[0001] Die Erfindung betrifft ein Strömungsleitelement zur Anordnung in einem Wärmetauscher
zu einer den Wärmetausch beeinflussenden Strömungsführung eines Fluids entlang einer
Hauptströmungslängsrichtung von einem Fluideintritt zu einem Fluidaustritt. Die Erfindung
betrifft weiter einen Wärmetauscher zum Wärmetausch zwischen einem ersten Fluid und
einem zweiten Fluid.
[0002] Bei einem Wärmetauscher wird zum Wärmetausch zwischen einem ersten Fluid, beispielsweise
einem Abgas oder einer Ladeluft, und einem zweiten Fluid, beispielsweise einem Kühlmittel,
auf zunehmend engem Bauraum ein Wärmetausch zwischen dem ersten und zweiten Fluid
umgesetzt. Dazu weist ein Wärmetauscher üblicherweise einen in einem Gehäuse angeordneten
Block zu voneinander getrennten und wärmetauschenden Führung des ersten Fluids und
des zweiten Fluids entlang einer Hauptströmungslängsrichtung von einem Fluideintritt
zu einem Fluidaustritt auf.
[0003] Dadurch kann, beispielsweise bei einem Abgaswärmetauscher zur Kühlung von Abgas,
ein Abgas bei bis zu 750° C mit einem Motorkühlmittel abgekühlt werden. Es hat sich
gezeigt, dass insbesondere in Bereichen eines Eintritts des ersten Fluids in den Wärmetauscher
die Temperaturunterschiede zwischen dem ersten Fluid und dem zweiten Fluid vergleichsweise
groß sind. Insgesamt ist es wünschenswert, beispielsweise in Bereichen wie dem vorgenannten
Eintrittsbereich, eine Kühlung bzw. einen Wärmetausch zwischen dem ersten und zweiten
Fluid, besonders effektiv zu gestalten.
[0004] Dazu ist es bekannt, zu einer den Wärmetausch zwischen den Fluiden beeinflussenden
Strömungsführung für wenigstens eines der Fluids, insbesonderefür das zweite Fluid,
ein Strömungsleitelement vorzusehen. Grundsätzlich kann unter einem Strömungsleitelement
jedes die Strömung eines Fluid beeinflussende Element verstanden werden, beispielsweise
auch ein Turbulenzblech, wie es in der Anmeldung der Anmelderin unter dem Aktenzeichen
der Anmelderin 05-B-186 beschrieben ist.
[0005] Solche oder andere Strömungsleitelemente können als Einzelteile in einen Strömungskanal,
z. B. ein Flachrohr, eingesetzt und mit diesem verlötet werden, oder auch ein einstückiger
Bestandteil eines Rohres oder einer Scheibe sein. So ist beispielsweise aus
DE 29622191 U1 ein Plattenwärmeübertrager bekannt, bei welchem zwischen den Scheiben Turbulenzbleche
der vorgenannten Art angeordnet sind. Ausbildungen von einstückigen Innenrippen mit
Flachrohr gehen aus den Druckschriften
EP 1 281 923 A2,
US 2757628 A,
FR 2769359 A und
EP 0 646 231 B hervor. So ist beispielsweise aus
DE 10242188 A1 der Anmelderin ein Flachrohr-Wärmeübertrager mit einem gelöteten Rohr/Rippensystem
bekannt, wobei die Rohre vorzugsweise von einem flüssigen Medium und die Rippen vorzugsweise
von Luft durchströmt werden.
[0006] Obwohl sich solche Turbulenzen erzeugende Strömungsleitelemente als vorteilhaft zur
Unterstützung des Wärmetauschs erwiesen haben, hat sich gezeigt, dass - insbesondere
bei dem Bedürfnis eines effektiver zu gestaltenden Wärmetausches in Anbetracht abnehmender
Bauraumverfügbarkeit und zunehmender Temperaturunterschiede zwischen dem ersten und
zweiten Fluid - ein gesteigerter Bedarf an besonders hohen Wärmetauschraten besteht
und eine über die Erzeugung einer Turbulenz hinausgehende Unterstützung des Wärmetauschs
wünschenswert ist.
[0007] An dieser Stelle setzt die Erfindung an, deren Aufgabe es ist, eine Vorrichtung,
insbesondere ein Strömungsleitelement und/oder einen Wärmetauscher anzugeben, mittels
der ein Wärmetausch zwischen dem ersten Fluid und dem zweiten Fluid besonders effektiv
gestaltet werden kann, insbesondere die Strömungsführung eines Fluids vorteilhaft
beeinflusst werden kann.
[0008] Betreffend das Strömungsleitelement wird die Aufgabe durch die Erfindung mit einem
Strömungsleitelement der eingangs genannten Art gelöst, bei dem erfindungsgemäß eine
sich in Hauptströmungslängsrichtung erstreckende flächige Grundebene vorgesehen ist,
wobei sich über die Grundebene hinaus wenigstens teilweise seitliche Begrenzungsstrukturen
zur Bildung und wenigstens teilweisen seitlichen Begrenzung einer Anzahl von Strömungspfaden
erheben und zur Beeinflussung der Strömungsführung in Hauptströmungslängsrichtung
wenigstens ein Strömungspfad einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand zwischen zwei
dem Strömungspfad zugeordneten seitlichen Begrenzungsstrukturen und einen strömungsabwärtigen
zweiten Abstand der seitlichen Begrenzungsstrukturen aufweist, wobei die Abstände
unterschiedlich sind. Die Abstände bzw. der Unterschied der Abstände ist vorzugsweise
derart, dass ein dem Strömungspfad zugeordneter Druckverlust des Fluids von einer
dem strömungsaufwärtigen ersten Abstand zugeordneten ersten Stelle zu einer dem strömungsabwärtigen
zweiten Abstand zugeordneten zweiten Stelle anders ist als ein Druckverlust eines
gedachten Strömungspfades mit im Wesentlichen gleich beabstandeten Begrenzungsstrukturen
ist.
[0009] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass ein Turbulenzblech, wie es aus dem
Stand der Technik bekannt ist, oder andere Strömungsleitelemente, beispielsweise in
Form einer Kühlmittelrippe o. dgl. üblicherweise nicht ausgelegt ist, eine vergleichsweise
homogene Fluidverteilung bzw. eine den Temperaturverteilungen im Wärmetauscher angemessene
Verteilung eines Fluids zu unterstützen. Vielmehr hat sich gezeigt, dass übliche Strömungsleitelemente
in noch zu verbessernder Weise vergleichsweise übermäßig viel Fluidströmung auf direktem
Weg zwischen Fluideintritt und Fluidaustritt zulassen. Die Erfindung geht von der
Überlegung aus, dass es jedoch - insbesondere im Bereich eines Fluideintritts, vorzugsweise
auch im Bereich eines Fluidaustritts - vergleichsweise kritische Stellen im Wärmetauscher
gibt. Solche kritischen Stellen sollten aufgrund ihrer Temperaturverteilung - nämlich
insbesondere eines vergleichsweise hohen Temperaturunterschieds zwischen dem ersten
Fluid, z.B. Abgas, und zweiten Fluid, z. B. Kühlmittel - besonders bevorzugt mit einem
den Wärmetausch - unterstützenden Fluid beaufschlagt werden. Umgekehrt sollte gemäß
der Überlegung der Erfindung ein übermäßiger Strömungsfluss direkt vom Fluideintritt
zum Fluidaustritt zugunsten solcher vorgenannter Bereiche unterdrückt werden, d.h.
ein direkter Strömungsweg weniger stark mit einem Fluid beströmt werden. Insgesamt
hat das Konzept der Erfindung erkannt, dass es mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Strömungsleitelement möglich ist, ein Fluid, insbesondere ein zweites Fluid, vorzugsweise
in Form von Kühlmittel, bedarfsgerecht gemäß einer Wärmeverteilung in einem Wärmetauscher
zu verteilen.
[0010] Dieses Konzept wird besonders deutlich anhand einer beispielhaften in Fig. 4 dargestellten
Ausführung einer Wärmestrombedarfs-Verteilung. Es hat sich gezeigt, dass Kühlmittel
beispielsweise am Eintritt möglichst homogen über einen Wärmetauscherquerschnitt verteilt
werden sollte, damit keine Totgebiete entstehen, in denen ein Mangel an Kühlmittel
vorliegt. Diese Gefahr besteht insbesondere in Bereichen mit hohen Wärmestromdichten,
nämlich Fluideintritt, beispielsweise am Abgas oder Ladelufteintritt, bei denen ein
guter Wärmeübergang auf der Kühlmittelseite gewährleistet sein sollte. In Totgebieten
besteht die Gefahr, dass das Fluid anfängt zu sieden und der Wärmeübergang auf der
Kühlmittelseite durch die Dampfbildung stark einbricht, was zu lokalen Überhitzungen,
hohen thermischen Spannungen und möglicherweise Rissen im Material führt. Darüber
hinaus sind nachteilig hohe Wandtemperaturen und hohe thermische Dehnungen die Folge
einer oftmals, insbesondere am Gaseintritt, unzureichenden Kühlmittelversorgung.
[0011] Ausgehend von dieser Überlegung schlägt das Konzept der Erfindung ein Strömungsleitelement
vor, bei dem, kurz gesagt, eine druckangepasste Strömungsführung mit der Anzahl von
Strömungspfaden vorgesehen ist, mit denen es möglich ist, insbesondere ein zweites
Fluid, beispielsweise in Form eines Kühlmittels, verstärkt einem Bereich einer hohen
Wärmestromdichte zuzuleiten und in anderen Fällen, insbesondere ein zweites Fluid,
Bereichen mit geringerer Wärmestromdichte in geringerem Maße zuzuleiten. Dabei hat
die Erfindung erkannt, dass ein Druckverlust eines Fluids in einem Strömungspfad ganz
wesentlich durch den Abstand seitlicher Begrenzungsstrukturen beeinflusst ist. Dies
trifft in besonders starkem Maße für vergleichsweise flache Strömungspfade zu. Gleichwohl
umfasst das Konzept der Erfindung selbstverständlich Ausführungen, bei denen zur Beeinflussung
der Strömungsführung in Hauptströmungslängsrichtung der wenigstens eine Strömungspfad
einen strömungsaufwärtigen ersten Querschnitt aller Begrenzungsstrukturen und einen
strömungsabwärtigen zweiten Querschnitt aller Begrenzungsstrukturen aufweist, wobei
die Querschnitte unterschiedlich sind. Mit anderen Worten, das Konzept der Erfindung
hat vorliegend erkannt, dass mit geeigneter Querschnittsanpassung eines Strömungspfades
eine Fluidströmung, insbesondere eine Kühlmittelströmung, in einem Wärmetauscher hinsichtlich
einer speziellen Wärmestromdichte konkret ausgelegt werden kann.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen
und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das oben erläuterte Konzept
im Rahmen der Aufgabenstellung, sowie hinsichtlich weiterer Vorteile zu realisieren.
[0013] Es hat sich im Rahmen von Untersuchungen herausgestellt, dass eine Anzahl von wenigstens
drei, vorzugsweise wenigstens vier, Strömungspfaden besonders vorteilhaft ist zur
Strömungsführung bei einem Strömungsleitelement für einen üblichen Wärmetauscher.
Insbesondere hat sich herausgestellt, dass für eine besonders gute Strömungsführung
fünf oder mehr Strömungspfade vorteilhaft sind. In der Zeichnung sind besonders bevorzugte
Ausführungsformen beschrieben, bei denen die Strömungsführung in besonders bevorzugter
Weise sechs oder sieben Strömungspfade aufweist.
[0014] Hinsichtlich der Anordnung der Anzahl von Strömungspfaden wurde festgestellt, dass
sich diese auf einer lateralen Erstreckung - im weiteren Verlauf der Anmeldung als
Δy
EA bezeichnet - zwischen zwei äußeren, seitlichen Begrenzungsstrukturen der Strömungsführung
vorteilhaft nebeneinander anordnen lassen. Geht man beispielsweise von einer weitgehend
rechteckigen Ausbildung des Strömungsleitelementes aus, so würde die laterale Erstreckung
Δy
EA im Wesentlichen etwas weniger als der Breite des Strömungsleitelementes entsprechen.
Es hat sich gezeigt, dass sich dadurch gerade im Bereich des Fluideintritts und des
Fluidaustritts eine besonders vorteilhafte Wärmeabfuhr erreichen lässt, insbesondere
wie dies im Einzelnen weiter unten beschrieben ist.
[0015] Hinsichtlich der Anordnung der Anzahl von Strömungspfaden zueinander lassen sich
verschiedene Kriterien, die je nach Verwendungszweck vorteilhaft ausgewählt werden
können, angeben. So ist vorteilhaft wenigstens ein erster Strömungspfad oder wenigstens
eine erste Gruppe von Strömungspfaden - in den Ausführungsbeispielen z.B. Strömungspfade
P1, P2 - vorgesehen und wenigstens ein zweiter Strömungspfad oder eine zweite Gruppe
von Strömungspfaden - in den Ausführungsbeispielen z.B. die Strömungspfade P3 bis
P7 oder auch P2 bis P7 vorgesehen, die sich in Ausbildung und Anordnung unterscheiden.
Zur relativen Anordnung auf dem Strömungsleitelement wird bezüglich der lateralen
Erstreckung des Strömungsleitelementes vorzugsweise ein erster Strömungspfad lateral
außerhalb neben einem zweiten Strömungspfad angeordnet. Umgekehrt wird hinsichtlich
der lateralen Erstreckung des Strömungsleitelementes ein zweiter Strömungspfad lateral
innerhalb neben einem ersten Strömungspfad angeordnet. Mit anderen Worten liegt die
erste Gruppe von Strömungspfaden im Wesentlichen in den äußeren Bereichen der lateralen
Erstreckung des Strömungsleitelementes, während die zweite Gruppe von Strömungspfaden
eher in den inneren Bereichen der lateralen Erstreckungsströmungsleitelemente angeordnet
sind. In besonders bevorzugter Weise ist wenigstens ein erster Strömungspfad bzw.
eine erste Gruppe von Strömungspfaden und wenigstens ein zweiter Strömungspfad bzw.
eine zweite Gruppe von Strömungspfaden vorgesehen, wobei ein erster Strömungspfad
einer äußeren, seitlichen Begrenzungsstruktur näher angeordnet ist, als ein zweiter
Strömungspfad. Umgekehrt ist ein zweiter Strömungspfad einem Fluideintritt oder Fluidaustritt
näher angeordnet als ein erster Strömungspfad.
[0016] Es hat sich darüber hinaus gezeigt, dass sich - wie weiter unten näher erläutert
ist- ein erster Strömungspfad bzw. eine erste Gruppe von Strömungspfaden einerseits
und ein zweiter Strömungspfad bzw. eine Gruppe von zweiten Strömungspfaden andererseits
auch hinsichtlich ihres Verlaufs unterschiedlich auslegen lassen, um in Bezug auf
ihre Anordnung bezüglich der lateralen Erstreckung des Strömungsleitelementes eine
besonders bevorzugt angepasste Strömungsführung zu erreichen.
[0017] Ganz allgemein sei angemerkt, dass hinsichtlich der Strömungsführung die wenigstens
teilweise seitlichen Begrenzungsstrukturen derart sind, dass ein Strömungsqueraustausch
nicht vollständig freigegeben ist. Mit anderen Worten hat es sich nach Feststellung
gemäß dieser Weiterbildung der Erfindung herausgestellt, dass eine durchgehend verlaufende
seitliche Begrenzungsstruktur zwar möglich und sinnvoll ist jedoch keineswegs zwingend
zum Erreichen des erfinderischen Konzepts. Vielmehr kann es sich als vorteilhaft zur
Strömungsführung und auch aus fertigungstechnischen Gründen zweckmäßig erweisen, eine
Begrenzungsstruktur derart vorzusehen, dass eine seitliche Begrenzung eines Strömungspfades
durch die Begrenzungsstruktur nur teilweise, d.h. z.B. abschnittsweise, gegeben ist,
während zwischen Abschnitten Öffnungen bestehen, die prinzipiell einen Strömungsqueraustausch
ermöglichen.
[0018] Insbesondere kann der wenigstens eine Strömungspfad einen sich, vorzugsweise kontinuierlich
verändernden Abstand der seitlichen Begrenzungsstrukturen aufweisen. In einer besonders
bevorzugten Weiterbildung kann ein variables Verhältnis von Kühlmitteleintrittsfläche
zu Kühlmittelaustrittsfläche für einen Strömungspfad realisiert sein. Beispielsweise
kann das Verhältnis einer Kühlmitteleintrittsfläche zu einer Kühlmittelaustrittsfläche
größer als "1" sein - in diesem Fall handelt es sich dann um einen Strömungspfad,
welcher in strömungsabwärtigen Bereichen eine vergleichsweise hohe Strömungsgeschwindigkeit
und damit einen vergleichsweise hohen Druckverlust realisiert, so dass ein solcher
Strömungspfad geeignet ist, eine Fluidströmung vergleichsweise gering zu gestalten.
Grundsätzlich kann im Extremfall ein solcher Strömungspfad auch vollständig geblockt
werden, beispielsweise durch eine den Strömungspfad extrem einengende Steganordnung
oder dergleichen. Ein solcher oder ähnlicher, anschaulich und der Einfachheit halber
als "Blockpfad" bezeichneter Strömungspfad eignet sich in bevorzugter Weise in Bereichen,
an denen ein vergleichsweise geringerer Fluidbedarf, insbesondere Kühlmittelbedarf,
besteht. Dies sind beispielsweise Bereiche auf oder in Nachbarschaft zu einer direkten
Verbindung zwischen Fluideintritt und Fluidaustritt. Wie zuvor erläutert, liegt in
diesen Bereich bei neutraler Ausführung einer Strömungsführung übermäßig viel Fluid,
insbesondere Kühlmittel, vor, so dass eine Strömungsführung in solchen Bereichen durch
die Anordnung eines "Blockpfades" derart beeinflusst werden kann, dass weniger Fluid
im Vergleich zu einer neutralen Auslegung der Strömungsführung zugeführt wird.
[0019] In einer umgekehrten Situation kann ein stromaufwärtiger Querschnitt geringer als
ein stromabwärtiger Querschnitt des Strömungspfades vorliegen. Ein solcher Strömungspfad
ist demgemäß dahingehend ausgelegt, dass er einen vergleichsweise geringeren Druckverlust
im Vergleich zu einem gedachten Strömungspfad mit im Wesentlichen gleich beabstandeten
Begrenzungsstrukturen, d.h. einer neutralen Strömungspfadauslegung, erzeugt. Ein solcher
Strömungspfad ist somit dazu geeignet, im Vergleich zu einer neutralen Strömungsführungsauslegung
vergleichsweise mehr Fluid, insbesondere Kühlmittel, zu führen. Ein solcher Strömungspfad
wird anschaulich und der Einfachheit halber als "Saugpfad" bezeichnet. Die Anordnung
eines Saugpfades hat sich als besonders vorteilhaft in Bereichen eines Wärmetauschers
erwiesen, die vergleichsweise weit entfernt von einer direkten Verbindung zwischen
einem Fluideintritt und einem Fluidaustritt liegen.
[0020] Insgesamt sieht eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung bei einem Strömungsleitelement
eine Mehrzahl von Strömungspfaden vor, wobei insbesondere ein erster und ein zweiter
Strömungspfad vorgesehen ist, wobei von einer strömungsaufwärtigen ersten Stelle zu
einer strömungsabwärtigen zweiten Stelle entlang der Hauptströmungslängsrichtung der
erste Strömungspfad länger als der zweite Strömungspfad ist. Die Erfindung hat erkannt,
dass solche Strömungspfade unterschiedliche Druckverluste aufgrund ihrer unterschiedlichen
Länge aufweisen und somit ein unterschiedlicher Bedarf an zweitem Fluid in solchen
Strömungspfaden bewirkt werden kann.
[0021] Insbesondere kann ein erster Strömungspfad einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand
der seitlichen Begrenzungsstrukturen und einen strömungsabwärtigen zweiten Abstand
der seitlichen Begrenzungsstrukturen aufweisen, wobei der erste Abstand geringer als
der zweite Abstand ist. Dabei handelt es sich um einen zuvor erläuterten Blockpfad.
[0022] Insbesondere kann ein zweiter Strömungspfad einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand
der seitlichen Begrenzungsstrukturen und einen strömungsabwärtigen zweiten Abstand
der seitlichen Begrenzungsstrukturen aufweisen, wobei der erste Abstand größer als
der zweite Abstand ist. Bei einem solchen Strömungspfad handelt es sich um einen zuvor
erläuterten Saugpfad.
[0023] Vorzugsweise ist das Abstandsverhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten Abstand
bei einem "Blockpfad" höher als bei einem "Saugpfad".
[0024] Vorteilhaft ist der zweite Strömungspfad im Wesentlichen in Hauptströmungslängsrichtung
verlaufend angeordnet. Besonders vorteilhaft kann der zweite Strömungspfad vergleichsweise
direkt, insbesondere längs erstreckt oder diametral zur flächigen Grundebene des Strömungsleitelements
von einem Fluideintritt zu einem Fluidaustritt hin orientiert verlaufen. Vorzugsweise
weist er praktisch kaum oder nur schwach quer verlaufende Bereiche auf. Ein zweiter
Strömungspfad oder eine Gruppe von zweiten Strömungspfaden weist somit vorteilhaft
praktisch nur (einen oder mehrere) im Wesentlichen in Hauptströmungslängsrichtung
verlaufende Längsbereiche auf und praktisch keinen Querbereich.
[0025] Besonders vorzugsweise kann der erste Strömungspfad wenigstens bereichsweise quer
zur Hauptströmungslängsrichtung verlaufen. Dies hat den Vorteil, dass der erste Strömungspfad
zusätzlich geeignet ist - dies bei vergleichsweise herabgesetztem Druckverlust - Bereiche
eines Wärmetauschers mit Fluid, insbesondere Kühlmittel zu versorgen, die in Anbetracht
einer zu erwartenden Wärmestromdichte vergleichsweise zu wenig Kühlmittel im Falle
einer neutralen Auslegung aufweisen. Dies betrifft insbesondere Bereiche eines Fluideintritts
und/oder eines Fluidaustritts. Beispielsweise kann der erste Strömungspfad vergleichsweise
indirekt, insbesondere umfangsnah zur flächigen Grundebene, von einem Fluideintritt
zu einem Fluidaustritt hin orientiert verlaufen. Ein erster Strömungspfad oder eine
Gruppe von ersten Strömungspfaden weist somit vorteilhaft - insbesondere außer einem
oder mehreren Längsbereichen - auch wenigstens einen im Wesentlichen quer zur Hauptströmungsrichtung
verlaufenden Querbereich auf.
[0026] Eine Hauptströmungsrichtung ist - wie oben erläutert - im Wesentlichen durch die
Richtung zwischen Fluideintritt und Fluidaustritt am Strömungselement festgelegt.
[0027] Insgesamt sieht die Weiterbildung der Erfindung vor, dass der erste Strömungspfad
ausgelegt ist, einen erhöhten Fluiddurchsatz zu führen - dies im Vergleich zu einem
ersten Strömungspfad in einer ansonst gleichen gedachten Strömungspfadanordnung, die
einen ersten und zweiten Strömungspfad mit im Wesentlichen gleich beabstandeten Begrenzungsstrukturen
aufweist. Umgekehrt gilt dies für den zweiten Strömungspfad. Mit anderen Worten, das
Strömungsleitelement ist so gestaltet, dass in Strömungspfaden, bei denen aufgrund
der zu erwartenden Wärmestromdichten vergleichsweise viel zweites Fluid benötigt wird
- hier als erster Strömungspfad bezeichnet - ein niedriger Druckverlust erzeugt wird,
während in Strömungspfaden, in denen vergleichsweise wenig Kühlmittel in Anbetracht
der zu erwartenden Wärmestromdichten benötigt wird - hier als zweiter Strömungspfad
bezeichnet - ein vergleichsweise höherer Druckverlust erzeugt wird.
[0028] Zusätzlich zu den erläuterten Maßnahmen hinsichtlich eines Strömungspfadquerschnitts
können - insbesondere bei zweiten Strömungspfaden - Verblockungsmaßnahmen oder weitere
andere oder ähnliche allgemein drosselnde Strömungsleitmaßnahmen vorgesehen sein.
Eine Verblockung kann beispielsweise unter Einbringen poröser Medien, von Lochblechen
oder dergleichen realisiert werden. Als Strömungsleitelement können auch Prägungen,
Sicken oder Ausstanzungen vorgesehen werden. Eine Begrenzungsstruktur kann insbesondere
als Rippe oder Steg ausgeführt werden. Insbesondere bei ersten Strömungspfaden können
strömungsleitungsfördernde Maßnahmen zusätzlich vorgesehen sein. So können, insbesondere
in Eckbereichen des Strömungsleitelements, auf der Grundebene Umlenkbleche angebracht
werden, um eine Strömung besser führen zu können.
[0029] Darüber hinaus hat es sich im Rahmen einer besonders bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung als vorteilhaft erwiesen, dass ein sich von Strömungspfad zu Strömungspfad
änderndes Verhältnis von Abständen (Querschnitten) der Begrenzungsstrukturen, und/oder
ein sich änderndes Verhältnis eines stromabwärtigen Abstandes (Querschnitts) der Begrenzungsstrukturen
zu einem stromaufwärtigen Abstand (Querschnitt) der Begrenzungsstrukturen, vorgesehen
ist. Insbesondere kann ein solches variables Verhältnis der Querschnitte von Strömungspfad
zu Strömungspfad abnehmen und/oder in einer Richtung ausgehend von einer Fluideintrittsstelle
zu einer Fluidaustrittsstelle. Mit anderen Worten, das Verhältnis nimmt - insbesondere
für zweite Strömungspfade - vorteilhaft ab bzw. nimmt - insbesondere für erste Strömungspfade
- vorteilhaft zu, je weiter ein Strömungspfad von einer direkten Verbindung zwischen
dem Kühlmitteleintritt und dem Kühlmittelaustritt entfernt ist. Dies gilt vorteilhaft
für sich entlang einer Längserstreckung direkt gegenüberliegenden Fluideintritt und
-austritt, als auch für sich entlang einer Diagonalen der Grundebene gegenüberliegenden
Kühlmittelein- undaustritte.
[0030] Gemäß einer weiteren Weiterbildung hat das Strömungsleitelement insbesondere einen
ersten und einen zweiten Teil, wobei der erste und zweite Teil mit im Wesentlichen
spiegelsymmetrisch verlaufenden Begrenzungsstrukturen versehen ist.
[0031] Das Konzept der im Folgenden aufgeführten und im Einzelnen den weiteren Unteransprüchen
16 bis 25 zu entnehmenden besonders bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung ergibt
sich aus einer Optimierungsrechnung für ein Strömungsleitelement, insbesondere Kühlmittel-Leitblech,
die in der Detailbeschreibung der Fig. 5 bis Fig. 8 grundsätzlich erläutert ist:
[0032] Daraus ergibt sich, dass in einer besonders vorteilhaften Ausführung das Strömungsleitelement
allgemein einen ersten Teil und einen zweiten Teil ausweisen kann, welche sich strukturell
deutlich von einem weiter unten aufgeführten Mittenteil unterscheiden. Dabei sollte
der erste Teil dem Fluideintritt zugeordnet sein und der zweite Teil dem Fluidaustritt
zugeordnet sein, d.h. insbesondere dem Fluideintritt bzw. Fluidaustritt unmittelbar
benachbart sein. Insbesondere ist dazu vorgesehen, dass sich die Anzahl von Strömungspfaden
in Hauptströmungslängsrichtung jeweils wenigstens bis zu einer longitudinalen Pfadlänge
L
pfad innerhalb des ersten Teils und/oder zweiten Teils erstrecken. Es hat sich als besonders
zweckmäßig zur Festlegung einer Pfadlänge erwiesen, dass die Pfadlänge L
Pfad wenigstens eines Strömungspfades - vorzugsweise aller Strömungspfade - größer ist
als eine laterale Erstreckung Δy
EA zwischen zwei äußeren, seitlichen Begrenzungsstrukturen der Strömungsführung. Mit
anderen Worten sollte eine Pfadlänge L
Pfad im Wesentlichen länger sein als die Breite des Strömungsleitelementes. Es hat sich
gezeigt, dass sich unter dieser Voraussetzung eine geeignet vorteilhafte Ausrichtung
der Strömung in longitudinaler Richtung des Strömungsleitelementes bereits erreichen
lässt - dies auch unter der Voraussetzung, dass die seitlichen Begrenzungsstrukturen
einen Strömungspfad nur teilweise begrenzen. Insbesondere ist dazu vorteilhaft vorgesehen,
dass eine Pfadlänge wenigstens diejenige Länge eines Strömungspfades ist, entlang
welcher der Strömungspfad ununterbrochen von den ihm zugeordneten seitlichen Begrenzungsstrukturen
begrenzt ist.
[0033] Unter Berücksichtigung der oben angesprochenen Optimierungsrechnung für ein Strömungsleitelement
gemäß der besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung lassen sich im Rahmen
der Optimierungsrechnung erkannte vorteilhafte Parameter für die Auslegung der Begrenzungsstrukturen
quantitativ angeben, die in den weiteren Unteransprüchen 21 bis 24 näher beansprucht
und im Folgenden beschrieben sind - vorteilhafte Ausführungsformen dazu sind in den
Fig. 5 bis Fig. 8 erläutert.
[0034] Insbesondere ist vorgesehen, dass bei wenigstens einem ersten Strömungspfad der erste
Abstand und der zweite Abstand der ihm zugeordneten seitlichen Begrenzungsstrukturen
derart ist, dass eine Relativgeschwindigkeit v
rel in dem wenigstens einen ersten Strömungspfad größer als eins ist. Vorzugsweise sollte
eine Relativgeschwindigkeit v
rel - gemäß Formel (3) - größer als 1,1, vorzugsweise größer als 1,15 sein. Als besonders
bevorzugt hat sich erwiesen, dass bei dem einer äußeren, seitlichen Begrenzungsstruktur
am nächsten liegenden und diesen zunächst benachbarten ersten Strömungspfad der erste
Abstand und der zweite Abstand der ihm zugeordneten seitlichen Begrenzungsstrukturen
derart ist, dass eine Relativgeschwindigkeit v
rel - gemäß Formel (3) - in beiden ersten Strömungspfaden größer als 1,12 ist. Überraschenderweise
hat sich gezeigt, dass bereits dieser Betrag einer Relativgeschwindigkeit ausreichend
eine die laterale Erstreckung bevorzugende Wärmeabfuhr unterstützt.
[0035] Gemäß einem zweiten Aspekt der Optimierungsrechnung hat sich ergeben, dass insbesondere
ein Breitenverhältnis eines Abstandes b
Q in einem Querbereich zu einem Abstand b
L in einem Längsbereich - gemäß Formel (4) - für wenigstens einen der ersten Strömungspfade
geringer ist als ein Breitenverhältnis eines Abstandes b
Q in einem Querbereich zu einem Abstand b
L in einem Längsbereich für wenigstens einen der zweiten Strömungspfade - gemäß Formel
(4). Es hat sich dazu insbesondere als besonders vorteilhaft erwiesen, dass - gemäß
Formel (5) - ein Verhältnis der Breiten der Formel (5) folgt, wobei n eine Pfadnummer
spezifiziert, die zur zweiten Gruppe der Pfade gehört. Dabei sollte zweckmäßigerweise
die Konstante c größer sein als 2, insbesondere größer als 5, vorzugsweise größer
als 10.
[0036] Gemäß einem dritten Aspekt der Optimierungsrechnung hat sich gezeigt, dass es besonders
vorteilhaft ist, einen der zweiten Strömungspfade, vorzugsweise wenigstens der einen
Fluideintritt oder Fluidaustritt am nächsten angeordnete zweite Strömungspfad, insbesondere
den Strömungspfad mit der höchsten Nummer, zu drosseln. Dazu kann dieser Strömungspfad
der zweiten Gruppe von Strömungspfaden, insbesondere derjenige mit der höchsten Nummer,
wenigstens teilweise verblockt sein. Insbesondere für den vorgenannten oder die diesen
unmittelbar benachbarten Strömungspfade der zweiten Gruppe gilt vorzugsweise, dass
ein Breitenverhältnis eines Abstandes b
Q in einem Querbereich zu einem Abstand b
L in einem Längsbereich gegen Unendlich geht - mit anderen Worten der Abstand b
L in einem Längsbereich geht gegen 0. Praktisch heißt dies, dass das genannte Breitenverhältnis
- gemäß Formel (4) - für wenigstens einen der zweiten Strömungspfade, vorzugsweise
wenigstens der einen Fluideintritt oder Fluidaustritt am nächsten angeordnete zweite
Strömungspfad besonders groß wird, vorzugsweise oberhalb von 10 liegt, insbesondere
oberhalb von 100 liegt, insbesondere oberhalb von 1000 liegt.
[0037] Wie oben erläutert, gilt diese im Rahmen der oben genannten Optimierungsrechnung
erkannte quantitative Spezifizierung von Relativgeschwindigkeiten v
rel, Breitenverhältnissen b
Q/b
L und Drosselparametern insbesondere für die ersten Strömungspfade - in den Ausführungsformen
insbesondere Strömungspfade P1, P2 - und zweiten Strömungspfade - in den Ausführungsformen
insbesondere Strömungspfade P5, P6, P7 - die in einem ersten/zweiten Teil, d.h. dem
Fluideintritt/Fluidaustritt zunächst umgebenden Bereich, des Strömungsleitelementes
angeordnet sind.
[0038] Vorzugsweise ist zwischen dem oben genannten ersten und zweiten Teil ein Mittenteil
angeordnet. Insbesondere kann das Mittenteil wellenförmig aus der Grundebene ausgebildete
Streifen aufweisen, die in Hauptströmungslängsrichtung in Reihen hintereinander angeordnet
sind. Vorzugsweise sind benachbarte Reihen quer zur Hauptströmungslängsrichtung gegeneinander
versetzt angeordnet. Insbesondere sind jeweils Hinterkanten und Vorderkanten vorgesehen,
welche Durchtrittsöffnung in Hauptströmungslängsrichtung begrenzen. Ein solcher, vorteilhaft
als Turbulenzbereich ausgelegter Mittenteil kann somit in besonders bevorzugter Weise
die im Zusammenhang mit einem Turbulenzblech beschriebenen Turbulenzstrukturen, wie
sie in der Anmeldung der Anmelderin mit dem anmelderseitigen Aktenzeichen 05 B 186
beschrieben sind, welche hiermit durch Zitat in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden
Anmeldung aufgenommen ist.
[0039] Hinsichtlich des Wärmetauschers führt die Erfindung auf einen Wärmetauscher der eingangs
genannten Art, der aufweist:
einen in einem Gehäuse angeordneten Block zur voneinander getrennten und wärmetauschenden
Führung des ersten Fluids und des zweiten Fluids entlang einer Hauptströmungslängsrichtung
von einem Fluideintritt zu einem Fluidaustritt, wobei zu einer den Wärmetausch beeinflussenden
Strömungsführung eines der Fluids, insbesondere des zweiten Fluids, ein Strömungsleitelement
gemäß dem Konzept der Erfindung vorgesehen ist.
[0040] Vorteilhafte Weiterbildungen des Wärmetauschers sind den Unteransprüchen zu entnehmen
und geben im Einzelnen vorteilhafte Möglichkeiten an, das oben erläuterte Konzept
im Rahmen der Aufgabenstellung, so gesehen sichtlich weiterer Vorteile zu realisieren.
[0041] Insbesondere kann das erste Fluid zur Abgabe von Wärme an das zweite Fluid vorgesehen
sein. Insbesondere kann das erste Fluid eine Ladeluft oder ein Abgas und/oder das
zweite Fluid ein Kühlmittel sein. In besonders bevorzugter Weise kann das Strömungsleitelement
in einem Strömungskanal des Blockes und/oder zwischen Strömungskanälen im Gehäuse
angeordnet sein. Mit anderen Worten, das Strömungsleitelement gemäß dem Konzept der
Erfindung ist grundsätzlich ausgelegt zur Wärmetausch-beeinflussenden Strömungsführung
eines ersten Fluids als auch eines zweiten Fluids, wobei naturgemäß bevorzugt ist,
dass das Strömungsleitelement zur Strömungsbeeinflussung des zweiten Fluids, vorzugsweise
in Form eines Kühlmittels, vorgesehen ist. Zusätzlich und gegebenenfalls alternativ
kann in einer abgewandelten Weiterbildung das Strömungsleitelement auch zur Strömungsbeeinflussung
des ersten Fluids, vorzugsweise eines Abgases und/oder einer Ladeluft vorgesehen sein.
Demgemäß hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Strömungsleitelement je nach Bedarf
und Zweck in einem Strömungskanal des Blockes und/oder zwischen Strömungskanälen im
Gehäuse anzuordnen, je nachdem, wie ein erstes und/oder zweites Fluid im Wärmetauscher
geführt ist.
[0042] In einer besonders bevorzugten ersten Variante der Weiterbildung kann ein Strömungskanal
in Form von zwei miteinander verbundenen flächigen, insbesondere weitgehend flachen
oder gewölbten Platten gebildet sein. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen,
dass das Strömungsleitelement zwischen den Platten angeordnet ist. Insbesondere hat
es sich als vorteilhaft erwiesen, dass Platten und Strömungsleitelement einen vorgefertigten
zweiten Strömungskanal zur Leitung des zweiten Fluids bilden.
[0043] Gemäß einer zweiten, ebenfalls bevorzugten Variante der Erfindung hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, einen Strömungskanal in Form eines Rohres auszubilden, und das
Strömungsleitelement zwischen den Strömungskanälen anzuordnen, insbesondere zwischen
zwei Reihenanordnungen von Rohren, zur Leitung des zweiten Fluids.
[0044] Ein Wärmetauscher ist bevorzugt in Form eines Abgaswärmetauschers und/oder eines
Ladeluftwärmetauschers ausgebildet.
[0045] Während sich die Erfindung als besonders nützlich zur Verwendung des Strömungsleitelements
zur Führung eines zweiten Fluids, insbesondere Kühlmittels, erweist und in diesem
Sinne zu verstehen ist und während die Erfindung im Folgenden im Detail anhand von
Beispielen betreffend ein Strömungsleitelement zur Strömungsbeeinflussung eines Kühlmittels
beschrieben ist, so sollte dennoch klar sein, dass das hier beschriebene Konzept,
wie beansprucht, ebenfalls nützlich im Rahmen von anderen Anwendungen ist, welche
außerhalb einer Strömungsbeeinflussung für ein Kühlmittel im engeren Sinne liegen.
Beispielsweise könnte das vorgestellte Konzept, wie oben bereits teilweise erläutert,
ebenso Anwendung finden für die Strömungsbeeinflussung eines ersten Fluids, insbesondere
eines Heißfluids, beispielsweise eines Abgases und/oder einer Ladeluft. Weitere Beispiele
betreffen den Einsatz des Strömungsleitelements beispielsweise in einem Ölkühler oder
Kältemittelkühler oder Kältemittelkondensator - neben einer Strömungsleitfunktion
für ein Kühlmittel kann ein Strömungsleitelement gemäß dem Konzept der Erfindung auch
zur Strömungsleitung für ein Öl oder das Kältemittel in zweckmäßiger Weise vorgesehen
sein. Das Strömungsleitelement kann bei Wärmetausehern und Strömungskanälen in vielfältiger
Form eingesetzt werden. Platten- oder Scheibenkanäle oder Kanäle in oder außerhalb
von Rohren sind beispielhaft aufgeführt.
[0046] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen,
vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematisierter und/oder
leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung
unmittelbar erkennbaren Lehre wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend
die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von
der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der Beschreibung, in der Zeichnung
sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als
auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich sein.
Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der
in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale. Die
allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das Detail
der im Folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder beschränkt
auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den Ansprüchen
beanspruchten Gegenstand. Bei angegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb
der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar
und beanspruchbar sein.
[0047] Im Einzelnen zeigt die Zeichnung in:
- Fig. 1
- eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines Wärmetauschers gemäß dem Konzept der
Erfindung in Form eines Plattenwärmetauschers;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung eines Strömungskanals bei einem Plattenwärmetauscher der
Fig. 1, welcher Strömungskanal in Form von zwei miteinander verbundenen Flächen plattengebildet
ist, die im Zwischenraum ein Strömungsleitelement aufnehmen zur Strömungsführung eines
Kühlmittels;
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung der Ausführungsform eines anderen Wärmetauschers mit einem
Doppelströmungskanal oder einer Mehrzahl von Strömungskanälen ähnlich dem in Fig.
2;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht einer Wärmestrombedarf-Simulation unter Berücksichtigung
eines bestimmten Wärmeeintrags in einen Kühlmittelkanal bei einem Wärmetauscher der
Fig. 1 bis Fig. 3;
- Fig. 5
- eine besonders bevorzugte Ausführungsform eines Strömungsleitelements, wie es zur
Einbringung in einen Strömungskanal-beispielsweise gemäß Fig. 2 oder Fig. 3 - vorgesehen
ist;
- Fig. 6
- eine Darstellung der Kühlmittelverteilung in einem ersten Teil des Strömungsleitelements
in Nachbarschaft zu einem Kühlmitteleintritt der Fig. 5;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform des ersten Teils
eines Strömungsleitelements ähnlich dem in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine weitere abgewandelte Ausführungsform eines ersten Teils eines Strömungsleitelements
ähnlich dem in Fig. 6.
[0048] Fig. 1 zeigt einen Wärmetauscher 10 gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung in Form eines sogenannten "Scheibenwärmetauschers". Der Wärmetauscher
10 weist einen in einem Gehäuse 11 angeordneten Block 13 zur voneinander getrennten
und wärmetauschenden Führung des ersten Fluids 1 in Form eines Abgases und des zweiten
Fluids 2.1 und 2.2 in Form eines Kühlmittels entlang einer Hauptströmungslängsrichtung
3 von einer Fluideintrittsöffnung 5.1, 6.1 zu einer Fluidaustrittsöffnung 5.2, 6.2
auf. Vorliegend ist der Wärmetauscher 10 in Form eines zweistufigen Wärmetauschers
mit einer Hochtemperaturstufe 10.1 und einer Niedertemperaturstufe 10.2 versehen,
wobei entsprechend die Hochtemperaturstufe 10.1 zur Kühlung mit einem Hochtemperaturkühlmittel
2.1 über eine Fluideintrittsöffnung 5.1 und eine Fluidaustrittsöffnung 5.2 beströmt
wird und die Niedertemperaturstufe 10.2 mit einem Niedertemperaturkühlmittel 2.2 über
eine Fluideintrittsöffnung 6.1 und eine Fluidaustrittsöffnung 6.2 beströmt wird. Als
Kühlmittel ist vorliegend ein wasserbasiertes Kühlmittel vorgesehen, wobei die Temperatur
des Hochtemperaturkühlmittels 2.1 über der des Niedertemperaturkühlmittels 2.2 liegt.
[0049] Der Block 13 des Scheibenwärmetauschers weist eine Anzahl von mit Kühlmittel 2.1,
2.2 durchströmbare Strömungskanäle 20 auf, welche in Fig. 2 und Fig. 3 am Beispiel
eines im Explosionsdarstellung dargestellten einstufigen Wärmetauschers 10' beispielhaft
dargestellt sind. Ein Strömungskanal 20 ist vorliegend in Form von zwei miteinander
verbundenen flächigen Platten 21.1, 21.2 gebildet, so dass dem Kühlmittel ein Zwischenraum
23 zur Durchströmung zur Verfügung steht. Gemäß Fig. 3 kann ein abgewandelter Strömungskanal
20' auch mittels drei Platten 21.1, 21. 2, 21.3 gebildet sein, wobei der Strömungskanal
20' dann einen Doppelkanal mit zwei dem Kühlmittel zur Verfügung stehenden Zwischenräumen
23 gebildet ist - ggfs. ist der gesamte Block in dieser Stapelform gebildet. In dem
Zwischenraum 23 ist vorliegend ein Strömungsleitelement 50 angeordnet, wie es in Fig.
5 näher dargestellt ist. Ein Strömungskanal 20 oder ein Strömungskanal 20' ist vorliegend
mit einem im Zwischenraum 23 angeordneten Strömungsleitelement 50 als vorgefertigter
Strömungskanal 20, 20' zur Assemblierung im Block 13 eines Wärmetauschers 10 oder
10' zur Verfügung gestellt. Der Block 13 wird bei der Assemblierung in einem Gehäuse
11 des Wärmetauschers 10, 10' so angeordnet, dass eine entlang der Hauptströmlängsrichtung
3 zu- und abgeführte Längsdurchströmung des Abgases zwischen den aus Fig. 1 ersichtlichen
Zwischenräumen 25 zwischen den Strömungskanälen 20, 20' ermöglicht ist. Dazu wird
das Abgas über einen an dem Gehäuse 11 festgelegten Kasten - beispielsweise beim Wärmetauscher
10' in Form eines Eintrittsdiffusors 7.1 und Austrittsdiffusors 7.2 - zu- und abgeführt.
[0050] Das Kühlmittel 2 wird beim einstufigen Wärmetauscher 10' der Fig. 3 über einen Einführstutzen
4.1 einem Fluideintritt 24.1 des Strömungskanals 20' zugeführt und über einen Abführstutzen
4.2 von einem Fluidaustritt 24.2 des Strömungskanals 20' abgeführt. Die mehrfach untereinander
angeordneten Strömungskanäle 20' des in Fig. 3 gezeigten Wärmetauschers 10' sind in
der aus Fig. 3 ersichtlichen Explosionsdarstellung untereinander fluidverbunden derart,
dass das Kühlmittel 2 über den Einführstutzen 4.1 jeder der Fluidentritte 24.1 zugeleitet
und nach Durchlaufen des Zwischenraums 23 des Strömungskanals 20' wieder über die
mehreren Fluidaustritte 24.2 dem Abführstutzen 4.2 des Wärmetauscher 10' zugeführt
wird. Der Zuführstutzen 4.1 und der Abführstutzen 4.2 ist vorliegend an einem Gehäusedeckel
12 montiert oder anderweitig angebracht. Auf diese Weise erfolgt einerseits eine Führung
des Kühlmittels 2 in dem durch die Strömungskanäle 20' gebildeten geschlossenen Kühlmittelkreislauf.
Andererseits sind die Strömungskanäle 20' in einem Block 13 seitlich, in Strömungslängsrichtung
3, von Fluid 1 in Form von heißem Abgas anströmbar.
[0051] Eine daraus resultierende Wärmeverteilung 40 ist im Halbmodell als Draufsicht für
einen Strömungskanal 20, 20' aufgrund eines durch das Abgas 1 bewirkten Wärmeeintrags
41 grundsätzlich dargestellt. Der Wärmeeintrag 41 wird durch das über und unter dem
Kühlmittelkanal 20, 20' geführte Abgas 1 in Hauptströmlängsrichtung 3 bewirkt. Ein
Kühlmitteleintritt 24.1 ist vergleichsweise groß im Querschnitt ausgeführt, um Druckverluste
bei der Einströmung aus den Kühlmittelstutzen 4.1 in das den Strömungskanal 20, 20'
bildende Scheibenbündel gering zu halten. Dies führt zu einer vergleichsweise geringen
Strömungsgeschwindigkeit, was wiederum einen vergleichsweise geringen Querverteilungsdruckverlust
am Kühlmitteleintritt zur Folge hat. Darüber hinaus zeigt die Darstellung der Fig.
4, dass ein höchster Wärmeeintrag an der Seite des Eintritts des Fluids 1 vorliegt
und daher an dem mit Längserstreckung "a" bezeichneten Einströmbereich eine besonders
hohe Wärmeabführleistung benötigt wird. Die Erfindung hat erkannt, dass - insbesondere
im Einströmbereich - nicht nur die Kühlmittelgeschwindigkeit vergleichsweise hoch
sein sollte, sondern darüber hinaus auch die Verfügbarkeit bzw. die Kühlmittelmenge
- insbesondere in Seitenbereichen "s", dort insbesondere im Bereich einer Vorderkante
"v" - so hoch sein sollte, dass ein siedendes Kühlmittel vermieden wird. Selbstverständlich
gilt dies auch für den zentralen Bereich "z" an der Vorderkante "v" des Strömungskanals
20, 20', von dem jedoch üblicherweise nicht zu erwarten ist, dass dort - in unmittelbarer
Nähe des Fluideintritts 24.1 - ein Kühlmittelmangel vorliegt, was einen wesentlichen
Unterschied zu den Seitenbereichen "s" darstellt. Darüber hinaus erweist sich auch
ein seitlich des Kühlmitteleintritts 24.1 liegender Bereich der Erstreckung "m" als
problematisch, weil - wie vom Konzept der Erfindung erkannt - ein Kühlmittel dazu
neigt vom Kühlmitteleintritt 24.1 weitgehend mittig in Hauptströmungslängsrichtung
3 zum Kühlmittelaustritt, d.h. in Richtung des größten Druckverlustes, zu strömen.
Das Konzept der Erfindung beschränkt sich nicht auf die hier dargestellte Geometrie
eines im Strömungskanal mittigen Kühlmitteleintritts 24.1, sondern umfasst auch z.B.
geometrisch nahe einer Diagonalen des Strömungskanals angeordnete Eintritte oder weitere
Geometrien, die hier nicht gezeigt sind.
[0052] Dieses erkennend, führt das Konzept der Erfindung zu einer besonders bevorzugten
Ausführungsform eines Strömungsleitelementes 50, wie es in Fig. 5 beispielhaft dargestellt
ist. Das Strömungsleitelement 50 weist einen ersten, dem Fluid - d.h. hier Kühlmittel-Eintritt
24.1 zugeordneten, im Wesentlichen der Ausdehnung "a" entsprechenden Einströmteil,
der auch als erster Teil 51.1 bezeichnet wird sowie einen spiegelsymmetrisch dazu
angeordneten und ansonsten identischen einem Ausströmbereich um den Fluid-Austritt
- d.h. hier Kühlmittel-Austritt 24.2, angeordneten Austrittteil, der auch als zweiter
Teil 51.2 bezeichnet wird, auf. Zwischen dem Eintrittteil 51.1 und dem Austrittteil
51.2 ist ein Mittenteil 51.3 angeordnet, welcher durch nebeneinander liegende, vorliegend
miteinander verbundene, durch Stegrippen 53 ausgebildete Kanäle 55 gekennzeichnet
ist. Insgesamt sind die Stege 53 Teil von wellenförmig aus einer Grundebene 52 ausgebildeten
Streifen gebildet, die in Hauptströmungslängsrichtung 3 in Reihen hintereinander angeordnet
sind. Dabei sind benachbarte Reihen 56.1, 56.2 quer zur Hauptströmungslängsrichtung
3 gegeneinander versetzt angeordnet und weisen jeweils Hinterkanten und Vorderkanten
auf, welche Durchtrittsöffnungen 55 in Hauptströmungslängsrichtung 3 begrenzen. Insgesamt
kann dieser Mittenteil 51.3 auch zur Ausbildung eines turbulenzerzeugenden Teils genutzt
werden, beispielsweise unter Nutzung einer zusätzlichen oder alternativen Struktur
zur Erzeugung einer Turbulenz oder einer weiteren Strömungsleitfunktion wie sie in
der früheren Anmeldung der Anmelderin unter dem Aktenzeichen der Anmelderin 05-B-186
beschrieben ist und deren Offenbarungsgehalt vorliegend voilständig durch Zitat in
den Offenbarungsteil der vorliegenden Anmeldung aufgenommen ist.
[0053] Das vorliegend als Tiefziehteil zur Verfügung gestellte Strömungsleitelement 50 sieht
zur Behebung der anhand von Fig. 4 erläuterten Problematik in dem Einströmteil 51.1
eine sich in Hauptströmungslängsrichtung 3 erstreckende flächige Grundebene 52 vor,
wobei sich über die Grundebene 52 hinaus seitliche Begrenzungsstrukturen 57 zur Bildung
einer Anzahl von - gemäß Fig. 6 vorliegend sechs unterschiedlichen - Strömungspfaden
59, jeweils wechselseitig auf einer Oberseite 61 bzw. Unterseite 63 des Strömungsleitelements
50, erheben. Zur Beeinflussung der Strömungsführung in Hauptströmungslängsrichtung
3 des Kühlmittels weist ein Strömungspfad 59 einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand
(Querschnitt) - deutlicher z.B. in Fig. 7 und Fig. 8 der weiteren Ausführungsformen
als A
ein gezeigt - der seitlichen Begrenzungsstrukturen auf und einen strömungsabwärtigen
zweiten Abstand (Querschnitt) der seitlichen Begrenzungsstrukturen - deutlicher z.B.
in Fig. 7 und Fig. 8 der weiteren Ausführungsformen als A
aus gezeigt - auf. Derartige Querschnitte P1.1 bis P6.1 als strömungsaufwärtige Querschnitte
sind auch in Fig. 6 kenntlich gemacht - entsprechende Querschnitte P1.2 bis P4.2 bzw.
P1.3 bis P3.3 als strömungsabwärtige Querschnitte sind ebenfalls in Fig. 6 kenntlich
gemacht. Vorliegend ändern sich die Abstände bei einem Strömungskanal 59 kontinuierlich.
Dadurch wird ein dem Strömungspfad zugeordneter Druckverlust des Kühlmittels von einer
dem strömungsaufwärtigen ersten Abstand zugeordneten Stelle (dort P1.1 bis P6.1) zu
einer dem strömungsabwärtigen zweiten Abstand zugeordneten Stelle (z.B. dort P1.2
bis P4.2 oder P1.3 bis P3.3) anders ausgebildet als ein Druckverlust eines ansonsten
gleich geführten Strömungspfades mit im Wesentlichen gleich beabstandeten Begrenzungsstrukturen.
Diese Maßnahme erfolgt vorliegend, um eine dem Wärmeeintrag 41 angemessene Kühlmittelmenge
zur Verfügung zu stellen und trotz der unterschiedlichen Länge der Strömungspfade
59 dennoch für jeden Pfad einen ausgewogenen Druckverlust zur Verfügung zu stellen.
Dadurch wird jeder Pfad mit einer ausreichenden Menge an Kühlmittel in Folge der sich
insgesamt für alle insoweit um Kühlmittel konkurrierenden Pfade einstellenden Druckverhältnisse
versorgt.
[0054] Im Einzelnen ist gemäß Fig. 6 die durch die vorliegende Struktur erreichte Wirkung
wie folgt erkenntlich. Grundsätzlich ist der statische Druckverlust in allen Pfaden
59 aufgrund des zwischen dem Kühlmitteleintritt 24.1 und Kühlmittelaustritt 24.2 herrschenden
statischen Druckverlusts Δp in etwa gleich groß. Wie anhand von Fig. 4 erläutert,
ist an der durch Pfeile kenntlich gemachten Vorderkante 65 des Kühlmittelkanals eine
besonders hohe Kühlmittelgeschwindigkeit erforderlich - dies trifft vorliegend vor
allem für die mit Nummerierung P1 und P2 und besonders stark für den mit Nummerierung
P1 versehenen ersten Gruppe von Strömungspfaden zu. Solche Strömungspfade - die vorliegend
anschaulich ausgedrückt auch als "Kantenpfad" oder "Saugpfad" bezeichnet werden -
sind relativ zu den auch als "Blockpfad" oder "Mittenpfad" bezeichneten weiter innenliegenden
zweiten Gruppe von Pfaden, beispielsweise der Strömungspfad mit der Nummer P6, länger
und unterliegen damit mit zunehmender Länge einem entsprechend höheren Druckverlust.
Aufgrund der vorliegend eher flachen Ausbildung eines Strömungspfades - unter Berücksichtigung
der Platten 21.1, 21. 2 oberhalb und unterhalb des Strömungsleitelementes 50 - nimmt
die Strömungsgeschwindigkeit eines Kühlmittels daher ab, wenn die Strömungspfadbreite
gleich gehalten würde. Das Konzept der Erfindung sieht in der vorliegenden Ausführungsform
eine konkret verwirklichte, geschickte Anordnung von Strömungspfaden P1 bis P6 vor,
mit der gemäß dem Konzept eine dem Wärmeeintrag angemessenen Geschwindigkeitsverteilung
in den Strömungspfaden P1 bis P6 erreicht wird. Wie bereits erläutert, wird aufgrund
der vergleichsweise großen Fläche des Kühlmitteleintritts 24.1 ein Druckverlust bei
der Einströmung aus dem Kühlmitteleintritt in das Scheibenbündel, d.h. in die mit
Nummern P1 bis P6 versehenen Strömungspfade vergleichsweise gering gehalten. Insgesamt
werden vorliegend auch die Umlenkverluste von den "vertikalen" Stutzen 4.1, 4.2 in
die Ein/Austritte 24.1/24.2 vergleichsweise gering gehalten. Darüber hinaus sieht
die vorliegende Ausführung des Einführteils 51.1 des Strömungsleitelements 50 jedoch
eine besonders zweckmäßige und den Wärmeeintrag vorteilhaft bewältigende Querverteilung
eines Kühlmittels 2 vor.
[0055] Um einen ausreichenden Druckabfall in Gebieten zu generieren, welche eher ein Kühlmittel-Überangebot
haben, wird dazu der Druckverlust in den vergleichsweise kürzeren zweiten Gruppe von
Pfaden - wie hier beispielsweise die mit Nummer P4 bis P6, insbesondere Nummern P5
und P6 versehenen Strömungspfade - möglichst hoch gehalten. Dies wird durch die gezielte
Beschleunigung des Kühlmittels in den sich vom Eintrittsabstand, bzw. Querschnitt
P5.1 bzw. P6.1, zu dem Austrittsabstand, bzw. Querschnitt P5.2, P6.2, stark verengenden
Strömungspfaden erreicht. Auch im Mittenteil 51.3 des Strömungsleitelementes 50 führt
dies zu erhöhten Druckverlusten wegen der weiterhin höheren Strömungsgeschwindigkeit.
Im Einzelnen ergibt sich ein Druckverlauf bei den Strömungspfaden wie folgt - dazu
wird insbesondere auf die weiter unten angeführte Optimierungsrechnung verwiesen:
[0056] Bei dem zur ersten Gruppe von Pfaden gehörenden Strömungspfad P1 entsteht zunächst
zwangsläufig ein vergleichsweise hoher Druckverlust im Abschnitt 1.1 - eine vergleichsweise
hohe Strömungsgeschwindigkeit des Kühlmittels ist hier auch erforderlich um ein Sieden
des Kühlmittels zu vermeiden. Danach erfolgt eine gemäß dem Konzept der Erfindung
vorgesehene möglichst starke Aufweitung im Bereich P1.2 - vorliegend weitet sich der
Strömungspfad P1 auf die etwa doppelte Breite des Bereichs in P1.1 auf. Dies führt
konkret aufgrund der quadratischen Abhängigkeit zwischen Druckverlust und Geschwindigkeit
zu einer Halbierung der Quergeschwindigkeit und damit zu einem Druckverlust von nur
25 % im Vergleich zu einem Strömungspfad mit gleich bleibendem Querschnitt. Analog
ist im Bereich P1.3 eine vierfache Breite des Strömungspfads P1 erreicht im Vergleich
zum Bereich P1.1, was zu einer Reduzierung des Druckverlustes auf 1/16 des Druckverlustes
bei einem Strömungspfad mit gleichbleibendem Querschnitt führt. Diese drastische Reduzierung
des Druckverlustes bei dem "Kanten- oder auch Saugpfad" genannten Strömungspfad P1
führt dazu, dass der Druckverlust vergleichsweise gering gehalten wird - dies ist
sinnvoll, da Kantenpfade eher unter einem Kühlmittelunterangebot leiden. Im Gesamtbild
gesehen wird der Druckverlust in allen Pfaden vergleichsweise ähnlich eingestellt
- letzteres ist Voraussetzung dafür, dass eine Kühlmittelverteilung ausgewogen auch
in seitlichen Randbereichen "v", "m", "a" des Strömungskanals zur Verfügung steht.
[0057] Beim zur ersten Gruppe von Pfaden gehörenden Pfad P2 erfolgt eine Querschnittserweiterung
erst vergleichsweise spät stromabwärtig, vorliegend gegen Ende des Einströmbereichs
"a" um im Bereich P2.1 des Strömungspfad P2 noch eine relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit
für das Kühlmittel aufrecht zu erhalten.
[0058] Bei dem Strömungspfad P3 und P4 erfolgt am Kühlmitteleintritt 24.1 eine zunächst
starke Verjüngung in den Bereichen P3.2 und P4.2, um ausreichend Platz für die daneben
liegende Pfade P1 und P2 zu schaffen, die sich in dem Bereich in P1.2 und P2.2 bereits
erweitern.
[0059] In den vergleichsweise kurzen zur zweiten Gruppe von Strömungspfaden gehörenden Pfaden
P5 und P6, die vorliegend auch als "Mittenpfad oder Längspfad" bezeichnet werden können,
sollen lokal zwangsläufig hohe Geschwindigkeit generiert werden, die allerdings auf
einen schmalen Strang in Mittelteil des Wärmetauschers, vorliegend beispielsweise
auf den Bereich "z", beschränkt werden. Die hohe Geschwindigkeit des Kühlmittels dient
vorliegend der Generierung eines ausreichenden, treibenden Druckverlustes, der durch
das Strömungsleitelement 50 oder zusätzliche Sicken oder Leitbleche, die dann auch
blockierend und/oder in Querrichtung eingesetzt werden können. Möglich sind auch zusätzlich
angebrachte Blockierelemente zur drastischen Erhöhung des Druckverlustes im Bereich
"z".
[0060] Insgesamt hat die Erfindung erkannt, dass - wie bei einem Wärmetauscher dem die Fig.
4 zugrunde liegt und bei dem das erste Medium, nämlich das Abgas, denselben entlang
der Hauptströmungslängsrichtung 3, d.h. axial, durchströmt - sich das Kühlmittel in
der Regel im Eintrittsbereich quer zur Kühlerlängsrichtung verteilen sollte. Auch
für das Kühlmittel wirkt allerdings das Druckgefälle hauptsächlich in Hauptströmungslängsrichtung
3, so dass das Kühlmittel bevorzugt den direkten Strömungspfad - in Fig. 6 die Pfade
P5 und P6 - vom Eintritt zum Austritt nimmt und die Querverteilung vielfach unzureichend
ist. Dies ist umso kritischer, da insbesondere der Einströmbereich "a" des Abgases
in der Regel vollständig im Querverteilungsbereich des Kühlmittels liegt. Die Erfindung
hat einerseits erkannt, dass je besser die Querverteilung des Kühlmittels ist, desto
weniger Kühlmittel insgesamt benötigt wird und die erforderliche Pumpenleistung entsprechend
reduziert werden kann. Letzteres führt unmittelbar zu einem verringerten Kosten- und
Kraftstoffverbrauch. Die Querverteilung wird vorliegend insbesondere durch eine hohe
Strömungsgeschwindigkeit an der Vorderkante 65 des Strömungskanals erreicht. Wegen
der erforderlichen Querverteilung des Kühlmittels lässt es sich nicht vermeiden, dass
gerade die längsten Strömungspfade die geringsten Kühlmittelströme aufweisen, obwohl
gerade diese aus funktionalen Gründen die höchsten Kühlmittelströme haben sollten.
Diese Problematik wird durch die Auslegung der "Kantenpfade" oder "Saugpfade" gemäß
dem Konzept der Erfindung behoben. Bei der vorliegenden Ausführungsform der Fig. 5
und Fig. 6 wird andererseits eine besonders hohe Strömungsgeschwindigkeit in den "Blockpfaden"
oder Mittenpfaden" dadurch erreicht, dass Strömungspfade im Einströmbereich angeordnet
werden, zwischen denen in der Regel keine oder eine in Querrichtung wesentlich schwerer
als in Längsrichtung durchgängige Verbindung besteht. Dadurch wird das treibende Druckgefälle
effektiv in dem jeweiligen Strömungspfad - z.B. P5 und P6 - umgesetzt. Weiterhin kann
auch ein Pfadsegment (z.B. ein Bereich P3.1, P4.1 oder Bereich P1.1) eines "Saugpfades"
ausnahmsweise als Engstelle gestaltet werden, wenn in diesem besonders hohe Strömungsgeschwindigkeiten
erforderlich sind, also insbesondere querdurchströmte Teile der Pfade, die an der
Vorderkante 65 des Strömungskanals 20, 20' entlang führen.
[0061] Eine konkrete Optimierungsrechnung zur Auslegung der Strömungspfade stützt sich auf
folgende Grundlagen:
Allgemein berechnet sich ein Druckverlust für einen Strömungspfad zu:

ζ
ist linear abhängig von der Pfadlänge:
ζ ∼ L
pfad
(alle ∼ Zeichen im Folgenden bedeuten "ist proportional zu")
ζ hängt von der Reynoldszahl "Re" ab. Übliche Werte für Kühlflüssigkeiten (z.B. Wasser-Glysantingemische)
sind:
ζ ∼ Re -0,25 (bei laminarer Strömung)
ζ ∼ const (bei turbulenter Strömung)
[0062] In "Re" geht die Strömungsgeschwindigkeit und der hydraulische Durchmesser D
h jeweils linear ein:

[0063] Die Abhängigkeit des Druckverlustes von der Geschwindigkeit folgt somit etwa dem
Exponenten 1,75 (Laminarströmung) bzw. 2 (Turbulentströmung). Die Abhängigkeit des
Druckverlustes vom hydraulischen Durchmesser folgt etwa dem Exponenten - 0,25 (Laminarströmung)
bzw. 0 (Turbulentströmung). Wird für die vorliegende Sache eines Strömungsleitelementes
angenommen, dass Temperatur und Druck des zweiten Mediums im gesamten Strömungspfad
nicht zu stark variieren, dann kann die Viskosität als konstant angenommen werden.
Weiterhin dominiert der Einfluss der Geschwindigkeit deutlich den Einfluss des hydraulischen
Durchmessers. Zudem ist die Strömung des zweiten Mediums in vielen gängigen Wärmetauscheranwendungen
turbulent. Dann kann mit relativ kleinem Fehler der Druckverlust proportional zum
Quadrat der Strömungsgeschwindigkeit angenommen und der hydraulische Durchmesser vernachlässigt
werden. Weiterhin gilt in der Regel, dass die einzelnen Strömungspfade eher langgestreckt
sind, dann haben auch die Druckverluste durch Umlenkung, Pfaderweiterung und Pfadverengung
einen relativ kleinen Einfluss und können für eine Grobauslegung der Pfade vernachlässigt
werden.
[0064] Diese für ein vorliegendes Strömungsleitelement gegebenen Voraussetzungen ermöglichen
den Druckverlust über ein Integral über die Pfadlänge zu bestimmen:

v ist umgekehrt proportional zum Pfadquerschnitt, bei konstanter Strömungspfadhöhe
also umgekehrt proportional zur Pfadbreite b. Weiterhin ist die Geschwindigkeit v
für inkompressible Medien proportional zum Medienmassenstrom öm/öt - für flüssige
Medien ist diese Annahme in der Regel zulässig; somit kann für den Strömungspfad n
angesetzt werden:

[0065] Der Massenstrom ist konstant im gesamten Pfad n und es ergibt sich:

[0066] Über alle Strömungspfade 1 bis N wirkt das gleiche treibende Druckgefälle Δp
n = Δp
a, so dass die jeweiligen Massenströme in den Pfaden berechnet werden können zu:

[0067] Mit dieser Formel (1) kann der Massenstrom für jeden Strömungspfad n berechnet werden
und daraus an jeder Position I
h des Pfades mit Hilfe des Pfadquerschnitts A
n(I) die Geschwindigkeit bzw. die Massenstromdichte (δm
n/δt) / A
n(I) bestimmt werden.
[0068] Eine sinnvolle Referenz für die Massenstromdichte ist der Wert, der sich für den
nicht in Pfade unterteilten Kanal des zweiten Fluids ergeben würde, wenn dieser vollständig
und homogen parallel durchströmt wäre (also ohne Querverteilung am Ein-/Austritt).
Mit der Länge L
o und der Breite b
K des Kanals ergibt sich der Massenstrom für den homogen durchströmten Kanal (also
die Gesamtströmung unter Annahme einer homogenen Strömungsführung):

bzw. Massenstromverhältnis zwischen einem einzelnen Strömungspfad n und dem Gesamtkanal:

[0069] Für einen Strömungspfad mit konstanter Höhe - wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Fall - ist die Kanal- bzw. Pfadquerschnittsfläche dann proportional zur Breite
und ergibt sich für den spezifischen Massenstrom bzw. die Geschwindigkeit jeder Breite
des Pfades n mit der lokalen Breite b
n(I) und es kann die auf die Geschwindigkeit des homogen parallel durchströmten Kanals
v
K bezogene Geschwindigkeit in den einzelnen Pfaden berechnet werden:

[0070] Wenn die einzelnen Strömungspfade des Kanals gegeneinander abgedichtet wären (kein
Fluidaustausch und kein Druckausgleich), dann wäre das treibende Druckgefälle Δp
o durch die Druckdifferenz im Eintritts- und Austrittskanal des Mediums definiert und
die Länge L bei der Bestimmung des homogen parallel durchströmten Kanals ist die Gesamtlänge
des Kanals.
[0071] Oftmals sind die einzelnen Pfade - wie vorliegend der Fall - nicht vollständig gegeneinander
abgedichtet und es erfolgt ein teilweiser Druckausgleich zwischen den einzelnen Pfaden
eines Kanals - wenn beispielsweise nur Sicken im Eintrittsbereich eine Querverteilung
unterstützen oder ein Kühlmittelleitblech im Mittelteil oder auch im Ein-/Ausströmbereich
als Stegrippe ausgeführt ist. Die Referenzlänge L
o muss in solchen Fällen nicht als Gesamtlänge des Strömungskanals sondern kürzer angesetzt
werden. In solchen Fällen ist es für die Auslegung des Strömungsleitelementes sinnvoll
die Länge L
o als den Längsbereich L
pfed anzusetzen, in der im Kanal des zweiten Mediums gegeneinander abgeschlossene Pfade
(vom/zum Medienein-/-austritt) vorliegen. Zum Vergleich der Massenströme bzw. der
Geschwindigkeiten (2) und (3) zwischen den einzelnen Pfaden und dem homogen parallel
durchströmten Gesamtkanal wird das Integral (1) für die einzelnen Pfade nur bis zur
Position L
o gebildet und nicht für den Gesamtpfad vom Ein- bis zum Austritt.
[0072] Im Sonderfall, dass diese Länge kürzer als der längste seitliche Abstand des Mittelpunktes
des Medienein-/-austritts zur weiter entfernten Kanalwand (d.h. laterale Erstreckung
der äußeren Begrenzungsstrukturen) Δy
EA ist, wird die Referenzlänge L
o = Δy
EA gesetzt.
[0073] Für ein Strömungsleitelement, insbesondere Kühlmittelleitblech, das im Ein-/Austrittsbereich
die Querverteilung eines flüssigen Mediums unterstützen soll, können gemäß der hier
gezeigten besonders bevorzugten Ausführungsform besonders sinnvoll definiert werden:
[0074] Jeder Strömungskanal ist im relevanten Bereich (Ein und/oder Ausströmungsbereich
des zweien Fluids) zu jeder Seite in mindestens drei Pfade unterteilt, besser vier
oder mehr Pfade - vorliegend sind es sechs Pfade P1-P6.
Die Pfade werden in folgender Weise gezählt:
[0075] Pfad P1: Der äußerste Pfad P1, der an seiner einen Seite von der Kanalwand begrenzt
wird und an seiner anderen Seite an Pfad P2 grenzt. Er ist zunächst entlang der Kanalvorder-/-hinterkante
in etwa quer zur Hauptströmungsrichtung des Wärmetauschers angeordnet (Querströmungsbereich)
und wird anschließend nach einer in der Regel ca. 90°-Umlenkung parallel zur seitlichen
Kanalwand geführt (Längsströmungsbereich). Liegt der Kühlmittelein-/-austritts innerhalb
des Kanals und nicht an der Kanalseite, dann gibt es in Richtung jeder seitlichen
Kanalwand einen Pfad P1.
[0076] Pfad P2: Der Pfad P2, der neben Pfad P1 im Kanal liegt.
[0077] Pfad P3....PN: die anschließenden Pfade - hier P3 bis P6.
[0078] Für die einzelnen Pfade werden jeweils folgende Breiten definiert:
bQ: Breite im Querströmungsbereich;durchschnittliche Breite im überwiegend quer zur
Hauptströmungsrichtung verlaufenden Teil des Pfades.
Im Pfad PN (hier P7 oder P6) - d.h. weitgehende Ab-/Zuströmung vom/zum Medienein-/austritt
in Hauptströmungsrichtung; kein Segment des Pfades N mit ausgeprägter Querströmung.
Für diesen Pfad wird der Öffnungsquerschnitt des Pfades am Medienein-/-austritt als
Maß bQ verwendet, um das Querschnittsverhältnis zwischen "quer" und längs durchströmtem
Teil zu ermitteln.
bL : Breite im Längsströmungsbereich;
für Lo = Kanallänge; Breite des Pfades in der Mitte des Wärmetauschers;
bL = b(Lo/2)
andernfalls - Breite des Pfades an der Position Lo: bL = b(Lo).

[0079] Damit ergeben sich geometrisch vorteilhafte Ausführungen, die in Ausführungsformen
der Fig. 5 bis Fig. 8 realisiert sind.
- Pfade P1-P6 (P7) werden in Hauptströmungsrichtung in einem weiteren Bereich als die
seitliche Ausdehnung ΔyEA weitgehend gegeneinander abgetrennt: LPfad > ΔyEA.
- Auch im Mittelteil 51.3 des Kühlers (zwischen dem Ein- und/oder Ausströmbereich mit
Umlenkungen) ist bevorzugt der Queraustausch nicht vollständig freigegeben, sondern
das Medium wird geführt (beispielsweise durch Längssicken oder eine Stegrippe im leichten
Durchgang).
- Bei den ersten Pfaden P1, P2, insbesondre Pfad P1, wird die Geometrie gemäß der obigen
Definition von vrel bevorzugt so festgelegt, dass vrel > 1, besonders vrel > 1,1, insbesondere vrel > 1,15 ist.
- Bevorzugt ist vrel im Pfad P1 und im Pfad P2 größer 1,12.
- Bei den ersten Pfaden P1, P2, insbesondere Pfad P1, ist das Breitenverhältnis zwischen
Querströmungsbereich und Längsströmungsbereich bQ/bL bevorzugt kleiner als bei den anderen Kanälen:

Für n=N gilt insbesondere bevorzugt c>2, insbesondere c>5 am Besten c > 10. Die gleichen
Verhältnisse gelten bevorzugt auch für Pfad P2 im Vergleich zu Pfad PN.
- Zur Erhöhung des treibenden Druckverlustes in den ersten Pfaden P1, P2 können die
letzten Pfade PN, PN-1, d.h. vorliegend insbesondere P6, P5 aus der Gruppe der zweiten
Pfade gedrosselt werden - beispielsweise durch teilweise Verblockung durch eine Quersicke
bzw. durch eine schräg verzahnte Stegrippe oder eine Stegrippe im schweren Durchgang
- die Stege stehen schräg oder quer zur Pfadrichtung.
- Im Falle von solchen teilweise verblockten Kanälen ist bL als lichter Durchtrittsquerschnitt in Pfadrichtung definiert. Im Sonderfall einer
Stegrippe im schweren Durchgang (Fluid mäandert durch die Rippe) wird der lichte Durchtrittsquerschnitt
zu 0 und das Breitenverhältnis geht gegen unendlich: bQ/bL → ∞
[0080] Diesem Konzept folgend ergeben sich auch die Ausführungsformen der Fig. 7 und Fig.
8 ähnlich der in Fig. 6. Dabei wird ein Einströmbereich 51.1 in mehrere weitgehend
gegeneinander dicht oder in Querrichtung schwer durchgängige Strömungspfade - P1 bis
P6 oder P7 oder mehr - unterteilt. Wie in Fig. 6 bis Fig. 8 ersichtlich können dies
drei Strömungspfade pro Seite oder in der Regel mehr als fünf Strömungspfade pro Seite
sein. Das Konzept der Erfindung lässt sich auch anwenden auf eine geometrische Anordnung
von Fluideintritt 24.1 und Fluidaustritt 24.2, die auf einer zentralen Achse 3 des
Wärmetauschers erfolgt oder auch asymmetrisch - es kann auch ein vollkommen von einer
Seite erfolgender Kühlmitteleintritt vorgesehen sein. Bei symmetrischer Verteilung
sieht eine bevorzugte Ausführung vor, dass mindestens fünf Strömungspfade vorgesehen
sind - zu jeder Seite zwei und mindesten ein weiterer in Längsrichtung. Bei asymmetrischer
bzw. einseitiger Einströmung sind mindestens drei Pfade vorgesehen - zu jeder Seite
mindestens zwei und ein weiterer in Längsrichtung.
[0081] Insgesamt ist den Ausführungsformen der Fig. 6 bis Fig. 8 gemeinsam, dass ein Querschnittsverhältnis,
beispielsweise der Bereiche P1.1 zu P1.2 und/oder der Bereiche P1.1 zu P1.3 und gegebenenfalls
weiterer Kanäle im Querbereich P2.1 zu P2.2 und/oder P2.2 zu P2.3 erheblich kleiner
als das Querschnittsverhältnis der direkten in Längsrichtung verlaufenden so genannten
"Mitten- oder Blockströmungspfade" - hier beispielsweise das Verhältnis in den Bereichen
P5.1 zu P5.2 oder P6.1 zu P6.2 - ist. Das Querschnittsverhältnis zwischen Eintritt
und Austritt aus dem Einströmbereich von Strömungspfad P1 zum Maximum nimmt bevorzugter
Weise immer weiter zu.
[0082] Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass aus Gründen der Herstellung oder zur Darstellung
konstruktiv bedingter geometrischer Anordnungen gewisse Strömungspfade nicht gemäß
dieser Ordnung ausgebildet sind.
[0083] Insbesondere ist das Eintritts- zum Austrittsquerschnittsverhältnis der Strömungspfade
in Längsrichtung, beispielsweise das Verhältnis der Bereiche P6.1 zu P6.2 mindestens
dreimal so groß, bevorzugt mindesten sechsmal so groß, insbesondere mehr als zehnmal
so groß wie das Querschnittsverhältnis in den Bereichen 1.1 zu 1.3.
[0084] Zusammenfassend geht die Erfindung aus von einem Strömungsleitelement 50 zur Anordnung
in einem Wärmetauscher 10, 10' zu einer den Wärmetausch beeinflussenden Strömungsführung
eines Fluids entlang einer Hauptströmungslängsrichtung 3 von einem Fluideintritt 24.1
zu einem Fluidaustritt 24.2. Gemäß dem Konzept der Erfindung weist das Strömungsleitelement
50 eine sich in Hauptströmungslängsrichtung 3 erstreckende flächlige Grundebene 52
auf, wobei sich über die Grundebene 52 hinaus wenigstens teilweise seitliche Begrenzungsstrukturen
57 zur Bildung wenigstens eines Strömungspfades 59, P1 - P7 erheben. Zur Beeinflussung
der Strömungsführung in Hauptströmungslängsrichtung 3 weist der wenigstens eine Strömungspfad
59, P1 - P7 einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand A
ein der seitlichen Begrenzungsstrukturen 57 und einen strömungsabwärtigen zweiten Abstand
A
aus der seitlichen Begrenzungsstrukturen 57 auf, wobei die Abstände derart unterschiedlich
sind, dass ein dem Strömungspfad zugeordneter Druckverlust des Fluids von einer dem
strömungsaufwärtigen ersten Abstand zugeordneten Stelle zu einer dem strömungsabwärtigen
zweiten Abstand zugeordneten Stelle anders als ein Druckverlust eines gedachten Strömungspfades
mit im Wesentlichen gleich beabstandeten Begrenzungsstrukturen ist. Vorteilhaft ist
ein solcher Strömungspfad geeignet, das Fluid vergleichsweise stärker in Bereiche
besonders hohen Wärmetausches und/oder mit einer Kühlmittelunterversorgung zu führen
bzw. das Fluid vergleichsweise schwächer Bereichen mit vergleichsweise geringem Wärmetausch
und/oder mit einer Kühlmittelüberversorgung zuzuführen.
Bezugszeichenliste
[0085]
- 1
- erstes Fluid, Abgas
- 2
- zweites Fluid, Kühlmittel
- 2.1, 2.2
- zweites Fluid, Niedertemperaturkühlmittel
- 3
- Hauptströmungslängsrichtung, zentrale Achse
- 4.1
- Einführstutzen
- 4.2
- Abführstutzen
- 5.1, 6.1
- Fluideintrittsöffnung
- 5.2, 6.2
- Fluidaustrittsöffnung
- 7.1
- Eintrittsdiffuser
- 7.2
- Austrittsdiffuser
- 10, 10'
- Wärmetauscher
- 10.1
- Hochtemperaturstufe
- 10.2
- Niedertemperaturstufe
- 11
- Gehäuse
- 12
- Gehäusedeckel
- 13
- Block
- 20
- Strömungskanal
- 21.1, 21.2, 21.3
- Platten
- 23, 25
- Zwischenraum
- 24.1
- Fluideintritt
- 24.2
- Fluidaustritt
- 40
- Wärmeverteilung
- 41
- Wärmeeintrag
- 50
- Strömungsleitelement
- 51.1
- Einströmteil
- 51.2
- Austrittteil
- 51.3
- Mittenteil
- 52
- Grundebene
- 53
- Stegrippen
- 55
- Durchtrittsöffnungen
- 56.1, 26.2
- Reihe
- 57
- Begrenzungsstrukturen
- 59
- Strömungspfad, Strömungskanal
- 61
- Oberseite
- 63
- Unterseite
- 65
- Vorderkante
- P1.1 - P6.1
- strömungsaufwärtige Querschnitte
- P1.2 - 4.2, P1.3-3.3
- strömungsabwärtige Querschnitte
- P1 - P6
- Strömungspfad
- a
- Einströmbereich
- s
- Seitenbereich
- v
- Vorderkante
- z
- zentraler Bereich
- m
- Erstreckung
- a
- Ausdehnung
1. Strömungsleitelement (50), insbesondere in Form eines Tiefzieh-Stanz- oder Pressteils,
zur Anordnung in einem Wärmetauscher (10, 10') zu einer den Wärmetausch beeinflussenden
Strömungsführung eines Fluids entlang einer Hauptströmungslängsrichtung (3) von einem
Fluideintritt (24.1) zu einem Fluidaustritt (24.2),
gekennzeichnet durch
eine sich in Hauptströmungslängsrichtung (3) erstreckende flächige Grundebene (52),
wobei sich über die Grundebene (52) hinaus wenigstens teilweise seitliche Begrenzungsstrukturen
(57) zur Bildung und wenigstens teilweisen seitlichen Begrenzung einer Anzahl von
Strömungspfaden (59, P1 - P7) erheben, und zur Beeinflussung der Strömungsführung
in Hauptströmungslängsrichtung (3) wenigstens ein Strömungspfad (59, P1 - P7) einen
strömungsaufwärtigen ersten Abstand (Aein) zwischen zwei dem Strömungspfad zugeordneten seitlichen Begrenzungsstrukturen (57)
und einen strömungsabwärtigen zweiten Abstand (Aaus) der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) aufweist, wobei die Abstände unterschiedlich
sind.
2. Strömungsleitelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abstände derart unterschiedlich sind, dass ein dem Strömungspfad (59) zugeordneter
Druckverlust des Fluids von einer dem strömungsaufwärtigen ersten Abstand zugeordneten
ersten Stelle zu einer dem strömungsabwärtigen zweiten Abstand zugeordneten zweiten
Stelle anders ist als ein Druckverlust eines gedachten Strömungspfades mit im wesentlichen
gleichbeabstandeten Begrenzungsstrukturen.
3. Strömungsleitelement (50) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Strömungspfad (59) einen sich, vorzugsweise kontinuierlich, verändernden Abstand
der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) aufweist.
4. Strömungsleitelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl von wenigstens drei, vorzugsweise wenigstens vier vorzugsweise mehr als
vier Strömungspfaden (59, P1 - P7) vorgesehen ist.
5. Strömungsleitelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl von Strömungspfaden (59, P1 - P7) auf einer lateralen Erstreckung (ΔyEA) zwischen zwei äußeren, seitlichen Begrenzungsstrukturen der Strömungsführung nebeneinander
angeordnet sind.
6. Strömungsleitelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein erster (P1, P2) und wenigstens ein zweiter (P2 - P7) Strömungspfad
vorgesehen ist, wobei ein erster Strömungspfad lateral außerhalb neben einem zweiten
Strömungspfad angeordnet ist, bzw. ein zweiter Strömungspfad lateral innerhalb neben
einem ersten Strömungspfad angeordnet ist.
7. Strömungsleitelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein erster (P1,P2) und wenigstens ein zweiter (P2-P7) Strömungspfad vorgesehen
ist, wobei ein erster Strömungspfad einer äußeren, seitlichen Begrenzungsstruktur
näher angeordnet ist als ein zweiter (P2-P7) Strömungspfad bzw. ein zweiter Strömungspfad
(P2-P7) einem Fluideintritt (24.1) oder einem Fluidaustritt (24.2) näher angeordnet
ist als ein erster (P1, P2) Strömungspfad.
8. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein erster (P1, P2) und ein zweiter (P3-P7) Strömungspfad (59) vorgesehen
ist, wobei von einer strömungsaufwärtigen ersten Stelle zu einer strömungsabwärtigen
zweiten Stelle entlang der Hauptströmungslängsrichtung (3) der erste Strömungspfad
(P1, P2, P3, P4) länger als der zweite Strömungspfad (P5, P6)ist.
9. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein erster Strömungspfad (P1 - P4) einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand (P1.2,
P2.2, P3.2) der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) und einen strömungsabwärtigen
zweiten Abstand (P1.3, P2.3, P3.3) der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) aufweist,
wobei der erste Abstand geringer als der zweite Abstand ist, insbesondere ein Abstandsverhältnis
des ersten Abstands zum zweiten Abstand geringer als bei einem zweiten Strömungspfad
ist.
10. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweiter Strömungspfad (P5, P6) einen strömungsaufwärtigen ersten Abstand (P5.1,
P6.1) der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) und einen strömungsabwärtigen zweiten
Abstand (P5.2, P6.2) der seitlichen Begrenzungsstrukturen (57) aufweist, wobei der
erste Abstand größer als der zweite Abstand ist, insbesondere ein Abstandsverhältnis
des ersten Abstands zum zweiten Abstand größer als bei einem ersten Strömungspfad
ist.
11. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweiter Strömungspfad (P5, P6) im wesentlichen in Hauptströmungslängsrichtung
(3) verläuft, insbesondere vergleichsweise direkt , insbesondere längserstreckt oder
diametral zur flächigen Grundebene (52), von einem Fluideintritt (24.1) zu einem Fluidaustritt
(5.2, 6.2, 24.2) hin orientiert ist, insbesondere praktisch keinen quer zu der Hauptströmungslängsrichtung
(3) verlaufenden Querbereich aufweist, bzw. praktisch nur etwa einen in Hauptströmungslängsrichtung
(3) verlaufenden Längsbereich aufweist.
12. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstandsverhältnis eines ersten stromabwärtigen Abstands zu einem zweiten stromabwärtigen
Abstands von Pfad zu Pfad zwischen einem ersten Strömungspfad (P1) und einem zweiten
Strömungspfad (P6) zunimmt, insbesondere bei einem zweiten Strömungspfad (P6) im Bereich
des zwei- bis zehnfachen eines ersten Strömungspfades (P1) liegt, vorzugsweise beim
3-fachen, 6-fachen oder 10-fachen.
13. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein erster Strömungspfad (P1, P2, P3, P4), insbesondere außer einem praktisch nur
in Hauptströmungslängsrichtung (3) verlaufenden Längsbereich, wenigstens bereichsweise
einen quer zur Hauptströmungslängsrichtung (3) verlaufenden Querbereich aufweist,
insbesondere im Bereich eines Fluideintritts (24.1) und/oder Fluidaustritts (5.2,
6.2, 24.2), insbesondere vergleichsweise indirekt, insbesondere umfangsnah und/oder
nahe der Vorderkante (65) der flächigen Grundebene (52), von einem Fluideintritt (5.1,
6.1, 24, 24.1) zu einem Fluidaustritt (5.2, 6.2, 24.2) hin orientiert ist.
14. Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein erster Strömungspfad (P1, P2, P3, P4) ausgelegt ist, einen erhöhten Fluiddurchsatz
zu führen im Vergleich zu einem ersten Strömungspfad in einer ansonst gleichen, gedachten
Strömungspfadanordnung mit einem im wesentlichen gleichbeabstandete Begrenzungsstrukturen
aufweisenden ersten und zweiten Strömungspfad.
15. Wärmetauscher (10, 10') zum Wärmetausch zwischen einem ersten Fluid und einem zweiten
Fluid aufweisend:
- einen in einem Gehäuse (11) angeordneten Block (13) zur voneinander getrennten und
wärmetauschenden Führung des ersten Fluids und des zweiten Fluids entlang einer Hauptströmungslängsrichtung
(3) von einem Fluideintritt (24.1) zu einem Fluidaustritt (24.2), wobei zu einer den
Wärmetausch beeinflussenden Strömungsführung eines der Fluids, insbesondere des zweiten
Fluids, ein Strömungsleitelement (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 vorgesehen
ist.