| (19) |
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(11) |
EP 2 162 197 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
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Anmeldetag: 25.06.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/005148 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/000518 (31.12.2008 Gazette 2009/01) |
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| (54) |
TRAGBARES TRAININGSGERÄT
PORTABLE TRAINING DEVICE
APPAREIL D'ENTRAÎNEMENT PORTATIF
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.06.2007 DE 102007029689
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.2010 Patentblatt 2010/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Ecker&Buchner Gbr |
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94086 Bad Griesbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ECKER, Franz
94086 Bad Griesbach (DE)
- BUCHNER, Peter
94036 Passau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grättinger Möhring von Poschinger
Patentanwälte Partnerschaft |
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Wittelsbacherstrasse 5 82319 Starnberg 82319 Starnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 908 499 DE-A1-102005 036 740
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WO-A-03/002218
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein tragbares Trainingsgerät zur Überwachung der
Durchführung eines Bewegungsablaufs in einer dem Nordic Walking ähnlichen sportlichen
Betätigung, welches ein Griffteil zum Greifen des Trainingsgeräts in einer Hand, wenigstens
einen ersten Sensor in Form eines Winkel- und/oder Beschleunigungssensors zur Erfassung
der Winkellage und/oder Beschleunigung des Trainingsgeräts in wenigstens einem ersten
Freiheitsgrad und eine mit dem ersten Sensor gekoppelte Signaleinrichtung umfasst,
wobei die Signaleinrichtung zur Signalisierung einer Abweichung und/oder Übereinstimmung
zwischen den von dem Sensor erfassten Messdaten zum tatsächlichen Bewegungsablauf
und einem erwünschten Bewegungsablauf dient.
[0002] Das erfindungsgemäße Trainingsgerät soll also bei einer sportlichen Betätigung, die
gewisse Ähnlichkeiten mit derjenigen des so genannten "Nordic Walking" aufweist, Verwendung
finden.
[0003] "Nordic Walking" bezeichnet eine sowohl bei Leistungssportlern wie auch bei ungeübten
Anfängern in den vergangenen Jahren zunehmend populärer werdende sportliche Betätigung,
bei welcher der Sporttreibende mehr oder weniger flotten Schrittes geht und während
des Gehens den Trainingseffekt durch gezielten Stockeinsatz mittels zweier Wanderstöcke
(so genannte Nordic-Walking-Stöcke) steigert. Die durch den Armschwung und Stockeinsatz
erfolgende Oberkörper- und Armbetätigung sorgt für einen gegenüber einfachem Spazierengehen
maßgeblich erhöhten Trainingseffekt und eine zusätzliche Anregung des Kreislaufs.
Im weitesten Sinne besteht hinsichtlich des beim Nordic Walking durchzuführenden Bewegungsablaufs
eine gewisse Ähnlichkeit zum Skilanglauf, wobei auf die Langlaufskier verzichtet wird.
Zur Erzielung des erwünschten Trainingserfolgs ist beim Nordic Walking ein spezieller
und gut koordinierter Bewegungsablauf hinsichtlich des Armschwungs mit den Stöcken
einzuhalten, damit die sportliche Betätigung nicht in ein bloßes "Spazierengehen mit
zwei Stöcken" und einen entsprechend verminderten Trainingserfolg entartet. Insbesondere
Anfänger tun sich hiermit häufig schwer und bedürfen der Anleitung bzw. Überwachung.
Entsprechende von geschulten Übungsleitern angebotene Trainingskurse finden regen
Zulauf. Besonderes Augenmerk wird dabei insbesondere auf die korrekte Verwendung der
Nordic-Walking-Stöcke gelegt, die im Rahmen des angestrebten Bewegungsablaufs abwechselnd
auf dem Boden aufgesetzt werden, woraufhin man sich ggfs. anschließend mittels einer
gewissen Abstoßbewegung vom Untergrund abdrücken kann.
[0004] Zur Überwachung der Ausführung des Stockeinsatzes beim Nordic Walking wird in der
DE 102005036740 A1 und der
CA 2450687 A1 (bzw. der
WO 03/002218 A1) bereits ein Trainingsgerät in Form eines Nordic-Walking-Stocks bzw. Wanderstocks
vorgeschlagen, das mit einem Druck- oder Kraftsensor zur Ermittlung der beim Aufsetzen
des Stockes ausgeübten Kraft ausgestattet ist. Gemäß der ein gattungsgemäßes Trainingsgerät
zeigenden
CA 2450687 A1 kann diese Kraft alternativ auch mittels eines Bewegungssensors ermittelt werden,
welcher die relative Verschiebung zweier zueinander axial beweglicher Elemente des
Wanderstocks, nämlich des Griffs und des Stockrohrs, beim Aufsetzen des Stocks auf
dem Untergrund misst. Beiden vorgenannten Druckschriften ist jedoch gemein, dass infolge
der gewählten Sensorgestaltung nur eine beim Aufsetzen des Stockes auftretende Kraft
ermittelbar ist. Dem Sportler wird eine Übereinstimmung bzw. Abweichung zwischen den
Messdaten und der für einen erwünschten Trainingserfolg zu erreichenden Kraft auf
den Stock auf geeignete Art und Weise signalisiert.
[0005] Die vorstehend beschriebenen Wanderstöcke und das damit in Zusammenhang stehende
Trainingskonzept weisen jedoch gewisse Nachteile auf.
[0006] Zunächst ist festzustellen, dass die genannten Wanderstöcke nicht besonders zuverlässig
hinsichtlich der Reproduzierbarkeit und Aussagekraft der gewonnenen Messwerte sind.
So führt beispielsweise bereits ein weicher Untergrund zu einem anderen Ergebnis als
auf einem harten Untergrund, wie z.B. einer Teerstraße. Die Reproduzierbarkeit in
der Überwachung des Trainingserfolgs ist damit von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit
abhängig, was ungünstig ist. Ferner kann ausschließlich die beim Stockeinsatz auf
den Stock ausgeübte Kraft überwacht werden, was noch keine hinreichende Grundlage
für eine zuverlässige Überwachung des insgesamt erzielten Trainingserfolgs ist.
[0007] Zudem sind die aus dem Stand der Technik bekannten Wanderstöcke, selbst wenn das
Stockrohr teleskopisch ausgeführt ist, immer noch in gewissem Sinne sperrig, unhandlich
und nicht einfach zu verstauen. Ein kleineres und kompakteres Trainingsgerät ist wünschenswert.
[0008] Außerdem ergibt sich beim Nordic Walking der für Dritte mitunter als komisch oder
gar belustigend empfundene Eindruck, dass der Sportler beim Gehen auf ebener Fläche
einer Unterstützung durch Wanderstöcke bedürfe, was für manche eine psychologische
Hemmschwelle in Zusammenhang mit dem Trainingskonzept des Nordic Walking darstellt.
Sofern sich potentiell an Nordic Walking interessierte Personen hierdurch nicht bereits
vollständig von dieser Sportart abschrecken lassen, ist häufig auch eine gewisse Hemmung
bei der Durchführung des Armschwungs mit den Stöcken zu beobachten. Solche Abweichungen
vom erwünschten Bewegungsablauf sind mit den aus dem Stand der Technik bekannten Trainingsgeräten
nicht erkennbar. Insgesamt ist neben einer verbesserten Erkennung von Abweichungen
auch der Abbau der vorstehend erläuterten Hemmschwelle anzustreben.
[0009] Und schließlich sorgt das sich ständig wiederholende Aufsetzen des Stockes und die
dabei erfolgende Abstoßungsbewegung für eine gewisse Erschütterung der Gelenke des
Sportlers, was sich bei intensivem und lange dauerndem Training als nachteilig erweist.
Dies gilt selbst dann, wenn die verwendeten Nordic-Walking-Stöcke aus Gründen der
Gelenkschonung mit elastischen Stockspitzen an ihrer Unterseite ausgestattet sind.
[0010] Aus dem Stand der Technik nach der
US 7,034,694 B2 ist jedoch bereits ein tragbares Trainingsgerät in Form einer Armbanduhr bekannt,
mit dem der Armschwung eines Sportlers unter Verwendung eines Beschleunigungssensors
überwacht, mit einem erwünschten Bewegungsmuster verglichen und eine Übereinstimmung
bzw. Abweichung zwischen tatsächlich durchgeführtem und erwünschtem Bewegungsmuster
mittels einer Signaleinrichtung signalisiert werden kann.
[0011] Weitere Trainingsgeräte zur Überwachung einer durchgeführten Bewegung sind aus der
US 6,778,866 B1, der
US 2002/0077189 A1 und der
US 2006/0240959 A1 bekannt. Schließlich zeigt noch die
EP 1 736 072 A1 einen Handgriff für einen Stock, in welchem eine Einrichtung zur auswechselbaren
Aufnahme von elektronischen Modulen vorgesehen ist.
[0012] Das Dokument
EP 1908 499 gehört dem Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPÜ an und offenbart ein tragbares
Trainingsgerät zur Überwachung der Durchführung eines Bewegungsablaufs beim Nordic
Walking, welches ein Griffteil, einen oder mehrere Sensoren zur Erfassung der Winkellage
und/oder der Beschleunigung des Trainingsgerätes in wenigstens einem Freiheitsgrad
und eine mit dem ersten Sensor gekoppelte Anzeige einer Abweichung zwischen den erfassten
Messdaten zum tatsächlichen und einem erwünschte Bewegungsablauf umfasst
[0013] Selbst unter Zuhilfenahme der vorstehend benannten Trainingsgeräte bzw. Vorrichtungen
lässt sich jedoch das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verfolgte Ziel, nämlich
die Bereitstellung eines Trainingsgeräts zur gezielten Überwachung des Trainingserfolgs
bei einer neuartigen, dem Nordic Walking sehr ähnlichen sportlichen Betätigung nichts
vollends erreichen.
[0014] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein neuartiges
und kompaktes Trainingsgerät der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit dem einerseits
der Trainingseffekt bei einer dem Nordic Walking ähnlichen sportlichen Betätigung
besser überwacht werden kann und andererseits die genannten Nachteile des bisherigen
Trainingskonzept des Nordic-Walking weitgehend vermieden werden.
[0015] Diese Aufgabe wird mit einem Trainingsgerät nach Anspruch 1 gelöst.
[0016] Dadurch dass bei dem erfindungsgemäßen tragbaren Trainingsgerät der wenigstens eine
erste Sensor zur Überwachung des Trainingserfolgs in Form eines Winkel- und/oder Beschleunigungssensors
zur Erfassung der Winkellage bzw. Beschleunigung des Trainingsgeräts in wenigstens
einem Freiheitsgrad ausgestaltet ist, kann der tatsächliche Bewegungsablauf, anders
als dies bei den vorbekannten Nordic-Walking-Stöcken bekannt war, insbesondere auch
über die gesamte Zeitdauer der durchgeführten Bewegung überwacht werden. Eines Bodenkontakts
des Trainingsgeräts bedarf es hierfür nicht. Im Gegenteil: Es ist erfindungsgemäß
sogar ausdrücklich vorgesehen, dass der erwünschte (und tatsächliche) Bewegungsablauf
keines Bodenkontaktes des Trainingsgerätes bedarf.
[0017] Mit der Erfindung ist ein Trainingsgerät zur Überwachung des Bewegungsablaufs in
einer dem Nordic-Walking ähnlichen sportlichen Betätigung realisiert, das einfach
in der Hand zu halten und nicht in Form eines Wanderstocks ausgestaltet ist. Ein am
Boden aufzusetzendes Stockrohr ist zur Erzielung einer kompakten Bauform also nicht
vorgesehen. Die durch ständig wiederholtes Absetzen der Stöcke am Boden erfolgenden
Erschütterungen der Gelenke können damit vollständig vermieden werden. Zudem entfällt
die durch Mitführen von Wanderstöcken entstehende psychologische Hemmschwelle. Das
in der Hand gehaltene Trainingsgerät ist für Dritte kaum zu erkennen. Ebenfalls können
die anderenfalls durch das zyklisch erfolgende Aufsetzen eines Stocks entstehenden
Geräusche vermieden werden. Das einfach in der Hand zu haltende Trainingsgerät wird
unter anderem zur Überwachung des Armschwungs eingesetzt, wobei eine Übereinstimmung
mit dem erwünschten Bewegungsablauf und/oder eine Abweichung hiervon auf geeignete
Weise signalisierbar ist.
[0018] Das Griffteil besteht erfindungsgemäß aus einem länglichen Griffkörper und einem
Fingerbügel, was einerseits ergonomisch sinnvoll ist und andererseits ein sicheres
Greifen des Trainingsgeräts erlaubt. Dadurch, dass der Fingerbügel relativ zum Griffkörper,
bevorzugt gegen eine Federkraft, verschwenkbar ist, kann der Trainingseffekt mittels
einer mit dem Armschwung koordinierten Schließ- und Öffnungsbewegung der Hand gesteigert
werden. Die durch zyklisches Schließen und Öffnen der je ein erfindungsgemäßes Trainingsgerät
haltenden Hände hervorgerufene Pumpbewegung der jeweiligen Hand wirkt statischer Alltagsbelastung
entgegen und bringt eine höhere Muskelaktivität und Kreislaufbelastung während des
Trainings mit sich. Falls die Öffnungs- und/oder Schließbewegung der Hand gegen eine
Federkraft erfolgt, führt dies ergänzend zu einer Verbesserung der Sehnen und Muskulatur
der Greifhand.
[0019] Auch der vorstehend erläuterte Bewegungsablauf der Hand ist erfindungsgemäß mit dem
Armschwung zu koordinieren. Das erfindungsgemäße Trainingsgerät beinhaltet einen zweiten
Sensor zur Erkennung der Verschwenkung des Fingerbügels, der ebenfalls zur Überwachung
des erwünschten Bewegungsablaufs mit der Signaleinheit gekoppelt ist, wobei unter
Verknüpfung der verschiedenen Sensormessdaten (also der Daten des ersten und zweiten
Sensors) im Rahmen der Überwachung des Bewegungsablaufs eine Abweichung und/oder Übereinstimmung
mit dem insgesamt erwünschten Bewegungsmuster erkannt und auf geeignete Weise, z.B.
mittels dezenter Signaltöne signalisiert wird. Angestrebt wird insbesondere ein Bewegungsablauf,
bei welchem während des Armschwungs nach vorne der Griff (gegen eine Federkraft) gefestigt
wird, während er beim Armschwung nach hinten gelockert wird.
[0020] Das erfindungsgemäße Trainingsgerät ermöglicht somit erstmals die vollständige Überwachung
des gesamten zum Trainingserfolg beitragenden Bewegungsablaufs in einer dem Nordic-Walking
(mit Ausnahme eines Aufsetzens eines Trainingsstocks) vergleichbaren sportlichen Betätigung,
zu welcher neben dem Armschwung auch ein hiermit koordiniertes Öffnen und Schließen
der das Trainingsgerät am Griffkörper und Fingerbügel greifenden Hand gehört.
[0021] Zur konkreten Ausgestaltung des wenigstens einen erfindungsgemäß vorgesehenen Beschleunigungs-
oder Winkelsensors ist zunächst anzumerken, dass prinzipiell jedwede Ausführungsform
als erfindungsgemäß anzusehen ist, die - ohne hierfür eines Bodenkontakts zu bedürfen
- eine Aussage über die tatsächliche Bewegung des Trainingsgeräts und damit über den
Bewegungsablauf der das Trainingsgerät haltenden Hand ermöglicht.
[0022] Besonders bevorzugt handelt es sich jedoch um einen die Beschleunigung längs einer
vorgegebenen Bezugsrichtung messenden Beschleunigungssensor, wobei die Bezugsrichtung
die Längsachse oder eine hierzu senkrechte Querachse des Griffkörpers ist. Durch kontinuierlich
bzw. in vorgegebenen Zeitabständen erfolgende Messung der - bezogen auf den Griffkörper
- Längs- bzw. Querbeschleunigung kann im Rahmen der Überwachung des Bewegungsablaufs
ein guter Vergleich mit solchen Referenzdaten erfolgen, die bei Durchführung eines
ordnungsgemäßen, d.h. erwünschten Bewegungsablaufs zu erwarten sind.
[0023] Das zyklisch erfolgende Vor- und Zurückschwingen des das Trainingsgerät haltenden
Arms erzeugt - sowohl in Längs- als auch in Querrichtung des Griffkörpers - einen
für dieses Bewegungsmuster typischen Verlauf der in dem jeweiligen Freiheitsgrad auftretenden
Beschleunigungswerte.
[0024] In vorteilhafter Weise sind jedoch genau zwei oder auch drei Beschleunigungssensoren
vorgesehen, von denen der erste die Beschleunigung in der Längsachse und der wenigstens
eine andere die Beschleunigung in einer hierzu senkrecht verlaufenden Querachse detektiert.
Durch Analyse der jeweiligen Sensormesswerte bzw. einer geeigneten Verknüpfung (z.B.
einer Vektoraddition) derselben ergibt sich ein insgesamt aussagekräftigeres Bild
vom tatsächlich durchgeführten Bewegungsablauf, womit z.B. auch ein unerwünschtes
Schlenkern des Armes erkannt und dem Benutzer des Trainingsgeräts signalisiert werden
kann.
[0025] Im Falle des Einsatzes eines Winkelsensors wird bevorzugt die Winkellage der Längsachse
des Griffkörpers relativ zur Richtung der Erdanziehung gemessen, die eine an jedem
Ort vorhandene und zur Winkelmessung heranziehbare Vorzugsrichtung darstellt. Mittels
eines Winkelsensors lässt sich insbesondere auf einfache Weise überwachen, ob der
durchgeführte Armschwung innerhalb des betrachteten Freiheitsgrads innerhalb eines
vorgebbaren Winkelbereichs erfolgt.
[0026] Auch hier können in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung für eine nochmals
bessere Überwachung des Trainingserfolgs zwei Winkelsensoren vorgesehen sein, die
die Winkellage in zwei zueinander senkrechten Ebenen des Griffteils, jeweils relativ
zur Richtung der Erdanziehungskraft messen. Ebenso ist eine Kombination aus wenigstens
einem Winkel- und wenigstens einem Beschleunigungssensor sowie eine geeignete Verknüpfung
der dabei gewonnenen Messwerte denkbar und sinnvoll. Der zweite Sensor zur Erkennung
eines Verschwenkens des Fingerbügels kann bevorzugt und in besonders einfacher Weise
als Kontakt- bzw. Tastschalter ausgestaltet sein, welcher erkennt, ob der Fingerbügel
- bei geschlossenem Handgriff - dem Griffkörper bzw. dem vorteilhaft daran oder darin
angeordneten Sensor anliegt oder aber demgegenüber - bei geöffneter Hand - verschwenkt
ist. Bereits dies erlaubt den Rückschluss, ob das zyklische Öffnen und Schließen der
Hand in der durch Festlegung des erwünschten Bewegungsablaufs vorgegebenen Weise mit
dem Armschwung koordiniert ist. Es ist somit gewissermaßen ein Fingerbügelbetätigungssensor
realisiert, der nur zwei Schaltzustände erkennt. Auch ein komplexerer Sensoraufbau,
mit dem ergänzend der momentane Schwenkwinkel zwischen Griffkörper und Fingerbügel
detektierbar ist, kann prinzipiell Verwendung finden und die Überwachung des Trainingserfolgs
nochmals hinsichtlich ihrer Genauigkeit verbessern.
[0027] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass sowohl
der wenigstens eine Sensor als auch die hiermit auf geeignete Weise gekoppelte Signaleinrichtung
in das Griffteil integriert sind, wodurch eine besonders kompakte Bauform erzielbar
ist.
[0028] Besonders bevorzugt ist bei einem erfindungsgemäßen Trainingsgerät ferner vorgesehen,
und zwar namentlich dann, wenn die Kopplung zwischen Sensor und Signaleinheit mikroelektronisch
realisiert ist, dass der zu Überwachungszwecken heranzuziehende erwünschte Bewegungsablauf
in Form von Referenzdaten vorliegt, die bevorzugt aus einem sich kontinuierlich wiederholenden
Referenzdatenzyklus bestehen. Dieser Referenzdatenzyklus entspricht dabei bevorzugt
denjenigen Beschleunigungs- und/oder Winkelwerten, die während des sich kontinuierlich
wiederholenden Armschwungs nach hinten und vorne (oder umgekehrt) am Trainingsgerät
zu erwarten sind, verknüpft mit denjenigen Sensordaten, die von dem zweiten Sensor
bei bestimmungsgemäß koordiniertem Bewegungsablauf der Arm- und Handbewegung zu erwarten
sind. Diese Referenzdaten können vorgegeben und auf geeignete Weise an den jeweiligen
Nutzer des Trainingsgeräts anpassbar sein, jedoch ist das Trainingsgerät bevorzugt
mit einem softwaretechnisch implementierten Lernprogramm bzw. Lernmodus auszustatten,
in welchem bei einer vorzugsweise von einer sachkundigen Person überwachten Durchführung
der erwünschten Bewegung die tatsächlichen Sensordaten gemessen und in einer Speichereinheit
aufgezeichnet und zur Bestimmung der Referenzdaten bzw. eines Referenzdatenzyklus
herangezogen werden.
[0029] Dabei erweist es sich ferner als vorteilhaft, wenn der Referenzdatenzyklus mit einem
Maximum der jeweiligen Beschleunigungs- bzw. Winkelwerte beginnt und endet. Dies ermöglicht
eine besonders einfache Erkennung des periodisch durchgeführten Bewegungszyklus aus
den zugeordneten Messdaten der Sensoren, die dann in einem Komparator mit dem Referenzdatenzyklus
verglichen werden. Im Rahmen des Lernmodus kann der Beginn eines Referenzdatenzyklus
zunächst durch das erste auftretende Maximum der gewonnenen Sensorwerte festgelegt
werden. Dies entspricht im Fall eines die Beschleunigung längs zum Griffkörper messenden
Beschleunigungssensors z.B. demjenigem Zeitpunkt eines zyklischen Armschwungs, bei
welchem das Trainingsgerät nach vorne in der höchsten Position gehalten wird, also
dem höchsten Punkt des vorderen Armschwungs mit (bezogen auf das Bezugssystem des
Sportlers) verschwindender Geschwindigkeit und höchster Beschleunigung des Trainingsgeräts.
Anschließend verringert sich die Längsbeschleunigung und wechselt ihr Vorzeichen,
bis beim Armschwung nach hinten dann - wiederum im höchsten Punkt des Armschwungs
- ein zweites Beschleunigungsmaximum mit umgekehrten Vorzeichen auftritt, welches
bei einigermaßen synchronem Vorwärts- und Rückwärtsschwung der gegenläufig schwingenden
Hände in etwa die Mitte des Referenzdatenzyklus darstellt. Von da ausgehend wird der
Bewegungszyklus fortgeführt bis das Trainingsgerät sich wieder - in einem nächsten
Maximum des Beschleunigungswertes mit wiederum gewechseltem Vorzeichen - im höchsten
Punkt des vorderen Armschwungs befindet. Dies stellt das Ende des Referenzdatenzyklus
dar. Aus mehreren solcher Bewegungszyklen kann dann durch automatische Erkennung der
Periodizität, durch geeignete Mittelung der erzielten Werte und die Einbeziehung geeigneter
Fehlertoleranzen ein Referenzdatenzyklus berechnet werden, mit welchem im Überwachungsbetrieb
des Trainingsgeräts ein Vergleich zwischen aktuell ausgeführtem Bewegungsablauf (bzw.
den entsprechenden Sensormessdaten) und erwünschtem Bewegungsablauf (bzw. den entsprechenden
Referenzdaten) durchgeführt werden kann. Insoweit ist also zweckmäßiger Weise vorgesehen,
dass den Referenzdaten ein vorgebbarer Toleranzbereich hinsichtlich der zur Feststellung
einer Übereinstimmung gerade noch tolerablen Abweichung vom vorgebbaren Bewegungsmuster
zugeordnet ist.
[0030] Auch der Zeitpunkt der Betätigung des Fingerbügels kann in einfacher Weise zur Festlegung
des Starts und Endes eines Datenzyklus herangezogen werden.
[0031] Nicht mehr tolerable Abweichungen vom erwünschten Bewegungsablauf werden dann von
der Signaleinheit durch Ausgabe eines akustischen oder optischen Signals, z.B. in
einem Display, signalisiert. Je nach Präferenz kann jedoch beispielsweise auch ein
Quittierungssignal ausgegeben werden, wenn der durchgeführte Bewegungsablauf dem erwünschten
Bewegungsmuster entsprach. Durch einen bestimmungsgemäßen Gebrauch des erfindungsgemäßen
Trainingsgeräts kann somit auch ein Profi-Sportler sicherstellen, dass er auch über
einen längeren Trainingszeitraum den für ihn optimalen Trainingsbereich hinsichtlich
des durchgeführten Bewegungsablaufs nicht verlässt.
[0032] Gemäß einer abermals bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass in den Griffkörper des Griffteils ein Zusatzgewicht integriert ist, welches ggfs.
entgegen einer Federkraft aus seiner Ruhelage herum in entgegengesetzte Richtungen
auslenkbar ist. Die Massenträgheit des Zusatzgewichts bewirkt zusammen mit der einer
Auslenkung entgegenwirkenden Federkraft eine verzögerte Wirkung beim Beschleunigen
und Abbremsen des Trainingsgeräts, was den Trainingseffekt erhöht.
[0033] Auch kann dabei durch Verwendung eines permanentmagnetischen Materials für das verschiebbare
Zusatzgewicht und eine geeignete Leiteranordnung eine Spannung bzw. ein Stromfluss
induziert werden, mit welchem die elektronischen Komponenten des Trainingsgerät betreibbar
oder ein in das erfindungsgemäße Trainingsgeräts integrierter Akkus aufladbar ist.
[0034] Ferner kann in das Trainingsgerät an geeigneter Stelle eine Lichtquelle integriert
sein, die ein besseres Erkennen des Sportlers in der Dunkelheit ermöglicht. Von Vorteil
kann auch eine in das Trainingsgerät intergrierte Alarmvorrichtung, z.B. in Form einer
mittels eines Bedienelements aktivierbaren Sirene sein. Viele Sportler, vor allem
in Großstädten, laufen in der Dämmerung, so dass eine solche Alarmvorrichtung deren
objektive und subjektive Sicherheit erhöht. Des weiteren kann aus den gemessenen Sensordaten
auf die Schrittzahl geschlossen werden, womit ein Schrittzähler realisierbar ist.
Außerdem kann an dem Trainingsgerät eine Datenschnittstelle vorgesehen sein, um die
gewonnen Messdaten nach Beendigung des Trainings auf einen Computer zur Auswertung
und Dokumentation des Trainings zu übertragen. Ferner sind ein den Überwachungsmodus
ein-und ausschaltender Bedienknopf und ggfs. weitere Bedienelemente mit anderer Funktion
(z.B. zum Start und zur Beendigung des Lernmodus) von Vorteil.
[0035] Nachfolgend werden vier Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt jede der Figuren 1 bis 4 einen Querschnitt
durch ein separates Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0036] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
1 besteht aus einem länglichen Griffkörper 2 und einem Fingerbügel 3, an denen das
Trainingsgerät 1 in einer Hand gegriffen werden kann. Hierzu wird der Griffkörper
3 mit der Hand umgriffen, wobei Zeige-, Mittel- und Ringfinger, ggfs. auch der kleine
Finger, an einer Innenfläche 4 des Fingerbügels 3 zur Anlage kommen. Der Fingerbügel
3 ist mittels einer Feder 5 in seine in Fig. 1 dargestellt Ruhelage vorgespannt und
kann durch Schließen der Hand entgegen der Federkraft gemäß Pfeil A um die Schwenkachse
6 zum Griffkörper 2 hin verschwenkt werden, wobei der Fingerbügel 3 infolge der Federspannung
beim Öffnen der Hand wieder in seine Ruhelage zurückehrt. Die Funktion der (optionalen)
Feder 5 besteht also hauptsächlich darin, den Fingerbügel 3 in eine Ausgangslage vorzuspannen.
Ein erhöhter Trainingseffekt kann abhängig von der Federkraft sekundär hinzukommen.
Die Betätigung des Fingerbügels 3 kann mittels des in Form eines Tastschalters dargestellten
Betätigungssensors 21 erkannt werden. Der vorstehend beschriebene Aufbau eines erfindungsgemäßen
Trainingsgeräts 1 ist bei allen Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 - 4 in gleicher
Weise ausgeführt, was durch übereinstimmende Bezugszeichen verdeutlicht ist. Lediglich
der Sensor 21 zur Erkennung eines Verschwenkens des Fingerbügels ist in den Fig. 2
- 4 der besseren Übersicht halber nicht mehr dargestellt, obgleich dennoch vorhanden.
[0037] Die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 1 - 3 weisen ferner einen von wenigstens einer
Batterie 7 bzw. einem wieder aufladbaren Akku 8 gespeisten, auf einer Platine angeordneten
elektronischen Schaltkreis 9 auf, welcher mit (programmierbaren) Mikroprozessoren
10, Beschleunigungs- und/oder Winkelsensoren 11 zur Messung der Beschleunigung bzw.
des Winkels in mindestens einem Freiheitsgrad und einer akustischen Signaleinrichtung
12 bestückt ist. Da Beschleunigungs- bzw. Winkelsensoren als solche aus dem Stand
der Technik hinreichend bekannt sind, erübrigt sich eine Detaildiskussion ihrer genauen
Funktionsweise. Der Fachmann wird die für den vorliegenden Zweck geeigneten Sensoren
auswählen.
[0038] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 - 3 sind die Sensoren 11, 21 und die
Signaleinrichtung 12 mittels des elektronischen Schaltkreises 9 derart gekoppelt,
dass von den Sensoren gemessenen Sensordaten mit vorgegebenen bzw. in einen Lernmodus
aufgenommenen und in den Mikroprozessoren 10 gespeicherten Referenzdaten im erfindungsgemäßen
Sinne verglichen werden können, woraufhin bei eingeschaltetem Überwachungsmodus ein
- eine Abweichung oder Übereinstimmung anzeigendes - akustisches Signal von der Signaleinrichtung
ausgegeben werden kann.
[0039] Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel umfassen die in den
Fig. 2 - 4 dargestellten Trainingsgeräte 1 ein in Längsrichtung des Griffstücks 2
linearbewegliches, zylindrisches Zusatzgewicht 13, welches in das Griffstück 2 integriert
ist und aus seiner in den jeweiligen Figuren dargestellten Ruhelage gegen die Kraft
zweier Spiralfedern 14, 15 nach oben bzw. unten auslenkbar ist.
[0040] Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 3 und 4 ist ferner vorgesehen, dass das Zusatzgewicht
13 aus einem permanentmagnetischen Material besteht. Bevorzugt wird hierfür ein starker
Seltenerd-Permanentmagnet gewählt, wobei die Spiralfedern 14, 15, dann bevorzugt aus
einem nicht magnetisierendem Edelstahl bestehen. Innerhalb des Griffkörpers 2 umgibt
eine Induktionsspule 16 aus Kupferdraht das magnetische Zusatzgewicht, so dass mittels
Induktion ein Strom erzeugbar ist, der über eine nicht dargestellte Lade-Elektronik
zur Aufladung des jeweils vorgesehenen Akkus 8 genutzt werden kann. Die durch den
Induktionsvorgang erfolgende Verzögerung der Bewegung des Zusatzgewichts 13 ist auch
im Hinblick auf den Trainingseffekt von Vorteil.
[0041] Während bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1-3 auf der Platine angeordnete
Beschleunigungs- und/oder Winkelsensoren 11 Verwendung finden, ist bei dem Ausführungsbeispiel
aus Fig. 4 ein in Längsachse des Griffkörpers 2 wirkender Beschleunigungssensor zur
Erfassung eines über einem vorgebbaren Maximalwert liegenden Beschleunigungswerts
auf elektro-mechanischem Wege realisiert. Hierzu ist ober- und unterhalb des gegen
die Federn 14 und 15 beweglichen Zusatzgewichts 13 je ein sich bei Berührung durch
das Zusatzgewicht aktivierender Schaltkontakt 17, 18 vorgesehen. Diese Schaltkontakte
dienen somit zur Erfassung einer Beschleunigung des Trainingsgeräts 1 in Längsrichtung
des Griffkörpers 2, wobei sich der absolute Beschleunigungswert, ab dem eine Erfassung
vorliegt, für beide Auslenkungsrichtungen aus der jeweiligen Federkraft der Spiralfeder
14,15, der Masse des Zusatzgewichts 13 und dem jeweiligen Abstand zwischen Ruhelage
des Zusatzgewichts 13 und Schaltkontakt 17, 18 ergibt. Dieser Beschleunigungssensor
ist mit einer vom Akku 8 mit Strom versorgten akustischen Signaleinheit 12 zur Ausgabe
eines Signaltons bei Erreichen oder Überschreitung des zur Auslösung des Schaltkontakts
erforderlichen Beschleunigung gekoppelt.
[0042] Ein erwünschter Bewegungsablauf kann dann dadurch definiert sein, dass sowohl beim
Armschwung nach vorne als auch beim Armschwung nach hinten ein bestimmter, für beide
Längsrichtungen des Griffkörpers 2 separat einstellbarer Beschleunigungswert überschritten
wird, und dass ergänzend zu festgelegten (Relativ-)Zeitpunkten eine mit dem Armschwung
koordinierte Betätigung des Fingerbügels erfolgt. Zur Einstellung dieser Beschleunigungswerte
sind am Trainingsgerät zwei von außen zugängliche Rändelschrauben 19, 20 vorgesehen,
mit denen der Abstand zwischen dem jeweiligen Schaltkontakt 17, 18 und dem in Ruhelage
befindlichen Zusatzgewicht 13 variierbar und somit der erkennbare Beschleunigungsschwellwert
für beide Längsrichtungen separat einstellbar ist.
1. Tragbares Trainingsgerät (1) zur Überwachung der Durchführung eines Bewegungsablaufs
in einer dem Nordic Walking ähnlichen sportlichen Betätigung, welches ein Griffteil
(2, 3) zum Greifen des Trainingsgeräts (1) in einer Hand, wenigstens einen ersten
Sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18) in Form eines Winkel- und/oder Beschleunigungssensor
zur Erfassung der Winkellage und/oder Beschleunigung des Trainingsgeräts (1) in wenigstens
einem ersten Freiheitsgrad und eine mit dem ersten Sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18)
gekoppelte Signaleinrichtung (12) zur Signalisierung einer Abweichung und/oder Übereinstimmung
zwischen den von dem wenigstens einen Sensor erfassten Messdaten zum tatsächlichen
Bewegungsablauf und einem erwünschten Bewegungsablauf umfasst, wobei
das Griffteil (2, 3) aus einem länglichen Griffkörper (2) und einem relativ zum Griffkörper
(2) verschwenkbaren Fingerbügel (3) besteht,
und wobei das Trainingsgerät (1) außerdem einen zweiten Sensor (21) zur Erkennung
der Verschwenkung des Fingerbügels (3) umfasst, der ebenfalls mit der Signaleinrichtung
(12) gekoppelt ist,
so dass unter Verknüpfung der verschiedenen Sensormessdaten mittels der Signaleinrichtung
(12) eine Signalisierung einer Abweichung und/oder Übereinstimmung zwischen den von
den Sensoren (11; 13, 14, 15, 17, 18; 21) erfassten Messdaten zum tatsächlichen Bewegungsablauf
und einem erwünschten Bewegungsablauf erfolgt,
wobei der erwünschte Bewegungsablauf eine mit dem Armschwung koordinierte Schließbewegung
der Hand umfasst und keines Bodenkontakts des Trainingsgeräts (1) bedarf.
2. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoren (11; 13, 14, 15, 17, 18; 21) und die Signaleinrichtung (12) in das Griffteil
(2, 3) integriert sind.
3. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fingerbügel (3) gegen eine von einer Feder (5) ausgeübte Federkraft relativ zum
Griffkörper (2) verschwenkbar ist.
4. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18) ein die Beschleunigung längs einer Bezugsrichtung
messender Beschleunigungssensor ist, wobei die Bezugsrichtung die Längsachse oder
eine hierzu senkrechte Querachse des Griffkörpers (2) ist.
5. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass genau zwei Beschleunigungssensoren vorgesehen sind, von denen einer die Beschleunigung
in der Längsachse und der andere die Beschleunigung in der Querachse detektiert.
6. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Sensor (11) ein Winkelsensor ist, der die Winkellage der Längsachse des
Griffkörpers relativ zur Richtung der Erdanziehung misst.
7. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Winkelsensoren vorgesehen sind, die in zwei zueinander senkrechten Ebenen die
Winkellage des Griffteils relativ zur Richtung der Erdanziehung messen.
8. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erwünschte Bewegungsablauf in Form von Referenzdaten vorliegt, die aus einem
sich kontinuierlich wiederholenden Referenzdatenzyklus bestehen.
9. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Referenzdatenzyklus mit einem Maximalwert der Beschleunigung bzw. der Winkellage
beginnt und endet.
10. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trainingsgerät (1) in einen Lernmodus zur Aufnahme des vorzugebenden Bewegungsmusters
schaltbar ist, in welchem die gemessenen und in einer Speichereinheit (10) gespeicherten
Sensordaten zur Bestimmung der Referenzdaten herangezogen werden.
11. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Referenzdaten ein vorgebbarer Toleranzbereich hinsichtlich der zur Feststellung
einer Übereinstimmung gerade noch tolerablen Abweichung vom vorgebbaren Bewegungsmuster
zugeordnet ist.
12. Trainingsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (21) zur Erkennung der Verschwenkung des Fingerbügels (3) ein Kontakt-
bzw. Tastschalter ist.
1. A portable training device (1) for monitoring the execution of a sequence of movements
in a sporting activity similar to Nordic Walking, with said training device comprising
a handle part (2, 3) for gripping the training device (1) in one hand, at least a
first sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18) in the form of an angle and/or acceleration
sensor for detecting the angular position and/or acceleration of the training device
(1) in at least a first degree of freedom, and a signaling device (12) that is coupled
to the first sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18) and serves for signaling a deviation
and/or agreement between the measuring data for the actual sequence of movements detected
by the at least one sensor and a desired sequence of movements, wherein
the handle part (2, 3) consists of an elongated handle body (2) and a finger enclosure
(3) that can be pivoted relative to the handle body (2),
and wherein the training device (1) furthermore comprises a second sensor (21) that
serves for detecting the pivoting of the finger enclosure (3) and is also coupled
to the signaling device (12)
such that the different sensor measuring data can be logically linked and a deviation
and/or agreement between the measuring data for the actual sequence of movements detected
by the sensors (11; 13, 14, 15, 17, 18; 21) and a desired sequence of movements is
signaled by means of the signaling device (12),
with the desired sequence of movements comprising a closing movement of the hand that
is coordinated with the arm stroke and requiring no ground contact of the training
device (1).
2. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the sensors (11; 13, 14, 15, 17, 18; 21) and the signaling device (12) are integrated
into the handle part (2, 3).
3. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the finger enclosure (3) can be pivoted relative to the handle body (2) against a
spring force that is exerted by a spring (5).
4. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the first sensor (11; 13, 14, 15, 17, 18) is an acceleration sensor that measures
the acceleration along a reference direction, wherein the reference direction is the
longitudinal axis of the handle body (2) or a lateral axis of the handle body that
extends perpendicular thereto.
5. The training device (1) according to Claim 4, characterized in
that exactly two acceleration sensors are provided, wherein one acceleration sensor detects
the acceleration in the longitudinal axis and the other acceleration sensor detects
the acceleration in the lateral axis.
6. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the first sensor (11) is an angle sensor that measures the angular position of the
longitudinal axis of the handle body relative to the direction of the force of gravity.
7. The training device (1) according to Claim 6, characterized in
that two angle sensors are provided and measure the angular position of the handle part
relative to the direction of the force of gravity in two planes that lie perpendicular
to one another.
8. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the desired sequence of movements is present in the form of reference data that consists
of a continuously repeating reference data cycle.
9. The training device (1) according to Claim 8, characterized in
that the reference data cycle begins and ends with a maximum value of the acceleration
or the angular position, respectively.
10. The training device (1) according to Claim 8, characterized in
that the training device (1) can be switched into a learning mode in order to record the
pattern of movements to be specified, wherein the measured sensor data stored in a
storage unit (10) is used for determining the reference data in said learning mode.
11. The training device (1) according to Claim 8, characterized in
that a tolerance range with respect to the deviation from the specified pattern of movements
that is just barely tolerable for the determination of an agreement can be specified
and is assigned to the reference data.
12. The training device (1) according to Claim 1, characterized in
that the sensor (21) for detecting the pivoting of the finger enclosure (3) is a contact
switch or a touch contact.
1. Appareil d'entraînement portable (1) permettant de surveiller la réalisation du déroulement
d'un mouvement dans une activité sportive de type marche nordique, qui comprend un
élément de préhension (2, 3) pour saisir l'appareil d'entraînement (1) dans une main,
au moins un premier capteur (11 ; 13, 14, 15, 17, 18) sous forme d'un capteur d'angle
et/ou d'accélération pour enregistrer la position angulaire et/ou l'accélération de
l'appareil d'entraînement (1) dans au moins un premier degré de liberté et un dispositif
de signalisation (12) couplé au premier capteur (11 ; 13, 14, 15, 17, 18) pour signaler
un écart et/ou une concordance entre les données de mesure enregistrées par l'au moins
un capteur concernant le déroulement réel du mouvement et un déroulement souhaité
du mouvement,
l'élément de préhension (2, 3) consistant en un corps de préhension allongé (2) et
une bride pour les doigts (3) pivotable par rapport au corps de préhension (2) et
l'appareil d'entraînement (1) comprenant en outre un second capteur (21) pour détecter
le pivotement de la bride pour les doigts (3) et qui est également couplé au dispositif
de signalisation (12),
de sorte que, en interconnectant les différentes données de mesure des capteurs au
moyen du dispositif de signalisation (12), il y a un signalement d'un écart et/ou
d'une concordance entre les données de mesure enregistrées par les capteurs (11 ;
13, 14, 15, 17, 18 ; 21) concernant le déroulement réel du mouvement et un déroulement
souhaité du mouvement, le déroulement souhaité du mouvement comportant un mouvement
final de la main coordonné à l'oscillation du bras et ne nécessitant pas de contact
avec le sol de l'appareil d'entraînement (1).
2. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les capteurs (11 ; 13, 14, 15, 17, 18 ; 21) et le du dispositif de signalisation (12)
sont intégrés dans l'élément de préhension (2, 3).
3. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la bride pour les doigts (3) peut pivoter à l'encontre d'une force de ressort exercée
par un ressort (5) par rapport au corps de préhension (2).
4. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le premier capteur (11 ; 13, 14, 15, 17, 18) est un capteur d'accélération mesurant
l'accélération le long d'un sens de référence, le sens de référence étant l'axe longitudinal
ou un axe transversal perpendiculaire à ce dernier du corps de préhension (2).
5. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que
il est prévu précisément deux capteurs d'accélération dont un détecte l'accélération
dans l'axe longitudinal et l'autre l'accélération dans l'axe transversal.
6. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le premier capteur (11) est un capteur d'angle qui mesure la position angulaire de
l'axe longitudinal du corps de préhension par rapport au sens de l'attraction terrestre.
7. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que
il est prévu deux capteurs d'angle qui mesurent, dans deux plans perpendiculaires
l'un à l'autre, la position angulaire de l'élément de préhension par rapport au sens
de l'attraction terrestre.
8. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le déroulement souhaité du mouvement se présente sous forme de données de référence
qui consistent en un cycle de données de référence se répétant en continu.
9. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que
le cycle de données de référence commence et finit par une valeur maximale d'accélération
ou de position angulaire.
10. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que
l'appareil d'entraînement (1) peut être passé en mode apprentissage pour enregistrer
le modèle de mouvement à prédéfinir et dans lequel on utilise les données des capteurs
mesurées et enregistrées dans une unité de mémoire (10) pour définir les données de
référence.
11. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que,
aux données de référence est attribuée une plage de tolérance prescriptible en ce
qui concerne l'écart encore juste tolérable par rapport au modèle de mouvement prescriptible.
12. Appareil d'entraînement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le capteur (21) permettant la détection du pivotement de la bride pour les doigts
(3) est un capteur à contact ou tactile.
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