[0001] Die Erfindung betrifft einen Rolladenkasten mit den Rolladenkasten seitlich abschließenden
Blendkappen.
[0002] Eine Blendkappe für einen Rolladen ist aus der
DE 296 19 426 U1 bekannt. Dort wird eine Blendkappe als Seitenteil für Rolladenkästen mit einer Platte
zum Aufbringen von Aggregaten und einem Übergang zu einer Rolladenschiene beschrieben,
wobei die Platte zum Aufbringen von Aggregaten über nichtmetallische Brücken mit der
Blendkappe verbunden ist.
[0003] Derartige Blendkappen werden sowohl in Rolladenkästen aus Blech, beispielsweise Aluminiumband
mit einer Stärke von 1 mm, als auch in stranggepreßten Rolladenkästen verwendet. Blendkappen
für Rolladenkästen aus Blech weisen vorzugsweise einen umlaufenden Rand auf, der die
Schnittfläche des Rolladenkastens abdeckt. Will man solche Blendkappen bei Rolladenkästen
verwenden, die aus stranggepreßtem Material bestehen, stellt sich das Problem, daß
letztere eine deutlich größere Materialstärke aufweisen, beispielsweise 2,5 mm. Daher
deckt der seitliche Rand der Blendkappe bei stranggepreßten Rolladenkästen nicht vollständig
die Schnittkanten des Rolladenkastens ab, was in ästhetischer Hinsicht wenig ansprechend
ist. Würde man die Randstärke der Blendkappen erhöhen, würde dies wiederum den Nachteil
mit sich bringen, daß bei den relativ dünnwandigen Roltadenkästen aus Blech die Blendkappen
seitlich überstehen. Außerdem würden dann die Führungsschienen um die Differenz der
Randstärke von der gemeinsamen Montagefläche (z.B. Hauswand oder Fassade) abstehen,
was einer sachgemäßen Montage entgegenstünde.
[0004] Somit ist es erforderlich, für Rolladenkästen aus Blech und für stranggepreßte Rolladenkästen
jeweils den Größenverhältnissen des Rolladenkastens angepaßte Blendkappen und Führungsschienen
vorzusehen, was in logistischer Hinsicht sehr aufwendig ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Rolladenkasten mit den Rolladenkasten seitlich
abschließenden Blendkappen zu schaffen, die ohne seitlich überzustehen die jeweiligen
Schnittkanten des Rolladenkastens abdecken, gleich ob es sich um einen Rolladenkasten
aus Blech oder um einen stranggepreßten Rolladenkasten handelt. Zudem soll nur eine
Führungsschiene für beide Varianten erforderlich sein.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Blendkappen an ihrem Umfang
Distanznocken aufweisen.
[0007] Durch diese Distanznocken, die über den Umfang der Blendkappe im Berührungsbereich
mit dem Rolladenkasten angeordnet sind, ist sichergestellt, daß bei den relativ dünnwandigen
Rolladenkästen aus Blech die Blendkappen bündig mit den Außenflächen des Rolladenkastens
abschließen. Außerdem wird die Verwendung einer gemeinsamen Führungsschienen für die
verschiedenen Rolladenkästen ermöglicht.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, daß bei einem stranggepreßten Rolladenkasten
der Rolladenkasten an seiner Innenseite im Bereich der Distanznocken der Blendkappe
Nuten aufweist, welche breiter sind als die Distanznocken.
[0009] Hierdurch ist sichergestellt, daß die Distanznocken bei der Verwendung der Blendkappe
in einem stranggepreßten Rolladenkasten in die Nuten desselben eingreifen, so daß
auch in diesem Falle die Blendkappe bündig mit den Außenflächen des Rolladenkastens
und der Führungsschienen abschließen.
[0010] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
[0011] Es zeigen
- Fig. 1a
- eine erfindungsgemäße Blendkappe in einem stranggepreßten Rolladenkasten in Seitenansicht,
- Fig. 1b
- eine Detaildarstellung zu Fig. 1a,
- Fig. 2a
- eine erfindungsgemäße Blendkappe in einem Rolladenkasten aus Blech in Seitenansicht
und
- Fig. 2b
- eine Detaildarstellung zu Fig. 2a.
[0012] Wie aus den Fig. 1a, 1b, 2a und 2b ersichtlich, weist die erfindungsgemäße Blendkappe
1 über ihren Umfang verteilte Distanznocken 2 auf, die bei einem Rolladenkasten 3
aus stranggepreßtem Material (Fig. 1a und 1b) in Nuten 4 an der Innenseite des Rolladenkastens
3angeordnet sind, welche (zumindest geringfügig) breiter sind als die Distanznocken
2 der Blendkappe 1.
[0013] Hierdurch ist sichergestellt, daß die Distanznocken 2 problemlos in die Nuten 4 eingreifen
können. Somit ist sichergestellt, daß die Blendkappe 1 bündig mit den Außenflächen
des Rolladenkastens 3 abschließt.
[0014] Bei einem Rolladenkasten aus Blech (Fig. 2a und 2b) liegen die Distanznocken 2 hingegen
an der Innenwand des Rolladenkastens 3 an und stellen auf diese Weise einen bündigen
Abschluß der Blendkappe 1 mit den Außenflächen des Rolladenkastens 3 und den Führungsschienen
sicher.
1. Rolladenkasten mit den Rolladenkasten seitlich abschließenden Blendkappen, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendkappen (1) an ihrem Umfang Distanznocken (2) aufweisen.
2. Rolladenkasten gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem stranggepreßten Rolladenkasten (3) der Rolladenkasten (3) an seiner Innenseite
im Bereich der Distanznocken (2) der Blendkappe (1) Nuten (4) aufweist, welche breiter
sind als die Distanznocken (2).
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