[0001] Die Erfindung betrifft einen ersten Teil eines Steckverbinders und einen zweiten
Teil eines Steckverbinders.
[0002] Wird eine unter einer elektrischen Spannung stehende Steckverbindung voneinander
getrennt, kann dies zur Gefährdung von Personen führen, da unter Spannung stehende
Bauteile des Steckers mit Personen in Berührung kommen können und diese dadurch einen
elektrischen Schlag erleiten können.
[0003] Eine weitere Gefährdung tritt ein, wenn eine stromführende Steckverbindung und insbesondere
eine gleichstromführende Steckverbindung voneinander getrennt werden, d.h. wenn der
Stecker aus der Buchse gezogen wird, da es physikalisch bedingt zur Bildung von einem
Lichtbogen kommen kann, der unter anderem schwere Verletzungen oder gar den Tod von
Personen, die sich in mittelbarer oder unmittelbarer Nähe des Steckverbinders befinden,
zur Folge haben kann. Weiterhin werden in Folge des Lichtbogens die Luft- und Kriechstrecken
durch die auftretende Ionisierung verringert, so dass es zu Zerstörungen von Geräten
und Anlagenteilen kommen kann, so dass selbst wenn keine Personenschäden auftreten
es zu Materialschäden kommen kann.
[0004] Weiterhin kann jegliches Öffnen von stromführenden Steckverbindungen zu undefinierten
und kritischen Anlagen- und Maschinenzuständen führen.
[0005] Bisher wurde durch Anbringen von Warnhinweisen als Aufschrift auf den Steckbinder
oder als Beilagen in Form von Sicherheitshinweisen vor den möglichen Gefahren gewarnt
und auf die sachliche Kenntnis des mit der Maschine, dem Gerät oder der Anlage betrauten
Personals vertraut.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung einen Steckverbinder zu schaffen, bei dem ein Auftrennen
des Steckverbinders, sobald dieser spannungsführend ist, nicht mehr möglich ist.
[0007] Weiterhin wird somit auch ein Auftrennen eines stromführenden, insbesondere gleichstromführenden
Steckverbinders zuverlässig verhindert und somit das Entstehen eines Lichtbogens verhindert.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch einen ersten Teil eines Steckverbinders, wobei der
erste Teil des Steckverbinders derart ausgebildet ist, dass bei einem Zusammenstecken
des ersten Teils des Steckverbinders mit einem zweiten Teil des Steckverbinders eine
erste und eine zweite elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Teil des
Steckverbinders und dem zweiten Teil des Steckverbinders hergestellt werden, wobei
der erste Teil des Steckverbinders eine Verriegelungseinrichtung aufweist, die bei
einem Auftreten einer elektrischen Spannung zwischen der ersten und der zweiten Verbindung
derart mit einem Verriegelungselement des zweiten Teils des Steckverbinders zusammenwirkt,
dass der zusammengesteckte erste und zweite Teil des Steckverbinders nicht voneinander
trennbar sind.
[0009] Weiterhin wird diese Aufgabe gelöst durch einen zweiter Teil eines Steckverbinders,
wobei der zweite Teil des Steckverbinders derart ausgebildet ist, dass bei einem Zusammenstecken
des zweiten Teils des Steckverbinders mit einem ersten Teil eines Steckverbinders
eine erste und eine zweite elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Teil
des Steckverbinders und der zweiten Teil des Steckverbinders hergestellt werden, wobei
der zweite Teil des Steckverbinders ein Verriegelungselement aufweist, das mit einer
Verriegelungseinrichtung des ersten Teils des Steckverbinders derart zusammen wirkt,
dass bei einem Auftreten einer elektrischen Spannung zwischen der ersten und der zweiten
Verbindung der zusammengesteckte erste und zweite Teil des Steckverbinders nicht voneinander
trennbar sind.
[0010] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0011] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn der erste Teil des Steckverbinders als Buchse
oder als Stecker ausgebildet ist. Eine Ausbildung des ersten Teils des Steckverbinders
als Buchse oder als Stecker stellt eine übliche Ausbildung des ersten Teils des Steckverbinders
dar.
[0012] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Verriegelungseinrichtung einen
Aktuator aufweist, der auf Basis einer thermischen Verformung aufgrund eines Stromflusses
oder auf Basis einer polymeren Verformung infolge einer am Aktuator anliegenden Spannung
oder auf Basis einer Erzeugung eines magnetischen Feldes infolge eines Stromflusses,
ein Schließelement bewegt, das derart mit dem Verriegelungselement des zweiten Teils
des Steckverbinders zusammenwirkt, dass der zusammengesteckte erste und zweite Teil
des Steckverbinders nicht voneinander trennbar sind. Hierdurch wird eine besonders
zuverlässige Verriegelungseinrichtung geschaffen.
[0013] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Verriegelungselement als Lasche,
welche aus dem zweiten Teil des Steckverbinders herausragt ausgebildet ist. Eine Ausbildung
des Verriegelungselements als Lasche, welche aus dem zweiten Teil des Steckverbinders
herausragt, stellt eine besonders einfache Ausbildung des Verriegelungselements dar.
[0014] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Lasche ein Loch aufweist, da dann
das Schließelement besonders einfach, z.B. als Bolzen, ausgebildet sein kann.
[0015] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Spannung als Gleichspannung ausgebildet
ist, da dann die Verriegelungseinrichtung besonders einfach ausgebildet sein kann.
[0016] Ferner erweist es sich als vorteilhaft, dass falls der erste Teil des Steckverbinders
als Buchse ausgebildet ist, der zweite Teil des Steckverbinders als Stecker ausgebildet
ist und falls der erste Teil des Steckverbinders als Stecker ausgebildet ist, der
zweiter Teil des Steckverbinders als Buchse ausgebildet ist. Eine Ausbildung des zweiten
Teils des Steckverbinders als Stecker oder Buchse, welcher zum ersten Teil des Steckverbinders
korrespondiert, stellt eine übliche Ausbildung des zweiten Teils des Steckverbinders
dar.
[0017] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, einen Steckverbinder mit dem erfindungsgemäßen
ersten Teil des Steckverbinders und dem erfindungsgemäßen zweiten Teil des Steckverbinders
auszubilden.
[0018] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft einen elektrischen Motor zu schaffen, der
einen erfindungsgemäßen ersten Teil des Steckverbinders oder einen erfindungsgemäßen
zweiten Teil des erfindungsgemäßen Steckverbinders aufweist.
[0019] Ferner erweist es sich als vorteilhaft einen Stromrichter zu schaffen, der einen
erfindungsgemäßen ersten Teil des Steckverbinders oder einen erfindungsgemäßen zweiten
Teil des Steckverbinders aufweist.
[0020] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und
werden im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigen:
FIG 1 einen erfindungsgemäßen Steckverbinder,
FIG 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Verriegelungs-einrichtung,
FIG 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung,
FIG 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der Verriegelungsvorrichtung,
FIG 5 einen Motor, der einen erfindungsgemäßen ersten Teil des Steckverbinders aufweist
und
FIG 6 einen Stromrichter, der einen erfindungsgemäßen ersten Teil Steckverbinders
aufweist.
[0021] In FIG 1 ist in Form einer schematisierten Darstellung ein erfindungsgemäßer Steckverbinder
1 dargestellt. Der Steckverbinder 1 besteht dabei aus einem erfindungsgemäßen ersten
Teil 2 des Steckverbinders 1 und einen erfindungsgemäßen zweiten Teil 3 des Steckverbinders
1. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels ist dabei der erste Teil 2 des Steckverbinders
als Buchse und der zweite Teil 3 des Steckverbinders als Stecker ausgebildet. Dies
kann jedoch auch genau umgekehrt sein, d.h. der der erste Teil des Steckverbinders
kann auch als Stecker und der zweite Teil des Steckverbinders als Buchse ausgebildet
sein.
[0022] Der erste Teil 2 des Steckverbinders weist eine erste Stiftaufnahme 5a zur Aufnahme
eines ersten Stifts 4a des zweiten Teils 3 des Steckverbinders und eine zweite Stiftaufnahme
5b zur Aufnahme eines zweiten Stifts 4b des zweiten Teils 3 des Steckverbinders auf.
Weiterhin weist der erste Teil 2 des Steckverbinders eine Verriegelungselementaufnahme
8 zur Aufnahme eines Verriegelungselements 6 des zweiten Teils 3 des Steckverbinders
auf. Wenn der zweite Teil 3 des Steckverbinders mit dem ersten Teil 2 des Steckverbinders
zusammengesteckt wird, gleitet der erste Stift 4a in die erste Stiftaufnahme 5a und
der zweite Stift 4b in die zweite Stiftaufnahme 5b hinein. Der erste Stift 4a und
die erste Stiftaufnahme 5a sind elektrisch leitend und bilden im Zusammengesteckten
Zustand eine erste elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Teil 2 des Steckverbinders
und zweiten Teil 3 des Steckverbinders. Der zweite Stift 4b und die zweite Stiftaufnahme
5b sind ebenfalls elektrisch leitend und bilden im Zusammengesteckten Zustand eine
zweite elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten Teil 2 des Steckverbinders
und zweiten Teil 3 des Steckverbinders. Solchermaßen entsteht beim Zusammenstecken
des ersten und zweiten Teils des Steckverbinders eine erste und eine zweite elektrisch
leitende Verbindung zwischen dem ersten Teil 2 des Steckverbinders 1 und dem zweiten
Teil 3 des Steckverbinders 1.
[0023] Ein durch den Steckverbinder fließender Strom I
1 fließt somit über die elektrische Leitung 17a, über den ersten Stift 4a, über die
erste Stiftaufnahme 5a und über die elektrische Leitung 18a und fließt über die elektrische
Leitung 18b, die zweite Stiftaufnahme 5b, den zweiten Stift 4b und über die elektrische
Leitung 17b zurück.
[0024] Erfindungsgemäß weist der zweite Teil 3 des Steckverbinders ein Verriegelungselement
6 auf, das im Rahmen des Ausführungsbeispiels als eine Lasche, welche aus dem zweiten
Teil 3 des Steckverbinders herausragt ausgebildet ist. Die Lasche weist dabei im Rahmen
des Ausführungsbeispiels ein Loch 7 auf. Beim Zusammenstecken des ersten und zweiten
Teils des Steckverbinders gleitet das Verriegelungselement 6 in eine Verriegelungselementaufnahme
8 des ersten Teils 2 des Steckverbinders hinein.
[0025] Erfindungsgemäß weist der erste Teil 2 des Steckverbinders eine Verriegelungseinrichtung
9 auf, die ein Schließelement 10 aufweist. Das Schließelement 10, ist im Rahmen des
Ausführungsbeispiels als ein Bolzen ausgebildet. Wird nun im zusammengesteckten Zustand
des Steckverbinders zwischen der elektrischen Leitung 17a und der elektrischen Leitung
17b eine Spannung U angelegt, so überträgt sich die Spannung U vom zweiten Teil 3
des Steckverbinders auf den ersten Teil 2 des Steckverbinders, so dass die Spannung
U zwischen der ersten Stiftaufnahme 5a und der zweiten Stiftaufnahme 5b und somit
über der Verriegelungseinrichtung 9 anliegt. Wie schon gesagt, bildet der erste Stift
4a zusammen mit der ersten Stiftaufnahme 5a eine erste elektrisch leitende Verbindung
und der zweite Stift 4b zusammen mit der zweiten Stiftaufnahme 5b eine zweite elektrisch
leitende Verbindung, so dass die Spannung U zwischen der ersten und der zweiten elektrisch
leitenden Verbindung anliegt. Bei Auftreten der elektrischen Spannung U zwischen der
ersten und zweiten Verbindung wirkt die Verriegelungseinrichtung 9 mit dem Verriegelungselement
6 derart zusammen, dass der zusammengesteckte erste und zweite Teil des Steckverbinders
nicht mehr voneinander trennbar sind. Durch die Verriegelungseinrichtung 9 und das
Verriegelungselement 6 wird der Steckverbinder solchermaßen gegen Trennen, d.h. gegen
Öffnen, wenn dieser spannungsführend ist, d.h. eine elektrische Spannung zwischen
den Leitungen 17a und 17b und somit auch zwischen den Leitungen 18a und 18b anliegt,
verriegelt. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels wird bei Auftreten der Spannung U das
Schließelement 10 der Verriegelungseinrichtung 9 in das Loch 7 des Verriegelungselements
6 bewegt und solchermaßen eine Verriegelung gegen Herausziehen des zweiten Teil des
Steckverbinders aus dem ersten Teil des Steckverbinders bewirkt. Der erste und zweite
Teil des Steckverbinders sind solchermaßen dann nicht mehr voneinander durch eine
Person trennbar, d.h. der zweite Teil des Steckverbinders kann nicht mehr aus dem
ersten Teil des Steckverbinders herausgezogen werden.
[0026] Das Verriegelungselement 6 kann dabei verschiedenste Formen aufweisen, die entsprechend
an das Schließelement angepasst sind. Das Schließelement kann solchermaßen z.B. auch
in Form eines Hakens ausgebildet sein, der z.B. in Einkerbungen des Verriegelungselements
eingreift, um so eine Verriegelung zu gewährleisten.
[0027] In FIG 2 ist in Form einer schematisierten Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel
der Verriegelungseinrichtung 9 dargestellt, welche auf Basis einer Erzeugung eines
magnetischen Felds in Folge eines Stromflusses arbeitet. Die Verriegelungseinrichtung
9 weist zur Bewegung des Schließelements 10 einen Aktuator auf, der im Rahmen des
Ausführungsbeispiels gemäß FIG 2 als Spule 11 ausgebildet ist. Das Schließelement
10 liegt dabei in Form eines dauerhaft magnetisierten Bolzens vor. In Folge der anliegenden
Spannung U fließt ein Strom I
2 (siehe FIG 1) durch die Spule 11 und bewegt das Schließelement 10 durch das Loch
7 des Verriegelungselementes 6, wodurch die Verriegelung bewirkt wird. Beim Verschwinden
der Spannung U wird das Schließelement 10 von einem Federelement 12 wieder in die
Ausgangslage zurückgezogen, so dass der zweite Teil des Steckverbinders und der erste
Teil des Steckverbinders wieder voneinander trennbar sind.
[0028] In FIG 3 ist eine zweite Ausführungsform der Verriegelungseinrichtung 9 in Form einer
schematisierten Darstellung dargestellt. Die Verriegelungseinrichtung 9 weist einen
Aktuator auf, der in dem Ausführungsbeispiel gemäß FIG 3 als ein Bimetallelement 13
ausgebildet ist. Wenn das Bimetallelement 13 in Folge der anliegenden Spannung U von
einem Strom I
2 durchflossen wird, erwärmt es sich und dehnt sich aus, so dass es sich, in der Darstellung
gemäß FIG 3, nach links verbiegt und solchermaßen das Schließelement 10 nach links
bewegt, so dass das Schließelement 10 in das Loch 7 des Verriegelungselements 6 bewegt
wird und solchermaßen eine Verriegelung bewirkt. Die Verriegelungseinrichtung 9 bewegt
somit auf Basis einer thermischen Verformung aufgrund eines Stromflusses das Schließelement
10.
[0029] In FIG 4 ist eine dritte Ausführungsform der Verriegelungseinrichtung in Form einer
schematisierten Darstellung dargestellt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß FIG 4 weist
die Verriegelungseinrichtung 9 einen Aktuator auf, der in Form eines elektroaktiven
Polymers 14 vorliegt. Bei Auftreten einer Spannung U verformt sich das elektroaktive
Polymer 14 und bewegt das Schließelement 10, in der Darstellung gemäß FIG 4 nach links,
so dass sich das Schließelement 10 in das Loch des Verriegelungselements 6 bewegt.
Solchermaßen wird das Schließelement 10 auf Basis einer polymeren Verformung in Folge
einer am Aktuator 14 anliegenden Spannung U bewegt.
[0030] Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen liegt die Spannung U in Form einer Gleichspannung
vor und damit der Strom I
1 in Form eines Gleichstroms. Dies muss aber nicht unbedingt so sein, so kann die Spannung
U auch in Form einer Wechselspannung und damit auch der Strom I
1 in Form eines Wechselstroms vorliegen.
[0031] Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass in den gezeigten Figuren eventuell zur Anpassung
noch notwendige zusätzliche Beschaltungselemente, wie z.B. Widerstände oder falls
notwendig noch Dioden zur Gleichrichtung, die im Falle einer Wechselspannung U den
Strom I
2 gleichrichten, der Übersichtlichkeit halber und da für das Verständnis der vorliegenden
Erfindung unwesentlich, in den Figuren nicht dargestellt sind.
[0032] Weiterhin sei an dieser Stelle angemerkt, dass selbstverständlich der zweite Teil
3 des Steckverbinders neben dem ersten Stift 4a und dem zweiten Stift 4b noch weitere
Stifte aufweisen kann und das der erste Teil 2 des Steckverbinders neben der ersten
Stiftaufnahme 5a und der zweiten Stiftaufnahme 5b entsprechend noch weitere Stiftaufnahmen
aufweisen kann. Neben der ersten und der zweiten elektrisch leitenden Verbindung können
somit auch somit weitere elektrisch leitende Verbindungen vorhanden sein.
[0033] Weiterhin können die Verriegelungseinrichtung 9 und/oder das Verriegelungselement
6 auch mehrfach vorhanden sein.
[0034] In FIG 5 ist in Form einer schematisierten Darstellung ein elektrischer Motor 15
dargestellt, der den ersten Teil 2 des Steckverbinders aufweist. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels
gemäß FIG 5 ist der erste Teil 2 des Steckverbinders als Buchse ausgebildet und der
zweite Teil des Steckverbinders als Stecker. Alternativ hierzu könnte der Motor 15
aber auch den zweiten Teil 3 des Steckverbinders aufweisen, wobei der zweite Teil
des 3 des Steckverbinders dann als Buchse ausgebildet wäre und der erste Teil des
Steckverbinders als Stecker ausgebildet wäre.
[0035] Der entsprechende Stecker kann somit nicht mehr, während der Stecker unter Spannung
steht und somit stromführend ist, weil z.B. der Motor 15 gerade in Betrieb ist, aus
der Buchse herausgezogen werden. Der Motor 15 kann dabei z.B. intern einen Stromrichter
aufweisen.
[0036] In FIG 6 ist in Form einer schematisierten Darstellung ein Stromrichter 16 dargestellt,
der zur elektrischen Energieversorgung den ersten Teil 2 des Steckverbinders aufweist.
Im Rahmen des Ausführungsbeispiels gemäß FIG 6 ist der erste Teil 2 des Steckverbinders
als Buchse ausgebildet und der zweite Teil des Steckverbinders als Stecker. Alternativ
hierzu könnte der Stromrichter 16 aber auch den zweiten Teil 3 des Steckverbinders
aufweisen, wobei der zweite Teil 3 des des Steckverbinders dann als Buchse ausgebildet
wäre und der erste Teil des Steckverbinders als Stecker ausgebildet wäre. Der zugehörige
Stecker kann nun ebenfalls nur noch im spannungsfreien Zustand von der Buchse 2 gezogen
werden.
[0037] Weiterhin sei an dieser Stelle daraufhin gewiesen, dass der erste Teil des Steckverbinders
oder der zweite Teil des Steckverbinders anstatt als Buchse auch als Kupplung ausgebildet
sein kann.
1. Erster Teil eines Steckverbinders (1), wobei der erste Teil (2) des Steckverbinders
(1) derart ausgebildet ist, dass bei einem Zusammenstecken des ersten Teils (2) des
Steckverbinders (1) mit einem zweiten Teil (3) des Steckverbinders (1) eine erste
(4a,5a) und eine zweite (4b,5b) elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten
Teil (2) des Steckverbinders (1) und dem zweiten Teil (3) des Steckverbinders (1)
hergestellt werden, wobei der erste Teil (2) des Steckverbinders (1) eine Verriegelungseinrichtung
(9) aufweist, die bei einem Auftreten einer elektrischen Spannung (U) zwischen der
ersten (4a,5a) und der zweiten (4b,5b) Verbindung derart mit einem Verriegelungselement
(6) des zweiten Teils (3) des Steckverbinders (1) zusammenwirkt, dass der zusammengesteckte
erste (2) und zweite (3) Teil des Steckverbinders (1) nicht voneinander trennbar sind.
2. Erster Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teil (2) des Steckverbinders (1) als Buchse oder als Stecker ausgebildet
ist.
3. Erster Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung (9) einen Aktuator (11,13,14) aufweist, der auf Basis
einer thermischen Verformung aufgrund eines Stromflusses oder auf Basis einer polymeren
Verformung infolge einer am Aktuator (11,13,14) anliegenden Spannung (u) oder auf
Basis einer Erzeugung eines magnetischen Feldes infolge eines Stromflusses (I2), ein Schließelement bewegt, das derart mit dem Verriegelungselement des zweiten
Teils (3) des Steckverbinders (1) zusammenwirkt, dass der zusammengesteckte erste
(2) und zweite (3) Teil des Steckverbinders (1) nicht voneinander trennbar sind.
4. Erster Teil eines Steckverbinders nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (6) als Lasche, welche aus dem zweiten Teil des Steckverbinders
(1) herausragt ausgebildet ist.
5. Erster Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche ein Loch aufweist.
6. Erster Teil eines Steckverbinders nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung (U) als Gleichspannung ausgebildet ist.
7. Zweiter Teil eines Steckverbinders, wobei der zweite (3) Teil des Steckverbinders
(1) derart ausgebildet ist, dass bei einem Zusammenstecken des zweiten Teils (3) des
Steckverbinders (1) mit einem ersten Teil (2) eines Steckverbinders (1) eine erste
(4a,5a) und eine zweite (4b,5b) elektrisch leitende Verbindung zwischen dem ersten
Teil (2) des Steckverbinders (1) und der zweiten Teil (3) des Steckverbinders (1)
hergestellt werden, wobei der zweite Teil (3) des Steckverbinders (1) ein Verriegelungselement
(6) aufweist, das mit einer Verriegelungseinrichtung (9) des ersten Teils (2) des
Steckverbinders (1) derart zusammen wirkt, dass bei einem Auftreten einer elektrischen
Spannung (U) zwischen der ersten (4a,5a) und der zweiten (4b,5b) Verbindung der zusammengesteckte
erste (2) und zweite Teil (3) des Steckverbinders (1) nicht voneinander trennbar sind.
8. Zweiter Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass falls der erste Teil (2) das Steckverbinders (1) als Buchse ausgebildet ist, der
zweiter Teil des Steckverbinders (1) als Stecker ausgebildet ist und falls der erste
Teil (2) des Steckverbinders (1) als Stecker ausgebildet ist, der zweiter Teil (3)
des Steckverbinders (1) als Buchse ausgebildet ist.
9. Zweiter Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (6) als Lasche, welche aus dem zweiten Teil (3) des Steckverbinders
(1) herausragt ausgebildet ist.
10. Zweiter Teil eines Steckverbinders nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lasche ein Loch aufweist.
11. Zweiter Teil eines Steckverbinders nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung (U9 als Gleichspannung ausgebildet ist.
12. Steckverbinder mit einem ersten Teil eines Steckverbinders nach einem der Ansprüche
1 bis 6 und einem zweiten Teil eines Steckverbinders nach einem der Ansprüche 7 bis
11.
13. Elektrischer Motor, wobei der Motor einen ersten Teil eines Steckverbinders nach einem
der Ansprüche 1 bis 6 oder einen zweiten Teil eines Steckverbinders nach einem der
Ansprüche 7 bis 11 aufweist.
14. Stromrichter, wobei der Stromrichter einen ersten Teil eines Steckverbinders nach
einem der Ansprüche 1 bis 6 oder einen zweiten Teil eines Steckverbinders nach einem
der Ansprüche 7 bis 11 aufweist.