandten Seite komplementär zu einer Form der jeweils
gegenüberliegenden, zugewandten Seite des Zugmittels (2) ausgebildet ist bzw. sind
oder Ausnehmungen aufweist bzw. aufweisen, sodass das Zugmittel (2) mit dem Anliegeabschnitt
(30) bzw. der Klemmplatte (6) formschlüssig in Wirkeingriff steht.
15. Nachrüstsatz nach Anspruch 14, wobei das zumindest eine Zugmittel (2) als Zahnriemen
(2) ausgeführt ist.
16. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei der Anliegeabschnitt (30) mittels
eines Schenkels (30) gebildet ist, der sich in einem vorbestimmten Winkel von dem
Anbringabschnitt des jeweiligen Mitnehmerelements (4a, 4b) weg erstreckt.
17. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei die Klemmplatte (6) Eingriffsvorsprünge
(6a) oder Ausnehmungen und das zugehörige Mitnehmerelement (4a, 4b) korrespondierende
Ausnehmungen (4c) oder Vorsprünge aufweist, die jeweils quer zu einer Erstreckungsrichtung
des Zugmittels (2) derart ausgebildet sind, dass die Klemmplatte (6) und das zugehörige
Mitnehmerelement (4a, 4b) über diese Vorsprünge (6a) und Ausnehmungen (4c) in Richtung
Verfahrweg des jeweiligen Flügels miteinander in Mitnehmer-Eingriff gelangen.
18. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 11 bis 17, wobei zwischen dem zumindest einem
der Laufwagen (3, 32) und dem zugehörigen Mitnehmerelement (4a, 4b) wenigstens eine
Distanzbuchse (8) vorgesehen ist, sodass ein vorbestimmtes Abstandsmaß zwischen dem
zumindest einem der Laufwagen (3, 32) und dem zugehörigen Mitnehmerelement (4a, 4b)
eingehalten ist.
19. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei der Anbringabschnitt zumindest
eines der Mitnehmerelemente (4a, 4b) Langlöcher (5) aufweist,
• durch die Schrauben (31) hindurchgeführt und an dem zugehörigen Laufwagen (3, 32)
befestigt sind, und
• die im Wesentlichen parallel zu einer Aufhängerichtung des zumindest einen Flügels
verlaufen.
20. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei zumindest eine der Halterungen
(16, 17) mittels einer Anordnung gebildet ist, die ein Lochblech (16) und eine Winkelleiste
(17) derart aufweist, dass die angebrachte zumindest eine Komponente (18, 19) in variabler
Position an der Trägereinheit (1) anordbar ist.
21. Nachrüstsatz nach Anspruch 20, wobei das Lochblech (16) im Wesentlichen parallel zu
einer Aufhängerichtung des zumindest einen Flügels verlaufende Langlöcher (21) aufweist,
über die das Lochblech (16) mit der Winkelleiste (17) verschraubt ist.
22. Nachrüstsatz nach Anspruch 20 oder 21, wobei die angebrachte Komponente (18, 19) mittels
einer Umlenkeinheit (18), einer Verriegelungseinheit (19) oder einer Einheit aus Umlenkeinheit
(18) und Verriegelungseinheit (19) gebildet ist.
23. Nachrüstsatz nach Anspruch 22, wobei das Lochblech (16) im Wesentlichen parallel zu
einer Längserstreckung der Trägereinheit (1) im Bereich des Lochblechs (16) verlaufende
Langlöcher (20) aufweist, durch die hindurchgehend Schrauben (43) mit der Umlenkeinheit
(18), der Verriegelungseinheit (19) bzw. der Einheit aus Umlenkeinheit (18) und Verriegelungseinheit
(19) verschraubt ist.
24. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 20 bis 23, wobei die Winkelleiste (17) Langlöcher
(22) aufweist, die im Wesentlichen quer zu einer Längserstreckung der Trägereinheit
(1) im Bereich der Winkelleiste (17) und quer zu einer Aufhängerichtung des zumindest
einen Flügels ausgebildet sind.
25. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei zumindest eine der Halterungen
(11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) mittels eines ersten Aufnahmemoduls (23) gebildet ist,
das eingerichtet ist, eine erste elektrische Komponente (24) der Komponenten (2, 3,
4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32, 36, 47) ortsfest aufzunehmen.
26. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei zumindest eine der Halterungen
(11, 12, 17, 23, 25, 38, 45) mittels eines zweiten Aufnahmemoduls (25) gebildet ist,
das eingerichtet ist, wahlweise wenigstens eine zweite elektrische Komponente (26)
der Komponenten (2, 3, 4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32, 36, 47) ortsfest aufzunehmen.
27. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, ferner aufweisend eine Universalblende
(27), die
• auf einer Innenverkleidung der Trägereinheit (1) anordbar ausgebildet ist und
• zur Aufnahme und/oder zur Anordnung weiterer Funktionskomponenten des Antriebs ausgebildet
ist.
28. Nachrüstsatz nach Anspruch 27, wobei die weiteren Funktionskomponenten einen Programmschalter
(28) und/oder eine Betätigungsvorrichtung umfassen, die eingerichtet ist, den zumindest
einen Flügel fremd- oder per Hand zu entriegeln.
29. Nachrüstsatz nach Anspruch 27 oder 28, wobei die Universalblende (27) mittels eines
Laserstrahlschneidverfahrens oder mittels eines Stanzverfahrens aus einem Stahlblech,
einem Aluminiumblech oder aus einer Kunststoffplatte hergestellt ist und auf die Innenverkleidung
geklebt, geschraubt oder mittels eines Klettverschlusses aufgebracht ist.
30. Nachrüstsatz nach einem der Ansprüche 27 bis 29, wobei die Universalblende (27) Ausbruchbereiche
(29) aufweist, mittels deren Ausbrechens aus der Universalblende (27) Öffnungen in
der Universalblende (27) zur Aufnahme von zusätzlichen Elementen (28) des Antriebs
schaffbar sind.
31. Nachrüstsatz nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei die Halterungen (11, 12,
17, 23, 25, 38, 45) und Komponenten (2, 3, 4a, 4b, 6, 7, 9, 10, 18, 19, 24, 26, 32,
36, 47) gemäß der Art der jeweils nachzurüstenden Flügel als Montagesystem kommissioniert
sind.
32. Automatische Schiebetür, aufweisend
• zumindest eine Trägereinheit (1) in Form eines Tragprofils,
• zumindest einen in dem Tragprofil bewegbar gelagerten Schiebetürflügel und
• einen Schiebetürantrieb, der
- zumindest teilweise mittels eines Nachrüstsatzes nach einem der vorhergehenden Ansprüche
gebildet ist und
- eingerichtet ist, den zumindest einen Schiebetürflügel entlang dessen Verfahrwegs
in zumindest eine Richtung anzutreiben.