| (19) |
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(11) |
EP 2 162 266 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.05.2012 Patentblatt 2012/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.08.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/007021 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/027080 (05.03.2009 Gazette 2009/10) |
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| (54) |
SCHNEIDMESSER
CUTTING BLADE
COUTEAU
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.08.2007 DE 102007040350
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.03.2010 Patentblatt 2010/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Weber Maschinenbau GmbH Breidenbach |
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35236 Breidenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- WEBER, Günther
17904 Gross Nemerov (DE)
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| (74) |
Vertreter: Manitz, Finsterwald & Partner GbR |
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Martin-Greif-Strasse 1 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 709 170
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EP-A- 1 598 159
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidmesser für Maschinen zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten,
insbesondere für Hochgeschwindigkeitsslicer, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Schneidmesser sind aus der
EP 1 598 159 A1 bekannt. Die für den Einsatz an Slicern und insbesondere an Hochgeschwindigkeitsslicern
verwendeten Messer besitzen meistens eine im weitesten Sinne schalen-oder schüsselartige
Form, d.h. auf ihrer während des Schneidebetriebs einem aufzuschneidenden Produkt
zugewandten Seite ist der Messerkörper gegenüber der durch die Schneidkante des Messers
definierten Schneidebene zurückversetzt. Hierdurch wird erreicht, dass Stauchungen
des aufzuschneidenden Produkts weitgehend vermieden werden. Diese einseitige Schalen-
oder Schüsselform des Messers beeinflusst also während des Schneidebetriebs das Produkt
selbst praktisch nicht; dem Schneidmesser ausweichen muss lediglich die gerade abgetrennte
Produktscheibe, was aufgrund deren leichter Verformbarkeit jedoch unproblematisch
ist.
[0003] Für die Praxis kritisch ist die Größe des so genannten Schneidenwinkels. Der Schneidenwinkel
ist derjenige Winkel, den eine am radial äußeren Umfang des Schneidmessers befindliche
ebene Fläche, die im Folgenden auch als Schneidenfläche bezeichnet wird und deren
radial außen liegendes Ende von der Schneidkante gebildet wird, mit der senkrecht
zur Drehachse des Messers verlaufenden Schneidebene einschließt. Die Größe des Schneidenwinkels,
also die Steilheit der Schneidenfläche, bestimmt zum einen die Beeinflussung des aufzuschneidenden
Produkts und zum anderen die Art und Weise des Ablegens der jeweils abgetrennten Produktscheibe
durch das Schneidmesser. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in Verbindung mit modernen
Hochgeschwindigkeitsslicern gerade Sichelmesser für besonders hohe Schnittgeschwindigkeiten
eingesetzt werden. Diese Schnittgeschwindigkeiten betragen beispielsweise bis zu 2.000
Schnitte pro Minute, d.h. mit Sichelmessern ausgestattete Hochgeschwindigkeitsslicer
können ohne weiteres pro Sekunde mehr als 30 Produktscheiben abtrennen.
[0004] In der Praxis wird die Größe des Schneidenwinkels in Abhängigkeit von den produkt-
und anwendungsspezifischen Gegebenheiten gewählt. Der längs der Schneidkante konstante
Schneidenwinkel stellt dabei stets einen Kompromiss in Bezug auf die jeweils aufzuschneidenden
Produkte dar. Ein zu großer Schneidenwinkel, d.h. eine zu steile Schneidenfläche,
gilt es möglichst zu vermeiden, da hierdurch ein zu großer Druck auf das Produkt ausgeübt
und das Produkt somit nicht mehr akzeptierbaren Stauchungen ausgesetzt werden könnte.
Ein kleiner Schneidenwinkel dagegen, d.h. eine relativ flach eingestellte Schneidenfläche,
ergibt schonende sanfte Schnitte, die das Produkt nicht unnötig stauchen. Allerdings
kann mit einem derart flach eingestellten Schneidmesser nicht das in den meisten Fällen
gewünschte Ablageverhalten bezüglich der jeweils abgetrennten Produktscheiben erzielt
werden. Mit einem zu flach eingestellten Schneidmesser können die Produktscheiben
insbesondere nicht in der eigentlich gewünschten Weise "abgekeilt" werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schneidmesser der eingangs genannten Art derart
weiterzubilden, dass es allen produkt- bzw. anwendungsspezifischen Gegebenheiten gerecht
werden kann, wobei insbesondere durch das Schneidmesser verursachte Produktstauchungen
minimiert und die mittels des Schneidmessers bewirkte Produktablage optimiert werden
sollen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0007] Es wurde der bislang eingeschlagene Weg eines längs der Schneidkante konstanten Schneidenwinkels
verlassen. Vielmehr erfolgt eine gezielte Änderung der Größe des Schneidenwinkels
in Umfangsrichtung des Schneidmessers. Unter derartige Änderungen fallen selbstverständlich
keine herstellungsbedingten Ungenauigkeiten, die zu Abweichungen von einem konstanten
Sollwinkel führen. Vielmehr wird der Schneidenwinkel gezielt in einem relevanten Ausmaß
längs der Schneidkante variiert, was im Schneidebetrieb spürbare Auswirkungen insbesondere
auf das Ausmaß der durch das Schneidmesser verursachten Produktstauchungen sowie auf
die Art und Weise der durch das Messer bewirkten Produktablage hat.
[0008] Die Erfindung eröffnet insbesondere die Möglichkeit, die Größe des Schneidenwinkels
an den Verlauf des Schneidprozesses anzupassen. Für jeden Umfangsbereich des Schneidmessers
kann der Schneidenwinkel in Abhängigkeit davon gewählt werden, auf welche Weise dieser
Umfangsbereich während des Schneideprozesses mit dem jeweiligen Produkt zusammenwirkt.
Sichelmesser werden so eingesetzt, dass sie zu Beginn eines Schneidevorgangs mit einem
Umfangsbereich in das Produkt eintauchen, an welchem der Radius - d.h. der Abstand
der Schneidkante von der Drehachse des Messers - am kleinsten ist. Ab einem bestimmten
Drehwinkel, der einem bestimmten Umfangsbereich der Schneidkante entspricht, ist der
Eintauchprozess des Messers in das Produkt abgeschlossen. Bis zum Ende des Schneidevorgangs
bewegt sich das Schneidmesser durch das Produkt hindurch, wobei der Radius aufgrund
des insbesondere spiralartigen Verlaufs der Schneidkante bezüglich der Drehachse stetig
zunimmt. Diese Gegebenheiten können erfindungsgemäß genutzt werden, um die Größe des
Schneidenwinkels in Abhängigkeit von dem Drehwinkel bzw. dem Umfangsbereich - z.B.
bezogen auf den Eintauchwinkel bzw. Eintauchbereich - zur Optimierung des Schneidprozesses
insgesamt einzustellen. Grundsätzlich sind aber den Einstellmöglichkeiten keine Grenzen
gesetzt. Je nach der Beschaffenheit der aufzuschneidenden Produkte und den Gegebenheiten
der jeweiligen Anwendung können die Schneidmesser aufgrund der erfindungsgemäßen Variierbarkeit
des Schneidenwinkels individuell optimiert werden.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass sich der Schneidenwinkel über die gesamte in
Umfangsrichtung verlaufende Schneidkante stetig vergrößert.
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind auch in den abhängigen Ansprüchen,
der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.
[0011] Erfindungsgemäß wind vorgesehen, dass das Schneidmesser eine bestimmungsgemäße Drehrichtung
aufweist, wobei sich der Schneidenwinkel entgegen der Drehrichtung vergrößert. Mit
anderen Worten nimmt während des Schneidevorgangs der Schneidenwinkel zu, d.h. die
von der Schneidkante radial außen begrenzte Schneidenfläche auf der Messerrückseite
wird während des Schneidevorgangs zunehmend steiler.
[0012] Bei einem Sichelmesser, wie es vorstehend beschrieben wurde, d.h. das während des
Schneidevorgangs mit dem kleinsten Radius in das Produkt eintaucht, bedeutet dies
somit, dass sich in dieser Ausführungsform der Schneidenwinkel mit zunehmendem radialen
Abstand der Schneidkante von der Drehachse vergrößert. Dies stellt eine konkrete Ausgestaltung
des allgemeinen, hier ebenfalls unabhängig beanspruchten Gedankens dar, die Größe
des Schneidenwinkels in Abhängigkeit von dem radialen Abstand der Schneidkante von
der Drehachse des Schneidmessers, also von dem Drehwinkel des Messers, zu wählen,
d.h. den Schneidenwinkel als eine Funktion des Drehwinkels zu definieren.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Schneidkante einen Eintauchbereich auf, mit dem das Schneidmesser
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch während des Schneidebetriebs in ein aufzuschneidendes
Produkt eintaucht, wobei der Schneidenwinkel im Eintauchbereich am kleinsten ist.
[0014] Diese Ausführungsform macht sich die Erkenntnis zunutze, dass Produktstauchungen
durch das Schneidmesser in dem Moment am größten sind, wenn das Schneidmesser in das
Produkt eintaucht. Indem für den Eintauchbereich des Schneidmessers ein vergleichsweise
kleiner Schneidenwinkel und insbesondere der kleinste am Schneidmesser ausgebildete
Schneidenwinkel gewählt wird, werden Produktstauchungen durch das erfindungsgemäße
Schneidmesser folglich minimiert. Ausgehend von dem Eintauchbereich kann dann der
Schneidenwinkel insbesondere stetig zunehmen. Hierdurch wird erreicht, dass während
des weiteren Verlaufs des Schneidevorgangs und insbesondere nach Abschluss der Eintauchphase
der Schneidenwinkel eine Größe bzw. Steilheit aufweist, die für ein gewünschtes Abkeilen
der jeweiligen Produktscheibe bzw. für ein schnelleres und besseres Ablegen der Produktscheibe
sorgt, als dies mit einem durchgehend flachen Schneidenwinkel der Fall wäre.
[0015] Die Änderung des Schneidenwinkels erfolgt insbesondere ohne Ausbildung von Stufen
in der Schneidenfläche. Hierdurch wird das Produkt während des Aufschneidens so wenig
wie möglich gestört.
[0016] Grundsätzlich kann das Schneidenwinkelprofil, d.h. der Verlauf der Größe des Schneidenwinkels
längs der Schneidkante, beliebig ausgestaltet sein. Die Rate, mit der sich der Schneidenwinkel
ändert, kann konstant, in Abhängigkeit z.B. von dem Drehwinkel des Messers, also von
dem jeweiligen Umfangsbereich der Schneidkante, aber auch für verschiedene Umfangsbereiche
unterschiedlich groß sein.
[0017] In einem konkreten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass sich der Schneidenwinkel
in einem Bereich von etwa 20° bis 30° ändert. Grundsätzlich kann die Messerschneide
aber auch flachere oder steilere Bereiche aufweisen.
[0018] Je nach konkreter Ausgestaltung der Messerrückseite kann vorgesehen sein, dass die
Schneidenfläche eine Breite aufweist, die in Abhängigkeit von der Größe des Schneidenwinkels
variiert.
[0019] Beispielsweise kann die Breite der Schneidenfläche in einem Bereich von 0,5 mm bis
1,5 mm variieren.
[0020] Was die wirksame Länge der Schneidkante in Umfangsrichtung anbetrifft, so erstreckt
sich die Schneidkante insbesondere über einen Winkel zwischen 180° und 360°. In einer
möglichen Ausgestaltung beträgt die Länge der Schneidkante in Umfangsrichtung ungefähr
270°.
[0021] Des Weiteren kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass radial innerhalb der Schneidenfläche
eine weitere Fläche ausgebildet ist, die einen Teil der Messerrückseite bildet und
mit der Schneidebene einen Winkel einschließt, der in Umfangsrichtung konstant und
kleiner als der kleinste Schneidenwinkel ist.
[0022] Die Schneidenfläche und die weitere Fläche können unmittelbar aneinander angrenzen.
Alternativ ist es aber auch möglich, dass zwischen der Schneidenfläche und der weiteren
Fläche wenigstens eine Übergangsfläche ausgebildet ist.
[0023] Auf die Herstellung des erfindungsgemäßen Schneidenmessers soll hier nur insoweit
eingegangen werden, als vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Schneidenfläche durch
Anschleifen eines entsprechend hergestellten Vorprodukts gebildet ist.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Schneidmesser,
- Fig. 2
- teilweise eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Schneidmessers, und
- Fig. 3
- mehrere Querschnittsansichten eines erfindungsgemäßen Schneidmessers an unterschiedlichen
Umfangsbereichen.
[0025] Das in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Sichelmesser umfasst eine spiralartig
um eine Drehachse 11 umlaufende Schneidkante 13, die sich etwa über einen Winkelbereich
von 270° erstreckt und in einer senkrecht zur Drehachse 11 verlaufenden Schneidebene
liegt. Der Abstand der Schneidkante 13 von der Drehachse 11, also der Radius R des
Schneidmessers, nimmt kontinuierlich zu, und zwar entgegen einer Drehrichtung T, in
der das Schneidmesser während des Schneidebetriebs um die Drehachse 11 rotiert.
[0026] Das erfindungsgemäße Sichelmesser ist zum Einsatz an einem Hochgeschwindigkeitsslicer
bestimmt. Diese Slicer sind mit einem so genannten Schneid- oder Messerkopf versehen,
der eine die Drehachse 11 festlegende Antriebswelle für das Schneidmesser aufweist.
Zur Aufnahme der Antriebswelle ist in dem Schneidmesser die in der Fig. 1 dargestellte
Öffnung 29 ausgebildet. Weitere Befestigungsmittel, wie insbesondere um die Öffnung
29 herum angeordnete Bohrungen zum Verschrauben des Schneidmessers am Schneidkopf
des Slicers sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
[0027] Derartige Sichelmesser zeichnen sich dadurch aus, dass sie - wie bereits im Einleitungsteil
erwähnt - mit einem Bereich A in das aufzuschneidende Produkt eintauchen, für den
der Radius R am kleinsten ist. Während des Schneidevorgangs bewegt sich das rotierende
Schneidmesser durch das Produkt hindurch, wobei nacheinander die hier lediglich beispielhaft
angedeuteten Umfangsbereiche A, B, C und D des Messers mit dem Produkt zusammenwirken.
Für den Umfangsbereich D ist der Radius R des Messers am größten.
[0028] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besitzt das erfindungsgemäße Sichelmesser eine schalen-
oder schüsselartige Form. Indem auf diese Weise die Messerinnenseite 27 gegenüber
der senkrecht zur Drehachse 11 verlaufenden Schneidebene 15 zurückversetzt ist, ist
auf der während des Schneidebetriebs dem aufzuschneidenden Produkt 19 zugewandten
Seite des Messers ein Freiraum 25 vorhanden. Durch diese Schalen- oder Schüsselform
des Messers werden Produktstauchungen bereits erheblich reduziert.
[0029] Die Messerrückseite 21 wird radial außen von einer ebenen Schneidenfläche 17 gebildet,
die radial außen von der die Schneidebene 15 festlegenden Schneidkante 13 begrenzt
wird. Radial innen schließt sich an die Schneidenfläche 17 eine weitere ebene Fläche
23 an. Der Querschnitt des erfindungsgemäßen Schneidmessers im Anschluss an die Schneidenfläche
17 kann von der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform abweichen und grundsätzlich
beliebig variieren. Das diesbezügliche konkrete Profil des Messers wird auch im Hinblick
auf eine möglichst gute Eigenstabilität des Messers gewählt.
[0030] Die Schneidenfläche 17 schließt mit der Schneidebene 15 einen Winkel α ein, der größer
ist als der Winkel β zwischen der Schneidebene 15 und der weiteren Fläche 23. Die
Schneidenfläche 17 besitzt des Weiteren eine Breite W.
[0031] Erfindungsgemäß ist der Schneidenwinkel α längs der Schneidkante 13 nicht konstant.
Vielmehr ist vorgesehen, dass der Schneidenwinkel in Abhängigkeit von dem Radius R
der Schneidkante 13 variiert.
[0032] Fig. 3 veranschaulicht ein mögliches Ausführungsbeispiel für ein derartiges "Profil"
des Schneidenwinkels in Umfangsrichtung. Die Fig. 3a - 3d zeigen jeweils einen Querschnitt
des Schneidmessers entsprechend Fig. 2 für einen der in Fig. 1 angedeuteten Umfangsbereiche
A - D.
[0033] Gemäß Fig. 3a ist im Eintauchbereich A des Schneidmessers, wo der Radius am kleinsten
ist, der Schneidenwinkel α1 ebenfalls am kleinsten. Da in diesem Ausführungsbeispiel
der Winkel β zwischen der Schneidebene 15 und der an die Schneidenfläche 17 angrenzenden
weiteren Fläche 23 in Umfangsrichtung konstant ist und zwischen Schneidenfläche 17
und weiterer Fläche 23 an keiner Stelle in Umfangsrichtung ein oder mehrere Übergangsflächen
vorgesehen sind, ist die Breite W der Schneidenfläche 17 im Eintauchbereich A am größten.
[0034] Mit zunehmendem Drehwinkel (entgegen der Drehrichtung T; Fig. 1) verläuft die Schneidenfläche
17 zunehmend steiler, d.h. der Schneidenwinkel α nimmt zu. Entsprechend nimmt die
Breite W der Schneidenfläche 17 ab.
[0035] Mögliche Werte für den Schneidenwinkel α an den verschiedenen Umfangsbereichen des
Schneidmessers lauten wie folgt:
| Eintauchbereich A: |
α1 = 20° |
| Umfangsbereich B: |
α2 = 23° |
| Umfangsbereich C: |
α3 = 26° |
| Umfangsbereich D: |
α4 = 30° |
[0036] Der in Umfangsrichtung, also längs der Schneidkante 13, konstante Winkel β zwischen
Schneidebene 15 und weiterer Fläche 23 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel 12°.
[0037] Diese Werte für die Winkel α und β sind rein beispielhafter Art und können je nach
aufzuschneidenden Produkten und konkreten Anwendungen beliebig variieren, und zwar
nicht nur hinsichtlich der absoluten Größen, sondern auch in Bezug auf den grundsätzlichen
Verlauf des "Winkelprofils" in Umfangsrichtung.
[0038] Mit dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel kann erreicht werden, dass aufgrund
der flachen Schneidenfläche 17 im Eintauchbereich A Produktstauchungen beim Eintauchen
des Messers in das Produkt weitestgehend vermieden werden, wobei aufgrund der zunehmenden
Steilheit der Schneidenfläche 17 in Umfangsrichtung gleichzeitig eine schnellere und
bessere Produktablage erzielt wird als mit einem durchgehend flachen Schneidenwinkel.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 11
- Drehachse
- 13
- Schneidkante
- 15
- Schneidebene
- 17
- Schneidenfläche
- 19
- Produkt
- 21
- Messerrückseite
- 23
- weitere Fläche
- 25
- Freiraum
- 27
- Messerinnenseite
- 29
- Öffnung
- α
- Schneidenwinkel
- β
- Winkel zwischen Schneidenebene und weiterer Fläche
- T
- Drehrichtung
- R
- radialer Abstand
- W
- Breite der Schneidenfläche
- A
- Eintauchbereich
- B
- Umfangsbereich
- C
- Umfangsbereich
- D
- Umfangsbereich
1. Schneidmesser für Maschinen zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten, insbesondere
für Hochgeschwindigkeitsslicer,
wobei das Schneidmesser ein während des Schneidebetriebs um eine Drehachse (11) rotierendes
Sichelmesser ist, das an seinem radial äußeren Umfang eine von einer Kreisform abweichende,
insbesondere nach Art einer Spirale um die Drehachse (11) umlaufende, Schneidkante
(13) aufweist, die in einer senkrecht zur Drehachse (11) verlaufenden Schneidebene
(15) liegt,
wobei die Schneidkante (13) das radial außen liegende Ende einer Schneidenfläche (17)
bildet, die einen Teil der während des Schneidebetriebs von einem aufzuschneidenden
Produkt (19) abgewandten Messerrückseite (21) bildet und mit der Schneidebene (15)
einen Schneidenwinkel (α) einschließt, und
wobei die Größe des Schneidenwinkels (α) in Umfangsrichtung variiert,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Schneidenwinkel (α) über die gesamte in Umfangsrichtung verlaufende Schneidkante
(13) stetig vergrößert.
2. Schneidmesser nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schneidmesser eine bestimmungsgemäße Drehrichtung (T) aufweist, wobei sich der
Schneidenwinkel (α) entgegen der Drehrichtung (T) vergrößert.
3. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Schneidenwinkel (α) mit zunehmendem radialen Abstand (R) der Schneidkante
(13) von der Drehachse (11) vergrößert.
4. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidkante (13) einen Eintauchbereich (A) aufweist, mit dem das Schneidmesser
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch während des Schneidebetriebs in ein aufzuschneidendes
Produkt (19) eintaucht, wobei der Schneidenwinkel (α) im Eintauchbereich (A) am kleinsten
ist.
5. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Änderung des Schneidenwinkels (α) ohne Ausbildung von Stufen in der Schneidenfläche
(17) erfolgt.
6. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schneidenwinkel (α) in einem Bereich von etwa 20° bis 30° variiert.
7. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidenfläche (17) eine Breite (W) aufweist, die in Abhängigkeit von der Größe
des Schneidenwinkels (α) variiert.
8. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite (W) der Schneidenfläche (17) in einem Bereich von etwa 0,5 mm bis 1,5
mm variiert.
9. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Schneidkante (13) über einen Winkel erstreckt, der zwischen 180° und 360°
liegt und insbesondere ungefähr 270° beträgt.
10. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass radial innerhalb der Schneidenfläche (17) eine weitere Fläche (23) ausgebildet ist,
die einen Teil der Messerrückseite (21) bildet und mit der Schneidebene (15) einen
Winkel (β) einschließt, der in Umfangsrichtung konstant und kleiner als der kleinste
Schneidenwinkel (α) ist.
11. Schneidmesser nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidenfläche (17) und die weitere Fläche (23) unmittelbar aneinander angrenzen.
12. Schneidmesser nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Schneidenfläche (17) und der weiteren Fläche (23) wenigstens eine Übergangsfläche
ausgebildet ist.
13. Schneidmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidenfläche (17) durch Anschleifen gebildet ist.
1. A cutting blade for machines for the slicing of food products, in particular for high-speed
slicers,
wherein the cutting blade is a scythe-like blade which rotates about an axis of rotation
(11) during the cutting operation and which has a cutting edge (13) at its radially
outer periphery which differs from a circular shape and in particular revolves about
the axis of rotation (11) in the manner of a spiral and which is disposed in a cutting
plane (15) extending perpendicular to the axis of rotation (11); wherein the cutting
edge (13) forms the radially outwardly disposed end of a blade surface (17) which
forms a part of the rear side (21) of the blade remote from a product (19) to be sliced
during the cutting operation and includes a blade edge angle (α) with the cutting
plane (15); and
wherein the magnitude of the blade edge angle (α) varies in the peripheral direction,
characterized in that the blade edge angle (α) increases constantly over the total cutting edge (13) extending
in the peripheral direction.
2. A cutting blade in accordance with claim 1, characterized in that the cutting blade has an intended direction of rotation (T), with the blade edge
angle (α) increasing against the direction of rotation (T).
3. A cutting blade in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the blade edge angle (α) increases as the radial spacing (R) of the cutting edge
(13) from the axis of rotation (11) increases.
4. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the cutting edge (13) has a dipping region (A) with which the cutting blade dips
into a product (19) to be sliced on the intended use during the cutting operation,
with the blade edge angle (α) being the smallest in the dipping region (A).
5. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the change in the blade edge angle (α) takes place without the formation of steps
in the blade surface (17).
6. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the blade edge angle (α) varies in a range from approximately 20° to 30°.
7. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the blade surface (17) has a width (W) which varies in dependence on the size of
the blade edge angle (α).
8. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the width (W) of the blade surface (17) varies in a range from approximately 0.5
mm to 1.5 mm.
9. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the cutting edge (13) extends over an angle which is disposed between 180° and 360°
and in particular amounts to approximately 270°.
10. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that a further surface (23) is formed radially within the blade surface (17) and forms
a part of the rear side (21) of the blade and includes an angle (β) with the cutting
plane (15) which is constant and smaller than the smallest blade edge angle (α) in
the peripheral direction.
11. A cutting blade in accordance with claim 10, characterized in that the blade surface (17) and the further surface (23) are directly adjacent to one
another.
12. A cutting blade in accordance with claim 10, characterized in that at least one transition surface is formed between the blade surface (17) and the
further surface (23).
13. A cutting blade in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the blade surface (17) is formed by abrading.
1. Couteau pour machines destinées à découper des produits alimentaires, en particulier
pour trancheuse à haute vitesse, ledit couteau étant un couteau en forme de faucille
en rotation autour d'un axe de rotation (11) pendant le fonctionnement de découpe,
qui présente à sa périphérie radialement extérieure un fil de coupe (13) de forme
différente d'une forme circulaire, en rotation en particulier à la manière d'une spirale
autour de l'axe de rotation (11), qui est disposé dans un plan de coupe (15) perpendiculaire
à l'axe de rotation (11), dans lequel le fil de coupe (13) forme l'extrémité radialement
extérieure d'une surface de coupe (17) qui forme une partie de la face dorsale (21)
du couteau détournée pendant le fonctionnement en découpe par rapport à un produit
(19) à découper et qui définit un angle de coupe (α) avec le plan de coupe (15), et
dans lequel la taille de l'angle de coupe (α) varie en direction périphérique,
caractérisé en ce que
l'angle de coupe (α) augmente en continu sur la totalité du fil de coupe (13) s'étendant
en direction périphérique.
2. Couteau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le couteau présente une direction de rotation (T) conforme à sa destination, et l'angle
de coupe (α) augmente en sens contraire à la direction de rotation (T).
3. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'angle de coupe (α) augmente au fur et à mesure de l'augmentation de la distance
radiale (R) du fil de coupe (13) depuis l'axe de rotation (11).
4. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le fil de coupe (13) comporte une zone de pénétration (A) par laquelle le couteau
pénètre dans un produit à découper (19) pendant le fonctionnement en découpe suivant
une utilisation conforme à sa destination, et l'angle de coupe (α) est minimum dans
la zone de pénétration (A).
5. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la variation de l'angle de coupe (α) a lieu sans formation de gradins dans la surface
de coupe (17).
6. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'angle de coupe (α) varie dans une plage d'environ 20° à 30°.
7. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la surface de coupe (17) présente une largeur (W) qui varie en fonction de la taille
de l'angle de coupe (α).
8. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la largeur (W) de la surface de coupe (17) varie dans une plage d'environ 0,5 mm
à 1,5 mm.
9. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le fil de coupe (13) s'étend sur un angle qui est entre 180° et 360°, et s'élève
en particulier à environ 270°.
10. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, radialement à l'intérieur de la surface de coupe (17), il est formé une autre surface
(23) qui forme une partie de la face dorsale (21) du couteau et définit avec le plan
de coupe (15) un angle (β) qui est constant en direction périphérique et qui est inférieur
au plus petit angle de coupe (α).
11. Couteau selon la revendication 10,
caractérisé en ce que la surface de coupe (17) et ladite autre surface (23) sont directement mutuellement
adjacentes.
12. Couteau selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'au moins une surface de transition est formée entre la surface de coupe (17) et ladite
autre surface (23).
13. Couteau selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la surface de coupe (17) est réalisée par meulage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente