| (19) |
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(11) |
EP 2 162 249 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2011 Patentblatt 2011/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.05.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/004248 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/145355 (04.12.2008 Gazette 2008/49) |
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| (54) |
RICHTMASCHINE MIT RICHTWALZEN-SCHNELLWECHSELSYSTEM SOWIE VERFAHREN ZUM SCHNELLEN WECHSELN
VON RICHTWALZEN EINER RICHTMASCHINE
STRAIGHTENING MACHINE HAVING A STRAIGHTENING ROLLER RAPID-CHANGE SYSTEM, AND A METHOD
FOR RAPIDLY CHANGING STRAIGHTENING ROLLERS OF A STRAIGHTENING MACHINE
MACHINE À DRESSER COMPRENANT UN SYSTÈME DE CHANGEMENT RAPIDE DE GALET DE DRESSAGE
ET PROCÉDÉ DE CHANGEMENT RAPIDE DE GALETS DE DRESSAGE D'UNE MACHINE À DRESSER& xA;
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
30.05.2007 EP 07010704
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.2010 Patentblatt 2010/11 |
| (73) |
Patentinhaber: ARKU MASCHINENBAU GMBH |
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76532 Baden-Baden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HUCK, Reiner
76534 Baden-Baden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Strobel, Wolfgang et al |
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Kroher-Strobel
Rechts- und Patentanwälte
Bavariaring 20 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 302 254 EP-A- 1 048 371 DE-A1- 2 131 739
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EP-A- 0 446 130 DD-A1- 108 665
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Richtmaschine mit Richtwalzen-Schnellwechselsystem
sowie ein Verfahren zum schnellen Wechseln bzw. zum schnellen Aus- und Einbau von
Richtwalzen einer Richtmaschine und gegebenenfalls deren Abstützungen.
[0002] Walzenrichtmaschinen dienen zum Richten von meist metallischem Gut. Zwischen zwei
auf Lücke d. h. zick-zack-förmig zueinander angeordneten Richtwalzenreihen wird das
Richtgut so hindurchbewegt, dass es zu elastisch-plastischen Wechselbewegungen derart
kommt, dass das zu richtende material die Richtmaschine im planen Zustand verlässt.
Vielfach weist das Richtgut Verunreinigungen wie beispielsweise Verzunderungen auf,
die während des Richtvorganges abfallen und sich in der Maschine sammeln und aufbauen.
Herkömmliche Richtmaschinen können weiterhin Stützelemente der Richtwalzen in Form
von Stützrollen aufweisen, die ein unbeabsichtigtes Verbiegen der Richtwalzen verhindern
sollen.
[0003] Aufgrund einerseits der Verunreinigungen des zu bearbeitenden Materials und andererseits
des Verschleißes der Richtwalzen ist es notwendig, die Richtwalzen und ggf. die hierfür
verwendeten Stützelemente regelmäßig zu Reinigen und, bei Verschleiß, entsprechend
auszutauschen.
[0004] Um dies zeitsparend zu bewerkstelligen, wurde vorgeschlagen, die Richtwalzen in einer
Kassette anzuordnen, wobei die oberen Richtwalzen in einer Kassette angeordnet sind
und die unteren Richtwalzen ebenfalls in einer Kassette angeordnet sind.
[0005] Ein solches Kassettenwechselsystem zeigt beispielsweise die
EP 0 142 882 A1 bei der vorgeschlagen wird, die oberen Richtwalzen in einem Träger anzuordnen, der
in vertikaler Richtung verschoben werden kann, wonach die Kassette ausgewechselt werden
kann.
[0006] Bei Richtmaschinen mit Kassettenwechseleinrichtung ist jeweils der obere und untere
Richtwalzensatz (Lagerleisten, Stützrollen und Richtwalzen) in einem Block, d. h.
in einer Kassette zusammengefasst, beispielsweise durch Montage der Teile auf einer
gemeinsamen Grundplatte. Die Kassetten können entweder einzeln oder zusammen, meist
mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung, aus der Maschine herausgefahren und auf ein
Gestell vor der Maschine abgelegt werden. Zur Reinigung bzw. zur Wartung der Richtwalzen
und Stützrollen müssen die Kassetten zerlegt werden, was sehr zeitaufwändig ist. Um
die Stillstandszeiten der Maschinen und ggf. auch der gesamten Bearbeitungsanlagen
sehr kurz zu halten, werden Wechselkassetten bereitgestellt, die im Tausch mit der
ausgebauten Kassette in die Richtmaschine eingebaut werden. Nachteil dieser Bauweise
ist unter anderem ein erheblich erhöhter konstruktiver Aufwand mit entsprechend hohen
Kosten, bei nicht nur entsprechend hohem Materialeinsatz, sondern auch entsprechender
Bearbeitungszeit. Diese Nachteile sind bei großen Walzenrichtmaschinen umso größer.
[0007] Es wurden deshalb bereits Lösungen vorgeschlagen, einzelne Walzen bei Richtmaschinen
auszuwechseln, um den Aufwand von Kassettenwechselsystemen zu vermeiden.
[0008] Aus der Patentschrift
DD 108 665 ist eine Walzenwechseleinrichtung an Blechrichtmaschinen bekannt, bei der die Aufgabe
gelöst werden soll, den Wechsel der Richtwalzen ohne Demontage des Antriebssystems
bei Beibehaltung des Gruppenantriebes und der Möglichkeit des konvexen und konkaven
Anstellens der Richtwalzen zu erreichen. Als Lösung wird vorgeschlagen, dass die herausragenden
Wellenenden, der in Lagergehäusen zweifach gelagerten Wellen mit auf symmetrisch ausgebildeten
Richtwalzenenden aufgeschrumpften Hülsen formschlüssig als Steckverbindung auf der
Antriebswelle und der dem Antrieb gegenüberliegenden Lagerseite verbunden sind, wobei
die Wellenenden mit einem schmalen zylinderähnlichen Mittelstück und sich beiderseitig
daran anschließenden Kegeln ausgebildet sind. Nachteilig ist hierbei, dass ein Abziehen
des kompletten Lagergehäuses, d. h. das Entfernen des oberen Gehäuseblocks, notwendig
ist, um an die Richtwalzen zu kommen. Dies bedeutet eine komplette Demontage der Richtmaschinen,
was den Nachteil eines erheblichen Zeitaufwands mit sich bringt.
[0009] Von der Anmelderin wurde bereits eine Richtmaschine mit Richtwalzen-Schnellwechselsystem
vorgeschlagen, mit einem oberen und einem unteren Gehäuse, zur Aufnahme einer Mehrzahl
von oberen und unteren Richtwalzen, die alle oder nur teilweise angetrieben sind und
zum Richten von metallischem Material dienen. Die oberen und unteren Richtwalzen sind
an jedem ihrer Enden gelagert und die angetriebenen Richtwalzen sind an einem ihrer
Enden mit einer Antriebswelle verbunden. Die Antriebswellen sind über mindestens ein
Verteilergetriebe mittels wenigstens eines Motors antreibbar, und die Antriebswellen,
das wenigstens eine Verteilergetriebe und der wenigstens eine Motor befinden sich
auf einer Seite der Richtmaschine.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Richtmaschine mit Richtwalzen-Schnellwechselsystem,
insbesondere für große Walzenrichtmaschinen zu schaffen, bei der die Stillstandszeiten
zum Aus- und Einbau und der Reinigung der Richtwalzen und des gesamten Richtaggregats
reduziert sind, wobei zusätzlich die Handhabung vereinfacht werden soll, ohne die
Kosten einer Kassettenlösung zu verursachen.
[0011] Weiterhin liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein entsprechend
kostengünstiges Verfahren zum schnellen Wechseln von Richtwalzen einer Richtmaschine
und gegebenenfalls deren Abstützungen zu schaffen.
[0012] Die erfindungsgemäße Richtmaschine mit Richtwalzen-Schnellwechselsystem zeichnet
sich dadurch aus, dass die oberen Richtwalzen an der der Seite der Antriebswellen
entgegengesetzten Seite in einer oberen vorderen Lagerleiste, die lösbar mit dem oberen
Gehäuse verbindbar ist, jeweils mittels wenigstens eines Wälzlagers drehbar gelagert
sind, dass die unteren Richtwalzen an der der Seite der Antriebswellen entgegengesetzten
Seite in einer unteren vorderen Lagerleiste, die lösbar mit dem unteren Gehäuse verbindbar
ist, jeweils mittels wenigstens eines Wälzlagers drehbar gelagert sind, dass nach
Entfernen der oberen/unteren vorderen Lagerleiste, die oberen/unteren Richtwalzen
zugänglich sind und durch eine axiale Bewegung einzeln aus der Richtmaschine herausbewegbar
sind, dass das Richtwalzen-Schnellwechselsystem zur Aufnahme der herausbewegten oberen/unteren
Richtwalzen eine Aufnahmevorrichtung (59) aufweist, und dass die Aufnahmevorrichtung
zur Lagerung der Richtwalzen eine Mehrzahl von Systemleisten aufweist, die quer zur
Axialrichtung der Richtwalzen verlaufen, und an ihrer Oberseite Einbuchtungen zur
Aufnahme der Richtwalzen aufweisen.
[0013] Die Wälzlager verbleiben, je nach Ausführungsform, in den Lagerleisten bzw. auf den
Richtwalzen.
[0014] Dadurch wird erreicht, dass mit wenigen Handgriffen die Richtwalzen frei zugänglich
sind und auf einfache Weise einzeln aus der Richtmaschine heraus bewegbar sind. Dadurch
kann in kürzester Zeit ein Auswechseln bzw. Reinigen der Richtwalzen und deren Abstützungen
erfolgen und es können diese anschließend in umgekehrter Richtung wieder in die Richtmaschine
bewegt werden und, nachdem die entsprechende Lagerleiste wieder in kurzer Zeit montiert
ist, kann die Richtmaschine erneut in Betrieb genommen werden.
[0015] Dieser Vorteil manifestiert sich insbesondere bei großen Walzenrichtmaschinen, bei
denen vermieden werden kann, dass der gesamte Oberbau der Richtmaschine abgenommen
werden muss, bevor die oberen bzw. unteren Richtwalzen zugänglich sind.
[0016] Mit besonderem Vorteil können die Richtwalzen somit manuell oder mit Hilfe einer
Zug- Schubvorrichtung aus der Richtmaschine herausgezogen werden und unmittelbar auf
die Aufnahmevorrichtung abgelegt werden, bzw. von der Aufnahmevorrichtung wieder in
die Richtmaschine eingeschoben werden. Die Aufnahmevorrichtung kann vorteilhafterweise
tischförmig ausgebildet sein.
[0017] Vorteilhafterweise wird durch die Mehrzahl von Systemleisten, die quer zur Axialrichtung
der Richtwalzen verlaufen und an ihrer Oberseite Einbuchtungen zur Aufnahme der Richtwalzen
aufweisen, ein seitliches Verrutschen der Richtwalzen vermieden und können die Richtwalzen
entsprechend gereinigt und überprüft werden. Sie behalten auch ihre Ordnung bzw. Reihenfolge
bei, so dass festgestellt werden kann, welche Richtwalzen besonders beansprucht wurden
bzw. bei Kenntnis der besonderen Beanspruchung diese Richtwalzen routinemäßig entsprechend
früher ausgetauscht werden können als die weniger beanspruchten.
[0018] Besonders vorteilhaft ist dabei, dass die Richtwalzen an beiden Enden sowohl radial
als axial geführt sind, wodurch eine einseitige axiale Festlagerung vermieden wird.
Dies erhöht insbesondere die Einfachheit der Ausgestaltung der jeweiligen Richtwalzenlagerung.
[0019] Bei herkömmlichen Richtmaschinen gibt es den großen Nachteil, dass ein Entfernen
der einzelnen Richtwalzen dazu führt, dass ein Versatz der Antriebswellenachsen in
Richtung Schwerkraft erfolgt, so dass ein aufwändiges Einfädeln der wiedereingesetzten
Richtwalzen zum Verbinden mit den Antriebswellen notwendig ist. Vorteilhafterweise
ist erfindungsgemäß für jede obere Antriebswelle eine Aufnahme zum Halten der oberen
Antriebswelle vorgesehen. Damit wird ein seitliches Versetzen der Antriebswelle nach
Lösen der Verbindung mit dieser vermieden und kann die ausgewechselte Richtwalze durch
einfaches axiales Verschieben mit der zugeordneten Antriebswelle wieder verbunden
werden.
[0020] In der bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Richtmaschine weist die
Verbindung zwischen unterer Antriebswelle und unterer Richtwalze eine Kupplungshülse
auf. Um auch eine Schädigung der Antriebswelle mit Kupplungshülse nach Abziehen der
Richtwalze zu vermeiden, ist eine Stützeinrichtung vorgesehen, die die Kupplungshülse
abstützt. Beispielsweise kann die Stützeinrichtung in Form eines Haltebleches ausgebildet
sein, durch das die Kupplungshülse in ihrer horizontalen Position nach Abziehen der
Richtwalze gehalten wird.
[0021] Weiterhin ist vorteilhaft, dass die Aufnahmevorrichtung eine Plattform aufweist.
Auf dieser Plattform befinden sich die Systemleisten. Die Plattform dient zur Aufnahme
nicht nur der Systemleisten für die Lagerung der Richtwalzen, sondern auch zur Aufnahme
von Lagereinrichtungen für Stützrollenböcke, wie dies weiter unten genauer beschrieben
wird.
[0022] Vorteilhafterweise ist die Höhe der Plattform einstellbar und damit an die entsprechende
Ebene der oberen und unteren Richtwalzen sowie der oberen und unteren Stützrollenböcke
anpassbar.
[0023] Weiterhin kann die Aufnahmevorrichtung vorteilhafterweise eine Systempalette umfassen,
die dann zur Aufnahme der Richtwalzen und/oder von Stützrollenböcken dient und die
derart ausgebildet ist, dass sie mittels Gabelstapler oder Kran an die Richtmaschine
hin- und wieder abtransportierbar ist.
[0024] Vorteilhafterweise ist die Systempalette auf die Plattform fixiert aufsetzbar. Dadurch
wird vorteilhafterweise erreicht, dass insbesondere besonders schwere Richtwalzen
darauf abgelegt werden können und ortsfest gelagert werden können. Je nach Bedarf
können die Richtwalzen dann auf der Systempalette vorort, also an der Richtmaschine
oder mittels Gabelstapler oder Kran, an den gewünschten Ort bzw. wieder an die Richtmaschine
gebracht werden.
[0025] Die Aufnahmevorrichtung kann weiterhin Räder zur Bildung eines fahrbaren Wagens aufweisen,
so dass sie auf einfache Weise verfahrbar ist.
[0026] Die vorliegende Erfindung umfasst auch Richtmaschinen, bei denen weiterhin obere
und untere Richtwalzen-Abstützungen, wie beispielsweise Stützrollenböcke mit jeweils
einer Mehrzahl von Stützrollen zum Abstützen der zugeordneten oberen und unteren Richtwalzen
vorgesehen sind. Erfindungsgemäß sind auch die Stützrollenböcke verschiebbar angeordnet
und über Anschlag- bzw. Lagerleisten schwimmend und an den zugeordneten Richtwalzen
selbstzentrierend angeordnet. Dadurch können die Stützrollenböcke ebenso leicht wie
die Richtwalzen aus der Richtmaschine herausbewegt und wieder in diese eingesetzt
werden. Weiterhin ist vorteilhaft, dass zur Positionierung der Stützrollenböcke in
Querrichtung, d. h. quer zur Transportrichtung des zu richtenden Materials, Distanzstücke
vorgesehen sind.
[0027] Vorteilhafterweise sind die Stützrollenböcke auf die Systempaletten verschiebbar,
wobei dies auch mittels mit Rollen bestückten Leisten bewerkstelligt wird.
[0028] Um ein besonders leichtes und manuelles Verschieben der Stützrollenböcke zu ermöglichen,
sind diese über gefederte Druckstücke mit Rollen gewichtsentlastend gelagert, wodurch
ein einfaches Herausbewegen aus der Richtmaschine bzw. ein leichtes Hineinschieben
der entsprechenden Stützrollenböcke jeweils zusammen mit den Stützrollen ermöglicht
wird.
[0029] Die vorliegende Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum schnellen Wechseln von Richtwalzen
einer Richtmaschine, die ein oberes Gehäuse und ein unteres Gehäuse zur Aufnahme einer
Mehrzahl oberer und unterer Richtwalzen aufweist, die alle oder nur teilweise angetrieben
sind und zum Richten von metallischem Material dienen, wobei die oberen und unteren
Richtwalzen an jedem ihrer Enden gelagert sind und die angetriebenen Richtwalzen an
einer ihrer Enden mit einer Antriebswelle verbunden sind, wobei die Antriebswellen
ggfls. über mindestens ein Verteilergetriebe (19) mittels wenigstens eines Motors
antreibbar sind und die Antriebswellen, das wenigstens eine Verteilergetriebe und
der wenigstens eine Motor sich an einer Seite der Richtmaschine befinden, wobei das
Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Lösen und Entfernen einer oberen vorderen Lagerleiste, in der die oberen Richtwalzen
jeweils mittels eines Wälzlagers gelagert sind, und/oder einer unteren vorderen Lagerleiste,
in der die unteren Richtwalzen jeweils mittels eines Wälzlagers gelagert sind, auf
der der Seite der Antriebswellen entgegengesetzten Seite, wobei die Wälzlager entweder
zusammen mit der Lagerleiste oder bei Fixierung auf den Richtwalzen mit diesen entfernt
werden,
- Herausbewegen der einzelnen, frei zugänglichen Richtwalzen in axialer Richtung der
Richtwalzen auf die für die Richtwalzen vorgesehenen Systempaletten,
- gegebenenfalls Herausbewegen der jetzt frei zugänglichen Abstützungen auf die dafür
vorgesehenen Systempaletten,
- Reinigung der Richtwalzen und Abstützungen auf den Systempaletten,
- Hineinbewegen der gereinigten oder neuen Abstützungen und Richtwalzen in umgekehrter
Reihenfolge, und
- Aufsetzen der oberen und/oder unteren Lagerleiste und Befestigen der Lagerleiste am
oberen bzw. unteren Gehäuse der Richtmaschine.
[0030] Dadurch wird erreicht, dass durch einfaches Lösen und Entfernen der entsprechenden
Lagerleiste die Richtwalzen und deren Abstützungen unmittelbar zugänglich sind und
auf einfachste Weise aus der Richtmaschine herausbewegt werden können und nach Reinigen
bzw. Austausch wieder auf einfachste Weise hineinbewegt werden können und anschließend
die Lagerleiste wieder eingesetzt wird. Dies führt gegenüber herkömmlichen Wechselsystemen
zu einer erheblichen Zeitverkürzung für diesen Vorgang und somit zu einer deutlichen
Produktivitätssteigerung. Je nach Zustand des zu verarbeitenden Materials kann es
nämlich notwendig sein, die Richtwalzen, insbesondere die unteren Richtwalzen, in
kürzeren Abständen reinigen zu müssen, beispielsweise täglich. Der zeitliche Vorteil
ergibt sich nicht zuletzt auch dadurch, dass beim Wechseln der Richtwalzen nur die
Lagerleiste entfernt werden muss und keine weiteren Bauteile der Richtmaschine, wie
beim Stand der Technik üblich, entfernt und wieder eingebaut werden müssen.
[0031] Weiterhin ist vorteilhaft, dass die die Richtwalzen stützenden, schwimmend angeordneten
Stützrollenböcke manuell aus der Richtmaschine herausnehmbar und wieder einschiebbar
sind. Sie können damit auf einfache Weise gereinigt und ggf. ausgetauscht werden und
danach wieder manuell in die Richtmaschine zurückgeschoben werden. Dies erfordert
somit nur wenige Handgriffe und vermeidet zusätzliches Werkzeug.
[0032] Weiterhin ist vorteilhaft, dass auch die die Richtwalzen stützenden schwimmend angeordneten
Stützrollenböcke manuell oder mittels angetriebener Zug-/Schubvorrichtung aus der
Richtmaschine herausnehmbar und wieder einschiebbar sind. Dadurch kann auf einfache
Weise das gesamte Richtaggregat gewechselt werden, wobei bei entsprechender Verschmutzung
die wiederkehrende auftretende Reinigungsanforderung entsprechend schnell und unkompliziert
erledigt werden kann.
[0033] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Darin zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Richtmaschine;
- Figur 2
- eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Richtmaschine nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Richtmaschine von Figur 1;
- Figur 4
- eine prinzipielle Teilschnittdarstellung der Lagerung der oberen und unteren Richtwalzen;
- Figur 5
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Richtmaschine von Figur 1 mit einer Aufnahmevorrichtung
des Richtwalzen-Schnellwechsel- systems, wobei der Vorgang des Wechselns der oberen
Richtwalzen dargestellt ist;
- Figur 6
- eine ähnliche Darstellung wie jene von Figur 6, wobei jedoch der Vor- gang des Auswechselns
der unteren Richtwalze dargestellt ist;
- Figuren 7 und 8
- den Vorgang des Schnellwechselns der oberen Richtwalzen;
- Figuren 9 und 10
- den Vorgang des Schnellwechselns der unteren Richtwalzen;
- Figur 11
- eine Seitenansicht, ähnlich zu jenen von Figuren 7 bis 10 mit heraus- bewegten oberen
und unteren Richtwalzen;
- Figur 12
- in Vorderansicht und teilweise geschnitten eine weitere Ausführungs- form der Aufnahmevorrichtung
des Richtwalzen-Schnellwechsel- systems mit je einem Satz oberer und unterer Richtwalzen;
- Figur 13
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Richtmaschine mit Richt- walzen-Schnellwechselsystem
mit einer weiteren Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung und teilweise herausbewegter
oberer Stützrol- lenböcke;
- Figur 14
- in Vorderansicht und teilweise geschnitten die Aufnahmevorrichtung für die oberen
Stützrollenböcke gemäß Figur 13;
- Figur 15
- eine weitere Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung in Vorderan- sicht für besonders
schwere Stützrollenböcke;
- Figur 16
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Richtmaschine mit Richt- walzen-Schnellwechselsystem
gemäß Figur 1 mit teilweise herausbe- wegten unteren Stützrollenböcken; und
- Figur 17
- eine Vorderansicht auf die Aufnahmevorrichtung gemäß Figur 16.
[0034] In den Figuren sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
[0035] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Richtmaschine 1 in Seitenansicht dargestellt.
Die Richtmaschine weist ein unteres Gehäuse 3 (beispielsweise in Form eines Maschinenbetts)
auf, auf dem das Richtaggregat 5 bestehend aus einem oberen Gehäuse 7 mit oberen Richtwalzen
9 und im unteren Gehäuse 3 gelagerten unteren Richtwalzen 11, aufgebaut ist.
[0036] Zur Abstützung der oberen Richtwalzen 9 sind obere Stützrollenböcke 13 und zur Abstützung
der unteren Richtwalzen untere Stützrollenböcke 15 vorgesehen. Zum Antrieb der oberen
und unteren Richtwalzen dient ein Motor 17, der über ein Verteilergetriebe 19 obere
Antriebswellen 21 und untere Antriebswellen 23 antreibt. Die oberen Antriebswellen
21 sind als Gelenkwellen ausgebildet und mit den oberen Richtwalzen 9 verbunden. Die
unteren Antriebswellen 23 sind als starre Antriebswellen ausgebildet und mit den unteren
Richtwalzen 11 verbunden.
[0037] Zur Lagerung der oberen Richtwalzen 9 ist eine vordere obere Lagerleiste 25 zur Lagerung
der unteren Richtwalzen 11 ist eine vordere untere Lagerleiste 27 vorgesehen, wobei
die vorderen Lagerleisten 25 und 27 auf jener Seite der Richtmaschine angeordnet sind,
die entgegengesetzt zur Seite liegt, an der der Richtwalzenantrieb 17, 19, 21, 23
liegt.
[0038] Auf dieser Seite sind die oberen Richtwalzen 9 mittels einer hinteren oberen Lagerleiste
29 gelagert und die unteren Richtwalzen 11 mittels einer hinteren unteren Lagerleiste
31 gelagert.
[0039] In Figur 2 ist die Richtmaschine 1 in Draufsicht ohne das obere Gehäuse 7 dargestellt.
Man erkennt die vordere obere Lagerleiste 25, die mit Hilfe von drei Schrauben 26
am oberen Gehäuse 7 (vgl. Figur 1) befestigt ist.
[0040] In Figur 3 ist in Vorderansicht die erfindungsgemäße Richtmaschine 1 der Figuren
1 und 2 dargestellt. Die Ansicht ist die Ansicht von rechts in den Figuren 1 und 2,
wobei schematisch die oberen Richtwalzen 9 und die unteren Richtwalzen 11 dargestellt
sind, zwischen denen sich der Richtspalt 10 befindet. Die oberen Stützrollenböcke
13 und die unteren Stützrollenböcke 15 weisen eine Mehrzahl von Stützrollen 16 auf,
die seitlich versetzt zueinander angeordnet sind.
[0041] Die oberen Stützrollenböcke 13 weisen einen plattenförmigen Halteabschnitt 33 auf,
der beidseitig leicht vorspringt und auf beiden Seiten mit einer L-förmigen oberen
Anschlagleiste 35 zusammenwirkt. Dadurch wird eine äußerst einfache Halterung für
die oberen Stützrollenböcke 13 geschaffen, die durch einfaches Verschieben in ihrer
Position verändert werden können.
[0042] In Figur 4 ist erneut eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Richtmaschine
1 mit oberen Richtwalzen 9 und unteren Richtwalzen 11 und deren Lagerung mittels Nadellager
39 und Kombi-Wälzlagern 41 in den vorderen oberen und unteren sowie hinteren oberen
und unteren Lagerleisten 25, 27, 29, 31 dargestellt. Wie aus Figur 4 besonders klar
ersichtlich, wird nach Lösen der Schrauben 26 und Entfernen der vorderen oberen und/oder
unteren Lagerleiste 25, 27 ein freier Zugang zu den oberen Richtwalzen 9 und/oder
unteren Richtwalzen 11 geschaffen. Aufgrund der zapfenförmigen Lagerabschnitte 56,
deren Querschnitt geringer ist als der Querschnitt der Bearbeitungsabschnitte 57 der
oberen und unteren Richtwalzen 9, 11, ist leicht ersichtlich, dass durch einfaches
Ziehen an den oberen bzw. unteren Richtwalzen, die sich noch in der oberen hinteren
Lagerleiste 29 bzw. oberen hinteren Lagerleiste 31 befindenden Lagerabschnitte 56
aus den Lagern 39 und 41 leicht herausgezogen werden können und damit die oberen und
unteren Richtwalzen 9 und 11 entlang ihrer Achsen X entsprechend axial bewegt werden
können. Die Lager 29, 41 verbleiben, je nach Ausführungsform, in den Lagerleisten
oder auf den Richtwalzen.
[0043] In Figur 5 ist schematisch das Herausnehmen der oberen Richtwalzen 9 dargestellt.
Nach Entfernen der oberen vorderen Lagerleiste 25 wird diese auf einer Aufnahmevorrichtung
59 platziert. Die Aufnahmevorrichtung 59 umfasst in dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 5 einen in seiner Höhe mittels Verstelleinrichtung 62 verstellbaren Hubtisch
61, der eine obere Plattform 63 aufweist. Die Verstelleinrichtung 62 ist in der Lage,
eine entsprechende Stange 64 aus- und einzufahren und damit die Höhe der oberen Plattform
63 zu verändern.
[0044] Auf der oberen Plattform 63 ist eine Systempalette 65 angeordnet. Diese wird weiter
unten näher beschrieben werden. Auf der Systempalette 65 sind in Querrichtung zu den
oberen Richtwalzen Systemleisten 67 angeordnet, die zur Lagerung der oberen Richtwalzen
9 dienen. Wie aus Figur 5 leicht ersichtlich, kann durch einfaches Herausziehen der
oberen Richtwalze 9 über die Systemleisten 67 eine äußerst einfache und schnelle Entfernung
der oberen Richtwalze aus der Richtmaschine 1 erfolgen. Die oberen Richtwalzen 9 liegen
auf der Aufnahmevorrichtung 59 frei zugänglich da und können entsprechend gereinigt,
geprüft und ersetzt werden. Weiterhin ist ersichtlich, dass ein entsprechend einfaches
und schnelles Zurückschieben der oberen Richtwalzen 9 in die Richtmaschine zurück
möglich ist. Die Aufnahmevorrichtung 59 in der Ausführungsform gemäß Figur 5 dient
insbesondere zur Aufnahme schwerer Richtwalzen und kann mittels Kran oder Gabelstapler
entsprechend bewegt werden.
[0045] Figur 6 zeigt eine ähnliche Darstellung wie Figur 5, jedoch mit dem Unterschied,
dass nunmehr die unteren Richtwalzen 11 zur Entnahme gelangen. Entsprechend wurde
die Plattform 63 und die auf ihr aufliegende Systempalette 65 abgesenkt, damit eine
horizontale Fluchtung der Aufnahmen der Systemleisten 67 mit den unteren Richtwalzen
11 erreicht wird.
[0046] In den Figuren 7 und 8 ist das Herausnehmen der oberen Richtwalzen dargestellt, wobei
als Aufnahmevorrichtung 59 ein Hubwagen vorgesehen ist, der entsprechende Räder 70
zu dessen Fortbewegung aufweist. Auch der Hubwagen 69 ist in seiner Höhe verstellbar.
Nach Ablegen der oberen Lagerleiste 25 auf der Systempalette 65 auf der Plattform
63 der Aufnahmevorrichtung 59 gemäß Figur 7 werden die oberen Richtwalzen 9 auf die
Systemleisten 67 geschoben, wie aus Figur 8 ersichtlich.
[0047] In den Figuren 9 und 10 ist das Herausbewegen der unteren Richtwalzen 11 ähnlich
wie die oberen Richtwalzen 9 der Figuren 7 und 8 dargestellt. Die Plattform 63 wurde
mittels Hubwagen 69 entsprechend an die Höhe der unteren Richtwalzen 11 angepasst.
[0048] In Figur 11 ist dann dargestellt, dass sowohl die oberen Richtwalzen 9 als auch die
unteren Richtwalzen 11 auf dem Hubwagen 69 gelagert wurden, wobei auf die oberen Richtwalzen
9 weitere Systemleisten 68 auf die Systemleisten 67 gesetzt wurden. Die Aufnahmevorrichtung
59 ist somit in der Lage, sowohl die vordere obere 25 als auch die vordere untere
Systemleiste 27 sowie die oberen und unteren Richtwalzen 9 und 11 aufzunehmen.
[0049] Eine weitere Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung zeigt die Figur 12. Die Systemleisten
67 und 68 sind miteinander mittels Stifte 73 verbunden und die unteren Systemleisten
67 sind ebenfalls mittels Stiften 73 mit der Systempalette 65 verbunden, wie sie in
den Figuren 5 und 6 in seitlicher Ansicht dargestellt ist. Diese Palette 65 ruht auf
der Plattform 63 und kann beispielsweise in dem Zwischenraum 64 mittels Gabeln eines
Gabelstaplers angehoben und transportiert werden. Alternativ sind für den Transport
Ösen 75 vorgesehen, in die entsprechende Haken eines Krans einhängbar sind, wodurch
die Systempalette 65 entsprechend transportiert werden kann.
[0050] Wie weiterhin ersichtlich sind der obere Randbereich der Systemleisten 67 bzw. der
untere und obere Randbereich der Systemleisten 68 an die oberen und unteren Richtwalzen
9, 11 angepasst, indem entsprechende Einbuchtungen oder Vertiefungen 77 vorgesehen
sind, welche die Richtwalzen 9, 11 an einem seitlichen Verrutschen hindern. Damit
liegen die Richtwalzen 9 und 11 transportsicher auf den Systemleisten 67 und 68 auf.
[0051] In Figur 13 ist das Herausnehmen bzw. Auswechseln der oberen Stützrollenböcke 13
dargestellt. Es kann wieder die Aufnahmevorrichtung 59 mit Hubtisch 61 mit Verstelleinrichtung
62, oberer Plattform 63 verwendet werden, auf der die Systempalette 65 aufgesetzt
ist. Wie aus der Vorderansicht gemäß Figur 14 ersichtlich, werden zur Führung der
oberen Stützrollenböcke 13 Längsschienen 79 eingesetzt, auf denen die Stützrollen
16 gleiten. Die Ausführungsform gemäß Figur 14 ist für leichtere obere Stützrollenböcke
geeignet. Bei größeren Richtmaschinen und größeren oberen Stützrollenböcken 13 werden
diese auf seitlichen drehbaren Rollen 81 bewegt, wie in Fig. 15 dargestellt.
[0052] In Figur 16 ist das Herausbewegen bzw. Auswechseln der unteren Stützrollenböcke 15
dargestellt. Die Aufnahmevorrichtung 59 ist mittels Hubtisch 61 weiter abgesenkt worden
und auf die Systempalette 65 ist eine Schiene 83 mit Rollen 85 gesetzt worden, so
dass die unteren Stützrollenböcke 15 leicht über die Rollen 85 bewegt werden können.
[0053] Die Figur 17 ist eine Vorderansicht auf die Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung
gemäß Figur 16. Zur Führung der Stützrollenböcke 15 sind L-Schenkel 90 vorgesehen,
die an ihrem oberen Ende einen Rundstab 91 aufweisen. Dieser führt den Stützrollenbock
15 in den beiden Nuten 92 beim Herausziehen auf die Systempalette 65.
[0054] Mit der vorliegenden Erfindung können somit sowohl die oberen und unteren Richtwalzen
als auch die oberen und unteren Stützrollenböcke auf einfachste Weise aus der Richtmaschine
herausbewegt, auf eine entsprechende Aufnahmevorrichtung abgelegt und von dort wieder
auf einfache Weise durch im Wesentlichen horizontales Verschieben in die Richtmaschine
zurückbewegt werden. Aufgrund der einfach gestalteten Lagerung mittels Lagerleisten
kann nach kürzester Zeit der Zugang zu den oberen bzw. unteren Richtwalzen erfolgen
und es wird ein weiteres Demontieren von Komponenten der Richtmaschine vermieden.
Besonders vorteilhaft wird somit beim Reinigen der entsprechenden Komponenten des
Richtaggregats eine erhebliche Zeiteinsparung ermöglicht.
1. Richtmaschine (1) mit Richtwalzen-Schnellwechselsystem, mit einem oberen und einem
unteren Gehäuse (7, 3), zur Aufnahme einer Mehrzahl von oberen und unteren Richtwalzen
(9, 11), die alle oder nur teilweise angetrieben sind und zum Richten von metallischem
Material dienen,
wobei die oberen und unteren Richtwalzen (9, 11) an jedem ihrer Enden (56) gelagert
sind und die angetriebenen Richtwalzen an einem ihrer Enden mit einer Antriebswelle
(21, 23) verbunden sind, und
wobei die Antriebswellen (21, 23) über mindestens ein Verteilergetriebe (19) mittels
wenigstens eines Motors (17) antreibbar sind und die Antriebswellen (21, 23), das
wenigstens eine Verteilergetriebe (19) und der wenigstens eine Motor (17) sich auf
einer Seite der Richtmaschine (1) befinden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die oberen Richtwalzen (9) an der der Seite der Antriebswellen (21) entgegengesetzten
Seite in einer oberen vorderen Lagerleiste (25), die lösbar mit dem oberen Gehäuse
(7) verbindbar ist, jeweils mittels wenigstens eines Wälzlagers (39) drehbar gelagert
sind,
dass die unteren Richtwalzen (11) an der der Seite der Antriebswellen (23) entgegengesetzten
Seite in einer unteren vorderen Lagerleiste (27), die lösbar mit dem unteren Gehäuse
(3) verbindbar ist, jeweils mittels wenigstens eines Wälzlagers (39) drehbar gelagert
sind,
dass nach Entfernen der oberen/unteren vorderen Lagerleiste (25, 27), die oberen/unteren
Richtwalzen (9, 11) zugänglich sind und durch eine axiale Bewegung einzeln aus der
Richtmaschine herausbewegbar sind,
dass das Richtwalzen-Schnellwechselsystem zur Aufnahme der herausbewegten oberen/unteren
Richtwalzen (9, 11) eine Aufnahmevorrichtung (59) aufweist, und
dass die Aufnahmevorrichtung (59) zur Lagerung der Richtwalzen (9, 11) eine Mehrzahl von
Systemleisten (67, 68) aufweist, die quer zur Axialrichtung der Richtwalzen (9, 11)
verlaufen, und an ihrer Oberseite Einbuchtungen (77) zur Aufnahme der Richtwalzen
(9, 11) aufweisen.
2. Richtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtwalzen (9, 11) an beiden Enden (56) sowohl radial (39) als auch axial (41)
geführt sind.
3. Richtmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für jede obere Antriebswelle (21) eine Aufnahme in (47) zum Halten der oberen Antriebswelle
(21) vorgesehen ist.
4. Richtmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Verbindung zwischen unterer
Antriebswelle (23) und unterer Richtwalze (11) eine Kupplungshülse (53) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Stützeinrichtung (55) vorgesehen ist, die die Kupplungshülse (53) abstützt.
5. Richtmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (59) eine Plattform (63) aufweist, deren Höhe einstellbar
ist.
6. Richtmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (59) eine Systempalette (65) aufweist, die zur Aufnahme der
Richtwalzen (9, 11) oder von Stützrollenböcken (13, 15) dient und derart ausgebildet
ist, dass sie mittels Gabelstapler oder Kran an die Richtmaschine hin- und wieder
abtransportierbar ist.
7. Richtmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die die Systempalette (65) auf der Plattform (63) der Aufnahmevorrichtung (59) fixiert
aufsetzbar ist.
8. Richtmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (59) Räder (70) zur Bildung eines fahrbaren Wagens (69) aufweist.
9. Richtmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der weiterhin obere und untere
Stützrollenböcke (13, 15) mit jeweils einer Mehrzahl von Stützrollen (16) zum Abstützen
der zugeordneten oberen und unteren Richtwalzen (9, 11) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollenböcke (13, 15) verschiebbar und über Anschlag- bzw. Lagerleisten (25,
27, 29, 31) schwimmend an den zugeordneten Richtwalzen (9, 11) selbstzentrierend angeordnet
sind.
10. Richtmaschinen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung der Stützrollenböcke (13, 15) in Querrichtung Distanzstücke (88)
vorgesehen sind.
11. Richtmaschinen nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollenböcke (13, 15) auf die Systempaletten (65) verschiebbar sind.
12. Richtmaschinen nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollenböcke (13, 15) über gefederte Druckstücke mit Rollen gewichtsentlastend
gelagert sind.
13. Verfahren zum schnellen Wechseln von Richtwalzen (9, 11) einer Richtmaschine (1),
die ein oberes Gehäuse (7) und ein unteres Gehäuse (3) zur Aufnahme einer Mehrzahl
oberer und unterer Richtwalzen (9, 11) aufweist, die alle oder nur teilweise angetrieben
sind und zum Richten von metallischem Material dienen, wobei die oberen und unteren
Richtwalzen (9, 11) an jedem ihrer Enden gelagert sind und die angetriebenen Richtwalzen
an einer ihrer Enden mit einer Antriebswelle (21, 23) verbunden sind, wobei die Antriebswellen
(21, 23) ggf. über mindestens ein Verteilergetriebe (19) mittels wenigstens eines
Motors (17) antreibbar sind und die Antriebswellen, das wenigstens eine Verteilergetriebe
und der wenigstens eine Motor sich an einer Seite der Richtmaschine befinden,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Lösen und Entfernen einer oberen vorderen Lagerleiste (25), in der die oberen Richtwalzen
(9) jeweils mittels eines Wälzlagers (39) gelagert sind, und/oder einer unteren vorderen
Lagerleiste (27), in der die unteren Richtwalzen (11) jeweils mittels eines Wälzlagers
(39) gelagert sind, auf der der Seite der Antriebswellen entgegengesetzten Seite,
wobei die Wälzlager entweder zusammen mit der Lagerleiste oder bei Fixierung auf den
Richtwalzen mit diesen entfernt werden,
- Herausbewegen der einzelnen, frei zugänglichen Richtwalzen (9, 11) in axialer Richtung
der Richtwalzen auf die für die Richtwalzen vorgesehenen Systempaletten,
- gegebenenfalls Herausbewegen der jetzt frei zugänglichen Abstützungen auf die dafür
vorgesehenen Systempaletten,
- Reinigung der Richtwalzen und Abstützungen auf den Systempaletten,
- Hineinbewegen der gereinigten oder neuen Abstützungen und Richtwalzen in umgekehrter
Reihenfolge, und
- Aufsetzen der oberen und/oder unteren Lagerleiste und Befestigen der Lagerleiste
am oberen bzw. unteren Gehäuse der Richtmaschine.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass auch die die Richtwalzen stützenden, schwimmend angeordneten Stützrollenböcke (13,
15) manuell aus der Richtmaschine herausnehmbar und wieder einschiebbar sind.
15. Verfahren nach Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtwalzen und die Stützrollenböcke mittels angetriebener Zug-/Schubvorrichtung
herausnehmbar und wieder einschiebbar sind.
1. Straightening machine (1) with straightening roller rapid change system, having an
upper and a lower housing (7, 3) for receiving a plurality of upper and lower straightening
rollers (9, 11), all or only some of which are driven and serve for straightening
metal material,
wherein the upper and lower straightening rollers (9, 11) are mounted at each of their
ends (56) and the driven straightening rollers are connected at one of their ends
to a drive shaft (21, 23), and
wherein the drive shafts (21, 23) can be driven via at least one distribution gearbox
(19) by means of at least one motor (17) and the drive shafts (21, 23), the at least
one distribution gearbox (19) and the at least one motor (17) are situated on one
side of the straightening machine (1),
characterised in that
the upper straightening rollers (9), at the side situated opposite the side of the
drive shafts (21), are each rotatably mounted by means of at least one roller bearing
(39) in an upper, front bearing strip (25) which can be detachably connected to the
upper housing (7),
the lower straightening rollers (11), at the side situated opposite the side of the
drive shafts (23), are each rotatably mounted by means of at least one roller bearing
(39) in a lower, front bearing strip (27) which can be detachably connected to the
lower housing (3),
following removal of the upper / lower front bearing strip (25, 27) the upper / lower
straightening rollers (9, 11) are accessible and can be moved individually out of
the straightening machine by an axial movement,
the straightening roller rapid change system comprises a receiving device (59) for
receiving the upper / lower straightening rollers (9, 11) that have been moved out,
and
the receiving device (59) comprises, for the purpose of mounting the straightening
rollers (9, 11), a plurality of system strips (67, 68) which extend transversely to
the axial direction of the straightening rollers (9, 11) and comprise indentations
(77) on their upper side for receiving the straightening rollers (9, 11).
2. Straightening machine according to claim 1, characterised in that the straightening rollers (9, 11) are guided both radially (39) and axially (41)
at both ends (56).
3. Straightening machine according to claim 1 or 2, characterised in that a receiving element is provided in (47) for each upper drive shaft (21) for holding
the upper drive shaft (21).
4. Straightening machine according to one of the claims 1 to 3, wherein the connection
between the lower drive shaft (23) and the lower straightening roller (11) comprises
a coupling sleeve (53), characterised in that a support device (55) is provided which supports the coupling sleeve (53).
5. Straightening machine according to one of the claims 1 to 4, characterised in that the receiving device (59) comprises a platform (63) with an adjustable height.
6. Straightening machine according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the receiving device (59) comprises a system pallet (65), which serves to receive
the straightening rollers (9, 11) or support roller blocks (13, 15) and is designed
so that it can be transported to and away from the straightening machine by means
of a forklift truck or crane.
7. Straightening machine according to claim 6, characterised in that the system pallet (65) can be placed in a fixed manner on the platform (63) of the
receiving device (59).
8. Straightening machine according to one of the claims 1 to 7, characterised in that the receiving device (59) comprises wheels (70) for forming a movable carriage (69).
9. Straightening machine according to one of the claims 1 to 8, wherein furthermore upper
and lower support roller blocks (13, 15) are respectively provided with a plurality
of support rollers (16) for supporting the assigned upper and lower straightening
rollers (9, 11), characterised in that the support roller blocks (13, 15) are arranged in a self-centring manner on the
assigned straightening rollers (9, 11) so that they can be displaced and are floating
by means of stop and bearing strips (25, 27, 29, 31).
10. Straightening machines according to claim 9, characterised in that spacing elements (88) are provided for positioning the support roller blocks (13,
15) in transverse direction.
11. Straightening machines according to claim 9 or 10, characterised in that the support roller blocks (13, 15) can be displaced onto the system pallets (65).
12. Straightening machines according to one of the claims 9 to 11, characterised in that the support roller blocks (13, 15) are mounted via sprung pressure elements with
rollers in a weight relieving manner.
13. Method for rapid change of straightening rollers (9, 11) of a straightening machine
(1) which comprises an upper housing (7) and a lower housing (3) for receiving a plurality
of upper and lower straightening rollers (9, 11), all or only some of which are driven
and serve for straightening metal material, wherein the upper and lower straightening
rollers (9, 11) are mounted at each of their ends and the driven straightening rollers
are connected at one of their ends to a drive shaft (21, 23), wherein the drive shafts
(21, 23) can possibly be driven via at least one distribution gearbox (19) by means
of at least one motor (17) and the drive shafts, the at least one distribution gearbox
and the at least one motor are situated on one side of the straightening machine,
characterised in that the method comprises the following steps:
- releasing and removing an upper front bearing strip (25), in which the upper straightening
rollers (9) are respectively mounted by means of a roller bearing (39), and / or a
lower front bearing strip (27), in which the lower straightening rollers (11) are
respectively mounted by means of a roller bearing (39), at the side situated opposite
the side of the drive shafts, wherein the roller bearings are either removed together
with the bearing strip or upon fixing on the straightening rollers with these,
- moving out the individual, freely accessible straightening rollers (9, 11) in axial
direction of the straightening rollers onto the system pallets provided for the straightening
rollers,
- possibly moving out the now freely accessible supports onto the system pallets provided
for them,
- cleaning the straightening rollers and supports on the system pallets,
- moving in the cleaned or new supports and straightening rollers in reverse sequence,
and
- placing the upper and / or lower bearing strip and fixing the bearing strip on the
upper or lower housing of the straightening machine.
14. Method according to claim 13, characterised in that the support roller blocks (13, 15) arranged floating and supporting the straightening
rollers can also be manually removed from and reintroduced into the straightening
machine.
15. Method according to claim 13 or 14, characterised in that the straightening rollers and the support roller blocks can be removed and reintroduced
by means of a driven pulling / pushing device.
1. Machine à dresser (1) comprenant un système de changement rapide de cylindres dresseurs,
un carter supérieur et un carter inférieur (7, 3) pour loger une pluralité de cylindres
dresseurs supérieurs et inférieurs (9, 11), qui sont tous entraînés ou ne sont entraînés
qu'en partie et servent à dresser du matériau métallique,
les cylindres dresseurs supérieurs et inférieurs (9, 11) étant supportés à chacune
de leurs extrémités (56) et les cylindres dresseurs entraînés étant assemblés à l'une
de leurs extrémités avec un arbre moteur (21, 23), et
les arbres moteurs (21, 23) étant entraînables au moyen d'au moins un moteur (17)
par l'intermédiaire d'au moins une transmission de prise de force (19), et les arbres
moteurs (21, 23), la au moins une transmission de prise de force (19) et le au moins
un moteur (17), se situant sur un côté de la machine à dresser (1),
caractérisée en ce que
les cylindres dresseurs supérieurs (9) sont montés chacun tournant au moyen d'au moins
un palier à roulement (39), sur le côté opposé au côté des arbres moteurs (21), dans
une barre support avant (25) supérieure, qui peut être assemblée de façon amovible
avec le carter supérieur (7),
les cylindres dresseurs inférieurs (11) sont montés chacun tournant au moyen d'au
moins un palier à roulement (39), sur le côté opposé au côté des arbres moteurs (23),
dans une barre support avant (27) inférieure, qui peut être assemblée de façon amovible
avec le carter inférieur (3), les cylindres dresseurs supérieurs/inférieurs (9, 11)
sont accessibles après le retrait de la barre support supérieure/inférieure (25, 27)
et peuvent être sortis individuellement de la machine à dresser par un déplacement
axial,
le système de changement rapide des cylindres dresseurs présente un dispositif de
réception (59) pour recevoir les cylindres dresseurs supérieurs/inférieurs (9, 11)
sortis de la machine, et
le dispositif de réception (59) présente pour le support des cylindres dresseurs (9,
11) une pluralité de barres de système (67, 68), qui s'étendent transversalement à
la direction axiale des cylindres dresseurs (9, 11) et présentent sur leur côté supérieur
des creux (77) pour recevoir les cylindres dresseurs (9, 11).
2. Machine à dresser suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les cylindres dresseurs (9, 11) sont guidés aux deux extrémités (56) aussi bien dans
la direction radiale (39) que dans la direction axiale (41).
3. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisée en ce qu'un logement est prévu en (47) pour le maintien de chaque arbre moteur supérieur (21).
4. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle l'assemblage
entre l'arbre moteur inférieur (23) et le cylindre dresseur inférieur (11) présente
un manchon d'accouplement (53), caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif d'appui (55) qui supporte le manchon d'accouplement (53).
5. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le dispositif de réception (59) présente une plate-forme (63), dont la hauteur est
réglable.
6. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le dispositif de réception (59) présente une palette de système (65), qui sert à
recevoir les cylindres dresseurs (9, 11) ou des supports à rouleaux d'appui (13, 15)
et est configurée de telle sorte qu'elle est transportable en va-et-vient sur la machine
à dresser au moyen d'un gerbeur à fourche ou d'une grue.
7. Machine à dresser suivant la revendications 6, caractérisée en ce que la palette de système (65) peut être fixée sur la plate-forme (63) du dispositif
de réception (59).
8. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le dispositif de réception (59) présente des roues (70) pour former un chariot mobile
(69).
9. Machine à dresser suivant l'une des revendications 1 à 8, dans laquelle sont prévus
en outre des supports à rouleaux d'appui supérieurs et inférieurs (13, 15) avec chacun
une pluralité de rouleaux d'appui (16) pour supporter les cylindres dresseurs supérieurs
et inférieurs (9, 11) associés, caractérisée en ce que les supports à rouleaux d'appui (13, 15) ont une disposition mobile et à centrage
automatique flottante sur les cylindres dresseurs (9, 11) associés par l'intermédiaire
de barres de butée ou support (25, 27, 29, 31).
10. Machine à dresser suivant la revendication 9, caractérisée en ce que des pièces d'écartement (88) sont prévues dans la direction transversale pour le
positionnement des supports à rouleaux d'appui (13, 15).
11. Machine à dresser suivant l'une des revendications 9 et 10, caractérisée en ce que les supports à rouleaux d'appui (13, 15) sont mobiles sur les palettes de système
(65).
12. Machine à dresser suivant l'une des revendications 9 à 11, caractérisée en ce que les supports à rouleaux d'appui (13, 15) sont montés en décharge de poids avec des
rouleaux par l'intermédiaire de pièces de pression à ressort.
13. Procédé de changement rapide de cylindres dresseurs (9, 11) d'une machine à dresser
(1), comportant un carter supérieur (7) et un carter inférieur (3) pour loger une
pluralité de cylindres dresseurs supérieurs et inférieurs (9, 11), qui sont tous entraînés
ou ne sont entraînés qu'en partie et servent à dresser du matériau métallique, les
cylindres dresseurs supérieurs et inférieurs (9, 11) étant supportés à chacune de
leurs extrémités et les cylindres dresseurs entraînés étant assemblés avec un arbre
moteur (21, 23) à l'une de leurs extrémités, les arbres moteurs (21, 23) étant entraînables
au moyen d'au moins un moteur (17), éventuellement par l'intermédiaire d'au moins
une transmission de prise de force (19), et les arbres moteurs, la au moins une transmission
de prise de force et le au moins un moteur se situant sur un côté de la machine à
dresser,
caractérisé en ce que le procédé comprend les étapes suivantes :
- déblocage et retrait d'une barre support avant (25) supérieure, dans laquelle les
cylindres dresseurs supérieurs (9) sont montés chacun au moyen d'un palier à roulement
(39), et/ou d'une barre support avant (27) inférieure, dans laquelle les cylindres
dresseurs inférieurs (11) sont montés chacun au moyen d'un palier à roulement (39),
sur le côté opposé au côté des arbres moteurs, les paliers à roulement étant retirés,
soit avec la barre support, soit avec les cylindres dresseurs en cas de fixation sur
les cylindres dresseurs,
- sortie des cylindres dresseurs (9, 11) individuels, librement accessibles, dans
la direction axiale des cylindres dresseurs sur les palettes de système prévues pour
ces derniers,
- sortie éventuelle des supports, désormais librement accessibles, sur les palettes
de système prévues à cet effet,
- nettoyage des cylindres dresseurs et des supports sur les palettes de système,
- rentrée des supports et cylindres dresseurs, nettoyés ou neufs, dans l'ordre inverse,
et
- mise en place de la barre support supérieure et/ou inférieure et fixation de la
barre support sur le carter supérieur ou inférieur de la machine à dresser.
14. Procédé suivant la revendication 13, caractérisé en ce que les supports à rouleaux d'appui (13, 15), disposés flottants en appui des cylindres
dresseurs, peuvent être également retirés manuellement de la machine à dresser et
réinsérés dans cette dernière.
15. Procédé suivant l'une des revendications 13 et 14, caractérisé en ce que les cylindres dresseurs et les supports à rouleaux d'appui peuvent être retirés et
réinsérés au moyen d'un dispositif de traction/poussée entraîné.
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