[0001] Die Erfindung betrifft eine Auslösevorrichtung für Geräte zur Rettung oder zur Lageanzeige
von Personen in Lawinen sowie zu Verminderung des Verschüttungsgrades von durch Lawinen
erfassten Personen, die durch manuelle Eigenbetätigung ausgelöst werden kann.
[0002] Es sind bereits verschiedene Geräte zur Rettung von Personen in Lawinen (nachstehend
auch Lawinenrettungsgeräte genannt) bekannt. Ferner sind verschiedene Geräte bekannt,
welche die Lage einer von einer Lawine verschütteten Person anzeigen.
[0003] Ein Lawinenrettungsgerät ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift
P 32 37 060 beschrieben, das einen Rettungsrucksack mit zwei Kammern aufweist, in denen sich
jeweils ein Ballon befindet, der mit Hilfe eines aus Druckgasflaschen stammenden Gas-Luft-Gemisches
gefüllt wird. Die aufgeblasenen Ballone bewirken, dass der Benutzer, wenn er von einer
Lawine mitgerissen wird, in dieser Lawine einen Auftrieb erfährt und quasi an der
Oberfläche der Lawine getragen wird.
[0004] Ein auf diesem Prinzip beruhendes weiteres Lawinenrettungsgerät ist aus der österreichischen
Patentschrift
366917 bekannt.
[0005] Ein weiteres Gerät dieser Gattung ist aus der europäischen Patentschrift
EP 0 957 995 bekannt, das hier als Lawinenairbag bezeichnet wird, und aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 19703656.
[0006] Ferner sind verschiedene Geräte zur Lageanzeigung von Personen in Lawinen bekannt.
So existiert beispielsweise ein sogenannter Lawinenball. Es handelt sich dabei um
eine Vorrichtung, die der Benutzer über seinen Rucksack schnallt. Wird diese Vorrichtung
ausgelöst, dann wird eine Konstruktion abgetrennt, die sich mechanisch wie ein Lampion
aufspannt. An diesem Lampion ist eine längere Lawinenschnur befestigt, die wiederum
mit dem Benutzer verbunden ist. Da dieser Lampion in einer Lawine in der Schneemasse
aufschwimmt, soll eine rasche optische Ortung eines in der Lawine Verschütteten ermöglicht
werden.
[0007] Allen diesen Geräten und Vorrichtungen ist gemeinsam, dass sie vom Träger beziehungsweise
Benutzer ausgelöst beziehungsweise aktiviert werden müssen. Dies erfolgt üblicherweise
manuell, indem der Benutzer beispielsweise durch einen Schlag auf ein Luftkissen und
somit durch eine Schlagbetätigung einen Auslösemechanismus in Gang setzt. Unter einem
"Auslösen" wird im Rahmen der vorliegenden Unterlagen im Übrigen ein Betätigen eines
Lawinenrettungsgerätes beziehungsweise eines Gerätes zur Lageanzeige von Personen
in Lawinen verstanden, wodurch das entsprechende Gerät in einen Zustand gebracht wird,
in dem es seine Rettungsfunktion beziehungsweise seine Lageanzeigefunktion ausüben
kann.
[0008] Bei der Auslösung eines Lawinenrettungsgerätes oder eines Lageanzeigegerätes durch
den Benutzer (dies wird nachstehend auch als Eigenauslösung bzw. Eigenbetätigung bezeichnet)
bestehen im Wesentlichen zwei Schwierigkeiten. Zum einen muss die betroffene Person
erkennen, dass sie bereits von einer Lawine erfasst wurde oder kurz davor steht, erfasst
zu werden. Eine Auslösung muss dann natürlich möglichst umgehend erfolgen.
[0009] Wurde die betroffene Person bereits von einer Lawine erfasst und/oder ist sie bereits
gestürzt, dann muss sie in der Dynamik der zu Tal rauschenden Lawine auch in der Lage
sein, die Eigenauslösung bzw. Eigenbetätigung zu bewirken.
[0010] In der Praxis ist es schon vermehrt vorgekommen, dass Personen, die mit einem Lawinenrettungsgerät
beziehungsweise einem Lageanzeigegerät ausgestattet waren, das entsprechende, von
ihnen getragene Gerät nicht mehr auszulösen konnten. Es sind daher bereits mehrere
Lawinenunfälle eingetreten, bei denen die von der Lawine erfassten Personen zu Tode
gekommen sind, obwohl sie mit einem Lawinenrettungsgerät ausgerüstet waren, dieses
jedoch nicht mehr auslösen konnten.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie eine Fremdauslösung
eines Lawinenrettungsgerätes beziehungsweise eines Gerätes zur Lageanzeige von Personen
in Lawinen in kontrollierter Weise durch eine andere Person bewirkt werden kann.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Auslösevorrichtung für die Geräte der hier in
Rede stehenden Art, welche eine Funkeinrichtung besitzt, die mit einer Stromversorgung,
einem Sender, einem Empfänger, einer Datenverarbeitungseinrichtung und gegebenenfalls
einer Antenne ausgestattet ist und von der Funkeinrichtung mindestens einer weiteren
Auslösevorrichtung ein Funksignal zur Betätigung der eigenen Auslösevorrichtung empfangen
kann, wobei die Funkeinrichtung entweder integraler Bestandteil der Auslösevorrichtung
oder ein zusätzlicher separater, jedoch funktionell damit verbundener oder lösbar
verbindbarer Bestandteil ist. Zudem ist die Auslösevorrichtung mit einer Betätigungseinrichtung
ausgestattet, die bei Empfang eines Funksignals eine Fremd-Betätigung der eigenen
Auslösevorrichtung hervorrufen kann.
[0013] Diese Auslösevorrichtung muss in der Lage sein, ein Funksignal, das von der Funkeinrichtung
einer weiteren Auslösevorrichtung ausgesandt wurde, mit Hilfe der eigenen Funkeinrichtung
zu empfangen, so dass eine Betätigung des mit dieser Auslösevorrichtung ausgestatteten
und somit des damit assoziierten Gerätes durch eine fremde bzw. dritte Person (Fremd-Betätigung)
ermöglicht wird. Bei Empfang dieses Funksignals wird somit die Betätigungseinrichtung
aktiviert, sofern dies nach den gewählten Schaltungszuständen/Funktionszuständen zugelassen
ist, wodurch das mit der Auslösevorrichtung assoziierte Gerät betätigt wird, ohne
dass eine manuelle Betätigung der Auslösungsvorrichtung erfolgt.
[0014] Die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung muss mindestens folgende
Schaltungszustände bzw. Funktionszustände aufweisen beziehungsweise einnehmen können:
a1) bei manueller Eigenbetätigung wird lediglich die eigene Auslösevorrichtung betätigt
und
b1) eine Fremd-Betätigung der eigenen Auslösevorrichtung durch ein von einer weiteren
Auslösevorrichtung (genauer: der Funkeinrichtung dieser weiteren Auslösevorrichtung)
erhaltenes Funksignal ist möglich.
[0015] Vorzugsweise ist die Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung derart ausgestaltet,
dass sie ein Funksignal an mindestens eine weitere Auslösevorrichtung zum Betätigen
letzterer Auslösevorrichtung übermitteln kann. Die Funkeinrichtung der erfindungsgemäßen
Auslösevorrichtung muss somit in der Lage sein, an die entsprechende Funkeinrichtung
einer weiteren Auslösevorrichtung ein Funksignal zur Fremdbetätigung der anderen,
weiteren Auslösevorrichtung zu senden.
[0016] Die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung kann bei dieser bevorzugten
Ausführungsform mindestens folgende Schaltungszustände/Funktionszustände aufweisen
beziehungsweise einnehmen.
[0017] Im Schaltungszustand a1) wird bei manueller Eigenbetätigung lediglich die eigene
Auslösevorrichtung betätigt. Es wird kein Funksignal an eine weitere Auslösevorrichtung
gesendet. Diejenige Person, welche die Eigenbetätigung ausübt, bewirkt somit lediglich
die Betätigung der eigenen, von ihr getragenen Auslösevorrichtung und somit auch des
damit ausgestatteten, von ihr getragenen Geräts.
[0018] Im zweiten Schaltungszustand a2) wird bei manueller Eigenbetätigung einerseits die
eigene Auslösevorrichtung betätigt. Zudem wird ein Funksignal an eine weitere Auslösevorrichtung
und somit an ein weiteres Gerät übermittelt.
[0019] Unabhängig davon, ob der Schaltungszustand a1) oder a2) gewählt wird, ist es somit
für die die entsprechende Auslösevorrichtung tragende Person immer möglich, eine Eigenbetätigung
durchzuführen und damit die von dieser Person getragene Auslösevorrichtung zu betätigen
beziehungsweise auszulösen.
[0020] Unabhängig von den beiden Schaltungszuständen a1) und a2) kann die Funkeinrichtung
neben dem Schaltungszustand b1) vorzugsweise auch einen Schaltungszustand b2) einnehmen.
[0021] Im Schaltungszustand b1) ist eine Fremd-Betätigung - siehe auch oben - der eigenen
Auslösevorrichtung durch ein von einer weiteren Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal
möglich. In diesem Zustand kann somit die Auslösung sowohl durch die manuelle Eigen-Betätigung
als auch durch die Funkbetätigung erfolgen.
[0022] Im Schaltungszustand b2) ist eine Fremd-Betätigung der eigenen Auslösevorrichtung
durch ein von einer weiteren Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal nicht möglich.
Sendet somit beispielsweise eine weitere Auslösevorrichtung ein Funksignal zur Fremd-Betätigung
aus, dann wird dieses Signal im Schaltungszustand b2) nicht berücksichtigt.
[0023] Die Funkeinrichtung der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung kann integraler Bestandteil
dieser Auslösevorrichtung oder ein zusätzlicher separater, jedoch funktionell damit
verbundener oder lösbar verbindbarer Bestandteil sein.
[0024] Im ersteren Fall stellt die Auslösevorrichtung vorzugsweise einen Handgriff dar,
in dem sich nicht nur die funktionellen Teile, welche zur manuellen Betätigung dieser
Auslösevorrichtung dienen, sondern auch diejenigen Element untergebracht sind, welche
funktionell der Funkeinrichtung zugehörig sind. Zu letzteren zählen der Sender, der
Empfänger, die Stromversorgung sowie die dazugehörigen Schalter und Leitungen. Eine
Antenne kann, sofern erforderlich, in die Auslösevorrichtung integriert oder daran
angeschlossen sein.
[0025] Ist die Funkeinrichtung separat konfiguriert, dann ist sie zweckmäßigerweise mit
einem Kabel mit der Auslösevorrichtung verbunden. Man kann die Funkeinrichtung in
diesem Fall auch als Elektronik-Box bezeichnen; zudem stellt die Auslösevorrichtung
vorzugsweise einen Handgriff dar. In dem genannten Kabel befindet sich eine elektrische
Leitung zur Ansteuerung der Betätigungseinrichtung, gegebenenfalls eine Leitung zur
Stromversorgung der Betätigungseinrichtung sowie zweckmäßigerweise die Antenne. Diese
separate Funkeinrichtung bzw. Elektronik-Box kann somit in einigem Abstand von der
Auslösevorrichtung von dieser am Körper des Benutzers beziehungsweise an einem zum
Gerät dazugehörigen Teil befestigt sein, beispielsweise an einem Haltegurt.
[0026] Es ist nicht zwingend erforderlich, dass alle zu der Funkeinrichtung gehörenden funktionellen
Teile einschließlich derjenigen Elemente, welche den gewählten Funktionszustand anzeigen,
in der separaten Funkeinrichtung bzw. Elektronik-Box untergebracht sind. So kann man
beispielsweise diejenigen Anzeigvorrichtungen, die optischer (beispielsweise LED)
oder akustischer Art sind, in der Auslösevorrichtung anordnen, während die Stromversorgung
in der separaten Funkeinrichtung bzw. Elektronik-Box angeordnet ist, insbesondere
dann, wenn es sich um eine Batterie oder einen Akku handelt. Auch müssen die später
noch zu beschreibenden Schalter und Anzeigevorrichtungen nicht unbedingt in der separaten
Funkeinrichtung angeordnet sein. Auch diese können in der Auslösevorrichtung vorgesehen
sein. Die Aufteilung der einzelnen funktionellen Teile, Vorrichtungen und Einrichtungen
kann je nach Bedarf und Erfordernis gewählt werden. Dies gilt unter anderem auch für
die unten beschriebene Datenverarbeitungseinrichtung. Aus diesem Grund wird im Rahmen
der vorliegenden Unterlagen, insbesondere in den folgenden Ansprüchen, auch häufig
Bezug genommen auf die "Auslösevorrichtug bzw. Funkeinrichtung". Damit soll zum Ausdruck
gebracht werden, dass die dieser "Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung" zugeordneten
Merkmale im oben beschriebenen Sinne aufgeteilt bzw. untergebracht sein können.
[0027] Zweckmäßigerweise ist der Schlauch sowohl von der Auslösevorrichtung als auch von
der Funkeinrichtung abnehmbar und wieder damit verbindbar. Auf diese Weise kann man
die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung auch ohne Funkeinrichtung zum Einsatz bringen,
beispielsweise wenn eine Funkbetätigung einer weiteren Auslösevorrichtung nicht erforderlich
und/oder gewünscht ist.
[0028] Zur Steuerung dieser Abläufe dient eine Datenverarbeitungseinrichtung, welche auch
die gegebenenfalls vorhandenen optischen Anzeigevorrichtungen steuert und andere Regelungsaufgaben
übernimmt. Bei einer derartigen Datenverarbeitungseinrichtung kann es sich beispielsweise
um einen entsprechend den Bedürfnissen programmierten Chip handeln. Die Herstellung
und Programmierung derartiger Chips ist bekannt, so dass eine weitere Erörterung überflüssig
ist.
[0029] Die funkgesteuerte Betätigungsvorrichtung der erfindungsgemäßen Funkeinrichtung beziehungsweise
Auslösevorrichtung dient zweckmäßigerweise dazu, diejenigen funktionellen Teile, welche
bei der manuellen Betätigung durch die Zuführung der "manuellen Energie" bewegt und/oder
betätigt werden, durch elektrische oder durch Beaufschlagung mit Druckluft oder auf
anderem pneumatischen Wege zu betätigen. Diese Betätigungsvorrichtung ist vorzugsweise
in der Auslösevorrichtung angeordnet.
[0030] Zu der Auslösevorrichtung gehört auch ein mit der Datenverarbeitungseinrichtung funktionell
verbundener Sensor, der feststellt, wenn die Auslösevorrichtung eigenbetätigt wird.
Der Sensor übermittelt diese Information an die Datenverarbeitungseinrichtung, welche
dann je nach dem eingestellten Schaltungszustand ein Funksignal an die Funkeinrichtung
einer weiteren Auslösevorrichtung übermittelt oder auch nicht.
[0031] Bei Personen, welche sich in lawinengefährdete Gebiete (unter einer Lawine wird hier
im Übrigen vorwiegend eine Schneelawine verstanden) begeben, handelt es sich meistens
um Tourengänger, welche die Tour in einer Gruppe durchführen. Eine derartige Gruppe
ist häufig von einem Bergführer begleitet.
[0032] Vor Beginn der Tour werden die Auslösevorrichtungen der verschiedenen Personen der
Tour in den gewünschten Schaltungszustand gebracht. So ist es beispielsweise sinnvoll,
dass der Bergführer, sobald er eine Eigen-Betätigung und somit seine eigene Auslösevorrichtung
und damit sein eigenes Gerät betätigt, damit auch gleichzeitig die Auslösevorrichtungen
einiger oder aller der von ihm geführten Personen betätigt und somit für diese Personen
eine Fremd-Betätigung bewirkt. Schließlich hat der Bergführer die meiste Erfahrung
und kann die Situation am besten beurteilen.
[0033] Selbst wenn der Bergführer beispielsweise nicht von einer Lawine ergriffen wird und
nur einige der Personen seiner Gruppe von einer Lawine mitgerissen werden, kann er
durch die Eigen-Betätigung gleichzeitig auch die Fremd-Betätigung der Auslösevorrichtungen
der von der Lawine ergriffenen Personen bewirken. Es ist dabei unerheblich, dass auch
sein eigenes Gerät ausgelöst wird. Dies ist in Kauf zu nehmen, da die manuelle Eigen-Betätigung
der eigenen Auslösevorrichtung immer zu einer Betätigung des mit der Auslösevorrichtung
assoziierten Gerätes führen muss.
[0034] Zudem sollte die Auslösevorrichtung des Bergführers den Schaltzustand b2) einnehmen,
damit das Gerät des Bergführers nicht durch eine fehlerhafte Eigen-Betätigung der
Auslösevorrichtung einer von dem Bergführer geführten Person bewirkt wird.
[0035] Die Funkeinrichtung des Bergführers befindet sich daher vorzugsweise in den Schaltungszuständen
a1) und b2). Die Funkeinrichtungen der von ihm geführten Person befinden sich vorzugsweise
in den Schaltungszuständen a1) und b1).
[0036] Wird eine Gruppe von zwei bezüglich der Auslösevorrichtung gleichberechtigten Bergführern
begleitet, dann können diese beiden Bergführer die Schaltungszustände a2) und b1)
wählen. Sobald einer der Bergführer seine Auslösevorrichtung betätigt (=Eigen-Betätigung)
werden die Auslösevorrichtung der durch die beiden Bergführer in der Gruppe geführten
Personen durch den Bergführer fremd-betätigt. Die Auslösevorrichtung des zweiten Bergführers
wird jedoch nicht durch den ersten Bergführer fremd-betätigt.
[0037] Auf diese Weise ist eine variable Anpassung der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung
an die Erfordernisse einer Tourengängergruppe möglich.
[0038] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung
der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung mit einem ersten Schalter, mit dem die beiden
Schaltungszustände a1) und a2) eingestellt werden können, und mit einem zweiten Schalter,
mit dem die beiden Schaltungszustände b1) und b2) eingestellt werden können, ausgestattet.
Auf diese Weise können die Schaltungszustände a1) und a2) unabhängig von den Schaltungszuständen
b1) und b2) gewählt werden.
[0039] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung
der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung mit einem Druckschalter ausgestattet. Mit
Hilfe dieses Druckschalters kann die in der Auslösevorrichtung vorhandene Datenverarbeitungseinrichtung
bzw. der vorhandene Chip programmiert werden.
[0040] Die gewählten Schaltungszustände werden vorzugsweise durch die Stellung der Schalter
und/oder durch eine optische Anzeigevorrichtung, beispielsweise Lichtquelle wie LED,
angezeigt.
[0041] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Auslösevorrichtung bzw. Funkeinrichtung
mit einem Sicherungsmittel ausgestattet, das in der Lage ist, die Schalter in der
eingestellten Position zu blockieren. Mit anderen Worten, die Schalterstellung kann
erst durch Lösen des Sicherungsmittels geändert werden. Auf diese Weise soll sichergestellt
werden, dass sich die Position der Schalter beziehungsweise die gewählten Schaltungszustände
nicht unbeabsichtigt ändern können, wenn das Lawinenrettungsgerät oder das Lawinenlageanzeigegerät
vom Benutzer getragen wird. Eine derartiges Sicherungsmittel kann mechanischer oder
elektrischer bzw. elektronischer Natur sein, beispielsweise ein Code, der eingegeben
werden kann.
[0042] Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann die Funkeinrichtung ein erstes Zusatzfunksignal
von einer weiteren bzw. anderen Funkvorrichtung empfangen, die kein Bestandteil einer
weiteren Auslösevorrichtung ist, sondern eine von einer Auslösevorrichtung separates
Element darstellt, das sich beispielsweise in einem Hubschrauber oder einer Berghütte
befindet und von einer geeigneten Person betätigt wird, sobald diese Person der Auffassung
ist, dass eine Fremd-Betätigung einer Auslösevorrichtung angezeigt ist. Dies kann
beispielsweise der Fall sein, wenn diese Person einen Lawinenabgang beobachtet oder
befürchtet und die mit einem Lawinenrettungsgerät ausgestatteten Mitglieder einer
Tourengruppe und/oder der Bergführer diesen Abgang oder eine entsprechende Gefahr
noch nicht erkannt haben.
[0043] Sobald die Funkeinrichtungen der Auslösevorrichtungen dieses erste Zusatzfunksignal
empfangen, erfolgt die Fremd-Betätigung.
[0044] Vorzugsweise ist die Funkeinrichtung für diesen Fall derart ausgestattet, dass eine
Fremd-Betätigung unabhängig von dem Schaltungszustand b1) bzw. b2) erfolgt. Dies kann
dadurch erreicht werden, dass für dieses erste Zusatzfunksignal eine Frequenz gewählt
wird, dies sich von den Frequenzen unterscheidet, welche von den Funkeinrichtungen
und der anderen Funkvorrichtung für die Blockade bzw. Aufhebung der Blockade benutzt
werden. Natürlich müssen die elektronischen Bauteile der Funkeinrichtungen, der Datenverarbeitungsvorrichtung
und der Funkvorrichtung entsprechend konfiguriert sein, um auf verschiedenen Frequenzen
senden bzw. empfangen zu können und die gewünschte technische Folge auszulösen bzw.
herbeizuführen.
[0045] Vorzugsweise kann die Funkeinrichtung ein zweites Zusatzunksignal von der anderen
Funkvorrichtung empfangen. Bei Empfang dieses zweiten Zusatzfunksignals blockiert
die Funkeinrichtung die Betätigungseinrichtung und/oder die manuelle Eigenbetätigung
oder gibt die Blockade, sofern eine Blockade vorhanden ist, wieder frei.
[0046] Eine derartige weitere Funkvorrichtung kann sich beispielsweise in einem Hubschrauber
befinden, der eine Tourengruppe an einem Ausgangspunkt für eine Tiefschneeabfahrt
absetzten möchte. Um zu verhindern, dass beim Anflug und beim Absetzen irgendein Lawinenrettungsgerät
unbeabsichtigt ausgelöst wird, blockiert der Pilot mit der weiteren Funkvorrichtung
die Funkeinrichtungen seiner Gruppe. Sobald er sich ausreichend weit vom Absetzpunkt
entfernt hat, schaltet der Pilot die Funkeinrichtungen "wieder scharf" und hebt somit
die Blockade auf. Zweckmäßigerweise wird ein derartiges Funksignal auf einer anderen
Frequenz gesendet und empfangen als das Funksignal zur Fremdbetätigung der Auslösevorrichtungen.
[0047] Die hier verwendeten Ausdrücke "erstes Zusatzfunksignal und zweites Zusatzfunksignal"
geben keine Rangfolge oder Wertigkeit an, sondern wurden lediglich gewählt, um die
verschiedenen Funksignale in der schriftlichen Darstellung besser unterscheiden zu
können.
[0048] Die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung ist vorzugsweise mit einer zusätzlichen Halte-
und Sicherungseinrichtung ausgestattet, die an einem Gerät zur Rettung oder zur Lageanzeige
von Personen in Lawinen sowie zur Verminderung des Verschüttungsgrades von durch Lawinen
erfassten Personen oder an der die Auslösevorrichtung tragenden Person selbst befestigt
werden kann und mindestens zwei Positionen einnehmen kann, nämlich eine Sicherungsposition,
in der sie die Auslösevorrichtung derart umgibt, dass die Auslösevorrichtung nicht
mehr manuell ergriffen und betätigt werden kann, und eine Betätigungsposition, in
der die Auslösevorrichtung manuell ergriffen und betätigt werden kann. Diese Halte-
und Sicherungseinrichtung kann beispielsweise eine Lasche sein.
[0049] Die Halte- und Sicherungseinrichtung und die Auslösevorrichtung sind vorzugsweise
jeweils mit einer Blockiereinrichtung versehen, die in der Sicherungsposition derart
zusammenwirken, dass die Funkeinrichtung blockiert oder abgeschaltet wird. Bei der
Blockiereinrichtung handelt es sich vorzugsweise um einen Magneten, der in der Sicherungsposition
auf einem damit zusammenwirkenden elektronischen Bauteil, insbesondere einem "Reed-Kontakt",
in der Auslösevorrichtung zu liegen kommt.
[0050] Nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung
in ein Gerät zur Rettung von Personen in Lawinen gemäß dem europäischen Patent
0 957 995 integriert.
[0051] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beispielhaften, nicht maßstabsgetreuer
und skizzenhaften Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Gerät zur Rettung oder zur Lageanzeige von Personen in Lawinen sowie zur Verminderung
des Verschüttungsgrades von durch Lawinen erfassten Personen in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch die in der Fig. 1 gezeigte Auslösevorrichtung 5 in Form
eines Handgriffs,
- Fig.3
- eine Seitenansicht auf die in der Fig. 2 gezeigte Auslösevorrichtung,
- Fig.4
- eine schematische Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Auslösevorrichtung mit einer
separaten Funkeinrichtung bzw. Elektronik-Box,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer Auslösevorrichtung mit einer
Halte- und Sicherungseinrichtung in der nicht-gesicherten Position bzw. Betätigungsposition
und
- Fig. 6
- eine Frontansicht der in der Fig.. 5 gezeigte Auslösevorrichtung und der ebenfalls
in der Fig. 5 gezeigten Halte- und Sicherungseinrichtung in der Sicherungsposition.
[0052] In der Fig. 1 ist ein Gerät zur Rettung oder zur Lageanzeige von Personen in Lawinen
sowie zur Verminderung des Verschüttungsgrades von durch Lawinen erfassten Personen
1 (nachstehend auch als Rettungsrucksack bezeichnet) in Draufsicht gezeigt. Dieser
Rettungsrucksack 1 wird von einer Person mittels Tragegurt 2, eines nicht gezeigten
Gürtels und zwei ebenfalls nicht gezeigten Beingurten an seinem Körper lagegesichert
getragen. Der Rettungsrucksack 1 enthält ein nicht gezeigtes Füllgerät für zwei Druckgasflaschen
7 sowie zwei zusammengefaltete Ballone 8, die sich seitlich im Rucksack, d. h. hinter
dessen Seitenwänden 18, befinden. Die beiden Ballone 8 sind mittels seitlicher Druckkanäle
19 an das Füllgerät angeschlossen, welches wiederum mit einer Auslösevorrichtung 3
zu betätigen ist.
[0053] Diese Auslösevorrichtung 3 in Form eines Handgriffs befindet sich auf Brusthöhe des
linken Tragegurtes 2 des Benutzers. Die Auslösevorrichtung 3 ist über einen Betätigungsschlauch
12 mit dem Füllgerät verbunden.
[0054] Beim Betätigen der Auslösevorrichtung 3 werden die zusammengefalteten Ballone 8 auf
die unten noch näher beschriebenen Art und Weise aufgeblasen, wodurch sie sich zur
Seite hin entfalten können und durch Aufreißen von nicht gezeigten Schlitzen aus den
Seitenwänden 18 herausquellen können, bis sie prall gefüllt sind. Diese prall gefüllten
Ballone sind in der Fig. 1 strichliiert dargestellt.
[0055] Ein derartiger Rettungsrucksack 1 ist bereits in der europäischen Patentanmeldung
96919725.0 (
EP 0 957 995 A1) beschrieben. Auf die Offenbarung dieser europäischen Patentanmeldung wird hiermit
ausdrücklich Bezug genommen; deren Inhalt wird durch Bezug auf sie in die vorliegende
Anmeldung inkorporiert.
[0056] Die erfindungsgemäße und weiter unten noch näher beschriebene Auslösevorrichtung
3 ist im Übrigen nicht auf den Einsatz mit dem hier in Rede stehenden Rettungsrucksack
1 beschränkt. Vielmehr kann diese Auslösevorrichtung 3 mit beliebigen Geräten der
hier in Rede stehenden Art kombiniert werden. Dies gilt insbesondere für Rettungsrucksäcke
mit nur einer Druckgasflasche und zwei Ballonen. Ein derartiger Rettungsrucksack bzw.
ein derartiges Lawinenrettungsgerät ist Gegenstand der europäischen Patentanmeldung
98908020.5 (
EP 0 957 994 A1), auf deren Offenbarungsgehalt hiermit ebenfalls Bezug genommen wird und dessen Offenbarung
durch Bezug darauf in die vorliegende Anmeldung inkorporiert wird.
[0057] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Auslösevorrichtung 3 im gespannten bzw. funktionsbereiten/scharfen
Zustand.
[0058] Die Auslösevorrichtung 3 stellt einen in Seitenansicht in etwa T-förmigen Handgriff
dar. Der Querbalken dieser T-Form stellt ein Gehäuse 4 dar, in dem die funktionellen
Teile der Auslösevorrichtung 3 angeordnet sind. Dieser Querbalken besitzt in etwa
eine ovale Querschnittsform, man vgl. Fig. 3.
[0059] Die Auslösevorrichtung ist über einen sich im senkrechten Balken der T-Form erstreckenden
Hohlstift 5 mit dem Betätigungsschlauch 12 lösbar verbindbar bzw. koppelbar.
[0060] Der Hohlstift 5 weist eine Durchgangsbohrung 6 auf, die innen in einen hohlzylindrischen
Innenraum 9 mündet, dessen Längsachse sich in etwa senkrecht zum Hohlstift 5 erstreckt.
[0061] Im Innenraum 9 ist eine Platzpatrone 10 angeordnet, die in einem Schlitten 11 gehaltert
ist. Dieser Schlitten 11 ist hülsenartig ausgebildet und besitzt zwei Abschnitte mit
unterschiedlichem Innendurchmesser. In dem Abschnitt mit größerem Innendurchmesser
befindet sich die Platzpatrone 10, während der Abschnitt mit geringerem Innendurchmesser
leer ist. Der Schlitten 11 ist mit seinem Abschnitt mit geringerem Durchmesser in
das Innere einer helixartigen Spiralfeder 13 eingeschoben. Diese Feder 13 ist in der
Fig. 2 im gespannten bzw. zusammengepressten Zustand gezeigt und einerseits an der
linken Stirnwand des Innenraumes 9 und andererseits an dem Schlitten 11 an einem Absatz
am Übergang vom Abschnitt bzw. Bereich mit geringerem Durchmesser zu dem mit größerem
Durchmesser abgestützt.
[0062] Der Schlitten 11 wiederum ist an seinem federabgewandten Ende an dem Hohlstift 5
abgestützt, der sich in das Innere des Innenraumes 9 erstreckt.
[0063] Der Hohlstift 5 ist in einem sich senkrecht zum Innenraum 9 erstreckenden Zylinderraum
14 in Axialrichtung verschiebbar geführt.
[0064] Bei manueller Auslösung der Auslösevorrichtung 3, indem beispielsweise der Benutzer
des Rettungsgerätes 1 an der Auslösevorrichtung 3 zieht, wird der Hohlstift 5 aus
der Auslösevorrichtung 3 eine gewisse Wegstrecke herausgezogen. Dies führt dazu, dass
das in den Innenraum 9 hineinragende Ende des Hohlstiftes 5 aus dem Innenraum 9 herausgezogen
wird. Dadurch wird der Schlitten 11 freigegeben und kann durch den durch die Feder
13 ausgeübten Druck in Richtung eines Dornes 15 schnellen, der von einem Einsatz 16
gehalten wird, welcher das der Feder 13 gegenüberliegende Ende des Innenraumes 9 nach
außen verschließt. Der Innenraum 9 ist also einseitig offen (in der Fig. 2 auf der
rechten Seite) und wird durch den Einsatz 16, der beispielsweise durch Einschrauben
in den Innenraum 9 eingesetzt und ortsfest fixiert wird, verschlossen.
[0065] Beim Auftreffen der Platzpatrone 10 auf den Dorn 15 wird diese gezündet. Die dadurch
freigesetzte Druckwelle wird durch den Hohlstift 5 in den Betätigungsschlauch 12,
der einen Druckschlauch darstellt, geleitet. Als Platzpatrone 10 kann beispielsweise
eine mit Schießpulver gefüllte 9-mm-Platzpatrone eingesetzt werden.
[0066] Ein derartiger mechanischer Auslösemechanismus ist im Übrigen auch schon Gegenstand
der bereits oben genannten
EP 0 957 994 A1.
[0067] Die Auslösevorrichtung 3 kann nicht nur mechanisch, sondern auch mit Hilfe eines
Funksignals betätigt werden. Dazu ist in der Auslösevorrichtung zusätzlich eine Funkeinrichtung
17 angeordnet, die mit einem Sender und einem Empfänger und erforderlichenfalls einer
Antenne ausgestattet ist. Zur elektrischen Versorgung dient eine Batterie 24, bei
der es sich um eine handelsübliche 9V Blockbatterie handeln kann. Diese Batterie 24
ist in einem von außen zugänglichen, mit einem Deckel verschließbaren Fach bzw. Hohlraum
in der Auslösevorrichtung 3 angeordnet.
[0068] Die elektrischen Bauteile bzw. Module einer derartigen Funkeinrichtung 17 sind bekannt.
Daher sind diese Bauteile auch nicht separat dargestellt.
[0069] Bei Empfang eines Funksignals von einer weiteren Funkeinrichtung wird eine in der
Auslösevorrichtung 3 angeordnete Betätigungseinheit in Form einer Anzündeinheit 22
betätigt, die dabei ein Gas ausstößt, wodurch eine Druckwelle entsteht. Dieses Gas
strömt in den Zylinderraum 14.
[0070] Der Hohlstift 5 ist außen mit einem radial umlaufenden Ringbund 23 versehen, der
kolbenartig in dem Zylinderraum 14 angeordnet ist.
[0071] Die Anzündeinheit 22 ist derart in der Auslösevorrichtung 3 angeordnet, dass das
aus ihr bei Betätigen austretende Gas in den Bereich des Zylinderraumes 14 einströmt,
der sich zwischen dem Ringbund 23 und dem zum Innenraum 9 zeigenden Ende dieses Zylinderraumes
14 befindet.
[0072] Ferner ist die Auslösevorrichtung derart ausgestaltet, das die Anzündeinheit 22 austauschbar
ist. Dies kann dadurch erreicht werden, dass diese Anzündeinheit 22 in einem von außen
zugänglichen, mit einem Deckel verschließbaren Fach bzw. Hohlraum (nicht im einzelnen
dargestellt) in der Auslösevorrichtung 3 angeordnet ist.
[0073] An letzterem zum Innenraum 9 zeigenden Ende des Zylinderraumes 14 ist eine Zylinderringhülse
20 in den Zylinderraum 14 eingesetzt. Der Hohlstift 15 besitzt in diesem Bereich einen
weiteren, radial außen umlaufenden Ringbund 21, der einen geringeren Außendurchmesser
als der Ringbund 23 besitzt und den Hohlstift gegenüber der Innenwandung der Zylinderringhülse
20 abdichtet. Dieser Ringbund 21 stellt somit eine Art Kolbenring dar.
[0074] Da die von dem Ringbund 23 bereitgestellte Wirkfläche größer ist als die vom Ringbund
21, wird bei Einströmen des aus der Anzündeinheit 22 stammenden Gases der Hohlstift
5 durch den Ringbund 23 und entgegen der durch den Ringbund 21 ausgeübten Kraft nach
außen bewegt. Mit anderen Worten, das aus der Anzündeinheit 22 stammende Gas wird
in den Zylinderraum 14 im Bereich zwischen dem Ringbund 23 und dem Ringbund 21 geleitet
und drückt den Hohlstift 5 in Richtung des senkrechten Schenkels der T-Form nach außen.
[0075] Sobald der Hohlstift 5 nach außen gedrückt worden ist, werden der Schlitten 11 ebenso
wie bei der oben beschriebenen Handbetätigung freigegeben und die Auslösevorrichtung
3 betätigt.
[0076] Die Auslösevorrichtung 3 ist auch mit einem Sensor (nicht gezeigt) ausgestattet,
der anspricht, wenn die Auslösevorrichtung 3 betätigt wurde. Bei diesem Sensor kann
es sich um einen elektrischen Sensor handeln, der anspricht, wenn der Hohlstift 5
aus dem Innenraum 9 hinaus bewegt wurde. Ein derartiger Sensor kann ein elektrischer
Kontakt sein, der durch den Hohlstift 5 betätigt wird. Es kann sich auch um einen
Drucksensor handeln, der anspricht, wenn die Anzündeinheit 22 betätigt wurde und der
Zylinderraum 14 mit Druckgas beaufschlagt wurde.
[0077] Die Auslösevorrichtung 3 umfasst somit zwei Einrichtungen, nämlich eine manuelle
Auslösevorrichtung mit denjenigen funktionellen Teilen, welche für die manuelle Auslösung
erforderlich sind, und eine Funkeinrichtung mit denjenigen funktionellen Teilen, welche
eine Auslösung per Funk bewerkstelligen (=Fremdbetätigung). Einige dieser funktionellen
Teile werden dabei von beiden Einrichtungen/Vorrichtungen gemeinsam benutzt bzw. sind
Bestandteil beider Einrichtungen/Vorrichtungen. Zudem ist eine Betätigungseinrichtung
vorhanden, die bei Funkauslösung, sofern zugelassen, aktiviert wird.
[0078] An der linken (bezieht sich auf die Figur 2) Stirnseite des Gehäuses 4 befinden sich
zwei Kippschalter 25 und 26, welche zwei Positionen einnehmen können. So kann der
Kippschalter 25 die Positionen b1) und b2) einnehmen. In der Position b2) wird ein
Schaltungszustand gewählt, der eine Fremdbetätigung der Auslösevorrichtung durch ein
mittels der Funkeinrichtung erhaltenen Funksignals nicht möglich macht, während in
der Stellung b1) eine derartige Fremdbetätigung möglich ist. Zudem wird der gewählte
Zustand durch eine der LEDs 27 angezeigt.
[0079] Mit dem Kippschalter 26 können die beiden Schaltungszustände a1) oder a2) ausgewählt
werden. Im Schaltungszustand a1) ist lediglich eine manuelle Eigenbetätigung der Auslösevorrichtung
erlaubt. Ein etwaiges von einer anderen Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal wird
nicht berücksichtigt beziehungsweise es erfolgt keine Funkauslösung.
[0080] Im Schaltungszustand a2) ist sowohl eine manuelle Eigenbetätigung der Auslösevorrichtung
als auch eine Betätigung durch ein von der Funkeinrichtung erhaltenes Funksignal möglich.
Die beiden Schaltungszustände werden durch die LEDs 28 angezeigt.
[0081] Zwischen diesen beiden Kippschaltern 25 und 26 ist ein Schiebeschalter 29 angebracht,
der in zwei Positionen verschoben werden kann. In einer Position ist ein Kippen der
Kippschalter 25 und 26 möglich, während in der anderen Position die beiden Kippschalter
25, 26 in dem gewählten Kippzustand blockiert sind. Dieser Schiebeschalter 29 stellt
somit ein Sicherungsmittel dar.
[0082] Des Weiteren trägt das Gehäuse 4 an seiner Vorderseite (in Fig. 2 unten) einen Ein-/Ausschalter
30, mit dem die Funkeinrichtung der Auslösevorrichtung 3 an- oder ausgestellt werden
kann. Im angestellten Zustand leuchtet eine LED 31, die neben diesem Schalter 30 angeordnet
ist.
[0083] Die Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf eine Auslösevorrichtung, bei der die Funkeinrichtung
17' separat von der Auslösevorrichtung 3' angeordnet ist, wobei beide mittels eines
flexiblen Kabelkanals 32 verbunden sind, der an seinen beiden Enden mittels einer
mechanischen Zugentlastung 33 versehen. Dieser Kabelkanal 32 kann sowohl von der Auslösevorrichtung
3' als auch von der Funkeinrichtung 17' gelöst als auch wieder daran befestigt werden.
[0084] Im Gehäuse 4' der Auslösevorrichtung 3' sind alle diejenigen funktionellen Teile
untergebracht, welche zur manuellen Handbetätigung erforderlich sind. Diese Teile
sind schon in Zusammenhang mit der Fig. 2 oben erläutert worden. Auch ist in dem Gehäuse
4' eine Betätigungseinrichtung angeordnet, die ein Anzündeinheit 22 aufweist.
[0085] Die funktionellen Teile der Funkeinrichtung 17' sind hingegen zumindest teilweise
in einem Gehäuse 34 angeordnet, das auch als Elektronik-Box bezeichnet werden kann.
Zu diesen funktionellen Teilen zählen beispielsweise ein Sender, ein Empfänger, ein
Chip und die Stromversorgung. Ausgehend von der Funkeinrichtung 17' erstrecken sich
im Kabelkanal 32 ein mehradriges Kabel 36 und eine Antenne 35. Das Kabel 34 ist unter
anderem mit der Anzündeinheit 22 in der Auslösevorrichtung 3' beziehungsweise im Griff
4' verbunden. Sobald die Funkeinrichtung 17' ein Funksignal erhält, wird über dieses
Kabel 34 die Anzündeinheit 22 betätigt und damit auch die Auslösevorrichtung 3betätigt.
[0086] Die oben im Zusammenhang mit der Auslösevorrichtung 3 beziehungsweise dem Gehäuse
4 beschriebenen Kippschalter, Schiebeschalter, Ein-/Ausschalter und optischen Anzeigevorrichtungen
sind bei dieser Ausführungsform auf der Oberseite des Gehäuses 34 angeordnet beziehungsweise
angebracht (nicht gezeigt).
[0087] Der gezeigte Schnitt A-A in der Fig. 4 stellt eine Querschnittsansicht des Kabelkanals
32 dar.
[0088] Die Auslösevorrichtung 3' beziehungsweise dessen Gehäuse 4' ist über den aus diesem
Gehäuse 4' herausragenden Hohlstift 5 mittels einer Steckerbuchse 37 mit dem Betätigungsschlauch
12 verbunden. Steckerbuchse 37 und Kabelkanal 32 sind mittels eines Verbindungselementes
38 mit einem nicht gezeigten Gurt verbunden.
[0089] Eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung 3" ist in
der Figur 5 in Seitenansicht gezeigt. Diese Auslösevorrichtung 3" ist über einen Betätigungsschlauch
12 mit einem Lawinenrettungsgerät 1 oder ähnlichem verbunden. Dieser Betätigungsschlauch
12 ist an einem Tragegurt 2 befestigt.
[0090] Zudem ist an diesem Tragegurt 2 eine Halte- und Sicherungseinrichtung 39 befestigt.
Bei dieser Einrichtung handelt es sich im dargestellten Fall um eine biegsame Lasche
39 aus einem Kunststoffmaterial. Dieser Lasche 39 besitzt im mittleren Bereich (in
Aufsicht betrachtet) in etwa die Form eines länglichen Rechtecks. Die beiden schmalen
Seiten dieses Rechtecks gehen (ebenfalls in Aufsicht betrachtet) in eine Dreiecksform
über. An den spitzen Enden dieser Dreiecksformen kann die Lasche 39 an dem Gurt 2
befestigt werden.
[0091] Die Lasche 39 besitzt in dem rechteckigen Bereich mehrere parallel zueinander verlaufende,
sich in Längsrichtung des Rechtecks erstreckende Aussparungen 41, welche die Flexibilität
der Lasche 39 erhöhen. Diese Aussparungen 41 sind zwar nicht zwingend, jedoch bevorzugt,
wenn die Lasche 39 aus einem Kunststoffblatt oder einer dünnen Kunststoffplatte besteht.
[0092] Bei der in der Fig. 5 gezeigten Anordnung befindet sich die Auslösevorrichtung 3"
in der nicht gesicherten Position bzw. in der Betätigungsposition. In dieser Position
kann die Auslösevorrichtung 3" von einem Benutzer ergriffen werden. Zieht der Benutzer
an dieser Auslösevorrichtung 3", dann wird das damit verbundene Gerät in Betrieb gesetzt.
[0093] In dieser Betätigungsposition ist die Lasche 39 von der Auslösevorrichtung 3" weggebogen
bzw. weggeklappt.
[0094] In der Fig. 6, welche eine Aufsicht auf die in der Fig. 5 gezeigten Auslösevorrichtung
3" zeigt, befindet sich die Lasche 39 in der Sicherungsposition. Um in diese Sicherungsposition
zu gelangen, wird die in der Fig. 5 gezeigte Lasche 39 um die Auslösevorrichtung 3"
herumgeschwenkt bzw. herumgeklappt, sodass die Auslösevorrichtung 3" in der von der
Lasche 39 gebildeten Schlaufe zu liegen kommt. Die beiden Enden der Lasche 39 (genauer
die beiden spitzen Enden der oben geschilderten Dreiecke) sind beide an dem Tragegurt
2 befestigt, das in der Fig. 6 vorne und somit zum Betrachter zeigende Ende der Lasche
39 ist mit einer Gürtelschnalle 45 an dem Tragegurt 2 befestigt. Das andere Ende der
Lasche 39 kann an dem Tragegurt 2 sowohl lösbar als auch dauerhaft befestigt sein.
[0095] In der in der Fig. 6 gezeigten Sicherungsposition kann die Auslösevorrichtung 3"
von dem Benutzer nicht derart ergriffen werden, dass er an dieser Auslösevorrichtung
3" zieht und somit den oben schon öfters beschriebenen Auslösemechanismus in Gang
setzt.
[0096] Das in den Fig. 5 und 6 gezeigte Kabel 32 der Auslösevorrichtung 3" nimmt die gleichen
Funktion wahr wie der Kabelkanal 32 der in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsform, man
vergleiche auch die dazugehörigen, oben gemachten Ausführungen. Die Funkeinrichtung
mit Sender und Empfänger, die Stromversorgung und sind in einer separaten Elektronik-Box
(in den Fig. 5 und 6 nicht gezeigt) nicht untergebracht, welche mit der Auslösevorrichtung
3" über das Kabel 32 verbunden ist. Der Chip bzw. die Datenverarbeitungseinrichtung
sind entweder in der Anzeigevorrichtung 3" oder der Elektronik Box angeordnet. In
dem genannten Kabel 32 findet sich auch die Stromzuführung für die in der Anzeigevorrichtung
3" angeordneten, elektrische betriebenen Elemente, beispielsweise die weiter unten
beschrieben Übertragungsvorrichtung 42 sowie die optischen und akustischen Anzeigevorrichtungen.
Ferner sind in dem Kabel je nach Erfordernis auch eine oder mehrere Datenleitung(en)
vorhanden.
[0097] Die in den Fig. und 6 gezeigte Auslösevorrichtung 3" besitzt einen Schalter, nämlich
einen Druckschalter 40 zur Programmierung. Dieser Druckschalter 40 ist an der rechten
Stirnseite der Auslösevorrichtung 3" (man vergleiche Fig. 6) angebracht.
[0098] Mit Hilfe dieses Druckschalters 40 kann die in der Auslösevorrichtung 3" oder der
dazugehörigen Datenverarbeitungseinrichtung bzw. Chip programmiert werden. Eine derartige
Programmierung kann beispielsweise durch die Anzahl der durchzuführenden Druckbewegungen
und die Dauer der Druckbewegung durchgeführt werden. Der gewählte bzw. programmierte
Zustand wird durch optische und/oder akustische Anzeigevorrichtungen, beispielsweise
LEDs (nicht dargestellt) angezeigt.
[0099] Auch ist es möglich, einen programmierten Status mit Hilfe einer Übertragungseinrichtung
42, die an der dem Druckschalter 40 gegenüberliegenden Stirnseite der Auslösevorrichtung
3" angeordnet ist, auf eine weitere, nicht gezeigte Auslösevorrichtung zu übertragen.
Die Übertragung erfolgt dabei mittels Funk. Während der Übertragung werden die beiden
Auslösevorrichtung möglichst nahe aneinander gehalten, so dass die Übertragungseinrichtung,
die somit einen Sender und einen Empfänger umfasst, mit geringer Leistung betrieben
werden kann.
[0100] Wird beispielsweise eine Skitourengruppe von einem Bergführer begleitet, dann kann
der Bergführer denjenigen Status bzw. Funktionszustand, welcher die Auslösevorrichtungen
der von ihnen geführten Personen einnehmen soll, mit Hilfe seiner eigenen Auslösevorrichtung
auf die Auslösevorrichtungen der anderen Personen übertragen. Dazu werden die Auslösevorrichtungen
der anderen Personen mit der Übertragungseinrichtung in die Nähe der Übertragungseinheit
42 der Auslösevorrichtung 3" des Bergführers gehalten. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass die anderen Auslösevorrichtungen den vom Bergführer gewünschten Funktionszustand
haben. Die Auslösevorrichtung 3" des Bergführers stellt dann den "Master" dar, während
die Auslösevorrichtungen der anderen Personen die "Slaves" sind. Natürlich kann der
Bergführer für sich dann einen anderen Funktionszustand wählen, als denjenigen, welchen
er den Auslösevorrichtungen der von ihm geführten Positionen "gegeben hat".
[0101] Die Lasche 39 hält einen Magneten 43, der sich bei zusammengefalteter Lasche 39 auf
derjenigen Fläche befindet, welche in Anlage auf die Außenfläche der Auslösevorrichtung
3" zu liegen kommt. Die Position dieses Magneten 43 ist in den Fig. 5 und 6 angedeutet.
Bezogen auf die Fig. 6 bedeutet dies, dass sich der Magnet 43 auf der Papier abgewandten
Seite und somit auf der zur Auslösevorrichtung 3" zeigenden Seite der Lasche 39 befindet.
[0102] Dieser Magnet 43 wirkt zusammen mit einem elektronischen Bauteil 44 in der Anzeigevorrichtung
3". Dieses elektronische Bauteil stellt einen Reed-Kontakt 44 dar. In der Sicherungsposition
(Fig. 6) kommt der Magnet 43 auf der Außenfläche der Auslösevorrichtung 3" in etwa
demjenigen Bereich zu liegen, in dem sich der Reed-Kontakt 44 befindet. In dieser
Sicherungsposition wird die Auslösevorrichtung 3" nicht nur vor einem manuelle Ergreifen
(siehe oben) geschützt. Vielmehr stellen der Magnet 43 zusammen mit dem Reed-Kontakt
44 eine Blockiereinrichtung dar. Ist diese Blockiereinrichtung aktiv (Magnet 43 und
Reed-Kontakt 44 liegen aufeinander), dann sind die gewünschten Funktionen ausgeschaltet.
So kann beispielsweise das gesamte Fernauslösesystem ausgeschaltet werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0103]
- 1
- Gerät zur Rettung oder Lageanzeige von Personen in Lawinen sowie zur Verminderung
des Verschüttungsgrades von durch Lawinen erfassten Personen bzw. Rettungsgeräten
- 2
- Tragegurte
- 3, 3', 3"
- Auslösevorrichtung
- 4, 4'
- Gehäuse
- 5
- Hohlstift
- 6
- Durchgangsbohrung
- 7
- Druckgasflasche
- 8
- Ballon
- 9
- Innenraum
- 10
- Platzpatrone
- 11
- Schlitten
- 12
- Betätigungsschlauch
- 13
- Feder
- 14
- Zylinderraum
- 15
- Dorn
- 16
- Einsatz
- 17, 17'
- Funkeinrichtung
- 18
- Seitenwand
- 19
- Druckkanal
- 20
- Zylinderringhülse
- 21
- Ringbund
- 22
- Anzündeinheit
- 23
- Ringbund
- 24
- Batterie
- 25
- erster Schalter/Kippschalter
- 26
- zweiter Kippschalter/Kippschalter
- 27
- optische Anzeigevorrichtung/LED
- 28
- optische Anzeigevorrichtung/LED
- 29
- Schiebeschalter
- 30
- Ein-/Ausschalter
- 31
- LED
- 32
- Kabelkanal
- 33
- Zugentlastung
- 34
- Gehäuse/Elektronik-Box
- 35
- Antenne
- 36
- mehradriges Kabel
- 37
- Steckerbuchse
- 38
- Verbindungselement
- 39
- Halte- und Sicherungseinrichtung/Lasche
- 40
- Druckschalter
- 41
- Aussparung
- 42
- Übertragungseinrichtung
- 43
- Magnet
- 44
- Reed Kontakt
- 45
- Gürtelschnalle
1. Auslösevorrichtung für Geräte zur Rettung oder zur Lageanzeige von Personen in Lawinen
sowie zu Verminderung des Verschüttungsgrades von durch Lawinen erfassten Personen,
die durch manuelle Eigenbetätigung ausgelöst werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") eine Funkeinrichtung (17, 17'), die mit einer Stromversorgung
(24), einem Sender, einem Empfänger, einer Datenverarbeitungseinrichtung und gegebenenfalls
einer Antenne (35) ausgestattet ist, besitzt und von der Funkeinrichtung mindestens
einer weiteren Auslösevorrichtung ein Funksignal zur Betätigung der eigenen Auslösevorrichtung
(3, 3') empfangen kann, die Funkeinrichtung (17) entweder integraler Bestandteil der
Auslösevorrichtung (3, 3',3") oder ein zusätzlicher separater, jedoch funktionell
damit verbundener oder lösbar verbindbarer Bestandteil ist, und
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") eine Betätigungseinrichtung besitzt, die bei Empfang
eines Funksignals durch die Funkeinrichtung (17, 17') eine Fremd-Betätigung der eigenen
Auslösevorrichtung (3, 3') hervorrufen kann, und
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") bzw. Funkeinrichtung (17, 17') mindestens folgende
Schaltungszustände aufweist:
a1) bei manueller Eigenbetätigung wird lediglich die eigene Auslösevorrichtung (3,
3',3") betätigt und
b1) die Fremd-Betätigung der Auslösevorrichtung (3, 3',3") durch ein von einer weiteren
Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal ist möglich.
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, das
die Funkeinrichtung (17, 17') der Funkeinrichtung mindestens einer weiteren Auslösevorrichtung
ein Funksignal zum Betätigen der weiteren Auslösevorrichtung übermitteln kann und
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") bzw. Funkeinrichtung (17, 17') dann folgende Schaltungszustände
aufweisen kann
a1) bei manueller Eigenbetätigung wird lediglich die eigene Auslösevorrichtung (3,
3',3") betätigt und es wird kein Funksignal an eine weitere Auslösevorrichtung gesendet
oder
a2) bei manueller Eigenbetätigung wird einerseits die eigene Auslösevorrichtung (3,
3',3") betätigt und es wird andererseits ein Funksignal an eine weitere Auslösevorrichtung
gesendet und
b1) die Fremd-Betätigung der Auslösevorrichtung (3, 3',3") durch ein von einer weiteren
Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal ist möglich oder
b2) die Fremd-Betätigung der Auslösevorrichtung (3, 3',3") durch ein von einer weiteren
Auslösevorrichtung erhaltenes Funksignal ist nicht möglich.
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") bzw. Funkeinrichtung (17, 17') mit einem ersten
Schalter (26), mit dem die beiden Schaltungszustände a1) und a2) eingestellt werden
können, und mit einem zweiten Schalter (25), mit dem die beiden Schaltungszustände
b1) und b2) eingestellt werden können oder
mit einem Schalter ausgestattet ist, mit dem folgende Schaltungszustände a1 b1, a1
b2, a2 b1 und a2b2 eingestellt werden können.
4. Auslösevorrichtung nach einem der Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, das
die eingestellten Schaltungs- bzw. Funktionszustände durch die Stellung der Schalter
(25, 26) und/oder durch eine oder mehrere optische Anzeigevorrichtung(en) (27, 28)
angezeigt werden.
5. Auslösevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") bzw. Funkeinrichtung (17, 17') mit einem Druckschalter
(40) ausgestattet ist und die Schaltungs- bzw. Funktionszustände durch eine oder mehrere
optische Anzeigevorrichtung(en), insbesondere LED, angezeigt werden.
6. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (3, 3',3") bzw. Funkeinrichtung (17, 17') mit einem Sicherungsmittel
(29) zur Blockierung des oder der Schalter(s) (25, 26) bzw. des Druckschalters (40)
in der eingestellten Position ausgestattet ist.
7. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslösevorrichtung (3, 3") einen Handgriff darstellt.
8. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Betätigungseinrichtung eine Anzündeinheit (22) umfasst, die bei Betätigung ein
unter Druck stehendes Fluid, insbesondere Luft, abgibt.
9. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sie mit einem Sensor ausgestattet ist, der bei Eigenbetätigung der Auslösevorrichtung
(3, 3',3") anspricht.
10. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Funkeinrichtung 17, 17' ein erstes Zusatzfunksignal von einer weiteren Funkvorrichtung
empfangen kann und bei Empfang dieses ersten Zusatzfunksignals die Fremd-Betätigung
der Auslösevorrichtung (3, 3',3") hervorgerufen wird.
11. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Funkeinrichtung 17, 17' ein zweites Zusatzfunksignal von einer weiteren Funkvorrichtung
empfangen kann und bei Empfang dieses Zusatzfunksignals die Betätigungseinrichtung
und/oder die manuelle Eigenbetätigung blockiert oder, sofern eine Blockade vorhanden
ist, wieder freigibt.
12. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sie mit einer zusätzlichen Halte- und Sicherungseinrichtung (39) ausgestattet ist,
die
an einem Geräte zur Rettung oder zur Lageanzeige von Personen in Lawinen sowie zu
Verminderung des Verschüttungsgrades von durch Lawinen erfassten Personen oder an
der die Auslösevorrichtung (3, 3',3") tragenden Person selbst befestigt werden kann,
mindestens zwei Positionen einnehmen kann, nämlich eine Sicherungsposition, in der
sie die Auslösevorrichtung (3, 3',3") derart umgibt, dass die Auslösevorrichtung nicht
mehr manuell ergriffen und betätigt werden kann, und eine Betätigungsposition, in
der die Auslösevorrichtung manuell ergriffen und betätigt werden kann.
13. Auslösevorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, das
die Halte- und Sicherungseinrichtung (39) und die Auslösevorrichtung (3, 3',3") jeweils
mit einer Blockiereinrichtung versehen sind, die in der Sicherungsposition derart
zusammenwirken, dass die Funkeinrichtung (17, 17') blockiert oder abgeschaltet wird,
und/oder
die Halte- und Sicherungseinrichtung eine biegbare längliche Lasche (39) darstellt.
14. Auslösevorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, das
die Blockiereinrichtung der Halte- und Sicherungseinrichtung (39) ein Magnet (43)
ist, der in der Sicherungsposition auf einem damit zusammenwirkenden elektronischen
Bauteil, insbesondere Reed Kontakt (44), in der Auslösevorrichtung (3, 3',3") zu liegen
kommt.
15. Auslösevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
sie in ein Gerät zur Rettung von Personen in Lawinen inkorporiert ist, welches mindestens
einen über eine körpernahe Verbindung mit dem Benutzer verbindbaren zerreißfesten
Ballon (8), der im Rettungseinsatz mittels Druckgas aufgeblasen wird, so dass er wie
ein Auftriebskörper seinen Benutzer an der Lawinenoberfläche hält, und mit einem Füllgerät
zum Anschließen des Ballons (8) an wenigstens einen Druckgasbehälter (7), welches
eine Vorrichtung zum Öffnen des Behälters (7) umfasst und mit einer Füllöffnung des
Ballons (8) verbunden ist, ausgestattet ist, wobei der Druckgasbehälter (7) mit dem
Füllgerät unabhängig vom Ballon (8) direkt mittels Befestigungselementen oder indirekt
über am Körper zu tragende Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände mit dem Körper
des Benutzers verbunden ist.
1. A release mechanism for devices for rescuing persons from avalanches or indicating
the position of persons within avalanches, and for reducing the extent to which persons
swept away by avalanches are buried, said release mechanism being able to be triggered
by an intrinsic manual actuation,
characterized in that
the release mechanism (3, 3', 3") comprises a radio unit (17, 17') equipped with a
power supply (24), a transmitter, a receiver, a data processing means and, if necessary,
an antenna (35), and which can receive a radio signal for actuating the intrinsic
release mechanism (3, 3') from the radio unit of at least one further release mechanism,
the radio unit (17) is either an integral component of the release mechanism (3, 3',
3") or an additional, separate element which is however operatively connected or can
be detachably connected thereto, and
the release mechanism (3, 3', 3") is provided with an actuation means which is able
to induce an extrinsic actuation of the intrinsic release mechanism (3, 3') upon receiving
a radio signal via the radio unit (17, 17'), and
the release mechanism (3, 3', 3"), respectively the radio unit (17, 17'), has at least
the following switching states:
a1) only activating its own intrinsic release mechanism (3, 3', 3") upon an intrinsic
manual actuation, and
b1) enabling an extrinsic actuation of its intrinsic release mechanism (3, 3', 3")
by a radio signal received from a further release mechanism.
2. The release mechanism according to claim 1,
characterized in that
the radio unit (17, 17') can transmit a radio signal to the radio unit of at least
one further release mechanism for actuating the further release mechanism, and the
release mechanism (3, 3', 3"), respectively the radio unit (17, 17'), can then have
the following switching states:
a1) only activating its own release mechanism (3, 3', 3") upon an intrinsic manual
actuation and not sending any radio signal to a further release mechanism, or
a2) activating its own release mechanism (3, 3', 3") upon an intrinsic manual actuation
on the one hand and, on the other, transmitting a radio signal to a further release
mechanism, and
b1) enabling an extrinsic actuation of its own release mechanism (3, 3', 3") by a
radio signal received from a further release mechanism, or
b2) not allowing the extrinsic actuation of its own release mechanism (3, 3', 3")
by a radio signal received from a further release mechanism.
3. The release mechanism according to claim 2,
characterized in that
the release mechanism (3, 3', 3"), respectively radio unit (17, 17'), is provided
with a first switch (26) for setting the two switching states a1) and a2), and with
a second switch (25) for setting the two switching states b1) and b2), or
is provided with a switch by means of which the following switching states of a1 b1,
a1 b2, a2 b1 and a2 b2 can be set.
4. The release mechanism according to claim 3,
characterized in that
the set switching, respectively functional, states are indicated by the position of
the switches (25, 26) and/or by one or more optical display means (27, 28).
5. The release mechanism according to claim 2,
characterized in that
the release mechanism (3, 3', 3"), respectively radio unit (17, 17'), is provided
with a push-button switch (40) and the switching, respectively functional, states
are indicated by one or more optical display means, in particular LEDs.
6. The release mechanism according to any one of claims 2 to 5,
characterized in that
the release mechanism (3, 3', 3"), respectively radio unit (17, 17'), is provided
with a securing means (29) for locking the switch(es) (25, 26), respectively the push-button
switch (40), in the set position.
7. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the release mechanism (3, 3") constitutes a handle.
8. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the actuating means comprises an ignition unit (22) which emits a pressurized fluid,
in particular air, upon actuation.
9. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
it is equipped with a sensor which responds upon the intrinsic actuation of the release
mechanism (3, 3', 3").
10. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the radio unit (17, 17') can receive a first additional radio signal from a further
radio device, and the extrinsic actuation of the release mechanism (3, 3', 3") is
induced upon receiving said first additional radio signal.
11. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the radio unit (17, 17') can receive a second additional radio signal from a further
radio device and blocks the actuating means and/or intrinsic manual actuation, or,
if a blocking is set, unlocks same upon receiving said additional radio signal.
12. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
it is equipped with an additional holding and securing means (39), which can be affixed
to a device for rescuing or for indicating the position of persons in avalanches and
for reducing the extent to which persons swept away by avalanches are buried, or to
the person actually wearing the release mechanism (3, 3', 3"), can assume at least
two positions, namely a secured position, in which it encloses the release mechanism
(3, 3', 3") such that same can no longer be grasped and actuated manually, and an
actuating position, in which the release mechanism may be grasped and actuated manually.
13. The release mechanism according to claim 12,
characterized in that
the holding and securing means (39) and the release mechanism (3, 3', 3") are each
provided with a blocking means and interact in the secured position such that the
radio unit (17, 17') is blocked or switched off and/or
the holding and securing means constitutes a flexible oblong flap (39).
14. The release mechanism according to claim 12,
characterized in that
the blocking means of the holding and securing means (39) is a magnet (43) which comes
to rest in the secured position on a therewith cooperating electronic component in
the release mechanism (3, 3', 3"), in particular a reed contact (44).
15. The release mechanism according to any one of the preceding claims,
characterized in that
it is incorporated into a device for rescuing persons from avalanches which has at
least one tear-resistant balloon (8) which can be secured to the user via a connection
close to his/her body, and which in rescue operation is inflated with pressurized
gas so that it keeps its user at the avalanche surface like a buoyant body, and a
filling apparatus for connecting the balloon (8) to at least one pressurized gas container
(7), said filling apparatus having a device for opening the container (7) and which
communicates with a filling opening of the balloon (8), wherein the pressurized gas
container (7) with the filling apparatus is directly secured to the body by fastening
means, independently of the balloon, or is indirectly secured to the user's body via
clothing or other objects worn on the body.
1. Dispositif de déclenchement pour appareils destinés au sauvetage ou au positionnement
de personnes dans des avalanches ainsi qu'à la réduction du niveau d'ensevelissement
de personnes prises dans des avalanches, ledit dispositif de déclenchement pouvant
être déclenché par actionnement propre manuel,
caractérisé en ce que
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") possède un dispositif radioélectrique (17,
17') qui est équipé d'une alimentation en courant (24), d'un émetteur, d'un récepteur,
d'un dispositif de traitement de données et éventuellement d'une antenne (35), et
peut recevoir du dispositif radioélectrique d'au moins un autre dispositif de déclenchement
un signal radioélectrique destiné à actionner le dispositif de déclenchement propre
(3, 3'),
le dispositif radioélectrique (17) soit fait partie intégrante du dispositif de déclenchement
(3, 3', 3") soit est un composant supplémentaire séparé qui peut cependant être fonctionnellement
relié à celui-ci ou qui peut être relié à celui-ci de façon amovible, et
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") possède un dispositif d'actionnement qui
peut provoquer un actionnement externe du dispositif de déclenchement propre (3, 3')
lorsque le dispositif radioélectrique (17, 17') reçoit un signal radioélectrique,
et
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") ou le dispositif radioélectrique (17, 17')
présente au moins les états de commutation suivants:
a1) le dispositif de déclenchement propre (3, 3', 3") est actionné en cas d'actionnant
propre manuel et
b1) l'actionnement externe du dispositif de déclenchement (3, 3', 3") est possible
par le biais d'un signal radioélectrique reçu d'un autre dispositif de déclenchement.
2. Dispositif de déclenchement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif radioélectrique (17, 17') peut transmettre au dispositif radioélectrique
d'au moins un autre dispositif de déclenchement un signal radioélectrique destiné
à actionner l'autre dispositif de déclenchement et le dispositif de déclenchement
(3, 3', 3") ou dispositif radioélectrique (17, 17') peut alors présenter les états
de commutation suivants
a1) seul le dispositif de déclenchement propre (3, 3', 3") est actionné en cas d'actionnement
propre manuel et aucun signal radioélectrique n'est envoyé à un autre dispositif de
déclenchement ou
a2) d'une part le dispositif de déclenchement propre (3, 3', 3") est actionné en cas
d'actionnement propre manuel et d'autre part un signal radioélectrique est envoyé
à un autre dispositif de déclenchement et
b1) le déclenchement externe du dispositif de déclenchement (3, 3', 3") par un signal
radioélectrique reçu d'un autre dispositif de déclenchement est possible ou
b2) l'actionnement externe du dispositif de déclenchement (3, 3', 3") par un signal
radioélectrique reçu d'un autre dispositif de déclenchement n'est pas possible.
3. Dispositif de déclenchement selon la revendication 2, caractérisé en ce que
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") ou le dispositif radioélectrique (17, 17')
est doté d'un premier commutateur (26) au moyen duquel l'on peut régler les deux états
de commutation a1) et a2) et d'un deuxième commutateur (25) au moyen duquel l'on peut
régler les deux états de commutation b1) et b2) ou
un commutateur au moyen duquel l'on peut régler les états de commutation suivants
a1 b1, a1 b2, a2 b1 et a2 b2.
4. Dispositif de déclenchement selon la revendication 3, caractérisé en ce que
les états de commutation ou de fonctionnement réglés sont indiqués par la position
du commutateur (25, 26) et/ou par un ou plusieurs dispositifs d'affichage optiques
(27, 28).
5. Dispositif de déclenchement selon la revendication 2, caractérisé ce que
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") ou le dispositif radioélectrique (17, 17')
est doté d'un bouton-poussoir (40) et les états de commutation ou de fonctionnement
sont indiqués par un ou plusieurs dispositifs d'affichage optiques, notamment des
LED.
6. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que
le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") ou le dispositif radioélectrique (17, 17')
est doté d'un moyen de sécurité (29) destiné à bloquer le ou les commutateur(s)(25,
26) ou le bouton-poussoir (40) dans la position réglée.
7. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif de déclenchement (3, 3") représente une poignée.
8. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif d'actionnement comporte une unité d'allumage (22) qui délivre en cas
d'actionnement un fluide sous pression, notamment de l'air.
9. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
il est doté d'un capteur qui réagit en cas d'actionnement propre du dispositif de
déclenchement (3, 3', 3").
10. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif radioélectrique (17, 17') peut recevoir un premier signal radioélectrique
supplémentaire d'un autre dispositif radioélectrique et l'actionnement externe du
dispositif de déclenchement (3, 3', 3") est provoqué en cas de réception de ce premier
signal radioélectrique supplémentaire.
11. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le dispositif radioélectrique (17, 17') peut recevoir un deuxième signal radioélectrique
supplémentaire d'un autre dispositif radioélectrique et bloque, ou, en présence d'un
blocage, libère de nouveau le dispositif d'actionnement et/ou l'actionnement propre
manuel en cas de réception de ce signal radioélectrique supplémentaire.
12. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
il est doté d'un dispositif de retenue et de sécurité supplémentaire (39) qui
peut être fixé à un appareil de sauvetage ou de positionnement de personnes dans des
avalanches ainsi que de réduction du niveau d'ensevelissement de personnes prises
dans des avalanches ou à la personne elle-même portant le dispositif de déclenchement
(3, 3', 3"),
peut prendre au moins deux positions, à savoir une position de sécurité dans laquelle
il entoure le dispositif de déclenchement (3, 3', 3") de telle sorte que le dispositif
de déclenchement ne peut plus être saisi et actionné manuellement, et une position
d'actionnement dans laquelle le dispositif de déclenchement peut être saisi et actionné
manuellement.
13. Dispositif de déclenchement selon la revendication 12, caractérisé en ce que
le dispositif de retenue et de sécurité (39) et le dispositif de déclenchement (3,
3', 3") sont dotés chacun d'un dispositif de blocage, les deux dispositif de blocage
coopérant dans la position de sécurité de telle sorte que le dispositif radioélectrique
(17, 17') est bloqué ou déconnecté, et/ou
le dispositif de retenue sécurité représente une patte (39) souple de forme allongée.
14. Dispositif de déclenchement selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de blocage du dispositif de retenue et de sécurité (39) est un aimant
(43) qui vient se placer dans la position de sécurité sur un composant électronique
coopérant avec celui-ci, notamment un contact Reed (44), dans le dispositif de déclenchement
(3 3', 3").
15. Dispositif de déclenchement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
il est incorporé dans un appareil de sauvetage de personnes dans des avalanches, lequel
appareil comporte au moins un ballon indéchirable (8) qui peut être relié à l'utilisateur
par une liaison proche du corps et qui est gonflé en cas de sauvetage par un gaz sous
pression de sorte qu'il maintient son utilisateur à la surface de l'avalanche comme
un corps flottant, et est doté d'un appareil de remplissage destiné à raccorder le
ballon (8) à au moins un réservoir de gaz sous pression (7), lequel appareil de remplissage
comporte un dispositif d'ouverture du réservoir (7) et est relié à une ouverture de
remplissage du ballon (8), le réservoir de gaz sous pression (7) doté de l'appareil
de remplissage étant relié au corps de l'utilisateur indépendamment du ballon (8)
directement au moyen d'éléments de fixation ou indirectement par des pièces de vêtement
à porter au niveau du corps ou tout autres objets.