[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere zur schlagenden Bearbeitung, wie z.
B. zur Nachbearbeitung von metallischen Oberflächen bei geschweißten Strukturen, zum
Abtragen oder Durchdringen von Oberflächen von Werkstücken etc., wobei unter Werkstücken
in weitem Sinne auch eine Bodenfläche oder ein Gebäudeteil verstanden sein können.
[0002] Zur Nachbearbeitung von Schweißnähten ist unter der Bezeichnung UIT (UItrasonic Impact
Treatment) eine Vorrichtung bekannt, bei welcher ein Ultraschallregler auf einen oder
mehrere zwischen dem Erreger und der Werkstückoberfläche beweglich geführte Stifte
einwirkt. Die Vorrichtung wird manuell entlang der Schweißnähte bewegt. Verfahren
und Vorrichtungen sind z. B. in
US 6171415,
US6289736,
US 6338765 oder
US 6458225 beschrieben. Durch die Nachbearbeitung von Schweißnähten mit einer derartigen Vorrichtung
kann die Festigkeit der Schweißnähte erheblich verbessert werden. Die Vorrichtung
ist aber unhandlich und teuer.
[0003] Aus der
US 2004/0123732 A1, die den Oberbegriff des Patentanspruchs 1 offenbart, ist ein pneumatischer Aktuator
bekannt. Der Aktuator weist ein Außengehäuse und einen innerhalb des äußeren Gehäuses
montierten typischerweise pneumatischen Fluidmuskel auf, wobei ein ringförmiger Raum
zwischen dem Fluidmuskel und dem äußeren Gehäuse definiert wird. Fluidanschlüsse,
d.h. in der Regel Luftöffnungen, sind vorhanden, um den Fluidmuskel und den ringförmigen
Raum auf einen Druck über dem Umgebungsdruck zu setzen, wodurch der Fluidmuskel eine
Betätigungsbewegung erzeugen kann, in dem Druck aus dem ringförmigen Raum frei gegeben
wird.
[0004] Die
DE 3402010 A1 beschreibt ein Arbeitsgerät, das die Arbeit des Entfernens von Rost von Eisenplatten
und anderen Eisenstrukturen wesentlich erleichtern sollte. Rost wird mit Hilfe von
einigen kleinen Hämmern entfernt, die parallel geführt sind und die Klopf gegen die
Oberfläche, von welcher Rost entfernt werden soll. Die kleinen Hämmer werden mittels
eines Elektromotors angetrieben, der entweder in das Arbeitsgerät integriert ist oder
aber in einem anderen Arbeitsgerät befindet, beispielsweise eine elektrische Handbohrmaschine,
an welches das Gerät die kleinen Hämmer enthaltenden befestigt ist. Das Arbeitsgerät
enthält zweckmäßigerweise eine motorisch angetriebene Steuerrolle, die periodisch
verschiebt abwechselnd die kleinen Hämmer oder den jeweiligen Führungsstangen mit
ihnen verbunden sind, entgegen der Kraft einer Feder, aber dann gibt sie, so dass
die kleinen Hämmer durch die Kraft gedrückt werden, diese Feder gegen die Oberfläche,
von welcher Rost entfernt werden soll. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere
zur schlagenden Bearbeitung von Werkstückoberflächen anzugeben. Die erfindunggemäße
Lösung ist in Anspruch 1 angegeben. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
[0005] Der Einsatz eines Aktuators mit einem mit Druckluft beaufschlagbaren, langgestreckten
Hohlkörper, welcher zwischen zwei in seiner Längsrichtung beabstandeten Endkörpern
seitlich durch die schlauchförmige flexible Membran abgeschlossen ist und bei Zufuhr
von Druckluft in den Hohlraum unter seitlicher Aufweitung der Membran den gegenseitigen
Abstand der beiden Endkörper verkürzt, in der Antriebseinrichtung erweist sich unter
verschiedenen Aspekten als sehr vorteilhaft. Derartige Aktuatoren sind an sich bekannt
und z. B. als sogenannte "Fluidic Muscles" von der Firma Festo erhältlich. Das Funktionsprinzip
ist auch als Membrankontraktion bezeichnet.
[0006] Ein derartiger Aktuator ist kostengünstig erhältlich und durch den Betrieb mit Druckluft
günstig betreibbar und über gebräuchliche Ventilanordnungen einfach ansteuerbar. Der
Aktuator ist insbesondere bei kleinen Hüben einer oszillierenden Bewegung vorteilhaft
durch hohe erreichbare Frequenzen und weitgehende Verschleißfreiheit bei gleichzeitig
hoher Aktuatorkraft. Insbesondere bei der schlagenden Bearbeitung ist von besonderem
Vorteil, dass der Aktuator wegen der Flexibilität der Membran und der Kompressibilität
von Luft als Fluid die schlagartige Verzögerung beim Aufschlagen auf das Werkstück
oder ein bewegliches Schlagwerkzeug oder die Beschleunigung bei Rückschlag eines Schlagwerkzeugs
ohne Schäden dauerhaft übersteht.
[0007] Die langgestreckte Form des Aktuators erweist sich als vorteilhaft dahingehend, dass
bei bevorzugter Anordnung der durch den Aktuator beaufschlagten Werkzeuganordnung
diese vorteilhafterweise in Längsrichtung des Aktuators gegen diesen versetzt angeordnet
sein kann und sich dadurch dem Werkstück zugewandt eine schlanke Bauform der Vorrichtung
ergibt, durch welche auch Flächen in Winkeln in der Regel gut erreichbar sind. In
vorteilhafter Ausführung kann eine Griffposition für die Hand eines Benutzers an einer
den Aktuator umgebenden umgreifbaren Gehäusewand der Vorrichtung gegeben sein.
[0008] Durch Betrieb mit Druckluft als Antriebsmedium ergibt sich zum einen ein geringes
Gewicht der Vorrichtung, so dass diese vorteilhaft als im Betrieb handgehaltene Vorrichtung
ausgeführt sein kann. Zum anderen kann die aus dem Aktuator abgeleitete Druckluft
problemlos in die Umgebung abgegeben und in vorteilhafter Ausführung zu der Werkzeuganordnung
und der in Bearbeitung befindlichen Werkstückoberfläche als Kühlmedium umgeleitet
werden. In vorteilhafter Ausführung kann alternativ oder vorzugsweise zusätzlich zu
diesem Abluftstrom Druckluft als Kühlmedium unter Umgehung des Aktuators zu Werkzeuganordnung
und Werkstückoberfläche geleitet sein. Durch den Betrieb mit Druckluft entfallen vorteilhafterweise
zusätzliche Maßnahmen zur Kühlung.
[0009] Zur Übertragung der durch den Aktuator erzeugten Antriebskraft auf die Werkzeuganordnung
ist vorteilhafterweise einer der beiden Endkörper an einem Gehäuse-Grundkörper der
Vorrichtung befestigt und der andere Endkörper relativ zu dem Gehäuse-Grundkörper
beweglich.
[0010] Die Werkzeuganordnung enthält wenigstens ein durch den Aktuator, insbesondere dessen
relativ zu dem Gehäuse der Vorrichtung beweglichen Endkörper angetriebenes, relativ
zu einem Gehäuse-Grundkörper bewegliches Werkzeugteil. In vorteilhafter Ausführung
enthält die Werkzeuganordnung zusätzlich wenigstens ein bezüglich des Gehäuses feststehendes
Teil, welches vorteilhafterweise zum Austausch eines Werkzeugs lösbar mit dem Gehäuse-Grundkörper
verbunden ist und/oder welches vorteilhafterweise eine Führung für wenigstens einen
Arbeitskörper bilden kann, der in einem dem Werkstück zugewandten Werkzeugkopf beweglich
geführt ist und auf die Oberfläche eines Werkstücks einwirkt. Der wenigstens eine
Arbeitskörper kann mit dem von dem Aktuator angetriebenen Teil einteilig ausgeführt
oder mit diesem in fester Bewegungskopplung verbunden sein. In besonders vorteilhafter
Ausführung sind ein oder vorzugsweise mehrere Arbeitskörper relativ zu dem Gehäuse-Grundkörper
und relativ zu dem angetriebenen Teil beweglich gelagert und auf ihren dem Werkstück
abgewandten Flächen durch das angetriebene Teil beaufschlagt. Ein Arbeitskörper ist
vorteilhafterweise im wesentlichen stabförmig und wirkt mit der dem Werkstück zugewandten
Stirnfläche auf das Werkstück, insbesondere die Werkstückoberfläche schlagend ein.
Mehrere stabförmige Arbeitskörper können vorteilhafterweise in einer Reihe nebeneinander
angeordnet sein.
[0011] Die Vorrichtung ist allgemein von Vorteil, insbesondere zur Erzeugung einer schlagenden
Bearbeitung eines Werkstücks, insbesondere einer Werkstückoberfläche, wobei das angetriebene
Teil des Werkzeugs direkt oder vorzugsweise über wenigstens einen beweglichen Arbeitskörper
auf die Werkstückoberfläche einwirkt. Das angetriebene Teil der Vorrichtung schlägt
dann bei der letztgenannten Ausführungsart auf die dem Werkstück abgewandten Fläche
des Arbeitskörpers und der Arbeitskörper schlägt mit einer dem Werkstück zugewandten
Flächen auf das Werkstück, insbesondere die Werkstückoberfläche. Im letztgenannten
bevorzugten Fall ist im Betrieb der Vorrichtung vorteilhafterweise der Abstand der
schlagenden Fläche des angetriebenen Teils von der Werkstückoberfläche größer als
die Länge der beweglichen Arbeitskörpers, so dass dieser in seiner Bewegungsrichtung
zwischen der Werkstückoberfläche und dem angetriebenen Teil hin und her fliegt, wobei
der Arbeitskörper in einer Führung geführt beweglich ist. Für die Führung des Arbeitskörpers
können an sich bekannte Lösungen, insbesondere auch aus dem eingangs genannten UIT-Verfahren
bekannte Lösungen eingesetzt sein. Der Arbeitskörper kann auch an wenigstens einer
Membran aufgehängt und quer zu seiner Bewegungsrichtung abgestützt sein. Mehrere Arbeitskörper
sind vorzugsweise unabhängig voneinander beweglich geführt.
[0012] Die Vorrichtung kann insbesondere auch vorteilhaft dafür eingesetzt sein, ein Werkzeugteil
in ein Werkstück einzutreiben, wobei als Werkstück dabei auch eine Wand oder eine
Bodenfläche sein kann. Solche Werkzeuge sind insbesondere als motorisch betriebene
handgehaltene Meißel oder Hämmer einsetzbar, insbesondere in der Bautechnik. In anderer
besonders vorteilhafter Anwendung ist die Vorrichtung ein Gerät oder ein Teil desselben
zur Bearbeitung metallischer Oberflächen, insbesondere zur Nachbearbeitung an oder
um geschweißte Strukturen, wie insbesondere Schweißnähte, um deren Festigkeit in oberflächennahen
Bereichen zu verbessern.
[0013] Die Bewegungsrichtung der Arbeitskörper verläuft vorteilhafterweise im wesentlichen
in in Richtung der Bewegungsrichtung des angetriebenen Elements, kann dabei aber auch
gegen diese geneigt sein, wobei die Richtungsabweichung vorteilhafterweise nicht mehr
als 30° beträgt.
[0014] Eine Ventileinrichtung zur gesteuerten Zuführung von Druckluft in den Hohlraum des
Aktuators und vorzugsweise auch zur gesteuerten Abfuhr von Luft aus dem Hohlraum enthält
vorteilhafterweise ein oder mehrere elektrisch steuerbare Ventile. Die Ventile sind
in bevorzugter Ausführung als 2-Wege-Umschaltventile ausgeführt, welche mit einer
veränderlich vorgebbaren Taktfrequenz periodisch umgeschaltet werden und in einem
ersten Schaltzustand für eine erste Schaltdauer (Einschaltzeit) Druckluft aus einer
Druckluftquelle in den Hohlraum des Aktuators einleiten und in einem zweiten Schaltzustand
für eine zweite Schaltdauer (Aussschaltzeit) Luft aus dem Hohlraum ableiten. Das Tastverhältnis
zwischen erster und zweiter Schaltdauer ist veränderbar. Mit der Variation des Tastverhältnisses
kann der zeitlich gemittelte Druck im Hohlraum und damit ein Arbeitspunkt des Aktuators
veränderlich eingestellt werden. Eine solche Arbeitspunkteinstellung ist auch bei
anderer Ausführung der Ventile und/oder Variation nur einer Schaltdauer möglich. Als
Arbeitspunkt sei dabei beispielsweise eine über mehrere Taktperioden gemittelte Auslenkung
des beweglichen Endkörpers oder eines mit diesem bewegungsgekoppelten Teils gegen
eine Ruheposition bei ausgeschaltener Antriebseinrichtung oder eine vergleichbare
gemittelte Größe verstanden. Vorteilhafterweise ist an der Vorrichtung ein durch den
Benutzer betätigbares Stellelement vorgesehen, mittels dessen eine Veränderung des
Arbeitspunktes über die Veränderung wenigstens einer Schaltdauer möglich ist. In anderer
Ausführung kann ein solches Stellelement auch einen Strömungswiderstand für die zugeführte
und/oder abgeleitete Druckluft beeinflussen. Zusätzlich ist auch die Taktfrequenz
veränderlich einstellbar. Ein Arbeitspunkt ist ferner vom Druck der Druckluftquelle
bzw. am Eingang der Ventilanordnung abhängig und durch dessen Veränderung einstellbar.
In vorteilhafter Ausführung kann vorgesehen sein, dass der Aktuator auch nur für einen
einzelnen Takt, also insbesondere einen einzelnen Schlag betätigbar ist, wofür vorteilhafterweise
ein gesondertes oder auf gesonderte Weise betätigbares Bedienelement vorhanden sein
kann
[0015] Das Gehäuse der Vorrichtung weist vorteilhafterweise einen Gehäuse-Grundkörper und
ein relativ zu diesem in Richtung auf das Werkstück zu in begrenztem Umfang verschiebbares
zweites Gehäuseteil auf, wobei die Antriebseinrichtung mit dem Gehäuse-Grundkörper
verbunden ist und das zweite Teil bei einer bevorzugt handgehalten betreibbaren Vorrichtung
wenigstens eine Griffposition für eine Benutzerhand aufweist und das zweite Gehäuseteil
aus einer Ruheposition entgegen einer Rückstellkraft, insbesondere einer Federkraft
relativ zu dem Gehäuse-Grundkörper in Richtung des Werkstücks in eine Arbeitsposition
verschiebbar ist. Hierdurch ist eine gute manuelle Vorgabe einer Andrückkraft der
Vorrichtung in Richtung des Werkstücks möglich und vorteilhafterweise über eine solche
Andrückkraft ein weiterer Parameter zur Beeinflussung des Bearbeitungsergebnisses
gegeben. Bei Anordnung der Vorrichtung in einer Maschine kann anstelle der wenigstens
einen Griffposition wenigstens eine Position für eine Befestigung in der Maschine
vorgesehen sein.
[0016] Die Verschiebung zwischen der Ruheposition und der Arbeitsposition ist vorteilhafterweise
in beide Richtungen durch Anschläge begrenzt. Die Verschiebung aus der Ruheposition
in die Arbeitsposition und/oder die dabei aufgewandte Kraft kann in einer Weiterbildung
zur Ableitung eines Betriebssignals für die Vorrichtung ausgewertet werden, indem
z. B. ein Betrieb nur möglich ist, wenn eine Mindestverschiebung oder eine Mindestkraft
vorliegt und/oder wenn eine Maximalkraft nicht überschritten wird. Hierfür können
z. B. ein Wegsensor oder Kraftsensor oder Endschalter mit der Steuereinrichtung in
Verbindung stehen.
[0017] Bei einer Ausführung, bei welcher der dem Werkstück zugewandte Endkörper des Aktuators
fest mit dem Gehäuse-Grundkörper verbunden und der dem Werkstück abgewandte Endkörper
relativ zum Gehäuse-Grundkörper beweglich ist, ist vorteilhafterweise ein innerhalb
des Hohlraums oder seitlich der flexiblen Membran von dem beweglichen Endkörper in
Richtung der Werkstückoberfläche durchgehendes Schubelement vorgesehen, welches die
Bewegung des beweglichen Endkörpers in eine Arbeitsbewegung der Werkzeuganordnung,
insbesondere wenigstens eines Arbeitskörpers der Werkzeuganordnung umsetzt. Die Richtung
der Antriebskraft des Aktuators ist auf das Werkstück zu gerichtet. Vorzugsweise ist
das Schubelement durch den Hohlraum und durch den ortsfesten Endkörper hindurch geführt.
[0018] Eine Gegenbewegung des beweglichen Endkörpers und des Schubelements in Richtung von
dem Werkstück weg nach Wegfall oder Verminderung der Arbeitskraft des Aktuators kann
durch die elastische Verformung der flexiblen Membran, durch die Reaktionskraft auf
die Andrückkraft der Vorrichtung und/oder vorzugsweise überwiegend durch die Federkraft
einer Feder, welche bei der durch die Antriebskraft bewirkten Bewegung gespannt wird,
erfolgen. Die Feder kann insbesondere auch innerhalb des Hohlraums angeordnet sein.
[0019] In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Antriebskraft eines Aktuators
die Werkzeuganordnung oder einen beweglichen Teil der Werkzeuganordnung in einem ersten
Bewegungsabschnitt entgegen der Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung von dem Werkstück
weg bewegt, wobei eine solche Bewegung entgegen einer Federkraft einer Federanordnung
erfolgt. Die Federanordnung kann vorteilhafterweise zu Beginn des ersten Bewegungsabschnitts
bereits vorgespannt sein. Am Ende des ersten Bewegungsabschnitts wird die Antriebskraft
verringert oder vorzugsweise vollständig ausgeschaltet und das bewegliche Teil der
Werkzeuganordnung wird unter dem Einfluss der Federkraft in einem zweiten Bewegungsabschnitt
in Richtung der Werkstückoberfläche bewegt. Die Bewegung des beweglichen Teils der
Werkzeuganordnung kann in vorteilhafter Ausführung in dem zweiten Bewegungsabschnitt
schneller erfolgen als in dem ersten Bewegungsabschnitt, wodurch die Schlagkraft einer
am Ende des zweiten Bewegungsabschnitts stattfindenden Schlageinwirkung der Werkzeuganordnung
auf ein Werkstück stärker sein kann als bei direkter Einwirkung der Antriebskraft
des Aktuators auf die Werkzeuganordnung in Richtung des Werkstücks.
[0020] Die Federanordnung enthält vorteilhafterweise wenigstens eine Tellerfeder (einschließlich
Sonderbauformen, Membranfeder o. ä.), welche bei einfachem Aufbau eine besonders hohe
Federkonstante aufweisen kann und dadurch bei geringem Bewegungshub hohe Beschleunigungen
des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung bewirken kann. Die Tellerfeder ist vorteilhafterweise
mit ihrem äußeren Rand in dem Gehäuse-Grundkörper der Vorrichtung festgelegt und mit
dem Rand ihrer zentralen Öffnung mit dem beweglichen Teil der Werkzeuganordnung verbunden.
Hierdurch ist zugleich das bewegliche Teil der Werkzeuganordnung an der Verbindungsstelle
mit der Tellerfeder quer zur Bewegungsrichtung zentriert. Vorteilhafterweise sind
wenigstens zwei Tellerfedern in Bewegungsrichtung voneinander beabstandet vorgesehen,
wobei der Abstand vorzugsweise wenigstens gleich dem Außenradius der Tellerfedern
ist. Mit zwei in Bewegungsrichtung beabstandeten Tellerfedern ergibt sich auf besonders
einfache und vorteilhafte Weise eine Führung des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung
quer zu dessen Bewegungsrichtung.
[0021] In anderer vorteilhafter Ausführung kann eine Feder auch durch eine pneumatische
Feder als ein veränderlicher gasgefüllter Hohlraum ausgebildet sein, wobei vorteilhafterweise
die Federeigenschaften verstellbar sind, insbesondere auch veränderbares Einstellen
des Drucks in der pneumatischen Feder. Eine solche pneumatische Feder kann insbesondere
auch durch einen weiteren Schlauchkontraktions-Aktuator gegeben sein.
[0022] Eine vorzugsweise elektronische Steuereinrichtung steuert den Aktuator der Antriebseinrichtung
zeitveränderlich an und variiert dadurch dessen Antriebskraft, wobei eine solche Variation
vorzugsweise durch Umschalten zwischen wenigstens zwei, vorzugsweise genau zwei Betriebszuständen
erfolgt. Insbesondere vorteilhaft ist das Ausschalten zwischen Einschaltzustand und
Ausschaltzustand des Aktuators, z. B. bei einem elektrisch betriebenen Aktuator das
An- und Abschalten einer Strom- oder Spannungsquelle oder bei einem pneumatischen
Aktuator das Öffnen und Schließen eines Eingangsventils, über welches Druckluft von
einer Druckluftquelle zuführbar ist, vorzugsweise mit dem Schließen und Öffnen eines
Ausgangsventils, über welches Druckluft aus dem Hohlraum des Aktuators abgeleitet
wird, im Gegentakt zu dem Eingangsventil. Eingangsventil und Ausgangsventil sind vorteilhafterweise
in einem Umschaltventil vereinigt. Zur Verringerung des Strömungswiderstands in den
Ventilen kann vorteilhafterweise die Parallelschaltung mehrerer Ventile vorgesehen
sein.
[0023] Die Steuereinrichtung kann sowohl bei der Vorrichtung, insbesondere in deren Gehäuse
integriert angeordnet sein als auch bei einer über eine vorzugsweise flexible Druckluftleitung
mit der Vorrichtung verbundenen Druckluftquelle angeordnet oder auf Druckluftquelle
und Vorrichtung verfüllt sein. Elektrische Versorgungs- oder Steuerleitungen können
vorteilhaft in eine flexible Druckluftleitung integriert sein. Vorzugsweise ist die
Steuereinrichtung programmierbar und/oder enthält die Steuereinrichtung einen Programmspeicher
mit wenigstens einem, vorzugsweise mehreren wählbar gespeicherten Betriebsprogrammen.
[0024] Die Vorrichtung kann mit einzeln auslösbaren Bewegungen betrieben sein, welche durch
den Benutzer über ein Bedienelement auslösbar sind. Die Vorrichtung weist eine Steuervorrichtung
auf, die für einen getakteten Betrieb mit fortlaufend zyklisch aufeinander folgenden
Bewegungen durch fortwährende Umschaltung der Ventilanordnung zwischen einem Einschaltzustand
und einem Ausschaltzustand durch die Steuereinrichtung vorgesehen ist. Im Bereich
der jeweiligen Handgriffe bzw. Griffpositionen können Bedienelemente zum Einschalten
und Ausschalten, insbesondere federbelastete, ggf. arretierbare elektrische oder pneumatische
Schalter vorgesehen sein.
[0025] Die Umschaltung erfolgt zyklisch mit einer typischerweise von der Größe und Anwendung
des Arbeitsgeräts abhängenden Taktfrequenz, welche z. B. für ein Gerät zur Nachbearbeitung
von Schweißnähten vorteilhafterweise wenigstens 30 Hz, vorzugsweise wenigstens 50
Hz, insbesondere wenigstens 100 Hz, für ein Meißelgerät vorteilhafterweise wenigstens
10 Hz, insbesondere wenigstens 20 Hz, vorzugsweise wenigstens 40 Hz beträgt, wobei
die Teiltakte von Einschaltzeit und Ausschaltzeit unterschiedlich lang sein können
und Einschaltzeit und/oder Ausschaltzeit veränderlich einstellbar sind. Die Taktfrequenz
ist vorteilhafterweise so hoch oder die Ausschaltzeit so kurz, dass die Werkzeuganordnung
während der Ausschaltzeit nicht in ihre Ruhelage zurückkehrt. Vorteilhafterweise ist
auch die Einschaltzeit so begrenzt, dass die Werkzeuganordnung eine zulässige Maximalauslenkung
aus der Ruheposition, die auch durch einen Anschlag begrenzt sein kann, nicht überschreitet.
Vorzugsweise stellt sich im Taktbetrieb eine oszillierende Bewegung der Werkzeuganordnung
zwischen zwei gegenüber einer Ruhestellung unterschiedlich stark ausgelenkten Umkehrstellungen
ein.
[0026] Die Vorrichtung mit der Bewegung des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung unter
Einwirkung der Antriebskraft entgegen der Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung unter
Anspannung einer Federanordnung und die Bereitstellung der Kraft für die Bewegung
in Arbeitsrichtung durch die Federanordnung ist mit verschiedenen Arten von Antriebseinrichtungen,
insbesondere auch magnetischen Aktuatoren vorteilhaft realisierbar. Die Vorrichtung
ist besonders vorteilhaft mit dem beschriebenen und als Fluidic Muscle bekannten Druckluft-Aktuator,
wobei sich ein besonders vorteilhafter Aufbau mit zwischen dem Aktuator und dem Werkstück
angeordneter Federanordnung ergibt. Die Verwendung von Tellerfedern korrespondiert
besonders vorteilhaft mit der Eigenschaft eines solchen Aktuators, bei kleinen Bewegungshüben
eine besonders hohe Antriebskraft je Druckdifferenz ausüben zu können. Ein kleiner
Bewegungshub ist wiederum vorteilhaft vereinbar mit kurzen Zeitdauern des ersten und
des zweiten Bewegungsabschnitts, so dass eine kurze Zyklusdauer von erstem und zweitem
Bewegungsabschnitt gegeben ist und eine hohe Taktfrequenz möglich ist. Der Bewegungshub
im zyklischen Taktbetrieb mit einer Taktfrequenz von wenigstens 30 Hz, insbesondere
wenigstens 50 Hz, vorzugsweise wenigstens 100 Hz liegt vorteilhafterweise bei weniger
als 1 mm. Die Vorrichtung liegt dabei vorteilhafterweise nur leicht vibrierend relativ
ruhig in der Hand.
[0027] Bei einer Umschaltung der Antriebseinrichtung mit dem beschriebenen Druckluft-Aktuator
wird während der Einschaltzeit bei geöffnetem Eingangsventil Druckluft aus einer Druckluftquelle
in den Hohlraum des Aktuators geleitet und dieser zieht sich unter Aufbringen der
mit Einströmen von Druckluft zunehmenden Antriebskraft und gleichzeitiger seitlicher
Aufweitung in Längsrichtung zusammen und verstärkt die Spannung der Federanordnung.
Das Maß der Verkürzung des Aktuators in Längsrichtung hängt u. a. von der Dauer der
Einschaltzeit und von der Situation zu Beginn der Einschaltzeit und vom Druck aus
der Druckluftquelle ab. Während der anschließenden Ausschaltzeit strömt Druckluft
aus dem Hohlraum des Aktuators und der Aktuator streckt sich wieder in Längsrichtung,
insbesondere unter dem Einfluss der Federkraft, wobei die Haltekraft des Aktuators
mit Ausströmen von Druckluft aus dem Hohlraum des Aktuators abnimmt. Die Strömungsraten
beim Einströmen und Ausströmen von Druckluft sind zeitlich nicht konstant und es stellt
sich vorteilhafterweise ein Gleichgewichtszustand als Arbeitspunkt ein, welcher u.
a. über die Veränderung von Einschaltzeit und/oder Ausschaltzeit und/oder Taktfrequenz
durch den Benutzer veränderbar ist. Bei Verwendung einer Ventilanordnung, welche neben
einer Einschaltstellung und einer Ausschaltstellung auch eine Sperrstellung besitzt,
in welchem der Zustand des mit Druckluft gefüllten Aktuators für eine Haltedauer erhalten
bleibt, ergeben sich erweiterte Steuerungsmöglichkeiten. Eine 2-Wege-Umschaltung ist
wegen des besonders einfachen Aufbaus der steuerbaren Umschalt-Ventile vorteilhaft.
[0028] Die Erfindung ist besonders vorteilhaft als Werkzeug mit schlagender Arbeitsbewegung
der Werkzeuganordnung, insbesondere als handhaltbare Vorrichtung zur Bearbeitung metallischer
Werkstückoberflächen zur Nachbearbeitung von geschweißten Strukturen oder als bautechnisches
Hammer- oder Meißelgerät.
[0029] Die Erfindung ist nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch eingehend
veranschaulicht. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen bei der Erfindung eingesetzten Aktuator,
- Fig. 2
- eine Vorrichtung mit in Arbeitsrichtung wirkendem Aktuator,
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 2 in Arbeitsposition,
- Fig. 4
- eine Werkzeuganordnung mit bewegbaren Arbeitskörpern,
- Fig. 5
- einen Werkzeugkopf zu Fig. 4 in Schrägansicht,
- Fig. 6
- einen Werkzeuganordnung mit schräg geführten Arbeitskörpern,
- Fig. 7
- einen Werkzeugkopf zu Fig. 6,
- Fig. 8
- einen weiteren Werkzeugkopf mit schräg geführten Arbeitskörpern ,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch eine Vorrichtung mit Tellerfederanordnung,
- Fig. 10
- eine Schrägansicht von Teilen der Vorrichtung nach Fig. 8,
- Fig. 11
- eine Darstellung einer Vorrichtung mit verschiebbarem Griffteil,
- Fig. 12
- eine Ausführungsform mit quer abstehendem Griff,
- Fig. 13
- eine Vorrichtung mit anderer Position einer Federanordnung,
- Fig. 14
- einen vergrößerten Ausschnitt A aus Fig. 13,
- Fig. 15
- ein Gerät nach Art eines Presslufthammers,
- Fig. 16
- einen Längsschnitt durch das Gerät nach Fig. 15,
- Fig. 17
- eine Darstellung einer getakteten oszillierenden Bewegung.
[0030] Die in Fig. 4 bis 16 beschriebenen Ausführungsbeispiele sind dabei in Kombination
mit der in den Fig. 1 bis 3 und 17 beschriebenen Erfindung realisierbar.
[0031] Fig. 1 zeigt in geschnittener Ansicht einen pneumatischen Aktuator, bei welchem ein
Hohlraum RH zwischen zwei in einer Längsrichtung LR beabstandeten Endkörpern E1, E2
seitlich durch eine flexible Membran ME abgeschlossen ist. Die flexible Membran ist
typischerweise schlauchförmig und in beiden Endkörpern verankert, beispielsweise geklemmt.
Die Verankerung ist in Fig. 1 angedeutet, in den folgenden Figuren der Übersichtlichkeit
halber weg gelassen und durch eine vereinfachte Darstellung des Aktuators ersetzt.
Die beiden Endkörper weisen typischerweise jeweils Befestigungsstrukturen BS1, BS2
auf, welche weitgehend beliebiger Art sein können und auf welche daher nicht weiter
im Detail eingegangen ist. In wenigstens einem der Endkörper, im Beispielsfall E1,
ist ein Druckluftkanal LK ausgebildet, über welchen Druckluft aus einer Druckluftquelle
in den Hohlraum RH einführbar oder unter Überdruck gegen der Umgebung stehende Luft
aus dem Hohlraum RH in eine Senke, insbesondere die Umgebung abgeleitet werden kann.
Der Aktuator besitzt eine in einer Längsrichtung LR langgestreckte Form und zumindest
der Hohlraum RH ist typischerweise rotationssymmetrisch um eine in Längsrichtung LR
weisende Mittellängsachse SA. Der Hohlraum kann teilweise durch einen Füllkörper ausgefüllt
sein, um das Fluidvolumen des Hohlraums gering zu halten und die Arbeitsgeschwindigkeit
des Aktuators zu erhöhen.
[0032] Die Fig. 1 ist in einer durch die Mittellängsachse SA gehenden Ebene senkrecht zur
Zeichenebene zweigeteilt dargestellt, wobei in der linken Hälfte der Fig. 1 eine Ruheposition
des Aktuators mit im wesentlichen zur Längsrichtung LR paralleler Membran ME und in
der rechten Hälfte der Fig. 1 eine Arbeitsposition des Aktuators dargestellt ist.
Wird ausgehend von der Ruheposition des Aktuators über den Kanal LK Druckluft in den
Hohlraum RH eingeführt, wölbt sich die flexible Membran ME seitlich nach außen von
der Mittellängsachse SA weg. Durch ein in die Membran ME eingebettetes zugfestes Gewebe
mit schräg verlaufenden gekreuzten Fasern ist eine seitliche Auswölbung der Membran
ME verbunden mit einer Verkürzung des gegenseitigen Abstands der beiden Endkörper
E1, E2 in Längsrichtung LR. Typischerweise ist einer der beiden Endkörper in einer
für eine Anmeldung als ortsfest anzusehenden Position gehalten und der zweite Endkörper
bringt auf ein bewegliches Teil eine Antriebskraft in Längsrichtung. Im Beispiel sei
der erste Endkörper E1 als ortsfest und der zweite Endkörper E2 als beweglich angenommen,
so dass der zweite Endkörper E2 eine Bewegung in Längsrichtung LR auf den ersten Endkörper
E1 hin durchführt, was durch den Doppelpfeil beim Endkörper E2 angedeutet ist, wenn
Druckluft (oder ein anderes Fluid) in den Hohlraum RH eingeleitet wird. In der rechten
Hälfte der Fig. 1 ist demzufolge bei seitlich ausgewölbter Membran der zweite Endkörper
E2 auf den ersten Endkörper E1 hin verschoben gezeichnet. Bei einer solchen Verschiebung
kann durch den Aktuator eine Antriebskraft in Längsrichtung erzeugt werden und der
Aktuator auf diese Art in einer Antriebseinrichtung eingesetzt sein. Eine Rückstellung
des Endkörpers E2 in die Ruheposition nach Wegfall des Überdrucks im Hohlraum RH kann
beispielsweise durch die eigene Elastizität der Membran, durch eine von einer Last
ausgehende Rückstellkraft oder in vorteilhafter Ausführung durch eine Rückholfeder
erfolgen, welche auch in den Hohlraum integriert sein kann. Aktuatoren der vorstehend
beschriebenen und in Fig. 1 skizzierten Art sind in unterschiedlichen Ausführungen
beispielsweise als Fluidic Muscle von der Firma Festo erhältlich.
[0033] Fig. 2 zeigt eine erste vorteilhafte Ausführungsform einer Vorrichtung zur Erzeugung
einer schlagenden oder klopfenden Bewegung unter Verwendung eines pneumatischen Aktuators
PA2 der in Fig. 1 skizzierten Art.
[0034] Der Aktuator PA2 ist in einem Gehäuse GE untergebracht, welches lediglich schematisch
funktionell angedeutet ist und ohne relativ zueinander bewegliche Gehäuseteile zugleich
den Gehäuse-Grundkörper GK bildet, an welchem der Aktuator mit einem ersten Endkörper
E1 befestigt und somit ortsfest bezüglich des Gehäuse-Grundkörpers ist. In dieser
Ausführungsform ist der feststehende Endkörper E1 in Längsrichtung LR einem Werkstück
bzw. einer Werkstückoberfläche WO zugewandt und der Endkörper E2 des Aktuators PA2
der Werkstückoberfläche WO abgewandt und relativ zu dem Gehäuse in Längsrichtung beweglich.
[0035] In dem Gehäuse GE ist eine Ventilanordnung VA angeordnet, über welche dem Hohlraum
RH des Aktuators über einen in Längsrichtung LR verlaufenden Kanal LK und einen quer
zur Längsrichtung verlaufenden Anschlusskanal QK im ersten Endkörper E1 Druckluft
aus einem Eingangsanschluss DE von einer Druckluftquelle zuführbar ist und über welche
auch Druckluft aus dem Hohlraum RH zu einer Druckluftsenke, insbesondere in die Umgebung
über einen Ausgangsanschluss DA ableitbar ist. Die Ventilanordnung ist vorteilhafterweise
als Umschaltventilanordnung ausgeführt, welche alternativ den pneumatischen Aktuator
entweder mit dem Eingangsanschluss DE oder dem Ausgangsanschluss DA verbindet. Die
Umschaltung des Strömungswegs ist in der Ventilanordnung VA schematisch angedeutet
mit Pfeilen für die jeweilige Strömungsrichtung. Mit durchgezogener Linie ist eine
Schalt-Ruhestellung oder Ausschaltstellung eingezeichnet, in welcher der pneumatische
Aktuator mit dem Ausgangsanschluss DA verbunden ist und mit unterbrochener Linie ist
eine Einschaltstellung eingezeichnet, in welcher der Aktuator mit dem Eingangsanschluss
DE und damit einer Druckluftquelle verbunden ist.
[0036] Die Steuereinrichtung SE steuert die Ventilanordnung und bei der bevorzugten Ausführung
als Umschaltventilanordnung insbesondere den Wechsel zwischen einer der beiden alternativen
Schaltstellungen. Die Steuereinrichtung kann insbesondere eine Steuerung der Ventilanordnung
mit einem periodischen Taktsignal vornehmen, welches innerhalb einer Taktperiode in
eine Einschaltzeit und eine Ausschaltzeit unterteilt ist. Dauer der Taktperiode bzw.
Taktfrequenz ist veränderbar und die Aufteilung einer Taktperiode in Einschaltzeit
und Ausschaltzeit kann in vorteilhafter Ausführung veränderbar sein, wofür an dem
Gehäuse GE Bedienelemente BE1, BE2 vorgesehen sein können, mittels welcher veränderbare
Parameter von dem Benutzer einstellbar sind. Ein Bedienelement kann auch allgemein
als Ein-Aus-Schalter oder Taster vorgesehen sein. Die Steuereinrichtung SE und die
Ventilanordnung VA sind über eine nicht dargestellte elektrische Stromversorgung gespeist,
welche sowohl durch ein Anschlusskabel als auch durch eine integrierte Batterie- oder
Akku-Einheit gegeben sein kann. Elektrische Verbindungen zwischen Bedienelementen,
Steuereinrichtung und Ventilanordnung sind durch einfache Linien angedeutet. Ein Anschluss
an eine externe Druckluftquelle ist der Übersichtlichkeit halber gleichfalls nicht
eingezeichnet.
[0037] Die Steuereinrichtung kann auch ganz oder teilweise an eine Druckluftquelle, insbesondere
einen Kompressor verlagert und über Steuerleitungen mit der vorzugsweise handgehaltenen
Vorrichtung verbunden sein. Die Steuereinrichtung kann einen programmierbaren Speicher
enthalten, welcher vorzugsweise mehrere Betriebsprogramme mit unterschiedlichen Parameterkombinationen
(z. B. Frequenz, Ein-Aus-Tastverhältnis usw.) wählbar enthält.
[0038] Der pneumatische Aktuator enthält eine innere Federanordnung FI, welche als Druckfeder
ausgebildet ist und eine Federkraft in Richtung der in Fig. 2 skizzierten gestreckten
Form des Aktuators bewirkt. Die Federanordnung FI nimmt im Beispielsfall nur einen
Teil der Länge des Aktuators ein und wirkt zwischen den beiden Endkörpern unter Zwischenfügen
eines Körpers FZ, welcher vorteilhafterweise zugleich als ein Füllkörper dienen kann,
welcher das freie Volumen innerhalb des Hohlraums RH reduziert und somit die Menge
von für einen bestimmten Innendruck und eine bestimmte Verformung der Membran erforderlichen
Druckluft vorteilhafterweise deutlich verringert.
[0039] Der der Werkstückoberfläche abgewandte zweite Endkörper E2 ist, wie durch einen Doppelpfeil
angedeutet, in Längsrichtung LR beweglich. Die Bewegung des Endkörpers E2 wird über
ein Schubelement, welches im skizzierten Ausführungsbeispiel über den Füllkörper FZ
und eine Schubstange DS gebildet ist, durch den Hohlraum RH und durch den ersten Endkörper
E1 hindurch zu einem Werkzeugkopf WK2 übertragen, welcher an dem der Werkstückoberfläche
WO zugewandten Ende der Stange DS angeordnet ist. Die Stange DS ist in Gleitführungen
GF in Längsrichtung LR beweglich geführt und seitlich abgestützt. Die Stange DS verläuft
durch den Druckluftkanal LK. Eine Abdichtung der Durchführung der Stange DS in Richtung
der Werkstückoberfläche WO bzw. des Werkzeugkopfes WK2 kann durch die Gleitführung
GF selbst oder durch eine zusätzliche Dichtungsmanschette oder, da die Bewegungen
nur von geringem Hub sind, durch eine Membran gebildet sein. Der Werkzeugkopf WK2
enthält im skizzierten Beispiel einen Arbeitskörper AK2, welcher auf ein Befestigungsende
der Schubstange DS aufgeschraubt und mittels einer Kontermutter KM, welche auch eine
Abstützung an dem Gehäuse oder an einem durch das Gehäuse geführten Abschnitt des
ersten Endkörpers E1 in der Ruhestellung nach Fig. 2 bewirkt, durch Kontern gesichert
ist. Der Arbeitskörper AK2 ist zur Werkstückoberfläche WO hin im skizzierten Beispiel
verjüngt, um ein kleines Flächenelement der Werkstückoberfläche WO gezielt zu beaufschlagen.
[0040] Fig. 3 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 2 ausschnittsweise mit dem Bereich des Aktuators
in einer Arbeitsposition mit seitlich ausgewölbter Membran ME und verkürztem Abstand
der beiden Endkörper E1, E2. Die Ruheposition des beweglichen Endkörpers E2 ist durch
eine gestrichelte Linie quer zur Längsrichtung angedeutet. In dieser Arbeitsposition
ist der Werkzeugkopf WK2 von der Abstützung an dem ersten Endkörper EK abgehoben in
Richtung der Werkstückoberfläche. Die Bewegung des Werkzeugkopfes in Richtung der
Werkstückoberfläche WO kann in Form von einzelnen Schlagklopfbewegungen zwischen der
in Fig. 2 skizzierten Ruhestellung und der in Fig. 3 skizzierten Schlagstellung mit
auf der Werkstückoberfläche WO auftreffendem Arbeitskörper AK2 und jeweiliger Rückkehr
in die Ruheposition erfolgen. Vorzugsweise ist aber die Ventilanordnung über die Steuereinrichtung
so gesteuert, dass in der Arbeitsstellung nach Fig. 3 der Werkzeugkopf WK2 ständig
von der Ruheposition nach Fig. 2 ausgelenkt und von dem Endkörper E1 in Richtung der
Werkstückoberfläche abgehoben bleibt und mit geringem Hub um eine Mittenstellung in
Längsrichtung LR oszilliert und dabei in kurzer Folge zyklisch mit der Taktfrequenz
auf die Werkstückoberfläche WO schlägt.
[0041] Nach Beenden des Arbeitsvorgangs drückt die Federanordnung FI den beweglichen Endkörper
E2 wieder in die in Fig. 2 skizzierte Ruheposition, in welcher der Werkzeugkopf WK2
an dem im skizzierten Beispiel durch den Endkörper E1 gebildeten Ruheanschlag anliegt.
[0042] Die Längsbewegung des beweglichen Endkörpers E2 zum Werkzeugkopf kann auch durch
außerhalb des Hohlraums und des ersten Endkörpers E1 geführte Schubelemente vom beweglichen
Endkörper E2 zum Werkzeugkopf hin erfolgen, wobei dann eine Abdichtung einer Durchführung
entfällt. Die Anordnung eines Schubelements innerhalb des Hohlraums und die Durchführung
durch den Endkörper E1 ist aber vom gesamten Aufbau her vorteilhaft.
[0043] Während bei dem in Fig. 2 und Fig. 3 skizzierten Werkzeugkopf WK2 der Arbeitskörper
AK2 in seiner Bewegung in Längsrichtung fest mit der Bewegung des beweglichen Endkörpers
E2 gekoppelt ist, kann in vorteilhafter Ausführung vorgesehen sein, dass, wie in dem
Beispiel nach Fig. 4, in zwei um 90° gegeneinander um die Längsachse SA gedrehten
Ansichten dargestellt in einem Werkzeugkopf WK4 ein oder mehrere Arbeitskörper AK
in Richtung einer Arbeitsrichtung AR4, welche im Beispiel der Fig. 4 parallel zur
Längsrichtung LR verläuft, gehalten sind, deren Längsbewegung in Arbeitsrichtung AR4
nicht fest mit der Bewegung des beweglichen Endkörpers gekoppelt ist. Vielmehr erfolgt
eine Übertragung der Bewegung des beweglichen Endkörpers des pneumatischen Aktuators
oder auch eines Aktuators anderer Bauart über ein bewegliches Teil der Werkzeuganordnung
(welches in anderer Betrachtungsweise auch teilweise oder vollständig als Teil der
Antriebseinrichtung angesehen werden kann), welches in dem Werkzeugkopf WK4 einen
Schlagkörper nach Art eines Hammerkopfes HV bildet. Die Bewegung des beweglichen Teils
der Werkzeuganordnung mit dem Hammerkopf HV ist fest mit der durch den Aktuator bewirkten
Antriebsbewegung, z. B. des beweglichen Endkörpers des Aktuators gekoppelt. Eine den
Arbeitskörpern AK zugewandte Fläche des Hammerkopfes HV schlägt auf die diesem zugewandten
Stirnflächen der Arbeitskörper AK und bewirkt dabei eine Kraft auf die Arbeitskörper
AK in Richtung der Werkstückoberfläche. Die Arbeitskörper AK wirken ihrerseits mit
ihren der Werkstückoberfläche zugewandten Stirnflächen auf die Werkstückoberfläche
ein. Die Arbeitskörper AK sind in einer Führungseinrichtung AF des Werkzeugkopfes
WK4 in Arbeitsrichtung AR4 verschiebbar beweglich gelagert und können in an sich bekannter
Weise in einem Halteteil EH, welches beispielsweise als Elastomerblock oder Membran
ausgeführt sein kann, gegen Ausfallen aus dem Werkzeugkopf gesichert sein, auch wenn
die Arbeitskörper AK in vorteilhafter Ausführung als Stifte ausgeführt sind. Die mehreren
Arbeitskörper AK sind innerhalb der Führungen FK unabhängig voneinander in Arbeitsrichtung
AR4 bewegbar. Die Führungen können in an sich für stiftförmige Körper bekannten Ausführungen
gestaltet sein. Die Arbeitskörper können auch in Öffnungen von einer oder mehreren
Membran als Führungen eingesetzt sein.
[0044] Vorteilhafterweise stellt sich im Betrieb der Vorrichtung, insbesondere bei Taktfrequenzen
von wenigstens 30 Hz, insbesondere wenigstens 50 Hz, vorzugsweise wenigstens 100 Hz
eine Arbeitsposition ein, bei welcher die Schlagfläche des Hammerkopfes HV von der
Werkzeugoberfläche WO einen Abstand einhält, welcher um ein geringes Maß größer ist
als die Länge der Arbeitskörper AK in Arbeitsrichtung AR4, und wobei bei im wesentlichen
in Längsrichtung ortsfestem Grundkörper GK der Vorrichtung und des mit diesem verbundenen
Werkzeugkopfes WK4 die Arbeitskörper AK zwischen der Schlagfläche des Hammerkopfes
HV und der Werkstückoberfläche WO in Arbeitsrichtung AR4 hin und her fliegen.
[0045] Der Werkzeugkopf WK4 ist vorteilhafterweise lösbar an dem Grundkörper GK befestigt
und austauschbar. Hierfür kann beispielsweise in bevorzugter Ausführung eine klemmende
Befestigung in Form einer Klemmeinrichtung KE, insbesondere einer Klemmhülse vorgesehen
sein, welche gegen den Grundkörper verspannbar ist und beispielsweise einen Klemmabschnitt
des Werkzeugkopfes WK4 radial klemmend aufnimmt. Zum Austausch des Werkzeugkopfes
braucht dann lediglich die Klemmeinrichtung gelockert werden, ohne ganz entfernt zu
werden. Zum Lockern und Anspannen der Klemmeinrichtung KE können beispielsweise Schrauben
KS vorgesehen sein.
[0046] Die mehreren Arbeitskörper AK in der Werkzeuganordnung nach Fig. 4 sind vorzugsweise
in einer Linie hintereinander angeordnet. Es kann auch eine Werkzeuganordnung mit
nur einem relativ zu dem Hammerkopf in Arbeitsrichtung AR4 beweglich geführten Arbeitskörper
vorgesehen sein.
[0047] Bei mehreren Arbeitskörpern AK in Anordnung entlang einer Linie ist die Schlagfläche
des Hammerkopfes HV für alle Arbeitskörper in unterschiedlichen Flächenbereichen wirksam.
Der Hammerkopf HV kann auf die lineare Anordnung mehrerer Arbeitskörper AK abgestimmt
sein und hierfür eine in einer Richtung langgestreckte und quer dazu schmale Schlagfläche
aufweisen. In einem solchen Fall sind Führungen bzw. Ausrichthilfen zwischen Werkzeugkopf
WK4 und Hammerkopf HV und/oder Grundkörper GK vorgesehen. Vorteilhafterweise ist der
Bereich der Einwirkung der Schlagfläche des Hammerkopfes auf die der Werkstückoberfläche
WO abgewandten Flächen der Arbeitskörper einsehbar, um eventuelle Störungen schnell
zu erkennen. Der Werkzeugkopf WK4 bildet hierfür im skizzierten Beispiel eine Gabelform,
welche an den Gabelenden durch die Führungseinrichtung FK überbrückt ist. Der Werkzeugkopf
ist zur Werkstückoberfläche hin, wie in der Ansicht nach Fig. 4 (B) verdeutlicht,
verschraubt, wodurch der bearbeitete Flächenbereich besonders vorteilhaft einsehbar
ist.
[0048] Fig. 5 zeigt eine Schrägansicht des Werkzeugkopfes WK4 in von der Vorrichtung gelöster
Form ohne Hammerkopf HV. Der Aufnahmeraum für den Hammerkopf ist mit AH bezeichnet.
[0049] Der Hammerkopf kann bei einer Antriebseinrichtung nach Art der Ausführung in Fig.
2 und Fig. 3 an dem dem Werkstück zugewandten Ende der Stange DS angeordnet sein,
wobei die vom Aktuator bewirkte Antriebskraft durch Verringern des Abstands der beiden
Endkörper direkt als Schlagkraft des Hammerkopfes auf die Arbeitskörper wirkt.
[0050] Bei der Werkzeuganordnung nach Fig. 4 und Fig. 5 ist die Arbeitsrichtung AR4 der
Arbeitskörper AK parallel zur Längsrichtung LR des Aktuators gerichtet. In anderer
vorteilhafter Ausführung kann die Arbeitsrichtung der Arbeitskörper gegen die Längsrichtung
des Aktuators geneigt sein, wobei der Neigungswinkel vorteilhafterweise nicht größer
ist als 30°. In Fig. 6 ist ein Beispiel hierfür in Form eines an dem Grundkörper der
Vorrichtung befestigten Werkzeugkopfes WK6 mit in diesem Fall vier in einer Linie
angeordneten Arbeitskörpern AK skizziert. Die Fig. 7 zeigt den Werkzeugkopf WK6 in
von der Vorrichtung gelöster Darstellung. Insbesondere aus Fig. 7 ist ersichtlich,
dass die Arbeitsrichtung AR6 gegen die Längsrichtung LR geneigt verläuft. Die Neigung
gegen die Längsrichtung LR ist für alle Arbeitskörper AK vorzugsweise gleich. Im Beispiel
des Werkzeugkopfes WK6 nach Fig. 6 und Fig. 7 ist die Ebene, in welcher die mehreren
Arbeitskörper AK mit der Arbeitsrichtung AR6 verlaufen, gegen die Längsrichtung LR
geneigt. Im Unterschied dazu ist im Beispiel des in Fig. 8 dargestellten Arbeitskopfes
WK8 die Ebene, in welcher die mehreren in einer Reihe angeordneten Arbeitskörper AK
mit der Arbeitsrichtung AR8 liegen, nicht gegen die Längsrichtung LR geneigt, sondern
enthält die Längsrichtung. Innerhalb dieser Ebene ist die Arbeitsrichtung AR8 der
Arbeitskörper AK gegen die Längsrichtung geneigt. Die Hammerköpfe sind jeweils auf
verschiedene Gestaltungen von Werkzeugköpfen abgestimmt. Die Hammerköpfe sind hierfür
vorteilhafterweise gleichfalls einfach austauschbar befestigt.
[0051] Fig. 6 zeigt noch ein weiteres, bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaftes
Merkmal, welchem zufolge die ohnehin für den Betrieb des Aktuators benötigte Druckluft
auch zur Kühlung der Werkzeuganordnung und der Werkstückoberfläche herangezogen werden
kann. Insbesondere kann die Abluft aus dem Hohlraum des Aktuators über den Ausgangsanschluss
der Ventilanordnung und weitere strömungsleitende Einrichtungen dem Werkzeugkopf und
dem Arbeitsbereich auf der Werkstückoberfläche zugeleitet werden. In Fig. 6 sind hierzu
Kühlluftkanäle KL in dem Hammerkopf HS vorgesehen, welche vorteilhafterweise neben
den als Schlagflächen für die Arbeitskörper AK wirkenden Flächenteilen des Hammerkopfes
HS münden. Über die die Kanäle durchströmende Druckluft wird sowohl der Hammerkopf
HS selbst als auch die von diesem beaufschlagten Enden der Arbeitskörper AK und mit
etwas größerem Abstand auch die Werkstückoberfläche WO luftgekühlt.
[0052] Während in der in Fig. 2 und Fig. 3 skizzierten Vorrichtung die Antriebsbewegung
des Aktuators in Richtung der Werkstückoberfläche gerichtet ist und unmittelbar mit
der Bewegung eines Arbeitskopfes AK2 oder eines auf einzeln bewegliche Arbeitskörper
einwirkenden Hammerkopfes wirkt, wobei die Antriebsrichtung des beweglichen Endkörpers
E2 im wesentlichen gleich ist der Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung, sieht eine
bevorzugte Ausführung vor, dass der Aktuator der Antriebseinrichtung eine Antriebsbewegung
im wesentlichen entgegen der Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung ausübt und hierbei
unter Spannung einer Federanordnung und entgegen deren Federkraft ein bewegliches
Teil der Werkzeuganordnung entgegen der Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung verschiebt.
Nach Verringerung oder insbesondere Wegfall der Arbeitskraft, insbesondere während
die Antriebseinrichtung ausgeschaltet ist, wird das bewegliche Teil der Werkzeuganordnung
durch die Federkraft der Federanordnung in Arbeitsrichtung der Werkzeuganordnung bewegt.
Die Federanordnung enthält vorteilhafterweise wenigstens eine, in bevorzugter Ausführung
wenigstens zwei in Bewegungsrichtung des bewegten Teils der Werkzeuganordnung beabstandete
Tellerfedern (oder Sonderbauform Membranfedern).
[0053] Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer solchen bevorzugten Antriebsform, bei
welcher die Werkzeuganordnung einen Werkzeugkopf nach Art der Fig. 6 und Fig. 7 enthält.
Dieser ist beispielsweise in der beschriebenen Art mittels einer Klemmeinrichtung
KE an dem Grundkörper GK des Gehäuses der Vorrichtung befestigt. In Längsrichtung
zwischen dem Werkzeugkopf WK6 und dem Aktuator PA9 sind in Längsrichtung LR beabstandet
eine erste Tellerfeder TF1 und eine zweite Tellerfeder TF2 angeordnet, welche mit
ihren äußeren Rändern durch eine Distanzhülse DH ortsfest bezüglich des Grundkörpers
gehalten sind. Die inneren Öffnungen der beiden Tellerfedern sind mit einem Schaft
WS der Werkzeuganordnung gleichfalls über eine Distanzhülse oder eine entsprechende
Vorrichtung an dem Werkzeugschaft gehalten. Der Werkzeugschaft ist mit dem in Längsrichtung
bewegbaren zweiten Endkörper E2 des Aktuators PA9 verbunden. Der erste Endkörper E1
des Aktuators ist in Längsrichtung der Werkstückoberfläche WO abgewandt angeordnet
und beispielsweise über einen Haltering HR mit dem Grundkörper des Vorrichtungsgehäuses
verbunden und bezüglich diesem als ortsfest zu betrachten. Bei dem ersten Endkörper
E1, in welchem ein Druckluftkanal LK zum Zuführen und Abführen von Druckluft in den
Hohlraum des Aktuators vorgesehen ist, ist eine steuerbare Ventilanordnung VA und
eine Steuereinrichtung SE angeordnet. Der Hohlraum des Aktuators ist teilweise durch
einen Füllkörper FZ ausgefüllt.
[0054] Die Tellerfedern können in dem in Fig. 9 skizzierten Ausgangszustand spannungsfrei
oder in Längsrichtung von dem Werkstück weg vorgespannt sein. Vorzugsweise ist an
dem Grundkörper GK und/oder an dem beweglichen Teil der Werkzeuganordnung ein Anschlag
LA vorgesehen, welcher eine Verformung der Tellerfedern TF aus der skizzierten Ausgangsposition
in Richtung des Werkstücks verhindert.
[0055] Wird ausgehend von der skizzierten Ruheposition des Aktuators und der Werkzeuganordnung
dem Hohlraum des Aktuators Druckluft zugeführt, so verschiebt sich der in Längsrichtung
dem Werkstück zugewandte zweite Endkörper E2 von dem Werkstück weg in Richtung des
ersten Endkörpers E1 bei gleichzeitiger Aufwölbung der flexiblen Membran ME des Aktuators.
Dabei werden die Tellerfedern TF1, TF2 verformt, insbesondere in Richtung von dem
Werkzeugkopf weg aufgewölbt entgegen der Federspannung der Tellerfedern, welche mit
zunehmender Verformung über kurze Verschiebungsstrecken schnell ansteigt. Die Verschiebung
des zweiten Endkörpers E2 mit dem beweglichen Teil der Werkzeuganordnung erfolge bis
zu einem oberen Umkehrpunkt, an welchem die Luftzufuhr aus der Druckluftquelle in
den Hohlraum abgebrochen und durch Umschaltung der Ventilanordnung der Hohlraum mit
dem Druckluftausgang der Ventilanordnung verbunden wird. Druckluft strömt aus dem
Hohlraum des Aktuators hinaus, wodurch sich die Haltekraft des Aktuators verringert
und das bewegliche Teil WS der Werkzeuganordnung, an dessen unterem Ende der Hammerkopf
HS angeordnet ist, und welches mit dem zweiten Endkörper E2 des Aktuators bewegungsgekoppelt
ist, durch die Federkraft der Tellerfedern in Richtung des Werkstücks bewegt wird.
Durch die Eigenart der Tellerfedern, über kurze Verformungswege sehr hohe Rückstellkräfte
zu erzeugen, erfolgt die Rückbewegung des beweglichen Teils WS der Werkzeuganordnung
im Regelfall schnell und kann insbesondere schneller erfolgen als die Bewegung des
beweglichen Teils bei Anspannung der Federanordnung unter Einwirkung der Antriebskraft
des Aktuators während der Zuführung von Druckluft. Die Bewegung des beweglichen Teils
WS der Werkzeuganordnung unter Einwirkung der Antriebskraft des Aktuators von dem
Werkzeugkopf WK6 bzw. von der Werkstückoberfläche weg sei nachfolgend auch als erster
Bewegungsabschnitt, die Bewegung des beweglichen Teils WS der Werkzeuganordnung in
Richtung des Werkzeugkopfes WK6 unter der Einwirkung der Rückstellkraft der Tellerfederanordnung
als zweiter Bewegungsabschnitt bezeichnet.
[0056] In einfachster Ausführung kann eine Abfolge eines ersten Bewegungsabschnitts und
eines zweiten Bewegungsabschnitts den Aktuator und das bewegliche Teil der Werkzeuganordnung
wieder in die in Fig. 9 skizzierte Ausgangslage zurückbringen. In der Ausführung ist,
wie bereits zu Fig. 2 und Fig. 3 beschrieben, vorgesehen, dass die Steuereinrichtung
SE die Ventilanordnung VA in zyklisch aufeinander folgenden Taktperioden mit einer
Einschaltzeit, während der der erste Bewegungsabschnitt erfolgt, und einer Ausschaltzeit,
während welcher der zweite Bewegungsabschnitt erfolgt, ansteuert, wobei die Taktfrequenz
vorteilhafterweise bei wenigstens 50 Hz, insbesondere wenigstens 100 Hz, vorzugsweise
wenigstens 200 Hz liegt. Die Taktfrequenz ist veränderlich. Vorzugsweise erfolgt im
eingeschwungenen Zustand einer solchen getakteten Betriebsart keine Rückkehr des beweglichen
Teils der Werkzeuganordnung in die in Fig. 9 skizzierte Ruhestellung, sondern das
bewegliche Teil der Werkzeuganordnung erreicht während des zweiten Bewegungsabschnitts
lediglich einen unteren Umkehrpunkt, ab welchem durch Einleitung der nächsten Einschaltzeit
des Aktuators mit damit verbundenem ersten Bewegungsabschnitt wieder eine Bewegung
des beweglichen Teils WS der Werkzeuganordnung von der Werkstückoberfläche weg bis
zu einem oberen Umkehrpunkt bei der Umschaltung der Ventilanordnung auf den Ausgangsanschluss
für die Dauer einer Ausschaltzeit erfolgt. Im eingeschwungenen Zustand der getakteten
Betriebsart oszilliert das bewegliche Teil WS der Werkzeuganordnung dann zwischen
zwei unterschiedlich stark gegen die in Fig. 9 skizzierte Ruheposition ausgelenkten
Umkehrpunkten.
[0057] In Fig. 17 ist eine solche oszillierende Bewegung in einem Diagramm, in welchem eine
Auslenkung SW des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung von der in Fig. 9 skizzierten
Ruheposition über der Zeit t aufgetragen ist, veranschaulicht. Die oszillierende Bewegung
mit alternierend aufeinander folgenden ersten Bewegungsabschnitten BE über eine Einschaltzeit
TE und zweiten Bewegungsabschnitten BA über eine Ausschaltzeit TA erfolgt zwischen
einem oberen Umkehrpunkt UH und einem unteren Umkehrpunkt UL, welche unterschiedlich
weit von der mit S0 bezeichneten Ruheposition entfernt sind. Der obere Umkehrpunkt
UH kann maximal eine Maximalauslenkung SM erreichen, der untere Umkehrpunkt UL liegt
im Extremfall bei der Ruheposition S0. Vorzugsweise ist aber der untere Umkehrpunkt
UL von der Ruhelage S0 und der obere Umkehrpunkt UH von der Maximalauslenkung SM beabstandet
und der Hub HU der oszillierenden Bewegung liegt vorteilhafterweise bei höchstens
50 % der maximal zulässigen Auslenkung SM. Der Abstand des unteren Umkehrpunkts UL
von der Ruhelage S0 und der Abstand des oberen Umkehrpunkts UH von der maximal zulässigen
und eventuell durch einen Anschlag begrenzbaren Auslenkung SN betragen im Taktbetrieb
jeweils vorteilhafterweise wenigsten 10 % der maximalen Auslenkung SM gegen die Ruhelage
S0.
[0058] Die Bewegung des beweglichen Teils WS der Werkzeuganordnung verläuft typischerweise
sowohl in den ersten Bewegungsabschnitten BE als auch in den zweiten Bewegungsabschnitten
BA nicht linear über der Zeit t und die Zeitabhängigkeit ist in ersten Bewegungsabschnitten
typischerweise anders als in zweiten Bewegungsabschnitten. Hieraus läßt sich in besonders
vorteilhafter Weise eine Einstellung eines Arbeitspunkts der Bewegung, welcher beispielsweise
als mittlere Auslenkung UM zwischen UL und UH angenommen sein kann, vornehmen, indem
die Dauer der Einschaltzeit TE und/oder der Ausschaltzeit TA variiert wird. Vorteilhafterweise
wird der Arbeitspunkt ohne weiteres auch ausgehend von der Ruheposition mit der getakteten
Betriebsart ohne weiteres Zutun erreicht, insbesondere wenn die Bewegungen während
der Einschaltzeit und/oder der Ausschaltzeit nicht linear, insbesondere in monoton
gekrümmtem Diagrammverlauf über der Zeit erfolgen. Der Arbeitspunkt ist auch durch
Variation des Drucks am Eingang der Ventilanordnung, insbesondere durch Ansteuerung
einer steuerbaren Druckluftquelle oder durch Eingriffe in die Querschnitte der Strömungswege
veränderbar.
[0059] In Fig. 9 sind als weitere vorteilhafte Merkmale einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
die bereits genannte Luftkühlung über einen Kanal KK durch den beweglichen Teil WS
der Werkzeuganordnung veranschaulicht, welcher sich in dem Hammerkopf HS fortsetzt.
Die Kühlluft, welche vorteilhafterweise zumindest teilweise durch aus dem Hohlraum
des Aktuators während dessen Ausschaltzeit ausströmende Luft sein kann, wird über
nicht gezeigte Kanäle von Aussparungen des Halterings HR in den Raum zwischen dem
Aktuator und der Gehäusewand des Gehäuse-Grundkörpers geleitet.
[0060] In Fig. 10 sind wesentliche Teile der Vorrichtung nach Fig. 9, welche mit dem Grundkörper
verbunden oder auch relativ zu diesem in Längsrichtung beweglich sind, ohne Gehäuse
in Schrägansicht dargestellt. Der erste Endkörper E1 des Aktuators ist über einen
Haltering HR mit dem Gehäuse-Grundkörper der Vorrichtung verbunden, insbesondere verschraubt.
Der bewegliche Endkörper E2 des Aktuators ist unter Einspannung der Tellerfedern TF1,
TF2 an den Rändern von den inneren Aussparungen der Tellerfedern mit dem beweglichen
Teil WS der Werkzeuganordnung gekoppelt, wobei dieses bewegliche Teil der Werkzeuganordnung
insbesondere einen druck- und zugfesten Schaft RA bilden kann. Am Ende des beweglichen
Teils der Werkzeuganordnung ist der Hammerkopf HS angeordnet, welcher in der hierfür
vorgesehenen Aufnahme des Werkzeugkopfes WK6 einliegt und bei der Bewegung mit seiner
Schlagfläche gegen die Arbeitskörper AK6 schlägt, deren Arbeitsrichtung AR6 gegen
die Längsrichtung des Aktuators geneigt verläuft. Der Werkzeugkopf WK6 ist über die
Halte- bzw. Klemmeinrichtung KE an dem Grundkörper des Gehäuses lösbar befestigt.
Parallel zur Längsrichtung gegen den Haltering HR versetzt ist eine Ventilanordnung
VA mit mehreren Einzelventilen dargestellt.
[0061] Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Arbeitsrichtung eines Aktuators,
die unter der Einwirkung der Antriebskraft einer Antriebseinrichtung von der Werkstückoberfläche
weg gerichtet ist und mit der Anspannung einer Federanordnung einhergeht und mit der
Bewegung eines beweglichen Teils der Werkzeuganordnung in Richtung auf die Werkstückoberfläche
zu unter der Einwirkung der zuvor durch die Antriebseinrichtung gespannten Federanordnung
nach Reduzierung oder Wegfall der Antriebskraft ist auch mit anderen Antriebsarten
vorteilhaft durchführbar. Insbesondere kann hierbei auch eine Antriebseinrichtung
mit geringerer Antriebsgeschwindigkeit beim Spannen der Federanordnung eingesetzt
werden, solange die Antriebskraft zum Spannen der Federanordnung ausreicht. Die für
die Bearbeitung der Werkstückoberfläche günstige schnelle Bewegung auf die Werkstückoberfläche
zu wird dann günstigerweise durch die Federanordnung gewährleistet.
[0062] Der Aufbau der Vorrichtung mit der Federanordnung, insbesondere mittels Tellerfedern,
ist auch mit einer direkt auf dem beweglichen Teil der Werkzeuganordnung befestigten
und damit fest an die Bewegung des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung und des
zweiten Endkörpers gekoppelten Arbeitskörperanordnung beispielsweise wie in Fig. 2
oder Fig. 3, möglich anstelle der indirekten Beaufschlagung der Werkstückoberfläche
über die zwischen Hammerkopf HS und Werkstückoberfläche beweglichen, insbesondere
auch relativ zum Hammerkopf HS beweglichen Arbeitskörper.
[0063] Die Verwendung von Tellerfedern TF1, TF2 in der Federanordnung ist von besonderem
Vorteil für eine selbst zentrierende Führung des beweglichen Teils der Werkzeuganordnung
und des beweglichen Endkörpers E2 des Aktuators. Die Tellerfedern sind mit ihren äußeren
Rändern in den inneren Querschnitt des Grundkörpers eingepasst und damit nicht nur
in Längsrichtung unter Einfügung der Distanzhülse fixiert, sondern auch quer zur Längsrichtung
an der Innenwand des Grundkörpers GK direkt oder indirekt abgestützt. Das bewegliche
Teil der Werkzeuganordnung ist in die inneren Öffnungen der Tellerfedern eingepasst
und damit quer zur Längsrichtung zentriert. Insbesondere durch die beiden in Längsrichtung
beabstandeten Tellerfedern TF1, TF2 ergibt sich eine durch den Abstand gegebene Basis,
über welche auch eventuell auftretende - Kippmomente auf den Schaft des beweglichen
Teils der Werkzeuganordnung sicher abgefangen werden.
[0064] Der Hammerkopf HS bzw. ein für einen anderen Werkzeugkopf einzusetzender Hammerkopf
anderer Form ist vorteilhafterweise mit geringem Aufwand lösbar an dem Schaft des
beweglichen Teils der Werkzeuganordnung befestigt. Das bewegliche Teil WS der Werkzeuganordnung
kann auch ganz oder teilweise als Teil der Antriebseinrichtung angesehen und dieser
zugeordnet werden.
[0065] Anhand von Fig. 11 sind weitere für erfindungsgemäße Vorrichtungen vorteilhafte Merkmale
beschrieben, welche teilweise auch bereits der Skizze nach Fig. 9 entnehmbar sind.
[0066] Die Verwendung des beschriebenen pneumatischen Aktuators ermöglicht vorteilhafterweise
eine schlanke, in Längsrichtung langgestreckte Bauform des Grundkörpers GK der Vorrichtung,
welche es erlaubt, im Längsbereich des Aktuators und/oder des beweglichen Teils der
Werkzeuganordnung eine Griffposition GR1 vorzusehen, an welcher das Gehäuse im wesentlichen
rohrförmig mit kreisrundem Querschnitt ausgeführt ist und aufgrund der geringen Querabmessungen
des Aktuators einen Außendurchmesser von typischerweise zwischen 40 und 80 mm aufweist,
welcher im Regelfall ein Umgreifen des rohrförmigen Gehäuseabschnitts mit einer Benutzerhand
ermöglicht.
[0067] Vorteilhafterweise ist diese mit GR1 bezeichnete Griffposition an einer Gehäusehülse
GH eines Griffteils GG des Gehäuses vorgesehen, wobei dieses Griffteil GG des Gehäuses
relativ zu dem Grundkörper GK in Längsrichtung entgegen der Rückstellkraft einer vorzugsweise
im inneren des Gehäuses angeordneten Federanordnung FA verschiebbar ist. In Fig. 11
(A) ist die Ruheposition des Griffgehäuseteils GG relativ zum Grundkörper GK des Gehäuses
dargestellt. Der rohrförmige Gehäuseabschnitt mit der Griffposition GR1 ist vorteilhafterweise
als Hüllrohr um den Grundkörper GK des Gehäuses ausgeführt. Durch Verschiebung des
Griffteils GG des Gehäuses entgegen der Rückstellkraft der Federanordnung FA in Richtung
auf die Werkstückoberfläche WO zu entsteht automatisch eine der Rückstellkraft der
Federanordnung entsprechende Andrückkraft, mit welcher der Benutzer die Vorrichtung
in Richtung der Werkstückoberfläche drückt.
[0068] In vorteilhafter Ausführung ist an der der Werkstückoberfläche WO abgewandten Seite
des Aktuators an dem Gehäuse, bei relativ zum Grundkörper verschiebbarem Griffteil
GG des Gehäuses an dem Gehäusegriffteil GG eine Griffposition vorgesehen, welche in
Fig. 11 mit GR2 bezeichnet ist. Hierfür ist in dem Beispiel nach Fig. 11 an dem Gehäusegriffteil
GG ein Griffbügel HG2 vorgesehen. Durch die Kombination der ersten Griffposition GR1
und der zweiten Griffposition GR2 kann die Vorrichtung im handgehaltenen Betrieb besonders
sicher und angenehm geführt werden.
[0069] Die Möglichkeit der relativen Verschiebung eines Griffgehäuseteils GG relativ zu
einem Gehäuse-Grundkörper GK der Vorrichtung entgegen einer Rückstellkraft einer Federanordnung
FA kann in vorteilhafter Weiterbildung für eine Sicherheitsfunktion in der Weise genutzt
werden, dass beispielsweise ein Einschalten der Antriebseinrichtung, im Beispielsfall
des pneumatischen Aktuators also ein Zuführen von Druckluft in den Aktuator, nur dann
möglich ist, wenn eine Mindestverschiebung entsprechend einer Mindestkraft des Andrückens
der Vorrichtung auf die Werkstückoberfläche gegeben ist. In entsprechender Weise kann
zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass bei Überschreiten einer maximalen
Andrückkraft oder bei Überschreiten einer vorgegebenen Maximalverschiebung zwischen
Gehäusegriffteil GG und Grundkörper GK die Antriebseinrichtung ausgeschaltet wird.
[0070] In Fig. 12 ist schematisch ein weiterer Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
hinsichtlich der relativen Anordnung der verschiedenen Komponenten skizziert, wobei
hier eine dem Werkstück abgewandte Griffposition nicht in Verlängerung des Aktuators
liegend, sondern seitlich weg ragend als Griffposition GQ vorgesehen ist.
[0071] In Fig. 13 ist eine weitere vorteilhafte Ausführung einer Kombination einer Federanordnung
mit einem Aktuator der in Fig. 1 skizzierten Art dargestellt, wobei in Fig. 14 ausschnittsweise
ein Bereich des der Werkzeuganordnung abgewandten ersten Endkörpers E13 mit der bei
diesem angeordneten Federanordnung F13 dargestellt ist. Der Endkörper E13 ist mit
dem Gehäusegrundkörper GK13 fest verbunden. Ähnlich der Ausführung eines Aktuators
nach Art der Fig. 2 und 3 ist durch den Endkörper E13 ein Schubelement durch den Endkörper
und den Hohlraum des Aktuators zu dem der Werkzeuganordnung zugewandten beweglichen
Endkörper E23 geführt und mit diesem verbunden.
[0072] Das Schubelement bildet in dem Hohlraum vorteilhafterweise wieder einen das freie
Gasvolumen des Hohlraums reduzierenden Füllkörper FK13 und im Bereich des ersten Endkörpers
E13 eine Druckstange DS13. Im skizzierten bevorzugten Beispiel weist das Schubelement
in Längsrichtung eine Bohrung LK oder dergleichen auf. Diese dient als ein Teil des
Kanals zur Zuführung und Abführung von Druckluft in bzw. aus dem Hohlraum des Aktuators.
In dem Bereich des Füllkörpers sind Querkanäle zu der Längsbohrung LK ausgebildet,
welche mit geringem Strömungswiderstand eine Verbindung in den Hohlraum bei der Membran
ME bilden.
[0073] Ein bewegliches Teil einer Werkzeuganordnung ist ähnlich der Ausführungsform nach
Fig. 9 und Fig. 10 mit dem beweglichen Endkörper E23 verbunden. Das bewegliche Teil
der Werkzeuganordnung kann wie im Beispiel nach Fig. 2 und Fig. 3 direkt mit einem
Arbeitskörper oder wie in Fig. 13 mit einem Schlagkörper HS13 verbunden sein, welcher
seinerseits ähnlich den Ausführungen nach Fig. 4 bis Fig. 11 mit einer Schlagfläche
auf ein relativ zu dem Grundkörper GK und zu dem Schlagkörper HS13 in einer Arbeitsrichtung
AR13 beweglichen Arbeitskörper AK13 schlägt. Als Arbeitskörper ist in Fig. 13 eine
Art Meißel dargestellt.
[0074] Das bewegliche Teil der Werkzeuganordnung ist in einem rohrförmigen Abschnitt mittels
eines mitbewegten Gleitstücks GLA quer zur Längsrichtung LR abgestützt und in seiner
Bewegung in Längsrichtung geführt. Das Druckelement ist zugleich an der Durchführung
durch den ersten Endkörper und/oder in einem den Hohlraum abgewandten Bereich nach
dem ersten Endkörper quer zur Längsrichtung in einer zweiten Führung abgestützt und
geführt, so dass sich durch die in Längsrichtung weit beabstandeten Führungen eine
gute Abstützung gegen eventuelle Kippmomente quer zur Längsrichtung ergibt.
[0075] Die Federanordnung F13 ist zum einen gegen den Gehäusegrundkörper und zum anderen
gegen das Schubelement abgestützt, wofür das Schubelement im skizzierten Beispiel
mit einem Stützkörper GLB verbunden ist, welcher auch zugleich die zweite Führung
für die Bewegung des Schubelements in Längsrichtung bilden kann. Die Federanordnung
ist im skizzierten Beispiel wie insbesondere aus Fig. 14 ersichtlich durch eine Tellerfederanordnung
gebildet, welche für eine geringere Federkonstante und/oder insbesondere für einen
größeren Hub der oszillierenden Bewegung im Betrieb der Vorrichtung durch eine Säule
aus mehreren abwechselnd gegensinnig ausgerichteten Tellerfedern gebildet ist. Eine
Abstützung des Schubelements quer zur Längsrichtung kann auch wie zu Fig. 9 und Fig.
10 beschrieben durch eine zentrierende Funktion der Federanordnung gegeben sein.
[0076] Die Federanordnung befindet sich bei dem in Fig. 13 und Fig. 14 skizzierten Ausführungsbeispiel
vorteilhafterweise einerseits außerhalb des Hohlraums des Aktuators, andererseits
in einem Bereich, welcher nicht gegen den Hohlraum des Aktuators abgedichtet zu sein
braucht und vorzugsweise mit dem Hohlraum des Aktuators im wesentlichen druckausgeglichen
ist. Hierdurch kann vorteilhafterweise eine druckdichte Führung zwischen in Längsrichtung
relativ zueinander bewegten Teilen vermieden werden. Der die Federanordnung enthaltende
Raum ist gegen die Umgebung statisch dicht abgeschlossen. Die Anordnung der Federanordnung
außerhalb des Hohlraums des Aktuators ermöglicht vorteilhafterweise eine einfache
Variation der Federanordnung bei Verwendung von gleichen Aktuatoren.
[0077] Eine Zuführung und Abführung von Druckluft in bzw. aus dem Hohlraum erfolgt über
einen Kanalabschnitt KK im Grundkörper zwischen der Ventilanordnung VA und dem Raum
mit der Federanordnung F13 und dem Kanal LK in dem Schubelement. Anstelle des Kanals
LK in dem Schubelement kann auch vorgesehen sein, dass die Druckluft zwischen der
Durchführung im ersten Endkörper E13 und dem Schubelement, welches dann zumindest
teilweise radial von der Durchführung im Endkörper beabstandet ist, erfolgen.
[0078] Im Betrieb der in Fig. 13 in einer Ruheposition skizzierten Vorrichtung wird bei
Umschalten der Ventilanordnung in einen Einschaltzustand und Zuführung von Druckluft
in den Hohlraum des Aktuators der bewegliche zweite Endkörper E23 mit dem damit verbundenen
beweglichen Teil der Werkzeuganordnung und dem Schubelement in Längsrichtung auf den
ersten Endkörper E13 zu verschoben, wobei die Federanordnung gespannt oder bei bevorzugterweise
in der Ruheposition vorgespannter Federanordnung die Federspannung verstärkt wird.
Die Verschiebung ist vorteilhafterweise durch einen Anschlag begrenzt. Nach Umschalten
der Ventilanordnung in einen Ausschaltzustand wird das Schubelement mit dem zweiten
Endkörper E23 und dem Schlagkörper HS13 durch die Federanordnung F13 in Richtung des
Werkstücks beschleunigt und der Schlagkörper HS13 schlägt auf den Arbeitskörper AK13,
welcher dadurch seinerseits auf das Werkstück WS zu beschleunigt wird.
[0079] Die Handgriffanordnung HG13 kann wieder relativ zum Gehäuse-Grundkörper entgegen
einer Federkraft in Richtung des Werkstücks verschiebbar sein.
[0080] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 13 und Fig. 14 soll auch veranschaulichen, dass
einzelne Komponenten in unterschiedlicher Weise anders zusammengestellt werden können
und sich die Erfindung nicht auf die skizzierten Beispiel beschränkt.
[0081] Fig. 15 zeigt in Schrägansicht mit teilweise aufgeschnittenem Rohrgehäuse RG eine
Vorrichtung PH nach Art eines im Baubereich eingesetzten Presslufthammers, bei welchem
an einem Werkzeugkopf WK15 ein Meißel MK als Werkzeug angeordnet ist. Fig. 16 zeigt
einen Schnitt in einer Ebene durch die Längsachse des Gerätes. Am oberen Ende ist
ein Griffkopf HK angeordnet, an welchem zwei Handgriffe GP befestigt sind und welcher
verschiedene Komponenten, wie insbesondere eine Ventilanordnung, eine Steuereinrichtung
und Bedienelemente enthalten kann. An dem Gerätekopf HK sind Druckluftanschlüsse D1,
D2 vorgesehen.
[0082] Der Gerätekopf HK ist mit dem Werkzeugkopf WK15 zum einen über ein stabiles, insbesondere
rohrförmiges Gehäuse RG sowie vorteilhafterweise zusätzlich über mehrere innerhalb
des rohrförmigen Gehäuses angeordnete Stangen oder Stäbe GS verbunden. Im Innern des
Rohrgehäuses RG ist als Aktuatorelement ein pneumatischer Aktuator AA der beschriebenen
Art angeordnet, welcher mit einem ersten, bezüglich des Gehäuses feststehenden Endkörper
E1A im Bereich des Gerätekopfes HK befestigt ist. Der von der flexiblen Membran ME
umgebene Hohlraum des Aktuators AA ist über einen durch den ersten Endkörper E1A führenden
Kanal KA mit einer im Gerätekopf HK angeordneten Ventilanordnung verbunden. Die Ansteuerung
der Ventilanordnung und die dadurch bestimmte Beaufschlagung des Aktuators AA mit
Druckluft aus einer Druckluftquelle über einen der Drucklufteingangsanschlüsse D1
oder D2 kann auf eine der bereits beschriebenen Weisen, mit einer veränderbaren Taktfrequenz
erfolgen.
[0083] Der zweite, bezüglich des Gerätekopfes HK und des Gehäuses in Längsrichtung des Geräts
verschiebbare zweite Endkörper E2A des Aktuators AA, welcher dem Gerätekopf HK in
Längsrichtung des Gerätes abgewandt liegt, ist mit einem Verbindungskörper VS verbunden.
Von dem Verbindungskörper VS führen Druckstäbe SH in Längsrichtung des Geräts zu einem
Schlagkörper HT und
koppeln eine Längsbewegung des Verbindungskörpers VS fest an eine Längsbewegung des
Schlagkörpers HT. Der Schlagkörper HT ist in einem Endstück ES des Gehäuses in einem
Lager HL längsverschiebbar geführt. Der Hammerkopf HT kann Aussparungen oder Durchbrüche
für die gehäusefesten Stangen GS aufweisen und zusätzlich an diesen und/oder an der
Innenwand des Rohrgehäuses RG geführt sein. In entsprechender Weise kann der Verbindungskörper
VS Aussparungen oder Durchbrüche für die gehäusefesten Stangen GS aufweisen und an
diesen und/oder an der Innenwand des Rohrgehäuses RG in Längsrichtung verschiebbar
geführt und quer zur Längsrichtung abgestützt sein. Die verschiedenen möglichen Lagerführungen
für den Verbindungskörper VS und/oder für den Schlagkörper HT können auch einzeln
oder zu mehreren als Druckluftlager ausgeführt sein, was aufgrund der ohnehin gegebenen
Zufuhr von Druckluft zu dem Gerät vorteilhaft ist und die Lagerreibung und den Lagerverschleiß
besonders gering hält. Entsprechende Druckluftzuleitungen zu den einzelnen Lagerstellen
sind der Übersichtlichkeit halber nicht mit eingezeichnet.
[0084] Bei Zuführung von Druckluft zu dem Hohlraum des Aktuators AA wird dessen zweiter
Endkörper E2A in Richtung des ersten Endkörpers E1A gezogen, wobei auch der mit der
Bewegung des zweiten Endkörpers E2A gekoppelte Verbindungskörper VS in dem Rohrgehäuse
RG in Richtung des Gerätekopfes HK gezogen wird und dadurch der Schlagkörper HT von
dem Meißelwerkzeug MK weg bewegt wird. Diese Bewegung unter der Einwirkung der Aktuatorkraft
des Aktuators AA erfolgt vorteilhafterweise wiederum entgegen einer rückstellenden
Kraft, welche im skizzierten Beispiel durch einen zweiten pneumatischen Aktuator AZ
der bereits ausführlich beschriebenen Bauart als Schlauchkontraktor aufgebracht wird.
Der weitere Aktuator AZ ist mit einem ersten Endkörper E1Z bezüglich des Gehäuses
feststehend befestigt, wofür im skizzierten Beispiel ein Befestigungskörper FS ortsfest
innerhalb des Rohrgehäuses RG angeordnet und stabil gegen eine Verschiebung in Längsrichtung
abgestützt ist. Eine solche Abstützung kann insbesondere auch über die Stangen GS
gegen den Gerätekopf HK gegeben sein. Der zweite, relativ zum Gehäuse bewegliche Endkörper
E2Z des zweiten Aktuators AZ ist mit dem Verbindungskörper VS verbunden und mit dessen
Längsbewegung gekoppelt. Der zweite Aktuator AZ ist über einen Druckluftkanal KZ in
seinem ersten Endkörper E1Z und eine in Fig. 15 und Fig. 16 verdeckt liegende Druckluftleitung
mit dem Gerätekopf HK und einer Druckluftquelle verbunden. Der zweite Aktuator AZ
ist vorteilhafterweise mit gleichbleibendem, gegebenenfalls veränderlich einstellbaren
Druck beaufschlagt und wirkt daher bei der getaktet veränderlichen Beaufschlagung
des ersten Aktuators AA wie eine Feder. Je nach Wahl des während eines Arbeitsvorgangs
typischerweise gleichbleibenden Drucks in der Zuführungsleitung für den zweiten Aktuator
AZ kann dieser wie eine weiche oder eine harte Feder wirken. Die Stangen oder Stäbe
SH sind vom Verbindungskörper VS durch den Befestigungskörper hindurch oder an diesem
vorbei geführt zum Schlagkörper HAT.
[0085] Typischerweise sind die Aktuatorlängen so aufeinander abgestimmt und der Druck in
dem zweiten Aktuator AZ so gewählt, dass der zweite Aktuator immer unter einer Vorspannung
steht, welche im Takt der Beaufschlagung des ersten Aktuators AA mit Druckluft verändert
wird. Bei Zuführung von Druckluft in den ersten Aktuator AA wird der Schlagkörper
HT von dem Meißelwerkzeug MK weg bewegt und dabei die Federspannung des zweiten Aktuators
AZ verstärkt.
[0086] Beim Entlüften des ersten Aktuators AA über die Ventilanordnung im Gerätekopf HK
wird der Verbindungskörper VS und damit der Schlagkörper HT unter der Wirkung der
Federkraft des zweiten Aktuators AZ in Richtung auf den Meißelklopf MK zu beschleunigt
und schlägt auf diesen auf. Die Schlagkraft hängt u. a. von dem Druck in dem zweiten
Aktuator AZ ab und kann über die Verstellung dieses Drucks mit beeinflusst werden.
[0087] Die beiden Aktuatoren AA und AZ können gleich dimensioniert oder auch verschieden
sein.
[0088] Vorteilhafterweise kann beim Betrieb des Geräts das Meißelwerkzeug MK, welches längsverschiebbar
in dem Werkzeugkopf WK15 geführt ist, eine oszillierende Bewegung ausführen, ohne
in Längsrichtung an eine Begrenzung anzuschlagen. Der Schlagkörper HT wirkt schlagend
auf das Meißelwerkzeug MK ein und ist überwiegend von dessen dem Schlagkörper zugewandter
Schlagfläche abgehoben.
[0089] Die Druckluft für den zweiten Aktuator AZ einerseits und den ersten Aktuator AA andererseits
kann über getrennte Druckluftanschlüsse D1, D2 zugeführt sein. Dabei kann die veränderliche
Einstellung eines Drucks für den zweiten Aktuator AZ entweder in dem Gerätekopf HK
oder bei einer von diesem beabstandeten Druckluftquelle vorgenommen werden. In anderer
Ausführung kann auch lediglich ein Druckluftanschluss vorgesehen sein, welcher innerhalb
des Gerätekopfs HK aufgeteilt ist in eine Versorgung für den zweiten Aktuator AZ mit
im wesentlichen konstantem, gegebenenfalls veränderlich vorgebbaren Druck, und eine
Zuleitung zu der Ventilanordnung im Gerätekopf zur getakteten Beaufschlagung des ersten
Aktuators AA mit Druckluft.
[0090] Die Steuerung der Ventilanordnung kann sowohl durch eine Steuereinrichtung und Bedienelemente
im Gerätekopf HK erfolgen als auch durch Anordnung einer Steuereinrichtung und/oder
von Bedienelementen an einer von dem Gerät beabstandeten Position, insbesondere bei
einer Druckluftquelle. Im skizzierten Beispiel sind Bedienelemente B51, B52, B53 am
Gerätekopf HK eingezeichnet, wobei beispielsweise das Bedienelement B51 für eine Veränderung
der Taktfrequenz der getakteten Ansteuerung des ersten Aktuators AA über die Ventilanordnung
vorgesehen sein kann und das Bedienelement B52 das Tastverhältnis von Einschaltzeit
zu Ausschaltzeit der Zuführung von Druckluft in den ersten Aktuator bestimmt. Ein
drittes Bedienelement B53 kann den gegenüber der getakteten Ansteuerung des ersten
Aktuators als konstant ansehbaren Druck für den zweiten Aktuator AZ vorgeben. Der
Druck im zweiten Aktuator AZ ist bei der getakteten Ansteuerung des ersten Aktuators
AA tpyischerweise nicht konstant und variiert mit der Verschiebung des Verbindungskörpers
VS in Längsrichtung, da durch die verhältnismäßig lange Druckluftzuleitung vom Gerätekopf
HK zu dem Kanal KZ im ersten Endkörper E1Z ein Druckausgleich nicht vollständig stattfindet.
[0091] Während bei der Ausführung nach Fig. 15 und Fig. 16 der getaktete Aktuator bei dem
Handgriff und der als pneumatische Feder dienende weitere Hohlkörper AZ dem Werkzeug
zugewandt angeordnet ist, können in anderer Ausführung die Positionen auch vertauscht
sein, wobei dann der getaktete Aktuator die Schlagbewegung und der weitere Aktuator
die Rückholbewegung bewirkt. Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen
sowie die den Abbildungen entnehmbaren Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener
Kombination vorteilhaft realisierbar. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei
Weise abwandelbar. Im Bereich der jeweiligen Handgriffe bzw. Griffpositionen können
Bedienelemente zum Einschalten und Ausschalten, insbesondere federbelastete, ggf.
arretierbare elektrische oder pneumatische Schalter vorgesehen sein. Bei der Ausführung
mit dem relativ zum Gehäuse-Grundkörper verschiebbaren Gehäuse-Griffteil kann eine
Stoß- und/oder Schwingungsdämpfung zwischen den beiden Gehäuseteilen vorgesehen sein.
Neben den Tellerfedern einschließlich deren Sonderbauformen, wie insbesondere Membranfedern,
können auch andere Federanordnungen mit entsprechender Wirkung vorgesehen sein. Die
Arbeitsposition des Werkzeugs an dem Werkstück kann beleuchtbar sein, beispielsweise
durch eine LED im Berich des Werkzeugkopfs.
1. Vorrichtung zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere zur schlagenden Bearbeitung,
mit einer Antriebseinrichtung in einem Gehäuse-Grundkörper (GK) und einer von dieser
betätigbaren Werkzeuganordnung, wobei die Antriebseinrichtung als Aktuator einen mit
Druckluft beaufschlagbaren langgestreckten Hohlkörper (PA2, PA9) enthält, welcher
einen zwischen zwei in einer Längsrichtung (LR) beabstandeten Endkörpern (E1, E2)
seitlich durch eine flexible Membran (ME) abgeschlossenen Hohlraum (RH) aufweist und
bei Zufuhr von Druckluft in den Hohlraum unter seitlicher Aufweitung der Membran den
Abstand der Endkörper verkürzt und dabei eine Antriebskraft bewirkt, und wobei über
eine steuerbare Ventilanordnung (VA) der Vorrichtung die Zufuhr von Druckluft in den
Hohlraum (HR) zeitlich steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Steuereinrichtung (SE) aufweist, die dafür vorgesehen ist, dass
ein getakteter Betrieb mit fortlaufend zyklisch aufeinander folgenden Bewegungen durch
zyklisches Umschalten der Ventilanordnung (VA) mit einer Taktfrequenz zwischen einem
Einschaltzustand und einem Ausschaltzustand durch die Steuereinrichtung (SE) gesteuert
wird, wobei das Tastverhältnis zwischen dem Einschaltzustand und dem Ausschaltzustand
veränderbar ist und durch Variation des Tastverhältnisses der zeitlich gemittelte
Druck im Hohlraum veränderlich eingestellt wird, wobei der zeitlich gemittelte Druck
und die Taktfrequenz bei der Zufuhr von Druckluft unabhängig wählbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuganordnung (WK4, WKG, WS, AK) in Längsrichtung gegen den Hohlkörper (PA2,
PA9) versetzt angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endkörper (E1) des Aktuators ortsfest bezüglich des Gehäuse-Grundkörpers (GK)
mit diesem verbunden und der andere Endkörper (E2) relativ dazu in Längsrichtung (LR)
beweglich ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuganordnung einen lösbar mit dem Gehäuse-Grundkörper (GK) verbundenen Werkzeugkopf
(WK4, WK6, WK8) umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuganordnung wenigstens einen stiftförmigen Arbeitskörper (AK) umfasst,
welcher im Betrieb mit einer Stirnfläche mit der Werkstückoberfläche (WO) in Kontakt
tritt und dessen Stiftachse zumindest überwiegend in die Längsrichtung weist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskörper in Stiftrichtung beweglich in der Werkzeuganordnung gehalten ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere stiftförmige Arbeitskörper (AK) seitlich nebeneinander angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Arbeitskörper unabhängig voneinander beweglich in der Werkzeuganordnung
gehalten sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuganordnung ein Übertragungselement in Form eines in Längsrichtung (LR)
beweglichen angetriebenen Teils (WS, HS, HV) enthält, welches durch den Aktuator zu
Bewegungen in Längsrichtung angeregt ist und diese auf den wenigstens einen Arbeitskörper
(AK2, AK, AK13) überträgt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (W, HS, HV) relativ zu dem wenigstens einen Arbeitskörper
(AK) der Werkzeuganordnung beweglich ist und eine diesem zuweisende Schlagfläche aufweist,
und dass im Betrieb die Schlagfläche in Richtung des Werkstücks auf eine dem Werkstück
abgewandte Fläche des Arbeitskörpers schlägt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeuganordnung Druckluft als Kühlmittel zugeleitet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Abluft aus dem Hohlkörper als Kühlmittel der Werkzeuganordnung zugeleitet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein im Betrieb handhaltbares Gehäuse mit einer Handgriffanordnung
mit wenigstens einer Griffposition aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Griffposition (GR1) in Längsrichtung bei dem Aktuator liegt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Griffposition (GR2) in Längsrichtung von dem Werkstück weg weisend gegen den
Hohlkörper versetzt ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Handgriffanordnung relativ zu der Werkzeuganordnung aus einer Ruheposition entgegen
einer Rückstellkraft in Richtung des Werkstücks verlagerbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Werkstück zugewandte Endkörper des Aktuators mit dem Gehäuse-Grundkörper
verbunden ist und eine mit dem anderen Endkörper verbundenes Schubelement (DS, FZ)
durch den Hohlraum und durch den dem Werkstück zugewandten Endkörper (E1) hindurch
geführt ist.
18. Vorrichtung zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere zur schlagenden Bearbeitung,
mit einer Antriebseinrichtung und einer von dieser betätigbaren Werkzeuganordnung,
wobei wenigstens ein Arbeitskörper der Werkzeuganordnung oszillierend bewegbar ist
und die Bearbeitungswirkung bei einem von der Antriebseinrichtung weg gerichteten
Bewegungsabschnitt auftritt, nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung auf ein mit der Antriebseinrichtung bewegungsgekoppeltes
Teil der Werkzeuganordnung eine vom Werkstück weg gerichtete Antriebskraft ausübt
und das Teil der Werkzeuganordnung entgegen einer Federkraft einer Federanordnung
unter der Einwirkung der Antriebskraft in Richtung von dem Werkstück weg bewegt und
nach zumindest teilweisem Wegfall der Antriebskraft die Federkraft eine Bewegung des
Teils der Werkzeuganordnung in Richtung auf das Werkstück zu bewirkt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung wenigstens eine Tellerfeder (TF1, TF2) enthält.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung zwei in Bewegungsrichtung beabstandete Tellerfedern enthält.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Tellerfeder oder Tellerfedern eine Führung für die Werkzeuganordnung quer zur
Bewegungsrichtung bilden.
22. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung eine pneumatische Feder enthält.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (BA) zum Werkstück hin schneller verläuft als die Bewegung (BE) vom
Werkstück weg.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Federanordnung (F13) in einem außerhalb des Hohlraums des Aktuators gelegenen
Raum angeordnet ist, welcher in Druckausgleich zu dem Hohlraum steht und gegen die
Umgebung abgedichtet ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung die Antriebskraft zyklisch mit einer Arbeitstaktfrequenz umschaltet.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Taktfrequenz wenigstens 30 Hz, insbesondere wenigstens 50 Hz, vorzugsweise wenigstens
100 Hz beträgt.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung die Umschaltung der Arbeitseinrichtung in der Weise vornimmt,
dass im Taktbetrieb der angetriebene Teil der Werkzeuganordnung zwischen zwei gegenüber
einer Ruhelage unterschiedlich stark ausgelenkten Umkehrstellungen (UH, UL) oszilliert.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 27, gekennzeichnet durch ihre Verwendung zur Verfestigung metallischer Oberflächenbereiche, insbesondere an
oder bei geschweißten Strukturen.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 27, gekennzeichnet durch ihre Verwendung zum Eintreiben eines Werkzeugs in eine Werkstückoberfläche.
1. Apparatus for machining workpieces, in particular for percussive machining, having
a drive device in a housing main body (GK) and a tool arrangement which can be actuated
by the said drive device, the drive device comprising, as an actuator, an elongate
hollow body (PA2, PA9) which can be loaded with compressed air, has a cavity (RH)
which is closed off laterally by way of a flexible diaphragm (ME) between two end
bodies (E1, E2) which are spaced apart in a longitudinal direction (LR), and, if compressed
air is fed into the cavity with lateral widening of the diaphragm, shortens the spacing
of the end bodies and in the process brings about a drive force, and it being possible
for the supply of compressed air into the cavity (HR) to be controlled temporally
via a controllable valve arrangement (VA) of the apparatus, characterized in that the apparatus has a control device (SE) which is provided for the purpose that cyclical
operation with movements which follow one another continuously in a cyclical manner
is controlled by the control device (SE) by way of cyclical switchover of the valve
arrangement (VA) at a cyclical frequency between a switched-on state and a switched-off
state, the duty cycle between the switched-on state and the switched-off state being
variable and the temporally averaged pressure in the cavity being set in a variable
manner by way of variation of the duty cycle, it being possible for the temporally
averaged pressure and the cyclical frequency to be selected independently in the case
of the supply of compressed air.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the tool arrangement (WK4, WKG, WS, AK) is arranged offset in the longitudinal direction
with respect to the hollow body (PA2, PA9).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that one end body (E1) of the actuator is connected to the housing main body (GK) in a
stationary manner with regard to the latter, and the other end body (E2) can be moved
in the longitudinal direction (LR) relative thereto.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the tool arrangement comprises a tool head (WK4, WK6, WK8) which is connected releasably
to the housing main body (GK).
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the tool arrangement comprises at least one pin-shaped operating body (AK) which
comes into contact by way of an end face with the workpiece surface (WO) during operation,
and the pin axis of which points at least predominantly in the longitudinal direction.
6. Apparatus according to Claim 5, characterized in that the operating body is held in the tool arrangement such that it can be moved in the
pin direction.
7. Apparatus according to either of Claims 5 and 6, characterized in that a plurality of pin-shaped operating bodies (AK) are arranged laterally next to one
another.
8. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the plurality of operating bodies are held in the tool arrangement such that they
can be moved independently of one another.
9. Apparatus according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the tool arrangement comprises a transmission element in the form of a driven part
(WS, HS, HV) which can be moved in the longitudinal direction (LR), is excited to
perform movements in the longitudinal direction by way of the actuator, and transmits
the said movements to the at least one operating body (AK2, AK, AK13).
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the transmission element (W, HS, HV) can be moved relative to the at least one operating
body (AK) of the tool arrangement and has a percussive face which points towards the
said operating body (AK), and in that the percussive face strikes in the direction of the workpiece, during operation,
on a face of the operating body, which face faces away from the workpiece.
11. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that compressed air is fed as coolant to the tool arrangement.
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that exhaust air from the hollow body is fed as coolant to the tool arrangement.
13. Apparatus according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the apparatus has a housing which can be held manually during operation, with a handle
arrangement with at least one grip position.
14. Apparatus according to Claim 13, characterized in that one grip position (GR1) lies at the actuator in the longitudinal direction.
15. Apparatus according to Claim 13 or 14, characterized in that one grip position (GR2) is offset with respect to the hollow body so as to point
away from the workpiece in the longitudinal direction.
16. Apparatus according to one of Claims 13 to 15, characterized in that the handle arrangement can be moved relative to the tool arrangement out of a rest
position counter to a restoring force in the direction of the workpiece.
17. Apparatus according to one of Claims 1 to 16, characterized in that that end body of the actuator which faces the workpiece is connected to the housing
main body, and a thrust element (DS, FZ) which is connected to the other end body
is guided through the cavity and through the end body (E1) which faces the workpiece.
18. Apparatus for machining workpieces, in particular for percussive machining, having
a drive device and a tool arrangement which can be actuated by the latter, it being
possible for at least one operating body of the tool arrangement to be moved in an
oscillating manner, and the machining action occurring at a movement section which
is directed away from the drive device, according to one of Claims 1 to 17, characterized in that the drive device exerts a drive force which is directed away from the workpiece on
a part of the tool arrangement, which part is coupled in terms of movement to the
drive device, and moves the part of the tool arrangement counter to a spring force
of a spring arrangement under the action of the drive force away from the workpiece
and, after at least partial cessation of the drive force, the spring force brings
about a movement of the part of the tool arrangement in the direction of the workpiece.
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the spring arrangement comprises at least one cup spring (TF1, TF2).
20. Apparatus according to Claim 19, characterized in that the spring arrangement comprises two cup springs which are spaced apart in the movement
direction.
21. Apparatus according to Claim 19 or 20, characterized in that the cup spring or cup springs forms/form a guide for the tool arrangement transversely
with respect to the movement direction.
22. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the spring arrangement comprises a pneumatic spring.
23. Apparatus according to one of Claims 18 to 22, characterized in that the movement (BA) towards the workpiece proceeds more rapidly than the movement (BE)
away from the workpiece.
24. Apparatus according to one of Claims 18 to 23, characterized in that the spring arrangement (F13) is arranged in a space which is situated outside the
cavity of the actuator, is in pressure equilibrium with the cavity, and is sealed
with respect to the surroundings.
25. Apparatus according to one of Claims 18 to 24, characterized in that a control device switches over the drive force cyclically at an operating cycle frequency.
26. Apparatus according to Claim 25, characterized in that the cyclical frequency is at least 30 Hz, in particular at least 50 Hz, preferably
at least 100 Hz.
27. Apparatus according to Claim 25 or 26, characterized in that the control device performs the switchover of the operating device in such a way
that, during cyclical operation, the driven part of the tool arrangement oscillates
between two reversal positions (UH, UL) which are deflected to a different extent
with respect to a rest position.
28. Apparatus according to one of Claims 18 to 27, characterized by the use thereof for work hardening metallic surface regions, in particular on or
in the case of welded structures.
29. Apparatus according to one of Claims 18 to 27, characterized by the use thereof for driving a tool into a workpiece surface.
1. Dispositif, destiné à l'usinage de pièces à usiner, notamment à l'usinage par percussion,
doté d'un système d'entraînement dans un corps de base du carter (GK) et d'une configuration
d'outils susceptible d'être actionnée par ce dernier, en tant qu'actionneur, le système
d'entraînement contenant un corps creux allongé (PA2, PA9) susceptible d'être soumis
à de l'air comprimé, lequel comporte un espace creux (RH) fermé latéralement par une
membrane souple (ME) entre deux corps d'extrémité (E1, E2) écartés dans une direction
longitudinale (LR) et lors de l'alimentation d'air comprimé dans l'espace creux, raccourcissant
sous expansion de la membrane l'écart entre les corps d'extrémité et provoquant à
cet effet une force d'entraînement et par l'intermédiaire d'une configuration de soupapes
du dispositif (VA) susceptible d'être commandée, l'alimentation d'air comprimé dans
l'espace creux (HR) pouvant être commandée, caractérisé en ce que le dispositif comporte un système de commande (SE) qui est prévu pour qu'un mode
cadencé avec des déplacements continus successifs soit commandé par le système de
commande (SE) par une commutation de la configuration de soupapes (VA) avec une fréquence
d'horloge entre une position de marche et une position d'arrêt, sachant que le rapport
cyclique entre la position de marche et la position d'arrêt est variable et par une
variation du rapport cyclique, la pression moyennée dans le temps dans l'espace creux
se règle de manière variable, la pression moyennée dans le temps et la fréquence d'horloge
pouvant être sélectionnées indépendamment lors de l'alimentation d'air comprimé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la configuration d'outils (WK4, WKG, WS, AK) est placée en direction longitudinale
avec un décalage par rapport au corps creux (PA2, PA9).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un corps d'extrémité (E1) de l'actionneur est assemblé avec le corps de base du carter
(GK) de manière stationnaire par rapport à celui-ci et l'autre corps d'extrémité (E2)
est mobile dans la direction longitudinale (LR) par rapport à celui-ci.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la configuration d'outils comporte une tête d'usinage (WK4, WK6, WK8) assemblée de
manière amovible avec le corps de base du carter (GK).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la configuration d'outils comprend au moins un corps d'usinage (AK) en forme de tige,
qui en service entre en contact par une surface frontale avec la surface de la pièce
à usiner (WO) et dont l'axe de tige montre au moins majoritairement dans la direction
longitudinale.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le corps d'usinage est maintenu dans la configuration d'outils en étant mobile dans
la direction de la tige.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que plusieurs corps d'usinage (AK) en forme de tige sont placés latéralement côte à côte.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les plusieurs corps d'usinage sont maintenus dans la configuration d'outils en étant
mobiles indépendamment les uns des autres.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la configuration d'outils contient un élément de transmission sous la forme d'une
pièce (WS, HS, HV) entraînée, mobile dans la direction longitudinale (LR), laquelle
est incitée par l'actionneur à des déplacements dans la direction longitudinale et
les transmet sur l'au moins un corps d'usinage (AK2, AK, AK13).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de transmission (W, HS, HV) est mobile par rapport à l'au moins un corps
d'usinage (AK) de la configuration d'outils et comporte une surface de percussion
qui fait face à celui-ci, et en ce qu'en service, la surface de percussion percute dans la direction de la pièce à usiner
sur une surface du corps d'usinage qui est opposée à la pièce à usiner.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que de l'air comprimé est alimenté en tant que réfrigérant vers la configuration d'outils.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que de l'air évacué hors du corps creux est alimenté en tant que réfrigérant vers la
configuration d'outils.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le dispositif comporte un boîtier qui en service, peut être tenu dans la main, avec
une configuration de poignées doté d'au moins une position de préhension.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'une position de préhension (GR1) se situe près de l'actionneur dans la direction longitudinale.
15. Dispositif selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'une position de préhension (GR2) est décalée par rapport au corps creux dans la direction
longitudinale, en éloignement de la pièce à usiner.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, caractérisé en ce que la configuration de poignées est déplaçable par rapport à la configuration d'outils
à l'encontre d'une force de rappel, d'une position de repos dans la direction de la
pièce à usiner.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que le corps d'extrémité de l'actionneur qui fait face à la pièce à usiner est assemblé
avec le corps de base du carter et en ce qu'un élément de poussée (DS, FZ) assemblé avec l'autre corps d'extrémité est conduit
à travers un espace creux et à travers le corps d'extrémité (E1) qui fait face à la
pièce à usiner.
18. Dispositif destiné à l'usinage de pièces à usiner, notamment à l'usinage par percussion,
doté d'un système d'entraînement et d'une configuration d'outils actionnable par ce
dernier, sachant qu'au moins un corps d'usinage de la configuration d'outils est déplaçable
en oscillations et en ce que l'effet d'usinage se produit lorsqu'une partie du déplacement
est dirigée en éloignement du système d'entraînement, selon l'une quelconque des revendications
1 à 17, caractérisé en ce que le système d'entraînement exerce sur une pièce de la configuration d'outils dont
le déplacement est couplé avec le système d'entraînement une force d'entraînement
dirigée en éloignement de la pièce à usiner et déplace la pièce de la configuration
d'outils dans la direction en éloignement de la pièce à usiner, à l'encontre d'une
force de ressort d'une configuration de ressorts sous l'effet de la force d'entraînement
et en ce qu'après une chute au moins partielle de la force d'entraînement, la force du ressort
provoque un déplacement de la pièce de la configuration d'outils dans la direction
vers la pièce à usiner.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que la configuration de ressorts contient au moins une rondelle ressort (TF1, TF2).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que la configuration de ressorts contient deux rondelles-ressorts écartées dans la direction
de déplacement.
21. Dispositif selon la revendication 19 ou 20, caractérisé en ce que la rondelle-ressort ou les rondelles-ressorts forment un guidage à la transversale
de la direction de déplacement pour la configuration d'outils.
22. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que la configuration de ressorts contient un ressort pneumatique.
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 22, caractérisé en ce que le déplacement (BA) vers la pièce à usiner s'écoule plus rapidement que le déplacement
(BE) en éloignement de la pièce à usiner.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 23, caractérisé en ce que la configuration de ressorts (F13) est placée dans un espace situé à l'extérieur
de l'espace creux de l'actionneur, lequel se trouve en compensation de pression par
rapport à l'espace creux et est étanche par rapport à l'environnement.
25. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 24, caractérisé en ce qu'un système de commande commute cycliquement la force d'entraînement avec une fréquence
d'horloge d'usinage.
26. Dispositif selon la revendication 25, caractérisé en ce que la fréquence d'horloge est d'au moins 30 Hz, notamment d'au moins 50 Hz, de préférence
d'au moins 100 Hz.
27. Dispositif selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce que le système de commande procède à la commutation du système d'usinage de telle sorte
qu'en mode cadencé, la pièce entraînée de la configuration d'outils oscille entre
deux positions de renversement (UH, UL) présentant une déviation d'importance différente
par rapport à une position de repos.
28. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 27, caractérisé par son utilisation pour solidifier des zones superficielles métalliques, notamment sur
et près de structures soudées.
29. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 18 à 27, caractérisé par son utilisation pour enfoncer un outil dans une surface de la pièce à usiner.